Realtime Technologies GmbH

Ackerstraße 29, 10115 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 201148
Eingetragen
8.11.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Entwicklung und der Betrieb von inländischen und ausländischen Internet- und Technologie-Projekten (mit Fokussierung auf mobile und Web-Applikationen) sowie damit verbundene Geschäfte, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Koschella
seit 8.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

13 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 13 angezeigt

Germany
31.471 €
73.86%
InReach Ventures I LP
United Kingdom
5.913 €
13.88%
Lifeline Ventures Fund IV Ky
Finland
2.900 €
6.81%
Villagecape Ventures Oy
Finland
386 €
0.91%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Realtime Technologies GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Realtime Technologies GmbH, Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

3. Chancen- und Risikobericht

4. Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Unternehmensgegenstand der Realtime Technologies GmbH ist die Entwicklung und der Betrieb von inländischen und ausländischen Internet- und Technologie-Projekten (mit Fokussierung auf mobile und Web-Applikationen) sowie damit verbundene Geschäfte, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Unter der Marke "Kayzen" (www.kayzen.io) betreibt das Unternehmen eine Online-Plattform, welche werbetreibenden Kunden die Möglichkeit bietet, in Eigenregie und in Echtzeit digitale Werbeflächen in Anwendungen auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets zu nutzen.

Die Plattform stellt den Kunden zudem standardisierte und individuelle Auswertungen zur Verfügung, um ihre Online-Werbeaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Dazu gehören insbesondere programmatische Kampagnen zur Nutzerakquise sowie die gezielte Ansprache von App-Entwicklern. Ebenso fungiert die Plattform als Kampagnenmanagement-Tool für Werbeagenturen.

Ein zentrales Anliegen von Kayzen ist es, das programmatische Online - Marketing demokratischer und transparenter zu gestalten. In dieser Branche sind häufig proprietäre, geschlossene Plattformen dominant, was die Kontrolle der Werbetreibenden über ihre Daten und Medieneinkäufe einschränken kann.

In diesem Zusammenhang bietet Kayzen eine Software-as a-Service (SaaS)-Lösung an, die es den Werbetreibenden ermöglicht, ihre programmatischen Werbeanzeigen intern zu verwalten und die damit verbundenen Kosten transparent abzubilden.

Kayzen ist in alle wichtigen mobilen In-App-Inventarquellen weltweit integriert und verarbeitet mehr als 130 Milliarden Anzeigenauktionen pro Tag. Durch die Technologieinfrastruktur können monatlich mehr als zwei Milliarden Nutzer in 200 Ländern und mehr als 400.000 Apps für Android und iOS erreicht werden.

Die Realtime Technologies GmbH wurde im Jahr 2018 von einem Team aus drei erfahrenen Online - Marketing - Fachleuten mit dem Hauptsitz in Berlin gegründet. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr in Deutschland durchschnittlich 18 Mitarbeiter. Darüber hinaus sind ca. 35 Mitarbeiter über eine Tochtergesellschaft in Indien tätig, im Wesentlichen für IT - Entwicklungsleistungen. Weiterhin sind Mitarbeiter im Rahmen internationaler Arbeitnehmerüberlassungen sowie weltweit mehrere freiberufliche Mitarbeiter für die Gesellschaft tätig. Die Geschäfte werden seit Beginn von dem Gründungsgesellschafter Tim Koschella, Berlin, geführt.

1.2 Forschung und Entwicklung Kaizen (改善) ist das japanische Wort für "Veränderung zum Besseren" und bezieht sich auf eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung auf allen Ebenen einer Organisation. Unser Projekt "Kayzen" - mit einem Y - behält dieses Konzept und steht auch als Mantra für die Branche selbst.

Das Entwicklungsteam setzt sich leidenschaftlich für die Lösung von Geschäfts- und Technologieproblemen ein. Die meisten haben sich in den letzten Jahren auf den Aufbau von Echtzeit - Anzeigenhandelssystemen konzentriert.

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten steht nunmehr die kontinuierliche Verbesserung der modularen Plattform, insbesondere durch den verstärkten Einsatz von Machine Learning mit dem Ziel, die Bedienungsfreundlichkeit und Nutzungsmöglichkeiten für die Kunden weiter zu verbessern. Für Teilbereiche der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurden Forschungszulagen beantragt und bereits genehmigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Anfang 2023 zeigte die Weltwirtschaft Anzeichen einer Erholung und Widerstandsfähigkeit.

Allerdings ließ dieses Momentum in der zweiten Jahreshälfte nach, insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Diese Verlangsamung ist auf Kredit- und Geldstraffungen in großen Volkswirtschaften sowie auf die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts zurückzuführen.

Steigende Zinssätze zur Inflationsbekämpfung in entwickelten Ländern haben die Schuldenlast und die finanziellen Bedingungen verschärft, was zu höheren Kreditkosten für die verletzlichsten Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDEs) führte. Banken in den USA und Europa erlitten durch die rasch steigenden Zinssätze erhebliche Verluste, was sich negativ auf Investitionen auswirkte. Obwohl die Turbulenzen im Bankensektor der fortgeschrittenen Volkswirtschaften bisher begrenzt auf EMDEs übergegriffen haben, haben Länder mit klaren makroökonomischen Schwächen langsameres Wachstum, größere fiskalische Spannungen und Währungsabwertungen erlebt. Die Kombination aus steigender Inflation, angespannten globalen Finanzmärkten und zunehmender Verschuldung hat viele EMDEs wirtschaftlich geschwächt.

Die Entwicklung der Werbebranche wird maßgeblich von diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Der Werbemarkt reagiert zyklisch und zeitversetzt zur allgemeinen Wirtschaftslage. Wenn die Wirtschaft wächst, steigen anschließend auch die Werbebudgets, da Unternehmen in solchen Phasen tendenziell mehr in Werbung investieren.

Umgekehrt führt ein Wirtschaftsabschwung zu einer nachgelagerten Verringerung der Marketingausgaben der Unternehmen und somit zu einem Rückgang des Werbemarktes.

Die Realtime Technologies GmbH ist von diesen gesamtwirtschaftlichen Faktoren ebenfalls betroffen. Geringere Kaufkraft und die andauernden wirtschaftlichen Herausforderungen führen dazu, dass die Ausgaben der Werbetreibenden vorübergehend zurückgehen. Dennoch zeigt sich weiterhin ein Trend im Werbemarkt hin von klassischen Werbemedien zum Online-Marketing, denn mittlerweile macht der digitale Markt mehr als zwei Drittel des gesamten globalen Werbemarkts aus. Erwartet wird eine weitere Verschiebung der Werbeaktivitäten hin zu digitalen Kanälen. Allerdings ist der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren geringer, was auf die genannten wirtschaftlichen Herausforderungen und auf Sättigungstendenzen zurückzuführen ist. Besondere Wachstumspotentiale werden weiterhin in den Schwellenländern wie Brasilien, Indien und China gesehen, wobei hier mit geringeren durchschnittlichen Werbeeinnahmen pro Kunde gerechnet wird.

2.2 Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen musste die Realtime Technologies GmbH einen Rückgang des Umsatzes und daraus folgend der Ertragslage feststellen. Die wesentlichen Kennzahlen Gesamtleistung, EBITDA und Jahresergebnis stellen diesen Rückgang dar. Dennoch ist die Geschäftsführung mit der Geschäftsentwicklung insgesamt zufrieden, da sich die Gesellschaft in einem schwierigen Marktumfeld behaupten konnte.

Von den Umsatzerlösen wurden ca. 70% in Drittländern, ca. 14% in Deutschland sowie ca. 16% im europäischen Ausland erzielt. Der Rückgang des EBITDA und des Jahresergebnisses resultiert überwiegend aus dem Rückgang des Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte.

Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens verzeichnete einen Rückgang, insbesondere der liquiden Mittel und der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, der mit dem Umsatzrückgang korrespondiert.

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag TEUR 2.574 (Vorjahr TEUR 8.436). Die Verringerung der Liquidität ist ausschließlich auf den operativen Cashflow zurückzuführen. Kreditverbindlichkeiten bestehen nicht und Finanzierungsrunden wurden im Berichtsjahr nicht durchgeführt.

Investitionen in das Anlagevermögen erfolgten nur in geringem Umfang, wobei zu beachten ist, dass die Gesellschaft vom Wahlrecht zur Aktivierung von eigenen Entwicklungsleistungen keinen Gebrauch macht.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Realtime Technologies GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Risiken und Chancen ausgesetzt. Diese resultieren unter anderem aus dem unternehmerischen Handeln mit dem Ziel, Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erschließen und zu nutzen. Risiken und Chancen umfassen spezifische Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative bzw. positive finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Zielerreichung des Unternehmens haben. Das Risikomanagement der Gesellschaft wird stetig ausgebaut und formalisiert. Bisher erfolgt die Risikoüberwachung und -steuerung weitgehend unmittelbar durch die Geschäftsführung.

Im Bereich des Online-Marketings ergeben sich für die Realtime Technologies GmbH vielversprechende Chancen für weiteres Umsatzwachstum und zur Unternehmenswertsteigerung durch die Weiterentwicklung der Kayzen - Plattform, da digitale Werbeformate weiterhin an Bedeutung gewinnen und Unternehmen vermehrt auf diese setzen, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Dabei sind die möglichen Auswirkungen zukünftiger globaler Datenschutzregulierungen stetig zu beobachten, da diese das Risiko beinhalten, dass die Verwendung personenbezogener Daten zu Marketingzwecken weiter eingeschränkt wird.

Die Gesellschaft steht im operativen Bereich weiterhin auch Fremdwährungsrisiken gegenüber, da Transaktionen teilweise in Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) abgewickelt werden. Aufgrund von Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen von Wechselkursen entsteht dadurch das Risiko, dass sich einerseits die Kosten für Transaktionen des Unternehmens selbst sowie für Kunden und Investoren erhöhen und andererseits der internationale Zahlungsverkehr beeinträchtigt wird. Um diesen Risiken und auch Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken, strebt das Unternehmen an, Transaktionen kurzfristig abzuwickeln und den Forderungsbestand möglichst gering zu halten.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld die Produktlösungen kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich wandelnden Marktbedingungen gerecht zu werden. Eine schnelle und innovative Produktentwicklung kann dabei als Chance dienen, wenn dadurch eine zeitnahe Reaktion auf die Anforderungen des Marktes ermöglicht und eine Differenzierung gegenüber Wettbewerbern erzielt wird.

Die Realtime Technologies GmbH bewegt sich in einem vielversprechenden Marktumfeld, das von der zunehmenden Digitalisierung und den wachsenden Möglichkeiten des Online-Marketings profitiert. Gleichzeitig ist es wichtig, potenziellen Herausforderungen proaktiv zu begegnen und eine Anpassung an rechtliche Rahmenbedingungen vorzunehmen, um den Unternehmenserfolg sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

In der Gesamteinschätzung überwiegen nach Ansicht der Geschäftsführung die Chancen die Risiken. Konkrete bestandsgefährdende Risiken wurden bisher nicht identifiziert.

4. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 % für 2024. Diese Prognose wurde aufgrund einer unerwartet robusten wirtschaftlichen Aktivität in den USA und mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie fiskalischer Unterstützung in China um 0,2 Prozentpunkte gegenüber der Oktober 2023 Prognose angehoben. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 sinken. Der schneller als erwartete Rückgang der Inflation wird durch das Nachlassen von Lieferkettenengpässen und eine restriktive Geldpolitik begünstigt.

Die wirtschaftliche Resilienz in den USA und mehreren Schwellenländern war im zweiten Halbjahr 2023 stärker als erwartet. In diesen Regionen trugen sowohl staatliche als auch private Ausgaben zum Aufschwung bei. Günstige globale Angebotsentwicklungen und eine strenge Geldpolitik führten zu einem schnelleren Rückgang der Inflation, wobei die jüngsten monatlichen Inflationswerte nahe dem Vorkrisenniveau liegen. Hohe Zinssätze und der Rückzug fiskalischer Unterstützung dürften das Wachstum 2024 jedoch belasten. Weitere Risiken umfassen geopolitische Spannungen, insbesondere in Bezug auf Konflikte im Nahen Osten und die anhaltende Unsicherheit in der Ukraine.

Für spezifische Regionen und Länder wird prognostiziert, dass das Wachstum in den USA von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 zurückgehen wird, beeinflusst durch geldpolitische Straffungen und eine allmähliche fiskalische Straffung. Das Wachstum in der Eurozone soll von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 ansteigen, unterstützt durch einen Rückgang der Energiepreise und eine Erholung des Verbrauchervertrauens. Chinas Wachstum wird für 2024 auf 4,6 % und für 2025 auf 4,1 % geschätzt. Indiens Wirtschaft soll robust mit 6,5 % in beiden Jahren wachsen, angetrieben durch starke Inlandsnachfrage.

Prognosen der Online-Plattform Statista (de.statista.com) zur Werbebranche zeigen, dass das Volumen der digitalen Werbeausgaben im Jahr 2024 voraussichtlich um 10,9 Prozent wachsen wird. Parallel dazu sollen die Umsätze mit Online-Marketing in Deutschland laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. im Jahr 2024 um 7,9 Prozent steigen. Für den Anteil der programmatischen Werbeausgaben an den gesamten Werbeausgaben ist ebenfalls ein Anstieg prognostiziert. So betrugen die programmatischen Werbeausgaben im Jahr 2022 insgesamt 71 Prozent der gesamten Online-Displaywerbung. Dieser Anteil wird für das Jahr 2024 auf 74 Prozent geschätzt.

Für 2024 und 2025 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der Marktlage steigende Umsatzerlöse (jeweils im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich) und Jahresüberschüsse im unteren einstelligen Millionenbereich.

 

Berlin, den 19. September 2024

Tim Koschella

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 29.111,00 34.216,00
I. Sachanlagen 29.110,00 34.215,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.110,00 34.215,00
II. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 8.217.630,97 13.466.920,58
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.643.190,04 5.030.592,51
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 91.406,59
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.643.190,04 4.939.185,92
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.574.440,93 8.436.328,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.427,81 4.624,95
Summe Aktiva 8.256.169,78 13.505.761,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.152.149,93 3.432.809,98
I. Gezeichnetes Kapital 41.061,00 41.061,00
II. Kapitalrücklage 3.751.892,39 3.751.892,39
III. Verlustvortrag 360.143,41 482.346,50
IV. Jahresfehlbetrag 2.280.660,05 -122.203,09
B. Rückstellungen 663.411,41 1.373.000,00
C. Verbindlichkeiten 6.145.054,42 8.389.731,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.292,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.292,43
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.143.761,99 8.389.731,11
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.143.761,99 8.389.731,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 275.662,00 150.220,44
E. Passive latente Steuern 19.892,02 160.000,00
Summe Passiva 8.256.169,78 13.505.761,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.385.919,38 7.922.114,58
2. Personalaufwand 1.403.680,78 1.215.618,16
a) Löhne und Gehälter 1.191.555,10 1.032.019,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 212.125,68 183.598,41
3. Abschreibungen 16.943,40 65.062,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.943,40 13.635,31
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 51.426,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.540.035,73 6.577.212,52
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 186.423,78 213.515,37
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 153.972,50 44.085,06
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -140.107,98 -13.896,36
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 140.107,98
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 160.000,00
7. Ergebnis nach Steuern -2.280.660,05 122.203,09
8. Jahresfehlbetrag 2.280.660,05 -122.203,09

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (GmbH) im Sinne des § 267 Abs.2 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Realtime Technologies GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin
Register-Nr.: 201148

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 und 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Realtime Technologies GmbH Handel und Internet Technologie Projekte, Berlin

Bezeichnung Entwicklung der Stand zum 01.01.2023
EUR
Zugang Abgang-
EUR
Abschreibung Zuschreibung-
EUR
Stand zum 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Ansch-/Herst-K 61.565,66 11.838,40 73.404,06
Abschreibung 27.350,66 16.943,40 44.294,06
Buchwerte 34.215,00 11.838,40 16.943,40 29.110,00
Summe Sachanlagen Ansch-/Herst-K 61.565,66 11.838,40 73.404,06
Abschreibung 27.350,66 16.943,40 44.294,06
Buchwerte 34.215,00 11.838,40 16.943,40 29.110,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen Ansch-/Herst-K 1,00 1,00
Abschreibung 0,00 0,00
Buchwerte 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen Ansch-/Herst-K 1,00 1,00
Abschreibung 0,00 0,00
Buchwerte 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen Ansch-/Herst-K 61.566,66 11.838,40 73.405,06
Abschreibung 27.350,66 16.943,40 44.294,06
Buchwerte 34.216,00 11.838,40 16.943,40 29.111,00

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Dort ist auch die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres in einer Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Beteiligungen des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, ausgehend vom Nennwert, unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Das allgemeine Kreditrisiko, das eventuelle Ausfallrisiko und der mögliche Zinsverlust wurden mit 1 % auf den um einzelwertberichtigte Debitoren gekürzten Netto-Forderungsbestand berücksichtigt, was den erwarteten durchschnittlichen Forderungsausfällen entspricht.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Rückforderung der Körperschaftsteuer resultiert aus der Erstattung der Körperschaftsteuer durch die erwarteten Forschungszulagen, für die bereits Bescheide zur Förderfähigkeit vorliegen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEuro 580), sonstige Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEuro 25) sowie Rückstellungen für Personalkosten (TEuro 58).

Die Verbindlichkeit wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, unterjährig zum Tagesdurchschnitt des Devisenkassamittelkurs.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf den Währungsdifferenzen und wurden mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% bewertet. Im Geschäftsjahr wurden TEuro 160 passive latente Steuern aufgelöst und TEuro 20 passive latente Steuern gebildet. Die passiven latenten Steuern betragen zum Abschlussstichtag TEuro 20.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können in der Bilanz mehrere Bilanzposten zugeordnet werden. Die Mitzugehörigkeit betreffen folgende Posten:

In der Bilanz sind unter dem Bilanzposten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 0,00 (Vorjahr: TEuro 91) ausgewiesen.

In der Bilanz sind unter dem Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 182 (Vorjahr: TEuro 182) ausgewiesen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 100, periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 374 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für offene Rechnungen in Höhe von TEuro 179 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 186.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen beträgt TEuro 135 pro Jahr.

Durchschnittliche Zahl während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 18 (Vorjahr 16), davon männlich 8 und weiblich 10.

Beteiligungen

Im Geschäftsjahr lag eine Beteiligung an der RTB Technologies Private Limited (Karnataka, Indien) in Höhe von 99,98% vor. Die Gesellschaft hat zum 31.03.2024 ein zum Stichtagskurs umgerechnetes vorläufiges Eigenkapital in Höhe von TEuro 614 (Vorjahr: TEuro 427) und einen vorläufigen Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 261 (Vorjahr: TEuro 221). Am 28. August 2024 wurde die Tochtergesellschaft RTB Technologies UK Limited mit einem Stammkapital in Höhe von GBP 1,00 mit Sitz in Watford (Großbritannien) gegründet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenenGeschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

Tim Koschella, Berlin (Kaufmann)

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 18. September 2024

Tim Koschella

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Koschella, Tim

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Realtime Technologies GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Realtime Technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft. Dar über hinaus habe ich den Lagebericht der Realtime Technologies GmbH für das Ge schäfts jahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, 19. September 2024

Henry Franz, Wirtschaftsprüfer

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