Sparkasse Hegau-Bodensee
Singen (Hohentwiel)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr 01.01.2023 bis
zum 31.12.2023
Lagebericht
der Sparkasse Hegau-Bodensee - Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen der
Geschäftstätigkeit der Sparkasse
Hegau-Bodensee
Die Sparkasse Hegau-Bodensee (in den folgenden
Ausführungen auch kurz: Sparkasse) ist
gemäß § 1 des Sparkassengesetzes für
Baden-Württemberg (SpG) eine Anstalt des
öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW), Stuttgart
und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und
Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist
beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer A
540943 im Handelsregister eingetragen.
Träger der Sparkasse sind die Städte
Singen, Radolfzell und Stockach sowie die Gemeinden
Bod-man-Ludwigshafen, Eigeltingen, Gaienhofen, Moos,
Mühlingen, Öhningen, Orsingen-Nenzingen,
Rielasingen-Worblingen, Steißlingen und
Volkertshausen. Ebenfalls zu den Trägern gehört
die nicht zum Geschäftsbezirk gehörende Gemeinde
Hohenfels.
Organe der Sparkasse sind der Vorstand, der
Verwaltungsrat und der Kreditausschuss.
Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband
Baden-Württemberg (SVBW) und über dessen
Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das
institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach
dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt.
Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall
sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche
Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem
EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche
Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel
des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu
vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen,
insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu
gewährleisten ("diskretionäre
Institutssicherung").
Die Sparkasse bietet als selbstständiges
regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren
Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden,
Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und
-produkte an, soweit das Sparkassengesetz
Baden-Württemberg, die
Sparkassengeschäftsverordnung oder die Satzung keine
Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz
verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die
Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem
Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die
angemessene und ausreichende Versorgung aller
Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des
Mittelstands - und der öffentlichen Hand mit
Bankdienstleistungen sicherzustellen.
Die Gesamtzahl der aktiv Beschäftigten hat sich
zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,23%
auf 433 Mitarbeiter verringert, von denen 238
vollzeitbeschäftigt, 174 teilzeitbeschäftigt
sowie 22 in Ausbildung sind. Zum Jahresende
beschäftigte die Sparkasse insgesamt 268 aktive
Mitarbeiterinnen und 165 aktive Mitarbeiter. Der
Rückgang kann als Folge einer natürlichen
Fluktuation angesehen werden.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche
Rahmenbedingungen im Jahr 2023
Volkswirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft hatte in den letzten Jahren mit
der Covid-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und
schließlich der sprunghaft angestiegenen Inflation in
Verbindung mit ebenso steigenden Lebenshaltungskosten zu
kämpfen. Hinzu kamen im Jahr 2023 zunehmende
geopolitische Spannungen, die weitere Unsicherheit
schürten. Zugleich dämpften die
Zinserhöhungen zahlreicher Notenbanken die
Wirtschaftsaktivität - vor allem bei den
Investitionen. Dies alles belastete das globale Wachstum
merklich.
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ist die
globale Wirtschaftsleistung 2023 um voraussichtlich 3,1%
gewachsen. Der Euro-Raum verlor hingegen an
Wachstumsdynamik und erreichte lediglich 0,5% realen
Zuwachs. Die deutsche Volkswirtschaft verzeichnete 2023 ein
um 0,3% schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt und konnte somit
entgegen der gesamteuropäischen Entwicklung nicht von
Überhängen aus dem Vorjahr profitieren.
Ursächlich hierfür waren die hohen Preise auf
allen Wirtschaftsstufen, die Unsicherheit hinsichtlich
einer Gasmangellage im Winter, die ungünstigen
Finanzierungsbedingungen durch das weiterhin ansteigende
Zinsniveau sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland.
Der Außenhandel leistete einen positiven
Wachstumsbeitrag, wenngleich der rechnerisch saldierten
Konstellation geschuldet. Die Exporte selbst sanken 2023
real um 1,8%, die deutschen Importe um 3,0% und somit
stärker als die Exporte.
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2023
gemessen am Verbraucherpreisindex um 5,9% im Durchschnitt
gegenüber 2022 gestiegen und verharren somit weiterhin
über dem 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank
(kurz: EZB). Auch 2023 hat die EZB daher den Kampf gegen
die persistent hohen Inflationsraten weitergeführt.
Insgesamt hat die EZB im Berichtsjahr 2023 ihren
Hauptrefinanzierungssatz um insgesamt 200 Basispunkte auf
4,5% erhöht. Den Einlagensatz hat sie im gleichen
Zeitraum ebenfalls um 200 Basispunkte auf 4,0% erhöht.
Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen
sind daher insbesondere im vierten Quartal 2023 per Saldo
gesunken. Zum Schluss des Jahres 2022 lagen sie bei 2,51%.
Ende 2023 wurde für diese Benchmark eine Rendite von
2,02% verzeichnet.
Mit der Zinswende kam es im Jahr 2023 zu einem Ende
des jahrelangen Anstiegs der Preise für Wohnimmobilien
in Deutschland. Sowohl die Preise für Wohnimmobilien
als auch für Bürogebäude waren 2023
rückläufig, da die Nachfrage nach Wohnimmobilien
aufgrund gestiegener Finanzierungskosten und der hohen
Inflation gesunken ist. Die Wohnungs- und Büromieten
tendierten hingegen aufwärts. Die Bautätigkeit in
Deutschland wurde durch das erhöhte Zinsniveau stark
gebremst. Das Angehen neuer Projekte kam praktisch
völlig zum Erliegen. Die Bauinvestitionen sanken daher
im dritten Jahr in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt
um 2,1%.
Die Aktienkurse wurden von den Bewegungen der
Leitzinsen und Kapitalmarktzinsen 2023 im Zusammenhang mit
der Preisentwicklung stark beeinflusst. Nach einem
ungünstigen Börsenjahr 2022 legten die
großen Aktienindizes 2023 deutlich zu. Der DAX stieg
zum Jahresende auf 16.751 Punkte bzw. um 20,3% im Vergleich
zum Vorjahresendstand. Hintergrund für diese
Entwicklung war, insbesondere im vierten Quartal 2023, ein
starker Aktienkursanstieg aufgrund der vorherrschenden
Zinssenkungsfantasien.
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der
schwachen Konjunktur robust. Die Arbeitslosenquote stieg
nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lediglich
leicht von durchschnittlich 5,4% in 2022 auf 5,7% in 2023
und in Baden-Württemberg von 3,6% auf 4,0%.
Darüber hinaus ist der Fachkräftemangel in vielen
Branchen weiterhin von hoher Relevanz. Er ist zu einer
angebotsseitigen Beschränkung der
Wirtschaftsentwicklung geworden.
Der von der IHK Hochrhein-Bodensee errechnete Index
für das Konjunkturklima in der Region war im
Jahresverlauf deutlich rückläufig. Die
Einschätzung der Unternehmen hinsichtlich der
Geschäftslage ist dementsprechend im Laufe des Jahres
gesunken. Dies liegt hauptsächlich am nationalen und
internationalen Nachfragerückgang, der sich aufgrund
gestiegener geopolitischer Verunsicherungen und einer nach
wie vor hohen Inflation ergab. Neben rückläufigen
Auftragseingängen, insbesondere in der Industrie und
in der Dienstleistungsbranche, sehen die in der Region
ansässigen Unternehmen hauptsächlich den
Fachkräftemangel aufgrund der bevorstehenden
demografischen Entwicklung, die sinkende Inlandsnachfrage
und die steigenden Arbeitskosten jeweils aufgrund der hohen
Inflationsraten sowie die Energiepreise als
größte Herausforderungen bzw.
Geschäftsrisiken.
Die Ratings der Sparkassen-Finanzgruppe blieben im
Jahr 2023 auf hohem Niveau stabil. Demzufolge
veränderten sich die Ratings der beiden
Ratingagenturen Moody's Investors Service (Rating "Aa2" vom
April 2023) und Fitch (Rating "A+" vom Juli 2023) nicht und
konnten somit bestätigt werden.
Branchenumfeld und rechtliche
Rahmenbedingungen 2023
Das makrofinanzielle Umfeld ist von der Zinswende und
einer erhöhten Unsicherheit geprägt. Dabei hat
sich das seit 2022 gestiegene Zinsniveau, welches sich in
2023 invers entwickelte, sowohl auf der Aktiv- als auch auf
der Passivseite deutlich auf das Geschäft der
Kreditinstitute ausgewirkt.
Im Aktivgeschäft der Kreditinstitute ist der
Bestand an niedrig verzinsten Krediten mit langer
Zinsbindung hoch und die Kreditnachfrage hat sich deutlich
abgeschwächt. So ist die Neukreditvergabe an
Unternehmen seit Herbst 2022 nach Angaben der Deutschen
Bundesbank deutlich gesunken. Ebenso ist eine deutlich
schwächere Kreditvergabe für neue
Wohnimmobilienfinanzierungen festzustellen.
Über mehrere Jahre hinweg hatten Niedrig- bzw.
Negativzinsen und der Mangel an sicheren Anlagealternativen
zu einem starken Anstieg der Sichteinlagen geführt. Im
Zuge des steigenden Zinsniveaus haben Termineinlagen im
Einlagengeschäft wieder zunehmend an Bedeutung
gewonnen. Folglich kam es zu erheblichen Umschichtungen von
Sichteinlagen zu Termingeldern und verzinsten
Anlageprodukten. Dieser Trend ist insbesondere bei den
Kredit- und Regionalbanken sowie Sparkassen zu beobachten.
In Summe nahmen laut der Deutschen Bundesbank die
Kundeneinlagen bei Kreditinstituten im Inland im Jahr 2023
um 2,0% zu. Während die täglich fälligen
Bankguthaben um 6,6% zurückgingen, gab es deutliche
Steigerungen bei Termineinlagen (+25,9%).
Nachdem die langandauernde Niedrigzinsphase die
Ertragskraft der Kreditinstitute deutlich belastet hatte,
führte die Zinswende der EZB zu einem spürbaren
Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss"
und machte sich 2023 positiv in der Ertragslage der Banken
bemerkbar. Wie die Deutsche Bundesbank in ihrer Analyse der
Ertragslage der deutschen Kreditinstitute hervorhebt, wird
sich der Wertberichtigungsbedarf auf festverzinsliche
Wertpapiere im Jahr 2023 voraussichtlich verringern,
demgegenüber werden die Kreditinstitute
voraussichtlich eine höhere Kreditvorsorge zu bilden
haben.
Aufsichtsrechtliche Änderungen ergaben sich
durch die Aktualisierung der Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) durch die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) im Juni 2023. Mit dieser Novelle wurden die
Anforderungen an die Kreditvergabe und Überwachung
sowie Regelungen zur Handhabung des
Immobiliengeschäfts und der Nachhaltigkeitsrisiken
angepasst bzw. ergänzt. Soweit die Änderungen der
MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue
Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Für
neue Anforderungen galt eine Übergangsfrist bis zum 1.
Januar 2024. Dies bezog sich insbesondere auf die
Regelungen zu den Immobiliengeschäften.
Sowohl der institutsspezifische antizyklische
Kapitalpuffer als auch der sektorale Systemrisikopuffer
für durch Wohnimmobilien besicherte Kredite, die
jeweils im Vorjahreslagebericht erläutert wurden, sind
seit 1. Februar 2023 zusätzlich zu den
Mindesteigenmittelanforderungen einzuhalten. Darüber
hinaus hat die BaFin im Rahmen des im Vorjahreslagebericht
beschriebenen aufsichtlichen Überprüfungs- und
Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation
Process - SREP) mit Bescheid vom 16.01.2023 bei der
Sparkasse eine über die Mindestanforderungen
hinausgehende aufsichtliche Eigenmittelempfehlung
festgelegt, die zur Abdeckung von Risiken in
Stresssituationen dient.
Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf
eine Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre
sowie mittelfristig auf weiter erhöhte
Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde
beispielsweise am 15. Februar 2024 bereits die 8.
MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.
2.2 Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren
Folgende Kennziffern stellen unsere bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren dar:
| Kennzahlen |
| Wachstum Bilanzielle
Forderungen an Kunden
1 |
| Entwicklung
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
2 |
|
Provisionsüberschuss
3 |
| Verwaltungsaufwand
4 |
| Betriebsergebnis vor
Bewertung
5 |
| Gesamtkapitalquote gem.
CRR
6 |
1 Wachstum Bilanzielle Forderungen an Kunden =
Bilanzpositionen Aktiva 4 und Aktiva 9
2 Entwicklung Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden = Bilanzpositionen Passiva 2 und Passiva 9
3 Provisionsüberschuss = Überschuss in
der Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um
neutrale und aperiodische Positionen)
4 Verwaltungsaufwand = Personal- und
Sachaufwendungen in der Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische Aufwendungen)
5 Betriebsergebnis vor Bewertung = Zins- und
Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der
sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen
abzüglich der Verwaltungsaufwendungen gemäß
Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale
und aperiodische Positionen)
6 Gesamtkapitalquote gem. CRR = Verhältnis
der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die
risikobezogenen Positionswerte
2.3 Darstellung, Analyse und
Beurteilung des Geschäftsverlaufs
|
Bestand
zum Jahresende |
|
|
Anteil in % des
Geschäftsvolumens |
|
2023 |
2022 |
Veränderung |
Veränderung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
% |
| Bilanzsumme |
3.971,6 |
3.980,7 |
-9,1 |
-0,2 |
|
|
Geschäftsvolumen |
4.200,3 |
4.205,6 |
-5,3 |
-0,1 |
|
| Forderungen an
Kreditinstitute |
149,7 |
109,1 |
40,6 |
37,2 |
3,6 |
| Kundenkreditvolumen |
3.069,0 |
3.024,9 |
44,1 |
1,5 |
73,1 |
|
darunter: |
| Bilanzielle Forderungen
an Kunden |
2.840,3 |
2.800,0 |
40,3 |
1,4 |
67,7 |
| Wertpapieranlagen |
852,6 |
820,6 |
32,0 |
3,9 |
20,3 |
| Beteiligungen /
Anteilsbesitz |
27,2 |
27,7 |
-0,5 |
-1,8 |
0,6 |
| Sachanlagen |
30,7 |
31,9 |
-1,2 |
-3,8 |
0,7 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
968,8 |
886,6 |
82,2 |
9,3 |
23,1 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden |
2.511,2 |
2.611,2 |
-100,0 |
-3,8 |
59,8 |
| Rückstellungen |
46,4 |
45,3 |
1,1 |
2,4 |
1,1 |
| Eigenkapital |
161,7 |
159,9 |
1,8 |
1,1 |
3,9 |
| Bedeutsamste
finanzielle Leistungsindikatoren: |
| Wachstum Bilanzielle
Forderungen an Kunden |
2.840,3 |
2.800,0 |
40,3 |
1,4 |
67,7 |
| Entwicklung
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
2.511,2 |
2.611,2 |
-100,0 |
-3,8 |
59,8 |
2.3.1 Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 von
3.980,7 Mio. EUR auf 3.971,6 Mio. EUR verringert. Dies
entspricht einer Abnahme von 9,1 Mio. EUR (0,2%). Das
Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten) hat sich von 4.205,6 Mio. EUR
auf 4.200,3 Mio. EUR und damit um 5,3 Mio. EUR (0,1%)
verringert. Hintergründe für diese Entwicklung
sind der deutliche Rückgang der Guthaben bei der
Deutschen Bundesbank sowie die Abnahme der Bestände an
Schuldverschreibungen (aufgrund von Rückzahlungen).
Demgegenüber stehen jedoch eine Zunahme der
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie
Wertaufholungen bei den Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren. Auf diese Weise lässt
sich die lediglich leichte Reduzierung der Bilanzsumme
begründen. Das Geschäftsvolumen nahm etwas
weniger ab als die Bilanzsumme, da die unter dem
Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten leicht
anstiegen.
2.3.2 Aktivgeschäft
2.3.2.1 Forderungen an
Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich
von 109,1 Mio. EUR um 37,2% auf 149,7 Mio. EUR. Der Bestand
setzt sich dabei hauptsächlich aus bei
Kreditinstituten unterhaltenen Liquiditätsreserven
sowie Schuldscheinen zusammen. Der Anstieg der Forderungen
an Kreditinstitute ist vor allem auf die Zunahme der
kurzfristigen und täglich fälligen Forderungen
zurückzuführen.
2.3.2.2 Kundenkreditvolumen
Infolge der Zinsentwicklung im Jahr 2023 war eine
Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Dennoch
erhöhte sich das Kundenkreditvolumen (bilanzielle
Forderungen und Eventualverbindlichkeiten unter dem
Bilanzstrich) um 44,1 Mio. EUR (1,5%) und summierte sich
zum Bilanzstichtag auf 3.069,0 Mio. EUR. Die bilanziellen
Forderungen an Kunden (Aktiva 4 und 9) erhöhten sich
um 40,3 Mio. EUR bzw. 1,4% auf 2.840,3 Mio. EUR zum
Bilanzstichtag.
Das Wachstum des Kundenkreditvolumens verteilte sich
desweiteren hauptsächlich über den kurz- und
mittelfristigen Bereich, nachdem in den Vorjahren
hauptsächlich ein Wachstum der langfristigen
Forderungen beobachtet werden konnte.
Bei den gewerblichen Kreditkunden waren hohe
Zuwächse zu verzeichnen. Insgesamt wurde
dementsprechend nahezu das gesamte Kreditwachstum im
gewerblichen Bereich generiert, wohingegen die
Baufinanzierungen im Berichtsjahr leicht
rückläufig waren.
Über die Hälfte der Kreditforderungen
entfällt, wie bereits im Vorjahr, auf Unternehmen und
Selbstständige.
Die Darlehenszusagen beliefen sich im Jahr 2023 auf
349,3 Mio. EUR und lagen damit unter dem Wert des Vorjahres
(502,7 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Darlehenszusagen
zur Finanzierung des Wohnungsbaus lagen mit 148,0 Mio. EUR
ebenso unter dem Vorjahreswert (287,7 Mio. EUR).
Insgesamt empfinden wir die Erhöhung der
bilanziellen Forderungen an Kunden vor dem Hintergrund der
zuvor geschilderten Zinsentwicklung als zufriedenstellend,
da das im Vorjahr prognostizierte moderate Wachstum im
Allgemeinen erreicht werden konnte, wenngleich die
erwartete gleichmäßige Verteilung dieses
Wachstums auf das Baufinanzierungs- und das
Firmenkundengeschäft nicht eingetreten ist.
Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen
Eventualverbindlichkeiten nahmen um 3,8 Mio. EUR zu, dies
entspricht einer prozentualen Zunahme von 1,7%, und
summierten sich zum Jahresende auf 228,7 Mio. EUR.
2.3.2.3 Wertpapieranlagen
Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an
Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt
32,0 Mio. EUR bzw. 3,9% auf 852,6 Mio. EUR.
Hervorzuheben ist bei dieser Entwicklung die
Reduzierung des Bestands an Schuldverschreibungen und
festverzinslichen Wertpapieren um 16,7 Mio. EUR (6,3%)
infolge der Rückzahlung fälliger Rentenpapiere.
Demgegenüber steht eine Erhöhung des Bestands an
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren um 48,6
Mio. EUR (8,7%). Ursächlich hierfür sind
primär Investitionen in diverse Investmentfonds.
2.3.2.4 Beteiligungen /
Anteilsbesitz
Im Geschäftsjahr 2023 sank das Volumen der
Beteiligungen um 0,5 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR. Die
Veränderung ergab sich aus einer Rückzahlung der
Einlagen bei einem Verbundunternehmen. Abschreibungen auf
Beteiligungen mussten nicht vorgenommen werden. Der Anteil
an einem verbundenen Unternehmen blieb unverändert.
2.3.2.5 Sachanlagen
Der Wert der Sachanlagen reduzierte sich im Jahr 2023
gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR auf 30,7 Mio.
EUR. Diese Reduktion ergab sich hauptsächlich aus den
planmäßigen Abschreibungen.
2.3.3 Passivgeschäft
2.3.3.1 Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten handelt es sich überwiegend um
Mittel, die der Finanzierung des Kreditgeschäfts
dienen sowie um Gelder, die zur Anlage in Wertpapieren
genutzt werden. Daneben hat die Sparkasse an
Offenmarktgeschäften der Deutschen Bundesbank
teilgenommen, wobei diese sukzessive
zurückgeführt wurden. Die Rückzahlungen der
fälligen Offenmarktgeschäfte wurden im
Berichtsjahr größtenteils durch weitere
Aufnahmen von befristeten Einlagen sowie die Ausgabe von
Sparkassenbriefen refinanziert. Per Saldo stiegen die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten somit um
82,2 Mio. EUR (9,3%) an und summierten sich zum
Bilanzstichtag auf 968,8 Mio. EUR. Diese Entwicklung
begründet sich hauptsächlich in der Abnahme der
Kundenverbindlichkeiten.
2.3.3.2 Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen im
Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 100,0 Mio.
EUR (3,8%) ab. Zum Bilanzstichtag belief sich der Bestand
auf 2.511,2 Mio. EUR. Der erhebliche Rückgang im
Bereich der Spareinlagen sowie der täglich
fälligen Verbindlichkeiten konnte teilweise durch
einen Anstieg der Verbindlichkeiten mit vereinbarter
Laufzeit oder Kündigungsfrist kompensiert werden.
Insofern wurden aufgrund der gestiegenen Zinsen vermehrt
kurzfristige, liquide und niedrig verzinsliche Sicht- und
Spareinlagen in längerfristige und höher
verzinsliche Anlageformen umgeschichtet.
In Bezug auf unsere im Vorjahr getroffene Prognose
ist festzustellen, dass ein deutlicher Rückgang der
Kundeneinlagen eingetreten ist. Dies ist hauptsächlich
darauf zurückzuführen, dass durch ebenjenen
Zinsanstieg der Wettbewerb um Einlagen erheblich zugenommen
hat.
2.3.4 Dienstleistungsgeschäft
Im Dienstleistungsgeschäft der Sparkasse
Hegau-Bodensee sind die Girokontoführung, der
Zahlungsverkehr, das Wertpapiergeschäft, das
Vermittlungsgeschäft im Sparkassenverbund sowie das
Auslandsgeschäft nach wie vor wichtige Säulen.
Das Provisionsergebnis aus dem Giroverkehr stieg zum
31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. EUR auf
insgesamt 11,3 Mio. EUR an. Ursächlich für diese
Entwicklung sind größtenteils die in diesem Jahr
durchgeführten Preisanpassungen im Bereich der
Geschäftsgirokonten.
Im Wertpapiergeschäft wurden sowohl bei den
Wertpapierkäufen als auch bei den
Wertpapierverkäufen unserer Kunden höhere
Umsätze im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Der
Nettoabsatz, also die Differenz zwischen Käufen und
Verkäufen, war darüber hinaus positiv und belief
sich im Berichtsjahr auf 43,3 Mio. EUR.
Das Vermittlungsgeschäft innerhalb der
Sparkassen-Finanzgruppe war von einer tendenziell
steigenden Entwicklung gekennzeichnet. Im
Bauspargeschäft lag die vermittelte Bausparsumme mit
43,0 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres
(33,6 Mio. EUR). Die für die SV
Sparkassen-Versicherung im Jahr 2023 vermittelten Lebens-
bzw. Rentenversicherungen lagen hingegen mit 10,5 Mio. EUR
lediglich knapp unter dem Niveau des Vorjahres (11,6 Mio.
EUR). Die Beitragssummen der vermittelten Policen im
Sachversicherungsgeschäft lagen ebenfalls unter dem
Vorjahreswert. Weiterhin erfolgreich läuft die seit
Jahren bestehende enge Zusammenarbeit mit der
S-Kreditpartner GmbH bei der Vermittlung von
Konsumentenkrediten, wenngleich die Höhe der erzielten
Provisionserlöse im Vergleich zum Vorjahr leicht
rückläufig ist. Dies kann hauptsächlich auf
den schnellen Zinsanstieg im Laufe des Berichtsjahrs
zurückgeführt werden. Die Abschlussprovisionen
lagen geringfügig unter denen des Vorjahres. Bei der
Vermittlung von Derivaten kam es zu einer Steigerung der
Provisionserträge.
Im Auslandsgeschäft stellt die Sparkasse ein
umfangreiches Produktprogramm zur Verfügung. In diesem
Segment lagen die Bruttoerträge auf hohem Niveau nur
geringfügig unter denen des Vorjahres.
2.4 Darstellung, Analyse und
Beurteilung der Lage
2.4.1 Vermögenslage
Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist
gekennzeichnet durch einen Anteil des Kundenkreditvolumens
am Geschäftsvolumen in Höhe von 73,1% (im
Vorjahr: 71,9%). Der Anteil des Kundenkreditvolumens am
Geschäftsvolumen hat sich somit im Jahr 2023 leicht
erhöht. Ebenso erhöhte sich der Anteil der
Wertpapieranlagen am Geschäftsvolumen von 19,5% im
Vorjahr auf 20,3%. Im Verhältnis zum nahezu konstanten
Geschäftsvolumen hat sich der Anteil der
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von 62,1% auf 59,8%
ermäßigt. Der Anteil der Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten hat sich von 21,1% auf
23,1% erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich
insofern keine grundlegenden Veränderungen bei diesen
Strukturanteilen.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten
sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Für
besondere Risiken des Geschäftszweigs der
Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.
Die zum Jahresende ausgewiesene
Sicherheitsrücklage erhöhte sich durch die
Zuführung des Bilanzgewinns 2022. Insgesamt weist die
Sparkasse zum Bilanzstichtag 31.12.2023 vor
Gewinnverwendung ein Eigenkapital in Höhe von 159,9
Mio. EUR (im Vorjahr: 158,6 Mio. EUR) aus. Neben der
Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse
über umfangreiche weitere aufsichtsrechtliche
Eigenkapitalbestandteile. So wurde der Fonds für
allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB durch eine
zusätzliche Vorsorge von 20,0 Mio. EUR auf 273,5 Mio.
EUR erhöht.
Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR
(Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf
die anrechnungspflichtigen Positionen (bedeutsamster
Leistungsindikator)) übertraf am 31. Dezember 2023 mit
15,99% (Vorjahr: 16,73%) die aufsichtlichen
Mindestanforderungen von 8,0% gemäß CRR
zuzüglich SREP-Zuschlag, der kombinierten
Kapitalpufferanforderungen sowie der den
Kapitalerhaltungspuffer übersteigenden Anteil der
Eigenmittelempfehlung nach § 6d KWG. Zum 1. Februar
2022 erhöhte sich der antizyklische Kapitalpuffer von
null auf 0,75% der risikogewichteten Positionswerte und es
wurde ein Systemrisikopuffer von 2,00% für den
Wohnimmobiliensektor eingeführt. Beide
Kapitalpufferanforderungen sind seit dem 1. Februar 2023 zu
erfüllen. Zudem können wir den von der Aufsicht
festgelegten, den Kapitalerhaltungspuffer
übersteigenden Anteil der Eigenmittelempfehlung zur
Abdeckung von Risiken in Stresssituationen vorhalten. Die
anrechnungspflichtigen Positionen zum 31. Dezember 2023
betrugen 2.777,3 Mio. EUR und die aufsichtlich anerkannten
Eigenmittel 444,0 Mio. EUR.
Auch die harte Kernkapitalquote bzw. die
Kernkapitalquote überstiegen die aufsichtsrechtlich
vorgeschriebenen Werte deutlich. Die Kernkapitalquote
belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 14,84% der
anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.
Für das Jahr 2023 gingen wir von keiner
wesentlichen Änderung der Gesamtkapitalquote nach CRR
aus. Aufgrund gestiegener Risikopositionsbeträge bei
nahezu unveränderten anrechenbaren Eigenmitteln hat
sich die Gesamtkapitalquote gegenüber dem Vorjahr
entgegen unseren Erwartungen leicht verringert.
Die Verschuldungsquote (Verhältnis des
Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und
außerbilanziellen Positionen) betrug zum 31. Dezember
2023 10,03 und lag damit deutlich über der
aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0.
Die Eigenkapitalanforderungen der CRR wurden
jederzeit eingehalten. Zum Bilanzstichtag verfügte die
Sparkasse über eine gute Eigenmittelbasis.
Auf Grundlage unserer normativen
Risikotragfähigkeit bis zum Jahr 2027 ist auch
weiterhin eine Übererfüllung der aufsichtlichen
Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis
für die geplante zukünftige Umsetzung unserer
Geschäftsstrategie zu erwarten.
2.4.2 Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen
Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio - LCR) lag mit 131,2% bis 165,7% jederzeit oberhalb
des Mindestwertes von 100%. Die LCR-Quote lag zum 31.
Dezember 2023 bei 148,5%. Die strukturelle
Liquiditätsquote (Net-Stable Funding Ratio - NSFR) lag
während des Jahres 2023 in einer Bandbreite von 116,0%
bis 118,7%, womit die aufsichtliche Mindestquote von 100%
jederzeit eingehalten wurde. Die NSFR lag zum 31. Dezember
2023 bei 118,2%. Zur Erfüllung der
Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der
Deutschen Bundesbank geführt. Kredit- und
Dispositionslinien bestehen bei der Deutschen Bundesbank
und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Wir haben
an mehreren gezielten längerfristigen
Refinanzierungsgeschäften (GLRG III) der
Europäischen Zentralbank (EZB) teilgenommen. Die
Sparkasse nahm auch im Jahr 2023 am elektronischen
Verfahren "MACCs" (Mobilisation and Administration of
Credit Claims) der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von
Kreditforderungen als notenbankfähige Sicherheiten
teil.
Nach unserer Finanzplanung ist die
Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft
gesichert.
2.4.3 Ertragslage
Die wesentlichen Erfolgskomponenten sind in der
folgenden Tabelle auf Basis der Betriebsvergleichszahlen
aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind um
periodenfremde und außergewöhnliche Posten
bereinigt.
|
2023 |
2022 |
Veränderung |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Zinsüberschuss |
55,3 |
53,2 |
+2,1 |
|
Provisionsüberschuss |
24,5 |
22,7 |
+ 1,8 |
| Verwaltungsaufwand |
-49,0 |
-46,3 |
-2,7 |
| Sonstige ordentliche
Erträge und Aufwendungen |
0,9 |
0,6 |
+0,3 |
| Betriebsergebnis vor
Bewertung
1 |
31,7 |
30,1 |
+ 1,6 |
| Bewertungsergebnis |
0,5 |
-18,6 |
+ 19,1 |
| Betriebsergebnis nach
Bewertung |
32,2 |
11,5 |
+20,7 |
| Zuführung Fonds
für allgemeine Bankrisken |
-20,0 |
0,0 |
-20,0 |
| Gewinnabhängige
Steuern |
-4,6 |
-10,2 |
+5,6 |
| Jahresüberschuss
und Bilanzgewinn |
1,8 |
1,3 |
+0,5 |
| Bedeutsame
finanzielle Leistungsindikatoren mit Bezug zur
Gewinn- und Verlustrechnung |
|
Provisionsüberschuss |
24,5 |
22,7 |
+ 1,8 |
| Verwaltungsaufwand |
-49,0 |
-46,3 |
-2,7 |
| Betriebsergebnis vor
Bewertung
1 |
31,7 |
30,1 |
+ 1,6 |
1 Zins- und Provisionsüberschuss
zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen abzüglich der
Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des
Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische
Positionen)
Zur Analyse der Ertragslage wird für interne
Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich
der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der
Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte
Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse
in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme (kurz: DBS)
erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor
Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um
außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der
internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet
werden. Nach Berücksichtigung des
Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach
Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen
Ergebnisses und der Steuern verbleibt der
Jahresüberschuss.
Auf dieser Basis lag das Betriebsergebnis vor
Bewertung mit 0,78% der DBS des Jahres 2023 unter dem
Durchschnitt der baden-württembergischen Sparkassen
ähnlicher Größenordnung, allerdings leicht
über dem Wert des Vorjahres i. H. v. 0,76%. Der im
Vorjahreslagebericht prognostizierte leichte Anstieg ist
insoweit eingetreten. Dies begründet sich im
Wesentlichen durch eine Steigerung sowohl unseres Zins- als
auch unseres Provisionsergebnisses, durch welche der
erwartete inflationsbedingte Anstieg des
Verwaltungsaufwands überkompensiert werden konnte.
Der Zinsüberschuss ist die bedeutendste
Ertragsquelle unseres Geschäfts. Das gestiegene
Zinsniveau und die hohe Volatilität an den
Zinsmärkten führten auch 2023 zu spürbaren
Verwerfungen. So konnten wir den Zinsüberschuss um
3,9% auf 55,3 Mio. EUR erhöhen und demzufolge die
deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen durch eine erhebliche
Verbesserung des Zinsertrags aus Eigen- und
Kundengeschäften überkompensieren.
Der Provisionsüberschuss hat sich unseren
Erwartungen entsprechend deutlich erhöht. Hierzu haben
insbesondere die Provisionserträge des Giroverkehrs
sowie des Wertpapiergeschäfts beigetragen. In Relation
zur gestiegenen Durchschnittsbilanzsumme blieb der
Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr
weitgehend unverändert.
Wie von uns im Vorjahreslagebericht prognostiziert,
hat sich der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr
deutlich erhöht, sowohl in absoluten Zahlen, als auch
in Relation zur gestiegenen DBS. Dabei sind sowohl der
Personalaufwand u. a. aufgrund eines neuen Tarifabschlusses
als auch die weiteren Verwaltungsaufwendungen,
hauptsächlich aufgrund inflations- und
energiepreisbedingter Kostensteigerungen,
erwartungsgemäß deutlich angestiegen.
Das Bewertungsergebnis des Geschäftsjahres 2023
ist leicht positiv. Hierfür sind
größtenteils die Zuschreibungen im
Wertpapiergeschäft ursächlich, welche die
Abschreibungen im Bewertungsergebnis aus dem
Kreditgeschäft überkompensierten. Durch die
Erholung der Aktien- und Wertpapiermärkte im Verlauf
des Jahres 2023 konnten somit die im Vorjahr gebuchten
hohen Abschreibungen der Wertpapieranlagen teilweise
rückgängig gemacht werden. Darüber hinaus
wurden durch die Anwendung des gemilderten
Niederstwertprinzips Abschreibungen auf Wertpapiere des
Anlagevermögens weiterhin vermieden.
Für das Geschäftsjahr 2023 war ein um 5,6
Mio. EUR rückläufiger Steueraufwand in Höhe
von insgesamt 4,6 Mio. EUR auszuweisen. Die Entwicklung
beruhte in erster Linie auf hohen Erträgen aus der
Erhöhung der aktiven latenten Steuern.
Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs, des
deutlich angestiegenen Zinsniveaus sowie der stark
angestiegenen Inflation sind wir mit der Entwicklung der
Ertragslage im Jahr 2023 insgesamt zufrieden. Unsere
Prognosen hinsichtlich der bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren sind weit überwiegend
eingetroffen. Unter den gegebenen wirtschaftlichen
Bedingungen beurteilt die Sparkasse die Ertragslage als
zufriedenstellend.
Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG
offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus
Nettogewinn (Jahresüberschuss) und Bilanzsumme, betrug
im Geschäftsjahr 2023 0,04%.
2.4.4 Gesamtaussage zum
Geschäftsverlauf und zur Lage
Vor dem Hintergrund der politischen,
gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen
Rahmenbedingungen sowie der Zinsentwicklung bewerten wir
die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 als
zufriedenstellend. Die bilanziellen Kundenforderungen
konnten trotz der widrigen Umstände auch in diesem
Jahr gesteigert werden. Demgegenüber haben sich die
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden weiter reduziert.
Insgesamt betrachtet konnten wir allerdings mit der
Entwicklung des Jahres 2023 an das zufriedenstellende
Betriebsergebnis vor Bewertung des Vorjahres
anknüpfen, da sich zum einen der Zinsüberschuss -
aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus - sowie der
Provisionsüberschuss verbesserten und zum anderen
durch diese Verbesserung der gestiegene Verwaltungsaufwand
ausgeglichen werden konnte.
Insbesondere durch die Zinsentwicklung bestehen
jedoch weiterhin vermiedene Abschreibungen im
Anlagevermögen für unseren Bestand an
verzinslichen Wertpapieren. Wir gehen allerdings davon aus,
dass in allen Fällen eine Rückzahlung zum
Nominalwert erfolgt und die vermiedenen Abschreibungen
daher lediglich temporär vorhanden sind.
Ungeachtet des leichten Rückgangs unserer
Gesamtkapitalquote gem. CRR liegt diese nach wie vor auf
einem hohen Niveau und deutlich oberhalb der
aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Werte.
3. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023
haben sich nicht ergeben.
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein
Risikotragfähigkeitskonzept mit einer
regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests,
und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den
Strategien, der Risikoinventur und der
Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023
wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai
2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an
bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der
Sparkasse für jede wesentliche
Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur
Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie
umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele.
Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens
jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um
deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem
werden regelmäßig quantitative und qualitative
Analysen zur Bestimmung von Risiko- und
Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der
zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende
Risiken in der ökonomischen und der normativen
Perspektive für unser Haus als wesentlich eingestuft:
| Risikoart |
Risikokategorie |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
|
Eigengeschäft |
| Marktpreisrisiko |
Renditerisiko |
|
Darunter:
Zinsänderungsrisiko |
|
Darunter:
Spreadrisiko |
|
Aktienrisiko |
|
Immobilienrisiko |
|
Währungsrisiko |
|
Rohstoffrisiko |
|
Infrastrukturanlagerisiko |
|
Sonstiges
Marktpreisrisiko |
| Operationelles
Risiko |
|
| Beteiligungsrisiko |
|
|
Liquiditätsrisiko |
Zahlungsunfähigkeitsrisiko |
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 606,3 Mio.
EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 360,0 Mio. EUR
wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so
bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken
ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden
vierteljährlich ermittelt und den Limiten
gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite
reichten sowohl unterjährig als auch zum
Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.
Zum Bilanzstichtag wurde das Gesamtrisikolimit mit 240,7
Mio. EUR bzw. 66,9% ausgelastet.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau auf 99,9% und der
Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des
Adressenrisikos und innerhalb des Marktpreisrisikos
risikomindernde Diversifikationseffekte.
Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete
Limitsystem in der ökonomischen Perspektive stellt
sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
| Risikoart |
Risikokategorie |
Limit |
Limitauslastung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
| Adressenrisiko |
|
46,0 |
36,3 |
79,0 |
|
Kundengeschäft |
38,0 |
30,1 |
79,0 |
|
Eigengeschäft |
8,0 |
6,1 |
76,0 |
| Marktpreisrisiko |
|
257,0 |
161,4 |
63,0 |
|
Renditerisiko |
145,0 |
95,5 |
66,0 |
|
Aktienrisiko |
35,0 |
19,7 |
56,0 |
|
Immobilienrisiko |
23,0 |
16,3 |
71,0 |
|
Währungsrisiko |
20,0 |
11,5 |
57,0 |
|
Rohstoffrisiko |
4,0 |
2,6 |
64,0 |
|
Infrastrukturanlagerisiko |
10,0 |
5,6 |
56,0 |
|
Sonstiges
Marktpreisrisiko |
20,0 |
10,3 |
51,0 |
| Operationelles
Risiko |
|
30,0 |
20,9 |
70,0 |
| Beteiligungsrisiko |
|
27,0 |
22,1 |
82,0 |
|
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko |
360,0 |
240,7 |
66,9 |
Die zuständigen Abteilungen und Stellen steuern
die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen
Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2027. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie
für ein adverses Szenario getroffen.
In der normativen Perspektive sind alle
regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die
darauf basierenden internen Anforderungen zu
berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen
sind die Kernkapitalanforderung, die
Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung
sowie die kombinierte Kapitalpufferanforderung) und die
Eigenmittelempfehlung sowie die Strukturanforderungen
hinsichtlich des Kapitals, die
Höchstverschuldungsgrenze und die
Großkreditgrenze.
Für den betrachteten Zeitraum von vier Jahren
können die aufsichtlichen Anforderungen im
Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches
gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in
dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen
zwingend einzuhalten sind.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden
Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und
Verfahren werden jährlich überprüft und bei
Bedarf angepasst (Validierung).
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Swapgeschäfte) ein. Diese wurden in die verlustfreie
Bewertung des Bankbuchs einbezogen.
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die
Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel
möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser
Simulationen ist festzuhalten, dass die
Risikotragfähigkeit gegeben ist.
Die turnusmäßige Risikoberichterstattung
an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht. Der
Bericht enthält neben quantitativen Informationen auch
eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und
Risiken. Auf besondere Risiken für die
Geschäftsentwicklung und dafür geplante
Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der
Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die
Risikosituation informiert. Neben der
turnusmäßigen Berichterstattung ist auch
geregelt, in welchen Fällen eine
Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten
Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl, die Überprüfung der
Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren
sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der
Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich
verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und
gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der
Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende
Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie
unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen
Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der
Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die
Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch die
Mitarbeiter der Abteilung Unternehmenssteuerung
wahrgenommen. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion
obliegt dem Leiter der Abteilung Unternehmenssteuerung.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
4.2 Strukturelle Darstellung der
wesentlichen Risiken
4.2.1 Adressenrisiko
Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt
ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht. Das
Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der
sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung
(Rating) des Schuldners verändert hat.
Das Länderrisiko umfasst neben dem
bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das
politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das
Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer
Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des
Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der
Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher
Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz
im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.
Die Messung des Adressenrisikos erfolgt in der
ökonomischen Perspektive über eine Monte
Carlo-Simulation mithilfe der Anwendung Credit Portfolio
View (CPV). Dabei wird die Wertentwicklung der einzelnen
Geschäfte in einem jeweils spezifischen
ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden
neben den Portfoliodaten der Sparkasse Risikoparameter (z.
B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und
Shiftmatrizen, Verwertungs-, Neubewertungs- und
Einbringungsquoten) verwendet, die aus historischen Daten
aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Ergebnisse der
simulierten Wertentwicklungen werden zu einer
Wertänderungsverteilung zusammengeführt, woraus
die Risikokennzahlen wie z. B. der Value-at-Risk abgeleitet
werden. Die Risikomessung von Kunden- und
Eigengeschäft erfolgt sowohl integriert als auch
jeweils isoliert.
4.2.1.1 Adressenrisiko im
Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
-einbringungsrisiko).
Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist
auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäft erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.
Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des
Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen
|
| ― |
Einsatz standardisierter
Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und
Scoringverfahren) in Kombination mit
bonitätsabhängiger Preisgestaltung und
bonitätsabhängigen Kompetenzen
|
| ― |
Interne,
bonitätsabhängige Richtwerte für
Kreditobergrenzen, die unterhalb der
Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der
Vermeidung von Risikokonzentrationen im
Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese
Obergrenze überschreiten, unterliegen einer
verstärkten Beobachtung
|
| ― |
Regelmäßige
Überprüfung von Sicherheiten
|
| ― |
Einsatz eines
Risikofrüherkennungsverfahrens, das
gewährleistet, dass bei Auftreten von
signifikanten Bonitätsverschlechterungen
frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen
eingeleitet werden können
|
| ― |
Festgelegte Verfahren zur
Überleitung von Kreditengagements in die
Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
| ― |
Kreditportfolioüberwachung
auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting
|
Das Kundenkreditportfolio der Sparkasse umfasst die
tatsächliche Inanspruchnahme zuzüglich nicht in
Anspruch genommener Kreditlinien, internen Linien,
genehmigten Überziehungen, offenen Zusagen und
Avalrahmen. Es beträgt 3.591,2 Mio. EUR (Vorjahr
3.611,0 Mio. EUR) und ist durch Ausleihungen an
Unternehmen, das Mengengeschäft und durch
Grundpfandrechte an Immobilien besicherte Positionen
gekennzeichnet.
Die nachfolgende Übersicht enthält den
Gesamtbetrag der Kundenkreditforderungen,
aufgeschlüsselt nach den für den
Kreditrisikostandardansatz (KSA) vorgegebenen
Risikopositionsklassen (dargestellt vor Wertberichtigungen
und Rückstellungen, die derivativen Instrumente mit
ihren Kreditäquivalenzbeträgen, ohne
Risikopositionsklasse Banken):
|
Risikopositionsklasse |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Anteil in % |
Anteil in % |
| Regionalregierungen und
örtliche Gebietskörperschaften |
4,7% |
4,7% |
| Durch Grundpfandrechte
an Immobilien besicherte Positionen |
25,8% |
23,5% |
| Sonstige
öffentliche Stellen |
0,6% |
0,4% |
| Mengengeschäft |
27,0% |
29,9% |
| Unternehmen |
37,5% |
36,2% |
| Besonders hohe Risiken
(z.B. Mezzanine) |
1,5% |
2,4% |
| Überfällige
Positionen |
1,8% |
1,5% |
Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch
im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Die
nachfolgende Übersicht der Kreditstrukturanteile nach
Hauptbranchen zeigt diese Struktur im Geschäftsgebiet
der Sparkasse. Der Verteilung liegt die originäre
Geschäftstätigkeit der Kreditnehmer zugrunde.
Schwerpunkte bilden hierbei die Branchen Grundstücks-
und Wohnungswesen, das Verarbeitende Gewerbe sowie
Dienstleistungen für Unternehmen.
|
Kreditstrukturanteile |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Anteil in % |
Anteil in % |
| Land- und
Forstwirtschaft |
1,1% |
1,1% |
| Energie, Wasser,
Bergbau |
2,2% |
2,1% |
| Verarbeitendes
Gewerbe |
6,8% |
6,3% |
| Baugewerbe |
3,0% |
2,2% |
| Kraftfahrzeughandel |
1,9% |
1,8% |
| Großhandel |
1,7% |
1,6% |
| Einzelhandel |
1,7% |
1,8% |
| Verkehr,
Nachrichten |
0,5% |
0,7% |
| Kredit- und
Versicherungswesen |
2,1% |
2,1% |
| Gastgewerbe |
2,5% |
2,4% |
| Grundstücks- u.
Wohnungswesen |
17,6% |
17,7% |
| Dienstleistungen
für Unternehmen |
4,1% |
4,5% |
| Beratung, Planung,
Sicherheit |
3,5% |
3,0% |
| Öffentliche und
private Dienstleistungen |
1,0% |
1,2% |
| Gesundheit und
Soziales |
3,3% |
3,5% |
| Organisationen ohne
Erwerbszweck |
0,3% |
0,3% |
| Bauträger |
1,9% |
2,3% |
| Summe Unternehmen |
55,2% |
54,4% |
| Privatkunden |
40,1% |
41,0% |
| Kommunale
Kreditnehmer |
4,6% |
4,6% |
| andere Kreditnehmer |
0,0% |
0,0% |
Dabei weist das Kundenkreditportfolio in der
Größenklassenstruktur einen Anteil
überwiegend kleinerer Engagements (Obligo bis zu 2.500
TEUR) von 57,3% (Vorjahr 55,6%) auf. Bei Engagements mit
einem Obligo über 2.500 TEUR beläuft sich der
Anteil auf 42,7% (Vorjahr 44,4%).
|
Größenklassenstruktur (Anteil in %) |
|
>5.000 TEUR |
2.500 <
5.000 TEUR |
500 < 2.500
TEUR |
250<500
TEUR |
25 < 250
TEUR |
<= 25TEUR |
| 31.12.2023 |
30,7% |
12,0% |
20,0% |
14,8% |
18,8% |
3,7% |
| 31.12.2022 |
35,1% |
9,3% |
20,4% |
14,5% |
17,5% |
3,2% |
Der Anteil der Fremdwährungsfinanzierungen
(insbesondere CHF) hat sich, bezogen auf das
Kundenkreditvolumen, weiter reduziert. Ein
Währungsrisiko für die Sparkasse besteht nicht.
Das von der Sparkasse risikoklassifizierte
Kreditvolumen ist mit 61,4% (Vorjahr: 63,2%)
überwiegend in der Ratingklasse 1 bis 3 eingestuft.
Die nachstehende Übersicht zeigt die prozentuale
Verteilung unseres mit Rating- und Scoringverfahren
beurteilten Kundenkreditportfolios (klassisches
Kundenkreditvolumen, d.h. ohne Wertpapiere, Derivate und
Beteiligungen, aber einschließlich der
Schuldscheindarlehen) nach Ratingklassen zum 31.12.2023 im
Vergleich zum Vorjahr:
| Ratingklassen |
1 - 3 |
4 - 6 |
7 - 9 |
10 - 15 |
16 - 18 |
ungeratet |
| 31.12.2023 |
61,4% |
19,6% |
11,0% |
5,5% |
1,8% |
0,7% |
| 31.12.2022 |
63,2% |
21,2% |
8,5% |
4,9% |
1,6% |
0,6% |
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im
Ausland ausgereichte Kreditvolumen betrug am 31. Dezember
2023 4,7% (Vorjahr: 4,8%) des Gesamtkreditvolumens im Sinne
des § 19 Abs. 1 KWG. Das Länderrisiko im
Kundenkreditportfolio ist vor diesem Hintergrund somit als
nicht wesentlich einzustufen.
Aufgrund der Größenstruktur des
Blankokreditvolumens bei Einzelkreditnehmern stuft die
Sparkasse Kreditnehmer, deren potenzieller Ausfall eine
bedeutsame Auswirkung auf das Risikodeckungspotenzial
hätte, als Risikokonzentration ein. Der besonderen
Bedeutung für die strategischen Risiko- und
Ertragsziele Rechnung tragend haben wir im
Kundenkreditgeschäft eine Obergrenze für das
Blankokreditvolumen definiert.
Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser
Kreditportfolio sowohl nach Branchen und
Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut
diversifiziert ist.
Vor dem Hintergrund der sich aus den
Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse
stufen wir die Entwicklung unserer Risikolage aus dem
Kreditgeschäft als günstig ein.
Risikovorsorge im
Kundengeschäft
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung der
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt. Für latente Risiken im
Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen
gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über
die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios,
die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der
notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken
schriftlich unterrichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung
ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung
der Risikovorsorge im Berichtsjahr 2023:
| Art der
Risikovorsorge |
Anfangsbestand per
01.01.2023 |
Zuführung |
Auflösung |
Verbrauch |
Endbestand per
31.12.2023 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
|
Einzelwertberichtigungen |
17.702,0 |
+ 6.748,0 |
- 5.555,7 |
- 775,3 |
18.119,0 |
| Rückstellungen |
1.130,0 |
+ 1.370,0 |
- 793,0 |
|
1.707,0 |
|
Pauschalwertberichtigungen |
4.403,0 |
+ 1.477,0 |
- 10,0 |
|
5.870,0 |
Das Verfahren für die Bildung der
Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.
4.2.1.2 Adressenrisiko im
Eigengeschäft
Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die
Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw.
vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines
Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.
Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf
die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei
unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein
Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein
Erfüllungsrisiko.
Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass
die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall
von den prognostizierten Werten abweichen.
Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des
Aktienemittenten.
Die Steuerung des Adressenrisikos des
Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je
Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand
von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen
Analysen
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag
ein Volumen von 852,6 Mio. EUR (Vorjahr 820,6 Mio. EUR).
Wesentliche Positionen sind dabei Schuldverschreibungen und
Anleihen (247,6 Mio. EUR), Wertpapierspezialfondsanteile
(445,1 Mio. EUR) sowie sonstige Investmentfondsanteile
(159,8 Mio. EUR). Dabei zeigt sich nachfolgende
Ratingverteilung:
| Externes Rating
(Standard & Poor's) |
AAA bis BBB+ |
BBB bis BBB- |
BB+ bis BB- |
B+ bis C |
Ausfall |
ungeratet |
| Schuldverschreibungen
und Anleihen |
93,9% |
6,1% |
0,0% |
0,0% |
0,0% |
0,0% |
|
Wertpapierspezialfonds |
77,9% |
9,2% |
1,0% |
1,2% |
0,0% |
10,8% |
Die direkt durch die Sparkasse gehaltenen
Schuldverschreibungen und Anleihen verfügen
ausnahmslos über ein Rating im Bereich des
Investmentgrades. Auch die Bestände der
Wertpapierspezialfonds verfügen zu 87,1% über ein
Rating im Bereich des Investmentgrades. Keine Ratings
liegen bei Anteilen an Investmentfonds innerhalb der
Wertpapierspezialfonds vor, bei welchen die
Anlagerichtlinien allerdings Vorgaben zu Investitionen und
Risikobegrenzungen enthalten.
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse auch
im Eigengeschäft von untergeordneter Bedeutung.
4.2.1.3 Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines
Verlustes durch eine negative Wertänderung einer
Beteiligung.
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem
Risiko aus strategischen Beteiligungen,
Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.
Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Rückgriff auf das
Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands
Baden-Württemberg für die
Verbundbeteiligungen
|
| ― |
In der normativen Perspektive
wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch
Beteiligungen berücksichtigt
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer
Szenarioanalyse
|
| ― |
Regelmäßige
qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung,
der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung
des jeweiligen Beteiligungsunternehmens
|
Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus
strategischen Beteiligungen innerhalb der
Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen weitere
Beteiligungen, die unter Renditegesichtspunkten und zur
Diversifizierung gehalten werden.
Insgesamt betrachtet konzentriert sich das
Beteiligungsrisiko der Sparkasse derzeit vor allem auf die
wesentlichen Beteiligungen innerhalb der
Sparkassen-Finanzgruppe. Unter Berücksichtigung des
Gesamtkreditengagements besteht eine Risikokonzentration
sowohl im Bereich des Beteiligungs- als auch des
Adressenrisikos bezüglich der Landesbank
Baden-Württemberg. Diese Konzentration ergibt sich
ebenso als Folge der Mitgliedschaft in der
Sparkassen-Finanzgruppe.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren
ergibt.
Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds.
4.2.2.1 Renditerisiko - darunter:
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie aus einer Bildung
bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen
im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des
laufenden Geschäftsjahres und der vier
Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf
das handelsrechtliche Ergebnis
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der
Normalverteilung werden aus historischen Daten
geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer
Portfoliostruktur wurde der Delta-Gamma-Ansatz
ausgewählt.
|
| ― |
Ermittlung des
Zinsrisikokoeffizienten und des
Frühwarnindikators gemäß § 25a
Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019
vom 6. August 2019
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden
neben bilanzwirksamen Instrumenten in Form langfristiger
Refinanzierungen auch derivative Finanzinstrumente in Form
von Zinsswaps eingesetzt.
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
|
Zinsänderungsrisiken |
|
Barwertveränderung |
|
+ 200 Basispunkte |
- 200 Basispunkte |
| TEUR |
- 62.168,0 |
+ 73.935,0 |
| in % der
Eigenmittel |
- 14,0% |
+ 16,7% |
Im Bereich der Zinsänderungsrisiken bestehen
keine Risikokonzentrationen.
4.2.2.2 Renditerisiko - darunter:
Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating
ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu
einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist
unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu
sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird
analog einem Spread in Euro behandelt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Spreadszenarien mittels der
IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD") sowie
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus"
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
4.2.2.3 Aktienrisiko
Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden können.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
im Varianz-Kovarianz-Ansatz die Delta-Gamma-Variante
ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Aktien werden zurzeit größtenteils
ausschließlich in den Spezialfonds gehalten. Die
Spezialfonds mit Aktienanteil werden unter anderem durch
festgelegte Vermögensuntergrenzen gesteuert, die sich
aus dem zur Verfügung gestellten Risikokapital
ableiten.
4.2.2.4 Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt.
Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen
(Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte
Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in
Immobiliengesellschaften).
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Ermittlung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis der BVI
Standard Property Return Modelle mittels der
IT-Anwendung "Prodatix"
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"caballito"
|
Immobilien im Eigenbestand sowie Immobilienfonds
werden in einem überschaubaren Umfang gehalten.
Besondere Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht
erkennbar.
4.2.2.5 Währungsrisiko
Das Währungsrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Währungskursen ergibt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Währungsrisiken, die durch Devisengeschäfte
mit Kunden entstehen, werden über Micro-Hedges
glattgestellt, sofern die Glattstellung nicht bereits schon
durch andere Gegengeschäfte erfolgt ist. Eine
besondere Deckung liegt vor, wenn das Wechselkursrisiko
durch sich betragsmäßig entsprechende
Geschäfte oder Gruppen von Geschäften einer
Währung ausgeschlossen wird. Durch diese
Vorgehensweise entstehen für die Sparkasse nur geringe
"Spitzenbeträge" als offene Devisenposition.
Darüber hinaus befinden sich in den Spezialfonds
Wertpapiere, die in Fremdwährungen notieren. Diese
sind im Verhältnis zum gesamten Volumen der
Spezialfonds von untergeordneter Bedeutung. Zudem ist das
mögliche Anlagevolumen in Anleihen, die in
Fremdwährungen notieren, durch Limite begrenzt.
Das Währungsrisiko ist hinsichtlich seiner
GuV-Wirkung sowie in der ökonomischen Betrachtung von
untergeordneter Bedeutung. Bemerkenswerte Konzentrationen
sind nicht erkennbar.
Vergebene Fremdwährungsdarlehen werden
währungs- und laufzeitkongruent refinanziert. Von
Kunden hereingenommene Sichteinlagen in Fremdwährung
werden ebenfalls währungskongruent und
laufzeitkongruent angelegt.
4.2.2.6 Rohstoffrisiko
Das Rohstoffrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Rohstoffpreisen ergibt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Berechnung des
Rohstoffrisikos (hier im Speziellen der
Rohstoffzertifikate) durch Kurszeitreihen und
Hochrechnung mittels Wurzel-T Formel
|
| ― |
Barwertige Berechnung durch die
Hochskalierung der Risikoparameter
|
4.2.2.7 Infrastrukturanlagerisiko
Das Marktpreisrisiko aus Infrastrukturinvestments
wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welche
sich aus der Veränderung von projektbezogenen
Bedingungen für Infrastrukturinvestitionen oder
ungünstigen Veräußerungskonditionen ergeben
können.
Die Sparkasse investiert im Rahmen ihrer Eigenanlagen
breit diversifiziert auch in Investmentfonds mit
Infrastrukturanlagen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung
für die Asset-Allokation der Eigenanlagen wird das
Infrastrukturanlagerisiko daher als wesentlich beurteilt.
4.2.2.8 Sonstiges Marktpreisrisiko
Unter dem sonstigen Marktpreisrisiko werden Risiken
aus Marktentwicklungen zusammengefasst, die nicht bereits
in anderen Marktpreisrisikoarten abgebildet wurden. Ein
typisches sonstiges Marktpreisrisiko, das im Einklang mit
dem jeweiligen Geschäftsmodell bzw. konform zur
definierten Geschäfts- und Risikostrategie als
wesentlich identifiziert werden kann, resultiert zum
Beispiel aus AT1-Anleihen.
4.2.3 Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch
das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko,
dass aufgrund von Marktstörungen oder
unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den
Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt
und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden
können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab,
dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung
angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung
des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten
Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.
Das Refinanzierungskostenrisiko in der
ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen
Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von
marktbedingten Spreadschwankungen.
In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung
des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer
Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von
Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das
Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem
Zinsänderungsrisiko betrachtet.
Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio, LCR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der strukturellen
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio,
NSFR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer
Risikotoleranz
|
| ― |
Diversifikation der
Vermögens- und Kapitalstruktur
|
| ― |
Regelmäßige
Erstellung von Liquiditätsübersichten auf
Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in
der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten
Mittelabflüssen gegenübergestellt
werden
|
| ― |
Tägliche Disposition der
laufenden Konten
|
| ― |
Liquiditätsverbund mit
Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe
|
| ― |
Definition eines sich
abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines
Notfallplans
|
| ― |
Erstellung einer
Refinanzierungsplanung
|
| ― |
Regelmäßige
Überwachung der Fundingkonzentration zur
Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner
Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung
|
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B.
vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch
berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als
auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien
simuliert wird. An liquiditätsmäßig engen
Märkten ist die Sparkasse nicht investiert.
Die Survival Period der Sparkasse betrug zum 31.
Dezember 2023 6 Monate.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
4.2.4 Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlustes durch Schäden, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge
externer Einflüsse eintreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Jährliche Schätzung
des operationellen Risikos auf Basis der
szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten
Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung
"OpRisk-Szenarien"
|
| ― |
Systematische Sammlung und
Analyse eingetretener Schadensfälle in einer
Schadensfalldatenbank
|
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Abbildung im Plan- und
adversen Szenario
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der
IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" der SR.
Die Sparkasse schätzt zunächst den Median
ihrer eigenen Schadensfallhistorie. Dieser Median
wird mit dem Median des OpRisk-Pools der
Sparkassen-Finanzgruppe adjustiert bzw. mindestens
auf diesen angehoben und anschließend zur
Ermittlung des Risikos mittels sog. q-Faktoren auf
das gewünschte Konfidenzniveau (99,9%) skaliert.
Die q-Faktoren werden aus Schadensfällen aller
Sparkassen abgeleitet.
|
| ― |
Erstellung von
Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT
(sog. Business Continuity Management - BCM)
|
| ― |
Abschluss von Versicherungen
|
Konzentrationen bestehen beim operationellen Risiko
in folgenden Bereichen: Aufgrund der ausschließlichen
Nutzung von IT-Anwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe bzw.
der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe
Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.
Die operationellen Risiken bewegten sich im gesamten
Geschäftsjahr 2023 innerhalb der im Rahmen der
Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Das auf das
bestehende Limit zum 31. Dezember 2023 angerechnete Risiko
belief sich auf 20,9 Mio. EUR, die Auslastung des Limits
über 30,0 Mio. EUR belief sich auf 70,0 %.
4.3 Gesamtbeurteilung der
Risikolage
Unser Haus verfügt über ein angemessenes,
dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes
System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der
vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit
den eingerichteten Risikosteuerungs- und
-controllingprozessen können die wesentlichen Risiken
frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante
Informationen an die zuständigen
Entscheidungsträger weitergeleitet werden.
Im Berichtsjahr 2023 bewegten sich die Risiken
jederzeit innerhalb der vom Vorstand vorgegebenen Limite.
Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische
Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 66,9% ausgelastet.
Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher
Kenngrößen der normativen Perspektive der
Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als
auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen
vollständig erfüllt. Demnach war und ist die
Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die
durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch
außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene
Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht
erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen
in unsicheren geopolitischen Entwicklungen, weiteren
starken Zinsanstiegen (u. a. Drohverlustrückstellung
gemäß IDW RS BFA 3 n. F.) sowie im Fall einer
sich weiter eintrübenden Konjunktur.
Um diese Risiken abzufedern, wird die Sparkasse
weiterhin die Diversifikation ihrer Erträge
intensivieren und gleichzeitig die Kostenstruktur
optimieren. Durch das vorhandene Risikomanagementsystem
sehen wir uns für aktuelle sowie künftige
Herausforderungen gut vorbereitet.
Im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen und die
durchgeführte Kapitalplanung (normative Perspektive)
ist mittelfristig mit keiner Einschränkung der
Risikotragfähigkeit zu rechnen.
Hinsichtlich der strategischen Beteiligung der
Sparkasse an der Landesbank Baden-Württemberg gehen
wir in der ökonomischen Perspektive in Bezug auf das
Beteiligungs- sowie das Adressenrisiko von einer
Risikokonzentration aus. Ebenso besteht eine
Risikokonzentration aufgrund der
EDV-Outsourcing-Aktivitäten der Sparkasse und die
hieraus resultierende Abhängigkeit von der Finanz
Informatik (FI).
Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg teil. Die
Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die
wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet
und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird
insgesamt bewertet und einer Monitoringstufe zugeordnet.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 war die Sparkasse der
mittleren Stufe zugeordnet.
Dementsprechend beurteilen wir unsere Risikolage
insgesamt als ausgewogen.
5. Chancen- und Prognosebericht
5.1 Chancenbericht
Analog zum Risikomanagementsystem ist eine
Chancenanalyse in den jährlichen strategischen
Planungsprozess des Vorstands integriert. Dies
ermöglicht es uns, im Marktumfeld und in der
Gesellschaft Entwicklungen, Veränderungen und Chancen
zu erkennen. Im Rahmen einer jährlichen Analyse werden
in den Strategiesitzungen die Chancen mit entsprechendem
Geschäftspotenzial erörtert und fließen in
den Planungsprozess ein.
Chancen sehen wir vor allem in einer besser als
erwartet laufenden Konjunktur, insbesondere aufgrund der
regen Nachfrage nach Wohnungen, die die Bautätigkeit
stärker als prognostiziert ankurbeln könnte. Dies
würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage mit
positiver Wirkung auf die Risiko- und Ertragslage der
Sparkasse führen.
Eine weitere Erhöhung des privaten Konsums sowie
eine kräftige Auslandsnachfrage, die sich jeweils als
nachhaltig erweisen, bieten zudem das Potenzial, die
Ertragskraft zu steigern und damit auch die
Möglichkeiten, Kapital zu bilden.
Chancen erwarten wir darüber hinaus aus unseren
Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien.
Als Schlüsselthema der kommenden Jahre sehen wir nach
wie vor die verstärkte Nutzung medialer digitaler
Vertriebskanäle an, dir wir seit einigen Jahren
kontinuierlich ausbauen. Dies erweitert die Chancen, dass
wir unsere Kunden bedarfsgerecht beraten und zielgerichtet
ansprechen können, um dadurch die Kundenbindung zu
stabilisieren bzw. zu stärken.
Zuletzt sehen wir durch eine weitere Intensivierung
der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der
Sparkassen-Finanzgruppe die Möglichkeit, dem
Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck zu begegnen. Eine
verstärkte Ausrichtung unserer Prozesse und Strukturen
an den Modellorganisationen des Deutschen Sparkassen- und
Giroverbands eröffnet Möglichkeiten, die
Geschäftsprozesse zu optimieren.
Durch die anhaltende Stärkung unserer
Eigenmittelbasis in den vergangenen Jahren sehen wir uns
für die quantitativ und qualitativ zunehmenden
Kapitalanforderungen gut gerüstet. Auf Grundlage
unserer Kapitalplanung bis zum Jahr 2027 ist auch eine
ausreichende Kapitalbasis für die Erreichung unserer
Geschäftsziele vorhanden.
5.2 Prognosebericht
Die nachfolgenden Einschätzungen haben
Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen
der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis
der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen
mit Unsicherheiten behaftet sind bzw. sich durch die
Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als
unzutreffend erweisen können, ist es möglich,
dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse
gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der
Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen
über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Zu
diesen gehören insbesondere die Konjunktur-,
Inflations- und Zinsentwicklung, die Entwicklung der
Immobilienmärkte, aber auch geopolitische Krisen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.
Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
5.2.1 Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen im Prognosezeitraum wird nach unserer
Ansicht zu einem großen Teil von den geldpolitischen
Entscheidungen der Zentralbanken (Federal Reserve in den
USA und EZB im Euroraum) beeinflusst. Diese hängen
wiederum mit dem weiteren Verlauf der Preissteigerungsraten
zusammen. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche
Auswirkungen die in den letzten Monaten aufkeimenden
geostrategischen und -politischen Konflikte auf die
Weltwirtschaft haben werden. Unsere Prognose steht daher
unter dem Vorbehalt, dass es hierbei nicht zu weiteren
Verschärfungen kommt.
Diesbezüglich geht der internationale
Währungsfonds von verbesserten, wenn auch nach wie vor
moderaten Wachstumsaussichten aus, und prognostiziert ein
Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2024 um 3,1%. Im
Euroraum soll das Wirtschaftswachstum 2024 leicht anziehen
auf 0,9%. Das deutsche BIP soll nach der Konjunkturprognose
des ifo Instituts vom März 2024 im laufenden Jahr nur
um 0,2% wachsen. Hintergrund für diesen in Relation
geringen Wert sind allerdings sowohl ein negativer
statistischer Überhang aus dem Jahr 2023 als auch ein
schwacher Jahresauftakt 2024. Demnach könnte das
weitere Wachstum stärker ausfallen, als es die Rate
des gesamten Prognosezeitraums suggeriert. Für die
Lage bei den Bauinvestitionen und im Außenhandel
bleibt die Prognose für 2024 nach wie vor verhalten,
bei den Ausrüstungsinvestitionen können hingegen
optimistischere Entwicklungen erwartet werden.
Die allgemeine konjunkturelle Schwäche wird den
Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die
Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen.
Für die Arbeitslosenquote wird nach der
Konjunkturprognose des ifo Instituts erwartet, dass diese
in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9% um 0,2
Prozentpunkte höher liegt als noch im Jahr 2023.
Die Hauptstütze des erhofften Aufschwungs soll
die Erholung des privaten Konsums sein, der aufgrund der
wieder gestiegenen Kaufkraft durch höhere Löhne
gestützt wird und in 2024 preisbereinigt um 1,0%
zulegen könnte. Eine gewisse Unsicherheit besteht in
diesem Zusammenhang jedoch bzgl. der Entwicklung der
Löhne, da noch einige wichtige Tarifabschlüsse im
Jahr 2024 bevorstehen.
Die Inflationsraten dürften auch aufgrund
gesunkener Energiepreise im laufenden Jahr weiter sinken.
Für den Prognosezeitraum wird daher in Deutschland
lediglich noch mit einem Anstieg der Inflationsrate um 2,5%
gerechnet. Auch wenn das Inflationsziel der EZB noch nicht
vollständig erreicht wurde, sollten demnach erste
Leitzinssenkungen sowohl im Dollar- als auch im Euroraum ab
Sommer 2024 möglich sein. Daher werden zwar für
das erste Halbjahr noch keine Zinsschritte von der EZB
erwartet, anschließend allerdings eine Reduzierung
der Leitzinsen um 50 Basispunkte bis zum Jahresende 2024
prognostiziert - sofern keine Störentwicklungen in
Bezug auf die Inflationsrate auftreten.
Die Erwartungen der Unternehmen in der Region
Hochrhein-Bodensee über den weiteren
Geschäftsverlauf sind verhalten. So rechnen nach einer
Umfrage der IHK Hochrhein-Bodensee 30% der befragten
Betriebe für die nächsten 12 Monate mit einer
negativen Geschäftsentwicklung, während lediglich
13% der Unternehmen positiv vorausschauen. Auffällig
sind hierbei insbesondere die Erwartungen der
Produktionsbetriebe hinsichtlich der Exportaktivitäten
- denn dabei geht die Hälfte der Betriebe von
fallenden bzw. möglicherweise keinen Exporten im
Prognosezeitraum aus. Dementsprechend zurückhaltend
sind die Erwartungen bzgl. der anstehenden Investitionen in
den nächsten 12 Monaten. Denn mehr als ein Drittel der
Unternehmen in der Region plant mit reduzierten
Investitionen, wenngleich 40% der Betriebe von
gleichbleibend hohen Investitionsausgaben ausgehen. Die
Hauptinvestitionsziele bzw. -zwecke bleiben in Bezug auf
das letzte Jahr größtenteils unverändert
die Ersatzbeschaffung, Digitalisierung sowie der
Umweltschutz bzw. Energieeffizienzmaßnahmen.
5.2.2 Geschäftsentwicklung
Die Sparkasse rechnet bei den bilanziellen
Forderungen an Kunden auf Basis der Jahresendbestände
mit einem moderaten Wachstum, das insbesondere aus dem
Firmenkundengeschäft resultieren wird.
Im Einlagengeschäft setzt sich der über
Konditionen geführte Wettbewerb fort. Daher gehen wir
davon aus, dass sich die Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden - u. a. in Verbindung mit bedarfsgerechten Angeboten
für Anlagealternativen im Wertpapierbereich - nicht
mehr erhöhen werden.
Bei der Bilanzsumme erwarten wir trotz der
vorgenannten Entwicklung bei den Kundenforderungen für
das Folgejahr keinen Anstieg, jedoch auch keinen
signifikanten Rückgang.
5.2.3 Finanzlage
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die
Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die
bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden
können.
5.2.4 Ertrags- und
Vermögenslage
Vor dem Hintergrund der dargestellten Erwartungen
hinsichtlich der Entwicklung der Rahmenbedingungen erwarten
wir für das Geschäftsjahr 2024 folgende
Entwicklung unserer weiteren bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren:
Beim Provisionsüberschuss gehen wir für das
Jahr 2024 erneut von einem leichten Anstieg aus. Dieser
soll vornehmlich durch den weiteren Ausbau des
Wertpapiergeschäfts sowie auch anderweitiger
Vermittlungsgeschäfte mit unseren Verbundpartnern
getragen werden.
Der prognostizierte Verwaltungsaufwand für 2024
ist durch einen deutlichen Anstieg gekennzeichnet. Die
Personalkosten werden auf Basis unserer Planungen trotz
eines weiterhin stringenten Personalmanagements als Folge
des im Jahr 2023 erfolgten Tarifabschlusses voraussichtlich
deutlich steigen. Den Anstieg des Sachaufwands wollen wir
mit einem konsequenten Kostenmanagement weiterhin in
Grenzen halten. Dennoch rechnen wir hierbei mit einem
deutlichen, weiterhin inflationsbedingten Anstieg.
Gleichwohl planen wir aber auch künftig Investitionen
in zukunftsweisende Informationstechnologien und die
Kundenberatung als Voraussetzung für die Stärkung
und Festigung unserer Marktposition.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird
voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Jahres 2023
liegen. Diese Prognose beruht hauptsächlich auf dem
erwarteten Anstieg des Verwaltungsaufwands, der die
Entwicklung des Zins- und Provisionsüberschusses
übersteigen wird.
Für die Gesamtkapitalquote gem. CRR erwarten wir
bei nur noch moderatem Wachstum unserer bilanziellen
Kundenforderungen und aufgrund der Ergebniszuführung
zum Fonds für allgemeine Bankrisiken eine leichte
Erhöhung.
5.3 Gesamtaussage
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024
lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich
geopolitischer Unsicherheiten, Wettbewerbssituation und
Zinslage schwieriger werdende Umfeld auch an der Sparkasse
nicht spurlos vorübergeht.
Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr
2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigte, von uns
erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer
Prognose der bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren zusammengefasst dennoch als
zufriedenstellend. Die Sparkasse wird auf Basis der
prognostizierten Entwicklung der Ertrags- und
Vermögenslage weiterhin in der Lage sein, die für
die Geschäfts- und Risikostrategie notwendigen
Eigenmittel aus dem erwarteten künftigen Gewinn zu
erwirtschaften.
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die
Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller
bankaufsichtlichen Kennziffern durchgängig
gewährleistet sind.
Die Auswirkungen der derzeitigen geopolitischen
Unsicherheiten in Verbindung mit den daraus ggf.
resultierenden konjunkturellen Folgen können die
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten
Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen unter
Umständen negativ beeinflussen. Weitere Unsicherheiten
ergeben sich entsprechend für die künftige
Entwicklung des Zinsniveaus sowie der Inflation.
Sparkasse Hegau-Bodensee
Der Vorstand
Jahresabschluss
zum 31. Dezember 2023
der Sparkasse Hegau-Bodensee
Sitz 78224 Singen (Hohentwiel)
eingetragen beim Amtsgericht Freiburg
Handelsregister-Nr. HRA 540943
Jahresbilanz
zum 31. Dezember 2023
Aktivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Barreserve |
|
|
|
|
|
a)
Kassenbestand |
|
13.621.274,62 |
|
13.052 |
|
b) Guthaben
bei der Deutschen Bundesbank |
|
31.112.960,22 |
|
154.654 |
|
|
|
|
44.734.234,84 |
167.706 |
| 2. |
Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank
zugelassen sind |
|
|
|
a)
Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher
Stellen |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Wechsel |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3. |
Forderungen
an Kreditinstitute |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
141.046.650,50 |
|
84.404 |
|
b) andere
Forderungen |
|
8.621.443,44 |
|
24.662 |
|
|
|
|
149.668.093,94 |
109.065 |
| 4. |
Forderungen
an Kunden |
|
|
2.834.620.989,18 |
2.793.522 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
durch Grundpfandrechte
gesichert |
1.161.312.813,45
EUR |
|
|
|
(1.108.899) |
|
Kommunalkredite |
84.007.898,27 EUR |
|
|
|
(90.297) |
| 5. |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere |
|
|
|
|
|
a)
Geldmarktpapiere |
|
|
|
|
|
aa) von
öffentlichen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
ab) von
anderen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
b) Anleihen
und Schuldverschreibungen |
|
|
|
|
|
ba) von
öffentlichen Emittenten |
55.456.734,01 |
|
|
81.374 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
55.456.734,01 EUR |
|
|
|
(81.374) |
|
bb) von
anderen Emittenten |
192.123.678,66 |
|
|
182.904 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
105.705.345,38 EUR |
|
|
|
(104.078) |
|
|
|
247.580.412,67 |
|
264.278 |
|
c) eigene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
Nennbetrag |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
247.580.412,67 |
264.278 |
| 6. |
Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
604.971.437,32 |
556.339 |
| 6a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 7. |
Beteiligungen |
|
|
27.210.294,74 |
27.666 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
1.584.704,89 EUR |
|
|
|
(1.585) |
|
an
Finanzdienstleistungsinstituten |
2.797.707,20 EUR |
|
|
|
(2.798) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 8. |
Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
|
50.000,00 |
50 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Finanzdienstleistungsinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 9. |
Treuhandvermögen |
|
|
5.672.571,92 |
6.527 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
5.672.571,92 EUR |
|
|
|
(6.527) |
| 10. |
Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren
Umtausch |
0,00 |
0 |
| 11. |
Immaterielle
Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a) Selbst
geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte |
0,00 |
|
0 |
|
b)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
26.245,00 |
|
56 |
|
c)
Geschäfts- oder Firmenwert |
|
0,00 |
|
0 |
|
d)
geleistete Anzahlungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
26.245,00 |
56 |
| 12. |
Sachanlagen |
|
|
30.676.600,46 |
31.897 |
| 13. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
1.831.080,37 |
1.632 |
| 14. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
254.330,38 |
265 |
| 15. |
Aktive
latente Steuern |
|
|
24.331.579,00 |
21.669 |
|
Summe der
Aktiva |
|
|
3.971.627.869,82 |
3.980.670 |
Passivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
11.556.299,69 |
|
7.733 |
|
b) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
|
957.257.035,88 |
|
878.915 |
|
|
|
|
968.813.335,57 |
886.648 |
| 2. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|
|
|
|
|
a)
Spareinlagen |
|
|
|
|
|
aa) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von drei
Monaten |
651.214.412,87 |
|
|
810.917 |
|
ab) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei
Monaten |
3.334.097,12 |
|
|
3.535 |
|
|
|
654.548.509,99 |
|
814.452 |
|
b) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
ba)
täglich fällig |
1.459.590.626,34 |
|
|
1.746.020 |
|
bb) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
384.405.387,27 |
|
|
50.683 |
|
|
|
1.843.996.013,61 |
|
1.796.703 |
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
2.498.544.523,60 |
2.611.156 |
| 3. |
Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) andere
verbriefte Verbindlichkeiten |
|
0,00 |
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Geldmarktpapiere |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 4. |
Treuhandverbindlichkeiten |
|
|
5.672.571,92 |
6.527 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
5.672.571,92 EUR |
|
|
|
(6.527) |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
4.275.561,44 |
3.180 |
| 6. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
5.397,69 |
7 |
| 7. |
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
a)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
|
28.078.243,00 |
|
27.225 |
|
b)
Steuerrückstellungen |
|
2.095.443,43 |
|
1.435 |
|
c) andere
Rückstellungen |
|
16.216.643,47 |
|
16.602 |
|
|
|
|
46.390.329,90 |
45.262 |
| 8. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
| 9. |
Nachrangige
Verbindlichkeiten |
|
|
12.705.038,19 |
14.456 |
| 10. |
Genussrechtskapital |
|
|
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
vor Ablauf von zwei
Jahren fällig |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 11. |
Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
|
|
273.500.000,00 |
253.500 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Sonderposten nach §
340e Abs. 4 HGB |
20.900,00 EUR |
|
|
|
(21) |
| 12. |
Eigenkapital |
|
|
|
|
|
a)
gezeichnetes Kapital |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Kapitalrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
ca)
Sicherheitsrücklage |
159.934.243,45 |
|
|
158.587 |
|
|
|
159.934.243,45 |
|
158.587 |
|
d)
Bilanzgewinn |
|
1.786.868,06 |
|
1.348 |
|
|
|
|
161.721.111,51 |
159.934 |
|
Summe der
Passiva |
|
|
3.971.627.869,82 |
3.980.670 |
| 1. |
Eventualverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a)
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen
abgerechneten Wechseln |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen |
224.593.893,88 |
|
220.518 |
|
c) Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten |
4.096.545,23 |
|
4.369 |
|
|
|
|
228.690.439,11 |
224.887 |
| 2. |
Andere
Verpflichtungen |
|
|
|
|
|
a)
Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
|
180.476.973,43 |
|
247.291 |
|
|
|
|
180.476.973,43 |
247.291 |
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
|
|
|
|
|
1.1.-31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Zinserträge aus |
|
|
|
|
|
a) Kredit-
und Geldmarktgeschäften |
73.765.551,38 |
|
|
46.609 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
abgesetzte negative
Zinsen |
0,00 EUR |
|
|
|
(8) |
|
b)
festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldbuchforderungen |
3.651.612,57 |
|
|
3.719 |
|
|
|
77.417.163,95 |
|
50.328 |
| 2. |
Zinsaufwendungen |
|
34.948.662,63 |
|
11.790 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
abgesetzte positive
Zinsen |
55.646,25 EUR |
|
|
|
(1.921) |
|
aus der Aufzinsung von
Rückstellungen |
430.589,86 EUR |
|
|
|
(892) |
|
|
|
|
42.468.501,32 |
38.538 |
| 3. |
Laufende
Erträge aus |
|
|
|
|
|
a) Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren |
|
11.413.877,46 |
|
9.428 |
|
b)
Beteiligungen |
|
2.277.511,64 |
|
1.816 |
|
c) Anteilen
an verbundenen Unternehmen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
13.691.389,10 |
11.243 |
| 4. |
Erträge
aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 |
0 |
| 5. |
Provisionserträge |
|
26.410.884,24 |
|
25.246 |
| 6. |
Provisionsaufwendungen |
|
1.916.521,73 |
|
2.506 |
|
|
|
|
24.494.362,51 |
22.740 |
| 7. |
Nettoaufwand
des Handelsbestands |
|
|
0,00 |
120 |
| 8. |
Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
1.906.255,12 |
2.134 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung |
557.887,28 EUR |
|
|
|
(503) |
| 9. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
|
|
|
|
82.560.508,05 |
74.535 |
| 10. |
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
a)
Personalaufwand |
|
|
|
|
|
aa)
Löhne und Gehälter |
24.084.795,06 |
|
|
23.436 |
|
ab) Soziale
Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
8.368.365,34 |
|
|
8.936 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
für
Altersversorgung |
3.877.402,07 EUR |
|
|
|
(4.441) |
|
|
|
32.453.160,40 |
|
32.372 |
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
15.935.251,68 |
|
14.887 |
|
|
|
|
48.388.412,08 |
47.259 |
| 11. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
2.580.012,56 |
2.483 |
| 12. |
Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
825.641,23 |
1.649 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung |
813,98 EUR |
|
|
|
(0) |
| 13. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft |
5.406.946,05 |
|
0 |
| 14. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung von
Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 |
|
10.570 |
|
|
|
|
5.406.946,05 |
10.570 |
| 15. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
0,00 |
|
22.117 |
| 16. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren |
1.081.318,89 |
|
0 |
|
|
|
|
1.081.318,89 |
22.117 |
| 17. |
Aufwendungen
aus Verlustübernahme |
|
|
0,00 |
0 |
| 18. |
Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
20.000.000,00 |
0 |
| 19. |
Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit |
|
|
6.440.815,02 |
11.596 |
| 20. |
Außerordentliche Erträge |
|
0,00 |
|
0 |
| 21. |
Außerordentliche Aufwendungen |
|
0,00 |
|
0 |
| 22. |
Außerordentliches Ergebnis |
|
|
0,00 |
0 |
| 23. |
Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
4.572.140,92 |
|
10.167 |
|
darunter:
Veränderung der Steuerabgrenzung |
|
|
|
|
|
nach §274 HGB |
2.663.078,00 EUR |
|
|
|
(2.836) |
| 24. |
Sonstige
Steuern, soweit nicht unter Posten 12
ausgewiesen |
|
81.806,04 |
|
82 |
|
|
|
|
4.653.946,96 |
10.249 |
| 25. |
Auf Grund
einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
0,00 |
0 |
| 26. |
Jahresüberschuss |
|
|
1.786.868,06 |
1.348 |
| 27. |
Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
|
0,00 |
0 |
| 28. |
Bilanzgewinn |
|
|
1.786.868,06 |
1.348 |
ANHANG
1. Allgemeine Angaben
Die Sparkasse Hegau-Bodensee hat ihren
Jahresabschluss nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die
Rechnungslegung der Kreditinstitute und
Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Eine Konsolidierung des Tochterunternehmens der
Sparkasse wäre für die Verpflichtung, ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da die
Vermögenswerte des Tochterunternehmens in Relation zur
Bilanzsumme der Sparkasse und das Jahresergebnis im
Verhältnis zu den GV-Posten der Sparkasse unwesentlich
sind. Die Sparkasse hat daher in Anwendung von § 296
Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses
verzichtet.
2. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
(einschließlich Schuldscheine) sind zum Nennwert
bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene
Disagien und bezahlte Agien werden auf deren Laufzeit bzw.
Festzinsbindungsdauer verteilt.
Für die im Rahmen unserer Kreditprozesse
insbesondere zur Forderungsbewertung identifizierten akuten
Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht i. d.
R. dem Blankoanteil des ausfallgefährdeten
Kreditengagements. Sicherheiten werden dabei mit ihrem
erwarteten Realisationswert berücksichtigt. Das
latente Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen
abgeschirmt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der
Grundsätze des IDW RS BFA 7. Hierbei wurde das
Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt und der
erwartete Verlust über einen Betrachtungszeitraum von
zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von
Bonitätsprämien angesetzt. Die Berechnung des
erwarteten Verlusts erfolgt mit der Anwendung, die in der
internen Steuerung eingesetzt wird. Basis dieser Berechnung
waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf
Grundlage der Vergangenheit ermittelten
Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen
12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse
bewerteten Sicherheiten. Kreditnehmer, die im Rahmen der
internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als
risikolos betrachtet werden, wurden auch für die
handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen. Die
Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten
Bewertungsverfahrens sind nach dem Ergebnis unserer
Analysen gegeben. Die im Rahmen der Berechnung der
Pauschalwertberichtigung verwendeten Modelle und Parameter
spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation
zum Abschlussstichtag ausreichend wider.
Wertpapiere
Das Wertpapier der Liquiditätsreserve wird zu
den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Kurswert oder
dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert (strenges
Niederstwertprinzip). Die Wertpapiere des
Anlagevermögens werden im Rahmen des gemilderten
Niederstwertprinzips teilweise zu den über den
Zeitwerten liegenden (ggf. fortgeführten)
Anschaffungskosten bzw. den Buchwerten des Vorjahres
angesetzt.
Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds
werden zu Rücknahmepreisen ohne Berücksichtigung
der bei einer vorzeitigen Rückgabe anfallenden
Rücknahmeabschläge bewertet.
Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben
wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum
Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die
Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die
Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in
Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai
2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem
illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in
denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen
konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten
Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen
unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater
Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde
liegt.
Beteiligungen und Anteil an einem
verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen einschließlich der unter
Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an
geschlossenen Investmentvermögen und der Anteil an
einem verbundenen Unternehmen werden im Rahmen des
gemilderten Niederstwertprinzips teilweise zu den über
den Zeitwerten liegenden (ggf. fortgeführten)
Anschaffungskosten bzw. den Buchwerten des Vorjahres
angesetzt.
Immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagevermögen
Die immateriellen Anlagewerte und das
Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen
Abschreibungstabellen, bilanziert.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aus
Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen in
Anlehnung an die steuerlichen Regelungen
Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 250
Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige
Vermögensgegenstände (bis 1.000 Euro) in einen
Sammelposten eingestellt und linear über einen
Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Sonstige
Vermögensgegenstände
Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen
enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte werden mit
dem Niederstwert bewertet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen
Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den
Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen werden in Höhe des
Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen.
Die Pensionsrückstellungen werden unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit
dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der
Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Für die
Abzinsung wird der sich aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren ergebende durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,83 % bei einer pauschal angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der
Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten
Abschlussstichtag werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei
der Berechnung werden jährliche Lohn- und
Gehaltssteigerungen von 3,0 % und ein Rententrend von
jährlich 2,5 % berücksichtigt. Einen
Fluktuationsabschlag haben wir weiterhin nicht angesetzt.
Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre und der vergangenen sieben
Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von
293 TEUR. Bezüglich der Ausschüttungssperre
gemäß § 253 Abs. 6 HGB verweisen wir auf
die Gesamtdarstellung in Abschnitt 4. (28. Bilanzgewinn).
Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des
"Tarifvertrags über die zusätzliche
Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um
den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu
verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der
Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands
Baden-Württemberg (ZVK). Die ZVK finanziert die
Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und
Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei
werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein
Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die
zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten
Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen
wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des
Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock
aufgebaut. Die ZVK erhebt zusätzlich zur Deckung der
im ehemaligen Gesamtversorgungssystem entstandenen
Versorgungsansprüche ein Sanierungsgeld. Der
Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur
Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß
ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die
Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin
besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten
Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen,
satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel
zur Verfügung zu stellen. Nach der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem
Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen
Rechtsauffassung begründet die Durchführung der
betrieblichen Altersversorgung bei einem externen
Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine
mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag
der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. iDw
RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die
Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband
entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023
ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem
Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller
Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes
handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F.
für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2
EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis
beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB
anzugebene Betrag auf 56,0 Mio. EUR. Der Barwert der auf
die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wird in
Anlehnung an die versicherungsmathematischen
Grundsätze und Methoden
(Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für
unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet werden,
unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung
der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1
% und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln RT 2005 G (in
einer an den Bestand der ZVK angepassten Modifikation)
ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wird gemäß
§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der
vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer
pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da
es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem
handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu
berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der
Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit
noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31.
Dezember 2022 abgestellt wurde. Der gemäß Art.
28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag bezieht sich auf die
Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1
Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die
Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat
(Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten
Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen
gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen
Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse
keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der
Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die
Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur
Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf
Basis des versicherungsmathematischen
Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der
Leistungsverpflichtungen der ZVK.
Bezüglich der als wesentlich einzuordnenden, bei
den sonstigen Rückstellungen (Passivposten 7c)
ausgewiesenen Rückstellung ergeben sich folgende
ergänzende Hinweise:
Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der
Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und
Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung
des Abzinsungssatzes zu Beginn der Periode eingetreten ist.
Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der
Restlaufzeit werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
Bei den Rückstellungen für steigende
Prämien bei Spareinlagen haben wir einen
Fluktuationsabschlag von 4,34 % angesetzt. Sie werden auch
bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger
abgezinst.
Verlustfreie Bewertung der
zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)
Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen
Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien
Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die
zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden
sowie derivative Finanzinstrumente (insbesondere
Zins-Swaps) des Bankbuchs einem Saldierungsbereich
zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung
von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs
erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und
Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu
erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen
Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse
wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert
ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten
Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und
Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte
zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der
angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der
Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen
für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs
benötigten Verwaltungskosten werden aus statistischen
Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wird
auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten
berücksichtigt. Weiterhin werden Gebühren und
Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten
resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des
Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergibt
sich kein Verpflichtungsüberschuss.
Strukturierte Produkte
Die strukturierten Produkte (Forwarddarlehen sowie
nachrangige Additional Tier 1 Anleihe mit unbestimmter
Laufzeit und Schuldnerkündigungsrecht) werden unter
Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne
Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert und ggf. bewertet.
Derivative Finanzinstrumente
Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken
abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte werden in die
verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des
Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und sind somit nicht
gesondert zu bewerten.
Währungsumrechnung
Das Währungsrisiko wird über eine
Währungsgesamtposition je Währung als Einheit
gesteuert. In diese werden je Währung die einzelnen
Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten sowie
Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung
gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich
hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen
je Währung angenommen. Daneben bestehen offene
Positionen.
Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden
Bilanzposten erfolgt mit dem Kassamittelkurs. Die
Sortenbestände werden zum Mittelkurs aus
Schalterankaufs- und -verkaufskursen der Landesbank
Baden-Württemberg bewertet.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt. Die Erträge aus der Umrechnung
besonders gedeckter Geschäfte werden ebenfalls
erfolgswirksam vereinnahmt.
Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus
besonders gedeckten Positionen erfolgt saldiert im
sonstigen betrieblichen Ergebnis.
3. Angaben und Erläuterungen zur
Bilanz
3.1 Aktivseite
3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
6.259 |
18.875 |
| darunter: Forderungen an
die eigene Girozentrale |
6.259 |
18.875 |
Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne
anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
0 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
0 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
750 |
| mehr als fünf
Jahre |
5.250 |
4. FORDERUNGEN AN KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
5.634 |
5.636 |
| nachrangige
Forderungen |
1.000 |
1.000 |
| Im Rahmen des
sogenannten Pfandbriefpoolings werden
grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen an
die Landesbank Baden-Württemberg
übertragen. Die Landesbank kann diese
Forderungen zur Begebung von Hypotheken-Pfandbriefen
bzw. öffentlichen Pfandbriefen nutzen. Aufgrund
der vertraglichen
Rückübertragungsmöglichkeiten
verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den
Forderungen bei der Sparkasse, die dem entsprechend
die Forderungen weiterhin unter Aktiva-Posten 4 und
mit nebenstehendem Betrag in dem dazugehörigen
Unterausweis "durch Grundpfandrechte besichert"
ausweist. Diese Forderungen sind mit ihrem Buchwert
in den Angaben zur "Haftung aus der Bestellung von
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten"
enthalten. |
4.097 |
|
Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
92.407 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
229.117 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
784.602 |
| mehr als fünf
Jahre |
1.693.340 |
| mit unbestimmter
Laufzeit |
32.605 |
5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
9.933 |
9.933 |
| Beträge, die in dem
auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig
werden (ohne anteilige Zinsen) |
34.932 |
|
| Von den in dieser
Position enthaltenen Wertpapieren sind
börsennotiert |
247.580 |
|
Nicht mit dem
Niederstwert bewertet sind Wertpapiere mit Buchwerten
von zusammen
Es handelt sich hierbei um den kompletten
Bestand in Aktiva 5.
Der Zeitwert dieser so bewerteten Wertpapiere
beläuft sich auf 232.410 TEUR. Wir gehen von
einer nur vorübergehenden Wertminderung aus, da
der Zeitwert bei diesen Wertpapieren unter deren
Einlösungsbetrag liegt. |
247.580 |
|
In Unterposition b) - Anleihen und
Schuldverschreibungen - sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Nachrangige
Forderungen |
19.376 |
19.376 |
6. AKTIEN UND ANDERE NICHT
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Anteile an Investmentvermögen
|
31.12.2023 |
|
TEUR |
| Nicht mit dem
Niederstwert bewertet sind Wertpapiere mit Buchwerten
von zusammen |
194.073 |
| Der Zeitwert dieser so
bewerteten Wertpapiere beläuft sich auf |
188.179 |
| Bei den nicht mit dem
Niederstwert bewerteten Aktien und Investmentfonds
gehen wir aus heutiger Sicht nicht von einer
dauernden Wertminderung aus, da der Zeitwert dieser
Wertpapiere in den sechs Monaten vor dem
Bilanzstichtag nicht permanent um mehr als 20 % unter
dem letzten Buchwert, über einen längeren
Zeitraum als ein Geschäftsjahr nicht unter dem
letzten Buchwert und zudem der (einfache)
Durchschnitt der täglichen
Börsenschlusskurse dieser Wertpapiere in den
letzten zwölf Monaten nicht um mehr als 10 %
unter dem letzten Buchwert lag. |
|
An den folgenden Investmentvermögen halten wir
mehr als 10 % der Anteile:
| Anlageziele Bezeichnung
des Investmentvermögens |
Marktwert |
Buchwert |
Ausschüttungen im
Geschäftsjahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
Gemischter Fonds:
Hegau-Bodensee FM 1 Spezialfonds |
267.411 |
267.411 |
6.541 |
Rentenfonds:
LBBW AM-Hegau Spezialfonds |
172.333 |
177.730 |
2.074 |
Für die dargestellten Investmentvermögen
liegen keine Beschränkungen in der Möglichkeit
der täglichen Rückgabe vor.
9. TREUHANDVERMÖGEN
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in
voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.
12. SACHANLAGEN
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| im Rahmen der eigenen
Tätigkeit genutzte Grundstücke und
Gebäude |
25.520 |
| Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
4.488 |
13. SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| nachrangige
Vermögensgegenstände |
1.049 |
1.049 |
14. RECHNUNGSABRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Nennbetrag und höherem
Auszahlungsbetrag von Forderungen |
250 |
260 |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Erfüllungsbetrag und niedrigerem
Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten oder
Anleihen |
4 |
4 |
3.1.1 Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den
Vermögensgegenständen lauten auf
Fremdwährung |
42.521 |
ANLAGENSPIEGEL
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten |
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen |
|
Stand am 1.1. des
Geschäftsjahres |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
Stand am 1.1. des
Geschäftsjahres |
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Anlagewerte |
448 |
0 |
0 |
0 |
448 |
392 |
| Sachanlagen |
93.561 |
1.356 |
1.111 |
0 |
93.806 |
61.664 |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Abschreibungen im
Geschäftsjahr |
Zuschreibungen im
Geschäftsjahr |
Änderungen der gesamten Abschreibungen im
Zusammenhang mit |
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
|
|
|
Zugängen |
Abgängen |
Umbuchungen |
|
Immaterielle
Anlagewerte |
29 |
0 |
0 |
0 |
0 |
421 |
| Sachanlagen |
2.552 |
0 |
0 |
1.088 |
0 |
63.128 |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Buchwerte |
|
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
Stand am 31.12. des
Vorjahres |
|
|
|
Immaterielle
Anlagewerte |
26 |
56 |
| Sachanlagen |
30.676 |
31.897 |
|
Veränderungssaldo
(§ 34 Abs. 3 RechKredV) |
Buchwerte
(ohne anteilige Zinsen) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
-16.902 |
245.510 |
262.412 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
-218.779 |
337.560 |
556.339 |
| Beteiligungen |
-456 |
27.210 |
27.666 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
0 |
50 |
50 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
0 |
1.037 |
1.037 |
3.2 Passivseite
1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
KREDITINSTITUTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
494.033 |
437.169 |
| darunter:
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen
Girozentrale |
494.033 |
437.169 |
|
TEUR |
| Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft
sich auf insgesamt |
431.679 |
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist - setzt sich (ohne an teilige Zinsen)
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
123.907 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
54.411 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
518.641 |
| mehr als fünf
Jahre |
258.130 |
2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
50 |
50 |
Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter
Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
115 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
3.013 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
6 |
| mehr als fünf
Jahre |
194 |
Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt
sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folg t
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
199.405 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
130.049 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
52.132 |
| mehr als fünf
Jahre |
85 |
4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN
Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Passivposten 1).
6. RECHNUNGSABRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag
von Forderungen |
5 |
7 |
9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN
|
TEUR |
| Für die in dieser
Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind
Aufwendungen in folgender Höhe angefallen |
303 |
Die Bedingungen der im Passivposten "Nachrangige
Verbindlichkeiten" enthaltenen Mittelaufnahmen entsprechen
Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR). Die
Umwandlung in Kapital oder eine andere Schuldform ist in
keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.
Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10 % des
Gesamtbetrags übersteigen, sind wie folgt ausgestattet
(ohne anteilige Zinsen):
| Betrag TEUR |
Zinssatz % |
fällig am |
Vorzeitige
Rückzahlungsverpflichtung |
| 4.000 |
2,66 |
18.06.2025 |
nein |
| 3.000 |
2,66 |
04.08.2025 |
nein |
| 1.500 |
2,05 |
04.08.2026 |
nein |
Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt
4.080 TEUR (ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10 %
des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht
übersteigen, haben eine Durchschnittsverzinsung von
1,38 % und eine restliche Laufzeit bis zwei Jahre.
3.2.1 Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den Schulden lauten
auf Fremdwährung |
41.220 |
3.2.2 Passivseite unter dem Strich
1. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Im Posten "Eventualverbindlichkeiten" sind im
Unterposten b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen" sechs Einzelposten von
wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 6.541 TEUR und 37.500
TEUR.
Die übernommenen Verpflichtungen aus
Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sind nicht zu passivieren, da wir aufgrund der Bonität
der Kreditnehmer davon ausgehen, dass die zugrundeliegenden
Verpflichtungen erfüllt werden, und wir daher nicht in
Anspruch genommen werden.
|
TEUR |
| Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft
sich auf insgesamt |
45.067 |
2. ANDERE VERPFLICHTUNGEN
Im Posten "Andere Verpflichtungen" sind im
Unterposten c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" vier
Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 6.382 TEUR und 19.740
TEUR. Bei den genannten unwiderruflichen Kreditzusagen
handelt es sich mit 9.900 TEUR um Darlehen.
Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass
die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den
Kreditnehmern in Anspruch genommen werden.
4. Angaben und Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
1. ZINSERTRÄGE
In dieser Position sind enthalten:
| Periodenfremde
Erträge: |
TEUR |
| Aperiodische
Zinserträge |
392 |
8. SONSTIGE BETRIEBLICHE
ERTRÄGE
In dieser Position sind enthalten:
| Periodenfremde
Erträge: |
TEUR |
|
Veräußerungsgewinne aus Grundstücken
und Gebäuden des Anlagevermögens |
350 |
10. ALLGEMEINE
VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN
In dieser Position sind enthalten:
| Periodenfremde
Aufwendungen: |
TEUR |
| Zuführung zu
Pensionsrückstellungen |
748 |
23. STEUERN VOM EINKOMMEN UND
ERTRAG
In dieser Position sind enthalten:
| Periodenfremde
Erträge: |
TEUR |
| Ertrag aus
Auflösung von Steuerrückstellungen aus
einer Betriebsprüfung |
429 |
| Steuererstattungen aus
Vorjahren aus einer Betriebsprüfung |
343 |
28. BILANZGEWINN
Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 in seiner Sitzung am 11. Juli 2024
feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des
Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig
der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB sind nachfolgende
Sachverhalte bei der Ermittlung der
Ausschüttungssperre zu berücksichtigen.
| Sachverhalte |
TEUR |
| Aktive latente
Steuern |
24.332 |
| Unterschiedsbetrag aus
Pensionsrückstellungen gemäß §
253 Abs. 6 HGB |
293 |
| Summe |
24.625 |
| abzüglich in
Vorjahren für Ausschüttungssperren der
Sicherheitsrücklage zugeführte
Beträge |
22.583 |
| im aktuellen
Jahresabschluss nach HGB ausschüttungsgesperrter
Betrag |
2.042 |
5. Sonstige Angaben
Anteil an einem verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen
| Name, Sitz |
Höhe des
Kapitalanteils |
Eigenkapital |
Jahresergebnis |
| Landesbank
Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe,
Mannheim, Mainz |
0,01 % |
15.442 Mio. EUR
(31.12.2022
1) |
+ 1.510 Mio. EUR
(2022) |
| Sparkassenverband
Baden-Württemberg, Stuttgart |
1,44 % |
-2 |
-2 |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 5,
Stuttgart |
10,52 % |
94.201 TEUR
(30.09.2023) |
+ 2.781 TEUR
(2022/2023) |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 10,
Stuttgart |
15,99 % |
11.696 TEUR
(30.11.2022) |
+316 TEUR
(2021/2022) |
1 Konzernabschluss gemäß IFRS
2 Keine Angabe gemäß § 286 Abs.
3 Satz 2 HGB
Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11
HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.
Wir sind unbeschränkt haftende Gesellschafterin
der DKE-GbR, Berlin und der Julius-Bührer-Straße
1-Singen GbR, Singen.
Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich
zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend
seinem Stammkapitalanteil an der Bereitstellung von
zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank
Baden-Württemberg beteiligt. Als Mitglied des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg sind wir
verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig
gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem
maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken.
Darüber hinaus sind wir Mitglied des
Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation,
wobei das System der freiwilligen Institutssicherung
beibehalten wurde. Zusätzlich erfüllt das
Sicherungssystem auch die Anforderungen des
Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen Verpflichtungen ist
über die laufenden jährlichen
Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko
einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.
Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH)
durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den
Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an
der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG
(Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In
diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch
des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den
Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft
auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden
Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung)
nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein
akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.
Derivative Finanzinstrumente
Am Bilanzstichtag bestanden zwei Zinsswaps im
Nominalvolumen von jeweils 25.000 TEUR. Diese nicht zum
beizulegenden Zeitwert bilanzierten Geschäfte haben
eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren bzw. mehr
als fünf Jahren und weisen einen negativen Zeitwert
von insgesamt 825 TEUR aus (zusätzliche Angaben nach
§ 285 Nr. 19 HGB). Bei den Kontrahenten per 31.
Dezember 2023 handelt es sich jeweils um ein deutsches
Kreditinstitut.
Bei OTC-gehandelten derivativen Finanzinstrumenten
werden theoretisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt
(Mark to Model Bewertung).
Bei der Mark to Model Bewertung wird bezüglich
der derivativen Finanzinstrumente wie folgt verfahren:
Zinsswaps werden in die Basisbestandteile Kuponanleihe und
Floater zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender
Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der Barwert der Swaps
ergibt sich dabei aus der Differenz der Barwerte der beiden
Basisprodukte.
Diese in die Zinsbuchsteuerung einbezogenen Derivate
werden bei der verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen
Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)
berücksichtigt (vgl. Abschnitt "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden") und sind insoweit nicht gesondert zu
bewerten.
Latente Steuern
Aufgrund abweichender Ansatz- und
Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz
bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der
Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in
Höhe von 7.670 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen
in Höhe von 32.002 TEUR überdeckt. Die Sparkasse
hat von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch
gemacht und eine Aktivierung des Überschusses der
Steuerentlastungen über die Steuerbelastungen in
Höhe von 24.332 TEUR vorgenommen. Die wesentlichen
künftigen Steuerbelastungen resultieren aus
bilanziellen Ansatzunterschieden bei den Sachanlagen sowie
aus bilanziellen und außerbilanziellen
Ansatzunterschieden bei den Investmentfonds. Die zum
Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen
benötigten absehbaren künftigen
Steuerentlastungen ergeben sich insbesondere aus
unterschiedlichen bilanziellen Ansatzunterschieden bei den
Forderungen an Kreditinstitute, bei den Forderungen an
Kunden und den Rückstellungen sowie aus bilanziellen
und außerbilanziellen Ansatzunterschieden bei den
Investmentfonds. Der Ermittlung der latenten Steuern wird
ein Steuersatz von 28,559 % (Körperschaft- und
Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag) zugrunde
gelegt. Aus Beteiligungen an Personengesellschaften
resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und
dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen
werden bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825
% berücksichtigt.
Abschlussprüferhonorare
Für das Geschäftsjahr 2023 wurden von
unserem Abschlussprüfer für folgende Leistungen
Honorare berechnet:
|
TEUR |
| für die
Abschlussprüfung |
316 |
| für andere
Bestätigungen |
7 |
| für die
Steuerberatung |
22 |
Mitarbeiter/innen
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
|
Anzahl |
| Vollzeitkräfte |
241 |
| Teilzeit- und
Ultimokräfte (anteilig) |
109 |
| Auszubildende |
20 |
| Insgesamt |
370 |
Bezüge / Kreditgewährungen an
Vorstand und Verwaltungsrat
Für die früheren Mitglieder des Vorstandes
bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in
Höhe von 1.244 TEUR bezahlt. Für diese
Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 20.792 TEUR.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für
ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 152 TEUR.
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite
(einschließlich Haftungsverhältnisse) in
Höhe von 1.623 TEUR gewährt. An die Mitglieder
des Verwaltungsrates wurden Kredite (einschließlich
Haftungsverhältnisse) in Höhe von 12.291 TEUR
ausgereicht.
Organe
| Verwaltungsrat |
|
| Vorsitzender: |
Bernd Häusler,
Oberbürgermeister |
| 1. Stellvertreter: |
Simon Gröger,
Oberbürgermeister |
| 2. Stellvertreter: |
Rainer Stolz,
Bürgermeister (bis 31.12.2023)
Susen Katter, Bürgermeisterin (ab
01.01.2024) |
| Weitere Mitglieder: |
Ralf Baumert,
Bürgermeister
Andreas Schmid, Bürgermeister
Thorsten Gohm, Geschäftsführer von
Autohäusern
Martin Klumpp, Geschäftsführer einer
Wirtschaftsprüfungs- und Steuer
Beratungsgesellschaft
Ralf Knittel, Bauunternehmer
Thomas Relling, Diplom-Ingenieur (FH),
Geschäftsführer eines Statikbüros
Martin Schäuble, Geschäftsführer
eines Installationsbetriebes
Günter Velten, Geschäftsführer
eines Softwareunternehmens
Matthias Weckbach, Bürgermeister (bis
30.06.2023)
Christoph Stolz, Bürgermeister (ab
01.01.2024) |
Vertreter der
Beschäftigten: |
Michael Burth,
Sparkassenangestellter
Christian Fürst, Sparkassenangestellter
Tiemo Füssler, Sparkassenangestellter
Hartmut Hoch, Sparkassenangestellter
Sabine Lohr, Sparkassenangestellte
Andrea Rückert, Sparkassenangestellte |
| Vorstand |
|
Dr. Alexander Endlich
Jens Heinert |
Vorstandsvorsitzender
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender |
Der Vorstand der Sparkasse Hegau-Bodensee
Anlage zum Jahresabschluss
gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31.
Dezember 2023 ("Länderspezifische
Berichterstattung")
Die Sparkasse Hegau-Bodensee hat keine
Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende
Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre
Geschäftstätigkeit als regional tätige
Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die
Tätigkeit der Sparkasse Hegau-Bodensee besteht im
Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare
Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und
Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Sparkasse Hegau-Bodensee definiert den Umsatz als
Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge,
Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc.,
Erträge aus Gewinngemeinschaften etc.,
Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag
oder Nettoaufwand des Handelsbestands und sonstige
betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für
den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 82.560
TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 350.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 6.441 TEUR.
Die Steuern auf den Gewinn betragen 4.572 TEUR. Die
Steuern betreffen sowohl laufende wie auch latente Steuern.
Die Sparkasse Hegau-Bodensee hat im
Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen
erhalten.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Sparkasse Hegau-Bodensee, Singen
(Hohentwiel)
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse
Hegau-Bodensee (im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben
wir den Lagebericht der Sparkasse für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kreditinstitute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir,
dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden: EU-APrVO) unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe
f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von
uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der
Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung von Forderungen an
Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Das Kundenkreditgeschäft ist ein
maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Bei
der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden
Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser
Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf den
Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der
Sparkasse zu den genannten Sachverhalten. Die
Unsicherheiten bei diesen Ermessensentscheidungen sind
aktuell insbesondere durch die aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägt. Von besonderer Bedeutung
ist hierbei die Einschätzung, inwieweit die hieraus
resultierenden Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit
der betroffenen Kreditnehmer dauerhaft negativ
beeinflussen. Diese Thematik hat daher wesentliche
Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die
Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der
Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur
Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung. Die
Bewertung von Forderungen an Kunden bedarf insoweit einer
besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.
b) Prüferisches Vorgehen und
Erkenntnisse
Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung
der organisatorischen Pflichten haben wir die
Ordnungsmäßigkeit des
Forderungsbewertungsprozesses betrachtet. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems bei der Bewertung der
Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf
Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.
Bei einer risikoorientierten - unter besonderer
Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - vorgenommenen bewussten Auswahl von
Kreditengagements haben wir aussagebezogene
Prüfungshandlungen in Form von
Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage
von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen
Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene
Beurteilung des kreditnehmerbezogenen
Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der
Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen
nachvollzogen.
c) Verweis auf weitergehende
Informationen
Weitere Informationen und Erläuterungen sind in
den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden (Abschnitt 2) sowie zu den
Beständen zum Bilanzposten Aktiva 4 (Abschnitt 3)
enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die
Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht
(Abschnitte 2.4.2.2, 2.5.1 und 4.2.1.1).
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen
verantwortlich.
Die uns vor dem Datum des Bestätigungsvermerks
vorgelegte sonstige Information umfasst den
gemäß § 340a Abs. 1a HGB i. V. m. §
289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2a HGB zusammen mit dem Lagebericht
nach § 325 HGB zu veröffentlichenden
nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr
2023.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Falls wir auf Grundlage der von uns
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine
wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen
Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über
diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans
(Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Sparkasse ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Sparkasse vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Sparkasse.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und, sofern einschlägig, die zur
Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen
vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen
Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß
Art. 10 EU-APrVO
Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2
Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m.
§ 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher
Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in
Einklang stehen.
Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, haben folgende
Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im
Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur
Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:
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Prüfung im Zusammenhang mit
dem "MACCs-Verfahren" (Kreditforderungen -
Einreichung und Verwaltung) gemäß
Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Deutschen
Bundesbank
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Prüfung im Zusammenhang mit
der Kostenumlage der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht für den
Aufsichtsbereich Wertpapierhandel gemäß
§ 16j Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz - FinDAG)
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VERANTWORTLICHER
WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Petersen.
Stuttgart, den 20. Juni
2024
Sparkassenverband Baden-Württemberg
Prüfungsstelle
Petersen
Wirtschaftsprüfer
Beschluss des Verwaltungsrats über
die Verwendung des Bilanzgewinns
Im Zusammenhang mit der Ausschüttungssperre nach
dem HGB wird der Bilanzgewinn in voller Höhe der
Sicherheitsrücklage zugeführt. Der Verwaltungsrat
hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner
Sitzung am 11. Juli 2024 entsprechend festgestellt.
Der Vorstand der Sparkasse Hegau-Bodensee
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