Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 216
Vorher
Birner Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
7.8.1973
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Kunststoffteilen und die damit zusammenhängenden Arbeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mario Hiebl
seit 11.8.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

52.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Birner Kunststofftechnik GmbH

Kümmersbruck-Lengenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Grundlagen der Gesellschaft

Das Unternehmen ist seit 1966 im Marktsektor technische Kunststoffteileproduktion der Gesamtbranche Kunststoffindustrie tätig. Die Birner Kunststofftechnik GmbH bietet ein sehr großes Spektrum von technischen Kleinteilen in den Schließkraftbereichen ab 15 t bis hin zu Großbauteilen mit benötigten Schließkräften bis 1.300 t an. Ebenso bieten wir unseren Kunden auch Vormontagen oder Fertigmontagen von Baugruppen an oder veredeln einzelne Kunststoffteile durch z.B. Bedruckungen, Laserbeschriftungen, Einzelverpackungen und Nacharbeiten etc. weiter. Technische Teile, die eine Schließkraft bis 500 t benötigen, werden in dem nur 3 km entfernten Standort Theuern produziert. Zudem können Großteile vom Standort Schmölln zugekauft werden. So hat der Kunde immer ausschließlich einen Ansprechpartner für das komplette Nachfrageprofil.

Spritzgussformen beschaffen wir in Deutschland oder am internationalen Beschaffungsmarkt. Je nach Anforderung und Kundenwunsch stehen uns hier langjährige Partner zur Verfügung, um den optimalen Lieferanten für das Produkt auswählen zu können.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer Stagnation geprägt, bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten.

Die Ursache für die schwächer als allgemein erwartete Entwicklung war vor allem der massive Kaufkraftverlust hervorgerufen durch die Energiepreiskrise, die den privaten Konsum deutlich geschwächt hat. Ebenso spielten die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Auseinandersetzungen eine große Rolle.

Speziell bei Kunststoffverarbeitern sank nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Gesamtumsatz um 6,26 % auf 72,55 Mrd. Euro. Insbesondere im Inland verzeichnete die Branche einen deutlich höheren Absatzrückgang. Laut Verband der deutschen Kunststofferzeuger sank die Produktion von Kunststoffen in Primärformen 2023 in Deutschland um 15,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz der Branche sank um 21,9 %.

II. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Steuerung erfolgt auf der Grundlage von laufenden Auswertungen aus der Finanzbuchhaltung, auch durch ein speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmtes Warenwirtschaftsprogramm. Dieses bietet der Gesellschaft ein breites Spektrum an Auswertungen zur Kalkulation, Überwachung und Steuerung von Aufträgen und auch zur Überwachung des Warenbestands.

Um das Unternehmen schnell und effizient steuern zu können, wurden zwei getrennte kaufmännische Einheiten, nämlich die Serienproduktion und der Bereich Projekte (Werkzeugbeschaffung, Produkteinführung bis Serienfreigabe) geschaffen. Jeder Bereich wird monatlich mittels eines ausgeprägten Kennzahlensystems durch SOLL/IST Vergleiche zahlenmäßig getrennt aufbereitet. Dabei spielt die Diskussion von Kostenquoten wie Rohstoffeinsatz, Personaleinsatz, Energiebedarf und ähnliches eine wichtige Rolle.

Als Indikatoren zur Unternehmenssteuerung wird neben dem Gewinn auf Unternehmensebene der Rohertrag I auf Produktebene herangezogen. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtumsatz abzüglich des Materialeinsatzes. Die Darstellung und Analyse dieser finanziellen Leistungsindikatoren erfolgten überwiegend in der ständigen Überwachung der Geschäftsabläufe.

III. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind gegenüber 2022 (23,9 Mio. €) in 2023 auf 20,5 Mio. € (-14,0 %) gefallen. Die Ursache für diesen Einbruch lag bei den Produkten im Haushaltsgerätebereich. Ebenso wurde kundenseitig sehr wenig in neue Projekte investiert, da viele bereits geplante Projekte vorerst auf "Eis" gelegt wurden, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Trotz des schwierigen Umfeldes konnte ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Wir erwarten, dass dieses schwierige Umfeld bis ungefähr Mitte 2024 anhalten wird, da in diesem Zeitraum einige neue Projekte anlaufen werden.

2. Ertragslage

Trotz gesunkener Gesamtleistung, gestiegener Lohnkosten sowie deutlich höheren Material- und Energiekosten konnte durch Personaleinsparungen und geringerem Materialaufwand für Werkzeuge ein positives Jahresergebnis in Höhe von T€ 111,9 (Vj.: T€ 67,7) ausgewiesen werden. Beeinflusst hat das Betriebsergebnis auch ein höherer preisgetriebener Energie- und Rohstoffeinsatz.

3. Finanzlage

Das Finanzergebnis hat sich mit T€ -481,9 (Vj.: T€ -339,7) um T€ 142,2 vermindert. Die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf T€ 262,0. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Berichtszeitraum stets gewährleistet. Die durchgeführten Investitionen im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 1.128 wurden hauptsächlich durch ein nahestehendes Unternehmen finanziert.

4. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei reduzierter Bilanzsumme von 21,0 % auf 33,1 %. Wesentliche Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite durch eine Reduzierung des Vorratsvermögens auf T€ 3.612,4 (Vj.: T€ 7.161,6). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 3.783,7 ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Reduzierung i.H.v. T€ 804,3 zu verzeichnen. Seitens der Mittelherkunft bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. T€ 425,0 (Vj.: 1.150,4). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist eine Reduzierung von T€ 2.203,7 auf T€ 929,4 zu verzeichnen.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die abgeschwächte Nachfrage im Haushaltsgerätebereich wird sich in 2024 etwas stabilisieren und auf dem Vorjahresniveau einpendeln. Auch der Bauzins scheint sich zu stabilisieren, in der 2. Jahreshälfte ist auch mit einer geringen Senkung zu rechnen. Somit besteht die Chance, dass die Baubranche wieder etwas Fahrt aufnehmen kann und in der 2. Jahreshälfte somit auch der Verkauf von Haushaltsgeräten für Neubauten wieder etwas steigen könnte.

Der Automobilbereich hat sich auf dem Vorjahresniveau eingependelt und wird auf ähnlichem Niveau weiterlaufen.

Durch Hinzugewinn von Neukunden und auch Neuprojekten sowie Erhöhungen von Shares bei einzelnen Produkten rechnen wir mit einem stärkeren Umsatz im 2. Halbjahr.

Der Energiemarkt hat sich stabilisiert und die Preise sind wieder deutlich gesunken. Aufgrund von langjährigen Verträgen werden wir davon aber erst zeitverzögert profitieren können.

Die Geschäftsleitung betrachtet weiterhin die Marktentwicklungen sorgfältig, um schnellstmöglich auf neue Gegebenheiten reagieren zu können, immer mit dem Ziel der Kostenanpassung, Kapazitätsanpassung und Kostenoptimierung.

V. Prognose

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem positiven Jahresergebnis in Höhe von ca. T€ 208 gerechnet.

Das Unternehmen erwartet eine gleichbleibende Material- und Rohertragsquote, da durch die Rohstoffpreisgleitklauseln mit den Kunden das Risiko von Preisentwicklungen auf dem Rohstoffmarkt minimiert werden.

Die Liquidität des Unternehmens ist mit einem KK-Kreditrahmen über ein nahestehendes Unternehmen gesichert. Unsere Liquiditätsplanungsrechnungen ergeben für 2024 eine ausreichende Liquiditätsversorgung mittels der vereinbarten Linien.

Unser Unternehmen blickt optimistisch, wenn auch gedämpft ins neue Jahr, da der Bedarf an technischen Kunststoffteilen nach wie vor ungebrochen ist. Auch wenn gestiegene Arbeitskosten und hohe Energiepreise unserem Unternehmen im internationalen Wettbewerb stärker denn je zusetzen, sehen wir uns durch ständige Verbesserung unserer Prozesse, Ausbau des Automatisierungsgrads, gut ausgebildetem Personal und motivierten Mitarbeitern diesen Herausforderungen gewachsen.

 

gez. Mario Hiebl, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.639.344,86 2.916.237,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.246,00 2.261,00
II. Sachanlagen 2.516.608,08 2.818.555,80
III. Finanzanlagen 101.490,78 95.420,53
B. Umlaufvermögen 8.101.082,97 13.495.462,65
I. Vorräte 3.612.446,14 7.160.627,62
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -259.221,60 -742.510,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.226.755,16 5.090.387,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 261.881,67 1.244.448,03
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.740.427,83 16.411.699,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.559.726,42 3.447.809,32
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 560.824,38 560.824,38
III. Gewinnrücklagen 54.433,08 54.433,08
IV. Gewinnvortrag 2.772.551,86 2.704.860,81
V. Jahresüberschuss 111.917,10 67.691,05
B. Rückstellungen 591.549,56 639.363,18
C. Verbindlichkeiten 6.589.151,85 12.324.527,48
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.740.427,83 16.411.699,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.870.787,75 9.246.261,91
2. Personalaufwand 4.540.650,03 4.667.641,21
a) Löhne und Gehälter 3.721.479,01 3.830.631,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 819.171,02 837.009,57
davon für Altersversorgung 17.567,76 17.471,76
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 917.851,58 916.537,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.808.665,91 3.289.217,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113,74 2,32
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 481.916,67 339.667,40
davon an verbundene Unternehmen 411.814,76 291.046,87
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 7.397,00 5.626,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 84.900,20 55.495,97
8. Ergebnis nach Steuern 36.917,10 -22.295,17
9. sonstige Steuern 75.000,00 89.986,22
Jahresüberschuss 111.917,10 67.691,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben und Gliederung

Die Birner Kunststofftechnik GmbH, Kümmersbruck-Lengenfeld, wird vom Registergericht des Amtsgerichts Amberg unter der Nummer HR B 216 geführt.

Bei der Birner Kunststofftechnik GmbH handelt es sich zum Stichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert.

Die Vorjahreswerte weichen insoweit von den Vorjahreswerten ab, als die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen unsaldiert im Finanzanlagevermögen ausgewiesen werden. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB, § 268 Abs. 4 S.1 HGB und § 268 Abs. 5 S. 1 HGB im Anhang dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis € 250,00 netto wurden sofort zu 100 % als Betriebsausgaben abgezogen. Die Güter mit Anschaffungskosten von € 250,01 bis € 1.000,00 netto wurden in einem laufend zu führenden Verzeichnis unter Angabe des Anschaffungstages und der Anschaffungskosten aufgeführt und als geringfügige Wirtschaftsgüter mittels Sammelabschreibung abgeschrieben.

Die Anlagegüter im Wert über € 1.000,00 netto wurden planmäßig nach der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer und entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen linear abgeschrieben.

Vorratsvermögen

Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Anwendung der FiFo Bewertungsmethode bewertet. Schwer verwertbare Rohstoffe wurden auf den niedrigeren Marktwert oder niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung von Pensionsrückstellungen basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) und Verwendung der Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018.

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde:

31.12.2023
in %
31.12.2022
in %
ehem. Gf/ehem. MA ehem. Gf/ehem. MA
Rechnungszins 1,82 / 1,82 1,78 / 1,78
Lohn- und Gehaltstrend 0,00 / 0,00 0,00 / 0,00
Rententrend 2,00 / 1,00 u. 0,00 2,00 / 1,00

Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sämtliche Mietkaufverpflichtungen, unabhängig von der möglichen Eigenschaft des Mietverkäufers als Kreditinstitut im Sinne des § 1 KWG.

Sonstige Angaben

Die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen des Arbeitgebers durch die Bundesagentur für Arbeit wurden als Aufwandszuschuss mit dem Personalaufwand unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung verrechnet.

II. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen ist aus der Anlage zu ersehen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben zum Bilanzstichtag und zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüchen aus EEG Umlage in Höhe von EUR 165.000,00 enthalten, welche erst rechtlich nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzpositionen ist nachstehend angegeben:

a) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.950,47 (Vj. € 4.598,36)
b) sonstige Vermögensgegenstände 0,00 (Vj. € 0,00)

Eigenkapital

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage ist unverändert € 560.824,38 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Angabe der ausschüttungsgesperrten Beträge:

Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 bzw. 10 Jahre € 2.626,00

In Summe unterliegen damit € 2.626,00 der Ausschüttungssperre.

Pensionsrückstellungen

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem - für die Bewertung berücksichtigten - durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zum Stichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 2.626,00.

Verbindlichkeiten

Gesamtsumme der Verbindlichkeiten: 6.589.151,85 (Vj. € 12.324.527,48)
davon bis 1 Jahr: 6.092.818,03 (Vj. € 11.489.307,29)
davon über 1 Jahr: 496.333,82 (Vj. € 835.220,19)
davon über 5 Jahre: 0,00 (Vj. € 0,00)
davon gesichert durch Pfand- oder ähnliche Rechte: 0,00 (Vj. € 0,00)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren gesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzpositionen ist nachstehend angegeben:

31.12.2023
in EUR
Vorjahr
in EUR
a.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.303,47 172.962,21
b.) Sonstige Verbindlichkeiten 4.700.000,00 7.620.905,86

davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:

31.12.2023
in EUR
Vorjahr
in EUR
a.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
b.) Sonstige Verbindlichkeiten 4.733.303,47 7.793.474,68

III. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten verschiedener Unternehmen der Firmengruppe Birner gegenüber Kreditinstituten bis zur gemeinsamen Kreditlinie von insgesamt T€ 5.000. Zum 31.12.2023 betragen die Verpflichtungen gegenüber den Kreditinstituten insgesamt T€ 1.000 (Vj.: T€ 2.833). Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich von den Schuldnern erfüllt werden können.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Pachtverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen sind, bestehen jährlich Verpflichtungen in Höhe von € 411.708,00 gegenüber fremden Unternehmen und in Höhe von € 299.073,72 gegenüber verbundenen Unternehmen. Außerdem bestehen aus Leasingverträgen jährlich Verpflichtungen in Höhe von € 166.567,20 in 2024 und € 116.192,26 in 2025.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023
Arbeiter 81
Angestellte 21
leitende Angestellte 1
Aushilfen 3
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 94
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 12

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 106

Angabe gemäß §327 Nr. 1 HGB

A II 1: Grundstücke, Bauten usw: 175.165,78 (Vj. € 221.064,16)
A II 2: technische Anlagen und Maschinen: 1.741.019,50 (Vj. € 1.666.625,50)
A II 3: andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 600.422,80 (Vj. € 695.789,65)
A II 4: geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: 0,00 (Vj. € 235.076,49)
B II 2: Forderungen gegen verbundene Unternehmen: 46.950,47 (Vj. € 4.598,36)
C 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: 425.003,06 (Vj. € 1.502.458,46)
- davon bis 1 Jahr: 125.003,06 (Vj. € 1.102.458,46)
- davon über 1 Jahr: 300.000,00 (Vj. € 400.000,00)
C 6: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 4.733.303,47 (Vj. € 7.793.868,07)
- davon bis 1 Jahr: 4.733.303,47 (Vj. € 7.793.868,07)
- davon über 1 Jahr: 0,00 (Vj. € 0,00)

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Mario Hiebl, Cham (CEO)

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angaben im Sinne von § 285 Nr. 9a HGB über die Bezüge des vertretungsberechtigten Organs der Gesellschaft können gem. § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB:

 

Kümmersbruck-Lengenfeld, 10. Juni 2024

Birner Kunststofftechnik GmbH
Kümmersbruck-Lengenfeld

Geschäftsführung

gez. Mario Hiebl

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten:

Vortrag 01.01.2023
Zugänge U=Umbuchung
Abgänge U=Umbuchung
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 193.234,72 25.902,00 0,00 219.136,72
II. Sachanlagen 8.218.916,93 642.252,70 68.676,45 8.792.493,18
470.152,98 (U) 470.152,98 (U)
1. Grundstücke, Bauten usw. 462.716,64 0,00 0,00 462.716,64
2. technische Anlagen und Maschinen 5.614.850,34 334.631,93 0,00 6.419.635,25
470.152,98 (U)
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.906.273,46 72.544,28 68.676,45 1.910.141,29
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 235.076,49 235.076,49 0,00 0,00
470.152,98 (U)
III. Finanzanlagen 95.420,53 6.070,25 0,00 101.490,78
Summe Anlagevermögen 8.507.572,18 674.224,95 68.676,45 9.113.120,68
470.152,98 (U) 470.152,98 (U)

Abschreibungen:

Vortrag 01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge U=Umbuchung
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 190.973,72 6.917,00 0,00 197.890,72
II. Sachanlagen 5.400.361,13 910.934,58 35.410,61 6.275.885,10
1. Grundstücke, Bauten usw. 241.652,48 45.898,38 0,00 287.550,86
2. technische Anlagen und Maschinen 3.948.224,84 730.390,91 0,00 4.678.615,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.210.483,81 134.645,29 35.410,61 1.309.718,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.591.334,85 917.851,58 35.410,61 6.473.775,82

Buchwerte:

31.12.2023
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.246,00 2.261,00
II. Sachanlagen 2.516.608,08 2.818.555,80
1. Grundstücke, Bauten usw. 175.165,78 221.064,16
2. technische Anlagen und Maschinen 1.741.019,50 1.666.625,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.422,80 695.789,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 235.076,49
III. Finanzanlagen 101.490,78 95.420,53
Summe Anlagevermögen 2.639.344,86 2.916.237,33

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Birner Kunststofftechnik GmbH mit einer Bilanzsumme von € 10.740.427,83 und einem Jahresüberschuss von € 111.917,10 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Birner Kunststofftechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Birner Kunststofftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Birner Kunststofftechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 3. Juli 2024

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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Hüttl, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Blacha, Wirtschaftsprüfer

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