SCHUFA Holding AG
Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Siegl seit 30.3.2026 | Prokura |
Jan Marcel Steinbach seit 15.12.2025 | Prokura |
Daniel Hergl seit 15.12.2025 | Prokura |
Martin Gutkas seit 8.9.2025 | Prokura |
Klaus Michael Kolitz seit 23.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Florian Reul seit 8.3.2024 | Prokura |
Matthias Klumpp seit 22.9.2023 | Prokura |
Evelyn Koch seit 7.9.2023 | Prokura |
Christopher Ruppricht seit 14.3.2023 | Prokura |
Stephan Joachim Zerwas seit 14.3.2023 | Prokura |
Paul Kreis seit 13.1.2023 | Prokura |
Heidrun Odenweller-Klügl seit 11.10.2022 | Prokura |
Hartmut Schott seit 11.10.2022 | Prokura |
Gaston Volk seit 11.10.2022 | Prokura |
Markus Enninga seit 11.10.2022 | Prokura |
Thimo Perner seit 21.9.2022 | Prokura |
Josephine Ackerman seit 20.7.2022 | Prokura |
Stephan Mugele seit 20.7.2022 | Prokura |
Michael Spohn seit 11.5.2022 | Prokura |
Robert Heusinger seit 8.2.2022 | Prokura |
Tanja Birkholz seit 3.2.2020 | Vorstandsmitglied |
Felix Markus Lowinski seit 6.10.2015 | Prokura |
Wolfgang Kunz seit 29.8.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
SCHUFA Holding AGEigenbeteiligung | 0.00% |
| 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCHUFA Holding AGWiesbadenJahres- und Konzernabschluss mit
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit
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| 2023 | 2022 | |||
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Unternehmenskunden Kreditinstitute und Finanzdienstleister | 141,33 | 51,2% | 136,21 | 50,9% |
| Unternehmenskunden Handel und Dienstleistungen | 48,28 | 17,5% | 46,65 | 17,4% |
| Privatkunden | 84,75 | 30,7% | 82,20 | 30,9% |
| Sonstige | 1,70 | 0,6% | 2,19 | 0,8% |
| Gesamt | 276,06 | 100,0% | 267,25 | 100,0% |
Die Umsätze konnten im Gesamtjahr 2023 insgesamt um 3,3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Bereits seit August des Vorjahres waren bei den Umsätzen mit Unternehmens- als auch mit Privatkunden zunehmend die Auswirkungen der veränderten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie damit einhergehender Konsum- und Kaufzurückhaltung spürbar. Dies führt zu einem generellen Rückgang der Umsatzwachstumsrate im Vergleich der letzten Jahre. Die Umsätze mit Kreditinstituten und Finanzdienstleistern sind dabei um 3,8%, im Wesentlichen durch die verstärkte Nutzung von Vergleichsportalen, gewachsen. Die Unternehmenskunden Handel und Dienstleistungen haben mit einem Umsatzanstieg von 3,5%, insbesondere durch die Wechselbereitschaft der Verbraucher auf dem Energiemarkt, zum Wachstum beigetragen. Die Privatkundenumsätze konnten um 3,1% gesteigert werden.
Gegenüber dem Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge (879 TEUR) insgesamt um 534 TEUR gesunken. Im Wesentlichen setzen sich diese aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (249 TEUR), aus Erträgen aus der Erstattung für Mutterschutz (176 TEUR), aus der Weiterbelastung von Kosten (150 TEUR) und aus periodenfremden Erträgen (149 TEUR) zusammen. In den periodenfremden Erträgen sind im Wesentlichen Posten für Gutschriften für Provisionen und Nebenkosten für das Vorjahr erfasst.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von 20.501 TEUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um 342 TEUR verringert. Im Geschäftsjahr haben sich die Aufwendungen für die Weiterentwicklung produktiver Systeme um 656 TEUR und die Aufwendungen für den telefonischen Verbraucherservice um 387 TEUR erhöht. Die Aufwendungen für den Betrieb produktiver System haben sich um 651 TEUR, die Aufwendungen für Dateneinkäufe um 426 TEUR und die Aufwendungen für sonstigen bezogene Leistungen und Druckkosten um 544 TEUR verringert. Im Jahr 2023 sind erstmals Aufwendungen für bezogene Leistungen des eigenen Kantinenbetriebes mit 236 TEUR entstanden.
Der Personalaufwand von 87.252 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,7% erhöht. Im Wesentlichen hat neben allgemeinen Gehaltsanpassungen auch der Personalaufbau insgesamt dazu beigetragen.
Die Aufwendungen für Abschreibungen des Anlagevermögens (ohne Finanzanlagevermögen) sind gegenüber dem Vorjahr um 158 TEUR auf 8.778 TEUR gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 82.294 TEUR nahezu auf Vorjahresniveau. Dabei haben sich die Aufwendungen für Provisionen um 2.497 TEUR auf 18.658 TEUR, die Aufwendungen für Werbe-, Marketing- und Imageaufwendungen um 841 TEUR auf 12.655 TEUR, die Aufwendungen für Schulungs- und Reisekosten um 786 TEUR auf 1.986 TEUR, die sonstigen Personalnebenkosten um 578 TEUR auf 2.705 TEUR und die Raum- und Raumnebenkosten um 472 TEUR auf 4.589 TEUR erhöht. Dagegen haben sich die Aufwendungen für Beratung und Dienstleistungen um 5.690 TEUR auf 20.535 TEUR verringert.
Das negative Finanzergebnis von 10.098 TEUR (+303 TEUR im Vorjahr) ist im Wesentlichen geprägt durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen (12.003 TEUR, im Vorjahr 6 TEUR). Dagegen läuft ein mit 1.723 TEUR positives Zinsergebnis, das aufgrund der höheren Verzinsung von Festgeldern um 1.527 TEUR über dem Vorjahr liegt. Auch die Beteiligungserträge sind um 68 TEUR auf 182 TEUR angestiegen.
Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 68.015 TEUR um 6.510 TEUR unter dem Vorjahreswert.
Nach Steuern wird für 2023 ein Jahresüberschuss von 42.189 TEUR ausgewiesen. Damit wird der Vorjahreswert um 8.677 TEUR unterschritten.
Ertragslage des Konzerns
Die Ertragslage des Konzerns ist im Wesentlichen durch die SCHUFA Holding AG geprägt. Der Konzernabschluss weist einen Gesamtumsatz von 283.766 TEUR (Vorjahr 272.207 TEUR) aus. Damit liegt der Konzernumsatz um 7.709 TEUR (Vorjahr 4.953 TEUR) über dem Umsatz des Jahresabschlusses. Nach Konsolidierungseffekten hat die finAPI GmbH einen Anteil von 4.939 TEUR, die ClariLab GmbH & Co. KG einen Anteil von 3.348 TEUR und die Forteil GmbH einen Anteil von 625 TEUR an dem übersteigenden Umsatz, der jedoch gleichzeitig um konzerninterne Umsätze der SCHUFA gemindert wird.
Auf der Aufwandsseite liegen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Konzern mit 8.212 TEUR über dem Abschreibungsaufwand des Jahresabschlusses. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch die im Konzern abzuschreibenden Geschäfts- und Firmenwerte, die mit einer Abschreibung von 5.431 TEUR das Konzernergebnis mindern. Der Geschäfts- und Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Beteiligungserwerb an der finAPI GmbH und an der Forteil GmbH. Auch die Abschreibung der Software der ClariLab GmbH & Co. KG hat die Konzernabschreibungen um 1.230 TEUR erhöht. Die bezogenen Leistungen liegen konsolidierungsbedingt nur um 1.412 TEUR über denen des Jahresabschlusses. Die Personalaufwendungen sind im Konzern um 8.117 TEUR höher und beinhalten neben dem Personalaufwand der SCHUFA Holding AG den Personalaufwand der finAPI GmbH, der Forteil GmbH und der ClariLab GmbH & Co. KG. Konsolidierungsbedingt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern um nur 4.851 TEUR höher. Insgesamt weist der Konzernabschluss der SCHUFA Holding AG ein um 2.669 TEUR niedrigeres Ergebnis gegenüber dem Jahresabschluss der SCHUFA von 42.189 Mio. EUR aus.
6. Vergleich tatsächlicher Geschäftsverlauf mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Die Ertragslage der SCHUFA Holding AG hat sich auch 2023 über Vorjahr entwickelt.
Die SCHUFA rechnete in ihrer Planung für das Jahr 2023 mit einem Gesamtumsatz von 278,6 Mio. EUR, was einem Umsatzanstieg von rund 4,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Tatsächlich konnte ein Umsatzwachstum von insgesamt 3,3% erreicht werden. Damit bleibt sowohl das Kundensegment Unternehmenskunden mit einem Umsatzanstieg von 3,4% als auch das Privatkundensegment mit einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 3,1%, trotz deutlich veränderter volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen, nur geringfügig unter Plan. Mit einer erwirtschafteten Umsatzrentabilität (EBIT-Marge) von 28,3% konnte die geplante Marge von 26,4% jedoch überschritten werden. Der geplante Jahresüberschuss wird um 8.466 TEUR, die geplante Eigenkapitalrentabilität um 4,3% und die geplante Eigenkapitalquote um 2,1% unterschritten. Ursächlich waren hierfür insbesondere außerordentliche Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Die Planung des Konzernabschlusses 2023 lag bei einem Umsatz von 286,8 Mio. EUR und einem Konzernjahresüberschuss von 33,0 Mio. EUR. Der Konzernumsatz von 283,8 Mio. EUR liegt damit 1,1% unter dem Planumsatz. Mit einer erwirtschafteten Konzern-Umsatzrentabilität (EBIT-Marge) von 22,4% konnte die geplante Marge von 19,7% überschritten werden. Der erzielte Konzernjahresüberschuss von 39,5 Mio. EUR liegt mit 6,5 Mio. EUR über dem prognostizierten Geschäftsverlauf und es konnte sowohl die geplante Eigenkapitalquote als auch die geplante Eigenkapitalrentabilität übertroffen werden.
7. Finanzlage
a) Finanzmanagement
Die Finanzierungsstrategie der SCHUFA Holding AG verfolgt weiterhin einen konservativen Ansatz. Hierbei steht die vollständige und flexible Finanzierung von Investitionen und Vorhaben aus eigenen Mitteln im Vordergrund. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird über entsprechende Barmittel sichergestellt. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Gleiches gilt für die Konzerngesellschaften insgesamt.
b) Kapitalstruktur
Bezogen auf die Bilanzsumme beläuft sich die Eigenkapitalquote in der SCHUFA Holding AG auf 79,8% und unterschreitet somit die Quote des Vorjahres um 2,8%. Während das Eigenkapital absolut auf 156.067 TEUR (Vorjahr 157.165 TEUR) gesunken ist, ist die Bilanzsumme im Geschäftsjahr insbesondere durch Investitionen in das Anlagevermögen und einen höheren Bestand an Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Liquidität um rd. 2,8% auf 195.473 TEUR gestiegen.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 77,1% (im Vorjahr 80,7%) bei einer Bilanzsumme von 178.526 TEUR (im Vorjahr 175.414 TEUR) und einem Eigenkapital von 137.719 TEUR (im Vorjahr 141.486 TEUR).
c) Investitionen
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen von 26.159 TEUR (Vorjahr 8.375 TEUR) getätigt. Auf immaterielle Vermögensgegenstände entfielen davon 2.460 TEUR (Vorjahr 2.856 TEUR), auf Investitionen in Sachanlagen 4.793 TEUR (Vorjahr 5.170 TEUR) und auf Finanzanlagen 18.906 TEUR (Vorjahr 349 TEUR).
Investitionsschwerpunkt waren neben dem Erwerb und der Kapitalausstattung der Forteil GmbH diverse Mietereinbauten, Büro- und Geschäftsausstattungen sowie EDV-Hard- und Software. Desweitern erfolgte eine weitere Darlehensgewährung an die ClariLab GmbH & Co. KG.
Im Konzernabschluss liegen die Gesamtinvestitionen im Wesentlichen konsolidierungsbedingt um 11.131 TEUR unter denen des Jahresabschlusses.
8. Liquiditätsanalyse
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung des SCHUFA Holding AG Konzerns gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
|
2023
TEUR |
2022
TEUR |
|
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 39.520 | 45.832 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 16.993 | 14.449 |
| +/- Zunahme/Abnahme langfristiger Rückstellungen | -73 | -62 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -326 | 318 |
| +/- Zunahme/Abnahme der mittel-/kurzfristigen Rückstellungen | -986 | 1.149 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -2 | -189 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -3.948 | 514 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 2.892 | -2.453 |
| = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 54.070 | 59.558 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2 | 189 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -4.912 | -5.222 |
| - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -7.659 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immat. Anlagevermögen | -2.123 | -3.794 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -18 | -134 |
| = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -14.710 | -8.961 |
| + Einzahlung von Minderheitsgesellschaftern | 0 | 0 |
| - Auszahlungen an Gesellschafter | -43.287 | -40.582 |
| - Auszahlung für die Tilgung von (Finanz-)krediten | 0 | 0 |
| = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -43.287 | -40.582 |
| Gesamt Cash Flow | -3.927 | 10.016 |
| +/- Konsolidierungsbedingte Veränderungen der Finanzmittel | 126 | 0 |
| + Finanzmittel am Anfang der Periode | 102.568 | 92.552 |
| = Finanzmittel am Ende der Periode | 98.767 | 102.568 |
Rundungsbedingte Abweichungen der Zahlen sind möglich.
Im Konzern hat sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 5.488TEUR auf 54.070TEUR verringert. Im Geschäftsjahr wurde der Cash-Flow neben der Abschreibung von 16.993 TEUR im Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen und anderer Aktiva um 3.948 TEUR und Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 2.892 TEUR bei gleichzeitiger Minderung der kurzfristigen Rückstellungen um 986 TEUR beeinflusst. Die Mittelabflüsse für Investitionstätigkeiten von 14.710TEUR sind mit 4.912 TEUR im Wesentlichen auf den Erwerb von Sachanlagevermögen, mit 7.659 TEUR für Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und 2.123TEUR auf den Erwerb von immateriellem Anlagevermögen und mit 18 TEUR auf den Erwerb von Finanzanlagevermögen zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit besteht aus der Gewinnausschüttung von 43.287 TEUR.
Insgesamt hat sich der Bestand an liquiden Mitteln auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr um 3.801 TEUR verringert.
Im Jahresabschluss der SCHUFA Holding AG hat sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 4.557 TEUR auf 64.694 TEUR erhöht. Wie bereits im Konzern wurde der Cash-Flow auch im Jahresabschluss durch die Erhöhung der Forderungen und anderer Aktiva um 4.698 TEUR und Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen um 2.707 TEUR bei gleichzeitiger Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 3.766 TEUR beeinflusst.
Die Mittelabflüsse für Investitionstätigkeiten von 26.157 TEUR sind mit 18.906 TEUR im Wesentlichen auf den Erwerb von Finanzanlagevermögen, mit 4.793 TEUR auf den Erwerb von Sachanlagevermögen und mit 2.460 TEUR auf den Erwerb von immateriellem Anlagevermögen zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit besteht im Jahresabschluss vollständig aus der Gewinnausschüttung von 43.287 TEUR.
Der Bestand an liquiden Mitteln der SCHUFA Holding AG hat sich damit insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 4.750 TEUR auf 96.341 TEUR verringert.
9. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die bilanzielle Entwicklung der SCHUFA Holding AG ist durch folgende Finanzkennzahlen geprägt:
| Bilanzstrukturkennzahlen | Inhalt | in | Lfd. Jahr | Vorjahr |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital lt. Bilanz * 100/ Bilanzsumme | % | 79,8 | 82,6 |
| Erfolgskennzahlen | ||||
| Umsatzrentabilität | Ergebnis vor Ertragsteuern u. Finanzergebnis | % | 28,3 | 27,7 |
| (EBIT-Marge) | lt. GuV * 100/ Umsatzerlöse lt. GuV | |||
| Eigenkapitalrentabilität | Jahresüberschuss lt. GuV * 100/ | % | 27,0 | 32,4 |
| Eigenkapital lt. Bilanz |
Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 2,8% verringert und liegt damit bei 79,8%. Dies ist im Wesentlichen auf den erwirtschafteten Jahresüberschuss zurückzuführen.
Im Konzern beträgt die Eigenkapitalquote 77,1% (im Vorjahr 80,7%), die Umsatzrentabilität 22,4% (im Vorjahr 25,6%) und die Konzerneigenkapitalrentabilität 28,7% (im Vorjahr 32,4%).
10. Vermögenslage
Vermögenslage der SCHUFA Holding AG
Die Bilanzsumme hat sich um 5.302 TEUR auf 195.473 TEUR erhöht. Die wesentlichen Veränderungen der Aktivseite betreffen die Erhöhung des Anlagevermögens um 5.354 TEUR auf 63.189 TEUR, der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 3.992 TEUR auf 27.358 TEUR, die Erhöhung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 706 TEUR auf 8.585 TEUR. Die liquiden Mittel haben sich dagegen um 4.750 TEUR auf 96.341 TEUR verringert.
Die Passivseite ist durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 3.938 TEUR auf 13.529 TEUR, den Anstieg der Rückstellungen um 2.634 TEUR auf 24.348 TEUR sowie durch den Rückgang des Eigenkapitals um 1.098 TEUR auf 156.067 TEUR und der Verringerung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 172 TEUR auf 1.529 TEUR geprägt.
Sowohl die Aktivseite als auch die Passivseite der Bilanz sind im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss von 42.189 TEUR und die Gewinnausschüttung von 43.287 TEUR beeinflusst.
Vermindert um die vorgesehene Gewinnausschüttung von 45.992 TEUR beläuft sich das Eigenkapital auf 110.074 TEUR, was einer Eigenkapitalquote von 73,6% nach Gewinnverwendung entspricht.
Vermögenslage des Konzerns
Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt 178.526 TEUR (im Vorjahr 175.414 TEUR) und setzt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen von 42.009 TEUR und dem Umlaufvermögen von 127.214 TEUR zusammen. Gegenüber dem Jahresabschluss ist der Konzernabschluss geprägt durch das um 21.180 TEUR niedrigere Anlagevermögen, durch die um 2.426 TEUR höheren liquiden Mittel und durch die um 1.089 TEUR höheren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.
Die Passivseite des Konzerns weist ein Eigenkapital von 137.105 TEUR (im Vorjahr 141.486 TEUR) aus. Die Rückstellungen betragen 25.393 TEUR und liegen damit um 1.046 TEUR über dem Ansatz im Jahresabschluss. Die Verbindlichkeiten sind mit 13.884 TEUR um 355 TEUR unter dem Jahresabschlussniveau.
11. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand der SCHUFA Holding AG besteht aus Tanja Birkholz (Vorsitzende), Dr. Ole Schröder und Johannes Stoll (bis 22. Februar 2024).
Im Rahmen der turnusgemäßen Neufestlegung des Frauenanteils in Führungspositionen legte der Aufsichtsrat der Gesellschaft gem. § 111 Abs. 5 AktG zuletzt im Jahr 2022 einen Frauenanteil von 22% für den Aufsichtsrat und 33% für den Vorstand als Zielgröße fest. Sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat wird zum 31. Dezember 2023 eine Frauenquote von 33% erreicht.
Mit Wirkung ab dem 1. Juni 2022 hat der Vorstand für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes eine Zielgröße von jeweils 30% für die Zeit bis zum 31. Mai 2027 festgelegt. Zum 31. Dezember 2023 hat der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes 14% und auf der zweiten Führungsebene 29% betragen.
C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht
1. Risikobericht
a) Rahmenbedingungen und Zielsetzung Risikomanagement
Die SCHUFA ist als Aktiengesellschaft diversen gesetzlichen Bestimmungen und Anforderungen unterworfen, insbesondere dem Aktiengesetz sowie dem Handelsgesetzbuch. Darüber hinaus unterliegen die Kunden der SCHUFA - insbesondere Finanzinstitute - der Aufsicht und der Regulatorik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und sind damit verpflichtet erhebliche risikorelevante Prozesse, Mechanismen und Prüfungshandlungen sowie Dokumentationen zu etablieren.
Aus diesem Grund hat der Vorstand das Risikomanagementsystem der SCHUFA in 2022 neu geordnet. Dieses ist, sofern sinnvoll anwendbar, eng an den für die Institute des Finanzsektors geltenden wesentlichen regulatorischen Vorgaben und den damit verbundenen Regelungen, insbesondere an das Kreditwesengesetz (KWG), den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und den Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) ausgerichtet.
b) Aufbau des Risikomanagementsystems
Die Risikostrategie wird aus der Geschäftsstrategie abgeleitet. Es werden innerhalb der Risikostrategie der Risikoappetit, die wesentlichen Risiken, die Ziele der Risikosteuerung sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele benannt. In Abhängigkeit zur Geschäftsstrategie wird insofern ausgesagt, wie die Risikogrundsätze, die Risikosteuerung und die Risikoabsicherung erfolgt. Die Risikostrategie wurde vom Vorstand genehmigt. Der Rahmen für die Durchführung des Risikomanagements ist in der durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie Risikomanagement festgelegt. Für jede wesentliche Geschäftsfunktion wurde ein Risikomanager benannt und in der Richtlinie transparent gemacht. Jeder Mitarbeitende der SCHUFA ist aufgefordert, die Risiken innerhalb des Unternehmens zu beobachten und den Risikomanagern zu melden. Der Risk Officer trägt die Verantwortung für die Einhaltung, Umsetzung und Berichterstattung des Risikomanagements sowie dessen fortlaufende Weiterentwicklung. Er ist fachlich direkt dem Risikovorstand unterstellt. Der Risikoausschuss, bestehend aus dem Gesamtvorstand, den Risikomanagern, dem Risk Officer und einem Vertreter der Internen Revision, tagt mindestens halbjährlich und hat die Aufgabe das aktuelle Risikoportfolio zu beurteilen sowie Arbeitsaufträge bezüglich einzelner Risiken oder Maßnahmen zu erteilen.
c) Bewertungssystematik der Risikosteuerung
Die Risikobewertung der operationellen Risiken erfolgt laufend und systematisch. Die Risikobewertung beruht auf der Bruttobetrachtung der Risiken, den Mitigationsmöglichkeiten hierzu und der daraus resultierenden Nettobetrachtung. Die SCHUFA nutzt im Wesentlichen Expertenschätzungen. Da eine Quantifizierung der operationellen Risiken aufgrund einer fehlenden Historie von tatsächlichen Schadensfällen, die eine verlässliche empirische Betrachtung zulässt, nicht möglich ist, verzichtet die SCHUFA auf eine Betrachtung nach dem Basisindikatoransatz oder des Standardansatzes.
Prozessual durchlaufen alle wesentlichen Risiken der SCHUFA eine angemessene und durch einen unabhängigen Berater bestätigte Methodik. Die prozessualen und methodischen Ansätze sind in der Richtlinie Risikomanagement und den separaten Dokumentationen dargestellt.
Zur Durchführung des Risikomanagements nutzt die SCHUFA ein am Markt etabliertes Risikomanagement Tool. Es ermöglicht dem Vorstand sich jederzeit einen Überblick über die aktuelle Risikosituation sowie den Stand der zugehörigen Maßnahmen zu verschaffen.
Markt- und Ergebnisrisiken werden ebenfalls kontinuierlich beobachtet und analysiert. Hier identifizierte Risiken, die das Potential haben, die Geschäftsstrategie negativ zu beeinflussen und damit die Erreichung der geplanten Umsatz- und Ergebnisziele der SCHUFA nachhaltig zu gefährden, werden eigens erfasst und dokumentiert. Dies wird im Rahmen der Jahresplanung im Einzelnen erhoben und erfolgt gesondert von den operationellen Risiken (i.S. MaRisk). Zudem wird in verschiedenen Stressszenarien der Einfluss auf die Risikodeckungsmasse betrachtet. Neue Risiken aus veränderten Sachlagen, wie z.B. aus neuen Gesetzgebungsverfahren und veränderten Rahmenbedingungen im Wettbewerb der SCHUFA, werden zusätzlich regelmäßig aufgenommen und bewertet.
Im Hinblick auf die Geschäftsstrategie werden diese Risiken aktiv gesteuert und bewertet.
d) Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken
Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung wirkt sich grundsätzlich auch auf die SCHUFA aus. So dramatisch die aktuellen Krisenherde, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten und die sich daraus ergebenen mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen sind, eine sich dadurch veränderte Risikosituation ist für die SCHUFA nur teilweise erkennbar. Kostenrisiken durch die anhaltende hohe Inflation konnten größten Teils abgefedert werden.
Veränderungen der Rahmenbedingungen, die durch die SCHUFA Holding AG selbst nicht direkt zu beeinflussen sind, können jedoch weiterhin auf das Geschäft des Unternehmens bezüglich Umsatz und Ergebnis einwirken.
Das Risiko sich verändernder rechtlicher Rahmenbedingungen betrifft die SCHUFA nach wie vor. Aufgrund der beiden am 07. Dezember 2023 abgeschlossenen Verfahren beim europäischen Gerichtshof und des Revisionsverfahrens beim Bundesgerichtshof und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit, rechnet die SCHUFA mit einer steigenden Anzahl von Verbraucherverfahren. Das Hauptrisikopotential der SCHUFA ist auf die Risikokategorie der Rechtsrisiken zurückzuführen, gefolgt von den Risiken der Informationstechnologie.
Im Markt zu beobachten sind einzelne Wettbewerber, die versuchen Marktanteile über entsprechende Preisstrategien zu gewinnen. Darüber hinaus treten neben bestehenden, etablierten Wettbewerbern neue Anbieter in den Markt ein, die entsprechende Auswirkungen auf das Bestands- und Neukundengeschäft sowie das Geschäft der Tochtergesellschaften haben können.
Die zunehmende Digitalisierung, unter anderem auch im Bereich der Zahlungsabwicklung, bietet sowohl die Möglichkeit der Erschließung neuer Unternehmenskundengruppen als auch die Gefahr des Aufkommens neuer Wettbewerber.
Ein sich änderndes Finanzierungsverhalten im Konsumentengeschäft, wie z.B. der Trend zu kleinvolumigen Krediten und BNPL (Buy now pay later) Angebote bieten Vorteile mit Blick auf Bequemlichkeit, aber auch Risiken für Verbraucher mit Blick auf Überschuldungsgefahren, denen die SCHUFA mit entsprechenden Lösungsangeboten für Unternehmen und Privatkunden begegnen wird.
e) Markt- und Ergebnisrisiken
Die SCHUFA Holding AG bewegt sich in einem zunehmend dynamischer werdenden Marktumfeld aus dem entsprechende Risiken auf der Absatzseite resultieren. Das Unternehmen hat sich organisatorisch und prozessual auf diese Herausforderungen eingestellt, so dass entsprechende Risiken frühzeitig erkannt und über geeignete Maßnahmen reduziert werden. Dies umfasst sowohl die Reaktion auf potenziell negative Markt- und Wettbewerbsveränderungen als auch das rechtzeitige Erkennen und Nutzen von Chancen.
Für Vertragspartner im Onlinehandel wie auch Privatpersonen sind Identitätsdiebstahl und -missbrauch ein weiter zunehmendes Risiko. Die SCHUFA verfügt zur Abwehr dieser Risiken über die notwendigen Kompetenzen und wird diesen Bedarf mit einem Ausbau der eigenen Produktpalette unter enger Einbeziehung von Unternehmenskunden und Verbrauchern bedienen. Gerade die Zunahme des Onlinehandels als Folge der Corona-Pandemie haben zu einer erhöhten Nachfrage nach Identitätsprodukten geführt.
Produktentwicklungen der SCHUFA stehen unter besonderer medialer Aufmerksamkeit. Das erfordert bei Maßnahmen bzw. neuen Produkten einen entsprechenden proaktiven Dialog mit allen Stakeholdern - Kunden, Verbraucher- und Datenschützern, Politik und Medien. Dies gilt es zukünftig noch stärker zu berücksichtigen. Voraussetzung für den erfolgreichen Dialog ist eine veränderte Produktstrategie, die auf Relevanz für breite Teile der Bevölkerung abzielt. Ganz im Sinne der "Helfenden Hand" setzt die SCHUFA künftig auf nutzenorientierte und kundenzentrierte Lösungen.
f) Risiken aus Beteiligungen
Die finAPI GmbH, als wesentliche Beteiligung im Konzernabschluss, verfügt über ein eigenes Risikomanagement unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen an ein nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) reguliertem Unternehmen.
Auch das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen ClariLab GmbH & Co. KG verfügt über ein eigenes Risikomanagement, welches im Jahresverlauf, in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft, weiterentwickelt wurde.
Das zu Beginn des Jahres akquirierte Berliner Fintech-Unternehmen Forteil GmbH, Anbieter der Plattform "bonify", verfügt über ein eigenes Risikomanagement unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen nach ZAG.
Zudem werden die Risiken aus Beteiligungen auch im Rahmen des Konzern-Risikomanagements betrachtet und in der Gesamtbewertung berücksichtigt.
g) Liquiditätsrisiken
Zur Deckung der finanziellen Verpflichtungen stehen liquide Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Abgesichert wird dies zusätzlich durch Zahlungsmittelüberschüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie einer flexiblen Kreditlinie. Das Risiko einer nicht fristgerechten Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen wird daher sowohl für die SCHUFA als auch für den Konzern als gering eingeschätzt.
h) IT-Risiken
Die vom Gesamtvorstand genehmigte und dem Aufsichtsrat vorgestellte IT-Strategie ermöglicht eine kontinuierliche Verfolgung der Unternehmensstrategie und regelt unter anderem die Grundsätze der IT-Infrastruktur, der Technologie, der IT-Security, der Anwendungsentwicklung und der IT-Organisationsstruktur.
Die IT-Risikolage 2023 bleibt im Vergleich zu den Vorjahren im Wesentlichen unverändert.
Zur Adressierung der mit IT verbundenen Risiken hat die SCHUFA ihr Informationssicherheitsmanagementsystem in Anlehnung an ISO/IEC 27001:2022 weiter ausgebaut. Im Jahr 2023 wurde die Cyber Resilienz des Unternehmens, insbesondere in den Abläufen zur Security Incident Response und zum Vulnerability Management, weiter optimiert und Zusammenarbeiten mit entsprechenden externen Spezialisten vereinbart sowie internes Personal diesbezüglich aufgebaut. Nach einem entsprechenden Vorfall bei einem Tochterunternehmen der SCHUFA wurden Prozesse zum Wissenstransfer gestartet.
Über das ganze Jahr hinweg waren durchgängig Denial-of-Service (DDoS) Angriffe auf die Web-Portale schufa.de und meineSCHUFA.de zu verzeichnen. Fast alle wurden mit den bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen erfolgreich mitigiert. Ein besonders intensiver Angriff war Ende Juni des Geschäftsjahres zu verzeichnen, in dessen Folge die Web-Portale für mehrere Stunden nicht erreichbar waren. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse über das Angriffsmuster wurden zusätzliche Sicherheitsmechanismen etabliert. Weiterhin war die SCHUFA Gegenstand eines DDoS-Angriffsversuchs, der nach einem entsprechenden Aufruf in einem Forum einer russischen Hackergruppe im Instant Messaging-Dienst Telegram erfolgte. Auch hier wurde der Angriff erfolgreich abgewehrt und es entstand kein Schaden. Die SCHUFA überwacht Trends zu Angriffsszenarien fortlaufend und bewertet diese kontinuierlich. Insgesamt entstand trotz allem für die SCHUFA kein nennenswerter finanzieller Schaden durch DDoS Attacken.
Im Jahr 2023 testete die SCHUFA ihre Infrastruktur mit zahlreichen, spezialisierten Penetrationstests. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Feststellungen. Darüber hinaus wurde das Sicherheitsniveau in Sensibilisierungstests und -übungen überprüft. Diese Tests ergaben insgesamt ein gutes Gesamtergebnis.
Um die operative Stabilität und Verfügbarkeit der IT-Systeme weiter sicher zu stellen, verfolgt die SCHUFA im Zusammenspiel mit dem Rechenzentrumbetreiber eine kontinuierliche Modernisierung der eingesetzten Hardware.
Nachdem mit den Projekten Grow (2021) und Spirit (2022) in den letzten beiden Jahren zwei Groß-Projekte beendet wurden, bestehen derzeit keine nennenswerten operativen Risiken aus der Umsetzung von IT-Projekten.
Bei der Forteil GmbH, Anbieter der Plattform "bonify", wurde eine anfänglich bestehende Sicherheitslücke konsequent untersucht und durch weitere Optimierungsmaßnahmen ausgeschaltet. Ein Datenabfluss hat nicht stattgefunden.
i) Rechtliche Risiken
Zahlreiche Sachverhalte werden im Lichte der DS-GVO neu erörtert. Von besonderer Bedeutung ist die obergerichtliche Klärung der Zulässigkeit der Verarbeitung von aus öffentlichen Verzeichnissen entnommenen Daten. Beim Europäischen Gerichtshof wurden am 7. Dezember 2023 zwei Verfahren bezogen auf die Dauer der Speicherung von Daten aus öffentlichen Registern (Restschuldbefreiung) und die Anwendbarkeit von Art. 22 DS-GVO auf Scoring abgeschlossen. Die SCHUFA rechnet aufgrund der Entscheidungen und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit mit einer steigenden Anzahl von Verbraucherverfahren. Beim Bundesgerichtshof ist zudem ein Revisionsverfahren über die Speicherdauer von Restschuldbefreiungen anhängig. Die Folgen für die wirtschaftliche Tätigkeit der SCHUFA und ihrer Tochterunternehmen sowie Folgen auch auf zukünftige Gerichts- und Gesetzgebungsverfahren sind eingewertet worden und entsprechend in die Risikobewertung eingeflossen.
Die Datenschutzkonferenz hat sich am 22. September 2021 für eine Einschränkung der Verarbeitung von sog. Positivdaten außerhalb der Kreditwirtschaft ausgesprochen. Auch wenn deren rechtliche Zulässigkeit weiter offenbleibt, hat sich die SCHUFA gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen (diese melden den ganz überwiegenden Teil der übrigen Positivdaten) entschieden, diese Positivdaten zu Vertragskonten aus dem Bereich Telekommunikation ab dem 20. Oktober 2023 zu löschen. Für den Bereich der Bonitätsprüfung zeichnet sich bei den Positivdaten der Telekommunikationsbranche die Notwendigkeit einer Einwilligungslösung ab. Für die Betrugsprävention zeichnet sich die Möglichkeit ab, die Daten weiterhin auf Grundlage des berechtigten Interesses verarbeiten zu können. Diese Möglichkeit soll auch zukünftig genutzt werden.
Der von den Aufsichten genehmigte gemeinsame Code of Conduct der Auskunfteibranche für die Löschfristen von Daten läuft im Mai 2024 aus. Ein neuer Code of Conduct wird derzeit erarbeitet und anschließend mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt.
Den rechtlichen Anforderungen hinsichtlich Zuordnungs- und Identifizierungsverfahren begegnet die SCHUFA mit Einführung weiterer prozessualer Schritte und Maßnahmen zur Vermeidung von Falschzuordnungen.
j) Zusammenfassung
Der gesamte Geschäftsumfang, die Beherrschung der vorhandenen wesentlichen Risiken und das Marktumfeld zeigen sich unter Einbeziehung der zur Bewertung festgelegten Parameter aktuell ohne signifikante oder beeinträchtigende Wirkung für die SCHUFA oder Teilunternehmen der SCHUFA. Der Fortbestand des gesamten Geschäftes oder einzelner Geschäftssparten ist zu keiner Zeit gefährdet gewesen.
2. Chancen der künftigen Entwicklung
Die SCHUFA will den digitalen Wandel als Partnerin von Verbrauchern und Unternehmen begleiten. In dieser Aufgabe sieht sich die SCHUFA als Vermittler, immer mehr aber auch als innovativer Möglichmacher. Die SCHUFA ist durch das Produktportfolio und dessen Weiterentwicklung in der Lage, ihre Unternehmenskunden bei der Reduzierung des Geschäftsrisikos zu unterstützen und insbesondere in den Wachstumsfeldern KYC und ESG neue Kundengruppen und Branchen zu gewinnen. Im Privatkundengeschäft wird die SCHUFA ihre im Vorjahr begonnene geänderte Produktstrategie weiter fortsetzen und weiter auf Relevanz für breite Teile der Bevölkerung setzen. Ganz im Sinne der "Helfenden Hand" werden nutzenorientierte und kundenzentrierte Lösungen im Fokus stehen; dies wird begünstigt durch die in 2023 erworbene Forteil GmbH. Aus der engeren Verzahnung von Unternehmenskunden- und Privatkundengeschäft werden sich neue Chancen und Potenziale für beide Kundengruppen beispielsweise in der Betrugsprävention ergeben.
3. Prognosebericht
a) Erwartete Ertragslage
Die sich fortsetzende Kauf- und Konsumzurückhaltung aus dem zweiten Halbjahr 2022 bzw. dem Jahr 2023 hat entsprechende Effekte auf das Umsatzwachstum. Letztjährige Annahmen mit einer Rückkehr zu den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus dem Jahr 2021 und den damit verbundenen Wachstumsraten (> 9%) im Bestandsgeschäft ist in 2024 nicht mehr realistisch. Im Privatkundengeschäft wird die strategisch relevante Etablierung eines Freemium-Modells - mit Start zunächst bei der Forteil GmbH - zu Umsatzeinbußen in den Bestandsprodukten führen. Produktverbesserungen, Optimierung der Customer Journey und der Marketingmaßnahmen werden diese Effekte weitestgehend mitigieren. Insgesamt liegen damit die Planumsätze 2024 leicht über dem erreichten Umsatz 2023.
In Verbindung mit weiterhin erheblichen Investitionen zur Umsetzung der Markt- und IT-Strategie wird eine stabile Ertragslage erwartet und damit das strategische Ziel einer EBIT-Marge von mindestens 25 Prozent wiederum übertroffen. Mit dem geplanten Jahresüberschuss und der für 2024 vorgeschlagenen Ergebnisverwendung liegt sowohl die geplante Eigenkapitalrentabilität als auch die geplante Eigenkapitalquote leicht über Vorjahr.
Inwieweit jedoch diese Erwartungen durch eventuell doch nachhaltige negative Folgen durch die im Abschnitt "Rechtlichen Risiken" dargestellten Auswirkungen aus den Gerichts- und Gesetzgebungsverfahren beeinträchtigt werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.
b) Erwartete Finanzlage
Aus dem erwarteten Jahresüberschuss stehen zur Finanzierung der geplanten Produktentwicklungen und der Weiterentwicklung der IT-Systeme ausreichende Mittel zur Verfügung. Wesentliche Mittelabflüsse resultieren aus der laufenden Geschäftstätigkeit, strategischen Investitionen sowie der Gewinnausschüttung. Der Liquiditätsbedarf wird aus dem Liquiditätszufluss auf Grundlage der positiven Ergebnisentwicklung sowie der vorhandenen liquiden Mittel in ausreichendem Maße abgedeckt. Gleiches gilt für die Konzerngesellschaften insgesamt.
c) Gesamteinschätzung der erwarteten künftigen Entwicklung
Gestützt auf ein markt- und kundenorientiertes Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit einer an den Bedürfnissen der Kunden und verschiedener Stakeholder ausgerichteten Produktentwicklung und Kommunikation, einem agileren Zusammenarbeitsmodell sowie einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur, hat die SCHUFA eine stabile Basis, um auch künftig erfolgreich am Markt zu bestehen und weiter zu wachsen.
Es sind derzeit für das Geschäftsjahr 2024 keine bestandsgefährdenden Risiken für die SCHUFA und deren Tochtergesellschaften ersichtlich.
4. Disclaimer
Der zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.
Wiesbaden, den 7. März 2024
Vorstand
Tanja Birkholz
Dr. Ole Schröder
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
| 31.12.2023 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.468.437,77 | 6.764.590,73 | |
| 2. geleistete Anzahlungen | 81.645,40 | 752.288,82 | |
| 5.550.083,17 | 7.516.879,55 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.856.438,14 | 9.217.800,84 | |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.302,50 | 247.812,34 | |
| 9.882.740,64 | 9.465.613,18 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.701.807,57 | 25.670.215,76 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 11.775.000,00 | 10.900.000,00 | |
| 3. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 3.743.958,00 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 535.210,95 | 539.059,24 | |
| 47.756.484,37 | 40.853.233,00 | ||
| 63.189.308,18 | 57.835.725,73 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25.331.405,27 | 22.176.723,43 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 985.306,97 | 163.301,37 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 29.209,03 | 11.511,11 | |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 1.012.390,63 | 1.014.583,90 | |
| 27.358.311,90 | 23.366.119,81 | ||
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 96.340.874,55 | 101.091.082,21 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.584.665,96 | 7.878.716,24 | |
| Summe der Aktiva | 195.473.160,59 | 190.171.643,99 | |
|
PASSIVA |
|||
| 31.12.2023 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.410.876,00 | 5.410.876,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 6.721.185,02 | 6.721.185,02 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 86.000.000,00 | 86.000.000,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 57.934.733,53 | 59.032.653,77 | |
| 156.066.794,55 | 157.164.714,79 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 122.729,00 | 178.785,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.212.856,40 | 6.063.143,68 | |
| 3. sonstige Rückstellungen | 22.012.052,92 | 15.471.849,84 | |
| 24.347.638,32 | 21.713.778,52 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.769.511,38 | 3.226.908,14 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.431.232,16 | 1.417.837,60 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.037.229,37 | 1.410.703,89 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 3.291.364,01 | 3.535.852,06 | |
| - davon aus Steuern: EUR 2.985.338,18 (i.Vj.: EUR 3.258.023,62) | |||
| 13.529.336,92 | 9.591.301,69 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.529.390,80 | 1.701.848,99 | |
| Summe der Passiva | 195.473.160,59 | 190.171.643,99 | |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| 2023 | Vorjahr | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 276.057.547,90 | 267.254.239,61 | ||
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 878.837,04 | 1.413.078,06 | ||
| 3. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 20.501.117,09 | 20.842.850,40 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 73.982.580,34 | 70.063.996,54 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 13.269.315,30 | 12.509.361,29 | ||
| - davon für Altersversorgung: EUR 1.531.653,74 (i.Vj.: EUR 1.443.282,71) | ||||
| 87.251.895,64 | 82.573.357,83 | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 8.777.649,59 | 8.936.130,40 | ||
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | 82.293.286,85 | 82.093.397,68 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 182.388,00 | 113.914,63 | ||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.775.219,01 | 452.032,25 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 364.930,61 (i.Vj.: EUR 207.889,82) | ||||
| - davon aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 22.478,14 (i.Vj.: EUR 4.051,89) | ||||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 12.003.000,00 | 6.000,00 | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 52.370,83 | 256.564,55 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 47.690,00 (i.Vj.: EUR 6.788,71) | ||||
| - davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 3.282,00 (i.Vj.: EUR 11.491,08) | ||||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 25.785.222,60 | 23.567.036,52 | ||
| 12. Ergebnis nach Steuern | 42.229.449,35 | 50.957.927,17 | ||
| 13. sonstige Steuern | 40.361,59 | 92.052,43 | ||
| 14. Jahresüberschuss | 42.189.087,76 | 50.865.874,74 | ||
| 15. Gewinnvortrag | 15.745.645,77 | 8.166.779,03 | ||
| 16. Bilanzgewinn | 57.934.733,53 | 59.032.653,77 | ||
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 310.535,40 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 11.417.096,44 | 11.478.444,05 | |
| 3. geleistete Anzahlungen | 81.645,40 | 752.288,82 | |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 6.382.892,93 | 3.694.554,80 | |
| 17.881.634,77 | 16.235.823,07 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 9.338.752,88 | 9.625.305,95 | |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.012.910,55 | 9.306.203,41 | |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.302,50 | 247.812,34 | |
| 19.377.965,93 | 19.179.321,70 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 393.106,46 | 516.853,51 | |
| 2. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 3.743.958,00 | |
| 3. sonstige Ausleihungen | 611.642,06 | 573.908,55 | |
| 4.749.214,37 | 4.834.720,06 | ||
| 42.008.815,07 | 40.249.864,83 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.562.368,13 | 20.333.215,51 | |
| 2. Forderungen gegen Gesellschafter | 3.319.405,45 | 2.896.275,42 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 29.209,03 | 11.511,11 | |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 1.536.265,74 | 1.134.758,80 | |
| 28.447.248,35 | 24.375.760,84 | ||
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 98.766.920,34 | 102.567.898,79 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.704.995,93 | 7.977.661,04 | |
| D. Aktive latente Steuern | 598.291,79 | 243.101,94 | |
| 178.526.271,48 | 175.414.287,44 | ||
|
PASSIVA |
|||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.410.876,00 | 5.410.876,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 6.781.561,02 | 6.781.561,02 | |
| III. Gewinnrücklagen | 86.000.000,00 | 86.000.000,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 38.981.348,14 | 42.501.737,74 | |
| V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 545.607,57 | 792.258,53 | |
| 137.719.392,73 | 141.486.433,29 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 122.729,00 | 178.785,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.220.360,93 | 6.142.505,41 | |
| 3. sonstige Rückstellungen | 23.050.240,29 | 15.931.868,89 | |
| 25.393.330,22 | 22.253.159,30 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.536.582,17 | 4.291.269,35 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 407.882,45 | 368.501,61 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.037.229,37 | 1.410.703,89 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 3.902.463,73 | 3.902.371,01 | |
| - davon aus Steuern: EUR 3.433.004,35 (i.Vj.: EUR 3.415.674,22) | |||
| - davon i.R.d. sozialen Sicherheit: EUR 15.956,82 (i.Vj.: EUR 894,46) | |||
| 13.884.157,72 | 9.972.845,86 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.529.390,80 | 1.701.848,99 | |
| 178.526.271,48 | 175.414.287,44 | ||
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| 01.01. - 31.12.2023 | 01.01. - 31.12.2022 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 283.766.433,78 | 272.206.814,70 | ||
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 1.136.421,85 | 1.450.519,69 | ||
| 3. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 21.913.209,04 | 20.089.872,41 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 80.866.877,85 | 73.726.389,88 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 14.494.189,98 | 13.137.182,77 | ||
| - davon für Altersversorgung: EUR 1.542.227,64 (i.Vj.: EUR 1.449.857,49) | ||||
| 95.361.067,83 | 86.863.572,65 | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 16.990.347,00 | 14.442.926,10 | ||
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | 87.152.470,63 | 82.652.424,40 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 182.388,00 | 113.914,63 | ||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.410.376,93 | 244.245,43 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 23,91 (i.Vj.: EUR 0,00) | ||||
| - davon aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 22.542,76 (i.Vj.: EUR 4.071,89) | ||||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 3.000,00 | 6.000,00 | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 71.413,89 | 276.935,18 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 12.532,81 (i.Vj.: EUR 24.336,70) | ||||
| - davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 3.282,00 (i.Vj.: EUR 11.491,08) | ||||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 25.437.498,30 | 23.757.997,01 | ||
| - davon latente Steuern EUR 355.189,84 (i.Vj.: EUR 120.707,51) | ||||
| 12. Ergebnis nach Steuern | 39.566.613,87 | 45.925.766,70 | ||
| 13. sonstige Steuern | 46.646,42 | 93.881,21 | ||
| 14. Konzernjahresüberschuss | 39.519.967,45 | 45.831.885,49 | ||
| 15. Konzerngewinnvortrag | 42.501.737,74 | 36.888.928,58 | ||
| 16. Ausschüttungen | -43.287.008,00 | -40.581.570,00 | ||
| 17. Gewinnanteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss | 246.650,95 | 362.493,67 | ||
| 18. Konzernbilanzgewinn | 38.981.348,14 | 42.501.737,74 | ||
Kapitalflussrechnung per 31.12.2023
SCHUFA Holding AG Konzern
|
2023
TEUR |
2022
TEUR |
|
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 39.520 | 45.832 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 16.993 | 14.449 |
| +/- Zunahme/Abnahme langfristiger Rückstellungen | -73 | -62 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -326 | 318 |
| +/- Zunahme/Abnahme der mittel-/kurzfristigen Rückstellungen | -986 | 1.149 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -2 | -189 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -3.948 | 514 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 2.892 | -2.453 |
| = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 54.070 | 59.558 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2 | 189 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -4.912 | -5.222 |
| - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -7.659 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immat. Anlagevermögen | -2.123 | -3.794 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -18 | -134 |
| = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -14.710 | -8.961 |
| + Einzahlung von Minderheitsgesellschaftern | 0 | 0 |
| - Auszahlungen an Gesellschafter | -43.287 | -40.582 |
| - Auszahlung für die Tilgung von (Finanz-)krediten | 0 | 0 |
| = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -43.287 | -40.582 |
| Gesamt Cash Flow | -3.927 | 10.016 |
| +/- Konsolidierungsbedingte Veränderungen der Finanzmittel | 126 | 0 |
| + Finanzmittel am Anfang der Periode | 102.568 | 92.552 |
| = Finanzmittel am Ende der Periode | 98.767 | 102.568 |
Eigenkapitalentwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
des SCHUFA Konzerns
| in EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 - 3 HGB | andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag/ Verlustvortrag |
| Stand am 1. Januar 2023 | 5.410.876 | 6.781.561 | 86.000.000 | 42.501.738 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | |||
| Einzahlung in Rücklagen | 0 | |||
| Ausschüttung | -43.287.008 | |||
| Minderheitsgesellschafter EK Anteil | ||||
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | ||||
| Stand am 31. Dezember 2023 | 5.410.876 | 6.781.561 | 86.000.000 | -785.270 |
| in EUR | Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem MU zuzurechnen ist | Summe | Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile | Summe |
| Stand am 1. Januar 2023 | 0 | 140.694.175 | 792.258 | 141.486.433 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | 0 | ||
| Einzahlung in Rücklagen | 0 | 0 | ||
| Ausschüttung | -43.287.008 | -43.287.008 | ||
| Minderheitsgesellschafter EK Anteil | 0 | 0 | ||
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | 39.766.618 | 39.766.618 | -246.651 | 39.519.967 |
| Stand am 31. Dezember 2023 | 39.766.618 | 137.173.786 | 545.607 | 137.719.393 |
Eigenkapitalentwicklung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
des SCHUFA Konzerns
| in EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 - 3 HGB | andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag/ Verlustvortrag |
| Stand am 01. Januar 2022 | 5.410.876 | 6.781.561 | 86.000.000 | 36.888.929 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | |||
| Einzahlung in Rücklagen | 0 | |||
| Ausschüttung | -40.581.570 | |||
| Minderheitsgesellschafter EK Anteil | ||||
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | ||||
| Stand am 31. Dezember 2022 | 5.410.876 | 6.781.561 | 86.000.000 | -3.692.641 |
| in EUR | Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem MU zuzurechnen ist | Summe | Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile | Summe |
| Stand am 01. Januar 2022 | 0 | 135.081.366 | 1.154.752 | 136.236.118 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | 0 | ||
| Einzahlung in Rücklagen | 0 | 0 | ||
| Ausschüttung | -40.581.570 | -40.581.570 | ||
| Minderheitsgesellschafter EK Anteil | 0 | 0 | ||
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | 46.194.379 | 46.194.379 | -362.494 | 45.831.885 |
| Stand am 31. Dezember 2022 | 46.194.379 | 140.694.175 | 792.258 | 141.486.433 |
Anhang und Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023
Dieser Bericht fasst den Anhang der SCHUFA Holding AG ("SCHUFA") sowie den Konzernanhang zusammen, um doppelte Angaben zu vermeiden (im Folgenden "Anhang").
Auf Abweichungen zwischen dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss wird im Folgenden jeweils hingewiesen.
I. Allgemeine Angaben
Die SCHUFA Holding AG wurde mit Feststellung der Satzung (Urkunde Nr. 756/2000 des Notars Dr. Braunfels, Düsseldorf) am 30. März 2000 errichtet.
Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden erfolgte unter der Registernummer HRB 12286 am 9. Januar 2001.
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erhebung, Verarbeitung und Veräußerung von Informationen, Entwicklung und Vermarktung von Entscheidungshilfen sowie Entwicklung und Vermarktung von Systemen zur Risikobeurteilung.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.
Die SCHUFA Holding AG hat demzufolge nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes einen Jahresabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt.
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Konzernunternehmen wurden nach einheitlichen Bewertungsgrundsätzen bewertet.
II. Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz) und Stichtag
Der Konsolidierungskreis besteht neben der SCHUFA Holding AG aus den folgenden Unternehmen:
| Name des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital | Konsolidierungsgrund |
| Forteil GmbH | Berlin | 100% | Mehrheit der Stimmrechte |
| finAPI GmbH | München | 75% | Mehrheit der Stimmrechte |
| ClariLab GmbH & Co. KG | Frankfurt a. M. | 75% | Mehrheit der Stimmrechte |
| CS Connect GmbH & Co. KG | Wiesbaden | 100% | Mehrheit der Stimmrechte |
| Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG | Wiesbaden | 100% | Mehrheit der Stimmrechte |
Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns i. S. d. § 296 Abs. 2 HGB wurde die 100%ige Tochtergesellschaft fpn fraud prevention network GmbH, Wiesbaden, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Ohne maßgeblichen Einfluss auszuüben ist die SCHUFA Holding AG mit 25,1% an der Bad Homburger Inkasso GmbH, Bad Vilbel, mit 0,94% an der High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG, Bonn und mit jeweils unter einem Prozent an weiteren Unternehmen beteiligt (siehe Anlage 3).
Anteilsbesitz
Die Zusammenstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) ist in der Anlage 3 zum Anhang beigefügt.
Konzernabschluss-Stichtag
Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023.
III. Konsolidierungsmethoden
Kapitalkonsolidierung
Bei den im Konzernabschluss vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgt die Verrechnung der Buchwerte der Beteiligungen mit den entsprechenden Beträgen des Eigenkapitals nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB).
Schuldenkonsolidierung
Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten und Rückstellungen sind gemäß § 303 Abs.1 HGB verrechnet worden.
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
Die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen sind mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet worden.
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklungen der Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie der Abschreibungen aller Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind aus dem Anlagespiegel des Konzern- bzw. des Jahresabschlusses der SCHUFA Holding AG ersichtlich (vgl. Anlagen 1 und 2 zum Anhang).
Zinsen für Fremdkapital bestehen zum Abschlussstichtag nicht.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Nutzungsdauer, für die zum Bilanzstichtag aktivierten, immateriellen Vermögensgegenstände, beträgt im Wesentlichen drei bis sieben Jahre.
Auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird seit dem 1. Januar 2019 gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet. Der Geschäfts- oder Firmenwert im Konzernabschluss resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der Beteiligung Forteil GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023. Die auf fünf Jahre geschätzte Nutzungsdauer trägt der Schnelllebigkeit der FinTech-Branche, in der sich die Forteil GmbH bewegt, Rechnung. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde ein immaterieller Vermögensgegenstand von 3.008 TEUR identifiziert, der linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird.
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250 und 800 EUR netto (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 250 EUR netto werden direkt im Aufwand erfasst.
Die Sachanlagen sind konzerneinheitlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Alle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der steuerlich anerkannten Nutzungsdauer und betragen für die Geschäftsausstattung im Wesentlichen drei bis dreizehn Jahre.
Das im Konzern in den Sachanlagen aktivierte Grundstück resultiert aus dem Erwerb einer Büroimmobilie durch die Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG. Das darauf befindliche Gebäude wird linear über 33 Jahre abgeschrieben.
Finanzanlagen
Die Anteile der SCHUFA Holding AG an Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Anteile an der fpn fraud prevention network GmbH, der CS Connect GmbH & Co. KG, der Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG, der finAPI GmbH, der ClariLab GmbH & Co. KG sowie der Forteil GmbH enthalten.
Unter der Position Beteiligungen sind im Wesentlichen die Einlage der SCHUFA in die High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG und die Beteiligung an der Bad Homburger Inkasso GmbH enthalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Diese enthalten zum Stichtag ein Darlehen an die Tochtergesellschaft Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG sowie Darlehen an die Tochtergesellschaft ClariLab GmbH & Co. KG.
In 2023 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen von 12.003 TEUR (Vorjahr 6 TEUR) vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit Nominalwerten bilanziert. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden zu Aktivwerten angesetzt.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände der Konzernunternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Wertberichtigungen auf Forderungen werden sowohl einzelfallbezogen als auch pauschal vorgenommen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 1.012 TEUR (Vorjahr 1.015 TEUR) und im Konzern 1.536 TEUR (Vorjahr 1.135 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen eine Zinsabgrenzung des Festgeldes von 334 TEUR (Vorjahr 146 TEUR), Ansprüche aus der Umgliederung von debitorischen Kreditoren von 245 TEUR (Vorjahr 711 TEUR), einer Gewerbesteuerüberzahlung von 209 TEUR (Vorjahr 0 EUR) sowie Steuererstattungsansprüche aus Vorjahren von 155 TEUR (Vorjahr 131 TEUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss beinhalten darüber hinaus einen Forschungszuschuss der Forteil GmbHvon 387 TEUR sowie Steuererstattungsansprüche der CS Connect GmbH & Co. KG i. H. v. 72 TEUR (Vorjahr 22 TEUR).
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind in allen Konzernunternehmen zu Nominalbeträgen angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiv für Ausgaben vor dem Stichtag und Aufwendungen nach dem Stichtag sowie passiv für Einnahmen vor dem Stichtag und Erträge nach dem Stichtag gebildet.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten der SCHUFA Holding AG beinhalten im Wesentlichen IT-Support und Wartung von 3.905 TEUR (Vorjahr 3.236 TEUR), Miete für Hard- und Software von 3.596 TEUR (Vorjahr 4.047 TEUR), Bezug von Firmendaten von 200 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und sonstige bezogene Leistungen von 81 TEUR (Vorjahr 55 TEUR).
Latente Steuern
Aktive latente Steuern werden im Jahresabschluss der SCHUFA nicht ausgewiesen, da diese unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt werden.
Die temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus der Rückstellung für drohende Prozesskosten, aus einer Pensionsauslagerung, aus Jubiläums- sowie Pensionsverpflichtungen. Diese Unterschiede lösen bei einem Steuersatz von rund 32% aktive latente Steuern von 375 TEUR (Vorjahr 167 TEUR) aus.
Im Konzernabschluss wird auf das Wahlrecht gem. §274 HBG verzichtet. Somit bestehen neben den aktiven latenten Steuern der SCHUFA auch aktive latente Steuern auf den Verlustvortrag der Forteil GmbH. In gleicher Höhe werden diese als passive latente Steuern aus der Aufdeckung stiller Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände der Forteil GmbH von 908 TEUR angesetzt. Nach Saldierung wird der Aktivüberhang von 598 TEUR (Vorjahr 243 TEUR) als aktive latente Steuern ausgewiesen.
Eigenkapital
Die Gesellschaft verfügt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung im Vergleich zum Vorjahr unverändert über ein Grundkapital von 5.410.876,00 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 5.410.876 Aktien im Nennbetrag von je 1 EUR und ist voll eingezahlt.
Die Aktien wurden als vinkulierte Namensaktien ausgegeben.
Genehmigtes Kapital
Ein genehmigtes Kapital besteht nicht.
Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen i. S. d. § 266 Abs. 3 HGB.
Pensionsrückstellungen
Für die Pensionsverpflichtungen wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) wie in den Vorjahren angewendet. Der Berechnung wurden die amtlich anerkannten Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G mit einem Rechnungszinssatz von 1,83% zum 31. Dezember 2023, eine Kostensteigerungsrate auf Renten von 2,00% p.a., eine Kostensteigerungsrate auf Gehälter von 2,50% p.a. und eine Fluktuation von 0,00% zugrunde gelegt.
Aufgrund der Umstellung des Abzinsungszinssatzes vom bis zum Jahre 2015 verwendeten 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt kommt es zu einem ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag von 1 TEUR (Vorjahr 5 TEUR).
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen setzen sich zusammen aus Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 854 TEUR (Vorjahr 2.775 TEUR) und Gewerbesteuer von 1.359 TEUR (Vorjahr 3.288 TEUR). Im Konzern bestehen Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 854 TEUR (Vorjahr 2.812 TEUR) und für Gewerbesteuer von 1.367 TEUR (Vorjahr 3.331 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten von 22.012 TEUR (Vorjahr 15.472 TEUR). Im Konzern bestehen diese von 23.050 TEUR (Vorjahr 15.932 TEUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen Beträge für erfolgsabhängige Vergütungen von 7.347 TEUR (Vorjahr 6.884 TEUR), für erwartete Kaufpreisanpassungen im Rahmen eines Beteiligungserwerbes von 4.199 TEUR, für ausstehende Rechnungen von 3.881 TEUR (Vorjahr 3.491 TEUR), für laufende Personalverfahren von 2.029 TEUR (Vorjahr 1.522 TEUR), für Prozesskosten von 2.025 TEUR (Vorjahr 730 TEUR), für Archivierung von 748 TEUR (Vorjahr 750 TEUR), für Jubiläen von 625 TEUR (Vorjahr 643 TEUR) sowie für Resturlaubsansprüche der Mitarbeiter von 342 TEUR (Vorjahr 333 TEUR). Die Bewertung erfolgt des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Langfristige Rückstellungen sind mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen zum Abschlussstichtag nicht.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen gegenüber Unternehmenskunden von 95 TEUR (Vorjahr 98 TEUR) mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren enthalten.
Insgesamt bestehen sonstige Verbindlichkeiten von 3.291 TEUR (Vorjahr 3.536 TEUR) und enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Umsatzsteuer von 1.781 TEUR (Vorjahr 1.901 TEUR) sowie ausstehende Lohnsteuer von 1.204 TEUR (Vorjahr 1.357 TEUR) und Umsatzabgrenzungen von 143 TEUR (Vorjahr 150 TEUR).
Im Konzern bestehen sonstige Verbindlichkeiten von 3.902 TEUR (Vorjahr 3.902 TEUR) und enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Umsatzsteuer von 2.025 TEUR (Vorjahr 1.936 TEUR), ausstehende Lohnsteuer von 1.408 TEUR (Vorjahr 1.478 TEUR), Umsatzabgrenzungen von 143 TEUR (Vorjahr 150 TEUR). Des Weiteren bestehen im Konzern zusätzlich Verbindlichkeiten aus Privatkonten für die Komplementärgesellschafter CS Connect Verwaltung GmbH von 4 TEUR (Vorjahr 48 TEUR) und ClariLab Verwaltung GmbH von 13 TEUR (Vorjahr 11 TEUR).
Alle übrigen Verbindlichkeiten im Konzern haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
Passive Rechnungsabgrenzung
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Jahres- und Konzernabschluss von 1.529 TEUR (Vorjahr 1.702 TEUR) beinhaltet Umsätze für Folgeperioden.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der SCHUFA Holding AG wurden fast ausschließlich im Inland erzielt und verteilen sich wie folgt:
| 2023 | 2022 | |||
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Unternehmenskunden Kreditinstitute und Finanzdienstleister | 141,33 | 51,2% | 136,21 | 50,9% |
| Unternehmenskunden Handel und Dienstleistungen | 48,28 | 17,5% | 46,65 | 17,4% |
| Privatkunden | 84,75 | 30,7% | 82,20 | 30,9% |
| Sonstige | 1,70 | 0,6% | 2,19 | 0,8% |
| Gesamt | 276,06 | 100,0% | 267,25 | 100,0% |
Der Konzernumsatz liegt um 7.709 TEUR (Vorjahr 4.953 TEUR) über dem Umsatz des Jahresabschlusses, im Wesentlichen beeinflusst durch den Umsatz der finAPI GmbH, und beträgt somit 283.766 TEUR (Vorjahr 272.207 TEUR).
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von 249 TEUR (Vorjahr 1.087 TEUR), periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus Gutschriften und Korrekturen für Aufwendungen aus Vorjahren von 149 TEUR (Vorjahr 97 TEUR) sowie Erträge aus Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften von 127 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) enthalten. Im Konzern sind Auflösung von sonstigen Rückstellungen von 256 TEUR (Vorjahr 1.115 TEUR) sowie die genannten periodenfremde Erträge mit Ausnahme der Weiterbelastungen an die Tochtergesellschaften enthalten.
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Der Posten enthält Aufwendungen für bezogene EDV-Dienstleistungen und bezogene Daten.
Personalaufwand
Der Personalaufwand von 87.252 TEUR (Vorjahr 82.573 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus Gehältern von 59.273 TEUR (Vorjahr 56.769 TEUR), variabler Vergütung von 7.221 TEUR (Vorjahr 6.975 TEUR), sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung von 13.269 TEUR (Vorjahr 12.509 TEUR) sowie Abfindungen von 2.522 TEUR (Vorjahr 1.697 TEUR) zusammen.
Abschreibungen
In den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von 8.778 TEUR (Vorjahr 8.936 TEUR) sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.
Im Konzern sind Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von 16.990 TEUR (Vorjahr 14.443 TEUR) angefallen. Darin sind planmäßige Abschreibungen von 5.432 TEUR (Vorjahr 3.693 TEUR) auf den Geschäfts- und Firmenwert enthalten.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren aus außerplanmäßigen Abschreibungen von 12.003 TEUR.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahresabschluss von 82.293 TEUR (Vorjahr 82.093 TEUR) sind periodenfremde Aufwendungen von 232 TEUR (Vorjahr 0 EUR) enthalten. Im Konzern bestehen sonstige betriebliche Aufwendungen von 87.152 TEUR (Vorjahr 82.652 TEUR).
Abschlussprüferhonorare
Die im Geschäftsjahr als Aufwand gebuchten Honorare für die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betragen 126 TEUR (Vorjahr 89 TEUR) für Abschlussprüfungsleistungen und 94 TEUR (Vorjahr 114 TEUR) für sonstige Leistungen. Im Konzern sind zusätzlich 155 TEUR (Vorjahr 66 TEUR) für Abschlussprüfungsleistungen angefallen. Im Vorjahr waren 10 TEUR für Mehraufwendungen aus Abschlussprüfungsleistungen für Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft enthalten.
Erträge aus Beteiligungen
Dieser Posten beinhaltet im Konzern sowie im Jahresabschluss im Wesentlichen Gewinnausschüttungen des High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG von 155 TEUR (Vorjahr 82 TEUR) und eine Dividende der CRIF S.p.A. von 13 TEUR (Vorjahr 22 TEUR).
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Dieser Posten enthält im Wesentlichen Zinsabgrenzungen der laufenden Festgelder von 1.383 TEUR (Vorjahr 230 TEUR) sowie Zinsabrechnungen der gewährten Darlehen von 365 TEUR (Vorjahr 208 TEUR).
Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen
Wie auch im Vorjahr sind keine Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Größe und außergewöhnlicher Bedeutung enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Unter dieser Position sind die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer erfasst sowie im Konzernabschluss Veränderungen der latenten Steuern ausgewiesen.
Bei einem Konzernergebnis vor Ertragssteuern von 64.957 TEUR (Vorjahr 69.590 TEUR) und einem Konzernertragssteuersatz von 31,9% (Vorjahr 31,9%) ergeben sich erwartete Ertragssteuern von 20.721 TEUR (Vorjahr 22.199 TEUR). Die Abweichung zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern von 25.437 TEUR (Vorjahr 23.637 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus der höheren Steuerbelastung der SCHUFA Holding AG (Steuersatz im Einzelabschluss 37,8%) und dem Ansatz der Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert im Konzernabschluss. Dieser ist nicht steuerwirksam und führt zu einer Abweichung zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Steueraufwand von 1.733 TEUR (Vorjahr 1.559 TEUR).
Erläuterung zur Kapitalflussrechnung
Ausgehend vom Jahresüberschuss wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Die Veränderung der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. Insbesondere die Veränderung der Rückstellung für Earn-Out Komponenten im Rahmen eines Beteiligungserwerbs sind aus den kurzfristigen Rückstellungen wieder neutralisiert worden.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sachanlage- und immateriellen Anlagevermögen auch Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält ausschließlich Dividendenzahlungen.
V. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der SCHUFA Holding AG und der Konzernunternehmen ergeben sich im Wesentlichen aus den Verpflichtungen aus EDV-Dienstleistungen sowie Mieten von Geschäftsräumen und gliedern sich wie folgt:
|
2024
TEUR |
2025-2028
TEUR |
nach 2028
TEUR |
Gesamt
TEUR |
Gesamt Vorjahr
TEUR |
|
| Geschäftsräume | 3.568 | 10.832 | 10.273 | 24.672 | 30.169 |
| - davon zw. verbundenen Unternehmen | 255 | 0 | 0 | 255 | 4.902 |
| Fahrzeugleasing | 1.157 | 1.960 | 0 | 3.118 | 1.664 |
| IT-Verträge | 24.553 | 15.621 | 0 | 40.174 | 24.860 |
| Übrige | 17.128 | 22.880 | 0 | 40.008 | 53.158 |
| - davon zw. verbundenen Unternehmen | 3.125 | 1.659 | 0 | 4.783 | 4.359 |
| - von Konzernunternehmen | 4.278 | 6.874 | 0 | 11.152 | 10.837 |
| Gesamt SCHUFA | 42.128 | 44.419 | 10.273 | 96.820 | 99.015 |
| Gesamt Konzern | 43.026 | 49.635 | 10.273 | 102.933 | 100.591 |
Haftungsverhältnisse
Im Rahmen einer ausgelagerten betrieblichen Altersversorgung besteht eine Subsidiärhaftung. Aufgrund der ausreichenden Kapitaldeckung des Pensionsfonds besteht zum Stichtag keine Nachschussverpflichtung. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen aus diesen mittelbaren Zusagen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 1.514 TEUR (Vorjahr 1.699 TEUR).
Im Geschäftsjahr bestanden keine Haftungsverhältnisse.
VI. Sonstige Angaben
Beschäftigte
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Angestellte) nach Bereichen betrug:
| SCHUFA | Konzern | |
| Operations & Service Management | 261 | 265 |
| Marktnahe Bereiche | 198 | 208 |
| Informationstechnologie | 221 | 277 |
| Vertrieb Unternehmenskunden | 133 | 139 |
| Verwaltung | 149 | 169 |
| SUMME | 961 | 1.057 |
Organe
a) Vorstand der SCHUFA Holding AG
Tanja Birkholz, Diplom-Kauffrau, Oberursel (Taunus), Vorstandsvorsitzende
Dr. Ole Schröder, Jurist, Wiesbaden
Johannes Stoll, MBA, Eltville am Rhein (bis 22. Februar 2024)
b) Aufsichtsrat der SCHUFA Holding AG
| Christian Polenz - Vorsitzender des Aufsichtsrates - - Mitglied seit 28.06.2019 | Stv. Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG, Nürnberg |
| Michael Breuer - Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates - - Mitglied seit 23.10.2013 | Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, Düsseldorf |
| Jürgen Brinkmann - Mitglied seit 30.03.2010 | Vorstandsvorsitzender der Volksbank BRAWO eG, Braunschweig |
| Fabio Buccarello - Arbeitnehmervertreter - - Mitglied seit 04.07.2012 | Abteilungsleiter Vertragspartner Service Management der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden |
| Katrin Löffel - Arbeitnehmervertreterin - - Mitglied seit 04.07.2022 | Senior Softwareentwicklerin der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden |
| Kay Sabirowsky - Arbeitnehmervertreter - - Mitglied seit 04.07.2022 | Principal IT-Architekt SCHUFA Holding AG, Wiesbaden |
| Petra Scharner-Wolff - Mitglied seit 28.06.2019 | Mitglied des Vorstandes OTTO GmbH & Co. KG, Hamburg |
| Thomas Schaufler - Mitglied seit 04.07.2022 | Mitglied des Vorstandes Segment Privat- und Unternehmerkunden Commerzbank AG, Frankfurt a. M. |
| Maria Topaler - Mitglied seit 28.06.2019 | Vorstand Risikomanagement der TARGOBANK AG, Düsseldorf |
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Vorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2023 Bezüge von insgesamt 1.829 TEUR (Vorjahr 1.892 TEUR).
Die Aufwendungen für die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates betragen im Berichtsjahr insgesamt 201 TEUR (Vorjahr 210 TEUR).
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstände und Geschäftsführer belaufen sich im Jahr 2023 insgesamt auf 74 TEUR (Vorjahr 8 TEUR). Für Vorstände, ehemalige Vorstände und Geschäftsführer bestehen keine Pensionsverpflichtungen.
Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB
Folgende Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
| ― |
ClariLab GmbH & Co. KG |
| ― |
CS Connect GmbH & Co. KG |
| ― |
Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG. |
Ergebnisverwendung
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von 57.934.733,53 EUR, der sich aus dem Jahresüberschuss von 42.189.087,76 EUR und dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 59.032.653,77 EUR, abzüglich der Ausschüttung für das Vorjahr von 43.287.008,00 EUR ergibt, 45.992.446,00 EUR (EUR 8,50 Dividende pro Aktie) auszuschütten und den danach verbleibenden Betrag von 11.942.287,53 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, den 07.03.2024
Vorstand
Tanja Birkholz
Dr. Ole Schröder
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
Stand 01.01.2023
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 59.905.772,39 | 2.378.505,94 | 0,00 | 752.288,82 | 63.036.567,15 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 752.288,82 | 81.645,40 | 0,00 | -752.288,82 | 81.645,40 |
| 60.658.061,21 | 2.460.151,34 | 0,00 | 0,00 | 63.118.212,55 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.293.899,16 | 4.767.016,85 | -490.679,78 | 247.812,34 | 41.818.048,57 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 247.812,34 | 26.302,50 | 0,00 | -247.812,34 | 26.302,50 |
| 37.541.711,50 | 4.793.319,35 | -490.679,78 | 0,00 | 41.844.351,07 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.956.770,62 | 18.031.591,81 | 0,00 | 0,00 | 43.988.362,43 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 10.900.000,00 | 875.000,00 | 0,00 | 0,00 | 11.775.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.744.465,85 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 645.059,24 | 0,00 | -848,29 | 0,00 | 644.210,95 |
| 41.246.295,71 | 18.906.591,81 | -848,29 | 0,00 | 60.152.039,23 | |
| 139.446.068,42 | 26.160.062,50 | -491.528,07 | 0,00 | 165.114.602,85 | |
| Abschreibungen | ||||||
|
Stand 01.01.2023
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
Zuschreibungen
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 53.141.181,66 | 4.426.947,72 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 57.568.129,38 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 53.141.181,66 | 4.426.947,72 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 57.568.129,38 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 28.076.098,32 | 4.350.701,87 | -465.189,76 | 0,00 | 0,00 | 31.961.610,43 |
| 2. geleistete Anzahlungen und | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 28.076.098,32 | 4.350.701,87 | -465.189,76 | 0,00 | 0,00 | 31.961.610,43 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 286.554,86 | 12.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 12.286.554,86 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 507,85 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -507,85 | 0,00 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 106.000,00 | 3.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 109.000,00 |
| 393.062,71 | 12.003.000,00 | 0,00 | 0,00 | -507,85 | 12.395.554,86 | |
| 81.610.342,69 | 20.780.649,59 | -465.189,76 | 0,00 | -507,85 | 101.925.294,67 | |
| Buchwerte | ||
|
Stand 31.12.2023
EUR |
Stand 31.12.2022
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.468.437,77 | 6.764.590,73 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 81.645,40 | 752.288,82 |
| 5.550.083,17 | 7.516.879,55 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.856.438,14 | 9.217.800,84 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.302,50 | 247.812,34 |
| 9.882.740,64 | 9.465.613,18 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.701.807,57 | 25.670.215,76 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 11.775.000,00 | 10.900.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 3.743.958,00 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 535.210,95 | 539.059,24 |
| 47.756.484,37 | 40.853.233,00 | |
| 63.189.308,18 | 57.835.725,73 | |
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|
Stand 01.01.2023
EUR |
Zugänge AHK aus
Konsolidierungskreisänderung
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.808.464,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 73.565.685,73 | 4.090.185,50 | 1.895.611,67 | 0,00 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 752.288,82 | 0,00 | 81.645,40 | 0,00 |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 18.606.493,21 | 0,00 | 8.120.450,00 | 0,00 |
| 94.732.931,76 | 4.090.185,50 | 10.097.707,07 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 10.880.239,21 | 0,00 | 5.207,08 | 0,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.494.069,32 | 140.055,41 | 4.881.252,75 | -530.964,86 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 247.812,34 | 0,00 | 26.302,50 | 0,00 |
| 48.622.120,87 | 140.055,41 | 4.912.762,33 | -530.964,86 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 803.408,37 | -123.747,05 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 679.908,55 | 22.883,67 | 17.849,84 | 0,00 |
| 5.227.782,77 | -100.863,38 | 17.849,84 | 0,00 | |
| 148.582.835,40 | 4.129.377,53 | 15.028.319,24 | -530.964,86 | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
|
Umbuchungen
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 1.808.464,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 752.288,82 | 80.303.771,72 |
| 3. geleistete Anzahlungen | -752.288,82 | 81.645,40 |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 0,00 | 26.726.943,21 |
| 0,00 | 108.920.824,33 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 10.885.446,29 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 247.812,34 | 42.232.224,96 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -247.812,34 | 26.302,50 |
| 0,00 | 53.143.973,75 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 679.661,32 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 3.744.465,85 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 720.642,06 |
| 0,00 | 5.144.769,23 | |
| 0,00 | 167.209.567,31 | |
| Abschreibungen | ||||
|
Stand 01.01.2023
EUR |
kum. AfA aus Konsolidierungskreisänderung
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.497.928,60 | 0,00 | 310.535,40 | 0,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 62.087.241,68 | 244.501,64 | 6.554.931,96 | 0,00 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 14.911.938,42 | 0,00 | 5.432.111,86 | 0,00 |
| 78.497.108,70 | 244.501,64 | 12.297.579,22 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1.254.933,26 | 0,00 | 291.760,15 | 0,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 28.187.865,91 | 132.498,41 | 4.401.007,63 | -502.057,54 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 29.442.799,17 | 132.498,41 | 4.692.767,78 | -502.057,54 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 286.554,86 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 507,85 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 106.000,00 | 0,00 | 3.000,00 | 0,00 |
| 393.062,71 | 0,00 | 3.000,00 | 0,00 | |
| 108.332.970,58 | 377.000,05 | 16.993.347,00 | -502.057,54 | |
| Abschreibungen | ||
|
Zuschreibungen
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 1.808.464,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 68.886.675,28 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 0,00 | 20.344.050,28 |
| 0,00 | 91.039.189,56 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 1.546.693,41 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 32.219.314,41 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 33.766.007,82 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 286.554,86 |
| 2. Beteiligungen | -507,85 | 0,00 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 109.000,00 |
| -507,85 | 395.554,86 | |
| -507,85 | 125.200.752,24 | |
| Buchwerte | ||
|
Stand 31.12.2023
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 310.535,40 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 11.417.096,44 | 11.478.444,05 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 81.645,40 | 752.288,82 |
| 4. Geschäfts- und Firmenwert | 6.382.892,94 | 3.694.554,80 |
| 17.881.634,78 | 16.235.823,07 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 9.338.752,88 | 9.625.305,95 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.012.910,55 | 9.306.203,41 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.302,50 | 247.812,34 |
| 19.377.965,93 | 19.179.321,70 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 393.106,46 | 516.853,51 |
| 2. Beteiligungen | 3.744.465,85 | 3.743.958,00 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 611.642,06 | 573.908,55 |
| 4.749.214,37 | 4.834.720,06 | |
| 42.008.815,08 | 40.249.864,83 | |
Beteiligungsspiegel zum 31. Dezember 2023
| Kapitalanteil SCHUFA Holding AG | ||||
|
Eigenkapital der Gesellschaft
TEUR |
Gezeichnetes Kapital der Gesellschaft
TEUR |
TEUR | % | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | ||||
| fpn fraud prevention network GmbH, Wiesbaden 1 | 361 | 250 | 250 | 100 |
| CS Connect GmbH & Co. KG, Wiesbaden 1 | 985 | 5 | 5 | 100 |
| Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG, Wiesbaden 1 | 584 | 50 | 50 | 100 |
| finAPI GmbH, München 1 | 1.010 | 25 | 19 | 75 |
| ClariLab GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1 | 2.121 | 100 | 75 | 75 |
| Forteil GmbH, Berlin 1 | 59 | 74 | 74 | 100 |
| Anteile an Beteiligungsunternehmen | ||||
| Bad Homburger Inkasso GmbH, Bad Vilbel 2 | 23.910 | 250 | 63 | 25,1 |
| High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG, Bonn 3 | 112.937 | 320 | 3.000 | 0,9 |
| DG Nexolution eG, Wiesbaden 4 | 69.477 | 10.269 | 6 | 0,1 |
| CRIF S.p.A., Bologna 5 | 271.018 | 51.765 | 6 | 0,1 |
| CRIF Decision Solutions Ltd., London 6 | 15.404 | 1.343 | 1 | < 0,1 |
| Besitz seit |
Buchwert
TEUR |
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
TEUR |
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | |||
| fpn fraud prevention network GmbH, Wiesbaden 1 | 10.05.2004 | 339 | 11 |
| CS Connect GmbH & Co. KG, Wiesbaden 1 | 25.02.2008 | 234 | -16 |
| Kormoranweg 1 Gebäude GmbH & Co. KG, Wiesbaden 1 | 22.05.2018 | 50 | 6 |
| finAPI GmbH, München 1 | 01.01.2019 | 8.831 | -438 |
| ClariLab GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1 | 07.04.2020 | 4.266 | -485 |
| Forteil GmbH, Berlin 1 | 01.01.2023 | 17.982 | -6.188 |
| Anteile an Beteiligungsunternehmen | |||
| Bad Homburger Inkasso GmbH, Bad Vilbel 2 | 18.03.2002 | 654 | 2.523 |
| High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG, Bonn 3 | 05.04.2017 | 3.000 | -8.104 |
| DG Nexolution eG, Wiesbaden 4 | 24.11.2006 | 6 | 2.868 |
| CRIF S.p.A., Bologna 5 | 08.07.2011 | 84 | 29.024 |
| CRIF Decision Solutions Ltd., London 6 | 08.07.2011 | 1 | -1.956 |
1 Jahresergebnis vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
2 Jahresergebnis vom 01.10.2021 bis 30.09.2022
3 Jahresergebnis vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
4 Zahlenangaben gemäß veröffentlichtem Jahresabschluss per 31.12.2022
5 Jahresergebnis vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
6 Jahresergebnis vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, der mit dem Anhang des Konzernabschlusses zusammengefasst wurde, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der SCHUFA Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 11 des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 11 des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. März 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bauer, Wirtschaftsprüfer
Bluhme, Wirtschaftsprüfer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, der mit dem Anhang des Jahresabschlusses der Gesellschaft zusammengefasst wurde, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der SCHUFA Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
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die Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 11 des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. März 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bauer, Wirtschaftsprüfer
Bluhme, Wirtschaftsprüfer
Anlage zum Lagebericht
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit
Nach § 21 Absatz 1 EntgTranspG (Entgelttransparenzgesetz) ist jeder Arbeitgeber mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten verpflichtet, einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu erstellen. Der Berichtszeitraum umfasst gemäß § 22 Absatz 1 EntgTranspG die Geschäftsjahre 2021 bis 2023. Die SCHUFA Holding AG erklärt im Sinne des § 21 EntgTranspG daher Folgendes:
Die SCHUFA hat im Jahr 2023 durchschnittlich 997 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Auszubildende, Aushilfen, Praktikanten) beschäftigt. Davon waren 466 Mitarbeiter männlich, 531 Mitarbeiterinnen weiblich. Von den 728 vollzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 417 männlich (57%) und 311 weiblich (43%). Von den 269 Teilzeitbeschäftigten waren 49 männlich (18%) und 220 weiblich (82%).
Bei der SCHUFA Holding AG ist die Vergütung und Vergütungsentwicklung in einer Betriebsvereinbarung definiert. Die Bewertung von Stellen und Entgeltfindung für Arbeitsplätze erfolgt geschlechtsunabhängig anhand eines objektiven Grading-Systems von Willis Towers Watson.
In den jährlichen Gehaltsüberprüfungsrunden werden ebenfalls geschlechtsneutral die Gehälter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig überprüft.
Die SCHUFA fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern im Hinblick auf die Besetzung von Führungspositionen., so sind z.B. alle Stellen in der SCHUFA teilbar und somit teilzeitfähig. Im Jahr 2022 wurde der Beschluss gefasst, eine Indexierung über den Frauen-Karriere-Index (FKi) durchzuführen, um die Frauenquote bei der SCHUFA Holding AG bis zum 30. Juni 2027 auf der zweiten Führungsebene auf mindestens 18% und in der dritten Führungsebene auf mindestens 30% zu steigern. Der FKi ist ein unabhängiges Messinstrument, das u.a. untersucht, wie sich Frauen auf verschiedenen Führungsebenen in ihren Karrieren entwickeln.
Die SCHUFA fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern zudem aktiv durch ausgewählte Maßnahmen zur Erleichterung des Zeitmanagements wie Teilzeit, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten, um insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten. Außerdem wird die familienfreundliche Unternehmenskultur der SCHUFA durch das Angebot einer SCHUFA-Krippe, durch im Unternehmen etablierte Pflegelotsen sowie weitere Maßnahmen wie z.B. Fachvorträge, Informationsveranstaltungen, das Angebot eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mit z.B. einer Gesundheitsplattform und diverse Workshops für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Themen familienbewusste Führung, Standortbestimmung und Pflege, unterstützt.
Die Pflicht zur Teilnahme an einer E-Learning-Schulung zum Thema Gleichbehandlung (AGG) besteht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich gibt es für Führungskräfte eine gesonderte AGG-Schulung.
Februar 2024
Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf und die Geschäftspolitik mittels regelmäßiger, zeitnaher und umfassender mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstandes informiert. Damit hat er seine Pflicht zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Führung der Geschäfte durch den Vorstand wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand beraten, über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung diskutiert, die Geschäftsführung laufend überwacht sowie über die ihm vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte entschieden.
Es haben in 2023 vier Aufsichtsratssitzungen, zwei Prüfungsausschusssitzungen und drei Sitzungen des Personalausschusses sowie ein Strategie-Workshop mit dem Vorstand stattgefunden. Der Investitionsausschuss tagte nicht. Sofern zwischen den Aufsichtsratssitzungen erforderlich, wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates vom Vorstand laufend über wichtige Entwicklungen und Veränderungen, über die Medienberichterstattung sowie über anstehende Entscheidungen informiert. Er stand in fortwährendem Austausch mit der Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzungen
Gegenstand der laufenden Berichterstattung waren die Analyse der aktuellen und der prognostizierten Geschäftsentwicklung, die Darlegung der Entwicklung des regulatorischen Umfeldes auf nationaler und internationaler Ebene und insbesondere folgende wesentliche Themen:
| 1. |
Umsetzung und Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie |
| 2. |
Aktuelle IT-Projekte |
| 3. |
Beteiligungen |
| 4. |
Laufende rechtliche und regulatorische Entwicklungen |
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen berichtete der Vorstand regelmäßig über den aktuellen Stand der laufenden IT-Projekte, über Entwicklungen bei der IT-Sicherheit, über Qualitätskenngrößen des SCHUFA-Datenbestands, über regulatorische Neuerungen sowie über aktuelle Produktvorhaben.
In seinen Sitzungen am 6. April 2023, am 3. Juli 2023, am 15. Dezember 2023 sowie im Strategie-Workshop mit dem Vorstand am 21. September 2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Weiterentwicklung der Strategie der SCHUFA.
Im Geschäftsjahr 2023 ließ sich der Aufsichtsrat fortlaufend über den aktuellen Stand und evtl. Auswirkungen auf die SCHUFA aus den beiden Vorlageverfahren am Europäischen Gerichtshof (EuGH) bzgl. der Themen "Scoring" und "Restschuldbefreiung" informieren.
Sitzungen der Ausschüsse
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung vom 6. April 2023 mit der Risikoberichterstattung und in Gegenwart des Abschlussprüfers vor allem mit dem Jahres- und Konzernabschluss, dem zusammengefassten Lagebericht sowie mit dem Gewinnverwendungsvorschlag der SCHUFA für das Geschäftsjahr 2022. Behandelt wurden zudem der Jahresbericht der Revision, die Risikoberichterstattung für das 2. Halbjahr 2022 und der Jahresbericht 2022 zum Compliance-Management-System. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Stand der freiwilligen Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex infolge der letzten Aktualisierung des Kodex.
Gegenstand der Sitzung des Prüfungsausschusses am 21. September 2023 waren insbesondere die Vorbereitung der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2023 sowie die Risikoberichterstattung zum ersten Halbjahr 2023 und der Bericht zum ersten Halbjahr 2023 des Compliance-Management-Systems.
Investitionsausschuss
In 2023 gab es keine Sitzung des Investitionsausschusses.
Dem Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.
Jahresabschluss festgestellt
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht der SCHUFA Holding AG zum 31. Dezember 2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig zugegangen. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat sich intensiv mit diesen Unterlagen befasst. Der Aufsichtsrat hat sie ebenfalls geprüft. Der zusammengefasste Prüfungsbericht von KPMG für den Konzern- und Einzelabschluss lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und wurde in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 22. März 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, umfassend behandelt.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Dank
Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung für den hohen persönlichen Einsatz und die geleistete erfolgreiche Arbeit aus.
Wiesbaden, den 22. März 2024
Christian Polenz, Aufsichtsratsvorsitzender
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