Rodenstock Beteiligungen Ausland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Isabel Dr. Bentele seit 31.3.2026 | Geschäftsführer |
Roland Erl Dimbath seit 22.1.2021 | Geschäftsführer |
Marcus Enrico Desimoni seit 22.1.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Iris MidCo 2 SARL | 95.36% |
Iris MidCo 2 SARL | 4.64% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 0.04% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rodenstock GmbHMünchenJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023Grundlagen des Unternehmens Gegenstand der Rodenstock GmbH ist die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von augenoptischen Produkten, Geräten und Systemen. Die Rodenstock GmbH ist innerhalb der Rodenstock Gruppe (Rodenstock GmbH sowie Rodenstock Gruppe, kurz: Rodenstock) die größte Konzerngesellschaft. Am Standort München werden zentrale Konzernfunktionen der Rodenstock Gruppe wie Forschung und Entwicklung, Engineering, IT, Einkauf, Marketing und Finanzen durch die Rodenstock GmbH erfüllt. Die Gesellschaft hat einen Produktionsstandort zur Herstellung von Rezeptgläsern in Regen. Mehrheitsgesellschafterin der Rodenstock GmbH ist die Rodenstock Holding GmbH, München. Wirtschaftsbericht Aufgrund steigender Preise sowie stark steigender Kreditzinsen verlief die weltweite gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 eher gedämpft. 1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Europäischen Union (EU) stagnierte weitgehend im dritten Quartal 2023. 2 Trotz der soliden Arbeitsmärkte hielten sich die Verbraucher in der EU angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben eher zurück. Insgesamt nahm das BIP in der EU im Jahr 2023 nur um 0,3 % 3 ab (2022: +3,6 % 4 ). Dabei waren zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den eher touristisch geprägten Ländern der EU und den stärkeren industrie- und exportorientierten Volkswirtschaften zu verzeichnen. Während das BIP in Spanien um 2 % zulegen konnte, verzeichneten Frankreich und Italien nur ein Wachstum des BIP von unter 1 %. 5 In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt in der kalenderbereinigten Betrachtung dagegen leicht um 0,2 % in Q4 6. Der private Verbrauch ging aufgrund der hohen Inflationsrate und der damit sinkenden Kaufkraft der privaten Haushalte zurück. 7 Auch in den osteuropäischen EU-Ländern hat sich das Wachstum stark verlangsamt. 8 Die Verbraucherpreisinflation ging zwar gegenüber dem Vorjahr etwas zurück, lag aber im osteuropäischen Raum höher als in den westeuropäischen EU-Ländern. 9 1 International Monetary Fund: Resilient Global Economy Still Limping Along, With Growing Divergences, 2023 2 Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023", 24.11.2023 3 Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023", 23.02.2024 4 Statista: Gross domestic product (GDP) growth in EU and Euro area 2028, 7.12.2023 5 Eurostat: GDP stable and employment up by 0.3% in the euro area, 14.02.2024 6 Eurostat: GDP stable and employment up by 0.3% in the euro area, 14.02.2024 7 Statista: Veränderung der Konsumausgaben in der EU, 16.01.2024 8 Eurostat: GDP stable and employment up by 0.3% in the euro area, 14.02.2024 9 Eurostat: Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 2,8% gesunken, 22.02.2024 Entwicklung der augenoptischen Industrie und des Handels Im für die Rodenstock Gruppe wichtigen europäischen Raum wirkten sich die Belastungen vor allem inflationsbedingt auf das Verbrauchervertrauen und auf die Marktentwicklung in den größten europäischen Märkten für augenoptische Produkte aus. So verzeichnete die augenoptische Industrie beispielsweise in Deutschland im Jahr 2023 lediglich ein moderates Umsatzwachstum von 1 % 10. Im unabhängigen augenoptischen Fachhandel in Deutschland war das geschwächte private Konsumklima, in Form von stagnierenden bis leicht rückläufigen Absatzvolumina erkennbar. Auf der anderen Seite konnten größere Ketten von der gestiegene Preissensitivität der Endkonsumenten profitieren und auch im Jahr 2023 weiteres Umsatzwachstum verzeichnen. Andere augenoptische Märkte in Europa dagegen konnten auch im Jahr 2023 höhere Wachstumsraten erzielen: Der Umsatz an Brillengläsern in Italien zum Beispiel wuchs basierend auf internen Marktanalysen mit 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr, in Frankreich um 4,0 % und in Spanien um 2,7 %. Geschäftsverlauf Die Steuerung der Rodenstock Gruppe sowie der Rodenstock GmbH erfolgt im Wesentlichen anhand der Kennzahlen Umsatz, EBITDA und Cashflow. Der Umsatz der Rodenstock GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 um EUR 23,8 Mio. auf EUR 338,7 Mio. (Vj. EUR 362,5 Mio.) gesunken. Die Entwicklung ist auf die Belastungen durch die Inflation für Konsumenten sowie der allgemeinen Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und den Energiepreissteigerungen zurückzuführen. Die seit längerem im deutschen Markt erkennbare Konzentration auf Ketten ist auch im Jahr 2023 weiterhin vorhanden. Durch das Auslaufen eines Vertrages mit einem Großkunden ist ein rückläufiger Anteil der Key Account Kunden an den Umsatzerlösen zu verzeichnen. Die abnehmenden Umsätze mit dem Großkunden belasten auch die konzerninternen Umsätze mit den Tochtergesellschaften. Im Dezember 2022 wurde der Verkauf des Geschäftsbereiches Brillenfassungen an De Rigo, Italien, bekanntgegeben. Die Veräußerung steht im direkten Zusammenhang mit der Einführung unserer B.I.G. VisionTM Strategie, mit der die Transformation zu einem führenden Med-Tech-Unternehmen für Brillengläser begonnen wurde. Als Teil der Vereinbarung wurden alle wesentlichen Vermögensgegenstände des Geschäftsbereiches Brillenfassungen - hier vor allem die Vorratsbestände - an den Erwerber verkauft. Der Verkauf des Geschäftsbereiches Brillenfassungen hat zum 30. Juni 2023 stattgefunden. Durch den Verkauf des Geschäftsbereiches reduzierte sich der Umsatz um EUR 10,2 Mio. und trug wesentlich zum Umsatzrückgang insgesamt bei. Die Rodenstock GmbH unterliegt einem starken Kostendruck. Hier wirken die inflationsbedingten Preissteigerungen und die Erhöhung der Personalvergütungen. Dem wird durch Kostenoptimierungsprogramme in der Produktion entgegengewirkt. Weiterhin wurden Initiativen zur Verbesserung des Working Capitals im Geschäftsjahr 2023 gestartet, welche positive Wirkungen auf den Zahlungsmittelzufluss haben. Mit den Kostenverbesserungen konnte trotz rückläufigem Umsatz das EBITDA vor Bereinigung von Sondereffekten von EUR 33,8 Mio. auf EUR 39,3Mio. gesteigert werden und lag damit über den für 2023 gesteckten Erwartungen. 10 Spectaris - "Augenoptische Industrie verzeichnet leichtes Umsatzplus", 2024 Produktion Im vergangenen Jahr waren aufgrund des Auslaufens der Geschäftsbeziehungen zu einem Key Account bis zum Ende des Jahres 2024 die Stückzahlen sowohl in der Rezeptglas-Fertigung als auch in der Serienfertigung rückläufig. Darüber hinaus war die Kostensituation durch hohe Inflationsraten insbesondere bei Personalkosten und Frachten geprägt. Auf den hierdurch entstandenen Kostendruck reagierte die Rodenstock Gruppe durch ein Bündel von gezielten und gut aufeinander abgestimmten Kostensenkungsmaßnahmen. Wesentliche Elemente dieser Maßnahmen waren Initiativen zur Steigerung der Automatisierung und der allgemeinen Produktivität an den Fertigungsstandorten sowie die weitere Flexibilisierung der Fertigungsplattform und die damit verbundene internationale Optimierung der Fertigungskosten. Die unternommenen Anstrengungen gewährleisten, dass sich trotz Volumenrückgang die Stückkosten nur moderat erhöhten. Die Steigerung der Bruttomarge ist im Wesentlichen auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Ergänzende Aktivitäten des Einkaufs und die Optimierung der Frachtarten und Logistiklieferanten trugen ebenfalls positiv zu dieser Entwicklung bei. Beschaffung Im Jahr 2023 haben sich die Beschaffungsmärkte in vielerlei Hinsicht verändert, wobei sowohl Chancen als auch Herausforderungen aufgetreten sind. Die weitere Internationalisierung der Rodenstock Gruppe durch den Erwerb der Indo Optical Gruppe in 2022 führte zu einer Erweiterung der Beschaffungsmärkte sowie zu einer Erhöhung der Anzahl an Lieferantenbeziehungen. Herausforderungen bestanden vor allem im Bereich der Frachtkosten aufgrund der gestiegenen Kraftstoffkosten, höherer Mautabgaben sowie dem weiter bestehenden Mangel an Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern in Verbindung mit gestiegenen Tariflöhnen in der Transportindustrie. Von Lohnkostensteigerungen betroffen war auch die Beschaffung von Dienstleistungen, bei denen im Jahr 2023 zum Teil deutliche Kostensteigerungen zu verzeichnen waren. Investitionen Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen EUR 16,9 Mio. (Vj. EUR 14,2 Mio.). Die Investitionen entfielen im Wesentlichen auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände als Ergebnis der Entwicklungsleistungen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Im Finanzanlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Investitionen getätigt. Im Vorjahr wurden in diesem Bereich Investitionen in Höhe von EUR 85,0 Mio. in Zusammenhang mit dem mittelbaren Erwerb der Indo-Gruppe über die Rodenstock Beteiligungen Ausland GmbH, München, getätigt. Forschung und Entwicklung Die Rodenstock Gruppe ist ein weltweiter Innovationsführer im Bereich Augengesundheit und führender Hersteller von Brillengläsern. Der Bereich Forschung und Entwicklung ist daher von zentraler Bedeutung. Der Anspruch von Rodenstock "B.I.G. Vision® for all" steht dabei weiterhin im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. B.I.G. steht für "Biometric Intelligent Glasses" und bezeichnet die von Rodenstock geschaffene Kategorie von biometrischen Brillengläsern, welche nicht nur die optischen Abbildungsfehler eines Auges bei der Berechnung der bestmöglichen Korrektur, sondern darüber hinaus den individuellen anatomischen Aufbau der Augen berücksichtigt. Unter der Premiummarke B.I.G. Exact® wurde im Jahre 2020 eine Kategorie von biometrischen Brillengläsern etabliert, bei der die individuellen optischen und biometrischen Parameter jedes einzelnen Auges mithilfe des von der Rodenstock Gruppe vertriebenen DNEye® Scanners vermessen und die so für jedes Auge erfassten mehr als 7.000 Datenpunkte und über 80 Parameter direkt bei der Fertigung der Brillengläser berücksichtigt werden. Dieses Alleinstellungsmerkmal konnte die Rodenstock Gruppe auch im Jahr 2023 erfolgreich behaupten. Darüber hinaus wurde Ende 2022 unter dem Markennamen B.I.G. Norm® ein weiteres biometrisches Brillenglas in den Markt eingeführt. Dabei werden die biometrischen Parameter des Auges mithilfe einer von der Rodenstock Gruppe entwickelten künstlicher Intelligenz errechnet, die auf dem stetig wachsenden Pool an biometrischen Daten basiert, den die Rodenstock Gruppe aufgrund des Einsatzes ihres DNEye® Scanners kontinuierlich erweitert. Im Jahr 2023 wurde zudem mit der Einführung von MyCon®, eines Spezialglases zur Verlangsamung der progressiven Myopie bei Kindern, ein neues Marktsegment erschlossen. Mit der Einführung von MyCon partizipiert Rodenstock vom stark wachsenden Segment der Myopie-Kontrollgläser und konnte seit der Markteinführung in Europa schon einen beachtlichen Marktanteil in diesem Segment in Deutschland gewinnen. Als weitere innovative Lösung wurde in 2023 der neue ImpressionIST 4+ eingeführt. Der ImpressionIST 4+ ist Rodenstocks Videozentriersystem der neuesten Generation und eine Weiterentwicklung des Vorgängermodells. Dabei wurde auf modernste Hard- und Softwaretechnologien in der Entwicklung und der Produktkonzeption zurückgegriffen. Ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Vereinfachung durch digitale Geschäftsabläufe wurde mit der Einführung der digitalen Plattform CNXT erreicht. Im Jahr 2023 wurde diese Plattform mit CNXT Care und CNXT Myopia um zwei Dienste erweitert, die den Verkaufsprozess beim Augenoptiker digital unterstützen bzw. die digitale Infrastruktur für Telehealth Dienstleistungen bereitstellen. Für zukünftig geplante Erweiterungen wurde auch im Jahr 2023 wichtige Entwicklungsarbeit geleistet. Auch in den Produktentwicklungsbereichen wurden im Jahr 2023 wieder sehr intensive Entwicklungsarbeiten für zukünftige Neuprodukteinführungen geleistet. So wurden u.a. grundlegend neue Materiallösungen und Prozessansätze getestet und bewertet. Im Bereich der Beschichtung von Kunststoffgläsern wurden zahlreiche Untersuchungen und Aktivitäten im Antireflex- und Hartlackbereich weitergeführt mit dem Ziel verbesserter Produkteigenschaften, welche im Jahr 2024 als Neuprodukteinführungen in den Markt eingeführt werden. Weiterhin investierte die Rodenstock Gruppe in zahlreiche Grundlagen-Forschungsvorhaben im Bereich von innovativen, individualisierten brillenoptischen Lösungen. Diese Arbeiten wurden zum Teil auch in Kooperation mit externen wissenschaftlichen Institutionen durchgeführt. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung neuer Brillengläser und Technologien lagen bei 8,9 % (Vj. 6,4 %) des Gesamtumsatzes. Im Jahresdurchschnitt waren in der Abteilung Forschung und Entwicklung 81 Mitarbeiter 11 beschäftigt. Der Patentschutz am geistigen Eigentum unserer Produkte und Herstellungsverfahren ist ein wichtiges Handlungsfeld in der Rodenstock Gruppe. Per Ende November 2023 besitzt die Rodenstock Gruppe insgesamt 541 erteilte Patente und 263 laufende Patentanmeldungen. Die Anzahl der Erfindungsanmeldungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 %, so dass auch im nächsten Jahr mit einem Ausbau des Patentportfolios zu rechnen ist. 11 Die im Lagebericht gewählte Form "Mitarbeiter" bezieht sich immer zugleich auf Männer und Frauen. Mitarbeiter und Mitarbeitervergütung Am 31. Dezember 2023 waren 881 (Vj. 963) Mitarbeiter bei der Rodenstock GmbH beschäftigt. Die Bezüge der Geschäftsführung sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Führungspositionen setzen sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die Höhe des variablen Anteils ist seit dem 1. Januar 2020 ausschließlich von der Erfüllung der zu Jahresbeginn vereinbarten Gruppen- und Bereichsziele abhängig. Damit soll der variable Anteil mehr genutzt werden, um die Gruppenziele ganzheitlich zu erreichen und den Teamgedanken auf Managementebene bei der Realisierung der gemeinsamen Ziele stärker hervorzuheben. Lage Ertragslage Der Umsatz liegt mit EUR 338,7 Mio. unter dem Vorjahresniveau von EUR 362,5 Mio. (-6,6 %). Die Umsatzerwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr konnten nicht erfüllt werden. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft entwickelte sich aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht in dem erwarteten Maße. Die schwächere Umsatzentwicklung im Ausland führt dazu, dass der Anteil des Inlandsumsatzes leicht auf 40,1 % (Vj. 39,7 %) stieg trotz absolutem Rückgang.Das Bruttoergebnis, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandserhöhungen oder -minderungen, aktivierten Eigenleistungen und Materialaufwand, sank leicht von EUR 189,9 Mio. auf EUR 181,1 Mio. Das Bruttoergebnis wird dabei stark durch die Zusammensetzung der verkauften Produkte im jeweiligen Zeitraum beeinflusst. Im Geschäftsjahr stieg die Bruttomarge von 52,4 % auf 53,5 %, was sich auf die Veränderung des Produktmixes im Glasbereich und die Materialkostensteigerungen zurückführen lässt. Der Personalaufwand ist mit EUR 95,1 Mio. nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (EUR 96,2 Mio.). Der Anstieg der Löhne und Gehälter wurde dabei durch eine rückläufige Personalzahl kompensiert. Für das Geschäftsjahr ist eine Erhöhung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen um EUR 1,8 Mio. zu verzeichnen. Dies ist in erster Linie auf einen Anstieg der Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Gründe hierfür liegen unter anderem in den hohen Entwicklungsleistungen des laufenden Geschäftsjahres sowie der Vorjahre. Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereiches Brillenfassungen und der Glasportfoliobereinigung der Fertigung Regen wurden außerplanmäßige Abschreibungen insbesondere auf nicht mehr einsetzbare Sachanlagen in Höhe von EUR 0,2 Mio. vorgenommen. Für die Steuerung der Rodenstock GmbH ist neben dem Umsatz die Kennzahl EBITDA maßgeblich. Das EBITDA vor Bereinigung von Sondereffekten erhöhte sich von EUR 33,8 Mio. auf EUR 39,3 Mio. Die Ergebnisbelastungen durch Sondereffekte bezogen auf das EBITDA beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 3,1 Mio. (Vj. EUR 13,1 Mio.), welche im Wesentlichen im Zusammenhang mit Aufwendungen für Sonderprojekte zur Verbesserung der unternehmensinternen Abläufe sowie zur Umsetzung von Vertriebs- und Marketingmaßnahmen angefallen sind. Mit diesen Maßnahmen sollen nachhaltig die Umsätze gesteigert und die Kostenentwicklung verbessert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ergebnisabführungen verbesserte sich von EUR 25,0 Mio. auf EUR 27,5 Mio. Das Beteiligungsergebnis lag mit EUR -24,7 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau (EUR 20,2 Mio.), was im Wesentlichen auf deutlich höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmeverpflichtungen für Tochterunternehmen zurückzuführen ist. Belastend wirkten Abschreibungen auf Beteiligungen, welche die Tochtergesellschaft Rodenstock Beteiligungen Ausland GmbH hält. Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR -36,6 Mio. deutlich gesunken (Vj. EUR -28,1 Mio.). Für eine Finanzierung durch einen Gesellschafter, welche in 2021 im Zusammenhang mit der vorzeitigen Tilgung von Kreditverbindlichkeiten gewährt wurde, sind Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von insgesamt EUR 28,6 Mio. angefallen (Vj. EUR 18,7 Mio.). Für das in 2022 neu abgeschlossene Darlehen über EUR 150,0 Mio. sowie für die gezogene Kreditlinie sind im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 15,5 Mio. (Vj. EUR 3,5 Mio.) angefallen. Die Zinsaufwendungen für in der Vergangenheit gegebene Pensionszusagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark verringert (EUR 2,5 Mio.; Vj. EUR 5,2 Mio.). In der Position Steuern sind Ertragssteueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vj. EUR 0,2 Mio.), Ertragssteueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,2 Mio.), Ertragssteuererstattungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von EUR 10,6 Mio. (Vj. Steuerertrag EUR 19,4 Mio.), im Wesentlichen aus der Nutzbarmachung eines bisher nicht verrechenbaren Zinsvortrages auf der Grundlage der Anwendung der Befreiungsvorschrift zur Zinsschrankenregelung nach § 4h II S. 1c EStG i.V.m. §8a KStG, enthalten. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf EUR 26,1 Mio. (Vj. Jahresüberschuss EUR 37,4 Mio.) was im Wesentlichen auf ein verschlechtertes Finanz- und Beteiligungsergebnis zurückzuführen ist. Finanzlage Das Finanzmanagement hat das primäre Ziel, die Liquidität für das operative Geschäft der Rodenstock Gruppe und damit der Rodenstock GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaften sicherzustellen, und orientiert sich an der operativen und strategischen Ausrichtung der Rodenstock Gruppe. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag EUR 12,1 Mio. (Vj. EUR 16,9 Mio.). Mit dem Einstieg des neuen Investors im Jahr 2021 und der damit verbundenen neuen Finanzierungsvereinbarung wurden die bis dahin bestehenden Kreditverbindlichkeiten zum 30. Juni 2021 durch die Rodenstock GmbH vollumfänglich getilgt. Dabei wurde die Rückzahlung durch eigene finanzielle Mittel (EUR 40,0 Mio.) sowie durch ein Gesellschafterdarlehen (EUR 355,8 Mio.) der Gesellschafterin Rodenstock Group GmbH finanziert. Das Gesellschafterdarlehen hat eine Laufzeit bis 2028 und die Verzinsung beträgt 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 5,00 %. Mit der abgeschlossenen Finanzierung (EUR 660 Mio.) hat die Gesellschafterin eine zusätzliche Kreditlinie von EUR 120 Mio. erhalten. Die Rodenstock GmbH hat somit über ihre Gesellschafterin Zugang zu weiteren finanziellen Mitteln. Zur Finanzierung des Erwerbs der Indo-Gruppe ist die Rodenstock GmbH im Geschäftsjahr 2022 in die bestehende Kreditvereinbarung der Gesellschafterin eingetreten und hat ein Darlehen in Höhe von EUR 150,0 Mio. erhalten, die bestehende Kreditlinie wurde um EUR 5 Mio. auf EUR 125 Mio. erhöht. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2028 und die Verzinsung beträgt 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 5,00 %. Darüber hinaus wurde die bestehende Kreditlinie (EUR 125 Mio.) genutzt und insgesamt EUR 47,0 Mio. als kurzfristiger Kredit in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von EUR 68,3 Mio. (Vj. EUR 18,8 Mio.) erzielt werden. Mit dem erzielten operativen Cashflow und der bereits erläuterten Konzernfinanzierung war die Rodenstock GmbH jederzeit in der Lage alle ihre finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen. Der Finanzmittelfonds enthält ausschließlich Flüssige Mittel. Von den flüssigen Mitteln ist ein Betrag in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.) verfügungsbeschränkt, was im Wesentlichen auf gegebene Sicherheiten zurückzuführen ist. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Rodenstock GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,1 Mio. erhöht. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf aktivierten Entwicklungskosten. Das Working Capital, bestehend aus Vorräten, kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenständen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten, ist mit EUR 69,2 Mio. (Vj. EUR 94,7 Mio.) deutlich verbessert. Diese positive Entwicklung begründet sich auf verschiedenen Faktoren. Die Vorräte konnten insbesondere durch den Verkauf des Geschäftsbereiches Brillenfassungen deutlich um EUR 12,4 Mio. reduziert werden. Zwar stiegen die kurzfristigen Forderungen gegen Gesellschafter (+EUR 25,7 Mio.), jedoch wurde dies durch geringere kurzfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-EUR 5,8 Mio.) und gestiegene kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+EUR 50,0 Mio.) überkompensiert. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände sanken um EUR 9,0 Mio. Zurückzuführen ist der Rückgang auf deutliche geringere Forderungen aus Steuererstattungen (-EUR 5,5 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich dagegen deutlich um EUR 50,0 Mio. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Verpflichtungen aus Verlustübernahmen zurückzuführen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die mit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Brillenfassungen verbundenen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den bisherigen Vertragspartnern erfüllt, so dass die Sonstigen Verbindlichkeiten (-EUR 8,3 Mio.) sanken. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag stieg infolge des Jahresfehlbetrages (EUR 26,1 Mio.) auf EUR 308,2 Mio. (Vj. EUR 282,1 Mio.). Die Pensionsrückstellungen stiegen leicht aufgrund der geänderten Bewertungsannahmen wie Gehalts- und Rentensteigerungen bei einem gegenläufig gestiegenen Abzinsungssatzes auf EUR 197,2 Mio. (Vj. EUR 193,6 Mio.). Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber den Banken betrugen zum Bilanzstichtag EUR 199,9 Mio. (Vj. EUR 199,1 Mio.). Diese kurz- und langfristigen Bankverbindlichkeiten sind im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Kaufes der Indo-Gruppe durch die Rodenstock GmbH entstanden. Zusammenfassende Beurteilung zur Lage des Unternehmens Mit einem Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (vor Abschreibungen, Zinsen, Beteiligungsergebnis und Steuern) von EUR 39,3 Mio. (Vj. EUR 33,8 Mio.) konnte das Vorjahresergebnis deutlich verbessert werden. Die positive Entwicklung konnte trotz des hohen Kostendrucks durch Kostenoptimierungsprogramme in der Produktion erreicht werden. Demgegenüber konnten die Umsatzerwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht erfüllt werden. Dabei haben sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachgelassen. Wesentlich zur Verschlechterung des Jahresergebnisses trugen zudem das negative Beteiligungsergebnis sowie die gestiegenen Zinsaufwendungen bei. In der Folge konnten die Erwartungen zum Jahresergebnis nicht erfüllt werden. Die Finanzlage hat sich trotz des leichten Rückgangs der flüssigen Mittel verbessert. Dies zeigt sich in der deutlichen Steigerung des Mittelzuflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit. Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 S. 1 GmbHG Seit Mai 2015 ist in Deutschland das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen für bestimmte Gesellschaften in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verpflichtend in Kraft. Entsprechend sind der Gesellschafter und die Geschäftsführung der Rodenstock GmbH gehalten, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung und auf den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen. Ebenso ist zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die Gesellschafter der Rodenstock GmbH haben im Vorjahr hinsichtlich des Frauenanteils im Aufsichtsrat das Ziel definiert, die bisherige und heute weiterhin aktuelle Quote von 17% (eine Aufsichtsrätin) bis zum 30. November 2026 zu halten. In Bezug auf den Frauenanteil in der Geschäftsführung bzw. im Executive Management Team, das derzeit aus vier männlichen geschäftsleitenden Mitgliedern besteht, wird weiterhin an der aktuellen Struktur und damit einer Frauenquote von 0% bis 30. November 2026 festgehalten. Änderungen in der Struktur oder in den Personen dieser noch recht neuen Geschäftsführung werden weiterhin nicht angestrebt. Vielmehr soll in dieser Zusammensetzung - nach dem gelungenen Verkauf von Rodenstock an den Mehrheitseigentümer Apax Mitte 2021 und der Überwindung der Corona-Pandemie - der bereits erfolgreich eingeschlagene strategische Weg von B.I.G. Vision ® FOR ALL konsequent fortgesetzt werden. Für die erste Führungsebene und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung liegt die Zielgröße bei 15% bzw. bei 35%. Es wird angestrebt, die jeweilige Zielgröße bis spätestens 30. November 2027 zu erreichen. Zum Stichtag sind insgesamt 8% (Vorjahr: 4%) der Führungskräfte dieser ersten Führungsebene weiblich (drei Frauen). Auf der zweiten Führungsebene beträgt der Frauenanteil zum Stichtag 32% (Vorjahr: 29%); dies entspricht 18 Frauen. Der Zielzeitraum ist mittel- bis langfristig gewählt, da die Rodenstock GmbH von einer langen Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte und einer niedrigen Fluktuation profitiert. Mit 8% ist auf der ersten Führungsebene bereits eine Verdoppelung der Frauenquote im Jahr 2023 erreicht worden und auch für das Jahr 2024 ist ein weiterer Anstieg zu erwarten. Für die Rodenstock GmbH ist die Förderung von Frauen Bestandteil der gelebten Führungskultur. Es wurden bereits folgende Maßnahmen eingeleitet, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen: (Nachwuchs)-Führungskräfte-Programme mit einem angestrebten Frauenanteil unter den Teilnehmenden von mind. 50%; Angebot von Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die sich gezielt an (künftige) weibliche Führungskräfte richten; finanzielle Förderung des im Jahr 2022 etablierten internen Frauennetzwerks; Sensibilisierung von Personaldienstleistern für ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Kandidaten / Bewerbern. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem der Rodenstock GmbH ist Teil des Konzernrisikomanagements und verfolgt die Zielsetzung, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten, um geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung zu entwickeln und zu implementieren und die bestmögliche Wahrnehmung von Chancen zu gewährleisten. Das zu diesem Zweck etablierte Risikomanagement ist somit ein zentrales Element zur Steuerung der Rodenstock GmbH, welches die Qualität aller Entscheidungen verbessern soll. Das Risikomanagement stützt sich auf eine regelmäßige Risikoinventur zur dezentralen Erfassung und Aktualisierung von Risiken, einschließlich einer möglichen Bestandsgefährdung. Die so identifizierten Risiken werden, soweit sinnvoll, im Wesentlichen nach den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und wirtschaftliche Auswirkung im Falle eines Eintretens bewertet. Die Bewertung erfolgt dabei unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Sie mündet letztlich in eine Priorisierung aller identifizierten und bewerteten Risiken, die es der Rodenstock GmbH ermöglicht, Risiken zu aggregieren, an die Geschäftsleitung zu berichten und effektive Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen. Gesamtbewertung Zum Bilanzstichtag haben die identifizierten und bewerteten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Rodenstock GmbH. Die wesentlichen Einzelrisiken der Rodenstock GmbH ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung (in absteigender Bedeutung) aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, aus der Bedrohung eines möglichen Cyberangriffs, dem unverändert intensiven Wettbewerb in der Branche, dem hohen Zinsniveau, dem Ausfall von Personal und vor allem auch aus dem zunehmenden Fachkräftemangel. Wesentliche Veränderungen der Risiken und Chancen im Vergleich zu den im Vorjahr in der Rodenstock GmbH identifizierten Risiken liegen nicht vor. Markt- und Wettbewerbsrisiken Die wesentlichen Risiken für die kurzfristige Marktentwicklung werden hauptsächlich durch die anhaltende Kerninflation über Zielniveau in der Eurozone sowie die restriktive Geldpolitik der EZB und deren Auswirkungen auf das private Konsumverhalten bestimmt. In diesem Zusammenhang besteht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der damit einhergehenden Verhaltensänderungen der Wirtschaftsakteure. Viele Risiken hängen mit diesen Variablen zusammen und können sich deutlich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken, was sich in einem nachhaltig geringeren Wirtschaftswachstum sowie in anhaltend hohen Zinsen niederschlagen könnte. Dies gilt insbesondere für die Entwicklungen in dem für die Rodenstock GmbH wichtigen europäischen Raum. Die Risiken werden insgesamt als hoch angesehen. Zugleich hat sich die augenoptische Branche und insbesondere das Geschäft mit Brillengläsern in den letzten Jahren im Vergleich mit anderen Branchen als relativ widerstandsfähig erwiesen. So hat sich der Markt für Brillengläser von den durch die Corona-Lockdowns im Jahre 2020 verursachten Absatzeinbußen in kürzester Zeit wieder erholt. Und auch die hohe Inflation sowie das anhaltend schlechte Konsumklima der letzten zwei Jahre hat in vielen der für die Rodenstock GmbH bedeutenden geographischen Märkte lediglich zu moderaten Wachstumseinbußen beim Wert des jährlichen Absatzes an Brillengläsern geführt. Um eine frühzeitige Identifizierung möglicher Preis- und Absatzrisiken zu sicher zu stellen, setzt die Rodenstock GmbH auf ein umfassendes Berichtswesen sowie Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen. Die Geschäftsleitung sowie andere relevanten Entscheidungsträger werden zeitnah über Markt- und Wettbewerbsbewegungen informiert, um diesen mit spezifischen Risikosenkungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Risiken aus der möglichen Substitution von Brillengläsern durch andere Produkte werden kontinuierlich beobachtet und die möglichen Auswirkungen auf die Rodenstock GmbH evaluiert. Ebenso werden potenzielle Konkurrenzprodukte zur DNEye ® Scanner Technologie regelmäßig beobachtet und bewertet. Mögliche Substitutionsrisiken sowie Risiken im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der DNEye ® -Technologie werden derzeit als gering eingeschätzt. Nach Einschätzung der Rodenstock GmbH existieren derzeit keine Anzeichen für eine mögliche mittelfristige Verdrängung korrektiver Brillengläser oder für den möglichen Verlust der Innovationsführerschaft der Rodenstock GmbH im Bereich der biometrischen Gleitsichtgläser. Die Tendenz zur Konsolidierung des stationären augenoptischen Einzelhandels (sei es durch die weitere Ausbreitung von Filialketten oder Einkaufsgemeinschaften oder auch durch die Geschäftsaufgabe kleiner augenoptischer Einzelhändler) hielt auch im Jahr 2023 an. In Deutschland zum Beispiel nahm die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte im Jahr 2022 um 306 Betriebe oder 3,5 % von 8.838 auf 8.532 im Vergleich zum Vorjahr ab. Dagegen stieg die Anzahl der Filialisten im gleichen Zeitraum von 2.442 um 126 Betriebe oder 5,2 % auf 2.568 Verkaufsstellen. 12 Dieser Trend setzte sich auch 2023 fort. Die Vertriebsaktivitäten der Rodenstock GmbH setzen daher bereits seit Jahren auf einen klaren Mehrkanalansatz, bei dem sowohl unabhängige Augenoptiker und Einkaufsgemeinschaften als auch Filialisten mit Marken- sowie White-Label-Produkten (Produkte ohne Markenkennzeichnung) und Private-Label-Produkten (Handelsmarken) bedient werden. Das Geschäft der Rodenstock GmbH zeichnet sich im Allgemeinen durch einen geringeren Grad an Kundenkonzentration aus. Mit Ausnahme eines Großkunden, mit dem die Rodenstock Gruppe im Geschäftsjahr 2023 13,5 % des Umsatzes erzielte (Vj. 18,5 %), entfallen auf keinen der belieferten Endkunden mehr als 5 % des Jahresumsatzes. Aufgrund der Übernahme dieses Großkunden durch einen der Wettbewerber der Rodenstock Gruppe im Jahr 2021 laufen die Vertragsbeziehungen zu diesem Kunden zum Ende des Geschäftsjahres 2024 aus. Bis dahin sind die Umsätze mit diesem Großkunden durch bestehende Lieferverträge weitgehend abgesichert. Die Rodenstock Gruppe hat im Jahr 2023 ebenso wie im Vorjahr den Umsatzrückgang mit diesem Großkunden durch Umsätze aus dem Geschäft mit neu gewonnen Kunden sowie mit anderen langjährigen Kunden erfolgreich ersetzt. Die Rodenstock Gruppe erwartet aktuell das auslaufende Geschäft auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu ersetzen. Sollte dies in der Zukunft anders als bisher nicht gelingen, so könnte sich dies auf den Umsatz und das Ergebnis in den Folgeperioden nachteilig auswirken. Das Risiko wird als durchschnittlich angesehen. Das Wettbewerbsrisiko wird dabei insgesamt als mittelhoch angesehen. 12 Specatris Branchenreport 2022/23. Risiken der Produktion und Beschaffung Als Hersteller hochwertiger Brillengläser ist die Rodenstock GmbH grundsätzlich Risken von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen oder unerwarteten technischen Schwierigkeiten in der Produktion ausgesetzt. Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen könnten dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden, eine entsprechende Nachfrage nicht ausreichend bedient wird und dadurch Umsätze und Deckungsbeiträge verloren gehen. Diesen Szenarien wirkt die Rodenstock GmbH durch ein Bündel an Maßnahmen entgegen. Hierzu gehören unter anderem die Wartung und Instandhaltung von Anlagen sowie die systematische Schulung unserer Beschäftigten und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse oder zur Gefährdungsbeurteilung. Gemeinsam mit den Anlagenherstellern und der eigenen IT-Abteilung wird zudem das Konzept der Rodenstock GmbH für die Absicherung der Produktionsanlagen gegen IT-Risiken weiterentwickelt. Für die Beschaffung neuer Produktionsanlagen sind diesbezüglich klare Standards definiert. Darüber hinaus begegnet die Rodenstock GmbH dem Risiko eines möglichen Produktionsausfalls durch die Verteilung der Fertigung bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte sowie durch die kontinuierliche Harmonisierung der Fertigungssortiments über die Standorte hinweg mit dem Ziel, im Falle eines Anlagenausfalls Teile des Produktionsvolumens vom betroffenen Standort kurzfristig in andere Werke des Produktionsverbunds zu transferieren. Unter Berücksichtigung aller Maßnahmen wird das Risiko eines Produktionsausfalls als mittelhoch bewertet. Auch Risiken in der Beschaffung von Rohstoffen und Halbfertigprodukten sind für die Rodenstock GmbH relevant. Das operative Geschäft der Rodenstock GmbH ist abhängig von der Verfügbarkeit und der Preisentwicklung bestimmter Rohstoffe bzw. Halbfertigprodukte in geeigneter Qualität. Ziel der Beschaffungsstrategie ist daher die Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit unter bestmöglichen Konditionen in den von der Rodenstock GmbH definierten Qualitätskriterien. Wo immer möglich, sichert sich die Rodenstock GmbH gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten, mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Darüber hinaus strebt die Rodenstock GmbH grundsätzlich an, Lieferengpässe oder Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten durch die Diversifikation ihrer Bezugsquellen zu vermeiden. Wo dies nicht möglich ist, kann die Rodenstock GmbH gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, was zu temporär höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen könnte. Dem Qualitätsrisiko bei der Beschaffung fremdbezogener Rohstoffe und Halbfertigprodukte begegnet die Rodenstock GmbH vor allem durch präzise Qualitätsanforderungen, welche die Lieferanten vor Auswahl zunächst im Rahmen eines strukturierten Qualifizierungsprozess erfüllen müssen und die dann im Rahmen regelmäßiger Audits bzw. durch kontinuierlich Qualitätskontrollen überprüft werden. Grundsätzlich bezieht die Rodenstock GmbH ausschließlich qualitativ hochwertige Produkte, deren Sicherheit und Eignung erwiesen ist, von qualifizierten Lieferanten, die den Spezifikationen und Anforderungen der Rodenstock GmbH entsprechen. Da es sich bei Brillengläsern um regulierte Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung handelt, hat die Rodenstock GmbH ihr Qualitätsmanagement System (QMS) unter anderem darauf ausgerichtet, die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Das QMS der Rodenstock GmbH ist nach dem international anerkannten Standard EN ISO 13485 zertifiziert ist. Insgesamt werden die Risiken aus der Beschaffung als gering angesehen. Forschung und Entwicklung Durch Forschung und Entwicklung gestützte Innovation im Bereich der Augengesundheit ist ein zentraler Bestandteil der Strategie der Rodenstock GmbH. Bei der Entwicklung von neuen Medizinprodukten besteht das grundsätzliche Risiko, dass Entwicklungsziele nicht oder nicht zeitgerecht erreicht werden. Das Risiko wird dabei als mittelhoch eingeschätzt. Durch eine umfassende Innovations- und Projektplanung, die stetige Überprüfung von Projektfortschritten im Rahmen eines modernen "Stage-Gate"-Entwicklungsprozesses und intensive Zusammenarbeit der Forschung & Entwicklungs-Abteilung mit dem Produktmanagement und dem Vertrieb werden solche Risiken minimiert. Informationssicherheit und IT-Risiken Um einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist die Rodenstock GmbH auf die Funktionsfähigkeit ihrer IT-Systeme angewiesen. Der Verlust, die Nichtverfügbarkeit oder der Missbrauch von Informationen könnte der Rodenstock GmbH Schaden zufügen. Der Ausfall der IT-Systeme oder eine Störung von außen (Cyber-Angriffe) könnten kritische Geschäftsprozesse beeinträchtigen und beispielsweise zu einem kurzzeitigen Stillstand der Produktion führen. Sie bergen zudem erhebliche Reputationsrisiken. Die Zuverlässigkeit und Sicherheit der IT-Systeme sind daher entscheidend für den operativen und finanziellen Erfolg der Rodenstock GmbH. Insgesamt sind die Risiken aus Cyber-Angriffen und Risiken der Datensicherheit als mittelhoch eingestuft. Aus diesem Grund hat die Rodenstock GmbH organisatorische sowie technische Maßnahmen etabliert, um derartige Risiken zu minimieren. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem der Einsatz effizienter Firewall-Systeme, die Segmentierung von Netzwerken, eine regelmäßige Sicherung bzw. Spiegelung von Datenbeständen, systemische Redundanzen sowie eine angemessene Beschränkung von Zugangs- und Zugriffsberechtigungen der IT-Nutzer. Die eingesetzten IT-Sicherheitsmaßnahmen werden kontinuierlich überprüft, aktualisiert und funktional erweitert. Um den Faktor Mensch in die IT-Sicherheitskette adäquat einzubinden, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rodenstock GmbH in Schulungen national und international über die Risiken im Bereich IT-Sicherheit und Compliance regelmäßig informiert. Personalrisiken Der zukünftige Erfolg der Rodenstock GmbH hängt in erheblichem Umfang von der Leistung ihrer Führungskräfte und ihrer Beschäftigten ab. Es besteht ein starker und zunehmender Wettbewerb um Personal, das über die entsprechenden Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt. Die Rodenstock GmbH kann daher nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, sein gut ausgebildetes und engagiertes Personal zu halten bzw. neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Die Abwanderung von qualifiziertem Personal oder Personen in Schlüsselpositionen könnte zum Verlust von Know-how führen und ungeplante Kosten für die Rekrutierung sowie die Einarbeitung von neuem Personal erzeugen und damit negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittelhoch bewertet. Auch das Risiko von möglichen Arbeitsniederlegungen, zum Beispiel im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen, kann nicht ausgeschlossen werden. Neben einer leistungsgerechten Vergütung und flexiblen Arbeitsmodellen begegnet die Rodenstock GmbH diesen Risiken auch mit weiteren Maßnahmen zur Stärkung der Attraktivität der Rodenstock GmbH als Arbeitgeber, beispielsweise durch Angebote zur Gesundheitsförderung, zur Weiterbildung oder zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur Bindung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Führungspositionen ("Rodenstock Leadership Programm") sowie zur Gewinnung und Bindung junger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und potentieller künftiger Führungskräfte ("Pros Programm"). Im Rahmen des Wissensmanagements hat die Rodenstock GmbH Prozesse entwickelt, um den strukturierten Transfer von spezifischem Erfahrungs- bzw. Prozesswissen sicherzustellen. Darüber hinaus arbeitet die Rodenstock GmbH kontinuierlich an Maßnahmen zur Stärkung des Mitarbeiter-Engagements durch regelmäßige Zielvereinbarungs- und Feedback-Gespräche, aber vor allem auch durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen. Rechtliche und steuerliche Risiken Als international tätiges Unternehmen unterliegen die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft in den Ländern, in denen sie tätig sind, unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen, die sich zudem häufig ändern. Dabei handelt es sich zum einen um öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, die sich beispielsweise aus dem Steuerrecht ableiten, und zum anderen um zivilrechtliche Verpflichtungen. Darüber hinaus sind für die Aktivitäten der Rodenstock GmbH Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums sowie gewerbliche Schutzrechte Dritter, Gesetze zur Wahrung der Sicherheit und Qualität von Medizinprodukten, wettbewerbsrechtliche Vorschriften oder Ausfuhrkontrollbestimmungen und andere Gesetze von Bedeutung. Vor diesem Hintergrund ist die Rodenstock GmbH einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaften der Rodenstock GmbH sind derzeit an Rechtsstreitigkeiten beteiligt und könnten auch zukünftig im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten involviert werden. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. potenziellen künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass unter anderem aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen gedeckt sind und sich auf die Rodenstock GmbH nachteilig auswirken könnten. Ein weiteres rechtliches Risiko geht von der sich immer öfter und schneller ändernden Regulierung aus. Die Rodenstock GmbH beobachtet relevante regulatorische Entwicklungen mit dem Ziel, Risiken aus möglichen künftigen Einflüssen neuer Regularien auf die Geschäftsaktivitäten frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Folgen zu minimieren. Aufgrund der Zunahme der Anzahl, des Umfangs und der Geschwindigkeit der Einführung neuer Regularien kann die Rodenstock GmbH dennoch nicht ausschließen, dass sich neue Regularien künftig eventuell nachteilig auf die Rodenstock GmbH auswirken könnten. Bei der Herstellung von Brillengläsern kommen insbesondere bei Beschichtungen beispielsweise kleinste Mengen an per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) zum Einsatz. Nach aktuellem Stand der Technik gibt es derzeit keine alternativen Substanzen zum Ersatz von PFAS für bestimmte Funktionalitäten der Beschichtung von Brillengläsern. Die EU befindet sich derzeit in einem Konsultationsverfahren bezüglich der möglichen Einschränkung - mit Ausnahmen - für die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen aller PFAS. Der Ausgang des Konsultationsverfahren ist völlig offen. Es ist daher zurzeit unklar, ob, inwieweit und in welchem Zeitrahmen die augenoptische Branche von künftigen Beschränkungen betroffen sein könnte. Nichtsdestotrotz hat die Rodenstock GmbH Projekte zur Entwicklung von Alternativen gestartet, um die Auswirkungen eines möglichen regulatorischen Eingriffs zu minimieren. Es ist aber nicht sicher, ob diese Entwicklungsprojekte - vor allem in dem vom Regulator bestimmten Zeitrahmen - zum Erfolg führen können. Laufende und drohende Rechtsstreitigkeiten und -verfahren werden kontinuierlich überwacht und an die Geschäftsleitung regelmäßig berichtet. Zur Beurteilung von Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten und -verfahren sowie eines etwaigen Rückstellungsbedarfs erstellen wir eigene Analysen und Bewertungen der Sachverhalte und geltend gemachter Ansprüche und ziehen im Einzelfall die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren sowie bei Bedarf unabhängige Rechtsgutachten heran. Die Risikobewertung basiert insbesondere auf der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen. Dabei können die rechtlichen Risiken als gering beurteilt werden. Das gleiche gilt für das Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann die Rodenstock GmbH Risiken im Rahmen von zukünftigen Steuer- oder Sozialversicherungsprüfungen nicht ausschließen. Die erstellten Steuererklärungen und die Angaben gegenüber den Sozialversicherungsträgern werden nach Auffassung der Rodenstock GmbH nach bestem Wissen vollständig und korrekt abgegeben. Dennoch besteht das grundsätzliche Risiko, dass es aufgrund abweichender Betrachtungsweisen von Sachverhalten durch die zuständigen Behörden zu Nachforderungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen kommen kann, welches derzeit als gering angesehen werden kann. Die Rodenstock GmbH hatte in 2022 die Nutzbarmachung eines bisher nicht verrechenbaren Zinsvortrages auf der Grundlage der Anwendung der Befreiungsvorschrift zur Zinsschrankenregelung nach § 4h II S. 1c EStG i.V.m. § 8a KStG realisiert. Infolgedessen wurden im Geschäftsjahr 2022 hieraus aktive latente Steuern in Höhe von EUR 48,9 Mio. sowie ein Steuererstattungsanspruch für Vorjahre in Höhe von EUR 1,6 Mio. aktiviert. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden in Summe aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 58,5 Mio. aktiviert. Die Befreiungsvorschrift zur Zinsschrankenregelung wurde in der Praxis aufgrund ihrer Komplexität und der hohen Dokumentationsanforderungen bisher sehr selten angewandt. Praxisrelevante Erfahrungen zur diesbezüglichen Auslegung der Vorschrift durch die Finanzbehörden (u.a. Definition des notwendigen Konsolidierungskreises, anteilige Allokation des Geschäfts- und Firmenwertes) sowie eine einschlägige, breite Rechtsprechung sind daher bisher nicht verfügbar. Aus diesem Grund haftet dem Steuereffekt aus dem Ansatz aktiver latenter Steuer sowie dem aktivierten Steuererstattungsanspruch grundsätzlich Unsicherheit an. Diese bezieht sich auf die Allokation des Geschäfts- und Firmenwertes, welche nach anerkannten Methoden und Verfahren erfolgte, die im Allgemeinen für solche Fragestellungen angewendet werden. Soweit die Finanzverwaltung zu einer anderen Beurteilung kommen sollte, wären die aktivierten latenten Steuern sowie der aktivierte Steuererstattungsanspruch in voller Höhe auszubuchen und zusätzlicher laufender Steueraufwand für die Jahre 2022 und 2023 zu erfassen. Die Rodenstock GmbH ist jedoch weiterhin der Überzeugung, dass sie die vom Gesetzgeber vorgegebenen Voraussetzungen für die Anwendung dieser Rechtsvorschrift erfüllt und geht daher aus heutiger Sicht davon aus, dass steuerliche Verlustvorträge zur Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen 2023 sowie zur Aktivierung von aktiven latenten Steuern für künftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge zur Verfügung stehen. Die Ertragssteuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2022 der Rodenstock GmbH sind noch nicht an die Finanzbehörden übermittelt worden. Risiken in Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum Die Wettbewerbsfähigkeit der Rodenstock GmbH hängt vom Schutz seiner technologischen Innovationen ab. Neue Schutzrechte zu generieren, bereits geschaffene Schutzrechte aufrechtzuerhalten und auch gegenüber Angriffen Dritter zu verteidigen, sind Maßnahmen, um den Ausbau des Technologievorsprungs und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Vor diesem Hintergrund hat die Rodenstock GmbH eine umfassenden Schutzrechtsstrategie entwickelt, um ihre Technologien und Produkte zu schützen. Werden eigene Schutzrechte durch Dritte verletzt, versucht die Rodenstock GmbH sich nach einer Risikoabwägung zunächst außergerichtlich zu einigen oder leitet unmittelbar rechtliche Schritte ein, um die eigenen Technologien und Produkte vor Nachahmung zu schützen. Bei der Produkt- und Technologieentwicklung prüft die Rodenstock GmbH systematisch, ob fremde Rechte berührt werden, entwickelt gegebenenfalls schutzrechtsfreie Lösungen oder erwirbt notwendige Lizenzen und Rechte beziehungsweise sucht anderweitige vertragliche Lösungen. Bei Lizenzierungen der eigenen Patente an Dritte liegen die monetären Jahreserträge im fünfstelligen Bereich. Insgesamt rechnet die Rodenstock GmbH im Bereich der Patente und des geistigen Eigentums mit keinen wesentlichen Effekten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und schätzt die Risiken im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum als gering ein. Risiken im Rahmen von Schäden und Ansprüchen Die Rodenstock GmbH entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse, um so die aus ihrer Sicht wesentlichen Risiken abzudecken. Die Rodenstock GmbH kann jedoch nicht gewährleisten, dass ihr keine Verluste entstehen oder dass keine Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen. Insgesamt ist dieses Risiko als gering einzuschätzen. Die Rodenstock GmbH hat über ihre eigene Compliance Abteilung ein Compliance Management System etabliert. Im Zuge dessen sind in einem Verhaltenskodex ("Code of Conduct") die Grundlagen korrekten Verhaltens bei geschäftlichen Aktivitäten festgeschrieben. Der "Code of Conduct" ist für alle Mitarbeiter gültig und wird durch flankierende Richtlinien konkretisiert. Es erfolgen regelmäßig Schulungs- und Trainingsmaßnahmen, durch welche die Mitarbeiter mit den internen Richtlinien vertraut gemacht und hinsichtlich der negativen Auswirkungen von Verstößen sensibilisiert werden. Zur Kontrolle und Sicherstellung der Wirksamkeit der Maßnahmen wurde zudem ein Whistleblower-System etabliert, mit dessen Hilfe sowohl interne als auch externe Nutzer anonym über Verstöße gegen Richtlinien und Gesetze berichten können. Weiterhin wurde ein Compliance Committee errichtet, welches in quartalsmäßigen Abständen zusammenkommt und aktuelle Risiken analysiert und bewertet, um diese durch entsprechende Maßnahmen zu vermeiden oder zu minimieren. Sämtliche Aktivitäten im Bereich Compliance werden auch in regelmäßigen Abständen an die Geschäftsleitung berichtet. Die Geschäftsleitung lebt den "Tone from the Top", indem sie sich Compliance-Themen regelmäßig in "Townhall Meetings" annimmt. Das Risiko aus Verstößen gegen bestehende Richtlinien wird daher als gering angesehen. Trotz der bestehenden Kontroll- und Überwachungssysteme kann es sein, dass diese möglicherweise nicht ausreichen, um Gesetzesverletzungen von Mitarbeitern, Vertretern, externen Servicedienstleistern oder Partnern zu verhindern bzw. erfolgte Gesetzesverletzungen aufzudecken. Finanzielle Risiken Die Rodenstock GmbH ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus ihren betrieblichen Geschäftstätigkeiten und Finanzierungstätigkeiten ergeben. Die Finanzrisiken lassen sich nach den Kategorien Liquiditäts- und Marktrisiken (einschließlich Währungs- und Preisrisiken) untergliedern. Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen der Rodenstock GmbH nicht aus vorhandener Liquidität oder durch entsprechende freie Kreditlinien gedeckt werden können. Zum Bilanzstichtag verfügte die Rodenstock GmbH unter Berücksichtigung freier kurzfristiger Kreditlinien über ausreichende Liquiditätsreserven. Es besteht das Risiko, dass bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Rodenstock GmbH weitere Finanzierungsmittel nicht in ausreichendem Umfang oder nur zu unvorteilhafteren Konditionen zur Verfügung stehen könnten. Deshalb erfolgt die Steuerung der Liquidität über eine zentrale Treasury-Abteilung. Die Liquidität der Rodenstock GmbH wird in einem laufenden Liquiditätsplanungsprozess kontrolliert, gesteuert und gesichert. Als international aktive Gesellschaft tätigt die Rodenstock GmbH ihre Geschäfte in vielen verschiedenen Ländern und Währungen. Vermögenswerte und Zahlungsflüsse aus diesen Geschäften sind somit Währungsrisiken ausgesetzt, die sich durch Wechselkursschwankungen in der Zeitspanne zwischen Planung, Bilanzierung und Bewertung der Fremdwährungsposition ergeben können. Ziel unserer Risikomanagementstrategie im Bereich Fremdwährungen ist es, die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis bzw. den Konzerncashflow in ökonomisch angemessener Weise zu minimieren. Währungsrisiken bestehen vor allem gegenüber den Währungen Japanischer Yen, US-Dollar, Thailändischer Baht, Tschechische Krone, Marokkanischer Dirham, Schweizer Franken und Britisches Pfund. Diese Risiken sichert die Rodenstock GmbH bei Bedarf durch derivative Instrumente ab und schätzt das Risiko als gering ein. Zinsrisiken aus möglichen Wertschwankungen aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze betreffen vor allem den Bereich der langfristigen Kreditfinanzierung. Diese können zu Schwankungen der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Finanzinstrumente führen, welche sich positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken können. Diese Risiken sichert die Rodenstock GmbH bei Bedarf durch derivative Instrumente (z.B. Zins-Caps) ab und beurteilt das Risiko als mittelhoch. Potenziellen Ausfallrisiken auf Kundenforderungen minimiert die Rodenstock GmbH durch die Einholung von Bonitätsauskünften, die kontinuierliche Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden sowie die Festlegung entsprechender Kreditlimits. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024 Ein deutlicher Aufschwung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 blieb aufgrund der inflationsbedingten Belastung der Realeinkommen sowie des anhaltend hohen Zinsniveaus aus. Für 2024 wird zunächst ein weitestgehend stabiles weltweites Wirtschaftswachstum erwartet. 13 In der Eurozone wird im Jahr 2024 mit einer leichten Verbesserung der Wachstumsaussichten gerechnet. Nach 0,6 % im Jahr 2023 rechnet die EZB mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in der Eurozone von 0,8 % im Jahr 2024. 14 Die Gesamtinflation ist weiter rückläufig. Nach 5,4 % im Jahr 2023 erwartet die EZB für 2024 eine Veränderung des harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) in Höhe von 2,7 %. 15 Damit bleibt die Kerninflation in der Eurozone weiterhin über dem angestrebten Zielniveau der EZB von 2 %. Während sich sinkende Rohstoff- und insbesondere Energiepreise positiv auf die allgemeinen Preisniveaus auswirken, geht die Teuerung arbeitsintensiver Produkte und Dienstleistungen aufgrund deutlich gestiegener Lohnkosten sowie aufgrund von Zeitrundeneffekten nur langsam zurück. Geopolitische Risiken aufgrund des anhaltenden Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine sowie der Terroranschläge und der Konflikt im Nahen Osten tragen darüber hinaus zur Unsicherheit unter Unternehmen und privaten Verbrauchern bei. Entscheidend für die Konsumgüternachfrage im Jahr 2024 wird die Zuversicht der privaten Haushalte sein, durch deren Entwicklung das Wirtschaftswachstum weiter gedämpft werden oder auch über den aktuell mäßigen Erwartungen liegen könnte. Auf Basis eines weiterhin robusten Arbeitsmarktes und der steigenden Realeinkommen könnten die Verbraucher das Konsumklima nachhaltig gegebenenfalls auch positiv beeinflussen und zu einem höheren Wachstum der Weltwirtschaft beitragen16 . 13 Past macroeconomic projections (europa.eu). 14 Past macroeconomic projections (europa.eu). 15 Past macroeconomic projections (europa.eu). 16 Europäische Zentralbank: Wirtschaftsbericht, Ausgabe 7/2023. Markterwartungen 2024 Aufgrund der weltweit veränderten Lebens- und Arbeitsgewohnheiten - allen voran weniger Bewegung im Freien und mehr Zeit an Bildschirmen - aber auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung sowie der wachsenden Zahl von Diabeteserkrankungen steigt der Anteil von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Die weltweite Zunahme an Fehlsichtigkeitserkrankungen führt zu einer langfristigen, strukturellen Steigerung des Bedarfs an Brillengläsern. Dementsprechend rechnet die Rodenstock GmbH für das Jahre 2024 mit einem weitgehend stabilen Marktwachstum im Vergleich zu den Wachstumsraten der letzten zehn Jahre. Angesichts des makroökonomischen Ausblicks und der weiterhin angespannten geopolitische Lage geht die Rodenstock GmbH dabei von einer lediglich moderaten Erholung des Verbrauchervertrauens in ihren wesentlichen Absatzmärkten aus. Vor diesem Hintergrund erwartet die Rodenstock GmbH im Jahr 2024 auch keinen überproportional starken Anstieg der allgemeinen Marktnachfrage nach Brillengläsern. Trotz nachlassender Inflation erwartet die Rodenstock GmbH, dass preissensitive Verbraucher auch im Jahr 2024 weiterhin vor allem bei Filialketten einkaufen werden. Das anhaltende Wachstum der Filialketten wird wie bereits im vergangenen Jahr zu erhöhtem Preisdruck auf die Hersteller führen. Gleichzeitig geht die Rodenstock GmbH davon aus, dass das Marktsegment der individualisierten Brillengläser auch weiterhin stärker als der Gesamtmarkt wachsen wird. Zudem erwartet die Rodenstock GmbH, dass das in Europa bislang kleine Marktsegment der Brillengläser zur Bekämpfung des Voranschreitens der Myopie bei Kindern und Jugendlichen hohe zweistellige Wachstumsraten bei den Absatzvolumina aufweisen wird. Ausblick der Rodenstock GmbH Zu den zentralen Wachstumstreibern der Rodenstock GmbH im Jahr 2024 zählen die Produkte der Marke Rodenstock: Hierzu gehören zum einen die unter der Marke B.I.G. EXACT ® vertriebenen biometrischen Gleitsichtgläser, deren Präzision auf den exakten Messverfahren der DNEye ® -Scanner-Technologie von Rodenstock basiert. Zum anderen will die Rodenstock GmbH auch mit den unter der Marke B.I.G. NORM ® vertriebenen Gleitsichtgläsern, bei deren Herstellung Rodenstock ein eigenes KI-basiertes, biometrisches Modell des Auges einsetzt, erneut überproportional wachsen. Gestützt wird das Umsatzwachstum in 2024 dabei unter anderem durch die Einführung einer neuen Beschichtungstechnologie unter dem Namen LayR, mit der Sehkomfort bei biometrischen Brillengläsern deutlich gesteigert werden soll. Und auch für das im Jahr 2023 erfolgreich eingeführte Myopie-Produkt MyCon ® , das darauf ausgelegt ist, bei Kindern und Jugendlichen Kurzsichtigkeit zu korrigieren und dem Fortschreiten der Myopie entgegenzuwirken, rechnet die Rodenstock GmbH im Jahr 2024 erneut mit hohen Wachstumschancen. Schließlich plant die Rodenstock GmbH die Einführung der Marke Rodenstock und "B.I.G. Vision ® for all"-Strategie" im spanischen Markt. Gleichzeitig erwartet die Rodenstock GmbH, dass die Geschäftsbeziehungen zu ihrem Großkunden, der im Jahr 2021 durch einen Wettbewerber übernommen wurde, zum Ende des Jahres 2024 vertragsgemäß auslaufen werden. Die Rodenstock GmbH rechnet daher damit, dass die Umsatzerlöse mit den Unternehmen dieses Großkunden, die im Jahr 2023 rund 13,5 % des Umsatzes der Rodenstock Gruppe ausmachten, in 2024 weiter deutlich rückläufig sein werden. Für 2024 geht die Rodenstock Gruppe davon aus, dass dieser Großkunde nur noch zwischen 8-10 % des Umsatzes ausmachen wird. Vor allem vor dem Hintergrund dieser Entwicklung rechnet die Rodenstock GmbH mit einem leicht rückläufigen Umsatz. Dies ist auch auf den vollständigen Wegfall der Umsätze des Geschäftsbereiches Brillenfassungen im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen, welches noch in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2023 einen deutlichen Umsatzbeitrag leistete. Dem gegenüber werden weitere Verbesserungen beim Produktmix erwartet. Zudem werden mit weiteren, umfassenden Programmen zur Steigerung der Fertigungseffizienz und der Fortsetzung der Kostendisziplin in den indirekten Bereichen den inflationsbedingten Kostensteigerungen vor allem bei Löhnen und Gehältern sowie Transportkosten entgegengewirkt. Mit diesen Maßnahmen wird der erwartete Rückgang des Recurring EBITDA (= um Sondereffekte bereinigt) im Jahr 2024 gemindert, welcher im mittleren einstelligen Prozent-Bereich liegen wird. Mit dem Rückgang des Recurring EBITDA wird auch ein Rückgang der flüssigen Mittel erwartet. Trotz der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bleiben Herausforderungen bestehen, insbesondere im Hinblick auf die unsichere geopolitische Lage und makroökonomische Unwägbarkeiten. Die Rodenstock GmbH wird daher weiterhin flexibel agieren, sich an Veränderungen schnellstmöglich anpassen und auf neue Herausforderungen reagieren, um auch in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich zu bestehen.
München, den 3. April 2024 Marcus Desimoni Roland Dimbath Dr. Mani Herold Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Rodenstock GmbH, MünchenAllgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Rodenstock GmbH, München wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 265 ff. und 275 ff. HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Rodenstock GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und wird beim Amtsgericht München unter der Reg. Nr. HRB 153815 geführt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Einzelnen Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, bewertet. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht für Entwicklungskosten gemäß § 248 Abs. 2 HGB i. V. m. § 255 Abs. 2a HGB in Anspruch genommen. Die Abschreibung erfolgt für die Entwicklungsprojekte linear über die geplante Produktlaufzeit und für die Patente linear über die durchschnittliche Patentlaufzeit. Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
Geringwertige abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten EUR 1.000 nicht übersteigen, werden als Sammelposten über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, bei denen der Iris MidCo 3 GmbH, Grünwald, mittelbar oder unmittelbar die in § 290 Abs. 2 HGB genannten Rechte zustehen. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten die anteiligen Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen. Verwaltungskostenanteile bleiben außer Ansatz. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Um die Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert für alle Positionen des Vorratsvermögens durchzuführen, wurden alle Bereiche überprüft und entsprechend angepasst. Für Werbematerialien und Glasbestände wird auf den Nettoveräußerungswert abgewertet, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem Niederstwert bewertet. Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken sind durch entsprechende Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB gebildet. Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden passive latente Steuern angesetzt, wenn von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden unsaldiert angesetzt. Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist bzw. die Zinsvorträge genutzt werden können. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als die Umkehrung der temporären Differenzen während der Organschaft zu erwarten ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des im Zeitpunkt der Umkehrung der Differenzen geltenden kombinierten Steuersatzes für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der gewerbesteuerlichen Hebesätze des Rodenstock-Organkreises. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen unmittelbare Verpflichtungen aus Direktzusagen der Rodenstock GmbH gegenüber Mitarbeitern. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht im Sinne des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch Trendannahmen für die relevanten Größen (u. a. Renten- und Gehaltssteigerungen, Fluktuation, Sterblichkeit analog den biometrischen "Heubeck - Richttafeln 2018 G"), die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Der für die Berechnung verwendete Rechnungszins entspricht dem gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen, Abweichungen der tatsächlichen Trends gegenüber den Rechnungsannahmen sowie Änderungen des anzuwendenden Diskontierungssatzes. Diese werden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Personalaufwands ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge aus Auf- bzw. Abzinsung sowie Änderungen des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit werden die biometrischen "Heubeck - Richttafeln 2018 G" (Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. Die Berechnung basiert auf einem Rechnungszinsfuß von 1,00 % (Vorjahr 0,42 %),welcher dem durch die Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr entspricht. Einkommenssteigerungen sind mit 1,80 %p.a. berücksichtigt. Das Wertguthaben wird als Vermögensgegenstand für die Alterszeitverpflichtung angesetzt und gemäß der IDW Stellungnahme (IDW RS HFA 30) mit der Rückstellung für den Erfüllungsrückstand saldiert, da es sich um verpfändete Wertguthaben handelt, die ausschließlich der Insolvenzsicherung dienen. Übersteigt das Wertguthaben den Erfüllungsrückstand, wird dieser Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten Schadensverlaufs bei den ausgelieferten Gläsern, Korrektionsfassungen und Messgeräten gebildet. Sonstige Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger wurden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip gemäß § 256a S. 2 HGB nicht angewandt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Besteht kein oder ein nicht ausreichender Sicherungszusammenhang, wird für unrealisierte Verluste eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens in der Berichtsperiode ist in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Im Berichtsjahr fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 30.166 an. Gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurden davon TEUR 8.970 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt für die Entwicklungsprojekte linear über die geplante Nutzungsdauer und für die Patente linear über die durchschnittliche Patentlaufzeit. Die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB sind in der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurde die Relo Logistics Optics GmbH auf die Rodenstock GmbH verschmolzen. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter sowie gegen verbundene Unternehmen stammen vorwiegend aus Darlehen nebst Zinsen sowie konzerninternem Cash Management. (3) Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Bei der Commerzbank AG, München, sind Garantien und Avale in vollen Umfang bar hinterlegt. Es bestehen daraus Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.108 (Vorjahr TEUR 1.108). (4) Aktive Rechnungsabgrenzung Die nachfolgende Tabelle zeigt einen wesentlichen Bestandteil der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
(5) Aktive latente Steuern Für Erläuterungen zur Entstehung der aktiven latenten Steuern verweisen wir auf die Angaben unter (10) Passive latente Steuern.
(6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der Vermögensgegenstand aus der Absicherung von Wertguthaben im Blockmodell Altersteilzeit wird mit der Altersteilzeitrückstellung für den Erfüllungsrückstand saldiert. Es gibt im Geschäftsjahr 2023 keinen übersteigenden Betrag der als aktiver Unterschiedsbetrag angesetzt wird (Vorjahr TEUR 5). (7) Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen (Defined Benefit Plans) gebildet. Für die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellung für Pensionen werden die zu erwartenden Steigerungen von Gehältern (3,00 %; Vorjahr 2,50 %), der Rententrend (2,30 %; Vorjahr 2,30 %) sowie eine Fluktuationsrate (3,50 %; Vorjahr 3,50 %)berücksichtigt. Der bilanzierte Wert in Höhe von TEUR 197.161 (Vorjahr TEUR 193.633)wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf Basis des 10-Jahresdurchschnittszinssatzes (1,83 %; Vorjahr 1,79 %) mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Auf Basis des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes (1,75 %; Vorjahr 1,45 %)beträgt der Erfüllungsbetrag TEUR 198.895 (Vorjahr TEUR 201.357). (8) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Kundenboni, Verpflichtungen im Personalbereich und ausstehende Eingangsrechnungen. Zwischen der Rodenstock GmbH und der CommerzTrust GmbH (vertreten durch die Commerzbank AG) wurde zum 26.05.2015 ein Treuhandrahmenvertrag zur Absicherung von Wertguthaben im Blockmodell Altersteilzeit der Rodenstock GmbH sowie der Optovision Gesellschaft für moderne Brillenglastechnik mbH abgeschlossen. Es wurde ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 838 (Vorjahr TEUR 838) auf den Treuhandkonten hinterlegt. Davon wurden für die Rodenstock GmbH TEUR 701 (Vorjahr TEUR 750) mit deren Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert. (9) Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter stammen vorwiegend aus Darlehen sowie konzerninternem Cash Management. Für Erläuterung zu den Sicherheiten für die Kreditverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben unter den Haftungsverhältnissen. (10) Passive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern sowie die passiven latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen bzw. Verlustvorträgen. Die temporären Differenzen resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen:
Der Verlustvortrag betrug zum 31.12.2023 für Körperschaftssteuer TEUR 196.117 (Vorjahr TEUR 201.556) und für Gewerbesteuer TEUR 124.610 (Vorjahr TEUR 133.366). Der zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge 15,83 % (Vorjahr 15,83 %) und für gewerbesteuerliche Verlustvorträge 14,72 % (Vorjahr 14,72 %). Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von 30,55 % (Vorjahr 30,55 %). Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse Die Umsätze wurden im Wesentlichen mit optischen Produkten erzielt und gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Die Rodenstock GmbH verzichtet auf eine weitere Untergliederung der Umsatzerlöse gemäß § 286 Abs. 2 HGB. (12) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 13.718 (Vorjahr TEUR 15.101) sind im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen (TEUR 911, Vorjahr TEUR 1.536), Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 3.474, Vorjahr TEUR 3.969) sowie periodenfremde Erträge (TEUR 8.764, Vorjahr TEUR 9.267) enthalten. Die periodenfremden Erträge ergeben sich überwiegend aus Wertaufholungen auf Vorräte (TEUR 1.792, Vorjahr TEUR 525), aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 6.213, Vorjahr TEUR 5.535) sowie aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 712, Vorjahr TEUR 310). (13) Personalaufwand
(14) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches Fassungen und der Glasportfoliobereinigung der Fertigung Regen außerplanmäßige Abschreibungen für nicht mehr verwendbare immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 0) und für nicht mehr einsetzbare Sachanlagen in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr TEUR 0) vorgenommen. (15) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Abschreibungen und Ausbuchungen in Höhe von TEUR 464 (Vorjahr TEUR 0) vorgenommen. Des Weiteren gab es Abschreibungen und Ausbuchungen auf Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 684 (Vorjahr TEUR 0). (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.897 (Vorjahr TEUR 6.274) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr TEUR 409). (17) Zinserträge und Zinsaufwendungen
(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steuerertrag im Berichtsjahr enthält einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 10.644 (Vorjahr TEUR 19.362 Ertrag) und einen Aufwand aus laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.877 (Vorjahr TEUR 1.334 Ertrag). Darin sind periodenfremde Aufwendungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 1.555 Ertrag) enthalten. (19) Ausschüttungssperre Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 94.087 (Vorjahr TEUR 79.401). Diese basiert in Höhe von TEUR 28.768 (Vorjahr TEUR 25.957) auf der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 4) auf der Aktivierung von Vermögensgegenständen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sowie in Höhe von TEUR 65.319 (Vorjahr TEUR 53.440) auf dem Überhang aktiver latenter Steuern. Der Überhang aktiver latenter Steuern beträgt isoliert TEUR 52.665 (Vorjahr TEUR 42.020) und wurde für die Berechnung der Ausschüttungssperre um die passive latente Steuer auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Vermögensgegenstände i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 12.654 korrigiert. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1.734 (Vorjahr TEUR 7.724). Diese basiert auf dem Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen. (20) Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2023 sind außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen saldiert in Höhe von insgesamt TEUR 3.735 (Aufwand) entstanden. Diese Erträge und Aufwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Sachverhalte: Zur Erreichung der gesetzten, langfristigen Unternehmensziele wurde ein Programm initiiert, welches alle Unternehmensbereiche umfasst und das Ziel hat langfristig durch Vertriebs- und Marketingmaßnahmen und Prozessverbesserungen insbesondere in den Bereichen Produktion, Beschaffung und Verwaltung die Umsätze zu steigern, die betrieblichen Abläufe und die Kostensituation zu verbessern.
Im Rahmen von steuerlichen Sonderprojekten sind externe Beratungskosten bzw. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden.
Weiterhin wurden in Folge der Schließungen der Tochtergesellschaften Rodenstock USA, LLC und Rodenstock Japan K.K. Einzelwertberichtigungen und Ausbuchungen auf Forderungen gegenüber den Gesellschaften vorgenommen. Des Weiteren sind Einzelwertberichtigungen gegenüber größeren Kunden enthalten.
Sonstige Angaben Arbeitnehmer Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Haftungsverhältnisse Die Rodenstock GmbH bürgt für sämtliche Verpflichtungen aus einem im Jahr 2012 von Rodenstock Norge A/S abgeschlossenen Mietvertrag bis zu einer Höhe von TNOK 700 (TEUR 62) sowie für einen im Jahr 2017 von Rodenstock Sverige AB abgeschlossenen Mietvertrag bis zu einer Höhe von TSEK 870 (TEUR 78). Für die Forderungen gegenüber der Rodenstock Polska sp.zo.o. hat die Rodenstock GmbH mit Erklärung vom 31. Dezember 2016 einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe des Teilbetrages von TPLN 9.400 (TEUR 2.166) hinter alle derzeitigen und zukünftigen Gläubiger der Gesellschaft erklärt. Der vereinbarte Rangrücktritt erlischt, wenn die bilanzielle Überschuldung beseitigt ist. Mit Patronatserklärung vom 20. Februar 2024 verpflichtet sich die Rodenstock GmbH gegenüber der P.G. Allder and Partners Ltd., Großbritannien, für sämtliche Zahlungsverpflichtungen der kommenden 12 Monate aufzukommen, sofern die Gesellschaft diesen nicht mehr nachkommen sollte. Für die Forderungen gegenüber der Rodenstock Espana S.L.U., hat die Rodenstock GmbH mit Vertrag vom 28. April 2020 einen Teilbetrag in ein Beteiligungsdarlehen in Höhe von TEUR 50 umgewandelt. Mit dieser Vereinbarung tritt die RDE hinter allen derzeitigen und zukünftigen Gläubigern der Gesellschaft zurück. Das Beteiligungsdarlehen hat eine Laufzeit bis 28. April 2024. Mit Datum vom 22. Februar 2024 hat die Rodenstock GmbH gegenüber der Rodenstock CR s.r.o., Tschechien, die Absicht erklärt, diese für mindestens zwölf Monate zu unterstützen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können, soweit die Rodenstock CR s.r.o. Tochtergesellschaft der Rodenstock GmbH ist. Zur Besicherung von Kreditverbindlichkeiten (in Höhe von TEUR 810.000) haftet die Rodenstock GmbH, München, gemeinsam mit den verbundenen Unternehmen Iris HoldCo GmbH, München, Rodenstock Group GmbH, München, und die Optovision Gesellschaft für moderne Brillenglastechnik mbH, Langen, gesamtschuldnerisch. Die Rodenstock GmbH hat zur Besicherung der Darlehen mit den Kreditgebern eine Verpfändung der Bankkonten und eine Abtretung von gruppeninternen Forderungen aus einem Darlehen gegen Rodenstock Beteiligungen Ausland GmbH vereinbart. Zudem wurden die Anteile an der Rodenstock Beteiligungen Ausland GmbH zur Sicherheit verpfändet. Die Besicherung ist Teil der am 12. April 2021 abgeschlossenen Kreditvereinbarung, geändert am 29. April 2021, 6. Mai 2021, 28. Juni 2021, 24. Mai 2022, gültig in der heutigen Form vom 19. Juli 2022, zwischen der Iris HoldCo GmbH, der Rodenstock Group GmbH und der Rodenstock GmbH einerseits sowie einem Bankkonsortium andererseits. Im Rahmen der vorgenannten Kreditvereinbarung ist auch ein revolvierendes Darlehen vorgesehen, auf welches die Gesellschaft bei Bedarf zurückgreifen kann. Die Rodenstock GmbH hat per 31. Dezember 2023 TEUR 197.000 als Kreditverbindlichkeit bilanziert, welches vollständig mit TEUR 197.000 besichert ist. Da im Rahmen des konzernweiten Cash Managements eine Versorgung der verbundenen Unternehmen mit ausreichender Liquidität jederzeit gewährleistet wird, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Miet- und Leasingverträge
Aus Dienstleistungsverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.690 (Vorjahr TEUR 12.581) bis Dezember 2028. Abnahmeverpflichtungen und Bestellobligo bestehen in Höhe von TEUR 12.231 (Vorjahr TEUR 25.321). Verpflichtungen zu Reinvestitionen, Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen bestehen zum Stichtag ausschließlich in geschäftsüblichem Umfang. Konsignationsverpflichtungen In der Abnahmeverpflichtung und im Bestellobligo sind Konsignationsverpflichtungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 446) enthalten mit Abnahmeverpflichtung bis längstens September 2024. Devisentermingeschäfte Zur Absicherung des Währungsrisikos werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese Geschäfte beziehen sich auf die Kurssicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung aus dem operativen Geschäft. Abgeschlossene Devisentermingeschäfte werden mit dem beizulegenden Zeitwert auf Basis aktueller Marktwerte bewertet. Zur Bewertung werden im Wesentlichen "mid-market" Modelle angewendet. Es wurden keine Bewertungseinheiten nach §254 HGB gebildet, daher wird für unrealisierte Verluste eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Drohverlustrückstellung hieraus beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 133 (Vorjahr TEUR 0). Zudem bestehen unrealisierte Gewinne in Höhe von 760 TEUR (Vorjahr TEUR 0).
Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind im Geschäftsjahr:
Die Gesellschaft macht unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den aktiven Geschäftsführerbezügen. Die Gesamtbezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.056. Des Weiteren bestehen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen i. H. v. TEUR 12.707. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Bezüge für die Tätigkeit der Aufsichtsräte im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf TEUR 26. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Rodenstock GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht im Rahmen des Konzernabschlusses konsolidiert werden oder nahestehenden Personen getätigt. Abschlussprüferhonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in den Angaben im Konzernabschluss der Iris MidCo 3 GmbH, Grünwald, enthalten. Konzernzugehörigkeit Die Rodenstock GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung zur Erstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses befreit. Der Jahresabschluss wird in den IFRS-Konzernabschluss der Iris MidCo 3 GmbH, Grünwald, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Iris MidCo 3 GmbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen Ereignisse für Rodenstock stattgefunden.
München, 3. April 2024 Marcus Desimoni Dr. Mani Herold Roland Dimbath Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die Umrechnung der Angaben bei den Gesellschaften mit abweichender Berichtswährung erfolgte zum Stichtagskurs für die Bilanz bzw. Durchschnittskurs des Monats Dezember für die GuV. a) Ergebnisabführungsvertrag b) Ohne Geschäftstätigkeit Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rodenstock GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rodenstock GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rodenstock GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Festlegung der Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 Satz 1 GmbHG" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Festlegung der Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 Satz 1 GmbHG" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 2. Mai 2024 KPMG
AG
Huber, Wirtschaftsprüfer Eder, Wirtschaftsprüfer |
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