Prünte Kettenwerk GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Drahtwaren, Ketten und Federn
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sören Röper seit 12.9.2025 | Prokura |
Alexander Koch seit 11.12.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hermann Koch GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HEKO Ketten GmbHWickedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Als Geschäftsführer der Firma HEKO Ketten GmbH mit Sitz in Wickede, geschäftsansässig in der Eisenbahnstr. 2 in 58739 Wickede und eingetragen am Amtsgericht Arnsberg unter der Nummer HRB 4068 erstatte ich zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes gemäß § 289 HGB den nachstehenden Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in der Europäischen Union (EU) im Berichtsjahr um voraussichtlich 0,5 % - nach 3,5 % im Jahr 2022 - gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich im Geschäftsjahr 2023 nicht weiter fort. Ursächlich für den negativen Trend sind die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die die Konjunktur dämpfen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Unterm Strich war die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland mit - 0,3 % in 2023 insgesamt negativ und blieb damit erneut hinter der wirtschaftlichen Entwicklung aller EU-Mitgliedstaaten und dem deutschen Vorjahreswachstum von 1,8 % zurück. Auch die reale Produktion innerhalb des Produzierenden Gewerbes war schlechter als im Vorjahr. Während im gesamten Jahr 2022 die Produktion (kalenderbereinigt) noch um 0,6 % geschrumpft ist, hat sich diese negative Entwicklung weiter verfestigt und lag im gesamten Jahr 2023 sogar um 1,5 % niedriger als im Vorjahr. Die HEKO Ketten GmbH zählt innerhalb des Produzierenden Gewerbes mit unserem Schwerpunkt, der Produktion und dem Handel mit Förderketten aller Art, zur Stahl- und Metallverarbeitenden Industrie. Auch in der Stahl- und Metallverarbeitung war wie bereits im Vorjahr eine rückläufige Nachfrage zu beobachten: Die Produktion sank in den ersten 9 Monaten des Jahres 2023 erneut um -2,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Gesamtjahr 2022: - 0,3 %). 2. Geschäftsverlauf Die wichtigsten Abnehmerbranchen für die von uns produzierten und gehandelten Förderketten aller Art sind unverändert der Maschinenbau, die Zement- und Erdenindustrie, Kraftwerke sowie die chemische Industrie. Die Abnehmerbranchen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 höchst unterschiedlich. Vor diesem Hintergrund sowie der Branchenentwicklung der Stahl- und Metallverarbeitenden Industrie und der insgesamt schlechten Stimmung in der deutschen Volkswirtschaft muss auch unser fortgeschriebener Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2023 betrachtet werden: Im Berichtsjahr 2023 konnten wir einen Umsatzzuwachs von 4,4 % verzeichnen. Bei nahezu gleichbleibender Produktion war das Umsatzplus absatzpreisgetrieben. Die wichtigsten Regionen für unsere Produkte waren unverändert Asien, der arabische Raum und Europa. Während die Umsätze in Deutschland und der übrigen europäischen Union rückläufig waren, konnte im Jahr 2023 der Umsatz im außereuropäischen Ausland deutlich gesteigert werden. Damit wurden im abgelaufenen Jahr über 60,0 % der Umsätze im außereuropäischen Ausland erlöst. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 3,2 % gestiegen, bei einer moderat um 4,4 % gestiegenen Gesamtleistung der HEKO Ketten GmbH sowie einer dezenten Erhöhung der Materialaufwandsquote von 48,7 % im Vorjahr auf 50,5 % im Berichtsjahr. Hintergrund der erneut gestiegenen Materialaufwandsquote sind die zwar abnehmenden, aber weiterhin bestehenden Preissteigerungen bei den Vormaterialien, die aufgrund des internationalen Wettbewerbs nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die Personalkosten sind im Jahr 2023 um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hier wirkten sich nochmalig inflationsbedingte Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie Sonderzahlungen an die Mitarbeiter aus. Die Energiekosten haben sich im Geschäftsjahr 2023 wieder dem Preisniveau von 2021 angenähert und sind damit gegenüber dem Vorjahr, dass hinsichtlich der Energiekosten maßgeblich durch den Russland-Ukraine-Konflikt und damit einhergehenden exponentiell gestiegenen Energiepreisen beeinflusst war, stark rückläufig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deshalb im Jahre 2023 gegenüber dem Vorjahr um 24,8 % rückläufig. Vor diesem Hintergrund hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 66,2 % auf TEUR 4.786,1 sowie der Jahresüberschuss um 77,6 % auf TEUR 3.289,9 verbessert. Unser Geschäftsjahr 2023 ist unter Berücksichtigung der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung sehr positiv verlaufen. Die angebotsseitig beharrlich gestiegenen Preise konnten überwiegend an die Kunden weitergegeben werden. Die Lieferfähigkeit der Vorlieferanten war stets gegeben. Die Nachfrage von allen wichtigen Kundenmärkten konnte wegen der unverändert niedrigen Fluktuation mit einem stabilen Mitarbeiterbestand befriedigt werden. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 79 Personen im Unternehmen beschäftigt. Die bereits im Vorjahr gute Auslastung der Produktionsanlagen konnte im Berichtsjahr 2023 fortgesetzt werden, wobei die Verfügbarkeit der produzierten und gehandelten Förderketten bei konstanter Liefertreue stets gegeben war. 3. Lage der Gesellschaft Wir zeigen uns vor dem Hintergrund der schwachen Entwicklung der deutschen Wirtschaft als solides Unternehmen: Die Anlagenintensität ist wegen der Investitionen in den Vorjahren und dem Abschluss noch ausstehender Investitionsvorhaben mit 23,6 % gegenüber dem Vorjahr (26,3 %) rückläufig. Im Berichtsjahr wurden TEUR 988,1 in das Anlagevermögen investiert (Vorjahr: TEUR 781,3). Die Investitionen wurden im Wesentlichen in den Bereichen Mechanische Werkstatt (Bearbeitungszentren) und Schweißerei (Schweiß- und Biegemaschinen) und in der Kühlwassertechnik getätigt. Finanziert werden konnten die Investitionen aus den laufenden Erträgen. Durch das Nachlassen der Inflation hat sich auch der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme mit 32,0 % gegenüber dem Vorjahr (34,7 %) vermindert. Dass die Inflation nachgelassen hat, zeigt sich auch in der Entwicklung der Umschlagsdauer der Vorräte: So hat sich die Umschlagsdauer der Vorräte mit rechnerisch 90,7 Tagen gegenüber dem Vorjahr (88,3 Tage) erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer Erhöhung der Bilanzsumme um 9,1 % gegenüber dem Vorjahr von 75,4 % auf 77,9 % im Jahr 2023 erhöht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Jahresende 2023 waren vollständig durch fristenkongruente Vermögensposten gedeckt. Die Zahlungsbereitschaft war zu jedem Zeitpunkt gesichert. Die Ertragslage war insgesamt gekennzeichnet von einer Eigenkapitalrendite von 16,1 % (Vorjahr: 10,2 %) bei einer Gesamtkapitalrendite von 12,6 % (Vorjahr: 7,7 %) und hat sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Unser Jahresergebnis für 2023 ist durch die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Energiekosten sehr positiv beeinflusst worden. Auf Grund der Entwicklung der Energiekosten hat sich auch das Betriebsergebnis um TEUR 1.906,8 bzw. 66,2 % auf TEUR 4.786,0 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 verbessert. Der rechtlich gebotene Ausweis der Abzinsung der Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis erfolgt i. H. v. TEUR 51,0. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich aufgrund des verbesserten operativen Ergebnisses um TEUR 696,5 bzw. 74,4 % auf TEUR 1.632,3 erhöht. Insgesamt ergibt sich somit ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.437,1 bzw. 77,6 % höherer Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.289,9. Die nachstehende Kapitalflussrechnung stellt unsere Finanzierung anhand ausgewählter Zahlungsströme dar:
Die rechnerische Liquidität aller Posten mit einer durchschnittlichen Reichweite von bis zu drei Monaten betrug TEUR 18.452,4 (Vorjahr: TEUR 14.694,2). Die für die HEKO Ketten GmbH bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Rohgewinn: Während der Umsatz um TEUR 1.402,3 bzw. 4,4 % von TEUR 32.123,7 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 33.526,0 im Jahr 2023 gesteigert werden konnte, hat der Rohgewinn mit einer Steigerung von TEUR 17.033,4 in 2022 um TEUR 540,8 bzw. 3,2 % auf TEUR 17.574,2 in 2023 nicht ganz Schritt halten können. Auch ausweislich der gestiegenen Materialaufwandsquote konnten Preissteigerungen bei den Vorprodukten und Materialien nicht vollständig an die Kunden der HEKO Ketten GmbH weitergereicht werden. 4. Prognosebericht Der im Vorjahresbericht 2022 für das Jahr 2023 prognostizierte moderate Umsatzanstieg konnte mit 4,4 % erreicht werden. Der prognostizierte Rohgewinn sollte sich auf Vorjahresniveau bewegen. Die Prognose für den Rohgewinn konnte mit einem Zuwachs von 3,2 % sogar übertroffen werden. Hingegen hat der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.289,9 sämtliche Erwartungen weit übertroffen, waren wir doch von einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau (2022: TEUR 1.852,8) ausgegangen. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt die Entwicklung der deutschen Wirtschaft spürbar ab: Nicht nur ist innerhalb von Europa die Stimmung besser und die Unsicherheit niedriger; auch deuten einige wirtschaftliche Indikatoren bereits seit Herbst 2023 auf eine allmähliche Erholung im europäischen Ausland hin. Das weltwirtschaftliche Wachstum bleibt insgesamt gering und die regionalen Unterschiede hoch. Gleichwohl erweist sich die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen der Vorjahre als erstaunlich widerstandsfähig. Impulse erwarten wir daher eher aus dem inner- und außereuropäischen Ausland, das bereits jetzt über 80,0 % unseres Geschäfts aus macht. Für das Jahr 2024 planen wir wegen der regional sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung mit gleichbleibenden Umsätzen. Wir gehen davon aus, dass sich lediglich die regionale Verteilung der Umsätze verändert. Durch die gleichbleibenden Umsätze sollte auch der Rohgewinn für 2024 in Höhe des Rohgewinns des Vorjahres verharren. Wir planen somit mit einer nicht weiter steigenden Materialaufwandsquote. Aufgrund einer komfortablen Eigenkapitalausstattung sowie ausreichenden Reserven an liquiden Mitteln werden wir trotz der großen Herausforderungen auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Risikobericht 5.1.1. Branchenspezifische Risiken Die deutsche Wirtschaft ist wie gelähmt. In Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung im zurückliegenden Sommerhalbjahr, und im Schlussquartal 2023 ging sie sogar um 0,3% zurück. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Gründe waren u. a. der Mangel an Aufträgen, der schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Für den Jahresbeginn 2024 deutet sich keine konjunkturelle Trendwende an. Vielmehr klagen die verschiedenen Branchenverbände über die Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringen Auftragsbestand, hohen Krankenstand sowie andauernde Streiks. Neben der insgesamt unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Wirtschaftsstandort Deutschland erachten wir insbesondere die Folgewirkungen der Energiewende, d.h. ein knappes Energieangebot bei im Vergleich zum Ausland verhältnismäßig hohen Energiekosten und die zwar abgemilderte, aber weiterhin bestehende Preissteigerung über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank als wesentliche branchenspezifischen Risiken. Der Maschinen- und Anlagenpark der HEKO Ketten GmbH wird daher laufend modernisiert. Vor der Anschaffung wird unserseits besonders auf die Energieeffizienz der technischen Anlagen und die Ressourcen schonende Arbeit der Maschinen geachtet. Als Alternative zum angespannten Energiemarkt wird die Umsetzbarkeit einer erhöhten Deckung des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien am Produktionsstandort in Wickede geprüft. 5.1.2. Ertragsorientierte Risiken Die erwartete Umsatzentwicklung sollte die Erträge stabil halten. Risiken liegen jedoch in der Entwicklung der Preise für unsere Vormaterialien und der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Auch im kommenden Geschäftsjahr versuchen wir über hartnäckige Verhandlungen mit den Kunden etwaig gestiegene Einkaufspreise trotz allgemeiner wirtschaftlicher Eintrübung an den Absatzmarkt weiterzugeben. 5.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Ertragssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, vor allem gegenüber dem US-Dollar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir weitgehend durch Sicherungsgeschäfte. Auch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank mit dem gegenüber der bis zum Geschäftsjahr 2021 vorherrschenden Niedrigzinsphase verhältnismäßig hohen Zinsniveau, um weitere starke Preisanstiege zu verhindern, hat aufgrund der hohen Eigenkapitalquote der HEKO Ketten GmbH keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage der Gesellschaft. So können wir unsere Investitionen vollständig aus den laufenden Erträgen finanzieren. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Engpässe sind nicht zu erwarten. 5.1.4. Allgemeine Risiken In der Informationstechnik werden zeitgemäße Sicherungssysteme gegen Datenverlust, Datenzerstörung und Datendiebstahl eingesetzt. Eine ständige Aktualisierung ist gewährleistet. Zur Abdeckung aller weiteren wesentlichen Risiken haben wir eine Kompakt-Police bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft abgeschlossen. Eine Unterdeckung ist durch eine laufende Überprüfung ausgeschlossen. Es existiert nach unserer Auffassung ein der Größe des Unternehmens angemessenes Risikomanagementsystem basierend auf Auswertungen und Kennzahlen aus allen Unternehmensbereichen. Die besonderen Herausforderungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Unternehmen aufgrund der vorhandenen stabilen Unternehmensorganisation und des implementierte Managementsystems gut für die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen gerüstet ist. Aufgrund der weiterhin guten Kapitalausstattung und der stabilen Geschäftsentwicklung ergibt sich keine unmittelbare Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens. 5.2. Chancenbericht Die weiterhin abkühlende deutsche Wirtschaft und die vielfältigen Herausforderungen schränken die kurz- und mittelfristigen Chancen, das Geschäftsvolumen und die Ertragskraft zu steigern, stark ein. Im außereuropäischen Ausland sehen wir aber Umsatzpotentiale für unser Unternehmen. Zusätzlich dämpft auch die Kraftwerksindustrie mit ihrer noch konstanten Auslastung negative Effekte aus anderen Absatzbereichen. Dennoch sehen wir weiterhin Möglichkeiten unser Geschäft auszudehnen. Dies kann durch die Erschließung neuer regionaler Märkte und Kundengruppen geschehen. Planungen dafür sind vorhanden. Auch durch eine Erweiterung unseres Produktportfolios erwarten wir zusätzliche nachhaltige Impulse. Unsere hohen Qualitätsansprüche werden auch in Zukunft von unseren Kunden honoriert. Dem Wettbewerb auf unseren Märkten werden wir durch Innovationen, Liefertreue und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Durch unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird sich unser Produktprogramm auch in den kommenden Jahren noch mehr an den Anforderungen des Marktes orientieren. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch eine zielgerichtete Personalentwicklung und Investitionen in unseren Maschinenpark. 6. Sonstige Angaben Die Gesellschaft besitzt keine Beteiligungen und unterhält keine Zweigniederlassungen. Es existieren Vertriebsbüros in Peking (China) und in Baden-Württemberg. Wir arbeiten intensiv mit nahestehenden Unternehmen zusammen, welche alle über große Kompetenz im Bereich der Fördertechnik verfügen. Dies sind die Firmen Klein GmbH in Sprockhövel und Prünte Kettenwerk GmbH & Co. KG in Fröndenberg. Die Zusammenarbeit wird durch eine abgestimmte Strategie fortwährend verbessert. Im Bereich der Forschung und Entwicklung sind wir stets bestrebt, unsere Produkte qualitativ weiterzuentwickeln und mit unseren Kunden neue Lösungen für Förderprobleme zu entwickeln. Unser Qualitätsmanagement wird dabei aktiv von allen Beteiligten praktiziert und ist gemäß ISO 9001 zertifiziert. Die HEKO Ketten GmbH ist seit dem Jahr 2009 nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Nach unserem Kenntnisstand bestehen keine über das allgemeine Maß bekannten Umweltrisiken. Zu den grundlegenden Prinzipien unseres Unternehmens zählen ein stets respektvoller Umgang mit Menschen innerhalb und außerhalb unserer Betriebe, die Eigenverantwortung jedes Mitarbeiters für seinen Bereich, das Einhalten klar definierter Produkteigenschaften sowie ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber Umwelt und Ressourcen. Im Jahr 2023 haben wir durchschnittlich 79 Menschen bei der HEKO Ketten GmbH beschäftigt. Zusätzlich befinden sich 3 Jugendliche in der Ausbildung. Neben der Ausbildung spielt auch die Weiterbildung eine wichtige Rolle in unserem Unternehmen. Die Entlohnung erfolgt gemäß aktuellen Metalltarifverträgen. Seit dem Jahr 2009 ist HEKO Ketten GmbH nach dem Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem OHSAS 18001 zertifiziert. Weiterhin existiert ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001: 2011. Der Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre beruht im Wesentlichen auf Innovation, Kundenzufriedenheit und einem hohem Qualitätsanspruch. Die Orientierung an diesen Leitlinien wird auch in Zukunft zu einer nachhaltig positiven Entwicklung der HEKO Ketten GmbH beitragen. Dank gilt vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, die Ziele des Unternehmens zu erreichen.
Wickede, den 23. April 2024 Alexander Koch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die HEKO Ketten GmbH mit Sitz in Wickede (Ruhr) wird im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter der Registernummer HRB 4068 geführt. Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Bei der Aufstellung des Anhangs werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Zur Klarheit der Darstellung wurden etwaige "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang, vorgenommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Methoden entsprechen den Vorschriften der §§ 242 - 256a und §§ 264 - 277 HGB. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB). Bei den Immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich linear und zeitanteilig nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten, der gleichmäßig über 5 Jahre aufgelöst wird, eingestellt (Poolbewertung). Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgen Zuschreibungen bis zur Höhe der Anschaffungskosten. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit notwendig, wurden Abschläge auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei Vorliegen konkreter Ausfallsrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos kam bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen zum Ansatz. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die zeitanteiligen Aufwendungen des Folgejahres erfasst, denen bereits Ausgaben im Berichtszeitraum gegenüberstehen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB (Anwartschaftsbarwertverfahren). Als Erfüllungsbetrag wird der Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Bilanzstichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist, definiert. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Den Berechnungen liegen ein Rechnungszinsfuß gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,82 % p.a., ein Gehaltstrend von 2,2 % p.a., ein Trend für die Beitragsbemessungsgrenze von 2,2 % p.a., ein Rententrend von 2,0 % p.a. sowie eine Fluktuation von 5,0 % p.a. zugrunde. Die Festlegung des Rechnungszinses erfolgte auf Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Erfolgswirksame Änderungen des Diskontierungszinssatzes sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82 %) gegenüber dem Zinssatz der letzten 7 Jahre (1,74 %) beträgt EUR 26.277,00 (Vorjahr: EUR 123.237,00). Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Umrechnung in Euro Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen zum Geldkurs am Entstehungstag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs per 31.12.2023 bewertet worden. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Abschreibungen sind im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs gesondert dargestellt. Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen zugleich sonstige Vermögensgegenstände dar. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen, Tantiemen, rückständigen Urlaub und Arbeitszeitguthaben sowie für Garantieverpflichtungen und Kosten der Jahresabschlussprüfung, Steuerdeklaration sowie übrige Rechts- und Beratungskosten. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ergeben sich aus nachstehender Übersicht:
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 135.337,76 (Vorjahr: EUR 127.816,84) aus Steuern und Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 709,70 (Vorjahr: EUR 13.755,58) im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 35.315,17 (Vorjahr: EUR 282.843,07) und in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 83.695,63 (Vorjahr: EUR 155.632,03) enthalten. Die im Personalaufwand ausgewiesenen Aufwendungen für Altersversorgung betragen EUR 185.216,53 (Vorjahr: EUR 236.529,07). In dem Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 66.171,00 berücksichtigt (Vorjahr: EUR 6.100,00). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 104.392,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zum Abschlussstichtag bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB, die nicht aus der Bilanz hervorgehen oder als Bilanzvermerk anzugeben sind, ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Verpflichtungen aus Immobilien-Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.056.000,00. VII. Sonstige Angaben Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten stellte sich wie folgt dar:
Zum Geschäftsführer war der Kaufmann Alexander Koch, Wickede, bestellt. VIII. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.289.920,23 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 10.100.956,33 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wickede, den 23. April 2024 Alexander Koch, Geschäftsführer Unter Ausschluss aller Form- und Fristvorschriften der Ankündigung und Einberufung halten wir hiermit eine Gesellschafterversammlungab für die Firma HEKO Ketten GmbHmit Sitz in Wickede (Amtsgericht Arnsberg HR B 4068) und fassen folgende einstimmigen Gesellschafterbeschlüsse: 1. Der durch die AUDAX Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Arnsberg, geprüfte und unter dem 24. April 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt. 2. Dem Geschäftsführer Alexander Koch wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 3. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.289.920,23 wird unter Einschluss des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Auf die Anfechtung der Gesellschafterbeschlüsse dieser Versammlung wird verzichtet. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.
Wickede, den 25. April 2024 Alexander Koch handelnd für die Koch GmbH Verwaltungsgesellschaft als Komplementärin der Hermann Koch GmbH & Co. KG, Wickede, Ruhr AnlagespiegelEntwicklung des AnlagevermögensAnlage zum Anhang für das Geschäftsjahr 2023
sonstige Berichtsbestandteile
Wickede, den 23. April 2024 Alexander Koch, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollstängigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HEKO Ketten GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HEKO Ketten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HEKO Ketten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Arnsberg, den 24. April 2024 AUDAX
REVISION GmbH
M. Kellermann, Wirtschaftsprüfer M. Kaufmann, Wirtschaftsprüfer |
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