Lorenz-Kunststofftechnik GmbH

Hansastraße 75, 49134 Wallenhorst, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 18003
Eingetragen
13.6.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Formen für die Kunststoffverarbeitung und von Kunststoffabrikaten sowie Erwerb, Verarbeitung und Veräußerung von Kunststoffabrikaten aller Art. Einfuhr und Ausfuhr von Kunststoffrohstoffen, Halb- und Fertigfabrikaten, von Maschinen und Formen für die Kunststoffverarbeitung sowie von allen Hilfsstoffen, die für die Kunststoffabrikation benötigt werden. Die Führung von und die Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin von Firmen. Der Erwerb anderer Unternehmen oder die Übernahme von Vertretungen anderer Unternehmen sowie die Errichtung von Zweigniederlassungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Siegfried Lorenz
seit 13.6.2006
Geschäftsführer
Thomas Lorenz
seit 13.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lorenz-Kunststofftechnik GmbH

Wallenhorst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Lorenz Kunststofftechnik GmbH, Wallenhorst

1. Grundlage der Gesellschaft

Die Lorenz Kunststofftechnik GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Kunststofftechnik, welches seit knapp 60 Jahren als zuverlässiger und kompetenter Partner im In- und Ausland bekannt ist. Zum Produktportfolio gehören SMC, BMC und CIC Produkte sowie Pressteile aus diesen Materialien. Zu den Stärken gehören qualitativ hochwertige Produkte und eine hohe Verfügbarkeit durch entsprechendes Lagermanagement. Die Tätigkeiten werden in Wallenhorst Hollage und Hopsten Schale ausgeübt. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Nachhaltigkeit ist das Leitmotiv der Geschäftsstrategie von Lorenz Kunststofftechnik GmbH und damit der Kern des unternehmerischen Handelns.

2. Wirtschaftsbericht

2. 1 Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnete sich aber noch nicht ab. Für die globale Produktion des Jahres 2023 betrug, so die Wirtschaftsexperten des IfW Kiel, die Zuwachsrate + 3,0 Prozent nach + 3,3 Prozent im Vorjahr, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich war. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stieg das Bruttoinlandsprodukt nur um + 1,6 Prozent. In den Schwellenländern waren ebenfalls große Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zu verzeichnen. In China hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion zwar um + 5,2 Prozent erhöht, das Expansionstempo ist im historischen Vergleich aber weiter gering und das Land hat seine Rolle als Motor der weltwirtschaftlichen Expansion zu einem Gutteil eingebüßt. Hingegen expandierte die Wirtschaft in Indien sehr kräftig (+ 7,7 Prozent) und in den meisten südostasiatischen Schwellenländern stieg die Produktion zuletzt zum Teil ausgesprochen stark.

In den fortgeschrittenen Ländern zeigte sich in 2023 besonders die Wirtschaft der Vereinigten Staaten - gestützt durch eine expansive Finanzpolitik - als robust (+ 2,5 Prozent). Schwach entwickelte sich hingegen die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa. Für den Euroraum betrug das Bruttoinlandsprodukt kaum mehr + 0,4 Prozent; in Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung mit - 0,3 Prozent. Der Preisauftrieb hat in 2023 weltweit nachgelassen. Maßgeblich für den Rückgang war zunächst die Entspannung an den Energiemärkten, die dazu führte, dass der Beitrag von der Energie spürbar kleiner wurde und zuletzt sogar entlastend wirkte. Aber auch die Kernrate der Inflation (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) ging im Jahresverlauf deutlich zurück. So schien der zugrundeliegende Inflationsdruck in Europa und in den Vereinigten Staaten zum Jahresende nicht mehr wesentlich höher zu sein als das Inflationsziel. Vor allem die nicht-energetischen Waren stiegen im Preis seit einiger Zeit kaum noch.

In Deutschland hinterließ die geringe wirtschaftliche Dynamik in 2023 Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbundene Fachkräftemangel wirkten dem aber entgegen. Die starken Lohnerhöhungen im Laufe des Jahres 2023 bewirkten in der 2. Jahreshälfte bei rückläufigen Inflationsraten erstmalig seit 2020 leichte Zuwächse bei den Reallöhnen, berichtete das Statistische Bundesamt.

Die Weltwirtschaft expandierte in 2024 weiterhin in moderatem Tempo, schreibt das IfW im Konjunkturbericht Q3-2024. Die im Frühjahr etwas schnellere Gangart scheint sich im Sommer wieder verlangsamt zu haben. In den Vereinigten Staaten verlor die Konjunktur nach und nach an Schwung. Gleichzeitig blieb die konjunkturelle Dynamik in Europa gering, und eine nachhaltige Belebung der Konjunktur in China war laut IfW weiter nicht in Sicht. Der Welthandel ist im Verlauf des Jahres 2024 zwar wieder gestiegen, angesichts der Anzeichen für eine wieder geringere Expansion der globalen Produktion im verarbeitenden Gewerbe kamen von dieser Seite aber nur schwache Impulse. Die Geldpolitik wirkte noch restriktiv. Durch die eingeleitete Zinswende sollten die wirtschaftlichen Aktivitäten zunehmen und Rückenwind von wieder günstigeren Finanzierungsbedingungen erhalten. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die weltwirtschaftliche Expansion in 2024 und 2025 in kaum verändertem, moderatem Tempo fortsetzen, wobei vor allem in Europa ein angesichts wieder steigender Reallöhne anziehender privater Konsum Impulse gibt. Das IfW rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion von + 3,2 Prozent. Im nächsten Jahr soll der Zuwachs mit + 3,1 Prozent geringfügig niedriger sein. Für den Euroraum erwarten die IfW-Wirtschaftsexperten für 2024 bzw. 2025 Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes um + 0,9 bzw. + 1,2 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft kommt allerdings nicht in die Gänge, die Wirtschaftsleistung stagniert vorerst weiter. Das verarbeitende Gewerbe befindet sich in der Rezession und die privaten Haushalte halten sich trotz steigender Realeinkommen beim Konsum zurück. Die Investitionen leiden weiter unter der hohen Unsicherheit, die maßgeblich den fehlenden Gemeinsamkeiten über den wirtschafts- und finanzpolitischen Kurs innerhalb der Bundesregierung geschuldet ist, und den restriktiven Finanzierungsbedingungen. Für das laufende Jahr rechnet das IfW mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von - 0,1 Prozent und im kommenden Jahr könnte es um + 0,5 Prozent zulegen. Die Prognosen basieren auf den Annahmen, dass die restriktive Wirkung der Geldpolitik allmählich nachlässt und weiter steigende Realeinkommen zudem zu einer moderaten Belebung des privaten Konsums führen könnten. Ferner müsste das Exportgeschäft die wirtschaftliche Expansion in den Absatzmärkten etwas stimulieren.

Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften steigt in diesem und im nächsten Jahr zwar leicht an, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Der seit zwei Jahren in Deutschland zu verzeichnende Anstieg der Arbeitslosigkeit auf aktuell 6 Prozent dürfte sich nach den Wirtschaftsprognosen noch bis Anfang 2025 fortsetzen und auf 6,1 Prozent steigen.

Der Rückgang der Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erfolgte zuletzt nur langsam, vor allem aufgrund des hartnäckigen Anstiegs der Preise für Dienstleistungen und weil die Energiepreise im Vorjahresvergleich nicht mehr sinken. Für den Euroraum wird ein Rückgang von 5,6 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2023 auf voraussichtlich auf 2,6 Prozent (2024) sowie 2,3 Prozent (2025) prognostiziert. Der erwartete weitere Rückgang in Richtung der Zielmarke von 2 Prozent dürfte sich somit nur langsam vollziehen. Die EZB hat beginnend im Juni dieses Jahres den Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozent auf 3,25 Prozent gesenkt. Mit Blick auf die derzeitigen Preissteigerungsraten bleibt es ein Risiko, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss als derzeit erwartet.

Risiken für die Weltkonjunktur liegen ebenfalls in einer möglichen Zuspitzung geopolitischer Konflikte und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Insbesondere würden verschärfte handelspolitische Auseinandersetzungen die weltwirtschaftliche Aktivität belasten.

Deutschland steht angesichts des wirtschaftlichen Nullwachstums vor zusätzlichen großen Herausforderungen. Das Investitionsklima wird derzeit auch durch eine erhebliche Politikunsicherheit belastet. Da sich diesbezüglich keine Änderung abzeichnet, wird sich der Investitionsattentismus wohl zunächst fortsetzen, obwohl Themen wie z.B. Dekarbonisierung, Strukturkrise in der Automobilindustrie, demografische Entwicklung, ökonomische Resilienz, Wehrhaftigkeit dringend politische Entscheidungen erfordern.

2.2 Lage des Unternehmens

Ertragslage:

Die Betriebsleistung 2023 der Lorenz Kunststofftechnik GmbH verringerte sich um - 447 T€ (= - 2,4 Prozent) auf 17.847 T€. Diese Entwicklung hatte sich aufgrund des gewollten Wegfalls eines Großkunden und dem zurückhaltenden Orderverhaltens weiterer Hauptkunden bereits im Vorjahr abgezeichnet und führte zur Schließung des Produktionsstandorts in Spenge im Oktober 2022. Durch erfolgreiche Neukundenakquisitionen gelang es, den Erlösrückgang größtenteils zu kompensieren. Der Anstieg der Materialeinsatzquote um + 1,5 Prozent resultiert aus einem verändertem Produktmix. Das Rohergebnis lag als Folge um - 459 T€ unter dem Vorjahr.

Der Personalbestand reduzierte sich in 2023 im Durchschnitt um - 13,5 Prozent, wurde aber zum Jahresende wieder aufgestockt. Der Personalaufwand fiel zum Vorjahr um - 535 T€, die Personalaufwandsquote ermäßigte sich um -2,5 Prozent. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich deutlich per Saldo um + 394 T€. Die ist maßgeblich durch gestiegene Betriebskosten (Leiharbeiter und Instandsetzungsaufwendungen), Vertriebs- sowie Verwaltungskosten begründet.

Der Rückgang des Rohergebnisses und die Kosteneinsparungen führten zu einem negativen Betriebsergebnis von - 151 T€ (Vorjahr: + 170 T€). Nach Abzug des erhöhten Finanzergebnisses und der Steueraufwendungen errechnet sich ein Jahresfehlbetrag von - 378 T€ (Vorjahr: - 17 T€).

Finanz- und Vermögenslage:

Das im Wesentlichen kurzfristig gebundene Gesamtvermögen reduzierte sich zum Bilanzstichtag um - 433 T€ auf 7.561 T€ (= - 5,4 Prozent). Dies erklärt sich überwiegend durch den Verkauf der Finanzanlagen (- 50 T€), den Abbau der Forderungen aus Lieferung und Leistung (- 255 T€), den Forderungen gegen Gesellschafter (- 265 T€), der Vorräte (- 31 T€) und den sonstigen Vermögensgegenständen (- 15 T€) bei gestiegenen liquiden Mitteln (+ 104 T€).

Durch den Jahresfehlbetrag ermäßigte sich das Eigenkapital auf 1.712 T€. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 22,6 Prozent (Vorjahr: 26,2 Prozent).

Die Finanzlage der Lorenz Kunststofftechnik GmbH ist stabil. Die Kapitalflussrechnung 2022 zeigt eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds von + 267 T€.

Die Gesellschaft wird im Wesentlichen über Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend kurzfristiger Natur und mit variablen Zinsen finanziert. Hierbei werden EURIBOR-basierte Sonderfinanzierungen genutzt. Die Kreditlinien waren ausreichend.

3. Chancen- und Risikobericht

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen in 2023 und die Umsatzrückgänge einiger Hauptkunden stellten auch die Lorenz Kunststofftechnik GmbH vor große Herausforderungen. Die erfolgreichen Vertriebsaktivitäten im Bereich SMC/BMC/CIC steigern in diesem Segment den Umsatz nachhaltig und reduzieren gleichzeitig weiter die Umsatzanteile im Segment Automobil.

Hinsichtlich der Vermeidung von Risiken beschäftigt sich die Lorenz Kunststofftechnik GmbH im Wesentlichen mit dem frühzeitigen Erkennen von möglichen Risiken in den Bereichen des täglichen Geschäfts. Durch eine entsprechende Finanzplanung sowie regelmäßige Kontrolle der Finanzdaten hat die Gesellschaft Vorkehrungen getroffen, um den Eintritt von negativen Auswirkungen zu erkennen und Gegenmaßnahmen schnellstmöglich ergreifen zu können.

Es bestehen keine Währungsrisiken bei den im Jahresabschluss ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten, da sämtliche Verträge mit Kunden in Euro abgeschlossen werden.

4. Prognose

Die Geschäftsentwicklung in 2024 ist erfreulich positiv mit spürbaren Umsatzsteigerungen. Trotz erhöhter Materialeinsatzquoten und gestiegener Personalkosten wird für das Gesamtjahr 2024 ein positives Jahresergebnis prognostiziert. Für 2025 wird ein Seitwärtstrend erwartet.

 

Wallenhorst Hollage, im Dezember 2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

LORENZ KUNSTSTOFFTECHNIK GMBH, WALLENHORST

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2,00 50.002,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1,00 1,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
III. Finanzanlagen 0,00 50.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.546.248,09 7.931.584,31
I. Vorräte 5.199.418,25 5.153.103,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.235.306,65 2.770.810,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 111.523,19 7.670,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.761,94 13.312,04
7.561.012,03 7.994.898,35

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.712.341,81 2.090.403,29
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
III. Gewinnvortrag 940.403,29 957.481,22
IV. Jahresfehlbetrag -378.061,48 -17.077,93
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.085.425,76 1.202.408,68
C. VERBINDLICHKEITEN 4.763.244,46 4.702.086,38
- davon aus Steuern: EUR 25.634,71 (Vorjahr: EUR 27.862,57)
7.561.012,03 7.994.898,35
D. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 96.000,00 192.000,00
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 96.000,00 192.000,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.072.846,44 8.531.797,87
2. Personalaufwand -3.390.217,73 -3.925.113,08
a) Löhne und Gehälter -2.793.793,78 -3.222.746,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -596.423,95 -702.366,84
- davon für Altersversorgung: EUR 6.892,75 (Vorjahr: EUR 37.334,75)
3. Abschreibungen -6.634,45 -4.106,36
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.634,45 -4.106,36
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.827.119,08 -4.432.804,56
5. Betriebsergebnis -151.124,82 169.773,87
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,21 2,21
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -223.018,85 -159.936,01
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 19.615,00 (Vorjahr: EUR 20.259,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,02 -22.950,00
9. Ergebnis nach Steuern -374.141,48 -13.109,93
10. Sonstige Steuern -3.920,00 -3.968,00
11. Jahresfehlbetrag -378.061,48 -17.077,93

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

Lorenz Kunststofftechnik GmbH, Wallenhorst

I. Allgemeine Angaben

Die Lorenz Kunststofftechnik GmbH hat ihren Sitz in Wallenhorst und ist beim Amtsgericht Osnabrück eingetragen (HRB 18003).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung fand.

Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

Aufgrund einer umsatzsteuerlichen Organschaft wird die Umsatzsteuer in den Verrechnungskonten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ansatz und Bewertung der Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten und Rückstellungen erfolgten im Rahmen der Vorschriften der §§ 246 ff. und 252 ff. HGB sowie der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264 ff. HGB, unter Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung orientiert sich an den steuerlichen Vorschriften unter Beachtung einer sachgerechten Darstellung des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und der Fertigerzeugnisse erfolgt nach der retrograden Methode. Von den gültigen Verkaufspreisen werden Vertriebs- und Verwaltungskosten und Gewinne prozentual abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungzinssatz wurde gem. IDW RS HFA 30 (Rz. 57) abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit des Personenbestandes ermittelt. Als Rechnungszins wurden gem. Art. 75 Abs. 6 EGHGB 1,82 % angesetzt. Ein Rententrend wurde nicht berücksichtigt.

Der Zinsanteil aus der Zuführung zum Erfüllungsbetrag beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 20. Der Unterschiedsbetrag (Ausschüttungsperre) gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 14.

Die von der Gesellschaft gebildete Pensionsrückstellung wurde mit zuzuordnendem Deckungsvermögen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen TEUR 366. Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Die mit den Pensionsaufwendungen verrechneten Erträge betragen TEUR 25.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagegitter dargestellt.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich im Einzelnen aus dem Abschreibungsverzeichnis.

2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3) Eigenkapital

Im Berichtsjahr wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -378.061,48 EUR ausgewiesen. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals von 750.000,00 EUR und einer Kapitalrücklage in Höhe von 400.000,00 EUR sowie dem Gewinnvortrag (940.403,29 EUR) und dem Jahresfehlbetrag damit 1.712.341,81 EUR.

4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Urlaubsverpflichtungen, Garantieleistungen und ausstehende Rechnungen (Beträge größer TEUR 25).

5) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben unterschiedliche Laufzeiten. Weitere Angaben ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel".

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.141.535,32 2.140.146,40 680.555,52 320.833,40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.968,74 915.968,74 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 705.740,40 705.740,40 0,00 0,00
4.763.244,46 3.761.855,54 680.555,52 320.833,40

Verbindlichkeiten Vorjahr

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.443.857,75 2.241.079,95 730.555,52 472.222,28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 566.912,87 566.912,87 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 691.315,76 691.315,76 0,00 0,00
4.702.086,38 3.499.308,58 730.555,52 472.222,28

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Globalabtretung der Forderungen und die Sicherungsübereignung von Warenlager gesichert; bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

6) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus im Wesentlichen jährlich kündbaren Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.191. Ebenfalls bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 132.

Für aufgenommene Darlehen verbundener Unternehmen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von TEUR 96 übernommen. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des verbundenen Unternehmens ist nicht von einer Inanspruchnahme der Gesellschaft auszugehen.

IV. Sonstige Angaben

1) Arbeitnehmer

Die Belegschaft - ohne Geschäftsführer und Auszubildende - setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
im Jahresdurchschnitt zum Jahresende im Jahresdurchschnitt
Angestellte 27 24 24
Gewerbliche Arbeitnehmer 50 51 65
77 75 89
2022 zum Jahresende
Angestellte 24
Gewerbliche Arbeitnehmer 47
71

2) Organvergütung

Auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3) Gesellschaftsorgane

Alleinvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Siegfried Lorenz, Hopsten-Schale;

Herr Thomas Lorenz, Wallenhorst.

4) Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Wallenhorst-Hollage, 13. Dezember 2024

gez. Siegfried Lorenz, Geschäftsführer

gez. Thomas Lorenz, Geschäftsführer

Feststellung des Jahreabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Februar 2025 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.988,00 0,00 0,00 277.988,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.107,36 6.635,45 4.107,36 6.635,45
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 50.000,00 0,00
332.095,36 6.635,45 54.107,36 284.623,45
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.987,00 0,00 0,00 277.987,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.106,36 6.634,45 4.106,36 6.634,45
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
282.093,36 6.634,45 4.106,36 284.621,45
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00
2,00 50.002,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lorenz Kunststofftechnik GmbH, Wallenhorst

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der Lorenz Kunststofftechnik GmbH, Wallenhorst, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lorenz Kunststofftechnik GmbH, Wallenhorst, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rheine, 13. Dezember 2024

Hartmann & Associates GmbH
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