Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 17461
Vorher
Mares Shipping G.m.b.H.
Eingetragen
27.5.1975
Branche
Großhandel mit Schiffen und Booten (ohne Freizeitboote) sowie deren Ersatzteilen und ZubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Schiffsersatzteilen sowie Ersatzteilen und Ausrüstungen für die Schifffahrt und die Industrie. Zu diesem Zweck kann sich die Gesellschaft auch an anderen Unternehmen des gleichen oder ähnlichen Geschäftszweiges beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Carsten Bienst
seit 11.7.2023
Geschäftsführer
Alexander Gath
seit 16.2.2012
Prokura
Arne Kraus
seit 16.2.2012
Prokura
Marco Buettner
seit 29.9.2010
Prokura
Claus Horst Carl Witt
seit 20.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Friedrich Eckehardt Bauer
Hamburg
256.250 €
51.20%
Claus Horst Carl Witt
Bargfeld-Stegen
243.750 €
48.80%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mares Shipping GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Mares Shipping GmbH ist einer der führenden europäischen Händler für Ersatzteile für Haupt- und Hilfsdiesel sowie zugehöriges Equipment in der Seeschifffahrt und Industrie. Unser Unternehmen beliefert neben der Schifffahrt auch stationäre Anlagen und industrielle Anwendungen mit hochwertigen Komponenten und Ersatzteilen.Wir sind der zuverlässige Partner namhafter Reedereien, Ship-Management Gesellschaften, Werften, Schiffsagenturen sowie Unternehmen aus der Industrie und Betreiber stationärer Anlagen weltweit. Wir beliefern mittlerweile weltweit mehr als 1.560 Kunden in mehr als 100 Ländern.

Als Komplettanbieter verfügt die Mares Shipping GmbH über ein nahezu lückenloses Spektrum an Ersatzteilen unterschiedlichster Hersteller . Ob für Dieselmotoren, Kompressoren, Separatoren, Pumpen, Plattenwärmetauscher, Wasseraufbereitungsanlagen oder sonstige Produkte - aus unserer Datenbank mit mehreren hunderttausend gelisteten Artikeln erstellen wir umgehend ein entsprechendes Angebot.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Wirtschaft und des Welthandels sind maßgeblich für die Nachfrage nach Seetransportdienstleistungen und damit mittelbar auch für die Nachfrage nach Schiffsersatzteilen verantwortlich.

Die Lage der Weltwirtschaft im Jahr 2023 war mit Blick auf die vielfältigen geopolitischen Krisen und weiterhin hohe Inflation als volatil zu bezeichnen.

Die Weltwirtschaft profitierte im Wesentlichen von Nachholeffekten im Dienstleistungssektor nach Aufhebung der Covid-19 Beschränkungen (u.a. im Reisebereich), von geringeren Störungen der Lieferketten im internationalen Handel und von einer Stabilisierung der Energie- und Lebensmittelpreise. Im Gegenzug zeigte das produzierende Gewerbe eine schwache Entwicklung. Unterschiedlich zeigt sich auch die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsräumen und Ländern.

Insgesamt stieg die globale Wirtschaftsleistung nach den letzten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) (World Economic Outlook Update April 2024; Table A1.) in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,2% (2022: 3,5%; 2021: 6,5%), darunter die Wirtschaftsleistung der USA u.a. bedingt durch hohe Staatsausgaben um 2,5% (2022: 1,9%; 2021: 5,8%), die Chinas um 5,2% (2022: 3,0%; 2021: 8,4%) und die Indiens um 7,8% (2022: 7,0%; 2021: 9,7%). Negativ war die Entwicklung der Eurozone mit einem Wachstum von nur noch 0,4% (2022: 3,4%; 2021: 5,9%). Innerhalb der Eurozone ergab sich für Deutschland sogar ein Rückgang um 0,7% nach Anstiegen in beiden Vorjahren (2022: 1,8%; 2021: 3,2%) und auch die Wirtschaftsleistung Frankreichs und Italiens stiegen lediglich um 1,3% (2022: 1,4%) bzw. 0,8% (2022: 0,7%). Und auch die Entwicklung der Wirtschaftsleistung Groß-Britanniens lag mit einem Anstieg von lediglich 1,4% nach 1,5% in 2022 weiterhin auf niedrigem Niveau.

Die Entwicklung der maritimen Wirtschaft, d.h. des Schiffbaus, der Seeschifffahrt und der Hafenwirtschaft, ist eng mit der Weltwirtschaft und der Entwicklung des Welthandels verflochten. Laut des National Bureau of Statistics of China (Januar 2024) nahmen die chinesischen Exporte in 2023 nur um 0,6% zu, während die Importe sogar um 0,3% abnahmen. Auch in den USA sanken die Importe um 3,6%, während die Exporte nur leicht um rd. 1,0% zunahmen (U.S. Dptm. Of Commerce, Januar 2024) die Exporte der Eurozone gingen laut Eurostat Daten in 2023 um 1,9% und die Importe der Eurozone sogar um rd. 16% zurück, letzteres allerdings ursächlich primär aufgrund gesunkener Energiepreise.

Entsprechend verlief die Entwicklung der See-Transportvolumina. Die weltweite Containertransportmenge stieg gegenüber 2022 nur noch um 0,2% und war auf den beiden größten Fahrgebieten innerhalb Asiens und zwischen Fernost und Nordamerika sogar rückläufig (CTS, Februar 2024). Und auch die Frachtraten lagen in 2023 aufgrund verminderter Nachfrage fast ganzjährig unter den Raten des Jahres 2022, bevor bedingt durch die Piratenabgriffe im Roten Meer die Reedereien ab Dezember 2023 damit begannen, ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung umzuleiten und sich aufgrund der dadurch deutlich längeren Fahrzeiten die verfügbaren Kapazitäten an Seetransportraum wieder verknappten und entsprechend die Raten stiegen. Laut der Shanghai Shipping Exchange notierte der Shanghai Containerized Freight Index (SCFI), der die Spotraten der wichtigsten Handelsrouten ausgehend von Shanghai abbildet, daher zum Jahresende 2023 wieder bei USD 1.760,00 nach USD 1.108,00 zum Jahresende 2022.

Entsprechend ist die Lage der 19 deutschen Seehäfen: Ihr Güterumschlag lag laut Statistischem Bundesamt mit rd. 267,8 Mio. Tonnen erneut um 4,1% (Vorjahr 3,1%) unter dem Umschlag des Vorjahres (Destatis Pressemitteilung Nr. 092 vom 11. März 2024).

Völlig anders verlief jedoch die Entwicklung der Passagier-Schifffahrt: Laut statista.de erreichte der Kreuzfahrtmarkt in 2023 mit weltweit rd. 31,7 Mio. Passagieren ein Allzeithoch.

2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Ungeachtet der im vorstehenden Abschnitt skizzierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die Mares Shipping GmbH, einer der führenden europäischen Händler für Ersatzteile für Haupt- und Hilfsdiesel sowie angegliedertes Equipment im Bereich der Seeschifffahrt, im Geschäftsjahr 2023 bei deutlich gestiegenen Umsätzen erneut ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis erzielen. Die Gesellschaft profitierte dabei erneut von seiner herausragenden und sich weiter ausbauenden Stellung im Markt.

Im Geschäftsjahr 2023 bezog die Mares Shipping GmbH Ersatzteile und Dienstleistungen von rd. 1.000 Lieferanten weltweit. Die Hauptbeschaffungsmärkte befinden sich in der Europäischen Union. Der Großteil der Waren wird regelmäßig unmittelbar nach dem Lagereingang an den Endkunden weiterfakturiert. Die Lagerreichweite der Handelsware betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 rechnerisch rd. 66 Tage (Vorjahr: rd. 59 Tage).

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betrugen rd. EUR 182 tsd. und entfielen schwerpunktmäßig auf Software, Büroausstattung und PKW.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird sowohl durch eigene Mittel als auch durch Kreditlinien von Geschäftsbanken sichergestellt. Der Umfang der von den Geschäftsbanken im Zuge einer Poolvereinbarung gewährten Kreditlinien belief sich in 2023 auf rd. EUR 6,4 mln.. Zudem bestanden liquide Mittel in Höhe von rd. EUR 90 tsd. Insoweit war und ist die Finanzierung des Unternehmens sichergestellt und die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

Insgesamt beschäftigte die Mares Shipping GmbH in 2023 durchschnittlich 72 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Geschäftsführung ist sich weiter ihrer unternehmerischen Verantwortung für die Jugend am Standort Hamburg bewusst. Bereits in der Vergangenheit wurden regelmäßig Auszubildende beschäftigt und nach Abschluss der Ausbildung in Festanstellungen übernommen. Auch auf Ebene der Abteilungsleiter sind nahezu sämtliche Positionen weiter durch ehemalige Auszubildende besetzt. Insofern wird auch zukünftig ausgebildet.

Die Geschäftsführung legt zudem besonderes Augenmerk auf die Motivation, den Gesundheitsschutz und die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter. So wurden auch im Geschäftsjahr 2023 erneut technische und kaufmännische Fortbildungen, gesundheitsfördernde Maßnahmen und im Hinblick auf die starke Internationalisierung des Geschäfts Sprachkurse in verschiedenen Sprachen durchgeführt.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage zeigte gegenüber dem Vorjahr folgende Entwicklung:

Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,5 mln. gestiegen und zeigen damit eine zweistellige Verbesserung von über 11 % gegenüber 2022.

Es ergab sich ein deutlich gestiegener Rohgewinn in Höhe von EUR 11,3 mln. nach EUR 9,5 mln. im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Die Personalaufwendungen stiegen um EUR 991 tsd. auf rd. EUR 5,9 mln.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls um EUR 412 tsd. auf EUR 3,7 mln.

Letztlich stieg das Ergebnis vor Steuern um EUR 242 tsd. auf EUR 1.172 tsd. im Berichtszeitraum.

Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern sowie der Sonstigen Steuern konnte letztendlich ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 745 tsd. erzielt werden.

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern belief sich auf rd. 18,0% gegenüber rd. 15,4% im Vorjahr.

Die Gesamtkapitalrendite stieg von 5,3% auf 6,8%.

b) Finanz und Vermögenslage

Kennzeichnend für die Entwicklung der Vermögenslage ist ein Anstieg der Bilanzsumme von rd. EUR 14,4 mln. auf rd. EUR 16,0 mln., der in Bezug auf die Aktiva primär auf eine Erhöhung der Vorräte (+ EUR 1.657 tsd.) zurückzuführen ist.

Bei den Passiva erhöhten sich insbesondere die Pensionsrückstellungen (+ EUR 305), die Sonstigen Rückstellungen (+ EUR 332 tsd.) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ EUR 481 tsd.). Im Gegenzug sanken die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (- EUR438 tsd.).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rd. EUR 4,1 mln. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 26% zum Ende des Geschäftsjahres 2023.

Die Verbindlichkeitenquote sank von 67% Ende 2022 auf 63% zum Bilanzstichtag 2023.

Die Finanzlage der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres 2023 jederzeit geordnet. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von EUR 90 tsd. und ausreichende freie Kreditlinien.

c) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt im Wesentlichen mit Hilfe der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses.

Das Betriebsergebnis und der Jahresüberschuss lagen über dem Vorjahresergebnis und auch über der ursprünglichen Ergebnisprognose.

d) Gesamtaussage

Die Lage der Gesellschaft ist insgesamt als stabil und gut zu bezeichnen. Für 2024 zeichnet sich eine konstante Entwicklung ab.

III. Prognosebericht

Der gesamtwirtschaftliche Ausblick ist weiterhin von den bestehenden geopolitischen Krisen geprägt. Nach wie vor wirken sich der Krieg Russlands mit der Ukraine, die Gegenmaßnahmen der EU und der USA und die wirtschaftlichen Spannungen zwischen China und den USA und zunehmend auch zwischen China und der EU negativ auf die Weltwirtschaft aus. Hinzu kommt der eskalierende Konflikt im Mittleren Osten, der durch die Huthi Rebellen im Jemen auch direkte Auswirkungen auf die Seeschifffahrt hat. Unklar sind auch die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Zusammenhang mit der vergangenen Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten und die daraus resultierenden Folgen für das Verhältnis der USA zu Europa.

Ferner leiden vor allem die Unternehmen in den europäischen Industriestaaten weiterhin unter hohen Zinsen, einem Mangel an Fachkräften und unter überbordenden regulatorischen Maßnahmen der Politik insbesondere im Zusammenhang mit der Klimakrise. Dies alles betrifft selbstverständlich auch die Seeschifffahrt und die Hafenwirtschaft.

Vor diesem Hintergrund rechnet der IWF für das Jahr 2024 erneut auch nur mit einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums von nur rd. 3,2% und für die Industrienationen sogar von nur 1,8%. Und für Deutschland wird laut Bundesregierung für 2024 aktuell sogar mit einem Rückgang von 0,2% gerechnet.

Allerdings bleibt die Nachfrage nach Transportkapazitäten und die Auslastung der Seeschiffe weltweit hoch. Und die Kreuzfahrtschifffahrt boomt wie zuvor dargestellt. All dies führt weiterhin zu einem großen Bedarf an Schiffsersatzteilen im laufenden und in den kommenden Jahren.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem konstanten Umsatz und einem gegenüber 2023 leicht verminderten Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht

Wie bereits dargestellt, bestehen erhebliche politische und wirtschaftliche Spannungen auf verschiedenen Märkten, die sich negativ auf die Weltwirtschaft und damit die Schifffahrtbranche auswirken können. Dies gilt vor allem für die Entwicklung der Wirtschaft und die Rohstoffversorgung in Mitteleuropa. Auch die zunehmenden Spannungen zwischen China und den westlichen Industrieländern sowie ein möglicher politscher und wirtschaftlicher Kurswechsel in den Vereinigten Staaten bergen massive Risiken.

Währungs- und Rohstoff-Risiken werden jedoch seitens der Geschäftsführung weiterhin nicht als Risiken von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft angesehen. Und auch die Herausforderungen des Klimawandels und damit einhergehender technischer Fortschritt sind für die Gesellschaft eher Chance als Risiko.

Negativ könnten sich jedoch eine Knappheit der Transportkapazitäten und damit zusammenhängende Engpässe auf der Einkaufsseite auswirken, die jedoch von der Geschäftsleitung nicht als strukturell anhaltendes Problem gesehen werden.

Durch die weltweiten und vielschichtigen Kundenbeziehungen, die gute Marktposition, die breite Angebotspalette und die weiter steigende Effizienz bei der Auftragsabwicklung ist die Mares Shipping GmbH, wie die vergangenen Geschäftsjahre deutlich gezeigt haben, krisenfest aufgestellt.

2. Chancenbericht

Insbesondere die zunehmende Industrialisierung der Wirtschaftsregionen Asien, Lateinamerika und Afrika und der zunehmende Wohlstand in diesen Regionen dürften perspektivisch zu einem stetig steigenden Austausch von Waren und Gütern untereinander aber auch mit den Industrienationen führen. Dies wird sich positiv auf die Transportvolumina im Seehandel auswirken und auch den Bedarf an Seeschiffen und Schiffsersatzteilen steigern.

Durch die gute Positionierung am Markt wird dies zu einem steigenden Umsatz bei der Mares Shipping GmbH in den folgenden Geschäftsjahren führen. Und mittel- und langfristig wird sich die Entwicklung der Gesellschaft am weiter zunehmenden Welthandel orientieren und damit ebenfalls progressiv sein.

Zusätzlich hat sich die enge Zusammenarbeit mit einem der größten Maschinenhersteller der Schifffahrt weiter bewährt und die Reputation des Unternehmens in der Branche positiv beeinflusst. Auch dieser Bereich wird sich in den Folgejahren zunehmend positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken.

3. Gesamtaussage

Über das allgemeine gesamtwirtschaftliche und damit Branchenrisiko hinausgehende unternehmensspezifische Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung im Falle der Mares Shipping GmbH nicht. Die weitere Entwicklung auf den globalen Märkten ist angesichts der vielschichtigen wirtschaftlichen und politischen Krisen und der Konflikte in der Ukraine und im mittleren Osten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich prognostizierbar. Mittel- und langfristig wird sich die Entwicklung der Gesellschaft jedoch weiter am zunehmenden Welthandel orientieren und wird daher als positiv eingeschätzt

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Unternehmen finanziert sich sowohl über Eigenmittel als auch durch Kreditlinien der Geschäftsbanken. Zur Minimierung des Forderungsausfallrisikos wird vor Entstehen der Forderung eine Bonitätsbeurteilung durchgeführt. Ein Großteil der Forderungen wird durch eine Kreditversicherung abgesichert und ein adäquates Debitorenmanagement ist eingerichtet. Für erkennbare Ausfallrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich wird die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken finanziert. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

 

Hamburg, den 10. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 343.956,68 283.577,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43.388,50 15.280,50
II. Sachanlagen 299.174,25 266.902,97
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.174,25 266.902,97
III. Finanzanlagen 1.393,93 1.393,93
1. Beteiligungen 1.393,93 1.393,93
B. Umlaufvermögen 15.447.821,67 13.832.459,42
I. Vorräte 8.271.410,63 6.613.960,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.086.261,12 7.122.283,23
1. Forderungen gegen Gesellschafter 4.625,76 13.538,66
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.081.635,36 7.108.744,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 14.920,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 90.149,92 96.215,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 174.028,55 187.889,14
D. Aktive latente Steuern 51.151,80 60.383,27
Aktiva 16.016.958,70 14.364.309,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.131.356,10 3.586.226,54
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 300.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag 2.886.224,90 2.533.567,60
IV. Jahresüberschuss 745.131,20 552.658,94
B. Rückstellungen 1.820.892,10 1.140.835,41
C. Verbindlichkeiten 10.064.710,50 9.637.247,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.038.229,70 4.557.598,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.981.363,56 4.537.713,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 56.866,14 19.885,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 519.337,19 430.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 519.337,19 430.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.507.143,61 4.649.648,43
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.507.143,61 4.634.714,45
Passiva 16.016.958,70 14.364.309,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.369.422,57 9.538.974,48
2. Personalaufwand 5.992.415,21 5.001.475,24
a) Löhne und Gehälter 5.084.510,10 4.214.663,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 907.905,11 786.812,15
davon für Altersversorgung 109.328,42 87.888,54
3. Abschreibungen 112.490,36 94.501,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 112.490,36 94.501,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.745.331,01 3.333.743,58
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 54.242,41 20.371,04
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.618,99 23.956,91
davon Erträge aus Abzinsung 1.394,13 668,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 350.603,29 202.765,94
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 380,86
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 421.434,59 363.566,81
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 9.231,47 1.669,11
8. Ergebnis nach Steuern 750.767,10 566.878,70
9. sonstige Steuern 5.635,90 14.219,76
10. Jahresüberschuss 745.131,20 552.658,94

Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Mares Shipping GmbH, Mattentwiete 8, 20457 Hamburg, AG Hamburg HRB 17461, wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 265 ff. HGB) i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Mares Shipping GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im geringwertigen Bereich wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte einschl. geleisteter Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt worden.

In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem Geldkurs (Verbindlichkeiten) bzw. Briefkurs (Forderungen) im Entstehungszeitpunkt gebucht und zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagsmittelkurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden mit dem Mittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden solche vor dem Bilanzstichtag geleistete Aufwendungen aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern wurden bilanzorientiert und unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden oder aufgrund von bereits erfolgten Gesetzesänderungen für die Zukunft zu erwartenden Ertragsteuersätze ermittelt und in dem Umfang angesetzt, in dem eine Inanspruchnahme in Folgezeiträumen wahrscheinlich ist.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Verpflichtungsbeträge aus Pensionszusagen und Zeitwertkonten wurden mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Deckungsvermögen) saldiert, soweit diese dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Das verrechnete Deckungsvermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Höhe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Bezüglich der kumulierten Anschaffungskosten und Abschreibungen werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter entsprechend ihrer tatsächlichen Nutzungsdauer im Betriebsvermögen gehalten.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.363,93 33.822,00 85.797,43
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.363,93 33.822,00 85.797,43
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.147.454,70 148.027,86 937.495,83
58.812,48-
Summe Sachanlagen 1.147.454,70 148.027,86 937.495,83
58.812,48-
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.789,63 4.395,70
Summe Finanzanlagen 5.789,63 4.395,70
Summe Anlagevermögen 1.248.608,26 181.849,86 1.027.688,96
58.812,48-
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.714,00 43.388,50 15.280,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.714,00 43.388,50 15.280,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.776,36 299.174,25 266.902,97
Summe Sachanlagen 106.776,36 299.174,25 266.902,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.393,93 1.393,93
Summe Finanzanlagen 1.393,93 1.393,93
Summe Anlagevermögen 112.490,36 343.956,68 283.577,40

2. Forderungen

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von EUR 578.249,29 gebildet. Für das Zinsausfall- und das allgemeine Kreditrisiko wurde ausgehend von den Vergangenheitswerten zudem eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 108.000,00 auf den Bestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen zum 31. Dezember 2023 gebildet.

3. Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt EUR 745.131,20.

4. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen für zwei Personen und wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet, bei der in beiden Fällen die PUC Methode verwendet wurde.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 1,82%

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 2,0%

Zugrunde gelegte Sterbetafel: Dr. Klaus Heubeck RT2018G

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Altersvorsorgeverpflichtungen EUR 688.542,00 Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte EUR 424.825,83 Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte EUR 91.560,01 verrechnete Aufwendungen EUR 12.169,45 verrechnete Erträge EUR 29.101,10 Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der zugrundeliegenden Lebensversicherungsverträge zzgl. unwiderruflich zugeteilter Überschussanteile.

5. Zeitwertkonten

Die Verbindlichkeiten aus Zeitwertkonten und verrechnungsfähigen Vermögenswerten werden mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und saldiert:

Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeiten aus Zeitwertkonten EUR 10.662,16 Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte EUR 9.607,04 Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte EUR 10.482,12 verrechnete Aufwendungen EUR 0,00 verrechnete Erträge EUR 647,41 Der Zeitwert entspricht dem Aktivwert der Wertpapiere, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital abgeleitet ist.

6. Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Beträge in nicht unerheblichen Umfang für:

TEUR
Boni und Tantiemen 356,5
Abschlusserstellung und -prüfung 59,0
Ausstehender Urlaub 141,0
Archivierungskosten 54,5
Ausstehende Lieferantenrechnungen 246,9
Altersteilzeit 79,0

Die Rückstellung für Archivierungskosten wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit 1,22 % abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind binnen eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.464.370,85 sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer festgesetzten Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 22.722,31.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt gesichert:

- Globalzession sämtlicher deutscher Forderungen einschließlich aus der Warenkreditversicherung

- Sicherungsübereignung des Warenlagers mittels Raumsicherungsvertrag.

Gegenüber Termingeldern besteht ein Pfandrecht gem. Nr. 14 AGB für die Deutsche Bank und die Hamburger Sparkasse. Weitere Haftungsverhältnisse nach §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten die Erlöse aus dem Verkauf von Schiffsausrüstungsgegenständen. Im Hinblick auf § 286 Abs. 2 HGB unterbleibt eine Aufgliederung.

2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende Beträge enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind: Erträge aus abgeschriebenen Forderungen TEUR 38, übrige sonstige betriebliche Erträge TEUR 5. Forderungsverluste TEUR 2, Umsatzsteuer Vorjahre TEUR 2 und übrige sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 23.

3. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten jeweils Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Die Erträge betragen EUR 23.975,49 (Vj.: EUR 35.882,66) und die Aufwendungen EUR 54.242,41 (Vj.: EUR 20.371,04). Davon resultieren aus der Währungsumrechnung gem. § 256a HGB Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 2.508,59) und Aufwendungen in Höhe von EUR 16.124,70 (Vj.: 0,00).

4. Außerplanmäßige Abschreibungen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bzw. des Umlaufvermögens wurden nicht vorgenommen.

5. Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Passive latente Steuern aufgrund von Differenzen bei der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert und der Rückstellungen für Archivierungskosten wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze des Deckungsvermögens der Pensionsverpflichtungen und der Pensionsrückstellungen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen bestanden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs.1 S. 2 HGB im Jahresabschluss 2023 in Höhe von EUR 51.151,80.

IV. Sonstige Angaben

1. Ausschüttungssperren

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert und dem Ansatz aktiver latenter Steuern bestehen aufgrund der Gesamtdifferenzenbetrachtung in Höhe von EUR 51.151,80 sowie aus der Berechnung des Erfüllungsbetrages der Pensionsverpflichtungen mit dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von EUR 4.407,00.

2. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus der Übertragung von Bürgschaften und Wechseln lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beläuft sich auf EUR 1.477.698.06. Es handelt sich dabei um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

5. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmen geführt von:

Claus Witt Geschäftsführer, Bargfeld Stegen

Carsten Bienst Geschäftsführer, Norderstedt (ab 11. Juli 2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Abs. 9 HGB wurde gemäß Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Darlehens-Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 504.500,00, die mit 7% p.a. verzinst werden. Die Laufzeit der Darlehen endet vertragsgemäß am 31. Dezember 2024.

Weiterhin bestehen Forderungen (Restlaufzeit bis 1 Jahr) gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von EUR 4.625,76 sowie weitere Verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis 1 Jahr) in Höhe von EUR 14.837,19. Die Verzinsung erfolgt jeweils mit 5%.

7. Angaben nach Artikel 42 EGHGB

Seit 2002 wird der Jahresabschluss in Euro aufgestellt. Das im Gesellschaftsvertrag festgelegte Stammkapital lautete bisher auf DM 300.000,00 (umgerechnet in Euro 153.387,56). Mit Gesellschafterbeschluss vom 03.07.2015 erfolgte eine Nennbetragserhöhung durch die Umwandlung von Rücklagen in Höhe von EUR 146.612,44. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27.07.2023 erfolgte eine weitere Nennbetragserhöhung durch die Umwandlung von Rücklagen in Höhe von EUR 200.000,00. Der Ausweis des Stammkapitals in der Bilanz erfolgt unter der Position gezeichnetes Kapital (Euro 500.000,00).

8. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter in 2023 betrug 72 (Vorjahr: 67), davon 17 (Vorjahr: 16) gewerbliche Arbeitnehmer.

9. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe unterbleibt nach Maßgabe des § 288 Abs. 2 S. 3 HGB.

 

Hamburg, den 10. Dezember 2024

Claus Witt

Carsten Bienst

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mares Shipping GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mares Shipping GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gestzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 10. Dezember 2024

DIERKES Hamburg AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Deecke, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung unseres Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Testatsexemplars bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.