JüPi Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Annette Gartner seit 29.1.2026 | Geschäftsführer |
Michael Nölkenhöner seit 6.10.2025 | Prokura |
Pia Andrea, geb. Prieto Rodriguez Puls seit 6.10.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CRONIMET Raw Materials GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA:
PASSIVA:
Karlsruhe, den 31. Dezember 2023 GEWINN - und VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANGA. Allgemeine Angaben Die CRONIMET Raw Materials GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe und ist unter der Nummer HRB 737621 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/ Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenständen und der Sachanlagen wird auf die Entwicklung des Anlagemögens (Anlage 3.1.) verwiesen. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der voraussichtlich tatsächlichen Nutzungsdauer geschätzt. Die Abschreibungen werden zeitanteilig berechnet. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Die Risiken im Forderungsbestand sind angemessen berücksichtigt worden. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen waren zum Bilanzstichtag keine vorzunehmen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Zum 31.12.2023 wird eine zukünftige Steuerentlastung aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden sowie aus innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 2.568 erwartet. Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte pauschal auf Basis eines Ertragsteuersatzes in Höhe von 30%, der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Neben den aktiven Steuerlatenzen aus Verlustvorträgen ergeben sich aktive Steuerlatenzen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen aufgrund der höheren Verpflichtung aus den Pensionsrückstellungen. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird für den Überhang aktiver Steuerlatenzen im Berichtsjahr eine aktive latente Steuer aktiviert. Der Aktivüberhang entwickelte sich wie folgt:
Eigenkapital Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 285 Nr. 28 HGB in Höhe von TEUR 2.572 Diese setzt sich wie folgt zusammen:
Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellung basiert auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
Im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde der Zinssatz seit dem Jahr 2015 auf Basis des Durchschnitts der letzten zehn Jahre anstatt wie bisher der letzten sieben Jahre berechnet. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 4.522,00 unterliegt einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Am Bilanzstichtag wurden diese Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs entsprechend § 256a HGB umgerechnet. Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Haftungsverhältnisse Die Muttergesellschaft CRONIMET Holding GmbH, Karlsruhe, ist Schuldner eines Konsortialkreditvertrages und übernimmt die Finanzierung der Tochtergesellschaften. Der derzeit gültige Konsortialkreditvertrag datiert vom 12. Juli 2018 (4. Änderungsvereinbarung vom 15. September 2022) und hat eine Laufzeit bis 16. September 2026. Die CRONIMET Raw Materials GmbH hat hierfür zum Bilanzstichtag folgende Kreditsicherheiten bestellt:
Der Valutabetrag ist in voller Höhe ausgeschöpft. Die Geschäftsführung geht nicht von einer Inanspruchnahme aus, da die CRONIMET Holding GmbH in der Vergangenheit sämtliche Verpflichtungen und Auflagen des Bankenkonsortiums erfüllt hat und die aktuellen Zahlen für die ersten Monate 2024 im Planungskorridor liegen. Aktuell gibt es keine Hinweise, dass die Planung nicht erreicht werden kann. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Zinsaufwand Unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Zinsen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 14 ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden Erstattungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2021 in Höhe von TEUR 63 sowie eine Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 63 ausgewiesen. C. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe
Die Mietverpflichtungen betreffen angemietete Büroräume in Karlsruhe. Gegenstand der Leasingverträge sind PKW's. Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente wurden in Form von Warentermingeschäften im Rahmen des Macrohedging zur Absicherung des Preisrisikos im Wareneinkauf getätigt. Zum Bilanzstichtag war hieraus keine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Geschäftsführer Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum Herr Dominik Rettig, Kaufmann, Karlsruhe (seit 12.04.2023), Herr Oliver Kleinhempel, Kaufmann, Singapur, (bis 12.04.2023) und Herr Philipp Kistner, Kaufmann, Au am Rhein (bis 07.07.2023). Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 20 Arbeitnehmer beschäftigt. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.665 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Mutterunternehmen Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der CRONIMET Holding GmbH, Karlsruhe, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Muttergesellschaft ist unter HRB 110997 beim Amtsgericht Mannheim registriert. Bezüglich der Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 17 HGB wird auf den o.g. Konzernabschluss verwiesen. Seit 2006 besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung in Form des anhaltenden Krieges in der Ukraine eingetreten. Diesbezüglich wird auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
gezeichnet im März 2024 Dominik Rettig, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Lagebericht 2023CRONIMET Raw Materials GmbHReg.- Gericht MannheimHRB 737621Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der CRONIMET Raw Materials GmbH 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Strategie und Ziele 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 2.1.1 Beschaffungsmarkt 2.1.2 Absatzmärkte 2.1.3 Rohstoffpreise 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Vermögenslage 2.3.3 Finanzlage 2.3.4 Investitionen 2.3.5 Mitarbeiter*innen 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Das CRONIMET Risikomanagementsystem 3.2 Chancen- und Risikoprofil der CRONIMET Gruppe 3.2.1 Übergeordnete Einschätzung 3.2.2 Strategische Risiken und Chancen 3.2.3 Finanzielle Risiken und Chancen 3.2.4 Operative Risiken und Chancen 3.2.5 Risiken und Chancen in Bezug auf Recht und Compliance 4. Prognosebericht 1. Grundlagen der CRONIMET Raw Materials GmbH 1.1 Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Ferrolegierungen und Metallen in stückiger Form und als Pulver sowie die Aufbereitung, d.h. Vermahlung und Sieben dieser Materialien. Anders als in den übrigen Standorten der Unternehmensgruppe werden hier überwiegend Primärmaterialien gehandelt. Der Kundenkreis umfasst verarbeitende Betriebe in der Stahl-, Gießerei- und Schweißindustrie mit einem Schwerpunkt der Tätigkeit in Europa für die ersten beiden Geschäftsfelder, während der Vertrieb von Pulvern für die Schweißindustrie sich nicht mehr allein auf europäische Abnehmer beschränkt. Darüber hinaus versorgt die CRONIMET Raw Materials die weltweiten Konzerngesellschaften der CRONIMET Holding GmbH mit Nickelhaltigen Produkten bzw. Primärrohstoffen (wie FeNi, Ni-Briquettes oder Ni-Kathoden). Zu der CRONIMET Holding Unternehmensgruppe gehören 50 Tochtergesellschaften, die an 67 Standorten im In- und Ausland tätig sind. Daneben gibt es noch 3 Repräsentanzen. Die Hauptgeschäftstätigkeit der gesamten Unternehmensgruppe umfasst den Handel, die Aufbereitung und die Umarbeitung von Legierungsentfallmaterial sowie den Handel mit Ferrolegierungen, Metallen und Edelstählen. 1.2 Strategie und Ziele Die CRONIMET Holding Gruppe ist das weltweit größte Edelstahlschrott-Recycling- Unternehmen. Bei unserem Handeln lassen wir uns unverändert von unseren strategischen Zielen 2025 leiten. Unsere Zielperspektiven Markt, Finanzen, Prozesse und Mitarbeiter*innen werden dabei unverändert von einem Fundament aus Nachhaltigkeitszielen getragen. Die inhaltliche Ausrichtung unserer Ziele hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. So gehört unverändert zu unseren Marktzielen, dass wir unsere erreichte Marktposition weiter festigen wollen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unser partnerschaftliches Handeln, unsere nachhaltigkeitsbasierten Werte sowie unsere Kompetenz, auch komplexe Materialien mit Hilfe neuester und digitaler Lösungen recyceln zu können, automatisch zu einem profitablen Wachstum führen. Durch eine überregional und interdisziplinär engere Vernetzung können wir schneller auf Kundenbedarfe reagieren und unsere Effizienz steigern. Wir fördern so die Potenziale innerhalb unserer globalen Unternehmensgruppe, um die bestehenden Geschäftsbeziehungen auszubauen und neue Partner zu gewinnen. "Silo-Denken" hemmt unsere Entwicklung. "Kollaboration" macht uns stärker! Wir investieren zudem stetig weiter in die Analytik und in Sortiertechniken, um "state of the art" zu sein; denn hervorragende Materialkenntnisse sind die Grundlage für Innovation und effiziente Prozesse Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Innovationen wiederum sind unsere Chance, um auch in Zukunft aktiv unsere Märkte mit neuen Lösungen und durch den Einsatz neuer Technologien weiterentwickeln und gestalten zu können. Neue Rohstoffe, Prozesse und Serviceleistungen erschließen wir vor allem dort, wo wir bereits vorhandene Kompetenzen und Strukturen nutzen können. Auf diese Weise schaffen wir organisches und nachhaltiges Wachstum, das wir bei passenden Opportunitäten mit Akquisitionen ergänzen wollen. Für den Finanzbereich gilt unverändert ein den Ansprüchen unserer Stakeholder gerecht werdendes Kennzahlensystem und Reporting. Ebenfalls gut etabliert ist das Zielesystem für die Mitarbeitenden-Perspektive, das insbesondere auch einen Wandel in der Art und Weise des Zusammenarbeitens bedeutet und den Mitarbeiter*innen ermöglicht, stärker selbständig zu arbeiten und Entscheidungen dort zu treffen, wo sich die Kompetenz dazu befindet. Dabei ist uns besonders wichtig, Effizienz, Qualität und Motivation sicherzustellen. Mit unserem kontinuierlich weiterentwickelten Compliance-Managementsystem stehen wir unverändert für die Einhaltung aller gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen sowie die Erfüllung weiterer, von uns selbst gesetzten ethischen Standards und Anforderungen. Wir haben im letzten Jahr den Governance-Bereich personell nochmals verstärkt, auch um zu zeigen, dass es uns sehr ernst ist mit einer schnellen und qualitativ hochwertigen Weiterentwicklung unserer Corporate Governance. Die Fokusthemen unserer Compliance- Arbeit in 2023 lagen - neben dem Tagesgeschäft mit Schulungen, der Bearbeitung von Anfragen und der Entwicklung der Organisation - insbesondere in der Überarbeitung und Optimierung unseres Geschäftspartnerprüfungsprozesses, der Weiterentwicklung und dem Ausbau der Kommunikationskanäle zu allen Geschäftsführer*innen sowie in der Erarbeitung eines Compliance E-Learning-Angebots. Corporate Social Responsibility CRONIMET ist seit mehr als 40 Jahren im Recycling und Handel von Sekundärrohstoffen und somit in der Kreislaufwirtschaft tätig, so dass Nachhaltigkeit bereits von Anbeginn Teil unseres Geschäftsmodells ist. Unser Verständnis Für uns als Familienunternehmen gilt es als selbstverständlich, wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für Mitarbeiter*innen, Gesellschaft und Umwelt zu verbinden und so generationenübergreifend Werte zu schaffen. Unser Wissen um die soziale Verantwortung sowie nachhaltiges Wirtschaften haben wir in unseren Unternehmenswerten sowie dem gruppenweit geltenden Code of Conduct verankert. In unserem Verhaltenskodex haben wir Mindeststandards für verantwortungsvolles sowie einwandfreies Verhalten im Geschäftsverkehr festgelegt, insbesondere unter Beachtung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt, dem Einsatz für faire und sichere Arbeitsbedingungen, der Bekämpfung von Korruption sowie der Achtung international anerkannter Menschenrechte. Unser Engagement MITARBEITER*INNEN Wir haben den Anspruch, die individuellen Potenziale unserer Mitarbeiter*innen im Einklang mit den Unternehmenszielen und Werten zu fördern und so nachhaltig zur Entwicklung unserer Belegschaft und damit des Unternehmens insgesamt beizutragen. Wir fördern neben unseren turnusmäßig stattfindenden Entwicklungs- und Mitarbeitenden- Gesprächen den regelmäßigen Dialog zwischen Mitarbeitenden und Führungskraft. Hierdurch wird gewährleistet, dass wir einen offenen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Umgang miteinander pflegen. GESELLSCHAFT Im Jahr 2023 haben wir sowohl als CRONIMET Gruppe über Spenden an wohltätige Organisationen als auch durch die Freistellung von engagierten Mitarbeitenden für soziale Projekte und Aktionen, wie die "Corporate Social Days" oder den "World Clean Up Days" versucht, unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Die CRONIMET Gruppe hat im Jahr 2023 zudem über 200.000 EUR an verschiedene gemeinnützige Organisationen und Projekte gespendet. Unser nachhaltiges Lieferkettenmanagement Als multinational agierendes, wertegeleitetes, an den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der sozialen Marktwirtschaft ausgerichtetes Familienunternehmen mit Konzernsitz in Deutschland bekennen wir uns uneingeschränkt zur Achtung der geltenden Menschen- und Umweltrechte. Wir verpflichten uns zur Beachtung des Vorsorgeprinzips und zur Einhaltung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten. Auch sehen wir uns in der Verantwortung, auf eine Verbesserung der weltweiten Menschenrechtslage hinzuwirken und unsere Geschäftsbeziehungen sozial zu gestalten, vor allem in den Bereichen, in denen wir über einen hohen Einfluss verfügen. Wir bei CRONIMET respektieren alle international anerkannten Menschen- und Umweltrechte und richten unser unternehmerisches Handeln danach aus. Zentrale Leitwerke und Rechtsvorschriften stellen für uns die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO- Kernarbeitsnormen und die ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie der OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten dar. Unseren Beitrag zur Achtung und dem Schutz der geltenden Menschen- und Umweltrechte leisten wir nicht nur innerhalb unseres eigenen Geschäftsbereichs, sondern auch entlang der Lieferkette bei unseren unmittelbaren und mittelbaren Geschäftspartner*innen. Bei unseren Analysen, Entscheidungen und Handlungen beziehen wir stets die Perspektiven der Inhaber*innen von Menschen- und Umweltrechten ein und berücksichtigen dabei insbesondere berechtigte Anliegen und Schutzbedürfnisse vulnerabler Personen und Gruppen. Menschenrechtliche und umweltbezogene Anforderungen spiegeln sich auch in unseren eigenen Regelwerken, Leitlinien, Vertragskomponenten und Systemen wider. Dazu zählen u.a. die CRONIMET Werte, der Verhaltenskodex ("Code of Conduct"), der Verhaltenskodex für Lieferanten ("Supplier Code of Conduct"), die Lieferkettenpolitik und unser integriertes Managementsystem. Unsere Mitarbeiter*innen schulen und sensibilisieren wir regelmäßig dahingehend, die CRONIMET Werte, die Vorgaben des Verhaltenskodexes und die Menschen- und Umweltrechte im Arbeitsalltag und im Umgang mit unseren Geschäftspartner*innen zu achten und einzuhalten. Zugleich gründen unsere Geschäftspartnerschaften auf dem Fundament des Verhaltenskodexes für Lieferanten. Der Verhaltenskodex legt verbindliche Kriterien für verantwortungsvolles Handeln nach ethischen und rechtlichen Standards im Hinblick auf Menschenrechte und Umwelt fest. Im Bereich des nachhaltigen Lieferkettenmanagements haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur wichtige Maßnahmen umgesetzt, sondern auch unsere Konzernstruktur gestärkt. So haben wir u.a. unsere Lieferkettenpolitik überarbeitet, die Konformitätsaudits im Hinblick auf die EU-Verordnung 2017/821 zu den sogenannten Konfliktmineralien erfolgreich absolviert und einen Sonderbeauftragten für die Lieferkettensorgfaltspflichten ernannt, der in der Folge den IHK-Zertifizierungslehrgang für "Nachhaltiges Lieferkettenmanagement" mit Testat abgeschlossen hat. Obwohl wir mit unserer derzeitigen Unternehmensgröße nicht unter das bestehende deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ("LkSG") fallen und die europäische Lieferkettensorgfaltspflichten-Verordnung ("EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive") erst in einigen Jahren in nationales Recht umgesetzt werden wird, setzen wir die zentralen regulatorischen Vorgaben - aus Gründen unseres Verantwortungsbewusstseins, unseres Eigenanspruchs, der Erwartungen unserer Stakeholder und vor allem aufgrund der berechtigten Anliegen der Inhaber*innen von Menschen- und Umweltrechte - auf freiwilliger Basis um. Im Rahmen eines 2023 gestarteten internen Organisationsprojekts, dessen Hauptziel es ist, die zukünftigen Vorgaben der europäische Lieferkettensorgfaltspflichten-Verordnung proaktiv bei CRONIMET einzuhalten, wurden unter der Leitung des neuen Sonderbeauftragten und unter Mitwirkung diverser Fachabteilungen im abgelaufenen Geschäftsjahr u.a. eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und der Umwelt in der CRONIMET Holding Gruppe erstellt, betriebsinterne Zuständigkeiten festgelegt, der zukünftige Sorgfaltspflichtenprozess definiert und eine cloudbasierte Software für das zukunftsgerichtete, digitale Sorgfaltspflichten-Management ausgewählt. Mithilfe der Software wird im kommenden Geschäftsjahr die Einführung des neuen Sorgfaltspflichtenprozesses samt den erweiterten Strukturelementen (wie dem Menschenrechtskomitee oder den menschen- und umweltrechtsbezogene Beschwerdemechanismen) in der CRONIMET Holding Gruppe erfolgen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 muss im historischen Vergleich als schwach eingeordnet werden. Maßgeblich dafür sind insbesondere die Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, vor allem der erhebliche Kaufkraftverlust als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs sowie der geopolitischen Krisen. Auch die Straffung der Geldpolitik durch die wichtigsten Zentralbanken weltweit hat negative Auswirkungen, da durch höhere Zinsbelastungen Investitionen gebremst und Konsum verringert wird. Die jüngste Berechnung des Internationalen Währungsfonds (International Monetary Fund, kurz: IMF) geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 von 3,1 Prozent aus. Die wirtschaftliche Dynamik für das Jahr 2024 wird ebenfalls mit 3,1 Prozent angegeben. Angesichts des stetigen weltweiten Wachstums werden die Risiken für das globale Wachstum als ausgeglichen angesehen. Einerseits ist die Inflation in den meisten Regionen schneller zurückgegangen als erwartet. Dem entgegen stehen allerdings Gefahren wie Rohstoffpreisspitzen aufgrund nicht auszuschließender, weiterer geopolitscher Schocks (einschließlich der anhaltenden Angriffe im Roten Meer) oder eine Verschärfung der Probleme im Immobiliensektor wie aktuell in China. Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent gesunken. Der Rückgang war erwartet worden, da vor allem der private Konsum zurückgegangen ist (preisbereinigt -0,8%). Gründe hierfür waren insbesondere die nachwirkenden Kaufkraftverluste und die Kaufzurückhaltung wegen der erhöhten Unsicherheiten infolge geopolitischer Konflikte. Durch die Normalisierung der Staatsausgaben - nach deren deutlichen Erhöhung in den letzten Jahren zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie - sind auch diese gegenüber 2022 um 1,7 Prozent gesunken. Der Ausblick auf das erste Quartal 2024 lässt aufgrund der zuletzt weiter schwachen Frühindikatoren, anhaltender sowie neu hinzugekommener geopolitischer Krisen, welche zu steigenden Transportkosten und Lieferkettenproblemen führen können, sowie temporär weiterhin erhöhter Verbraucherpreise zunächst nicht auf eine Trendwende in der Konjunktur schließen. In ihrer Jahresprojektion 2024 geht die Bundesregierung für das Jahr 2024 von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 Prozent aus. Der Anstieg der Verbraucherpreise wird mit erwarteten 2,8 Prozent deutlich niedriger ausfallen als im Jahr 2023. Durch den erwarteten Rückgang der Inflation, steigende Reallöhne und eine allmähliche Belebung der Weltwirtschaft wird erwartet, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland geringeren Belastungsfaktoren ausgesetzt ist und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzt. Allerdings gibt es durch andauernde kriegerische Auseinandersetzungen, politische Unsicherheiten und Produktionsausfälle durch Streiks bereits zu Beginn des Jahres 2024 einige Faktoren, welche zu negativen Auswirkungen führen können. Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa zeigt sich leicht besser als in Deutschland. In ihrer Winterprognose für 2024 geht die EU- Kommission in der EU von einem Wachstum von 0,9 Prozent, im Euroraum von einem Wachstum von 0,8 Prozent aus, der IMF erwartet 0,5 Prozent sowohl in der EU als auch im Euroraum. Dies ist gegenüber der Herbstprognose 2023 eine Steigerung um 0,2 Prozent und entspricht der Sommerprognose 2023. Die Kommission rechnet jedoch mit einer allmählichen Steigerung der Wirtschaftstätigkeit. Begründet wird diese Prognose mit der Erholung der Konsumausgaben aufgrund einer weiter robusten Entwicklung der Arbeitsmärkte, eines anhaltenden Lohnwachstums sowie einer deutlichen Abschwächung der Inflation. Erwartet werden zudem steigende Investitionen, was mit soliden Unternehmensbilanzen sowie der Aufbau- und Resilienzfazilität begründet wird. Die Inflation ist weiter rückläufig und belief sich nach Schätzung im Euro- Währungsgebiet im Oktober 2023 auf 2,9 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Juli 2021. Das Wirtschaftswachstum in Europa wird sich für 2024 nach aktuellen Schätzungen auf 0,9 Prozent belaufen, im Euro- Raum wird mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2025 geht die EU-Kommission von einer Verbesserung des Wirtschaftswachstums aus. Erwartet wird in der Winterprognose 2024 ein Wachstum in der EU von 1,7 Prozent, im Euro- Währungsgebiet von 1,5 Prozent. Der IMF geht für den Euro-Raum von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus. Für die Wirtschaft im Vereinigten Königreich wird sowohl von der Europäischen Zentralbank als auch vom IMF von einem geringen Wachstum für 2023 ausgegangen. Der IMF geht in seinem World Economic Outlook Update vom Januar von einem Wachstum von 0,5 Prozent aus. Auch für das Jahr 2024 erwartet man keine deutliche Verbesserung, das Wirtschaftswachstum wird mit 0,6 Prozent prognostiziert. Die CRONIMET Gruppe ist weltweit auf allen sechs bewohnten Kontinenten aktiv, vor allem die USA stellen einen wichtigen Markt für CRONIMET dar. Für die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten wird nach Prognosen des IMF mit einem Wachstum von 2,5 Prozent im Jahr 2023 ausgegangen, wobei es zum Ende des Jahres Anzeichen einer leichten Abschwächung gab. Dies liegt nach Angaben der Europäischen Zentralbank an einer Verringerung der privaten Konsumausgaben. Für das Jahr 2024 geht der IMF in seiner aktuellen Schätzung von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,1 Prozent aus, für 2025 von einem Wirtschaftswachstum von nur 1,7 Prozent. Das Wirtschaftswachstum in China ist nach Schätzungen der EZB 2023 mit 5,2 Prozent deutlich über dem weltweiten Durchschnitt angesiedelt. Diese Steigerung wird vor allem der Erholung nach der Beendigung der Null-Covid-Strategie der vergangenen Jahre zugeschrieben. Im Schlussquartal hat sich die wirtschaftliche Lage jedoch aufgrund des konjunkturellen Gegenwinds aus dem Immobiliensektor eingetrübt. Für das Jahr 2024 geht der IMF von einer Abschwächung des Wachstums auf 4,6 Prozent aus. Für Indien erwartet der IMF nach Schätzungen aus dem Dezember für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 6,3 Prozent, womit Indien auf dem Weg ist, einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräume der Welt zu werden. Für 2024 rechnet der IMF aktuell sogar mit einem Anstieg der Wirtschaft um 6,5 Prozent. Nach Schätzungen der OECD ist die Wirtschaft in Brasilien 2023 um 3,0 Prozent gewachsen, was vor allem im ersten Halbjahr durch eine außergewöhnlich gute Ernte und robustem Konsum begründet ist. Für das Jahr 2024 wird mit einem deutlich schwächeren Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet. Die Inflation ist 2023 kontinuierlich gesunken und wird sich im Jahr 2024 wieder auf die Zielinflation einpendeln. In Südamerika insgesamt sowie im karibischen Raum ist für das Jahr 2023 nach Schätzungen des IMF mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent auszugehen. Für 2024 wird ein moderates Wachstum von 1,9 Prozent prognostiziert. [Quellen: Europäische Kommission: Winterprognose 2024, 15.02.2024; Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Februar 2024; IMF: World Economic Outlook Update, January 2024; Europäische Zentralbank: Wirtschaftsbericht Ausgabe 1/2024, 08.02.2024; OECD: Brazil projection note OECD Economic Outlook December 2023, 18.12.2023; IMF: India: 2023 Article IV Consultation-Press Release, 18.12.2023] 2.1.1 Beschaffungsmarkt Im Jahr 2023 waren auf der Beschaffungsseite die Auswirkungen des Ukraine Krieges nur noch sehr gering zu spüren. Lediglich bei Nickel Metall, Low Carbon Ferro Chrom und im Titan waren teilweise geringere Verfügbarkeiten zu verzeichnen, da Russische Waren von vielen Markteilnehmern nicht mehr akzeptiert werden und somit die Nachfrage nach diesen Produkten mit nicht russischer Herkunft anstieg. Grundsätzlich zeichnete sich das Jahr jedoch durch eine stabile Versorgungslage aus, so dass fast alle für die CRONIMET Raw Materials relevanten Produkte in ausreichender Menge beschafft werden konnten. Lediglich bei Nickeleinheiten (sogenannte Off-Grades), welche zur Versorgung der Recycling- Töchter der CRONIMET Gruppe beschafft werden, führte eine starke Nachfrage gerade aus China zu einer Unterversorgung des westlichen Marktes. Ferro Chrom Fines, die ebenfalls für die Recycling-Töchter der CRONIMET Gruppe beschafft werden, waren hingegen im Überfluss verfügbar, aufgrund von Langfristverträgen mit zu großen Vertragsmengen, welche in der Vergangenheit geschlossen wurden. Gleiches galt für die Versorgung mit High Carbon Ferro Chrom, welches zur Herstellung von Pulver benötigt wird. Besagte Langfristverträge wurden für 2024 daher nicht verlängert. Der Langfristvertrag für die Versorgung mit Ferro Molybdän aus Armenien konnte bis Jahresende nicht verlängert werden. Hier wird für 2024 noch nach Lösungen gesucht. 2.1.2 Absatzmärkte Die Absatzmärkte - insbesondere die europäischen - zeigten sich im Jahr 2023 geprägt von der schwachen, rückläufigen Konjunktur. So waren im Bereich Ferrolegierungen, Titan und Pulvermetallurgie von Quartal zu Quartal rückläufige Absätze zu verzeichnen. Der daraus resultierende Preiskampf um Absatzmengen verstärkte diesen Rückgang zusätzlich. Lediglich der Bereich Internal Supply (ehemals Primaries) verzeichnete eine sehr hohe gruppeninterne Nachfrage gerade nach Nickeleinheiten, die das ganze Jahr 2023 nicht allumfassend gedeckt werden konnte, aufgrund einer zu geringen Verfügbarkeit im Markt. Die gruppeninterne Nachfrage nach Ferro Chrom Fines war hingegen stabil bis leicht rückläufig. 2.1.3 Rohstoffpreise Der Nickelpreis verlor im Jahresverlauf fast 50% an Wert und notierte zum Jahresende bei 16.300 USD/t. Damit entwickelte er sich konträr zu vielen Industriemetallpreisen, die zwar unterjährig auch niedriger als zu Jahresbeginn handelten, aber zum Jahresende wieder an Wert aufholten. Hauptursache der Preisentwicklung war die Überversorgung des Nickelmarktes. Speziell in Indonesien wurde die Produktion weiter ausgebaut. Dagegen war die Nickelnachfrage negativ beeinflusst durch die globale Wirtschaftslage. Insgesamt hat sich der Nickelhandel an der LME im Jahr 2023 nach den Marktturbulenzen im März 2022 ("Short-Squeeze") weiter normalisiert, wobei die täglichen Transaktionen im Durchschnitt unter dem Niveau vom März 2022 lagen und auch die LME-Lager niedrigere Bestände aufwiesen.
(Quelle: LME) Der Preis für Ferro Molybdän startete bereits recht stark ins Jahr 2023, stieg dann im Februar nochmals extrem an, halbierte sich dann aber wieder bis zum Jahresende auf ein eher normales Niveau. Die Preisentwicklung war hier demnach ähnlich wie im Nickel. Auch der Preis für Ferro Titan kam während der Jahres 2023 unter Druck und sank um knapp 20%, hat aber zum Ende des Jahres nochmal angezogen auch aufgrund neuer Sanktionen gegen Russland. Die Preise der weiteren für die CRONIMET Raw Materials relevanten Produkte bewegten sich stabil bis leicht sinkend während 2023. Folgend ein kleiner Auszug:
(Quellen: LME; Fastmarkets) 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von personellen Veränderungen, Reorganisation der Business Units und konsequentem Bestandsabbau. Hierfür wurden mehrere Langfristeinkaufsverträge aus 2022 nicht für 2023 verlängert und der Spot Einkauf massiv gesenkt. Der Krieg in der Ukraine hat weiterhin sowohl auf der Einkaufsseite die Versorgung der Gruppe mit Nickeleinheiten erschwert und auf der Verkaufsseite Preise insb. im Ferrotitan unter Druck gesetzt, da weiterhin vermutlich russisches Material zu günstigen Preisen auf den europäischen Markt verfügbar war. Um die Abhängigkeit von Dienstleistern im Ferrotitanbereich abzubauen, wurden verschiedene Investitionen angestoßen, um in der Konsequenz ab 2024 als CRONIMET Gruppe in der Lage zu sein, Ferrotitan aus Schrotten selbst herzustellen. Beim volumenstärksten Produkt Ferromolybdän waren insbesondere Anfang des Jahres starke Preisschwankungen zu beobachten, die in der Folge zu hohen Lagerbeständen geführt haben. Dank einer hohen Quote an Langfristverkaufsverträgen und einer vorteilhaften Preisformel konnten durch die hohen Preise auch höhere Roherträge erwirtschaftet werden. Der Einkauf von Ferromolybdän wurde mit der Listung eines der wirtschaftlichen Berechtigten des Lieferanten auf die OFAC-Sanktionsliste im November 2023 komplett eingestellt. Im Schweißpulverbereich hat der Wettbewerb im Jahr 2023 durch mehrere neue Markteintritte spürbar zugenommen. Gleichzeitig wurden durch mehrere personellen Neueinstellungen sowie dem Aufbau neuer Kooperationen die Marktstellung gefestigt und soll durch zukünftige, weitere Investitionen in Vermahlungs- und Absiebungsequipment ausgebaut werden. Absatzseitig wurden die für 2023 gesetzten Ziele nicht erreicht. Dafür konnten durchgehend hohe Roherträge erwirtschaftet werden. Durch das Identifizieren und Auflösen von Altlasten wurde das Ergebnis insgesamt stark belastet. Neben Abwertungen auf zu hoch bewertete Lagerbestände kamen der sehr verlustreiche Verkauf von einer größeren Nickelposition in China sowie ein großer Diebstahl im Januar 2023 hinzu. Zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle wird nun deutlich stringenteres Working Capital Management betrieben und die Sicherheitsvorkehrungen massiv erhöht. Die Business Unit Primaries startete mit sehr hohen Lagerbeständen im Bereich Offgrade- Nickeleinheiten in das Jahr 2023, da die Nachfrage der CR Stainless Gruppe Mitte 2022 stark einbrach. Diese hohen Bestände konnten jedoch bis Februar 2023 komplett abgebaut werden, da die Nachfrage der CR Stainless Gruppe gerade in den Monaten Januar und Februar 2023 wieder stark zunahm. Aufgrund hoher Nachfragen aus China sowie Einschränkungen bei der Beschaffung von sauberem Ferronickel, herrschte für das restliche Jahr 2023 eine Unterversorgung mit Offgrade-Nickeleinheiten. Diese Situation wird auch für 2024 erwartet. Mitte 2023 wurde ein Altbestand an Ferronickel, welches in China eingelagert war, mit signifikantem Verlust verkauft, um ein weiteres Preisrisiko sowie weitere Finanzierungskosten zu vermeiden. Der Verlust ist in stark steigenden Discounts im Ferronickelmarkt begründet. Aufgrund der schwierigen Marktgegebenheiten, wurden in 2023 keine weiteren externen (Neu-) Geschäfte mit Ferronickel oder Nickelmetall getätigt. Auch für 2024 werden in diesem Bereich nur sehr geringe Geschäftsmöglichkeiten gesehen. Aufgrund zahlreicher und großer Langfristverträge bestand in 2023 bei der Versorgung der CR Stainless Gruppe mit Chromeinheiten ein Überversorgung, was zu erhöhten Beständen zum Jahresende führte. Für 2024 wurden keine festen Langfristverträge abgeschlossen, so dass sich die Bestandsituation hier normalisieren sollte. Die Business Unit Ferrolegierungen/Pulver war durch einen zunehmend verhaltenen Stahl- /Gießereimarkt während des gesamten Jahres 2023 unter Druck, wobei die Leistung der einzelnen Produkte unterschiedlich war. Die sich zu Beginn des Jahres auf Rekordhoch bewegenden Lagerbestände wurden um über 40 mio. € gesenkt. Ca. 25 mio. € davon sind auf das Auslaufen des Langfrist Ferromolybdän Einkaufvertrages zurückzuführen. Es zeigte sich, dass die Entscheidung die übrigen Langfristeinkaufsverträge auslaufen zu lassen, richtig war. Ziel ist es weiterhin, den Lagerumschlag zu optimieren und damit die Finanzierungskosten angesichts des ungünstigen Zinsumfelds zu senken. Die CRRM hat ihre Geschäftsstrategie an die durch den Krieg in der Ukraine verursachten Störungen angepasst. Der Hauptlieferant und Umarbeitungspartner für Ferrotitan war 2022 noch in der Ukraine ansässig. Wir haben das Volumen auf alternative Partner verlagert, die wir in kurzer Zeit von unseren Kunden zertifizieren lassen konnten, sodass unsere Ferrotitan- Produktlinie 2024 und darüber hinaus wieder an Volumen zulegen kann. 2023 war noch geprägt von hohen Ferrotitan Lagerbeständen, die zum Jahreswechsel 2022/23 abgewertet werden mussten. Auch diese wurden sukzessive im Jahresverlauf gesenkt, sodass zum Jahresbeginn 2024 wieder in größerem Maßstab eingekauft wird, um die Langfrist Verkaufsverträge in 2024 bedienen zu können. Insgesamt konnte 2023 im Titanbereich trotz der Abwertungen nur ein geringer Deckungsbeitrag erzielt werden. Durch Investitionen in eine Späneaufbereitung in Dortmund sowie in Schmelzkapazitäten in Brasilien liegt der Fokus für 2024 darauf, die Anlagen auszulasten und die Produkte brasilianischem Ursprungs bei den diversen Ferrotitankunden zu qualifizieren. Daher wird der Fokus der CRRM im Ferrotitanbereich für 2024 darin liegen, die bestehenden Langfristverträge zu bedienen und ansonsten einen Fokus auf Spotgeschäfte zu legen. Bei den anderen Ferrolegierungen war der Einfluss des Krieges in der Ukraine nur noch sehr gering. So bestand in 2023 eine stabile Versorgungslage bei leicht fallenden Preisen. Ausnahme war hier sicherlich der Ferromolybdänpreis, welcher im Februar 2023 extrem anstieg, sich dann bis zum Jahresende aber wieder halbierte. Der Langfristvertrag für die Versorgung mit Ferromolybdän aus Armenien konnte bis Jahresende nicht verlängert werden. Hier wird für 2024 noch nach Lösungen gesucht. Grundsätzlich werden für 2024 für die meisten Produkte der CRRM stabile Preise erwartet. Preistreibend könnten sich für einige Produkte jedoch die steigenden Transportkosten auswirken, welche in der Problematik um den Suez Kanal begründet sind. 2.3 Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsätze 300.529 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 60.809 TEUR. Der Preis für Ferro Molybdän erhöhte sich zwar Anfang 2023 sehr deutlich, was zu einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse führte, aber bis Jahresende ging dann sukzessive der Preis wieder auf das vorherige Niveau zurück. Damit konnte jedoch die insgesamt um 46% geringere Absatzmenge nicht kompensiert werden und entsprechend mussten wir den o.g. Umsatzrückgang verzeichnen. Betrachtet man die in 2023 erzielten Umsätze nach Regionen, so entfallen auf das Inland 36,2% (VJ 37,2%), auf Abnehmer in der EU 53,3% (VJ 47,5%) und auf Abnehmer außerhalb der EU 10,5% (VJ 15,3%). Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6.012 TEUR auf 14.839 TEUR zurück. Zurückzuführen ist dies auf einen Rückgang der Währungskursgewinne um 5.919 TEUR auf 14.721 TEUR. Der Personalaufwand erhöhte sich geringfügig um 69 TEUR auf 2.091 TEUR. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr über 78 TEUR und waren damit um 22 TEUR niedriger als im Vorjahr. Grund hierfür ist, dass unsere Feinvermahlungsanlage im Laufe des Jahres 2022 vollständig abgeschrieben war und entsprechend in 2023 hierfür keine Abschreibungen mehr angefallen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 7.717 TEUR auf 18.409 TEUR. Auch hier sind auch die Währungskursdifferenzen wesentliche Ursache. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich hier eine Minderung um 7.661 TEUR auf 13.703 TEUR. Daneben stellen die Kosten der Warenabgabe den zweitgrößten Posten im sonstigen betrieblichen Bedingt durch die geringere Absatzmenge gab es bei den Kosten der Warenabgabe ein Rückgang um 725 TEUR auf 1.233 TEUR. Dafür gestiegen sind hingegen die Versicherungsprämien 123 TEUR auf 276 TEUR. Neben der um 39 TEUR gestiegenen Aufwendungen für die Warenkreditversicherung, war es insbesondere die erstmalige die erstmalige Prämie für eine Lagerversicherung über 70 TEUR, welche den Anstieg verursachten. Daneben erhöhten sich die Aufwendungen für Fremdarbeiten um 343 TEUR auf 1.089 TEUR. Dabei handelt es sich größtenteils um Konzernumlagen für verschiedene in Anspruch genommenen Dienstleistungen. Aufgrund eines weiteren Anstiegs der Basiszinssätze im Laufe des Jahres 2023 teilweise deutlich höherer Materialpreise erhöhte sich insbesondere im 1. Halbjahr 2023 der Finanzierungsbedarf. Dies führte zu einer Verschlechterung des Zinsergebnisses um 2.730 TEUR auf -5.573 TEUR. Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag haben wir 2023 einen Ertrag von 126 TEUR (VJ Ertrag 577 TEUR). Darin beinhaltet sind latente Steuern in einer Größenordnung von 63 TEUR. 2.3.2 Vermögenslage Zum 31.12.2023 betrug das Anlagevermögen 702 TEUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahresabschluss um 68 TEUR gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Umlaufvermögen deutlich um 45.484 TEUR auf 46.793 TEUR. Dieser Anstieg resultiert größtenteils aus den Vorräten. Verglichen zum Vorjahr kam es hier zu einem Rückgang um 37.845 TEUR auf 29.816 TEUR. Dieser Rückgang ist zum einen auf eine geringere Bestandsmenge zurückzuführen, aber zum anderen war z.T. das Materialpreisniveau auf niedriger. Daneben verringerten sich noch die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 7.268 TEUR auf 8.121 TEUR. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit der geringeren Absatzmenge. Bei den aktiven latenten Steuern kam es zu einer geringfügigen Erhöhung um 63 TEUR auf 2.568 TEUR. Aufgrund des in 2023 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags in Höhe von 1.665 TEUR, verschlechterte sich das Eigenkapital auf 5.023 TEUR. Aufgrund der deutlich geringeren Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote Ende 2023 auf 10,0% (VJ 7,0%). Im Vergleich zum Vorjahr kam es bei den Rückstellungen zu einem deutlichen Rückgang um 3.056 TEUR auf 1.105 TEUR. Dieser Rückgang resultiert aus den sonstigen Rückstellungen, welche um 3.010 TEUR auf 232 TEUR gesunken sind. Ende 2022 bestanden Drohverlustrückstellungen in einer Größenordnung von 3.037 TEUR, u.a. resultierend aus der Bewertung der Nickel-Futures und Devisentermingeschäften. Ende 2023 ergab sich daraus keine Drohverlustrückstellung. Bei der Pensionsrückstellung, welche auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt wird, kam es zu einem Rückgang um 46 TEUR auf 740 TEUR. Bei den Steuerrückstellungen über 134 TEUR handelt es sich um einen Teilbetrag aus einer Ende 2021 gebildeten Rückstellung für Gewerbesteuer. Aufgrund des Rückgangs bei den Vorräten, verringerte sich der Wert der Verbindlichkeiten um 40.767 TEUR auf 43.955 TEUR. Die Finanzierung erfolgt größtenteils über unsere Muttergesellschaft CRONIMET Holding GmbH. Wir partizipieren dabei an dem zur Verfügung gestellten Konsortialkreditvertrag. Verglichen zu Ende 2022 verringerte sich die Verbindlichkeit gegenüber CRONIMET Holding GmbH um 32.803 TEUR auf 37.747 TEUR. Bedingt durch das geringere Handelsvolumen, verringerten sich zum Stichtag 31.12.2023 ebenfalls die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verglichen zum Vorjahr um 7.970 TEUR auf 6.083 TEUR. 2.3.3 Finanzlage Die Finanzierung der Tochtergesellschaften wird maßgeblich durch die CRONIMET Holding GmbH in ihrer Funktion als Finanz- und Beteiligungsholding gewährleistet. Auf Grundlage einer Mittelfristplanung wird der ermittelte Finanzmittelbedarf - neben der Innenfinanzierungskomponente in Form von Eigenkapital - im Wesentlichen durch einen breit aufgestellten Konsortialkredit auf Ebene der CRONIMET Holding GmbH gesichert, welcher eine Laufzeit bis September 2026 hat. Die Besicherung des Konsortialkreditvertrages (KKV) erfolgt durch Garantien sowie Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen und Verpfändung der Warenlager ausgewählter Tochtergesellschaften. Zu diesen zählt auch die CRONIMET Raw Materials GmbH. Zusätzlich zum Konsortialkreditvertrag stehen der CRONIMET Holding GmbH sowie der CRONIMET Raw Materials bilaterale Kreditlinien sowie Forfaitierungs- und Factoringlinien zur Verfügung. Des Weiteren wird Leasing zur Finanzierung langlebiger Wirtschaftsgüter eingesetzt. Zur Überwachung der kurzfristigen Liquidität wird im Konzern seit Jahren eine Liquiditätsvorschau eingesetzt, bei der die Konzerngesellschaften ihre geplanten Aus- und Einzahlungen für einen 13-Wochen-Zeitraum melden. Die Meldungen erfolgen im monatlichen Rhythmus und werden zusammen mit den aktuellen Kassenbeständen der Gesellschaften zur konsolidierten Liquiditätsvorschau des Konzerns aggregiert. Liquidität war bei der CRONIMET Raw Materials GmbH während der gesamten Berichtsperiode in ausreichendem Umfang vorhanden. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang fristgerecht nachkommen. 2.3.4 Investitionen Im Berichtsjahr 2023 betrugen die Investitionen in immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 12 TEUR (Vorjahr 6 TEUR). 2.3.5 Mitarbeiter*innen Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 19,75 Mitarbeiter*innen bei der CRONIMET Raw Materials beschäftigt (Vorjahr 22,0). 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Das CRONIMET Risikomanagementsystem Als weltweit agierende Unternehmensgruppe sieht sich die CRONIMET Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen können. Zur übergreifenden Überwachung dieser Risiken hat die CRONIMET Gruppe ein Risikomanagement implementiert. Das CRONIMET Risikomanagement beinhaltet derzeit die folgenden wesentlichen Bestandteile, die fortlaufend weiterentwickelt werden. Das Risikomanagement berichtet direkt an den Geschäftsführer Finanzen der CRONIMET Holding GmbH. Risikomanagementsystem Kernstück des Risikomanagements ist das softwarebasierte Risikomanagementsystem, in dem die Risiken der einzelnen CRONIMET Gesellschaften auf Basis von jährlichen Workshops des Risikomanagements mit den jeweiligen CRONIMET Gesellschaften zum Jahresende gesammelt und bewertet werden. Zum Quartalsende erfolgt jeweils eine Aktualisierung der Informationen durch die einzelnen CRONIMET Gesellschaften. Das Risikomanagement verwendet diese Informationen zur jährlichen Erstellung eines Risikoreports, der über die Gesamtrisikosituation der CRONIMET Gruppe, ermittelt durch Monte-Carlo-Simulation, informiert. Diese Gesamtrisikosituation wird dann vor dem Hintergrund der Risikostrategie, insbesondere der Risikotragfähigkeit, bewertet und dient als Entscheidungsgrundlage für das Management. Im Sommer 2023 wurde eine umfassende Durchsicht des Risikomanagementsystems durchgeführt, in deren Folge zahlreiche Maßnahmen zur methodischen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Risikomanagements erarbeitet und teilweise bereits umgesetzt wurden. Grundlage für die Bestandsaufnahme waren die Vorgaben des IDW PS 340 n.F. und des IDW PS 891 sowie Best Practices aus der Industrie. So wurde u.a. die Betrachtung der Risiken um nichtfinanzielle Aspekte ergänzt und eine formale Risikostrategie unter Berücksichtigung von Risikotragfähigkeit, Risikoappetit und Risikotoleranz erarbeitet. Daneben erfolgte eine Weiterentwicklung der Risikobewertung und -aggregation. Mithilfe einer neuen Risikomanagementsoftware, deren Einführung für das Jahr 2024 vorgesehen ist, werden kurz- und mittelfristig weitere Verbesserungen des Risikomanagementsystems erfolgen. Dazu gehören beispielsweise eine Erweiterung des Betrachtungshorizonts von einem auf drei Geschäftsjahre, eine Differenzierung von Brutto- und Nettorisiko oder ein verbessertes Maßnahmentracking. Frühwarnindikatorsystem Ergänzt wird das Risikomanagementsystem durch ein Frühwarnindikatorsystem. Dieses wurde im Rahmen der Durchsicht des Risikomanagementsystems überarbeitet und besteht nunmehr aus 29 Indikatoren in sechs Gruppen, die verschiedene finanzielle und nicht-finanzielle Bereiche der CRONIMET Gruppe abdecken. Im Rahmen der quartalsweise erfolgenden Überwachung wird die langfristige Entwicklung dieser Indikatoren und ihr aktueller Status im Ampelsystem bewertet und an die Geschäftsführung sowie den Beirat berichtet. Falls erforderlich, werden durch das Risikomanagement und/oder die Fachbereiche Maßnahmen zur Risikovermeidung und Optimierung eingeleitet. Krisenmanagement und Business Continuity Management Die CRONIMET Gruppe hat zudem ein Krisenmanagement implementiert, mit dem auf unvorhergesehene Ereignisse angemessen und kurzfristig reagiert werden soll. Im laufenden Jahr wurde das Krisenmanagement weiterentwickelt, Meldewege definiert und auf die Struktur und Eigenschaften der CRONIMET Gruppe angepasst. Zur Gewährleistung einer dauerhaften Betriebsfähigkeit und zur effizienten Reaktion auf unerwartete Störfälle besteht ergänzend ein Business Continuity Management am Unternehmenssitz in Karlsruhe. Perspektivisch ist ein Roll-out auf weitere Standorte geplant. Versicherungsmanagement Zur Optimierung von Ressourcen bei der Risikosteuerung erfolgt im Rahmen des Versicherungsmanagements regelmäßig ein Abgleich des Risikoinventars der CRONIMET Gruppe mit dem Versicherungsinventar, um zu prüfen, ob Versicherungen in angemessenem Umfang und angemessener Höhe entsprechend der Risikostrategie abgeschlossen sind. Ergänzende Elemente des Risikomanagements Zur Förderung eines Risikobewusstseins und einer Risikokultur werden durch das Risikomanagement regelmäßig und anlassbezogen relevante Informationen über akute Risiken und über die Tätigkeit des Risikomanagements insgesamt an verschiedene Hierarchieebenen kommuniziert. Darüber hinaus besteht ein regelmäßiger Austausch zu angrenzenden Bereichen der Governance-Funktion, insbesondere mit der Stabsstelle Internes Kontrollsystem (IKS) zum seit Ende 2022 laufenden IKS-Projekt, in dessen Rahmen sämtliche Prozesse der einzelnen CRONIMET Gesellschaften aufgenommen und auf mögliche Risiken und fehlende Kontrollen untersucht werden. 3.2 Chancen- und Risikoprofil der CRONIMET Gruppe 3.2.1 Übergeordnete Einschätzung Insgesamt bestehen mit Blick auf das Jahr 2024 Unsicherheiten, die sich auf die Geschäftstätigkeit der CRONIMET Gruppe nachteilig auswirken könnten. Insbesondere geopolitische und makroökonomische Entwicklungen, Bedrohungen der IT-Sicherheit sowie Fachkräftemangel können an dieser Stelle als relevante Risikobereiche genannt werden. So ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit den geopolitischen Eskalationen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie mit potenziellen politischen und geopolitischen Risiken in anderen Erdteilen eine Vielzahl an gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Aus diesen könnten für die CRONIMET Gruppe negative Effekte auf die Rohstoffpreise, das Zinsumfeld sowie die verfügbare und nachgefragte Schrottmenge resultieren. Ebenso könnte eine Eintrübung der makroökonomischen Lage zu einem erhöhten Bonitätsrisiko bei Kunden führen. Mögliche Konsolidierungsaktivitäten innerhalb der Edelstahlbranche können darüber hinaus die Nachfrage nach Produkten der CRONIMET Gruppe beeinflussen. In den vergangenen Jahren lässt sich eine zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminelle feststellen, die zu ernstzunehmenden Risiken für die IT-Sicherheit und in der Konsequenz für die Durchführung des operativen Geschäfts führen kann. Ein weiteres Risiko betrifft den Fachkräftemangel, durch den es, insbesondere in Phasen von erhöhtem Krankenstand oder im Fall von Personalaustritten, zu Personalengpässen und in der Folge zu Geschäftseinbußen kommen könnte. Nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Aufstellung hat die CRONIMET Gruppe für die bestehenden Risiken angemessene Maßnahmen implementiert, durch die eine Bestandsgefährdung der CRONIMET Gruppe im Jahr 2024 hinreichend unwahrscheinlich ist. Im Jahr 2023 konnte der Konsortialkreditvertrag mit dem Bankenkonsortium vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2026 verlängert werden, sodass die CRONIMET Gruppe weiterhin auf eine stabile Liquiditätsausstattung bauen kann. Letztlich verbleiben jedoch bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken, die auch durch ein umfassendes Risikomanagement nicht vollständig vermieden werden können. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken und Chancen der CRONIMET Gruppe dargestellt. In Anlehnung an die interne Klassifizierung von Risiken und Chancen im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine Unterteilung in strategische, finanzielle und operative Risiken und Chancen sowie Risiken und Chancen aus Recht und Compliance. 3.2.2 Strategische Risiken und Chancen Politisches und gesellschaftliches Umfeld Die jüngste Eskalation im Nahen Osten sowie der weiterhin andauernde Angriffskrieg Russlands in der Ukraine haben gezeigt, dass geopolitische Risiken in den vergangenen Jahren an Relevanz zugenommen haben. In den kommenden Jahren kann eine mögliche weitere Verschärfung der Situation im Nahen Osten sowie der Ausbruch weiterer schwelender Konflikte in anderen Regionen wie z.B. in Taiwan oder im Kosovo nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen derartiger geopolitischer Risiken lassen sich oft nur schwer absehen; in vielen Fällen kommt es neben der Destabilisierung der Lage vor Ort auch zu einer allgemeinen Verunsicherung der Weltwirtschaft oder auch zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen einzelne Staaten. In der Folge können sich Konsequenzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch in weit entfernten Regionen ergeben. Neben geopolitischen Risiken bestehen für die CRONIMET Gruppe auch Risiken im Hinblick auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen, die einen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit insgesamt haben könnten, wie bspw. eine restriktive Wirtschaftspolitik oder verändertes Konsumverhalten. Gerade vor dem Hintergrund der weltweiten Rohstoffproduktion, die sich für viele Materialien, insbesondere auch Nickel, im Wesentlichen auf jeweils wenige Herkunftsländer beschränkt, könnten auch unvorhersehbare Entscheidungen einzelner Regierungen, die keinen geopolitischen Hintergrund haben, zu unerwarteten Entwicklungen im Hinblick auf die Rohstoffpreise und -verfügbarkeit führen. Gleichermaßen können sich durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen auch Chancen im Sinne eines positiven Einflusses auf die Geschäftstätigkeit ergeben, z.B. durch einen verstärkten Fokus auf nachhaltige Edelstahlproduktion oder durch die Substitution von Werkstoffen in Konsumgütern durch Edelstahl. Die CRONIMET Gruppe versucht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit, geopolitische Risiken zu vermeiden, indem Geschäfte in Risikoregionen nicht oder nur in geringem Umfang getätigt werden. So wurde bspw. der Handel im Zusammenhang mit Material und Geschäftspartnern aus Russland bereits seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim im Jahr 2014 streng überwacht und sukzessive reduziert. Nach dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Frühjahr 2022 wurde der Handel mit diesen Materialien und Geschäftspartnern dann über die gesetzlichen Vorgaben hinaus eingestellt. Die Geschäftstätigkeit der CRONIMET Gruppe in Risikogebieten wird regelmäßig und im Einzelfall unter Abwägung der jeweiligen Chancen und Risiken überprüft. Die Risikovermeidungsmaßnahmen, die sich auf die überregionalen Effekte aus geopolitischen und politischen Risiken beziehen, sind im Abschnitt "Makroökonomisches Umfeld und Rohstoffpreise" beschrieben. Vor dem Hintergrund des gesamtgesellschaftlichen Megatrends der Nachhaltigkeit ergeben sich für die CRONIMET Gruppe geschäftsmodellimmanent Chancen auf nachhaltiges und profitables Wachstum, insbesondere wenn es gelingt, die aktuelle Position als Marktführer auch auf dem weltweit wachsenden Schrottmarkt zu behaupten. Die CRONIMET Gruppe positioniert sich entsprechend ihrer Unternehmensphilosophie und der Überzeugung der Geschäftsführung und Anteilseigner darüber hinaus aktiv als nachhaltiges Unternehmen im Markt und versucht dadurch die damit verbunden Chancen optimal zu nutzen. Im Jahr 2023 konnte beispielsweise eine strategische Partnerschaft mit Outokumpu geschlossen werden, durch die u.a. signifikante Fortschritte im Hinblick auf die Dekarbonisierung der Edelstahlproduktion erreicht werden sollen. Zudem wurde im Geschäftsjahr mit dem Aufbau von Batterierecycling als neues Geschäftsfeld der CRONIMET Gruppe begonnen, welches die bisherige Geschäftstätigkeit strategisch ergänzt. Daneben tragen jeweils vier ISO-Zertifizierungen an den Standorten Karlsruhe und Leipzig/Bitterfeld-Wolfen den wachsenden Anforderungen verschiedener Stakeholder Rechnung. Auch an anderen Standorten werden weitere, bedarfsgerechte Zertifizierungen vorgenommen. Wettbewerb Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und zunehmender Konkurrenz, insbesondere aus Fernost, waren in den vergangenen Jahren zunehmend Konsolidierungen innerhalb der Edelstahlbranche zu beobachten. So übernahm im Jahr 2021 der luxemburgische Edelstahlkonzern Aperam den Recycling-Geschäftsbereich ELG der Haniel Gruppe. Weitere Fusionen und Unternehmenskäufe innerhalb der Branche können nicht ausgeschlossen werden. Sollten sich derartige Verschiebungen am Markt ergeben, könnten sich hieraus Risiken und Chancen im Hinblick auf die Nachfragesituation der CRONIMET Gruppe ergeben. Die CRONIMET Gruppe begegnet diesen Risiken durch einen engen Kontakt zu den europäischen Stahlwerken, durch den derartige Entwicklungen frühzeitig erkannt werden sollen. Personal Als Konsequenz des weit verbreiteten Fachkräftemangels, insbesondere in Europa und den USA, bestehen Risiken im Hinblick auf mögliche Personalengpässe oder auf nur unzureichend besetzte Stellen. Nach dem DIHK-Report Fachkräfte 2023/2024 kann jedes zweite Unternehmen in Deutschland offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen, weil es keine Arbeitskräfte findet; dies gilt in vielen Fällen auch für Stellen, für die Arbeitskräfte mit geringer Qualifikation gesucht werden. Auch innerhalb der CRONIMET Gruppe ist der Fachkräftemangel bei der Ausschreibung von Stellen erkennbar, wenngleich die Auswirkungen durch entsprechende Gegenmaßnahmen bislang minimiert werden konnten. Sollten vakante Stellen in der Zukunft nicht oder nicht adäquat nachbesetzt werden können, könnten sich hieraus Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen und/oder die Qualität ergeben. Gleichzeitig bietet der Fachkräftemangel Chancen, wenn es gelingt, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Die CRONIMET Gruppe hat in diesem Rahmen umfassende Maßnahmen eingeleitet, um nachhaltig als attraktiver Arbeitgeber im Markt wahrgenommen zu werden. Hierzu gehören u.a. eine aus Sicht der Gesellschaft attraktive Vergütung, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. KiTa-Plätze und -Zuschüsse) sowie umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Daneben profitiert die CRONIMET Gruppe bei der Suche nach Personal davon, dass sie sich entsprechend ihrer Unternehmenswerte öffentlich zu Nachhaltigkeit, ethischem und moralischem Handeln sowie zu starken Führungsprinzipien bekennt. 3.2.3 Finanzielle Risiken und Chancen Makroökonomisches Umfeld und Rohstoffpreise Nachdem die Weltwirtschaft mit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 erheblichen Störungen, vor allem im Hinblick auf Lieferketten und die Verfügbarkeit von Materialien, unterlegen war, kam es infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 zu größeren Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten. Die Notenbanken reagierten auf den starken Anstieg der Inflation mit Leitzinserhöhungen und konnten damit zum Ende des Jahres 2023 die Inflation wieder deutlich reduzieren. Die sich in den kommenden Jahren ergebenden Effekte für das Marktumfeld, insbesondere in Bezug auf Inflation, Wirtschaftswachstum und Rohstoffpreise, sind weiterhin nicht absehbar. Aus diesen Entwicklungen könnten im Jahr 2024 wesentliche Risiken für die CRONIMET Gruppe entstehen. Durch das andauernd hohe Zinsumfeld ergeben sich signifikant höhere Kapitalkosten als noch vor wenigen Jahren, durch die die Anforderungen an die operative Rendite deutlich steigen. Das gesunkene Preisniveau, insbesondere beim Nickel, reduzierte zuletzt zwar die Kapitalkosten, birgt aber für die Zukunft Risiken einer zusätzlichen Belastung im Fall eines erneuten, derzeit für 2024 nicht erwarteten Anstiegs. Aus einem ebenfalls nicht erwarteten, deutlichen Preisrückgang könnten sich hingegen Risiken durch die Abwertung des Vorratsvermögens ergeben. Chancen könnten sich bei einer konsequenten Nutzung von positiven Entwicklungen des makroökonomischen Umfelds und den Rohstoffpreisen ergeben, wie beispielsweise der Mitnahme von positiven Preiseffekten im Handel. Ebenso können Chancen darin liegen, wenn es gelingt, mit widrigen Marktbedingungen besser umzugehen als der Wettbewerb. Als Maßnahme zur Vermeidung von derartigen Risiken und zur bestmöglichen Nutzung von Chancen optimiert die CRONIMET Gruppe laufend ihr Working-Capital-Management und versucht dabei insbesondere die Lagerumschlagsdauer zu reduzieren und Altbestände auf ein betrieblich notwendiges Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus werden seit dem Anstieg des Zinsniveaus Kapitalkosten im Rahmen der Beschaffung berücksichtigt. Preisrisiken werden darüber hinaus durch eine auf die aktuelle Situation abgepasste Hedgingstrategie minimiert. Zur Erhöhung der Resilienz gegenüber der Entwicklung einzelner Rohstoffpreise und gegenüber volatilen Märkten strebt die CRONIMET Gruppe übergeordnet auch eine Diversifikation des Produkt- und Serviceportfolios an. In diesem Rahmen wurde im Jahr 2023 die Produktion von Ferro-Wolfram und Ferromolybdän in Brasilien weiter vorangetrieben, ein Projekt zur Aufbereitung von Ferrotitan gestartet und mit dem Aufbau von Batterierecycling als neuem Geschäftsfeld begonnen. Im Jahr 2023 kam es zu Verzögerungen im Zusammenhang mit der Abwicklung des Verkaufs der CRONIMET Gesellschaft Plant of Pure Iron OJSC in Armenien, aus denen sich potenziell Risiken durch Kapitalbindung und damit einhergehende Kosten bis hin zu außerplanmäßigen Abschreibungen von Forderungen oder Finanzanlagen hätten ergeben könnten. Zu Beginn des Jahres 2024 konnte man sich mit den Vertragspartnern auf eine Teillösung einigen. Die jetzt noch offenen Themen dürften aus heutiger Sicht zu keinen bilanziellen Auswirkungen führen. Liquidität Zur Finanzierung der kapitalintensiven Geschäftstätigkeit besteht u.a. ein Konsortialkreditvertrag der CRONIMET Holding GmbH mit einem Bankenkonsortium. Dieser konnte im Jahr 2023 vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2026 verlängert werden. Daneben werden verschiedene CRONIMET Gesellschaften auch über zusätzliche bilaterale Linien bei Banken finanziert. Zusammen mit der bestehenden Eigenkapitalausstattung bewegt sich die CRONIMET Gruppe aus Sicht der Geschäftsführung damit in einem großzügigen und stabilen finanziellen Rahmen, durch den die Geschäftstätigkeit dauerhaft gesichert ist. Risiken im Hinblick auf die Liquidität könnten sich jedoch insbesondere in Extremsituationen ergeben, z.B. im Fall einer Marktstörung. Darüber hinaus können sich Risiken ergeben, falls Grenzwerte innerhalb des Konsortialkreditvertrags überschritten werden und sich die Kapitalkosten in der Folge erhöhen oder Kreditlinien verkürzt werden. Chancen können insbesondere darin bestehen, dass durch einen hinreichenden Liquiditätsspielraum Extremsituationen ohne nachhaltige Auswirkungen abgefedert werden können. Die CRONIMET Gruppe begegnet Liquiditätsrisiken durch ein laufendes retrospektives und prospektives Monitoring sowie eine regelmäßige Berichterstattung der relevanten Kennzahlen an die Konsortialbanken. Darüber hinaus werden diese Kennzahlen im Rahmen der Steuerung der Geschäftstätigkeit berücksichtigt, sodass etwaige Überschreitungen frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Durch die langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung mit den Konsortialbanken konnten Liquiditätsrisiken weiter reduziert werden. So konnten bspw. im Rahmen der Explosion des Nickelpreises im Frühjahr 2022 kurzfristige und pragmatische Lösungen zur Überbrückung von Kapitalengpässen gefunden werden. Weitere Maßnahmen zur Liquiditätssicherung beinhalten insbesondere die Forfaitierung von Forderungsbeständen und die Optimierung des Working Capital Managements. Bonitäts- und Adressausfälle Infolge des eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat sich das allgemeine Bonitätsrisiko im Markt zuletzt deutlich erhöht. Insbesondere vor dem Hintergrund der ausgelaufenen staatlichen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde im Jahr 2023 ein Anstieg der Insolvenzen verzeichnet. Für das Jahr 2024 wird eine ähnliche Entwicklung erwartet. Für die CRONIMET Gruppe ergibt sich hieraus ein erhöhtes Risiko von Forderungsausfällen. Im Anbetracht der Kundenstruktur der CRONIMET Gruppe kann sich dieses Risiko besonders stark auswirken, falls es sich um einen Großkunden handelt. Zur Reduktion von bonitätsbezogenen Risiken sichert die CRONIMET Gruppe überwiegende Teile ihrer Forderungen über Warenkreditversicherungen ab. Es wurden Prozesse implementiert, durch die gewährleistet ist, dass Geschäfte nur abgeschlossen werden können, wenn der Kunde über ein hinreichendes Bonitätslevel verfügt oder entsprechende Anzahlungen leistet. Mit den Stahlwerken, die als Großkunden für einen Großteil des Gesamtgeschäfts der CRONIMET Gruppe verantwortlich sind, findet ein stetiger Austausch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und etwaige Liquiditätsprobleme statt. Bei börsennotierten Großkunden wird außerdem die Entwicklung und Kommunikation am Kapitalmarkt verfolgt. 3.2.4 Operative Risiken und Chancen Einkauf und Verkauf Als Rohstoffrecycler besteht das Geschäftsmodell der CRONIMET Gruppe im Wesentlichen aus dem Einkauf, der Sortierung und dem anschließenden Verkauf von Schrotten und Metallen in großen Mengen. Risiken könnten sich im operativen Bereich insbesondere dann ergeben, wenn mangels Schrottverfügbarkeit keine ausreichende Versorgung mit Material sichergestellt werden kann oder wenn die Nachfrage, insbesondere die bei den Stahlwerken, schwächer ausfällt als erwartet. Da die Generierung von operativen Gewinnen insbesondere aus der Erzielung von entsprechender Tonnage resultiert, stellen Mengenrisiken ein bedeutsames Risiko der CRONIMET Gruppe dar. Ebenso können durch fehlerhafte Einschätzungen im Hinblick auf die Preise im Einkauf und Verkauf Preisrisiken drohen, die die Marge reduzieren. Chancen ergeben sich, wenn das Verkaufsvolumen am Markt gesteigert und dieses auch durch eine entsprechende Beschaffung bedient werden kann. Darüber hinaus können durch eine geschickte Preisgestaltung Margen erhöht werden. Die CRONIMET Gruppe begegnet diesen Mengen- und Preisrisiken durch eine enge Abstimmung mit Lieferanten und Kunden, durch die die zukünftige Entwicklung von Tonnage und Preisen zumindest kurzfristig antizipiert werden kann. Darüber hinaus verfügt man als langjähriger Akteur im Markt über eine breite Lieferantenstruktur, durch die das Risiko von Versorgungsengpässen gemindert wird. Auf Verkaufsseite gelang es der CRONIMET Gruppe zuletzt, langfristige Partnerschaften mit Kunden einzugehen und eine auf gegenseitigem Vertrauen basierende, transparente Zusammenarbeit zu etablieren, durch die Verkaufsrisiken reduziert werden konnten. Durch die internationale Struktur der CRONIMET Gruppe können sowohl lokale Versorgungsengpässe über andere Standorte überbrückt als auch eine rückläufige Nachfrage an einem Standort durch Nachfragekapazitäten an anderen Standorten kompensiert werden. Rohstoffpreisabhängige Preisrisiken, die sich nachteilig auf die Marge auswirken, werden durch die Hedging-Strategie der CRONIMET Gruppe sowie erhöhte Lagerumschlaghäufigkeiten zu einem großen Teil mitigiert. Qualität Als geschäftsmodellimmanent kann das Risiko betrachtet werden, dass es zu leichten Abweichungen zwischen der nachgefragten Qualität seitens der Stahlwerke und der durch CRONIMET gelieferten Qualität kommt. Qualitätsunterschiede führen gegebenenfalls zu Reklamationen und Abschlägen bei den Kaufpreiszahlungen. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden kontinuierlich Prozessverbesserungen angestoßen. IT-Sicherheit Mit der zunehmenden Vernetzung und Integration von Systemen gehen neben Effizienzgewinnen im operativen Betrieb auch nennenswerte Risiken für die IT-Sicherheit einher. In den vergangenen Jahren stieg die öffentliche Wahrnehmung der Risiken auch durch öffentlich bekannt gewordene Cyber-Angriffe bei namhaften Unternehmen wie der Funke Mediengruppe an. Das Risiko, Ziel einer Cyber-Attacke zu werden, wird dabei von vielen Unternehmen als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. Sollte ein Cyber-Angriff erfolgreich sein, ergeben sich vielfältige Risiken, die vom temporären Ausfall einzelner Geräte über einen großflächigen Datendiebstahl bis hin zu einem vollständigen Ausfall der gesamten IT- Infrastruktur reichen. Die CRONIMET Gruppe begegnet diesen Risiken mit umfangreichen präventiven und reaktiven Sicherheitsmaßnahmen, die das Risiko eines Cyber-Vorfalls mit schwerwiegenden Auswirkungen auf ein Minimum reduzieren sollen und stetig erweitert und aktualisiert werden. Dazu gehören u.a. ein Information Security Management System, regelmäßige Pen-Tests, Authentifizierungsmechanismen mit erhöhtem Sicherheitslevel und ein Back-Up-Konzept zur Wiederherstellung von Daten. Im Jahr 2023 wurde zudem ein neues Schulungskonzept im Bereich IT-Sicherheit eingeführt, durch das das Bewusstsein für IT-Sicherheitsrisiken bei den Beschäftigten weiter verstärkt werden soll. Zur Begrenzung etwaiger finanzieller Schäden wurde zudem eine Cyberversicherung abgeschlossen. 3.2.5 Risiken und Chancen in Bezug auf Recht und Compliance In Bezug auf Recht und Compliance ergeben sich vor der wachsenden Zahl an Transparenz- und Berichterstattungspflichten, allen voran der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) bzw. der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), Risiken einer Verletzung gesetzlicher Vorgaben, wenn diese nicht zeitgerecht umgesetzt werden können. Gleichermaßen bestehen im stark regulierten Recycling-Geschäftsumfeld Risiken der Verletzung von bestehenden Gesetzen und es ergeben sich Risiken durch betrügerische Aktivitäten wie Diebstahl oder sog. "CEO-Fraud". Chancen können sich insbesondere dadurch ergeben, dass es der CRONIMET Gruppe gelingt, sich am Markt als verlässlicher Akteur zu positionieren, für den die lückenlose Einhaltung von Gesetzen und der Bereich Compliance eine hohe Priorität genießt. Die CRONIMET Gruppe überwacht laufend die zukünftig in Kraft tretenden Transparenz- und Berichterstattungspflichten und hat die erforderlichen Schritte eingeleitet, um eine zeitgerechte Umsetzung gewährleisten zu können. So wurde bspw. ein Sonderbeauftragter für das LKSG ernannt. Für die Einhaltung der bestehenden Gesetze im Bereich Abfallrecht besteht ebenfalls eine eigene Abteilung innerhalb der CRONIMET Gruppe. Im Rahmen des laufenden IKS-Projekts werden außerdem Risiken potenzieller Rechtsverstöße im Prozessablauf berücksichtigt. Als Maßnahme zum Schutz vor betrügerischen Aktivitäten wurde im laufenden Jahr u.a. der bestehende Diebstahlschutz an mehreren Standorten überprüft und ausgebaut. Daneben sind zur Vermeidung von unautorisierten oder fehlerhaften Zahlungen system- und prozessseitige Kontrollen implementiert. Der starke Fokus der CRONIMET Gruppe auf Compliance spiegelt sich in der Verpflichtung zu ethischem und moralischem Handeln über die geltenden Gesetze hinaus in den CRONIMET Unternehmenswerten wider. Operativ wird dieses Bekenntnis u.a. durch die Implementierung eines Code of Conduct und eines Hinweisgebersystems umgesetzt. In den vergangenen Jahren wurde der Bereich Governance, bestehend aus den Bereichen Risikomanagement, IKS und Compliance, zudem systematisch ausgebaut und personell verstärkt. Mit diesen Maßnahmen soll die Compliance-Kultur innerhalb der Gruppe weiter gestärkt und eine angemessene Wahrnehmung der Zuverlässigkeit und Integrität von CRONIMET am Markt erreicht werden. 4. Prognosebericht Die Inflation der Energiekosten war und bleibt der größte einzelne Risikofaktor für die globale Metallindustrie, sodass es abzuwarten bleibt, ob die Rentabilität und das Wachstum des Sektors aufrechterhalten werden können. Wir schätzen das Marktumfeld für 2024 verhalten ein, wobei die Finanzierungskosten- und das Kreditrisikomanagement im Vordergrund stehen. Hierfür wurde zum Jahreswechsel 2023/24 eine neue Profitcenter- und Materialnummernstruktur geschaffen, um mehr Transparenz zu erzielen und das Working Capital weiter zu optimieren. Zudem sollen durch Investitionen im Pulvergeschäft die Absatzmengen gesteigert werden. Im Ferrolegierungsbereich sollen weitere Händler eingestellt werden, um auch dort den Lagerumschlag zu erhöhen und insbesondere durch die Kooperation mit der CR Brasil für die Produkte Ferrotitan, Ferromolybdän und Ferrowolfram die Marktstellung von CRRM weiter ausgebaut werden. Der Fokus der CRRM liegt klar auf den Produkten, bei denen die CRONIMET selbst Wertschöpfung betreibt. Reine Handelsprodukte komplettieren das Portfolio. Wir gehen davon aus, dass wir die Planwerte unserer im Dezember erstellten Planung für die Jahre 2024 bis 2026 im Konzern erreichen und somit für das Jahr 2024 einen Umsatz von 264 Mio. EUR und ein EBIT i.H.v. ca. 4,6 Mio. EUR erzielen.
Karlsruhe, im März 2024 CRONIMET Raw Materials GmbH Dominik Rettig BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CRONIMET Raw Materials GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CRONIMET Raw Materials GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CRONIMET Raw Materials GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 8. März 2024 HSG
Treuhand Heidelberg GmbH
Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Christian Kreilein, Wirtschaftsprüfer Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 08.03.2024 wurde der Jahresabschluss 2023 festgestellt. Der in der Bilanz zum 31.12.2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.665.117,13 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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