DEC Süd Handelsgesellschaft mbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kurt Dr. Becker seit 7.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 55.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
DEC Handelsgesellschaft mbH | 45.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEC Handelsgesellschaft mbHDingelstädt (vormals: Bad Sooden-Allendorf)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die DEC Handelsgesellschaft mbH gehört mit zu den führenden Unternehmen in den neuen Bundesländern im Einzelhandel im Bereich Haushaltswaren im Niedrigpreissegment mit aktuell 51 Filialbetrieben und einem Zentrallager in Leinefelde. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bad Sooden-Allendorf (seit Anfang 2023: Sitz in Dingelstädt) vertreibt als Hausrat-Discounter Produkte des alltäglichen Lebens. Die DEC ist Anbieter von Artikeln im Bereich Haushalt. Ferner können unsere Kunden in den Segmenten Gartenbedarf, Schreibwaren, Heimwerken, Dekoration, Freizeit und Saisonartikel erwerben. Über ein in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg aufgebautes Filialmarktnetz bieten wir Waren von rd. 240 Lieferanten aus dem In- und Ausland an. Im Geschäftsjahr 2021 hatte zudem eine Erweiterung des Gesellschafterkreises stattgefunden. Wie bereits in den Vorjahren möchte die Geschäftsführung den über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Groschen-Markt-Familie wiederum ganz herzlich danken. Der persönliche Einsatz aller sorgt immer wieder für begeisterte Kunden, wodurch die DEC sehr viele treue Stammkunden hat. Dies lässt sich als echter Marktvorteil sehen und schützt uns gegen die direkte Konkurrenz. Der Nahversorger nimmt vor allem in ländlichen und kleinstädtischen Regionen, aber auch in Innenstadtlagen und Fachmarktzentren, nach wie vor eine große Rolle ein: Auch in Zeiten stark wachsenden Online-Handels hat das Konzept des Fachmarktes in unmittelbarer Nähe Tradition, wichtig für den Erfolg sind allerdings ein modernes Sortiment und ein überzeugendes Einkaufserlebnis. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen DEC seit Jahren erfolgreich am Markt und Kunden mit Produkten aus den Bereichen Papier, Büro, Basteln, Dekoration und Haushalt. Saisonal wechselnde Angebote für Arbeit, Heim und Garten sowie eine ausgewogene Mischung aus Marken- und Discountprodukten ergänzen das breite Sortiment des Nahversorgers für die ganze Familie. Als Discounter überzeugt DEC bei allen Produkten mit einem günstigen Preis. Der Fachmarkt-Discounter ist derzeit mit 51 Filialen und über 48.500 m 2 Verkaufsfläche in Deutschland vertreten, der Schwerpunkt liegt auf den Neuen Bundesländern. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde wiederum in das Filialnetz investiert, um das Einkaufserlebnis für den Kunden nachhaltig zu prägen und die Kernkompetenzen klar zu positionieren. Im Jahr 2022 wurden zudem Beteiligungen an 2 neu gegründeten Unternehmen zur Aufgliedeung und dem Ausbau der Geschäftstätigkeit erworben. 2. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Die DEC ist eine Warenhandelsgesellschaft und betreibt keine Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Internationale Rahmenbedingungen In seinem "World Economic Outlook" vom 30. Januar 2023 ging der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die derzeitigen ökonomischen Veränderungen die Weltwirtschaft weiterhin auf breiter Front und stärker als erwartet bremsen werden. Die globale Inflation stieg im Geschäftsjahr 2022 weiter erheblich an und führte in vielen Regionen zu einer krisenhaften Erhöhung der Lebenshaltungskosten. Der Inflationsdruck führte neben einer erheblichen Aufwertung des US-Dollars zu einer Straffung der geld- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen. Zusätzliche Herausforderungen für die Weltwirtschaft sind unter anderem die weitere Erholung der privaten Konsumausgaben und die Investitionen in den Immobilienmarkt in China, der Klimawandel, der angespannte Arbeitsmarkt in vielen Ländern sowie geopolitische Spannungen. Letztere betreffen etwa den Krieg in der Ukraine, die Neuausrichtung der Energieversorgung und die jüngste Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und den USA, die den internationalen Handel und die politische Zusammenarbeit bedrohen. Rahmenbedingungen in Deutschland Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 ebenso geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie von den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Entwicklung in der DIY-Branche Die DEC bietet auch ein umfangreiches Sortiment im DoItYourself Bereich an. Wir stehen damit teilweise in direkter Konkurrenz zu den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland. Wie jede Branche stand auch die DIY-Branche im Geschäftsjahr 2022, bedingt durch die gestiegene Inflation, weiterhin unter starkem Druck. Jedoch blieb die Baumarktbranche trotz Multikrise 2022 auf stabilem Kurs und hielt die Inflation auf maßvollem Niveau. Der Neustart nach schwieriger Pandemiephase war schon in greifbarer Nähe - dann sorgte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine für drastische Veränderungen der Welt und löste eine bislang ungekannte Energiekrise und eine heftige Inflation mit Preissteigerungen teils in zweistelliger Höhe aus. Eine Entwicklung, an der auch die DIY-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht vorbeikam. Der Vergleich der wichtigsten Kennzahlen bleibt zudem schwierig, weil die Branche (wenn auch in regional unterschiedlichen Zeiträumen) im Vorjahreszeitraum noch mit kompletten Lockdownphasen zu kämpfen hatte. Dennoch lassen sich in unruhigen Zeiten auch positive Trends aus den Zahlen herauslesen. Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland schlossen das Jahr 2022 mit einem Gesamtumsatz von 21,92 Mrd. Euro ab, was einer Steigerung von +7,8 (auf bereinigter Fläche +7,2) Prozentpunkten entspricht. Das reale Wachstum betrug +0,9%. Klar ist allerdings auch, dass sich dieser an sich respektable Anstieg ganz wesentlich aus den notwendigen Preissteigerungen generiert, denen sich bei der in jüngerer Geschichte beispiellosen Inflation auch die Branche nicht entziehen konnte. Obwohl gerade die Bau- und Gartenfachmärkte hier eine durchaus bremsende Wirkung erzielt haben. Ein anderer Faktor allerdings machte sich hingegen deutlich bemerkbar: Die Verbraucherstimmung der von längst überwunden geglaubter Kriegsaggression geschockten Kundinnen und Kunden zeigte Auswirkungen an den Kassen. Zwar nicht über alle Sortimente - Energieträger, Vorsorge- und Sanierungsprodukte etc. waren bereits zu sonst atypischen Zeiten im Sommer stark nachgefragt. Die Saisonklassiker wie Freizeitwaren oder Gartenausstattung/-möbel rutschten hingegen ins Minus. 2. Geschäftsverlauf Nach den, wenn auch pandemiebedingten, Umsatzrückgängen der vorangegangenen Jahre konnte unser Wachstumskurs im Jahr 2022 fortgesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2022 eröffneten wir fünf neue Märkte in Sperenberg, Colditz, Halle, Ohrdruf und Meerane. Einzelne Bestandsmärkte wurden optimiert und der Markt in Großenhain wurde komplett neu konzipiert und nach Umbau wieder geöffnet. Darüber hinaus investierten wir in bestehende Märkte im Rahmen üblicher Modernisierungsprogramme. Die gestiegenen Preise für Rohstoffe, Beschaffung, Transport und Energie haben im Geschäftsjahr 2022 dazu geführt, dass auch wir Verkaufspreise in vielen Produkt- und Warenbereichen an die Marktgegebenheiten anpassen mussten. Vor dem Hintergrund unserer Preisstrategie geben wir gestiegene Kosten jedoch nicht immer vollständig bzw. erst mit zeitlicher Verzögerung an die Kunden weiter. Bei der Warenbeschaffung kam es in der ersten Jahreshälfte teilweise zu Lieferverzögerungen und Engpässen. Im weiteren Jahresverlauf hat sich die Situation hier jedoch deutlich entspannt. Der Krieg in der Ukraine hatte für uns keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf, da wir nicht mit Standorten in Russland, Belarus oder der Ukraine vertreten sind und auch keine Direktlieferanten in diesen drei Ländern haben. Nichtsdestoweniger haben die signifikanten Belastungen der öffentlichen und privaten Haushalte infolge der starken Inflation, des deutlichen Zinsanstiegs, des Anstiegs der Energie- und Lebensmittelpreise und der gesunkenen Konsumneigung unsere Geschäftstätigkeit beeinflusst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Umsatzrealisierungen dennoch mit 44,1 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Das in den Vorjahren prognostizierte Umsatzwachstum von insgesamt 10 % konnte damit realisiert werden und lag gegenüber dem Pandemievorjahr 2019 bei 12,58 %. Detaillierte weitere Angaben finden sich im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. 3. Darstellung der Lage 3.1 Ertragslage
Das Rohergebnis hat sich um 1.845,8 TEUR (22,7 %) verbessert. Beeinflusst wurde dies u. A. durch die Eröffnung neuer Märkte und den Ausbau bereits bestehender Märkte, was sich in erhöhten Umsätzen niederschlug. Darüber hinaus bestehen im Gegensatz zu den Vorjahren kaum noch Probleme mit der Überalterung unserer Waren. Bedingt durch den Wechsel in der Geschäftsführung und dem damit verbundenen Strategiewechsel, insbesondere im Bereich Einkauf und dem damit einhergehenden konsequenten Abbau an Altware, konnte im Jahr 2022 somit auf eine Abwertung der Warenbestände verzichtet werden. Diese betrug bisher ca. 10 %. Die sonstigen Aufwendungen sind vor allem vom Mietaufwand (Anmietung der Ladenflächen und Nebenkosten) sowie Werbekosten gekennzeichnet. Diese sind vor allem aufgrund gestiegener Nebenkosten bzw. erhöhter Vertriebsaktivitäten gestiegen. Unter Berücksichtigung des Einmaleffekts für die Bildung von Rückstellungen für Rückzahlungen für zu viel in Anspruch genommene Überbrückungshilfen aus dem Vorjahr, konnten diese aber insgesamt reduziert werden. Dies führte insgesamt zu einem fast 8 % höherem Jahresergebnis. Die Ertragslage ist insgesamt als positiv zu beurteilen, liegt allerdings etwas unter den Erwartungen des Planansatzes. 3.2 Finanzlage Das Finanzergebnis der Gesellschaft hat sich verglichen mit dem Vorjahr von -19,8 TEUR auf -40,8 TEUR verändert. Dieser Effekt resultiert aus gestiegenen Zinsaufwendungen aufgrund höherer Kreditverbindlichkeiten. Die Investitionen des Geschäftsjahrs 2022 i. H. v. 948,4 TEUR (Vorjahr: 1.888,6 TEUR) betrafen Investitionen in den Sachanlagebereich insbesondere für die Filialausstattungen neuer Märkte aber auch Investitionen in den Fuhrpark, sowie in die IT-Infrastruktur. Daneben gab es diverse Beteiligungserwerbe. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte in der Regel über Teilzahlungsverträge bzw. aus dem operativen Cashflow. Zur Finanzierung von Beteiligungen und Ausleihungen wurden laufzeitäquivalente Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen. Die Anlagenintensität beträgt 18,8 % (Vorjahr: 25,0 %). Die Vorratsintensität beträgt 67,7 % (VJ: 47,0 %) und hat sich damit deutlich erhöht. Der Zahlungsmittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist laut Kapitalflussrechnung mit 2.713,0 TEUR deutlich höher als im Vorjahr (Abfluss von TEUR 727,1). Dieser resultiert aus der Vorfinanzierung von Warenbeständen und Markteröffnungskosten (Personalkostenvorfinanzierung u. A.) der neu eröffneten Märkte im Geschäftsjahr. Die Liquidität 1. und 2. Grades ist als gut zu bezeichnen und hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch verschlechtert.
Die wichtigste Liquiditätsquelle der Gesellschaft stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit dar. Das Unternehmen verfügte zum 31.12.2022 über liquide Mittel in Höhe von 742,1 TEUR (VJ: 1.651,7 TEUR) sowie ausreichende Finanzierungslinien. 3.3 Vermögenslage Unser kurzfristig gebundenes Vermögen (inklusive liquider Mittel) beträgt 79,8 % der Bilanzsumme. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Vorratsvermögen deutlich um 117,2 %. Um den weiter steigenden Einkaufspreisen entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft ihre Warenbestände in fast allen Filialen aufgestockt. Zu berücksichtigen beim Wert des Warenbestands ist dabei die fehlende Abwertung von ca. 10 % (siehe 3.1 Ertragslage in diesem Lagebericht). Insbesondere das Jahresergebnis in Höhe von 605,2 TEUR (2021: 578,9 TEUR) hat sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Da für das Geschäftsjahr und auch das Folgejahr keine Ausschüttungen geplant sind, steht dieses vollumfänglich der Gesellschaft und dem geplanten Wachstum zur Verfügung. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2022 um 605,2 TEUR oder 17,5 % auf 4.056,9 TEUR. 3.4 nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die DEC will ihre Mitarbeiter langfristig binden und ihnen ein motivierendes Umfeld bieten. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen und Angebote, die an die unterschiedlichen Lebensphasen der Mitarbeiter angepasst sind. Auch die Wertschätzung der Mitarbeiter ist wesentlicher Bestandteil eines fairen Arbeitsumfeldes. Die Entwicklung unserer Mitarbeiter ist maßgeblich für die Unternehmensentwicklung und seine Marktposition. Aus- und Weiterbildung genießen eine hohe Priorität. Mit der Pflege eines hohen Niveaus der Ausbildung widmen wir einer wesentlichen Grundlage unserer Unternehmensentwicklung konsequent unsere Aufmerksamkeit. Mit zahlreichen Ausbildungsberufen ermöglichen wir Menschen eine Vielfalt an zukunftsorientierter Entwicklung. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Wir arbeiten stetig daran, die Lage der Gesellschaft weiter zu verbessern. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Prognosebericht Die Konzentration auf die eigenen Stärken ist die klare Strategie: Das Unternehmen wird sich stark auf seine Rolle als Fachmarkt konzentrieren und dabei seine Kernkompetenzen weiter in den Mittelpunkt rücken: Produkte für Haushalt, Garten, Schule, Büro, Basteln und Dekoration mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die kontinuierliche Entwicklung des Sortiments. Für 2023 gehen wir anhand der aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertung und den uns bis heute vorliegenden Informationen vom einer Umsatzsteigerung von ca. 9-10 % aus. Auch das Rohergebnis wird sich zum aktuellen Stand positiv entwickeln. Das EBIT wird sich voraussichtlich entlang der Planung bewegen. Für 2023 erwarten wir einen Anstieg des Rohergebnisses des Unternehmens von 9.127 TEUR auf 10.800 TEUR. Trotz der allgemeinen Kostensteigerungen, bedingt durch die Ukraine Krise seit Februar 2022, erwarten wir für 2023 ein positives EBIT. Grundlage der Umsatzeinschätzung ist die unternehmensinterne Finanzplanung. Ab dem Jahr 2024 und in den Folgejahren plant die Gesellschaft wieder deutliche Umsatzsteigerungen auf bestehender Fläche sowie einen Zuwachs an Verkaufsstellen. Wir rechnen mit einem um 10 % gesteigerten Rohergebnis sowie einem um 15 % gesteigerten Jahresergebnis. Im Jahr 2023 konnten bereits 4 neue Filialen (Beelitz Baumarkt, Leuna, Oberwiesenthal und Zwickau [Wiedereröffnung nach Umbau]) eröffnet werden. Zum 01.01.2023 wurden die 3 Filialen Fleischmann Sonderposten in der Oberpfalz übernommen und sind der DEC Süd Handelsgesellschaft mbH zugeordnet, die eine 100% Tochter der DEC Handelsgesellschaft mbH ist. Unternehmensstrategie und künftige Unternehmensentwicklung Für die Folgeperioden gehören folgende Aspekte zu den wesentlichen Eckpunkten der Unternehmensstrategie: - deutlicher Ausbau der Verkaufstellenanzahl und Verkaufsfläche - regionale Expansion in weitere Bundesländer - starke Ausweitung unseres stationären Geschäftes auf den Online-Handel, dies insbesondere bei den Eigenmarken. - weiterer Auf- und Ausbau einer zentralen Warenbeschaffung sowie - weiterer Auf- und Ausbau der zentralen Warenlogistik Handelsmarken haben sich durch die zuletzt deutlich gestiegenen Verbraucherpreise als nahezu gleichwertig zu Markenartikeln etabliert. 83 Prozent der Befragten machen aktuell keine Unterscheidung zwischen Hersteller- und Handelsmarken und gehen davon aus, dass die Produkte im Kern identisch sind. Das zeigt die Herausforderung: Markenartikel-Hersteller müssen das Vertrauen in ihre Marken erhöhen und ihre Stärken durch gezielte Kommunikation hervorheben, um sie im Gedächtnis der Konsumenten zu verankern. Die Umsetzung dieser Strategien haben wir im Jahr 2019 bereits begonnen. Parallel dazu erarbeitet die Geschäftsführung ständig Detailkonzepte mit konkreten Maßnahmen und Initiativen, um die Zielerreichung sicherzustellen (Strategie und Ziele). Die Erreichung der ambitionierten Ziele setzt eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft voraus. Die notwendige Weiterentwicklung von Organisation und Prozessen werden weiterhin zu Schlüsselthemen der nächsten Jahre. Diese Transformation erschöpft sich nicht in strukturellen Veränderungen, sondern umfasst eine neue Führungslogik. Unsere Entscheidungswege werden wir deutlich verkürzen und damit die notwendige Reaktionsgeschwindigkeit im Marktumfeld sichern. Gesamtbeurteilung der voraussichtlichen Entwicklung aus Sicht der Unternehmensleitung Es herrscht Aufbruchstimmung im gesamten Unternehmen - die neuen Eigentümer sind beim Personal sehr gut angekommen - die Zusammenarbeit ist sehr gut und professionell. Im März 2023 haben wir den 30. Geburtstag des Groschen Marktes gefeiert. Es werden auch im Jahr 2023 und 2024 einige Standorte neu hinzukommen. Zum aktuellen Stand haben wir bereits vier weitere Verkaufsstellen eröffnet. Gleichzeitig werden wir bestehende Märkte weiterhin nach dem Hybrid-Konzept des Baumarktes umbauen. Es hat sich gezeigt, dass die letztgenannte Maßnahme den Umsatz der Märkte wesentlich erhöht. Durch die bereits erhöhten Warenbestände und einem sehr guten Einkaufverhalten werden wir auch im Jahr 2024 die Gesamtumsätze steigern. Da wir an vielen Standorten keine Konkurrenzsituation haben und schon sehr lange diese Standorte besetzen, werden wir weiterhin quantitativ aber auch qualitativ wachsen. IV. Chancen- und Risikobericht Auf Basis der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Methoden und Werkzeuge des Risikomanagementsystems kann die Gesellschaft die wirtschaftlichen Auswirkungen wesentlicher Risiken und Chancen regelmäßig quantifizieren. Dies lässt Aussagen zur Bandbreite des künftigen Ergebnisses und weiterer Zielgrößen zu. In der Betrachtung stehen hierbei insbesondere mögliche Effekte auf das Ergebnis und die Liquidität. Darüber hinaus können Risiken und Chancen auch Effekte auf die weiteren Top-Leistungskennzahlen in den Dimensionen Kunden, Mitarbeiter, Compliance und Ökologie haben (Strategie und Ziele). Operative Risiken und Chancen Absatzrisiken Die DEC ist als Einzelhandelsunternehmen von der Entwicklung der Konsumnachfrage der Verbraucher abhängig. Das relevante Marktvolumen wird insbesondere von der Nachfrageentwicklung beeinflusst, wobei es bei den saisonalen Sortimenten auch durch starke Witterungsschwankungen zu unvorhergesehenen Absatzverschiebungen kommen kann. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen bilden derzeit keine gute Ausgangslage für eine positive Branchenentwicklung. Preispolitik im Wettbewerb In der Branche ist weiterhin mit einem hohen Wettbewerbsdruck zu rechnen. Der Preiswettbewerb im Handel wird nach unserer Erwartung auch zukünftig den Kalkulationsspielraum begrenzen. Mit unserer seit Jahren praktizierten und erfolgreich umgesetzten Preispolitik sehen wir uns für diese Herausforderung gerüstet. Die DEC distanziert sich allerdings von einer rabattierenden Geschäftspolitik und setzt auf Kundenbindung durch spezielle Marketingaktionen und ein qualifiziertes Sortimentsangebot mit umfassenden Serviceangeboten. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der andauernden Energiepreiskrise in der Folge des Ukraine Konfliktes ergeben sich für unsere Gesellschaft hohe Chancen dahingehend, dass neue Kundengruppen angesprochen werden, die zunehmend preissensibel agieren. Standortrisiken Standortbezogene Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem lokalen Umfeld, Bedingungen und Entwicklungen im Kaufverhalten. Die Controlling-Instrumente der DEC ermöglichen ein detailliertes Monitoring aller Standorte, sodass die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Märkte sorgfältig überwacht werden kann. Dadurch können Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt, Ursachen identifiziert und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Im Rahmen eines umfassenden Standort - Relaunches werden bereits seit 2019 mehrere Filialen an die standortindividuellen Markt- und Wettbewerbsbedingungen angepasst und zugleich umfassend modernisiert. Investitionen in nicht geeignete neue Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Analysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen vorsichtig getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere an Standorten mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden. Rechtliche Risiken Neben politischen beziehungsweise legislativen und regulatorischen Risiken bergen vertragliche Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern immer die Möglichkeit weiterer Risiken. Zum heutigen Stand sind der Geschäftsleitung keine aktuellen Auseinandersetzungen bekannt. IT-Risiken Bei der DEC kommt der unternehmensweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit und sie umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Daten des Unternehmens oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Der integre Umgang mit Daten ist ein wesentliches Element für die Korrektheit und Unversehrtheit von Daten sowie die fehlerfreie Funktionsweise von Systemen. Es besteht das Risiko von Cyber-Angriffen. Der hohe Anspruch an die Qualität unserer Produkte gilt auch für den Umgang mit den Daten unserer Kunden und Mitarbeiter. Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie kontinuierlich. Die fortlaufende Steigerung der Automatisierung erhöht die Prozesssicherheit und Qualität der Verarbeitung. Wir ergänzen die technischen Maßnahmen durch konsequente Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Personalrisiken Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für unseren Erfolg. Für die DEC Handelsgesellschaft mbH besteht das Risiko, nicht in ausreichendem Maß über Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen beziehungsweise Kompetenzen zu verfügen. Bei der Rekrutierung in den relevanten Zielgruppen beispielsweise ist vor allem der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt mit anderen Unternehmen für dieses Risiko ausschlaggebend. Zudem erhöht die demografische Entwicklung dieses Risiko. Anhand von kontinuierlichen Analysen erhalten wir Aufschluss über Bereiche mit besonderem Handlungsbedarf. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen sehen wir als wichtiges Instrument, um Chancen bei der Mitarbeiterentwicklung und -bindung frühzeitig aufgreifen zu können. Compliance-Risiken Compliance-Risiken drohen der Gesellschaft grundsätzlich in Form von gerichtlichen oder behördlichen Strafen beziehungsweise Reputationsverlusten aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen, Vorschriften oder internen Regelungen. Als Teil der Compliance-Risiken verstehen wir auch mögliche finanzielle Schäden, die ihr aufgrund wirtschaftskrimineller Handlungen entstehen können. Anhaltspunkte für konkrete Compliance-Risiken sind allerdings nicht erkennbar. Liquiditätsrisiken Wir benötigen für unsere laufende Expansion und die Akquisition von Grundstücken sowie den Einkauf großer Warenmengen die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsreserve. Neben dem Cashzufluss aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung durch das Working Capital dienen zur Abdeckung größerer Ausgaben insbesondere Bankkredite und -kreditlinien. Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnen wir in Form von flüssigen Mitteln und freien Kreditlinien. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Die Überprüfung der Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Dies wird auch künftig erwartet. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Derzeit bestehen keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Bestandgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken werden von der Geschäftsführung nicht gesehen. Eine Fortführung des Unternehmens ist gewährleistet. Krieg / Pandemie Es besteht das Risiko, dass die Folgen von Kriegen und Pandemien nachhaltig Teile des öffentlichen Lebens und des Handels länger und stärker als aktuell absehbar beeinflussen und damit unsere Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätssituation belasten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes werden die Risiken aufgrund der sich abschwächenden Coronavirus-Pandemie geringer als im Vorjahr bewertet. Nichtsdestotrotz birgt jede potenzielle Pandemie auch in Zukunft Risiken in Form von Belastungen der Lieferketten und Warenverfügbarkeiten oder Einschränkungen der Öffnungszeiten der Märkte, falls erneute Infektionswellen auftreten sollten. Daneben kann sich der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg sowie der Konflikt im Nahen Osten möglicherweise negativ auf unser Geschäft auswirken. Dies umfasst derzeit weder die Warenverfügbarkeit und Einkaufspreise, kann jedoch, wie in Geschäftsjahr 2022, trotz jüngster Erholung, die Energie- und Rohstoffpreise umfassen. Grundsätzlich stehen diesen Risiken auch potenzielle Chancen durch eine erhöhte Nachfrage nach Teilen des Sortiments gegenüber, die zu Vorzieh-, Nachhol- und Ausweicheffekten führen können. Um potenziellen negativen Auswirkungen dieser Risiken entgegenwirken zu können, überwachen wir diese derzeit besonders intensiv. Zukunftsgerichtete Aussagen Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Unterzeichnung des Lageberichtes
Dingelstädt, 19. Dezember 2023 gez. Kurt Becker, Geschäftsführer gez. Yannick Becker, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die DEC Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz im Geschäftsjahr in Bad Sooden-Allendorf. Sie ist im Handelsregister des Registergerichtes Eschwege unter HRB 3045 eingetragen. Mit handelsgerichtlicher Eintragung vom 7. März 2023 hat die Gesellschaft ihren Sitz in Dingelstädt und ist damit im Handelsregister des Registergerichtes Jena unter HRB 520570 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für die Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (§§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bilanziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Da diese Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, wurde der steuerliche Ansatz in die Handelsbilanz übernommen und aus Stetigkeitsgründen beibehalten. Bedingt durch Umstrukturierungen im Bereich Einkauf und dem damit einhergehenden konsequenten Abbau an Altware, wurde die Bewertungsmethode bei den Vorräten (Waren) geändert Die Vorräte werden ohne Abschläge (ca. 10 %) nun mehr zu den Anschaffungskosten angesetzt, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen der Wirtschaftsjahre 2023 und folgende. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen, entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Im Geschäftsjahr wurden passiv latente Steuern für abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).
Bezüglich der Angaben zum Beteiligungsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB machen wir aufgrund deren untergeordneter Bedeutung im Geschäftsjahr von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 3 HGB Gebrauch. Die Ausleihung an verbundene Unternehmen i. H. v. Euro 1.020.718,26 (Vj: Euro 1.500.000,00) betrifft ein langfristiges Darlehen gegen den Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. Euro 18.322,14 (Vj: Euro 6.528,49) betreffen zu Euro 6.528,49 (Vj: Euro 6.528,49) kurzfristige Forderungen gegen den Gesellschafter. In Höhe von Euro 11.793,65 (Vj: Euro 0,00) handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen i. H. v. Euro 72.817,94 (Vj: Euro 60.617,85). Die sonstigen Rückstellungen betragen Euro 948.364,20. Davon entfallen auf:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 3.931.153,44 gesichert durch: - Abtretung Miete und Pacht Dritter - selbstschuldnerische Bürgschaften des Gesellschafter-Geschäftsführers - Grundpfandrechte durch Dritte - Sicherungsübereignung des Warenlagers - Sicherungsübereignung Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die latenten Steuersalden haben sich gem. § 285 Nr. 30 HGB wie folgt entwickelt:
Zum 31. Dezember 2022 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
( * bei Mietverträgen mit unbefristeter Laufzeit wird eine Mindestvertragslaufzeit von 1 Jahr angenommen) Es bestehen daneben folgende Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB: Die Gesellschaft hat gegenüber der Sparkasse Werra-Meißner eine betragsmäßig beschränkte selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von Euro 600.000,00 übernommen. Die Bürgschaft dient der Absicherung eines Darlehens des Beteiligungsunternehmens DEC Immobiliengesellschaft mbH. V. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 226 Arbeitnehmer beschäftigt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch folgende Personen: Geschäftsführer: Dr. Kurt Becker kaufmännische u. operative Leitung Yannick Becker technische u. operative Leitung Wolfhart Lampe (bis 31. Oktober 2023) Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. VI. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterzeichnung des jahresabschlusses
Dingelstädt, 19. Dezember 2023 gez. Kurt Becker, Geschäftsführer gez. Yannick Becker, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2023 festgestellt. Bestätigungs-/Versagungsvermerk/BescheinigungstextBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DEC Handelsgesellschaft mbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DEC Handelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEC Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 19. Dezember 2023 Ruschel
Audit & Consulting GmbH
gez. Ilona Ruschel-Schilling, Wirtschaftsprüferin |
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