S.W.I.S. GmbH
Selbe AdresseHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastian Siebert seit 1.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALUCOM AGLudwigshafenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der ALUCOM AG - Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein, HRB 66055 - für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des Aktiengesetzes (§§ 150 ff. AktG) aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert haben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die für die planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten ursprünglichen Nutzungsdauern betragen fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen bei Bauten auf fremden Grundstücken zehn Jahre und bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten sowie Sondereinzelkosten angemessene anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen, soweit sie auf die Herstellung entfallen. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt unter Berücksichtigung der individuellen Einsatzmöglichkeit ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer verminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. den Verkaufspreisen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Kassenbestände und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen eingestellt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projizierte Einmalbeitragsmethode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Abzinsungsfaktor wurde aufgrund des § 253 Abs. 2 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %) angesetzt. Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (i. Vj. 3,0 %), der Rententrend mit 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Hierbei wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Hierbei werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz des aktivischen Überhangs an latenten Steuern wird nicht ausgeübt. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben. (2) Vorräte Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Mit der Eurofactor GmbH, Oberhaching, wurde im April 2019 ein Factoringvertrag geschlossen. Zum Bilanzstichtag waren im Rahmen dieses Factoringvertrags Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.229 (i. Vj. TEUR 1.116) an die Eurofactor GmbH verkauft. (4) Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 50 setzt sich aus 50.000 Stückaktien zu je EUR 1 zusammen. Bis zum 13. Juli 2023 wurden diese vollumfänglich von der Plahoma Eight AG, Ludwigshafen am Rhein, gehalten. Seit 13. Juli 2023 werden 70 % der Anteile von der Milon Capital GmbH, Wien/Österreich, und 30 % von der Berenice Holding AG, München, gehalten. (5) Rückstellungen für Pensionen Aus der Abzinsung dieser Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (1,83 %) statt sieben (1,75 %) Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 28, der der Ausschüttungssperre unterliegt. (6) Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 663) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 186). (7) Verbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2023 sind sämtliche Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus sind alle Verbindlichkeiten ungesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEUR 30 (i. Vj. TEUR 33) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten stellt sich wie folgt dar:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf geographische Märkte ergibt sich aus folgender Darstellung:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Kursgewinne mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 24). (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste mit TEUR 95 (i. Vj. TEUR 16). (4) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Ausweis enthält den Zinsanteil in den Zuführungen zu den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen mit TEUR 26 (i. Vj. TEUR 25). V. Sonstige Angaben (1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge in Höhe von insgesamt TEUR 647 (i. Vj. TEUR 685). Die Verteilung auf die Folgejahre ergibt sich wie folgt:
Das Bestellobligo beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 22 (i. Vj. TEUR 833). (2) Anzahl Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 63 (i. Vj. 63) Mitarbeiter, die sich wie folgt aufteilen:
(3) Mitglieder des Vorstands und Vorstandsbezüge Im Berichtszeitraum gehörten folgende Personen dem Vorstand der Gesellschaft an:
Da nur ein Vorstandsmitglied Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (4) Mitglieder des Aufsichtsrats Im Berichtszeitraum gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an:
Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung erhalten. (5) Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen. (6) Konzernzugehörigkeit und Offenlegung Die Gesellschaft wird in keinen Konzernabschluss einbezogen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht. (7) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.779 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ludwigshafen am Rhein, den 28. März 2024 ALUCOM AG Bastian Siebert Sabine Decker Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlage der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft 2. Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Personal 4. Investitionen 5. Finanzlage 6. Vermögenslage 7. Ertragslage 8. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancen- und Risikobericht D. Angabe zum Bericht nach § 312 Aktiengesetz A. Grundlage der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, die Vermarktung und der Vertrieb von chemischen Erzeugnissen, insbesondere von Aluminiumverbindungen, für die Papierindustrie, das Baugewerbe, die chemische Industrie und verwandte Industrien sowie Wasserbehandlung. Die ALUCOM AG, Ludwigshafen am Rhein (im Folgenden auch kurz ALUCOM), gehört in Deutschland zu den größten Produzenten von Aluminiumverbindungen, anorganischen Fällungsmitteln, speziellen Aluminiumhydroxiden, -chloriden, -sulfaten und -aluminaten sowie Mischungen mit Eisensalzen. ALUCOM vertreibt ihre Produkte in den folgenden drei Geschäftsbereichen, welche insbesondere die wesentlichen Kundengruppen und Anwendungsbereiche der Produkte widerspiegeln:
Mit ihren Produkten auf Basis eigener Aluminiumverbindungen bietet ALUCOM ihren Kunden Lösungen für die Industrie, Papier- und Wasserbehandlung an. Darüber hinaus werden spezielle Produkte für die Bauindustrie, wie z.B. Betonbeschleuniger, angeboten. Sämtliche Produkte werden am Standort in Ludwigshafen am Rhein produziert. 2. Forschung und Entwicklung Die ALUCOM AG hat eine eigene Entwicklungsabteilung mit derzeit vier Mitarbeitern. Im September 2021 wurde die Funktion Qualitätskontrolle (QC) vom bisherigen Dienstleister am Standort, der ICL Ludwigshafen Service GmbH (ICL), mit zwei Mitarbeitern übernommen. Im Zuge dieser Übernahme wurde ein modernes QC-Labor komplett neu eingerichtet. Gleichzeitig erfolgte der Umzug der Entwicklungsabteilung in vollständig frisch renovierte Labore und Büros. Es werden kontinuierlich Verbesserungen und innovative Lösungen auf Basis vorhandener Produkte entwickelt. Weiterhin werden aus den bei ALUCOM vorhandenen Stoffen leistungsstärkere Produkte entwickelt und damit die Produktpalette den aktuellen Herausforderungen angepasst. Die Aufwendungen der Gesellschaft für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 495 (i. Vj. TEUR 533). B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Ein schwieriges Jahr geht für die chemisch-pharmazeutische Industrie zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. "Wir befinden uns mitten in einem tiefen, langen Tal. Und noch ist unklar, wie lange wir es durchschreiten müssen", kommentiert der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Markus Steilemann, die Lage. Ein schneller Aufschwung sei nicht in Sicht. Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 % zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 % nicht ausgelastet. Die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika drosselten ihre Produktion um 10 %. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 %. Auch die Pharmasparte hatte nach dem Impfstoffboom mit schlechten Standortbedingungen zu kämpfen und büßte 3 % ein. Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 % niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 % auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 % niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 % günstiger als im Vorjahr. Zum Jahresende herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 % erwartet. Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 % rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. (Quelle: Pressemitteilung des VCI vom 15. Dezember 2023). 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Umsatzziel von EUR 25,9 Mio. genau erreicht und lag 2 % über dem Umsatz im Vorjahr 2022. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 haben sich die einzelnen Tätigkeitsgebiete der ALUCOM wie folgt entwickelt:
Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in der chemischen Industrie konnte im Marktsegment Industrie der Umsatz nachfragebedingt um ca. 32 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür waren Lieferengpässe bei bestehenden Lieferanten vereinzelter Kunden, die die ALUCOM nutzen konnte. Im Bereich Papier hingegen ging der Umsatz gegenüber Vorjahr im Wesentlichen mengenbedingt um 14 % zurück. Die Branche befindet sich in einer anhaltenden wirtschaftlichen Krise. Steigende Kosten und gleichzeitig sinkende Nachfrage schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Papierindustrie. Im Bereich Wasser fiel der Umsatz im Jahr 2023 nach einem außerordentlich starken Umsatz in 2022 um 4 % geringer aus. Die in 2022 entstandenen Lieferengpässe bei Flockungsmitteln für die Phosphatfällung in Kläranlagen haben sich in 2023 wieder aufgelöst. Dennoch konnte die ALUCOM ihre Marktposition weitgehend halten. Die Nachfrage im Marktsegment Bau war gegenüber 2022 mengenmäßig nahezu unverändert. Eine Verschiebung zu Produkten mit niedrigeren Preisen hat allerdings zu einer Reduzierung in den Umsatzerlösen um ca. 23 % geführt. 3. Personal Die ALUCOM AG beschäftigte am 31. Dezember 2023 72 Mitarbeiter. Im laufenden Geschäftsjahr wurden elf Mitarbeiter neu eingestellt, sieben Mitarbeiter haben die ALUCOM verlassen. ALUCOM kann auf einen langjährigen und bewährten Mitarbeiterstamm insbesondere in der Produktion zurückgreifen. Dies ist aufgrund des bestehenden Know-hows von großer Bedeutung. Die ALUCOM beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 sieben Auszubildende. Im laufenden Geschäftsjahr hat die ALUCOM AG einen Auszubildenden übernommen und drei neue Auszubildende eingestellt, darunter einen Auszubildenden im Bereich Elektronik für Betriebstechnik. Aufgrund unseres Engagements in der Ausbildung haben wir, wie im Vorjahr, von der IHK Pfalz als Dank die Urkunde "Ausbildungsbetrieb 2023" erhalten. 4. Investitionen Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Investitionen in Höhe von TEUR 374 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Es handelte sich im Wesentlichen um Investitionen für den Produktionsbetrieb. 5. Finanzlage Am Ende der Berichtsperiode weist die Gesellschaft einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 3.105 (i. Vj. TEUR 1.586) aus. Als zusätzliche Finanzierung standen der ALUCOM Zuzahlungen in die Kapitalrücklage seitens der ehemaligen Gesellschafterin Plahoma Eight AG, Ludwigshafen am Rhein, in Höhe von insgesamt TEUR 500 sowie ein Darlehen der Sparkasse Vorderpfalz (TEUR 1.500) zur Verfügung. 6. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 142 gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf Neuinvestitionen in Ersatzbeschaffungen und Arbeitssicherheit in der Produktion zurückzuführen. Den Zugängen stehen planmäßige Abschreibungen mit TEUR 217 gegenüber. Bedingt durch den stabilen Geschäftsverlauf und leicht sinkende Rohstoffpreise sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegenüber dem hohen Bestand im Vorjahr um TEUR 428 gesunken. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse nahmen dagegen um TEUR 494 zu. Insgesamt nahmen die Vorräte somit um TEUR 66 leicht zu. Zum 31. Dezember 2023 weist die ALUCOM Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.878 aus. Diese sind aufgrund eines intensivierten Forderungsmanagements und eines erhöhten Factoringvolumens um TEUR 302 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die flüssigen Mittel sind von TEUR 1.586 im Vorjahr auf TEUR 3.105 zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Wesentlicher Grund hierfür ist eine kurzfristige Termingeldanlage in Höhe von TEUR 1.500. Das Eigenkapital liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 4.771 leicht über dem Vorjahresbetrag (TEUR 4.708). Die Veränderung resultiert aus den Zuzahlungen in die Kapitalrücklage (TEUR 500), denen der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 437 entgegensteht. Insgesamt beläuft sich die Kapitalrücklage damit zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.500 (i. Vj. TEUR 6.000). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 47,0 % (i. Vj. 53,9 %). Zum Ende des Berichtsjahres liegen die Rückstellungen mit TEUR 2.274, gegenüber TEUR 2.337 im Vorjahr, fast genau auf dem gleichen Niveau. Die Pensionsrückstellungen sind von TEUR 1.319 auf TEUR 1.373 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind leicht von TEUR 959 auf TEUR 900 gesunken. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft. Wie bereits zur Finanzlage beschrieben, besteht zum 31. Dezember 2023 eine kurzfristige Darlehensverpflichtung in Höhe von TEUR 1.500, die entsprechend unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen ist. Mit TEUR 106 sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.663) nur unwesentlich auf TEUR 1.557 zurückgegangen. 7. Ertragslage Die Gesellschaft schloss im Geschäftsjahr 2023 schlechter als im Vorjahr ab, jedoch deutlich verbessert zu 2021. Im Berichtsjahr lag das negative Ergebnis vor Steuern bei TEUR 479 (i. Vj. TEUR 367). Ein wesentlicher Faktor für dieses Ergebnis sind einmalige Beratungskosten in Höhe von TEUR 164. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.917 werden im Wesentlichen in Deutschland und den übrigen Ländern der Europäischen Union erzielt. Die Tätigkeitsbereiche der Kunden umfassen Wasser/Papier, Industrie und Bau. Der Umsatz lag leicht über dem des Vorjahres (TEUR 25.438) und lag im Plan. Des Weiteren wird auf die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf in Gliederungspunkt B.2. verwiesen. Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 17.000 führt zu einer Materialaufwandsquote (=Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Erträgen und Bestandsveränderung) von 63,9 % und liegt somit über dem Vorjahr (61,9 %). Die erhöhte Quote ist vor allem auf die Aufwendungen für Rohstoffe zurückzuführen, die hauptsächlich wegen der Preissteigerungen von TEUR 14.550 in 2022 auf TEUR 15.541 in 2023 gestiegen sind. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich mit 63 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Der leicht gesunkene Personalaufwand liegt im Berichtsjahr bei TEUR 5.563, nach TEUR 5.692 im letzten Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 4.148 sind gegenüber 2022 (TEUR 4.192) - trotz der allgemein hohen Preissteigerungen - um TEUR 43 leicht rückläufig gewesen. Wie im Vorjahr enthalten die Aufwendungen hauptsächlich Ausgangsfrachten, Reparaturen und Aufwendungen für die laufende Unterstützung durch die Alleingesellschafterin (bis 13. Juli 2023) in Höhe von TEUR 363. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Beratungskosten. Das negative Zinsergebnis von TEUR 158 (i. Vj. TEUR 44) beinhaltet, wie im Vorjahr, die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen mit TEUR 26 (i. Vj. TEUR 25). Daneben sind die Zinsen für das im Berichtsjahr aufgenommene Darlehen enthalten, die die wesentliche Ursache für den Anstieg darstellen. 8. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird insbesondere über die Kennzahlen Umsatz (TEUR 25.917) und Ergebnis vor Steuern (TEUR -479) gesteuert. Zu diesen Kennzahlen wird auf die Erläuterungen zur Ertragslage in Gliederungspunkt B.7. verwiesen. Neben diesen finanziellen Leistungsindikatoren sind für die operative Tätigkeit der Gesellschaft auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (KPIs) insbesondere im Bereich Kundenzufriedenheit, Personal, Qualität, Gesundheit und Arbeitsschutz sowie Produktionsauslastung und Energieverbrauch von Bedeutung. Monatlich wird hierzu ein Management-Bericht mit den jeweiligen KPIs erstellt. Dieser Bericht sowie die Kennzahlen werden dann in einem Management Meeting besprochen und insbesondere bei Abweichungen zum Soll Maßnahmen festgelegt. Da diese Kennzahlen für die Steuerung der ALUCOM nicht die Bedeutung haben wie die finanziellen Leistungsindikatoren, wird für sie keine Prognose erstellt. Die einzelnen Kennzahlen betreffen u.a. - Kunden- und Lieferantenreklamationen sowie das Kundenfeedback/Kundenzufriedenheit. Der NPS (Net Promoter Score) wurde durch eine anonyme Umfrage bei unseren Kunden festgestellt und weist für die ALUCOM eine hohe Kundenzufriedenheit aus. - Produktionsauslastung: Die Auslastung der Anlagen lag wie im Vorjahr bei 84 %. - Kennzahlen zur Qualität in der Produktion (interne Warnungen und Produktkonformität). Beide Kennzahlen erfüllten ihr Soll zur vollsten Zufriedenheit. - Die Kennzahl Unfallhäufigkeit zur Beurteilung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes. Leider konnten wir das Ziel von null Arbeitsunfällen nicht erfüllen. Es ereigneten sich in 2023 zwei Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen. - Kennzahlen zur Verbesserung der Qualifizierung der Mitarbeiter. Der Qualifizierungsstand der Mitarbeiter wurde erfasst. Auf Weiterbildung und Schulung wird weiterhin großer Wert gelegt. Beispielsweise fanden für alle Mitarbeiter im Rahmen der Sicherheitstage zweimal Sicherheitsschulungen statt. - Überprüfung der Abarbeitung von Maßnahmen aus den externen und internen Audits. Im Rahmen des Management-Reviews wird der Fortschritt der Maßnahmen regelmäßig überprüft. Die ALUCOM liegt hier in einem guten Bereich. Die zugehörige Dokumentation wird optimiert werden. Durch eine intensive Kundenbetreuung bzw. Reklamationsbearbeitung werden Wünsche und Anregungen der Kunden frühzeitig aufgenommen. Der Vorstand stellt insgesamt fest, dass das Geschäftsjahr 2023 unter Berücksichtigung der weltweiten Krisen, insbesondere geprägt vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sehr zufriedenstellend verlaufen ist. Die Ertrags- sowie Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zeigen eine solide Struktur und sind aus Sicht des Vorstands die Grundlage für das Unternehmen, um zukünftig zu wachsen und seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Die Liquiditätssituation und Zahlungsfähigkeit waren im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 hat sich die Lage im europäischen Energiemarkt deutlich entspannt. Ein milder Winter hat dafür gesorgt, dass die Gasspeicher noch gut gefüllt sind, und die Ölpreise geraten durch globale Rezessionssorgen unter Druck. Dennoch liegt das aktuelle Preisniveau noch deutlich über dem der Jahre vor 2022. Allerdings führt die aktuelle Entwicklung erstmals seit vielen Monaten wieder zu einer Verbesserung im Geschäftsklima-Index. Für die ALUCOM sind die positiven Auswirkungen sinkender Energiepreise begrenzt. Die Energieversorgung des Standortes wird durch die MVV Enamic Ludwigshafen GmbH erbracht. Für 2024 wurde ein hoher Anteil des zu erwartenden Gasverbrauches bereits in den Vorjahren kontraktiert. Dadurch steigen die Energiekosten für das Jahr 2024 sogar deutlich. Für das Jahr 2024 rechnet ALUCOM mit einem preisbedingten Umsatzrückgang von ca. 5 % und einem ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern. Die Umsatzentwicklung ist voraussichtlich im Wesentlichen zurückzuführen auf sinkende Rohstoffpreise, die zu einer generellen Reduzierung des Preisniveaus in den Märkten führen wird. Das Geschäftsjahr 2024 soll insbesondere genutzt werden, um im Marktsegment Bau über eine deutliche Intensivierung der Vertriebsaktivitäten Wachstumspotenziale zu identifizieren und mittelfristig zu erschließen. In den Marktsegmenten Industrie und Wasser will ALUCOM die Marktposition weiter stabilisieren. Darüber hinaus ist es erklärtes Ziel, das Produktportfolio zu optimieren und interne Prozesse weiter zu verbessern. Die Auslastung der Produktion ist etwa auf dem gleichen Niveau wie 2023 geplant. Höheren Energiekosten stehen deutlich gesunkene Rohstoffkosten gegenüber, sodass die Gesamtkosten leicht sinken sollten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in einer Größenordnung von TEUR 300, im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen, geplant. 2. Chancen- und Risikobericht Chancen Die Gesellschaft verfügt über ein langjähriges Produktions-Know-how und bietet eine breite Produktpalette für unterschiedlichste Anwendungen an. Insbesondere im Marktsegment Bau hat Forschung und Entwicklung einen hohen Stellenwert, und mit individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Rezepturen besteht die Chance, Mengen - und damit auch Umsatz und Ergebnis - signifikant zu steigern. Durch kundennahe Produktentwicklungen im Bereich Wasser wurden bereits erste Erfolge erzielt. Es sollen weiterhin neue Absatzpotentiale geschaffen und vorhandene Absatzkanäle weiter gestärkt werden. Mittelfristig verfolgt der Vorstand das Ziel, die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten bzw. der Produktion zu steigern, um zusammen mit einem verstärkten Vertrieb Umsätze und Ergebnisse zu steigern. Risiken Die Gesellschaft hat im Oktober 2018 mit dem Geschäftsbetrieb gleichzeitig langfristige Verträge über die Miete von Produktionsgebäuden, Standortdienstleistungen und Energieversorgung übernommen. Im Falle einer Unterauslastung besteht das Risiko von Leerkosten. Der Vorstand wirkt diesem Risiko durch eine Intensivierung des Vertriebs, Einsparungsmaßnahmen sowie die selektive Kündigung von Standortdienstleistungen entgegen. Im Jahr 2023 waren die Rohstoffpreise gegenüber den Vorjahren relativ stabil. Dennoch bestehen weiterhin Risiken für Preissteigerungen von wichtigen Rohstoffen sowie mögliche Probleme in der Beschaffung. Diesen für die ALUCOM bedeutendsten Preis- und Lieferrisiken tritt die Gesellschaft mit der konsequenten Umsetzung einer Mehrlieferanten-Strategie entgegen. Das Management arbeitet weiterhin aktiv daran, den durch die Preiserhöhungen einsetzenden Margenverfall durch Preissteigerungen abzufangen und, wo möglich, zu kompensieren. Zur Minimierung dieses Risikos werden mit Kunden keine langfristigen Preisvereinbarungen mehr getroffen. Wegen der hohen Volatilität der Rohstoffkosten akzeptieren Kunden mittlerweile Monats- bzw. Quartalspreise. Weitere, im Vergleich zu den Preis- und Lieferrisiken in ihrer Bedeutung für die ALUCOM nachrangige Risiken, werden im Folgenden beschrieben. Im Verhältnis zueinander schätzt der Vorstand diese Risiken als gleichgewichtig ein. Forderungsausfallrisiken werden durch ein Kreditmanagementsystem und ein professionelles Forderungsmanagement begegnet. Ausfallrisiken wird außerdem durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Liquidität ist aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel gesichert, sodass der Gesellschaft ausreichend Mittel für Investitionen und die betrieblichen Erfordernisse zur Verfügung stehen. Fremdwährungsrisiken spielen eine untergeordnete Rolle, da sowohl Einkauf als auch Absatz überwiegend in Euro abgewickelt werden. Personelle Risiken vermeiden wir weitestgehend durch eine angemessene Qualifizierung der Mitarbeiter, durch die Ausbildung von Nachwuchskräften sowie wettbewerbsfähige Vergütungen. Dem Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern wird frühzeitig Rechnung getragen. Der Standort der Gesellschaft in Ludwigshafen am Rhein bietet dafür aufgrund der langen Tradition und der Größe der Chemieindustrie sehr gute Voraussetzungen. Grundsätzlich bestehenden Umweltrisiken wird durch regelmäßige Überprüfungen der technischen Anlagen und durch Zertifizierungen (z.B. ISO 9001; ISO 14001; ISO 50001) entgegengewirkt. Ebenso wird auf eine gute Ausbildung und Einweisung des Personals großen Wert gelegt. Der Vorstand geht davon aus, dass auch zukünftig keine wesentlichen Umweltrisiken entstehen werden. Für den Fall des Eintritts eines Umweltrisikos bestehen Notfallpläne und Ablaufszenarien, um die möglichen Auswirkungen bestmöglich und kurzfristig einzugrenzen. Alle Mitarbeiter sind angehalten, auftretende Risiken, die über das normale operative Geschäft hinausgehen, sofort dem Vorstand zu melden. Im Rahmen der Management-Besprechungen werden mit direktem Einbezug des Vorstands aktuell bekannte bzw. neue Risiken bewertet und geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt. Durch ein zeitnahes Erkennen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken in den oben genannten Bereichen von Fall zu Fall zielgerichtet entgegenzuwirken. Gesamtbeurteilung Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich gefährden, sind nach Einschätzung des Vorstands kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten. Weder aus den einzelnen Risiken noch aus der aggregierten Risikoposition hat sich im Berichtszeitraum eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ergeben. D. Angabe zum Bericht nach § 312 Aktiengesetz Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Die Gesellschaft erhielt bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die dem Vorstand im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
Ludwigshafen am Rhein, den 28. März 2024 ALUCOM AG Bastian Siebert Sabine Decker Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ALUCOM AG, Ludwigshafen am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALUCOM AG, Ludwigshafen am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALUCOM AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 17. Mai 2024 KPMG
AG
Bähr, Wirtschaftsprüfer Orth, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben in dem Geschäftsjahr 2023 umfassend und pflichtgemäß wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und für den Konzern wesentliche Geschäftsführungsmaßnahmen kontinuierlich begleitet und überwacht. Überwachung und Beratung durch den Aufsichtsrat umfassen insbesondere auch Nachhaltigkeitsfragen. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft und den Konzern eingebunden. Das Geschäftsjahr 2023 sah weiterhin fluktuierende Rohstoffpreise und eine deutliche Beeinträchtigung der Lieferketten und ihrer Zuverlässigkeit. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung in allen Bereichen informiert und ist schwierige Situationen stets direkt und erfolgreich angegangen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der beabsichtigten Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung unterrichtet und ist dabei unter Angabe von Gründen auch auf Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher berichteten Plänen und Zielen eingegangen. Weiter informierte er den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, unter anderem über die Rentabilität der Gesellschaft (insbesondere des Eigenkapitals), den Gang der Geschäfte (insbesondere den Umsatz, die Ergebnisentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Personalentwicklung der Gesellschaft) und über Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns und einzelner Konzernbereiche, die Unternehmensstrategie und - planung, das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die Compliance. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat über sämtliche Geschäftsvorgänge, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Darüber hinaus fand zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand ein ständiger Austausch zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements, der Compliance und wichtiger Einzelvorgänge sowie aktuell anstehender Entscheidungen statt. Jahres- und Konzernabschlussprüfung Der Aufsichtsrat den durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht eingehend geprüft. Das abschließende Ergebnis seiner eigenen Prüfungen führte zu keinerlei Einwendungen des Aufsichtsrats. Dieser stimmte den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, der damit festgestellt ist.
München, den 03. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Caspar Schilgen, Vorsitzender |
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