Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 41120
Vorher
HSD Clean GmbH
Eingetragen
16.7.2004
Branche
Beseitigung von Umweltverschmutzungen an GebäudenAllgemeine GebäudereinigungSonstige spezielle Reinigung von Gebäuden und Maschinen
Gegenstand
Ausführung von Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Sanierung von Brand- und Wasserschäden (Rußbeseitigung, Maschinenreinigung) anfallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Lemens
seit 16.7.2018
Prokura
Sezgin Özdemir
seit 2.2.2017
Geschäftsführer
Gülüzar Özdemir
seit 2.2.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
75.00%
25.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Gülüzar Özdemir
63128 Dietzenbach
75.00%
Sezgin Özdemir
63128 Dietzenbach
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HSD GmbH

Dietzenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Wirtschaftsbericht

Darstellung des Geschäftsmodells und der organisatorischen Struktur

Die HSD GmbH ist ein bundesweit tätiger Dienstleister in den Bereichen Brand- und Wasserschadenbeseitigung. Sie bedient als einer der größten Subunternehmer eine der mit mehr als 75 Niederlassungen bundesweit größten Firmen in dieser Branche.

Die Gesellschaft selbst unterhält keine weiteren Niederlassungen.

Die Dienstleistungen umfassen folgende Bereiche:

- Bautrocknung

- Renovierung

- Brandsanierung

- Reinigungsarbeiten

- Wiederherstellung

Gesellschafter der HSD GmbH sind Frau Gülüzar Özdemir und Herr Sezgin Özdemir, letztgenannter ist auch als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.

In Deutschland bieten neben der HSD GmbH auch andere weitere Wettbewerber deutschlandweit Dienstleistungen in den Bereichen Brand- und Wasserschadenssanierung an. Die Gesellschaft kann sowohl Mitarbeiter in kürzester Zeit ohne erhebliche Vorlaufzeiten rekrutieren als auch auf eine Vielzahl an Dienstleistern zurückgreifen, mit welchen bereits langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen, und ist daher in der Lage Großprojekte im gesamten Bundesgebiet abzuwickeln. Die weiteren Mitbewerber auf dem Markt bieten ihre Dienstleistungen überwiegend regional an.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt der EU im Jahr 2023 beträgt 16,97 Billionen EUR, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 1,05 Billionen EUR (2022: 15,92 Billionen EUR). Aufgrund des andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und den Konflikten im Nahen Osten neben weiteren politisch herausfordernden Situationen sowie der anhaltenden Inflation, wenn auch etwas abgeschwächt, wird insbesondere für die Europäische Union eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums für 2024 erwartet. So wird für die EU ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,0 % prognostiziert, wobei für Deutschland eine weitere Stagnierung erwartet wird. Preisbereinigt wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes erwartet (- 0,2 %). Der Anteil der Bruttowertschöpfung der Baubranche an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in Deutschland liegt im Jahr 2023 bei 6,2 % (Vorjahr 6 %) und es wird erwartet, dass dies zukünftig stabil bleibt.

Gesamtwirtschaftlich rechnet die Gesellschaft mit einem stabilen Umfeld und einer weiterhin stabilen Umsatz- und Auftragslage. Da die Schadensumsätze im Wesentlichen durch Versicherungen reguliert werden, sind keine Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auf die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens zu erwarten. Bezogen auf die Branche, kann festgehalten werden, dass diese in den letzten beiden Wirtschaftsjahren durch die unterschiedliche Unwetterereignisse geprägt wurde. Auch zukünftig sind stabile Rahmenbedingungen zu erwarten, da die angebotenen Leistungen weiterhin stark nachgefragt werden.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Jahr 2023 sind die Umsatzerlöse von 18,6 Mio. EUR um 1,6 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR gestiegen. Gemeinsam mit der Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse von -0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) im Jahr 2023 ergibt sich eine Gesamtleistung von 19,3 Mio. EUR (Vorjahr 18,4 Mio. EUR). Die Umsatz- und Auftragsentwicklung ist zufrieden stellend, sie ist gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des vorangegangenen Wirtschaftsjahres gestiegen. Die allgemeine Branchenentwicklung zeigte sich grundsätzlich auch in den Umsätzen des Unternehmens, es wurden aber noch erhebliche Aufträge des Vorjahres fertig gestellt.

Mit der stabilen Entwicklung des Umsatzes geht eine überproportionale Entwicklung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Aufwendungen für bezogene Leistungen einher. Im Vorjahr betrugen diese 13,7 Mio. EUR und erhöhten sich im Berichtsjahr um 3,3 Mio. EUR auf 17,0 Mio. EUR. Die erhöhte Steigerung der Aufwendungen im Vergleich zur Steigerung der Umsatzerlöse ist durch den weiterhin steigenden Einsatz von Subunternehmen, statt eigenem Personal zu erklären.

Der Personalaufwand wurde von 2,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR reduziert. Der Rückgang des Personalaufwandes ist auf die Auslagerung der Aufträge auf Subunternehmen zurückzuführen. Die Zahl der Mitarbeiter ist von durchschnittlich 107 im Jahr 2022 auf 50 gesunken. Die Verringerung der Mitarbeiterzahl spiegelt sich in der Reduzierung des Personalaufwandes wider.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Steuern von 0,83 Mio. EUR um 1,2 Mio. EUR auf -0,4 Mio. EUR vermindert. Die Reduzierung des Ergebnisses entspricht insoweit nicht den Erwartungen der Geschäftsleitung, durch Vorjahreseffekte wird das Ergebnis maßgeblich negativ beeinflusst.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt unverändert 2 % und beläuft sich auf 87 TEUR. Der Buchwert des Anlagevermögens hat sich im Berichtsjahr von 109 TEUR um 22 TEUR auf 87 TEUR verringert. Den Investitionen in Höhe von 11 TEUR stehen Abschreibungen in Höhe von 33 TEUR und Anlagenabgänge in Höhe von 0 TEUR gegenüber. Die Investitionen dienten überwiegend der Sicherung und dem Ausbau unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Auf Vorräte entfallen im Jahr 2023 0 TEUR (Vorjahr 986 TEUR). Die Vorräte spiegelten im Vorjahr die bereits erbrachten Leistungen wider, welche aufgrund der Tatsache, dass es sich um noch nicht fertiggestellte Bauprojekte handelte, noch nicht in Rechnung gestellt wurden. Aufgrund des in der Berichtsperiode verbesserten Abrechnungsmanagements wurden alle erbrachten Leistungen abgerechnet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 3.718 TEUR haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 90 % (Vorjahr 3.653 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich im Vorjahr auf 13 % der Bilanzsumme, was sich im Berichtsjahr auf 17 % erhöht hat. Die beschriebene Erhöhung ist auf die Steuerforderungen zur Körperschaft- und Gewerbesteuer 2023 zurückzuführen, da die Steuervorauszahlungen aufgrund des Jahresfehlbetrages zu erstatten sind.

Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 618 TEUR um 303 TEUR auf 315 TEUR verringert.

Auf der Passivseite stellt das Eigenkapital eine wesentliche Bilanzposition mit 808 TEUR dar, es hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrages sowie erfolgter Gewinnausschüttungen im Vorjahresvergleich (2.579 TEUR) reduziert. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 20 % gekennzeichnet. Die Rückstellungen bestehen zum einen aus den sonstigen Rückstellungen (499 TEUR, Vorjahr 311 TEUR), welche durch die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (286 TEUR, Vorjahr 116 TEUR) geprägt sind. Daneben belaufen sich die Steuerrückstellungen auf 454 TEUR (Vorjahr 681 TEUR) und betreffen Umsatzsteuer.

Die Verbindlichkeiten (2.369 TEUR, Vorjahr 1.815 TEUR) bestehen größtenteils aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.918 TEUR, Vorjahr 1.470 TEUR) und den sonstigen Verbindlichkeiten (399 TEUR, Vorjahr 284 TEUR).

Finanzlage

Die Finanzlage kann weiterhin als gut bezeichnet werden.

Die Gesellschaft rechnet damit, auch künftig sämtliche finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Nach heutigem Kenntnisstand sind für die nächsten Monate Schwierigkeiten bei der Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen auszuschließen.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 315 TEUR (Vorjahr 618 TEUR). Die Finanzierung erfolgt über den positiven Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit, aus Investitionen und Darlehen (Kfz-Finanzierungen).

Ertragslage

Im Jahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag von 376 TEUR vor Ertragsteuern erzielt. Damit hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Gegenüber dem Vorjahr ist unser Jahresergebnis vor Ertragsteuern um 1.651 TEUR gesunken.

Die Ertragslage ist bei einem Jahresfehlbetrag von 771 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 581 TEUR) nicht als zufrieden stellend zu bezeichnen. Trotz einer Umsatzerhöhung kam es zu einem Rückgang des Jahresergebnisses.

Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft

Durch die kontinuierliche Überwachung der für die Geschäftsleitung besonders relevanten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz, Aufwendungen für bezogene Leistungen und Betriebsergebnis) sowie der Leistungs- und Personaldaten können Entwicklungen schnell erkannt werden und die erforderlichen Maßnahmen aufgrund der flachen Hierarchien umgehend umgesetzt werden.

Risikobericht

Das Controlling und das Risikomanagement wurden weiter verfeinert, liefern permanent notwendige Kennzahlen zum Geschäftsverlauf und fördern notwendige Veränderungen und kurzfristige Reaktionen. Die Gesellschaft sieht sich aufgrund ihrer Struktur keinen größeren Preisänderungs-, Ausfall oder Liquiditätsrisiken ausgesetzt, auch andere betriebsgefährdende Risiken werden nicht erwartet. Größere spezifische Risiken, die den Betriebsablauf gefährden können, werden von der Gesellschaft nicht erwartet.

Aufgrund der Tätigkeit für im Wesentlichen einen Hauptauftraggeber, besteht eine Abhängigkeit von diesem. Die HSD GmbH ist jedoch deutschlandweit einer der größten Auftragnehmer, sodass wechselseitige Verflechtungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bestehen. Nichtsdestotrotz besteht hier ein Klumpenrisiko, welches jedoch nicht als signifikant angesehen wird, da auch ohne den Hauptauftraggeber ein Bestehen des Unternehmens am Markt möglich ist.

Erhöhte Waren- und Energiekosten können sich negativ auf den Deckungsbeitrag auswirken, da die gestiegenen Kosten nicht kurzfristig in den Dienstleistungspreisen berücksichtigt werden können.

Größere spezifische Risiken, die den Betriebsablauf gefährden können, werden nicht erwartet.

Chancenbericht

Die Gesellschaft erwartet Chancen durch den deutlich höheren Auftragseingang im Bereich Wasserschadenrenovierung sowie durch den Ausbau der Renovierungsabteilung allgemein.

Bestimmte Witterungseinflüsse, wie z.B. ein strenger Winter für die Baubeheizung und besondere Unwetterereignisse im Bereich Trocknung, können Einfluss auf die Umsatzerlöse haben. Steigende Energiepreise können sich negativ auf den Deckungsbeitrag auswirken. Weitere Chancen sieht die Geschäftsleitung durch Kostensenkungen und weiteren Qualitätsverbesserungen im Rahmen der Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Synergieeffekten durch die Komplettabwicklung von Schäden.

Prognosebericht

Die Gesellschaft geht wie in den letzten Jahren auch in den nächsten zwei Jahren von einer positiven Geschäftsentwicklung aus und rechnet durch verschiedene Optimierungen vor allem mit einer Steigerung in Effektivität und Produktivität. Die Geschäftsführung plant mit einer stabilen Umsatzentwicklung für die Jahre 2024 und 2025, der Umsatz wird voraussichtlich um 7 % steigen. Für 2024 ergibt sich auf Basis der vorläufigen Zahlen ein Umsatz von 27,7 Mio. EUR (Erhöhung von 36,68 %). Entsprechend der Planung sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Jahr 2024 im Verhältnis zum Umsatz höher als im Berichtsjahr, da mehr Aufträge über Subunternehmer abgewickelt werden, was sich auch in einer entsprechenden Senkung der Personalkosten widerspiegelt. Für 2025 wird eine stabile Entwicklung prognostiziert, es wird mit einer Umsatzsteigerung von 4,5 % gerechnet, bei einer entsprechenden Kostenstruktur ist von einem positiven Betriebsergebnis auszugehen, die Schwankungen bei den unfertigen Leistungen werden nicht mehr in dieser Höhe erwartet.

Größtes Augenmerk gilt weiterhin der Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung der Qualität, dies wird vor allem vom eigenen Management vorgelebt sowie unter Teilnahme von Mitarbeitern an alle weitervermittelt.

Die Gesellschaft verbessert kontinuierlich die Geschäftsprozesse. Die ebenfalls weiter expandierende Wiederherstellung von Bauvorhaben fördert weiter den Synergieeffekt der Komplettschadenabwicklung und damit des vollen Serviceangebots für die Kunden, was sich positiv auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft auswirkt. Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung keine signifikanten Auswirkungen der allgemeinen Konjunktur auf die Umsatz- und Auftragslage, da ein großer Teil der Schadensumsätze durch Versicherungen mit dem Hauptauftraggeber reguliert werden.

Gesamtwirtschaftlich rechnet die Gesellschaft mit einem stabilen Umfeld und mit einer stabilen Nachfrage, trotz der aktuellen negativen Gesamtkonjunkturprognosen. Branchenbezogen rechnet die Geschäftsführung weiterhin von positiven Impulsen im Renovierungsbereich. Die Geschäftsführung ist zufrieden mit der Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr und blickt positiv in die Jahre 2024 und 2025.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 86.723,00 109.232,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 109,00
II. Sachanlagen 86.720,00 109.123,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.720,00 109.123,00
B. Umlaufvermögen 4.033.728,50 5.257.162,92
I. Vorräte 0,00 986.251,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.718.362,08 3.652.973,42
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 530.142,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 11.177,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.718.362,08 3.122.830,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 207.621,73 348.203,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 315.366,42 617.938,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.444,45 20.833,34
Summe Aktiva 4.129.895,95 5.387.228,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 808.181,77 2.579.064,02
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 1.529.064,02 1.948.316,66
III. Jahresfehlbetrag 770.882,25 -580.747,36
B. Rückstellungen 952.821,90 992.739,78
C. Verbindlichkeiten 2.368.892,28 1.815.424,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.914,12 61.047,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 51.914,12 61.047,36
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.316.978,16 1.754.377,10
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.316.978,16 1.754.377,10
Summe Passiva 4.129.895,95 5.387.228,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.145.702,76 4.092.879,64
2. Personalaufwand 1.693.933,90 2.392.194,22
a) Löhne und Gehälter 1.347.534,77 1.859.041,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 346.399,13 533.152,27
davon für Altersversorgung 10.215,00 10.322,23
3. Abschreibungen 101.316,79 54.166,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.396,79 43.866,68
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 67.920,00 10.300,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 727.989,06 829.357,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5,32
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.468,74 13.281,98
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.405,50 5.136,68
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -58.906,00 240.252,35
8. Ergebnis nach Steuern -314.567,75 585.054,48
9. sonstige Steuern 456.314,50 4.307,12
10. Jahresfehlbetrag 770.882,25 -580.747,36

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: HSD GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dietzenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Offenbach am Main
Register-Nr.: HRB 41120

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen sind wie folgt bewertet worden:

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung einer, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko entsprechenden Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag zum Abschlussstichtag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Der Vorratsbestand hat sich von im Vorjahr 986 TEUR auf insgesamt 0 TEUR reduziert, da im Gegensatz zum Vorjahr keine nicht abgerechneten Leistungen bestehen und das Großprojekt des Vorjahres im laufenden Jahr abgeschlossen wurde.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 2.396 TEUR auf 3.017 TEUR erhöht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Hier werden im Wesentlichen noch nicht abgerechnete, jedoch vollständig erbrachte Leistungen (51 TEUR, Vorjahr 221 TEUR) und an Mitarbeiter vergebene Darlehen (200 TEUR, Vorjahr 225 TEUR) sowie an die Gesellschafter ausgereichte Darlehen (40 TEUR, Vorjahr 223 TEUR) ausgewiesen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenstände werden die Forderungen aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerüberzahlungen für 2022 und 2023 in Höhe von 407 TEUR (Vorjahr 51 TEUR) ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält über die Laufzeit abgegrenzte Leasing Sonderzahlungen und beträgt 9 TEUR (Vorjahr 21 TEUR).

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt eine wesentliche Bilanzposition mit 808 TEUR dar, es hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrages sowie erfolgter Gewinnausschüttungen im Vorjahresvergleich (2.579 TEUR) reduziert. Das Stammkapital in Höhe von 50 TEUR ist mit dem Nennbetrag angesetzt und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen 454 TEUR (Vorjahr 681 TEUR) und betrifft Umsatzsteuer für 2023. Im aktuellen Zeitraum ist die Veranlagung des Jahres 2021 sowie die geänderte Veranlagung des Jahres 2020 erfolgt.

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 286 TEUR (Vorjahr 116 TEUR) und Tantiemen (43 TEUR, Vorjahr 91 TEUR) sowie Gewährleistung (101 TEUR) bilanziert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023

Gesamt
TEUR
RLZ < 1 Jahr
TEUR
RLZ > 1 Jahr
TEUR
RLZ > 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 52 0 52 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.918 1.918 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 399 399 0 0

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2022

Gesamt
TEUR
RLZ < 1 Jahr
TEUR
RLZ > 1 Jahr
TEUR
RLZ > 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 61 0 61 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.470 1.470 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 284 284 0 0

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 448 TEUR von 1.470 TEUR auf 1.918 TEUR erhöht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse haben sich um rund 9 % von 18.574 TEUR auf 20.248 TEUR erhöht. Davon abgezogen wird die Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse von -984 TEUR um 984 TEUR auf 0 TEUR. Insgesamt beläuft sich die Gesamtleistung auf 19.264 TEUR, eine Erhöhung um 888 TEUR im Vergleich zur Vorjahresleistung von 18.376 TEUR. Trotz der Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse ist der Rohertrag um knapp 5 % gestiegen, was auf die signifikante Steigerung der Umsatzerlöse zurückzuführen ist.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (297 TEUR, Vorjahr 250 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen (20 TEUR, Vorjahr 50 TEUR) und erhaltenen Schadensersatzzahlungen (189 TEUR, Vorjahr 59 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten im Zusammenhang mit Arbeitskleidung (86 TEUR, Vorjahr 20 TEUR).

Materialaufwand

Der Aufwand für bezogene Waren ist im Vergleich zum Vorjahr um 465 TEUR von 861 TEUR auf 395 TEUR gesunken. Die Reduzierung hängt mit dem abgewickelten Großprojekt zusammen, für welches die Waren auf eigene Rechnung bezogen wurden, welches aber im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen wurde.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (728 TEUR, Vorjahr 829 TEUR) setzen sich zusammen aus Schadenersatzzahlungen (50 TEUR, Vorjahr 35 TEUR), Raumkosten (25 TEUR, Vorjahr 19 TEUR), Versicherungen und Beiträge (62 TEUR, Vorjahr 81 TEUR), Kfz-Betriebs- und Reparaturkosten (35 TEUR Vorjahr TEUR 73), Kfz-Leasingkosten (84 TEUR, Vorjahr 65 TEUR), Reisekosten (215 TEUR, Vorjahr 210 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (42 TEUR, Vorjahr 160 TEUR), Kosten der Warenabgabe (93 TEUR, Vorjahr 0 TEUR) (und sonstiges (122 TEUR, Vorjahr 153 TEUR).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen zum größten Teil aus Gebäudemiete (19 TEUR, Vorjahr 15 TEUR). Bei den jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen handelt es sich zum um Kfz-Leasing (84 TEUR, Vorjahr 65 TEUR). Im Berichtsjahr wurden weitere neue Fahrzeuge geleast.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine sowie die aktuelle wirtschaftliche Situation (Inflation, Energiepreise) wirken sich nicht wesentlich negativ auf die Gesellschaft aus.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 50 Arbeitnehmer beschäftigt.

Arbeiter 39
Angestellt 8
Leitende Angestellte 3
Gesamt 50
Davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 17
Davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 33

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Sezgin Özdemir, Beruf: Kaufmann.

Hinsichtlich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 770.882,25 EUR.

Unter Berücksichtigung des vorhandenen Gewinnvortrags von 2.529.064,02 EUR sowie der erfolgten Gewinnausschüttung von 1.000.000,00 EUR am 27.12.2023 verbleibt ein Gewinnvortrag von 1.529.064,02 EUR und es ergibt sich insgesamt ein verwendbarer Gewinn von 758.181,80 EUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Dietzenbach, den 31.03.2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dietzenbach, 03.07.2025

gez. Sezgin Özdemir

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die HSD GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HSD GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HSD GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts:

Wie im Abschnitt "Risikobericht" des Lageberichts dargestellt, ist die Gesellschaft ist in besonderem Maße von Aufträgen eines einzelnen Auftraggebers abhängig. Sollte dieser die Gesellschaft nicht mehr beauftragen, würde dies unmittelbar zu einer starken Entwicklungsbeeinträchtigung für die Gesellschaft führen. Derzeit liegen der Gesellschaft keine Anhaltspunkte dafür vor, dass ein solches Ereignis eintreten könnte. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind daher diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 03. Juli 2025

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