Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 56246
Vorher
Gesellschaft für Sonder-EDV-Anlagen mbH
Eingetragen
6.9.2004
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von mess- und regelteschnischen Geräten, Anlagen und Software sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Paul Nottarp
seit 20.9.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
M** W****
16.67%
16.67%
L**** N******
16.67%

Gesellschafter
Beta

5 von 6 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
M** W****
16.67%
STS GmbH
Germany
16.67%
WCL GmbH
Germany
16.67%
P*** N******
16.67%
L**** N******
16.67%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

iocto GmbH (vormals: Gesellschaft für Sonder-EDV-Anlagen mbH)

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.227,00 103.717,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 307.036,00 261.241,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 892.418,50 808.694,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.679,05 1.203.133,55 5.289,92 1.075.225,42
1.392.360,55 1.178.942,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.251.268,96 3.770.885,62
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 118.134,58 48.978,07
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 846.318,59 814.484,07
4. Geleistete Anzahlungen 292.523,49 9.508.245,62 183.351,21 4.817.698,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 847.091,99 3.260.907,21
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)--
2. Sonstige Vermögensgegenstände 856.023,57 1.703.115,56 746.528,69 4.007.435,90
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 20.126,25 (i. Vj. EUR 20.126,25)--
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 721.659,05 474.946,70
11.933.020,23 9.300.081,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.697,00 28.558,83
D. Aktive latente Steuern 12.678,88 11.713,43
13.422.756,66 10.519.296,50

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Satzungsmäßige Rücklagen 200.000,00 100.000,00
III. Bilanzgewinn 8.982.219,03 7.011.459,04
-- davon Gewinnvortrag EUR 7.011.459,04 (i. Vj. EUR 4.635.506,00)--
9.209.219,03 7.138.459,04
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 213.193,00 576.845,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.017.037,89 1.677.421,94
1.230.230,89 2.254.266,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.790,96 7.722,88
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 21.790,96 (i. Vj.EUR 7.722,88)-
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.546.952,73 416.665,37
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.546.952,73 (i. Vj. EUR 416.665,37)--
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.249.227,54 559.620,11
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.249.227,54 (i. Vj. EUR 559.620,11)--
4. Sonstige Verbindlichkeiten 165.335,51 142.562,16
--davon aus Steuern EUR 147.558,84 (i. Vj. EUR 120.067,00)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 16.898,03 (i. Vj.EUR 15.608,25)--
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 165.335,51 (i. Vj. EUR 142.562,16)--
2.983.306,74 1.126.570,52
13.422.756,66 10.519.296,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 14.707.350,03 13.814.885,62
--davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 177,68 (i. Vj. EUR 729,99)--
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.442.891,02 6.748.203,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.384.251,42 8.827.142,44 1.214.489,81 7.962.693,41
--davon für Altersversorgung EUR 20.252,28 (i. Vj. EUR 18.198,60)--
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 460.274,33 413.451,29
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.370.718,14 1.894.261,87
--davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 10.247,78 (i. Vj. EUR 3.156,22)--
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91,00 25,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 133.658,29 60.261,62
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 841.547,51 1.004.369,29
--davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Erträge in Höhe von EUR 965,45 (i. Vj. in Höhe von EUR 342,20)--
8. Ergebnis nach Steuern 2.074.100,32 2.479.873,31
9. Sonstige Steuern 3.340,33 3.920,27
10. Jahresüberschuss 2.070.759,99 2.475.953,04
11. Gewinnvortrag aus Vorjahr 7.011.459,04 4.635.506,00
12. Einstellungungen in satzungsmäßige Rücklagen 100.000,00 100.000,00
12. Bilanzgewinn 8.982.219,03 7.011.459,04

Anhang zum 31.12.2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Seit 01.03.2023 firmiert das Unternehmen als iocto GmbH und nicht länger als Gesellschaft für Sonder-EDV- Anlagen mbH.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angabe zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: iocto GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hofheim am Taunus
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: AG Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 56246

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fortführung der Unternehmertätigkeit

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Herstellungskosten umfassen alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, bis zu einem Anschaffungswert von 800,00 EUR netto, werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie entsprechende Gemeinkostenzuschläge. Dabei werden bei den Fertigungsgemeinkosten keine allgemeinen Verwaltungskosten hinzugerechnet. Entwicklungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihrem Nominalwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffende, noch nicht veranlagten Steuern sowie Steuern aus einer Außenprüfung für das Jahr 2017.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbeträge werden, falls anfallend, zum Zeitpunkt ihrer buchhalterischen Erfassung mit den aktuellen Devisenmittelkursen umgerechnet und zum Bilanzstichtag unter Beachtung der Vorschriften des §256a HGB bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig angewendet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 451.584,80 156.943,70 3.164,28 605.364,22
451.584,80 156.943,70 3.164,28 605.364,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.000,00 4.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 436.280,83 105.065,94 40.899,85 -1.152,23 499.294,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.496.522,25 423.679,70 241.731,40 2.678.470,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.289,92 2.526,82 5.289,92 1.152,23 3.679,05
2.942.093,00 531.272,46 287.921,17 3.185.444,29
3.393.677,80 688.216,16 291.085,45 3.790.808,51
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 347.867,55 71.433,95 3.164,28 416.137,22
347.867,55 71.433,95 3.164,28 416.137,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.000,00 0,00 4.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 175.039,83 55.612,71 38.393,85 192.258,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.687.827,75 333.227,67 235.003,37 1.786.052,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.866.867,58 388.840,38 273.397,22 1.982.310,74
2.214.735,13 460.274,33 276.561,50 2.398.447,96
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.227,00 103.717,25
189.227,00 103.717,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 307.036,00 261.241,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 892.418,50 808.694,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.679,05 5.289,92
1.203.133,55 1.075.225,42
1.392.360,55 1.178.942,67

Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 20.126,25 EUR (Vorjahr: 20.126,25 EUR) und betrifft die sonstigen Vermögensgegenstände.

Latente Steuern

Der Saldo der (aktiven) latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 12.678,88 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 965,45 EUR.

Eigenkapital

Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes gezeichnetes Kapital in Höhe von 27.000,00 EUR.

Für die Ausschüttung gesperrt i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge in Höhe von 12.678,88 EUR. Diese entfallen auf die Aktivierung latenter Steuern.

Angabe und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr sowie Vorjahre.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 41.188,47 390.911,56
Urlaubsgeld 337.149,76 310.482,54
Überstunden 30.780,01 28.969,23
Tantiemen 180.000,00 540.048,00
Gewährleistungen 203.000,00 199.000,00
Jahresabschluss und Prüfung 134.329,44 134.500,00
Sonstige Rückstellungen 90.590,21 73.510,61
1.017.037,89 1.677.421,94

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.790,96 7.722,88
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.790,96 7.722,88
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.546.952,73 416.665,37
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.546.952,73 416.665,37
Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistungen 1.249.227,54 559.620,11
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.249.227,54 559.620,11
Sonstige Verbindlichkeiten 165.335,51 142.562,16
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 165.335,51 142.562,16
2.983.306,74 1.126.570,52

Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen folgende Positionen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Erträge aus Auflösung Rückstellungen 1.678,85 5.320,57
Übrige sonstige betriebliche Erträge 244.826,28 202.414,81
davon periodenfremd 14.020,86 6.529,01
246.505,13 207.735,38

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen entfallen auf folgende Positionen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 8.004.447,21 9.222.880,05
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.142.364,48 2.011.246,66
9.146.811,69 11.234.126,71

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten folgende Posten:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Aufwendungen für Raumkosten 641.484,56 553.446,12
Aufwendungen für Versicherungen, Beiträge 103.580,70 91.704,04
Aufwendungen für Instandhaltungen 103.096,44 74.987,56
Aufwendungen für Fahrzeugkosten 306.883,04 309.783,89
Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten 242.449,40 95.874,65
Aufwendungen für Warenabgabe 249.410,25 170.936,34
Aufwendungen für verschiedene betriebliche Kosten 688.502,23 575.706,97
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen aus dem Anlagevermögen 9.684,83 0,00
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 25.626,69 21.822,30
davon periodenfremd 4.866,41 14.769,67
2.370.718,14 1.894.261,87

5. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat keine Bürgschaften oder Garantien.

Geschäfte mit nahestehenden Personen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt (§ 285 Nr. 21 HGB).

Aus Miet-, Pacht und Leasingverträgen werden in den folgenden Jahren fällig:

2023: 528 TEUR
2024 bis 2027: 742 TEUR

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren - neben der Geschäftsführung - durchschnittlich 127,8 (Vorjahr: 121) Mitarbeiter beschäftigt. Davon durchschnittlich 10 (Vorjahr 8) leitende Angestellte.

Namen der Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten an:

 

Dipl.-Ing. Stefan Schmitt

 

Ass. jur. Paul Nottarp, LL.M., MBA

 

William Clark, M.Eng

Vergütungen der Geschäftsführer

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Beschluss zur Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.070.759,99 EUR ab. Es wurde vorab beschlossen, den Jahresüberschuss nach Abzug der satzungsmäßigen Rücklagen in Höhe von 100.000,00 EUR mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von 7.011.459,04 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hofheim am Taunus, den 08. November 2023.

Herr Paul Nottarp, Geschäftsführer

Herr Stefan Schmitt, Geschäftsführer

Herr William Clark, Geschäftsführer

Lagebericht zum 31.12.2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Seit 01. März 2023 firmiert das Unternehmen als iocto GmbH und nicht länger als Gesellschaft für Sonder-EDV- Anlagen mbH. Der Gegenstand des Unternehmens ist unverändert die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von mess- und regeltechnischen Geräten, Anlagen und Software sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Als Spezialist für industrielle Automation, Messtechnik und Sensorik realisiert die Gesellschaft branchenübergreifend maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen, die höchsten Anforderungen an Qualität und Sicherheit entsprechen. Von der Evaluierung eines Messprinzips bis zur Produktion serienreifer Messgeräte oder automatisierter Anlagen bietet das Unternehmen ganzheitliche und innovative Lösungen.

Die iocto GmbH entwickelt und produziert hierbei kundenspezifische Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen. Ihr Aufgabengebiet umfasst neben der Planung auch die Fertigung, Installation und Wartung im Rahmen eines umfangreichen Supports.

Im Wesentlichen gliedert sich die Gesellschaft in zwei Geschäftsbereiche und bietet hier folgende Leistungen:

Geschäftsbereich Messtechnik:

Gasflussregelung und -messung für Pharma- und Lebensmittelindustrie

Schallmessung und Analyse bei Maschinen und Industrieanlagen sowie im Verkehrswesen

Feuchtemessung in Gasen

Wasser-in-Öl-Messung für die Hydraulik, z. B. im Maschinenbau, Schiffsbau und in der Flugzeugindustrie

Von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 für die Messgrößen Temperatur und Druck akkreditiertes Kalibrierlabor

Geschäftsbereich Automation:

Schaltschrankplanung - Softwaregestützte Elektroplanung (EPLAN P8 / Pro Panel / Fluid / 5.7 / Harness proD sowie AutoCAD)

Schaltschrankbau je nach Anforderung UL, CE oder ATEX-konform

Komplette Installation und Wartung weltweit

SPS-Programmierung (Siemens Step 7 Classic/TIA Portal auf S7-400 / 1200 / 1500, Beckhoff, Allen Bradley, Schneider Electric, Turck, Wago) SPS-Programmierung (Siemens Step 7 Classic / TIA Portal auf S7-400 / 1200 / 1500, Beckhoff, Allen Bradley, Schneider Electric, Turck, Wago)

Schnittstellen (OPC, Profinet, Profibus, Modbus TCP / RTU, Foundation Fieldbus)

Prozessvisualisierung nach Styleguide (SIMATIC WinCC flexible 2008 / V7.x / Comfort / Advanced / Professional, Aveva InTouch HMI Wonderware)

Datensicherheit: Audit Trail 21 CFR-Part 11

Individuelle HMI-Komponenten und Stand-Alone-Anwendungen auf Basis des .NET-Framework, z. B. anspruchsvolle grafische Datenauswertung und Speicherung

Im Bereich Pharma- und Lebensmittelindustrie verfügt die Gesellschaft über langjährige Erfahrung und arbeitet seit dessen Einführung nach dem Standard "GAMP 5 - Good Automated Manufacturing Practice".

Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Hofheim am Taunus. Die Gesellschaft hat zwei weitere Standorte in Kriftel, wo der Geschäftsbereich Automation untergebracht ist.

Die Gesellschaft hatte am 31.12.2022 insgesamt 136 (2021: 138) aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Folgen der Corona-Pandemie beeinflussten die Weltwirtschaft im Jahr 2022 weiterhin, wenn auch in abgeschwächter Form. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten beeinträchtigt.

Außerdem wurde das wirtschaftliche Umfeld beeinflusst durch Krieg in der Ukraine. Nach der Invasion Russlands stiegen die Preise für Rohstoffe stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen.

Trotz aller Widrigkeiten zeigte sich die Konjunktur robuster als erwartet, so dass der Internationale Währungsfonds (IWF) den Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2022 schätzte auf preisbereinigt 3,4% (Vorjahr: + 5,9%). In der EU stieg das BIP fast im gleichen Umfang, hervorgerufen durch pandemiebedingte Basis- und Nachholeffekte im Bereich Tourismus sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten, (vgl. VDMA-Vorlage für den Geschäftsbericht für 2022, Stand 20. März 2023).

Die Branche Sensorik und Messtechnik konnte laut dem AMA-Verband für Sensorik und Messtechnik im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 10% verglichen zum Vorjahr erzielen. (vgl. https://www.ama-sensorik.de/verband/brancheninformationen/branchenstatistik-2023/)

Durch die weltweit anhaltende Covid-Pandemie bestand weiter die Nachfrage nach Tests und Impfstoffen, allerdings in abgeschwächter Form, so dass die Gesellschaft im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich verzeichnete.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Gesamtauftragseingang im Unternehmen betrug im Geschäftsjahr 2022 23,7 Mio. EUR gegenüber 24,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Auftragseingang verringerte sich im Geschäftsbereich Messtechnik gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. EUR, während der Geschäftsbereich Automation einen Anstieg um 0,4 Mio. EUR verzeichnete.

Mit einer geordneten Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ist aus Sicht der Gesellschaft eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 verringerten sich um 1.432.130,49 EUR (2021: +2.147.643 EUR) beziehungsweise um 5,7 % (2021: + 9,4 %) gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Messtechnik betrug + 5,1% (2021: + 10,7 %) und im Geschäftsbereich Automation - 28,7 % (2021: + 4,4 %).

Die Gesamtleistung der Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr 2022 um 5,0 % (2021: + 12,5 %) gegenüber dem Vorjahr ab.

Die Materialaufwandsquote verringerte sich um 6,5 Prozentpunkte (2021: + 6,7 Prozentpunkte), hervorgerufen durch den Umsatzrückgang im materialintensiven Bereich Automation. Der Effekt wurde im Wesentlichen kompensiert durch Preissteigerungen im Rohstoff- und Energiesektor.

Der Umsatz je Euro Personalaufwand sank um 0,47 EUR (2021: -0,04 EUR). Gehaltssteigerungen und die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie führten zu einer Erhöhung des Personalaufwands um 10,9 % auf 8.827.142,44 EUR (2021: + 10,7 % auf 7.962.693 EUR) im Geschäftsjahr 2022.

Die Abschreibungsquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte (2021: + 0,5 Prozentpunkte). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten einen Anstieg um 25,2 % (2021: - 17,4 %), sodass sich insgesamt das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat.

Die wesentlichen Kennzahlen im Überblick:

Jahresüberschuss: 2.070.759,99 EUR (2021: 2.475.953,04 EUR)
EBIT: 3.045.966 EUR (2021: 3.540.584 EUR)
EBITDA: 3.506.240 EUR (2021: 3.954.035 EUR)
Umsatzrendite: 8,8 % (2021: 9,9 %)

2.4 Finanzlage

Die Kapitalstruktur ist unverändert sehr gut. Die Eigenkapitalquote beträgt 68,6 % (2021: 67,9 %) und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Gesellschaft weist fast keine Fremdfinanzierung gegenüber Kreditinstituten auf.

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets zeitnah erfüllt. Die Verbindlichkeitsquote aus Lieferungen und Leistungen beträgt 9,3 % (2021: 5,3 %).

Die Quote der flüssigen Mittel hat erhöhte sich auf 5,4% (2021: 4,5%). Durch eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Die Forderungen gegenüber Großkunden werden vor deren Fälligkeit an einen Finanzdienstleister übertragen (Factoring), so dass Forderungsausfälle eher selten zu verzeichnen sind. Die durchschnittlichen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 13 Tage (2021: 47 Tage).

2.5 Vermögenslage

Investitionen wurden getätigt überwiegend im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungsquote beträgt 1,9 % (2021: 1,7 %).

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht um 246.712 EUR (2021: - 457.120 EUR).

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 2.903.460 EUR (2021: + 972.390 EUR) beziehungsweise um rund 27,6 % (2021: + 10,2 %) auf 13.422.757 EUR (2021: 10.519.297 EUR) erhöht.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft misst regelmäßig die Kundenzufriedenheit anhand von Onlinefragebögen in den verschiedenen Geschäftsbereichen. Die Analysen der Reklamationsquoten der verkauften Produkte führen zu weiteren Synergien im Unternehmen.

Im Personalbereich finden permanent Fortbildungsmaßnahmen statt und die Fortbildungsstunden werden pro Mitarbeiter erfasst. Des Weiteren wird der durchschnittliche Krankenstand erfasst.

Im Weiteren wird auf effizientes Verhalten Wert gelegt. So zum Beispiel werden der Energieverbrauch und die Emissionswerte erfasst, insbesondere auch für die Firmenfahrzeugflotte.

Dieses Ergebnis spiegelt sich auch in der unabhängigen Nachhaltigkeitsbewertung durch das Unternehmen EcoVadis SAS wider. Im Rahmen dieser Bewertung werden verschiedene Kriterien des Unternehmensmanagements, wie Umweltaspekte, ethisches Handeln, Arbeits- und Menschenrechte sowie eine nachhaltige Beschaffung geprüft.

Die bewerteten Nachhaltigkeitsthemen stützen sich auf internationale Nachhaltigkeitsstandards wie die zehn Prinzipien des UN Global Compact, die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), die Standards der Global Reporting Initiative (GRI), die Norm ISO 14, die CERES-Grundsätze und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.

Das Thema Umwelt betrachtet die Auswirkungen des gesamten Lebenszyklus der hergestellten Produkte: Von der Produktion über die Nutzung bis zum Lebensende eines Produktes. Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette sind ebenfalls in das Referenzmodell integriert, um nicht nur die Auswirkungen der direkten Lieferanten, sondern auch der Lieferanten der zweiten oder dritten Ebene zu bewerten. Die in jeder Bewertung abgedeckten Themen basieren auf der Relevanz der 21 Nachhaltigkeitsthemen im Kontext des jeweiligen Unternehmens, wie Branche, Größe und Standort.

Die Gesellschaft hat die Bronze-Medaille verliehen bekommen, die bestätigt, dass die Gesellschaft zu den besten 50 % der bewerteten Unternehmen gehört.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose

Für das Jahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich durch den Rückgang von Investitionen für Test- und Analysegeräten zur Corona- Impfstoffherstellung.

Durch die rückläufige Umsatzentwicklung sowie den Anstieg der Einkaufspreise und weiterer Kostensteigerungen wird ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufiges positives Jahresergebnis erwartet.

3.2 Chancen

Die Corona-Pandemie hat die konjunkturelle Entwicklung auch im Jahr 2023 abgeschwächt. Der anhaltende Bedarf und die Weiterentwicklung von Impfstoffen und Medikamenten sowie Diagnostika, und die damit verbundene Forschung, Entwicklung und Herstellung, trägt zum Umsatz der Gesellschaft bei.

Neuentwicklungen, z. B. die Aufnahme der Gesellschaft als zertifizierter "PAS-X MSI Plug & Produce"-Partner in das "Körber Ecosystem Partner"-Programm werden sich positiv auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken.

3.3 Risiken

Im Rahmen ihres ISO 9001 Qualitätsmanagement-Systems betreibt die Gesellschaft ein Risiko- und Business-Continuity-Management. Je nach Risikoklasse werden Maßnahmen ergriffen und die Wirksamkeit dieser Maßnahmen beobachtet und bewertet.

Die weltweite Halbleiterknappheit, Naturkatastrophen und regionale Covid-Spitzen beeinflussen die Verfügbarkeit von Materialen und spiegeln sich in den ausgelasteten Kapazitäten der Zulieferer der Gesellschaft spürbar wider. Durch die Einführung eines erweiterten Lieferantenmanagements wird versucht, mögliche Lieferengpässe frühzeitig zu erkennen und Alternativbeschaffungen rechtzeitig anzustoßen bzw. zu ermöglichen.

Der Energiekrise begegnete die Gesellschaft mit dem Aufbau einer redundanten Stromversorgung über Generatoren und einer redundanten Internetanbindung über Satelliten.

Dem hohen Risiko durch die Abhängigkeit von Großkunden und wenigen Absatzbranchen wird durch Investitionen in Produktentwicklungen für neue Bereiche und durch Maßnahmen zur Gewinnung neuer Kunden begegnet.

Das durch Fachkräftemangel entstehende Risiko wird durch neue Marketingmaßnahmen zur Personalgewinnung einerseits sowie durch Maßnahmen zur Sicherstellung der Zufriedenheit des bestehenden Personals andererseits, jeweils in Verbindung mit der Gestaltung von attraktiven Arbeitsplatzbedingungen und Vergütungskonditionen abgefedert.

Die hohen Haftungsrisiken als Produzenten in der Absatzbranche werden durch geeignete Versicherungen abgefangen.

Finanziellen Risiken jeglicher Art begegnet die Gesellschaft mit einem Finanz- und Risikomanagement. Dies beinhaltet eine Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten, dazu zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Hier verfolgt die Unternehmensleitung eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein Mahnwesen sowie ein echtes Factoring für ausgewählte Kunden.

4. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betreibt umfangreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bezogen auf bestehende Produkte, Erweiterungen der Produktpalette und Auftragsentwicklungen. Diese erfolgen unter Berücksichtigung der sich stets verändernden hohen Anforderungen ihrer Kunden, Auftraggeber und dem Branchenumfeld und richten sich insbesondere auf

die Integration zukunftsweisender Technologien in ihre Produkte für die Digitalisierung in der Industrie 4.0

die stetige Weiterentwicklung der Produktqualität und -zuverlässigkeit.

Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft stetig an der Optimierung und Digitalisierung ihrer eigenen Prozesse und Abläufe, insbesondere an der Verbesserung der Produktion, der Intralogistik und der Arbeitssicherheit. Auch dies erfolgt unter Berücksichtigung neuer Technologien und der sich ändernden Anforderungen des Marktes.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hofheim am Taunus, den 08. November 2023

Herr Paul Nottarp, Geschäftsführer

Herr Stefan Schmitt, Geschäftsführer

Herr William Clark, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die iocto GmbH, Hofheim am Taunus

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der iocto GmbH, Hofheim am Taunus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der iocto GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Maikammer, den 08. November 2023

Jochen Lutz Mittenbühler, Wirtschaftsprüfer

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