DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Auf den Tongruben 3, 53721 Siegburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 14109
Eingetragen
10.6.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Erbringung von Dienst- und Werkleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie sowie Entwicklung, Herstellung, Handel und Vertrieb von Produkten der Informationstechnologie und das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie verwandte Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Michael Heinold
seit 23.3.2026
Geschäftsführer
Ralf Linha
seit 3.6.2025
Geschäftsführer
Stefan Georg Huhn
seit 28.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Datagroup IT Services Holding AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Siegburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DATAGROUP ENTERPRISE SERVICES GMBH, SIEGBURG

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur weiter gehemmt

Auch im Jahr 2023 konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht maßgeblich erholen. Die Konjunkturprognosen des ifo Instituts rechnen mit einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von -0,4% für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten gedämpft. Das ifo Institut erwartet ein Wachstum von 1,4% 2024 und von 1,2% für 2025.

Die deutsche Wirtschaft wurde von der weiter hohen Inflationsrate gebremst, die die Kaufkraft der Verbraucher*innen erheblich beeinträchtigt hat. Auch der Anstieg der Leitzinsen durch die Zentralbanken weltweit wirkte sich negativ auf den Konsum sowie auf die Konjunktur aus, da die realen Haushaltseinkommen sanken und die Finanzierungskosten stiegen. Auch die deutsche Industrie spürte durch die Abkühlung der Weltkonjunktur eine reduzierte Nachfrage.

Der ifo Geschäftsklimaindex spiegelt die pessimistische Stimmung in den Unternehmen in Deutschland wider: Im August 2023 fiel der Index auf 85,7 Punkte, was bereits der vierte Rückgang in Folge ist. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage erreichte den niedrigsten Stand seit August 2020 und die Unternehmen sind auch pessimistischer in Bezug auf die kommenden Monate als noch zuvor.

Digitalbranche auf höherem Niveau als Gesamtwirtschaft

Auch das Geschäftsklima in der Digitalbranche verzeichnete im Mai 2023 einen Abstieg auf 17,7 Punkte und die Unternehmen der Branche bewerteten die Geschäftserwartungen schwächer als zuvor. Jedoch bleibt die ITK-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft auf einem deutlich höheren Niveau. Der Branchenverband Bitkom rechnet für 2023 erstmalig mit Umsätzen über 200 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sollen sie um 2,1 % auf voraussichtlich 213,2 Milliarden EUR wachsen. Das größte Wachstum soll das Segment Software mit 9,6 % auf 41,5 Milliarden EUR verzeichnen. Besonders deutliches Wachstum zeigen dabei Plattformen für Künstliche Intelligenz (41,8 % auf 1,1 Milliarden EUR), Collaborative Applications (15,6 % auf 1,6 Milliarden EUR) und Sicherheits-Software (11,4 % auf 3,3 Milliarden EUR). Auch die Ausgaben für IT-Services sollen steigen: um 5,3 % auf 49,4 Milliarden EUR.

Digitalisierung entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit

In einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben 60 % der Unternehmen an, dass Konkurrenten, die auf Digitalisierung setzen, ihnen voraus sind. Gleichzeitig sehen sich 64 % der Unternehmen als Nachzügler in der Digitalisierung. 53 % der Unternehmen möchten 2023 mehr in ihre Digitalisierung investieren. Die größten Hemmnisse für die Digitalisierung sind dabei Datenschutz, Fachkräftemangel, Anforderungen an IT-Sicherheit, begrenzte Zeit und finanzielle Mittel. Beispielsweise denken 72 % der Unternehmen, dass Künstliche Intelligenz für die Zukunft der deutschen Wirtschaft entscheidend ist, aber nur 15 % setzen KI tatsächlich ein.

Chart

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Geschäftsführung hatte für das Geschäftsjahr 2022/23 sinkende Umsätze gegenüber dem Vorjahr und ein leicht positives EBIT erwartet. Die gesetzten Ziele konnten im Umsatz erreicht werden, im EBIT wurden sie verfehlt.

Der geplante Umsatzrückgang aus den vertraglich vereinbarten Abnahmen im Rahmen des Master Service Agreement mit der DXC konnte kompensiert werden. Gleichzeitig ist es gelungen den DXC Vertrag zu verlängern. Im Rahmen des weiteren Ausbaus der Rolle als Zentrale Liefereinheit für SAP Services und technologieübergreifende Applikationsservices innerhalb des DATAGROUP Konzerns konnten die Service Aktivitäten für die Endkunden der Schwestergesellschaften planmäßig erweitert werden. Mitarbeiter, die aus dem eingangs genannten Großauftrag bei der DXC frei wurden, konnten überwiegend in den Projekten der DATAGROUP Endkunden eingesetzt werden.

Ein Anstieg der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen konnte durch Zinserträge aus gewährten Darlehen und der Bewertung des Deckungsvermögen der CTA zum Teil kompensiert werden. Dennoch kommt es zu einem Verlust und in der Folge zu einer weiteren Erhöhung des negativen Eigenkapitals, obwohl die operativen Ziele erreicht wurden. Da es sich um sehr langfristige Verpflichtungen handelt, droht kurz- und mittelfristig keine Zahlungsunfähigkeit.

Ertragslage

Umsatzerlöse und EBITDA werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens verwendet.

Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. T€ 39.744 (Vorjahr: T€ 42.421) erzielt. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer geplanten Umsatzreduzierung beim Großkunden DXC. Der weitere Aufbau der Aktivitäten im Bereich der SAP Services als zentrale Liefereinheit gegenüber den DATAGROUP Schwesterunternehmen hat den Umsatzrückgang zum Teil ausgleichen können.

Die Materialaufwendungen mit TEUR 8.136 sind gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 9.104 zurück gegangen. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Kosten für externe Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr mit T€ 31.184 (Vorjahr: T€ 27.015) angestiegen. Der Anstieg der Kosten erklärt sich im Wesentlichen aus dem Umstand, dass die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im Bereich des Dienstzeitaufwands, als Folge des bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen um 0,5% erhöhten Rententrends, gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen sind. Die Anzahl der Beschäftigten einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende lag zum Stichtag 30.09.2023 bei 280 (zum 30.09.2022 bei 310).

Das EBITDA hat sich von T€ 2.168 im Vorjahr auf -T€ 2.341 reduziert. Die Verschlechterung des EBITDA resultiert im Berichtsjahr zum größten Teil aus der erhöhten Zuführung von Pensionsrückstellungen i.H.v. T€ 6.303 (Vorjahr: T€ 1.937) sowie dem Aufbau zusätzlicher Personalrückstellungen.

Das Zinsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 5.594 (Vorjahr T€: -11.251). Die Entlastung des Zinsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen mit dem Gesellschafter, aus Buchgewinnen des in einem CTA geführten Deckungsvermögens sowie aus gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Effekten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis. Der mit der Pensionsrückstellung zusammenhängende passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zudem weiterhin planmäßig um TEUR1.874 reduziert.

Es wird ein Jahresfehlbetrag i.H.v. T€ 509 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von T€ 10.694) ausgewiesen.

Finanz- und Vermögenslage

In den Immateriellen Vermögensgegenständen ist entgeltlich erworbene Software i.H.v. T€ 301 (Vorjahr: T€ 444) ausgewiesen, die über ihre Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf T€ 4.165 (Vorjahr: T€ 3.978) erhöht. Der Anstieg ist auf höhere Investitionen gegenbüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag i.H.v. T€ 3.717 (Vorjahr: T€ 6.355) und resultierten zum größten Teil aus den mit einem DATAGROUP externen Großkunden vertraglich vereinbarten Abrechnungssummen. Der hohe Forderungsbestand im Vorjahr ist auf Forderungseinbehalte eines Großkunden zum Abschlussstichtag des Vorjahres zurückzuführen, die im Berichtsjahr beglichen wurden.

Die Forderungen im Verbundbereich sind im Berichtsjahr auf T€ 31.579 (Vorjahr: T€ 26.658) angestiegen. Ursächlich dafür ist ein an die DATAGROUP SE gewährtes Darlehen, das gegenüber dem Vorjahr von T€ 24.332 auf T€ 28.032 erhöht wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. T€ 7.520 (Vorjahr: T€ 7.060) beinhalten T€ 6.562 (Vorjahr: T€ 6.347) nicht verrechenbares, verpfändetes Treuhandvermögen, welches langfristige Personalverpflichtungen absichert.

Die Kassenbestände bzw. Bankguthaben belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 388 (Vorjahr: T€ 1.807).

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverbindlichkeiten zu erfüllen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Berichtsjahr auf T€ 3.146 (Vorjahr: T€ 1.521) angestiegen. Im Rahmen von Neubeschaffungen von IT Hardware für Kundenlandschaften wurden mehrjährige Wartungsverträge abgeschlossen und periodisch abgegrenzt.Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 1.000.

Im Berichtsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von T€ 509 erzielt (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 10.694). Es ergibt sich im Berichtsjahr ein negatives Eigenkapital von T€ 9.894 (Vorjahr: Negatives Eigenkapital i.H.v. T€ 9.385).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen zum Stichtag i.H.v. T€ 28.884 (Vorjahr: T€ 24.941). Die Pensionsverpflichtungen über T€ 68.072 (Vorjahr: T€ 61.131) wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit T€ 39.187 Planvermögen (Vorjahr: T€ 36.189) saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf T€ 13.923 (Vorjahr: T€ 12.695) und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Zeitkonten der Mitarbeiter über T€ 6.764 sowie Rückstellungen für Personalmaßnahmen in Höhe von T€ 5.171.

Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 1.844 (Vorjahr: T€ 1.949).

3. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Die DATAGROUP-Gruppe ("DATAGROUP") unterhält ein konzernweites Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken, welches auch die DATAGROUP Enterprise Services GmbH abdeckt. Aufgabe des Risikomanagements ist die systematische Risikobewertung anhand eines einheitlichen Risikokataloges, die regelmäßige Risikokommunikation durch Risikoberichte und schließlich die zentrale Risikosteuerung und -kontrolle. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ausgehend von standardisierten Frühwarnsystemen erstellen die operativ tätigen Konzerngesellschaften regelmäßig nach einheitlichen Risikokatalogen standardisierte Risikoberichte. Risiken werden anhand des Risikokatalogs identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Konsolidierung der Risikoberichte, die Bewertung der Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen erfolgt zentral in der Konzernmuttergesellschaft. Die Frühwarnsysteme umfassen die Vertriebsplanung, die Liquiditätsplanung, die kurzfristige Erfolgsrechnung und ein qualitatives Management Summary. Für die Umsetzung der im Rahmen der Bewertung dokumentierten Maßnahmen ist auf Ebene der operativ tätigen Konzerngesellschaften die Geschäftsführung verantwortlich, auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft der Vorstand.

Neben den im Abschnitt »Risiken« genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Chancenmanagement

Chancen aus dem Marktumfeld

DATAGROUP und die DATAGROUP Enterprise Services GmbH sind auf dem Markt für IT-Serviceleistungen aktiv. Das Unternehmen unterliegt damit wie die Wettbewerber den konjunkturellen Entwicklungen der Branche sowie des Gesamtmarktes. Bei einer allgemein positiven Wirtschaftsentwicklung ergeben sich Chancen für erfolgreiches Wachstum bei Umsatz und Ertrag. Aber auch von einer stagnierenden oder negativen Konjunkturentwicklung kann die DATAGROUP Enterprise Services GmbH profitieren. Die digitale Transformation treibt die Nachfrage nach IT im Allgemeinen, aber auch nach IT-Servicedienstleistungen im Besonderen an. Die vom Unternehmen adressierten Märkte bieten nach wie vor ein großes Wachstumspotenzial.

Chancen aus der technologischen Entwicklung

Angesichts einer globalisierten Wirtschaft, die nach immer höherer Profitabilität und Prozesseffizienz verlangt, nimmt die allgemeine Bedeutung der Informationstechnologie weiter zu. IT ist essentieller Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfung und in aller Regel auch ein bestimmender Erfolgsfaktor unternehmerischer Tätigkeit. Der IT-Markt ist dabei geprägt durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit und relativ kurze Produktzyklen. Die Komplexität der Produkte und der hohe Aufwand, der nötig ist, um die IT-Infrastruktur auf dem neusten Stand der Entwicklung zu halten, führt dazu, dass viele Unternehmen den Betrieb ihrer IT-Systeme ganz oder teilweise an kompetente Partner auslagern. Auch die Aufrechterhaltung des sicheren IT-Betriebs stellt insbesondere vor dem Hintergrund einer gestiegenen Cyber Security-Bedrohungslage den von DATAGROUP und der DATAGROUP Enterprise Services GmbH adressierten Mittelstand vor Herausforderungen. Außerdem wird auch der in den kommenden Jahren zunehmende Fachkräftemangel in der IT den Trend und die Notwendigkeit zum Outsourcing verstärken und sich somit positiv auf das Geschäft der DATAGROUP Enterprise Services GmbH auswirken.

Mit dem modularen Serviceportfolio der CORBOX deckt DATAGROUP die gesamte Bandbreite der Unternehmens-IT ab. Dazu zählt neben hochwertigen Dienstleistungen wie Managed oder Cloud Services auch der Bereich IT-Sicherheit. Die Anzahl der Cyberangriffe auf Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung wächst seit Jahren und die Angriffe werden immer professioneller ausgeführt. Daher wurde das CORBOX Security-Serviceportfolio um vielfältige Informationssicherheitsdienstleistungen erweitert. Damit bieten die DATAGROUP IT Security Services zuverlässigen Schutz vor Bedrohungen durch moderne und wirksame Sicherheitskonzepte, die Angreifern immer einen Schritt voraus sind.

Chancen aus der zunehmenden Digitalisierung

Chancen für die DATAGROUP Enterprise Services GmbH entstehen vor allem aus dem anhaltenden Trend zur Digitalisierung. Die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen zum dezentralen Arbeiten gezwungen und mit Hilfe von Cloud-basierten Kollaborationslösungen die Arbeitswelt nachhaltig verändert - in der Privatwirtschaft genauso wie in der öffentlichen Verwaltung. Auch der anhaltende Fachkräftemangel verstärkt weiter den Bedarf an Digitalisierung und IT-gestützten Automatisierungslösungen. Für Unternehmen ist die Digitalisierung nicht zuletzt ein Schlüssel, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Für die DATAGROUP Enterprise Services GmbH bietet diese Entwicklung die Chance, bestehende Kunden mit zusätzlichen Services bedienen zu können oder neue Kunden für das umfassende CORBOX-Serviceportfolio zu gewinnen. Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH reagiert auf neue Technologien mit entsprechenden Angeboten für ihre Kunden, beispielsweise im Bereich diverser Cloudsysteme und ergänzt das Dienstleistungsangebot permanent um weitere Services.

Chancen durch Nachhaltigkeit

Die ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Sie reichen von Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, der IT-Sicherheit und der Resilienz von Lieferketten bis hin zu Fragen der Corporate Governance. Als verantwortungsvoll agierendes Unternehmen nehmen wir diese Herausforderungen ernst und möchten mit unseren Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Einen Überblick über die Aktivitäten von DATAGROUP bietet der jährliche Nachhaltigkeitsbericht.

DATAGROUP strebt als Unternehmen langfristigen und nachhaltigen Erfolg an. Technologien und Dienstleistungen anzubieten, die die digitale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen, bietet DATAGROUP die Chance, sich langfristig als innovatives IT-Unternehmen zu positionieren. Das entspricht den Erwartungen unserer Kunden und ist auch für die Gewinnung und Bindung gerade von neuen Mitarbeiter*innen ein wichtiges Kriterium.

Geschäftsbezogene Risiken

Wirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig überwacht und gesteuert.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Auf dem Markt für Informationstechnologie herrscht seit Jahren intensiver Wettbewerb, der sich möglicherweise in den nächsten Jahren weiter verschärfen könnte. Neben einer Vielzahl von regionalen oder deutschlandweit tätigen Unternehmen bieten auch internationale Großunternehmen Leistungen im Bereich IT-Services an. Auch die SAP AG selbst greift mit ihren SAP Public Cloud Angeboten die Kunden der DATAGROUP Enterprise Services GmbH im klassischen SAP-Hosting-Bereich an.

Eine Verschärfung des Wettbewerbsdrucks im IT-Markt kann zur Verdrängung der DATAGROUP Enterprise Services GmbH durch Konkurrenten und damit zu Umsatzeinbußen führen. Der geplante Umsatzrückgang mit dem Großkunden DXC und die langfristige Entwicklung dieser Kundenbeziehung bergen weitere Risiken. Die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, erfolgreiche Vertriebsanstrengungen zur Gewinnung weiterer Kunden, hohe Qualitätsanforderungen an das eigene Leistungsportfolio und die verstärkte Fokussierung auf die Rolle als Zentrale Liefereinheit für SAP Services und technologieübergreifende Applikationsservices innerhalb des DATAGROUP Konzerns, sollen die Position der DATAGROUP Enterprise Services GmbH im Markt sicherstellen. Bei den DATAGROUP internen Kunden wird der SAP-Service der DATAGROUP Enterprise Services GmbH als absolut hochwertige Dienstleistung geschätzt. Diese interne Sicht gilt es nach außen zu transportieren und weitere Kunden damit zu gewinnen.

Insgesamt wird das Risiko aus der Wettbewerbssituation am IT-Markt weiterhin als gering eingestuft.

Technische Verfügbarkeit des Leistungsangebotes

Die Geschäftstätigkeit, der DATAGROUP Enterprise Services GmbH wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Insofern hat die Verfügbarkeit der IT-Systeme und des Leistungsangebotes für DATAGROUP und der DATAGROUP Enterprise Services GmbH als Anbieter von IT-Betriebsdienstleistungen eine besondere Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall von Infrastrukturkomponenten können die Arbeitsabläufe bei DATAGROUP inklusive der DATAGROUP Enterprise Services GmbH oder bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Sollte die DATAGROUP Enterprise Services GmbH in Zukunft ihren Lieferungs- oder Leistungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen können, kann das Risiko von Schadensersatzverpflichtungen aus Gewährleistung und Haftung entstehen.

Die regelmäßige Überprüfung der Leistungsqualität und der ordnungsgemäßen Auftragsabwicklung erfolgt durch eine laufende interne Produktionsüberwachung und -steuerung. Durch die stringente Organisation der IT-Serviceproduktion und die Nutzung geeigneter Architekturen wird ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt.

DATAGROUP betreibt ein ganzheitliches IT-Service-Management, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) einschließt. Das DATAGROUP ISMS wird für ausgewählte DATAGROUP Gesellschaften und Services gemäß ISO/IEC 27001 zertifiziert und um die ISO/IEC 27018 mit Fokus auf den Schutz personenbezogener Daten in Cloud-Umgebungen erweitert. Das IT Operations Management der DATAGROUP Operations GmbH ist zusätzlich gemäß ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz (BSI) zertifiziert. Sämtliche zentralen IT-Plattformen werden in einem sogenannten Colocation-Modell in gespiegelten Rechenzentren in Frankfurt und Düsseldorf betrieben. Die Data Center in Frankfurt und Düsseldorf sowie alle DATAGROUP-Standorte im Scope werden jährlich nach dem international anerkannten Standard ISO 27001 auditiert. Das Management-System für den übergreifenden Geschäftsprozess »DATAGROUP IT Service Management« wird jährlich in internen und externen Audits gemäß dem internationalen Standard ISO 20000 überprüft. Beinhaltet sind alle Services im Service-Katalog mit sämtlichen Prozessen und Funktionen. Zuletzt wurde im September 2021 erfolgreich die Rezertifizierung mit der TÜV Süd Management Services GmbH durchgeführt. Die nächste Rezertifizierung des DG-weiten ISO 20000 Zertifikates ist für Juli 2024 geplant.

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über spezifische Zertifizierungen der SAP SE, über eine Zertifizierung nach den TISAX-Standards und auch über eine Zertifizierung nach ISAE 3402 Typ II.

Zur weiteren Absicherung der Geschäftsrisiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz für Betriebsunterbrechungen im eigenen Unternehmen sowie bei Kunden, der turnusmäßig durch das Management auf seine Angemessenheit überprüft wird.

IT-Sicherheit / Cyber Security

Aufgrund der erheblich gestiegenen Zahl an Cyberangriffen verstärken DATAGROUP und die DATAGROUP Enterprise Services GmbH kontinuierlich ihre Anstrengungen zum Schutz ihrer Ressourcen, Systeme und Daten sowohl in Bezug auf die konzerneigene IT als auch auf die betriebenen Kundensysteme. Neben der regelmäßigen Durchführung von Penetration-Tests wurden die technischen Maßnahmen für Schutz und Angriffserkennung sowie die IT-Service-Management-Struktur und die darin verankerten Sicherheitsmechanismen in den vergangenen Jahren erweitert. Eine betrügerisch motivierte oder arglistige IT-Sicherheitsgefährdung oder ein Cyber-Angriff auf die Systeme von DATAGROUP, oder der von DATAGROUP betreuten Kundensysteme kann dennoch nicht ausgeschlossen werden und könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die DATAGROUP Enterprise Services GmbH und ihre Kunden- und Leistungsbeziehungen sowie ihre Reputation haben und große rechtliche und finanzielle Risiken nach sich ziehen.

Risiko aus dem technologischen Wandel

Das technologische Umfeld, in dem die DATAGROUP Enterprise Services GmbH aktiv ist, unterliegt permanenter Veränderung, insbesondere durch die Entwicklung neuer Technologien, wie beispielsweise der Bereitstellung von Infrastrukturdienstleistungen oder von Software mit Hilfe von Cloud-Technologien sowie KI. Das Portfolio der durch Kunden eingesetzten Anwendungen und Lösungen vergrößert sich ständig. DATAGROUP und die DATAGROUP Enterprise Services GmbH arbeiten permanent daran, das Leistungsportfolio, um neue Technologien zu erweitern, an die veränderten Bedürfnisse der Kunden zu adaptieren und die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen entsprechend anzupassen. Das Risiko, dass es zu einer disruptiven Veränderung des technologischen Umfelds kommt, auf den DATAGROUP und die DATAGROUP Enterprise Services GmbH nicht rechtzeitig mit dem eigenen Leistungsportfolio reagieren können, wird derzeit als gering eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Forderungsausfall- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität der DATAGROUP Enterprise Services GmbH ist durch eine Refinanzierung durch die Konzernmuttergesellschaft DATAGROUP SE jederzeit sichergestellt.

Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert DATAGROUP durch Liquiditätsreserven in Form von Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt die ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Alle Tochtergesellschaften und damit auch die DATAGROUP Enterprise Services GmbH sind Bestandteil einer zentralen Liquiditätsplanung, durch die die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt wird. Die Liquiditätsrisiken werden als gering eingeschätzt.

Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns sowie der DATAGROUP Enterprise Services GmbH werden stetig eng überwacht, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen. Diese Risiken werden derzeit als überschaubar eingeschätzt, insbesondere weil ein Großteil der Umsätze mit Auftraggebern abgewickelt wird, die vom Vorstand und Geschäftsführung als solide und solvent angesehen werden. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Die Kunden durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm - als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem niedrigen Niveau.

Risiken aus der Kundenstruktur

Ein Risiko könnte sich aus der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung ergeben. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Zusätzlich wird eine heterogene Kundenstruktur über alle Branchen hinweg fokussiert. In keiner Branche ergibt sich eine außergewöhnliche Häufung der Roherträge, somit besteht keine Branchenabhängigkeit.

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH steht in einer hohen Abhängigkeit zu einem Großkunden. Der bestehende Vertrag konnte um zwei weitere Jahre zu neuen Konditionen verlängert werden. Soweit zusätzliche eigene Mitarbeiter aus dem bestehenden Vertragsverhältnis mit dem Großkunden frei werden, wird versucht diese auf Bestands- und Neukunden zu allokieren. Für die darüber hinaus notwendigen Anpassungen des Personalbestands wurden angemessene Rückstellungen gebildet.

Lieferantenrisiken

Als IT-Dienstleister und Anbieter von IT-Produkten arbeitet die DATAGROUP Enterprise Services GmbH mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferengpässe lassen sich vor dem Hintergrund der stellenweise weiterhin global beeinträchtigten Lieferketten nicht ausschließen. Derartige Lieferengpässe können die Lieferbarkeit von Hardwarekomponenten insgesamt negativ beeinträchtigen und zu längeren Lieferzeiten, Preiserhöhungen, Änderungen in der Produktstrategie oder anderen negativen Auswirkungen auf die DATAGROUP Enterprise Services GmbH führen. Diesen begegnet die DATAGROUP Enterprise Services GmbH vor allem durch erhöhte Kapazitätsreserven der eingesetzten Hardware-Ressourcen.

Im Zuge der Beeinträchtigung der Lieferketten haben auch die Risiken aus mangelnder Qualität der eingesetzten Hard- und Software-Komponenten zugenommen. Insbesondere in neuen Softwareversionen - die aus Gründen der IT-Sicherheit aktuell gehalten werden müssen - enthaltene Fehler können zur Beeinträchtigung der Betriebsstabilität der IT-Services führen. DATAGROUP mitigiert dieses Risiko durch die Erweiterung der Testmöglichkeiten im Vorfeld sowie der Change Vorgehensweise bei der Ausbringung neuer Softwareversionen.

Lieferrisiken in Ihrer Gesamtheit werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert, so dass das Risiko - insbesondere auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Dienstleistungsanteils im DATAGROUP-Konzern - als gering eingeschätzt werden kann.

Personalwirtschaftliche Risiken

Risiken können aus der potenziellen Fluktuation von Mitarbeiter*innen und Führungskräften in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Führungskräften und Mitarbeiter*innen kann sich nachteilig auf DATAGROUP und auf die DATAGROUP Enterprise Services GmbH oder auf Kundenbeziehungen auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidat*innen zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik der DATAGROUP Enterprise Services GmbH. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträger*innen wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt.

Weitere personalwirtschaftliche Risiken können sich aus dem Mangel an qualifiziertem Personal in der IT-Industrie und dadurch bedingt steigende Lohnkosten ergeben. Nach wie vor treibt die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft und Verwaltung die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Nicht zuletzt besteht das Risiko, dass die zunehmend spürbaren Preissteigerungen und Inflationstendenzen zu einer allgemeinen Lohninflation führen. Mit Blick auf diese Entwicklungen unternehmen DATAGROUP und die DATAGROUP Enterprise Services GmbH unverändert umfassende Anstrengungen zur langfristigen Bindung ihrer Mitarbeiter*innen. Hierfür wurde 2022 die sogenannte DATAGROUP Career Box entwickelt. Sie fasst die Einstiegs- sowie Entwicklungs- und Karrierewege bei DATAGROUP zusammen und zeigt Weiterentwicklungsperspektiven für alle Mitarbeitenden auf. Dies ist ein elementarer Baustein für die Erhaltung und laufende Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von DATAGROUP und der DATAGROUP Enterprise Services GmbH.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren bekannt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der DATAGROUP Enterprise Services GmbH haben könnten. Insgesamt werden die rechtlichen Risiken als gering eingestuft.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2022/2023 bestanden für die DATAGROUP Enterprise Services GmbH Risiken, die im vorliegenden Abschluss ausreichend berücksichtigt wurden. Langfristige Risiken bestehen hinsichtlich der Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des zugehörigen Deckungsvermögens. Darüberhinaus sind aus heutiger Sicht keine akuten bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich, allerdings ist die weitere Entwicklung der Gesellschaft davon abhängig, dass die Planungen bezüglich Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung in den kommenden Jahren erreicht werden.

4. Prognosebericht der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der DATAGROUP Enterprise Services GmbH plant das kommende Geschäftsjahr 2023/24 mit einem weiteren Ausbau der Aktivitäten innerhalb des DATAGROUP Konzerns. Aufgrund der mit dem Großkunden DXC vereinbarten Umsatzreduzierungen wird im kommenden Geschäftsjahr von erneut moderat rückläufigen Umsätzen und einem leicht positiven EBIT ausgegangen. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung ein anspruchsvolles Jahr, sieht sich jedoch grundsätzlich gut aufgestellt, um den Wandel im Geschäftsmodell und die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern.

 

Siegburg, den 1. Dezember 2023

DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg

gez. Stefan Huhn, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

DATAGROUP ENTERPRISE SERVICES GMBH, SIEGBURG

AKTIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.476.072,35 4.431
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 301.447,00 444
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.447,00 444
II. Sachanlagen 4.165.251,00 3.978
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.165.251,00 3.978
III. Finanzanlagen 9.374,35 9
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.374,35 9
B. UMLAUFVERMÖGEN 43.204.354,09 41.880
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 42.816.134,18 40.073
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.717.484,24 6.355
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.578.972,21 26.658
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.519.677,73 7.060
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 388.219,91 1.807
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.145.500,64 1.521
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 9.893.674,75 9.385
60.719.601,83 57.217

PASSIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Verlust-/Gewinnvortrag -10.384.727,81 310
III. Jahresfehlbetrag -508.946,94 -10.694
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.893.674,75 9.384
B. RÜCKSTELLUNGEN 44.121.536,25 38.650
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28.884.873,97 24.941
2. Steuerrückstellungen 1.313.882,76 1.014
3. Sonstige Rückstellungen 13.922.779,52 12.695
C. VERBINDLICHKEITEN 1.843.687,56 1.949
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118.920,50 375
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.260.636,89 909
3. Sonstige Verbindlichkeiten 464.130,17 665
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.754.378,02 16.618
60.719.601,83 57.217

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
TEUR
1. Umsatzerlöse 39.744.093,60 42.421
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.261.717,49 1.357
3. Materialaufwand 8.136.388,90 9.104
4. Personalaufwand 31.183.931,82 27.015
a) Löhne und Gehälter 21.285.458,66 21.235
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.898.473,16 5.780
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.551.970,98 1.411
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.026.693,78 5.491
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.232.578,09 363
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 638.878,54 11.614
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.206.187,10 193
10. Ergebnis nach Steuern -505.661,94 -10.687
11. Sonstige Steuern 3.285,00 7
12. Jahresfehlbetrag -508.946,94 -10.694

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DATAGROUP ENTERPRISE SERVICES GMBH, SIEGBURG

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH hat ihren Sitz in Siegburg und ist beim zuständigen Amtsgericht in Siegburg unter HRB 14109 eingetragen.

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss der DATAGROUP Enterprise Services GmbH wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechtes aufgestellt.

Für die Gewinn und Verlustrechnung findet in Ausübung des Wahlrechtes in § 275 Abs. 1 HGB das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Das Geschäftsjahr der DATAGROUP Enterprise Services GmbH umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

Durch Verluste ist das Eigenkapital zum Bilanzstichtag vollständig verbraucht und die DATAGROUP Enterprise Service GmbH ist zum 30.9.2023 bilanziell überschuldet. Die Bilanzierung erfolgt zu Fortführungswerten, da auf Basis der Planungen mittelfristig von positiven Ergebnissen ausgegangen wird und der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch nicht liquiditätswirksame Zuführungen zu Pensionsverpflichtungen begründet ist und die Liquidität mittelfristig gesichert ist.

B. BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Aktivierung der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit deren Anschaffungskosten, die ausschließlich lineare Abschreibung wird auf drei bis zehn Jahre bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwei bis fünfzehn Jahre. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang unterstellt. In Ausnahmefällen erfolgt die Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Das sogenannte Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsansprüchen oder vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen dient, wird saldiert mit den entsprechenden Rückstellungen ausgewiesen. Die verrechenbaren Vermögensgegenstände sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Nicht verrechenbares, verpfändetes Treuhandvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung in der Handelsbilanz erfolgt nach dem IDW Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 i. V. m. dem Ergebnisbericht "Aktuarielle Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" des Fachausschusses Altersversorgung der DAV vom 26.04.2022. Dabei wurde das Erfüllungsbetragsverfahren (Abschnitt 3.3.2 des Ergebnisberichts) angewendet. Als Rückstellung wird, der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelte Barwert angesetzt, der den nach dem jeweiligen Versorgungsplan am Bewertungsstichtag von den Versorgungsberechtigten erdienten Anwartschaften bzw. den Ansprüchen auf künftige Pensionsleistungen entspricht. Die Kalkulation der Rückstellung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Nach § 253 Abs. 6 HGB wird der Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Rückstellung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren angegeben. Es wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Pensionsverpflichtungen mit dem sich für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ergebenden Zins abzuzinsen. Biometrische Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck. Das Deckungsvermögen wird mit den Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst dargestellt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Zum 1. September 2016 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB 306 Mitarbeiter von der Hewlett Packard GmbH (jetzt DXC Technology) übernommen. Damit einher ging auch die Übernahme von Pensionsverpflichtungen, die auf Grundlage von internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen mit TEUR 52.115 bewertet und der Gesellschaft erstattet worden sind. Handelsrechtlich belief sich der Wert für die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen zum Übernahmezeitpunkt auf TEUR 24.160. Der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 27.956 wurde als passiver Abgrenzungsposten ausgewiesen und wird nach Maßgabe der Duration des zugrundeliegenden Rentenbestands auf 15 Jahre verteilt linear aufgelöst. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum 30.09.2023 TEUR 14.754. Die Auflösung im Geschäftsjahr wurde bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.863, mit den Zinsaufwendungen aus der Anpassung der Pensionsrückstellung verrechnet. Ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 wird die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten, aufgrund der rückläufigen Zinsaufwendungen der Pensionsrückstellung, unverrechnet und damit im Zinsertrag ausgewiesen.

Passive latente Steuern sind nicht zu bilden, auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wird im Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 163).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 28.155 (Vorjahr: TEUR 24.395). Darin enthalten ist ein Gesellschafterdarlehen über TEUR 28.032.

Die übrigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 3.369 (Vorjahr: TEUR 2.262) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten nicht verrechenbares, verpfändetes Treuhandvermögen im Zusammenhang mit Zeitkonten der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 6.562 (Vorjahr TEUR 6.347).

3. Rückstellungen

Mit den Rückstellungen, insbesondere für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen, wurde nach § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB das zu diesem Zweck hinterlegte Treuhandvermögen verrechnet.

Der Erfüllungsbetrag der mit Deckungsvermögen saldierten Schulden beträgt TEUR 68.072 (Vorjahr: TEUR 61.131). Als Rechnungszins zur Bewertung der Rückstellung wird der durchschnittliche Zinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren angewendete, dieser ist mit 1,81% (Vorjahr: 1,78%) gesunken. Der durchschnittliche Zinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre beträgt 1,66% (Vorjahr: 1,40%). Die Rentendynamik ist mit 2,25% (Vorjahr: 1,75%) angesetzt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen der mit der 7-jährigen und mit der 10-jährigen Durchschnittsbildung ermittelten Pensionsrückstellung beträgt TEUR 2.269.

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum 30. September 2023 und betragen TEUR 39.187 (Vorjahr: TEUR 36.189). Der verbleibende Betrag i.H.v. TEUR 28.885 (Vorjahr TEUR 24.941) wird in der Bilanz als Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten, Personalrückstellungen, Weihnachtsgeld, Urlaubsansprüchen, ausstehenden Rechnungen, Überstundenvergütungen und Tantiemen.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 428).

Sämtliche Verbindlichkeiten verfügen über eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuern in Höhe von TEUR 461 (Vorjahr TEUR 641). Im Rahmen der sozialen Sicherheit wurden TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0,00) passiviert.

5. Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultierten aus der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen, Treuhandvermögen und Rückstellungen im Bereich der bezogenen Leistungen. Eine passive latente Steuerwirkung ergab sich im Bereich der passiven Abgrenzungsposten sowie der Inanspruchnahme der steuerlichen Sofortabschreibung. Saldiert ergibt sich ein aktivischer Überhang. Die aktive latente Steuer wurde in der Bilanz nicht angesetzt (Wahlrecht). Für die Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz i.H.v. 30,7% angesetzt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen:

30.09.2023
EUR
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 522.427,12
davon mit Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren 998.096,70
davon mit Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 0,00
1.520.523,82

Zudem bestehen Bestellobligo in üblichem Rahmen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Services und Dienstleistungen und werden durchweg in Deutschland erbracht.

2. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.076 (Vorjahr: TEUR 1.084). Es handelt sich im Vorjahr im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und im Geschäftsjahr 2022/2023 aus der Minderung einer Einzelwertberichtigung

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind TEUR 6.519 (Vorjahr: TEUR 2.138) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten, die mit der Zuführung von Pensionsrückstellungen saldiert werden.

4. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 120).

5. Zinserträge

In den Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.154 (Vorjahr: TEUR 363) enthalten, sowie erstmals der Finanzertrag aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.864.

6. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen von insgesamt TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 2.437) resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

Weitere Pflichtangaben zur Gewinn und Verlustrechnung waren für das Berichtsjahr und das Vorjahr nicht vorzunehmen.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Anteilsbesitz

Währung Nominalkapital Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
DATAGROUP Enterprise Services KFT, Budapest THUF 3.000 100,00 85.911 28.800

2. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 waren 277 (Vorjahr: 302) Arbeitnehmer beschäftigt.

Zum 30.09.2023 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 262 (Vorjahr: 294).

Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiterzahl zum 30.09.2023 280 (Vorjahr: 310).

3. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft ist

Herr Stefan Huhn, Nufringen

Herr Hendrik Schultz ist mit Wirkung zum 01.10.2023 als Geschäftsführer der DATAGROUP Enterprise Services GmbH abberufen worden.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde von der Erleichterungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DATAGROUP SE, Pliezhausen, zum 30.09.2023 einbezogen (kleinster Konzernkreis). Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 758721 eingetragen. Der Konzernabschluss soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HHS Verwaltungsgesellschaft mbH, Pliezhausen, zum 30.09.2023 einbezogen (größter Konzernkreis). Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 768480 eingetragen. Der Konzernabschluss soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

5. Angaben zu Honoraren

Die Angaben der im Geschäftsjahr erfassten Honorare für die Abschlussprüfung gem. § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang der DATAGROUP SE, Pliezhausen.

6. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Siegburg, den 1. Dezember 2023

DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg

gez. Stefan Huhn, Geschäftsführer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 978.104,69 72.213,31 6.400,00 1.043.918,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.033.796,64 1.560.084,16 74.491,94 9.519.388,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.374,35 0,00 0,00 9.374,35
9.021.275,68 1.632.297,47 80.891,94 10.572.681,21
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 534.251,69 209.500,31 1.281,00 742.471,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.055.835,64 1.342.470,67 44.168,45 5.354.137,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.590.087,33 1.551.970,98 45.449,45 6.096.608,86
Buchwerte
30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.447,00 443.853,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.165.251,00 3.977.961,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.374,35 9.374,35
4.476.072,35 4.431.188,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DATAGROUP Enterprise Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 1. Dezember 2023

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Arne Tiemann, Wirtschaftsprüfer

Thomas Hus, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30.September 2023 ist durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15.12.2023 festgestellt worden.

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