Vollweiler & Niederberger GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dr. Kasper seit 11.11.2024 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lindauer & Co. GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2014 bis zum 30.06.2015Bilanz zum 30. Juni 2015der Lindauer & Co. GmbH, HeilbronnAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2015der Lindauer & Co. GmbH, Heilbronn
Entwicklung des Anlagevermögens der Lindauer & Co. GmbH, Heilbronn im Geschäftsjahr 2014/2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2014/2015der Lindauer & Co. GmbH, HeilbronnA. RechnungslegungsgrundsätzeDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Anhangangaben wurden die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2008 handelsrechtlich gemäß den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten zuzüglich Verarbeitungskosten oder niedrigeren Zeitwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird digital über den Zeitraum der Zinsbindung der Darlehen abgeschrieben. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der nach der projected unit credit-Methode ermittelt Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,21 %. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 201.954,68 (i. V. EUR 100.312,41). 3. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Posten ist ein Disagio in Höhe von EUR 3.369,75 (i. V. EUR 8.796,83) enthalten. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten haben Forderungen in Höhe von EUR 496,60 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Rückstellungen für Pensionen Angaben zur Verrechnung der Pensionsrückstellung mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbau- und Restrukturierungskosten (TEUR 100) und für Personalkosten (TEUR 88). 7. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.273.603,80 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.150.920,00 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind besichert durch Sicherungsübereignung von diversen Anlagegütern und des Warenlagers sowie durch Abtretung des Forderungsbestands. Auf betrieblichem Grundbesitz sind Grundschulden in Höhe von insgesamt TEUR 3.926 eingetragen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr Sonstige Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 44.914,94 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 12.516,43 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. 8. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (29,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2014/2015 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB aktiviert. Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB wird beachtet. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Form von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 1. 2. Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 115.962,75 (i. V. EUR 120.452,01) enthalten. 3. Aufzinsung von Rückstellungen In der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 36.766,00 (i. V. EUR 30.434,00) saldiert mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen. Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen enthält in voller Höhe von EUR 156.785,47 außerordentliche Erträge. 4. Außerordentliche Aufwendungen Ausgewiesen sind Aufwendungen aus der Hinterbliebenenversorgung und der erforderlichen Anpassung der Pensionsrückstellung auf die Witwenrente durch das Ableben eines Gesellschafter-Geschäftsführers. C. Sonstige Angaben1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 685. 3. Organ der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren:
Der Geschäftsführer Alexander Bauer ist am 15. Juli 2014 verstorben. An ehemalige Organmitglieder und Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer wurden EUR 74.394,39 bezahlt. Für diese Personen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 632.321,00 gebildet. 4. Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von EUR 30.200,00 einer Ausschüttungssperre 5. Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung am 3. Mai 2016 festgestellt. D. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 579.137,85 auf neue Rechnung vorzutragen.
Heilbronn, 21. April 2016 Lindauer & Co. GmbH Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/2015der Lindauer & Co. GmbH, Heilbronn1. Geschäfts- und RahmenbedingungenNachdem die Weltwirtschaft bereits im vergangen Jahr nur unterdurchschnittlich wuchs, zeichnet sich auch für das Jahr 2015 ein mäßiges Wachstum für die weltweite Konjunktur ab. Aktuelle Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Dynamik 2015 sogar leicht verringern und die Weltwirtschaft etwas weniger stark wachsen wird als im Vorjahr. Dabei verlagern sich die Antriebskräfte weiter von den Schwellenländern hin zu den Industrieländern. Hier strahlt insbesondere das verlangsamte Wachstum des Industriesektors in China angesichts der Bedeutung des Landes als Absatzmarkt und Rohstoffkonsument auf die Entwicklung in anderen Schwellenländern aus. Die Konjunktur im Euroraum hat im bisherigen Verlauf 2015 Tritt gefasst, auch wenn sie nicht so stark ist, um die Finanzmärkte in Begeisterung zu versetzen. Dabei verschieben sich die Wachstumskräfte von Deutschland, das nicht mehr der alleinige Wachstumstreiber ist, auch auf ehemalige Programmländer, wie Irland und Spanien. Demgegenüber verläuft die konjunkturelle Erholung im zweit- und drittgrößten Mitgliedsland - Frankreich und Italien - relativ schwach. Die deutsche Wirtschaft hält trotz eines unruhigen weltwirtschaftlichen Umfelds Kurs. Binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte tragen die Expansion. Die wieder stärker sprudelnden verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte übersetzen sich bei zunächst nur geringem Verbraucherpreisauftrieb in kräftige Kaufkraftzuwächse der Konsumenten. Die Stahlindustrie befand sich 2014 in einer konjunkturell und strukturell anhaltend schwierigen Situation. Die weltweite Rohstahlproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig. Für das laufende Jahr 2015 wird mir einem Anstieg von 1,5 % gerechnet. Davon kommt bei den europäischen Stahlproduzenten fast nichts an, da das Nachfrageplus durch billigen Importstahl gefüllt wird. Auf internationalen Ebene führte die zurückhaltende Nachfrage aus Asien zu einem Überangebot an Stahlschrott mit rückläufigen Preisen und geringeren Margen. Das durchschnittliche Preisniveau der Sorte 2 befindet sich im laufenden Jahr auf dem tiefsten Stand seit 2009. 2. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage
Das langfristig gebundene Vermögen hat sich im Geschäftsjahr 2014/2015 von TEUR 3.968 um TEUR 274 auf TEUR 3.694 verringert. Dem langfristig gebundenen Vermögen stehen mittel- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.250 gegenüber. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden TEUR 38 in Sachanlagen investiert. Dieser Summe standen TEUR 312 Abschreibungen gegenüber. Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich aus der Zunahme der Vorräte um TEUR 251 und dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 242. Ursächlich für die Erhöhung der Vorräte war der reparaturbedingte Ausfall der Schrottschere über mehrere Wochen. Durch das im Geschäftsjahr erwirtschaftete positive Jahresergebnis ist die Eigenkapitalposition auf TEUR 683 angewachsen. Die Verringerung der Passivseite ist hauptsächlich auf den Abbau von lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Abbau der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen, wobei ein Teil durch die außerordentliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen kompensiert wurde. Finanzlage
Die Gesellschaft sicherte ihre Liquidität über die Inanspruchnahme gewährter Kontokorrentlinien. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2014/2015 sind die Umsatzerlöse um TEUR 2.336 auf TEUR 17.759 gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse beruht auf den stark gefallen Verkaufspreisen sowie einem minimalen Mengenrückgang. Korrespondierend zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand um TEUR 2.171 gesunken. Dabei hat sich die Materialaufwandsquote von 84,1 % auf 83,0 % verringert. Hauptursache für das gesunkene Jahresergebnis ist das stark negative neutrale Ergebnis, welches auf außerordentliche Aufwendungen durch das Ableben eines Gesellschafter-Geschäftsführers und den damit verbundenen Anpassungen der Pensionsrückstellungen sowie sonstiger Aufwendungen zurückzuführen ist. Dieses wurde zum Teil durch Kosteneinsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert. 3. InvestitionenIm Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 38 getätigt. 4. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterIm Geschäftsjahr ist die Mitarbeiterzahl nahezu gleichbleibend auf einem durchschnittlichen Niveau von 23 Beschäftigten. 5. Risiko- und Chancen der künftigen Entwicklung sowie AusblickDie konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat sich in 2015 leicht verringert. Die Konjunkturflauten in Schwellenländern wie China und Brasilien drücken das weltweite Wachstum, so dass man für 2016 mit einem moderat wachsenden globalen Konjunkturverlauf rechnen kann. Ein breit angelegter und selbstragender Aufschwung ist nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Wachstumsrisiken kaum zu erwarten. Risiken für die Weltwirtschaft ergeben sich nach wie vor aufgrund zahlreicher geopolitischer Unsicherheiten, beispielsweise aus der Ukraine-Krise und den Konflikten im Nahen Osten, sowie aus der europäischen Verschuldungsproblematik und der eingeleiteten Zinswende in den USA. Die Konjunktur im Euro-Raum hat im Jahresverlauf 2015 leicht an Dynamik gewonnen. Perspektivisch dürfte der private Konsum von einer langsam steigenden Beschäftigungsquote, etwas höherem Lohneinkommen und energiepreisbedingten Kaufkraftzuwächsen profitieren. Überschattet wird der Wachstumsausblick von der Notwendigkeit zahlreicher struktureller Reformen, die zum Teil nur zaghaft in Angriff genommen werden. Nach einem Plus von 1,5 % im laufenden Jahr wird für 2016 eine marginal höhere Wachstumsrate von 1,7 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft wächst derzeit recht stetig. Positive Impulse kamen von staatlichen und privaten Konsumausgaben, von den Investitionen und auch vom Außenhandel. Für 2015 wird mit einer BIP-Zuwachsrate von 1,7 % gerechnet. Im kommenden Jahr dürfte sich der Aufschwung fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte sogar leicht höher sein als im Jahr 2015. Es wird ein Wachstum von 2,0 % erwartet. Ein zentrales Risiko der Prognose bleibt eine eventuelle Eskalation der europäischen Schuldenkrise, die die weltwirtschaftliche Entwicklung stark beeinträchtigen würde. Die verantwortlichen Akteure, allen voran die EZB, haben bisher große Entschlossenheit bewiesen, den Euro und den Zusammenhalt des Euroraums zu bewahren. Darum ist die Eintrittswahrscheinlichkeit nicht als besonders hoch einzustufen. Der Weltstahlverband prognostiziert für 2016 eine leichte Erholung von 0,7 % im Gegensatz zu der gefallenen Nachfrage in Höhe von - 1,7 % in 2015. Im Euroraum könnte, sofern sich das Investitionsumfeld verbessert, die Stahlnachfrage mit 2,0 % wieder etwas schneller wachsen als in 2015. Die außenwirtschaftlichen Risiken für den Euroraum bleiben aber bestehen; der Importdruck aus Asien und anderen Regionen dürfte weiterhin hoch bleiben. Die Entwicklung der Gesellschaft kann wesentlich dadurch negativ beeinflusst werden, dass sich die Marktentwicklung aufgrund nicht beeinflussbarer äußerer Einflüsse nicht so ergeben wird, wie allgemein vorhergesagt und somit die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen stärker fällt als allgemein prognostiziert. In diesen Fällen kann es zu ungeplanten Umsatzausfällen kommen. Dem Risiko volatiler Schrottpreise wird durch marktkonforme Bestandsführung entgegengesteuert. Die Finanzierung der Sitzverlegung und die damit verbundenen Investitionen im Jahr 2007 wurden durch langfristig gewährte Darlehen mit entsprechender Zinsbindung gesichert. Des Weiteren bestehen ausreichende Kontokorrentkreditfazilitäten. Der Kostenblock der Gesellschaft bleibt im Geschäftsjahr 2014/2015 im Wesentlichen bedingt durch hohe Abschreibungen auf die im Zuge der Betriebsverlagerung getätigten Investitionen auf hohem Niveau. Einsparmöglichkeiten wurden jedoch realisiert. Um bestehende Verpflichtungen bedienen zu können, bleibt eine wirtschaftliche Auslastung der durch die mit der Sitzverlagerung verbundenen, erweiterten Kapazitäten erforderlich. Rechtliche Risiken sind, soweit sie erkennbar waren, durch ausreichende Rückstellungen in der Bilanz berücksichtigt. Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2014/2015 war gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von einem leichten mengenmäßigen Rückgang im Wareneingang bei gleichzeitig stark gesunkenen Preisen geprägt. Daher können wir nach wie vor von einem guten Niveau sprechen. Für die zweite Jahreshälfte des Jahres 2016 zeichnen sich Umsätze auf Vorjahresniveau ab, bei jedoch gleichsam gesunkenen Einkaufspreisen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2015/2016 wird mit einer Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau gerechnet. Durch den sinkenden Bedarf Chinas dürfte sich das Preisniveau auf dem derzeit niedrigen Niveau halten. Größere Impulse wie in den Vorjahren durch die heimische Automobilindustrie werden nicht gesehen. Hier wird mit einem gleichbleibenden Niveau gerechnet. Die Gesellschaft geht vorsichtig optimistisch in die erste Jahreshälfte 2016, bleibt dabei ihrem vorsichtigen Kurs und der strengen Kostenüberwachung treu. Finanzielle Entlastungen ergeben sich aus bereits vollzogenen Umschuldungen zu günstigeren Zinskonditionen sowie dem Auslaufen von Leasingverträgen mit Übernahme der Leasinggüter im Januar 2015. Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wird unter Berücksichtigung der Ungewissheit über den Ausgang der Krise in der Ukraine sowie der noch nicht ausgestandenen Krise im Euro-Raum derzeit mit gleichbleibenden Ergebnissen auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres gerechnet. 6. NachtragsberichtBesondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zur Fertigstellung dieses Berichts nicht eingetreten.
Heilbronn, 21. April 2016 Lindauer & Co. GmbH Geschäftsführung Heiko Bauer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lindauer & Co. GmbH, Heilbronn, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. April 2016 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Bernhard Steffan, Wirtschaftsprüfer Gerhard Schroeder, Wirtschaftsprüfer |
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