Karrieta UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Rudolf Reichert seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Jan Friedemeyer seit 30.3.2021 | Prokura |
Sebastian Borak seit 19.11.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alteri Walz Limited | 80.00% |
Alteri Walz Limited | 80.00% |
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.29% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
babymarkt.de GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Passiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Bochum im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer HRB 18909 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG erstellt. Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich an Höchst-Nutzungsdauern aus den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen Abschreibungen im erforderlichen Umfang. Im Berichtsjahr wurden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 850,00 Euro direkt voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Wenn notwendig, werden Abwertungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert bewertet. Soweit vorhanden, werden Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Fall von langfristigen unverzinslichen Forderungen erfolgt die Bewertung mit dem abgezinsten Betrag. Fremdwährungsguthaben werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Aktive latente Steuern entstehen durch temporäre Differenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 10 TEuro sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) in Höhe von 40.999 TEuro. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde von einem Steuersatz in Höhe von 33,15% ausgegangen. Das Wahlrecht zur Aktivierung der aktiven latenten Steuern (§ 274 I S. 2 HGB) wurde wie in den Vorjahren nicht ausgeübt. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen waren im Berichtsjahr nicht zu bilden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit vorhanden, werden Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit 3.000 TEuro aus einer Forderung auf Einzahlung in die Kapitalrücklage gegen die Gesellschafter (im Vorjahr 7.500 TEuro). Der Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“ beinhaltet im Wesentlichen Lieferantenbonusforderungen und debitorische Kreditoren (3.168 TEuro), Forderungen gegen Zahlungssystemanbieter (282 TEuro), Kautionen (2.064 TEuro), Geldtransit (815 TEuro) sowie Umsatzsteuerforderungen (146 TEuro). In dem Posten sind Forderungen in Höhe von 64 TEuro mit einer Restlaufzeit von länger als einem Jahr enthalten. Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital (3.238 TEuro), der Kapitalrücklage (132.552 TEuro), dem Verlustvortrag (-110.971 TEuro) und dem Jahresfehlbetrag (-14.415 TEuro). Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Kostenrechnungen (1.195 TEuro), Personalkosten (1.047 TEuro), Rückstellungen für nicht eingelöste babypoints (732 TEuro), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (96 TEuro) und Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten (13 TEuro). Art und Umfang der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: scroll
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Sicherheiten geleistet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf Lieferantenseite mit üblichen Eigentumsvorbehalten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich zum Stichtag wie folgt: scroll
Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betrugen 189.726 TEuro (Vorjahr: 216.023 TEuro). Sie wurden zu 58,4% (im Vorjahr: 61,1%) mit inländischen Kunden erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 1.516 TEuro periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen (318 TEuro; i. Vj. 363 TEuro) und Erträge (165 TEuro, i. Vj. 384 TEuro) aus Währungsumrechnungen enthalten. 5. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurde beschlossen, das Marktplatzgeschäft, zumindest vorübergehend, einzustellen. Dieser Absatzkanal war im Vorjahr im Lagebericht noch als betrieblich tätig erwähnt worden. Die Schließung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit Datum 16. April 2024 ist ein zusätzlicher Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 2.000 durch die Konzernmutter sowie eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.000 durch die Gesellschafter beschlossen worden. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden. 6. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 443 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl gliedert sich im Berichtsjahr in 99 Lagermitarbeiter, 277 Verwaltungsmitarbeiter und 67 Mitarbeiter, die in den Filialen arbeiten. Die babymarkt.de GmbH ist ein Tochterunternehmen der Tengelmann Ventures GmbH, München und der „Uta“ Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, München, welche als mittelbare Tochterunternehmen der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, München (TW), in den Konzernabschluss der TW einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der TW werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB entfällt, da die Angabe im Konzernabschluss der TW enthalten ist. Zum Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr waren bestellt: Frau Jenny Fleischer, Vorsitzende der Geschäftsführung, Göttingen Herr Tobias Merz, Geschäftsführer, Ratingen Herr Sven Bogatzki, Geschäftsführer, Sendenhorst (bis 06/2023)
Bochum, 30. April 2024 gez. Jenny Fleischer gez. Tobias Merz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Darstellung des Geschäftsverlaufs im Geschäftsjahr 2023 Grundlagen des Unternehmens Die babymarkt.de GmbH ist ein E-Commerce-Handelsunternehmen mit Sitz in Bochum, dessen Sortiment den Bedarf rund um Baby und Kind abdeckt. Der wesentliche Absatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland mit zunehmendem Fokus auf die Internationalisierung in Europa. Das Unternehmen verfolgt einen kanalübergreifenden Ansatz und betreibt neben 15 E-Shops sechs stationäre Geschäfte, von denen zwei im Geschäftsjahr 2023 geschlossen wurden. Ein wesentlicher Teil des Umsatzes erfolgt über den deutschen Onlineshop. Die restlichen Umsatzanteile werden über Auslandsshops und die Filialen erzielt. Zusätzlich werden in geringen Umfang Provisionserträge über das Marktplatzgeschäft erzielt. Diese Geschäftsaktivität wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 eingestellt. Das Sortiment teilt sich in die Warengruppen „Kinderwagen“, „Kindersitze“, „Pflege“, „Ernährung“, „Kinderzimmer“, „Spielzeug“ sowie „Mode“ auf. Als Online-Fachmarkt ist es unser Ziel, unserer Kundschaft ein umfassendes Sortiment sowie ein kompetentes Service- und Beratungsangebot in Verbindung mit attraktiven Preisen anzubieten. Rund um die Themen Schwangerschaft, Kind und Familie bieten wir online und offline ein Einkaufserlebnis an. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erstausstattung für Neugeborene („Kindersitze“ und „Unterwegs“). Seit 2019 gewinnen aber auch die Kategorien „Kinderzimmer“ und „Spielzeug“ an Bedeutung. Die Gesellschaft ist in einem klar abgegrenzten Marktumfeld tätig. Unsere Zielgruppe besteht vor allem aus Frauen zwischen 25 und 35 Jahren. Mit unserem Sortiment zielen wir in Europa auf einen sehr großen Markt in dem der E-Commerce-Anteil langfristig weiter zunimmt. Hinzu kommt der „Mobil-Trend“ als einer der Hauptwachstumshebel. Bereits jetzt erfolgen über 80% aller Zugriffe auf unsere Online-Shops und Apps über mobile Endgeräte (i. W. Smartphones). Weiterhin von großer Bedeutung ist der Ausbau des internationalen Geschäfts. Dieser soll bspw. durch das, national wie international, erfolgreich implementierte Kundenbindungsprogramm „babypoints“ erreicht werden. Unsere stetig weiterentwickelte App wirkt als Kundenbindungsinstrument ebenfalls unterstützend. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung unserer Eigenmarke „kindsgard“. Das provisionsbasierte Marktplatzgeschäft hingegen wird nach dem für diesen Bericht relevanten Stichtag bis auf Weiteres eingestellt. Wirtschaftsbericht Nach der Corona-Pandemie der Vorjahre hat sich die im letzten Jahr beschriebene, krisenbedingt negative Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes weiter fortgesetzt. Seit dem Kalenderjahr 2022 hat sich angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und dessen Folgen (insb. Inflation, Anstieg des Zinsniveaus, allgemeine Verunsicherung der europäischen Bevölkerung) eine spürbare Kaufzurückhaltung gezeigt. Der Gaza-Konflikt hat diese Entwicklung zusätzlich verschärft. Die Lage rund um den Suez-Kanal hatte zudem negativen Einfluss auf die Lieferketten und damit die Warenverfügbarkeit und die Einkaufspreise. Während der gesamte Einzelhandel in Deutschland nach einer Prognose der Destatis in 2023 preisbereinigt um -3,3% schrumpfte, sank der E-Commerce-Umsatz gemäß des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V (bevH) um -11,8% (ohne Preisbereinigung) und damit noch stärker als im Vorjahr. Im selben Bericht wird aber auch die Hoffnung geschürt, dass die Talsohle dieser Entwicklung erreicht sein könnte. Die Unsicherheit und Instabilität in der Weltwirtschaft, die unter anderem durch die beschriebenen Konflikte und deren Folgen ausgelöst wurden, haben dazu geführt, dass viele Menschen in Bezug auf ihre Konsumausgaben zurückhaltender geworden sind. Ein wichtiger Parameter für unsere Branche ist zudem die Entwicklung der Geburten. Nach einem Anstieg der Gesamtzahl der Geburten in Deutschland im Jahr 2021 ist diese Kennzahl laut Destatis in 2022 um -7% gesunken. Für 2023 rechnet Statista mit einem weiteren deutlichen Rückgang auf rund 690.000 Geburten. Im Vergleich zu 2021 wäre dies ein Rückgang von ca. 100.000 Geburten. Die zusammengefasste Geburtenziffer pro Frau im Jahr 2022 ist auf 1,46 gefallen, während der Wert im Vorjahr noch bei 1,58 lag. Im zuvor beschriebenen Marktumfeld hat die babymarkt.de GmbH im Jahr 2022 trotzdem ein leichtes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr erzielt und sich damit gegen den allgemeinen Trend im Online-Handel entwickelt. Nicht zuletzt wegen der krisenbedingt deutlich abgeschwächten Konsumstimmung und der nun zusätzlich rückläufigen Entwicklung der Geburten war ein Umsatzwachstum im Berichtsjahr nicht möglich. Unternehmenslage Der Nettoumsatz (bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator) erreichte im Gesamtjahr 189,7 Mio. Euro (-12,2% z. VJ). Der Haupt-Umsatz wurde, wie im Vorjahr, mit dem Onlineshop im Inland erzielt. Der Umsatzanteil im europäischen Ausland wurde zwar weiter gesteigert. Die Umsatz-Planerwartungen für das Berichtsjahr konnten jedoch aufgrund der allgemeinen Marktlage und der geringeren Geburtenzahlen nicht erreicht werden. Unser deutsches Onlinegeschäft verzeichnete trotz einer gesteigerten Anzahl der Besuche unserer Website, aufgrund der beschriebenen Kaufzurückhaltung, kein Umsatzwachstum. Die durchschnittliche Artikelanzahl pro Warenkorb im Vergleich zum Vorjahr ist geringfügig gesunken, dies wurde jedoch durch einen gesteigerten durchschnittlichen Verkaufspreis überkompensiert, sodass der durchschnittliche Warenkorb im Vergleich zum Vorjahr gesteigert wurde. Gleichwohl lagen die deutschen Onlineumsätze mit EUR 21,4 Mio. hinter dem Vorjahr mit EUR 195,2 Mio. Das Filialgeschäft im Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die wirtschaftlich bedingten Schließungen der Filialen in Düsseldorf (02/23) und Essen (09/23). Der Einfluss auf die Gesamtentwicklung des Unternehmens ist mit einem Umsatzanteil von 0,58% bzw. 0,66% an den Gesamtumsätzen jedoch vergleichsweise unwesentlich. Bei den verbleibenden Filialen in Dortmund (2x), Duisburg und Münster konnte das Umsatzniveau des Vorjahres, auch flächenbereinigt - entsprechend dem langfristig schrumpfenden Gesamtumfeld des stationären Einzelhandels - nicht gehalten werden. Die beschriebene gesamtwirtschaftliche Lage ist naturgemäß nicht auf Deutschland beschränkt, sodass auch die weiterhin 13 internationalen Onlineshops in Europa das Umsatzniveau des Vorjahres erstmals nicht ganz halten konnten. Der Umsatzrückgang beträgt aber lediglich -3,5%. International verzeichneten unsere Shops in Frankreich und der Schweiz die höchsten Umsätze. Der Absatz nach China ist im Geschäftsjahr 2023 auf Grund, eines ungünstigeren Verhältnisses realisierbarer Einkaufs- und Verkaufspreise, gesunken (-27,3%). Dem Umsatzniveau folgend fiel auch der absolute Ertrag geringer aus. Ertragslage Die Rohertragsquote, ermittelt aus Umsatz, Wareneinsatz sowie Boni, Skonti und Zuschüssen, (28,8%, im Vorjahr 26,3%) lag im GJ 2023 auf Gesamtebene über dem Vorjahresniveau. Die negativen Effekte auf den Rohertrag, etwa geringere nachgelagerte Konditionen durch geringeren Wareneinkauf sowie durchschnittlich etwas höhere Einkaufspreise, werden durch verschiedene positive Effekte auf Gesamtebene überkompensiert. Neben dem geplanten Wegfall spannenschwächerer Artikel sind hier vor allem auch Verschiebungen im Sortiments- und Ländermix zu nennen. Durch das ausbleibende Umsatzwachstum und die überdurchschnittliche Inflation haben sich die operativen Kosten (Logistik, Payment und Marketing) allerdings strukturell verschlechtert, was insgesamt zu einem geringeren Deckungsbeitrag (vor fixen Kosten) führt. In Erwartung der Rückkehr auf den Wachstumspfad und bedingt durch die allgemeine Preissteigerung sowie zusätzliche Kosten für diverse Projekte (vgl. Ausblick und Gesamtaussage) stiegen die fixen Kosten im Geschäftsjahr 2023 bzgl. ihres absoluten Wertes. Sowohl die Personalkosten als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen somit auch im Verhältnis zum Umsatz, obwohl zum 31. Dezember 2023 417 fest angestellte Mitarbeiter und Aushilfen, und damit weniger als im Vorjahr (491), beschäftigt waren. Um für die Zukunft aufgestellt zu sein, wurden Schlüsselpositionen mit erfahreneren Experten besetzt und das allgemeine Gehaltsniveau angepasst. Der leichte Anstieg der absoluten sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus inflationsbedingten Zusatzkosten, etwa bei den Fulfillment-Kosten. Hinzu kommen Projektkosten, welche beispielsweise in Zusammenhang mit unserem Markenrelaunch und der Überarbeitung des technischen Setups stehen (vgl. hierzu den abschließenden Ausblick). Das Jahresergebnis nach Steuern (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) lag somit bei -14,4 Mio. Euro und damit unter der Plan-Erwartung und unter dem Niveau des Vorjahres. Vermögenslage scroll
Der Wert des Anlagevermögens sank im Wesentlichen durch planmäßige AfA. Dem entgegen liefen kleinere Investitionen in die Standorte (Retourenlager und Verwaltung). Hiervon abgesehen wurden keine größeren Investitionen getätigt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden turnusgemäß durchgeführt. Maßgeblich bedingt durch einen stetigen Abverkauf ausgelisteter Artikel und das geringere Umsatzniveau haben sich die Vorräte zum Stichtag 31. Dezember 2023 um 2,7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr verringert. Zu Ende des Vorjahres bestand, primär bedingt durch Forderungen gegen unsere Gesellschafter im Zusammenhang mit einer bilanziell erfolgten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht zahlungswirksamen Zuzahlung in die Kapitalrücklage, ein relativ hohes übriges Umlaufvermögen. Zum Stichtag des vorliegenden Berichtes liegt dieser Wert auf einem geringeren Niveau (vgl. hierzu die folgenden Ausführungen). Finanzlage Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 in Höhe des negativen Ergebnisses verringert. Diese Entwicklung wurde durch eine Erhöhung der Kapitalrücklage überkompensiert. Die zugehörige Einzahlung ist zum Bilanzstichtag noch nicht gänzlich erfolgt und der verbleibende Betrag befindet sich dementsprechend in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen („übriges Umlaufvermögen“). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 19,8% (VJ: 15,9%) der Bilanzsumme. Der operative Cash Flow zeigt sich positiver als im Vorjahr. Während sich das Ergebnis negativer als im Vorjahr niederschlägt, wirkt die erwähnte Reduzierung des Lagerbestandes dem entgegen. Die verbleibende Differenz erklärt sich im Wesentlichen durch einen unterschiedlichen Forderungsbestand gegen den Gesellschafter. Die Finanzierung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch ein planmäßiges Gesellschafterdarlehen sowie die vorhandenen Kreditlinien gewährleistet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag betragen 22,4 Mio. Euro (VJ: 23,9 Mio. Euro). Gesamtaussage Während die babymarkt.de GmbH im vergangenen Jahr der eingangs beschriebenen Gesamtmarktlage mit einer stabilen Umsatzentwicklung noch trotzen konnte, war dies im Berichtsjahr kaum noch möglich, da sich nicht nur die allgemeine Entwicklung verschärft hat, sondern sich zudem auch noch die für das Geschäft ausschlaggebende Geburtenanzahl merklich negativ entwickelt hat. Dementsprechend haben die geschwächte Ertragslage sowie die Preissteigerungen in fast allen Kostenpositionen zu einer negativen Ergebnisentwicklung geführt. Die Maßnahmen, um dieser Entwicklung zu begegnen, stehen unter ständiger Beobachtung und werden stetig weiterentwickelt. Operativ sind, neben weiterer effizienzgetriebener Bestandsoptimierung, vor allem die Weiterentwicklungen im Bereich des Online-Marketings zu nennen. Die im Vorjahr beschriebenen Strategieprojekte befanden sich im Berichtsjahr in der Vorbereitung und werden entsprechend auch nach dem Bilanzstichtag weiter vorangetrieben und konsequent umgesetzt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen, Risiken und Risikomanagement Die nachfolgenden Chancen und Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt. Die Chancen für die Gesellschaft liegen nach wie vor in der Ausweitung des Internethandels sowie der verstärkten Konzentration auf Kundenbindung, Warenmanagement, effektive Marketingaktionen und Preisstellung. Erhebliches Potenzial versprechen zudem die Ausweitung des Geschäfts in den internationalen Märkten sowie eine potenzielle weitere Expansion in neue Länder. Darüber hinaus wird die Fokussierung auf ertragsstarke Warengruppen fortgesetzt. Die Eigenmarke verspricht vor allem auf der Ertragsseite Chancen. Durch ein höheres Umsatzvolumen könnten wiederum Kostendegressionseffekte (Personal-, Verwaltungs- und Mietkosten) und eine verbesserte Wertschöpfung auf der Einkaufsseite erzielt werden. Beschaffungs- und Lieferantenausfallrisiken durch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten begegnet die Gesellschaft durch ein breites Lieferanten- und Markenportfolio. Das Geschäftsmodell beruht sowohl hinsichtlich des Shop-Systems als auch des Warenwirtschaftssystems auf einer hohen Abhängigkeit von IT-Systemen. Diese Systeme sind gegen Ausfälle und Datenmissbrauch zu schützen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch ein entsprechendes Sicherheitskonzept und die Auslagerung der Shop-Server in ein optimal gesichertes Rechenzentrum bei einem Spezialdienstleister. Ein Risiko besteht darin, dass inflationsbedingt weiter steigende Einkaufspreise nicht vollständig über den Verkaufspreis an die Kunden weitergegeben werden können. Die Geschäftsführung hat durch hohe Reporting-Standards alle Prozesse und Zahlen des Unternehmens im Blick, wodurch schnell und effizient auf neue Entwicklungen reagiert werden kann. Ebenso wird die Gesellschaft regelmäßig durch die Revisionsgesellschaft des Hauptgesellschafters geprüft und beraten. Finanzierungsstruktur Zur Rückkehr auf den Wachstumspfad und auf Grundlage der Mittelfristplanung erwartet das Management für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 weiteren Finanzbedarf. Dessen Abdeckung ist für die nächsten 18 Monate durch einen zusätzlichen Darlehensrahmen, welcher durch die Konzernmuttergesellschaft im Laufe des Berichtsjahres gewährt wurde, bzw. eine Eigenkapitalstärkung gewährleistet. Zusätzlich steht aus der Erhöhung der Kapitalrücklage ein Restbetrag zum Abruf bereit. Für die Umsetzung der geplanten Entwicklung über den Prognosezeitraum hinaus ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass die dann bestehende Finanzierung, einschließlich der Sicherheiten bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aufrechterhalten wird. Das hält die Geschäftsführung der Gesellschaft für zweifelsfrei. Ausblick Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem moderaten Umsatzanstieg im Vergleich zu 2023 sowie einer leichten Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern. Die weitere Entwicklung der geopolitischen und damit konjunkturellen Lage ist kaum abschließend absehbar und wird die operativen Abläufe weiter beeinflussen. Um den mittel- bis langfristigen Herausforderungen zu begegnen, wurden sowohl effizienzsteigernde als auch strategische Maßnahmen definiert (u. a. ein Markenrelaunch und eine verbesserte Einkaufserfahrung durch eine Überarbeitung unseres technologischen Setups), welche weiter vorangetrieben werden. Die Entfaltung deren voller Auswirkung wird im Geschäftsjahr 2025 erwartet. Eine weitere erwähnenswerte Maßnahme liegt im Vorantreiben unserer Eigenmarke, wodurch wir mittelfristig einen relevanten Umsatz- und Ergebnisbeitrag erwarten. Als Umsatztreiber sind vor allem Produktkategorien mit vielversprechendem Deckungsbeitrag vorgesehen. Die Steigerungen sollen vor allem durch ein verstärktes Bestandskundenmarketing und -management, etwa durch eine bedürfnisorientiertere Ansprache der bestehenden und weiterer Zielgruppen, erzielt werden. Unsere App als ergänzender und stark wachsender Vertriebs- und Kommunikationskanal sowie die Fortführung des erfolgreichen Performancemarketings werden auch einen signifikanten Beitrag leisten. Die Auslandsshops in Europa werden hierbei in besonderem Maße zum Wachstum beitragen. Die Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern soll hauptsächlich durch eine Stärkung der Ertragsbasis und einen kostenseitigen Effizienzgewinn erreicht werden. Das Unternehmen hat weiterhin das Ziel der Marktführerschaft in Deutschland und Europa.
Bochum, 30. April 2024 gez. Jenny Fleischer gez. Tobias Merz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die babymarkt.de GmbH, Bochum Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der babymarkt.de GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der babymarkt.de GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 23. Mai 2024 KPMG AG Sarah Sailer, Wirtschaftsprüferin Andrea Scholtz-Szepaniak, Wirtschaftsprüferin |
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