MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH

Am Neumarkt 2-4, 01968 Senftenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 13887
Vorher
Bruckmoser Medical GmbH
Eingetragen
27.12.2018
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
der Import und der Handel mit Sofort-Diagnostik (Point-of-Care-Diagnostik) und Medizinprodukten. Zusätzlich werden Beratungsdienstleistungen auf diesen Gebieten angeboten, soweit dafür keine besondere Genehmigungspflicht besteht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicole Grobba
seit 11.11.2024
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Senftenberg OT Niemtsch
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH

Senftenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH, Senftenberg

I. Grundlagen des Unternehmens:

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH ist primär im Bereich von Apotheken, Kliniken und des medizinischen Handels tätig und handelt dort mit sterilen und unsterilen Medizinprodukten, mit kleineren und mittleren Diagnostikgeräten und Nebenprodukten, die im weiteren Sinne der Gesundheitsvorsorge dienen. Neben dem Handel rundet der Service- und Dienstleistungsbereich für Medizinprodukte das Produktportfolio ab.

II. Konjunktur und Branchenentwicklung

Im Jahr 2021 zeigt sich die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich weiterhin in einer guten Verfassung, wobei die Auswirkungen der Pandemie weiterhin deutlich zu spüren sind. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens müssen weiterhin organisatorisch und finanziell mit den Folgen der Pandemie leben. Die Ausstattungen der Kliniken mit Beatmungs- und Überwachungsanlagen sind aufgrund der Investitionen in der Pandemie auf einem ausreichend hohen Niveau. Die Läger für persönliche Schutzausrüstung sind gut gefüllt. Da sich die Lieferprobleme des Vorjahres gelöst haben, erleben wir bei den Tests - unabhängig ob Laien- oder Profitests - deutlich fallende Marktpreise. Aufgrund der schwierigen Situation, in der sich viele Kliniken befinden, wird es in der Branche für erforderlich gehalten, dass der Bund und die Länder die ausreichende Finanzierung der Investitionskosten der Kliniken sicherstellen. Der durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) angestoßene Digitalisierungsschub sollte durch die aktuelle Entwicklung nicht ins Stocken geraten und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen fortgesetzt werden. In diesem schwierigen Umfeld erleben wir weiterhin eine zunehmende Konzentration im Krankenhausmarkt. Dieser Entwicklung tragen wir durch unsere nationale Strategie Rechnung und erschließen neue Geschäftsbereiche und Kooperationen mit internationalen Partnern. Wir rechnen damit, dass wir eine deutliche Beschleunigung der Ambulantisierung erleben werden und dass trotz aller Herausforderungen die Digitalisierung im Gesundheitswesen zügig vorankommen wird. Langfristig wird der Gesundheitsmarkt insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung nach unserer Einschätzung ein stabiler Wachstumsmarkt bleiben. Die Erkenntnisse aus der "Corona-Krise" werden in der politischen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens eine wichtige Rolle spielen. Im SVR-Gutachten 2023 (Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege) werden die Herausforderungen an die Resilienz des Gesundheitswesens ausführlich beschrieben. Unter anderem ist eine ausreichende Versorgung mit Medizinprodukten, Schutzausrüstung und ähnlichem als essenziell anzusehen. Gerarde aus diesem Punkt ergeben sich für die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH aufgrund ihrer logistischen Kompetenzen und dem guten internationalen Netzwerk Chancen.

Als wesentliche Wachstums- bzw. Stabilisierungsfaktoren sind weiterhin zu nennen:

• die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Aktuell hinkt Deutschland, was die Digitalisierung im Gesundheitswesen betrifft, deutlich hinter anderen europäischen Ländern hinterher. Hier besteht Nachholbedarf und damit bestehen Wachstumschancen. Insbesondere wird der Bedarf an Produkten, die die elektronische Übertragung in die elektronische Patientenakte ermöglichen, steigen. Damit verbunden werden IT-Dienstleistungen an Bedeutung zunehmen.

• der zunehmende medizinische Bedarf einer demographisch bedingt älter werdenden Bevölkerung,

• die durch den medizinischen Fortschritt ausgelöste Nachfragesteigerung nach neuen Produkten,

• das steigende Gesundheitsbewusstsein, das einen steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen mit sich bringt,

• die zunehmende Lebenserwartung.

Das Wachstum im Gesundheitsmarkt begrenzen hingegen Faktoren wie:

• zunehmende staatliche Reglementierungen und Standards,

• die angespannte finanzielle Situation der öffentlichen Haushalte als wesentliche Finanziers der Gesundheitsausgaben und Investitionen,

• die wirtschaftlich angespannte Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland und der bestehende Investitionsbedarf und -rückstand,

• die begrenzten Budgets der Krankenkassen als Hauptfinanziers des Gesundheitswesens.

Die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 einen guten Namen und Ruf erarbeiten. Wir werden von den führenden Klinikgruppen als professioneller Partner für die Versorgung mit Pandemie- und Hygieneartikeln definiert. Unsere neuen Geschäftsbereiche mit innovativen Produkten erfahren einen Nachfrageschub, so dass auch im folgenden Geschäftsjahr 2022 von einer stabilen wirtschaftlichen Lage auszugehen ist.

III. Geschäftsverlauf und Ereignisse in 2021:

Das Jahr 2021 war erneut stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Gemäß des Krankenhaus-Report 2022 lagen die Fallzahlen in den Kliniken (alle Fälle, Somatik) 2021 erneut rund 14 % unter dem Basis-Jahr 2019 (vor Corona). Quelle: AOK-Abrechnungsdaten nach § 301 SGB V. Hierdurch ergab sich eine Verschiebung von OP-nahen Produkten hin zu Produkten für Hygiene, Reinigung und Desinfektion sowie persönliche Schutzausrüstung und Antigen-Tests.

Durch die breite Aufstellung mit einem umfangreichen Produktportfolio konnte sich MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH im Markt wiederum sehr gut behaupten. Während rückläufige Umsätze im Bereich der konventionellen Diagnostikgeräte und der Wundbehandlungen zu verzeichnen waren, konnte der Umsatz mit Handelsware für Hygieneprodukte und Antikörper- / Antigen-Schnelltests sehr deutlich gesteigert werden. In Summe konnte das Rohergebnis ebenfalls deutlich verbessert werden. Die positive Entwicklung in den Jahren 2019 und 2020, setzte sich in 2021 fort. Die Anzahl der Beschäftigten stieg zum Ende des Berichtsjahres somit auf 15.

IV. Wirtschaftsbericht

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse von 61,3 Mio. Euro (im Vorjahr 19,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung um rund 220 %. Diese Umsatzsteigerung resultiert insbesondere aus der anhaltend hohen Nachfrage nach sogenannten Covid-Produkten. Der Rohertrag von 11,3 Mio. Euro entspricht 18,5 % (Vorjahr 32,0 %) der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Die Personalkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 280 % erhöht. Der sonstige betriebliche Aufwand ist um rund 120 % gestiegen. Das Betriebsergebnis nahm von 5,6 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss hat sich mit 6,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (4,0 Mio. Euro) erneut deutlich erhöht.

b) Investitionen

In 2021 wurden im Wesentlichen Investitionen im Bereich Fuhrpark sowie weitere Betriebsausstattung getätigt.

Für einen neuen Geschäftsbereich wurde im Jahr 2021 ein Master-Franchisevertrag mit einem österreichischen Hersteller von Gesundheitsprodukten abgeschlossen. Neben dem aktiven Produktverkauf wurde in 2022 mit dem Bau und der Gestaltung eines eigenen Immunanalyse-Zentrums begonnen. Das Vertriebsgeschäft für diesen Geschäftsbereich wird dabei durch die Mitarbeiter von MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH bewerkstelligt.

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 hat sich im Vergleich zum 31.12.2020 um 7,1 Mio. EUR bzw. 73,5 % erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 61,0 % nach 42,0 % zum Vorjahresende. Erhöhungen auf der Aktivseite wurden im Wesentlichen durch die Forderungen gegen Gesellschafter (+5,0 Mio. EUR) und dem Bestand an flüssigen Mitteln (+2,6 Mio. EUR) erzielt. Auf der Passivseite stehen vor allem eine Erhöhung des Bilanzgewinns (+ 6,2 Mio. EUR) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 0,8 Mio. EUR) zu Buche. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag ausgeglichen und die Liquiditätslage ist komfortabel.

d) Ertragslage

Die positive Entwicklung der Vorjahre konnte mit dem weiteren Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten und Investitionen in Mitarbeiter für den Bereich Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr 2021 fortgesetzt und das Rohergebnis erneut gesteigert werden. Durch erforderliche, zukunftsorientierte Erhöhungen im Headcount sowie die Auszahlung von höheren Erfolgsprämien und einer weiteren Corona-Prämie sind die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr überproportional um 461 TEUR auf 625 TEUR gestiegen. Die Relation zum Umsatz betrug 1,0 % gegenüber 0,9 % im Vorjahr. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR).

e) Beschaffung/Vertrieb

Der nachhaltige Erfolg der MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH wird durch eine eng verknüpfte und abgestimmte Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden ermöglicht. Qualitätssicherung und Serviceorientierung sowie zuverlässige Logistik und ein kundenspezifisches Dienstleistungsportfolio sind wesentliche Bausteine der Unternehmensphilosophie. Ergänzt wird dies durch ein kundenorientiertes Vertriebssystem, das eine schnelle Reaktion auf sich verändernde Märkte und Kundenbedürfnisse ermöglichen soll. Im Bereich Vertrieb wird ein Vertriebsnetz von geschulten Mitarbeitern eingesetzt, das fortlaufend auf die Marktgegebenheiten angepasst wird, um auch weiterhin den Kunden- und Marktanforderungen gerecht werden zu können. Im Rahmen der Strategieentwicklung werden wir unsere Vertriebsstruktur in Form einer Key-Account-Organisation weiterentwickeln. Der abgestimmte Einkauf und die Optimierung von Lieferkettenprozessen gewährleistet die von den Kunden geforderte Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität.

V. Chancen und Risiken

a) Risikomanagement

Zur Risikoprävention setzt das Unternehmen auf ein ausgebautes Risikomanagementsystem zur konsequenten Überwachung der Geschäftsrisiken. Als Unternehmen zum Vertrieb von medizinischen Instrumenten und ärztlichen Einrichtungsgegenständen ist die Gesellschaft mit den spezifischen Risiken der Branche konfrontiert. Zu diesen gehören insbesondere kunden- und branchenbezogene Nachfragerückgänge, Ausfallrisiken bei Kunden, Liquiditätsrisiken, Personalrisiken und EDV-Sicherheit. Diese Faktoren werden in die strategischen Überlegungen und Planungen einbezogen, um den sich möglicherweise ergebenden Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, so gut wie möglich zu begegnen. Die bestehenden Verfahren, Regelungen, das Berichtswesen und die sonstigen Anweisungen sind geeignet, die Geschäftsführung über die Entwicklung und die Bewältigung der Risiken zeitnah und sachgerecht in Kenntnis zu setzen. Zur Absicherung von Ausfallrisiken wird ein striktes Forderungsmanagement betrieben. Die Liquiditätssicherung ist im Wesentlichen durch Eigenkapital gewährleistet.

b) Chancen und Risiken

1. Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung ergeben sich aus dem anhaltenden Wachstum im Gesundheitssektor insbesondere aufgrund einer weiter alternden Bevölkerung in Deutschland und der EU. Für unsere Geschäftsbereiche sind das nachfolgende Chancen und Risiken:

- Aufgrund der im Jahr 2022 getätigten strategischen Investition im Rahmen des Master-Franchisevertrags mit einem ähnlichen Geschäftsfeld sowie des Ausbaus der Vertriebsaktivitäten gehen wir von einer weiteren zusätzlichen Vertriebschance aus. Der Bereich Nahrungsergänzungsmittel ist in den letzten Jahren, auch vor Pandemiebeginn, ein enormer Wachstumsmarkt. Wir bauen auf diese Chance um sich in diesem Marktsegment schnell zu etablieren und über unsere Vertriebskanäle Apotheke, Arzt und Heilpraktiker Synergien zu nutzen.

- Wundmanagement bleibt Chance und Risiko gleichermaßen. Die Lockdownmaßnahmen haben eine aktive Bewerbung des Produktportfolios stark eingeschränkt. Wir gehen davon aus, dass aufgrund der Pandemie viele Wunden nicht behandelt wurden und es einen erhöhten Nachfrageüberhang ergeben wird. Mit gezielten Marketingmaßnahmen werden wir Neukunden aufbauen, gleichzeitig werden wir unser Produktportfolio aktiv auf Messen und Kongressen präsentieren. Ein weiteres Risiko liegt in der Neugestaltung der Abrechnungsmodalitäten der modernen Wundversorgung welche vom GBA (Gemeinsamen Bundesausschuss) neu überarbeitet und aufgesetzt wird. Es wird von einer deutlichen Veränderung der Verordnungsfähigkeit im Bereich Wundversorgung gerechnet.

- Einmalendoskopie ist ein innovativer Geschäftsbereich. Der Bedarf liegt vorwiegend im Sektor des ambulanten Operierens. Wir gehen von einem mittleren Wachstum aus, das wie auch beim Wundmanagement, stark den politischen- und pandemiebedingten Rahmenbedingungen unterworfen ist.

- Diagnostik / Point-of-Care:

Im Bereich Neugeschäft erwarten wir auch im weiteren Geschäftsverlauf eine angespannte Marktlage. Vorwiegend unsere Apothekenkunden bemängeln die stark angespannte wirtschaftliche Lage im Bereich der Abrechnung von Sonderdienstleistungen. Unser Vermietgeschäft wird sich mit dem Abklingen der Pandemie wieder entspannen und zur alten Größenordnung zurückkehren.

Im Laufe des Jahres 2021 wurden diverse Strategie-Entwicklungsprozesse angestoßen, in dessen Verlauf die Zukunftsstrategie der Unternehmung festgelegt wurde. Eine klare Fokussierung auf den Bereich Nahrungsergänzungsmittel und die Versorgung von Kliniken und ambulanten Strukturen mit unseren Wundprodukten, Einmalendoskopie und Diagnostik wurden definiert.

Trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen glauben wir, dass auch in Zukunft das Gesundheitswesen ein Wachstumsmarkt bleibt, wobei wir der zunehmenden Ambulantisierung besondere Beachtung schenken. Dies wird durch den Aufbau eines nationalen Key Account Managements unterstützt. Da sich die personellen Engpässe im Gesundheitswesen, sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Bereich nicht auflösen werden, wird die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH ihre Position als Mehrwert-Dienstleister ausbauen.

- Risikoidentifikation:

Alle Mitarbeiter sind angehalten, die verschiedenen Risikoarten zu identifizieren und zu erfassen. Hierzu erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der externen/branchenspezifischen Rahmenbedingungen und der internen Risiken. Die Risikoerkennung ist zum einen standardmäßig in die Arbeitsabläufe integriert; sie wird aber auch fallbezogen insbesondere bei schwerwiegenden Risiken im Unternehmen eingesetzt. Ständige Marktbeobachtung, enger Kunden-, Lieferanten- und Behördenkontakt sind Voraussetzung, um zeitnah Veränderungen des Geschäftsumfeldes zu erkennen und darauf reagieren zu können.

2. Risikobewertung: Risiken werden bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihrer Schadensdimensionen auf finanzielle Kennzahlen hin beurteilt und hinsichtlich ihrer Auswirkung und Bedeutung auf das Unternehmen klassifiziert.

3. Risikosteuerung: Auf der Grundlage des gesammelten Datenmaterials werden Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt, um zielgerichtet gegensteuern zu können. Primäres Ziel der Risikosteuerung ist die Risikominimierung, wenn möglich die Risikovermeidung. Für nicht abwendbare Risiken besteht angemessener Versicherungsschutz. Die Geschäftsführung identifiziert für das Berichtsjahr 2021 und für die Folgejahre vor allem folgende Risikofelder, die maßgebenden Einfluss auf die Entwicklung der MICRO-MEDICAL Instrumente haben können:

Konjunkturelle Risiken:

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH sieht auch für 2022 und die Folgejahre aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein unmittelbares existenzgefährdendes Risiko. Wir schätzen den Gesundheitsmarkt trotz der aktuellen Situation und der Auswirkungen der Pandemie als stabil mit Wachstumschancen in den folgenden Jahren ein. Die endgültige Auswirkung der folgenden Punkte ist schwierig zu prognostizieren:

4. Wie entwickelt sich die finanzielle Situation unserer Kunden?

- Werden die zugesagten Mittel an die Kliniken wirklich vollständig ausgezahlt?

- Wie schnell können die Krankenhäuser die aufgrund der Corona-Pandemie stillgelegten Kapazitäten und die damit verbundenen Erlöse wieder hochfahren?

- In welcher Form verkraften die Krankenhäuser die hohen Kosten für Verbrauchsartikel aufgrund der zum Teil stark gestiegenen Preise?

- Welche Auswirkungen entstehen, wenn die Bundesregierung und die Landesregierungen die aktuellen Vorräte an PSA-Artikeln an die Kliniken verteilen?

- Wie entwickeln sich die Beschaffungsmärkte?

- Wann normalisieren sich die Lieferketten?

- Welche Auswirkungen haben die ständig steigenden regulatorischen Anforderungen?

In diesem Zusammenhang bedarf es einer sorgfältigen Planung für diese Jahre. Es wird notwendig sein, die aktuelle Entwicklung permanent und sehr sorgfältig zu beobachten. Gegebenenfalls müssen die verschiedenen Planungsszenarien angepasst werden.

Operative Risiken:

Das Gesundheitswesen ist gekennzeichnet durch die Finanzierung gesetzlicher Träger, die unter dem Einfluss gesundheitspolitischer Gesetzgebung stehen. Diese kann bei entsprechenden Änderungen negative Auswirkungen oder Anpassungen nach sich ziehen. Dabei handelt es sich vor allem um finanzielle Fragen der Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie die Kostenerstattung im Gesundheitssektor. Ein steigender Wettbewerb und/oder verringerte Gesundheitsbudgets können sich negativ auf Preisdurchsetzung und Verkaufsvolumina der Produkte von MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH auswirken. Da sich viele Neu- und Umbaumaßnahmen im Klinikbereich durch die stark gestiegenen Preise enorm verteuern, könnten Investitionen im medizinischen Bereich erneut verschoben oder gestrichen werden. Das Krankenhausbarometer des deutschen Krankenhausinstituts DKI zeichnet diesbezüglich ein düsteres Bild.

Beschaffungsmarktrisiken:

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH bezieht als medizintechnischer Händler in erheblichem Umfang Produkte und Komponenten von Lieferanten. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass große Hersteller, die wir teilweise seit Jahren in unserem Vertragsgebiet vertreten, zum Direktvertrieb übergehen. Hier gilt es, rechtzeitig die Weichen zu stellen, um die nötigen Alternativ-Sortimente marktreif zu haben, wenn diese Fälle akut werden. Aufgrund konzentrationsbedingter Veränderungen des Beschaffungsmarktes sowie negativer Entwicklungen der Rohstoffpreise können ungünstigere Einkaufskonditionen entstehen. Auch können sich negative Auswirkungen durch Belieferungen von mangelhaften Handelsprodukten sowie Lieferunterbrechungen ergeben. Die Einhaltung von Produktspezifikationen und Produktionsvorschriften wird durch anerkannte Qualitätsnormen sichergestellt. Noch nicht genau absehbar ist der Aufwand, der durch die Umsetzung der MDR entsteht.

Finanzrisiken:

Dem Risiko von Zahlungsverzögerungen bzw. -ausfällen wird durch Kreditwürdigkeitsprüfungen und Forderungsmanagement begegnet. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der öffentlichen Haushalte können sich Refinanzierungsrisiken für das Unternehmen ergeben. Derartige Risiken werden derzeit nicht als existenzgefährdend eingestuft. Eine gewisse Zunahme von Insolvenzen in Eigenverwaltung ist zu beobachten. Daraus resultierend müssen wir ein besonderes Augenmerk auf die Kreditwürdigkeit (insbesondere bei Logistik- und Großprojekten) unserer Kunden haben.

Rechtsrisiken:

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden permanent überwacht. Diese können Schadenersatzforderungen und Verteidigungskosten mit sich bringen, unabhängig von der Schuldfrage. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine dieser Risiken für die zukünftige Entwicklung erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH führen können.

VI. Ausblick und Prognose:

Prognosebericht:

Die Jahre 2022 und folgende sind weiterhin von den Auswirkungen der Coronakrise beeinflusst. Der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation, Unterbrechungen in den Lieferketten und hohe regulatorische Anforderungen führen zu erheblichen konjunkturellen Risiken, die auch unseren Markt negativ beeinflussen werden. Während sich zu Beginn des Jahres 2022 die Wirtschaft insgesamt stabil zeigte und vor allem die Pandemie und ihre Auswirkungen die beherrschenden Themen waren, hat sich die aktuelle Lage dramatisch verändert. Krieg in der Ukraine, Energiekrise und Inflation lassen die Welt etwas aus den Fugen geraten. Auch drohende Konflikte zwischen USA und China im Kontext mit Taiwan können negative Auswirkungen auf die Lieferketten hinsichtlich vieler Medicalprodukte und elektronischer Bauteile haben. All diese Ereignisse haben Auswirkungen auf unsere Branche. Nach den Belastungen der Pandemie treffen die Krankenhäuser nun die Inflation und insbesondere die extrem steigenden Energiekosten. Diese Kostensteigerungen können die Kliniken nicht weitergeben. Sie treffen auf staatlich regulierte Preise. Aktuell ist nur eine Steigerung von 2,32% der Einnahmen für die Kliniken vorgesehen. Nach einer Umfrage des deutschen Krankenhausinstituts können 96 Prozent der Krankenhäuser die gestiegenen Kosten nicht mehr aus den laufenden Einnahmen bezahlen. (Bericht in der KU/01-23) Erschwerend kommt hinzu, dass der erhoffte Rebound-Effekt nach der Pandemie ausbleibt. Wegen der Coronakrise aufgeschobene Behandlungen und Operationen werden nicht im selben Umfang nachgeholt. Die Kliniken werden Probleme haben, die Kostensteigerungen bei sich nicht äquivalent entwickelnden Erlösen aufzufangen. Durch diese Entwicklung erwarten wir eine starke Investitionszurückhaltung sowie einen weiter ansteigenden Druck auf die Preise. Derzeit bereiten uns vor allem unterbrochene Lieferketten Probleme. Aufträge können wegen fehlender Komponenten nicht ausgeliefert werden. Insbesondere elektronische Bauteile und Zubehör sind von dieser Entwicklung betroffen. Mit dem Ausbau des Master-Franchisekonzepts erwarten wir uns eine bessere Steuerung der Marktrisiken und die Investition in ein neues Marktsegment. Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Geschäftsmodell verfolgen wir aufmerksam, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Auch hier erleben wir verstärkt Entwicklungen, die durch die Coronakrise ihren Ursprung haben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH zuversichtlich in die nächsten Jahre blickt. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir bei signifikant rückläufigen Umsätzen dennoch wesentliche Ertragsziele im deutlich siebenstelligen Bereich realisieren können. Für unser Marktsegment Wunde konnten gute Kooperationspartner gefunden werden. Für die Nahrungsergänzungsmittel konnten erste Großabnehmer identifiziert werden. Unsere eigenen Produktentwicklungen werden die Prototypenreife bestehen und in einer ersten Kleinserie gefertigt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 werden aufgrund des Wegfalls der Nachfrage nach Pandemie-Produkten und Pandemie-Dienstleistungen die Umsatz- und Ertragsziele wesentlich geringer ausfallen. Grundsätzlich wird MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH in den Jahren 2023 und 2024 konsequent die gemeinsam beschlossene Strategie umsetzen, um dem Markt einen Anbieter von hochinnovativen Medizinprodukten zu bieten.

 

Senftenberg, den 06.07.2023

gez. Horst M. Bruckmoser, Geschäftsführer

gez. Elisabeth Bruckmoser, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 412.116,00 319.244,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 281.557,00 303.310,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 279.965,00 303.310,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.592,00  
II. Sachanlagen 130.559,00 15.934,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.559,00 15.934,00
B. Umlaufvermögen 16.325.579,13 9.331.031,32
I. Vorräte 1.887.978,30 1.623.715,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.585.390,22 4.436.084,90
1. Forderungen gegen Gesellschafter 5.045.275,65 8.217,12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.011.610,04  
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.540.114,57 4.427.867,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.770,91  
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.852.210,61 3.271.230,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.015,78  
Aktiva 16.745.710,91 9.650.275,32

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 10.210.720,38 4.050.138,26
I. eingefordertes Kapital 12.500,00 12.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Bilanzgewinn 10.198.220,38 4.037.638,26
davon Gewinnvortrag 3.358.521,40 63.392,75
B. Rückstellungen 1.504.975,87 1.080.776,12
C. Verbindlichkeiten 5.030.014,66 4.519.360,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 376.729,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 376.729,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 61.622,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 61.622,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.030.014,66 4.081.008,44
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.030.014,66 4.081.008,44
Passiva 16.745.710,91 9.650.275,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 11.326.396,82 6.175.367,52
2. Personalaufwand 624.609,67 164.236,21
a) Löhne und Gehälter 549.199,74 122.812,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 75.409,93 41.423,91
davon für Altersversorgung 6.816,00 6.624,00
3. Abschreibungen 53.301,11 29.071,04
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 53.301,11 29.071,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 957.699,30 387.053,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.738,28 14,82
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.511,18  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 90.312,45 10.376,63
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.763.405,07 1.609.621,90
8. Ergebnis nach Steuern 6.840.580,40 3.975.008,51
9. sonstige Steuern 881,42 763,00
10. Jahresüberschuss 6.839.698,98 3.974.245,51
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.358.521,40 63.392,75
12. Bilanzgewinn 10.198.220,38 4.037.638,26

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Firmenname laut Registergericht: MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Senftenberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Cottbus
Register-Nr.: HRB 13887

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der im Geschäftsjahr 2019 entgeltlich erworbene Firmenwert wird auch handelsrechtlich über einen Zeitraum von insgesamt 15 Jahren abgeschrieben, da die wesentlich wertbestimmenden Faktoren (erweiterte Lebenszyklen von Produkten, Organisation etc.) diese Nutzungsdauer aufweisen. Zum 31.12.2021 beträgt die planmäßige Restlaufzeit des Firmenwerts 12 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz sofort abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind gegebenenfalls zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt und gegebenenfalls um individuelle Risiken abgewertet.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die das jeweilige Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuerverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsbeträge werden gegebenenfalls mit dem Einstandskurs bzw. bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ein Überhang an passiven latenten Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern nicht zu aktivieren. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt gegebenenfalls auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend des gewerbesteuerlichen Hebesatzes der Gesellschaft. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer kommt ein Steuersatz von rund 28,8 % zur Anwendung.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Geschäfts- oder Firmenwert 350.000,00 0,00 0,00 0,00 350.000,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 1.592,00 0,00 0,00 1.592,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 350.000,00 1.592,00 0,00 0,00 351.592,00
II. Sachanlagen          
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.674,80 144.581,11 0,00 0,00 176.255,91
Summe Sachanlagen 31.674,80 144.581,11 0,00 0,00 176.255,91
Summe Anlagevermögen 381.674,80 146.173,11 0,00 0,00 527.847,91
kumulierte Abschreibung 01.01.2021
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Geschäfts- oder Firmenwert 46.690,00 23.345,00 0,00 0,00 70.035,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 46.690,00 23.345,00 0,00 0,00 70.035,00
II. Sachanlagen          
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.740,80 29.956,11 0,00 0,00 45.696,91
Summe Sachanlagen 15.740,80 29.956,11 0,00 0,00 45.696,91
Summe Anlagevermögen 62.430,80 53.301,11 0,00 0,00 115.731,91
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2021
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 279.965,00 303.310,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 1.592,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 281.557,00 303.310,00
II. Sachanlagen      
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 130.559,00 15.934,00
Summe Sachanlagen 0,00 130.559,00 15.934,00
Summe Anlagevermögen 0,00 412.116,00 319.244,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen Gesellschafter und die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von jeweils bis zu einem Jahr.

Die Micro-Medical Instrumente GmbH hat Ihrem Geschäftsführer im Geschäftsjahr zwei Darlehen über € 6.000.000,00 bzw. € 2.500.000,00 zum Zinssatz von 0,1 % p.a. mit Laufzeiten bis 09.03.2022 bzw. 19.05.2022 gewährt. Vorzeitige Tilgungen waren möglich und sind bereits im Geschäftsjahr 2021 in Teilbeträgen erfolgt.

3. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.000,00. Es ist zur Hälfte einbezahlt.

b) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt:

Bilanzgewinn zum 31.12.2020 4.037.638,26
Gewinnausschüttungen -679.116,86
Jahresüberschuss 2021 6.839.698,98
Bilanzgewinn zum 31.12.2021 10.198.220,38

4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für den Personalbereich (T€ 20; Vj. T€ 0) und für sonstige Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich (T€ 60; Vj. T€ 25).

5. Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben alle eine Laufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 1.396.543,00 (im Vj. € 1.248.693,39 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 0,00 (im Vj. € 992,89) enthalten.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen mit einem Volumen von rund T€ 89 (Vj. T€ 42).

7. Arbeitnehmer der Gesellschaft durchschnittlich 10 (im Vj. 7)

8. Geschäftsführer

Frau Elisabeth Bruckmoser, Kauffrau, Senftenberg

Herr Horst Bruckmoser, Kaufmann, Senftenberg

Bezüge i. S. d. § 285 Nr. 9 a HGB werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

9. Nachtragsbericht

Für das Unternehmen können sich Risiken durch geopolitische Konflikte, wie etwa durch den am 24. Februar 2022 begonnenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine ergeben. Es ist zwar nicht mit direkten Auswirkungen auf den Umsatz der Gesellschaft zu rechnen. Allerdings kann es in diesem Zusammenhang zu indirekten Auswirkungen auf den Umsatz und den Jahresüberschuss der Gesellschaft kommen. Wegen der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses weiterhin dynamischen Situation ist ein verlässlicher Ausblick schwierig und die Auswirkungen sind daher nicht quantifizierbar. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.

10.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 10.198.220,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Senftenberg, den 14.07.2023

gez.

Elisabeth Bruckmoser

Horst Bruckmoser

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.07.2023 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH: Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH, Senftenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Amberg, den 14.07.2023

L & B Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Natko Benesic, Wirtschaftsprüfer

gez. Martin Deubzer, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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