TIMKEN GERMANY GmbHLiquidiert

42781 Haan, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 12692
Eingetragen
11.11.2003
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit Rollen- und Wälzlagern, sowie damit verwandter Bestandteile und Produkte. Die Gesellschaft ist berechtigt, Geschäfte aller Art einschließlich des Einund Ausfuhrhandels zu betreiben und zu tätigen, die den vorgenannten Zwecken dienen

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Karl Röllgen
seit 22.7.2010
Geschäftsführer
Sabine Mathieu
seit 22.7.2010
Geschäftsführer
Paul Josef Schulte
seit 11.11.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Timken Luxembourg Holdings S. à r. l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.223.900 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

TIMKEN GERMANY GmbH

Haan

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht Geschäftsjahr 2009

A. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Timken Germany GmbH ist die 100 % Tochtergesellschaft der Timken Luxembourg Holding S.A.R.L. Luxembourg, deren Geschäftsanteile von der The Timken Company, Canton/Ohio/USA gehalten werden.

Die Timken Germany GmbH hält 100 % der Geschäftsanteile der Timken GmbH Halle/Westfalen, deren Geschäftssitz zum 30. März 2010 nach Haan verlegt wurde.

Die Timken GmbH hat zum 31. Dezember 2009 mit dem Verkauf der Nadellageraktivitäten an die Firma JTEKT, Hamburg, im Rahmen eines Asset Deals das operative Geschäft eingestellt.

Neben dem Firmensitz der Timken Germany GmbH in Haan wird ein Verkaufsbüro in Leinfelden-Echterdingen (Raum Stuttgart) unterhalten. Des Weiteren bestehen "Home" Arbeitsplätze für einzelne Mitarbeiter, die auf Grund der geographischen Gegebenheiten von ihren dezentralen Büros arbeiten.

Für die Bearbeitung der einzelnen Marktsegmente bestehen eigene Vertriebsstrukturen, die jeweils von einem Verkaufsleiter geleitet werden, die wiederum innerhalb ihrer Organisationsstruktur des Unternehmens berichten.

Die Timken Germany GmbH ist auf Kommissionsbasis für Konzernunternehmen für die Vermarktung der Konzernprodukte in definierten Marktregionen in West- und Zentraleuropa, Nordafrika, Türkei, naher und mittlerer Osten zuständig.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst die Produktbereiche Wälzlager, die sich in die unterschiedlichen Bauformen wie Kegel-, Zylinderrollen-, Pendelrollen sowie Nadel-, und Kugellager unterteilen. Des weiteren wird das Produktportfolio durch Schmierstoffe, Dichtungen sowie Serviceleistungen wie Wälzlagerreparaturen abgerundet.

Die Bearbeitung der operativen Marktsegmente erfolgt nach folgender Unterteilung, wobei an dieser Stelle keine qualitative und quantitative Bewertung der einzelnen Segmente erfolgt:

• Process Industry, mit der Unterteilung allgemeiner Maschinenbau, Schwermaschinen- und Anlagenbau, Getriebe- und Werkzeugmaschinenhersteller, stationäre Kran- und Containeranlagen, Windenergieanlagen, um die wesentlichen Geschäftsfelder zu nennen

• Mobile Industry, mit der Unterteilung in PKW- und NKW Markt, Bau- und Landmaschinen, mobile Krananlagen sowie Zulieferer wie Achsenhersteller oder Spezialfahrzeugbauer

• Eisenbahnindustrie, mit der Unterteilung in Fahrzeughersteller und Betreiber von Bahnanlagen und dem rollenden Material

• Direktkunden in den Bereichen Metallwalzwerken und Energieversorger

• Industrieller Ersatzteilmarkt über ausgewählte Distributionspartner durch selektierte Händlerstrukturen

• Automotive Ersatzteilmarkt über PKW- und NKW Distributor

Die Firma Timken sieht sich, auf die globalen Märkte bezogen, als Marktführer für den Produktbereich der Kegelrollenlager, insbesondere bei den Anwendungen, die besondere Beanspruchungen an die eingesetzten Wälzlager haben. Die anderen Produktbereiche wie Pendel- und Zylinderrollenlager sind noch relativ jung im Produktportfolio und demzufolge sind diese Teile, neben den Wachstumszielen bei dem "Core- Produkt" Kegelrollenlager, Bestandteil der organischen Wachstumsstrategie des Unternehmens.

Kugellager sowie die anderen Serviceprodukte werden überwiegend über den Absatzkanal Distribution vertrieben. Diese Produkte dienen in erster Linie zur Portfolio Abrundung- und Ergänzung.

B. Entwicklung der Volkswirtschaften mit den Auswirkungen auf die Ergebnisse der Timken Germany GmbH.

Der weltweite Einbruch der Volkswirtschaften, der Mitte 2008 begonnen hatte, setzte sich massiv in 2009 fort. Nachdem in 2008 in Deutschland noch ein positives Wachstum von plus 1.3 % des BIP erwirtschaftet wurde, basierend auf dem noch starken 1. Halbjahr 2008, veränderte sich die Situation massiv negativ. Erste seriöse Prognosen sprachen von einem Minus von 6.0 %, oder mehr des BIP in 2009. Auf Grund der massiven Stützungsmaßnahmen der deutschen Bundesregierung durch die "Umweltprämie" für PKW, die älter als 9 Jahre waren, sowie die Stützung der privaten und staatlichen Banken durch direkte Kapitalbeteiligungen oder Kreditgarantien konnte das Minus von prognostizierten Minus 6 % auf ein Minus von 5 % reduziert werden.

Innerhalb der Europäischen Union war der Rückgang des BIP in Deutschland stärker als im Durchschnitt der Europäischen Union(Quelle: Eurostat, März 2010):

• Europäische Union (27 Länder) ./. 4.2 %

Diese Entwicklung der Bruttoinlandsprodukte in den einzelnen Ländern innerhalb und außerhalb der Europäischen Union hatte natürlich einen enormen Einfluss auf die Produktion der stark Exportorientierten deutschen Wirtschaft.

Parallel hierzu war ebenfalls die Binnennachfrage deutlich zurückgegangen und die Konsumenten haben sich zum Teil bei ihren Kaufentscheidungen deutlich zurück gehalten.

Viele unsere Kunden berichteten von massiven Auftrags- und Umsatzeinbrüchen in fast allen von ihnen bearbeiteten Märkten. Teilweise arbeitete man auf dem Niveau von nur ¼ der Vorjahresbasis.

Die überwiegend mittelständisch strukturierte deutsche Industrie hat mit Hilfe verschiedener Arbeitsmarktwerkzeuge wie Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit, Reduktion der Anzahl von temporären Mitarbeitern (innen) versucht, die Kapazitäten den Marktgegebenheiten in 2008 und 2009 anzupassen.

Dies ist in vielen Fällen gelungen und es hat sich gezeigt, dass diese Werkzeuge geeignet und wirkungsvoll sind. Eine der Hauptzielsetzungen der Firmen war, ihre Facharbeiter, und in Deutschland zeichnet sich ein Mangel ab, zu halten. Dies mit Blick auf einen möglichen Aufschwung, der unter Umständen kurzfristig erfolgen könnte.

Die Timken Germany GmbH hat, im Rahmen des Konzernverbunds, von der Möglichkeit der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Insgesamt wurden 6 Arbeitstage im September und Oktober 2009 zusammen hierfür eingesetzt.

In den Monaten November - Dezember 2009 gab es erste leichte Anzeichen dafür, dass sich die Märkte erholen könnten. Zu diesem Zeitpunkt war zu erkennen, dass in der gesamten Logistikkette vom Fertigprodukt bis zum Vormaterial die Bestände deutlich unter den Planungen lagen bzw. die Lager leer waren. Die einzelnen Marktteilnehmer begannen, noch verhalten, erste Aufträge neu zu platzieren.

Diese leichte begonnene Markterholung gegen Ende 2009 hat sich im ersten und zweiten Quartal 2010 weiter fortgesetzt.

Die derzeit aktuellen Prognosen der Bundesregierung zeigen für 2010 und den Folgejahren folgende BIP Wachstumsraten auf. Im Einzelnen:

• 2010 BIP Wachstum real + 1.2 %
• 2011 BIP Wachstum real + 1.8 %
• 2012 BIP Wachstum real + 2.0 %

Diese Momentaufnahme des BIP Wachstums bedarf weiterhin der stützenden und ordnenden Begleitung durch staatliche Stellen und der Lösung der nach wie vor vorhandenen - teilweise nicht bekannten oder ungelösten - Finanzthemen der Banken.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Finanzierung der mittelständischen Industrie, die in Deutschland eine besondere Stellung von ihrer Bedeutung für die gesamte Volkswirtschaft innehat.

C. Geschäftsverlauf der einzelnen Marktsegmente

In 2008 und 2009 wurden die unterschiedlichen Marktsegmente mit den entsprechenden Umsatz- Margenergebnisse Automotive OEM und Industrial OEM in der Bearing und Power Transmission Group im gesamten Konzern zusammengeführt.

Die Timken Germany GmbH arbeitet im globalen Verbund auf Kommissionsbasis für verschiedene Konzerngesellschaften.

Im Geschäftsjahr 2009 haben sich die Umsatz- und Margenergebnisse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 wie folgt entwickelt:

Umsatzentwicklung - Marktsegment Veränderung 2008/2009
Industrial Aftermarket (Distribution) ./. 22.4 %
Industrial OEM ./. 37.0 %

 

Gross Profit - Marktsegment Veränderung 2008/2009
Industrial Aftermarket (Distribution) ./. 22.2 %
Industrial OEM ./. 30.3 %

Bei der Zusammenfassung der Umsätze der beiden Segmente zeigt die Veränderung in 2009 vs. 2008 ein Minus 34.1 %. Dies ist im Vergleich zum gesamten Konzern ein schlechteres Ergebnis, da weltweit eine Veränderung zum Vorjahr von Minus 26.0 % zu verzeichnen war. Die Gründe hierfür sind in der starken Stellung und deren Abhängigkeiten von Exporten der Volkswirtschaften im deutschsprachigen Raum zu sehen.

Diese negative Umsatzveränderung hatte natürlich einen erheblichen Einfluss auf die Marge für den Bereich Bearing & Power Transmission Group, wobei der Rückgang der Marge, basierend auf den Ergebnissen, kleiner war als der Umsatzrückgang (Minus 30.3 % im Vergleich zu Minus 37.0 %).

Im Segment Distribution erfolgte der prozentuale Rückgang der Marge parallel zur Umsatzentwicklung. Durch eine unveränderte Preis- und Rabattpolitik im Distributionsmarkt wurde dieses Ergebnis erzielt.

Im Bereich OEM war der prozentuale Rückgang der Marge geringer als der Umsatzrückgang. Dies wurde durch eine konsequente Preispolitik, Portfolio- und Kostenmanagement erreicht werden. Bedingt durch die Marktsituation und dem finanziellen Druck, den unseren Kunden aus dem Markt und ihrer eigenen Finanzierung haben, wurden Forderungen nach Preisreduzierungen, veränderte Zahlungsbedingungen an uns gestellt.

Diesen Forderungen wurde im Grundsatz nicht entsprochen, wobei in Einzelfällen individuelle Lösungen angestrebt und erzielt wurden. Zum Beispiel veränderte Terminierung von geplanten und vereinbarten Preiserhöhungen oder Änderungen der Zahlungsbedingungen von einer 14tätigen Skonto Vereinbarung zu einer 30 tätigen Nettozahlung.

Diese Zahlen, insbesondere die Zahlen der Umsatzentwicklung, sind in Linie und zum Teil besser im Vergleich zu den Gesamtmärkten. Große Marktbereiche wie Baumaschinen, LKW, Landmaschinen, um einige zu nennen, hatten zum Teil Umsatz- und Auftragseinbrüche bis zu 75 %, die zum Teil noch erhebliche Auswirkungen in 2010 haben, zum Beispiel bei Nutzfahrzeughersteller.

Diese Firmen haben Anfang 2010 Auslastungen von 50 % oder weniger Prozent ihrer Nominalkapazität. Zur Kapazitätsanpassung haben diese Unternehmen neben dem Mittel des Personalabbaus bis weit in das Jahr 2010 noch Kurzarbeit angemeldet und nutzen sie dementsprechend.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Strategie des Kunden-, Produkt- und Marktsegmentportfolios, das in den Vorjahren begonnen worden war, fortgesetzt. Diese Unternehmensstrategie betraf in erster Linie die Geschäfte und Verbindungen mit der Automobilindustrie und deren Zulieferern im PKW Bereich.

Bestehende Lieferverträge wurden gekündigt und sind entweder in 2009 ausgelaufen, oder werden in 2010 und Folgejahren, in der Regel bei dem nächsten Modellwechsel, beendet werden. Unabhängig hiervon wurden entsprechende Preisanhebungen seitens der Firma Timken durchgeführt.

D. Ertrags- Finanz- und Vermögenslage der Timken Germany GmbH

Die Timken Germany GmbH arbeitet im Auftrag und deren Rechnung für verschiedene Konzerngesellschaften auf Kommissionsbasis für die übertragenen Aufgaben in definierten Verkaufsgebieten.

Die Kommissionserlöse sind in 2009 aufgrund der beschriebenen Marktsituation von 17.227 T € auf 10.279 T € zurückgegangen. Dieser deutliche Rückgang der Kommissionen von ./. 40.3 % für getätigte Umsätze ist in den aufgeführten Umsatzrückgängen in den verschiedenen Märkten begründet.

Das Sachanlagevermögen hat sich von 292 T € in 2008 auf 226 T € in 2009 verändert.

Das Umlaufvermögen veränderte sich von 5.678 T € in 2008 auf 3.132 T €. Dieser Rückgang basiert in erster Linie auf der Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die in 2009 zum Bilanzstichtag wesentlich zurückgegangen sind. Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgten im Geschäftsjahr 2009 keine Darlehensgewährungen an verbundene Unternehmen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Verlust in Höhe von 7.058 T € im Vergleich zu einem Verlust von 26.637 T € in 2008 erwirtschaftet. Der Verlust aus dem Jahr 2008 resultierte in erster Linie aus der Wertberichtigung auf den Beteiligungsansatz der Timken GmbH von 29.999.999 €. In der Bilanz 2009 ist der Wert der Timken GmbH mit einem Erinnerungswert von 1 € angesetzt. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Rückstellung in Höhe von 7.200 T € gebildet für die drohende Inanspruchnahme aus der gegenüber der Timken GmbH abgegebenen Patronatserklärung.

Basierend auf den Verlustvorträgen aus den Vorjahren in Höhe von 32.537 € ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 15.715 T € zum 31. Dezember 2009 festzustellen.

Ein Dispositionskredit in Höhe von 6 Millionen € und einer zusätzlichen Garantiesumme von 2 Millionen € steht der Timken Germany GmbH weiterhin zur Verfügung.

Zur finanziellen Sicherung der Timken Germany GmbH hat diese mit Schreiben vom 31. Dezember 2009 eine Patronatserklärung von der Muttergesellschaft The Timken Company, Canton/USA, in Höhe von 21 Millionen € erhalten. Mit dieser Patronatserklärung hat sich The Timken Company verpflichtet, die Timken Germany GmbH bis zu dieser Höhe so mit Geldmitteln auszustatten, dass die Timken Germany GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist damit sichergestellt.

Das Geschäftsergebnis führte zu einer strikten Kostenkontrolle. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Kostenverbesserung eingeleitet.

Das Capital Budget für 2009 wurde um 50 % reduziert.

Auf Grund von Umstrukturierungsmaßnahmen wurde die Stelle eines Managers für den Bereich Customer Service abgebaut und die betroffene Person hat das Unternehmen verlassen. Insgesamt wurden die Personalkosten von 7.875 € in 2008 auf 6.732 T € reduziert.

Weitere wesentliche Einsparmöglichkeiten wurden bei Raum-, Fahrzeug- und Reisekosten realisiert. In der Summe von 2.442 T € in 2008 auf 1.902 T € in 2009.

Mit Blick auf die Wirtschaftslage im 2. und 3. Quartal wurden im September und Oktober insgesamt von jedem Mitarbeiter an sechs Arbeitstagen kurzgearbeitet.

Zum Jahresende 2009 waren 85 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr 89 beschäftigt.

Zum 31. Dezember 2009 wurden die Nadellageraktivitäten der Timken GmbH mit dem gesamten Sachanlagen- und Umlaufvermögen an die Firma JTEKT, Hamburg verkauft. Dies beinhaltete auch den Transfer von 10 Mitarbeitern der Timken Germany GmbH an die Firma JTEKT.

Der Verkauf der Nadellagersparte ist im Gesamtzusammenhang der Strategie der Timken Corporation zu sehen, die weltweit die Änderung des Produktportfolios betrieben hat und damit die weitere Fokussierung auf definierte industrielle Geschäftsfelder beschreitet.

E. Bericht zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung in 2010 und 2011

Gegen Ende des Geschäftsjahres 2009 deutete sich eine erste leichte positive Entwicklung des Geschäftsklimas an. Dieser positive Trend hat sich im 1. Quartal und 2. Quartal 2010 fortgesetzt und unsere Kunden haben begonnen, erste neue Aufträge zu platzieren.

Zu Beginn war dies in erster Linie das Bestreben, die Logistikkette aufzufüllen, da diese in 2008 und im Laufe von 2009 unter definierte Mindestbestände bei Vor- und Fertigmaterial gegangen sind. Diese Bestandsauffüllung wurde ergänzt und verstärkt durch eine beginnende Markterholung in fast allen industriellen Bereichen, wobei dieser Aufschwung im April und Mai 2010 weiter an Fahrt aufgenommen hat.

Dies wird ebenfalls in den Prognosen der Bundesregierung und den führenden Wirtschaftsinstituten bestätigt. Die derzeit offizielle Wachstumsprognose der Bundesregierung zeigt ein Wachstum von mindestens 1,2 % neuerlich von 1,5 %, Prognosen von Wirtschaftsinstituten sprechen schon von 2,0 % für 2010. Für 2011 werden 1.8 % Wachstum von der Bundesregierung angenommen.

Die Ergebnisse und Resonanz der beiden führenden internationalen Messen in 2010 in Hannover (Industriemesse) und München (Baumaschinenmesse) werden diese positive Entwicklung weiter unterstützen und die ausstellenden Firmen haben eine gewisse Erwartungshaltung an diese internationalen Veranstaltungen.

Bedingt durch die weltweiten Kapazitätsanpassungen innerhalb der Timken Organisation und bei unseren wesentlichen Mitbewerbern in 2008 und 2009 kann es, auf das Unternehmen Timken bezogen, bei einer weiteren kurzfristigen starken Erholung der Märkte zu wiederum verlängerten Lieferzeiten kommen. Die derzeit vorhandene maschinelle Nominalkapazität ist, bedingt durch den Personalabbau in der Fertigung, nicht zu 100 % ausgeschöpft. Durch Neueinstellungen in der Fertigung kann auf der vorhandenen Maschinenkapazität aufgebaut werden.

Nach dem Verkauf der Nadellagersparte und der weiteren Fokussierung auf definierte industrielle Märkte sehen wir für das Unternehmen realistische und vor allen Dingen positive Wachstumsmöglichkeiten mit einer entsprechenden Ertragsentwicklung in den Jahren 2010 und 2011.

Die Fokussierung auf ertragsstarke Geschäfte wird fortgesetzt werden. Dies mit der Zielsetzung, die erwirtschafteten Margen mindestens zu halten, jedoch im Grundsatz weiter zu verbessern.

Für das Jahr 2010 wird eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Für 2011 wird eine weitere Markterholung erwartet, sofern nicht gesamtwirtschaftliche Faktoren diese Entwicklung negativ beeinflussen.

F. Risikobericht

Diese in Ansätzen positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wesentlich von der weiteren Entwicklung der Finanzkrise innerhalb der Europäischen Union mit Griechenland an der Spitze, und unter der Berücksichtigung der EU Länder mit einer extremen Verschuldung wie Spanien, Portugal, Irland und unter Umständen Italien abhängen.

Eine weitere negative Zuspitzung wird wesentlichen Einfluss auf das europäische oder sogar weltweite Käuferverhalten der industriellen Kunden und deren Aussichten in ihren Märkten haben.

Des weiteren, da enorme Summen zur Diskussion und Disposition stehen, daraus ableitend, die Beantwortung der wesentlichen Frage, der Finanzierung der Unternehmen und der öffentlichen Auftraggeber durch Kredite für Investitionen und Wachstum.

Ein weiterer negativer Wachstumseinfluss kann die Entwicklung der Material- und Energiekosten sein. Insbesondere der Materialfaktor wird einen erheblichen Einfluss auf die Markt- und vor allen Dingen Preisentwicklung haben. Die drei weltweit führenden Eisenerzlieferanten (Marktanteil von ca. 75,0 %) haben für 2010 drastische Preiserhöhungen zum 01. April 2010 angekündigt. Im Gegensatz zu früheren Vertragsabschlüssen von einem Jahr, werden z.Z. Verträge von drei Monaten abgeschlossen. Die Preisgestaltung orientiert sich an den Spotmärkten für Eisenerz, die preislich in der Regel über den Vertragspreisen liegen.

Die führenden Stahlhersteller gehen von einer Verdoppelung ihrer Preise aus, die sie eins zu eins in den Markt geben wollen, selbst bei großen Abnehmern wie die Automobilindustrie. Entsprechende Aussagen zur Korrektur der Abgabepreise wurden getätigt.

Diese Entwicklung auf dem Eisenerz- und Stahlmarkt wird voraussichtlich von anderen Vormaterial- und Energielieferanten zum Anlass genommen, um ähnlich im Markt zu agieren.

Basierend hierauf werden wir unsere Abgabepreise an unsere Kunden entsprechend anpassen müssen. Im Krisenjahr 2008 und 2009 haben wir im Grundsatz, trotz der teilweise massiven Forderungen nach Reduktionen durch unsere Kunden, unsere Verkaufspreise weitgehend konstant gehalten. Dies hat in verschiedenen Fällen zu Veränderungen unseres kundenbezogenen Verkaufs-Produktportfolios geführt.

Unser Wachstum kann durch Kapazitätsengpässen bei wesentlichen Vormateriallieferanten beinflusst werden, da diese Unternehmen in den Jahren 2008 und 2009 Kapazitätsanpassungen vorgenommen haben. Zumindest kann es zu verlängerten Lieferzeiten beim Vormaterial führen, die wiederum direkten Einfluss auf die Termine und Erfüllung der Aufträge unseres Unternehmens haben.

G. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Zum 30. März 2010 erfolgt die Sitzverlegung der Timken GmbH, Halle/Westfalen an den Standort der Timken Germany GmbH nach Haan.

Durch den Verkauf der operativen Aktivitäten der Timken GmbH wird das Unternehmen ab dem 1. Januar 2010 für die Verwaltung und Auszahlung der Pensionszahlungen der ehemaligen Mitarbeiter der Timken GmbH sowie Vorgängergesellschaften zuständig sein. Die Durchführung erfolgt durch die Mitarbeiter der Timken Germany GmbH.

 

6. September 2010

Bilanz zum 31. Dsezember 2009

Aktiva

31.12.2008
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.664 10.105
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 3
2. Technische Anlagen und Maschinen 395 527
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.735 281.241
224.133 281.771
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
225.798 291.877
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.673 4.325.689
2. Sonstige Vermögensgegenstände 836.245 1.242.624
881.918 5.568.313
II. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.249.644 109.434
3.131.562 5.677.747
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.978 9.412
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.714.844 8.656.769
19.082.182 14.635.805

Passiva

31.12.2008
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.223.900 5.223.900
II. Kapitalrücklage 18.656.537 18.656.537
III. Verlustvortrag -32.537.206 -5.899.998
IV. Jahresfehlbetrag -7.058.075 -26.637.208
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.714.844 8.656.769
0 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.945 3.678
2. Steuerrückstellungen 988.586 871.363
3. Sonstige Rückstellungen 7.801.468 1.133.238
8.793.999 2.008.279
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 173.376
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.179 91.642
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.059.589 11.841.744
4. Sonstige Verbindlichkeiten 207.416 520.764
10.288.183 12.627.526
19.082.182 14.635.805

Gewinn- und Verlustrechnung für 2009

2008
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.784.651 18.625.707
2. Sonstige betriebliche Erträge 57.297 108.362
11.841.949 18.734.069
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.396.379 6.413.639
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.335.213 1.461.177
- davon für Altersversorgung EUR 544.814 (Vj. EUR 586.557)
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.974 126.945
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.618.761 5.441.979
11.457.327 13.443.739
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.930 30.280
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 55.550 (Vj. EUR 23.807)
7. Abschreibung auf Finanzanlagen 0 29.999.999
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.293 497.698
- davon an verbundene Unternehmen EUR 72.556 (Vj. EUR 1.962)
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 280.260 -25.177.086
10. Außerordentlicher Aufwand/außerordentliches Ergebnis 7.200.000 0
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 127.032 1.445.772
12. Sonstige Steuern 11.302 14.349
13. Jahresfehlbetrag -7.058.075 -26.637.208

Anhang zum 31. Dezember 2009

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2009 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine Veränderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden planmäßig, und zwar nach Maßgabe der jeweils steuerlich zulässigen Höchstbeträge, vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu € 150,00 werden voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von € 150,00 bis € 1.000,00 werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen wird die Beteiligung zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern nicht aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der niedrigere beizulegende Wert berücksichtigt wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Dabei wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die unmittelbaren Pensionszusagen der Gesellschaft gemäß § 2 Abs. 6 BetrAVG sind mit den steuerlich zulässigen Werten ausgewiesen. Der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte Teilwert gemäß § 6 a Abs. 3 EStG liegt unter Verwendung der Sterbetabellen 2005 (RT 2005 G) ein Rechnungszinsfuß von 6 % zu Grunde.

Die Sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Briefkurs bewertet, wobei von den zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Jahresende geltenden Kursen grundsätzlich der jeweils höhere zu Grunde gelegt wird. Gesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Sicherungskurs bewertet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagegitter ersichtlich.

2. Finanzanlagen

Die Anschaffungskosten der 100% Beteiligung an der Timken GmbH, Haan (vormals Halle, Sitzverlegung per 30.03.2010), betragen € 41.331.539,26.

Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde der Beteiligungswert auf € 30.000.000,00 im Geschäftsjahr 2007 angepasst. Außerdem erfolgte im Geschäftsjahr 2008 eine außerplanmäßige Abschreibung mit insgesamt € 29.999.999,00 auf einen Erinnerungswert in Höhe von € 1,00.

Die Timken GmbH weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 19.519.643 aus. Das gezeichnete Kapital beträgt € 25.650 und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf insgesamt € 6.224.885.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Vorjahr aus einer Darlehensforderung gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von € 4.023.807,34 sowie im Berichtsjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von € 45.672,77 (Vj. € 301.882,66).

bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 686 113 37 836
732 113 37 836

4. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag/Eigenkapital

Das gezeichnete Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert € 5.223.900,00 und die Kapitalrücklage unverändert € 18.656.537,39.

Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 7.058.074,61 für das Jahr 2009 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 15.714.842,53.

5. Rückstellungen

Es wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 7.200 gebildet für die drohende Inanspruchnahme aus der gegenüber der Timken GmbH abgegebenen Patronatserklärung. Die weiteren sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Altersteilzeit T€ 252 (Vj.: T€ 225), Abfindungen T€ 210 (Vj€ 0), für Beratungs- und Prüfungskosten T€ 85 (Vj.: T€ 52), sowie für ausstehende Kostenrechnungen T€ 53 (Vj.: T€ 65) gebildet worden. Im Vorjahr wurde noch eine Rückstellung für Boni in Höhe von T€ 1.791 gebildet, die aber im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der wirtschaftlichen Situation weggefallen ist.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Um die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu tilgen, wurde in 2008 ein Darlehen von der Timken Holdings Inc., USA in Anspruch genommen, das im Geschäftsjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird.

Verbindlichkeitenspiegel:

2009 bis 1 Jahr 2008 bis 1 Jahr
T€ T€
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 173
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 92
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 10.060 11.841
Sonstige Verbindlichkeiten 207 521
10.288 12.627

7. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat mit Schreiben vom 31. Dezember 2009 eine Patronatserklärung gegenüber der Timken GmbH abgegeben. Danach verpflichtet sich die Timken Germany GmbH für die Verbindlichkeiten der Timken GmbH, die zum 31. Dezember 2008 bestanden, bis zu einer Höhe von € 10 Mio. einzustehen. Hierfür wurde im Jahr 2009 eine Rückstellung in Höhe von T€ 7.200 für die drohende Inanspruchnahme gebildet.

Eine Kreditlinie in Höhe von T€ 8.000 kann auch durch die "The Timken Company Colmar" in Anspruch genommen werden. Daraus ergibt sich eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaften.

8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Zur Verringerung der Kapitalbildung werden Büro- und Lagerräume sowie Kraftfahrzeuge und technisches Equipment für (Außendienst-) mitarbeiter nicht erworben sondern gemietet beziehungsweise geleast. Aus diesen Miet- und Leasingverträgen resultieren gemäß § 285 Nr. 3 HGB sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von:

T€
2010 287
2011 242
2012 138
2013 0

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft ist auf Kommissionsbasis für verbundene Unternehmen im Konzern tätig und verteilt sich wie folgt:

2009 2008
T€ T€
Provisionserlöse:
- davon Inland 1,052 1,679
- davon Ausland 9,227 15,549
Serviceleistungen
im Konzern: 1,505 1,398
11,784 18,626

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungskursgeschäften in Höhe von T€ 41 (Vj.: T€ 66).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.309 (Vj.: T€ 1.396).

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2009 2008
T€ T€
Finanzbehörden 6 6
Verbundene Unternehmen 56 24
62 30

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2009 2008
T€ T€
Fremde Dritte 94 494
Finanzbehörden 0 2
Verbundene Unternehmen 72 2
166 498

6. Außerordentliche Aufwendungen

Bei den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 7.200 handelt es sich um die Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme durch die Timken GmbH aus der zu Gunsten dieser Gesellschaft abgegebenen Patronatserklärung.

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand in Höhe von insgesamt T€ 127 (Vj.: T€ 1.446) resultiert aus dem Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand in Höhe von T€ 63 (Vj.: T€ 757) und T€ 64 (Vj.: 677 ) für das Geschäftsjahr 2009 sowie einer Körperschaftsteuernachzahlung für Vorjahre im Vorjahr in Höhe von T€ 12.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

In 2009 wurden durchschnittlich 86 (Vj.: 89) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Herr Ian Keith Marsden, Controller, Hegenheim/Frankreich (bis zum 8. Dezember 2009)

Frau Sabine Mathieu, Controller, Straßburg/Frankreich (ab dem 8. Dezember 2009)

Herr Mathew Happach, Managing Director Europe, Kandern/Deutschland (ab dem 8. Dezember 2009 bis zum 1. Februar 2010).

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

3. Gesellschafts- und Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist die Timken Luxembourg Holding S.A.R.L., Luxembourg.

Mutterunternehmen und oberste Konzernspitze ist The Timken Company, Canton, Ohio/USA.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der The Timken Company, Canton, Ohio/USA, einbezogen, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (United States Generally Accepted Accounting Principles - US-GAAP) erstellt wird.

4. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Bezug auf die Anwendung der §§ 285 Nr. 3 HGB in Anspruch.

 

Haan, im 6. September 2010

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Timken Germany GmbH, Haan, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt D. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Timken Germany GmbH" hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 15.715 bilanziell überschuldet ist. Mit Schreiben vom 31. Dezember 2009 hat die Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. The Timken Company, Canton/USA, verpflichtet sich, die Timken Germany GmbH bis zu einer Höhe von 21 Mio. EUR so mit Geldmitteln auszustatten, dass die Timken Germany GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen.

 

Düsseldorf, 6. September 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rukes, Wirtschaftsprüfer

Fischer, Wirtschaftsprüferin

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2009 Zugänge Abgänge 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 75.390 1.290 0 76.680
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.711 0 0 11.711
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.759 0 0 9.759
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.042.634 49.311 27.510 1.064.434
1.064.104 49.311 27.510 1.085.904
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.331.539 0 0 41.331.539
42.471.033 50.601 27.510 42.494.123
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2009 Zuführung Abgänge 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 65.285 9.731 0 75.016
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.708 0 0 11.708
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.232 132 0 9.364
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.393 97.111 17.804 840.699
782.333 97.243 17.804 861.771
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.331.538 0 0 41.331.538
42.179.156 106.974 17.804 42.268.325
Nettobuchwerte
31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.664 10.105
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 3
2. Technische Anlagen und Maschinen 395 527
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.735 281.241
224.133 281.771
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
225.798 291.877

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