Liemke Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Socher seit 14.2.2019 | Geschäftsführer |
Jann Ahrenholz seit 10.7.2018 | Prokura |
Hartmut Liedtke seit 28.9.2006 | Prokura |
Gunther Stoschek seit 28.9.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Blaser Group GmbHIsny im AllgäuKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Die Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, und ihre Tochtergesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben hochwertige Jagd- und Sportwaffen, Munition, optische Produkte sowie jagdliche Funktions- und Freizeitbekleidung nebst Zubehör aller Art rund um die Jagd. Das Leistungsspektrum wird durch das Angebot von professionellen Jagdreisen abgerundet. Mit den Marken Blaser, Mauser, Sauer und Rigby sowie Liemke und Minox ist die Blaser Group führende Anbieterin von Jagdwaffen und - optik in Europa im Premium-Segment. Diese Position konnte nicht zuletzt aufgrund der anhaltend hohen Innovationskraft und des emotionalen und passionierten Auftritts erarbeitet werden. Die Blaser GmbH, Isny im Allgäu, ist das größte Tochterunternehmen der Blaser Group und wird von seinen Kunden als professioneller Partner für alle Belange rund um die aktive Jagd verstanden. Das Produktportfolio umfasst daher neben den Jagd- und Sportwaffen auch optische Produkte, jagdliche Funktions- und Freizeitbekleidung sowie zwei Private Label Munitionslinien. Die Mauser Jagdwaffen GmbH, Isny im Allgäu, vertreibt unter der Marke "Mauser" robust funktionelle Jagdwaffen, welche durch Stabilität und Widerstandsfähigkeit überzeugen. Der einzigartige Mauser-Gedanke zeichnet sich durch solide, zuverlässige Waffentechnik auf dem aktuellen technologischen Stand in markantem Original Mauser Design aus. Die J.P. Sauer & Sohn GmbH, Isny im Allgäu, ist der älteste Jagdwaffenhersteller Deutschlands. Unter der Marke "Sauer" werden klassische Jagdwaffen vertrieben, die beste Materialien, modernste Technik und die typischen Sauer-Werte Qualität, Präzision und Eleganz auf das Beste vereinen. Das Produktsortiment wird durch entsprechendes Zubehör ergänzt. John Rigby & Co. Ltd., London, fertigt und vertreibt als Manufakturbetrieb handgefertigte Exklusivwaffen. Dies sind zum einen Repetierbüchsen, welche auf dem Original Mauser 98 System aufbauen und zum anderen die Rigby "Rising Bite", eine zu 100 Prozent in England gefertigte Doppelbüchse im absoluten High-End Bereich. Unter der bekannten Marke Minox wird ein umfangreiches Produktportfolio an Zielfernrohren, Ferngläsern, Spektiven, Rotpunktvisieren und anderen optischen bzw. optomechanischen Produkten wie z.B. Beobachtungskameras, Digicams, Makroskope, Nachtsichtgeräte etc. vertrieben. Der Kundenkreis geht dabei über den angestammten jagdlichen Bereich hinaus und umfasst u.a. auch die Bereiche Nautik und Birding. Die Marke Liemke ergänzt das Produktportfolio der Blaser Group um Wärmebildgeräte und andere Nachtsichtoptiken. Seither werden selbständig neue Produkte der Marke Liemke durch die Tochtergesellschaft Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar entwickelt und durch die Blaser Group GmbH vertrieben. Darüber hinaus ist die Gruppe über die Blaser Safaris GmbH, Isny im Allgäu, im Segment für qualitativ hochwertige Jagdreisen aktiv und betreibt mit der Blaser Safaris PTY, Windhoek (Namibia) einen eigenen Safaribetrieb in Afrika. Die folgenden Tochtergesellschaften, die als verbundene Unternehmen bezeichnet werden, wurden in den Konsolidierungskreis 2021 der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, einbezogen:
Neben den konsolidierten Tochterunternehmen gehören weitere Gesellschaften und deren Töchter, direkt oder indirekt, zur Blaser Group GmbH, die aufgrund einer geringen operativen Geschäftstätigkeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, und somit nicht konsolidiert werden:
Überblick über den Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 | Die deutsche Wirtschaft hat erneut ein bewegtes Jahr hinter sich. Während die erste Jahreshälfte 2021 vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet war, ermöglichte die voranschreitende Impfkampagne und die Saisonalität des Infektionsgeschehens zum Sommer hin eine Erholung nahezu aller Sektoren der Wirtschaft. Zeitgleich war die wirtschaftliche Entwicklung allerdings zunehmend von Lieferengpässen und Materialknappheiten mitbestimmt, die insbesondere die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe belasteten. Im Herbst des vergangenen Jahres kam es erneut zu einer deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens. Die wirtschaftliche Erholung musste somit im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 mit einer Rate von 2,7 Prozent. Branchenentwicklung Gute Geschäftsentwicklung der Branche in 2021 | Das Geschäftsjahr 2021 war in allen Segmenten von einer positiven Entwicklung geprägt, welche im vierten Quartal eine weitere Beschleunigung erfuhr. Die hohe Nachfrage seitens der Endkunden war zu Jahresbeginn noch durch Nachholeffekte getrieben, welche zusätzlich durch die Nachholung der im Vorjahr ausgesetzten Jägerprüfungen verstärkt wurde, so dass zusätzliche Neukunden in den Markt gelangten. Die Kaufbereitschaft in der Jagdbranche zeigte sich generell zunehmend, dies insbesondere im Marktsegment der hochwertigen Ausrüstung. Preisgünstigeres Equipment und Zubehör, das in höherem Maße am POS an Laufkundschaft vertrieben wird konnte gleichfalls zulegen, jedoch in geringerem Umfang. Märkte wie das Vereinigte Königreich, welche noch im ersten Quartal von harten Lock Downs betroffenen waren konnten ab dem zweiten Quartal ihre Geschäfte vollumfänglich wiederaufnehmen und so dann an der allgemeinen Entwicklung partizipieren. In den USA zeigte sich ein ungebrochener Boom des Waffenmarktes mit hoher Nachfrage über alle Produktsegmente. Die global hohe Nachfrage führte ab Mitte des dritten Quartals zu ersten Engpässen bei Munition bzw. deren Komponenten. Darüber hinaus mussten die Hersteller auf die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise mit entsprechenden Preisanpassungen reagieren, wodurch die Vororders in hohem Maß angetrieben wurden. Es resultieren in der gesamten Branche lange Lieferzeiten und teilweise Versorgungsengpässe. Im Bereich der Jagd- und Sportoptik war das Jahr 2021 durch eine weitere Intensivierung des Verdrängungswettbewerbes im unteren und mittleren Preissegment gekennzeichnet. Ein Teil der Nachfrage verlagerte sich zudem in das höhere Preissegment, so dass es dort zu Lieferengpässen und verlängerten Lieferzeiten kam, wie sie bis dato nicht bekannt waren. Im Bereich der Nachtsichttechnik drängten ab Jahresbeginn das asiatische Hersteller-Oligopol mit Dumpingpreisen über zusätzliche Vertriebskanäle (Online-Handel) auf den Markt. Hieraus resultierten Preiskämpfe und Absatzeinbrüche bei den etablierten Anbietern sowie im stationären Fachhandel. Ab dem dritten Quartal zeigte sich, dass der Fachhandel zunehmend auf verlässliche Partner und starke Marken setzt, die nicht kurzfristig durch asiatische Produkte substituierbar sind. Insgesamt ist der Markt für Nachtsichttechnik durch eine hohe Innovationsrate und Marktdynamik gekennzeichnet, mit welcher ein steter Anstieg des Marktvolumens einhergeht.
1 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2022
Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Entwicklung der Umsatzerlöse, das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) sowie das EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern) verwendet. Es werden derzeit keine spezifischen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verwendet. Umsatz- und Auftragsentwicklung Umsatz- und Auftragseingangszuwächse in allen Bereichen | Auf konsolidierter Ebene erlöste die Blaser Group einen Bruttoumsatz von 184,8 Mio. EUR und somit 48,6 Mio. EUR bzw. 35,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bereich Waffe war dabei der wesentliche Treiber der guten Entwicklung, da sich hier sowohl die Nachholeffekte nach den Shutdown bedingten Umsatzrückgängen des Vorjahres am stärksten zeigten, als auch die gute konjunkturelle Entwicklung in der Jagdbranche am deutlichsten ihren Niederschlag fand. Der Auftragseingang entwickelte sich parallel zu den Umsatzerlösen positiv und konnte im vierten Quartal absolut wie relativ nochmals deutlich zulegen. Waffen und Waffenkomponenten | Der Bereich Waffen hat mit allen vier Marken, Blaser, Sauer, Mauser und Rigby ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Es ist gelungen, den Fachhandel am Point of Sales noch besser zu durchdringen. Maßgeblich zum Wachstum beigetragen hat die Internationalisierung, die sich in steigenden Umsatzvolumina der Vertriebstochtergesellschaften niedergeschlagen hat. Es ist zudem gelungen, die jeweiligen Markenprofile noch besser zu schärfen, wozu u.a. Shop-in-Shop Systeme im Fachhandel implementiert wurden. Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten der Präsentation der Marken auf Messen und anderen Präsenzveranstaltungen, infolge der in vielen Staaten verfügten Shutdown-Maßnahmen, gewinnen die verschiedenen Kanäle an neuen Medien auch in der Jagdbranche eine zunehmende Bedeutung. Daher wurde ein noch stärkerer Fokus auf die Sichtbarkeit in Social Media sowie die Online-Präsenz gelegt. Der Vertrieb wurde durch die neuen Vertriebstochtergesellschaften in Österreich und Frankreich weiter internationalisiert und gleichsam gestärkt. Das Produktportfolio wurde bei der Marke Blaser kontinuierlich weiterentwickelt und dazu mit der R8 Ultimate Carbon eine hochpreisige Carbon-Variante eingeführt. Ferner wurde mit der R8 Ultimate X ein Produkt für das wachsende Segment der Long Range Schützen zur Serienreife entwickelt. Der Umsatz bei der Marke Blaser wuchs überproportional und umfasste die ganze Breite des Produktportfolios. Die Marke Sauer konnte den Umsatz mit der etablierten Produktpalette erheblich steigern. Neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2021 entwickelt, jedoch nicht gelauncht. Neben einer Partizipation an der guten konjunkturellen Entwicklung in den Stammmärkten, zahlte sich die auch während der Coronakrise weiter vorangetriebene Internationalisierung aus. Nach dem deutlichen Umsatzrückgang des Vorjahres konnte die Marke Mauser in 2021 ihren Umsatz auf Grund der guten Gesamtlage und der erfolgten Internationalisierung wieder auf das Niveau vor der Coronakrise erhöhen. Die Volumenmärkte, in welchen die Marke Mauser agiert, blieben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hart umkämpft. Insbesondere im Low-Price-Segment konnten die avisierten Ziele von Mauser nicht erreicht werden. Rigby konnte als Hersteller von High End Jagdwaffen den Umsatz im Vorjahresvergleich steigern. Bedingt durch die begrenzten Fertigungskapazitäten und die hohe Nachfrage besteht ein anhaltend hoher Auftragsbestand, durch welchen der Umsatz und die Auslastung dauerhaft gesichert ist. Optik | Die Entwicklung der drei Optik Marken der Blaser Group, namentlich Blaser, Minox und Liemke war in den jeweiligen Marktsegmenten sehr uneinheitlich. Die Produktgruppe der Ferngläser der Marke Blaser konnte nur schwer verkauft werden, da der Preispunkt vergleichsweise hoch liegt. Im Produktsegment der Zielfernrohre konnte mit dem Rotpunktvisier RD20 hingegen ein echter Verkaufserfolg erzielt und somit ein Rekordabsatz erreicht werden. Die Zielfernrohre entwickelten sich im Übrigen sehr stabil. Für die Marke Minox war das Jahr 2021 mit einem weiteren Umsatzrückgang verbunden. Die avisierte Neuausrichtung der Marke und der Umbau des Sortimentes konnten infolge des gesundheitsbedingten Ausfalles des verantwortlichen Marken-Geschäftsführers nicht wie geplant umgesetzt werden. Die Geschäftsführungsposition konnte erst im Dezember 2021 neu besetzt werden. Das Geschäftsjahr der Marke Liemke verlief sehr unterschiedlich. In den ersten drei Quartalen geriet der Markt für Wärmebildgeräte unter einen starken Preis- und Wettbewerbsdruck, da Anbieter aus Fernost Me-too-Produkte zu Dumpingpreisen auf den Markt brachten. Für Liemke ging damit ein deutlicher Rückgang der Absatz- und Umsatzzahlen einher. Ende September 2021 konnte mit dem Wärmebildvorsatzgerät Luchs 1 das erste vollständig selbstentwickelte und in Deutschland hergestellte Gerät erfolgreich gelauncht werden. Die Umsatzerlöse entwickelten sich in der Folge überplanmäßig. Die von der Blaser Group selbst selbstentwickelten Geräte sind speziell für die Anforderungen der Jagd designed, in der Verarbeitung hochwertiger als Handelsware aus Fernost und zudem exakt auf die Jagdwaffen der Blaser Group abgestimmt. Der Exportanteil am Bruttoumsatz der Blaser Group 2021 belief sich auf 63,9 Prozent nach 58,7 Prozent im Vorjahr. Regionaler Umsatzschwerpunkt war weiterhin der deutsche Markt mit einem Umsatzanteil von 36,1 Prozent (Vorjahr 41,3 Prozent). Bekleidung | Die erfolgten strukturellen Änderungen in der Bekleidungsentwicklung, der Integration der Abteilung in die Prozesslandschaft der Blaser Group sowie im eigenen Außendienst zeigten deutliche Erfolge, so dass die Umsatzerlöse des Vorjahres erheblich übertroffen werden konnten. Im vierten Quartal wurde diese Entwicklung durch Anstellung einer eigenen Außendienstmitarbeiterin für Österreich weiter vorangetrieben. Parallel dazu wurde beschlossen in den europäischen Ländern, in welchen die Blaser Group bereits mit eigenen Vertriebsgesellschaften präsent ist, in den Direktvertrieb für die Bekleidung zu gehen, um kompetitive Preis- und Margen Modelle für die Sparte Bekleidung anbieten zu können. Die trotz der anhaltenden Pandemie überraschend hohe Nachfrage an der neuen Kollektion überstieg dabei zum Jahresende hin die Lieferfähigkeit, da keine Produktionserhöhung in Asien mehr möglich war. Zubehör, Munition, Sonstiges | Der Umsatz mit Munition stagnierte, da diese zu großen Teilen in den USA bezogen wird und zeitweise Lieferengpässe bestanden. Im Übrigen konnte das Geschäft mit Zubehör wie Zielstöcken, Messern, Rucksäcken u.v.m. in 2021 erfolgreich fortentwickelt werden. Durch den Absatzkanal E-Commerce werden die Absatzzahlen speziell für diese Artikel erhöht. Auftragseingang auf hohem Niveau | Der Auftragseingang entwickelt sich bereits ab Jahresbeginn positiv und steigerte sich insbesondere im vierten Quartal nochmals deutlich. Die Blaser Group kann somit im zurückliegenden Geschäftsjahr einen konsolidierten Auftragseingang von 212,3 Mio. EUR (Vorjahr: 153,5 Mio. EUR) verzeichnen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 38 Prozent. Auftragsbestand zum Vorjahr deutlich gestiegen | Der konsolidierte Auftragsbestand hat sich aufgrund der oben vorgenannten Entwicklung gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und belief sich zum Jahresende auf 102,0 Mio. EUR (Vorjahr: 66,0 Mio. EUR). Dies entspricht einer mittleren Reichweite von über 7 Monaten. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage deutlich verbessert | Im Berichtsjahr hat sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr substantiell verbessert. Das operative Ergebnis beläuft sich auf rund 29,0 Mio. EUR (Vorjahr 12,5 Mio. EUR). Ursächlich ist zum einen, dass das Jahr 2020 durch Sondereffekte belastet war, welche aus den durch die Corona-Pandemie bedingten Lockdowns und damit Umsatzverlusten resultierten. Zum anderen sind jedoch auch die erfolgreiche Internationalisierung sowie die Effizienzgewinne aus der Umsetzung des Zentralisierungsprojektes "One Ziegelstadel" entscheidende Treiber der Entwicklung. Die Umsatzrendite gemessen am operativen Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2021 bei 17,3 Prozent nach 10,1 Prozent im Vorjahr. Das neutrale Ergebnis beträgt 1,1 Mio. EUR (Vorjahr -11,7 Mio. EUR) und ist nur noch in unwesentlichem Umfang durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Maßgeblich sind Bewertungseffekte aus der Währungsumrechnung, die zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 1,0 Mio. EUR führen (Vorjahr: -2,2 Mio. EUR). Die Währungseffekte entstehen im Wesentlichen aus Anlagen in namibischen und US-Dollar sowie dem britischen Pfund. Unter Berücksichtigung des Neutralen Ergebnisses von 1,1 Mio. EUR weist die Blaser Group für 2021 ein konsolidiertes Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) in Höhe von 30,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) aus. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf 28,6 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen beträgt der Konzernjahresüberschuss 20,5 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr ein entsprechender Verlust von 2,5 Mio. EUR erlitten worden war. Vermögens- und Kapitalstruktur gestärkt) Die konsolidierte Bilanzsumme der Blaser Group belief sich per 31.12.2021 auf 170,9 Mio. EUR (Vorjahr: 149,6 Mio. EUR). Bei den Aktiva erhöhte sich das Anlagevermögen nur unwesentlich auf 55,3 Mio. EUR (Vorjahr: 54,0 Mio. EUR). Das Vorratsvermögen erhöhte sich hingegen deutlich von 64,2 Mio. EUR auf 84,1 Mio. EUR. Infolge der Internationalisierung sind die damit einhergehenden Vertriebstochtergesellschaften mit Vorratsvermögen auszustatten. Ferner geht mit der Verlängerung der Supply Chain bis hin zu den zahlreichen Vertriebstochtergesellschaften eine vermehrte Kapitalbindung bei Fertigerzeugnissen einher. Die gute Umsatzlage wirkt zudem verstärkend. Überproportional erhöhte sich auch der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen mit 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR). Ursache ist hier gleichfalls die Ausweitung des Geschäftes durch die internationalen Vertriebstochtergesellschaften, welches z.T. mit längeren durchschnittlichen Zahlungszielen einhergeht. Die liquiden Mittel haben sich demgegenüber auf 8,6 Mio. EUR vermindert (Vorjahr 12,5 Mio. EUR). Die Passiva zeigen eine Erhöhung der Rückstellungen auf 14,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR). Die Steuerrückstellungen betragen 5,9 Mio. EUR, die personalbezogenen Rückstellungen 3,9 Mio. EUR, die Gewährleistungsrückstellungen belaufen sich auf 1,5 Mio. EUR und die sonstigen Rückstellungen summieren sich auf 2,7 Mio. EUR. Die Bankverbindlichkeiten vermindern sich um rund 2,2 Mio. EUR auf 44,8 Mio. EUR (Vorjahr: 47,0 Mio. EUR). Das bilanzielle Eigenkapital beträgt auf konsolidierter Basis zum Stichtag 74,5 Mio. EUR (Vorjahr: 54,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 43,6 Prozent (Vorjahr: 36,6 Prozent). Unter Berücksichtigung der gewährten nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 14,0 Mio. EUR weist die Blaser Group zum Stichtag ein wirtschaftliches Eigenkapital von 88,5 Mio. EUR aus. Dies entspricht einer Quote von 51,8 Prozent. Solide Finanzlage | Hauptziel der Finanzpolitik ist zum einen die Sicherung der Liquidität der Gesellschaft und zum anderen die Optimierung der Kapitalkosten. Der konsolidierte Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftigkeit der Blaser Group belief sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 9,8 Mio. EUR (Vorjahr: 23,1 Mio. EUR). Dem Zufluss aus dem Jahresüberschuss steht die Zunahme des Working Capital gegenüber. Wesentliche Positionen sind das Vorratsvermögens mit einer Erhöhung von rund 19,9 Mio. EUR sowie die Erhöhung des Forderungsbestandes um 4,6 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR) resultiert aus Investitionen in das Sachanlagevermögen (7,3 Mio. EUR) sowie in Eigenentwicklungen in Form von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (2,7 Mio. EUR). Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen resultieren aus den neu gegründeten Vertriebstochtergesellschaften (1,1 Mio. EUR). Den Investitionen stehen Zuflüsse aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens von insgesamt 0,9 Mio. EUR gegenüber. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 4,0 Mio. EUR. Bankverbindlichkeiten wurden im Saldo in Höhe von 2,2 Mio. EUR getilgt. Der Bestand an liquiden Mitteln verminderte sich zum Stichtag um 3,8 Mio. EUR. Die Blaser Group ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Investitionen Nachhaltige Investitionen | Die Blaser Group hat im Geschäftsjahr 2021 11,1 Mio. EUR investiert (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Die Investitionen in Maschinen und Anlagen haben sich um 4,8 Mio. erhöht. Die aktivierten Eigenleistungen für Entwicklungsprojekte beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1,9 Mio. EUR und liegen damit leicht über dem Vorjahreswert. Daneben wurden diverse Büro- und Geschäftsausstattungen sowie Softwarelizenzen für insgesamt 3,1 Mio. EUR beschafft. Für Beteiligungen wurden insgesamt 1,1 Mio. EUR aufgewendet. Den Investitionen standen im Berichtsjahr Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens von insgesamt 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR) gegenüber. Forschung und Entwicklung Wachstum durch Produktinnovation | In unserer Unternehmensvision formulieren wir unseren Anspruch als Technologieführer im Jagdwaffenbereich. Seit vielen Jahren entwerfen und realisieren wir für unsere Kunden technisch hochwertige und innovative Lösungen. Unsere Jagdwaffen verfügen dank ihres hohen Innovationsgrades und des anwenderorientierten Zubehörs über Wettbewerbsvorteile sowohl im Grund- als auch im Zusatznutzen. Diese sind auch zukünftig die Quellen für weiteres Wachstum und stärken unsere nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. Um unsere Ziele zu erreichen, erbrachten wir im Berichtszeitraum für über 40 Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Entwicklungsaufwendungen in Höhe von rund 4,0 Prozent der Umsatzerlöse. Die Aktivierungsquote lag bei 27,7 Prozent und damit auf Vorjahresniveau (27,7 Prozent). Die im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen 1,6 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 41 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Projektmanagement und Prototypenbau der Entwicklung und Erprobung von neuen Jagdwaffenmodellen sowie waffengebundenes Zubehör beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse werden - wo es sinnvoll ist - durch technische Schutzrechte (Patente und Gebrauchsmuster) oder im Designbereich durch Geschmacksmuster geschützt. Das gesamte Patentportfolio besteht aus über 50 Patentfamilien. Personal Personalbestand verstärkt | Am Bilanzstichtag beschäftigte die Blaser Group inklusive der Leihmitarbeiter insgesamt 983 Mitarbeiter, ohne Leihmitarbeiter ergab sich ein Personalstand von 915 Mitarbeitern. Das entspricht zum Vorjahr einem Aufbau von 154 Mitarbeitern. Der Aufbau erfolgte insbesondere im Vertrieb bei den Vertriebstochtergesellschaften sowie in der Fertigung. Personalaufwand gestiegen | Im Jahr 2021 lag der Personalaufwand für die im Konzern fest beschäftigten Mitarbeiter einschließlich sozialer Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung / Unterstützung und für Leiharbeiter bei 48,5 Mio. EUR (Vorjahr: 38,1 Mio. EUR). Kurzarbeitergeld wurde nur noch in geringem Umfang im ersten Quartal in Anspruch genommen. Für Leihmitarbeiter wurden im Berichtsjahr 2,8 Mio. EUR aufgewendet (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote im Bezug zum Umsatz liegt bei 28,9 Prozent im Vergleich zu 30,7 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter (Anzahl Stammbelegschaft ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte im Jahresdurchschnitt) lag bei 201 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR). Chancen- und Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden | Die Geschäftspolitik der Blaser Group ist darauf ausgerichtet, den Wert des Unternehmens zu steigern sowie die mittelfristigen strategischen und finanziellen Ziele zu erreichen. Der Konzern betreibt ein aktives Risikomanagement, bei dem verschiedene Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente für die frühzeitige Erkennung, Bewertung und Begrenzung von Risiken genutzt werden. Die monatliche detaillierte Berichterstattung informiert die Geschäftsführung und die Führungskräfte über den Status der Geschäftsentwicklung und macht mit Hilfe von Frühwarnindikatoren auf mögliche wesentliche Veränderungen aufmerksam. Unterstützt wird die Blaser Group hierbei durch das übergeordnete Controlling der L&O Group. Geschäftsrisiken | Der Konzern ist typischen Preisänderungs-, Produkthaftungs-, und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt. Diese können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Der Konzern versucht diesen Risiken soweit wie möglich entgegenzuwirken. Im Produktionsbereich werden hohe technische Standards vorgehalten, Produktbeobachtungen durchgeführt und eine vorbeugende Instandhaltung praktiziert. Für mögliche Schäden und Betriebsunterbrechungen und damit verbundenen Produktionsausfällen sowie für andere denkbare Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Der Versicherungsumfang wird jährlich geprüft. Weitere Risiken, die aber nur sehr schwer einzuschätzen sind, ergeben sich aus möglichen Klagen gegen Waffenhersteller, insbesondere in den USA, und einer verschärften Gesetzgebung gegen die Waffenindustrie. Hinzu kommen politische Risiken wie aktuell in Russland und der Ukraine, die dazu führen können, dass dem Konzern keine Ausfuhrgenehmigungen für diese Regionen erteilt werden. Die Gesellschaften mit Sitz im südlichen Afrika sind den typischen länderspezifischen Risiken ausgesetzt. Wir weisen insbesondere auf politische Risiken aufgrund einer etwaigen Landreform in Namibia hin. Zur Minimierung der Risiken, welche aus der Covid-Pandemie erwachsen wurde verschiedene Maßnahmen erarbeitet und entsprechend der jeweils aktuellen Lage laufend nachgehalten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde dezidiert auf die Beherrschung der Folgen der Pandemie für den Geschäftsbetrieb abgestimmt, um die Gesundheit und damit die Verfügbarkeit der Mitarbeiter auf einem möglichst hohen Niveau zu halten. Ferner werden die Auswirkungen der Pandemie auf Absatzmärkt und das Angebot und die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffen laufend beobachtet, um möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Minderung möglicher negativer Folgen einleiten zu können. Ursachen können u.a. mögliche Einschränkungen in den Lieferketten und/oder der Industrieproduktion in bestimmten Regionen sowie die Schließung von Absatzmärkten sein. Vertriebsrisiken | Der Konzern ist durch seine Vertriebsstruktur Risiken aus dem allgemeinen staatlich verfügten Lock Down aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt. Bedingt durch die Schließung des Facheinzelhandels in Teilen Europas und der USA ist der primäre Absatzkanal beeinträchtigt. Mögliche neue Risiken für die Blaser Group aus den Folgen der Corona-Krise werden weiterhin eng überwacht, im Rahmen des bestehenden Risikomanagements beurteilt, Szenariobetrachtungen angestellt und Gegenmaßnahmen bei Bedarf zeitnah eingeleitet. Der Absatzmarkt in der Ukraine ist wegen des Krieges auf unabsehbare Zeit gehemmt. Aufgrund der seit 2014 bestehenden Sanktionen gegen Russland resultiert insoweit kein weiteres Absatzrisiko. Währungsrisiko | Bedingt durch die steigende Volatilität an den Finanzmärkten steigt die Bedeutung der Währungsrisiken für den Konzernabschluss der Blaser Group. Im Bereich der liquiden Mittel erfolgt über die Finanzabteilung eine Steuerung der Fremdwährungsbestände mit der Strategie, die Wertschwankungen zu reduzieren. Auf Basis einer rollierenden Quartalsbetrachtung werden Derivate für Einkaufsgeschäfte in USD zur Kurssicherung eingesetzt, die in Verbindung mit den Grundgeschäften zu Hedges zusammengefasst werden. Darüber hinaus arbeitet die Blaser Group mit Natural Hedges in USD (sich aufhebende Effekte von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung). Liquiditätsrisiken | Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil die Gesellschaft nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine Finanzplanung. Um der aktuellen Situation aufgrund der COVID-19-Pandemie Rechnung zu tragen, fanden unterjährig zusätzlich weitere Abfragen zur Cash-Entwicklung und dem Cash-Bedarf statt. Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt zentral über die Finanzabteilung. Innerhalb von Deutschland wird über ein zentrales Cash-Pooling ein täglicher Übertrag überschüssiger liquider Mittel auf die Blaser Group GmbH vorgenommen, Cash-Bedarfe werden ebenfalls ausgeglichen. Mit den internationalen Vertriebsgesellschaften erfolgt die Liquiditätsdisposition über die Ausgabe kurzfristiger Darlehen. Überschüsse werden zur Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens verwendet, was wiederum zu einer Optimierung des Zinsergebnisses beiträgt. Als Liquiditätsreserve verfügt die Blaser Group GmbH über eine frei verfügbare Betriebsmittellinie im Rahmen des Konsortialvertrages in Höhe von 50,0 Mio. EUR, die zum Stichtag im Umfang von 30,8 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden die im Konsortialvertrag vereinbarten Covenants eingehalten. Personalrisiken | Die Blaser Group hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Eine nicht ausreichende Besetzung offener Stellen oder das Fehlen einer langfristigen Bindung von qualifizierten Mitarbeitern könnte die künftige Entwicklung des Konzerns beeinträchtigen. Aus diesem Grund wird versucht durch gezielte Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte und einer frühzeitigen Nachfolgeplanung die Personalrisiken weitgehend zu reduzieren. IT-Risiken | Infolge des hohen Vernetzungsgrades innerhalb der weltweiten Wertschöpfungsketten ist die Blaser Group in hohem Maße von der eingesetzten Informationstechnologie abhängig. Es bestehen Risiken durch unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme infolge von Störungen. Den Risiken begegnet die Gruppe durch umfangreiche Maßnahmen wie den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, restriktiver Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und redundante Auslegung der IT-Infrastruktur. Steuerliches Risiko | Es bestehen keine nennenswerten steuerlichen Risiken. Unternehmerische Chancen | Die Umsätze und Erträge weiter zu steigern ist erklärtes Unternehmensziel der Blaser Group. Hierzu wird u.a. die Internationalisierung permanent weiter vorangetrieben. Durch die bestehenden Branchenkontakte werden Märkte, in welchen noch keine Präsenz besteht erschlossen. In bestehenden Märkten, in welchen das Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist, wird über eine verstärkte Kooperation mit Vertriebspartnern bzw. durch die Gründung eigener Vertriebsgesellschaften versucht zusätzliches Umsatzpotential zu erschließen. Darüber hinaus sind Produktinnovationen von entscheidender Bedeutung. Die Produktpalette wird hierzu durch den andauernden Produktinnovationsprozess stets auf dem aktuellen Stand gehalten, um so die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft sicherstellen zu können. Aus diesem Grund werden in allen Geschäftsbereichen regelmäßig neue, innovative Produkte am Markt platziert. Die Geschäftsführung der Blaser Group sieht sich insgesamt gut gerüstet, die oben beschriebenen Chancen wahrzunehmen und die Position im Wettbewerb weiter ausbauen zu können. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken | Insgesamt sind die Risiken der Unternehmensgruppe beherrschbar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nach aktuellem Wissensstand keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, welche die Unternehmensfortführung gefährden. Bei der Beurteilung der Chancen- und Risiken sieht die Geschäftsführung neben dem Russisch-Ukrainischen Krieg insbesondere die stark steigende Inflation im Euro-Raum als Faktor, welcher die Geschäftsentwicklung in 2022 auf verschiedene Art maßgeblich beeinflussen kann. Prognosebericht Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2 | Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr steht seit wenigen Wochen ganz im Zeichen des von der Russischen Föderation gegen die Ukraine begonnen Krieges. Die beschlossenen Sanktionen treffen in erster Linie die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind im internationalen Vergleich besonders betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen und Lieferketten abrupt reißen. Die Bürger in Deutschland spüren den Konflikt vor allem an den stark gestiegenen Energiepreisen. Die hohen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen. Wie groß diese Effekte sind und was sie für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bedeuten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös beziffern. Die in der Konjunkturberichterstattung genutzten Indikatoren zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage haben einen zeitlichen Nachlauf von ein bis zwei Monaten. Die aktuellsten Indikatoren sind vom Stand Ende Januar. Damals zeigte sich die deutsche Industriekonjunktur in guter Verfassung: So stieg die Industrieproduktion im Januar erneut, nachdem sie bereits in den drei vorangegangenen Monaten zulegen konnte. Damit schien die Industrie zunehmend besser mit den Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungen und Rohstoffen zurecht zu kommen. Dementsprechend hatte sich auch die Stimmung in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes weiter aufgehellt. Auch der Boom am Arbeitsmarkt setzte sich fort: Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im Februar weiter, die Erwerbstätigkeit nahm im Januar zu. Gleichzeitig erholten sich die Einzelhandelsumsätze nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft. Ausblick | Unter Berücksichtigung der Umsatz- und Ertragsentwicklung im ersten Quartal 2022 erwarten wir zum jetzigen Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr ein solides Umsatzwachstum von bis zu 12 Prozent. Für die Entwicklung des EBIT und des EBT wird eine entsprechende Steigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich geplant, welche jedoch durch die inflationäre Entwicklung der Preise an den Beschaffungsmärkten noch gemindert werden kann.
Isny im Allgäu, den 10. Juni 2022 Blaser Group GmbH gez. Dr. Jens-Uwe Drowatzky, CEO gez. Matthias Klotz, CSO Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVSEITE
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20211. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Blaser Group GmbH (HR B 726822, Amtsgericht Ulm) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde auf der Grundlage der aktuellen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches auf freiwilliger Basis aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften für Konzernabschlüsse gem. §§ 297 ff. HGB wurden beachtet. Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung erfolgt der Einbezug der Blaser Group GmbH und deren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der L & O Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Emsdetten (HR A 5671, Amtsgericht Steinfurt). Das Bilanzschema nach § 266 HGB ist um die Bilanzposten Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen erweitert worden. Die Bestimmung der nahestehenden Personen erfolgt in analoger Anwendung des IAS 24, wie er in der EU anzuwenden ist. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Jahresabschlüssen der inländischen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr nach den Grundsätzen des Umsatzkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Mindestgliederung für die Gewinn- und Verlustrechnung des HGB ist um den Posten "Forschungs- und Entwicklungskosten" und um die Zwischensumme "Ergebnis vor Zinsen und Steuern" erweitert worden. Soweit Wahlrechte für Angaben und Erläuterungen in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Ausweis erfolgt zu Herstellungskosten, bestehend aus Personal- und Materialkosten. Verwaltungsgemeinkosten sind nicht einbezogen worden. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Posten "technische Anlagen und Maschinen" ist ein Festwert für maschinengebundene Werkzeuge enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen werden in den Fällen dauernder Wertminderung beim immateriellen und materiellen Anlagevermögen berücksichtigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zum Grad der Fertigstellung der entsprechenden Herstellungskosten unter Berücksichtigung entsprechender Abschläge bewertet worden. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Leistungen werden durch Einzelkalkulation analog der Regelungen gemäß § 255 Abs. 2 HGB ermittelt. Die Einzelkosten und die Gemeinkosten sind auf Basis von Standardkosten ermittelt worden. Grundlage für die Bewertung ist der Betriebsabrechnungsbogen, der auf Planwerten basiert, deren Grundlage die Normalbeschäftigung ist. Es fließen die variablen und notwendigen fixen Material-, Fertigungs- und Maschinenkosten in die Herstellungskostenberechnung ein. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In allen Fällen ist verlustfrei bewertet worden, d.h. es sind von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sind Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die periodengerechte Abgrenzung von anteiligen Aufwendungen und Erträgen, die auf einen bestimmten Zeitraum nach dem 31. Dezember 2021 entfallen. Eigenkapital Das Eigenkapital des Konzerns ist zum Nominalwert angesetzt. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten überwiegend die noch nicht veranlagten Steuern aus dem Geschäftsjahr sowie aus Vorjahren. Die Bewertung orientiert sich an den jeweiligen vorläufigen Steuerberechnungen der einzelnen Gesellschaften. Sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle eventuell anfallenden Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des erwarteten Aufwands berücksichtigt. Preissteigerungen und Zinseffekte werden dahingehend berücksichtigt, als dass die Bewertung mittel- und langfristiger unverzinslicher Rückstellungen zum Barwert der erwarteten Verpflichtungen erfolgt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind gem. § 253 HGB Abs. 1 Satz 2 zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Die Gesellschaft hat für Ansatz- und Bewertungsabweichungen in der Steuerbilanz mit künftigen Steuerentlastungen, auf Verlustvorträge in den Einzelgesellschaften (§ 274 Abs. 1 HGB) und auf konsolidierungsbedingte Bewertungsunterschiede (§ 306 HGB) latente Steuern in Ansatz gebracht. Der Steuersatz wurde auf Basis der standortbezogenen Rahmenbedingungen bestimmt. Er orientiert sich an dem Steuersatz, der derzeit für den voraussichtlichen Kompensationszeitpunkt der jeweiligen temporären Differenzen erwartet wird. Auf Verlustvorträge sind latente Steuern in dem Umfang aktiviert worden, in der eine Nutzung in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich ist. Die aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Konzerns sind nach §§ 306, 274 Abs. 1 HGB saldiert worden. 3. Angaben zum Konsolidierungskreis Konzernunternehmen Es werden neben dem Mutterunternehmen die Tochter- und die Enkelunternehmen, in den Konzernabschluss einbezogen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage relevant sind. Es handelt sich dabei um folgende Konzernunternehmen:
Erstmals einbezogen wurden die in 2021 von der Blaser Group GmbH gegründeten Gesellschaften
Aufgrund des Einbezugs in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss der Blaser Group GmbH und der Erfüllung der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen werden für die Jahresabschlüsse folgender Gesellschaften Befreiungen in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen:
Nicht einbezogene verbundene Tochterunternehmen Da die Verhältnisse nachfolgender Gesellschaften (und ihrer direkten Töchter) für die Beurteilung der Konzerngesellschaft von untergeordneter Bedeutung sind, sind diese nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden:
Bei diesen Tochterunternehmen handelt es sich um vermögensverwaltende Gesellschaften, deren Werte sich in den Finanzanlagen zutreffend widerspiegeln, bzw. im Falle der "Traditional English Guncases" um einen sehr kleinen Geschäftszweig. Im Falle einer Einbeziehung in den Konzernabschluss würden sich keine wesentlichen Änderungen in der Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. 4. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierung der Jahresabschlüsse ist in Anwendung der Erwerbsmethode gem. § 300 HGB vorgenommen worden. Grundlage ist die Neubewertungsmethode. Gemäß § 244 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB erfolgt die Aufstellung des Konzernabschlusses der Blaser Group GmbH einheitlich in Euro. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung erfolgt eine Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen und auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse in die Konzernwährung. Die Umrechnung der Beteiligungsbuchwerte sowie des Eigenkapitals erfolgt mit den jeweiligen historischen Kursen. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgt mit Stichtagskursen, für die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung werden Jahresdurchschnittskurse zu Grunde gelegt. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den Ausgleichsposten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital eingestellt. Es werden neben dem Mutterunternehmen die Tochter- und die Enkelunternehmen, in den Konzernabschluss einbezogen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage relevant sind. Die nicht bedeutenden Unternehmen sind nicht berücksichtigt worden. Für Zwecke der Währungsumrechnung wurden folgende Kurse zu Grunde gelegt:
Die Kapitalkonsolidierung ist nach § 301 Absatz 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt worden. Demnach erfolgt eine Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehöhrenden Anteile am Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Wechselkursbedingte Abweichungen hinsichtlich des Eigenkapitals der ausländischen Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen unter "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Erstmals einbezogen wurden die von der Blaser Group GmbH gegründeten Blaser Group SAS, Benfeld / Frankreich sowie Blaser Trading Outdoor SL, Madrid / Spanien zum Zeitpunkt der Entstehung der Gesellschaft. Die Konsolidierung ist auf den 31. Dezember 2021 fortgeführt worden. Dabei sind die seit der Erstkonsolidierung thesaurierten Gewinne bzw. aufgelaufenen Verluste nicht berücksichtigt worden. Diese werden im Konzern-Gewinnvortrag berücksichtigt. Die Schuldenkonsolidierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen erfolgte nach dem Grundsatz des § 303 Absatz 1 HGB uneingeschränkt; von dem nach Absatz 2 gewährten Wahlrecht, auf die Konsolidierung bei untergeordneter Bedeutung zu verzichten, ist kein Gebrauch gemacht worden. Da die Fremdwährungsvorgänge mit dem Transaktionskurs bewertet werden, ergeben sich Währungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung. Die Aufrechnungsunterschiede aus der Konsolidierung konzerninterner Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten werden im Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" berücksichtigt. Entsprechend ist im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 HGB vorgegangen worden. Eine Zwischengewinn-Eliminierung gem. § 304 HGB ist im Bereich des Anlage- und des Vorratsvermögens vorgenommen worden. Im Zusammenhang mit ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen sind die entsprechenden latenten Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt worden. Darüber hinaus sind nach § 274 HGB Steuerlatenzen auf steuerliche Verlustvorträge und Bewertungsunterschiede in Handels- und Steuerbilanz in den Einzelabschlüssen der Konzern-Tochtergesellschaften bilanziert worden. Die auf Fremdgesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese Fremdgesellschafter entfallende Anteile am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter den Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz ausgewiesen. 5. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Für Zwecke des Konzernabschlusses ist der Anlagenspiegel hinsichtlich der Währungsumrechnung erweitert worden. Die in der Spalte "Währungsdifferenzen" ausgewiesenen Werte enthalten die umrechnungsbedingten Abweichungen aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Vorjahresansätze. Da die Anlagenspiegelwerte zum Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs bewertet werden, ist die Differenz zur Bewertung zum Vorjahresstichtagskurs im Anlagenspiegel gesondert erfasst worden. Mangels wesentlicher Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögenslage ist auf eine Bewertung zu historischen Kursen verzichtet worden. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung der Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar und deren Tochtergesellschaften zum 1. November 2014. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Weiterhin wurde in 2018 der Firmenwert für die Übernahme der restlichen 40 % der Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar und deren Tochtergesellschaft zum 1. September 2018 erhöht und wird ebenfalls über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Weiterhin wurde für den Erwerb weiterer 10 % für die John Rigby & Co. Ltd., London / Großbritannien der Firmenwert erhöht. Aktivierte Geschäft- oder Firmenwerte aus der John Rigby & Co. Ltd., London / Großbritannien, Markenrechte und Kundendateien werden über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen des Geschäftsjahres Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind ebenfalls dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Finanzanlagen Zum Anteilsbesitz verweisen wir auf die Ausführungen zum Konzernkreis. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres (einschließlich aktivierter Kosten) hat TEUR 6.897 (i.Vj.: TEUR 7.306) betragen. Davon entfällt auf die aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte (auch selbst geschaffenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens) ein Betrag von TEUR 1.914 (i.Vj.: TEUR 2.024). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen sind vor Ablauf eines Jahres fällig. Vorbehaltlich des Bilanzausweises als Forderungen gegen nahestehende Unternehmen wären sämtliche Forderungen als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Abgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 und 2 HGB. Eigenkapital Nach § 268 Abs. 8 HGB bestehen für die aktivierten latenten Steuern sowie die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt TEUR 6.306 (i. Vj. TEUR 5.479) gesetzliche Abführungssperren innerhalb der Konzernunternehmen. Satzungsmäßige und gesellschaftsvertragliche Ausschüttungssperren bestehen nicht. Daher steht aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2021 nach Abzug des ausschüttungsgesperrten Betrags von TEUR 6.306 ein Betrag von TEUR 68.159 (i. Vj. TEUR 49.344) innerhalb der Konzernstruktur zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Im Übrigen verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung und die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten:
Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten an den am Bilanzstichtag noch nicht veräußerten Vermögensgegenständen wurden Sicherheiten durch Pfandrechte oder ähnliche dingliche Rechte geleistet:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 14.000 (i.Vj.: TEUR 14.000). Der Ausweis sämtlicher Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen würde im Falle von Verpflichtungen gegenüber Dritten als sonstige Verbindlichkeiten erfolgen. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises als Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen wären Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.545 (i.Vj.: TEUR 5.593) als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen. Passive latente Steuern Die saldierten latenten Steuern teilen sich wie folgt auf:
Auf Bewertungsabweichungen im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses entfallen aktive latente Steuern aus der Fortschreibung bei der Minox GmbH aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 2) sowie aktive latente Steuern aus den Konsolidierungsbuchungen (TEUR 1.709). Aus Bewertungsabweichungen in den Einzelabschlüssen stammen passive latente Steuern (TEUR 3.290). Hinsichtlich der Bewertungsabweichungen wurden latente Steuern in den Einzelabschlüssen insbesondere gebildet für Unterschiede aufgrund abweichender Bewertung im Bereich der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte und weiterer Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, aufgrund von Drohverlustrückstellungen sowie steuerlicher Rücklagen. Im Bereich der Konsolidierungsbuchungen betreffen die latenten Steuern im Wesentlichen Vorgänge aus der Zwischenergebniseliminierung aufgrund konzerninterner Transaktionen im Bereich des Vorratsvermögens. Auf Verlustvorträge werden latente Steuern aktiviert, sofern die Gesellschaft davon ausgeht, dass sich diese in den folgenden fünf Jahren verrechnet werden. Für die Bestimmung des Wertansatzes dieser latenten Steuern werden die individuellen Steuersätze der jeweiligen Gesellschaften zu Grunde gelegt. Diese bewegen sich im Bereich von 9 % bis 30 % bzw. sich ergebene Latenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit unternehmensindividuellen Steuersatz der Mutter in Höhe von 30 Prozent bewertet Gleichzeitig verweisen wir auf die Angaben zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Wesentliche, nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB Zum Bilanzstichtag haben finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 27.786 (i.Vj.: TEUR 29.258) bestanden. Darüber hinausgehende aus dem Jahresabschluss nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestanden nicht. In 2011 wurden im Rahmen der Fremdfinanzierung sämtliche Grundstücke und Gebäude der Blaser GmbH, Isny im Allgäu, an die L&O Immobilien GmbH, Emsdetten, zunächst im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung veräußert. Zum gleichen Zeitpunkt mietete die Gesellschaft die Gebäude wieder an. Die hieraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber o.g. nahestehenden Unternehmen betragen TEUR 10.159 (i.Vj.: TEUR 11.175). Der Einsatz von Miet-, Leasing- und Pachtverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden, sodass einerseits umfangreiche Anschaffungsauszahlungen vermieden werden, andererseits aber künftige regelmäßige Auszahlungen fixiert sind. 6. Angaben und Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen
Aufteilung nach geographischen Märkten
Personalaufwand des Geschäftsjahres
Währungsumrechnung und Kursdifferenzen Die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung und Kursdifferenzen betragen TEUR 2.386 (i.Vj.: TEUR 4.893). Die entsprechenden Erträge haben TEUR 3.360 (i.Vj.: TEUR 2.629) betragen. Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 573; i.Vj.: TEUR 3) sowie der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 84, i.Vj.: TEUR 27). Diverse periodenfremde Erträge in Höhe von 165 TEUR (i.Vj.: TEUR 104) werden ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen. Periodenfremde Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Wertberichtigungen von Forderungen (TEUR 189) sowie diverse periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 588 (i.Vj.: TEUR 412). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Jahresergebnis per Saldo mit TEUR 8.089 (i.Vj.: TEUR 1.130) belastet. Darüber hinaus sind unter diesem Posten ergebnismäßige Effekte aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von Steuerertrag TEUR 1.363 (i.Vj.: Steuerertrag TEUR 548) ausgewiesen. 7. Ergänzende Angaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich die wirtschaftliche Lage des Konzerns zutreffend wieder. In Anwendung des § 297 Abs. 1 HGB erfolgt außerdem die Darstellung der Kapitalflussrechnung und des Eigenkapitalspiegels als gesonderte Anlagen zum Konzernabschluss. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist nach Maßgabe des DRS 21 aufgestellt worden. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus dem Kassenbestand und den vorhandenen Kontokorrentguthaben. Abschlussprüferhonorar Für die im Geschäftsjahr 2021 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers sind folgende Aufwendungen entstanden:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen würden, lagen im Geschäftsjahr 2021 nicht vor. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss im Einzelabschluss der Konzernmutter in Höhe von TEUR 21.508 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 stellt ein einschneidendes wertbegründendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen wird. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar, die demokratischen Staaten haben Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig negative Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise, die sich durch weitere Aktionen Russlands auch verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich. Dieses Ereignis wirkt unmittelbar negativ auf den russischen Absatzmarkt aber auch mittelbar negativ durch die gestiegene Inflation. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind. Geschäftsführer der Konzernmutter Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Konzernmutter waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:
Bezüge der Unternehmensorgane Die Gesellschaft verzichtet unter Berufung des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs in den Unternehmen des Konzernkreises beschäftigt:
Konzernzugehörigkeit Die Blaser Group GmbH mit Sitz in Isny im Allgäu stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Die L & O Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Emsdetten stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Die Abschlüsse werden im Bundesanzeiger offengelegt.
Isny im Allgäu, den 10. Juni 2022 Blaser Group GmbH gez. Dr. Jens Uwe Drowatzky, Geschäftsführer gez. Matthias Klotz, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2021 (in EUR)
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Ergänzende Angaben nach DRS 7 Tz. 15: Satzungsmäßige und gesellschaftsvertragliche Ausschüttungssperren bestehen nicht. Nach § 268 Abs. 8 HGB bestehen für die aktivierten latenten Steuern sowie die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt 6.306 T€ gesetzliche Abführungssperren. Somit steht zum 31. Dezember 2021 ein Betrag von 68.159 T€ aus dem erwirtschafteten Eigenkapital zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 27. Juni 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez. Schumacher, Wirtschaftsprüfer gez. Wiethe, Wirtschaftsprüfer |
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