Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 1219
Eingetragen
30.12.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Be- und Verarbeitung von Spezialleitungen und Kabeln und der Handel mit diesem Material im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen, deren Vertretung zu übernehmen und auch Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Hertling
seit 2.6.2025
Geschäftsführer
Nadine Böhm-Kopitz
seit 27.12.2022
Geschäftsführer
Frank Kramer
seit 8.1.2010
Prokura
Peter Johann Müller
seit 18.3.2004
Prokura
Georg Böhm
seit 9.12.2003
Geschäftsführer
Carsten Böhm
seit 9.12.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
51.00%
49.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Am Schmachtenberg 17, 58636 Iserlohn
510.000 €
51.00%
Am Schmachtenberg 18, 58636 Iserlohn
260.000 €
26.00%

Beteiligungen

NameAnteil
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Böhm Kabeltechnik GmbH

Iserlohn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn, ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung. Wir sind seit über 30 Jahren Distributor der Kabelindustrie. Unser Produktportfolio umfasst neben einem umfangreichen Lagerprogramm aus über 30 Kabel- und Leitungswarengruppen auch Spezial- und Sondertypen, die nach besonderen Kundenanforderungen konstruiert und geliefert werden. Unser Unternehmen zeichnet sich insbesondere durch seinen schnellen und flexiblen Service aus.

2. Qualitätsmanagement, Umwelt und Personal

Das Qualitätsmanagement gehört bei uns zu den grundlegenden Elementen der Geschäftstätigkeit. Mit dem Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 stellen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen sicher. Neben dem Qualitätsmanagement gehört auch das Umweltmanagement bei uns zu den grundlegenden Elementen der Geschäftstätigkeit. Durch das in das Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 integrierte Umweltmanagement gehen wir ressourcen- und umweltschonend mit den Produkten um.

Die Böhm Kabeltechnik GmbH hat in 2023 im Quartalsmittel 75 (Vorjahr: 70) Mitarbeiter beschäftigt; enthalten in der Zahl sind 3 Geschäftsführer, 27 Beschäftigte im gewerblich-technischen Bereich, 36 technische bzw. kaufmännische Angestellte, 6 Auszubildende und 3 Aushilfen. Unterhalb der Geschäftsführung beschäftigen wir drei Prokuristen mit in der Geschäftsleitung und vier Angestellte als Leitung der Abteilungen. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und zum großen Teil auch im kaufmännischen Bereich an dem branchenüblichen Niveau.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz waren im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Coronavirus weiterhin enorme Infektionsschutzmaßnahmen notwendig. Darüber hinaus haben sich keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das ifo-Institut berichtet in seiner Konjunkturprognose Winter 2023 zur Lage der Weltwirtschaft:

"Im dritten Quartal 2023 beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt, weil sowohl in China als auch in den USA die Expansionsdynamik zulegte. Die globale Industrieproduktion stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal, ein nachhaltiger Aufschwung zeichnete sich aber noch nicht ab (...). Der weltweite Warenhandel sank hingegen das vierte Quartal in Folge, hat sich aber am aktuellen Rand stabilisiert. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte hat sich nach dem Ende der Pandemie in vielen Ländern normalisiert und anstelle von Waren werden wieder vermehrt Dienstleistungen nachgefragt, was den Welthandel belastet. Zudem haben die Unternehmen nach Auflösung der Lieferkettenprobleme ihre teils hohen Lagerbestände an Zwischenprodukten wieder abgebaut, statt neue anzuschaffen.

Der Rohölpreis hat sich in den vergangenen Wochen auf mittlerem Niveau stabilisiert, der Erdgaspreis ist seit dem Sommer hingegen gestiegen (...). Die Leitzinssätze dürften in den USA und im Euroraum die Höchststände erreicht haben (...). Die Inflation ist in beiden Wirtschaftsräumen deutlich gesunken (...), während die Arbeitsmärkte nach wie vor angespannt sind (...).

In den USA herrscht entgegen allen Erwartungen eine robuste Konjunktur, die Konsumausgaben der privaten Haushalte stützten auch im dritten Quartal die Nachfrage. Die Konsumentenstimmung ist trotz restriktiver Geldpolitik anhaltend positiv, wozu die steigenden Realeinkommen beitragen. Der ausbleibende Konsumeffekt der Geldpolitik könnte damit zusammenhängen, dass - anders als in den 2000er Jahren - der Großteil der bestehenden Wohnbaukredite mit einem Fixzinssatz aus der Zeit vor der Zinswende und einer Laufzeit von 30 Jahren versehen ist. Viele Kredite wurden erst in der Niedrigzinsphase während der Coronakrise vergeben. Zudem ist die Fiskalpolitik im laufenden Jahr äußerst expansiv, das gesamtwirtschaftliche Defizit soll sich laut OECD von 4,0 % des BIP im Jahr 2022 auf 7,4 % im Jahr 2023 erhöht haben. Die Inflationsrate verharrt dementsprechend auf über 3 %.

Im Euroraum hat sich die Konsumnachfrage der privaten Haushalte angesichts der ungünstigeren Reallohnentwicklung hingegen abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur, vor allem in den industriestarken Regionen Mitteleuropas. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch sind die Arbeitsmärkte auch im Euroraum weiterhin angespannt. Die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöht die Suchkosten und senkt die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Beschäftigte dürften daher trotz Unterauslastung eher in den Betrieben gehalten werden. Die Inflationsrate sank zuletzt zügig, auf 2,4 % im November 2023, und befindet sich somit nur mehr knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB).

In China wird die strukturelle Immobilienkrise durch stimulierende Staatseingriffe übertüncht, das Wirtschaftswachstum hat sich im dritten Quartal beschleunigt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Volkswirtschaften gibt es in China keinen nennenswerten Verbraucherpreisanstieg, zwischenzeitlich sind die Preise sogar gesunken. Während der Coronazeit flossen deutlich weniger öffentliche Mittel an die privaten Haushalte als in Europa und den USA, der fiskalische Impuls war also schwächer. Aber auch die Immobilienkrise belastet die Konsumnachfrage und trägt zur schwachen Dynamik der Verbraucherpreise bei. Zudem sind die Energiepreise nur wenig gestiegen."

Zur Lage der deutschen Wirtschaft schreibt das ifo-Institut in seiner Konjunkturprognose:

"Die deutsche Wirtschaft tritt seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar haben im Verlauf des Jahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte ihre Talfahrt bis zuletzt fort. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten zudem auf dem in Teilen überhitzten deutschen Immobilienmarkt eine Abkühlung ein. Bis zuletzt gingen deshalb die Investitionen in Wohnbauten trendmäßig zurück. Schließlich verharrt die Produktion in der chemischen Industrie auf dem niedrigen Niveau, auf das sie Ende des Jahres 2022 im Zuge der Energiekrise gedrosselt wurde. Der dortige Stellenabbau deutet an, dass trotz der mittlerweile wieder gesunkenen Gas- und Strompreise für industrielle Großabnehmer ein struktureller Wandel eingesetzt hat, im Zuge dessen Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte verlagert worden sind. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Hier macht sich vor allem die Beschaffung von Rüstungsgütern aus dem Sondervermögen Bundeswehr bemerkbar. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. Unternehmen klagen zunehmend über eine zu geringe Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen (...). Die hohen Auftragspolster insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft schmolzen ab, da Neuaufträge sanken und einige bestehende Aufträge storniert wurden. Zudem verloren die angebotsseitigen Produktionshemmnisse weiter an Bedeutung. Zwar hält der demografisch bedingte Arbeitskräftemangel weiter an, aber Vorprodukte sind mittlerweile in vielen Bereichen so gut verfügbar wie vor Ausbruch der Coronakrise. Die Stärkung der Produktionskapazitäten und der gleichzeitige Rückgang der Nachfrage haben dazu beigetragen, dass die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten mittlerweile unterausgelastet sind."

Die Produktion in der Elektroindustrie ist nach Angaben des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) in 2023 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt mit einem Anstieg von 0,4 % nahezu unverändert. Der nominelle Umsatz, der auch Dienstleistungen und Währungseinflüsse beinhaltet, ist in 2023 um 6 % auf den neuen Rekordwert von 238 Mrd. € gestiegen, wobei die Erlöse im Dezember um 7,9 % niedriger als der Vorjahresmonat liegen - bei gleichzeitigem Anstieg der Erzeugerpreise um 2,9 %.

2. Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich trotz rückläufiger Umsatzerlöse insgesamt ein positiver Geschäftsverlauf. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist aber rein preisbedingt. Mengenmäßig konnten die Umsätze geringfügig um 0,7 % gesteigert werden, womit wir leicht über dem Niveau der Elektroindustrie liegen. Preisbereinigt lag der Auftragseingang im Vergleich zu 2022 um 20 % unter dem Vorjahr, aber noch deutlich über dem Niveau der Jahre vor 2022. Hierin spiegelt sich unsere verbesserte Marktdurchdringung gerade auch in den Bereichen Spezialleitungen und Sonderkabel wider. Wir haben weiterhin von unseren gestiegenen Lagerkapazitäten profitiert, durch welche wir wie bereits in den Vorjahren trotz allgemeiner Lieferengpässe immer lieferfähig waren. Der Jahresüberschuss ist zwar aufgrund der gestiegenen Abschreibungen sowie gestiegener Personal- und Betriebskosten um 14,3 % rückläufig, mit TEUR 2.279 aber weiterhin deutlich positiv.

3. Lage

a) Ertragslage

Im Berichtsjahr ergibt sich eine positive Ertragslage. Die Gesamtleistung ist preisbedingt gegenüber 2022 um TEUR 6.384 bzw. 6,7 % rückläufig. Da der Materialaufwand aber mit 8,4 % überproportional rückläufig ist, konnte das absolute Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % auf TEUR 13.297 gesteigert werden und die Rohertragsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 13,5 % auf 15,0 % erhöht. Der gesamte Betriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 511 auf TEUR 9.440 gestiegen. Dieser Anstieg zieht sich durch fast sämtliche Bereiche, wobei die Steigerung der Personalkosten mit TEUR 210 am deutlichsten ausfällt. Neben den allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerungen ist dieser Anstieg im Wesentlichen durch den Aufbau des Personals sowie durch freiwillige Prämienzahlungen an die Mitarbeiter verursacht, welche auch von der guten Geschäftsentwicklung profitieren sollten. Als weitere wesentliche Kostentreiber sind die Abschreibungen mit einem Anstieg von TEUR 113 sowie die Betriebskosten mit TEUR 132 zu nennen. Diese Steigerungen resultieren im Wesentlichen aus der Inbetriebnahme des neuen Logistikstandortes sowie dem Umzug des größten Teils der Verwaltung aus der Hallstraße in die Büroräume des neuen Logistikstandortes. Ansonsten machen sich in allen Bereichen die Folgen der hohen Inflation der letzten beiden Jahre bemerkbar. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 313 deutlich verschlechtert. Hier stehen dem Beteiligungsertrag aus einer Beteiligung in Höhe von TEUR 262 um TEUR 310 auf TEUR 574 erhöhte Zinsaufwendungen sowie die Abschreibungen auf nicht mehr werthaltige Beteiligungen in Höhe von TEUR 234 gegenüber. Der Anstieg des Zinsaufwandes resultiert einerseits aus der erstmaligen ganzjährigen Verzinsung der in 2022 neu aufgenommenen Darlehen zur Immobilienfinanzierung und andererseits aus deutlich gestiegenen Factoringzinsen. Insgesamt ist das Jahresergebnis von TEUR 2.660 im Vorjahr auf TEUR 2.279 in 2023 zwar deutlich rückläufig, aber auch weiterhin deutlich positiv.

b) Finanzlage

Insgesamt ergibt sich für das Berichtsjahr eine positive Finanzlage. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 sichergestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Summe um TEUR 95 gestiegen. Der planmäßigen Tilgung der Bankdarlehen in Höhe von TEUR 1.226 steht zum Bilanzstichtag eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.322 gegenüber. Die Zahlungsfähigkeit war zu jeder Zeit im Berichtsjahr gewährleistet. Zum Bilanzstichtag bestehen freie Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 3.678. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zahlen wir grundsätzlich unter Nutzung von Skonto. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.354 -123
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -500 -5.305
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.353 4.493
Veränderung der Finanzmittel -1.499 -935
Finanzmittel am Bilanzstichtag -1.221 278

Eingetretene oder absehbare Liquiditätsengpässe liegen nicht vor. Darüber hinaus liegen keine Beschränkungen vor, die die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können.

In Bezug auf die Kapitalstruktur verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Vermögenslage.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme unter Berücksichtigung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Bereich des Eigenkapitals (= wirtschaftliches Eigenkapital) ist um TEUR 929 auf TEUR 29.199 gestiegen. Das wirtschaftliche Eigenkapital hat sich um TEUR 1.698 erhöht. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote hat sich bei einer um TEUR 929 erhöhten Bilanzsumme von 31,2 % im Vorjahr auf 36,0 % zum Bilanzstichtag nochmals deutlich erhöht.

Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 2.135 bei einem gleichzeitigen Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 198, der Vorräte um TEUR 1.037 sowie der flüssigen Mittel um TEUR 177. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände basiert im Wesentlichen auf kurzfristig vergebenen Darlehen. Der Rückgang des Anlagevermögens beruht im Wesentlichen auf den erstmalig ganzjährig berücksichtigten Abschreibungen der in 2022 neu erworbenen Immobilien, welche zu einer Abnahme der Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 301 führte. Bei den Immateriellen Vermögensgegenständen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde weiter investiert, so dass diese um TEUR 187 gestiegen sind. Die Abschreibungen auf die Beteiligungen haben dann in Summe zu einer Abnahme des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 198 geführt. Der Rückgang der Vorräte ist sowohl mengen- als auch preisbedingt. Nachdem im Vorjahr noch bewusst aufgrund eines weiter prognostizierten Anstiegs der Kupferpreise die Lagerbestände aufgebaut wurden, hat sich die Gesellschaft zum Jahresende beim Wareneinkauf etwas zurückgehalten. Der Anstieg auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis bei gegenläufigem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit dem geringeren Materialeinkauf gegen Jahresende.

In 2023 wurden keine weiteren Darlehen aufgenommen und Darlehen mit TEUR 1.266 planmäßig getilgt. Allerdings kam es mit TEUR 1.322 wieder zu einer Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien.

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Geschäftsjahres 2023 beliefen sich auf TEUR 673 und betrafen mit TEUR 72 neue EDV-Software zur weiteren Digitalisierung der Betriebsabläufe, mit TEUR 5 noch nachträglich Anschaffungskosten aus dem Immobilienerwerb in 2022, mit TEUR 446 aus dem Leasing übernommene Fahrzeuge sowie Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen sowie mit TEUR 150 Investitionen in Beteiligungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sach- und Finanzanlagen des Geschäftsjahres 2023 betrugen insgesamt TEUR 722. Die Anlagenabgänge betrugen TEUR 149 und betrafen im Wesentlichen den Fuhrpark. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen somit um TEUR 197 verringert.

Die weiterhin zufriedenstellende Vermögenslage der Gesellschaft schlägt sich in den von der Gesellschaft herangezogenen Vermögensstrukturkennzahlen nieder. Der Deckungsbeitrag A (Eigenkapital / Anlagevermögen) hat sich von 100,4 % in 2022 auf 122,4 % verbessert. Der Deckungsgrad B ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen)) hat sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls von 222,9 % auf 233,1 % erhöht. Die working capital ratio (Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) ist mit 223,7 % im Vergleich zum Vorjahr 223,2 % nahezu unverändert. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 31,1 % auf 29,3 % leicht verringert. Die Strukturkennzahlen verdeutlichen, dass die Kapitalstruktur der Gesellschaft auch weiterhin als zufriedenstellend einzustufen ist.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedient sich die Böhm Kabeltechnik GmbH bedeutender Bilanz -, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Wie bereits im Vorjahr ziehen wir für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung das EBITDA sowie das EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren heran. Das EBITDA, als erste wesentliche Steuerungsgröße, resultiert aus dem um das Zinsergebnis, den Ertragsteuern, den Abschreibungen und den außergewöhnlichen Ergebniseffekten bereinigten Jahresüberschuss. In Bezug auf die genannten, steuerungsrelevanten, finanziellen Leistungsindikatoren haben wir zu Beginn des Geschäftsjahres separate Prognosewerte aufgestellt.

Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Jahresüberschuss 2.279 2.660
Abschreibungen 722 375
Ertragsteuern 1.118 1.169
Cash-Flow 4.119 4.204
Zinsaufwendungen 574 264
Zinserträge -87 -10
EBITDA 4.606 4.458

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt das EBITDA TEUR 4.606 und liegt damit um TEUR 148 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.458).

Das EBIT dient als zweite wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA.

2023
in TEUR
2022
in TEUR
EBITDA 4.606 4.458
Abschreibungen -722 -375
EBIT 3.884 4.083

Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBIT TEUR 3.884 und liegt damit um TEUR 199 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.083).

Die für uns steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT haben sich entgegengesetzt entwickelt. Während das EBITDA noch um 3,3 % gestiegen ist, ist das EBIT mit 4,9 % rückläufig, aber weiterhin deutlich positiv. Die steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren verdeutlichen, dass die operative Ertragskraft der Böhm Kabeltechnik GmbH weiterhin als positiv zu beurteilen ist. Die positive Entwicklung wird auch bei Zugrundelegung der EBITDA- und EBIT-Margen deutlich. Die genannten Rentabilitätskennzahlen drücken aus, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz erzielt wurde und sie ergeben sich aus dem Verhältnis von EBITDA bzw. EBIT zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres:

2023
in %
2022
in %
EBITDA-Marge 5,20 4,70
EBIT-Marge 4,39 4,30

Die vom Finanz- und Steuerergebnis unabhängigen Rentabilitätskennzahlen verdeutlichen, dass sich der operative Bereich gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert deutlich positiv darstellt.

Entsprechend der Lageberichterstattung des Vorjahres haben sich die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren stabilisiert und befinden sich jeweils nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. In Bezug auf die Prognose für die von uns zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr verweisen wir auf unsere Ausführungen im anschließenden Prognosebericht.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mangels Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Böhm Kabeltechnik GmbH wird von einer Darstellung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren abgesehen.

6. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Für das Berichtsjahr ergibt sich wie im Vorjahr insgesamt ein positiver Geschäftsverlauf. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist lediglich preisbedingt. Mengenmäßig konnten die Umsätze geringfügig gesteigert werden. In Bezug auf die von der Böhm Kabeltechnik GmbH herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren verzeichnet die Gesellschaft beim EBIT sowie beim Jahresergebnis leichte Rückgänge, konnte aber insgesamt ein hohes Niveau halten. Beim EBITDA konnte die Gesellschaft einen leichten Anstieg realisieren. Insgesamt sind die finanziellen Leistungsindikatoren ebenso wie das Jahresergebnis weiterhin deutlich positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist weiterhin als positiv zu beurteilen.

III. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung im Prognosezeitraum

Als Prognosezeitraum haben wir entsprechend DRS 20 (Fassung 4. Dezember 2012) einen Zeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, zugrunde gelegt. Der Prognosezeitraum umfasste daher den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024. Für Zwecke der Prognose der von uns herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT bedienen wir uns der qualifiziert-komparativen Prognose.

Das ifo-Institut rechnet lediglich mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft im Winterhalbjahr und erwartet weltweit für 2024 lediglich ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,0 %. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird dabei lediglich ein Wachstum von 1,0 % und für die Schwellenländer von 3,8 % erwartet. Für Deutschland hat die Bundesregierung die preisbereinigte Wachstumsprognose im Februar 2024 auf 0,2 % gesenkt.

Die Prognose unseres Geschäftsjahres 2024 wird im erheblichen Maße auch durch die branchenspezifische Entwicklung der Elektroindustrie beeinflusst, wobei die Auswirkungen aus dem fortdauernden Ukrainekrieg, der Energiekrise, der Inflation und der zum Teil immer noch angespannten Lieferketten weiterhin die Vorhersagen deutlich erschweren. Die wesentlichen Annahmen, auf denen der folgende Prognosebericht beruht, resultieren daher aus der voraussichtlichen Entwicklung der genannten Branche.

Für 2024 erwartet der ZVEI aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für die reale Produktion einen Rückgang von 2 %. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie hat sich im Januar 2024 im Vergleich zum Vormonat allerdings aufgehellt, auch wenn die Lage unterm Strich unverändert gesehen wird. Lediglich 26 % der Elektrofirmen bewerten ihre wirtschaftliche Lage als schlecht. 52 % der Elektrounternehmen sehen die wirtschaftliche Lage als unverändert an, 22 % der Elektrofirmen bewerten diese als gut. Aber die allgemeinen Geschäftserwartungen kletterten deutlich nach oben.

Für den Kupferkurs erwarten wir 2024 zwar steigende Kurse, gehen aber aufgrund von zu Beginn des Jahres 2024 verschobenen Projekten für 2024 von rückläufigen Umsatzerlösen aus. Dennoch rechnen wir mit Umsatzerlösen von rund 80 Mio. EUR. Hier machen sich unsere größere Marktdurchdringung sowie die erhöhten Lagerkapazitäten positiv bemerkbar. Aufgrund der weltweiten Krisen und der anhaltenden Inflationsrisiken, auch wenn sich die Inflation mittlerweile wieder abgeschwächt hat, ist auch vor dem Hintergrund der weiter angestrebten wirtschaftlichen Entkoppelung der westlichen Staaten von Russland eine verlässliche Prognose für 2024 aber nur schwer möglich.

Bei den Umsatzerlösen gehen wir daher von einem Rückgang von rund 10 % aus, beim Ergebnis sowie bei den für die zur Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA erwarten wir einen ähnlichen Rückgang, womit wir aber weiterhin deutlich positive Ergebnisse erzielen.

Für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verzichten wir mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Böhm Kabeltechnik GmbH auf die Abgabe von Prognosewerten.

2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zu der Prognose von dem zu erwartenden Geschäftsverlauf und der Lage

Für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum erwarten wir sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Ergebnis und den finanziellen Leistungsindikatoren einen Rückgang, aber weiterhin deutlich positive Ergebnisse.

Die aktuelle Situation der Gesellschaft ist trotz der sich weiter verschärfenden weltweiten Krisen (z.B. Ukraine- und Gazakrieg) aufgrund der von uns frühzeitig getroffenen Risikovorsorgemaßnahmen weiterhin von einer allgemeinen positiven Grundhaltung sowie von Zuversicht und Optimismus geprägt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Einen sehr großen Risikofaktor stellt weiterhin der Ukrainekrieg und die damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen sowie die weiter vorangetriebene wirtschaftliche Entkoppelung der westlichen Länder von Russland dar. In 2023 neu hinzugkommene Risiken sind der Gazakrieg und die Immobilienkrise in China. Der Gazakrieg selbst hat zwar noch keine unmittelbaren wesentlichen Folgen für die Weltwirtschaft, aber auch hier sind die Folgen bei einer Ausweitung des Kriegs und dem Eintreten anderer Regionalmächte, wie dem Iran nicht absehbar. Auch geht von China ein erhöhtes Risiko durch die Immobilienkrise für die Weltwirtschaft aus, wo hohe Schulden von Unternehmen und Privathaushalten die Bauwirtschaft belasten.

Ein weiteres erhebliches Risiko stellt die Inflation dar, für die zwar für 2024 ein weiterer Rückgang erwartet wird. Allerdings könnten weitere Schocks bei den Energiepreisen sowie bei den Lebensmittelpreisen, insbesondere durch Naturkatastrophen, die Inflation wieder ankurbeln.

Auch wenn die Corona-Pandemie in 2023 letztlich für uns kein wesentliches Problem darstellte, stellt die Corona-Pandemie bzw. andere neuartige Viren und damit einhergehende Pandemien weiterhin ein erhebliches Risiko dar. Durch deutlich aggressivere oder gefährlichere Varianten kann es möglicherweise wieder zu erneuten Einschränkungen im öffentlichen Leben oder Stillstand des Geschäftslebens kommen.

Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Branchenspezifische Risiken ergeben sich im Wesentlichen weiterhin aus dem in der Elektrobranche bestehenden hohen Preisdruck. Dazu tragen weiterhin die bestehenden Zentralisierungsbestrebungen im Elektrogroßhandel bei. Auch im vergangenen Geschäftsjahr sind weitere bisher eigenständige Unternehmen Konzernen beigetreten oder haben Einkaufsgesellschaften gegründet, um am Markt nach wie vor bestehen zu können. Diese Entwicklung wird sich auch zukünftig fortsetzen.

Als ertragsorientiertes Risiko ist die Inflation und hier insbesondere die Energiepreisentwicklung zu nennen. In Folge des Ukrainekriegs sind gerade zu Beginn des Kriegs die Energiekosten signifikant gestiegen. Zwar sind die Energiekosten im Laufe des Berichtsjahres zurückgegangen, verharren jedoch inzwischen auf einem Niveau, das deutlich über dem der Zeit vor dem Ukrainekonflikt liegt. Durch den Ausbau eigener Solaranlagen wollen wir uns energietechnisch unabhängiger machen. Der Fuhrpark des Unternehmens wird auch vermehrt auf E-Mobilität umgestellt.

Darüber hinaus stellt der Arbeitskräftemangel ein kurz- und mittelfristig bedeutendes Risiko für die Geschäftstätigkeit für Unternehmen in Deutschland und auch darüber hinaus dar. Dem Mangel an Arbeitskräften begegnet die Gesellschaft mit der seit langer Zeit bewährten eigenen Ausbildung von Fachkräften. Im kaufmännischen Bereich konnte damit der sich entwickelnde Personalbedarf gedeckt werden. Bei sinkenden Bewerberzahlen werden die bisherigen Bemühungen durch Nutzung sozialer Medien intensiviert und auch wieder auf den gewerblichen Bereich ausgedehnt, um so dem Risiko des Fachkräftemangels entgegen zu wirken.

Ein weiteres in den letzten Jahren zunehmendes Risiko stellt die Cybersicherheitslage dar. Hier haben sich die Bedrohungen erheblich verschärft hat. Die Gesellschaft hat sich in Bezug auf die organisatorische und technische Anpassung der internen IT-Landschaft angepasst und wird sich hier weiter gemäß einschlägigen Best-Practice-Empfehlungen von Beratern und Dienstleistern gegen Angriffe wappnen und durch vorbeugende Maßnahmen vorbereiten.

Beschaffungsrisiken

Risiken liegen, wie in den Vorjahren, in der Entwicklung der Rohstoffpreise, welche sich in 2023 auf hohem Niveau eingependelt haben. Sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite werden Vereinbarungen über Metallpreise nur kurzfristig getroffen, um das Kursrisiko zu reduzieren. Den Rohstoffpreisschwankungen, die in der Branche insbesondere beim Kupfer Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage nehmen, begegnen wir jedoch unterjährig mit Kupferpreisabsicherungsgeschäften. Aufgrund der mittlerweile recht sprunghaften Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten, wird das zur Minimierung der damit verbundenen Risiken eingeführte Verfahren zum Rohstoffmanagement weiter vorangetrieben. So decken wir bei Bedarf das Risiko fallender Kupferpreise durch den Abschluss eines Rohstoffderivates ab und nutzen dennoch die Chance, von möglichen Wertsteigerungen zu profitieren. Da zum Bilanzstichtag steigende Kurse zu verzeichnen waren, war zum Bilanzstichtag der Abschluss entsprechender Derivate nicht erforderlich. Ein wesentlicher Faktor zur Minimierung unseres Beschaffungsrisikos ist unser Beschaffungsmanagement. Zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit der Einkaufserfolge wurde die Einkaufsstrategie durch den Abschluss neuer Verträge mit verbesserten Konditionen weiter ausgebaut und die internationalen Bezugsquellen systematisch weiterentwickelt.

Qualitätsrisiken

Wesentliche Risiken können sich aus nicht erkannten Materialfehlern ergeben, die angesichts der hohen Stückzahlen der abgesetzten Produkte zu nennenswerten Garantieaufwendungen führen können. Ursachen hierfür sind unter anderem die immer kürzer werdenden Produktzyklen, die komplexeren Anforderungen an die Produkte und dass sich auch bei höchstmöglicher Qualitätskontrolle Fehler nicht vollständig ausschließen lassen. Das Unternehmen versucht im Rahmen kontinuierlicher Prozessverbesserungen, z. B. im Rahmen der Wareneingangskontrolle und interner Prüfungen und Audits, das Risiko zu minimieren. Es wird darauf ankommen, auch künftig für diese unvermeidlichen Restrisiken einen angemessenen Versicherungsschutz vorzuhalten. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos für den verbleibenden Prognosezeitraum als gering ein. Dem Garantierisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum derzeit nicht ersichtlich. Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote in Höhe von 35,9 % (Vorjahr: 29,1 %) aus. In den vergangenen Jahren wurde auf Ausschüttungen verzichtet, folglich wurde das Eigenkapital kontinuierlich aufgebaut und beträgt nunmehr TEUR 10.492. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen ist aufgrund der zum Bilanzstichtag noch freien Kontokorrentlinien zum Bilanzstichtag für den Prognosezeitraum sichergestellt.

Gesamtbild der Risikolage der Böhm Kabeltechnik GmbH

Die Risikosituation der Gesellschaft hat sich aufgrund der oben erläuterten Risiken in einigen Bereichen weiter verschärft, wobei das wesentliche Risiko derzeit der Ukrainekrieg mit all seinen Folgen darstellt. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lassen sich derzeit nicht mit hinreichender Sicherheit bestimmen. Aus den übrigen Risiken sind für die Böhm Kabeltechnik GmbH keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig gefährden könnten. Die dargestellten Risiken werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt und vor dem Hintergrund der ohnehin geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten der genannten Risiken die quantitativen Angaben für den verständigen Adressaten nicht wesentlich wären. Die Einschätzung der genannten Risiken wurden mit Ausnahme des Ukrainekriegs zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Risiken wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt.

2. Chancenbericht

Branchenspezifische Chancen

In unserer Kundschaft bestehen, wie in der gesamten Elektrobranche, aufgrund des Kosten- und Wettbewerbsdrucks weiterhin Bestrebungen, Lagerbestände zu optimieren und in Verbindung mit logistischen Services wie 24-Stunden-Lieferung und Nachtsprüngen auf unsere breite Lagerproduktpalette zurückzugreifen.

Die Produktpalette wurde weiter gezielt um margenträchtige Spezialprodukte erweitert, um sich vom Massenmarkt abzuheben und zusätzliche Umsätze bei Spezialleitungen und -kabeln zu generieren. Diese Entscheidung hat dazu geführt, dass wir unsere Logistik um einen weiteren Standort erweitert haben.

Im gesamten Unternehmen werden die digitalen Prozesse weiterhin konsequent verbessert und umgesetzt.

Großes Potenzial für die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit sehen wir weiterhin in der Intensivierung unserer strategischen Partnerschaften in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und auch darüber hinaus. Die Erschließung neuer und bestehender Märkte kann durch einen maßvollen Ausbau unseres Vertriebs, durch Neukunden-Akquise insbesondere im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus, des Exportgeschäftes sowie die Bindung unseres aktiven Kundenstammes und den bereits abgeschlossenen Rahmenverträgen weiter vorangetrieben werden, um so regionalen Konjunkturrisiken entgegenzuwirken.

Gesamtbild der Chancenlage der Böhm Kabeltechnik GmbH

Die Chancensituation für die Böhm Kabeltechnik GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die dargestellten Chancen werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Chancen wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Chancen wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Chancen in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Chancen nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten.

3. Risikomanagementsystem

Bei der Böhm Kabeltechnik GmbH ist das standardisierte Risikomanagementsystem zur Früherkennung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssysteme der Gesellschaft. Es umfasst neben der systematischen Identifikation die Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind in unserem Managementhandbuch geregelt. Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Unsere Gesellschaft verfügt hierzu über ausreichend Liquidität. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Der mit der TARGO Commercial Finance AG, Mainz geschlossene Vertrag dient der Minimierung des Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Iserlohn, 28. März 2024

Böhm Kabeltechnik GmbH

gez. Georg Böhm, Geschäftsführer

gez. Carsten Böhm, Geschäftsführer

gez. Nadine Böhm-Kopitz, Geschäftsführerin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BÖHM KABELTECHNIK GMBH, ISERLOHN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 8.586.025,58 8.783.036,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 147.498,00 132.035,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.498,00 132.035,00
II. Sachanlagen 8.400.844,00 8.529.009,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.956.481,00 8.256.737,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11,00 11,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 444.352,00 272.261,00
III. Finanzanlagen 37.683,58 121.992,44
1. Beteiligungen 37.683,58 121.992,44
B. UMLAUFVERMÖGEN 20.550.840,40 19.409.809,66
I. Vorräte 16.148.891,12 17.186.049,56
1. fertige Erzeugnisse und Waren 16.169.153,00 17.195.598,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -20.261,88 -9.548,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.300.756,62 1.945.932,11
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 321.660,36 347.807,02
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 429.707,75 183.693,87
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.549.388,51 1.414.431,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 101.192,66 277.827,99
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 62.614,08 77.671,15
29.199.480,06 28.270.517,25

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.491.871,15 8.212.923,93
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 7.212.923,93 4.552.450,52
III. Jahresüberschuss 2.278.947,22 2.660.473,41
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.320.227,00 2.449.557,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.370.232,00 1.405.137,00
2. Steuerrückstellungen 232.695,00 422.020,00
3. sonstige Rückstellungen 717.300,00 622.400,00
C. VERBINDLICHKEITEN 16.387.381,91 17.608.036,32
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.451.306,48 9.355.994,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.639.394,62 7.193.861,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.816,72 600.987,68
4. sonstige Verbindlichkeiten 276.864,09 457.192,62
- davon aus Steuern: EUR 172.605,65 (Vorjahr: EUR 292.657,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.105,79 (Vorjahr: EUR 6.862,70)
29.199.480,06 28.270.517,25

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 88.499.773,42 94.883.573,81
2. sonstige betriebliche Erträge 209.753,28 337.287,29
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -75.413.394,58 -82.320.016,82
4. Personalaufwand -4.964.075,70 -4.754.018,87
a) Löhne und Gehälter -4.362.213,21 -4.220.070,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -601.862,49 -533.947,94
- davon für Altersversorgung: EUR 32.325,99 (Vorjahr: EUR 32.907,80)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -487.730,80 -374.590,01
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.987.446,17 -3.800.010,20
7. Erträge aus Beteiligungen 261.900,00 107.640,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.858,92 10.183,38
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -234.308,86 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -574.150,72 -263.723,14
- davon aus Abzinsung: EUR 25.045,00 (Vorjahr: EUR 25.863,00)
- davon an Gesellschafter: EUR 4.621,37 (Vorjahr: EUR 4.662,61)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.118.231,57 -1.169.101,39
12. Ergebnis nach Steuern 2.278.947,22 2.657.224,05
13. sonstige Steuern 0,00 3.249,36
14. Jahresüberschuss 2.278.947,22 2.660.473,41

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn

I. Allgemeines

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Böhm Kabeltechnik GmbH erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags waren nicht zu beachten. Die Böhm Kabeltechnik GmbH erfüllt die Voraussetzungen einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB.

Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes Iserlohn unter der Nummer HRB 1219 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Iserlohn.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Abweichungen

Im Berichtsjahr ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in den auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus ergeben sich keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung nicht kursgesichert sind, erfolgt gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahren zugrunde.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachgruppen zugrunde gelegt worden:

Jahre
Gebäude und Außenanlagen 7 - 33
technische Anlagen und Maschinen 3 - 6
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die direkt zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten. Wurden in den Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Die ausschließlich aus Handelsware bestehenden Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung der Handelsware wird die sogenannte doppelte Maßgeblichkeit beachtet, d.h. es wird jeweils der niedrigere Wert aus der Beurteilung nach dem Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt herangezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % des risikobehafteten Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz von rund 32,6 % abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Es ergeben sich aktive latente Steuern aufgrund der handelsrechtlich und steuerrechtlich abweichenden Wertansätze im Rückstellungsbereich und passive latente Steuern im Bereich des Anlagevermögens. Für den sich ergebenden Aktivüberhang wird von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von der Gesellschaft weiterhin kein Gebrauch gemacht.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und von 3,0 % bei den Renten aus. Der den Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %); es handelt sich um den tatsächlichen von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird nicht mehr der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre.

Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von TEUR 12 ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abzuzinsende Rückstelllungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zu Bilanzposten

Die Entwicklung des in der Bilanz erfassten Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen folgende Beteiligungsverhältnisse im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB:

Beteiligungsquote Eigenkapital
in TEUR
letztes Jahresergebnis
in TEUR
1) Böhm Kabel AG, Laufen (Schweiz) 50 % 5.018 1.809
2) SRICON Böhm Kabel GmbH, Norderstedt 50 % -10 -63
3) Bohm Kabel Russia LLC., St. Petersburg 50 % unbekannt unbekannt

zu 1): Per endgültigem Jahresabschluss zum 31.12.2022, die Umrechnung ist mit dem Devissenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 gemäß § 256a HGB erfolgt.

zu 2): Per endgültigem Jahresabschluss zum 31.12.2020

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 158) auf sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 163) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 283 (Vorjahr: TEUR 21).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personalkosten (TEUR 463), unterlassene Instandhaltungen (TEUR 135), Garantieleistungen (TEUR 40), Prüfungs- und Steuerberatungskosten (TEUR 39), Archivierungskosten (TEUR 27) sowie für übrige Kosten (TEUR 13) gebildet.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:

mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahre
TEUR
von mehr als fünf Jahre
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
davon gesichert
in TEUR
Art der Sicherung
1.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.122 4.082 2.247 9.451 7.053 Grundschulden, Grundpfandrecht, Raumsicherungsübereignung, Globalzession
(Vorjahr) (1.297) (4.844) (3.215) (9.356) 6.010
2.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.639 0 0 6.639
(Vorjahr) (7.194) (0) (0) (7.194)
3.) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 20 0 0 20
(Vorjahr) (601) (0) (0) (601)
4.) sonstige Verbindlichkeiten 277 0 0 277
(Vorjahr) (457) (0) (0) (457)
10.058 4.082 2.247 16.387
(Vorjahr) (9.549) (4.844) (3.215) (17.608)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen gleichzeitig sonstige Verbindlichkeiten dar.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

IV. Angaben zu GuV-Posten

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Umsatzerlöse werden zu rund 69 % im Inland und zu rund 31 % im Ausland erwirtschaftet. Der Umsatzerlöse werden dabei nahezu ausschließlich im Bereich des Kabelhandels erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 24 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 60 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie bereits im Vorjahr keine Währungsgewinne.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungen in Höhe von TEUR 234 wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Ausbuchung von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 14 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie bereits im Vorjahr keine Währungsverluste.

Die Zinsen und ähnliche Erträge bzw. die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten wie bereits im Vorjahr keine periodenfremden Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten keine periodenfremden Steuererträge beziehungsweise -aufwendungen aus Vorjahren.

Mit Ausnahme der außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligungen in Höhe von TEUR 234 hat die Gesellschaft im Berichtsjahr keine weiteren positoven oder negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge erzielt.

V. Sonstige Angaben

Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:

Angestellte 36
gewerbliche Mitarbeiter 27
Auszubildende 6
Aushilfen 3
Geschäftsführer 3
75

Es besteht ein nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB in Form von echtem Factoring. Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements haben wir den überwiegenden Teil unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des echten Factorings an eine Factoring-Gesellschaft veräußert. Die am 31.12.2023 veräußerten und somit nicht zu bilanzierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.932. Die durch das Factoring generierte zusätzliche Liquidität wird zur vermehrten Inanspruchnahme von Lieferantenskonti verwendet.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.162, von denen TEUR 405 innerhalb eines Jahres fällig sind.

Leasingverträge wurden im üblichen Umfang abgeschlossen. Bestellobligos bestehen zum Bilanzstichtag im üblichen Rahmen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 43. Davon entfallen TEUR 25 auf die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, TEUR 13 auf Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 5 für sonstige Beratungsleitungen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.279 auf neue Rechnung vorzutragen.

Zu Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum folgende Personen bestellt:

Herr Carsten Böhm, Kaufmann,

Herr Georg Böhm, Kaufmann,

Frau Nadine Böhm-Kopitz, Kauffrau.

 

Iserlohn, 28. März 2024

Böhm Kabeltechnik GmbH

gez.Georg Böhm, Geschäftsführer

gez. Carsten Böhm, Geschäftsführer

gez. Nadine Böhm-Kopitz, Geschäftsführerin

Datum der Feststellung: 11. April 2024

--- ANSCHAFFUNGSKOSTEN ---
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 295.422,44 72.028,75 0,00 367.451,19
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.225.447,28 4.695,00 0,00 10.230.142,28
2. technische Anlagen und Maschinen 108.619,56 0,00 0,00 108.619,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 742.821,49 446.817,05 159.595,80 1.030.042,74
11.076.888,33 451.512,05 159.595,80 11.368.804,58
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 135.391,82 150.000,00 0,00 285.391,82
11.507.702,59 673.540,80 159.595,80 12.021.647,59
--- KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN ---
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.387,44 56.565,75 0,00 219.953,19
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.968.710,28 304.951,00 0,00 2.273.661,28
2. technische Anlagen und Maschinen 108.608,56 0,00 0,00 108.608,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.560,49 126.214,05 11.083,80 585.690,74
2.547.879,33 431.165,05 11.083,80 2.967.960,58
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 13.399,38 234.308,86 0,00 247.708,24
2.724.666,15 722.039,66 11.083,80 3.435.622,01
--- BUCHWERTE ---
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.498,00 132.035,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.956.481,00 8.256.737,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11,00 11,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 444.352,00 272.261,00
8.400.844,00 8.529.009,00
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 37.683,58 121.992,44
8.586.025,58 8.783.036,44

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Böhm Kabeltechnik GmbH, Iserlohn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Iserlohn, 28. März 2024

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
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gez. Diplom-Kaufmann Andreas Wachtel, Wirtschaftsprüfer

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