Wabtec Transportation GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Kullnick seit 5.6.2025 | Prokura |
Pavel Vašek seit 5.6.2025 | Geschäftsführer |
Udo Eickeler seit 18.6.2024 | Prokura |
Daniel Gradl seit 18.6.2024 | Geschäftsführer |
Annett Kristina Neumann seit 29.12.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Faiveley Transport | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wabtec Germany GmbH
|
| 31.12.2022 € |
31.12.2021 € |
|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | 15.175.744,86 | 15.659.006,31 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 106.387,11 | 112.769,47 |
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 106.387,11 | 112.769,47 |
| II. Sachanlagen | 9.214.393,00 | 9.691.272,09 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.981.475,84 | 4.026.110,63 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 4.371.940,64 | 4.878.121,32 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 400.657,99 | 436.371,20 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 460.318,53 | 350.668,94 |
| III. Finanzanlagen | 5.854.964,75 | 5.854.964,75 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.854.964,75 | 5.854.964,75 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | 115.374.827,12 | 113.241.501,20 |
| I. Vorräte | 38.412.314,54 | 29.132.516,24 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 13.951.222,43 | 12.285.276,99 |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 23.745.234,42 | 15.892.298,08 |
| 3. fertige Erzeugnisse | 715.857,69 | 954.941,17 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 75.651.099,32 | 82.749.555,81 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.349.249,49 | 3.872.113,39 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 69.508.211,04 | 73.383.388,47 |
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 6.924.049,15 (Vorjahr: € 3.606.492,43) | ||
| - davon gegen Gesellschafter: € 30.467.874,12 (Vorjahr: € 37.161.725,04) | ||
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 2.793.638,79 | 5.494.053,95 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.311.413,26 | 1.359.429,15 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 2.359.088,60 | 2.888.796,05 |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 315.010,39 | 130.000,00 |
| E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG | 152.661,54 | 190.917,43 |
| 133.377.332,51 | 132.110.220,99 |
P A S S I V A
| 31.12.2022 € |
31.12.2021 € |
|
| A. EIGENKAPITAL | 40.374.736,20 | 40.374.736,20 |
| I. Kapitalanteile der Kommanditisten | 16.000.000,00 | 16.000.000,00 |
| II. Rücklage | 24.374.736,20 | 24.374.736,20 |
| B. AUSGLEICHSPOSTEN FÜR AKTIVIERTE EIGENE ANTEILE | 25.564,59 | 25.564,59 |
| C. RÜCKSTELLUNGEN | 27.278.131,95 | 38.062.739,86 |
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 860.473,00 | 878.766,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.675.456,10 | 183.038,36 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 24.742.202,85 | 37.000.935,50 |
| D. VERBINDLICHKEITEN | 65.515.510,46 | 53.551.180,34 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.268.953,35 | 0,00 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14.076.363,12 | 10.680.736,74 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.841.136,73 | 3.352.587,73 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 39.947.030,59 | 38.908.895,66 |
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 8.133.347,20 (Vorjahr: € 14.733.198,15) | ||
| - davon gegenüber Gesellschafter: € 31.813.683,39 (Vorjahr: € 24.175.697,51) | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 382.026,67 | 608.960,21 |
| - davon aus Steuern: € 416.453,64 (Vorjahr: € 599.713,84) | ||
| E. PASSIVE LATENTE STEUERN | 183.389,31 | 96.000,00 |
| 133.377.332,51 | 132.110.220,99 |
| 2022 € |
2021 € |
|
| 1. Umsatzerlöse | 131.989.296,69 | 135.455.951,10 |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 7.613.852,86 | 4.317.473,65 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 10.551.284,38 | 1.748.988,55 |
| - davon aus der Währungsumrechnung: € 1.515.316,74 (Vorjahr: € 351.242,18) | ||
| 4. Materialaufwand | -70.976.427,10 | -73.570.263,54 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -66.772.945,95 | -69.960.814,90 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -4.203.481,15 | -3.609.448,64 |
| 5. Personalaufwand | -22.345.954,04 | -21.332.444,61 |
| a) Löhne und Gehälter | -19.265.954,68 | -18.376.764,15 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -3.079.999,36 | -2.955.680,46 |
| - davon für Altersversorgung: € 54.517,04 (Vorjahr: € 58.713,34) | ||
| 6. Abschreibungen | -1.379.614,99 | -1.402.826,13 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -43.495.496,98 | -34.787.932,21 |
| - davon aus der Währungsumrechnung€ 1.923.369,39 (Vorjahr: € 948.198,68) | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 318.206,07 | 318.206,07 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: € 318.206,07 (Vorjahr: € 318.206,07) | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -606.404,51 | -579.740,74 |
| - davon aus der Aufzinsung: € 26.958,87 (Vorjahr: € 41.314,63) | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: € 189.999,96 (Vorjahr: € 190.000,00) | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.983.298,62 | -1.558.773,90 |
| - davon Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus der Veränderung latenter Steuern:€ 97.621,08 (Vorjahr: € 15.000,00) | ||
| 11. Ergebnis nach Steuern | 7.685.443,76 | 8.608.638,24 |
| 12. Sonstige Steuern | -40.789,38 | -52.494,96 |
| 13. Jahresüberschuss | -7.644.654,38 | -8.556.143,28 |
| 14. Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten | -7.644.654,38 | -8.556.143,28 |
| 15. Ergebnis nach Verwendungsrechnung | 0,00 | 0,00 |
Wabtec Germany GmbH, Schkeuditz
(vormals Faiveley Transport Leipzig GmbH & Co KG)
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Wabtec Germany GmbH mit Sitz in Schkeuditz, (im Folgenden auch „WTG“ oder „Gesellschaft“), ist nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 42 ff. und 264 ff. HGB sowie des GmbH – Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2023 vollzog die Gesellschaft im Wege eines Formwechsels gemäß §§ 190 ff., 214 ff. UmwG die Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 29. Dezember 2023, die Gesellschaft firmierte als Faiveley Transport Leipzig GmbH mit Sitz in Schkeuditz und ist unter der Nummer HRB 42345 im Register des Amtsgerichts Leipzig eingetragen mit Sitz in Schkeuditz.
Die Umfirmierung erfolgte durch formwechselnde Umwandlung der Faiveley Transport Leipzig GmbH & Co. KG in die Wabtec Germany GmbH mit Sitz in Schkeuditz, eingetragen im Handelsregister am 18.06.2024.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Methoden der Bilanzierung und Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Für Vermögensgegenstände mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis 1.000 EUR, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.
Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigt, wird diesem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit angesetzt.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellkosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Wertverzehr des Anlagevermögens. Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. In den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sind anteilige projektbezogene Fertigungs-, Entwicklungs-, Projektmanagement- und sonstige Kosten enthalten. Im Rahmen des strengen Niederstwertprinzips wird der niedrigere Wert angesetzt, wenn der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Herstellungskosten unter dem bisher angefallenen Herstellkosten liegt.
Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.
Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 HGB gebildet.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ist eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen worden. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der sonstigen Rückstellungen am Bilanzstichtag entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der „Project-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren) erfolgt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet worden. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes ist von dem Wahlrecht gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht worden; insoweit werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Geschäftsjahr 2022 wird der von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2022 vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz von 1,75 % p.a. (Vorjahr 1,87 % p.a.) bei der Bewertung zum 31. Dezember 2022 zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassung sind mit 3,3 % p.a. bzw. 2,25 % p.a. berücksichtigt worden.
Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der PUC-Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,44 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.), der sich aus der angenommenen Restlaufzeit ergibt, erfolgt.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst den Barwert des zum Bilanzstichtag bestehenden Erfüllungsrückstands der Gesellschaft sowie der vereinbarten Aufstockungsleistungen für den restlichen Zeitraum der Altersteilzeitvereinbarung. Zur Ermittlung der Barwerte wurde ein Zinssatz von 1,44 % (Vorjahr 1,35 % p.a.) angewandt.
Zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sind Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden. Diese Rückdeckungsversicherungen, die an die jeweiligen Mitarbeiter verpfändet wurden, dienen ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen und sind somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.
Die Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB darstellen, sind gemäß § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen ist am Abschlussstichtag aus der Bestätigung des Versicherungsunternehmens abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten sowie dem Aktivwert.
Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde gemäß § 246 Absatz 2 HGB mit den Altersteilzeitrückstellungen verrechnet.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Wirtschaftsjahren voraussichtlich abbauen (temporäre Differenzen). Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 13,65% zugrunde gelegt. Die sich daraus ergebende Steuerentlastung wird auf der Aktivseite als aktive latente Steuern und auf der Passivseite als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Wesentliche Unterschiedsbeträge sind auf Reichweitenabschläge der Vorräte sowie Aktivwert- und Rückstellung der Altersteilzeitverpflichtungen sowie Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.
Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 27 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB, aber keiner Abführungssperre.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr findet das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden gesondert passiviert.
III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, das Bestandteil dieses Anhangs ist.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie auch das Darlehen an Wabtec NL haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 69.508 und betreffen neben dem vorgenannten Darlehen mit TEUR 32.116 (Vorjahr: TEUR 32.457) sowie Forderungen aus dem Cash Pooling mit der Faiveley Transport S.A.S., Gennevilliers/Frankreich in Höhe von TEUR 30.468 (Vorjahr: TEUR 37.162). Der Anteil in Höhe von TEUR 6.924 (Vorjahr: TEUR 3.606) stammt aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
3. Eigenkapital
Der Gewinn des Geschäftsjahres 2022 von TEUR 7.645 wird auf das Verrechnungskonto der Gesellschafterin übertragen.
4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2022 betragen die Rückstellungen für Pensionen TEUR 860. Diese liegen um TEUR 27 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,44 %) ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB, aber keiner Abführungssperre.
5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.381; (Vorjahr TEUR 1.997). Weiterhin enthalten sind projektbezogene Rückstellungen (Einzel- und Pauschalgarantierückstellungen, nachlaufende Herstellkosten) in Höhe von TEUR 15.370 (Vorjahr: TEUR 24.404). Weiterhin wurden wie jedes Jahr Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 5.314 (Vorjahr: TEUR 8.306) gebildet.
Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen, die der Insolvenzsicherung der Rückstellungen für Altersteilzeit dienen, werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen verrechnet:
| 31.12.2022 | TEUR | |
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtung aus Altersteilzeitvereinbarungen | 542 | |
| ./. beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung | ./. 695 | |
| Aktiver Unterschiedsbetrag | 153 |
6. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie zum Vorjahresstichtag innerhalb eines Jahres fällig.
7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 39.947 und betreffen mit TEUR 8.302 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Faiveley Transport S.A. betragen TEUR 31.645 beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung.
IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
| 2022 | 2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Inland | 61.569 | 12.573 |
| Europa | 60.461 | 83.971 |
| Drittländer | 9.959 | 38.912 |
| 131.989 | 135.456 |
Nach Tätigkeitsbereichen strukturieren sich die Umsatzerlöse wie folgt:
| 2022 | 2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Neugeschäft | 100.078 | 105.386 |
| Ersatzteilgeschäft sowie Dienstleistungen | 31.911 | 30.070 |
| 131.989 | 135.456 |
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 43.495 resultieren im Wesentlichen aus Aufwand für Fremdleistungen, Management-Umlagen der Konzernzentrale, Mietaufwendungen, Aufwand für Frachten, Verkaufsprovisionen sowie Aufwand für externe Dienstleistungen. Als periodenfremde Aufwendungen sind TEUR 1.126 für Management-Umlagen aus den Jahren 2019 und 2020 enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 10.551 resultieren insbesondere aus Auflösungen von projektbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.436.
Die Zinserträge beziehen sich auf Erträge aus dem Cash Pool Saldo.
Die Zinsaufwendungen resultieren aus Factoring und aus Pensionsverpflichtungen.
3. Steuern von Einkommen und Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten im Wesentlichen laufende Aufwendungen für Ertragssteuern TEUR (Vorjahr: TEUR 1.487).
V. Sonstige Angaben
1. Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft, die den Konzernabschuss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und in den der Jahresabschluss der Wabtec Germany GmbH, einbezogen wird, ist die Wabtec Corporation, USA. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.wabtec.com veröffentlicht.
2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft wurden von der Faiveley Transport Verwaltungs-GmbH, Schkeuditz, wahrgenommen. Geschäftsführer der Faiveley Transport Verwaltungs-GmbH war im Geschäftsjahr 2022 Dr. Pino Cordini.
Geschäftsführer nach Umwandlung und Umfirmierung in die Wabtec Germany GmbH:
Herr Dr. Pino Cordini, Managing Director HVAC, Hannover (bis 05.06.2025)
Herr Pavel Vašek, Managing Director, Strakonice / Tschechische Republik (seit dem 05.06.2025)
Herr Daniel Gradl, VP Brakes & Safety, Bochum (seit dem 18.06.2024)
3. Angaben zu den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.
Pensionsansprüche von früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen in Höhe von TEUR 481.
4. Angaben zu den Arbeitnehmern
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr:
| 2022 | 2021 | |
| Arbeitnehmer | 286 | 278 |
| Auszubildende | 5 | 2 |
5. Abschlussprüferhonorare
Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 62 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
6. Außerbilanzielle Geschäfte
Zu Finanzierungszwecken und zur Verbesserung von Liquidität und Finanzstruktur sowie zur Überwälzung des Kreditrisikos hat die Gesellschaft zum Stichtag im Rahmen von Factoring-Verträgen Forderungen verkauft. Der Verkauf der Forderungen findet monatlich statt. Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2022 verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 18.784 (Vorjahr TEUR 14.401). Bei der Wabtec Germany GmbH verbleiben gemäß Factoring-Vertrag lediglich die Risiken aus den diesen Forderungen zugrundeliegenden Grundgeschäften.
Bei der Gesellschaft besteht ein längerfristiger Mietvertrag über eine Produktionshalle zum Zwecke der Nutzung der Produktionskapazität. Risiken bestehen durch vereinbarte Vertragsstrafen bei vorzeitiger Beendigung des Mietvertrags. Um die Verpflichtungen aus dem Vertrag für beide Seiten abzusichern, wurden Bürgschaften zwischen den beiden Partnern ausgetauscht. Das Risiko, dass vertragliche Pflichten nicht eingehalten werden, kann allgemein als sehr gering angesehen werden.
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 3.777 und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Mietverpflichtungen für Gebäude in Nyrany (Tschechien) und Mietverpflichtungen für den Standort Schkeuditz.
Das Bestellobligo für Waren und Dienstleistungen hat sich ggü. VJ um TEUR 3.890 auf TEUR 30.200 erhöht.
8. Gewinnverwendung
Der Gewinn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wird auf das Verrechnungskonto der Gesellschafterin übertragen.
9. Nachtragsbericht
Mit notariell beglaubigtem Kaufvertrag vom 21. Dezember 2023 erwarb die WTG am 31. Dezember 2023 100 Prozent der Anteile der Faiveley Transport Bochum GmbH für TEUR 134.445 von der Faiveley Transport Holding GmbH & Co. KG. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte über ein Darlehen in Höhe von TEUR 134.445, welches der WTG durch die Faiveley Transport Holding GmbH & Co. KG bereitgestellt wurde. Die Faiveley Transport Bochum GmbH wurde durch Aufnahme auf die WTG verschmolzen. Das Geschäft der Faiveley Transport Bochum GmbH ging unverändert auf die WTG über.
Darüber hinaus wurden die administrativen Funktionen beider Gesellschaften zusammengelegt und prozessual integriert sowie die unternehmensweiten Prozesse und Abläufe harmonisiert.
Im Jahr 2025 wurde eine weitere Konsolidierung für die Betriebsstätte in Bochum an die Belegschaft kommuniziert, um die Wettbewerbsfähigkeit im DACH-Raum weiter zu stärken.
Bezüglich der Darstellung der Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts sowie makro- sowie mikroökonomischen Entwicklungen sei auf Ausführungen im Kapitel „Prognosebericht“ im Lagebericht verwiesen:
Daneben sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die von besonderer Bedeutung für die Vermögens, Finanz und Ertragslage sind.
Schkeuditz, den 10. Oktober 2025
Wabtec Germany GmbH (als Rechtsnachfolger der Faiveley Transport Leipzig GmbH & Co. KG)
gez. Pavel Vasek (Geschäftsführer)
gez. Daniel Gradl (Geschäftsführer)
Wabtec Germany GmbH, Schkeiditz
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1.1.2022 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 509 | 0 | 0 | 0 | 509 |
| 2. Software | 500 | 37 | 31 | 0 | 387 |
| 1.009 | 37 | 31 | 0 | 896 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 7.980 | 205 | 0 | 0 | 8.185 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 10.693 | 92 | 221 | 0 | 11.006 |
| 3. andere Anlagen, BGA | 2.077 | 199 | 0 | 59 | 2.217 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 350 | 419 | -252 | 57 | 460 |
| 21.100 | 915 | -31 | 116 | 21.868 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.855 | 0 | 0 | 0 | 5.855 |
| 5.855 | 0 | 0 | 0 | 5.855 | |
| 27.964 | 952 | 0 | 116 | 28.800 |
| Aufgelaufene Abschreibungen | ||||
| 1.1.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 509 | 0 | 0 | 509 |
| 2. Software | 387 | 74 | 0 | 461 |
| 896 | 74 | 0 | 970 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.953 | 250 | 0 | 4.203 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.815 | 820 | 0 | 6.635 |
| 3. andere Anlagen, BGA | 1.641 | 236 | 59 | 1.818 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.409 | 1.305 | 59 | 12.655 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 12.305 | 1.379 | 59 | 14.720 |
| Nettobuchwerte | ||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| 2. Software | 107 | 113 |
| 107 | 113 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.982 | 4.027 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.371 | 4.878 |
| 3. andere Anlagen, BGA | 399 | 436 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 460 | 350 |
| 9.212 | 9.691 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.855 | 5.855 |
| 5.855 | 5.855 | |
| 15.174 | 16.659 |
An die Wabtec Germany GmbH, Schkeuditz
Eingeschränktes Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der Wabtec Germany GmbH, Schkeuditz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wabtec Germany GmbH, Schkeuditz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkung des im Abschnitt ''Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht'' beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkung des im Abschnitt ''Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht'' beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil
Wir können deswegen nicht ausschließen, dass Änderungen hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wir wurden am 12. Dezember 2023 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der Wabtec Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2022 bestellt und haben daher die Inventur zum Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 nicht beobachten können. Wir waren auch nicht in der Lage, uns durch alternative Prüfungshandlungen von den am 31. Dezember 2022 gehaltenen Vorratsmengen i. H. v. T€ 38.412 mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Entwicklung der Vorratsbestände des vorhergehenden Geschäftsjahres in die Bestimmung der Ertragslage eingeht, konnten wir nicht ausschließen, dass Änderungen des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus ist das Vorhandensein der Vorräte i. H. v. T€ 38.412 zum 31. Dezember 2022 nicht hinreichend nachgewiesen. Wir konnten durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, der Materialaufwendungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.
Zudem haben wir für die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 5.829 (Vorjahr: T€ 5.829) von den gesetzlichen Vertretern keine ausreichenden Prüfungsnachweise zur Werthaltigkeit erhalten. Wir können daher nicht ausschließen, dass diese Anteile zu einem niedrigeren Wert hätten angesetzt werden müssen. Dies hätte wesentliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital.
Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum |
| • |
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 10. Oktober 2025
HLB Husemann AG
(vormals: HLB AuditTeam Dortmund AG)
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schröder, Wirtschaftsprüferin
Prof. Dr. Solfrian, Wirtschaftsprüfer
Feststellung des Jahresabschlusses:
Der Jahresabschluss der Wabtec Germany GmbH (vormals Faiveley Transport Leipzig GmbH & Co. KG), Schkeuditz, zum 31.12.2022 wurde am 14.10.2025 festgestellt.
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