Merck Selbstmedikation GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Andrea Kneisel seit 8.5.2026 | Prokura |
Benjamin Hein seit 8.5.2026 | Vollhaftender Gesellschafter |
Katrin Maria Weigand seit 19.3.2026 | Prokura |
Torsten Blasius seit 19.3.2026 | Prokura |
Gabriela Rocha Gomes Strieder seit 17.2.2026 | Prokura |
Florent Maurice Ben Sadoun seit 10.12.2025 | Prokura |
Bart Kerkman seit 2.12.2025 | Prokura |
Abhira Gonge seit 27.10.2025 | Prokura |
Anke Schenkel seit 27.10.2025 | Prokura |
Dan Pinhas Bar Zohar seit 30.6.2025 | Vollhaftender Gesellschafter |
Jean-Charles Wirth seit 30.6.2025 | Vollhaftender Gesellschafter |
Rando Bruns seit 8.5.2025 | Prokura |
Khadija Ben Hammada seit 3.4.2025 | Vollhaftender Gesellschafter |
Jörg Viernow seit 21.2.2025 | Prokura |
Thomas Pein seit 1.8.2024 | Prokura |
Hong Chow seit 16.5.2024 | Prokura |
Denise Angelika Carola Roth seit 16.4.2024 | Prokura |
Natalia Kertesz seit 21.12.2023 | Prokura |
Markus Schultheis seit 21.12.2023 | Prokura |
Axel Löber seit 21.12.2023 | Prokura |
Pia Sophie Wittemann seit 18.9.2023 | Prokura |
Tina Sandmann seit 18.9.2023 | Prokura |
Helene Dorothea Editha Freifrau Roeder von Diersburg seit 4.7.2023 | Vollhaftender Gesellschafter |
Vanessa Westphal seit 18.10.2022 | Prokura |
Laura Matz seit 18.10.2022 | Prokura |
David Schumacher seit 16.2.2022 | Prokura |
Joachim Freitag seit 12.11.2021 | Prokura |
Jens Rohne seit 12.11.2021 | Prokura |
Kerstin Kleinschmidt-Dörr seit 2.6.2021 | Prokura |
Kai Wolfgang Beckmann seit 1.4.2011 | Vollhaftender Gesellschafter |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
5 von 7 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MERCK Kommanditgesellschaft auf AktienDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des KonzernsUnternehmensprofil und StrukturWir sind Merck, ein Wissenschafts- und Technologieunternehmen. Wir entdecken Neues und bringen die Menschheit voran. Gemeinsam schaffen wir in unseren Unternehmensbereichen Life Science, Healthcare und Electronics Werte für Kunden, Patientinnen und Patienten. Seit unserer Gründung im Jahr 1668 zeigen wir, dass wir uns stetig neu erfinden und langfristig denken. Dieser Ansatz stützt sich auf ein Fundament aus Verantwortung, Fürsorge und Respekt: für unsere Arbeit, unsere Mitarbeitenden, unsere Kundschaft, Patientinnen und Patienten, die Gesellschaft sowie unseren Planeten. Wir arbeiten engagiert auf eine bessere Zukunft hin: den nachhaltigen Fortschritt für die Menschheit. Die Gründerfamilie Merck ist bis heute Haupteigentümerin des Unternehmens und das bereits in der 13. Generation. Möglich macht das unsere Unternehmensform: die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Bei einer KGaA ist das Grundkapital auf Komplementäre und Kommanditaktionäre verteilt. Die Komplementäre haften persönlich mit ihrem Vermögen, die Kommanditaktionäre haften mit ihren Einlagen. Die Gründerfamilie ist über das oberste Mutterunternehmen des Konzerns, die E. Merck Kommanditgesellschaft, Darmstadt, zu 70,274 % als Komplementärin an der börsennotierten MERCK Kommanditgesellschaft auf Aktien (Merck KGaA), Darmstadt, beteiligt. Die übrigen 29,726 % des Grundkapitals der Merck KGaA werden im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an weiteren Börsenplätzen gehandelt. Die Beurteilung der Geschäftsentwicklung und die Allokation finanzieller Ressourcen erfolgen einheitlich durch die Geschäftsleitung insgesamt für die Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics sowie die Konzernfunktionen. Zu den Mitgliedern der Geschäftsleitung zählen neben Belén Garijo, als Vorsitzende der Geschäftsleitung, Matthias Heinzel, CEO Life Science, Peter Guenter, CEO Healthcare, Kai Beckmann, CEO Electronics, und Helene von Roeder, Chief Financial Officer. Wir besitzen die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Ausnahmen sind lediglich Kanada und die USA. Hier treten wir im Life-Science-Geschäft als MilliporeSigma, im Healthcare-Geschäft als EMD Serono und im Electronics-Geschäft als EMD Electronics auf. In unserer Finanzberichterstattung weisen wir neben unseren drei Unternehmensbereichen fünf Regionen aus: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik, Lateinamerika sowie den Mittleren Osten und Afrika. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigten wir weltweit 62.557 Mitarbeitende 1. Am 31. Dezember 2023 waren es 62.908 Mitarbeitende 1. Weitere Details zu Mitarbeitenden und wichtige Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen, -kennzahlen und dem Erreichungsgrad unserer strategischen Ziele enthält die "(Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung". Wir machen für das Geschäftsjahr 2024 von der Möglichkeit Gebrauch, die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Internetseite des Konzerns öffentlich zugänglich zu machen. Merck-KonzernUmsatzerlöse nach Regionen
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Im Februar eröffneten wir in Cajamar, São Paulo, Brasilien, ein neues, mehr als 10.000 Quadratmeter großes Vertriebszentrum für über 20 Mio. €, um unsere Life-Science-Kunden in der Region besser bedienen zu können und dem wachsenden Bedarf des Lands an Produkten für die Biowissenschaften Rechnung zu tragen. |
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Im März gaben wir die Erweiterung unseres M Lab TM Collaboration Center in Shanghai, China, bekannt. Das Kundenkooperationszentrum sowie mehrere Labore des BioReliance ® Biologics Testing Center fassten wir unter dem neuen Namen Shanghai Technical Application and Testing Center zusammen. Das Shanghai M LabTM ist eines von neun Kundenkooperationszentrum in unserem Netzwerk. |
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Ebenfalls im März gaben wir die Investition von mehr als 300 Mio. € in ein neues Bioprocessing Production Center in der südkoreanischen Stadt Daejeon bekannt. Der Neubau ist unsere bisher größte Investition im asiatisch-pazifischen Raum im Unternehmensbereich Life Science und unterstreicht zugleich unsere Entschlossenheit, unsere Kapazitäten in der rasant wachsenden Region zu erweitern. Die Produktion wird für die Biotechnologie essenzielle Produkte wie Trockenpulver-Zellkulturmedien und Prozessflüssigkeiten, Systeme für die sterile Probenentnahme sowie die Pre-GMP-Herstellung in kleinem Maßstab umfassen. Bis Ende 2028 soll der Standort außerdem über ein Distributionszentrum und ein automatisiertes Lager verfügen. |
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Im April gaben wir die Investition von mehr als 300 Mio. € in ein neues Forschungszentrum in Darmstadt bekannt. Ab Anfang 2027 soll das Advanced Research Center Platz für rund 500 Mitarbeitende bieten, die dort unter anderem an Lösungen zur Herstellung von Antikörpern, mRNA-Anwendungen und weiteren Produkten für die biotechnologische Produktion forschen werden. |
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Im Juni gaben wir die Investition von 68 Mio. € in ein neues Gebäude für die Qualitätskontrolle bekannt, das auf dem Gelände unserer Konzernzentrale in Darmstadt errichtet werden soll. Die hochmodernen Räumlichkeiten werden Platz für die Zusammenarbeit von etwa 135 Mitarbeitenden aus verschiedenen Abteilungen bieten. |
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Ebenfalls im Juni eröffneten wir unser erweitertes Distributionszentrum in Schnelldorf. Durch die Investition von 180 Mio. € verdoppelten wir unsere dortige Fläche nahezu. Hinzugekommen sind eine neue manuelle Abfüllanlage und zusätzlicher Platz für die Lieferung zahlreicher Produkte an Labore und Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt. Am Standort Schnelldorf sind über 400 Ingenieure sowie Spezialisten für Produktion und Vertrieb beschäftigt. |
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Ende Oktober gaben wir die Erweiterung unserer Herstellungskapazitäten für ADCs an unserem Kompetenzzentrum für Biokonjugation in St. Louis, Missouri, USA, für 70 Mio. € bekannt. Diese Investition wird unsere bestehenden Kapazitäten erheblich erweitern und unser Angebot als CDMO verbessern. Zugleich bekräftigen wir unser Engagement, mit Neu- und Bestandskunden in der pharmazeutischen Industrie zusammenzuarbeiten, wenn sie ihre Pipelines für die Arzneimittelentwicklung voranbringen. Durch die zusätzlichen Kapazitäten und die Modernisierung von Laboren für Prozess- und analytische Entwicklung werden wir dort Unterstützung sowohl für Biokonjugate in der Entwicklung als auch für bereits zugelassene Biokonjugate anbieten. |
Unser Unternehmensbereich Healthcare trägt mit seinen Therapiegebieten Onkologie, Neurologie und Immunologie, Fertilität sowie Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und endokrine Erkrankungen dazu bei, Leben zu schaffen, zu verbessern und zu verlängern. Als globaler Anbieter von innovativen Spezialprodukten mit einem starken etablierten Geschäft versorgen wir jeden Tag Millionen von Patientinnen und Patienten weltweit mit einem diversifizierten Therapieportfolio.
Im gesamten Geschäftsjahr 2024 stellten wir die Versorgung mit unseren Arzneimitteln trotz der anhaltenden geopolitischen Krisen über den zu Jahresanfang erwarteten Bedarf hinaus sicher. Selbst als es bei einigen Wettbewerbern zu Engpässen kam, leisteten wir Unterstützung und arbeiteten gewissenhaft daran, wann immer möglich, dafür zu sorgen, dass Patientinnen und Patienten Zugang zu einer alternativen Therapieoption erhielten.
Im Geschäftsjahr 2024 generierte Healthcare 40 % des Konzernumsatzes sowie 46 % des EBITDA pre (ohne Konzernkosten und Sonstiges). Die Regionen Europa und Nordamerika trugen im Berichtsjahr 53 % zu den Umsatzerlösen von Healthcare bei. Im Geschäftsjahr 2024 stammten 40 % des Umsatzes aus den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika.
Erbitux ® (Cetuximab) ist mit 1.162 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 weiterhin das umsatzstärkste Produkt unseres Unternehmensbereichs. Das Krebsmedikament wird als Standardtherapie bei Patientinnen und Patienten mit EGFR (epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-exprimierendem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) vom RAS-Wildtyp sowie bei rezidivierenden und/oder metastasierten und lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses (SCCHN) eingesetzt. Mit rund 200 laufenden klinischen Studien zu Erbitux ® , darunter mehr als 30 Phase-III-Studien, treiben wir zudem unsere solide Lifecycle-Management-Strategie weiter voran.
Wir haben weitere Fortschritte dabei gemacht, den Behandlungsstandard für Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (UC) weltweit zu verändern, indem wir weitere Marktzulassungen und Erstattungspflichten für unseren Anti-PD-L1-Antikörper Bavencio ® (Avelumab) erwirkten. Derzeit in über 70 Ländern als Erstlinien-Erhaltungstherapie für die Behandlung von fortgeschrittenem UC zugelassen, hat sich Bavencio ® auf Basis der Ergebnisse der zentralen JAVELIN-Bladder-100-Studie, der einzigen Phase-III-Studie einer Immuntherapie, die einen signifikanten Überlebensvorteil in der Erstlinien-Erhaltungstherapie zeigte, als Standardbehandlung in der Therapie dieser Krankheit etabliert. Bavencio ® ist zudem in Kombination mit Axitinib für die Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen und gilt als Standardbehandlung für die Monotherapie des metastasierten Merkelzellkarzinoms, einer seltenen Form von Hautkrebs.
Darüber hinaus erweitern wir fortlaufend den Zugang zu Tepmetko ® (Tepotinib), unserem oralen MET-Inhibitor zur Hemmung von durch MET-Genmutationen ausgelösten onkogenen MET-Rezeptor-Signalwegen. Im Februar erteilte die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA die vollständige Zulassung für Tepmetko ® , der zuvor in den USA im Rahmen einer beschleunigten Zulassung verfügbar war. Tepmetko ® ist derzeit in circa 40 Märkten weltweit erhältlich. In weiteren Märkten laufen Zulassungsanträge.
Im Juni 2024 gaben wir bekannt, dass die randomisierte Phase-III-Studie TrilynX nicht fortgesetzt wird. Die Studie untersuchte Xevinapant als Zusatz zu einer Radiochemotherapie bei Patientinnen und Patienten mit nicht reseziertem, lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (LA SCCHN). Die Phase-III-Studie XRay Vision, die Xevinapant in Kombination mit Strahlentherapie bei Patientinnen und Patienten mit reseziertem LA SCCHN untersuchte, wurde ebenfalls eingestellt (mehr hierzu unter "Forschung und Entwicklung").
Im Geschäftsjahr 2024 trieben wir die Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente aus unserer Pipeline voran. Wir stellten für M9140, das erste gegen das karzinoembryonale Antigen-Zelladhäsionsmolekül 5 (CEACAM5) gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) aus unseren eigenen Laboren, Daten aus der Erstanwendung am Menschen vor, und haben mit einem zweiten ADC, das auf GD2 (auf Tumorzellen exprimiertes Disialogangliosid) abzielt, die Phase I der klinischen Entwicklung begonnen (mehr hierzu unter "Forschung und Entwicklung").
Außerdem initiierten wir neue klinische Studien zu unserem Portfolio an niedermolekularen DDR-Inhibitoren (DNA Damage Response, DDR). Wir untersuchen bei unterschiedlichen Tumorarten das Potenzial von Tuvusertib (M1774), unserem potenten, selektiven Inhibitor der Proteinkinase ATR (Ataxia Telangiectasia and Rad3-related), sowie von M9466, einem auch als HRS-1167 bekannten selektiven Inhibitor der Poly-(ADP-Ribose-)Polymerase 1 (PARP1), den wir von Jiangsu Hengrui Pharmaceuticals Co., Ltd. einlizenziert haben. Hierzu zählt eine im Jahr 2024 gestartete Phase-II-Studie zur Untersuchung des Potenzials von zwei Kombinationstherapien mit Tuvusertib, die Resistenz von Ovarialkarzinomen gegenüber einer PARP-Inhibition zu überwinden (mehr hierzu unter "Forschung und Entwicklung").
Wir entwickeln Therapien für Menschen mit neurologischen und immunvermittelten Erkrankungen und wollen dazu beitragen, die Lebensqualität von Betroffenen und Pflegenden wesentlich zu verbessern. Unser Portfolio ist das Ergebnis unserer über zwei Jahrzehnte langen Erfahrung im Bereich der Multiple Sklerose Forschung (MS). Es umfasst derzeit zwei zugelassene Produkte für die Behandlung von schubförmiger MS (RMS) - Rebif ® (Interferon beta-1a) und Mavenclad ® (Cladribin-Tabletten).
Mavenclad ® , die einzige krankheitsmodifizierende orale Kurzzeittherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit verschiedenen Formen von RMS mit hoher Krankheitsaktivität erreichte mit einem Gesamtumsatz von 1.062 Mio. € das zweite Jahr in Folge Blockbuster-Status. Über 100.000 Patientinnen und Patienten in über 90 Ländern, unter anderem in der Europäischen Union, in der Schweiz, in Australien, in Kanada und in den USA, profitierten bereits von der Behandlung mit Mavenclad ®. Rebif ® wird als krankheitsmodifizierendes Medikament in der Behandlung von RMS seit über 20 Jahren als Standardtherapie eingesetzt. Es kann seit Zulassung eine Behandlungsbilanz von fast zwei Millionen Patientenjahren vorweisen.
Neben MS bauen wir die therapeutischen Schwerpunktgebiete in der Geschäftseinheit Neurologie & Immunologie weiter aus, indem wir Medikamente mit neuem Wirkmechanismus für Krankheiten mit hohem Behandlungsbedarf entwickeln, die potenziell die ersten in ihrer Klasse wären. Im Juni 2023 erteilte die FDA den Orphan-Drug-Status für Cladribin-Kapseln zur Behandlung von generalisierter Myasthenia gravis (gMG) und im Juni 2024 starteten wir ein globales klinisches Studienprogramm der Phase III.
Im Bereich Immunologie untersuchen wir in einem klinischen Studienprogramm der Phase II das orale Prüfpräparat Enpatoran in den Indikationen systemischer Lupus erythematodes (SLE) und kutaner Lupus erythematodes (CLE). Im Oktober 2024 teilten wir Analyseergebnisse der CLE-Kohorte der Studie mit. Diese zeigen, dass Enpatoran den primären Endpunkt mit einem akzeptablen Sicherheitsprofil bei Patientinnen und Patienten mit CLE erreicht hat. Ergebnisse für die SLE-Kohorte der Studie werden Anfang 2025 erwartet.
Wir sind ein globaler Marktführer für Fertilitätsmedikamente und -behandlungen. Angesichts des demografischen Wandels sowie von Lebensstiländerungen stellt Unfruchtbarkeit weltweit eine wachsende Herausforderung dar. Nach aktuellen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist jeder sechste Mensch auf der Welt von Unfruchtbarkeit betroffen.
Mit unserem breit gefächerten Portfolio an Behandlungsoptionen, Hilfsmitteln und modernen Technologien für die Fertilitätstherapie wollen wir zu verbesserten Therapieergebnissen beitragen und Paaren bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches helfen.
Gemäß der letzten Auswertung kamen mithilfe von Gonal-f ® , einem Arzneimittel aus unserem Fertilitätsportfolio, mehr als sechs Millionen Babys zur Welt. Das Produkt enthält als Wirkstoff Follitropin alfa (r-hFSH alfa), eine rekombinante Form des natürlichen Hormons FSH, und ist als Injektionslösung im praktischen, vorgefüllten Fertigpen erhältlich. Die jüngste Erhebung aus der praktischen Anwendung in Frankreich belegte bei der Behandlung mit Gonal-f ® verbesserte Lebendgeburtraten im Vergleich zu anderen gebräuchlichen Gonadotropinen. Evidenzdaten aus der Praxis ergänzen die Datenlage von randomisierten klinischen Studien, indem sie zusätzlich Einblicke in Langzeitbehandlungseffekte bei großen, heterogenen Patientengruppen liefern.
Um die Bedürfnisse einer Vielzahl von Patientinnen zu erfüllen, bieten wir neben Gonal-f ® ein weiteres Schlüsselprodukt in diesem Bereich an. Das Präparat Pergoveris ® enthält rekombinantes humanes follikelstimulierendes Hormon (r-hFSH) und rekombinantes humanes luteinisierendes Hormon (r-hLH). Damit stellt es eine weitere Behandlungsoption für Frauen mit schwerem Mangel an FSH und LH dar. Pergoveris ® ist auch als gebrauchsfertige, vorgemischte Lösung in einem Injektionspen erhältlich. Als Ergänzung zu Pergoveris ® und Gonal-f ® bieten wir das rhCG Ovidrel ® , den GnrRH-Antagonisten Cetrotide ® und das Progesteron Crinone ® an.
Das Portfolio zur Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie (CM&E) mit den Medikamenten Glucophage ® , Euthyrox ® , Concor ® und Saizen ® macht diese Geschäftseinheit zur umsatzstärksten des Unternehmensbereichs Healthcare.
Glucophage ® , ein Metformin-Präparat für die Erstlinienbehandlung von Typ-2-Diabetes, ist in über 100 Ländern erhältlich. In den letzten Jahren erhielt Glucophage ® von weiteren Gesundheitsbehörden die Zulassung zur Anwendung bei Prädiabetes, wenn eine deutliche Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt.
Euthyrox ® mit dem Wirkstoff Levothyroxin ist ein führendes Medikament für die Behandlung von Hypothyreose, einer Unterfunktion der Schilddrüse mit hoher Prävalenz, aber immer noch niedrigen Diagnoseraten in den meisten Wachstumsmärkten.
Concor ® /Concor Cor ® mit dem Wirkstoff Bisoprolol ist ein Betablocker für die Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit und chronische Herzinsuffizienz. Zur Concor ® -Produktfamilie gehören außer Concor ® /Concor Cor ® auch Festdosis-Kombinationspräparate wie Concor Plus ® /Lodoz ® (Bisoprolol mit Hydrochlorothiazid).
Saizen ® mit dem Wirkstoff Somatropin ist unser Hauptprodukt in der Endokrinologie und wird zur Behandlung verschiedener Wachstumshormonstörungen bei Kindern und Erwachsenen angewendet. Saizen ® kann mit dem Autoinjektor Easypod ® verabreicht werden, dem einzigen Injektionsgerät für Wachstumshormone, das in der Lage ist, Daten wie Injektionszeitpunkt, -datum und -dosis per Fernabfrage an das internetbasierte Softwaresystem Growzen ® Connect zu übermitteln, auf das medizinisches Fachpersonal, Patientinnen und Patienten sowie Pflegende zugreifen können. Alternativ kann Saizen ® auch mit dem einfachen Injektionspen Aluetta verabreicht werden.
Wir sind ein integraler Bestandteil des Halbleiter-Ökosystems. In den Prozessen der Halbleiterfertigung sind wir mit unseren Materialien und den zugehörigen Zuführsystemen sowie Mess- und Prüfgeräten ein wesentlicher Teil der Wertschöpfungskette. Unser breites und innovatives Portfolio an Produkten hilft dabei, die zentralen Herausforderungen der Branche zu lösen. Dabei setzen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Hochleistungschips, die etwa für KI-Anwendungen benötigt werden. Wir liefern unsere Materialien, Systeme und Dienstleistungen an alle wesentlichen Akteure in der Branche. In den wichtigen Regionen Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen und sind mit unserem globalen Netzwerk an Standorten für F&E, Produktion und Vertrieb ein zuverlässiger und beständiger Partner.
Nach einem zyklischen Abschwung begann der Halbleitermarkt, sich im Laufe des Berichtsjahrs 2024 zu erholen, vor allem dank der positiven Marktentwicklung bei Halbleitermaterialien für KI-Chips und kleineren Strukturgrößen. Prognosen zufolge ist bis 2027 mit einem jährlichen Anstieg der globalen Umsatzzahlen in der Halbleiterbranche um 9 % bis 12 % zu rechnen. Um der erwarteten steigenden Nachfrage in den kommenden Jahren gerecht zu werden, investieren führende Halbleiterhersteller in die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten. Entsprechend passen wir den kontinuierlichen Ausbau der Kapazitäten an unseren Standorten weltweit an die Pläne unserer Kunden an.
Wir beliefern Hersteller von Logik-, Speicher- und analogen Mikrochips. Die fortschreitende Entwicklung von KI und das unverminderte Wachstum der Datenmengen in unserer digitalen Welt stellen immer höhere Anforderungen an die Rechenleistung von Mikrochips. Diese müssen in der Lage sein, mehr Daten (Speicherchips) schneller (Logikchips) zu verarbeiten. Die Elektronikindustrie arbeitet an der Entwicklung immer leistungsfähigerer Geräte mit kleineren, schnelleren und effizienteren Mikrochips. Entsprechend werden kleinste Strukturgrößen mit höherer Transistor- und Speicherzellendichte und komplexeren Architekturen (zum Beispiel 3D-Stapelung) benötigt. Darüber hinaus spielen auch modernste Packaging-Technologien wie die heterogene Integration eine bedeutende Rolle, um die Systemleistung in Halbleitern weiter zu steigern. Die heterogene Integration erfordert exakte Messungen von Verbindungselementen und Komponenten, was wiederum zu einem wachsenden Bedarf an innovativen Mess- und Prüfgeräten sowie Materialien für die Front-End-Fertigung führt (siehe Abschnitt zur Akquisition von Unity-SC). Sowohl die Miniaturisierung, die vertikale Stapelung als auch die heterogene Integration erfordern zusätzliche und neue Prozessschritte und damit auch neue Materiallösungen für eine weitere Verdichtung.
Wir stärken kontinuierlich unser umfassendes Portfolio, um an der Entwicklung von immer komplexeren Technologien mitzuwirken und dadurch die steigende Nachfrage nach hochmodernen Mikrochips für KI und High-Performance-Computing zu bedienen. Die zunehmende Komplexität bedeutet, dass wir ein breites Portfolio und tiefgreifendes Verständnis brauchen, um Lösungen zu identifizieren, die immer mehr aus kumulativ aufeinander aufbauenden Innovationen bestehen. Dabei setzen wir auf unsere Materials Intelligence TM , die bereichsübergreifend Materialwissenschaften und KI gezielt kombiniert, um diesen Innovationsprozess zusammen mit unseren Kunden effizienter zu gestalten und die Komplexität effektiv zu reduzieren. Insofern gehören wir zu den Wegbereitern der nächsten Generation von Logik- und Speicherchips.
Der Unternehmensbereich Electronics setzt sich aus den Geschäftseinheiten Semiconductor Solutions, Display Solutions (seit dem 1. Januar 2025 Optronics) und Surface Solutions zusammen. Drei funktionsübergreifende Gremien unterstützen die Geschäftseinheiten: das Technology Leadership Board, das Supply Chain Leadership Board und das Commercial Leadership Board. Sie definieren bereichsübergreifende Standards, treiben den Austausch über bewährte Verfahrensweisen voran, fördern Transparenz und nehmen in unserer Matrix-Organisation daher eine Schlüsselrolle ein.
Im Juli 2024 unterzeichneten wir eine Vereinbarung zum Verkauf des Surface-Solutions-Geschäfts an Global New Material International Holdings Ltd. für einen vereinbarten Kaufpreis von 665 Mio. € (siehe Abschnitt zu Surface Solutions).
Electronics steuerte im Geschäftsjahr 2024 18 % zum Konzernumsatz und 15 % zum EBITDA pre (ohne Konzernkosten und Sonstiges) bei. Ein Großteil der Halbleiter und Displays wird in Asien produziert. Die Region Asien-Pazifik trug im Geschäftsjahr 2024 68 % zu den Umsatzerlösen von Electronics bei, der Anteil der Regionen Europa und Nordamerika bezifferte sich auf 29 %. Der Anteil von Semiconductor Solutions am Umsatz von Electronics lag im Geschäftsjahr 2024 bei 69 %. Auf Display Solutions entfielen 20 % und auf Surface Solutions 11 % der Umsatzerlöse unseres Unternehmensbereichs.
Angesichts der Entwicklung der Branche hin zu komplexeren und integrierten Systemen gewinnen Mess- und Prüfgeräte für eine präzise Halbleiterfertigung immer mehr an Bedeutung, denn sie helfen dabei, die Produktionskosten zu senken und den Ertrag zu optimieren. Um unsere Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern, erwarben wir Unity-SC, SAS (Unity-SC), einen Anbieter von optischer 3D-Mess- und Prüftechnik für die Halbleiterindustrie mit Sitz in Montbonnot-Saint-Martin nahe Grenoble, Frankreich. Die am 31. Oktober 2024 abgeschlossene Akquisition für einen Kaufpreis im Sinne des IFRS 3 (International Financial Reporting Standards) in Höhe von 144 Mio. € zuzüglich weiterer, an das Erreichen von Meilensteinen geknüpfter Zahlungen erweitert unsere Expertise und das Portfolio. Sie versetzt uns in die Lage, Lösungen für die Prozesskontrolle beim Advanced Packaging sowie der heterogenen Integration für Mikrochips und deren interne Verbindungsstrukturen anzubieten. Diese sind für die Herstellung moderner Halbleiter, insbesondere für KI-Chips, von essenzieller Bedeutung. Die Mess- und Prüfgeräte von Unity-SC messen wichtige Parameter während der Wafer-Bearbeitung sowie den Packaging-Prozessen. Durch die Ergänzung unseres Portfolios um diese Mess- und Prüfgeräte für die Fertigung erweitern wir unser Portfolio um eine wichtige Schlüsseltechnologie und können unsere Erkenntnisse darüber vertiefen, wie wir mit unseren Materialien den Mehrwert für unsere Kunden steigern können.
Semiconductor Solutions bietet als umsatzstärkste Geschäftseinheit innerhalb unseres Unternehmensbereichs Electronics Produkte und Dienstleistungen für die Halbleiterindustrie an. Wir entwickeln Materialien und Lösungen für die nächste Generation von Halbleiterkomponenten und helfen so dabei, Mikrochips kleiner, schneller, leistungsfähiger und nachhaltiger zu machen.
Für die Herstellung eines Mikrochips sind zahlreiche Prozessschritte erforderlich, die allesamt erst durch spezialisierte Materialien mit hohen Anforderungen ermöglicht werden. Wir bieten ein leistungsstarkes Portfolio an Materialien für alle wesentlichen Prozessschritte, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Bearbeitungsprozess der Wafer. Unsere Kompetenz umfasst neben den Materialien auch das Know-how darüber, wie diese Materialien bei der Herstellung integriert werden, um die fertigen Komponenten zu erhalten.
Semiconductor Solutions setzt sich aus den folgenden Geschäftsfeldern zusammen: Thin Films, Formulations, Specialty Gases und Delivery Systems & Services.
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Das Geschäftsfeld Thin Films liefert Lösungen und Produkte für unsere Kunden in den Bereichen Dielektrika (Organosilane und Spin-on-Dielektrika) und metallische Materialien (Metallics). Mithilfe der Dünnfilmtechnologie können Materialien auf atomarer Ebene abgeschieden und entfernt werden. Dadurch können mehr Schichten, eine höhere Komplexität und neue Architekturen realisiert werden, was für KI-Anwendungen unerlässlich ist. |
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Das Portfolio des Geschäftsfelds Formulations ist unterteilt in die Bereiche Strukturierung (Patterning) und Planarisierung (Planarization). Es umfasst Lithografie-Produkte wie Fotolacke, antireflektierende Beschichtungen und Materialien für die geführte Selbstausrichtung (Directed Self-Assembly, DSA). Unser Sortiment beinhaltet außerdem verschiedene Reinigungsprodukte und Chemikalien für selektives Ätzen, die zur Verbesserung des Strukturierungsprozesses beitragen. Das Planarisierungsgeschäft bietet Materialien für die chemisch-mechanische Planarisierung (CMP) an, mit denen sich das gewünschte Maß an Oberflächenebenheit und Präzision in der Halbleiterfertigung erzielen lässt. |
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Das Geschäftsfeld Specialty Gases liefert hochreine Gase für die Halbleiterfertigung. Diese Gase sind kritisch für ein präzises Abscheiden, Dotieren, Ätzen und Reinigen während der Wafer-Bearbeitung. Unser Specialty-Gases-Geschäft unterstützt die Industrie bei der Entwicklung moderner elektronischer Geräte - stets unter Berücksichtigung der strengen Anforderungen der Halbleiterindustrie. |
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Das Geschäftsfeld Delivery Systems & Services (DS&S) entwickelt und installiert mit seinem Anlagengeschäft zuverlässige Zuführsysteme, die einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Spezialchemikalien und -gasen für die Halbleiterfertigung ermöglichen. An vielen Standorten der Branche werden Produktionsanlagen und Zuführsysteme von unseren Mitarbeitenden der MEGASYS ® Total Gas and Chemical Services betrieben und gewartet. |
Unsere Geschäftseinheit Display Solutions (seit dem 1. Januar 2025 Optronics) beherrscht die Steuerung von Licht für die Bildgebung, Verarbeitung, Messung und Inspektion. Wir materialisieren Licht durch Display-Materialien, optische Technologien sowie Mess- und Prüftechnik. Hierzu zählen die Geschäfte mit Flüssigkristallen (Liquid Crystals, LC), Strukturierungsmaterialien für die Oberflächenbehandlung von Displays (Fotolacke), Materialien für organische Leuchtdioden (Organic Light-Emitting Diodes, OLED) und reaktiven Mesogenen. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung neuartiger Technologien nicht nur für TV-Monitore, sondern auch für IT- und Mobilgeräte sowie Automobil-, Gaming- und weitere Anwendungen. Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir im Bereich Augmented Reality/Virtual Reality (AR/VR) daran, das Spektrum möglicher Anwendungsszenarien um optoelektronische Technologien zu erweitern. Zudem widmen wir uns in enger Kooperation mit führenden Bildschirmherstellern der Entwicklung von Produkten mit LCD-Technologie (Liquid Crystal Display) der nächsten Generation für den Elektronikmarkt.
Dank der Akquisition von Unity-SC umfasst das Angebot der Geschäftseinheit nun auch optische Messgeräte (siehe Abschnitt über Unity-SC), für welche die Kompetenzen der Geschäftseinheit im Bereich Optik voll zum Tragen kommen. Um den Anforderungen nach mehr Rechenleistung, höheren Bandbreiten und schnellerer Datenübertragung gerecht zu werden, gewinnen optische Komponenten zunehmend an Bedeutung. Bei Electronics entwickeln wir optische Technologien mit dem Ziel, elektronische Geräte noch leistungsfähiger zu machen.
Unsere Geschäftseinheit Surface Solutions bietet unseren Kunden Lösungen an, mit denen sie funktionale und dekorative Oberflächen aller Art gestalten können. Unser Fokus liegt auf den Märkten für Autolacke und Kosmetika sowie zu einem geringeren Teil auch für industrielle Anwendungen. Mit unserem Portfolio von Wirkstoffen helfen wir Kosmetikherstellern, ihre Hautpflegeprodukte mit einem feuchtigkeitsspendenden, schützenden oder Anti-Hautalterungseffekt auszustatten. Zudem bedienen wir mit unseren funktionellen Lösungen zahlreiche innovative Anwendungen - von schmutzabweisenden und pflegeleichten Oberflächen bis hin zu Lasermarkierungen von Kunststoffteilen und Kabeln.
Vor dem Hintergrund unserer strategischen Fokussierung auf den Elektronikmarkt und der Weiterentwicklung zukunftsweisender Technologien steht das Surface-Solutions-Geschäft nicht mehr im Mittelpunkt unserer Aktivitäten bei Electronics. Am 25. Juli 2024 unterzeichneten wir eine Vereinbarung zum Verkauf des Surface-Solutions-Geschäfts an GNMI, auch bekannt unter dem Markennamen Chesir. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller von Perlglanzpigmenten mit Standorten in China und Korea. Gegenstand der Vereinbarung ist der Großteil der weltweiten Produktions-, Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Geschäftseinheit Surface Solutions. Ihre Präsenz in Europa und Nordamerika würde die von GNMI ergänzen, das in Asien vertreten ist. Die Transaktion wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2025 abgeschlossen und unterliegt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden und der Erfüllung bestimmter anderer üblicher Abschlussbedingungen.
In einer zunehmend komplexen Welt, die vermehrt von gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Spannungen geprägt ist, haben wir erneut unsere Widerstandsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sind im Geschäftsjahr 2024 auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Angesichts von Faktoren wie der alternden Bevölkerung sowie dem Technologie- und Klimawandel halten wir den Bedarf nach wissenschaftlichen Durchbrüchen für größer denn je.
Dem Wandel stehen wir offen gegenüber und sehen ihn als Katalysator für Innovation und Wachstum. Unsere Vision "Neues entdecken. Die Menschheit voranbringen." eint uns dabei in der Zielsetzung, eine attraktivere, gesündere und nachhaltigere Welt zu schaffen, indem wir die Wissenschaft unterstützen, bahnbrechende Fortschritte zu erzielen. Unsere über 356-jährige Geschichte, kombiniert mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell, bildet eine hervorragende Ausgangslage zur weiteren Erschließung attraktiver globaler Märkte mit langfristigem Wachstumspotenzial.
Durch die Umsetzung unserer innovationsfokussierten Strategie werden wir unsere Position als führendes Wissenschaft- und Technologieunternehmen weiter ausbauen. Der Unternehmensbereich Life Science konzentriert sich dabei beispielsweise auf den wachsenden Markt für komplexe Moleküle und neue therapeutische Modalitäten ("Novel Modalities"). In Healthcare liegt unser Fokus auf Spezialmedikamenten für die Onkologie und Neurologie & Immunologie, zu denen etablierte Produkte wie Erbitux ® und Bavencio ® gegen Krebs und Mavenclad ® zur Behandlung von Multipler Sklerose zählen. Und in Electronics profitieren wir von dem steigenden Bedarf an Halbleitern, welcher durch Faktoren wie wachsende Datenmengen, künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) gefördert wird.
Die fortlaufende Entwicklung und Integration digitaler und datenbasierter Technologien werden unsere Wertschöpfung sowie Innovationskraft in allen drei Unternehmensbereichen erheblich steigern. Dabei stützt sich unsere "Data & Digital"-Strategie auf eine klar definierte Roadmap, um unsere digitale Infrastruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln und unsere digitale Differenzierung der Geschäftsbereiche vom Wettbewerb zu erhöhen. Ein jüngstes Beispiel ist unsere strategische Partnerschaft mit Siemens, für die wir im vergangenen Geschäftsjahr 2024 eine Absichtserklärung unterzeichneten. Gemeinsam haben wir uns zum Ziel gesetzt, die digitale Transformation durch strategische Projekte auf dem Gebiet der intelligenten Fertigung (Smartfacturing) in unseren Unternehmensbereichen voranzutreiben.
Gleichzeitig wollen wir weiterhin einen positiven Beitrag für die Gesellschaft und unseren Planeten leisten, indem wir ESG-Prinzipien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) bei unseren Wachstumszielen berücksichtigen. Im Jahr 2030 wollen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen ermöglichen. Bis 2030 verankern wir zudem Nachhaltigkeit vollständig in unseren Wertschöpfungsketten. Bis 2040 werden wir klimaneutral und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch.
Durch unsere strategischen Investitionen beabsichtigen wir, unsere Positionen in wachstumsstarken Bereichen weiter auszubauen, um so langfristig ein starkes, profitables Wachstum zu erzielen und einen attraktiven Cashflow zu generieren. In diesem Zusammenhang ist und bleibt aktives Management unseres Geschäftsportfolios von zentraler Bedeutung. Jüngste Beispiele hierfür sind die Akquisitionen von Mirus Bio LLC, USA, einem führenden Hersteller von Transfektionsreagenzien für Zell- und Gentherapien, und Unity-SC SAS, Frankreich, einem Anbieter von Mess- und Prüfgeräten für die Halbleiterindustrie. Weiterhin unterzeichneten wir eine Vereinbarung zum Verkauf unserer Geschäftseinheit Surface Solutions und legen infolgedessen den Schwerpunkt unseres Unternehmensbereichs Electronics stärker auf Hightech-Anwendungen. Merger-&-Acquisition-(M&A-)Maßnahmen werden weiterhin eine wesentliche Rolle spielen, um uns für die kommenden Jahrzehnte bestmöglich aufzustellen.
Unser Unternehmensbereich Life Science gehört zu den führenden Anbietern im globalen Life-Science-Markt, der rund 220 Mrd. € groß ist. Mit den nachlassenden Auswirkungen der pandemiebedingten Störungen der Lieferketten und der jüngsten Kapitalknappheit stellen wir uns auf Wachstum ein: Wir rechnen damit, dass der Markt mittel- bis langfristig ein jährliches Wachstum von 5 % bis 7 % verzeichnen wird. Für unser Life-Science-Geschäft eröffnen sich dadurch zahlreiche Möglichkeiten, Kunden in sich schnell entwickelnden Segmenten einen Mehrwert zu bieten. Im Mittelpunkt unserer aktualisierten strategischen Planung wird die Steigerung unseres Umsatzes und des EBITDA pre stehen. Hierzu werden wir uns verstärkt auf Kunden aus der akademischen Forschung sowie den Biotechnologie- und Pharmabranchen konzentrieren und führende Positionen im Portfolio einnehmen. Gleichzeitig beabsichtigen wir die Kundenerfahrung und unsere operative Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern. Mittel- bis langfristig werden wir unsere Entwicklung, basierend auf drei Themenschwerpunkten, vorantreiben.
Erstens: Mit unserem vielseitigen Portfolio genießen wir Anerkennung für unsere Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die genau auf die wissenschaftlichen und technischen Anforderungen unserer Kunden abzielen. Darauf aufbauend schärfen wir eine im gesamten Unternehmensbereich einheitliche Strategie für das Portfoliomanagement, um unser Angebot noch gezielter auf die sich stetig wandelnden Bedürfnisse unserer Zielkunden auszurichten. Zweitens: Wir werden die Entwicklung neuer Produkte forcieren und hierzu mehr Ressourcen für Forschung und Entwicklung bereitstellen, umfangreichere und mutigere Innovationsprojekte verfolgen und mehr Kollaborationen anstreben. Dies wird neue technologische Ankerpunkte in unserem Portfolio schaffen und den Wert unseres Portfolios in Forschung und Entwicklung (F&E) sowie die Erträge mit neuen Produkten deutlich steigern. Drittens: Wir werden durch gezielte Kollaborationen und Akquisitionen komplementäre, anorganische Wachstumsmöglichkeiten verfolgen, um unser Angebot in attraktiven Segmenten zu erweitern.
Bis 2030 wollen wir unser Portfolio so neu gestaltet haben, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden aus der akademischen Forschung sowie den Biotechnologie- und Pharmabranchen in allen Phasen der Entwicklung von Molekülen und anderen therapeutischen Modalitäten - von der Konzepterstellung bis zur Vermarktung - noch effektiver erfüllen können. Darunter fallen auch Wirkstoffforschung, Prozessentwicklung, Herstellung und Prüfung.
An unserem Streben nach Portfolioführerschaft orientieren sich unsere Ziele in den Geschäftseinheiten.
In der Geschäftseinheit Science & Lab Solutions wollen wir Innovationen für wissenschaftliche Labore und für Hersteller beschleunigen mit dem Ziel, zur Verbesserung der Gesundheit und einer nachhaltigen Zukunft beizutragen. In Process Solutions haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Zukunft der biotechnologischen Herstellung gemeinsam mit unseren Kunden zu antizipieren und zu gestalten. Erreichen wollen wir dies durch ein einzigartiges, differenziertes Angebot gepaart mit vertrieblichen Aktivitäten. Und in Life Science Services verfolgen wir das Ziel, ein anerkannter, vertrauenswürdiger und innovativer Serviceanbieter für die Biotechnologie- und Pharmabranche zu werden und eine exzellente Position bei unseren zielgerichteten therapeutischen Modalitäten, insbesondere bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, viralen Vektoren und mRNAs, einzunehmen.
In unserem Engagement für Wissenschaft und Technologie tragen wir dem Bedarf unserer Kunden Rechnung, die innovative Lösungen als Wegbereiter für neue Entdeckungen und eine effizientere Produktion benötigen.
Während wir eine nachhaltige Vorreiterrolle in Wissenschaft und Technologie anstreben, gilt es auch, die Kundenerfahrung und unsere betriebliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, damit wir den sich wandelnden Anforderungen unserer Kunden gerecht werden und weiterhin profitabel wachsen können. Beim Themenschwerpunkt Kundenerfahrung ist es unser Ziel, unseren Kunden bei sämtlichen Kontaktpunkten mit unserem Unternehmen eine reibungslose Erfahrung zu bieten.
Zudem werden wir unseren Multikanal-Ansatz im Vertrieb und unsere E-Commerce-Plattform weiterentwickeln sowie unsere Nachhaltigkeit und unsere Servicequalität verbessern. Durch Initiativen zur Verbesserung unserer betrieblichen Leistungsfähigkeit steigern wir die Agilität, Resilienz und Kundenorientierung unserer Geschäftsprozesse und unserer Integrated-Supply-Chain-Organisation.
Die stärkere Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden aus der akademischen Forschung sowie den Biotechnologie- und Pharmabranchen wird unsere Teams weltweit hinter unserem erklärten Ziel vereinen: Entscheidendes für Leben und Gesundheit durch Wissenschaft zu bewirken.
Die globale Pharmabranche zeichnet sich nach wie vor durch ein robustes Wachstum mit attraktiven Margen aus. Obwohl das gesamtwirtschaftliche und geopolitische Umfeld seit einigen Jahren von zunehmender Volatilität geprägt ist, bleiben die Auswirkungen von konjunktur- und/oder krisenbedingten Marktschwankungen auf die zugrunde liegenden Wachstumstreiber der Branche in Form des demografischen Wandels, eines verbesserten Zugangs zu Medikamenten und neuer innovativer Therapieansätze vergleichsweise gering. Daraus resultiert eine relativ konstante Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten. Unser diversifiziertes Portfolio und unsere geografische Präsenz haben sich als widerstandsfähig erwiesen und bilden eine solide Grundlage für den künftigen Erfolg unseres Healthcare-Geschäfts.
In den Industrieländern und zunehmend auch in Schwellenländern beruhen das Wachstum des Pharmamarkts und die langfristige Profitabilität zu einem wesentlichen Teil auf Innovationen. Auch das Wachstum unseres Healthcare-Geschäfts ist primär auf die Markteinführung innovativer Produkte zurückzuführen, während unser etabliertes Portfolio zugleich einen soliden Grundstock für weitere Investitionen in Innovationen liefert. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen halten wir an unserer Wachstumsambition als globaler Anbieter innovativer Spezialprodukte fest. Mit der Einführung innovativer Produkte in den Geschäftseinheiten Onkologie und Neurologie & Immunologie treiben wir den Fortschritt maßgeblich voran und generieren Wachstum für unser Geschäft. Aufbauend auf einer starken Grundlage werden wir das Wachstum unserer etablierten Geschäfte in den Franchises Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie sowie Fertilität nachhaltig und auf profitable Weise vorantreiben. Darüber hinaus erweitern wir unser Portfolio um externe Innovationen, um unsere Wachstumsperspektiven auf lange Sicht nachhaltig weiter zu verbessern. Die Richtschnur für alle unsere Entscheidungen bildet unser fokussierter Führungsansatz. Mit diesem stellen wir sicher, dass wir uns auf jene Bereiche konzentrieren, in denen wir - dank unserer Größe und der sorgfältigen Abwägung von Risiken in Bezug auf die klinische Entwicklung und Kommerzialisierung in unserer Pipeline - die besten Erfolgsaussichten haben.
Trotz der jüngsten Rückschläge in späten Studienphasen unserer Pipeline halten wir entschlossen an unserem Innovationskurs fest. Projekte in unserer Pipeline treiben wir weiter mit dem Ziel voran, Patientinnen und Patienten innovative Therapien zur Verfügung zu stellen, unser bestehendes Portfolio zu maximieren und in Wachstumsmärkten weiter zu expandieren.
Um die Ergebnisse unserer Investitionen in F&E zu maximieren und deren langfristige Nachhaltigkeit sicherzustellen, entwickeln wir zur Erweiterung unserer Innovationskapazitäten unser F&E-Modell kontinuierlich fort. Analog der Branchenpraxis greifen wir zudem verstärkt auf externe Innovationen zurück, um unsere Pipeline durch weitere attraktive Geschäftsmöglichkeiten zu stärken.
Unseren Fokus richten wir nach wie vor auf Spezialtherapiegebiete. Innerhalb jeder spezialisierten Geschäftseinheit besteht unser Ansatz darin, angefangen bei unserer eigenen Forschung bis hin zur Vermarktungsreife, intern tiefgreifendes Fachwissen aufzubauen. Diesen Ansatz stärken wir durch die Gewinnung externer Talente und strategische Kollaborationen. Um den ganzheitlichen Wert und den Fokus unserer Pipeline zu optimieren, überwachen und beurteilen wir kontinuierlich das Potenzial unserer Pipelinekandidaten - auf der Basis klinischer Daten, strategischer Eignung und finanzieller Kriterien.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere globale Präsenz zu stärken und zu erweitern, um die Innovationen in unserer Pipeline für Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen und unser Geschäft in allen wichtigen Märkten auszubauen. Da Innovationen der zentrale Wachstumstreiber sind und das absolute Wachstum des Pharmamarkts zum Großteil auf Industrieländer entfällt, wollen wir unsere Position auf diesen Märkten durch unser innovatives Portfolio festigen. Zugleich wird die sich rasch entwickelnde Infrastruktur im Gesundheitswesen in Schwellenländern künftig für viele unserer etablierten Produkte starke Wachstumsimpulse liefern. Aus strategischer Sicht wird es unerlässlich sein, einerseits innovative neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen und andererseits unsere Stärken in weiteren Märkten zum Tragen zu bringen und für ein profitables Wachstum unseres bestehenden Geschäfts zu sorgen.
Unser Anspruch ist es, ein führender Partner der Elektronikindustrie bei Materialien und materialbezogener Ausrüstung sowie Dienstleistungen zu sein, indem wir den Mehrwert für unsere Kunden mit unserer Materials Intelligence TM maximieren. Wir haben erfolgreich eine führende Rolle im Ökosystem der Halbleiterbranche eingenommen und bedienen bereits die wesentlichen Akteure in der Branche mit einem der umfassendsten Portfolios. Dieses Halbleiter-Ökosystem ist eine der innovativsten, schnelllebigsten und wissenschaftlich fortschrittlichsten Branchen. Unser Portfolio und unser Innovationsgeist in Electronics sind ideal geeignet, um der Industrie bei der Bewältigung der technologischen Herausforderungen zu helfen. Unsere sich immer stärker auf Daten stützenden Lösungen sind auf alle Bereiche der 3D-Verdichtung ausgelegt, einschließlich der Miniaturisierung, der Leistungsoptimierung, der vertikalen Stapelung und der heterogenen Integration.
Wir investieren in Innovationen und nachhaltige Alternativen, um der Branche bei ihren Nachhaltigkeitsherausforderungen zu helfen. Im gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Lösungen sehen wir die Chance, Produkte anzubieten, die auf dem Markt einzigartig sind und der Branche den Weg zu ressourcenschonenderer Produktion von Endprodukten ebnen.
Die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten der Branche bleiben sehr attraktiv. Die zunehmende Bedeutung der KI und das ungebremste Wachstum der Datenmengen in unserer digitalen Welt stellen immer höhere Rechenanforderungen für Mikrochips dar. Sie müssen mehr Daten schneller verarbeiten können (Logikchips) und einen schnelleren Zugriff erlauben (Speicherchips). In zahlreichen Industriezweigen werden Halbleiter daher auch weiterhin unentbehrlich sein. Wichtigste Impulsgeber für das Wachstum auf den Endmärkten sind die durch Verkleinerung von Strukturgrößen ermöglichte nächste Chipgeneration - insbesondere für KI - sowie der auch dadurch beschleunigte schnellere Austausch von Endgeräten. Hinzu kommt der steigende Halbleiteranteil pro Gerät. Beide Wachstumstreiber werden sich positiv auf das Geschäft von Electronics im Bereich der Waferbearbeitung und dem Packaging von Mikrochips auswirken. Insbesondere KI ist und bleibt der Motor für die Geschäftsentwicklung.
Diese Faktoren wirken als Katalysator für das Wachstum und die Marktentwicklung in den kommenden zehn Jahren. Zur Herstellung immer leistungsstärkerer und energieeffizienterer Mikrochips werden Innovationen im Bereich neuartiger Materialien noch unverzichtbarer werden. Dies treibt die Realisierung immer kleinerer Strukturgrößen und komplexerer Architekturen für Halbleiter voran. Indem wir darauf hinarbeiten, dass Innovationen und Lösungen aus unserem Markenportfolio in die Technologie-Roadmaps unserer Kunden Eingang finden, vertiefen wir die Beziehungen zu unseren Kunden. Zugleich fahren wir fort, das Spektrum unseres Angebots kontinuierlich über die Prozesskette der Waferbearbeitung hinaus auszuweiten, und investieren, um die Realisierung neuer Architekturen mithilfe von heterogener Integration bei der Chipherstellung zu unterstützen.
Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass Kompetenzen im Bereich der Optoelektronik noch wichtiger werden. Optische Technologien gewinnen in der Halbleiterindustrie immer mehr an Bedeutung. Dafür sprechen auch Marktprognosen, denen zufolge Halbleiter- und optische Technologien immer stärker miteinander verschmelzen werden. Um dieser zunehmenden Konvergenz Rechnung zu tragen, werden wir Materials Intelligence TM einsetzen und unser tiefgreifendes technologisches Know-how in Optik und Chemie bei kritischen Produktionsprozessen in der Elektronikindustrie nutzen. Unsere Stärken - angefangen bei der organischen Synthese bis hin zu unserem Wissen bei der Herstellung von Halbleiterkomponenten - sind entscheidend, um neue Geschäftsmöglichkeiten auf dem Gebiet optoelektronischer Technologien zu erschließen, etwa in den Bereichen Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality sowie in unserem jüngst erworbenen Mess- und Prüftechnikgeschäft von Unity-SC. Darüber hinaus erfordert das Innovationstempo bei KI-Chips eine heterogene Integration mit optischen Verbindungen, um die Effizienz und Datenübertragung mit hoher Bandbreite nutzen zu können und Übertragungsbeschränkungen herkömmlicher elektrischer Leitungen zu überwinden. Zusätzlich bleibt die Weiterentwicklung unserer Displaygeschäfte mit Flüssigkristallen und Materialien für organische Leuchtdioden ein wichtiges Element unseres Optronics-Portfolios und wird neue Möglichkeiten eröffnen.
Wir glauben auch, gut auf die sehr langfristigen Trends in der Branche vorbereitet zu sein. Ein Beispiel ist die Verschmelzung von Halbleiter- und Biotechnologie, die sich bereits bei neuromorphen Chips und Biosensoren abzeichnet. Wir gehen davon aus, dass ein multidisziplinärer Ansatz in der Wissenschaft die nächste Welle menschlichen Fortschritts vorantreiben wird. Wir nennen diesen Ansatz "Biokonvergenz", weil er Synergien in der digitalen und materiellen Wissenschaft sowie in der Biotechnologie nutzt.
Durch den Verkauf von Surface Solutions schärfen wir unsere Fokussierung auf die Elektronikindustrie, um eine noch zentralere Rolle im Halbleiter-Ökosystem einzunehmen.
Wir beschleunigen die Innovation als langfristigen Wachstumstreiber, unter anderem, indem wir die Zusammenarbeit mithilfe von Daten und digitalen Technologien fördern. Bei allem, was wir tun, wollen wir uns die transformative Kraft von Daten und digitalen Innovationen zunutze machen, um Neues zu entdecken und die Menschheit voranzubringen. Unsere Vision verankern wir in dieser "Data & Digital"-Strategie, um unsere drei Unternehmensbereiche mit erstklassigen Lösungen auszustatten und den Branchen, in denen sie tätig sind, einen Mehrwert zu bieten.
Ausgehend von unserem strategischen Fokus, der Verbesserung bestehender Ressourcen und Fähigkeiten, weiten wir unsere Innovationstätigkeit auf neue Technologien, Märkte und digitale Geschäftsmodelle aus. Federführend bei diesen Anstrengungen ist der neu eingerichtete Data, Digital & IT Executive Council unter dem gemeinsamen Vorsitz des Group Chief Science & Technology Officer und des Group Chief Information Officer. Das Gremium hat die Aufgabe, wegweisende Technologietrends aufzugreifen und dadurch Innovationen in allen unseren Unternehmensbereichen zu fördern.
Belege für unseren unternehmensweiten Ansatz sind unser Daten- und KI-Ökosystem UPTIMIZE sowie das Smartfacturing-Programm, welche die operative Leistungsfähigkeit verbessern und Prozesse bereichsübergreifend optimieren. UPTIMIZE ermöglicht ein harmonisiertes Betriebsmodell auf der Grundlage von Daten und KI, mit dem wir relevante Erkenntnisse für die Praxis ableiten und die Kapazitäten im Unternehmen für maschinelles Lernen und KI ausweiten können.
Im Rahmen des Smartfacturing-Programms schaffen wir durch die Nutzung von Echtzeitdaten von IoT-Sensoren, vernetzten Geräten und Betriebssystemen eine robuste Infrastruktur für skalierbare Möglichkeiten des Einsatzes von KI. Durch die hieraus resultierende höhere betriebliche Effizienz, verbesserte Produktqualität und anpassungsfähigere Lieferkette können wir den sich wandelnden Marktanforderungen und behördlichen Vorschriften effektiv gerecht werden.
Für unsere digitale Transformation ist eine Datenkultur von grundlegender Bedeutung. Durch Initiativen und Programme wie unsere eigene myGPT Suite, die auf eine Verbesserung der Kompetenzen im Umgang mit Daten und generativer KI abzielen, befähigen wir unsere Mitarbeitenden, Daten effektiv und auf sichere Weise zu nutzen, und schaffen so einen kooperativen Ansatz für Innovation und Wertschöpfung.
Für uns gehören nachhaltiges Unternehmertum und profitables Wachstum zusammen. Nur wenn wir einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, bleiben wir auch zukünftig wettbewerbsfähig. Mit unseren innovativen und hochwertigen Produkten wollen wir dazu beitragen, den weltweiten Herausforderungen zu begegnen. Gleichzeitig sichern solche Produkte unsere finanzielle Leistungsfähigkeit. Verantwortungsvoll zu handeln, ist in unserer Unternehmenskultur tief verankert. Dazu zählt etwa, dass wir die Interessen sowohl unserer Mitarbeitenden als auch der verschiedenen Kundenkreise, der Kapitalgeber sowie der Gesellschaft achten.
Sicherheitsfragen und ethische Aspekte sind für uns ebenso wichtig wie wirtschaftlicher Erfolg. Ethische, wirtschaftliche, umweltbezogene und soziale Risiken reduzieren wir weitestmöglich. Bereits bei der Produktentwicklung haben wir den kompletten Lebenszyklus inklusive der Entsorgung im Blick und integrieren Aspekte zirkulären Wirtschaftens. Bei der Beschaffung legen wir strenge Nachhaltigkeitsmaßstäbe an. Bei der Produktherstellung ist es uns wichtig, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Eine sichere Produktion, hohe Umweltschutzstandards und ein strenges Qualitätsmanagement sind für uns selbstverständlich. Mit Produkten, die umfassende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, tragen wir auch dazu bei, dass die von uns belieferten Firmen ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Wir verfolgen drei strategische Nachhaltigkeitsziele: Im Jahr 2030 wollen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen ermöglichen. Bis 2030 verankern wir Nachhaltigkeit vollständig in unseren Wertschöpfungsketten. Bis 2040 werden wir klimaneutral und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch. Mit diesen Zielen tragen wir dazu bei, die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen zu erreichen. Insgesamt konzentrieren wir uns in unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf sieben Fokusfelder. Innerhalb dieser verwirklichen wir heute und in Zukunft zahlreiche Initiativen sowie Projekte und messen unsere Fortschritte.
Mithilfe von 16 Nachhaltigkeitskennzahlen erfassen und bewerten wir, welchen Fortschritt wir bei unseren Nachhaltigkeitszielen erreichen. Unser jährlicher Long-Term Incentive Plan (LTIP) für Geschäftsleitungsmitglieder und obere Führungskräfte beinhaltet einen Nachhaltigkeitsfaktor. Über einen Zeitraum von drei Jahren messen wir mit diesem die Leistung anhand von ausgewählten Nachhaltigkeitskennzahlen für unsere drei Nachhaltigkeitsziele. Details zur Berechnung des Nachhaltigkeitsfaktors finden sich im "Vergütungsbericht". Darüber hinaus koppelten wir im Berichtsjahr 15 % der variablen Mitarbeitervergütung an Nachhaltigkeitsparameter.
Damit sind wir auf dem Weg, unser Unternehmen zu transformieren, um ökologische, soziale und geschäftliche Aspekte in Einklang zu bringen - für uns selbst als Unternehmen, für unsere Stakeholder und für die Gesellschaft. Wir integrieren Nachhaltigkeit in den Innovationsprozess und in alle Schritte der Wertschöpfungskette. So positionieren wir uns als verantwortungsbewusstes Unternehmen und erwarten langfristig einen Wettbewerbsvorteil. Das Wachstum unserer Geschäfte wollen wir von negativen Umweltauswirkungen entkoppeln.
Weitere Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen, -kennzahlen und dem Erreichungsgrad unserer strategischen Ziele enthält die "(Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung".
Wir verfolgen eine konservative Finanzpolitik, die durch die folgenden Aspekte gekennzeichnet ist:
Wir stellen sicher, dass wir unsere Verpflichtungen jederzeit erfüllen können, und verfolgen eine konservative und proaktive Finanzierungsstrategie, in deren Rahmen wir verschiedene Finanzinstrumente einsetzen. Unsere diversifizierten und profitablen Geschäftsaktivitäten bilden das Fundament für unsere Fähigkeit, robuste und nachhaltige Cashflows zu generieren. Darüber hinaus verfügen wir über mehrere Finanzierungsquellen. Eine syndizierte Kreditlinie über 2,5 Mrd. €, die bis 2029 läuft, kann zur Deckung eines unerwarteten Bedarfs an liquiden Mitteln eingesetzt werden. Bei dieser Kreditlinie handelt es sich um eine Back-up-Fazilität, die nur in Ausnahmesituationen in Anspruch genommen werden soll.
Darüber hinaus verständigten wir uns auf mehrere bilaterale Kreditfazilitäten. Ebenso steht uns ein Commercial Paper Program mit einem Volumen von 2,5 Mrd. € zur Verfügung. Im Rahmen dieses Programms können wir Commercial Papers mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr begeben.
Zudem stellt der Anleihemarkt eine wesentliche Finanzierungsquelle dar. Die letzte Anleiheemission erfolgte im August 2024 (Hybridanleihe in Höhe von 0,8 Mrd. €). Die Nutzung unterschiedlicher Instrumente stellt die Finanzierung breit auf und spricht verschiedene Investorengruppen an.
Wir arbeiten schwerpunktmäßig mit einer gut diversifizierten, finanziell stabilen und verlässlichen Gruppe von Banken zusammen. Aufgrund unseres langfristig ausgerichteten Geschäftsmodells halten die Geschäftsbeziehungen zu Banken typischerweise viele Jahre und zeichnen sich durch Professionalität und Vertrauen aus. Die Bankengruppe umfasst Finanzinstitute mit fundierten Kompetenzen bei verschiedenen Finanzprodukten und in verschiedenen Regionen. Wir betrachten diese Banken als strategische Partner. Dementsprechend beziehen wir sie in wichtige Finanzierungstransaktionen ein.
Das Kreditrating, das wir von externen Agenturen erhalten, ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Ein starkes Investment-Grade-Rating ist ein Eckpfeiler unserer Finanzpolitik, da dieses Rating den Zugang zu attraktiven Konditionen auf den Kapitalmärkten sichert.
Im November 2024 bestätigte Moody's unser Rating (A3, stabiler Ausblick) und im Dezember 2024 erfolgte dies bei Standard & Poor's (A, stabiler Ausblick).
Wir verfolgen eine nachhaltige Dividendenpolitik. So bildet die aktuelle Dividende - eine stabile Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds vorausgesetzt - die Untergrenze für künftige Dividendenvorschläge. Die Dividendenpolitik orientiert sich an der Geschäftsentwicklung und der Ergebnissteigerung der kommenden Geschäftsjahre. Das Dividendenwachstum kann jedoch einen abweichenden Verlauf nehmen, zum Beispiel im Rahmen von Restrukturierungen oder bei signifikanten weltwirtschaftlichen Entwicklungen. Wir streben einen Zielkorridor von 20 % bis 25 % des Ergebnisses je Aktie pre an.
Als weltweit tätiges und diversifiziertes Unternehmen verwenden wir ein umfassendes System von Kennzahlen zur Steuerung des Geschäftserfolgs. Die wichtigste Kennzahl zur Messung des operativen Geschäftserfolgs ist dabei das EBITDA pre 1.
Die Pyramide der Wertschöpfungs- und Steuerungskennzahlen beinhaltet die wichtigen finanziellen Messgrößen und bildet einen umfassenden Rahmen von Indikatoren zur Steuerung unseres Geschäfts und zur Bestimmung der Prioritäten bei der Allokation flüssiger Mittel. Sie gliedert sich in die drei Leitungsbereiche: Merck-Konzern, das Geschäft und Projekte, die den Einsatz jeweils verschiedener Indikatoren erfordern.
EBITDA pre 1 = Earnings before interest, income tax, depreciation and amortization as well as adjustments (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Anpassungen).
EBITDA pre-margin 1 = Earnings before interest, income tax, depreciation and amortization as well as adjustments (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Anpassungen) in Prozent der Umsatzerlöse.
EPS = Earnings per share (Ergebnis je Aktie).
EPS pre 1 = Earnings per share pre (Ergebnis je Aktie vor Anpassungen).
MEVA 1 = Merck value added (wirtschaftliche Wertschöpfung durch Merck).
OCF 1 = Operativer Cashflow.
ROCE 1 = Return on capital employed (Rendite auf das investierte Kapital).
NPV 1 = Net present value (Kapitalwert).
IRR 1 = Internal rate of return (interner Zinsfuß).
eNPV 1 = expected Net present value (erwarteter Kapitalwert).
PoS 1 = Probability of success (Erfolgswahrscheinlichkeit).
M&A = Mergers & Acquisitions (Fusionen und Übernahmen).
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die drei Kennzahlen Umsatzerlöse, EBITDA pre und Operativer Cashflow (OCF) sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Bewertung unserer Geschäftsentwicklung. Deshalb nehmen wir im "Wirtschaftsbericht", im "Risiko- und Chancenbericht" und im "Prognosebericht" auf diese Steuerungskennzahlen Bezug. Aufgrund ihrer Bedeutung für den finanziellen Geschäftserfolg sind sie auch ein wesentlicher Bestandteil unseres Performance-Management-Systems.
Umsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus Warenverkäufen, erbrachten Dienstleistungen an externe Kunden, Provisionserlöse sowie Ergebnisbeteiligungen aus Kollaborationen, abzüglich Umsatzsteuer und Erlösminderungen, zum Beispiel Rabatte oder Skonti. Umsatzerlöse sind der Hauptindikator für unser Geschäftswachstum und deshalb ein wichtiger Parameter zur externen wie auch internen Beurteilung des Geschäftserfolgs. Für das interne Performance Management wird zusätzlich die organische Umsatzveränderung im Vergleich zum Jahresziel herangezogen. Das organische Umsatzwachstum zeigt die prozentuale Veränderung der Umsatzerlöse zu einer Vergleichsperiode, bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte. Währungseffekte können durch Wechselkursfluktuationen zwischen der funktionalen Nicht-Euro-Währung einer konsolidierten Gesellschaft und der Berichtswährung Euro entstehen. Portfolioeffekte spiegeln hingegen Umsatzveränderungen wider, die durch Akquisitionen und Desinvestitionen von zu konsolidierenden Gesellschaften oder Geschäften bedingt sind.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 21.156 | 20.993 | 163 | 0,8 % |
Das EBITDA pre ist die wichtigste interne und externe Bewertungskennzahl im Hinblick auf die laufende operative Tätigkeit. Um ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Entwicklung des operativen Geschäfts zu vermitteln, werden hier Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sowie Anpassungen beim operativen Ergebnis nicht berücksichtigt. Diese Anpassungen beschränken sich auf folgende Kategorien: Integrationsaufwendungen, IT-Aufwendungen für bestimmte Projekte, Restrukturierungsaufwendungen, Gewinne/Verluste aus abgegangenen Geschäften, Akquisitionsaufwendungen und sonstige Anpassungen. Die Klassifizierung bestimmter Erträge oder Aufwendungen als Anpassungen unterliegt klaren Regeln und einer strengen Governance auf Konzernebene. Im Rahmen des internen Performance Management ermöglicht das EBITDA pre, Effizienzsteigerungen in den Prozessen durchzuführen, ohne das Ergebnis des operativen Geschäfts durch Sondereffekte oder Restrukturierungsaufwendungen zu beeinflussen. Nachfolgend wird die Zusammensetzung des EBITDA pre im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt. Hierbei wurden die Zahlen gemäß IFRS um die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Anpassungen bereinigt.
| 2024 | 2023 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 21.156 | - | 21.156 | 20.993 | - | 20.993 |
| Umsatzkosten | -8.671 | 41 | -8.630 | -8.600 | 43 | -8.558 |
| Bruttoergebnis | 12.485 | 41 | 12.526 | 12.392 | 43 | 12.435 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -4.536 | 30 | -4.506 | -4.510 | 44 | -4.466 |
| Verwaltungskosten | -1.370 | 154 | -1.216 | -1.392 | 246 | -1.146 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.279 | 11 | -2.269 | -2.445 | 7 | -2.438 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | -8 | 2 | -7 | -51 | - | -51 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -646 | 333 | -313 | -385 | 138 | -247 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 3.645 | 3.609 | ||||
| Abschreibungen/Wertminderungen/ Wertaufholungen | 2.134 | -277 | 1.856 | 1.880 | -87 | 1.792 |
| EBITDA 2 | 5.779 | 5.489 | ||||
| Restrukturierungsaufwendungen | 144 | -144 | - | 249 | -249 | - |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | 103 | -103 | - | 118 | -118 | - |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | -46 | 46 | - | -51 | 51 | - |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | 26 | -26 | - | 18 | -18 | - |
| Sonstige Anpassungen | 68 | -68 | - | 56 | -56 | - |
| EBITDA pre 1 | 6.072 | - | 6.072 | 5.879 | - | 5.879 |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | ||||||
| Davon: Währungseffekte | ||||||
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | ||||||
| Veränderung | |
| in Mio. € | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 0,8 % |
| Umsatzkosten | 0,8 % |
| Bruttoergebnis | 0,7 % |
| Marketing- und Vertriebskosten | 0,9 % |
| Verwaltungskosten | 6,1 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -7,0 % |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | -87,1 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 26,8 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | |
| Abschreibungen/Wertminderungen/ Wertaufholungen | 3,6 % |
| EBITDA 2 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | |
| Sonstige Anpassungen | |
| EBITDA pre 1 | 3,3 % |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | 6,9 % |
| Davon: Währungseffekte | -3,6 % |
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | -0,1 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Der operative Cashflow resultiert aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Merck-Konzerns und beschreibt die durch die operative Tätigkeit erwirtschafteten liquiden Mittel. Beeinflusst wird der operative Cashflow im Wesentlichen durch das EBITDA pre, zu bezahlende Ertragsteuern, das Finanzergebnis und die Veränderung des Nettoumlaufvermögens.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| EBITDA pre 1 | 6.072 | 5.879 | 193 | 3,3 % |
| Anpassungen 1 | -293 | -390 | 97 | -24,9 % |
| Finanzergebnis 2 | -108 | -125 | 17 | -13,4 % |
| Ertragsteuern 2 | -751 | -650 | -101 | 15,5 % |
| Veränderungen des Nettoumlaufvermögens 1 | -63 | -141 | 78 | -55,4 % |
| Davon: Veränderungen der Vorräte 3 | 36 | -89 | 124 | >100,0 % |
| Davon: Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 | 79 | -8 | 88 | >100,0 % |
| Davon: Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Rückerstattungsverbindlichkeiten 3 | -178 | -43 | -134 | >100,0 % |
| Veränderungen der Rückstellungen 3 | 62 | 188 | -126 | -67,0 % |
| Veränderungen der übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 3 | -309 | -755 | 446 | -59,1 % |
| Neutralisierung Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen und sonstigen Veräußerungen 3 | -2 | -150 | 148 | -98,6 % |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 3 | -22 | -72 | 50 | -69,6 % |
| Operativer Cashflow | 4.586 | 3.784 | 802 | 21,2 % |
2 Gemäß Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung.
3 Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.
Nachhaltige Wertschöpfung ist für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs unverzichtbar. Um die Zuweisung finanzieller Mittel zu optimieren, nutzen wir klar definierte Parameter, die als Kriterien bei der Priorisierung von Investitionsmöglichkeiten und Entscheidungen zum Portfolio dienen.
Hauptkriterium für die Priorisierung von Investitionsmöglichkeiten ist der Kapitalwert. Er stützt sich auf die Barwertrechnung und errechnet sich als die Summe der diskontierten Free Cashflows über die Laufzeit eines Projekts. Zur Diskontierung der Free Cashflows werden die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten als Kapitalisierungszinsfuß herangezogen. Je nach Art und Standort eines Projekts werden verschiedene Aufschläge zu den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten hinzugerechnet.
Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Beurteilung von Akquisitionsprojekten und Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ist der interne Zinsfuß. Er ist der Abzinsungsfaktor, bei dessen Verwendung die diskontierten zukünftigen Free Cashflows der Anfangsinvestition beziehungsweise dem Kaufpreis einer Akquisition entsprechen. Ein Projekt ist wertsteigernd, wenn der interne Zinsfuß über den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten inklusive Aufschlägen liegt.
Neben dem Kapitalwert und dem internen Zinsfuß ist in der Betrachtung einzelner Abrechnungsperioden die Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) eine wichtige Messgröße zur Bewertung von Investitionsprojekten. Sie errechnet sich aus dem angepassten operativen Ergebnis pre (EBIT pre), dividiert durch Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte.
Ein weiterer Parameter zur Beurteilung von Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ist die Amortisationszeit, also die Zahl der Jahre, nach denen eine Investition einen Nettomittelzufluss erbringen wird.
Der MEVA gibt Auskunft über die in einem Zeitraum erzielte finanzielle Wertschöpfung. Ein Mehrwert wird dann geschaffen, wenn die Rendite des vom Unternehmen oder von den Geschäften eingesetzten Kapitals (ROCE) höher ist als die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Mit dem MEVA verfügen wir über ein leistungsfähiges Instrument, um Beschlüsse über Investitionen und Ausgaben gegenüber dem Kapitalbedarf und den Erwartungen der Investoren abzuwägen.
Das Ergebnis je Aktie berechnet sich aus dem den Anteilseignern der Merck KGaA zurechenbaren Ergebnis nach Steuern (Konzernergebnis), dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Der Ansatz der theoretischen Aktienzahl berücksichtigt die Tatsache, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Zum alternativen Vergleich veröffentlichen wir auch das Ergebnis je Aktie pre, welches bereinigt wird um Effekte aus Integrationsaufwendungen, IT-Aufwendungen für ausgewählte Projekte, Restrukturierungsaufwendungen, Gewinnen/Verlusten aus abgegangenen Geschäften, Akquisitionsaufwendungen und sonstigen Anpassungen. Des Weiteren werden planmäßige Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte angepasst. Ausgenommen von der Bereinigung sind Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte für erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte unter einem Schwellenwert von 50 Mio. €. Ertragsteuern werden auf der Grundlage der Basissteuerquote des Konzerns berechnet. Nachfolgend die Überleitung vom Konzernergebnis zum Konzernergebnis pre für die Berechnung des EPS pre.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Konzernergebnis | 2.777 | 2.824 | -47 | -1,7 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 9 | 10 | -1 | -9,0 % |
| Ertragsteuern | 751 | 650 | 101 | 15,5 % |
| Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte | 714 | 783 | -69 | -8,8 % |
| Anpassungen 1 | 570 | 477 | 93 | 19,5 % |
| Ertragsteuern anhand der Basissteuerquote 1 | -1.061 | -1.044 | -17 | 1,6 % |
| Zu korrigierende nicht beherrschende Anteile | -9 | -10 | 1 | -9,0 % |
| Konzernergebnis pre 1 | 3.751 | 3.691 | 61 | 1,6 % |
| Ergebnis je Aktie pre 1 (in €) | 8,63 | 8,49 | 0,14 | 1,6 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Um unseren Anteilseignern eine attraktive Rendite bieten zu können, verfolgen wir eine verlässliche Dividendenpolitik. Hierzu definieren wir eine angestrebte Auszahlungsrate, die auf dem Ergebnis je Aktie pre (siehe Definition oben) basiert.
Das Kreditrating, das wir von externen Agenturen erhalten, ist ein wichtiger Indikator, der die Marktbedingungen bestimmt, zu denen wir Fremdkapital aufnehmen können. Der Kapitalmarkt zieht die von unabhängigen Ratingagenturen veröffentlichten Bewertungen heran, um Kapitalgeber bei der Einschätzung von Risiken, die mit einem Finanzinstrument verbunden sind, zu unterstützen. Zurzeit werden wir von Moody's und Standard & Poor's bewertet. Wichtige Indikatoren für das Kreditrating sind EBITDA, Cashflow, Netto-/Brutto-Finanzverbindlichkeiten.
Neben den wichtigen Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklungen spielen auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen eine Rolle für unseren unternehmerischen Erfolg.
Unsere Kultur soll verkörpern, was uns eint, und wie wir als ein Team zusammenarbeiten, führen und uns einbringen, um menschlichen Fortschritt zu erzielen und Merck voranzubringen. Wir leben unsere High-Impact-Kultur. Dabei messen wir unsere Fähigkeit, die richtigen Menschen zu gewinnen, zu entwickeln und zu binden.
Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie streben wir menschlichen Fortschritt durch nachhaltige Innovationen und Technologien an, integrieren Nachhaltigkeit vollständig in unseren Wertschöpfungsketten und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch. Diese Ziele verfolgen wir auf sieben Fokusfeldern. Innerhalb dieser verwirklichen wir zahlreiche Initiativen sowie Projekte und messen unsere Fortschritte.
Wir wissen, dass Vielfalt Fortschritt antreibt. Sie stärkt unsere Fähigkeit zur Innovation und trägt wesentlich zu unserem Erfolg in Wissenschaft und Technologie bei. Wir fördern und messen aktiv die Vielfalt unserer Führungskräfte, um eine inklusive Kultur zu schaffen, die unsere Werte widerspiegelt und es allen Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Potenziale zu entfalten.
Wir sind ein diversifiziertes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, das eine führende Position in den Bereichen Life Science, Healthcare und Electronics einnimmt. Im Einklang mit unserer neuen Vision, "Neues entdecken. Die Menschheit voranbringen", streben wir Innovationen in allen drei Unternehmensbereichen an, um unsere Wachstumspläne zu verwirklichen. Wir erforschen und entwickeln weltweit neue Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, um die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu verbessern sowie die Bedürfnisse unserer Kundschaft zu erfüllen. Dabei sind wir stets darauf bedacht, die Relevanz und Effizienz unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zu optimieren - ob eigenständig oder in Kooperation mit Dritten. Darüber hinaus verbessern wir kontinuierlich die Erfüllung unserer Nachhaltigkeitskriterien und integrieren diese bereits bei der Produktentwicklung in unsere Prozesse (siehe "(Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung").
Rund 6.400 Mitarbeitende (Vorjahr: rund 6.500 Mitarbeitende) arbeiteten im Geschäftsjahr 2024 in Forschung und Entwicklung (F&E) sowie in den entsprechenden unterstützenden Funktionen. Sie beschäftigten sich mit Innovationen, mit denen wir die langfristigen Gesundheits- und Technologietrends sowohl in etablierten Märkten als auch in Wachstumsmärkten bedienen können.
Die Aufwendungen für F&E betrugen im Berichtsjahr 2,3 Mrd. € (Vorjahr: 2,4 Mrd. €).
Die organisatorische Aufstellung unserer F&E-Aktivitäten folgt der Struktur von Merck. Im Unternehmensbereich Life Science treiben wir wissenschaftliche Durchbrüche mit innovativen Technologien für Anwendungen in den Naturwissenschaften und der Pharmaforschung voran, die lebensrettende, neuartige Therapien und Behandlungen für Erkrankungen wie Krebs und Diabetes ermöglichen. Im Unternehmensbereich Healthcare entwickeln wir innovative Therapien und setzen dabei auf unternehmenseigene Forschung und externe Partnerschaften. Im Unternehmensbereich Electronics beschleunigen wir die Entwicklung der nächsten Mikrochip-Generation, um Innovationen in der Halbleiter- und Displaybranche zu ermöglichen, die für KI-Anwendungen und die digitale Welt der Zukunft benötigt werden.
Auf Konzernebene wollen wir nicht nur innerhalb unserer Unternehmensbereiche, sondern auch zwischen ihnen Synergien schaffen und kontinuierlich neue Innovationsgebiete erschließen. Zu diesem Zweck sichten wir neue Technologien, Märkte und digitale Geschäftsmodelle, nutzen unsere bestehenden Ressourcen und Kompetenzen und kombinieren sie mit Daten und digitalen Technologien. Beispiele für unsere Aktivitäten in diesem Bereich sind Syntropy ® und Athinia ® , beides Partnerschaften mit Palantir. Die Plattformen ermöglichen sichere KI-gestützte Datenströme und Ökosysteme für die gemeinsame Nutzung von Daten. Sie können dadurch zur Effizienzsteigerung beitragen, während gleichzeitig sichergestellt ist, dass die beteiligten Partner die Kontrolle über ihr geistiges Eigentum behalten.
Im Januar 2024 eröffneten wir den Merck Digital Hub in Singapur. Der vom Singapore Economic Development Board geförderte Digital Hub verfolgt das Ziel, den Fortschritt im Gesundheitssektor und in der Halbleiterindustrie voranzutreiben. An diesem Knotenpunkt für Digitalisierung bündelt sich das Know-how von Syntropy ® und Athinia ® , sodass Eigentümer von Daten diese unternehmensübergreifend integrieren und kuratieren können.
Darüber hinaus erschließen wir weiterhin Möglichkeiten an der Schnittstelle zwischen unseren Unternehmensbereichen und konvergierenden Technologien. Wir wollen so Lösungen entwickeln, die unsere drei Unternehmensbereiche in die Lage versetzen, den von ihnen bedienten Branchen einen Mehrwert zu bieten:
| ― |
Wir arbeiten weiter am Aufbau unserer automatisierten Entwicklungs-, Herstellungs-, Test- und Analyseplattform. Diese beruht zum einen auf Laborautomatisierung und zum anderen auf AIDDISONTM, unserer auf generativer KI basierten Plattform zur Entdeckung neuer Wirkstoffe. Nach der Einführung durch Life Science im Geschäftsjahr 2023 aktualisierten wir AIDDISONTM 2024, um den Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht werden zu können. Neben der externen Vermarktung nutzen wir die Software in unserem Unternehmensbereich Healthcare auch intern in frühen Stadien der Arzneimittelforschung. Unser Programm AI for Drug Discovery wird die Entdeckung neuer und besserer Wirkstoffkandidaten beschleunigen und somit auch die Zeit verkürzen, bis neue Therapien den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. |
| ― |
Wir nutzen die Kompetenzen in unseren Unternehmensbereichen bei der Synthese von mRNA (Messenger-Ribonukleinsäure), der Synthese und Formulierung von Lipid-Nanopartikeln (LNP), dem gezielten Wirkstofftransport sowie im Bereich KI, um die Entwicklung "smarter" LNPs zu ermöglichen. Diese sollen in der Lage sein, effektiver in unterschiedliche Gewebetypen einzudringen, einschließlich schwer erreichbarer biologischer Zielstrukturen (Targets), zur Behandlung verschiedener Erkrankungen. |
| ― |
Unsere Pipeline im Unternehmensbereich Healthcare bereichern wir durch eine neuartige, auf Antikörper gerichtete Arzneimittelmodalität, die auf die Proteolyse abzielende Moleküle (PROTACs) gezielt zu Tumorzellen bringen kann. Die neu entwickelte und zum Patent angemeldete Technologie birgt das Potenzial, zwei Wirkstoffmoleküle zielgerichtet freizusetzen, um so einen Gewebe- und Target-selektiven Abbau zu ermöglichen. Angewendet werden kann die "Plug-and-Play"-Technologie auf mehrere therapeutische Targets in verschiedenen Therapiegebieten. Dies könnte sowohl den Bereich der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (Antibody-Drug Conjugates, ADC) als auch den PROTAC-Bereich revolutionieren. |
Im Geschäftsjahr 2024 schlossen wir außerdem mehrere Pilotprojekte im Rahmen unseres Smartfacturing-Programms, also anpassungsfähiger, modularer "intelligenter Fabriken" ("Smart Factories"), erfolgreich ab, darunter die Entwicklung und Implementierung einer neuen Automatisierungstechnologie zur Anlagenvernetzung für die Produktion im Einklang mit den Richtlinien der Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP). Bei dieser Technologie kommen spezielle Softwarekomponenten, sogenannte Module Type Packages (MTP), zum Einsatz, mit deren Hilfe verschiedene Geräte und Anlagen in der Produktion auf der Grundlage eines gemeinsamen Standards miteinander vernetzt werden können. Die neue Automatisierungstechnologie wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Anwendung findet sie derzeit in unserer Arzneimittel- und Chemikalienproduktion. Sie lässt sich aber auch in vielen anderen Produktionsprozessen und Zweigen der Fertigungsindustrie einsetzen. Um unsere Initiativen weiter voranzutreiben und zukunftsweisende Projekte in unseren drei Unternehmensbereichen auf den Weg zu bringen, sind wir eine strategische Partnerschaft mit Siemens eingegangen. Die Kombination unseres Knowhows in Life Science, Healthcare und Electronics mit der führenden Position von Siemens als Entwickler fortschrittlicher Hard- und Software wird die Gestaltung schnellerer, kostengünstigerer und nachhaltigerer Produktionsprozesse ermöglichen.
Die folgende Tabelle stellt die Forschungs- und Entwicklungskosten je Unternehmensbereich im Geschäftsjahr 2024 sowie im Vorjahr dar:
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | In Mio. € | in % |
| Life Science | 388 | 396 | -9 | -2,2 % |
| Healthcare | 1.503 | 1.657 | -154 | -9,3 % |
| Electronics | 297 | 297 | - | -0,2 % |
| Konzernkosten und Sonstiges | 92 | 94 | -3 | -2,7 % |
| Summe | 2.279 | 2.445 | -166 | -6,8 % |
Die Forschungsquote betrug, bezogen auf den Konzernumsatz, 10,8 % (Vorjahr: 11,6 %). Sie ist aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und Einstellung klinischer Studien in Healthcare gesunken.
In unseren drei Geschäftseinheiten Science & Lab Solutions, Process Solutions und Life Science Services stellen unsere Teams in F&E unseren weltweiten Kunden Expertise sowie ein diversifiziertes und relevantes Produkt- und Dienstleistungsportfolio zur Verfügung.
Die Entwicklung der präventiven und personalisierten Medizin schreitet stetig voran. Daher ist es unverzichtbar, Maßstäbe zu setzen - mit robusten, skalierbaren und effizienten Prozessen für die Herstellung viraler Vektoren, dem Next Generation Sequencing, also bei den verbesserten Technologien zur DNA-Sequenzierung sowie den körpereigenen Zelltherapien. Dies wiederum kann dazu beitragen, die Anwendung neuartiger Zell- und Gentherapien zur Behandlung komplexer und chronischer Erkrankungen wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Muskeldystrophie auszuweiten.
Gemeinsam bewirken wir Entscheidendes für diese Entwicklungen in der Wissenschaft, in dem sich mehr als 1.700 Ingenieure, Chemiker und Biologen an unseren zwölf globalen Standorten weiterhin auf sechs strategische Innovationstreiber konzentrieren: Aufbau unseres Kernportfolios, Labor und Fabrik der Zukunft, neue Modalitäten, Biologie der nächsten Generation, Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit. Im Geschäftsjahr 2024 führten wir mehr als 9.200 Produkte und Lösungen auf dem Markt ein, darunter Produkte im Rahmen unseres Faucet-Programms für Antikörper, Referenzmaterialien, Chemikalien und Nanomaterialien.
Im Geschäftsjahr 2024 führten wir unsere Software M-Trace ® und die dazugehörige App für Mobilgeräte ein. Dabei handelt es sich um eine umfassende Lösung für die mikrobiologische Qualitätskontrolle, mit der sich Daten nachverfolgen lassen und die Sterilitätsprüfung digitalisiert werden kann. Die Software dokumentiert automatisch die Daten der einzelnen Prüfschritte und trägt so zur allgemeinen Prozesssicherheit bei. Dies mindert das Risiko von Abweichungen, falsch-positiven Ergebnissen und menschlichen Fehlern.
Seit über 50 Jahren sind unsere Laborwassersysteme ein fester Bestandteil der Ausstattung akademischer Labore. Im Jahr 2024 erweiterten wir unser Sortiment an Laborwassersystemen der Marke Milli-Q ® und brachten Systeme der Reihe Milli-Q ® SQ 2Series auf den Markt. Kunden können diese kompakten Systeme in 30 Minuten selbst in die bestehende Laborumgebung installieren. Die Systeme fallen zudem unter die Kategorie "Greener Alternative Product", in die wir alternative Produkte einordnen, die sich durch umweltfreundlichere Eigenschaften auszeichnen. Gegenüber den Produkten der Vorgängerreihe konnte der Wasserverbrauch um bis zu 60 % gesenkt und der Stromverbrauch auf ein Minimum reduziert werden. Das macht die Systeme zu einer umweltfreundlicheren Reinstwasserlösung. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit brachten wir außerdem überarbeitete Milli-Q ® -Wasserfilterkartuschen auf den Markt. Bezogen auf die Lebensdauer der Wassersysteme Milli-Q ® können so beispielsweise die auf diese entfallenden CO 2 -Emissionen um bis zu 18 % gesenkt werden.
Im September führten wir den ersten skalierbaren Single-Use-Mischer speziell für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) am Markt ein. ADCs stellen eine rasant wachsende, relativ neue Klasse von Therapeutika dar, die Tumorzellen gezielt angreifen und selektiv abtöten können und dabei gesunde Zellen verschonen. Der Mobius ® -ADC-Reaktor ermöglicht kürzere Durchlaufzeiten von Chargen, mindert das Risiko von Kreuzkontaminationen und sorgt gleichzeitig für eine hohe Produktqualität, sodass Biopharma-Unternehmen ihre Therapien schneller und sicherer herstellen können. Der neue ADC-Bioreaktor ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Geschäftseinheiten Process Solutions und Life Science Services.
Darüber hinaus brachte Process Solutions eine Reihe weiterer Produkte auf den Markt, die den Bedürfnissen unserer Kunden Rechnung tragen, darunter: unsere GMP-konforme salztolerante Benzonase ® -Endonuclease, die das Einbringen hoher Salzkonzentrationen in den Schritt (Midstream) zwischen dem Up- und Downstream-Processing in der biotechnologischen Herstellung ermöglicht; mPredictTM Co-Crystal Prediction Service, unser neues KI-gestütztes Tool zur Beschleunigung der Arzneimittelformulierung, mit dessen Hilfe Ergebnisse dreimal schneller erzielt werden können als mit dem digitalen Random-Screening-Verfahren; RevIT GMP AAV Enhancer, der mit jedem Transfektionsreagenz kombiniert werden kann und höhere Titer für die Herstellung von rekombinanten Adeno-assoziierten Viren ermöglicht sowie die Supplemente für die Zellkultur Cellvento ® ModiFeed Gal+, Gal- und Sial+ COMP - drei neue chemisch definierte Zusätze, die es Kunden ermöglichen, die Galaktosylierung oder Sialylierung (entscheidende Produktqualitätsmerkmale) von mAbs, Biosimilars oder anderen therapeutischen Proteinen auf einfache Weise präzise zu steuern.
Im April brachte Life Science Services die erste validierte Komplettlösung ihrer Art zum Nachweis der genetischen Stabilität auf den Markt. Die AptegraTM-Plattform ersetzt fünf verschiedene Testsysteme und vier unterschiedliche Technologien durch einen einzigen Assay, der auf einer Plattform mit Sequenzierungstechnologie der nächsten Generation basiert. Gegenüber herkömmlichen Verfahren lässt sich mit diesem Ansatz die Testdauer um 66 % reduzieren. Die Plattform erfüllt alle behördlichen Anforderungen an die Sicherstellung der genetischen Stabilität, einschließlich der Bewertung der Kopienzahl.
Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt aller unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Wir engagieren uns für wissenschaftliche Innovationen, um mehr Medikamente schneller für mehr behandlungsbedürftige Menschen zur Verfügung zu stellen. Während wir unsere eigene Wirkstoffforschung fortführen, erwarten wir gleichzeitig, dass über 50 % der künftigen Markteinführungen aus externen Entwicklungskooperationen und der strategischen Einlizenzierung von Wirkstoffkandidaten resultieren werden. Im Geschäftsjahr 2024 machten die Aufwendungen des Unternehmensbereichs Healthcare für Forschung und Entwicklung zu neuen Therapien rund 17,8 % des Gesamtumsatzes aus.
Im Bereich Onkologie stehen unsere wissenschaftliche Neugier und unser Engagement für Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt unseres Strebens, das Leben von Menschen mit Krebs zu verbessern. In diesem zentralen Fokusbereich unseres F&E-Portfolios wollen wir bahnbrechende Therapien zur Verfügung stellen. Die translationale Forschung ist in den gesamten F&E-Prozess integriert. Wir verfolgen in mehreren Projekten innovative Behandlungsansätze und neuartige Kombinationen mit dem Ziel, den bestehenden Therapiebedarf von Patientinnen und Patienten mit schwer zu behandelnden Krebserkrankungen zu decken.
Wir wollen unserem Anspruch gerecht werden, neue Behandlungsstandards für verschiedene Tumorarten zu setzen und die entsprechenden Therapien für möglichst viele Patientinnen und Patienten weltweit bereitzustellen. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir den Stellenwert unserer vermarkteten Therapien durch weitere Analysen von Daten aus unseren zulassungsrelevanten Studien und durch die Erhebung von Evidenzdaten aus der Praxis weiter ergründet. Des Weiteren untersuchen wir diese Behandlungen in neuen klinischen Settings, um ihre potenziellen Vorteile auf mehr Krebspatientinnen und -patienten auszuweiten.
Bavencio ® (Avelumab), ein gegen den programmierten Zelltod-Liganden PD-L1 gerichteter Antikörper, ist in über 70 Ländern zugelassen als Erstlinien-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (UC) ohne Krankheitsprogression unter platinbasierter Chemotherapie. Neue Datenanalysen, die im Jahr 2024 auf Kongressen vorgestellt wurden, bekräftigten abermals die robuste Evidenzlage, die seinen Einsatz in diesem Therapiesetting untermauert.
Hierzu zählen Daten der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100, die auf der Jahrestagung 2024 der American Society of Clinical Oncology (ASCO ® ) vorgestellt wurden. Sie bestätigen den Nutzen von Bavencio ® bei wichtigen Untergruppen von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem UC ohne Krankheitsprogression unter platinbasierter Chemotherapie, einschließlich derer mit geringer Tumorlast oder gemischten histologischen Subtypen.
Des Weiteren wurden auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) Ergebnisse von "Langzeit-Respondern" präsentiert, die in der Studie JAVELIN Bladder 100 über einen Zeitraum von ≥ 1 Jahr beziehungsweise ≥ 2 Jahren Bavencio ® in Kombination mit bester Begleitbehandlung erhalten hatten. Weitere auf dem Kongress vorgestellte Analysen aus Japan und Frankreich unterstreichen die umfangreichen Evidenzdaten aus der klinischen Praxis zu Bavencio ® als Erhaltungstherapie. Sie zeigen, dass die in der klinischen Studie erzielten Therapieergebnisse auf die Behandlungspraxis in unterschiedlichen Settings und geografischen Regionen übertragbar sind.
In der Phase-II-Studie JAVELIN Bladder Medley untersuchen wir weiterhin, ob eine Optimierung der Erstlinien-Erhaltungstherapie durch Verabreichung einer neuartigen Therapie zusätzlich zu Avelumab die Therapieergebnisse für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem UC ohne Krankheitsprogression unter platinbasierter Erstlinien-Chemotherapie verbessern könnte. Diese 2022 initiierte randomisierte mehrarmige Studie untersucht Avelumab als Monotherapie im Vergleich zur Kombinationsbehandlung aus Avelumab mit dem Anti-TIGIT-Antikörper M6223 aus der unternehmenseigenen Forschung sowie Avelumab in Kombination mit dem Interleukin-15-(IL-15-)Rezeptoragonisten NKTR-255 von Nektar Therapeutics und in Kombination mit Trodelvy ® von Gilead Sciences.
Bavencio ® ist auch als Monotherapie zur Behandlung von metastasiertem Merkelzellkarzinom (MCC) in 63 Ländern zugelassen. Darüber hinaus ist Bavencio ® in Kombination mit Axitinib in 60 Ländern zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen.
Im Februar 2024 erteilte die US-amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) die vollständige Zulassung für den oralen MET-Inhibitor Tepmetko ® (Tepotinib) zur Behandlung von Erwachsenen mit metastasiertem nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) mit METex14-Skipping. Die Umwandlung der beschleunigten in eine vollständige Zulassung basierte auf der 161 zusätzliche Patientinnen und Patienten umfassenden VISION-Studie, die auf der ASCO ® -Jahrestagung 2024 vorgestellt wurde, sowie einer zusätzlichen 28 Monate langen Nachbeobachtung zur Bewertung der Ansprechdauer.
Im Jahr 2024 stellten wir weitere Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) von mit Tepmetko ® behandelten Patientinnen und Patienten vor. Die Daten aus der Phase-II-Studie VISION zeigten, dass bei den teilnehmenden Erkrankten mit NSCLC und METex14-Skipping sowie Gehirn-, Leber-, Nebennieren- oder Knochenmetastasen die HRQoL in Einklang mit den Ergebnissen für die Gesamtbevölkerung während der Behandlung mit Tepmetko ® stabil blieb und sich Symptome wie Husten verbesserten.
Im August 2024 wurde die Primäranalyse aus der Phase-II-Studie INSIGHT 2 in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht. Die Daten zeigten, dass Tepotinib in Kombination mit Osimertinib bei Patientinnen und Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC und MET-Amplifikation, deren Erkrankung unter Erstlinienbehandlung mit Osimertinib fortgeschritten war, vielversprechenden klinischen Nutzen bei beherrschbarem Sicherheitsprofil bot.
Im Jahr 2024 erzielten wir bei der Weiterentwicklung unserer neuartigen Arzneimittel große Fortschritte - so auch bei den Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) aus unserer eigenen Forschung und Wirkstoffkandidaten aus unserem Portfolio an Inhibitoren der DNA-Schadensreparatur (DDR).
Auf der Jahrestagung 2024 der ASCO ® stellten wir Daten der Erstanwendung von M9140 am Menschen vor. Bei dieser Prüfsubstanz handelt es sich um ein gegen das karzinoembryonale Antigen-Zelladhäsionsmolekül 5 (CEACAM5) gerichtetes ADC mit einem neuartigen Exatecan-Wirkstoff. Es ist das erste in unseren Laboren entwickelte ADC, das in die klinische Entwicklungsphase eingetreten ist. Die Daten von 40 Patientinnen und Patienten, die in Teil 1A der Studie über sieben Dosisstufen behandelt wurden, zeigten eine ermutigende klinische Aktivität und ein beherrschbares und vorhersehbares Sicherheitsprofil bei dieser Patientenpopulation. Aktualisierte Ergebnisse einschließlich Biomarker-Analysen wurden auf der Jahrestagung 2024 der ESMO vorgestellt. M9140 wird in der Indikation metastasiertes Kolorektalkarzinom seit 2024 im Studienteil zu randomisierter Dosisoptimierung geprüft. Weitere explorative Untersuchungen bei Patientinnen und Patienten mit CEACAM5-exprimierenden Tumoren wie Magen- und Pankreaskarzinomen sowie NSCLC sollen ab 2025 gestartet werden.
Außerdem brachten wir M3554, ein auf GD2 (auf Tumorzellen exprimiertes Disialogangliosid) abzielendes ADC unserer Technologieplattform, in die klinische Entwicklung - mit Start der Erstanwendung am Menschen im November 2024.
Innerhalb unseres DDR-Portfolios treiben wir die Entwicklung von Tuvusertib (M1774), unserem potenten, selektiven Inhibitor der Proteinkinase ATR (Ataxia Telangiectasia and Rad3-related), sowie von M9466, einem selektiven Inhibitor der Poly-(ADP-Ribose-)Polymerase 1 (PARP1), den wir im Geschäftsjahr 2023 von Jiangsu Hengrui Pharmaceuticals Co., Ltd. einlizenziert haben, voran. Im Jahr 2024 initiierten wir neue Studien, um das Potenzial dieser Substanzen bei unterschiedlichen Tumoren zu untersuchen. Die Phase-II-Studie DDRiver EOC 302 untersucht Tuvusertib in Kombination mit Lartesertib, unserem Inhibitor der Proteinkinase Ataxia Telangiectasia-mutated (ATM), beziehungsweise mit dem PARP-Inhibitor Niraparib, bei PARPi-resistentem Ovarialkarzinom. Zu M9466 initiierten wir die Phase-I-Studie DDRiver 501, um die Substanz in Kombination mit Tuvusertib bei soliden Tumoren mit relevanten Mutationen und/oder vorausgegangener Behandlung mit einem PARP-Inhibitor zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf kastrationsresistenten Prostata- und Ovarialkarzinomen liegt. Darüber hinaus starteten wir die DDRiver 511 Studie zur Kombination von M9466 mit einem FOLFIRI-Chemotherapieschema.
Im Verlauf des Jahres stellten wir mehrere Abstracts auf Kongressen vor, die die Grundlage für Phase-II-Kombinationsstudien zu Tuvusertib bilden. Hierzu zählten Daten der Phase- Ib-Studie DDRiver Solid Tumors 320, die Tuvusertib in Kombination mit Lartesertib oder unserem Immuncheckpoint-Inhibitor Bavencio ® untersucht. Eine erste Präsentation erfolgte auf der Jahrestagung 2024 der ASCO ®. Die Ergebnisse untermauern, dass sich beide DDRi-Prüfsubstanzen gut für die Entwicklung von Kombinationstherapien in Indikationsgebieten eignen, in denen wir Erfahrung haben.
Auf der Jahrestagung 2024 der ASCO ® stellten wir Ergebnisse aus dem Studienteil B1 der Phase-I-Studie DDRiver Solid Tumors 301 vor. Sie belegen ein beherrschbares Sicherheitsprofil und vorläufige Wirksamkeit für verschiedene Dosierschemata von Tuvusertib in Kombination mit dem PARP-Inhibitor Niraparib bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren. Auf dem ESMO-Kongress 2024 stellten wir weitere translationale, pharmakokinetische, pharmakodynamische und auf Immunphänotypisierung basierende Analysen aus dieser Studie vor.
Im Juni gaben wir bekannt, dass die randomisierte Phase-III-Studie TrilynX nicht fortgesetzt wird. Die Studie untersuchte Xevinapant als Zusatz zu einer Radiochemotherapie (RCT) bei Patientinnen und Patienten mit nicht reseziertem, lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (LA SCCHN). Die Entscheidung folgte nach einer geplanten Zwischenauswertung (Interim Analysis), in der das unabhängige Datenüberwachungsgremium zu der Schlussfolgerung kam, dass die Studie ihren primären Endpunkt der Verlängerung des ereignisfreien Überlebens wahrscheinlich nicht erreichen kann. Die Phase-III-Studie XRay Vision ® zu Xevinapant im Vergleich zu Placebo in Kombination mit einer adjuvanten, post-operativen Strahlentherapie bei Patientinnen und Patienten mit reseziertem LA SCCHN wurde ebenfalls beendet.
Im November gaben unsere Partner bei Abbisko Therapeutics Co. Ltd., Shanghai, China, bekannt, dass ihre Prüftherapie Pimicotinib für die Behandlung von tenosynovialem Riesenzelltumor (TGCT) die objektive Ansprechrate (ORR) im Vergleich zu Placebo signifikant verbesserte. Damit erreichte die von Abbisko geleitete zulassungsrelevante Phase-III-Studie MANEUVER ihren primären Endpunkt. Wir schlossen im Dezember 2023 eine Einlizenzierungsvereinbarung mit Abbisko ab über die exklusive Vermarktung von Pimicotinib oder Pimicotinib-enthaltenden Produkten für alle Indikationen auf dem chinesischen Festland, in Hongkong, Macau und Taiwan sowie eine Exklusivoption auf die globalen Vermarktungsrechte für Pimicotinib.
Auf unserer Expertise bei der Behandlung von Kolorektalkarzinomen (CRC) aufbauend gaben wir im Januar den Abschluss einer Lizenzvereinbarung mit Inspirna, Inc., bekannt. Gegenstand ist die Entwicklung und Vermarktung außerhalb der USA von Ompenaclid, einem potenziell klassenersten oralen Inhibitor des Kreatintransportkanals SLC6A8, sowie von auf SLC6A8 abzielenden Folgesubstanzen. Ompenaclid wird derzeit von Inspirna im Rahmen einer Phase-II-Studie zur Zweitlinienbehandlung von RAS-mutiertem (RASmut) fortgeschrittenen oder metastasierten CRC untersucht.
Als Unternehmen engagieren wir uns seit über 25 Jahren für Menschen mit Multipler Sklerose (MS). Unser anhaltendes Engagement für die Wissenschaft treibt uns an, die Grenzen des Wissens durch unsere Forschungsaktivitäten auf den Gebieten neurologischer und immunvermittelter Erkrankungen weiter zu verschieben.
Neben MS bauen wir die therapeutischen Schwerpunktgebiete in der Geschäftseinheit Neurologie & Immunologie weiter aus, indem wir Medikamente mit neuem Wirkmechanismus für Krankheiten mit hohem Behandlungsbedarf entwickeln, die potenziell die ersten in ihrer Wirkstoffklasse wären. Wir konzentrieren uns mit unserer Pipeline auf die Entdeckung potenzieller neuer Therapien für andere neuroinflammatorische und immunvermittelte Erkrankungen, darunter systemischer Lupus erythematodes (SLE), kutaner Lupus erythematodes (CLE) und generalisierte Myasthenia Gravis (gMG).
Das Prüfpräparat Enpatoran, ein hochspezifischer, potenzieller klassenerster Immunmodulator, wird als neue orale Therapieoption für SLE und CLE in einer Phase-II-Studie entwickelt. Der Wirkstoff soll Beschränkungen derzeit verfügbarer Lupus-Therapien durch eine selektive Hemmung der Toll-like-Rezeptoren (TLR) 7 und 8 überwinden, die als wichtige Lupus-relevante Krankheitstreiber bekannt sind. Dies könnte die Wirksamkeit erhöhen und gleichzeitig die Immunität gegen Infektionen aufrechterhalten. Eine Analyse der CLE-Kohorte einer Phase-II-Studie zeigt, dass Enpatoran den primären Endpunkt bei gutem Sicherheitsprofil erreicht hat. Wir erwarten Phase-II-Ergebnisse für Enpatoran zu SLE Anfang 2025, was die Datenlage vervollständigen würde.
Wir untersuchen auch das Potenzial von Cladribin-Kapseln für die Behandlung von gMG. Bei dieser Erkrankung, von der weltweit schätzungsweise 700.000 Menschen betroffen sind, besteht weiterhin ein hoher ungedeckter Bedarf, besonders im Hinblick auf orale Behandlungsoptionen. Cladribin soll selektiv auf B- und T-Lymphozyten abzielen, die als ursächlich für gMG gelten. Im Juni 2023 erteilte die FDA Cladribin-Kapseln den Orphan-Drug-Status zur Behandlung von gMG. Im Juni 2024 starteten wir ein globales klinisches Studienprogramm der Phase III.
Im Jahr 2024 präsentierten wir außerdem neue Daten aus unserem Portfolio zu MS auf zahlreichen wissenschaftlichen Tagungen, unter anderem im Februar auf dem Forum des Americas Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS), im Mai auf der Jahrestagung des Consortium of Multiple Sclerosis Centers (CMSC) sowie im September auf dem Kongress des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS).
Auf dem ACTRIMS-Forum stellten wir zwei neue Post-hoc-Analysen aus dem klinischen Programm M AGNIFY-MS vor. Die erste Präsentation legte nahe, dass Mavenclad ® potenziell die kognitive Funktion bei Patientinnen und Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) mit hoher Krankheitsaktivität aufrechterhält oder verbessert. Darüber hinaus untermauerte die zweite Präsentation mit Interimsergebnissen aus dem dritten Jahr der Erweiterungsstudie von M AGNIFY-MS die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit und des Sicherheitsprofils von Mavenclad ® nach Abschluss des zweijährigen Therapiezeitraums.
Auf dem ECTRIMS-Kongress stellten wir Daten zum Langzeit-Sicherheitsprofil, zur anhaltenden Wirksamkeit und zum nachhaltigen Therapieeffekt von Mavenclad ® bei RMS in Form von 40 Abstracts und zweier mündlicher Vorträge vor. Die Daten zu Mavenclad ® aus mehreren Unterstudien von M AGNIFY-MS unterstreichen den Vorteil des frühen Behandlungsbeginns und die anhaltende Wirksamkeit des Medikaments basierend auf verschiedenen Parametern für Krankheitsaktivität, wie zum Beispiel seine Wirkung auf Entzündungsprozesse in peripheren und zentralen Kompartimenten, auf die Förderung der Immunzellrekonstitution und auf das Fortschreiten der Behinderung, einschließlich der Progressionsfreiheit unabhängig von der Schubaktivität bei den meisten Patientinnen und Patienten.
Aufbauend auf den Daten, die auf der Jahrestagung 2024 des CMSC vorgestellt wurden zur Reduzierung oder Elimination von oligoklonalen Banden im Liquor durch Mavenclad ® , legen weitere Daten, die auf dem ECTRIMS-Kongress präsentiert wurden, nahe, dass die auf die Behandlung mit Mavenclad ® folgende Immunrekonstitution das Immunsystem in einen weniger pathogenen Zustand versetzen könnte.
Unsere Geschäftseinheit Fertilität ist ein weltweiter Marktführer für Fertilitätsmedikamente und -behandlungen und spielt damit eine entscheidende Rolle für das Geschäft unseres Unternehmensbereichs Healthcare. Angesichts des demografischen Wandels sowie von Lebensstiländerungen wie dem Aufschieben von Schwangerschaften in spätere Lebensphasen stellt Unfruchtbarkeit weltweit eine wachsende Herausforderung dar.
Nach letztem Stand der Auswertung kamen mithilfe von Gonal-f ® , einem führenden Arzneimittel aus unserem Fertilitätsportfolio, mehr als sechs Millionen Babys zur Welt. Es enthält als Wirkstoff Follitropin alfa (r-hFSH alfa), eine rekombinante Form des natürlichen Follikel-stimulierenden Hormons (FSH), und ist als Injektionslösung im praktischen vorgefüllten Fertigpen erhältlich. Die Behandlung mit Gonal-f ® kann im Vergleich zu Gonadotropinen aus Urin zu mehr Follikeln, Eizellen und Embryos führen und erhöht so die Chancen auf eine Schwangerschaft und Lebendgeburt. Aktuelle Erhebungen von Evidenzdaten aus der Praxis aus maßgeblichen europäischen Registern (D.I.R., SNDS) belegen eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei einer Behandlung mit Gonal-f ® gegenüber Gonadotropinen aus Urin und Biosimilars zu Follitropin alfa.
Angesichts der signifikanten und zunehmenden Auswirkungen von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Prädiabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wachstumshormonmangel und Schilddrüsenerkrankungen auf Gesundheit und Gesellschaft im 21. Jahrhundert engagieren wir uns dafür, Patientinnen und Patienten mit diesen Erkrankungen zu helfen.
Die neue Formulierung von Euthyrox ® (Levothyroxin) zur Behandlung von Hypothyreose erhielt 2024 weitere Zulassungen, sodass diese zunehmend verfügbare Innovation nun in mehr als 90 Ländern erhältlich ist. Euthyrox ® kann das Krankheitsmanagement verbessern: Das Medikament ermöglicht aufgrund der engeren Spezifikation eine präzise, fein abgestimmte Dosierung des natürlichen Schilddrüsenhormons Thyroxin.
Glucophage ® mit dem Wirkstoff Metformin ist das weltweit am häufigsten für die Erstlinienbehandlung von Typ-2-Diabetes verschriebene Medikament ohne Insulin. Wir verfolgen unsere Strategie, die sich auf die frühen Phasen im Diabetes-Kontinuum konzentriert, weiter und machen uns dabei zunutze, dass Glucophage ® inzwischen in mehr als 80 Ländern für die Indikation Prädiabetes zugelassen ist.
Stand: 31. Dezember 2024
| Therapiegebiet | ||
| Wirkstoff | Indikation | Status |
| Neurologie & Immunologie | ||
| Cladribin-Kapseln (Immunrekonstitution 1 ) | Generalisierte Myasthenia gravis | Phase III |
| Enpatoran (TLR7/8-Antagonist) | Systemischer Lupus erythematodes 2 | Phase II |
| Enpatoran (TLR7/8-Antagonist) | Kutaner Lupus erythematodes 2 | Phase II |
| Enpatoran (TLR7/8-Antagonist) | Idiopathische entzündliche Myopathien (DM und PM) 3 | Phase II |
| M5542 (CTLA4Ig/Anti-OX40L-Fusionsprotein) | T-Zell-vermittelte Autoimmunkrankheiten 4 | Phase I |
| Onkologie | ||
| Pimicotinib (CSF-1R-Inhibitor) 5 | Tenosynovialer Riesenzelltumor (TGCT) 6 | Phase III |
| Avelumab (Anti-PD-L1-mAb) + Sacituzumab Govitecan/NKTR-255/M6223 (Anti-TIGIT-mAb) | Lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Urothelkarzinom | Phase II |
| Ompenaclid (SLC6A8-Inhibitor) 7 | RAS-mutiertes fortgeschrittenes oder metastasiertes Kolorektalkarzinom | Phase II |
| Tuvusertib (ATR-Inhibitor) + Lartesertib ATM-Inhibitor oder Niraparib | Epitheliales Ovarialkarzinom 8 | Phase II |
| Precemtabart tocentecan (M9140, Anti-CEACAM5-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) | Kolorektalkarzinom | Phase Ib |
| M9466 (selektiver PARP1-Inhibitor) 9 + Tuvusertib | Solide Tumoren 10 | Phase Ib |
| M9466 (selektiver PARP1-Inhibitor) + Topoisomerase-1-Inhibitor-basierte Therapieschemata | Kolorektalkarzinom | Phase Ib |
| M3554 (Anti-GD2-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) | Solide Tumoren 11 | Phase I |
| Global Health | ||
| Cabamiquin (PeEF2-Inhibitor) 12 | Malaria | Phase II |
Produkte in der Pipeline befinden sich in der klinischen Prüfung und ihre Sicherheit und Wirksamkeit sind noch nicht erwiesen . Es gibt keine Garantie, dass ein Produkt in der angestrebten Indikation zugelassen wird.
1 Angenommener Wirkmechanismus.
2 Klinische Studie hat Futility-Analyse
bestanden.
3 Dermatomyositis und Polymyositis.
4 Prüfung an gesunden Probandinnen und
Probanden.
6 Studie erreichte primären Endpunkt,
offener Studienteil noch laufend.
11 Patientinnen und Patienten mit
Weichteilsarkom (STS) und Glioblastom.
ATR: ATR-Protein (Ataxia Telangiectasia und Rad3-related)
CEACAM5: karzinoembryonales Antigen-verwandtes Zelladhäsionsmolekül 5
CSF-1R: koloniestimulierender Faktor-1-Rezeptor
CTLA-4: zytotoxisches T-Lymphozyten-assoziiertes Protein 4
EOC: epitheliales Ovarialkarzinom
GD2: auf Tumorzellen exprimiertes Disialogangliosid
mAb: monoklonaler Antikörper
OX40L: Ligand für OX40-Rezeptor
PARP1: Poly(ADP-Ribose)-Polymerase 1
Phase Ia: Dosisfindung
Phase Ib: Dosiseskalation/-expansion und Signalsuche
PD-L1: programmierter Zelltod-Ligand 1
PeEF2: eukaryotischer Elongationsfaktor 2 in Plasmodien
SLC6A8: SLC6A8-Gen-kodierter Kreatintransportkanal
TIGIT: T-Zell-Immunrezeptor mit Ig- und ITIM-Domänen
TLR7/8: Toll-like-Rezeptoren 7 und 8
Unsere F&E-Strategie folgt unserer übergeordneten Technologiestrategie für den Unternehmensbereich Electronics. Diese zielt darauf ab, unsere Kompetenzen und Kapazitäten zu erweitern, organisches Wachstum zu fördern und neue Technologieplattformen zu ermöglichen. Unser Chief Technology Office (CTO) sondiert Trends und Technologien, die über den zeitlichen Horizont oder die spezifischen F&E-Aktivitäten unserer Geschäftseinheiten hinausgehen. Das CTO koordiniert Forschungspartnerschaften, skizziert unsere Technologie-Roadmaps und managt unser langfristiges F&E-Portfolio. Unser Technology Leadership Board prüft und optimiert unsere Technologieinvestitionen im gesamten Unternehmensbereich.
Wir fokussieren unsere F&E-Kapazitäten insbesondere auf Halbleiter- und optische Materialien der nächsten Generation, um unsere Position als einer der führenden Zulieferer der Elektronikindustrie weiter zu stärken. Unser F&E-Team erforscht geeignete Lösungen für die Themen, die unsere Branche bewegen, wie die Entwicklung kleinerer, leistungsfähigerer und effizienterer Chips sowie die Verringerung der Umweltauswirkungen für unseren Planeten. Dementsprechend sind Nachhaltigkeit und der Einsatz von KI beziehungsweise maschinellem Lernen zwei wesentliche Fokusbereiche unserer F&E-Tätigkeit.
Unser Nachhaltigkeitsansatz beruht auf drei Eckpfeilern, anhand derer wir unsere Aktivitäten ausrichten: Zusammenarbeit, Innovation und Produktionsprozesse.
Die enge Vernetzung der verschiedenen Ebenen der Elektronik-Lieferkette macht eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Lösungen unverzichtbar. Gemeinschaftliches Handeln kommt der gesamten Wertschöpfungskette zugute und ermöglicht es den Beteiligten, gemeinsam definierte Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein nennenswertes Beispiel für eine solche Zusammenarbeit ist das auf drei Jahre angelegte akademische Forschungsprogramm, das wir im Jahr 2023 zusammen mit Intel in Europa initiiert haben. Es umfasst sechs Projekte, in die elf Universitäten und Forschungsinstitute aus sechs Ländern eingebunden sind. Ziel des Programms ist es, mithilfe von KI und maschinellem Lernen nachhaltige Lösungen für die Halbleiterfertigung zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei neue Materialien, effiziente Prozesse und die Reduzierung von Abfällen.
Unsere F&E-Aktivitäten verschieben die Grenzen der Innovation, um eine sicherere, intelligentere und stärker vernetzte Welt zu ermöglichen und zugleich die Umwelt zu schützen. Ein Beispiel für unser Engagement ist die Entwicklung von Materialien, die ohne PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) auskommen. Diese sollen oberflächenaktive PFAS in Fotolacken, lösungsmittelbasierten Antireflexbeschichtungen und Spüllösungen ersetzen. Für eine Reihe von Anwendungen bieten wir bereits alternative Produkte an.
Uns ist bewusst, dass echte Veränderungen bei uns und unseren eigenen Produktionsprozessen beginnen müssen. Wir sind entschlossen, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein Beispiel für das Engagement in diesem Bereich sind unsere Maßnahmen zur Verringerung unserer prozessbedingten Emissionen von NF3 (Stickstofftrifluorid) und N2O (Distickstoffmonoxid).
Unser F&E-Team hat den Anspruch, dass wir die Materialien für jeden wichtigen Schritt in der Waferbearbeitung liefern können. Dazu arbeiten wir mit Erstausrüstern ebenso zusammen wie mit Anbietern von Endgeräten, um die Zukunft des digitalen Lebens zu gestalten. Unser Angebot umfasst Materiallösungen für moderne Mikrochips, die sich durch komplexe Architekturen, höhere Leistung, verbessertes Wärmemanagement und größere Energieeffizienz auszeichnen.
Die wichtigsten F&E-Programme unserer Semiconductor-Solutions-Geschäftsfelder sind nachfolgend dargestellt:
Im Thin-Films-Geschäft bauen wir unser Produktportfolio für Hersteller von Speicher- und Logikchips kontinuierlich aus und konzentrieren uns schwerpunktmäßig darauf, neue Möglichkeiten in der F&E auf dem Weg zu kleineren Strukturgrößen zu erschließen, einschließlich der Gate-All-Around-Transistorarchitektur und des Advanced Packaging. Wir gehen die Herausforderungen, die mit diesen innovativen Technologien verbunden sind, aktiv an. Technologien, mit denen sich der Stromverbrauch senken und die Leistung steigern lässt, sind für uns ein Muss in der sich rasant weiterentwickelnden KI-Landschaft.
Unser Anspruch ist es, bahnbrechende Materiallösungen zu entwickeln, die unser bestehendes Angebot erweitern. Zu diesen Lösungen gehören unter anderem Molybdän- und Ruthenium- sowie Kobalt-Vorstufen für die selektive Metallisierung, hochkonforme silikonhaltige Filme auf komplexen 3D-Strukturen mit präziser Regulierung der Schichtdicke und verbesserter Leistung, Spaltfüllmaterialien mit niedriger Dielektrizitätskonstante, Metalloxid-Vorstufen sowie dielektrische Spin-on-Filme.
Im Strukturierungsgeschäft setzen wir die Entwicklung PFAS-freier Materialien fort und sind dem Abschluss der Entwicklung unserer neuen PFAS-freien I-Linien-Fotolacke (365 nm Wellenlänge) und KrF-Fotolacke (248 nm Wellenlänge) nähergekommen. Derzeit testen wir diese Fotolacke mit Kunden. Außerdem treiben wir die Innovation bei EUV-Fotolacken der nächsten Generation voran.
Unsere langfristige Fokussierung auf die Technologie der geführten Selbstausrichtung (Directed Self-Assembly, DSA) halten wir aufrecht: Hier investierten wir in neue Anlagen am Standort Darmstadt, um für die Massenfertigung gerüstet zu sein. In der Branche ist die DSA-Technologie auf positive Resonanz gestoßen, da sie dazu beiträgt, zufällige Defekte zu reduzieren und Kosten auf Herstellerseite zu senken.
Im Planarisierungsgeschäft befinden sich einige unserer Produkte für die Back-End-Fertigung von Mikrochips in fortgeschrittenen Qualifizierungsstadien für die Verwendung bei der heterogenen Integration und schaffen so die Voraussetzungen für weitere KI-getriebene Chipentwicklungen. Für unsere Wolfram-Slurries gewannen wir im Jahr 2023 den ersten Kunden, der unsere Produkte in Speicheranwendungen vorantreibt.
Wir verfügen über ein breit gefächertes Spezialgasportfolio, das Ätz-, Reinigungs-, Abscheidungs- und Dotiergase umfasst. Nachhaltigkeit steht bei uns immer im Mittelpunkt unseres Handelns mit dem Ziel, Materiallösungen zu entwickeln, mit deren Hilfe sich Leistungs- und Emissionsziele erreichen lassen.
Wir treiben die Entwicklung neuer, klimabewussterer und emissionsarmer Ätz- und Reinigungsgase, einschließlich neuer Materialien mit niedrigem Treibhauspotenzial, weiter voran und erweitern das Spektrum der Anwendungen, für die wir diese nachhaltigen Lösungen entwickeln.
Display Solutions (seit dem 1. Januar 2025 Optronics) unterstützt Kunden bei der Entwicklung fortschrittlicher Displaytechnologien für zahlreiche Anwendungen, darunter TV-, IT- und Mobilgeräte, Fahrzeugdisplays und Gaming. In Zusammenarbeit mit Partnern treiben wir die Entwicklung von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) voran, erweitern das Anwendungsspektrum von Displaymaterialien und verbessern das Nutzungserlebnis zukünftiger immersiver Geräte.
Wir pflegen Partnerschaften mit führenden Panelherstellern zur Entwicklung der nächsten Generation von Produkten und Technologien für Displays. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf innovativen Barrierematerialien für flexible OLED-Geräte, die ein Höchstmaß an Biegsamkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ermöglichen. Unsere OLED-Materialien und Fotolacke sind in zahlreichen Free-Form-Displays als integrale Komponenten zu finden und ermöglichen unseren Kunden die Entwicklung nachhaltiger OLED-Strukturen für zukunftsweisende IT-Anwendungen.
Neben einer Fokussierung auf neue Technologien arbeiten wir auch an der Weiterentwicklung der LCD-Technologie im Rahmen von Kooperationen mit branchenführenden Panelherstellern. Außerdem treiben wir die Entwicklung von Lösungen für AR/VR-Displays auf Basis von LC-on-Silicon und OLED-on-Silicon sowie von Materialien für Wellenleiter und Gitter voran - zwei wesentliche Komponenten in neuen Augmented-Reality-Geräten.
Die Akquisition von Unity-SC versetzt uns in die Lage, modernste Messgeräte für die heterogene Integration, für High-Bandwidth Memory sowie für das Advanced Packaging bei hoch entwickelten Mikrochips zu entwickeln.
Im Juli 2024 unterzeichneten wir eine Vereinbarung zum Verkauf des Surface-Solutions-Geschäfts an Global New Material International Holdings Ltd. (GNMI), einen führenden chinesischen Pigmenthersteller. Die F&E-Aktivitäten von Surface Solutions werden bis zum Abschluss der Transaktion fortgeführt. Danach geht die Geschäftseinheit zu GNMI über.
Auch im Geschäftsjahr 2024 erfüllte Surface Solutions spezifische Kundenanforderungen mit der Entwicklung neuer Formulierungen, die zusammen mit bestehenden Produkten individuelle Lösungen für verschiedene Branchen ermöglichen.
In seinem am 17. Januar 2025 veröffentlichten World Economic Outlook prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2024 ein nahezu stabiles Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,2 %. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum vor allem von weltweit sinkenden Inflationsraten, die den Prognosen zufolge von durchschnittlich 6,7 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 fallen und 2025 sogar noch weiter sinken dürften. Einige der wichtigsten Zentralbanken in Industrieländern leiteten trotz hoher Preissteigerungsraten bei Dienstleistungen eine Senkung der Zinssätze ein. Begünstigt wurde das Wirtschaftswachstum unter anderem durch die gestiegene Nachfrage nach Halbleitern und erhebliche Investitionen in künstliche Intelligenz in den Wachstumsmärkten Asiens. Dem wirtschaftlichen Aufschwung gegenüber standen jedoch weiterhin anhaltende Störungen von Lieferketten aufgrund bewaffneter Konflikte, sozialer Unruhen und extremer Wetterereignisse, die sich insbesondere auf Schwellen- und Entwicklungsländer auswirkten.
In seiner globalen Prognose für das Jahr 2024 weist der IWF auf erhebliche Risiken hin, die von potenziellen regionalen Konflikten über eine Verschlechterung der Lage auf dem chinesischen Immobilienmarkt bis hin zu volatilen Finanzmärkten und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Staatsverschuldung reichen. Auch die geoökonomische Fragmentierung stelle eine Herausforderung für die globale Stabilität dar. Trotz dieser Risiken hob der IWF jedoch auch maßgebliche Chancen hervor, wie eine Rekalibrierung der Fiskalpolitik zur Schaffung einer tragfähigen Staatsverschuldung, die Wiederherstellung von finanzpolitischen Spielräumen und die Förderung des Wachstums durch strukturelle Reformen. Zudem betonte der IWF, dass eine verstärkte internationale Zusammenarbeit den ökologischen Wandel beschleunigen, die Umstrukturierung von Staatsschulden unterstützen und multilaterale Strukturen stärken könnte. Dies wiederum hätte positive Auswirkungen auf die langfristige globale Stabilität und das gemeinsame Wachstum.
Die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts in ausgewählten Ländern und Regionen stellte sich wie folgt dar:
|
Jährliche Änderungen
in % |
2024 1 | 2023 |
| Welt | 3,2 | 3,3 |
| Industrienationen | 1,7 | 1,7 |
| USA | 2,8 | 2,9 |
| Euro-Zone | 0,8 | 0,4 |
| Japan | -0,2 | 1,5 |
| Entwicklungs- und Schwellenländer | 4,2 | 4,4 |
| Entwicklungs- und Schwellenländer Asien | 5,2 | 5,7 |
| Indien | 6,5 | 8,2 |
| China | 4,8 | 5,2 |
Die Entwicklung ausgewählter branchenspezifischer Rahmenbedingungen für uns stellte sich wie folgt dar:
| Entwicklung 2024 1 | Entwicklung 2023 | |
| Life Science | ||
| Marktwachstum für Laborprodukte 2 | -1,5 % | -5,0 % |
| Globales Umsatzwachstum für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel 3 | 12,8 % | 17,5 % |
| Umsatzanteil von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln am weltweiten Pharmamarkt 3 | 39,5 % | 38,3 % |
| Pipelinewachstum für frühklinische monoklonale Antikörper (mAb) 4 | 6,5 % | 17,4 % |
| Healthcare | ||
| Globaler Pharmamarkt | 8,8 % | 10,3 % |
| Markt für Multiple-Sklerose-Therapeutika 5 | -2,4 % | -1,5 % |
| Markt für Diabetes-Typ-2-Therapeutika 5 | 17,6 % | 18,8 % |
| Markt für die Behandlung von Unfruchtbarkeit 5 | 9,0 % | 11,5 % |
| Markt für die Behandlung des Kolorektalkarzinoms 6 | 2,8 % | 1,0 % |
| Electronics | ||
| Wachstum der Wafer-Fläche für Halbleiterchips | -2,5 % | -14,3 % |
| Wachstum der Displayflächen 7 | 6,0 % | -1,0 % |
| Globaler Absatz von Kosmetik- und Pflegeprodukten | 3,8 % | 3,1 % |
| Globale Anzahl der produzierten Pkw | -0,4 % | 10,3 % |
2 Global Market for Laboratory Products, October
2024, Frost & Sullivan.
4 Anzahl an Programmen in Phase-I- oder
Phase-II-Studien, Cortellis.
7 Wachstum der Displayflächen ist ein
reiner Volumenindikator.
Unser Unternehmensbereich Life Science ist einer der führenden weltweit agierenden Anbieter von Produkten, Tools und Dienstleistungen für Forschungslabore, die pharmazeutische und biopharmazeutische Produktion sowie für Industrie- und Prüflabore. Nachdem die unmittelbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abgeklungen waren, belasteten Kapitalknappheit und anhaltend hohe Lagerbestände bei zahlreichen Kunden das Wachstum von Unternehmen der Life-Science-Branche im Vergleich zu den Vorjahren.
Dementsprechend blieb das Wachstum der Märkte, in denen Life Science tätig ist, hinter den historischen stabilen Wachstumsraten der Vorjahre zurück. Laut der Marktforschungsagentur Frost & Sullivan ging der Markt für Laborprodukte, der für unsere Geschäftseinheit Science & Lab Solutions relevant ist, im Berichtsjahr um 1,5 % zurück (Vorjahr: -5,0 %). Der Rückgang lag unter dem sonst typischen Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Ausschlaggebende Faktoren wie hohe Zinssätze und ein schwieriges makroökonomisches Umfeld dämpften die Investitionen in junge Biotechnologieunternehmen (Risikokapital und Börsengänge), woraus eine geringere Nachfrage nach Laborprodukten resultierte. Sobald sich die zugrunde liegenden gesamtwirtschaftlichen Einflussfaktoren normalisiert haben, dürften die Ausgaben für Laborprodukte wieder ansteigen.
Die Nachfrage auf dem Markt für pharmazeutische und biopharmazeutische Produktion, in dem unsere Geschäftseinheiten Process Solutions und Life Science Services tätig sind, wurde von der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen getragen. Nach Angaben des auf den Pharmamarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmens IQVIA wuchs der Endmarkt für Biopharmazeutika im Jahr 2024 um 12,8 % (Vorjahr: 17,5 %) und erreichte ein Volumen von 555 Mrd. € (entspricht 39,5 % des weltweiten Pharmamarkts). Die Anzahl monoklonaler Antikörper (mAbs), die in den Entwicklungsphasen I oder II untersucht werden, nahm um 6,5 % zu (Vorjahr: 17,4 %). Obwohl der Markt für Biopharmazeutika im Jahr 2024 wuchs, erwies sich der Abbau von Lagerbeständen im Berichtsjahr weiterhin als Wachstumshemmnis für die gesamte Branche.
In seiner jüngsten Erhebung im September 2024 prognostizierte IQVIA ein Wachstum des globalen Pharma-Gesamtmarkts von 8,8 % für das Jahr 2024 (Vorjahr: 10,3 %). Begünstigt wird das Wachstum des Pharmamarkts durch die Einführung neuer Produkte, demografische und epidemiologische Trends sowie den verbesserten Zugang zu medizinischer Versorgung. Dieser Entwicklung stehen die zunehmende Nutzung von Generika und Biosimilars sowie eine restriktivere Preispolitik gegenüber.
Die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) wuchs im Geschäftsjahr 2024 um 8,4 % (Vorjahr: 8,6 %), die EU4 (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) plus Großbritannien um 6,8 % (Vorjahr: 8,2 %). Die Region Nordamerika legte um 10,0 % (Vorjahr: 13,7 %) zu, wobei sich die Wachstumsrate in den USA auf 10,1 % belief (Vorjahr: 13,8 %). Der US-Markt ist und bleibt der mit Abstand größte und wichtigste Arzneimittelmarkt. Bedingt durch die hohe Inflation verzeichnete die Region Lateinamerika ein zweistelliges Wachstum von 24,7 % (Vorjahr: 11,9 %). Das Wachstum der Region APAC (Asien-Pazifik, ohne China und Japan) belief sich auf 6,2 % (Vorjahr: 6,7 %). China steigerte seine Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur und in den Zugang zu innovativen Medikamenten und weitete die Preisregulierung aus (zum Beispiel durch seine "National Volume-based Procurement"-Richtlinie), wodurch das Wachstum im Jahr 2024 auf 1,5 % (Vorjahr: 4,0 %) zurückging.
Relevant für unser Geschäft ist nicht nur das Wachstum des Pharmamarkts insgesamt, sondern auch die Marktentwicklung für biotechnologisch produzierte Wirkstoffe. Global betrachtet, belief sich gemäß IQVIA der Anteil biotechnologisch hergestellter Produkte am Wert des Pharmamarkts 2024 auf 39,5 % (Vorjahr: 38,3 %). Mit einem Anteil von 64,5 % bleiben die USA der wichtigste Markt.
Die Entwicklungen in den für uns relevanten Therapiegebieten waren im Berichtsjahr gekennzeichnet durch unterschiedliche Trends. Der globale Markt im Therapiegebiet Typ-2-Diabetes, ohne die USA, knüpfte an den wachstumsstarken Trend der Vorjahre an und wuchs im Jahr 2024 um 17,6 % (Vorjahr: 18,8 %). Das Therapiegebiet Unfruchtbarkeit legte im Berichtsjahr um 9,0 % (Vorjahr: 11,5 %) zu. Der Markt im Therapiegebiet Kolorektalkarzinom wuchs im Jahr 2024 um 2,8 % (Vorjahr: 1,0 %). Trotz der Marktdurchdringung von Biosimilars war hier eine vermehrte Nutzung von Markenprodukten zu verzeichnen. Im Therapiegebiet Multiple Sklerose ging der Markt um -2,4 % (Vorjahr: -1,5 %) zurück, was auf den Wettbewerb durch Generika zurückzuführen war.
Die Halbleiterindustrie ist der wichtigste Absatzmarkt für unser Geschäft mit Materialien, Lösungen und Dienstleistungen für die Herstellung integrierter Schaltkreise (Semiconductor Solutions). Die Nachfrage nach Halbleitermaterialien beruht in erster Linie auf der für Halbleiter produzierten Waferfläche. Als Indikator für die Gesamtnachfrage nach Halbleitermaterialien dienen hierbei Siliziumwafer.
Der im Oktober 2024 veröffentlichten Prognose des weltweiten Branchenverbands SEMI zufolge sank die Fläche an ausgelieferten Siliziumwafern im Jahr 2024 um -2,5 % (Vorjahr: -14,3 %). Nach dem zyklischen Abschwung im Jahr 2023 setzte im Berichtsjahr in der Branche eine Erholung ein. Allerdings erfuhr die Aufwärtsentwicklung Gegenwind in Form makroökonomischer Herausforderungen wie hoher Inflation, hoher Zinssätze und eines veränderten, stärker auf Dienstleistungen ausgerichteten Verbraucherverhaltens. Trotz immer noch hoher Lagerbestände und einer schleppenden Nachfrage nach Endgeräten steigerten die Halbleiterhersteller ihre Kapazitätsauslastung. Im Jahresvergleich ist die Nachfrage nach Materialien und damit zusammenhängenden Dienstleistungen dennoch gestiegen. Allerdings herrschte bei Siliziumwafern im Jahr 2024 ein erheblicher Überbestand, der von der tatsächlichen Halbleiterproduktion entkoppelt war.
Für den Unternehmensbereich Electronics gehen wir von einer positiven Entwicklung aus und rechnen für 2025 damit, dass der Halbleitermarkt, bedingt durch KI-Lösungen, das Internet der Dinge und die Zunahme der Datenmengen im Zusammenhang mit Big Data, weiter wachsen wird.
Unser Display-Solutions-Geschäft (seit dem 1. Januar 2025 Optronics) macht uns zu einem bedeutenden Hersteller von Flüssigkristallmischungen, Fotolacken und OLED-Materialien für die Displayindustrie. Nach dem Covid-19-Pandemie-bedingten "Lockdown-Boom" verzeichnete die Displayindustrie im Geschäftsjahr 2023 eine Normalisierung der Nachfrage und Anzeichen für eine schrittweise Erholung. Aufgrund der schwachen Nachfrage im 4. Quartal 2023 ging das Wachstum für das Gesamtjahr jedoch leicht zurück. Für 2024 prognostiziert das Marktforschungsunternehmen OMDIA ein Wachstum bei der Displayfläche von 6,0 %, das insbesondere auf die gestiegene Nachfrage nach größeren TV-Geräten, den Ersatzbedarf bei IT-Geräten und das ungebrochene Wachstum bei Fahrzeugdisplays zurückzuführen sein wird. Flüssigkristalle werden in der Displaybranche weiterhin einen zentralen Stellenwert einnehmen, während die OLED-Technologie in High-End-Anwendungen zunehmende Bedeutung gewinnt. Hinzu kommt ein wachsendes Interesse an reaktiven Mesogenen für entspiegelnde Folien und Barrierematerialien, mit denen die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit von OLED-Geräten verbessert werden können.
Die Märkte für Autolacke und Kosmetika sind für unser Surface-Solutions-Geschäft von essenzieller Bedeutung. Laut dem im September 2024 veröffentlichten Bericht von GlobalData wird die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2024 voraussichtlich leicht um -0,4 % zurückgehen (nach einem Anstieg von 10,3 % im Vorjahr), was dem Abbau von Lagerbeständen nach einem starken Produktionsjahr und einer Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums, mit Ausnahme von China und Indien, zuzuschreiben sein wird. Für den Markt für Schönheits- und Pflegeprodukte prognostiziert Euromonitor in seinem Bericht vom November 2024 für das Gesamtjahr 2024 ein anhaltendes Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Die im Geschäftsbericht 2023 abgegebene Prognose des Merck-Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 umfasste neben der Prognose für den Gesamtkonzern auch die Prognose für die drei Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics.
Für den Konzern prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein leichtes bis moderates organisches Umsatzwachstum. Stärkster Wachstumstreiber im Vergleich zum Vorjahr war wie erwartet weiterhin der Unternehmensbereich Healthcare, wozu insbesondere Mavenclad ® sowie Produkte aus den Bereichen Onkologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie beigetragen haben. Für Life Science haben wir im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 eine graduelle Erholung des organischen Umsatzwachstums im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Aus der Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit Covid-19 gab es keine materiellen Beiträge mehr. Im Unternehmensbereich Electronics haben wir bereits eine Trendumkehr in Teilen des Halbleitermarkts gesehen, wenngleich sich die umfassende Markterholung zum Ende des Geschäftsjahr 2024 noch nicht eingestellt hat. Gegenläufig wirkten zudem das rückläufige Geschäft in Display Solutions sowie das Projektgeschäft in der Geschäftseinheit Semiconductor Solutions, das aufgrund der Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen üblicherweise stärkeren Schwankungen unterliegt. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 2,0 % verzeichnet und lagen damit innerhalb unserer zuletzt im 2. Quartal konkretisierten und im 3. Quartal bestätigten Prognose-Spanne von +2 % bis +5 %. Zu Jahresbeginn gingen wir von einem Währungseffekt in Höhe von insgesamt -3 % bis 0 % aus, basierend insbesondere auf der erwarteten Entwicklung des US-Dollars sowie einzelner asiatischer Währungen. Im Geschäftsjahr 2024 lag der Währungseffekt mit -1,3 % innerhalb dieser Spanne, die wir im 2. und 3. Quartal bestätigt haben. Der leicht positive Portfolioeffekt war mit 0,1 % vernachlässigbar. Insgesamt lag der erzielte Umsatz bei 21.156 Mio. € (Vorjahr: 20.993 Mio. €), was einem Anstieg von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Er lag damit unterhalb des Mittelwerts der Prognose-Spanne von 20.700 Mio. € bis 22.100 Mio. €, und somit im Rahmen der mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal erfolgten Konkretisierung (bewegt sich in der unteren Hälfte der Prognose-Spanne).
In unserem Unternehmensbereich Life Science hat sich die erwartete Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2024 eingestellt, nachdem die Umsatzerlöse in der ersten Jahreshälfte zunächst noch unter dem Einfluss des Abbaus erhöhter Lagerbestände auf Kundenseite standen. Die Erholung verlief allerdings langsamer als zunächst angenommen und erstreckt sich in Teilbereichen bis in das Jahr 2025. Life Science musste daher im Geschäftsjahr 2024 einen organischen Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von -3,3 % hinnehmen und lag damit unterhalb unserer im 2. Quartal konkretisierten und im 3. Quartal bestätigten Prognose-Spanne von -2 % bis +2 %, sowie unterhalb unserer ursprünglichen Prognose eines leichten organischen Rückgangs bis zu einem leichten organischen Wachstum. Während die beiden Geschäftseinheiten Process Solutions und Life Science Services einen organischen Umsatzrückgang verzeichneten, erzielte die Geschäftseinheit Science & Lab Solutions ein leichtes organisches Umsatzwachstum. Insgesamt sank der Umsatz des Unternehmensbereichs Life Science um -3,9 % auf 8.916 Mio. € (Vorjahr: 9.281 Mio. €), inklusive eines negativen Währungseffekts von -0,7 % und eines positiven Portfolioeffekts von 0,1 %. Damit lagen die Umsatzerlöse leicht über dem unteren Ende der Bandbreite von 8.800 Mio. € bis 9.500 Mio. € und innerhalb der mit dem 3. Quartal konkretisierten Prognose (bewegt sich leicht über dem unteren Ende der Bandbreite).
Für unseren Unternehmensbereich Healthcare prognostizierten wir ursprünglich ein moderates bis solides organisches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr und präzisierten unsere Prognose mit der Vorlage der Quartalsmitteilung zum 1. Quartal auf ein organisches Umsatzwachstum von +4 % bis +7 %. Diese Prognose erhöhten wir auf +6 % bis +9 % mit der Vorlage des Zwischenberichts zum 2. Quartal und bestätigten sie mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal. Im Geschäftsjahr 2024 erfüllte der Unternehmensbereich diese Prognose mit einem organischen Wachstum von 7,0 %. Getragen wurde das Wachstum insbesondere von Produkten aus den Bereichen Onkologie sowie Neurologie & Immunologie, hier insbesondere durch unser zuletzt zugelassenes Produkt Mavenclad ® , sowie aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie. Unter Berücksichtigung eines negativen Währungseffekts von -2,0 % stieg der Umsatz des Unternehmensbereichs Healthcare im Geschäftsjahr 2024 um 5,0 % auf 8.455 Mio. € (Vorjahr: 8.053 Mio. €) und lag damit leicht unterhalb des Mittelwerts der Bandbreite von 8.200 Mio. € bis 8.750 Mio. € und im Rahmen der mit den Zahlen zum 3. Quartal konkretisierten Prognose (bewegt sich leicht unterhalb des Mittelwerts der Bandbreite).
Aufgrund des ursprünglich erwarteten Wendepunkts im Markt für Halbleitermaterialien zu Beginn des 2. Halbjahres bei einem gleichzeitig erwarteten rückläufigen Geschäft der Geschäftseinheit Display Solutions und im Projektgeschäft in der Geschäftseinheit Semiconductor Solutions, prognostizierten wir für unseren Unternehmensbereich Electronics zu Jahresbeginn eine in etwa stabile organische Umsatzentwicklung bis zu einem moderaten organischen Umsatzwachstum. Wir haben unsere Prognose mit den Geschäftszahlen für das 1. Quartal auf eine organische Umsatzentwicklung von 0 % bis +4 % präzisiert. Diese Prognose erhöhten wir auf +4 % bis +8 % mit dem Zwischenbericht zum 2. Quartal, nachdem wir bereits in diesem Quartal eine Trendumkehr in Teilsegmenten des Markts für Halbleitermaterialien, welche erwartungsgemäß zu weiterem organischen Umsatzwachstum in diesem Geschäft führen werden, gesehen haben. Diese Prognose haben wir mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal bestätigt. Mit einem erreichten organischen Wachstum in Höhe von 4,6 % lag der Umsatz im Rahmen dieser Prognose. Unter Berücksichtigung eines negativen Währungseffekts von -1,4 % stieg der Umsatz des Unternehmensbereichs Electronics gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 3.785 Mio. € (Vorjahr: 3.659 Mio. €) und lag damit in der unteren Hälfte der Bandbreite von 3.650 Mio. € und 3.950 Mio. € und im Rahmen der mit dem 3. Quartal konkretisierten Prognose (bewegt sich in der unteren Hälfte der Bandbreite).
Für das Geschäftsjahr 2024 hatten wir für den Merck-Konzern ursprünglich ein leichtes bis moderates organisches Wachstum des EBITDA pre gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Diese Annahme basierte auf einem erwarteten moderaten organischen Rückgang bis zu einem leichten organischen Wachstum in Life Science, einem erwarteten organischen Wachstum im niedrigen Zehner-Prozentbereich in Healthcare und einem erwarteten moderaten organischen Rückgang bis zu einem moderaten organischen Wachstum in Electronics. Wir gingen ursprünglich davon aus, dass negative Währungseffekte das EBITDA pre um -1 % bis -4 % gegenüber dem Vorjahr beeinflussen würden. Mit den Geschäftszahlen zum 1. Quartal haben wir die Prognose auf ein organisches Wachstum des EBITDA pre zwischen +1 % und +7 % präzisiert und gingen nach wie vor davon aus, dass negative Währungseffekte das EBITDA pre um -1 % bis -4 % gegenüber dem Vorjahr beeinflussen würden. Aufgrund des Umsatzanstiegs in den Unternehmensbereichen Healthcare und Electronics und insbesondere aufgrund der erwarteten Entwicklung des EBITDA pre im Unternehmensbereich Healthcare, in dem sich sowohl die Beendigung der strategischen Allianz mit Pfizer Inc., USA, (Pfizer), zum 30. Juni 2023 und der damit verbundene Rückerhalt der exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Bavencio ® , als auch die niedrigeren Kosten, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, positiv niederschlugen, haben wir die Prognose für das EBITDA pre mit der Vorlage des Zwischenberichts zum 2. Quartal auf +4 % bis +10 % angehoben und mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal bestätigt. Aufgrund negativer Wechselkurseffekte haben wir unsere Erwartung für Einflüsse aus Währungseffekten im 2. Quartal auf -5 % bis -1 % angepasst und mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal bestätigt. Im Geschäftsjahr 2024 lag das EBITDA pre bei 6.072 Mio. € (Vorjahr: 5.879 Mio. €), was insgesamt einem Anstieg von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit lagen wir innerhalb unserer Prognose-Spanne von 5.800 Mio. € bis 6.400 Mio. € leicht unterhalb des Mittelwerts, und somit im Rahmen der konkretisierten Prognose-Spanne (bewegt sich um den Mittelwert). Das organische EBITDA-pre-Wachstum lag bei 6,9 % und damit ebenfalls innerhalb unserer Prognose-Spanne von +4 % bis +10 %. Währungseffekte schlugen mit -3,6 % zu Buche, am unteren Ende unserer Prognose-Spanne. Der leicht negative Portfolioeffekt war mit -0,1 % vernachlässigbar.
Für den Unternehmensbereich Life Science hatten wir entsprechend der erwarteten organischen Umsatzentwicklung (leichter organischer Rückgang des Umsatzes bis leichtes organisches Umsatzwachstum) einen moderaten organischen Rückgang bis zu einem leichten organischen Wachstum des EBITDA pre prognostiziert. Mit dem 1. Quartal haben wir die Prognose für die organische EBITDA-pre-Entwicklung auf -6 % bis +1 % präzisiert, und sie mit den Zahlen zum 2. und 3. Quartal bestätigt. Hierbei gingen wir davon aus, dass das Ergebnis voraussichtlich durch negative Mixeffekte belastet wird, welche wir mit entsprechenden Kosteneinsparungen so weit wie möglich abmildern wollten. In Kombination mit einem zuletzt erwarteten negativen Wechselkurseffekt von -4 % bis 0 % (ursprünglich: in etwa stabiler bis leicht negativer Wechselkurseffekt) ergab sich daraus eine Prognose-Spanne für das EBITDA pre von 2.550 Mio. € bis 2.800 Mio. €. Das EBITDA pre von 2.589 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: 2.820 Mio. €) lag innerhalb dieser Spanne. Dies entsprach einem Rückgang von -8,2 % gegenüber dem Vorjahr (-6,3 % organisch, -1,7 % aus Währungseinflüssen, -0,2 % aus Portfolioeffekten). Das EBITDA pre lag somit im Bereich der mit dem Bericht zum 3. Quartal konkretisierten Erwartung (bewegt sich leicht über dem unteren Ende der Bandbreite).
Für unseren Unternehmensbereich Healthcare prognostizierten wir ursprünglich ein organisches Wachstum des EBITDA pre im niedrigen Zehner-Prozentbereich. Diese ursprüngliche Prognose lag über dem prognostizierten moderaten bis soliden organischen Umsatzwachstum. Die Gründe hierfür waren zum einen die Beendigung der strategischen Allianz mit Pfizer zum 30. Juni 2023 und der damit verbundene Rückerhalt der exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Bavencio ® , zum anderen die niedrigeren Kosten, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, aufgrund der Verfehlung des primären Endpunkts im Rahmen der am 6. Dezember 2023 bekanntgegebenen Ergebnisse des klinischen Studienprogramms zu Evobrutinib. Mit den Geschäftszahlen zum 1. Quartal erhöhten wir diese Prognose-Spanne auf ein organisches Wachstum des EBITDA pre im Bereich von +13 % bis +18 % und hoben sie mit dem Zwischenbericht zum 2. Quartal auf +18 % bis +23 % aufgrund einer stärkeren operativen Performance und niedrigerer Kosten insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung an. Diese Prognose-Spanne behielten wir mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen zum 3. Quartal bei. In Kombination mit einem zuletzt prognostizierten Währungseffekt von -6 % bis -2 % (ursprünglich: leicht bis signifikant negativer Wechselkurseffekt) ergab sich daraus eine Prognose-Spanne für das EBITDA pre im Unternehmensbereich Healthcare von 2.850 Mio. € bis 3.050 Mio. €. Mit einem EBITDA pre von 2.995 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: 2.543 Mio. €) lag das EBITDA pre im Rahmen dieser Spanne in der oberen Hälfte und traf somit die mit dem Bericht zum 3. Quartal konkretisierte Erwartung (bewegt sich in der oberen Hälfte der Bandbreite). Dies entsprach einem Anstieg von 17,8 % gegenüber dem Vorjahr (22,7 % organisch, -5,0 % aus Währungseinflüssen).
Für den Unternehmensbereich Electronics gingen wir für das Geschäftsjahr 2024 ursprünglich von einem moderaten organischen Rückgang bis zu einem moderaten organischen Wachstum des EBITDA pre aus. Neben der erwarteten Umsatzentwicklung gingen wir hierbei von einem vorteilhaften Mixeffekt bei den Umsätzen sowie positiven Effekten aus aktivem Kostenmanagement aus, wobei gegenläufig der Effekt aus der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Veräußerung eines Portfolios an Lizenzen und Patenten wirkte. Mit den Geschäftszahlen zum 1. Quartal haben wir die Prognose-Spanne auf eine organische Entwicklung des EBITDA pre von -3 % bis +4 % präzisiert. Mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 2. Quartal haben wir die Prognose auf +5 % bis +11 % erhöht. Wir behielten diese Prognose mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal bei. Hierbei sind wir im Wesentlichen dem Umsatzanstieg im Unternehmensbereich Electronics gefolgt, nachdem wir bereits im 2. Quartal eine Trendumkehr in Teilsegmenten des Markts für Halbleitermaterialien gesehen haben. In Kombination mit einem zuletzt prognostizierten Währungseffekt von -2 % bis +1 % (ursprünglich: in etwa stabiler bis moderat negativer Wechselkurseffekt) ergab sich daraus eine Prognose-Spanne für das EBITDA pre im Unternehmensbereich Electronics von 950 Mio. € bis 1.020 Mio. €. Mit einem EBITDA pre von 970 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: 913 Mio. €) bewegte es sich leicht über dem unteren Ende der Bandbreite und traf somit die mit dem Bericht zum 3. Quartal konkretisierte Erwartung (bewegt sich leicht über dem unteren Ende der Bandbreite). Dies entsprach einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 6,2 % (6,9 % organisch, -1,0 % aus Währungseinflüssen, 0,2 % aus Portfolioeffekten).
Das EBITDA pre für Konzernkosten und Sonstiges belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf -482 Mio. €. Es lag damit innerhalb der gegebenen Prognose-Spanne von -450 Mio. € bis -520 Mio. € leicht unterhalb des Mittelwerts und traf somit die mit dem Bericht zum 3. Quartal konkretisierte Erwartung (bewegt sich um den Mittelwert). Die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ging von einem Kostenanstieg aufgrund niedrigerer Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften aus. Im Vergleich zum Vorjahresniveau von -397 Mio. € ergab sich eine Kostensteigerung von 21,4 %.
Für den operativen Cashflow des Merck-Konzerns prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2024 ursprünglich ein moderates bis starkes Wachstum (Vorjahr: 3.784 Mio. €) und haben die Prognose mit den Geschäftszahlen für das 1. Quartal auf 3.900 Mio. € bis 4.500 Mio. € präzisiert. Aufgrund unserer Erwartung, dass die Entwicklung des operativen Cashflows im Wesentlichen der positiven operativen Entwicklung folgen wird, haben wir die Prognose mit dem Zwischenbericht zum 2. Quartal auf 4.000 Mio. € bis 4.600 Mio. € erhöht und mit dem Bericht zum 3. Quartal bestätigt. Im Geschäftsjahr 2024 betrug der operative Cashflow 4.586 Mio. € (Vorjahr: 3.784 Mio. €) und lag somit in der oberen Hälfte der Bandbreite. Dies entsprach somit der mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal konkretisierten Erwartung (bewegt sich in der oberen Hälfte der Bandbreite). Ausschlaggebend für den Anstieg von 21,2 % war die positive Entwicklung des EBITDA pre sowie die Veränderung der übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 21.156 | 20.993 | 163 | 0,8 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 3.645 | 3.609 | 36 | 1,0 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 17,2 % | 17,2 % | ||
| EBITDA 2 | 5.779 | 5.489 | 290 | 5,3 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 27,3 % | 26,1 % | ||
| EBITDA pre 1 | 6.072 | 5.879 | 193 | 3,3 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 28,7 % | 28,0 % | ||
| Ergebnis nach Steuern | 2.786 | 2.834 | -48 | -1,7 % |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 6,39 | 6,49 | -0,10 | -1,5 % |
| Ergebnis je Aktie pre (in €) 1 | 8,63 | 8,49 | 0,14 | 1,6 % |
| Operativer Cashflow | 4.586 | 3.784 | 802 | 21,2 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen und die jeweiligen organischen Wachstumsraten im Berichtsjahr 2024 sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
Im Geschäftsjahr 2024 entwickelten sich die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns in den einzelnen Unternehmensbereichen wie folgt:
| in
Mio. €/Veränderung
in % |
2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Life Science | 8.916 | 42 % | -3,3 % | -0,7 % | 0,1 % | -3,9 % |
| Healthcare | 8.455 | 40 % | 7,0 % | -2,0 % | - | 5,0 % |
| Electronics | 3.785 | 18 % | 4,6 % | -1,4 % | 0,2 % | 3,4 % |
| Merck-Konzern | 21.156 | 100 % | 2,0 % | -1,3 % | 0,1 % | 0,8 % |
| in
Mio. €/Veränderung
in % |
2023 | Anteil |
| Life Science | 9.281 | 44 % |
| Healthcare | 8.053 | 38 % |
| Electronics | 3.659 | 18 % |
| Merck-Konzern | 20.993 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete der Merck-Konzern folgende regionale Umsatzentwicklung:
| in
Mio. €/Veränderung
in % |
2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Europa | 6.171 | 29 % | 2,5 % | -0,3 % | 0,0 % | 2,2 % |
| Nordamerika | 5.710 | 27 % | -4,1 % | -0,1 % | 0,1 % | -4,1 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 7.017 | 33 % | 3,6 % | -2,5 % | - | 1,2 % |
| Lateinamerika | 1.477 | 7 % | 16,5 % | -5,6 % | - | 10,9 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 781 | 4 % | 6,6 % | -1,6 % | 0,9 % | 6,0 % |
| Merck-Konzern | 21.156 | 100 % | 2,0 % | -1,3 % | 0,1 % | 0,8 % |
| in
Mio. €/Veränderung
in % |
2023 | Anteil |
| Europa | 6.037 | 29 % |
| Nordamerika | 5.952 | 28 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 6.936 | 33 % |
| Lateinamerika | 1.331 | 6 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 737 | 4 % |
| Merck-Konzern | 20.993 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte der Merck-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 21.156 Mio. € (Vorjahr: 20.993 Mio. €) und verzeichnete damit im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung in Höhe von 163 Mio. € beziehungsweise 0,8 %. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 424 Mio. € beziehungsweise 2,0 %. Dabei stiegen die Umsätze in den Unternehmensbereichen Healthcare und Electronics, wohingegen der Unternehmensbereich Life Science einen organischen Umsatzrückgang verzeichnete. Negative Währungseffekte führten zu einer Reduktion der Umsatzerlöse um 277 Mio. € beziehungsweise -1,3 % und waren im Wesentlichen auf die Kursentwicklungen einiger asiatischer Währungen und des Brasilianischen Reals zurückzuführen. Portfoliobedingte Umsatzveränderungen aus den Akquisitionen waren mit einem Effekt in Höhe von 15 Mio. € zu vernachlässigen. |
| ― |
Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Life Science waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und reduzierten sich um 365 Mio. € beziehungsweise -3,9 % auf 8.916 Mio. € (Vorjahr: 9.281 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen von organischen Effekten geprägt, die sich auf 310 Mio. € oder -3,3 % beliefen. Währungseffekte von 61 Mio. € beziehungsweise -0,7 % trugen weiter zum Umsatzrückgang bei. Der Effekt aus der Akquisition von Mirus Bio LLC, USA, auf die Umsatzerlöse blieb mit 0,1 % insgesamt unwesentlich. Mit einem Anteil von 42 % (Vorjahr: 44 %) war Life Science auch im Geschäftsjahr 2024 der umsatzstärkste Unternehmensbereich im Konzern, gefolgt von Healthcare mit einem Anteil von 40 % (Vorjahr: 38 %). Im Unternehmensbereich Healthcare stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 401 Mio. € oder 5,0 % auf 8.455 Mio. € (Vorjahr: 8.053 Mio. €). Das organische Wachstum von 7,0 % wurde durch negative Währungseffekte in Höhe von -2,0 % gemindert. Der Anstieg der Umsätze im Unternehmensbereich Electronics in Höhe von 126 Mio. € oder 3,4 % auf 3.785 Mio. € (Vorjahr: 3.659 Mio. €) resultierte aus einem organischen Anstieg von 4,6 % und einem Akquisitionseffekt von 0,2 %. Gegenläufig wirkten währungsbedingte Effekte mit -1,4 %. Der prozentuale Anteil von Electronics an den Konzernumsatzerlösen lag im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 18 %. |
| ― |
Der Betrag der zum Abschlussstichtag bereits eingegangenen Bestellungen, die in zukünftigen Perioden zu Umsatzerlösen führen werden, belief sich zum 31. Dezember 2024 auf rund 4 Mrd. € (31. Dezember 2023: rund 4 Mrd. €), davon entfielen auf den Unternehmensbereich Life Science rund 3 Mrd. € (31. Dezember 2023: rund 3 Mrd. €). |
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Merck-Konzerns entwickelte sich wie folgt:
| Veränderung | ||||||
| in Mio. € | 2024 | in % | 2023 | in % | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 21.156 | 100,0 % | 20.993 | 100,0 % | 163 | 0,8 % |
| Umsatzkosten | -8.671 | -41,0 % | -8.600 | -41,0 % | -71 | 0,8 % |
| Bruttoergebnis | 12.485 | 59,0 % | 12.392 | 59,0 % | 92 | 0,7 % |
| Marketing- und Vertriebskosten | -4.536 | -21,4 % | -4.510 | -21,5 % | -26 | 0,6 % |
| Verwaltungskosten | -1.370 | -6,5 % | -1.392 | -6,6 % | 23 | -1,6 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.279 | -10,8 % | -2.445 | -11,6 % | 166 | -6,8 % |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | -8 | 0,0 % | -51 | -0,2 % | 42 | -83,4 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -646 | -3,1 % | -385 | -1,8 % | -261 | 67,9 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 3.645 | 17,2 % | 3.609 | 17,2 % | 36 | 1,0 % |
| Finanzergebnis | -108 | -0,5 % | -125 | -0,6 % | 17 | -13,4 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 3.536 | 16,7 % | 3.484 | 16,6 % | 53 | 1,5 % |
| Ertragsteuern | -751 | -3,5 % | -650 | -3,1 % | -101 | 15,5 % |
| Ergebnis nach Steuern | 2.786 | 13,2 % | 2.834 | 13,5 % | -48 | -1,7 % |
| Nicht beherrschende Anteile | -9 | 0,0 % | -10 | 0,0 % | 1 | -9,0 % |
| Konzernergebnis | 2.777 | 13,1 % | 2.824 | 13,5 % | -47 | -1,7 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten verteilten sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
| ― |
Im Geschäftsjahr 2024 wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein in etwa stabiles operatives Ergebnis (EBIT) erzielt, was auf eine in etwa stabile Entwicklung von Bruttoergebnis und operativen Kosten zurückzuführen war. Das organische Umsatzwachstum der Unternehmensbereiche Healthcare und Electronics konnte den moderaten organischen Umsatzrückgang des Unternehmensbereichs Life Science kompensieren. |
| ― |
Die Marketing- und Vertriebskosten blieben ebenso wie die Verwaltungskosten in etwa stabil. |
| ― |
Mit einem Anteil von 69 % (Vorjahr: 70 %) an den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aller Unternehmensbereiche (ohne Konzernkosten und Sonstiges zugeordnete Forschungs- und Entwicklungskosten) war Healthcare der forschungsintensivste Unternehmensbereich von Merck. Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten war im Wesentlichen auf geringere Entwicklungsaktivitäten nach der Einstellung des Entwicklungsprogramms zu Xevinapant im 2. Quartal 2024 sowie der Einstellung des Entwicklungsprogramms zu Evobrutinib im 4. Quartal 2023 zurückzuführen. Weitere Informationen sind im Kapitel "Forschung und Entwicklung" enthalten. |
| ― |
Der negative Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode insbesondere aufgrund gestiegener Wertminderungen für nicht finanzielle Vermögenswerte (weitere Informationen finden sich in der Anmerkung (19) "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang). Zudem waren im Vergleich zur Vorperiode niedrigere sonstige betriebliche Erträge aus der Veräußerung von Vermögenswerten zu verzeichnen. |
| ― |
Insgesamt führten die vorgenannten Entwicklungen zu einer im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr unveränderten EBIT-Marge von 17,2 %. |
| ― |
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich ferner das EBITDA pre, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, um 193 Mio. € oder 3,3 % auf 6.072 Mio. € (Vorjahr: 5.879 Mio. €). |
| ― |
Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -108 Mio. € (Vorjahr: -125 Mio. €). Ausschlaggebend war insbesondere die positive Entwicklung des Zinsergebnisses. Details zu den Finanzierungserträgen und Finanzierungsaufwendungen sind in der Anmerkung (40) "Finanzierungserträge und -aufwendungen/Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten" im Konzernanhang dargestellt. |
| ― |
Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 751 Mio. € (Vorjahr: 650 Mio. €) und führten zu einer Steuerquote von 21,2 % (Vorjahr: 18,7 %). Im Geschäftsjahr 2023 führte ein einmaliger steuerlicher Effekt durch einen latenten Steuerertrag zu einer niedrigeren Steuerquote. |
| ― |
Das den Anteilseignerinnen und Anteilseignern der Merck KGaA zustehende Konzernergebnis reduzierte sich um -1,7 % auf 2.777 Mio. € (Vorjahr: 2.824 Mio. €) und führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 6,39 € (Vorjahr: 6,49 €). |
Die Entwicklung des EBITDA pre in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen Wachstumsraten sowie die Verteilung auf die Unternehmensbereiche ergaben sich wie folgt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | Veränderung | ||||
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 38.116 | 73,9 % | 36.102 | 74,4 % | 2.014 | 5,6 % |
| Davon: | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 19.152 | 17.845 | 1.307 | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.282 | 6.551 | -269 | |||
| Sachanlagen | 10.025 | 9.056 | 969 | |||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.657 | 2.650 | 7 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 13.450 | 26,1 % | 12.393 | 25,6 % | 1.057 | 8,5 % |
| Davon: | ||||||
| Vorräte | 4.484 | 4.637 | -153 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Forderungen | 3.947 | 4.004 | -57 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 642 | 499 | 142 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.861 | 1.271 | 590 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.517 | 1.982 | 535 | |||
| Bilanzsumme | 51.567 | 100,0 % | 48.495 | 100,0 % | 3.071 | 6,3 % |
| Eigenkapital | 29.988 | 58,2 % | 26.754 | 55,2 % | 3.233 | 12,1 % |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 10.285 | 19,9 % | 13.042 | 26,9 % | -2.757 | -21,1 % |
| Davon: | ||||||
| Langfristige Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 1.956 | 2.192 | -236 | |||
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 257 | 277 | -21 | |||
| Langfristige Finanzschulden | 6.997 | 9.239 | -2.242 | |||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.075 | 1.333 | -257 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 11.294 | 21,9 % | 8.699 | 17,9 % | 2.595 | 29,8 % |
| Davon: | ||||||
| Kurzfristige Rückstellungen | 570 | 658 | -88 | |||
| Kurzfristige Finanzschulden | 3.304 | 702 | 2.602 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten/Rückerstattungsverbindlichkeiten | 3.143 | 3.422 | -279 | |||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 4.276 | 3.918 | 359 | |||
| Bilanzsumme | 51.567 | 100,0 % | 48.495 | 100,0 % | 3.071 | 6,3 % |
| ― |
Die Bilanzsumme des Merck-Konzerns belief sich am 31. Dezember 2024 auf 51.567 Mio. € (31. Dezember 2023: 48.495 Mio. €) und stieg damit um 6,3 %. |
| ― |
Die Geschäfts- oder Firmenwerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen sowie durch die Akquisitionen der Mirus Bio LLC, USA, Unity-SC SAS, Frankreich, sowie Hub Organoids Holding B.V., Niederlande (weitere Informationen finden sich in der Anmerkung (6) "Akquisitionen und Desinvestitionen" im Konzernanhang). |
| ― |
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich insbesondere durch laufende Abschreibungen. Anlassbezogene Wertminderungen waren hauptsächlich dem Unternehmensbereich Healthcare zuzurechnen und resultierten im Wesentlichen aus gestoppten Entwicklungsprojekten, insbesondere der Beendigung des Xevinapant-Programms (weitere Informationen finden sich in der Anmerkung (7) "Kollaborations- und Lizenzvereinbarungen" im Konzernanhang). Der Anstieg der Zugänge aus Investitionen sowie den abgeschlossenen Akquisitionen konnte dies nicht ausgleichen. |
| ― |
Der Anstieg der Sachanlagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum war durch Zugänge in Höhe von 2.088 Mio. € begründet (Vorjahr: 1.981 Mio. €), die die Abschreibungen und Abgänge im Berichtszeitraum erneut deutlich überstiegen. |
| ― |
Von den Sachanlagenzugängen im Geschäftsjahr 2024 entfielen 387 Mio. € (Vorjahr: 391 Mio. €) auf strategische Investitionen in Deutschland, davon 372 Mio. € (Vorjahr: 329 Mio. €) zur Erweiterung des Standorts Darmstadt. Wesentliche Projekte sind die Investitionen im Unternehmensbereich Healthcare in Höhe von 81 Mio. € in ein neues Laborgebäude sowie in Höhe von 56 Mio. € in eine Produktionsanlage zur Überführung von Projekten aus der Forschung und Entwicklung in die kommerzielle Produktion. Weiter investierte der Unternehmensbereich Life Science 46 Mio. € in ein neues Forschungszentrum und 19 Mio. € in eine neue Produktionsanlage für Membranen. Außerhalb Deutschlands erfolgten hohe Investitionen in strategische Projekte, insbesondere in den USA (314 Mio. €), in Irland (145 Mio. €) und in Taiwan (92 Mio. €). In den USA investierte der Unternehmensbereich Life Science 82 Mio. € in eine Erweiterung der Kapazitäten für Biosicherheitsprüfungen und Dienstleistungen im Bereich der analytischen Entwicklung in Rockville, Maryland, der Unternehmensbereich Electronics investierte 29 Mio. € in eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von Spezialgasen für die Halbleiterindustrie in Hometown, Pennsylvania. In Irland investierte der Unternehmensbereich Life Science 141 Mio. € in eine Erweiterung der Produktionskapazitäten für Membranen und in den Bau einer neuen Filtrationsanlage in Cork. In Taiwan investierte der Unternehmensbereich Electronics 73 Mio. € in den Aufbau eines Fertigungsstandorts für Halbleitermaterialien und Spezialgase in Kaohsiung. |
| ― |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Forderungen gingen leicht zurück. |
| ― |
Das Eigenkapital des Merck-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 um 12,1 % auf 29.988 Mio. € (31. Dezember 2023: 26.754 Mio. €). Neben dem Ergebnis nach Steuern (2.786 Mio. €) trug ein positiver Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung (1.444 Mio. €), der im Wesentlichen aus der Entwicklung des US-Dollars resultierte, zu diesem Anstieg bei. Die im Berichtsjahr erfolgten Dividendenzahlungen und Gewinnentnahmen wirkten gegenläufig (siehe "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" im Konzernabschluss). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich - auch bedingt durch die weitere Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten - um drei Prozentpunkte auf 58,2 % (31. Dezember 2023: 55,2 %). |
| ― |
Der Rückgang der langfristigen Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer resultierte im Wesentlichen aus versicherungsmathematischen Gewinnen im Zusammenhang mit dem angewendeten Diskontierungszins. |
| ― |
Die kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich insbesondere aufgrund von Inanspruchnahmen im Zusammenhang mit laufenden Restrukturierungsprogrammen (weitere Informationen hierzu finden sich in Anmerkung (27) "Sonstige Rückstellungen" im Konzernanhang). |
| ― |
Die Finanzschulden erhöhten sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Leasingverbindlichkeiten sowie der finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die langfristigen Finanzschulden reduzierten sich insbesondere aufgrund der Umgliederung einer im Jahr 2015 begebenen und im März 2025 fälligen US-Dollar-Anleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 1.537 Mio. € sowie einer im Jahr 2020 begebenen und im Juli 2025 fälligen Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 750 Mio. € in die kurzfristigen Finanzschulden, die um diesen Betrag anstiegen. |
Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in Mio. € | in % |
| Anleihen | 7.693 | 7.802 | -109 | -1,4 % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 327 | 283 | 44 | 15,5 % |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 1.429 | 1.196 | 233 | 19,5 % |
| Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden | 59 | 68 | -8 | -12,4 % |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) | 31 | 77 | -45 | -58,9 % |
| Leasingverbindlichkeiten | 761 | 515 | 246 | 47,8 % |
| Finanzschulden | 10.301 | 9.941 | 360 | 3,6 % |
| Abzüglich | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.517 | 1.982 | 535 | 27,0 % |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2 | 629 | 459 | 170 | 37,0 % |
| Nettofinanzverbindlichkeiten 1 | 7.155 | 7.500 | -345 | -4,6 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die Anleihen reduzierten sich aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung einer im Jahr 2014 begebenen Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. € sowie einer im Jahr 2019 begebenen Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. €. Teilweise kompensiert wurde dieser Rückgang durch eine im August 2024 begebene Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 800 Mio. €.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Stand 1.1. | 7.500 | 8.328 |
| Operativer Cashflow | -4.586 | -3.784 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 2 | 482 | 216 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten 2 | -18 | -136 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 | 1.702 | 1.807 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 2 | -27 | -19 |
| Akquisitionen 2 | 774 | 12 |
| Einzahlungen aus Desinvestitionen 2 | -7 | - |
| Veränderung von Leasingverbindlichkeiten | 383 | 201 |
| Dividendenzahlungen/Gewinnentnahmen 2 | 1.040 | 1.164 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 137 | -30 |
| Sonstiges | -225 | -258 |
| Stand 31.12. | 7.155 | 7.500 |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Gemäß Konzernkapitalflussrechnung.
| ― |
Der Kapitalmarkt stellt für Merck traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle dar, unter anderem über die Ausgabe von Anleihen. Aus dem Debt Issuance Program, unter dem alle Euro-Anleihen begeben wurden, bestanden zum 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen in Höhe von 3,9 Mrd. € (31. Dezember 2023: 3,9 Mrd. €). |
| ― |
Eine weitere wesentliche Finanzierungsquelle für Merck sind Kreditvereinbarungen. Eine syndizierte Kreditlinie über 2,5 Mrd. €, die bis 2029 läuft, kann zur Deckung eines unerwarteten Bedarfs an liquiden Mitteln eingesetzt werden. Bei dieser Kreditlinie handelt es sich um eine Back-up-Fazilität, die nur in Ausnahmesituationen in Anspruch genommen werden soll. Darüber hinaus verständigte sich Merck auf mehrere bilaterale Kreditfazilitäten. |
| ― |
Ebenso steht Merck ein Commercial-Paper-Programm mit einem Volumen von 2,5 Mrd. € zur Verfügung. Im Rahmen dieses Programms kann Merck Commercial Papers mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr begeben. Das Programm wurde ebenso wie im Vorjahr nicht ausgenutzt. |
| ― |
Die Fälligkeiten unserer Finanzverbindlichkeiten orientieren sich an unserem geplanten freien Cashflow. Das Rückzahlungsprofil der ausgegebenen Anleihen stellte sich wie folgt dar: |
2 Für die Hybridanleihen wurde eine
Rückzahlung zum frühestmöglichen Zeitpunkt
angenommen.
| ― |
Der Kapitalmarkt nutzt Einschätzungen von Ratingagenturen, um Fremdkapitalgeber bei der Beurteilung der Risikosituation eines Finanzinstruments von Merck zu unterstützen. Derzeit wird Merck von Standard & Poor's und Moody's bewertet: Standard & Poor's vergibt ein Langfrist-Kreditrating von A mit stabilem Ausblick und Moody's eines von A3 mit stabilem Ausblick. Eine Übersicht der Ratingentwicklung der letzten Jahre ist im "Risiko- und Chancenbericht" dargestellt. |
| ― |
Für die Finanzschulden waren keine Pfandrechte oder ähnlichen Sicherheiten hinterlegt. In den Kreditverträgen wurden keine Financial Covenants vereinbart. Es lagen keine Anzeichen dafür vor, dass eingeräumte Kreditrahmen in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt waren. In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten waren verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von 368 Mio. € (31. Dezember 2023: 404 Mio. €) enthalten. Wir verfolgen eine nachhaltige Dividendenpolitik und streben im Rahmen der Bestimmung der Dividendenhöhe einen Zielkorridor von 20 % bis 25 % des Ergebnisses je Aktie pre an. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betrugen am 31. Dezember 2024 2,2 % (31. Dezember 2023: 2,1 %). |
Die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen stellte sich wie folgt dar:
| in % | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| Eigenkapitalquote 1 | Eigenkapital | 58,2 % | 55,2 % | 53,6 % | 47,2 % | 40,7 % |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensquote 1 | Langfristige Vermögenswerte | 73,9 % | 74,4 % | 74,9 % | 75,8 % | 77,8 % |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad 1 | Eigenkapital | 78,7 % | 74,1 % | 71,6 % | 62,3 % | 52,3 % |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzierungsstruktur 1 | Kurzfristige Verbindlichkeiten | 52,3 % | 40,0 % | 42,2 % | 43,6 % | 37,3 % |
| Verbindlichkeiten (gesamt) |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Bezogen auf Finanzrisiken und -chancen verfolgt Merck ein aktives Management, um die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsschwankungen zu reduzieren. Hierbei erfolgt auch der Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Weitere Ausführungen zu Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken und -chancen finden sich im "Risiko- und Chancenbericht" im Abschnitt "Finanzrisiken und -chancen".
Im Geschäftsjahr 2024 stieg der operative Cashflow als einer der drei bedeutsamsten Leistungsindikatoren - neben den Umsatzerlösen und dem EBITDA pre - um 802 Mio. € auf 4.586 Mio. € (Vorjahr: 3.784 Mio. €) an. Der Anstieg war im Wesentlichen beeinflusst durch die positive Entwicklung des EBITDA pre und die Veränderungen der übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkten Veränderungen der Rückstellungen und höhere Steuerzahlungen. Hinsichtlich weiterer Informationen zur Entwicklung des operativen Cashflows wird auf das Kapitel "Steuerungssystem" in diesem zusammengefassten Lagebericht, die "Konzernkapitalflussrechnung" im Konzernabschluss und auf die Anmerkung (16) "Operativer Cashflow" im Konzernanhang verwiesen. Die Verteilung des operativen Cashflows auf die einzelnen Quartale sowie die Veränderungsraten im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich wie folgt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
| ― |
Trotz der weiter herausfordernden makroökonomischen Entwicklungen und dem Gegenwind in einzelnen Märkten kann Merck dank seiner diversifizierten Geschäftsbereiche auf ein überwiegend positives Geschäftsjahr 2024 zurückblicken. Der erwartete und in Teilen des Geschäftsjahres anhaltende Lagerbestandsabbau bei Kunden in Process Solutions führte zu einem Rückgang der Umsatzerlöse im Unternehmensbereich Life Science. Dieser Rückgang der Umsatzerlöse konnte jedoch durch die Unternehmensbereiche Healthcare und Electronics mehr als kompensiert werden. Alle Bereiche des Unternehmensbereichs Healthcare konnten zum insgesamt starken organischen Anstieg der Umsatzerlöse beitragen. Im Unternehmensbereich Electronics trug insbesondere die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions zur positiven Gesamtentwicklung der Umsatzerlöse bei. |
| ― |
Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns im Geschäftsjahr 2024 um 0,8 % oder 163 Mio. € auf 21.156 Mio. €. Unsere wichtigste Steuerungskennzahl, das EBITDA pre, stieg um 3,3 % auf 6.072 Mio. €. Organisches Wachstum durch Marktchancen (+6,9 %) überwog den Effekt von negativen Wechselkursen (-3,6 %) auf das Ergebnis. Für das Geschäftsjahr 2024 werden wir der Hauptversammlung eine gleichbleibende Dividende von 2,20 € vorschlagen. |
| ― |
Die solide Finanzierungspolitik des Merck-Konzerns äußerte sich in verbesserten Bilanzkennzahlen. Zum 31. Dezember 2024 betrug die Eigenkapitalquote 58,2 % (31. Dezember 2023: 55,2 %) und befand sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten weiter reduziert werden und beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 7,2 Mrd. € (Vorjahr: 7,5 Mrd. €). |
| ― |
Auf der Grundlage unserer soliden Vermögens- und Finanzlage sowie unserer diversifizierten Geschäfte beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des Merck-Konzerns insgesamt als positiv. Dank unseres resilienten Geschäftsmodells und unserer klaren Positionierung als Wissenschafts- und Technologieunternehmen sind wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gut aufgestellt. Die frühzeitige Entscheidung, unsere Produktionskapazitäten für wichtige Märkte vor Ort aufzubauen, kommt uns im heutigen globalen makroökonomischen Umfeld zugute. |
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 8.916 | 9.281 | -365 | -3,9 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 1.507 | 1.850 | -343 | -18,6 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 16,9 % | 19,9 % | ||
| EBITDA 2 | 2.455 | 2.731 | -276 | -10,1 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 27,5 % | 29,4 % | ||
| EBITDA pre 1 | 2.589 | 2.820 | -230 | -8,2 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 29,0 % | 30,4 % | ||
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen organischen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Science & Lab Solutions | 4.671 | 52 % | 0,2 % | -0,9 % | - | -0,7 % |
| Process Solutions | 3.523 | 40 % | -6,4 % | -0,6 % | 0,2 % | -6,9 % |
| Life Science Services | 722 | 8 % | -9,4 % | 0,6 % | - | -8,9 % |
| Life Science | 8.916 | 100 % | -3,3 % | -0,7 % | 0,1 % | -3,9 % |
| in Mio. € | 2023 | Anteil |
| Science & Lab Solutions | 4.706 | 51 % |
| Process Solutions | 3.782 | 41 % |
| Life Science Services | 792 | 8 % |
| Life Science | 9.281 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Die Geschäftseinheit Science & Lab Solutions mit ihrem Angebot an Produkten und Dienstleistungen zur Unterstützung von Forschungsaktivitäten in pharmazeutischen, biotechnologischen und akademischen Forschungseinrichtungen, Forschenden sowie wissenschaftlichen und gewerblichen Laboren verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 ein organisches Wachstum von 0,2 %. Grundsätzlich wird der Vergleich mit den Vorjahreszahlen durch einen Basiseffekt verzerrt, denn die erste Hälfte des Vorjahres war noch von höheren pandemiebedingten Umsatzerlösen und einem vorteilhafteren wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Dies führte insgesamt zu einem organischen Rückgang der Umsatzerlöse in der ersten Jahreshälfte 2024. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2024 war jedoch ein organischer Anstieg zu verzeichnen. Dieser wurde unter anderem durch einen Basiseffekt aus dem Vorjahreszeitraum beeinflusst, der sich durch die Einführung eines ERP-Systems ergab. Den größten organischen Wachstumsbeitrag leistete die Region Lateinamerika. Aufgrund negativer Wechselkurseffekte reduzierten sich die Umsatzerlöse insgesamt auf 4.671 Mio. € (Vorjahr: 4.706 Mio. €). |
| ― |
Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte und Dienstleistungen für die gesamte Wertschöpfungskette der Arzneimittelherstellung anbietet, gingen im Geschäftsjahr 2024 organisch um -6,4 % zurück. Ursache hierfür waren die im Vorjahreszeitraum noch vorhandenen pandemiebedingten Umsätze sowie die noch anhaltenden Auswirkungen des Lagerbestandsabbaus bei Hauptkunden. Diese Faktoren trugen zum organischen Rückgang der Umsätze in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024 bei. Nach dem Ausphasen dieser Faktoren erholte sich Process Solutions in der zweiten Jahreshälfte, sodass die Geschäftseinheit einen positiven Beitrag leistete. Der Rückgang der Umsatzerlöse betraf alle Kernregionen Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik. |
| ― |
Die Geschäftseinheit Life Science Services mit ihrem vollständig integrierten Serviceangebot für Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO) sowie Prüfdienstleistungen verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen organischen Rückgang der Umsatzerlöse um -9,4 %. Dies war im Wesentlichen auf die Anpassung der Lieferkette eines unserer CDMO-Kunden zurückzuführen. Darüber hinaus gingen die Umsatzerlöse unserer CDMO-Aktivitäten organisch zurück, da pandemiebedingte Umsätze, die sich im Vorjahr noch positiv ausgewirkt hatten, entfielen. Unter Berücksichtigung vorteilhafter Wechselkurseffekte sanken die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 auf 722 Mio. € (Vorjahr: 792 Mio. €). Die Umsatzrückgänge waren hauptsächlich auf die negativen Geschäftsentwicklungen in den Regionen Europa und Nordamerika zurückzuführen. |
Regional entwickelten sich die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs wie folgt:
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Europa | 3.136 | 35 % | -1,8 % | 0,5 % | - | -1,3 % |
| Nordamerika | 3.146 | 35 % | -6,8 % | 0,0 % | 0,2 % | -6,7 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.143 | 24 % | -2,8 % | -2,5 % | - | -5,3 % |
| Lateinamerika | 382 | 4 % | 13,5 % | -5,0 % | - | 8,6 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 109 | 1 % | -6,1 % | -0,1 % | - | -6,2 % |
| Life Science | 8.916 | 100 % | -3,3 % | -0,7 % | 0,1 % | -3,9 % |
| in Mio. € | 2023 | Anteil |
| Europa | 3.178 | 34 % |
| Nordamerika | 3.372 | 36 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.263 | 25 % |
| Lateinamerika | 352 | 4 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 116 | 1 % |
| Life Science | 9.281 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Zusammensetzung des EBITDA pre des Geschäftsjahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr dar. Hierbei wurden die Werte gemäß IFRS um die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Anpassungen bereinigt.
| 2024 | 2023 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 8.916 | - | 8.916 | 9.281 | - | 9.281 |
| Umsatzkosten | -4.150 | 25 | -4.125 | -4.236 | 6 | -4.230 |
| Bruttoergebnis | 4.766 | 25 | 4.791 | 5.044 | 6 | 5.050 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -2.238 | 25 | -2.213 | -2.245 | 12 | -2.232 |
| Verwaltungskosten | -441 | 58 | -382 | -425 | 53 | -372 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -388 | 1 | -387 | -396 | 3 | -393 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | -7 | - | -7 | -2 | - | -2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -186 | 111 | -75 | -126 | 48 | -78 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 1.507 | 1.850 | ||||
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | 948 | -86 | 863 | 881 | -34 | 848 |
| EBITDA 2 | 2.455 | 2.731 | ||||
| Restrukturierungsaufwendungen | 73 | -73 | - | 30 | -30 | - |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | 46 | -46 | - | 53 | -53 | - |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | 1 | -1 | - | - | - | - |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | 14 | -14 | - | 6 | -6 | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - | - | - | - |
| EBITDA pre 1 | 2.589 | - | 2.589 | 2.820 | - | 2.820 |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | ||||||
| Davon: Währungseffekte | ||||||
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | ||||||
| Veränderung | |
| in Mio. € | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | -3,9 % |
| Umsatzkosten | -2,5 % |
| Bruttoergebnis | -5,1 % |
| Marketing- und Vertriebskosten | -0,9 % |
| Verwaltungskosten | 2,7 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1,6 % |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | >100,0 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -4,5 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | |
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | 1,8 % |
| EBITDA 2 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | |
| Sonstige Anpassungen | |
| EBITDA pre 1 | -8,2 % |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | -6,3 % |
| Davon: Währungseffekte | -1,7 % |
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | -0,2 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Das bereinigte Bruttoergebnis des Unternehmensbereichs Life Science fiel im Geschäftsjahr 2024 geringer aus als im Vorjahr. Diese Entwicklung war im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzrückgang infolge des Lagerbestandsabbaus bei Hauptkunden von Process Solutions sowie gesunkener pandemiebedingter Umsätze und Anlagenfixkosten. Die bereinigte Bruttomarge lag im Berichtsjahr mit 53,7 % leicht unter dem Vorjahreswert (2023: 54,4 %). |
| ― |
Der Rückgang des Bruttoergebnisses konnte teilweise durch leicht geringere um Anpassungen bereinigte betriebliche Aufwendungen kompensiert werden. Für die im Geschäftsjahr 2024 gesunkenen Marketing- und Vertriebskosten waren vor allem Kostensenkungsprogramme und Effizienzinitiativen sowie niedrigere Logistikkosten infolge des geringeren Absatzvolumens und erzielter Effizienzen ausschlaggebend. |
| ― |
Der Anstieg der Verwaltungskosten resultierte aus höheren Personalkosten, vor allem als Folge regelmäßiger jährlicher Gehaltserhöhungen, und konnte teilweise durch Einsparungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Die um Anpassungen bereinigten Forschungs- und Entwicklungskosten sowie die Nettoposition der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge blieben gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 weitgehend stabil. Durch Einsparungsmaßnahmen konnten auch hier die Effekte der jährlichen Gehaltserhöhungen ausgeglichen werden. |
| ― |
Im Geschäftsjahr 2024 ging das EBITDA pre im Vergleich zum Vorjahr organisch zurück, woraus eine EBITDA-pre-Marge von 29,0 % resultierte (Vorjahr: 30,4 %). |
Die Entwicklung des EBITDA pre in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 8.455 | 8.053 | 401 | 5,0 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 2.481 | 2.225 | 256 | 11,5 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 29,3 % | 27,6 % | ||
| EBITDA 2 | 3.021 | 2.545 | 476 | 18,7 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 35,7 % | 31,6 % | ||
| EBITDA pre 1 | 2.995 | 2.543 | 452 | 17,8 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 35,4 % | 31,6 % | ||
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen organischen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
Die Umsätze der wesentlichen Produktlinien beziehungsweise Produkte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt:
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Gesamtveränderung 1 | 2023 |
| Onkologie | 2.009 | 24 % | 12,7 % | -2,2 % | 10,5 % | 1.819 |
| Davon: Erbitux ® | 1.162 | 14 % | 15,7 % | -2,4 % | 13,3 % | 1.025 |
| Davon: Bavencio ® | 735 | 9 % | 5,0 % | -1,9 % | 3,0 % | 713 |
| Neurologie & Immunologie | 1.688 | 20 % | 2,3 % | -0,9 % | 1,4 % | 1.665 |
| Davon: Mavenclad ® | 1.062 | 13 % | 12,3 % | -1,2 % | 11,1 % | 956 |
| Davon: Rebif ® | 626 | 7 % | -11,1 % | -0,5 % | -11,6 % | 709 |
| Fertilität | 1.528 | 18 % | 0,8 % | -2,1 % | -1,3 % | 1.547 |
| Davon: Gonal-f ® | 833 | 10 % | 0,9 % | -2,6 % | -1,7 % | 847 |
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie | 2.949 | 35 % | 8,5 % | -2,7 % | 5,8 % | 2.786 |
| Davon: Glucophage ® | 954 | 11 % | 11,1 % | -3,0 % | 8,1 % | 882 |
| Davon: Concor ® | 611 | 7 % | 9,4 % | -2,4 % | 7,0 % | 571 |
| Davon: Euthyrox ® | 619 | 7 % | 11,8 % | -2,3 % | 9,5 % | 565 |
| Davon: Saizen ® | 366 | 4 % | 12,5 % | -2,4 % | 10,1 % | 332 |
| Sonstige | 280 | 3 % | 235 | |||
| Healthcare | 8.455 | 100 % | 7,0 % | -2,0 % | 5,0 % | 8.053 |
| in Mio. € | Anteil |
| Onkologie | 22 % |
| Davon: Erbitux ® | 13 % |
| Davon: Bavencio ® | 9 % |
| Neurologie & Immunologie | 21 % |
| Davon: Mavenclad ® | 12 % |
| Davon: Rebif ® | 9 % |
| Fertilität | 19 % |
| Davon: Gonal-f ® | 11 % |
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie | 35 % |
| Davon: Glucophage ® | 11 % |
| Davon: Concor ® | 7 % |
| Davon: Euthyrox ® | 7 % |
| Davon: Saizen ® | 4 % |
| Sonstige | 3 % |
| Healthcare | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Das Krebsmedikament Erbitux ® (Cetuximab) verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich, welches von allen Regionen getragen wurde. Treiber waren hier unter anderem pandemiebedingt schwächere Umsätze im Vorjahreszeitraum in China, sowie die Aufnahme in Programme zur Arzneimittelerstattung in mehreren Ländern. |
| ― |
Im Bereich der Immunonkologie verzeichnete das Krebsmedikament Bavencio ® (Avelumab) im Berichtszeitraum ein solides organisches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei konnten Umsatzrückgänge im hohen Zehner-Prozentbereich in der Region Nordamerika, bedingt durch eine geringere Nachfrage aufgrund alternativer Behandlungsmethoden für Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom, durch Wachstum in den übrigen Regionen überkompensiert werden. |
| ― |
Mavenclad ® , zur oralen Kurzzeitbehandlung schubförmiger Multipler Sklerose (MS) mit hoher Krankheitsaktivität, erzielte im Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen Zehner-Prozentbereich und erreichte somit im zweiten Jahr in Folge Blockbuster-Status mit einem Gesamtumsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar. Zu dem positiven Umsatzwachstum trugen alle Regionen bei, insbesondere eine höhere Nachfrage in den Regionen Nordamerika, Europa und Lateinamerika. |
| ― |
Das Medikament Rebif ® , das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen organischen Umsatzrückgang im niedrigen Zehner-Prozentbereich. Dafür verantwortlich ist die anhaltend schwierige Wettbewerbssituation des Interferonmarkts aufgrund der Konkurrenz durch orale Darreichungsformen und hochwirksame MS-Therapien, wodurch auch zukünftig weitere Umsatzrückgänge erwartet werden. |
| ― |
Die Produktlinie Fertilität verzeichnete im Berichtszeitraum in etwa stabile Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gonal-f ® , als führendes rekombinantes Hormonpräparat zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, verzeichnete organisch ebenfalls in etwa stabile Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichermaßen verblieben die weiteren Produkte aus der Produktlinie Fertilität insgesamt in etwa auf Vorjahresniveau. |
| ― |
Der Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie, in dem unter anderem Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes sowie Wachstumsstörungen vertrieben werden, konnte im Geschäftsjahr 2024 aufgrund gestiegener Nachfrage ein starkes organisches Umsatzwachstum erzielen. Dabei verzeichnete das Diabetesmedikament Glucophage ® ein Umsatzwachstum im niedrigen Zehner-Prozentbereich, welches von allen Regionen getragen wurde. Der Betablocker Concor ® wies ebenfalls ein starkes organisches Umsatzwachstum auf. Auch das Schilddrüsenpräparat Euthyrox ® erreichte organische Umsatzzuwächse im niedrigen Zehner-Prozentbereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Produkt Saizen ® zur Behandlung verschiedener Wachstumshormonstörungen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum organische Umsatzzuwächse im niedrigen Zehner-Prozentbereich, welche sowohl auf höhere Nachfrage als auch auf Lieferengpässe eines Konkurrenzprodukts von Saizen ® zurückzuführen waren. |
| Gesamt | Europa | Nordamerika | Asien-Pazifik (APAC) | Lateinamerika | ||
| Erbitux ® | in Mio. € | 1.162 | 461 | - | 502 | 134 |
| Organisches Wachstum 1 | 15,7 % | 10,9 % | - | 10,9 % | 61,6 % | |
| Anteil | 100 % | 40 % | - | 43 % | 11 % | |
| Mavenclad ® | in Mio. € | 1.062 | 376 | 563 | 21 | 58 |
| Organisches Wachstum 1 | 12,3 % | 6,0 % | 15,0 % | 6,3 % | 39,3 % | |
| Anteil | 100 % | 35 % | 53 % | 2 % | 6 % | |
| Glucophage ® | in Mio. € | 954 | 136 | - | 502 | 214 |
| Organisches Wachstum 1 | 11,1 % | 7,7 % | - | 9,7 % | 12,5 % | |
| Anteil | 100 % | 14 % | - | 53 % | 22 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | ||
| Erbitux ® | in Mio. € | 66 |
| Organisches Wachstum 1 | 19,7 % | |
| Anteil | 6 % | |
| Mavenclad ® | in Mio. € | 44 |
| Organisches Wachstum 1 | 8,8 % | |
| Anteil | 4 % | |
| Glucophage ® | in Mio. € | 102 |
| Organisches Wachstum 1 | 20,7 % | |
| Anteil | 11 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Regional entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Healthcare wie folgt:
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Europa | 2.720 | 32 % | 8,2 % | -1,2 % | - | 7,0 % |
| Nordamerika | 1.778 | 21 % | -0,6 % | -0,2 % | - | -0,8 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.305 | 27 % | 6,1 % | -2,8 % | - | 3,3 % |
| Lateinamerika | 1.056 | 13 % | 18,3 % | -5,9 % | - | 12,3 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 595 | 7 % | 11,0 % | -2,1 % | - | 8,9 % |
| Healthcare | 8.455 | 100 % | 7,0 % | -2,0 % | - | 5,0 % |
| in Mio. € | 2023 | Anteil |
| Europa | 2.541 | 31 % |
| Nordamerika | 1.793 | 22 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.232 | 28 % |
| Lateinamerika | 941 | 12 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 546 | 7 % |
| Healthcare | 8.053 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Zusammensetzung des EBITDA pre im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr dar. Hierbei wurden die Werte gemäß IFRS um die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Anpassungen bereinigt.
| 2024 | 2023 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 8.455 | - | 8.455 | 8.053 | - | 8.053 |
| Umsatzkosten | -2.201 | - | -2.201 | -2.029 | -1 | -2.030 |
| Bruttoergebnis | 6.254 | - | 6.254 | 6.024 | -1 | 6.023 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -1.713 | 3 | -1.710 | -1.668 | 29 | -1.639 |
| Verwaltungskosten | -313 | 12 | -301 | -314 | 20 | -294 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.503 | 9 | -1.493 | -1.657 | 2 | -1.655 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | 2 | - | 2 | -41 | - | -41 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -247 | 110 | -137 | -120 | -41 | -161 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 2.481 | 2.225 | ||||
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | 540 | -160 | 380 | 320 | -10 | 310 |
| EBITDA 2 | 3.021 | 2.545 | ||||
| Restrukturierungsaufwendungen | 8 | -8 | - | 32 | -32 | - |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | 11 | -11 | - | 20 | -20 | - |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | -45 | 45 | - | -53 | 53 | - |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - | - | - | - |
| EBITDA pre 1 | 2.995 | - | 2.995 | 2.543 | - | 2.543 |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | ||||||
| Davon: Währungseffekte | ||||||
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | ||||||
| Veränderung | |
| in Mio. € | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 5,0 % |
| Umsatzkosten | 8,4 % |
| Bruttoergebnis | 3,8 % |
| Marketing- und Vertriebskosten | 4,3 % |
| Verwaltungskosten | 2,6 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -9,8 % |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | >100,0 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -15,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | |
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | 22,5 % |
| EBITDA 2 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | |
| Sonstige Anpassungen | |
| EBITDA pre 1 | 17,8 % |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | 22,7 % |
| Davon: Währungseffekte | -5,0 % |
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | - |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein moderater Anstieg des um Anpassungen bereinigten Bruttoergebnisses erzielt, während sich die Bruttomarge mit 74,0 % (Vorjahr: 74,8 %) leicht unter dem Vorjahresniveau befand. |
| ― |
Die Marketing- und Vertriebskosten stiegen im Berichtszeitraum moderat an. Ursache dieser Entwicklung war unter anderem die Beendigung der strategischen Allianz mit Pfizer Inc., USA, (Pfizer) zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung des Krebsmedikaments Bavencio ® mit Wirkung zum 30. Juni 2023, welche zu verstärkten eigenen Vertriebsaktivitäten seit dem zweiten Halbjahr 2023 führte. |
| ― |
Während die um Anpassungen bereinigten Verwaltungskosten im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr moderat anstiegen, gingen die um Anpassungen bereinigten Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtszeitraum stark zurück. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf geringere Entwicklungsaktivitäten nach der Einstellung des Entwicklungsprogramms zu Xevinapant im 2. Quartal 2024 sowie der Einstellung des Entwicklungsprogramms zu Evobrutinib im 4. Quartal 2023 zurückzuführen. |
| ― |
Der negative Saldo der um Anpassungen bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursache dieser positiven Entwicklung waren im Wesentlichen Effekte aus der Beendigung der strategischen Allianz mit Pfizer zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung des Krebsmedikaments Bavencio ®. Die an die Stelle der im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesenen Ergebnisbeteiligungen für Bavencio ® getretenen Lizenzgebühren an Pfizer werden seither in den Umsatzkosten ausgewiesen. Dies führte zu einer entsprechenden Entlastung des sonstigen betrieblichen Aufwands. Dieser Effekt konnte fehlende Erträge aus der Veräußerung einer nicht strategischen Marke im Vorjahreszeitraum überkompensieren. |
| ― |
Das EBITDA pre verzeichnete im Berichtsjahr 2024 einen Anstieg im hohen Zehner-Prozentbereich, was zu einer EBITDA-pre-Marge von 35,4 % führte (Vorjahr: 31,6 %). |
Die Entwicklung des EBITDA pre in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 3.785 | 3.659 | 126 | 3,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 360 | 248 | 112 | 45,3 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 9,5 % | 6,8 % | ||
| EBITDA 2 | 887 | 816 | 71 | 8,7 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 23,4 % | 22,3 % | ||
| EBITDA pre 1 | 970 | 913 | 57 | 6,2 % |
| Marge (in % der Umsatzerlöse) 1 | 25,6 % | 25,0 % | ||
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen organischen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Semiconductor Solutions | 2.631 | 69 % | 7,8 % | -1,4 % | -0,3 % | 6,1 % |
| Display Solutions | 748 | 20 % | -3,4 % | -1,4 % | 2,0 % | -2,8 % |
| Surface Solutions | 406 | 11 % | 0,2 % | -1,3 % | - | -1,1 % |
| Electronics | 3.785 | 100 % | 4,6 % | -1,4 % | 0,2 % | 3,4 % |
| in Mio. € | 2023 | Anteil |
| Semiconductor Solutions | 2.479 | 68 % |
| Display Solutions | 770 | 21 % |
| Surface Solutions | 411 | 11 % |
| Electronics | 3.659 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions, die sich aus den Geschäften Semiconductor Materials und Delivery Systems & Services (DS&S) zusammensetzt, verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 ein starkes organisches Umsatzwachstum. Semiconductor Materials hatte mit einem organischen Wachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich den größten Anteil hieran. Die verstärkte Nachfrage nach neuesten Technologieknoten, die Künstliche-Intelligenz-(KI-)Anwendungen ermöglichen, verliehen dem Geschäft zusätzlichen Aufschwung, als sich der Zyklus im Gesamtmarkt von dem schwachen Vorjahr erholte. Die Entwicklung in DS&S dämpfte das Wachstum der Geschäftseinheit Semiconductor Solutions. Großprojekte brachten geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr ein, in dem DS&S Rekordumsätze erzielte und teilweise die Rückgänge des Semiconductor-Materials-Geschäfts kompensierte. |
| ― |
Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Display Solutions (seit dem 1. Januar 2025 Optronics), die im Wesentlichen das Geschäft mit Flüssigkristallen, Fotolacken für Display-Anwendungen, OLED-Materialien sowie Messtechniklösungen umfasst, verzeichneten im Geschäftsjahr 2024 einen moderaten organischen Rückgang. Weitere Preisrückgänge, insbesondere bei Flüssigkristallen, wurden zum Teil durch das zusätzliche Absatzwachstum bei Flüssigkristallen und OLED-Lösungen kompensiert. Der Portfolio-Effekt ergab sich aus der Übernahme von Unity-SC SAS, Frankreich, einem auf Messtechniklösungen spezialisierten Unternehmen, die im 4. Quartal 2024 abgeschlossen wurde. |
| ― |
Die Geschäftseinheit Surface Solutions war im Geschäftsjahr 2024 organisch stabil. Eine schwächere Nachfrage nach Kosmetikprodukten kompensierte die moderaten Zuwächse bei Industrieerzeugnissen und Beschichtungen. |
Regional entwickelten sich die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Electronics wie folgt:
| in Mio. € | 2024 | Anteil | Organisches Wachstum 1 | Währungseffekte 1 | Akquisitionen/ Veräußerungen 1 | Gesamtveränderung |
| Europa | 316 | 8 % | -1,2 % | 0,0 % | 0,3 % | -0,8 % |
| Nordamerika | 785 | 21 % | -0,3 % | 0,0 % | - | -0,3 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.569 | 68 % | 7,3 % | -2,0 % | 0,0 % | 5,3 % |
| Lateinamerika | 38 | 1 % | 1,8 % | -3,3 % | - | -1,4 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 77 | 2 % | -5,3 % | -0,3 % | 9,2 % | 3,6 % |
| Electronics | 3.785 | 100 % | 4,6 % | -1,4 % | 0,2 % | 3,4 % |
| in Mio. € | 2023 | Anteil |
| Europa | 318 | 9 % |
| Nordamerika | 787 | 21 % |
| Asien-Pazifik (APAC) | 2.440 | 67 % |
| Lateinamerika | 39 | 1 % |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 75 | 2 % |
| Electronics | 3.659 | 100 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Zusammensetzung des EBITDA pre des Geschäftsjahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr dar. Hierbei wurden die Werte gemäß IFRS um die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Anpassungen bereinigt.
| 2024 | 2023 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 | IFRS | Eliminierung Anpassungen | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 3.785 | - | 3.785 | 3.659 | - | 3.659 |
| Umsatzkosten | -2.319 | 16 | -2.303 | -2.332 | 37 | -2.295 |
| Bruttoergebnis | 1.466 | 16 | 1.483 | 1.327 | 37 | 1.364 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -568 | 2 | -566 | -591 | 3 | -588 |
| Verwaltungskosten | -166 | 33 | -133 | -147 | 29 | -118 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -297 | 1 | -296 | -297 | 1 | -297 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | -2 | 2 | - | - | - | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -75 | 58 | -16 | -44 | 70 | 26 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | 360 | 248 | ||||
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | 527 | -29 | 498 | 568 | -42 | 526 |
| EBITDA 2 | 887 | 816 | ||||
| Restrukturierungsaufwendungen | 22 | -22 | - | 60 | -60 | - |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | 32 | -32 | - | 24 | -24 | - |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | 17 | -17 | - | - | - | - |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | 12 | -12 | - | 13 | -13 | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - | - | - | - |
| EBITDA pre 1 | 970 | - | 970 | 913 | - | 913 |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | ||||||
| Davon: Währungseffekte | ||||||
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | ||||||
| Veränderung | |
| in Mio. € | Pre 1 |
| Umsatzerlöse | 3,4 % |
| Umsatzkosten | 0,3 % |
| Bruttoergebnis | 8,7 % |
| Marketing- und Vertriebskosten | -3,7 % |
| Verwaltungskosten | 12,1 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -0,2 % |
| Wertminderungen und Wertaufholungen von finanziellen Vermögenswerten (netto) | >100,0 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | >100,0 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | |
| Abschreibungen/ Wertminderungen/ Wertaufholungen | -5,3 % |
| EBITDA 2 | |
| Restrukturierungsaufwendungen | |
| Integrationsaufwendungen/IT-Aufwendungen | |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften | |
| Akquisitionsbezogene Anpassungen | |
| Sonstige Anpassungen | |
| EBITDA pre 1 | 6,2 % |
| Davon: Organisches Wachstum 1 | 6,9 % |
| Davon: Währungseffekte | -1,0 % |
| Davon: Akquisitionen/Veräußerungen | 0,2 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
| ― |
Getragen vom oben beschriebenen Umsatzwachstum stieg das um Anpassungen bereinigte Bruttoergebnis des Unternehmensbereichs Electronics im Geschäftsjahr 2024 stark an. Die um Anpassungen bereinigte Bruttomarge betrug 39,2 % und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 37,3 %), was vor allem auf höhere Absatzmengen, positive Mixeffekte und die damit verbundene bessere Fixkostendeckung zurückzuführen war. |
| ― |
Die Marketing- und Vertriebskosten sanken im Jahresvergleich im Zuge der erfolgreichen Umsetzung von Initiativen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung in den Bereichen Marketing und Vertrieb einschließlich Logistik. Die Verwaltungskosten stiegen vor allem aufgrund höherer Personalkosten, die durch regelmäßige jährliche Gehaltserhöhungen bedingt waren, sowie steigender IT-Kosten und negativer Währungseffekte. Außerdem verringerte sich der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge, was im Wesentlichen dem im Geschäftsjahr 2023 realisierten Einmalertrag aus der Veräußerung von OLED-Patenten und Lizenzen an die Universal Display Corporation, USA, zuzuschreiben war. |
| ― |
Infolgedessen verbesserte sich das EBITDA pre im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr. Die EBITDA-pre-Marge erhöhte sich auf 25,6 % (Vorjahr: 25,0 %). |
Die Entwicklung des EBITDA pre in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Quartalsaufteilung ungeprüft.
Unter Konzernkosten und Sonstiges werden Verwaltungskosten für zentrale Konzernfunktionen zusammengefasst, die nicht direkt den Unternehmensbereichen zugeordnet werden können.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) 1 | -702 | -713 | 11 | -1,5 % |
| EBITDA 2 | -584 | -603 | 19 | -3,2 % |
| EBITDA pre 1 | -482 | -397 | -85 | 21,4 % |
1 Nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) nicht definiert.
Die Verbesserung des operativen Ergebnisses und des EBITDA im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich insbesondere durch einen Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Programm zur stetigen Verbesserung der Prozesse und zur geschäftsnäheren Ausrichtung der Konzernfunktionen. Dieser Rückgang wurde teilweise kompensiert durch höhere laufende Verwaltungsaufwendungen, die zu einer Verringerung des EBITDA pre führten. Bereichsübergreifende Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in Höhe von 92 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €) den Konzernkosten zugeordnet.
Als globales Wissenschafts- und Technologieunternehmen verstehen wir die Identifizierung von Risiken und Chancen als wesentlichen Teil unserer Bemühungen, unsere Unternehmensbereiche widerstandsfähig zu machen und Mehrwert zu schaffen. Wir sind in einem sehr komplexen, globalen und eng verzahnten Geschäftsumfeld tätig, wodurch das kompetente Management von Risiken und Chancen eine noch größere Bedeutung erhält. Das Risiko- und Chancenmanagement ist für uns daher eine notwendige und tragende Säule unserer internen Geschäftsplanung und -prognose. Wir haben Prozesse, Instrumente und Verantwortlichkeiten eingeführt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und ihnen mit effektiven und effizienten Mitigationsmaßnahmen entgegenwirken zu können.
Risiken werden in unserem internen Rahmenwerk zur Risikoberichterstattung definiert als mögliche künftige Ereignisse oder künftige Entwicklungen, die zu einer negativen Abweichung von unseren prognostizierten finanziellen und nichtfinanziellen Zielen führen könnten. Risikoparameter in diesem Zusammenhang sind die Wahrscheinlichkeiten finanzieller (quantitativer) Auswirkungen (EBITDA pre/operativer Cashflow) oder nichtfinanzieller (qualitativer) Auswirkungen (Reputation/Marke, Strategie, Betrieb, ESG-Kriterien wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, unter anderem in Bezug auf Belegschaft und Ethik).
Chancen sind als mögliche positive Abweichung von unseren Zielen zu verstehen. Künftige Ereignisse und erwartete Entwicklungen werden in der internen Planung berücksichtigt, sofern davon ausgegangen werden kann, dass sich diese im Planungszeitraum wahrscheinlich verwirklichen werden. Im folgenden Abschnitt sind die Risiken und Chancen dargestellt, die zu positiven und negativen Abweichungen von unseren bestehenden Zielen führen können.
Der folgende Bericht ist aus der Perspektive der Merck KGaA sowie des übergeordneten Konzerns relevant. Weitere Informationen und Einzelheiten zu nichtfinanziellen Themen finden Sie in der "(Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung".
Wir verwenden zur Organisation von Risikomanagement und Kontrollen das gut etablierte "Three-Lines-of-Defense"-Modell, das von der Federation of European Risk Management Associations (FERMA), der European Confederation of Institutes of Internal Auditing (ECIIA) und dem Institute of Internal Auditors (IIA) entwickelt wurde. Das Modell gliedert unsere Unternehmensfunktionen für eine ordnungsgemäße und effektive Risikokontrolle in drei Bereiche, die sogenannten "Lines of Defense" (Verteidigungslinien):
Die erste Verteidigungslinie umfasst alle Funktionen, die für das operative Geschäft verantwortlich sind und deren tägliche Geschäftsrisiken Auswirkungen haben können. Risikomanager sind die Leiter der Geschäftseinheiten und der unterstützenden Konzernfunktionen sowie die lokalen Managing Director. Sie richten Prozesse gemäß den von der zweiten Verteidigungslinie festgelegten Anforderungen ein, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Risikominderung zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Bewertungen werden regelmäßig an die Geschäftsleitung übermittelt.
Die zweite Verteidigungslinie umfasst unterstützende Funktionen auf Konzern- und lokaler Ebene, die das operative Geschäft kontrollieren und überwachen (erste Verteidigungslinie). Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung und Umsetzung von Methoden und Verfahren für das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem (finanziell und nichtfinanziell) sowie dessen regelmäßige Überwachung.
Die dritte Verteidigungslinie ist unsere Interne Revision. Als objektives und unabhängiges Revisionsorgan prüft sie sowohl das operative Geschäft (erste Verteidigungslinie) als auch die Kontroll- und Überwachungsfunktionen (zweite Verteidigungslinie), um sicherzustellen, dass Risiken gegenüber der Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat effektiv identifiziert, bewertet und kontrolliert werden.
Die Funktionen der zweiten und dritten Verteidigungslinie berichten regelmäßig an die Geschäftsleitung und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Ziel des internen Kontrollsystems für den Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen sicherzustellen, dass ein gesetzes- und regelkonformer Abschluss erstellt wird. Dieses System umfasst Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung und Darstellung von Informationen sicherstellen sollen, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts relevant sind.
Unser internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung beruht auf dem COSO-Rahmenwerk (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einem weltweit anerkannten Standard, der in fünf Bestandteile unterteilt wird: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Jeder dieser Bestandteile wird regelmäßig dokumentiert, überprüft und/oder bewertet. Dieses Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, die Ordnungsmäßigkeit des Konzernrechnungslegungsprozesses durch funktionierende interne Kontrollen mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten.
Die Konzernfunktion Group Financial Reporting steuert zentral die Aufstellung des Konzernabschlusses der Merck KGaA als Muttergesellschaft des Merck-Konzerns. Diese Konzernfunktion gibt die Anforderungen an die Berichterstattungsinhalte vor, die für alle Tochtergesellschaften verpflichtend sind. Zugleich steuert und überwacht sie die zeitlichen und prozessbezogenen Vorgaben im Konzernabschluss. Die Business-Services-Organisation verwaltet sämtliche Veränderungen der Beteiligungsstruktur und passt den Konsolidierungskreis des Konzerns entsprechend an. Der Konsolidierungsprozess stellt eine sachgerechte Eliminierung von konzerninternen Geschäftsvorfällen sicher. Basis für die Erstellung der an die Konzernfunktion Group Financial Reporting berichteten Abschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) bildet die konzernweite Bilanzierungsrichtlinie, die zeitnah dem sich ändernden finanzregulatorischen Umfeld angepasst und gemäß den internen Berichterstattungsanforderungen aktualisiert wird. Bei Sonderthemen, wie beispielsweise der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 oder leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, werden - wenn erforderlich - externe Sachverständige hinzugezogen.
Die Einzelgesellschaften, einschließlich der Merck KGaA, verfügen über ein lokales, internes Kontrollsystem innerhalb eines globalen Rahmenwerks. Sofern Finanzprozesse durch die Business-Services-Organisation ausgeführt werden, kommt zudem das interne Kontrollsystem der Business-Services-Organisation zur Anwendung. Beide stellen die richtlinienkonforme Bilanzierung gemäß den IFRS und der Bilanzierungsrichtlinie des Konzerns sicher.
Group Financial Reporting steht den lokalen Ansprechpartnern unterstützend zur Verfügung und gewährleistet eine durchgängig hohe Qualität der Finanzberichterstattung.
Für die Erstellung der Konzernberichterstattung nutzen unsere Tochtergesellschaften überwiegend Standardsoftware von SAP. Die Eliminierung konzerninterner Transaktionen erfolgt ebenfalls mittels einer Konsolidierungssoftware von SAP. Sowohl bei der Berichterstattung der Einzelgesellschaften als auch bei der Konzernabschlusserstellung wird eine aufgabengerechte Funktionstrennung durch ein detailliertes Berechtigungskonzept sichergestellt. Der Rechnungslegungsprozess ist grundsätzlich so ausgerichtet, dass eine Einhaltung des Vieraugenprinzips von den beteiligten Bereichen gewährleistet wird.
Die operative Effektivität unseres internen finanziellen Kontrollsystems wird regelmäßig im Rahmen von Selbstbewertungen durch unsere Tochtergesellschaften und unterstützenden Konzernfunktionen überprüft. Die Qualität wird systematisch durch eine eigene Konzernfunktion für interne Kontrollen und Governance überprüft. Kontrollmängel werden ordnungsgemäß dokumentiert und sofern erforderlich werden geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen, um die Kontrollmängel zeitnah zu beheben.
Die Bestätigung der übergreifenden Effektivität des internen Finanzkontrollsystems in Bezug auf die Rechnungslegung und Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung der relevanten Einzelgesellschaften erfolgt durch den lokalen Managing Director und Chief Financial Officer durch Unterzeichnung der Berichterstattung der Einzelgesellschaft sowie eine separate Bestätigung der Effektivität des Kontrollsystems. Bei der Bilanzierung von Bilanzposten existiert eine enge Kooperation zwischen Group Financial Reporting und dem Risikomanagement, um eventuelle Risiken bilanziell korrekt abzubilden.
Alle oben beschriebenen Strukturen und Prozesse beziehen sich auf die Verfahren von Group Financial Reporting und unterliegen der regelmäßigen Prüfung der Internen Revision, basierend auf einem jährlichen Prüfungsplan, der durch die Geschäftsleitung festgelegt wird.
Die Ergebnisse der Selbstbewertungen, Qualitätsprüfungen und internen Audits werden von Geschäftsleitung, Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss behandelt. Unser internes Finanzkontrollsystem ermöglicht es, das Risiko wesentlicher falscher Darstellungen in der Rechnungslegung zu reduzieren. Ein Restrisiko kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, da kein internes Kontrollsystem, unabhängig von seiner Ausgestaltung, unfehlbar ist.
Im Zusammenhang mit den sich ständig verändernden externen und internen Anforderungen an das Management nichtfinanzieller Risiken wurde während des Geschäftsjahres 2024 weiter an der Entwicklung eines Prozess- und Organisationskonzepts sowie einer Roadmap zur Erweiterung des Managements von nichtfinanziellen Risiken gearbeitet.
Das nichtfinanzielle interne Kontrollsystem ist auf unsere Nachhaltigkeitsstrategie abgestimmt und den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) entsprechend aufgesetzt. Ziel ist es, in Vorbereitung auf die künftig zu erwartenden gesetzlichen Anforderungen der CSRD, die Umsetzung organisationsweiter Maßnahmen und Kontrollen kontinuierlich zu verbessern. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die internen Kontrollen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter formalisiert und mit der Integration in das gesamte interne Kontrollsystem begonnen.
Ziel unseres internen Kontrollsystems ist es daher, den Eintritt potenzieller Risiken zu verhindern oder zu reduzieren sowie Risiken in Geschäftsprozessen aktiv zu steuern. Auf diese Weise soll es dazu beitragen, sicherzustellen, dass alle Aktivitäten mit Gesetzen und Regularien übereinstimmen. Das gesamte Kontrollsystem und die jeweils angewandten Methoden werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Verantwortung für die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Rechnungslegungsprozesse sowie die Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Kennzahlen liegt bei den jeweils verantwortlichen Führungskräften beziehungsweise den Risiko- und Prozessverantwortlichen.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden sämtliche relevanten Aspekte zur Beurteilung der übergreifenden Effektivität des internen Kontrollsystems und Risikomanagements in einem einzigen Bestätigungsprozess zusammengeführt. Dieser Prozess schloss entsprechende Bestätigungen der Effektivität vonseiten der Konzernfunktionen, der lokalen Managing Director und der lokalen Chief Financial Officer sowie Geschäftsfunktionen ein. Die Ergebnisse dieser Einschätzung wurden der Geschäftsleitung unter Berücksichtigung etwaiger empfohlener Verbesserungsmöglichkeiten vorgelegt.
Aufgrund der heterogenen Prozesslandschaft sowie der umfassenden Veränderungen des Anforderungskatalogs an nichtfinanzielle Informationen wurde der Reifegrad des internen Kontrollsystems verbessert. Auf Grundlage der risikobasierten Bewertungen des finanziellen und nichtfinanziellen internen Kontrollsystems, des Compliance- und Risikomanagements, von Bestätigungen durch Stakeholder sowie regelmäßiger allgemeiner Audits durch die Interne Revision sind der Geschäftsleitung derzeit bezogen auf den 31. Dezember 2024 bezüglich wesentlicher Belange keine Anhaltspunkte bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen.
Die Konzernfunktion Group Risk Management gibt den organisatorischen Rahmen für das Risikomanagement vor und berichtet an den Chief Financial Officer. Wir haben ein ganzheitliches Risikomanagementsystem eingeführt, welches das langfristige Erreichen der Ziele unserer Gruppe sowie den geeigneten Umgang mit Risiken gewährleisten soll, um unseren Fortbestand und unseren zukünftigen Erfolg sicherzustellen. Die Interne Revision überprüft im Rahmen von Audits regelmäßig die Funktionsfähigkeit der bereichsinternen Risikomanagementprozesse auf lokaler Ebene und gleichzeitig die Informationsweitergabe relevanter Risiken aus dem operativen Geschäft an das Konzernrisikomanagement. Ferner überprüft unser externer Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem gemäß § 317 Abs. 4 HGB im Rahmen der Jahresabschlussprüfung der Merck KGaA.
Unsere Risikomanagementaktivitäten haben zum Ziel, Risiken kontinuierlich und zeitnah zu erkennen, sie zu bewerten, zu steuern und ihre potenziell negativen Auswirkungen mit zielgerichteten Maßnahmen zu mindern. Die Verantwortlichkeiten, Ziele und Verfahren des Risikomanagements sind in unseren internen Gruppenstandards für das Risikomanagement dargelegt. Die ernannten Risikoverantwortlichen, einschließlich der Leiter der Geschäfte, der Managing Director der Tochtergesellschaften und der unterstützenden Konzernfunktionen sind dafür verantwortlich, Risikomanagementprozesse zu überwachen und durchzuführen. Diese Prozesse umfassen verschiedene Anforderungen, wie zum Beispiel die Identifizierung von Risiken unter Berücksichtigung interner und externer Faktoren (mit Auswirkungen auf finanzielle und nichtfinanzielle Ziele), die Analyse von Risiken, die Umsetzung von geeigneten Maßnahmen zur Risikominderung, die Festlegung von Präventionsmaßnahmen und gegebenenfalls Notfallplänen sowie die Dokumentation von Risiken und Maßnahmen zur Risikominderung.
Die Risikoverantwortlichen bewerten die Risikolage kontinuierlich neu und melden ihr Risikoportfolio zweimal im Jahr an das Konzernrisikomanagement. Wir nutzen spezielle Risikomanagement-Tools, um diese Aktivitäten zu ermöglichen beziehungsweise zu unterstützen. Das Konzernrisikomanagement koordiniert und überwacht die Bottom-up-Risikoberichterstattung. Dies umfasst die Bestätigung der Plausibilität der berichteten Risiken, die Beurteilung der Wirksamkeit der risikomindernden Maßnahmen und Zeitpläne sowie die Bestimmung des Restrisikos. Das Nettorisiko wird anschließend im internen Risikobericht dargestellt.
Für die interne Bottom-up-Risikoberichterstattung basiert die Berichterstattung auf festgelegten Schwellenwerten und es werden verschiedene Verteilungsfunktionen verwendet, um Szenarien mit den entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten zu reflektieren. Risiken unterhalb des globalen Schwellenwerts für die Berichterstattung werden auf lokaler Ebene gesteuert und überwacht. Der für die interne Risiko- und Chancenberichterstattung angewandte Zeitrahmen beträgt fünf Jahre. Er kann in Sonderfällen auch über diesen Zeitrahmen hinausgehen, zum Beispiel bei regulatorischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die beschriebenen Risiken und ihre Bewertung beruhen auf den jeweiligen Jahreswerten im Berichtszeitraum.
Die Einschätzung der dargestellten Risiken bezieht sich auf den 31. Dezember 2024. Nach dem Bilanzstichtag sind keine signifikanten Änderungen eingetreten, die eine veränderte Darstellung der Risikolage des Konzerns erforderlich gemacht hätten.
Das Konzernrisikomanagement analysiert die berichteten Informationen, um das aktuelle Risikoportfolio des Konzerns zu bestimmen. Diese Beurteilung wird der Geschäftsleitung, dem Aufsichtsrat und den relevanten Ausschüssen zweimal im Jahr in einem umfassenden Bericht zusammen mit ausführlichen Erläuterungen vorgelegt. Dies beinhaltet auch eine quantitative Aggregation der Risiken auf Konzernebene mittels Monte-Carlo-Simulation. Darüber hinaus werden nennenswerte Veränderungen der Einschätzung bereits bekannter Risiken oder der Identifizierung neuer signifikanter Risiken jederzeit und zeitnah an die Geschäftsleitung berichtet.
Der Chancenmanagementprozess ist in unsere internen Controllingprozesse integriert und ist mit der Unternehmensstrategie in den operativen Geschäftseinheiten abgestimmt. Im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse analysieren die Unternehmensbereiche mögliche geschäftsbezogene positive Entwicklungen und werten sie aus. In diesem Zusammenhang werden Investitionsmöglichkeiten vor allem hinsichtlich ihres potenziellen Wertbeitrags sorgfältig geprüft und priorisiert, um eine optimale Allokation von Ressourcen sicherzustellen. Wir investieren gezielt in Wachstumsmärkte, um vor Ort die Möglichkeiten der dynamischen Entwicklung und der Nähe zu den Kunden zu nutzen.
Wird das Eintreten von möglichen positiven Entwicklungen als wahrscheinlich eingeschätzt, werden diese in die Geschäftspläne aufgenommen. Darüber hinaus identifizierte potenziell positive Entwicklungen werden als Teil des Chancenmanagementprozesses analysiert und gesteuert. Hierzu zählen auch Trends oder Ereignisse, die zu einer positiven Entwicklung des EBITDA pre oder operativen Cashflows führen können. Diese Chancen haben das Potenzial, sich positiv auf unsere mittelfristigen Perspektiven auszuwirken.
Die Bedeutung eines Risikos wird anhand der potenziell resultierenden negativen Abweichungen von unseren finanziellen und nichtfinanziellen Zielen in Verbindung mit seiner Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Die zugrunde liegenden Skalen zur Messung dieser Faktoren sind nachfolgend aufgeführt:
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Erläuterung |
| <1 % | Sehr unwahrscheinlicher Eintritt |
| 1 - 5 % | Unwahrscheinlicher Eintritt |
| 5 - 20 % | Möglicher Eintritt |
| 20 - 50 % | Wahrscheinlicher Eintritt |
| >50 % | Ereigniseintritt ist wahrscheinlicher als nicht |
| Grad der Auswirkung | Erläuterung |
| >500 Mio. € | Kritische negative Auswirkung auf EBITDA pre und/oder operativen Cashflow |
| 100 - 500 Mio. € | Erhebliche negative Auswirkung auf EBITDA pre und/oder operativen Cashflow |
| 25 - 100 Mio. € | Moderate negative Auswirkung auf EBITDA pre und/oder operativen Cashflow |
| 10 - 25 Mio. € | Geringe negative Auswirkung auf EBITDA pre und/oder operativen Cashflow |
| <10 Mio. € | Unwesentliche negative Auswirkung auf EBITDA pre und/oder operativen Cashflow |
Um eine gründliche Beurteilung der finanziellen und nichtfinanziellen Risiken zu ermöglichen, steht eine qualitative Bewertungsskala zur Verfügung, mit der die indirekten finanziellen Auswirkungen bewertet werden. Die Verwendung dieser Skala, welche die Dimensionen Reputation, ESG (Environment, Social, Governance), Strategie und/oder Operations enthalten, ist obligatorisch für die Bewertung von nicht quantifizierbaren und qualitativen Risiken. Die Skala stuft den Einfluss dieser Risiken auf die vier Dimensionen als gering, moderat, erheblich oder kritisch ein und dient demnach als umfassende Referenz für die Bewertung.
Die Bewertung von Chancen erfolgt jeweils im betreffenden Geschäftsumfeld. Im Rahmen der kurzfristigen sowie der strategischen Planung werden generelle Maßnahmen der Geschäftsfunktionen in der Regel in Bezug auf das EBITDA pre und den operativen Cashflow quantifiziert. Darüber hinaus identifizieren und nutzen wir Chancen im Rahmen unseres regulären Geschäftsbetriebs und durch unsere täglichen Beobachtungen interner Prozesse und der Märkte.
Investitionsmöglichkeiten werden primär durch das Heranziehen von Kennzahlen wie Kapitalwert, interner Zinsfuß, Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) sowie Amortisationszeit der Investition bewertet und priorisiert. Diese Indikatoren werden verwendet, um das Potenzial von Investitionsprojekten zu bewerten und sie entsprechend zu priorisieren. Ebenso werden Szenarien angewendet, um die Auswirkung möglicher Schwankungen und Veränderungen in den jeweiligen Einflussgrößen auf die Ergebnisse zu simulieren.
Als global operierender Konzern sehen wir uns politischen und regulatorischen Veränderungen in vielen Ländern und Märkten ausgesetzt.
Zahlreiche Verordnungen, die sich kontinuierlich ändern und gegebenenfalls sogar strenger werden können, haben Auswirkungen auf unser Geschäft. Beispielsweise setzt sich im Unternehmensbereich Healthcare der bekannte Trend zu zunehmend restriktiven Vorgaben betreffend Preisbildung und Kostenerstattung sowie zur Ausweitung von Rabattgruppen für Arzneimittel fort. Angesichts der weltweit steigenden Gesundheitsausgaben, sowohl absolut als auch relativ zum Bruttoinlandsprodukt, geraten Gesundheitsbudgets zunehmend unter Druck. Diese Entwicklungen können die Rentabilität unserer Produkte negativ beeinflussen, ebenso wie Marktreferenzierung zwischen den Ländern, sowie der Erfolg von Markteinführungen. Absehbare Auswirkungen werden bestmöglich in den Plänen des Bereichs berücksichtigt. Eine enge Kommunikation mit Gesundheits- und Zulassungsbehörden dient als Maßnahme zur präventiven Risikoabwehr. Verbleibende, über die Pläne hinausgehende Risiken aus restriktiven regulatorischen Vorgaben sind möglich bis wahrscheinlich und könnten erhebliche Auswirkungen haben. Zusätzlich könnte ein Risiko mit moderaten Auswirkungen wahrscheinlicher als nicht eintreten. Wir haben die Möglichkeit von daraus resultierenden Preissenkungen zwar in unseren Plänen berücksichtigt, dennoch könnte sich eine Chance ergeben, falls der Preisdruck von den Gesundheitssystemen weltweit weniger ausgeprägt als erwartet ausfallen oder zu einem späteren Zeitpunkt zum Tragen kommen würde als in der Basisannahme vorgesehen. Darüber hinaus sind wir als weltweiter Anbieter innovativer Spezialprodukte, der einen "Focused-Leadership"-Ansatz in attraktiven Therapiegebieten verfolgt, gut positioniert, um von attraktiven Modellen für die Preisgestaltung für nachgewiesene wesentliche therapeutische Verbesserungen zu profitieren.
Wir müssen zahlreiche regulatorische Vorgaben bezüglich der Herstellung, Testung und Vermarktung vieler unserer Produkte erfüllen. Konkret betrifft dies etwa die Europäische Union, wo wir der europäischen Chemikalienverordnung REACH unterliegen. Ähnliche Verordnungen werden überall auf der Welt für relevante Märkte erlassen, insbesondere in Asien. Durch diese Verordnungen werden umfassende Tests von Chemikalien notwendig. Außerdem könnte die Verwendung von Chemikalien, wie von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), in der Produktion und in Endprodukten eingeschränkt werden. Dies würde die Möglichkeit einschränken, bestimmte Produkte herzustellen und zu vermarkten. Angesichts der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit der EU, einer Initiative im Rahmen des European Green Deal, rechnen wir mit zunehmenden Forderungen, bestimmte gefährliche Stoffe zu ersetzen. Wir betreiben kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E) zur Substanzcharakterisierung und gegebenenfalls Substitution kritischer Substanzen, um dieses Risiko zu reduzieren. Zusätzlich könnten weitere regulatorische Anforderungen zu zusätzlichen Maßnahmen und Kosten führen. Dennoch werden Risiken einer stärkeren Reglementierung als möglich bis wahrscheinlich mit der Möglichkeit einer moderaten Auswirkung eingestuft.
Wir sind in einem zunehmend fragmentierten globalen Umfeld tätig, das von protektionistischer Handelspolitik, regionalem Wettbewerb und wechselnden Allianzen zwischen maßgeblichen Akteuren wie den USA, der EU, China und Schwellenländern wie Mexiko sowie Brasilien, Indien und weiteren Staaten des BRICS-Bündnisses geprägt ist. Das Arbeitsprogramm 2024 - 2025 der EU, die innenpolitischen Prioritäten der US-Regierung, Chinas Streben nach wirtschaftlicher Autarkie und der zunehmende Einfluss der BRICS-Staaten sind Faktoren, welche die globalen Lieferketten und Handelsströme in den kommenden Jahren grundlegend neu definieren werden.
In diesem komplexen Umfeld sorgen eskalierende geopolitische Spannungen für zusätzliche Unsicherheiten und Risiken. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die europäischen Lieferketten gestört und die Energiekosten in die Höhe getrieben, was nicht nur die regionale Stabilität beeinflusst, sondern auch die Geschäftstätigkeit in allen Wirtschaftszweigen verkompliziert. Darüber hinaus hat der Nahost-Konflikt für zunehmende Besorgnis hinsichtlich der Stabilität in einer für Handel und Innovation wichtigen Region gesorgt und das Risiko eines Übergreifens auf weitere Regionen erhöht, was wiederum Auswirkungen auf den globalen Handel nach sich ziehen könnte. Gleichzeitig tragen die zunehmenden Spannungen zwischen Festlandchina und Taiwan zur Komplexität bei, da potenzielle Beeinträchtigungen der ostasiatischen Technologie- und Produktionszentren mit Herausforderungen für unsere Lieferkette verbunden wären und umfangreichere Risikomanagementmaßnahmen erfordern würden.
Die "Made in America"-Agenda der US-Regierung in Verbindung mit verschärften Exportkontrollen - insbesondere in den Bereichen Biopharma und Elektronik - hat Auswirkungen auf unsere strategische Positionierung in Nordamerika. Parallel dazu strebt Europa im Zuge der jüngsten Initiativen der Europäischen Kommission nach "technologischer Souveränität". Unsere globale Präsenz bietet uns beispielsweise im Unternehmensbereich Electronics die Chance, die Nachfrageverlagerung von Asien in andere Regionen wie zum Beispiel die USA und Europa zu nutzen, während wir durch unsere starke lokale Präsenz in China wettbewerbsfähig bleiben können. Obwohl einzelne Branchenakteure laufende Expansionen in den USA und Europa aufschieben, bleibt der allgemeine Trend einer geografischen Verschiebung, insbesondere von Kapazitäten für die Produktion hochentwickelter Mikrochips, bestehen.
Chinas Bestrebungen um eine Unabhängigkeit seiner Wirtschaft - etwa in der Pharma- und Biotechnologiebranche sowie im Bereich hochentwickelter Elektronik - stellen weiterhin eine Herausforderung dar. Die "Dual Circulation"-Strategie des Landes setzt auf einheimische Innovationen und die Binnennachfrage, wodurch sich für ausländische Unternehmen potenziell regulatorische Hürden auftun. Unterdessen nehmen andere wichtige Märkte wie Mexiko sowie Brasilien, Indien und weitere Staaten des BRICS-Bündnisses im Welthandel und bei den Industriestandards zunehmend einflussreiche Rollen ein. Indien hat sich zum Ziel gesetzt, ein führender Produktions- und Pharmastandort zu werden, und investiert daher in großem Umfang in die Gesundheits- und Technologieinfrastruktur.
Zusätzlich zur Dynamik einzelner Märkte setzt sich das BRICS-Bündnis für multipolare handelspolitische Rahmenbedingungen ein, die darauf abzielen, die Abhängigkeit von westlich geprägten Systemen zu verringern und eine stärkere Süd-Süd-Kooperation zu fördern. Angesichts des wachsenden Einflusses der BRICS-Staaten auf die globale Handelspolitik beobachten wir diese Entwicklungen genau, um sicherzustellen, dass unsere Lieferketten und regulatorischen Strategien anpassungsfähig bleiben und diesem neu entstehenden Handelsökosystem Rechnung tragen.
Die zunehmende regionale Fokussierung in diesen Märkten wird wahrscheinlich mit höheren Betriebskosten und Inflationsdruck einhergehen, wovon insbesondere Unternehmen betroffen sein dürften, die auf globale Logistik und Hightech-Produktion angewiesen sind. Hierauf reagieren wir mittels eines dualen Ansatzes: zum einen durch die Steigerung der Kosteneffizienz und zum anderen durch gezielte Investitionen in Schlüsselregionen, um uns an die lokalen regulatorischen Rahmenbedingungen und Marktanforderungen anzupassen.
Unser robustes Risikomanagementsystem überwacht kontinuierlich geopolitische und wirtschaftliche Indikatoren in allen wesentlichen Regionen, sodass wir auf neue Entwicklungen schnell reagieren können. Diese Echtzeit-Überwachung ermöglicht uns, proaktiv zu handeln, uns an unterschiedliche regulatorische Prioritäten anzupassen und Beeinträchtigungen in unseren Hauptsektoren so gering wie möglich zu halten.
Mit Blick auf die Zukunft liegt ein Schwerpunkt unserer Strategie darauf, durch regionale Diversifizierung, die Anpassung an regulatorische Rahmenbedingungen und gezielte Investitionen in wichtigen Regionen unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken. Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur die Aufrechterhaltung der Betriebstätigkeit, sondern stellt auch die Weichen für langfristige Stabilität und Wachstum unseres Unternehmens in einem global vernetzten und zunehmend multipolaren Wirtschaftsgefüge.
Die Nettorisiken aus negativen politischen und makroökonomischen Entwicklungen werden als möglich angesehen und könnten erhebliche bis kritische Auswirkungen haben. Unsere Annahmen bezüglich der geopolitischen Entwicklungen enthalten jedoch keine Extremszenarien mit einer schwerwiegenden Eskalation der Spannungen. Das Eintreten solcher Szenarien würde ganze Branchen und das Gleichgewicht der geopolitischen und wirtschaftlichen Struktur gefährden, was ein wesentliches Problem für uns wie auch für alle anderen Unternehmen darstellen würde.
Weitere Einzelheiten zur makroökonomischen Entwicklung sind unter "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" zu finden.
Unsere Geschäftseinheit Science & Lab Solutions bedient Kunden in der Biotechnologie- und Pharmabranche und anderen Industrien bei Forschung, Produktion und Prüfung. Darüber hinaus zählen auch Behörden und Forschungseinrichtungen zu den Kunden des Geschäftsbereichs. Trotz derzeitiger nachteiliger Entwicklungen - ein komplexes makroökonomisches Umfeld sowie geringere Marktnachfrage insbesondere in den USA und China - ist die Geschäftseinheit gut positioniert, um langfristiges, profitables Wachstum zu erreichen. Wir möchten unseren Kunden eine optimierte Erfahrung und ein umfassendes Angebotsportfolio bereitstellen, um ihre Forschungs- und Analyseprozesse zu unterstützen. Dies umfasst zahlreiche Kundenlösungen im Bereich innovative Digitalisierung und Automatisierung.
Mit ihrem umfassenden Produktportfolio, das Filtrationseinheiten, Chromatografieharze, Einwegsysteme sowie Hilfsstoffe für das Bioprocessing umfasst, unterstützt die Geschäftseinheit Process Solutions Kunden aus der Biotechnologie- und Pharmabranche, die sich auf die Entwicklung und Herstellung konventioneller und neuartiger Therapeutika konzentrieren. Wir haben uns strategisch so positioniert, dass wir zahlreiche Chancen aus dem Branchentrend zu Biologika nutzen können sowie aus der steigenden Nachfrage nach biotechnologischen Prozessen, die durch zahlreiche Wirkstoffkandidaten und regulatorische Zulassungen getrieben wird. Darüber hinaus sind wir gut vorbereitet, um von den Investitionen unserer Kunden in die Erweiterung ihrer Bioreaktor-Kapazitäten zu profitieren. Unser Engagement für Innovation und unser kundenorientierter Ansatz unterstützen uns, hierbei den Bereich der biopharmazeutischen Produktion mit voranzutreiben.
Die zunehmende Verwendung von Biologika erfordert effizientere Verfahren, die einen höheren Produktionsertrag erzielen. Für uns bietet sich hier die Chance, durch unsere stetige Innovation im Bereich der Einweg-Technologien und durch Fortschritte in der biotechnologischen Herstellung kontinuierliche und intensivierte Prozesse zu ermöglichen. Beschleunigte Prozesse bei der Arzneimittelentwicklung könnten das Marktwachstum erhöhen und zu einer positiveren Entwicklung im Vergleich zu unserer aktuellen Planung führen. Demgegenüber könnte eine Verlangsamung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Pharmabereich eine langsamere Marktentwicklung als erwartet zur Folge haben. Mit einer Normalisierung des Wachstums der Nachfrage ist zu rechnen, da sich das Finanzierungsniveau stabilisiert und die Pipeline der in der Entwicklung befindlichen Wirkstoffe weiterhin robust und vielfältig bleibt.
Unsere Geschäftseinheit Life Science Services bietet integrierte Services für Auftragsentwicklung, -herstellung und -prüfung und trägt damit den sich verändernden Bedürfnissen unserer globalen Kunden in allen Stadien der Arzneimittelentwicklung Rechnung - von der präklinischen Entwicklung bis zur Vermarktung. Unser Geschäft umfasst ein breites Spektrum von Modalitäten, einschließlich monoklonaler Antikörper (mAbs), hochpotenter pharmazeutischer Wirkstoffe (HP-APIs), Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs), antiviraler und Gentherapien (VGTs), und unser End-to-End-mRNA-Angebot. Wir investieren kontinuierlich in die Erweiterung unseres Portfolios und unserer Produktkapazitäten, um spezialisierte Lösungen sowohl für konventionelle als auch neuartige Therapien bereitzustellen. Dadurch sind wir gut positioniert, um das Potenzial des wachsenden biopharmazeutischen Markts durch das Angebot führender Dienstleistungen für unsere Kunden nutzen zu können. Durch eine schnellere Etablierung neuer therapeutischer Modalitäten am Markt in Kombination mit unserem breiten und integrierten Portfolio könnte sich ein Steigerungspotenzial ergeben, das über die in unserem Plan genannten Annahmen hinausgeht. Bei noch jungen Biotechnologieunternehmen werden das Timing und die Größenordnung eines nachhaltigen Wiederanstiegs von Kapitalzuflüssen (durch Risikokapital und Börsengänge) ausschlaggebend dafür sein, wie schnell die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen werden. Für Anbieter von Life-Science-Produkten ergeben sich daraus sowohl Risiken als auch Chancen.
Die Marktrisiken im Bereich Life Science werden als wahrscheinlich mit moderaten bis erheblichen Auswirkungen eingeschätzt.
Weitere Einzelheiten zur Branche, zu den Marktentwicklungen und den damit verbundenen Risiken sind den Kapiteln "Risiko durch verstärkten Wettbewerb und Technologieänderung" und "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" zu entnehmen.
Unsere Geschäftseinheit Semiconductor Solutions nutzt ein breites Portfolio unabhängiger Technologien. Dies ermöglicht es uns, Produkte für alle maßgeblichen Prozessschritte der Wafer-Bearbeitung bereitzustellen und unsere Kunden dadurch bei der Umsetzung ihrer Technologie-Roadmaps zu unterstützen.
Die zugrunde liegende Halbleiterindustrie ist zyklischer Natur. Der derzeitige Abschwung wurde durch eine nach der Covid-19-Pandemie entstandene Rezession verstärkt. Die Konjunkturabschwächung hat zu einer temporären Schwäche der traditionellen Wachstumstreiber der Branche wie PCs, Smartphones und traditionelle Datenzentren geführt, während neue Wachstumstreiber wie Künstliche Intelligenz (KI) und der Automobilbereich noch zu gering sind, um diese Auswirkungen zu kompensieren. Die vielschichtigen makroökonomischen Auswirkungen und mangelnde Transparenz in der Lieferkette führen dazu, dass nur mit einem gewissen Maß an Unsicherheit eingeschätzt werden kann, wann sich eine Erholung der Branche einstellen und welches Ausmaß diese annehmen wird. Diese Unsicherheit wird durch die aktuelle Dynamik des Handelskonflikts zwischen den USA und China noch verstärkt. Sowohl positive als auch negative Abweichungen von externen und internen Annahmen darüber, wie sich die Erholung der Branche gestalten und wie sich der Handelskonflikt in Zukunft entwickeln wird (zum Beispiel weitere Handelsbeschränkungen), sind möglich. Mit Blick auf unsere zugrunde liegende Planung bergen diese Abweichungen jeweils sowohl inhärente Chancen als auch Risiken.
Ungeachtet der gegenwärtigen makroökonomischen Turbulenzen bleiben die positiven mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten für unsere Märkte unverändert. Wir sehen langfristige Wachstumschancen auf dem Halbleitermarkt aufgrund der signifikant steigenden globalen Nachfrage nach innovativen Halbleitermaterialien. Bei einer schneller als angenommenen Marktadaption und -durchdringung dieser Halbleitermaterialien könnte sich potenziell ein höheres Wachstum einstellen. Ursache der steigenden Nachfrage sind die exponentiell wachsenden Datenmengen sowie einflussreiche technologische Entwicklungen wie autonomes Fahren, Elektrofahrzeuge, das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und der 5G-Standard. Wir werden von dem hohen Materialbedarf insbesondere für Chips, die für KI-Anwendungen genutzt werden können, profitieren und arbeiten bei nahezu all diesen wegweisenden technologischen Innovationen im Halbleiterbereich mit unseren Kunden zusammen. Aus diesem Grund investieren wir in unsere hochattraktiven Wachstumsmärkte und weiten gezielt unsere Produktionskapazitäten aus - durch intelligente Lokalisierung unserer Präsenz, um die Nähe zu unseren Kunden weiter zu verbessern und die Lieferstabilität sicherzustellen. Wenn wir über die richtigen Kapazitäten am richtigen Ort verfügen, um in der Lage zu sein, unseren Kunden neue Produkte und größere Absatzmengen anzubieten, können wir unabhängig vom Zeitpunkt der Markterholung flexibel bleiben und dies für uns möglicherweise als Wettbewerbsvorteil nutzen.
Die genannten Trends und weiteren Ankündigungen über umfangreiche Kapazitätserweiterungen in der Branche in den nächsten Jahren kommen unserem DS&S-Geschäft ebenfalls zugute. Mit diesem Portfolio von Zuführsystemen für Gase und Chemikalien und dem Potenzial, unseren größten Kunden schlüsselfertige Lösungen für die Versorgung ihres Herstellungsprozesses mit Bulk-Gasen bereitzustellen, sind wir gut positioniert, um neue Chancen zu nutzen.
Die Marktrisiken im Bereich der Halbleiterindustrie werden als wahrscheinlich bis wahrscheinlicher als nicht mit bis zu erheblichen Auswirkungen eingeschätzt. Zusätzlich könnte ein Risiko mit geringen Auswirkungen wahrscheinlicher als nicht eintreten.
Im Healthcare-Bereich sind wir sowohl mit unseren biopharmazeutischen Produkten als auch mit dem klassischen Pharmageschäft einem erhöhten Wettbewerb durch andere Konkurrenzprodukte, insbesondere in Form von Biosimilars sowie Generika, aber auch innovativen F&E, ausgesetzt. Wir stehen mit anderen pharmazeutischen Unternehmen auf verschiedenen Indikationsgebieten im Wettbewerb und sind für die erfolgreiche Vermarktung unserer Produkte von hochwertigen Daten abhängig. Vor diesem Hintergrund behalten wir die Wettbewerbslandschaft genau im Blick und treffen Annahmen hinsichtlich neuer Konkurrenzprodukte für unsere Produkte. Aufgrund der mit klinischen Studien einhergehenden Unsicherheit besteht die Möglichkeit, dass anders als von uns erwartet Studien von Mitbewerbern nicht die primären Endpunkte ihrer Studien erreichen oder weniger Erfolg versprechende Daten liefern. Gibt es keine neuen Konkurrenzprodukte oder liefert der Wettbewerb weniger Erfolg versprechende Daten, könnten sich für uns in den Indikationsgebieten, in denen wir präsent sind, Chancen eröffnen.
In unseren Unternehmensbereichen Life Science und Electronics stellen sowohl zyklische Schwankungen des Geschäfts als auch Änderungen bei eingesetzten Technologien oder kundenseitigen Beschaffungsstrategien ein Risiko dar. Enge Kundenbeziehungen und eigene Weiterentwicklungen sowie Marktnähe, inklusive genauer Marktanalysen, dienen uns dabei als Mitigierungsmaßnahmen.
Die Marktrisiken durch verstärkten Wettbewerb und Technologieänderung bei Kunden werden als möglich bis wahrscheinlich mit bis zu erheblichen Auswirkungen eingeschätzt.
Weitere Einzelheiten zur branchen- und marktspezifischen Entwicklung sind unter "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" zu finden.
Durch F&E gestützte Innovationen - einschließlich der Förderung von Innovationen an der Schnittstelle unserer Unternehmensbereiche - sind ein wesentliches Element der Konzernstrategie, insbesondere im Unternehmensbereich Healthcare. Im Zuge des Portfoliomanagements bewerten wir die Forschungsgebiete und die Projekte in der Entwicklungspipeline regelmäßig und richten sie gegebenenfalls neu aus, um unsere Investitionen auf Bereiche zu konzentrieren, in denen die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten am besten erfüllt werden. Dennoch können sich F&E-Projekte verzögern, erwartete Budgets können überschritten oder anvisierte Ziele nicht erreicht werden. Mitunter werden Entwicklungsprojekte erst nach hohen Investitionen in einer späten klinischen Phase abgebrochen. Entscheidungen - etwa über den Übergang in die nächste Phase der klinischen Entwicklung - werden so getroffen, dass Risiken und Chancen ausgeglichen sind.
Neben internen F&E-Maßnahmen sind auch strategische Allianzen mit externen Partnern und das Ein- sowie Auslizenzieren von Programmen Bestandteil des Maßnahmenkatalogs, um innovative Arzneimittel zu entwickeln und Ressourcen effizient zuzuweisen. Strategische Allianzen mit Partnern sowie Ein- oder Auslizenzierungstransaktionen folgen stets einem strikten Auswahlprozess sowie klaren strategischen und finanziellen Entscheidungskriterien. Ein Beispiel für eine solche Einlizenzierungsvereinbarung ist die Anfang 2024 bekannt gegebene Partnerschaft mit Jiangsu Hengrui Pharmaceuticals Co., Ltd. bezüglich eines selektiven Next-Generation-Inhibitors der Poly-(ADP-Ribose-)Polymerase 1 (PARP1) und eines Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC). Die Partnerschaft stellt eine strategisch hervorragende Ergänzung zu unserer internen Expertise im Bereich DNA-Reparatur (DDR) und ADC dar. Die Vereinbarung bietet die Gelegenheit, mehr therapeutische Optionen für Patientinnen und Patienten mit schwer zu behandelnden Krebserkrankungen voranzubringen. Im Allgemeinen gestaltet es sich jedoch schwierig, die genaue Anzahl an Transaktionen pro Jahr zu prognostizieren; überdies besteht die Möglichkeit, dass es uns nicht gelingt, eine ausreichende Anzahl für eine Einlizenzierung infrage kommender Wirkstoffkandidaten zu finanziell akzeptablen Bedingungen zu identifizieren.
Die vorgenannten Entwicklungsmöglichkeiten sind mit verschiedenen Arten von Risiken verbunden. Es besteht das Risiko, dass Zulassungsbehörden eine Zulassung nicht, eingeschränkt oder nur verzögert erteilen. Das Risiko, dass unerwünschte Nebenwirkungen unserer pharmazeutischen Produkte erst nach der Zulassung beziehungsweise Registrierung entdeckt werden, könnte eine Einschränkung der Zulassung oder eine Rücknahme vom Markt zur Folge haben. Ferner können wir nicht garantieren, dass alle Wirkstoffkandidaten, die wir derzeit entwickeln, den gewünschten kommerziellen Erfolg erzielen werden. Ein Verfehlen von Zielen in diesem Bereich könnte erhebliche Auswirkungen haben, zum Beispiel durch geringere Umsatzerlöse oder den Ausfall von Meilensteinzahlungen aus Kollaborationsverträgen. Diese Risiken werden mit Wahrscheinlichkeiten eingestuft, die von möglich bis wahrscheinlich reichen.
Ferner werden wir in Electronics weiterhin in großem Umfang in die F&E von zukunftsweisenden Materiallösungen investieren. Ziel ist es, Wachstumschancen zu ergreifen, die sich durch die steigende Nachfrage nach innovativen Halbleitern ergeben. In unserer Geschäftseinheit Semiconductor Solutions bieten sich andauernd vielversprechende Chancen auf Innovation. Um diese zu nutzen, arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen. Wegweisende technologische Innovationen schaffen neue Möglichkeiten bei Materiallösungen und die Chance, uns vom Wettbewerb abzuheben.
Wir sehen darüber hinaus Chancen bei organischen lichtemittierenden Dioden (OLED)-Materialien in hochwertigen Displayanwendungen. Seit mehr als 15 Jahren betreiben wir F&E auf dem Gebiet der OLED-Technologie und haben uns zu einem gut positionierten Materialanbieter von OLED entwickelt. Durch unsere Kenntnisse in den Bereichen Halbleiter und Displays können wir zur Entwicklung neuer Display-Geräte beitragen, einschließlich faltbarer Displays und AR-/VR-Anwendungen (Augmented/Virtual Reality), für die ein breites Spektrum an Materialien erforderlich ist. Die zunehmende Konvergenz von optischen und Halbleitertechnologien ermöglicht es uns, bestehende Kompetenzen in diesen Bereichen zu nutzen und von der wachsenden Nachfrage zu profitieren. Mit der Akquisition von Unity-SC beherrschen wir nun alle wesentlichen Wechselwirkungen von Licht und Materialien - die Erzeugung, Modulation, Führung und Analyse von Licht - innerhalb einer einheitlichen Organisation.
Bezüglich detaillierter Ausführungen zu unseren globalen F&E-Aktivitäten verweisen wir auf den Abschnitt "Forschung und Entwicklung" unter "Grundlagen des Konzerns".
Wir tätigen zielgerichtete Investitionen weltweit, um unsere regionalen Kapazitäten zu erweitern und nachhaltiges Wachstum in unseren drei Unternehmensbereichen zu fördern.
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir zahlreiche neue Investitionen zur Erweiterung unserer Kapazitäten und Fähigkeiten an den Produktionsstandorten weltweit angekündigt. Dazu gehören Investitionen in neue, hochmoderne Forschungs- und Qualitätskontrolllabore in Deutschland, ein neuer biotechnologischer Produktionsbetrieb in Korea, neue Produktionskapazitäten für ADCs in St. Louis, Missouri, USA, und Vertriebszentren in Brasilien und Deutschland. Die passenden Kapazitäten am passenden Ort zu haben, trägt zu einer zuverlässigeren und effektiveren Lieferkette bei, hilft uns, die Nachfrage der Kunden zu decken, und eröffnet uns die Möglichkeit, unseren Marktanteil zu erhöhen und uns einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Allerdings unterliegen unsere Expansionsaktivitäten und die Auslastung dem Einfluss der dynamischen Entwicklungen am Markt. Wir überprüfen unsere Expansionspläne daher regelmäßig und nehmen entsprechende Anpassungen vor.
Im heutigen dynamischen Geschäftsumfeld priorisieren wir Innovation und Wachstum. Projekte spielen eine wesentliche Rolle zur Erreichung unserer strategischen Ziele wie zum Beispiel die Förderung von Innovationen oder Expansion sowie von nachhaltiger Entwicklung. Zur wirksamen Unterstützung des weiteren Geschäftswachstums und zur Steigerung der Effizienz investieren wir kontinuierlich in Projekte verschiedenster Art, darunter Produktionsanlagen und Ausrüstung, IT-Systeme, Vertriebszentren und Bürogebäude. Die Umsetzung solcher Projekte ist jedoch mit einem erheblichen Kapitalbedarf verbunden, weshalb ein effektives Projektmanagement unerlässlich ist, um Verzögerungen und höhere Ausgaben zu vermeiden. Eine unzureichende Planung, Fehler bei der Umsetzung und ein unwirksames Change-Management können Ineffizienzen und Unterbrechungen nach sich ziehen, die zu höheren Kosten und geringeren Erlösen führen.
In einem sich rasant verändernden Markt besteht zudem das Risiko, dass durch die Verzögerung oder das Aufschieben von Investitionen der Zugewinn von Marktanteilen und die weitere Entwicklung behindert werden. Zur Eindämmung dieses Risikos beobachten wir aktiv branchenspezifische Trends, betreiben Marktforschung und wahren die Flexibilität im Projektportfolio. Um Chancen zu nutzen und zu vermeiden, dass wir in Rückstand geraten, passen wir unsere Investitionsentscheidungen an die Marktdynamik an. Dies ist in Branchen wie der Halbleiterfertigung besonders wichtig, da dort die Marktzyklen ein beträchtliches Risiko darstellen. Insgesamt stufen wir die Risiken als möglich bis wahrscheinlich ein mit der Möglichkeit moderater Auswirkungen.
Um proaktiv Risiken bei der Projektumsetzung zu begegnen, wenden wir etablierte Methoden zur Projektplanung und ein internes Kontrollsystem an, arbeiten eng mit unseren Stakeholdern zusammen und lassen Projekte regelmäßig durch Teams und Lenkungsausschüsse überprüfen. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, Risiken früh zu erkennen und entsprechende Korrekturmaßnahmen zu ergreifen beziehungsweise Projekte ohne Erfolgsaussichten einzustellen. Durch eine umfassende Planung, die genaue Kostenabschätzung und Neubewertungen behalten wir die Kontrolle über die Kosten und gewährleisten eine effiziente Allokation von Ressourcen. Ferner tragen wir mit einer effektiven Projekt-Governance und -Priorisierung zum Erreichen der gewünschten Ergebnisse bei.
In der Produktion von pharmazeutischen Präparaten obliegt uns die Verpflichtung zur Einhaltung von höchsten Qualitätsstandards (Good Manufacturing Practices oder auch behördlicher Pharmacopoeia). Dies unterliegt der Überwachung durch die Zulassungsbehörden. Auflagen nationaler Zulassungsbehörden könnten eine temporäre Sperre von Produkten/Produktionsstätten zur Folge haben und sich gegebenenfalls auf neue Registrierungen bei der jeweiligen Behörde auswirken. Wir unternehmen höchste Anstrengungen, um die Einhaltung von Regularien sicherzustellen, führen selbst regelmäßig interne Audits durch und absolvieren auch externe Inspektionen. Dank dieser qualitätssichernden Prozesse ist der Eintritt eines Risikos mit moderaten Wirkungen möglich; allerdings können erhebliche Auswirkungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden und hängen vom betroffenen Produkt und der Schwere der Beanstandung ab.
Weitere Risiken umfassen Betriebsausfallrisiken aufgrund von Feuer oder höherer Gewalt, die zu einer erheblichen Unterbrechung oder Einschränkung der Geschäftstätigkeiten führen könnten, so beispielsweise Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren oder Erdbeben. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, begrenzt der Konzern Schadensrisiken durch einen Versicherungsschutz, dessen Art und Umfang fortlaufend aktuellen Anforderungen angepasst wird. Ebenso sind wir Risiken von Produktionsausfällen und damit verbundenen Lieferengpässen ausgesetzt, die durch technische Probleme in hochausgelasteten Produktionsstätten ausgelöst werden können. Zudem bestehen Risiken für Lieferengpässe wegen fehlender beziehungsweise wegfallender Kapazitäten. Wir arbeiten an einer kontinuierlichen Risikominderung durch regelmäßige Investitionen, den Aufbau von alternativen Bezugsquellen und die Vorhaltung von ausreichenden Lagerbeständen.
Das Eintreten dieser Risiken mit moderaten Auswirkungen wird als wahrscheinlich eingestuft. Ein höchst unwahrscheinliches individuelles Extremereignis könnte allerdings einen kritischen negativen Effekt haben.
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir unser Unternehmen sicher durch eine komplexe Gesamtsituation an Herausforderungen navigiert, darunter anhaltende geopolitische Spannungen, Störungen der Lieferkette durch Naturkatastrophen und sich verändernde regulatorische Rahmenbedingungen. Dank unserer Aktivitäten zum Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten konnten wir einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb in allen Unternehmensbereichen sicherstellen.
Im Unternehmensbereich Healthcare haben wir effektiv dafür gesorgt, dass die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit unseren Medikamenten selbst dann sichergestellt war, als es bei unseren Mitbewerbern zu Lieferengpässen kam. Durch proaktive Maßnahmen wie die Diversifizierung von Beschaffungsoptionen, den Aufbau von Sicherheitsbeständen und die Pflege enger Beziehungen zu Lieferanten haben wir die Versorgungssicherheit gefestigt.
In Life Science konnten wir im Rahmen unserer Aktivitäten zur Steigerung der Lieferkettenresilienz mehrere Ereignisse mit potenziellen negativen Auswirkungen genau beobachten und sicherstellen, dass wir auf Herausforderungen infolge geopolitischer Entwicklungen und regulatorischer Änderungen reagieren können. Unsere proaktive Zusammenarbeit mit Lieferanten trug entscheidend dazu bei, die Servicekontinuität aufrechtzuerhalten und uns auf neue Gegebenheiten einzustellen.
In Electronics haben Ereignisse wie das Erdbeben in Taiwan im Frühjahr und die jüngsten Taifune im Pazifikraum unsere Lieferketten einem Härtetest unterzogen. Dank der starken Beziehungen zu unseren Lieferanten und unserer kontinuierlichen Bemühungen, unsere Resilienz zu erhöhen, konnten wir gravierende Störungen abwenden. Unser Fokus auf die Diversifizierung der Beschaffung und die Stärkung von Partnerschaften hat uns in die Lage versetzt, diese Herausforderungen effektiv zu bewältigen.
Uns ist bewusst, dass nach wie vor eine gewisse Vulnerabilität besteht, dennoch sind wir entschlossen, weiter in die Stärkung der Widerstandsfähigkeit unserer Lieferketten in allen Unternehmensbereichen zu investieren.
Insgesamt könnten die als wahrscheinlich eingestuften Risiken moderate bis erhebliche Auswirkungen nach sich ziehen, während einzelne unwahrscheinliche Ereignisse kritische negative Effekte haben könnten.
Als führendes globales Wissenschafts- und Technologieunternehmen und Hersteller innovativer Produkte sind wir aufgrund der Komplexität des internationalen Handels und der globalen Lieferketten verschiedenen sicherheits- und kriminalitätsbezogenen Risiken ausgesetzt. Unsere Produkte sind durch Fälschungen, Diebstahl, illegalen Vertrieb und Missbrauch gefährdet. Wird diesen Risiken nicht entgegengewirkt, können sie finanzielle Verluste, Reputationsschäden und betriebliche Störungen nach sich ziehen, aber auch die Sicherheit von Patientinnen und Patienten gefährden. Um diese Bedrohungen einzudämmen, haben wir technische, operative und prozessbezogene Maßnahmen umgesetzt, mit denen wir die Integrität unserer Produkte und Lieferketten schützen und eine effektive Herangehensweise an neue Bedrohungen sicherstellen.
Die aus Produktkriminalität resultierende Bedrohung wird insgesamt als wahrscheinliches Risiko mit moderaten Auswirkungen eingestuft.
Wir und unsere Mitarbeitenden sind auf zahlreichen sozialen Medien aktiv. Eine konsistente und mit rechtlichen sowie regulatorischen Anforderungen im Einklang stehende Nutzung dieser Plattformen und der damit verbundenen Inhalte ist unter anderem für die Steigerung unserer Markenbekanntheit bedeutend. Wir treffen alle notwendigen Vorkehrungen und haben Prozesse implementiert, um das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit sozialen Medien sowie die aktive Kontrolle unserer Veröffentlichungen und Mitteilungen zu gewährleisten.
Dennoch ist es möglich, dass sich beispielsweise aus öffentlich geführten Dialogen in sozialen Medien Reputationsrisiken ergeben. Auf der qualitativen Bewertungsskala stufen wir dies daher als ein erhebliches Risiko ein.
Wir sind international tätig und durch unsere Präsenz an den Kapitalmärkten verschiedenen finanziellen Risiken und Chancen ausgesetzt. Dies sind vor allem Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken, Finanzmarktrisiken und -chancen, Risiken aus Schwankungen von Marktwerten operativer materieller und immaterieller Vermögenswerte sowie Risiken und Chancen aus Pensionszusagen.
Im Bereich der Finanzrisiken und -chancen verfolgen wir eine aktive Steuerung, um Effekte aus Schwankungen der Wechselkurse und des Zinsniveaus zu reduzieren. Das Management von Finanzrisiken und -chancen mithilfe von Derivaten ist durch umfangreiche Richtlinien geregelt. Spekulation ist untersagt, und die Abschlüsse derivativer Geschäfte unterliegen einer ständigen Risikokontrolle. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt.
Um den eigenen Fortbestand zu sichern, müssen wir in der Lage sein, jederzeit unsere Verpflichtungen aus operativer und finanzieller Tätigkeit erfüllen zu können. Zur Reduzierung potenzieller Liquiditätsrisiken verfügen wir daher über eine zentrale Liquiditätssteuerung im gesamten Konzern und ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil. Die Fälligkeiten unserer Finanzverbindlichkeiten orientieren sich an unserem geplanten freien Cashflow. Darüber hinaus steht uns eine syndizierte Kreditlinie über 2,5 Mrd. € mit einer Laufzeit bis 2029 zur Verfügung, die bei möglichen Liquiditätsengpässen die weitere Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Da in unseren Kreditverträgen keine Financial Covenants vereinbart wurden, sind diese kontrahierten Kreditzusagen auch bei schlechterer Bonität von Merck abrufbar. Zusätzlich steht uns ein Commercial-Paper-Programm über ein maximales Volumen von 2,5 Mrd. € zur Verfügung. Das Eintreten von Liquiditätsrisiken wird als sehr unwahrscheinlich und mit einer unwesentlichen Auswirkung bewertet.
Kontrahentenrisiken entstehen durch den potenziellen Zahlungsausfall eines Vertragspartners sowohl im Zusammenhang mit finanziellen Anlagen, Aufnahmen und Finanzierungszusagen als auch bei operativen Forderungen.
In Bezug auf Kontrahentenrisiken aus finanziellen Transaktionen überprüfen wir täglich alle zentralen Positionen gegenüber Handelspartnern sowie deren Bonität. Wir steuern finanzielle Ausfallrisiken durch die Streuung unserer Finanzpositionen und die damit verbundene aktive Steuerung unserer Handelspartner. Wesentliche Finanztransaktionen mit Kreditrisiko werden mit Banken und Industrieunternehmen guter Bonität abgeschlossen. Darüber hinaus reduziert unser großer Bankenkreis - die im Geschäftsjahr 2024 erneuerte syndizierte Kreditlinie über 2,5 Mrd. € wurde mit 15 Banken syndiziert - mögliche Verluste bei einem Ausfall.
Zur Steuerung operativer Kontrahentenrisiken werden Handelspartner regelmäßig auf Zahlungsfähigkeit und operative Entwicklung überprüft. Hierbei werden auch Länderrisiken analysiert. Das Forderungsvolumen jedes Kunden ist unter Berücksichtigung der Bonität limitiert. Bei Bedarf werden risikoreduzierende Maßnahmen wie der Abschluss von Kreditversicherungen durchgeführt. Trotzdem kann dadurch der Ausfall einzelner Handelspartner, auch bei hervorragender Bonitätseinstufung, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, auch wenn dies als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.
Das Kontrahentenrisiko wird als mögliches Risiko mit moderater Auswirkung eingestuft.
Durch die internationale Geschäftstätigkeit und die globale Konzernstruktur sind wir Risiken und Chancen aus Schwankungen von Währungskursen unterworfen. Diese resultieren aus Finanztransaktionen, operativen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie zukünftigen Zahlungsströmen aus Umsätzen und Kosten in Fremdwährung. Zur Steuerung dieser Risiken und Chancen setzen wir Derivate ein (weitere Informationen finden sich unter "Derivative Finanzinstrumente" im "Konzernanhang"). Währungsrisiken werden als möglich mit erheblichen Auswirkungen auf das EBITDA pre oder den operativen Cashflow eingeschätzt.
Variabel verzinsliche und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten unterliegen Risiken und Chancen aus Zinsschwankungen. Zinsrisiken haben potenziell negative Auswirkungen. Sie werden als mögliches Risiko mit moderaten Auswirkungen eingeschätzt.
Die Wertansätze einzelner Bilanzposten sind der Veränderung von Markt- und Geschäftsverhältnissen und damit auch Änderungen der beizulegenden Zeitwerte ausgesetzt. Im Fall notwendiger Wertminderungen können sich erhebliche nicht zahlungswirksame Ergebnisbelastungen und Auswirkungen auf die Bilanzrelationen ergeben. Dies gilt insbesondere für die hohen immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Wesentlichen aus den mit den vergangenen Akquisitionen verbundenen Kaufpreisallokationen stammen (weitere Informationen finden sich in den Anmerkungen "Geschäfts- oder Firmenwerte" und "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" im "Konzernanhang"). Dieses qualitative Risiko könnte sich erheblich auf unsere Reputation auswirken.
Wir haben Verpflichtungen im Zusammenhang mit Pensionszusagen. Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen kann sich durch Veränderungen relevanter Bewertungsparameter, zum Beispiel des Zinssatzes oder der zukünftigen Gehaltssteigerungen, wesentlich erhöhen oder verringern. Die Pensionsverpflichtungen werden im Rahmen von jährlichen versicherungsmathematischen Gutachten regelmäßig bewertet. Die Verpflichtungen sind durch die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen basierend auf den Annahmen zum Bilanzstichtag abgedeckt. Ein Teil davon ist mit Planvermögen unterlegt (weitere Informationen finden sich unter "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" im "Konzernanhang").
Soweit Altersversorgungszusagen durch Planvermögen gedeckt sind, welches aus verzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und anderen Vermögensanlagen besteht, können sich sinkende oder negative Renditen dieser Anlagen ungünstig auf den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken und somit weitere Zuführungen bedingen. Steigende Renditen bewirken dagegen einen Wertzuwachs des Planvermögens und somit eine höhere Abdeckung der Planverbindlichkeiten. Wir erhöhen einerseits die Chancen und reduzieren andererseits die Risiken von Marktwertschwankungen des Planvermögens durch eine diversifizierte Anlagestrategie. Das mögliche Risiko aus Pensionsverpflichtungen könnte geringe Auswirkungen haben.
Der Kapitalmarkt nutzt Einschätzungen von Ratingagenturen, um Fremdkapitalgeber bei der Beurteilung der Risikosituation von Finanzinstrumenten von Merck zu unterstützen. Derzeit sind wir von Standard & Poor's mit einem Langfrist-Kreditrating von A mit stabilem Ausblick und von Moody's mit einem A3-Rating mit stabilem Ausblick bewertet. Entsprechend den Marktmodalitäten sind unsere Finanzierungskonditionen eng an das Rating gekoppelt. Je besser ein Rating ist, desto günstiger können wir uns generell am Kapitalmarkt oder bei Banken finanzieren.
Die erfolgreiche Akquisition und Integration neuer Geschäfte birgt inhärente Risiken, vor allem bezüglich der Ungewissheit, ob Geschäfts- und Synergieziele erreicht werden, sowie der Einhaltung des geplanten Budgets für die Integration. Umgekehrt können Veräußerungen Verbindlichkeiten und zusätzliche Aufwendungen nach sich ziehen, die sich aus potenziellen Entschädigungen und Zusagen ergeben, die im Rahmen der Verkaufstransaktion zugesichert wurden, oder die aus höher als erwartet ausfallenden Trennungskosten resultieren. Wir mindern transaktionsbezogene Risiken, indem wir auf unsere fundierten Erfahrungswerte zurückgreifen, eine gründliche Due-Diligence-Prüfung durchführen und bei unseren Merger-&-Acquisition-Transaktionen eine Representations-&-Warranties-Versicherung zur Absicherung von Gewährleistungen und Freistellungen abschließen. Des Weiteren stellen wir durch strategische Planung und Umsetzung eine nahtlose Integration sicher, was die Harmonisierung der übernommenen Unternehmen mit unseren Unternehmenszielen erleichtert. Gegenwärtig existiert nur ein geringes Risiko mit wahrscheinlichem Eintritt, während keine weiteren Risiken bekannt sind.
Die Merck KGaA und ihre Tochtergesellschaften sind weltweit tätig und unterliegen folglich unterschiedlichen nationalen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. National erfolgen fortlaufende Steuerprüfungen unserer Gesellschaften durch die Finanzbehörden der Staaten, in denen wir operieren. Steuerliche Risiken resultieren insbesondere aus Änderungen nationaler Steuergesetze und -regelungen, der Rechtsprechung und der Auslegung durch die nationalen Finanzbehörden sowie aus wesentlichen Transaktionen wie Akquisitionen, Desinvestitionen und Reorganisationen.
Feststellungen der nationalen Prüfungsbehörden der verschiedenen Länder können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen und zudem Einfluss auf die Höhe der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern haben.
Unsere Steuerabteilung prüft regelmäßig und systematisch die relevanten steuerlichen Risiken. Entsprechende Standards wurden eingeführt, um steuerliche Risiken frühzeitig zu prüfen, zu bewerten und effektiv und effizient zu mindern. Group Tax stimmt die risikomindernden Maßnahmen mit den Tochtergesellschaften ab. Verbleibende, über die in der Bilanz bereits berücksichtigten steuerlichen Risiken hinausgehende Risiken sind unwahrscheinlich bis möglich und könnten moderate bis erhebliche Auswirkungen haben.
Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze von Ertragsteuern verweisen wir auf den Abschnitt "Ertragsteuern" im "Konzernanhang" des Geschäftsberichts.
Generell sind wir bestrebt, rechtliche Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren. Dafür haben wir die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um Gefährdungen zu entdecken und gegebenenfalls unsere Rechte zu verteidigen. Dennoch sind wir Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Pharmarecht, Patentrecht, Markenrecht, Datenschutzrecht, Steuerrecht und Umweltschutz. Als forschendes Unternehmen verfügen wir über ein wertvolles Portfolio an gewerblichen Schutzrechten, Patenten und Marken, die Ziel von Angriffen und Verletzungen sein können. Der Ausgang von derzeitigen oder künftigen Verfahren ist schwer vorhersehbar. Beispielsweise befinden wir uns derzeit in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co. Inc., Rahway, New Jersey, USA (außerhalb von USA und Kanada: MSD), gegen das wir in diversen Ländern Klage erhoben haben. Dieses Unternehmen hat uns seinerseits in den USA unter anderem wegen Markenrechtsverletzung verklagt.
Auch bei abgeschlossenen Verfahren ist wegen langer oder teilweise fehlender Verjährungsfristen nicht generell ausgeschlossen, dass wir auf Grundlage desselben Sachverhalts noch mit Ansprüchen Dritter konfrontiert werden. Obwohl die Eintrittswahrscheinlichkeit von gerichtlichen und behördlichen Entscheidungen oder Vergleichen von "sehr unwahrscheinlich" bis zu "wahrscheinlicher, als nicht" eingestuft wird, könnten diese zu Aufwendungen führen, die erhebliche bis kritische Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ergebnisse haben. Generell können Verstöße gegen Rechtsvorschriften trotz umfassender Vorkehrungen nie vollständig ausgeschlossen werden und zu entsprechenden Konsequenzen führen.
Wir sind Produkthaftpflichtrisiken ausgesetzt, die erhebliche Schadenersatzansprüche oder Schadenabwehrkosten nach sich ziehen können. Wir haben daher eine Haftpflichtversicherung zur Minderung dieser Risiken abgeschlossen. Es kann jedoch sein, dass der Versicherungsschutz für individuelle Fälle nicht ausreicht. Obwohl das Eintreten von Produkthaftpflichtansprüchen über den bestehenden Versicherungsschutz hinaus als unwahrscheinlich eingeschätzt wird, könnten individuelle Fälle dennoch eine kritische Auswirkung haben.
Unser zukünftiges Wachstum hängt maßgeblich von unserer Innovationsstärke ab. Hierbei sind die Kompetenz und die Verbundenheit der Mitarbeitenden entscheidend für den Erfolg unserer Unternehmensbereiche. Neben dem intensiven Wettbewerb bei der Rekrutierung von Fachpersonal und talentierten Nachwuchskräften liegt eine weitere Herausforderung darin, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Um die unabdingbaren Fähigkeiten und Kenntnisse im Unternehmen zu halten, müssen länder- und branchenspezifische Fluktuationsrisiken vorausschauend identifiziert und angegangen werden.
Priorität hat für uns die Rekrutierung und das Binden von Fach- und Nachwuchskräften im Rahmen von Personalstrategien wie Employer-Branding-Initiativen, weltweitem Talentmanagement, Nachfolgeplanung sowie wettbewerbsfähigen Vergütungspaketen. Dennoch existieren potenzielle personalbezogene Risiken, die sich auf die Geschäftstätigkeit auswirken könnten. Auf der qualitativen Bewertungsskale stufen wir deren Auswirkungen als moderat ein.
Die Globalisierung unseres Unternehmens erfordert eine optimale Unterstützung durch die Nutzung einer Vielzahl von IT-Systemen und -Prozessen. Trends in der Informationstechnologie liefern dabei vielfältige Möglichkeiten, bergen aber auch Risiken.
Aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich entsprechende Cyberkriminalität-Risiken, zum Beispiel der Ausfall zentraler IT-Systeme, der Verlust der Datenintegrität oder die Preisgabe von vertraulichen Daten aus F&E sowie Geschäftstätigkeit, die Manipulation von IT-Systemen in der Prozesssteuerung oder eine erhöhte Belastung oder Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken.
Wir betreiben und pflegen ein auf ISO 27001 basierendes Informationsschutz-Managementsystem. Unser Governance Framework umfasst organisatorische, prozessorientierte und technische Maßnahmen zum Schutz der Informationssicherheit, die auf anerkannten internationalen Standards basieren. Darüber hinaus setzen wir auf harmonisierte elektronische und physische Sicherheitskontrollen - beispielsweise bei der Zugangskontrolle oder Sicherheitsüberwachung. Damit wollen wir unsere Kompetenz im Umgang mit sensiblen Daten, etwa Betriebsgeheimnissen, stärken.
Die Funktion Cybersicherheit gehört dem Group Corporate Security Office an. Wir verfügen darüber hinaus über einen Group Chief Information Security Officer und ein Netzwerk von Information Security Officers in den Unternehmensbereichen, die jeweils von dedizierten Netzwerken unterstützt werden. Die einzelnen Bereiche sind Risikoverantwortliche und fungieren als erste Verteidigungslinie für die Cybersicherheit. Als zweite Verteidigungslinie dient unsere globale Funktion Cyber Security; sie ist auch für die Steuerung und Überwachung von Cybersicherheitsrisiken zuständig. Unsere dritte Verteidigungslinie stellen interne Audits dar.
Weltweit genutzte IT-Anwendungen bilden die Basis für die vertragsgerechte Lieferung von Produkten und Lösungen. Der Ausfall von geschäftskritischen IT-Anwendungen kann somit einen direkten Einfluss auf unsere Lieferfähigkeit und die Qualität der Produkte haben. Dies gilt auch für den Ausfall eines Rechenzentrums. Zur Erreichung der erforderlichen Servicequalität nutzen wir ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das auch für die Bereitstellung der IT gilt. Zudem betreiben wir zur Reduzierung des Ausfallrisikos mehrfach redundant ausgelegte Rechenzentren. Weiterhin existieren auf Konzernebene Versicherungslösungen für Cyberkriminalität-Tatbestände.
Ebenso können Komplikationen in der Umstellung von IT-Systemen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Eine enge Überwachung kritischer IT-Projekte dient als Mitigierung.
Die Risiken durch Cyberkriminalität oder den Ausfall geschäftskritischer IT-Anwendungen und deren Einfluss auf das EBITDA pre oder den operativen Cashflow werden als wahrscheinlich mit erheblichen Auswirkungen eingeschätzt, wobei ein unwahrscheinliches Ereignis kritische Auswirkungen haben kann.
Als globales, produzierendes Unternehmen sind wir Risiken durch mögliche Schäden an Personen, Gütern und unserer Reputation ausgesetzt. Hierzu zählen physische Risiken verursacht durch Dürren, Unwetter, Überflutungen, extreme Hitze und Wind. Minderungsmaßnahmen wie Audits, Beratung und Schulung zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz minimieren diese Risiken für Mensch und Umwelt. Wir kontrollieren diese Risiken sowohl an den eigenen Standorten als auch bei Lieferanten und Lohnherstellern zur Sicherung des Fortbestands von Anlagen und Sachwerten. Durch die Einhaltung hoher technischer Standards, unseres Verhaltenskodex sowie aller rechtlicher Vorgaben für Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sorgen wir für den Erhalt von Gütern und Werten. Umfassende Versicherungspolicen bieten hierbei weiteren finanziellen Schutz.
Wir überwachen kontinuierlich regulatorische Risiken im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft. Diese könnten insbesondere aus einer Bepreisung von CO 2 durch Emissionshandelssysteme, Steuern oder Änderungen in der Energiegesetzgebung resultieren. Wir verfolgen umfassende Strategien zur Minderung dieser Risiken, darunter unsere Initiativen zum Energie- und CO 2 -Management und unsere Aktivitäten zur Reduzierung von Prozessemissionen, die alle Bestandteile der Umsetzung unseres initialen Übergangsplans sind. Sie werden von uns überwiegend als wahrscheinliche Risiken mit moderater Auswirkung eingestuft. Allerdings können kritische Auswirkungen auf das EBITDA pre oder den operativen Cashflow nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Wir führten im Geschäftsjahr 2022 eine qualitative Bewertung im Hinblick auf Klimarisiken und unsere diesbezügliche Anfälligkeit durch, die vor- und nachgelagerte Aktivitäten sowie unsere eigenen Betriebsabläufe umfasste. Entsprechend den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) haben wir 2023 und 2024 quantitative Analysen zu Klimaszenarien durchgeführt, die sich auf vorgelagerte Aktivitäten und unsere eigenen Betriebsabläufe konzentrierten. Im Rahmen dieser Bewertungen wurden klimabezogene Risiken und Chancen über verschiedene Zeithorizonte (2030 und 2050) unter Berücksichtigung von zwei unterschiedlichen Klimaentwicklungen identifiziert: dem 1,5-°C-Szenario analog dem Pariser Abkommen und dem 4-°C-Szenario basierend auf dem Representative Concentration Pathway (RCP) 8.5.
Wir haben die potenziellen Folgen physischer Risiken für unsere wichtigsten Standorte evaluiert, Anfälligkeiten abgeschätzt und erforderliche Schutzmaßnahmen ergriffen.
Im Rahmen unserer Bemühungen um Risikominderung entwickeln wir weiterhin innovative und nachhaltige Ansätze. Hieraus resultierend sind keine wesentlichen kurzfristigen Abweichungen von unseren Erwartungen bezüglich Auswirkungen auf das EBITDA pre oder den operativen Cashflow abzusehen
Weitere Informationen zu klimabezogenen Risiken finden sich in unserer "TCFD-Berichterstattung".
Die wesentlichsten Einzelrisiken oder Risiko-Cluster wurden in diesem Bericht aufgeführt, wobei die geschäfts- und marktbezogenen Risiken neben den IT-, Lieferketten- und Rechtsrisiken am bedeutendsten sind. Durch die anhaltenden globalen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen erhöhen sich vor allem bestehende Risiken im Zusammenhang mit behördlichen Vorgaben zu Preisgestaltung und Kostenerstattung von Medikamenten, der Nachfrage nach unseren Produkten, Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs an unseren Produktionsstandorten, einer mangelnden Verfügbarkeit von hochwertigen Materialien oder Dienstleistungen sowie F&E.
Durch Maßnahmen zur Risikominderung - wie die kontinuierliche Verbesserung von Managementmaßnahmen (organisatorische Verantwortung sowie Prozessverbesserungen), den vorhandenen Versicherungsschutz und bilanzielle Vorsorgemaßnahmen - konnten wir insbesondere den wesentlichen Einzelrisiken erfolgreich entgegenwirken.
Das Gesamtrisiko des Konzerns, das sich aus der wahrscheinlichkeitsgewichteten Aggregation der erfassten Risiken ergibt, führt zu der Einschätzung, dass ein bestandsgefährdendes Risiko(szenario), bei dem die Deckung und Finanzierung der Verluste fraglich ist, als unwahrscheinlich gilt. Wir sind überzeugt, dass wir die beschriebenen Herausforderungen auch in der Zukunft meistern und von der Diversifizierung hinsichtlich unserer verschiedenen Produkte und Märkte profitieren werden.
Auf Grundlage unserer Einschätzung sind wir überzeugt, dass das größte Potenzial in geschäftsbezogenen Chancen liegt. Die beschriebenen Aktivitäten bieten über den Prognosezeitraum hinaus mittel- bis langfristig bedeutende Chancen für uns. Wir verfolgen die sich bietenden Möglichkeiten aktiv und konkretisieren die erwarteten Effekte in der prognostizierten Entwicklung zu EBITDA pre und operativem Cashflow. Des Weiteren werden wir proaktiv neue Chancen suchen, deren Umsetzung prüfen und gegebenenfalls vorantreiben. Sofern sich zusätzlich zu den prognostizierten Entwicklungen Chancen ergeben oder diese schneller als erwartet eintreten sollten, könnte dies positive Auswirkungen auf unser EBITDA pre und/oder operativen Cashflow haben.
Der folgende Bericht gibt eine Prognose für die Entwicklung der Umsatzerlöse und des EBITDA pre des Merck-Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics, sowie eine Prognose des operativen Cashflows auf Konzernebene für das Geschäftsjahr 2025.
| in Mio. € | Umsatzerlöse | EBITDA pre 1 | Operativer Cashflow |
| Merck-Konzern | • ~21.500 bis 22.900 | • ~6.100 bis 6.600 | • Leichtes Wachstum |
| • Organisch +3 % bis +6 % | • Organisch +3 % bis +8 % | ||
| • Wechselkurseffekt -1 % bis +2 % | • Wechselkurseffekt -2 % bis +1 % | ||
| Life Science | • ~9.100 bis 9.800 | • ~2.600 bis 2.900 | |
| • Organisch +2 % bis +7 % | • Organisch +2 % bis +9 % | ||
| • Wechselkurseffekt 0 % bis +3 % | • Wechselkurseffekt -1 % bis +2 % | ||
| Healthcare | • ~8.300 bis 8.900 | • ~3.000 bis 3.300 | |
| • Organisch +1 % bis +5 % | • Organisch +3 % bis +9 % | ||
| • Wechselkurseffekt -2 % bis +1 % | • Wechselkurseffekt -3 % bis 0 % | ||
| Electronics | • ~3.800 bis 4.200 | • ~1.000 bis 1.100 | |
| • Organisch +2 % bis +6 % | • Organisch +3 % bis +9 % | ||
| • Wechselkurseffekt 0 % bis +3 % | • Wechselkurseffekt +2 % bis +5 % | ||
| Konzernkosten und Sonstiges | - | • ~ -550 bis -600 |
Vor dem Hintergrund der fortbestehend hohen Dynamik der makroökonomischen, geopolitischen und industriespezifischen Gegebenheiten unterliegt die Prognose auch im Geschäftsjahr 2025 einer erhöhten Unsicherheit und Volatilität. Dabei geht die vorliegende Prognose von einem stabilen handels- und geopolitischen Umfeld aus. Drastische, künftig mögliche Maßnahmen, wie zum Beispiel sich verschärfende Handelsrestriktionen, sind darin nicht reflektiert. Weiterhin ist unser Surface-Solutions-Geschäft bis zum vollständigen Abschluss des Verkaufs für das Gesamtjahr in dieser Prognose beinhaltet.
Auch für die Wechselkursentwicklung erwarten wir ein anhaltend volatiles Umfeld. Für 2025 erwarten wir in etwa stabile Wechselkurseffekte. Dabei werden voraussichtlich positive Wechselkurseffekte aus der Entwicklung des US-Dollar sowie einzelner asiatischer Währungen von der negativen Wechselkursentwicklung einiger Schwellen- und Entwicklungsländer kompensiert werden. Für den durchschnittlichen €/US-Dollar-Kurs gehen wir für das Gesamtjahr 2025 von einer Bandbreite zwischen 1,03 und 1,07 aus.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum für den Konzern zwischen +3 % und +6 %, zu dem voraussichtlich alle unsere Unternehmensbereiche beitragen werden. Insbesondere im Unternehmensbereich Life Science erwarten wir eine Rückkehr zu organischem Wachstum, die die graduelle Erholung des Marktes reflektiert. Allen voran dürfte die Geschäftseinheit Process Solutions Treiber dieser Entwicklung sein, auch die Geschäftseinheit Science & Lab Solutions wird zum organischen Wachstum beitragen. Für Healthcare gehen wir davon aus, dass das organische Wachstum vor allem durch Produkte aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie getrieben sein wird. Auch Mavenclad ® sowie Produkte aus dem Bereich Onkologie und zur Behandlung von Unfruchtbarkeit werden erwartungsgemäß zur Entwicklung beitragen. Das organische Wachstum bei Electronics wird voraussichtlich im Wesentlichen auf unser Geschäft mit Halbleitermaterialien zurückzuführen sein. Dabei spiegelt diese Entwicklung eine sich fortsetzende und umfassendere Erholung des Halbleitermarktes wider. Das leicht rückläufige Projektgeschäft der Geschäftseinheit Semiconductor Solutions unterliegt aufgrund der Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen üblicherweise stärkeren Schwankungen. Für unsere Geschäftseinheit Display Solutions (seit dem 1. Januar 2025 Optronics) erwarten wir eine stabile Entwicklung. Wir gehen von Wechselkurseffekten von -1 % bis +2 % aus und prognostizieren Umsatzerlöse für den Merck-Konzern innerhalb der Bandbreite von 21,5 bis 22,9 Mrd. € (Vorjahr: 21,2 Mrd. €).
Für das EBITDA pre gehen wir von organischem Wachstum von +3 % bis +8 % aus, welches ebenfalls von allen Unternehmensbereichen getragen werden dürfte. Die Entwicklung folgt im Wesentlichen dem organischen Umsatzwachstum. Im Unternehmensbereich Life Science erwarten wir außerdem positive Effekte durch weitere Kostendisziplin. Bei Healthcare spiegeln sich strikt priorisierte Wachstumsinvestitionen, wie beispielsweise zur Vorbereitung der Markteinführung von Pimicotinib, vor allem in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb wider. Auch im Unternehmensbereich Electronics verfolgen wir weiterhin aktives Kostenmanagement. Demgegenüber stehen gezielte Wachstumsinvestitionen. Der größte Treiber des Kostenanstiegs unter Konzernkosten und Sonstiges dürften die erwarteten, negativen Effekte aus Fremdwährungssicherungsgeschäften sein. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten zwischen -2 % und +1 % rechnen wir mit einem EBITDA pre für den Merck-Konzern von 6,1 bis 6,6 Mrd. € (Vorjahr: 6,1 Mrd. €).
Die Prognose des operativen Cashflow unterliegt grundsätzlich einer höheren Schwankungsbreite als die Prognose des EBITDA pre. Eine Einschätzung zur Entwicklung des operativen Cashflow geben wir nur für den Gesamtkonzern.
Die Entwicklung des operativen Cashflow folgt im Wesentlichen der operativen Entwicklung. Gegenläufig wirken Effekte aus dem Aufbau des Nettoumlaufvermögens, welches zum einen die starke Geschäftsentwicklung reflektiert. Zum anderen wirken verstärkte Zahlungseingänge von Kunden im 4. Quartal 2024 negativ auf die Entwicklung des operativen Cashflow im Geschäftsjahr 2025. Insgesamt erwarten wir einen leichten Anstieg des operativen Cashflow im Geschäftsjahr 2025 gegenüber einer starken Vergleichsbasis im Vorjahr (Vorjahr: 4,6 Mrd. €).
Hinsichtlich der Zusammensetzung des operativen Cashflow verweisen wir auf das Kapitel Steuerungssystem im zusammengefassten Lagebericht sowie die Konzernkapitalflussrechnung im Konzernabschluss.
Die folgenden Informationen sind Angaben nach § 315a HGB i. V. m. § 289a HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG.
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2024 in 129.242.251 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag sowie eine Namensaktie eingeteilt. Damit entfällt auf jede Aktie ein rechnerischer Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,30 €. Inhaber der Namensaktie ist die E. Merck Beteiligungen KG. Sie ist berechtigt und verpflichtet, ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder der Kommanditaktionäre in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht besteht nicht, sofern der Inhaber der Namensaktie ein persönlich haftender Gesellschafter ist. Die Übertragung der Namensaktie bedarf der Zustimmung der Gesellschaft. Über die Erteilung der Zustimmung entscheidet die persönlich haftende Gesellschafterin mit Kapitalanteil, die E. Merck KG, nach freiem Ermessen.
Am 31. Dezember 2024 hielten nach den gegenüber uns erfolgten Stimmrechtsmitteilungen nach Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) keine Aktionäre direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschritten.
Die Satzung von Merck sieht vor, dass die persönlich haftenden Gesellschafter ohne Kapitalanteil, die die Geschäftsleitung bilden, durch die E. Merck KG mit Zustimmung der einfachen Mehrheit der anderen persönlich haftenden Gesellschafter aufgenommen werden. Persönlich haftender Gesellschafter ohne Kapitalanteil kann nur sein, wer zugleich persönlich haftender Gesellschafter der E. Merck KG ist. Darüber hinaus können in die Geschäftsleitung auf Vorschlag der E. Merck KG und mit Zustimmung aller persönlich haftenden Gesellschafter ohne Kapitalanteil weitere Personen aufgenommen werden, die nicht persönlich haftende Gesellschafter ohne Kapitalanteil sind.
Die Satzung der Merck KGaA kann durch einen Beschluss der Hauptversammlung geändert werden, der der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafter bedarf. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden - soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, werden sie auch mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Die Satzung der Merck KGaA umfasst genehmigtes und bedingtes Kapital.
Die Geschäftsleitung wird mit Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der E. Merck KG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. April 2027 (einschließlich) um bis zu insgesamt 56.521.124,19 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Den Kommanditaktionären ist grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren. Die Geschäftsleitung wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre ganz oder teilweise einmalig oder mehrmals bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen anteiligen Betrag von insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten - und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2022.
Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 aufgrund einer Ermächtigung zur Ausgabe neuer oder der Veräußerung eigener Aktien in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben beziehungsweise veräußert werden. Weiterhin ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Kommanditaktionäre in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.
Ebenfalls ausgeschlossen werden kann das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats zudem zur Durchführung des der E. Merck KG in § 32 Abs. 3 der Satzung der Merck KGaA gewährten Rechts auf Beteiligung an einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Aktien oder von frei übertragbaren Rechten auf Bezug von Kommanditaktien ausgeschlossen werden.
Ebenfalls ausgeschlossen werden kann das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Durchführung des der E. Merck KG in § 33 der Satzung der Merck KGaA gewährten Rechts auf vollständige oder teilweise Umwandlung des Kapitalanteils in Grundkapital.
Des Weiteren kann das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern beziehungsweise Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder den Inhabern beziehungsweise Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Finanzierungsinstrumenten, die von der Gesellschaft oder von einem in- oder ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte beziehungsweise nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde.
Schließlich kann das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung entstehenden Spitzenbeträgen ausgeschlossen werden.
Die Summe der Aktien, die aufgrund des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Kommanditaktionäre ausgegeben werden, darf unter Berücksichtigung sonstiger Aktien der Gesellschaft, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert beziehungsweise ausgegeben werden beziehungsweise aufgrund von nach dem 22. April 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Schuldverschreibungen auszugeben sind, einen anteiligen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung.
Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bestimmungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Kommanditaktionären auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden. Die Geschäftsleitung ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Die Satzung der Merck KGaA umfasst zudem bedingtes Kapital. Zum einen ist das Grundkapital um bis zu 66.406.298,40 €, eingeteilt in 51.081.768 Aktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die E. Merck KG zur Erfüllung ihres Rechts auf Umwandlung des Kapitalanteils in Aktien nach § 33 der Satzung der Merck KGaA. Die Aktien sind gewinnberechtigt ab dem Beginn des auf die Erklärung des Umwandlungsverlangens folgenden Geschäftsjahres.
Des Weiteren ist das Grundkapital um bis zu 16.801.491,20 €, eingeteilt in bis zu 12.924.224 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Optionsanleihen, Optionsgenussscheinen, Optionsgewinnschuldverschreibungen, Wandelanleihen, Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Geschäftsleitung durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 28. April 2023 bis zum 27. April 2028 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien oder andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann die Geschäftsleitung mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hierfür und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Die Geschäftsleitung ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der E. Merck KG die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien besteht bei der Gesellschaft nicht.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung oder den Beschäftigten getroffen sind.
Der zusammengefasste Lagebericht der Merck KGaA und des Merck-Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 enthält eine zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung. Die zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung wurde zur Erfüllung der Anforderungen der Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und des Artikels 8 der Verordnung (EU) 2020/852 sowie der §§ 289b bis 289e, 315b und 315c HGB an eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung aufgestellt. Die zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung fasst die Konzernnachhaltigkeitserklärung und die nichtfinanzielle Erklärung des Mutterunternehmens zusammen. Die Konzernnachhaltigkeitserklärung wurde unter vollständiger Anwendung des ersten Sets der Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) aufgestellt. Die Verwendung der ESRS als Rahmenwerk stellt eine Durchbrechung der Stetigkeit dar. Dies geschieht, um der Bedeutung der ESRS als von der Europäischen Kommission angenommene Berichtsstandards Rechnung zu tragen. Für die Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung der Merck KGaA wurde kein spezifisches Rahmenwerk genutzt, sondern sich auf die Ableitungen aus dem Konzern gestützt.
Der Konsolidierungskreis dieser zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung entspricht dem des Geschäftsberichts 2024. Die dargestellten Konzepte und Ergebnisse beziehen sich sowohl auf die Merck KGaA als auch auf den Merck-Konzern. Sollten wir in Einzelfällen davon abweichen, weisen wir das entsprechend aus.
Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung einer Prüfung unterzogen, um begrenzte Sicherheit (Limited Assurance) zu erlangen. Verweise auf Informationen außerhalb des Lageberichts sind nicht Bestandteil der Nachhaltigkeitserklärung. Die Informationen nach den Standards des Sustainability Accounting Standards Board (SASB), der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und der Global Reporting Initiative (GRI) finden sich im Geschäftsbericht untere "Weitere Informationen". Diese sowie weiterführende Inhalte auf externen oder konzerneigenen Internetseiten waren nicht Teil der Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit, die von Deloitte durchgeführt wurde.
Wir sind nach § 289c Abs. 3 beziehungsweise § 315c Abs. 2 HGB verpflichtet, Themen auf ihre "doppelte Wesentlichkeit" zu prüfen. 2024 führten wir eine Wesentlichkeitsanalyse nach den ESRS durch und ermittelten so die für uns wesentlichen Themen. Weitere Informationen zum Prozess und die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse finden sich unter ESRS 2 IRO-1.
In Bezug auf § 315c Abs. 1 HGB i. V. m. 289c Abs. 2 HGB ergeben sich folgende Zuordnungen der Berichtsinhalte: Umweltbelange nach § 315c i. V. m. § 289c Abs. 2 Satz 1 HGB berichten wir unter E1, E2, E3, E4 und E5. Arbeitnehmerbelange nach § 315c HGB i. V. m. § 289c Abs. 2 Satz 2 HGB berichten wir unter S1 und S2. Sozialbelange nach § 315c HGB i. V. m. § 289c Abs. 2 Satz 3 HGB berichten wir unter S1, S2 und S4. Die Achtung der Menschenrechte nach § 315c HGB i. V. m. § 289c Abs. 2 Satz 4 HGB berichten wir unter S1, S2 und S4. Das Thema Bekämpfung von Korruption und Bestechung wurde in unserer Wesentlichkeitsanalyse nach den ESRS nicht als wesentlich bewertet. Wir berichten zu diesem Thema nach § 315c HGB i. V. m. § 289c Abs. 2 Satz 5 HGB daher im separaten Abschnitt "Bekämpfung von Korruption und Bestechung".
Um die Terminologie der ESRS zu übernehmen, verwenden wir auch im Folgenden den Begriff Nachhaltigkeitserklärung anstelle von nichtfinanzieller Erklärung.
Unsere Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis erstellt. Der Konsolidierungskreis entspricht dem unserer finanziellen Berichterstattung. Die Nachhaltigkeitserklärung deckt unseren eigenen Geschäftsbetrieb ab. Auf der Grundlage unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse erweitert sich die Berichterstattung auf die vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette, soweit dies für die jeweiligen Policies, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele zutrifft. Weitere Informationen finden sich in den jeweiligen Themenkapiteln.
Wir definieren den Zeithorizont der Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities, IROs) in unserer Wesentlichkeitsanalyse gemäß den Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS): kurzfristig (1-2 Jahre), mittelfristig (3-5 Jahre) und langfristig (mehr als 5 Jahre). In Bezug auf Risiken und Chancen verwenden wir eine detailliertere Definition für langfristige Zeithorizonte, um sie mit unserem Risikomanagementansatz in Einklang zu bringen: Wir unterscheiden zusätzlich zwischen mehr als 5-15 Jahre und mehr als 15 Jahre.
Zur Berechnung unseres Energiemixes verwenden wir Schätzungen, indem wir uns auf externe Quellen wie "Our World in Data" stützen (siehe E1-5). Für die Kennzahlen im Zusammenhang mit der Produktion erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energien haben wir Schätzungen verwendet, die auch auf branchenspezifischen Durchschnittsdaten basieren. Bezüglich der Kennzahlen der Kategorie 11 der Scope-3-Emissionen, die den Gebrauch verkaufter Produkte betreffen, verwenden wir Schätzungen, die auf internen Expertenbewertungen von Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Verkaufsvolumen basieren. Für die Kennzahlen im Zusammenhang mit Ressourcenzuflüssen verwendeten wir Schätzungen, um den prozentualen Anteil biologischer, wiederverwendeter oder recycelter Materialien zu bestimmen (siehe E5-4). In Bezug auf quantitative Daten und Geldbeträge gibt es keine signifikanten Messunsicherheiten. Unsere bisherige Berichterstattung erfolgte nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB) gemäß §§ 315b und 315c in Verbindung mit 289b bis 289e und in Übereinstimmung mit der Global Reporting Initiative (GRI). Durch die Umstellung auf die ESRS kam es zu Veränderungen in unserer Berichterstattung in Bezug auf bestimmte Angaben. Da wir die neuen Berichtsstandards anwenden, verzichten wir darauf, angepasste Vergleichszahlen zu berichten.
Neben den Informationen nach den ESRS stellen wir ebenfalls Informationen nach den Standards des Sustainability Accounting Standards Board (SASB), der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und der Global Reporting Initiative (GRI) zur Verfügung. Damit wollen wir den steigenden Transparenzansprüchen verschiedener Investorengruppen und anderer Stakeholder nachkommen. Die GRI-, TCFD- und SASB-Angaben sind unter "Weitere Informationen" zu finden und waren nicht Teil der Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit, die Deloitte für unsere Nachhaltigkeitserklärung durchgeführt hat. Wir stützen uns bei unseren Verfahren und Daten zudem auf die ISO-Normen ISO 14001, ISO 45001, ISO 9001 und ISO 50001. Die entsprechenden Zertifizierungen werden durch externe Prüfungsgesellschaften validiert und an den entsprechenden Stellen in dieser Nachhaltigkeitserklärung ausgewiesen.
Wir haben Informationen zu der folgenden Offenlegungspflicht durch Verweise aufgenommen:
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Informationen über die Schlüsselelemente unseres Geschäftsmodells und unserer Wertschöpfungskette (ESRS 2 SBM-1 38, 40a i-ii und 42a-c) finden sich unter Unternehmensprofil und Struktur im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns". |
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung und Vielfalt der Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane. Darunter fallen in unserem Unternehmen die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat der Merck KGaA sowie der Gesellschafterrat der E. Merck KG:
| 2024 | |
| Anzahl der geschäftsführenden Mitglieder | - |
| Anzahl der nicht geschäftsführenden Mitglieder | - |
| Verhältnis der Geschlechtervielfalt (in %) | 35,6 |
| Prozentsatz der unabhängigen Gremienmitglieder | 100 |
Aufgrund der Besonderheiten unserer Unternehmensstruktur bei der Merck KGaA gibt es in den relevanten Gremien keine geschäftsführenden oder nicht geschäftsführenden Mitglieder, sondern nur Mitglieder als solche. Sie alle haben vergleichbare Rechte und Pflichten. Das Verhältnis der Geschlechtervielfalt in den Gremien spiegelt das durchschnittliche Verhältnis von weiblichen zu männlichen Mitgliedern wider.
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil der Mitglieder in Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen, aufgeschlüsselt nach Geschlecht:
| 2024 | |
| Männlich (in %) | 63,3 |
| Weiblich (in %) | 36,7 |
| Divers (in %) | - |
| Gesamtanzahl | 30 |
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil der Mitglieder in Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen:
| 2024 | |
| Unter 30 Jahre (in %) | - |
| 30 - 50 Jahre (in %) | 30,0 |
| über 50 Jahre (in %) | 70,0 |
| Gesamtanzahl | 30 |
Unser Aufsichtsrat besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und übt eine Kontrollfunktion aus. Er setzt sich aus jeweils acht Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmenden zusammen.
Der Prüfungsausschuss ist mit je drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmenden eingerichtet, die für die Überwachung der IROs zuständig sind. Der Prüfungsausschuss ist generell für Rechnungslegungs- und Prüfungsangelegenheiten zuständig. Zu seinen weiteren Aufgaben zählen insbesondere die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der jeweiligen Berichte des Abschlussprüfers sowie des Halbjahresfinanzberichts und der Quartalsabschlüsse. Zu den Aufgaben gehört auch die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der Prüfungsausschuss wird mindestens einmal im Jahr über den Risikobericht und mindestens zweimal im Jahr über den Statusbericht zum Risikomanagement unterrichtet. Zusätzlich wird mindestens einmal im Jahr der Aufsichtsrat über die Nachhaltigkeitserklärung in Kenntnis gesetzt. Weitere Sitzungen werden nach Bedarf einberufen. Regelmäßige Aktualisierungen und Berichte sollen anhand von Trendbeschreibungen und Vergleichswerten sowohl den Status quo als auch den Fortschritt aufzeigen. Auf diese Weise überwacht der Aufsichtsrat und/oder der Prüfungsausschuss die Nachhaltigkeitsziele und deren Erreichung.
Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, durch die Vielfalt seiner Mitglieder seiner Kontrollfunktion optimal gerecht zu werden. Die Expertise der Mitglieder umfasst unter anderem verschiedene Nachhaltigkeitsthemen und wird jährlich durch eine Selbsteinschätzung der Aufsichtsratsmitglieder anhand einer Qualifikationsmatrix ermittelt. Die letzte Selbsteinschätzung ergab, dass 15 Mitglieder des Aufsichtsrats über Expertise im Bereich Nachhaltigkeit verfügen. Vier Mitglieder gaben im Rahmen der Selbsteinschätzung an, über gute bis sehr gute Kenntnisse im Bereich Nachhaltigkeit zu verfügen, die hauptsächlich auf Schulungen, Mitgliedschaften in relevanten Verbänden und umfangreicher praktischer Erfahrung in Ausschüssen, die sich mit Nachhaltigkeitsfragen befassen, basieren. Unter diesen Mitgliedern gibt es spezifische Fachkenntnisse bei Themen wie Klimawandel, Soziales und Unternehmensführung. Dies deutet darauf hin, dass der Aufsichtsrat als Gremium über die entsprechenden Fähigkeiten und Fachkenntnisse verfügt, um Nachhaltigkeitsaspekte zu überwachen.
Die Geschäftsleitung besteht aus fünf Mitgliedern, deren Zuständigkeitsbereiche im Geschäftsverteilungsplan detailliert aufgeführt sind. Die Mitglieder der Geschäftsleitung tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Unternehmensführung. Sie arbeiten fachlich zusammen und unterrichten sich gegenseitig regelmäßig über wichtige Angelegenheiten in ihren Zuständigkeitsbereichen. Diese gemeinsame Verantwortung gilt insbesondere für die Bereiche Nachhaltigkeit und Risikomanagement. Im Rahmen der im Geschäftsverteilungsplan festgelegten individuellen Managementverantwortlichkeiten waren die Nachhaltigkeitsaspekte des Unternehmens bis zum 30. September 2024 der Vorsitzenden der Geschäftsleitung zugeordnet und liegen seit dem 1. Oktober 2024 beim CEO von Healthcare. Die CFO ist für das Risikomanagement des Unternehmens zuständig.
Die Geschäftsleitung unterrichtet den Aufsichtsrat und seinen Prüfungsausschuss regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Weitere Einzelheiten regeln die Geschäftsordnungen der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats, die gleichzeitig sicherstellen, dass der Aufsichtsrat in angemessenem Umfang von der Geschäftsleitung informiert wird.
Die Geschäftsleitung verfügt über fundierte Kenntnisse der Schlüsselindustrien und Unternehmensbereiche, in denen wir tätig sind. Für jeden der Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics soll mindestens ein Mitglied der Geschäftsleitung gemäß dem Diversitätskonzept über vertiefte Expertise verfügen. Die Geschäftsleitung deckt die gesamte Bandbreite der notwendigen Branchenerfahrung ab. Darüber hinaus verfügt die Geschäftsleitung über vertiefte Kenntnisse der Hauptmärkte des Unternehmens in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum und hat Managementerfahrung in folgenden Ländern: Dänemark, Großbritannien, Malaysia, Singapur, Spanien und USA. Für leitende Angestellte, die speziell für Governance-Prozesse, -Kontrollen und -Verfahren verantwortlich sind, bestehen detaillierte Berichtspflichten unterhalb der Geschäftsleitungsebene.
Die Geschäftsleitung tauscht sich in regelmäßig stattfindenden Sitzungen aus. Mindestens einmal jährlich erhalten die Mitglieder Kenntnis über die Arbeit des Menschenrechtsbeauftragten und über die Ergebnisse der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Sie kommen ebenfalls einmal im Jahr zusammen, um die konzernweite Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte zu genehmigen. Durch die regelmäßige Berichterstattung werden unsere Ziele und deren Erreichung überwacht.
Bei der Identifizierung potenzieller Kandidaten für die Geschäftsleitung und deren anschließender Berufung durch die E. Merck KG berücksichtigen wir nachhaltigkeitsbezogene Fähigkeiten und Fachkenntnisse. Dazu gehören unter anderem fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf die Anforderungen der Transformation hin zu klimaneutralen Geschäftsmodellen sowie branchenspezifisches Wissen.
Der Gesellschafterrat der E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland, besteht in Ergänzung zu den Kompetenzen und der Tätigkeit des Aufsichtsrats und erfüllt, ebenso wie dieser, eine unabhängige beratende und kontrollierende Funktion gegenüber der Geschäftsleitung. Er hat drei Ausschüsse, an die einzelne Aufgaben delegiert werden können: den Personalausschuss, den Finanzausschuss und den Forschungs- und Entwicklungsausschuss. Der Gesellschafterrat als Gesamtgremium ist an der jährlichen Unternehmensplanung einschließlich der Unternehmensstrategie beteiligt, bei der Nachhaltigkeitsaspekte und IROs berücksichtigt werden.
In unserem Unternehmen ist, anders als bei Aktiengesellschaften, nicht der Aufsichtsrat, sondern der Gesellschafterrat der E. Merck KG für die Ausgestaltung und Überprüfung des Vergütungssystems sowie für die Höhe und Zusammensetzung der Vergütung der Geschäftsleitungsmitglieder zuständig. Der Gesellschafterrat hat diese Aufgabe an seinen Personalausschuss übertragen. Darüber hinaus hat der Gesellschafterrat die Geschäftsführung der Geschäftsleitung zu überwachen. Er informiert sich außerdem über die Angelegenheiten der Merck KGaA und kann zu diesem Zweck die Handelsbücher und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft sowie deren Vermögenswerte einsehen und prüfen. Durch regelmäßige Updates und Berichterstattung, einschließlich der Darstellung des Status quo, überwacht der Gesellschafterrat die Fortschritte der Ziele und die Zielerreichung.
Bei der Ernennung von Mitgliedern des Gesellschafterrats berücksichtigt der Familienrat der E. Merck KG Fähigkeiten und Fachkenntnisse in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte. Das Fachwissen der derzeitigen Mitglieder des Gesellschafterrats basiert weitgehend auf internen und externen Schulungen zu Nachhaltigkeitsthemen sowie auf langjähriger Erfahrung als Mitglied in relevanten Gremien und Ausschüssen. Der Gesellschafterrat ergänzt das Fachwissen, die Erfahrung und die Aktivitäten des Aufsichtsrats in Bezug auf Branchen- und Produktkenntnisse durch Mitglieder, die über fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Life Science, Healthcare und Electronics sowie über starke Management- und Führungsfähigkeiten verfügen.
Bei der Auswahl der zuvor beschriebenen Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane berücksichtigen wir nachhaltigkeitsbezogenes Fachwissen und Kompetenzen, die im Zusammenhang mit unseren identifizierten IROs relevant sind. Ihre diesbezügliche Expertise steht dem Konzern durch Wissenstransfer in Form von Diskussionen, Schulungen und Expertensitzungen zur Verfügung.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Gremien finden sich unter "Erklärung zur Unternehmensführung" (Inhalte sind ungeprüft).
Der Aufsichtsrat, die Geschäftsleitung und der Gesellschafterrat befassen sich auf unterschiedliche Weise mit Nachhaltigkeitsaspekten. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird einmal jährlich die Beurteilung zum aktuellen Risikoportfolio des Konzerns und zweimal im Jahr der aktuelle Umsetzungsstand des Risikomanagements vorgelegt.
In der Sitzung im Februar 2024 beschäftigten sich der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss intensiv mit dem von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die nichtfinanzielle Erklärung eingegangen. Die nichtfinanzielle Erklärung wird einmal jährlich durch die Head of Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance (SQ) vor dem Aufsichtsrat vorgestellt. SQ berichtet zudem an das Mitglied der Geschäftsleitung und den CEO von Healthcare. Die Geschäftsleitung wird mindestens zweimal jährlich über den Risikobericht unterrichtet.
Die Geschäftsleitung ist zuständig für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung von Merck. Unserer Menschenrechtsbeauftragten aus der Konzernfunktion SQ obliegt die Überwachung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten. Die Geschäftsleitung wird mindestens einmal jährlich über die Arbeit der Menschenrechtsbeauftragten und den Umsetzungsstand des Risikomanagements und der Sorgfaltspflichten informiert.
Unser Gesellschafterrat überwacht und diskutiert regelmäßig Nachhaltigkeitsaspekte als Teil der Vergütung der Geschäftsleitung in Form von Leistungskennzahlen und als Teil der jährlichen Strategie des Unternehmens.
Bei Entscheidungen über größere Transaktionen berücksichtigen die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane regelmäßig IROs und wägen diese gegeneinander ab, indem sie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Transaktion prüfen. Wir berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte auch bei der Bewertung potenzieller Akquisitionen, bei der Zuweisung von Betriebsausgaben, bei der Entscheidung über Investitionsausgaben sowie in der Forschung und Entwicklung.
Folgende wesentliche IROs (siehe entsprechende Kennungen in Klammern) behandelten die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane oder ihre jeweiligen Ausschüsse im Berichtszeitraum.
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Übergangsplan zum Klimaschutz, siehe E1 (E1-NI-01 bis E1-NI-06; E1-R-01 und E1-R-02; E1-O-01) |
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Kreislaufwirtschaft, inklusive eines neuen Ziels, siehe E5 (E5-PI-01) |
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Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit, siehe S1 (S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02; S1-PI-03) |
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Menschenrechte, siehe S2 (S2-NI-01; S2-NI-03; S2-NI-04; S2-NI-05; S2-NI-06; S2-NI-07) |
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Tierschutz, inklusive Ziele, siehe G1 (G1-NI-01) |
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Klimawandel und Reduzierung der Emissionen, siehe E1 (E1-NI-01 bis E1-NI-06; E1-R-01 und E1-R-02; E1-O-01) |
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Übergangsplan zum Klimaschutz, siehe E1 (E1-NI-01 bis E1-NI-06; E1-R-01 und E1-R-02; E1-O-01) |
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Kreislaufwirtschaft, inklusive eines neuen Ziels, siehe E5 (E5-PI-01) |
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Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen, siehe S1 (S1-NI-01; S1-NI-02; S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-01; S1-PI-02; S1-PI-03) |
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Geopolitische Risiken und ihre Bedeutung für die Geschäftsentwicklung, siehe S2 (S2-R-01) |
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Klimawandel und Reduzierung der Emissionen, siehe E1 (E1-NI-01 bis E1-NI-06; E1-R-01 und E1-R-02; E1-O-01) |
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Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle, siehe S1 (S1-NI-04) |
Nachhaltigkeitsbezogene Aspekte sind integraler Bestandteil der Vergütung unserer Geschäftsleitung. Insbesondere wird die Leistung der Geschäftsleitung anhand der Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen (THG) bewertet, wie in E1-4 berichtet.
Der Long-Term Incentive Plan (LTIP) beinhaltet einen Nachhaltigkeitsfaktor, der über einen Zeitraum von drei Jahren die Leistung zur Erreichung unserer drei strategischen Nachhaltigkeitsziele ("Fortschritt für Menschen schaffen", "Nachhaltigen Geschäftserfolg gemeinsam erzielen" und "Unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren") misst. Die variable Vergütung unserer Geschäftsleitung kann sich je nach Zielerreichung um bis zu 20,0 % nach oben oder unten anpassen. Darüber hinaus basieren die Bonus-Kriterien für die Erhöhung der Gewinnbeteiligung der Geschäftsleitung auf außergewöhnlichen Beiträgen zu unseren drei strategischen Nachhaltigkeitszielen, einschließlich Kennzahlen wie der CO 2 -Reduktion. Umgekehrt gelten Malus-Kriterien für eine Verringerung der Gewinnbeteiligung durch das Verfehlen der gleichen Nachhaltigkeitsziele.
Im aktuellen Berichtszeitraum war ein Prozentsatz der variablen Vergütung direkt an klimabezogene Aspekte geknüpft. Dies beinhaltete die kontinuierliche Integration von Nachhaltigkeitszielen in den LTIP für Führungskräfte, einschließlich der Geschäftsleitung. Dieses LTIP-Ziel zu Treibhausgasemissionen wurde erstmals ab dem Geschäftsjahr 2022 festgelegt. Der Schwerpunkt dieses Ziels lag auf den Scope-1- und Scope-2-Emissionen und der Bewertungszeitraum umfasste die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024. Im Geschäftsjahr 2023 legten wir ein neues LTIP-Ziel für den Zeitraum 2023 bis 2025 und im Geschäftsjahr 2024 ein weiteres Ziel für den Zeitraum 2024 bis 2026 fest. Jedes Ziel ist auf die absolute Reduzierung der Treibhausgasemissionen ausgerichtet, wobei die Zielwerte jährlich verschärft werden. Derzeit diskutieren wir die Zielvorschläge für den Zeitraum 2025 bis 2027. Die mögliche Auszahlung für den ersten Bewertungszeitraum für die Geschäftsleitung soll 2026 nach einer zusätzlichen Haltefrist von einem Jahr erfolgen und auch in der weiteren Zukunft entsprechend vorgenommen werden.
Zu den klimabezogenen Aspekten, die in die Vergütung einfließen, gehören spezifische Ziele für die Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen, die zum Erreichen unserer Klimaziele bis 2030 beitragen. Diese Ziele orientieren sich an unserer Verpflichtung im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi), die weltweite Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Die Geschäftsleitung ist dafür verantwortlich, die Umsetzung der Klimaschutzziele zu überwachen. Das Merck Sustainability Board überprüft regelmäßig die Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele. Das Gremium wird vom Chief Sustainability Officer geleitet. Es soll sicherstellen, dass die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und die einzelnen Geschäftsstrategien aufeinander abgestimmt sind - mit dem Ziel, das Engagement für klimabezogene Leistungen zu stärken.
Dass wir klimabezogene Ziele in den Vergütungsrahmen integrieren, spiegelt unser Engagement für Nachhaltigkeit wider und hebt zudem die Verantwortung von Führungskräften für die Erreichung unserer Klimaziele hervor. Für das Geschäftsjahr 2024 konnte die Höhe der klimabezogenen Vergütung der Geschäftsleitung nicht bestimmt werden, da der LTIP 2022 erst im Geschäftsjahr 2026 ausgezahlt wird.
Weitere Informationen zur Integration von nachhaltigkeitsbezogenen Leistungen in die Anreizsysteme unserer Geschäftsleitung finden sich in unserem "Vergütungsbericht" (ungeprüft im Rahmen der Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung).
| Kernelemente der Sorgfaltspflicht | Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung |
| Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell | ESRS 2 GOV-2 ESRS 2 GOV-3 ESRS 2 SBM-3 |
| Einbindung betroffener Interessenträger in alle wichtigen Schritte der Sorgfaltspflicht | ESRS 2 GOV-2 ESRS 2 SBM-2 ESRS IRO-1 E1-2 E2-1 (Wasserverschmutzung) E2-1 (Bodenverschmutzung) E2-1 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-1 E4-1 E5-1 S1-1 S2-1 S4 SBM-2 S4-1 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-1 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-1 (Unternehmenskultur) G1-1 (Tierschutz) |
| Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen | ESRS 2 IRO-1 E1 SBM-3 E2 SBM-3 (Wasserverschmutzung) E2 SBM-3 (Bodenverschmutzung) E2 SBM-3 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3 SBM-3 E4 SBM-3 E5 SBM-3 S1 SBM-3 S2 SBM-3 S4 SBM-3 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4 SBM-3 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1 SBM-3 (Unternehmenskultur) G1 SBM-3 (Tierschutz) |
| Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen | E1-3 E2-2 (Wasserverschmutzung) E2-2 (Bodenverschmutzung) E2-2 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-2 E4-3 E5-2 S1-4 S2-4 S4-4 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-4 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-MDR-A (Unternehmenskultur) G1-MDR-A (Tierschutz) |
| Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation | Ziele: E1-4 E2-3 (Wasserverschmutzung) E2-3 (Bodenverschmutzung) E2-3 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-3 E4-4 E5-3 S1-5 S2-5 S4-5 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-5 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-MDR-T (Unternehmenskultur) G1-MDR-T (Tierschutz) Kennzahlen: E1-5 E1-6 E1-7 E1-8 E2-4 (Wasserverschmutzung) E2-5 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3 MDR-M E4-5 E5-4 E5-5 S1-6 S1-8 S1-9 S1-10 S1-12 S1-13 S1-14 S1-16 S1-17 G1 MDR-M (Tierschutz) |
Im Zusammenhang mit den sich ständig verändernden externen und internen Anforderungen an das Management nichtfinanzieller Risiken wurde während des Berichtsjahrs 2024 weiter an der Entwicklung eines Prozess- und Organisationskonzepts sowie einer Roadmap zur Erweiterung des Managements von nichtfinanziellen Risiken gearbeitet. Das nichtfinanzielle interne Kontrollsystem ist auf die Nachhaltigkeitsstrategie abgestimmt und orientiert sich an den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Ziel ist es, die Erfüllung der Anforderungen der CSRD durch die Umsetzung organisationsweiter Maßnahmen und Kontrollen kontinuierlich zu verbessern. Unser internes Kontrollsystem beruht auf dem COSO-Rahmenwerk (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einem weltweit anerkannten Standard, der in fünf Bestandteile unterteilt wird: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die internen Kontrollen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter formalisiert und mit der Integration in das gesamte interne Kontrollsystem begonnen.
Unsere Risikobewertung folgt vordefinierten Ansätzen für quantitative und qualitative Bewertungen. Je nach Auswirkung und Wahrscheinlichkeit ist eine anschließende Priorisierung möglich. Abhilfemaßnahmen für alle identifizierten relevanten Risiken sind der Schlüssel für deren angemessene Handhabung und tragen somit zur Verringerung der Auswirkungen bei. Um die Eintrittswahrscheinlichkeit relevanter Risiken zu senken, können darüber hinaus auch folgende Maßnahmen umgesetzt werden: die Bildung von Rückstellungen zur Reduzierung der Bruttoauswirkungen oder die Anpassung des Versicherungsschutzes. Auf der Grundlage des verbleibenden Risikos entscheiden die Risikoverantwortlichen und gegebenenfalls die Geschäftsleitung, ob die umgesetzten Maßnahmen ausreichend sind oder ob das verbleibende Risiko weitere Abhilfemaßnahmen erfordert. Außerdem wird jede Abhilfemaßnahme zweimal jährlich überprüft, um ihre Wirksamkeit zu bestätigen und festzustellen, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Das Group Risk Management überwacht die aggregierten Abhilfemaßnahmen und wird regelmäßig informiert, wenn Abweichungen bei den umgesetzten Abhilfemaßnahmen festgestellt werden.
Die Verantwortung für die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Kennzahlen liegt bei den jeweils verantwortlichen Führungskräften beziehungsweise den Risiko- und Prozessverantwortlichen. Im Geschäftsjahr 2024 nahmen wir nichtfinanzielle Aspekte in den Ansatz zur Bestätigung der Gesamteffektivität des internen Kontrollsystems auf, wobei die verantwortlichen Konzernfunktionen, der jeweilige lokale Managing Director und der jeweilige lokale Chief Financial Officer entsprechende Bestätigungen unterzeichneten.
Verantwortungsvoll zu handeln ist in unserer Unternehmenskultur tief verankert. Dazu zählt etwa, dass wir die Interessen sowohl unserer Mitarbeitenden als auch der verschiedenen Kundenkreise, der Kapitalgeber sowie der Gesellschaft achten. Unser Ziel ist es, Fragen der Sicherheit und ethischen Aspekten die gleiche Bedeutung beizumessen wie dem wirtschaftlichen Erfolg. Es ist unser Anspruch, ethische, wirtschaftliche, umweltbezogene und soziale Risiken weitestmöglich zu reduzieren. Wir integrieren Nachhaltigkeit in den Innovationsprozess und in alle Schritte der Wertschöpfungskette. Bereits heute tragen unsere Produkte zum menschlichen Fortschritt und zur weltweiten Gesundheit bei - allen voran unsere Arzneimittel sowie unsere biologischen und chemischen Innovationen, die auf den neuesten Technologien beruhen.
Bei der Produktentwicklung haben wir den kompletten Lebenszyklus inklusive der Entsorgung im Blick. Wir wollen den Ansatz, wie wir unsere Fortschritte messen, kontinuierlich verbessern. Dazu passen wir ihn an aktuelle sowie zukünftige gesetzliche Vorschriften an und integrieren nachhaltigkeitsbezogene quantitative Kriterien in die Produktentwicklungsprozesse aller Unternehmensbereiche. Bei unseren Prozessen in Forschung- und Entwicklung (F&E) arbeiten wir darauf hin, Kriterien für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft kontinuierlich zu schärfen und zu integrieren. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsperformance unserer Produkte und unseres Portfolios zu bewerten. Dies ermöglicht es uns, nachhaltigere Produkte für unsere Kundenunternehmen und die Gesellschaft zu gestalten. Mit Produkten, die umfassende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, tragen wir auch dazu bei, dass die von uns belieferten Firmen ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Weitere Information finden sich in E5.
Wir haben es uns zudem zur Aufgabe gemacht, die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern und dazu beizutragen, den global ungleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verringern. Wir verstehen gesundheitliche Chancengleichheit als eine gemeinsame Anstrengung, um sicherzustellen, dass alle Menschen, unabhängig von sozioökonomischen, geografischen oder anderen Unterschieden, die bestmögliche Versorgung erhalten können. Wir arbeiten mit Partnern zusammen, um die damit zusammenhängenden komplexen Herausforderungen zu bewältigen, und sind bestrebt, die Interessen und Perspektiven unserer Stakeholder systematisch in unsere Strategie und unser Geschäftsmodell zu integrieren. Weitere Informationen finden sich in S4.
Im Mittelpunkt unserer Strategie steht unser Engagement für den menschlichen Fortschritt. Unsere Mitarbeitenden treiben diesen voran, indem sie sich diesen komplexen Herausforderungen stellen und eine Kultur der Innovation und Inklusion pflegen. Unser Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, unsere Mitarbeitenden durch faire Arbeitsbedingungen, einschließlich der Aspekte Gesundheit und Sicherheit, sowie durch unser Engagement für Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit zu stärken. Dieser Ansatz ermöglicht es unseren Mitarbeitenden, eine Karriere zu verfolgen, die ihren individuellen Wünschen, Fähigkeiten und Leidenschaften entspricht. Weitere Informationen finden sich in S1.
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Mitarbeitenden nach geografischer Region:
| 2024 1 | |
| Europa | 28.138 |
| Nordamerika | 14.187 |
| Asien-Pazifik (APAC) | 15.593 |
| Lateinamerika | 3.502 |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 1.137 |
Auch bei unseren Beschaffungsaktivitäten wenden wir strenge Nachhaltigkeitsstandards an. Mit unseren Bemühungen im Lieferantenmanagement in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette wollen wir erreichen, dass unsere Lieferanten grundlegende Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Deshalb haben wir entsprechende Strategien, Verfahren und Policies eingeführt, um Verstöße gegen diese Standards in der Lieferkette zu verhindern und unsere Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern. Sofern nicht anders angegeben, gelten die vorgestellten Ansätze für Tier-1-Lieferanten (direkte Lieferanten). Darüber hinaus umfassen unsere Aktivitäten im Lieferantenmanagement spezielle Maßnahmen, insbesondere für indirekte Lieferanten von Konfliktmineralien. Um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, arbeitet unser Einkaufsteam eng mit unseren Lieferanten zusammen. Wir wollen in allen unseren Beschaffungsregionen Transparenz schaffen und Nachhaltigkeit vollständig in alle unsere Wertschöpfungsketten integrieren. Weitere Informationen finden sich in S2.
Im Rahmen unserer Bemühungen um Transparenz und Nachhaltigkeit ist es wichtig, unsere negativen Umweltauswirkungen genau zu kennen. Durch unsere Geschäftsaktivitäten werden Emissionen in Luft und Wasser freigesetzt und Abwasser und Abfall erzeugt. Darüber hinaus verwenden wir Materialien, die bei unsachgemäßer Handhabung die Umwelt beeinträchtigen können. Wir sind bestrebt, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, und haben Strategien zur Verbesserung unserer Umweltleistung entwickelt. Dazu gehört auch die möglichst effiziente Nutzung immer knapper werdender Ressourcen. Um negative Umweltauswirkungen zu minimieren und sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der einer ständiger Überwachung der Praktiken und Leistungen bedarf. Unser Ziel ist es, das Unternehmenswachstum nach Möglichkeit von negativen Umweltauswirkungen zu entkoppeln. Bei der Produktherstellung ist es uns wichtig, die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Deshalb leben wir einen besonderen Fokus auf eine sichere Produktion, die Einhaltung hoher Umweltstandards und ein strenges Qualitätsmanagement. Weitere Informationen finden sich in E1, E2, E3, E4 und E5.
In einer zunehmend von dynamischen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen geprägten Welt halten wir wissenschaftliche Durchbrüche für dringender denn je, um Faktoren wie einer alternden Bevölkerung, neuen Technologien und dem Klimawandel zu begegnen. Diese stellen sowohl Herausforderungen als auch Chancen für uns dar, denn wir begreifen diesen Wandel als Katalysator für Innovation und Wachstum. Aus diesem Grund beobachten wir neue globale Trends und Herausforderungen genau und nutzen unter anderem Szenarioanalysen, um die komplexe Natur potenzieller Auswirkungen zu verstehen. Darüber hinaus beteiligen wir uns an Dialogen und Initiativen, beraten uns mit anderen Organisationen in unserer Branche und werten die Medien- und Nachrichtenberichterstattung aus. So können wir Risiken minimieren und gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten nutzen.
Die schnell wachsenden Herausforderungen, die sowohl die Gesellschaft als auch die Umwelt betreffen, erfordern eine klare Zielsetzung für die kommenden Jahre. Daher ist Nachhaltigkeit ein essenzieller Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Wir verfolgen drei strategische Nachhaltigkeitsziele:
Insgesamt konzentrieren wir uns in unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf sieben Fokusfelder. Innerhalb dieser Fokusfelder verwirklichen wir heute und in Zukunft zahlreiche Initiativen sowie Projekte und planen, dies auch in Zukunft zu tun. Unsere Fortschritte messen wir anhand von 16 Nachhaltigkeitskennzahlen, die wir auf unserer Webseite veröffentlichen (Inhalte der Webseite sind ungeprüft). In der folgenden Tabelle stellen wir den Teil der Nachhaltigkeitskennzahlen dar, der für unsere Berichterstattung nach ESRS verpflichtend ist:
| Strategisches Ziel | Wertschöpfungsstufe | Nachhaltigkeitskennzahl | 2024 | 2023 | Weitere Details |
| 1 | Nachgelagert | Anzahl Menschen, die mit unseren Healthcare-Produkten behandelt werden (in Mio.) 1 | 184 | 177 | S4 |
| 2 | Eigenes Geschäft | Anteil von Frauen in Führungspositionen (in %) | 39 | 39 | S1 |
| 2 | Eigenes Geschäft | Environment, Health and Safety (EHS) Incident Rate | 2,2 | 2,4 | S1 |
| 2 | Eigenes Geschäft | Lost Time Injury Rate (LTIR) | 1,2 | 1,3 | S1 |
| 2 | Vorgelagert | Anteil relevanter Lieferanten (in Bezug auf Anzahl), die von einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt sind 1 (in %) | 75 | 66 | S2 |
| 2 | Vorgelagert | Anteil relevanter Lieferanten (in Bezug auf Beschaffungsausgaben), die von einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt sind 1 (in %) | 94 | 94 | S2 |
| 2 | Eigenes Geschäft | Verstöße gegen die Global Social and Labor Standards Policy | 57 | 60 | S1 |
| 3 | Eigenes Geschäft | Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 (in Tonnen) 1 | 1.085.124 | 1.463.000 | E1 |
| 3 | Vorgelagert; nachgelagert | Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope-3-Intensität: Tonnen CO 2 eq pro Mio. € Bruttoergebnis) | 359 | 371 | E1 |
| 3 | Vorgelagert | Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen (in %) | 52 | 51 | E1 |
| 3 | Eigenes Geschäft | Circularity Rate (in %) | 69,2 | 67,8 | E5 |
| 3 | Eigenes Geschäft | Wasserentnahmeintensität (m 3 pro Mio. € Umsatzerlöse) | 588 | 576 | E3 |
1 Die Kennzahl geht in den Nachhaltigkeitsfaktor
für den Merck Long-Term Incentive Plan (LTIP) ein.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir grundsätzlich konzernweit um. Für unsere drei Unternehmensbereiche mit ihrem unterschiedlichem Produkt- und Dienstleistungsportfolio sind spezifische Aktivitäten definiert. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Nachhaltigkeitskennzahlen weltweit. Wo passend, unterscheiden wir nach geografischen Gebieten oder Beziehungen zu Stakeholdern, beispielsweise bei unserer Strategie im Unternehmensbereich Healthcare, den Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen sowie zu (Qualitäts-)Informationen in Ländern mit niedrigerem und mittlerem Einkommen zu verbessern. Die in diesem Zusammenhang definierten Ziele beziehen die Interessen unserer Stakeholder ein, zum Beispiel die der Endnutzer, die von unserem Programm zur Ausrottung der Bilharziose profitieren, hauptsächlich in Subsahara-Afrika.
Unser Unternehmensbereich Life Science verfolgt einen ganzheitlichen Lebenszyklus-Ansatz, der Nachhaltigkeitsaspekte in der gesamten Wertschöpfungskette einbezieht: von der Auswahl der Rohstoffe und der Lieferkette über Forschung und Entwicklung, Produktion, Verpackung, Vertrieb und Produktnutzung bis hin zum Ende des Lebenszyklus und der Entsorgung. Wir gehen auch über den Produktlebenszyklus hinaus und arbeiten daran, den weltweiten Zugang zu Wissenschaft und MINT-Bildung zu verbessern. Mit unseren Fortschritten bei der Erfüllung dieser Verpflichtungen unterstützen wir unsere Kunden auf ihrem eigenen Weg zur Nachhaltigkeit durch zielgerichtete Maßnahmen wie unser Design for Sustainability Framework, unser SMASH-Packaging-Programm oder unser EDISON-Programm für Energie- und Wassereffizienz. Durch die globale Zusammenarbeit mit funktionsübergreifenden Teams, Industriepartnern, Lieferanten und Kunden fungieren wir als Nachhaltigkeitsmultiplikator für die Life-Science-Branche. Weitere Informationen finden Sie unter E1, E2, E3 und E5.
Der strategische Schwerpunkt unseres Unternehmensbereichs Healthcare liegt darauf, die Bedürfnisse von Patienten sowie der Umwelt in Einklang zu bringen und gleichzeitig das langfristige Unternehmenswachstum voranzutreiben. Unsere Bemühungen konzentrieren sich unter anderem darauf, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren und eine zunehmende Kreislaufwirtschaft zu fördern. In dem Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) streben wir an, Medikamente mit hoher gesundheitlicher Wirkung zu entwickeln und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Zudem setzen wir uns für die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit ein. Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern, wobei wir uns insbesondere auf Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen konzentrieren. Unser Anspruch ist es, medizinische Bedarfslücken zu schließen. Dazu bieten wir maßgeschneiderte Gesundheitslösungen an und nutzen digitale Gesundheitstechnologien. Wir verstehen Zusammenarbeit als Schlüssel zu dieser Strategie und fördern sie zum einen durch den Aufbau transparenter Beziehungen zu Lieferanten und zum anderen durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften, akademischen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen. Weitere Informationen finden sich in S4.
In unserem Unternehmensbereich Electronics sind wir bestrebt, die digitale Transformation mitzugestalten. Wir betrachten Nachhaltigkeit als einen zentralen Aspekt unserer Technologie-Roadmap und wollen uns den kritischen Herausforderungen der Branche stellen. Wir nutzen Daten und digitale Tools, um die Entwicklung neuer Lösungen zu beschleunigen, zum Beispiel Prozessgase mit geringerem Treibhauspotenzial oder Ersatzstoffe für besorgniserregende Stoffe. Als wichtiger Zulieferer der Elektronikindustrie wollen wir die Umweltauswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten reduzieren, wobei wir uns auf Treibhausgasemissionen, Wasser- und Energieverbrauch sowie Abfall konzentrieren. Weitere Informationen finden sich in E1, E2, E3 und E5.
Einzelheiten zu unserem Geschäftsmodell und unserer Wertschöpfungskette finden sich unter Unternehmensprofil und Struktur im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" in unserem Lagebericht.
Der Austausch mit unseren verschiedenen Stakeholdern ist entscheidend für uns. Im Dialog mit ihnen machen wir unsere Entscheidungen und unser Handeln transparent, um die Akzeptanz für unsere Geschäftstätigkeit zu erhöhen. Unser Ziel ist es, unterschiedliche Interessen möglichst in Einklang zu bringen, Vertrauen aufzubauen und langfristig zu erhalten. Wir führen einen kontinuierlichen Dialog mit unseren Stakeholdern und nutzen diesen Austausch, um Trends und Entwicklungen in der Gesellschaft und in unseren Geschäftsfeldern zu erkennen und in unseren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu berücksichtigen. Wir führen regelmäßig eine systematische Wesentlichkeitsanalyse durch, die uns Anhaltspunkte zu Stakeholder-Erwartungen gibt. Auf diese Weise identifizieren wir die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Themen, die für unsere Anspruchsgruppen bedeutend sind - und somit auch für uns.
Für die Interaktion mit bestimmten Stakeholdern haben wir Policies und Grundsätze festgelegt. Dabei steht stets das regelkonforme Handeln im Vordergrund. Beispielsweise haben wir interne Policies und Überprüfungsprozesse für die Beziehung zu Patienten, für Interaktionen im Gesundheitswesen sowie für Geschäftspartnerschaften definiert.
Unsere wichtigsten Stakeholder:
| ― |
Aktionäre |
| ― |
Arbeitnehmervertretungen |
| ― |
Aufsichtsbehörden |
| ― |
Familie Merck |
| ― |
Gemeinden |
| ― |
Gesundheitssysteme |
| ― |
Kunden |
| ― |
Medien |
| ― |
Mitarbeitende |
| ― |
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) |
| ― |
Patientenorganisationen |
| ― |
Patienten |
| ― |
Verbände/politische Entscheidungsträger |
| ― |
Vertriebs- und Geschäftspartner |
| ― |
Wettbewerber |
| ― |
Wissenschaftler |
| ― |
Zulieferer |
Die Interaktion mit unseren Stakeholdern ist dezentral organisiert - basierend auf Geschäftsanforderungen, rechtlichen Rahmenbedingungen (zum Beispiel Interaktion mit Patientinnen und Patienten oder politischen Entscheidungsträgern), Relevanz und Art der Interaktion. Mit unseren Stakeholdern kommunizieren wir regelmäßig über verschiedene Formate: Wir führen Stakeholder-Befragungen durch oder veranstalten themenspezifische Dialoge auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Zudem tauschen wir uns in Gesprächs- und Informationsforen oder im Zuge unserer Interessenvertretung (Advocacy) sowie unserer Verbandsarbeit aus.
Für uns sind die Interessen, Ansichten und Rechte unserer Belegschaft integrale Bestandteile unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells. Wir stehen in regelmäßigem Dialog mit unseren Mitarbeitenden, beispielsweise durch Umfragen oder Mitarbeitergruppen (Employee Resource Groups, ERGs), um Einblicke in ihre Bedürfnisse und Anliegen zu erhalten. Dieses Feedback fließt direkt in unsere Policies und Initiativen ein, die darauf abzielen, das Wohlergehen, die Vielfalt und die Inklusion der Mitarbeitenden kontinuierlich zu verbessern. Durch die Integration der Perspektiven unserer Mitarbeitenden in unsere Entscheidungsprozesse möchten wir sicherstellen, dass unser Geschäftsmodell nicht nur die finanzielle Leistung fördert, sondern auch eine Kultur des Respekts und der Eigenverantwortung unterstützt.
Unser Anspruch ist es, dass sich unsere Mitarbeitenden im Unternehmen eingebunden und zugehörig fühlen. Deshalb verfolgen wir unseren Ansatz zu Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit (Diversity, Equity, Inclusion and Belonging, DEIB) mit dem gleichen Nachdruck wie unsere anderen konzernweiten Unternehmensziele. Wir möchten unsere Mitarbeitenden beispielsweise dabei unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen - unabhängig von geschlechtlicher Identität, Kultur, ethnischer Herkunft, Religion und Glaube, sexueller Orientierung, Nationalität, sozioökonomischem Status, Familienstand, Alter, Mentalität oder politischer Überzeugung. Auch die Sprache einer Person, ein möglicher Grad der Behinderung oder Veteranenstatus spielen keine Rolle. Wir sind davon überzeugt, dass unser DEIB-Ansatz den Fortschritt fördert, unsere Innovationsfähigkeit in allen Unternehmensbereichen stärkt und unsere Bemühungen unterstützt, in den Gemeinden, in denen wir leben und arbeiten, positive Veränderungen zu bewirken.
In unserer Human Rights Charter und ergänzenden Policies legen wir unser Engagement für die Wahrung der Rechte unserer Mitarbeitenden dar, mit dem wir ein sicheres, gerechtes und inklusives Arbeitsumfeld gewährleisten wollen. So betont beispielsweise unsere Social and Labor Standards Policy, dass unser Unternehmen keinerlei Form von Diskriminierung, körperlicher oder verbaler Belästigung oder Intoleranz toleriert. Wir führen regelmäßige Risikobewertungen durch, um potenzielle Menschenrechtsrisiken innerhalb unserer Belegschaft zu identifizieren und zu mindern. Weitere Informationen zur eigenen Belegschaft sind in S1 zu finden.
In Bezug auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette haben wir uns zum Ziel gesetzt, sicherzustellen, dass es in unseren eigenen Geschäftstätigkeiten und bei unseren Lieferanten oder Geschäftspartnern zu keinen Menschenrechtsverletzungen kommt. Unser Engagement für die Menschenrechte der Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette spiegelt sich in unseren jeweiligen Policies wider. Als ein Schlüsselelement unseres Ansatzes haben wir unsere Leitlinie zur Einkaufs-Strategie angepasst, um Nachhaltigkeitskriterien in unsere Entscheidungsprozesse zu integrieren. Dies wirkt sich auf unsere Prozesse zur Lieferantenauswahl sowie auf die Bewertung der Lieferantenleistung aus. Darüber hinaus sind wir aktive Mitglieder in Multi-Stakeholder-Gruppen, um uns über die Interessen der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette aus bestimmten Bereichen auszutauschen und diese zu berücksichtigen. Wir führen regelmäßige Audits durch und bieten Schulungen für Lieferanten an, durch die wir sicherstellen wollen, dass unsere Lieferanten ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen und Initiativen in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sind in S2 zu finden.
In Bezug auf Verbraucher und Endnutzer wollen wir qualitativ hochwertige klinische Forschung betreiben, die mit geltenden Gesetzen und Bestimmungen im Einklang steht. Wir legen konzernweite Anforderungen fest, die sicherstellen sollen, dass wir bei unseren klinischen Studien hohe ethische und wissenschaftliche Standards einhalten. An oberster Stelle stehen für uns die Sicherheit, das Wohlergehen, die Würde sowie die Rechte der erkrankten und gesunden Menschen, die an unseren klinischen Studien teilnehmen. Sobald unsere Produkte auf dem Markt erhältlich sind, können sie nur mit einem ärztlichen Rezept in einer Apotheke erworben werden. So soll die sichere Anwendung unserer Medikamente für unsere Endverbraucher gewährleistet werden, da der Zugang zum Medikament nur gewährt wird, wenn dies medizinisch gerechtfertigt ist. Wir möchten sicherstellen, dass unsere Produkte bei der Bekämpfung einer Krankheit wirksam sind und gleichzeitig das geringstmögliche Risiko für die Endnutzer darstellen.
Darüber hinaus priorisieren wir den Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen sowie den Zugang zu (hochwertigen) Informationen auf der Grundlage ihrer Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten - insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Wir konzentrieren uns auf Bezahlbarkeit, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit. Neben dem Zugang zu unserem Healthcare-Portfolio konzentriert sich unsere Zugangsstrategie auch auf Krankheiten, von denen bedürftige Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark betroffen sind. Unser Ansatz umfasst eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungen verschiedener Länder, internationalen Organisationen und anderen Stakeholdern. Im Rahmen des Zugangs zu (hochwertigen) Informationen konzentriert sich unser Geschäftsmodell auf die Stärkung des Gesundheitswesens und der lokalen Gesundheitsfähigkeiten, indem wir Fachwissen und Fähigkeiten der wissenschaftlichen und medizinischen Fachkräfte durch ein Expertennetzwerk verbessern wollen. Weitere Informationen zu den Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern sind in S4 zu finden.
Um ein umfassendes Verständnis unserer internen und externen Stakeholder zu erhalten, haben wir im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse Stakeholder und Nutzer von Nachhaltigkeitsberichten identifiziert und klassifiziert. Weitere Informationen finden sich in der Prozessbeschreibung zur Ermittlung und Bewertung unserer wesentlichen IROs unter Schritt 3 "Auflistung und Einbindung relevanter Stakeholder".
Unsere Geschäftsleitung trägt die konzernweite Verantwortung für unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Sie verabschiedete im Geschäftsjahr 2020 unsere drei strategischen Nachhaltigkeitsziele. Die Einheit Group Corporate Sustainability ist für die Entwicklung und Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie zuständig und informiert die Geschäftsleitung mindestens einmal jährlich über Fortschritte und Handlungsbedarf. Group Corporate Sustainability ist Teil der Konzernfunktion Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance (SQ) und ist dem CEO des Unternehmensbereichs Healthcare - stellvertretend für die gesamte Geschäftsleitung - unterstellt. Auf Geschäftsleitungsebene liegt die Verantwortung für Environment, Social, Governance (ESG) ebenfalls beim CEO des Unternehmensbereichs Healthcare. Die Head of SQ fungiert auch als Chief Sustainability Officer. Sie informiert die Geschäftsleitung über relevante Nachhaltigkeitsthemen zum Beispiel zum Klimaschutz.
Group Corporate Sustainability ist auch für die Koordination des Merck Sustainability Board (MSB) verantwortlich, dessen Vorsitz die Head of SQ innehat. Das Gremium setzt sich aus Vertretern unserer Unternehmensbereiche und wichtiger Konzernfunktionen wie Beschaffung, Kommunikation und Controlling zusammen. Mitglieder der Geschäftsleitung können an den Sitzungen des MSB teilnehmen.
Das MSB steuert und überwacht die konzernweite Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, definiert Prioritäten und legt weltweit gültige Nachhaltigkeitsrichtlinien fest. Darüber hinaus stellt das MSB sicher, dass die Initiativen unserer verschiedenen Unternehmensbereiche, Konzernfunktionen und Tochtergesellschaften mit unserer globalen Nachhaltigkeitsstrategie in Einklang stehen. Außerdem empfiehlt es der Geschäftsleitung entsprechende Initiativen. Jedes Mitglied der Geschäftsleitung ist in seinem Zuständigkeitsbereich auch für Nachhaltigkeit verantwortlich, überprüft die gesetzten Prioritäten und entscheidet über die Umsetzung von Initiativen.
Nachfolgend geben wir einen Überblick über unsere im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen IROs. Ausführlich beschreiben wir diese in den jeweiligen Themenkapiteln. Die Methodik unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse erläutern wir unter "Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1)".
| Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO)-Kennung | IRO-Kategorie | Nachhaltigkeitsaspekt | Kapitelreferenz |
| E1-NI-01 | Tatsächliche negative Auswirkung | Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz | E1 Klimawandel |
| E1-NI-02 | Tatsächliche negative Auswirkung | Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie | E1 Klimawandel |
| E1-NI-03 | Tatsächliche negative Auswirkung | Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie | E1 Klimawandel |
| E1-NI-04 | Tatsächliche negative Auswirkung | Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz | E1 Klimawandel |
| E1-NI-05 | Tatsächliche negative Auswirkung | Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie | E1 Klimawandel |
| E1-NI-06 | Tatsächliche negative Auswirkung | Energie | E1 Klimawandel |
| E2-NI-01 | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung | Wasserverschmutzung | E2 Umweltverschmutzung |
| E2-NI-02 | Potenzielle negative Auswirkung | Besorgniserregende Stoffe; Besonders besorgniserregende Stoffe | E2 Umweltverschmutzung |
| E3-NI-01 | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung | Wasserentnahme | E3 Wasser- und Meeresressourcen |
| E4-NI-01 | Potenzielle negative Auswirkung | Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts: Landnutzungsänderungen, Süßwasser- und Meeresnutzungsänderungen | E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme |
| E5-NI-01 | Tatsächliche negative Auswirkung | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| E5-NI-02 | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung | Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen; Abfälle | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| E5-NI-03 | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung | Abfälle | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| S1-NI-01 | Potenzielle negative Auswirkung | Arbeitsbedingungen: Sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; Angemessene Entlohnung; Tarifverhandlungen, einschließlich der Quote der durch Tarifverträge abgedeckten Arbeitskräfte | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S1-NI-02 | Potenzielle negative Auswirkung | Arbeitsbedingungen: Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S1-NI-03 | Potenzielle negative Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S1-NI-04 | Potenzielle negative Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S2-NI-01 | Tatsächliche negative Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Vielfalt; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-02 | Tatsächliche negative Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-03 | Potenzielle negative Auswirkung | Sonstige arbeitsbezogene Rechte: Kinderarbeit; Zwangsarbeit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-04 | Potenzielle negative Auswirkung | Sonstige arbeitsbezogene Rechte: Kinderarbeit; Zwangsarbeit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-05 | Tatsächliche negative Auswirkung | Sonstige arbeitsbezogene Rechte: Kinderarbeit; Zwangsarbeit; Angemessene Unterbringung; Wasser- und Sanitäreinrichtungen; Datenschutz | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-06 | Tatsächliche negative Auswirkung | Arbeitsbedingungen: Sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; Angemessene Unterbringung; Gesundheitsschutz und Sicherheit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S2-NI-07 | Tatsächliche negative Auswirkung | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S4-NI-01 | Potenzielle negative Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| G1-NI-01 | Tatsächliche negative Auswirkung | Tierschutz | G1 Unternehmensführung |
| E5-PI-01 | Tatsächliche positive Auswirkung | Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| S1-PI-01 | Tatsächliche positive Auswirkung | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S1-PI-02 | Tatsächliche positive Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Vielfalt | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S1-PI-03 | Tatsächliche positive Auswirkung | Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Weiterbildung und Kompetenzentwicklung | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S4-PI-01 | Tatsächliche positive Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-02 | Tatsächliche positive Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit; Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer: Zugang zu (hochwertigen) Informationen | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-03 | Potenzielle positive Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-04 | Potenzielle positive Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-05 | Potenzielle positive Auswirkung | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-06 | Tatsächliche positive Auswirkung | Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Zugang zu Produkten und Dienstleistungen | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-07 | Tatsächliche positive Auswirkung | Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Zugang zu Produkten und Dienstleistungen | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| S4-PI-08 | Tatsächliche positive Auswirkung | Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Zugang zu Produkten und Dienstleistungen | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| G1-PI-01 | Potenzielle positive Auswirkung | Unternehmenskultur | G1 Unternehmensführung |
| E1-R-01 | Risiko | Anpassung an den Klimawandel | E1 Klimawandel |
| E1-R-02 | Risiko | Klimaschutz | E1 Klimawandel |
| E2-R-01 | Risiko | Bodenverschmutzung | E2 Umweltverschmutzung |
| E2-R-02 | Risiko | Besorgniserregende Stoffe; Besonders besorgniserregende Stoffe | E2 Umweltverschmutzung |
| E5-R-01 | Risiko | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| E5-R-02 | Risiko | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung | E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| S1-R-01 | Risiko | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S1 Arbeitskräfte des Unternehmens |
| S2-R-01 | Risiko | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| S4-R-01 | Risiko | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
| E1-O-01 | Chance | Klimaschutz | E1 Klimawandel |
| S4-O-01 | Chance | Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern: Gesundheitsschutz und Sicherheit | S4 Verbraucher und Endnutzer |
Darüber hinaus wurden keine unternehmensspezifischen IROs identifiziert, die über die von den ESRS vorgeschriebenen Themen hinausgehen. Die derzeitigen und erwarteten finanziellen Effekte unserer wesentlichen IROs auf unser Geschäftsmodell, unsere Wertschöpfungskette, unsere Strategie und unsere Entscheidungsfindung führen wir in den themenspezifischen Kapiteln auf.
In Bezug auf die identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen gab es im Berichtsjahr keine Ereignisse, die zu wesentlichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Finanz-, Vermögens- und Liquiditätslage führten, die über die unter E2 gemeldeten Rückstellungen für den Umweltschutz hinausgingen. Für den nächsten Berichtszeitraum erwarten wir keine signifikante Veränderung.
Änderungen bei der Wesentlichkeitsanalyse ergaben sich durch den Wechsel des Berichtsrahmenwerks. In den Vorjahren wendeten wir für unsere Wesentlichkeitsanalyse den Standard der Global Reporting Initiative (GRI) an. Unsere Wesentlichkeitsanalyse 2024 wurde hingegen nach den Vorgaben der ESRS durchgeführt. Im Unterschied zum GRI muss nach den Vorgaben der ESRS die Wesentlichkeitsanalyse auch unter Einbezug der finanziellen Materialität durchgeführt werden (doppelte Wesentlichkeit). Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die ESRS bestimmte Nachhaltigkeitsthemen in einem höheren Detailgrad aufführen, die bei der Analyse zu berücksichtigen sind. So identifizierten wir beispielsweise wesentliche IROs zu besorgniserregenden Stoffen. Eine weitere Änderung im Vergleich zum Vorjahr ist, dass keine wesentlichen IROs zu den Themen Compliance-Management, verantwortungsvolle Interaktionen im Gesundheitswesen, Bioethik und digitale Ethik sowie Innovation und Technologie identifiziert wurden und wir somit im vorliegenden Bericht keine Angaben dazu machen.
Dank unseres robusten Geschäftsmodells mit drei in unterschiedlichen Märkten tätigen Unternehmensbereichen und unserer klaren Positionierung als Wissenschafts- und Technologieunternehmen sind wir auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2024 aktualisierten wir unsere Resilienzanalyse und konzentrierten uns dabei auf Klimarisiken und -chancen, um ein umfassendes Verständnis der bevorstehenden Herausforderungen und Perspektiven zu erhalten. Details finden sich unter E1.
Die Bewertung der Auswirkungen erfolgte anhand eines Bewertungsbogens, in dem alle in den ESRS vorgegebenen Bewertungskriterien angewandt wurden. Demnach treten negative Auswirkungen auf, wenn das Unternehmen durch seine direkten oder indirekten Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft und/oder der Umwelt Schaden zugefügt hat. Als positive Auswirkungen betrachten wir Aktivitäten, die weit über die Einhaltung von Gesetzen hinausgehen und einen klaren Mehrwert für die Umwelt und/oder die Gesellschaft schaffen. Bei der Bewertung berücksichtigten wir, ob es sich um eine tatsächliche oder potenzielle Auswirkung handelt, und bestimmten den Schweregrad anhand von Umfang und Ausmaß sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzieller Auswirkungen. Bei negativen Auswirkungen bezogen wir zusätzlich die Unabänderlichkeit der Auswirkungen ein.
Die Bewertung führten wir entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette für alle unsere Unternehmensbereiche durch. Dabei berücksichtigten wir unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio, unsere Vermögenswerte, unsere vielfältigen Geschäftsbeziehungen und unsere geografische Lage. Um zu bestimmen, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die Berichterstattung wesentlich sind, bewerteten wir jede tatsächliche als auch als potentiell identifizierte Auswirkung einzeln und versahen sie mit einem quantitativen Schwellenwert. Auswirkungen, die als erheblich oder kritisch eingestuft wurden, betrachten wir als wesentlich für die Berichterstattung.
Um die finanzielle Wesentlichkeit zu bestimmen, bewerteten wir die Risiken und Chancen gemäß den ESRS-Anforderungen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potenziellen Ausmaß der finanziellen Effekte, die sich aus ihnen ergeben. Das Ausmaß eines Risikos oder einer Chance und die damit verbundenen Implikationen für EBITDA pre und/oder den operativen Cashflow bewerteten wir anhand von fünf Kategorien: unwesentlich, gering, moderat, erheblich oder kritisch. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmten wir innerhalb der Kategorien sehr unwahrscheinlich, unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich oder wahrscheinlicher als nicht. Die Berechnung der finanziellen Gesamteffekte erfolgte durch die Multiplikation von Ausmaß und Wahrscheinlichkeit. Die Bewertungskriterien stimmten wir mit dem Risikomanagement unseres Unternehmens ab und berücksichtigten dessen Risikomatrix. Bei der Festlegung des Schwellenwerts berücksichtigten wir jedes Unter-(unter)thema einschließlich der zugrunde liegenden Risiken und Chancen sowie deren jeweilige quantitative Bewertungsergebnisse. Den Schwellenwert für die finanzielle Wesentlichkeit, der dem Schwellenwert von Group Risk Management entspricht, legten wir für alle Unter(unter)themen fest, deren Risiken und Chancen als erheblich oder kritisch eingestuft wurden. Bei der Identifizierung und Bewertung der IROs wählten wir einen Bruttoansatz, das heißt, es wurden keine Abhilfemaßnahmen berücksichtigt.
Wir führten eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch, um unsere wesentlichen IROs zu ermitteln. Der Prozess durchlief folgende Schritte:
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Schritt 1 - Liste der Nachhaltigkeitsthemen und Identifizierung von IROs: Wir erstellten eine Themenliste, die auf den im ESRS 1 AR 16 aufgeführten Nachhaltigkeitsaspekten basiert, und glichen diese mit den Nachhaltigkeitsthemen aus der Wesentlichkeitsanalyse 2023 ab. Um die Liste der IROs zusammenzustellen, führten wir zusätzliche Recherchen in den SASB Standards und weiteren Datenbanken durch. Jedem IRO ordneten wir die entsprechenden ESRS-Unter(unter)themen zu. Für Risiken, einschließlich physischer und transitorischer Risiken, sowie Chancen berücksichtigten wir zusätzlich Risikobewertungen, wie sie zum Beispiel im Risikobericht, in Risikotabellen und im TCFD-Risikobericht zu finden sind. Die Bewertung führten wir für unsere gesamte Wertschöpfungskette durch und beachteten dabei auch länderspezifische Besonderheiten. |
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Schritt 2 - Abbildung der Wertschöpfungskette: Aufgrund der unterschiedlichen Natur der Geschäftsmodelle unserer Unternehmensbereiche ermittelten wir die Wertschöpfungskettenstufen pro Unternehmensbereich, um einen Überblick über unsere gesamte Wertschöpfungskette zu erhalten. Darauf aufbauend identifizierten wir die Geschäftsaktivitäten und damit verbundenen Branchen. Anschließend eruierten wir die zugrunde liegenden ESRS-Sektoren und -Industrien, indem wir den ESRS-SEC-1-Standard zur Sektorklassifizierung heranzogen. Soweit möglich gaben wir auch Abhängigkeiten von Ländern, geografischen Gebieten und Standorten, zum Beispiel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, an. |
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Schritt 3 - Auflistung und Einbindung relevanter Stakeholder: Wir identifizierten interne und externe Stakeholder und unterteilten sie abhängig von ihrer Einbindung in den Gesamtbewertungsprozess der Wesentlichkeitsanalyse in zwei Gruppen: Interne Expertinnen und Experten der Konzernfunktionen, zum Beispiel Procurement, Human Resources und die Finanzabteilungen (Risk Management, Financial Reporting, Controlling), sowie Fachleute aus den drei Unternehmensbereichen waren an der detaillierten Identifizierung, Validierung und Bewertung der IROs in ihrem jeweiligen Fachgebiet beteiligt. Weitere externe und interne Stakeholder wurden über Fragebögen in die Validierung der Ergebnisse eingebunden. Die Natur berücksichtigten wir als stillen Stakeholder bei der IRO-Bewertung der jeweiligen Themen, beispielsweise Biodiversität. Während des Prozesses fanden keine direkten Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften statt. |
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Schritt 4 - Beschreibung der IROs: Wir analysierten, ob IROs für die identifizierten Geschäftsaktivitäten und die zugrunde liegenden Branchen der Wertschöpfungskette existieren. Dabei überprüften wir unsere Geschäftsaktivitäten unter anderem auch auf Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, Wasser- und Meeresressourcen sowie Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Dem gesamten Prozess lag dabei ein ergebnisoffener Ansatz zugrunde. Neue Erkenntnisse, die entweder von internen Themenexpertinnen und -experten oder von anderen Stakeholdern stammen, nahmen wir bei Bedarf in alle Schritte des Ansatzes auf und berücksichtigten diese. |
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Schritt 5 - Bewertung der IROs: Wie in Schritt 3 beschrieben, wurden die identifizierten IROs von internen Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet auf der Grundlage abgestimmter quantifizierter Bewertungskriterien entlang der Wertschöpfungskette bewertet. Die Ergebnisse der Folgenabschätzung wurden durch die Einbeziehung interner und externer Stakeholder validiert, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse mit den Perspektiven der Stakeholder übereinstimmen. |
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Schritt 6 - Abschließende Überprüfung und Genehmigung: Schließlich validierten wir die Ergebnisse der Wesentlichkeit der Auswirkungen und der finanziellen Wesentlichkeit. Dazu durchliefen die Ergebnisse verschiedene Qualitätskontrollen, wie Überprüfung und Validierung durch das Management der Unternehmensbereiche, bevor sie schließlich durch das Merck Sustainability Board (MSB) genehmigt wurden. |
Unser Prozess zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen umfasste mehrere Schritte:
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Identifizierung kritischer Standorte: Zuerst wählten wir die bedeutendsten Standorte für unsere globalen Geschäftsaktivitäten aus, wobei unter anderem deren Gesamtversicherungswert berücksichtigt wurde. |
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Analyse des Treibhausgasinventars: Wir nutzten unsere bestehende interne Analyse, um die Emissionen unserer gesamten Geschäftstätigkeit zu bewerten. Dies hilft uns dabei, alle relevanten Quellen unserer Treibhausgasemissionen zu verstehen. |
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Identifizierung physischer Risiken: Wir führten daraufhin eine umfassende Bewertung klimabedingter physischer Risiken durch, indem wir potenzielle Gefahren wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Stürme identifizierten. Bei der Bewertung berücksichtigten wir insbesondere das Hochemissionsklimaszenario (4,0 °C). Dabei betrachteten wir die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Aktivitäten gegenüber diesen Gefahren. |
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Transitorische Risken und Chancen: Wir bewerteten klimabedingte transitorische Risiken und Chancen in unseren Geschäftsaktivitäten und in unserer Wertschöpfungskette, indem wir wichtige Treiber für den Übergang zu einem 1,5 °C-Klimaszenario identifiziert haben. Anschließend bewerteten wir, inwiefern unsere Aktivitäten und Finanzen diesen Variablen ausgesetzt sein könnten, und nutzten dafür Quantifizierungen der transitorischen Bruttorisiken und -chancen. |
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Risikobewertung: Wir analysierten historische Daten, wissenschaftliche Studien und Expertenmeinungen, um die Wahrscheinlichkeit und die Eigenschaften potenzieller katastrophaler Ereignisse in bestimmten Bereichen zu bestimmen. Für relevante Risiken bewerteten wir die potenziellen Auswirkungen mit und ohne Maßnahmen zur Risikominderung, wobei beispielsweise strategische Investitionen in erneuerbare Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz berücksichtigt wurden. |
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Expositionsanalyse: Wir identifizierten und quantifizierten die gefährdeten Vermögenswerte, die von Klimaereignissen betroffen sein könnten, wie Infrastruktur, Gebäude, Inventar und andere physische oder finanzielle Vermögenswerte. |
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Vulnerabilitätsanalyse: Wir bewerteten die Vulnerabilität exponierter Vermögenswerte, um zu verstehen, wie verschiedene Arten von Vermögenswerten von möglichen Klimaereignissen betroffen sein könnten und schätzten ihre Anfälligkeit für Schäden oder Verluste ein. |
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Ereignissimulation: Um mögliche Verluste abzuschätzen, simulierten wir die potenziellen Auswirkungen von Klimaereignissen, indem wir die Gefahrenmerkmale wie Intensität und Dauer mit der Vulnerabilität der Vermögenswerte kombinierten. |
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Verlustschätzung: Wir berechneten die erwarteten Verluste in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen, einschließlich Sachschäden, Geschäftsausfälle, Haftungsansprüche und anderer relevanter Faktoren. |
Wir nutzten die Climate Risk Assessment (CRA)-Methodik und -Modelle eines externen Anbieters, um sowohl physische als auch transitorische Risiken beziehungsweise Chancen über verschiedene Zeitrahmen hinweg zu quantifizieren. Für physische Risiken sind diese mit der erwarteten Lebensdauer von Vermögenswerten, strategischer Planung und Kapitalallokation verbunden. Die Identifizierung von klimabedingten Gefahren und die Bewertung der Exposition und Sensitivität basieren auf einem Hochemissionsklimaszenario und relevanten regionalen Klimaprognosen. Dieser Prozess umfasst eine detaillierte Analyse mit Hilfe von Klimamodellen, um die potenzielle Häufigkeit und Schwere von Gefahren zu bewerten. Wir bewerten systematisch die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten unter Berücksichtigung geografischer, betrieblicher und zeitlicher Faktoren:
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Wahrscheinlichkeit: Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit für jedes identifizierte Risiko auf der Grundlage historischer Daten und Klimamodelle. |
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Ausmaß: Bewertung des potenziellen Schweregrads jeder Gefahr und ihres Ausmaßes an Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und Vermögenswerte. |
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Dauer: Berücksichtigung der voraussichtlichen Dauer jeder Gefahr, um potenzielle langfristige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten zu verstehen. |
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Geografische Koordinaten: Einbeziehung von Geodaten zur Analyse bestimmter Standorte unserer Geschäftstätigkeit und Lieferketten, um Schwachstellen auf der Grundlage der geografischen Exposition gegenüber klimabedingten Gefahren zu ermitteln. |
Dieser analytische Ansatz bildet die Grundlage für eine systematische Bewertung, inwieweit unsere Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten diesen Gefahren ausgesetzt sein könnten. Die Analyse der physischen klimabedingten Gefahren basiert auf geografischen Koordinaten, die eine Bewertung der Vulnerabilität ermöglichen.
Im Allgemeinen ergeben sich wesentliche Risiken und Chancen aus Auswirkungen, Abhängigkeiten oder anderen Faktoren, zum Beispiel der Exposition gegenüber Klimagefahren oder regulatorischen Änderungen, die systemische Risiken betreffen. Daher prüften wir, ob sich aus den identifizierten wesentlichen Auswirkungen finanzielle Risiken und Chancen ergeben. Darüber hinaus haben wir auch Risiken und Chancen bewertet und berücksichtigt, die nicht direkt mit einer Auswirkung verbunden sind.
Die Risikobewertung folgt vordefinierten Ansätzen für quantitative und qualitative Bewertungen. Nachhaltigkeitsrisiken werden dabei wie andere Risikoarten entsprechend ihres Ausmaßes und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit behandelt. Je nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit ist eine anschließende Priorisierung nach Kategorien wie erheblich oder kritisch möglich. Demnach haben Risiken, die hinsichtlich ihres Ausmaßes als erheblich oder kritisch eingestuft werden, eine Auswirkung auf das EBITDA pre und/oder den operativen Cashflow von jeweils über 100 Mio. €.
Gemäß dem Risikomanagement unseres Unternehmens sind alle Unternehmensbereiche verpflichtet, ein angemessenes lokales Risikomanagement zu gewährleisten. Dies umfasst regelmäßige und kontinuierliche Bemühungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung lokaler Risiken. Die Unternehmensbereiche sind angehalten, die Risiken in einer aggregierten Weise zu analysieren, die einen realistischen Überblick über unser Gesamtrisikoprofil ermöglichen. Unsere Chancen werden im Rahmen der Strategieentwicklung oder der Prognoseprozesse identifiziert. Anschließend bewerten wir die Potenziale unter der Berücksichtigung von Chancen und Risiken sowie dem Einsatz von Szenarien, um einen gesamtheitlichen Blick auf mögliche Entwicklungen zu erhalten.
Die Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt unsere gesamte Wertschöpfungskette, das heißt unsere vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette sowie unser eigenes Geschäft. Wie in Schritt 1 beschrieben, stammen die Datenquellen für unsere Nachhaltigkeitsthemen aus der Wesentlichkeitsanalyse 2023 und weiteren Quellen. Entsprechend den themenspezifischen Anforderungen von E4 hat eine vorläufige Analyse über das IBAT-Tool ergeben, dass wir über eigene Standorte in der Nähe von wichtige Biodiversitätsgebieten verfügen. Die Daten lassen jedoch keine Aussage über unseren tatsächlichen Einfluss auf die Biodiversität in diesen Gebieten zu. Eine genaue Auflistung der Standorte sowie weitere Informationen finden sich unter E4-SBM-3.
Im Berichtsjahr entwickelten wir den Prozess der Wesentlichkeitsanalyse weiter. Er umfasst nun einen strukturierteren Ansatz für die Einbeziehung von Stakeholdern, einschließlich deren Identifizierung und Klassifizierung. Die Analyse folgt explizit einem doppelten Wesentlichkeitsansatz, der sowohl die Auswirkungen unseres Unternehmens auf die Umwelt und die Gesellschaft als auch die finanziellen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf unser Unternehmen berücksichtigt. Darüber hinaus verwendeten wir bei der Bewertung standardisierte Kriterien für die Beurteilung der IROs. Für Risiken und Chancen stimmten wir diese mit dem Risikomanagement ab.
Die letzte Überarbeitung der Wesentlichkeitsanalyse erfolgte in Vorbereitung auf das Geschäftsjahr 2024. Neben der Anpassung an die Anforderungen der ESRS nahmen wir eine umfassende Überprüfung der bisher identifizierten Nachhaltigkeitsthemen sowie die Integration neuer Erkenntnisse, zum Beispiel von Stakeholdern, vor. Die Wesentlichkeitsanalyse wird jährlich überprüft, wobei die nächste Überprüfung für das 1. Halbjahr 2025 geplant ist.
In der folgenden Tabelle sind die Angabepflichten aufgeführt, die wir bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts auf Basis unserer Wesentlichkeitsanalyse befolgten:
| Standard | Bezeichnung | Disclosure Requirement | Bereich | Bezeichnung des Disclosure Requirements | Verweise |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | BP-1 | Grundlagen für die Erstellung | Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen | ESRS 2 BP-1 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | BP-2 | Grundlagen für die Erstellung | Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen | ESRS 2 BP-2 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | GOV-1 | Governance | Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | ESRS 2 GOV-1 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | GOV-2 | Governance | Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen | ESRS 2 GOV-2 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | GOV-3 | Governance | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | ESRS 2 GOV-3 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | GOV-4 | Governance | Erklärung zur Sorgfaltspflicht | ESRS 2 GOV-4 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | GOV-5 | Governance | Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung | ESRS 2 GOV-5 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | SBM-1 | Strategie | Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette | ESRS 2 SBM-1 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | SBM-2 | Strategie | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 SBM-2 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | SBM-3 | Strategie | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | ESRS 2 SBM-3 E1 SBM-3 E2 SBM-3 (Wasserverschmutzung) E2 SBM-3 (Bodenverschmutzung) E2 SBM-3 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3 SBM-3 E4 SBM-3 E5 SBM-3 S1 SBM-3 S2 SBM-3 S4 SBM-3 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4 SBM-3 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1 SBM-3 (Unternehmenskultur) G1 SBM-3 (Tierschutz) |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | IRO-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten | ESRS 2 IRO-2 |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | MDR-P | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte für den Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten | E1-2 E2-1 (Wasserverschmutzung) E2-1 (Bodenverschmutzung) E2-1 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-1 E4-1 E5-1 S1-1 S2-1 S4-1 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-1 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-1 (Unternehmenskultur) G1-1 (Tierschutz) |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | MDR-A | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | E1-3 E2-2 (Wasserverschmutzung) E2-2 (Bodenverschmutzung) E2-2 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-2 E4-3 E5-2 S1-4 S2-4 S4-4 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-4 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-MDR-T (Unternehmenskultur) G1-MDR-T (Tierschutz) |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | MDR-M | Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | E1-5 E1-6 E1-7 E1-8 E2-4 (Wasserverschmutzung) E2-5 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3 MDR-M E4-5 E5-4 E5-5 S1-6 S1-8 S1-10 S1-14 S1-17 S1-9 S1-12 S1-13 S1-16 G1 MDR-M (Tierschutz) |
| ESRS 2 | Allgemeine Angaben | MDR-T | Kennzahlen und Ziele | Nachverfolgung der Wirksamkeit von Konzepten und Maßnahmen durch Zielvorgaben | E1-4 E2-3 (Wasserverschmutzung) E2-3 (Bodenverschmutzung) E2-3 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) E3-3 E4-4 E5-3 S1-5 S2-5 S4-5 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-5 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) G1-MDR-T (Unternehmenskultur) G1-MDR-T (Tierschutz) |
| ESRS E1 | Klimawandel | GOV-3 | Governance | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | ESRS 2 GOV-3 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-1 | Strategie | Übergangsplan für den Klimaschutz | E1-1 |
| ESRS E1 | Klimawandel | SBM-3 | Strategie | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | E1 SBM-3 |
| ESRS E1 | Klimawandel | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | E1-2 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-3 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten | E1-3 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-4 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | E1-4 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-5 | Kennzahlen und Ziele | Energieverbrauch und Energiemix | E1-5 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-6 | Kennzahlen und Ziele | THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | E1-6 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-7 | Kennzahlen und Ziele | Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO 2 -Zertifikate | E1-7 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-8 | Kennzahlen und Ziele | Interne CO 2 -Bepreisung | E1-8 |
| ESRS E1 | Klimawandel | E1-9 | Kennzahlen und Ziele | Erwartete finanzielle Effekte wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzielle klimabezogene Chancen | Phase-In |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | E2-1 (Wasserverschmutzung) E2-1 (Bodenverschmutzung) E2-1 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | E2-2 (Wasserverschmutzung) E2-2 (Bodenverschmutzung) E2-2 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-3 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | E2-3 (Wasserverschmutzung) E2-3 (Bodenverschmutzung) E2-3 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-4 | Kennzahlen und Ziele | Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung | E2-4 (Wasserverschmutzung) |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-5 | Kennzahlen und Ziele | Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe | E2-5 (Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe) |
| ESRS E2 | Umweltverschmutzung | E2-6 | Kennzahlen und Ziele | Erwartete finanzielle Effekte durch Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | Phase-In |
| ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen | E3-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | E3-1 |
| ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen | E3-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | E3-2 |
| ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen | E3-3 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | E3-3 |
| ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen | E3-5 | Kennzahlen und Ziele | Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | Phase-In |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-1 | Strategie | Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell | E4-1 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | SBM-3 | Strategie | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | E4 SBM-3 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken, Abhängigkeiten und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | E4-2 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-3 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | E4-3 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-4 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | E4-4 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-5 | Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen | E4-5 |
| ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme | E4-6 | Kennzahlen und Ziele | Erwartete finanzielle Effekte durch Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | Phase-In |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-1 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-2 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-3 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-3 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-4 | Kennzahlen und Ziele | Ressourcenzuflüsse | E5-4 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-5 | Kennzahlen und Ziele | Ressourcenabflüsse | E5-5 |
| ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | E5-6 | Kennzahlen und Ziele | Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | Phase-In |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | SBM-2 | Strategie | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 SBM-2 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | SBM-3 | Strategie | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | S1 SBM-3 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens | S1-1 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen | S1-2 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-3 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können | S1-3 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-4 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | S1-4 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-5 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | S1-5 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-6 | Kennzahlen und Ziele | Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens | S1-6 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-7 | Kennzahlen und Ziele | Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens | Phase-In |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-8 | Kennzahlen und Ziele | Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog | S1-8 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-9 | Kennzahlen und Ziele | Diversitätskennzahlen | S1-9 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-10 | Kennzahlen und Ziele | Angemessene Entlohnung | S1-10 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-11 | Kennzahlen und Ziele | Soziale Absicherung | Phase-In |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-12 | Kennzahlen und Ziele | Menschen mit Behinderungen | S1-12 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-13 | Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung | S1-13 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-14 | Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit | S1-14 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-15 | Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben | Phase-In |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-16 | Kennzahlen und Ziele | Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) | S1-16 |
| ESRS S1 | Arbeitskräfte des Unternehmens | S1-17 | Kennzahlen und Ziele | Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten | S1-17 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | SBM-2 | Strategie | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 SBM-2 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | SBM-3 | Strategie | Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | S2 SBM-3 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | S2-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette | S2-1 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | S2-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen | S2-2 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | S2-3 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können | S2-3 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | S2-4 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | S2-4 |
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | S2-5 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | S2-5 |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | SBM-2 | Strategie | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 SBM-2 S4 SBM-2 |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | SBM-3 | Strategie | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | S4 SBM-3 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4 SBM-3 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | S4-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | S4-1 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-1 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | S4-2 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen | S4-2 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-2 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | S4-3 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können | S4-3 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | S4-4 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | S4-4 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-4 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) |
| ESRS S4 | Verbraucher und Endnutzer | S4-5 | Kennzahlen und Ziele | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | S4-5 (Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten) S4-5 (Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen und Zugang zu (hochwertigen) Informationen) |
| ESRS G1 | Unternehmensführung | GOV-1 | Governance | Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | ESRS 2 GOV-1 |
| ESRS G1 | Unternehmensführung | IRO-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 IRO-1 |
| ESRS G1 | Unternehmensführung | G1-1 | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen | Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung | G1-1 (Unternehmenskultur) G1-1 (Tierschutz) |
Die nachfolgende Tabelle enthält alle Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben, wie sie in ESRS 2 Anlage B aufgeführt sind. Sie gibt an, wo die Datenpunkte in unserem Bericht zu finden sind und welche dieser Datenpunkte als "nicht wesentlich" eingestuft wurden.
| Disclosure Requirement | Datenpunkt | Thema der Angabepflicht | SFDR- Referenz | Pillar-3- Referenz | Benchmark- Verordnungs-Referenz | EU-Klimagesetz-Referenz |
| ESRS 2 GOV-1 | 21d | Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen | x | x | ||
| ESRS 2 GOV-1 | 21e | Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind | x | |||
| ESRS 2 GOV-4 | 30 | Erklärung zur Sorgfaltspflicht | x | |||
| ESRS 2 SBM-1 | 40d-i | Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen | x | x | x | |
| ESRS 2 SBM-1 | 40d-ii | Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien | x | x | ||
| ESRS 2 SBM-1 | 40d-iii | Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen | x | x | ||
| ESRS 2 SBM-1 | 40d-iv | Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak | x | |||
| E1-1 | 14 | Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 | x | |||
| E1-1 | 16g | Unternehmen, die von den in Paris abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind | x | x | ||
| E1-4 | 34 | THG-Emissions-Reduktionsziele | x | x | x | |
| E1-5 | 38 | Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) | x | |||
| E1-5 | 37 | Energieverbrauch und Energiemix | x | |||
| E1-5 | 40-43 | Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | x | |||
| E1-6 | 44 | THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | x | x | x | |
| E1-6 | 53-55 | Intensität der THG-Bruttoemissionen | x | x | x | |
| E1-7 | 56 | Entnahme von Treibhausgasen und CO 2 -Zertifikate | x | |||
| E1-9 | 66 | Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken | x | |||
| E1-9 | 66a 66c | Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko/Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischem Risiko befinden | x | |||
| E1-9 | 67c | Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen | x | |||
| E1-9 | 69 | Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen | x | |||
| E2-4 | 28 | Menge jedes in Anhang II der EPRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird | x | |||
| E3-1 | 9 | Wasser- und Meeresressourcen | x | |||
| E3-1 | 13 | Spezielles Konzept | x | |||
| E3-1 | 14 | Nachhaltige Ozeane und Meere | x | |||
| E3-4 | 28c | Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers | x | |||
| E3-4 | 29 | Gesamtwasserverbrauch in m 3 je Nettoeinnahme aus eigenen Tätigkeiten | x | |||
| ESRS 2 SBM-3 E4 | 16a-i | x | ||||
| ESRS 2 SBM-3 E4 | 16b | x | ||||
| ESRS 2 SBM-3 E4 | 16c | x | ||||
| E4-2 | 24b | Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft | x | |||
| E4-2 | 24c | Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Ozeane/Meere | x | |||
| E4-2 | 24d | Konzepte für die Bekämpfung der Entwaldung | x | |||
| E5-5 | 37d | Nicht recycelte Abfälle | x | |||
| E5-5 | 39 | Gefährliche und radioaktive Abfälle | x | |||
| ESRS 2 SBM-3 S1 | 14f | Risiko von Zwangsarbeit | x | |||
| ESRS 2 SBM-3 S1 | 14g | Risiko von Kinderarbeit | x | |||
| S1-1 | 20 | Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik | x | |||
| S1-1 | 21 | Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden | x | |||
| S1-1 | 22 | Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels | x | |||
| S1-1 | 23 | Konzept oder ein Managementsystem für die Verhütung von Arbeitsunfällen | x | |||
| S1-3 | 32c | Bearbeitung von Beschwerden | x | |||
| S1-14 | 88b 88c | Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle | x | x | ||
| S1-14 | 88e | Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage | x | |||
| S1-16 | 97a | Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle | x | x | ||
| S1-16 | 97b | Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane | x | |||
| S1-17 | 103a | Fälle von Diskriminierung | x | |||
| S1-17 | 104a | Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien | x | x | ||
| ESRS 2 SBM3 S2 | 11b | Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette | x | |||
| S2-1 | 17 | Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik | x | |||
| S2-1 | 18 | Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette | x | |||
| S2-1 | 19 | Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien | x | x | ||
| S2-1 | 19 | Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden | x | |||
| S2-4 | 36 | Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette | x | |||
| S3-1 | 16 | Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte | x | |||
| S3-1 | 17 | Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Prinzipien der IAO und der OECD-Leitlinien | x | x | ||
| S3-4 | 36 | Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten | x | |||
| S4-1 | 16 | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | x | |||
| S4-1 | 17 | Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien | x | x | ||
| S4-4 | 35 | Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten | x | |||
| G1-1 | 10b | Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption | x | |||
| G1-1 | 10d | Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) | x | |||
| G1-4 | 24a | Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften | x | x | ||
| G1-4 | 24b | Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung | x |
| Disclosure Requirement | Wesentlichkeit | Verweis |
| ESRS 2 GOV-1 | wesentlich | ESRS 2 GOV-1 |
| ESRS 2 GOV-1 | wesentlich | ESRS 2 GOV-1 |
| ESRS 2 GOV-4 | wesentlich | ESRS 2 GOV-4 |
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| E1-1 | wesentlich | E1-1 |
| E1-1 | wesentlich | E1-1 |
| E1-4 | wesentlich | E1-4 |
| E1-5 | wesentlich | E1-5 |
| E1-5 | wesentlich | E1-5 |
| E1-5 | wesentlich | E1-5 |
| E1-6 | wesentlich | E1-6 |
| E1-6 | wesentlich | E1-6 |
| E1-7 | wesentlich | E1-7 |
| E1-9 | Nicht berichtet (Phase-In Option) | |
| E1-9 | Nicht berichtet (Phase-In Option) | |
| E1-9 | Nicht berichtet (Phase-In Option) | |
| E1-9 | Nicht berichtet (Phase-In Option) | |
| E2-4 | wesentlich | E2-4 |
| E3-1 | wesentlich | E3-1 |
| E3-1 | wesentlich | E3-1 |
| E3-1 | wesentlich | E3-1 |
| E3-4 | nicht wesentlich | |
| E3-4 | nicht wesentlich | |
| ESRS 2 SBM-3 E4 | wesentlich | ESRS 2 SBM-3 E4 |
| ESRS 2 SBM-3 E4 | wesentlich | ESRS 2 SBM-3 E4 |
| ESRS 2 SBM-3 E4 | wesentlich | ESRS 2 SBM-3 E4 |
| E4-2 | wesentlich | E4-2 |
| E4-2 | wesentlich | E4-2 |
| E4-2 | wesentlich | E4-2 |
| E5-5 | nicht wesentlich | |
| E5-5 | nicht wesentlich | |
| ESRS 2 SBM-3 S1 | wesentlich | S1 SBM-3 |
| ESRS 2 SBM-3 S1 | wesentlich | S1 SBM-3 |
| S1-1 | wesentlich | S1-1 |
| S1-1 | wesentlich | S1-1 |
| S1-1 | wesentlich | S1-1 |
| S1-1 | wesentlich | S1-1 |
| S1-3 | wesentlich | S1-3 |
| S1-14 | wesentlich | S1-14 |
| S1-14 | wesentlich | S1-14 |
| S1-16 | wesentlich | S1-16 |
| S1-16 | wesentlich | S1-16 |
| S1-17 | wesentlich | S1-17 |
| S1-17 | wesentlich | S1-17 |
| ESRS 2 SBM3 S2 | wesentlich | ESRS 2 SBM-3 S2 |
| S2-1 | wesentlich | S2-1 |
| S2-1 | wesentlich | S2-1 |
| S2-1 | wesentlich | S2-1 |
| S2-1 | wesentlich | S2-1 |
| S2-4 | wesentlich | S2-4 |
| S3-1 | nicht wesentlich | |
| S3-1 | nicht wesentlich | |
| S3-4 | nicht wesentlich | |
| S4-1 | wesentlich | S4-1 |
| S4-1 | wesentlich | S4-1 |
| S4-4 | wesentlich | S4-4 |
| G1-1 | wesentlich | G1-1 |
| G1-1 | wesentlich | G1-1 |
| G1-4 | nicht wesentlich | |
| G1-4 | nicht wesentlich |
Die Anforderungen des Themenstandards S3 Betroffene Gemeinschaften sind sehr stark auf Menschenrechtsthemen in den lokalen Gemeinschaften ausgerichtet, in denen ein Unternehmen tätig ist oder die möglicherweise von der Lieferkette des Unternehmens betroffen sind. Im Allgemeinen gehen unsere Geschäftsaktivitäten innerhalb unserer Lieferketten nicht so weit, dass wir die Menschenrechtsaspekte der lokalen Gemeinschaften beeinflussen. Wir legen die Angabepflichten des Standards in einem breiteren Sinne aus und verfolgen unsere Aktivitäten im Bereich des gesellschaftlichen Engagements. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse haben wir Auswirkungen im Zusammenhang mit den Angabepflichten des S3 identifiziert und bewertet, diese liegen jedoch unter dem angegebenen Schwellenwert. Der Standard ist daher für unsere Berichterstattung nicht wesentlich.
Die EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften (im Folgenden EU-Taxonomie) ist ein Klassifikationssystem, das die Klima- und Umweltziele der Europäischen Union (EU) in Kriterien für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten übersetzt. Hierfür definiert die EU-Taxonomie verschiedene Kennzahlen und qualitative Angaben, die von Merck offenzulegen sind. Die Einführung der Berichterstattungspflicht nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten erfolgte in mehreren Stufen:
| ― |
Für das Berichtsjahr 2021 erfolgte zunächst eine Angabe der Kennzahlen nur für sogenannte taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten und war beschränkt auf solche, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel im Sinne der EU-Taxonomieverordnung leisten. Als taxonomiefähig gilt eine Wirtschaftstätigkeit, sofern sie im Regelungsbereich der EU-Taxonomie liegt. |
| ― |
Im Berichtsjahr 2022 war neben dem Grad der Taxonomiefähigkeit für Wirtschaftstätigkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel im Sinne der EU-Taxonomieverordnung leisten, auch der Anteil der Taxonomiekonformität der identifizierten Wirtschaftstätigkeiten zu berichten. Laut der EU-Taxonomie gilt eine Wirtschaftsaktivität dann als taxonomiekonform, wenn sie taxonomiefähig ist und einen wesentlichen Beitrag zu einem der Umweltziele leistet, ohne den anderen Zielen sowie den sozialen Mindeststandards zuwiderzulaufen. |
| ― |
Im Berichtsjahr 2023 wurde neben den zuvor genannten Informationen auch der Grad der Taxonomiefähigkeit für Wirtschaftstätigkeiten, die einen wesentlichen Beitrag für die folgenden vier weiteren Umweltziele der EU leisten, in die Berichterstattungspflicht aufgenommen: 1) nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, 2) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, 3) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung sowie 4) Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Daneben wurden neue Wirtschaftstätigkeiten bei den Umweltzielen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" aufgenommen, für die im Berichtsjahr 2023 der Grad der Taxonomiefähigkeit offenzulegen war. Eine Berichterstattung über den Grad der Taxonomiekonformität für die neu hinzugekommenen Umweltziele war zunächst noch nicht vorgesehen. |
| ― |
Ab dem Berichtsjahr 2024 sind nunmehr für alle sechs Umweltziele sowohl der Grad der Taxonomiefähigkeit als auch der Grad der Taxonomiekonformität zu berichten. |
Wir haben zur Sicherstellung einer regelkonformen Erfüllung der Berichterstattungspflicht ein interdisziplinäres Projektteam etabliert, das in enger Abstimmung mit Vertretern der Unternehmensbereiche und verschiedener Konzernfunktionen die Existenz taxonomiefähiger und -konformer Wirtschaftstätigkeiten fortlaufend analysiert.
Im Zuge der Implementierung der Anforderungen der EU-Taxonomie wurde unser Geschäftsmodell einer umfassenden Analyse unterzogen. Die Identifikation der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten erfolgte über einen Top-down-Ansatz mittels strukturierter Abfragen bei relevanten Fachbereichen. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden für die Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" um massendatengestützte Analysen im Rahmen eines Bottom-up-Ansatzes ergänzt. Hierbei wurde unter anderem auf Informationen zurückgegriffen, die ebenfalls im Zusammenhang mit Anforderungen der REACH-Verordnung sowie im Rahmen von Zollanmeldungen Verwendung finden. Die Identifikation der Wirtschaftstätigkeiten für die weiteren vier Umweltziele erfolgte ferner unter Rückgriff auf existierende Berichtsstrukturen und -hierarchien.
Im Ergebnis wurden lediglich im Zusammenhang mit den folgenden Wirtschaftstätigkeiten umsatzgenerierende taxonomiefähige Aktivitäten identifiziert:
| ― |
Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen im Unternehmensbereich Electronics (Umweltziel "Klimaschutz"), |
| ― |
Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen in den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science (Umweltziel "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung"), |
| ― |
Herstellung von Arzneimitteln im Unternehmensbereich Healthcare (Umweltziel "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung") sowie |
| ― |
Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten im Unternehmensbereich Life Science (Umweltziel "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft"). |
In Bezug auf Investitionsausgaben differenziert die EU-Taxonomieverordnung in drei Kategorien von Investitionsausgaben:
| ― |
Investitionen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind (Kategorie A), |
| ― |
Investitionen, die Teil eines Plans zur Ausweitung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten oder zur Umwandlung taxonomiefähiger in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten sind (Kategorie B) sowie |
| ― |
Investitionen, die sich auf den Erwerb von Produkten taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten und einzelne Maßnahmen beziehen, durch die die Zieltätigkeiten kohlenstoffarm ausgeführt werden oder der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird (Kategorie C). |
Da wir aufgrund des Geschäftsmodells lediglich in den Bereichen der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen, der Herstellung von Arzneimitteln, der Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten sowie in geringem Umfang der Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten betreiben, bestehen in Kategorie A nur in begrenzter Höhe taxonomiefähige Investitionsausgaben. Investitionsausgaben der Kategorie B bestehen bislang nicht, da wir für die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten keine Investitionspläne zu deren Transformation in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten aufstellen. Ferner bestehen bei uns Investitionsausgaben, die aus dem Erwerb von Produkten taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten resultieren oder auf qualifizierende Einzelmaßnahmen entfallen (Kategorie C). Um taxonomiefähig zu sein, müssen diese Investitionen einer der in den delegierten Rechtsakten genannten Wirtschaftstätigkeiten entsprechen und innerhalb von 18 Monaten implementiert und operativ sein.
Bei uns bestehen solche Investitionsausgaben insbesondere im Zusammenhang mit dem Umweltziel "Klimaschutz" in den folgenden Bereichen:
| ― |
Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie (Aktivität 4.1 des delegierten Rechtsakts zum Umweltziel "Klimaschutz"), |
| ― |
Fahrzeugflotte (Aktivität 6.5 des delegierten Rechtsakts zum Umweltziel "Klimaschutz") sowie im Vorjahr |
| ― |
Renovierung bestehender Gebäude (Aktivität 7.2 des delegierten Rechtsakts zum Umweltziel "Klimaschutz" und Aktivität 3.2 des delegierten Rechtsakts zum Umweltziel "Kreislaufwirtschaft"). |
Zur Überprüfung der Taxonomiekonformität der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten wurden die einschlägigen Regelungen für die technischen Bewertungskriterien, die eine Hürde für den wesentlichen Beitrag zum Umweltziel sind, sowie für die wesentliche Beeinträchtigung der anderen Umweltziele systematisch analysiert. Grundlage hierfür sind die delegierten Rechtsakte zur EU-Taxonomie, die für die Identifizierung taxonomiefähiger Wirtschaftsaktivitäten herangezogen wurden. In diesen sind für die jeweiligen Wirtschaftstätigkeiten entsprechende Anforderungen festgelegt, die für eine Klassifizierung als taxonomiekonform erfüllt sein müssen. Hierzu erfolgten Interviews mit Geschäfts- und Projektverantwortlichen sowie Analysen zu physischen Standortklimarisiken. Weiterhin erfolgte die Einsichtnahme unter anderem in Betriebsgenehmigungen, Produktdatenblätter, Umweltproduktdeklarationen, Energieausweise sowie interne Schulungsunterlagen.
Als taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten wurden ausschließlich in sehr geringem Umfang Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben im Zusammenhang mit dem Umweltziel "Klimaschutz" identifiziert. Für das Umweltziel "Anpassung an den Klimawandel" bestanden keine zusätzlichen taxonomiefähigen oder taxonomiekonformen Umsatzerlöse, Investitionsausgaben oder Betriebsausgaben. Für die weiteren vier Umweltziele ist ab dem Geschäftsjahr 2024 nicht nur der Grad der Taxonomiefähigkeit, sondern auch der Anteil der Taxonomiekonformität zu berichten. Bei den von uns hierbei identifizierten taxonomiefähigen Tätigkeiten ist die Einstufung als taxonomiekonform beim derzeitigen Stand der Technik nicht zu gewährleisten. Dies ist insbesondere begründet durch das sehr hohe Anforderungsprofil der technischen Bewertungskriterien und der Kriterien zur Prüfung, ob die Aktivität anderen Umweltzielen zuwiderläuft, die im Katalog der Taxonomieverordnung für diese Tätigkeiten vorgesehen sind. Insbesondere im Bereich der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen und Arzneimitteln sind die Anforderungen zur biologischen Abbaubarkeit oder zum geeigneten Substitut gegenüber einem Vergleichswirkstoff bei gleicher Wirksamkeit nicht zu erreichen.
Zu den Rahmenwerken zum Mindestschutz zählen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, die Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation sowie die Internationale Charta der Menschenrechte. Das Anforderungsprofil der Rahmenwerke wurde systematisiert und internen Unterlagen gegenübergestellt. Hierzu wurden unter anderem der Verhaltenskodex, Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Schulungsunterlagen analysiert. Die Einhaltung des im Rahmenwerk geforderten Due-Diligence-Prozesses im Bereich Menschenrechte ist, bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsaktivitäten, gewährleistet. Es werden Risikoanalysen hinsichtlich der Mindestschutzanforderungen durchgeführt und daraus entsprechenden Maßnahmen abgeleitet.
Die Ableitung der drei Kennzahlen Umsatzerlöse, Investitions- und Betriebsausgaben erfolgte überwiegend aus den bestehenden Finanzberichterstattungssystemen, in Bezug auf die Investitionsausgaben in Teilen über Abfragen im Investitionscontrolling. Hierbei wurde dem Grundsatz der Wesentlichkeit Rechnung getragen.
Die EU-Taxonomieverordnung und die korrespondierenden delegierten Rechtsakte beinhalten Formulierungen und Vorgaben, die auch unter Berücksichtigung der ergänzenden Veröffentlichungen der EU-Kommission und der EU Platform on Sustainable Finance interpretations- und auslegungsbedürftig sind beziehungsweise für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Unsere bedeutendsten Auslegungsfragen und unsere Vorgehensweise sind im Folgenden dargestellt.
Nebenaktivitäten, die betriebsnotwendig für unser Kerngeschäft sind, sind nicht als eigenständige taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten klassifiziert. Dies betrifft beispielsweise den Transport unserer Produkte zu unseren Kunden oder auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie den Erwerb oder den Bau von Produktionsgebäuden in Bereichen, die keiner taxonomiefähigen Zielaktivität zugeordnet werden können.
Zur Überprüfung der Taxonomiefähigkeit einer Wirtschaftstätigkeit legen wir bei herstellungsbezogenen Tätigkeiten einen am Endprodukt orientierten Ansatz zugrunde. Dies bedeutet, dass das Endprodukt aus einer im delegierten Rechtsakt genannten Wirtschaftstätigkeit resultieren muss, um als taxonomiefähig gewertet werden zu können. Im Falle von chemischen Grundstoffen beziehungsweise organischen Basischemikalien kommt eine Berücksichtigung der entsprechenden Wirtschaftstätigkeiten als taxonomiefähig nach unserer Interpretation nur dann infrage, sofern die Herstellungsaktivitäten der genannten chemischen Erzeugnisse mit einem signifikanten Transformationsprozess verbunden sind. Produkte, bei denen lediglich ein Weiterverkauf, ein bloßes Umverpacken oder Mischen erfolgt, sind nach unserer Auslegung nicht als taxonomiefähig im Sinne der EU-Taxonomieverordnung zu qualifizieren.
Im Zusammenhang mit bezogenen oder erbrachten Dienstleistungen der Auftragsfertigung von pharmazeutischen Wirkstoffen oder Arzneimitteln in den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science liegt regelmäßig keine taxonomiefähige Wirtschaftsaktivität vor, da wir in vielen Fällen nicht die Umstände kontrollieren, unter denen die Auftragsfertigung erfolgt.
Im Bereich fossiles Gas betreiben wir am Standort in Darmstadt eine Gasturbine und ein Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme aus fossilen gasförmigen Brennstoffen. Die Anlagen dienen der Eigenerzeugung. Diese Tätigkeiten im Bereich Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen sowie der Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen wurden als nicht wesentlich eingestuft. Weitere Tätigkeiten im Bereich Kernenergie sowie fossiles Gas werden nicht beziehungsweise nicht in wesentlichem Umfang ausgeführt.
Die Umsatzkennzahl ergibt sich aus dem Verhältnis der Umsatzerlöse aus taxonomiefähigen beziehungsweise taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten eines Geschäftsjahrs zu den Gesamtumsatzerlösen dieses Geschäftsjahrs. Die Definition der relevanten Umsatzerlöse für Zwecke der EU-Taxonomieverordnung entspricht der Definition der Umsatzerlöse im Konzernabschluss (siehe Anmerkung (9) "Umsatzerlöse" im Konzernanhang).
Der Anteil der Investitionsausgaben für Vermögenswerte oder Prozesse, die mit wirtschaftlichen Aktivitäten verbunden sind, die als taxonomiefähig beziehungsweise taxonomiekonform eingestuft werden, wird wie folgt ermittelt: Anteil der gesamten Investitionsausgaben, die taxonomiefähig beziehungsweise taxonomiekonform sind, geteilt durch die gesamten Investitionsausgaben gemäß EU-Taxonomieverordnung. Investitionsausgaben im Sinne der EU-Taxonomieverordnung umfassen in unserem Fall Zugänge von Sachanlagen (IAS 16), Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen (IFRS 16) sowie immateriellen Vermögenswerten (IAS 38) mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten im Berichtszeitraum. Neben den Zugängen werden ebenfalls geleistete Anzahlungen auf die genannten Vermögenswerte einbezogen. Im Nenner werden ebenfalls Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten berücksichtigt, die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultieren. Die Zugänge sind aus den im Konzernabschluss offengelegten Anlagenspiegeln der Sachanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte ersichtlich (siehe Anmerkungen (20) "Sachanlagen" und (19) "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang).
Um Doppelzählungen konzeptionell auszuschließen, werden Investitionen in Produkte aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten und einzelnen Maßnahmen, die bereits unter Kategorie A geprüft wurden (das heißt Investitionen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind), nur unter dieser Kategorie berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund unterliegen beispielsweise Investitionen in Produktionsgebäude nur einer Prüfung auf Taxonomiefähigkeit unter Kategorie A, während Investitionen in Verwaltungsgebäude unter Kategorie C erfasst werden.
Der Anteil der Betriebsausgaben für Vermögenswerte oder Prozesse, die mit wirtschaftlichen Aktivitäten verbunden sind, die als taxonomiefähig beziehungswiese taxonomiekonform eingestuft werden, wird wie folgt ermittelt: Anteil der gesamten Betriebsausgaben, die taxonomiefähig beziehungsweise taxonomiekonform sind, geteilt durch die gesamten Betriebsausgaben gemäß EU-Taxonomieverordnung. Die im Rahmen der Berichterstattung nach EU-Taxonomieverordnung relevanten Betriebsausgaben umfassen direkte, nicht kapitalisierte Kosten aus Forschung und Entwicklung, geringwertigen Leasingverhältnissen, Gebäudesanierungsmaßnahmen, Wartung und Reparatur sowie sämtlichen anderen direkten internen und externen Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen. Während der klinischen und präklinischen Entwicklungsphasen im Unternehmensbereich Healthcare ist unklar, ob die Tätigkeiten jemals zu regulatorischen Zulassungen und damit zu vermarktungsfähigen Produkten führen werden. Entsprechend wurden die betreffenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nicht als taxonomiefähige Betriebsausgaben der beiden Wirtschaftsaktivitäten pharmazeutischer Wirkstoffe oder Arzneimittel im Zähler erfasst.
In den nachfolgenden Tabellen ist der Anteil der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten an den Umsatzerlösen sowie an den Investitionsausgaben (CapEx) und den Betriebsausgaben (OpEx) dargestellt.
| Wirtschaftstätigkeiten | Code | Umsatz 2024 | Umsatzanteil 2024 |
| (a) | Mio. € | % | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | CCM 3.5 | 1 | 0,01 |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 1 | 0,01 | |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | 0,00 | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | PPC 1.1 | 125 | 0,59 |
| Herstellung von Arzneimitteln | PPC 1.2 | 6.011 | 28,41 |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | CE 1.2 | 99 | 0,47 |
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 6.236 | 29,48 | |
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | - | 6.237 | 29,48 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 14.919 | 70,52 | |
| Gesamt (A + B) | 21.156 | 100,00 |
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | J | N/EL | N/EL |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,01 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | N/EL | N/EL | N/EL |
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 0,01 | 0,00 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Umweltverschmutzung | Kreislaufwirtschaft | Biologische Vielfalt |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | N/EL | N/EL | N/EL |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | N/EL | EL | N/EL |
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 29,01 | 0,47 | 0,00 |
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 29,01 | 0,47 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J/N | J/N | J/N | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | J | J | |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Umweltverschmutzung | Kreislaufwirtschaft | Biologische Vielfalt |
| J/N | J/N | J/N | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | J | J | J |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Mindestschutz | Anteil taxonomiekonformer oder taxonomiefähiger Umsatz 2023 | Kategorie ermöglichende Tätigkeit |
| J/N | % | E | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | J | 0,03 | E |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,03 | E | |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | 0,47 | ||
| Herstellung von Arzneimitteln | 27,52 | ||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | 0,47 | ||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 28,46 | ||
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | - | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) |
| Wirtschaftstätigkeiten | Kategorie Übergangstätigkeit |
| T | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (A.l) | |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |
| Davon Übergangstätigkeiten | T |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |
| Herstellung von Arzneimitteln | |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |
| Gesamt (A + B) |
| Wirtschaftstätigkeiten | Code | CapEx 2024 | CapEx Anteil 2024 |
| (a) | Mio. € | % | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | CCM 3.5 | 1 | 0,02 |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | CCM 4.1 | 1 | 0,04 |
| Renovierung bestehender Gebäude | CCM 7.2 | 0 | 0,00 |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 2 | 0,07 | |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 2 | 0,07 | |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0 | 0,00 | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | CCM 6.5 | 28 | 1,22 |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | PPC 1.1 | 1 | 0,05 |
| Herstellung von Arzneimitteln | PPC 1.2 | 81 | 3,47 |
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 111 | 4,73 | |
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | - | 112 | 4,80 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 2.229 | 95,20 | |
| Gesamt (A + B) | 2.341 | 100,00 |
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | N/EL | N/EL |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | J | N/EL | N/EL |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | N/EL | N/EL |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,07 | 0,00 | 0,00 |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,07 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | N/EL | N/EL | N/EL |
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 1,22 | 0,00 | 0,00 |
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 1,28 | 0,00 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Umweltverschmutzung | Kreislaufwirtschaft | Biologische Vielfalt |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | N/EL | N/EL | N/EL |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | N/EL | N/EL | N/EL |
| Renovierung bestehender Gebäude | N/EL | N | N/EL |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | EL | N/EL | N/EL |
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 3,52 | 0,00 | 0,00 |
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 3,52 | 0,00 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J/N | J/N | ||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | J | |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | J | J | |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Kreislaufwirtschaft | Umweltverschmutzung | Biologische Vielfalt |
| J/N | J/N | ||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | J | J |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | J | J | J |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | J |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Mindestschutz | Anteil taxonomiekonformer oder taxonomiefähiger CapEx 2023 | Kategorie ermöglichende Tätigkeit |
| % | E | ||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | 0,06 | E |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | J | 0,17 | E |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | 0,43 | |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,66 | ||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | E | ||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | 1,35 | ||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | 0,04 | ||
| Herstellung von Arzneimitteln | 4,27 | ||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 5,67 | ||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | - | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) |
| Wirtschaftstätigkeiten | Kategorie Übergangstätigkeit |
| T | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | |
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | |
| Renovierung bestehender Gebäude | T |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |
| Davon Übergangstätigkeiten | T |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (A.2) | |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |
| Herstellung von Arzneimitteln | |
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |
| Gesamt (A + B) |
| Wirtschaftstätigkeiten | Code | OpEx 2024 | OpEx Anteil 2024 |
| (a) | Mio. € | % | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | CCM 3.5 | 1 | 0,02 |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 1 | 0,02 | |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 1 | 0,02 | |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | 0,00 | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | PPC 1.1 | 1 | 0,05 |
| Herstellung von Arzneimitteln | PPC 1.2 | 32 | 1,24 |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | CE 1.2 | 1 | 0,04 |
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 34 | 1,33 | |
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | - | 35 | 1,35 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 2.556 | 98,65 | |
| Gesamt (A + B) | 2.591 | 100,00 |
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | N/EL | N/EL |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,02 | 0,00 | 0,00 |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,02 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | N/EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | N/EL | N/EL | N/EL |
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 0,02 | 0,00 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Umweltverschmutzung | Kreislaufwirtschaft | Biologische Vielfalt |
| J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | J; N; N/EL (b) | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | N/EL | N/EL | N/EL |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL |
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Arzneimitteln | EL | N/EL | N/EL |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | N/EL | EL | N/EL |
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 1,29 | 0,04 | 0,00 |
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | 1,29 | 0,04 | 0,00 |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser |
| J/N | J/N | J/N | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | J | |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| DNSH Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Umweltverschmutzung | Kreislaufwirtschaft | Biologische Vielfalt |
| J/N | J/N | J/N | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | J | J |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |||
| Davon Übergangstätigkeiten | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |||
| Herstellung von Arzneimitteln | |||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten | Mindestschutz | Anteil taxonomiekonformer oder taxonomiefähiger OpEx 2023 | Kategorie ermöglichende Tätigkeit |
| J/N | % | E | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | J | 0,02 | E |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | 0,02 | ||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 0,02 | E | |
| Davon Übergangstätigkeiten | 0,00 | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |||
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | 0,11 | ||
| Herstellung von Arzneimitteln | 1,73 | ||
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | 0,16 | ||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 1,99 | ||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A + B) |
| Wirtschaftstätigkeiten | Kategorie Übergangstätigkeit |
| T | |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| A.l. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |
| Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen | |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.l) | |
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | |
| Davon Übergangstätigkeiten | T |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |
| Renovierung bestehender Gebäude (A.l) | |
| Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen | |
| Herstellung von Arzneimitteln | |
| Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten | |
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.l + A.2) | |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |
| Gesamt (A + B) |
(a) Der Code stellt die Abkürzung des jeweiligen Ziels dar, zu dem die Wirtschaftstätigkeit einen wesentlichen Beitrag leisten kann, sowie die Nummer des Abschnitts der Tätigkeit im entsprechenden Anhang, der das Ziel abdeckt, d. h.
Klimaschutz: CCM
Anpassung an den Klimawandel: CCA
Wasser- und Meeresressourcen: WTR
Kreislaufwirtschaft: CE
Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung: PPC
Biologische Vielfalt und Ökosysteme: BIO
(b) J - Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
N - Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
N/EL - 'not eligible', für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
Von den zuvor dargestellten Betriebsausgaben entfielen 2.279 Mio. € (im Vorjahr: 2.445 Mio. €) auf Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen; davon 1.503 Mio. € (im Vorjahr: 1.657 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Healthcare.
Im Berichtsjahr 2024 entwarfen wir unseren ersten Übergangsplan für den Klimaschutz, den wir 2025 weiter ausarbeiten werden. Er zeigt, wie wir zur Eindämmung des Klimawandels beitragen und unsere eigenen Klimaziele erreichen wollen. Damit unterstreichen wir unser Engagement für das Pariser Klimaschutzabkommen. Der Übergangsplan konzentriert sich im Einklang mit unserer Klimastrategie auf unsere größten Dekarbonisierungshebel wie die Reduzierung von Prozessemissionen, die Verbesserung der Energieeffizienz und die erhebliche Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien. Ferner aktualisierten wir unsere Analyse bezüglich unserer Klimarisiken und -chancen, um ein umfassendes Verständnis der bevorstehenden Herausforderungen zu erhalten. Durch die laufende Integration unseres Übergangsplans in unsere Unternehmensstrategie wollen wir aktiv das globale Bestreben unterstützen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Klimawandel. Unsere Angaben konzentrieren sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen:
| Kennung | E1-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Die unternehmensspezifischen THG-Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) tragen zur globalen Umweltverschmutzung bei. Die THG-Emissionen, die mit unseren eingekauften Waren und Dienstleistungen verbunden sind (Teil von Scope 3), stellen den größten Anteil an unserem gesamten CO 2 -Fußabdruck dar. |
| Kennung | E1-NI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit betreiben wir an vielen unserer Produktionsstandorte Kläranlagen. Die Aktivitäten im Bereich Abwasserentsorgung und -dienstleistungen erfordern einen erheblichen Energieeinsatz und setzen dadurch THG-Emissionen für die Entnahme, Beförderung, Behandlung und Verteilung oder Ableitung von Trinkwasser und Abwasser frei. |
| Kennung | E1-NI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Nachgelagert |
| Beschreibung | Im Unternehmensbereich Healthcare nutzen wir Luftfrachtdienste in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette. Darüber hinaus ist die Luftfracht für alle drei Unternehmensbereiche in der nachgelagerten Wertschöpfungskette von Bedeutung. Unternehmen in der Luftfracht- und Logistikbranche verursachen direkte THG-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. |
| Kennung | E1-NI-04 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Nachgelagert |
| Beschreibung | Wir nutzen Straßengüterverkehrsdienste in der vor- und nachgelagerten Transportlogistik. Im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wirkt sich der Straßengüterverkehr durch seine Emissionen von Schwefeloxiden (SOx), Stickoxiden (NOx) und Feinstaub (PM) lokal stärker negativ auf die Luftqualität aus. |
| Kennung | E1-NI-05 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Die in unserer Produktion entstehenden Abfälle sind oft giftig, bioaktiv oder gefährlich und müssen speziell entsorgt werden, zum Beispiel durch Verbrennung. Diese Art der Entsorgung erfordert einen hohen Energieaufwand. |
| Kennung | E1-NI-06 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Unsere Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics sind Teil der produzierenden Industrie. Für unsere eigene Produktion benötigen wir Energie. Der größte Teil unseres Energiebedarfs wird durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, zum Beispiel Erdgas, gedeckt, gefolgt vom Verbrauch von Strom (Netzmix). |
| Darüber hinaus sind wir in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette indirekt von verschiedenen energieintensiven Industrien und Aktivitäten abhängig, zum Beispiel von Transport- und Bergbauaktivitäten sowie von der Herstellung verschiedenster Produkte. Die Geschäftstätigkeit in diesen Branchen ist in hohen Maßen auf fossile Brennstoffe angewiesen. | |
| In unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette sind wir ebenfalls auf energieintensive Geschäftsaktivitäten angewiesen, wie Transport, Lagerhaltung, Abfall- und Versorgungswirtschaft sowie Verkauf und Vertrieb. Die vorherrschende Energieform für diese Aktivitäten ist ebenfalls fossilen Ursprungs. |
| Kennung | E1-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Langfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Physische Risiken: |
| Als Unternehmen mit weltweiten Produktionsstätten sind wir Risiken möglicher Schäden im Bereich Personal, Waren und Reputation ausgesetzt. Dazu gehören physische Risiken, die sich aus der Exposition gegenüber folgenden Faktoren ergeben: Niederschlag, Wind, Dürren, Gewitter, Hitze, Waldbrände, Kälte, Hagel, Überschwemmungen. |
| Kennung | E1-R-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Langfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Übergangsrisiken: |
| Als global produzierendes Unternehmen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt, die unserem Personal, unseren Waren und unserem Ruf schaden könnten. Zu diesen Übergangsrisiken gehören höhere direkte Arbeitskosten, höhere Kosten in Verbindung mit CO 2 -Emissionen in der Produktion, höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entsorgung von Sondermüll, höhere Stromkosten, höhere Kohlenstoffsteuern und Emissionshandelskosten. |
| Kennung | E1-O-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Chance |
| Zeithorizont | Langfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Eine weltweit gestiegene Nachfrage im Pharmasektor aufgrund des breiteren Zugangs zu Medikamenten und pharmazeutischen Produkten kann zu höheren Einnahmen führen. |
Die Klimaresilienzanalyse ist ein entscheidendes Instrument, um die Risiken und Chancen des Klimawandels auf unsere Geschäftstätigkeit zu identifizieren und zu bewerten. Im Berichtsjahr 2022 führten wir eine qualitative Bewertung der Klimarisiken und -vulnerabilität unserer eigenen Geschäftsaktivitäten sowie unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette durch. Basierend auf dem TCFD-Rahmenwerk ergänzten wir in den Jahren 2023 und 2024 diese ursprünglichen Ergebnisse um eine quantitative Klimaszenarioanalyse für unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette - und unsere eigenen Geschäftsaktivitäten. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette betrachteten wir dabei nicht. Mithilfe dieser Analyse identifizierten wir klimabezogene Risiken und Chancen für zwei potenzielle Klimapfade: einem 1,5 °C-Szenario, das mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmt und einem IPCC-basierten 4,0 °C-Szenario bis 2050. Die Analyse umfasste sowohl transitorische als auch physische Risiken und Chancen, die sich auf unsere Geschäftstätigkeiten beziehen.
Klimarisiken und -chancen lassen sich definieren als potenzielle finanzielle Auswirkungen infolge des Klimawandels. Sie werden den folgenden Kategorien zugeordnet:
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Physische Risiken: Physische Risiken sind potenzielle negative Auswirkungen, die sich aus den Folgen des Klimawandels für unsere Organisation ergeben. Sie sind entweder akut (ereignisbedingt) oder chronisch (durch voranschreitende Verschiebungen der Klimamuster). Physische Risiken sind beispielsweise extreme Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbrände. Unsere Analysen unterstreichen die Bedeutung einer widerstandsfähigen Infrastruktur und eines angemessenen Versicherungsschutzes, um diese Risiken zu mindern. |
| ― |
Transitorische Risiken: Transitorische Risiken sind potenzielle negative Auswirkungen, die sich aus dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft ergeben. Dieser Prozess kann verschiedene Einschränkungen in den folgenden Unterkategorien mit sich bringen: Politik und Recht, Technologie, Markt und Reputation. Unsere Strategie zielt darauf ab, diese Risiken durch Investitionen in erneuerbare Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz und Programme zur Dekarbonisierung von Lieferanten zu bewältigen. Darüber hinaus beziehen wir Kriterien für Treibhausgasemissionen in unsere Investitionsentscheidungen ein und verwenden einen Schattenpreis für äquivalente Kohlendioxidemissionen, um unsere strategischen Entscheidungen zu leiten. |
| ― |
Chancen: Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bietet auch Chancen, wie beispielsweise potenziell höhere Einnahmen aufgrund einer steigenden Nachfrage nach bestimmten Produkten. Wir wollen diese Chancen nutzen, indem wir unsere Marktstrategien an Nachhaltigkeitstrends ausrichten und so unsere Wettbewerbsposition verbessern und unser Wachstum vorantreiben. |
Unserer Klimaszenarioanalyse basiert auf einer Reihe möglicher Zukunftsszenarien, die unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen sowie wirtschaftliche und technologische Entwicklungen betrachten. Der Fokus der Analyse liegt auf den Zeiträumen 2030 und 2050 und orientiert sich sowohl an zentralen Meilensteinen der globalen Klimapolitik als auch an internen Nachhaltigkeitszielen. Die definierten Szenarien dienen als methodischer Rahmen zur Bewertung potenzieller Risiken und Chancen unter verschiedenen Klimabedingungen, einschließlich optimistischer und pessimistischer Szenarien. Durch ihren umfassenden Charakter bilden die Szenarien alle plausiblen Risiken und Unsicherheiten ab. Indem wir eine Vielzahl von Narrativen berücksichtigen, die unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen sowie technologischem Fortschritt widerspiegeln, können wir die potenziellen Auswirkungen auf unser Geschäft besser verstehen. Außerdem ermöglicht uns dieser Ansatz, regulatorische Änderungen, Marktdynamiken und die Veränderungen von Verbraucherverhaltensweisen zu analysieren und einzubeziehen. So wollen wir sicherstellen, dass wir auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sind. Die tatsächlichen Treibhausgasemissionen und die globale Erwärmung können von den verwendeten Szenarien abweichen, da sie von den globalen Klimaschutzmaßnahmen, demografischen Trends, sozialen Faktoren und dem technologischen Fortschritt beeinflusst werden.
Unser Prozess zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen umfasste mehrere Schritte:
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Identifizierung kritischer Standorte: Zuerst wählten wir die bedeutendsten Standorte für unsere globalen Geschäftsaktivitäten aus, wobei unter anderem deren Gesamtversicherungswert berücksichtigt wurde. |
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Analyse des Treibhausgasinventars: Wir nutzten unsere bestehende interne Analyse, um die Emissionen unserer gesamten Geschäftstätigkeit zu bewerten. Dies hilft uns dabei, alle relevanten Quellen unserer Treibhausgasemissionen zu verstehen. |
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Identifizierung physischer Risiken: Wir führten daraufhin eine umfassende Bewertung klimabedingter physischer Risiken durch, indem wir potenzielle Gefahren wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Stürme identifizierten. Bei der Bewertung berücksichtigten wir insbesondere das Hochemissionsklimaszenario (4,0 °C). Dabei betrachteten wir die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Aktivitäten gegenüber diesen Gefahren. |
| ― |
Transitorische Risken und Chancen: Wir bewerteten klimabedingte transitorische Risiken und Chancen in unseren Geschäftsaktivitäten und in unserer Wertschöpfungskette, indem wir wichtige Treiber für den Übergang zu einem 1,5 °C-Klimaszenario identifiziert haben. Anschließend bewerteten wir, inwiefern unsere Aktivitäten und Finanzen diesen Variablen ausgesetzt sein könnten, und nutzten dafür Quantifizierungen der transitorischen Bruttorisiken und -chancen. |
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Risikobewertung: Wir analysierten historische Daten, wissenschaftliche Studien und Expertenmeinungen, um die Wahrscheinlichkeit und die Eigenschaften potenzieller katastrophaler Ereignisse in bestimmten Bereichen zu bestimmen. Für relevante Risiken bewerteten wir die potenziellen Auswirkungen mit und ohne Maßnahmen zur Risikominderung, wobei beispielsweise strategische Investitionen in erneuerbare Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz berücksichtigt wurden. |
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Expositionsanalyse: Wir identifizierten und quantifizierten die gefährdeten Vermögenswerte, die von Klimaereignissen betroffen sein könnten, wie Infrastruktur, Gebäude, Inventar und andere physische oder finanzielle Vermögenswerte. |
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Vulnerabilitätsanalyse: Wir bewerteten die Vulnerabilität exponierter Vermögenswerte, um zu verstehen, wie verschiedene Arten von Vermögenswerten von möglichen Klimaereignissen betroffen sein könnten und schätzten ihre Anfälligkeit für Schäden oder Verluste ein. |
| ― |
Ereignissimulation: Um mögliche Verluste abzuschätzen, simulierten wir die potenziellen Auswirkungen von Klimaereignissen, indem wir die Gefahrenmerkmale wie Intensität und Dauer mit der Vulnerabilität der Vermögenswerte kombinierten. |
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Verlustschätzung: Wir berechneten die erwarteten Verluste in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen, einschließlich Sachschäden, Geschäftsausfälle, Haftungsansprüche und anderer relevanter Faktoren. |
Wir nutzten die Climate Risk Assessment (CRA)-Methodik und -Modelle eines externen Anbieters, um sowohl physische als auch transitorische Risiken beziehungsweise Chancen über verschiedene Zeitrahmen hinweg zu quantifizieren. Für physische Risiken sind diese mit der erwarteten Lebensdauer von Vermögenswerten, strategischer Planung und Kapitalallokation verbunden. Die Identifizierung von klimabedingten Gefahren und die Bewertung der Exposition und Sensitivität basieren auf einem Hochemissionsklimaszenario und relevanten regionalen Klimaprognosen. Dieser Prozess umfasst eine detaillierte Analyse mit Hilfe von Klimamodellen, um die potenzielle Häufigkeit und Schwere von Gefahren zu bewerten. Wir bewerten systematisch die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten unter Berücksichtigung geografischer, betrieblicher und zeitlicher Faktoren:
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Wahrscheinlichkeit: Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit für jedes identifizierte Risiko auf der Grundlage historischer Daten und Klimamodelle. |
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Ausmaß: Bewertung des potenziellen Schweregrads jeder Gefahr und ihres Ausmaßes an Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und Vermögenswerte. |
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Dauer: Berücksichtigung der voraussichtlichen Dauer jeder Gefahr, um potenzielle langfristige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten zu verstehen. |
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Geografische Koordinaten: Einbeziehung von Geodaten zur Analyse bestimmter Standorte unserer Geschäftstätigkeit und Lieferketten, um Schwachstellen auf der Grundlage der geografischen Exposition gegenüber klimabedingten Gefahren zu ermitteln. |
Dieser analytische Ansatz bildet die Grundlage für eine systematische Bewertung, inwieweit unsere Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten diesen Gefahren ausgesetzt sein könnten. Die Analyse der physischen klimabedingten Gefahren basiert auf geografischen Koordinaten, die eine Bewertung der Vulnerabilität ermöglichen.
Um transitorische Risiken und Chancen innerhalb unserer Geschäftsaktivitäten und in unseren Wertschöpfungsketten zu identifizieren und zu quantifizieren haben wir folgende Prozessschritte implementiert. Wir bewerten die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzieller transitorischer Ereignisse, analysieren das Ausmaß ihrer Auswirkungen auf unsere Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten und berücksichtigen die Dauer, über die sich diese Auswirkungen entwickeln können. Dieser Prozess umfasst folgende wichtige Schritte:
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Identifizierung von Treibern für die Klimatransition: Wir identifizieren potenzielle Treiber, wie etwa erhöhte Steuern auf Scope-1-Treibhausgasemissionen, den Austausch bestehender Produkte durch emissionsärmere Optionen, verändertes Kundenverhalten und Veränderungen in den Verbraucherpräferenzen. Dabei betrachteten wir kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte. |
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Bewertung: Unsere Identifizierung der Treiber und die Bewertung der Exposition werden durch eine klimabezogene Szenarioanalyse unterstützt. Wir verwenden ein Szenario, das mit dem Pariser Abkommen übereinstimmt und insbesondere darauf abzielt, den Klimawandel auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. |
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Wichtige Treiber: In unserer Szenarioanalyse berücksichtigen wir mehrere kritische Treiber, die unsere Betriebe und strategische Planung beeinflussen, einschließlich (aber nicht beschränkt auf) politische Annahmen, die potenzielle Auswirkungen von regulatorischen Rahmenbedingungen und Klimapolitiken einbeziehen, die als Reaktion auf den Klimawandel entstehen könnten; ökonomische Trends, die wirtschaftliche Faktoren wie BIP-Wachstum, Veränderungen im Verbraucherverhalten, die die Marktnachfrage beeinflussen, oder Veränderungen im Energieverbrauchsverhalten hin zu erneuerbaren Energien umfassen; Energieverbrauch und -mix, die Veränderungen in den Mustern des Energieverbrauchs und dem Übergang zu erneuerbaren Energiequellen betreffen; sowie technologische Annahmen, die Fortschritte in der Technologie umfassen, die unsere Branche beeinflussen könnten, einschließlich Innovationen in der Energieeffizienz und Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung. |
Mithilfe dieser Szenarioanalyse erarbeiten wir uns ein Verständnis der potenziellen klimabezogenen Risiken und Chancen für unseren Geschäftsbetrieb. Transitorische Risiken und Chancen sind für unser Geschäft relevant, da sie sich direkt auf unsere strategische Positionierung in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und auf unsere Reputation bei Stakeholdern auswirken, die der Nachhaltigkeit Priorität einräumen. Durch ein proaktives Management dieser Risiken können wir unseren Wettbewerbsvorteil ausbauen und Innovationen vorantreiben.
Die Klimaresilienzanalyse zeigt, dass wir gut positioniert sind, um unsere Strategie und unser Geschäftsmodell an den Klimawandel anzupassen. Wichtige Aspekte umfassen die Verwaltung der Vermögenswerte, die Verlagerung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Demonstration von Resilienz durch die Sicherstellung eines kontinuierlichen Zugangs zu Finanzmitteln in der Zukunft. Über einen Zeithorizont bis 2050 haben wir festgestellt, dass die Auswirkungen physischer Risiken auf unsere Standorte bei einem 4 °C-Szenario begrenzt sind. Die Analyse der transitorischen Risiken lieferte wertvolle Erkenntnisse, die in unsere laufenden strategischen Planungen und Anpassungsbemühungen einfließen. Zukünftig werden wir daran arbeiten, die Klimaresilienzanalyse mit unserem Übergangsplan zu verknüpfen, um klimabezogene Themen noch stärker in unsere Entscheidungsfindung und Strategie zu integrieren.
Unser strategischer Ansatz zielt darauf ab, Klimaaspekte in unser Geschäftsmodell zu integrieren. Darüber hinaus verankern wir Nachhaltigkeit in unserer Produktentwicklung und unseren Marktstrategien. Durch die Priorisierung von Innovation und nachhaltigen Praktiken wollen wir unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabezogenen Risiken stärken. Gleichzeitig wollen wir Chancen, die der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bietet, nutzen. Unser Engagement für Nachhaltigkeit steht im Einklang mit globalen Klimainitiativen und fördert langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Während unsere Klimaresilienzanalysen einen Rahmen für das Management klimabezogener Risiken bilden, erkennen wir die Unsicherheiten bei der Vorhersage zukünftiger Klimabedingungen und regulatorischer Rahmenbedingungen an. Wir arbeiten aktiv daran, unsere Anpassungsfähigkeit an diese Unsicherheiten zu verbessern, mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit der Lieferkette, Energieeffizienz und der Reduzierung unseres CO 2 -Fußabdrucks als Teil unseres ersten Übergangsplans. Darüber hinaus haben wir zwar Zeithorizonte definiert, diese aber noch nicht mit der erwarteten Lebensdauer unserer Vermögenswerte, den strategischen Planungshorizonten und den Kapitalallokationsplänen abgestimmt. Wir werden nach Möglichkeiten suchen, diese Aspekte besser in unsere langfristigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zu integrieren. Darüber hinaus planen wir, die Genauigkeit zu erhöhen, indem wir unsere Analysen auf der Ebene der einzelnen Standorte durchführen, anstatt nahe beieinander liegende Standorte zu gruppieren.
Schließlich entwickeln wir auch künftig unsere Risikomanagementstrategie weiter, um unsere Fähigkeit zu stärken, uns an Herausforderungen und Chancen anzupassen, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen und Mitteln, die für Klimainitiativen bereitgestellt werden, finden sich unter E1-3.
Klimabezogene Aspekte sind ein integraler Bestandteil der Vergütung unserer Mitglieder der Verwaltungs- und Leitungsorgane. Insbesondere wird die Leistung der Geschäftsleitung anhand der Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bewertet, wie unter E1-4 angegeben.
Im aktuellen Berichtszeitraum ist ein Prozentsatz der erfassten Vergütung direkt mit klimabezogenen Aspekten verknüpft. Dazu gehört die fortlaufende Integration von Nachhaltigkeitszielen in den Long-Term Incentive Plan (LTIP) für Führungskräfte, einschließlich der Geschäftsleitung. Das LTIP-Ziel, das Treibhausgasemissionen einschließt, wurde im Geschäftsjahr 2022 erstmalig festgelegt und konzentriert sich auf die Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Der Bewertungszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir ein neues LTIP-Ziel für den Zeitraum 2023 bis 2025 festgelegt und im Jahr 2024 haben wir ein weiteres Ziel für den Zeitraum 2024 bis 2026 festgelegt. Jedes Ziel ist auf absolute Emissionsreduzierungen ausgerichtet, wobei die Zielwerte jährlich verschärft werden. Derzeit diskutieren wir den Vorschlag für die Ziele für den Zeitraum 2025-2027. Eine mögliche Auszahlung für den ersten Bewertungszeitraum für die Geschäftsleitung erfolgt nach einer einjährigen Halteperiode im Geschäftsjahr 2026 und dann erfolgen weitere in den Folgejahren. Zu den klimabezogenen Aspekten, die in die Vergütung einfließen, gehören spezifische Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2), die im Einklang mit unserer Verpflichtung zur Erreichung der von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigten kurzfristigen 1,5 °C-Ziele für 2030 stehen. Die Geschäftsleitung ist für die Überwachung der Umsetzung der Klimaschutzziele verantwortlich. Das Merck Sustainability Board überprüft regelmäßig die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele. Dieses Gremium, das vom Chief Sustainability Officer geleitet wird, sorgt für die Abstimmung zwischen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und den einzelnen Geschäftsstrategien und stärkt so das klimabezogene Engagement.
Die Integration klimabezogener Ziele in den Vergütungsrahmen spiegelt unser Engagement für Nachhaltigkeit sowie die Verantwortung der Geschäftsleitung bei der Erreichung unserer Klimaziele wider. Für 2024 kann die klimabezogene Vergütung der Geschäftsleitung nicht berichtet werden, da der LTIP 2022 erst 2026 ausgezahlt wird.
Im Berichtsjahr entwarfen wir unseren ersten Übergangsplan, den wir 2025 weiter ausarbeiten werden. Er bekräftigt unser Bekenntnis zum Klimaschutz im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Wir streben an, unsere direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen bis 2030 um jeweils 50 % im Vergleich zu 2020 zu verringern. Darüber hinaus haben wir uns verpflichtet, unsere indirekten Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 52 % pro Euro Bruttoergebnis im Vergleich zu 2020 zu senken. Bis 2030 wollen wir außerdem 80 % des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen decken. Unsere Strategie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Reduzierung von Prozessemissionen, die Steigerung der Energieeffizienz in unseren Betrieben und die deutliche Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien umfasst. Mit diesen Zielen wollen wir unsere Geschäftsaktivitäten mit den globalen Bemühungen in Einklang bringen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, wie es im Pariser Klimaabkommen festgelegt worden ist.
Unser Übergangsplan wird derzeit evaluiert und in die Geschäftsstrategien der Unternehmensbereiche integriert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Die Geschäftsstrategien der Unternehmensbereiche werden von der Geschäftsleitung genehmigt, um sicherzustellen, dass sie mit unseren Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen und wir auf dem richtigen Weg sind, unsere Ziele erreichen zu können.
Um unsere Ziele zur Treibhausgasreduzierung zu erreichen (Einzelheiten zu den Zielen finden sich unter E1-4), implementierten wir wichtige Dekarbonisierungshebel wie Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Prozessemissionen. Darüber hinaus verbesserten wir die Materialeffizienz und optimierten den Transport durch Verlagerung. Details finden sich im unserem Maßnahmenplan unter E1-3.
Wir sind zudem dabei, erste Prozesse zu entwickeln, um das Risiko potenziell "eingeschlossener" Treibhausgasemissionen (locked-in emissions) zu mindern. Dies umfasst eine gründliche qualitative Bewertung unserer relevanten Anlagen, um potenzielle eingeschlossene Emissionen zu ermitteln, die unsere Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase gefährden könnten. Die beiden identifizierten Anlagen, eine Gasturbine an unserem Standort in Darmstadt und ein Gasmotor am Standort in Gernsheim, können unsere Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen erheblich beeinflussen. Sie tragen zu den Gesamtemissionen bei und erhöhen Übergangsrisiken im Zusammenhang mit regulatorischen Änderungen und Marktentwicklungen. Als erste Annäherung orientierten wir uns im Berichtsjahr am EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS). Beide Anlagen fallen unter das EU-ETS-Schema. Um diese Anlagen effektiver zu managen, werden wir die Umsetzung spezifischer Strategien prüfen. Parallel arbeiten wir bereits an Energieeffizienzprogrammen.
Unseren Übergangsplan integrieren wir zurzeit in unsere Geschäftsstrategie und Finanzplanung, um die Übereinstimmung mit unseren Nachhaltigkeitszielen sicherzustellen. Unser Unternehmen erstellt bislang keinen Investitionsplan im Sinne der EU-Taxonomie zur Transformation von taxonomiefähigen in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten. Aus diesem Grund ist eine Abstimmung des Übergangsplanes mit diesem nicht möglich. Wir beabsichtigen, regelmäßige Überprüfungen durchzuführen, um unsere Fortschritte zu überwachen und Strategien anzupassen, damit wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Wir bezogen die Investitionsausgaben (CapEx) und betrieblichen Aufwendungen (OpEx) in unserer strategischen Planung ein und wiesen die Mittel strategisch innerhalb der Unternehmensbereiche zu, um unsere Maßnahmen für 2024/2025 zu voranzubringen und in der Absicht, unmittelbare Fortschritte bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele zu gewährleisten. Darüber hinaus arbeiten wir daran, die notwendigen Investitionen bereitzustellen, um im Rahmen unseres Übergangsplans die langfristige Transformation und Widerstandsfähigkeit unserer gesamten Geschäftstätigkeit voranzutreiben. Die Verordnung über die Klimabewertungsstandards ist für uns nicht anwendbar, da wir keine institutionellen Anleger sind.
Erste Elemente unseres Übergangsplans setzen wir bereits um. So bewerten wir die einzelnen Maßnahmen regelmäßig, um sicherzustellen, dass diese langfristig zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele beitragen. Dazu gehören regelmäßige Evaluationen unserer Fortschritte anhand festgelegter Kennzahlen. Ferner gewinnen wir Erkenntnisse durch die Zusammenarbeit mit Stakeholdern, die in unsere Strategien einfließen. Wir verpflichten uns zu Transparenz in unserer Berichterstattung und informieren über unsere Erfolge und Herausforderungen bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele.
Unser kurzfristiges Ziel für 2030 umfasst eine gezielte Senkung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um jeweils 50 % durch Maßnahmen wie NF3-Reduzierung, N2O-Recycling und die umfassende Nutzung erneuerbarer Energien. Bis 2040 streben wir Klimaneutralität an, indem wir die erneuerbare Energieerzeugung an unseren Standorten ausschöpfen und die Prozessemissionen minimieren. Unser Engagement erstreckt sich auch auf Scope 3, wo wir durch Dematerialisierung, Kreislaufwirtschaft und kontinuierlich verbesserte Partnerschaften in der Lieferkette erhebliche Emissionsreduzierungen erwarten. Einzelheiten zu unseren Maßnahmenplänen finden sich unter E1-3.
Bei der Entwicklung dieser ersten Version unseres Übergangsplans arbeiteten wir mit einer Vielzahl von Stakeholdern zusammen. So wollen wir einen umfassenden und integrativen Ansatz gewährleisten. Dazu gehörten alle Unternehmensbereiche und Schlüsselfunktionen wie der Einkauf, wodurch wir verschiedene Perspektiven und Fachkenntnisse einbeziehen konnten. Für eine Auswahl repräsentativer Standorte führten wir detaillierte Energiebewertungen durch und untersuchten mehrere Szenarien für den Treibhausgasausstoß, um die effektivsten Strategien zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele zu ermitteln.
Die im Folgenden aufgeführten Policies befassen sich mit den Nachhaltigkeitsaspekten Klimaschutz und Energieeffizienz. Obwohl wir das Unterthema Anpassung an den Klimawandel noch nicht in unsere Policies integriert haben, machten wir mit der Durchführung unserer Klimaresilienzanalyse einen ersten Schritt, auf dem wir in Zukunft aufbauen wollen. Die Policies im Zusammenhang mit Klimawandel werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Die EHS-Policy legt messbare Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen fest und fördert Energieeffizienzinitiativen in unseren Betrieben. Ergänzend dazu definiert der Air Emissions Standard, wie Luftemissionen zu überwachen und reduzieren sind, wobei der Schwerpunkt auf der Einführung sauberer Technologien zur Senkung der Treibhausgasemissionen liegt. Zur Bewältigung spezifischer Emissionsherausforderungen, regelt der Emissions of Refrigerants Standard die Verwendung von Kühlmitteln und betont die Bedeutung der Erkennung von Leckagen. Auch zeigt er den Übergang zu Alternativen mit geringem Treibhauspotenzial auf, um Emissionen zu minimieren. Darüber hinaus regelt unser Energy Management Standard die Verbesserung der Energieeffizienz und das Management des Energieverbrauchs, um die gesamten CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Es umfasst spezifische interne Richtlinien, die bewährte Praktiken für die Energieeffizienz umreißen, wie zum Beispiel die Durchführung regelmäßiger Energieaudits, um Ineffizienzen zu identifizieren und Korrekturmaßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs umzusetzen. Wir erkennen auch die Bedeutung nachhaltiger Praktiken in unserer Lieferkette an, weshalb unser Verhaltenskodex für Lieferanten diese für ihre Umweltpraktiken verantwortlich macht. Dieser Kodex verlangt von unseren Lieferanten, dass sie sich an unseren Umweltzielen orientieren, über ihre Emissionen berichten und nachhaltige Praktiken einführen.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Inhalt | Die konzernweite EHS Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmer Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs-und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die EHS-Policy basiert auf den Prinzipien der UN Global Compact und der Responsible Care ® Global Charter und ist mit den Standards ISO 14001 und ISO 45001 abgestimmt. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Festlegung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich über unsere Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz |
| Inhalt | Die Policy ist unsere globale Policy zur Minimierung potenzieller negativer Auswirkungen im Zusammenhang mit Luftemissionen an unseren Standorten weltweit. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Site Manager/Director, oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-Management-Mitarbeitende) |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf ISO 14001. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz |
| Inhalt | Die Policy legt verbindliche Anforderungen zur Vermeidung von Emissionen durch Kältemittel in allen Unternehmensbereichen fest. Die Policy wird durch spezifische globale oder lokale Maßnahmen durch die Unternehmensbereiche und unterstützenden Konzernfunktionen umgesetzt. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Site Manager/Director oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-Management-Mitarbeitende). |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf ISO 14001. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Energie; Klimaschutz |
| Inhalt | Die Policy legt verbindliche Anforderungen an das Energiemanagement in allen Unternehmensbereichen fest. Die Policy ist durch spezifische globale oder lokale Maßnahmen von Unternehmensbereichen und unterstützenden Konzernfunktionen umzusetzen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Site Manager/Director oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-/Energy-Management-Mitarbeitende). |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf ISO 50001. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Ethik und Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz, sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle unsere Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen ("Lieferanten") sowie für Sales intermediates (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer). |
| Verantwortlichkeit | Chief Procurement Officer und Group General Counsel. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 über Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen-MacArthur-Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy wurde unter Berücksichtigung von internen und externen Stakeholdern und Experten entwickelt und überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. In unseren Bestellungen wird grundsätzlich über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie ist auch in neuen oder geänderten Verträgen enthalten. |
In Übereinstimmung mit unseren in E1-2, dargelegten Policies zum Klimaschutz sind wir bestrebt, dem Klimawandel durch einen umfassenden Übergangsplan zu begegnen, unter Berücksichtigung des Pariser Klimaschutzabkommens. Dieser Plan umfasst eine Reihe strategischer Maßnahmen, die darauf abzielen, unsere Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren und unsere Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern. Diese Projekte umfassen die vorgelagerten Wertschöpfungsketten, eigenen Betriebe und nachgelagerten Wertschöpfungsketten. Unsere Maßnahmen fokussieren sich auf mehrere Dekarbonisierungshebel: Energiemanagement, Reduzierung von prozessbedingten Emissionen, Materialeffizienz, Verlagerung von Logistikrouten, Einkauf von erneuerbaren Energien und das Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm. Ziele zu unserer Anpassung an den Klimawandel finden sich unter E1-4. Nicht alle Klimaschutzprojekte sind im nachstehenden Maßnahmenplan enthalten; es werden nur die wichtigsten Beispiele pro Dekarbonisierungshebel hervorgehoben. Die Gesamtwerte für alle Maßnahmen zur Emissionsreduktion pro Unternehmensbereich ergeben ein vollständiges Bild der gesamten Dekarbonisierung. Um die Emissionen in unserer Lieferkette zu reduzieren, haben wir ein Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm eingeführt. Dieses fördert Reduktionsmaßnahmen außerhalb unserer direkten Kontrolle. Dabei konzentrieren wir uns darauf, die Einhaltung der Science Based Targets Initiative durch unsere Lieferanten zu bewerten und zu verbessern, den Anteil des von unseren Lieferanten genutzten Stroms aus erneuerbaren Energien zu steigern, sowie diejenigen zu schulen, die ihre Emissionen nicht reduzieren. Zwar ermöglicht uns das Programm eine Verfolgung des Reifegrads unserer Lieferanten, jedoch sind die Auswirkungen der Emissionsreduktionen derzeit nicht quantifizierbar. Der Grund ist, dass die Emissionen auf Grundlage von Branchendurchschnitten und nicht auf der Grundlage von Primärdaten gemeldet werden. Wir nehmen an, dass dieses Programm einen erheblichen positiven Effekt haben wird.
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Energiemanagement: Das EDISON-Programm konzentriert sich auf die Verbesserung der Energieeffizienz. Im Jahr 2024 erreichten wir eine Reduzierung von 3.840 Tonnen CO 2 eq. Dieses Programm verbessert die Betriebseffizienz, indem es den Energieverbrauch in unseren Einrichtungen optimiert. |
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Reduzierung von Prozessemissionen: Unsere Maßnahme zur Reduzierung von Prozessemissionen (Freon) verringert unsere Abhängigkeit von fluorierten Kohlenwasserstoffen mit hohem Erderwärmungspotenzial. Sie trägt somit zu unseren Zielen zur Treibhausgasreduzierung bei, indem unsere Scope-1-Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um 12.655 Tonnen CO 2 eq reduziert wurden. |
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Materialeffizienz: Das Materialeffizienzprogramm konzentriert sich auf die Verbesserung der Erträge und die Reduzierung von Ausschuss in unserer Produktion. Dies trägt zur Reduktion von Scope-3-Treibhausgasemissionen (Kategorie 1) bei. In unserem Werk in Danvers, USA, konnte beispielsweise durch Prozessverbesserung der Ausschuss (und damit der Bedarf an zugekauften Produkten) bei der Herstellung unserer Mobius Single-Use-Produkte reduziert werden. Dadurch wurden 240 Tonnen CO 2 eq im Jahr 2024 vermieden. |
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Verlagerung von Logistikrouten: Unser Mode-Shift-Programm reduziert die Emissionen aus der Logistik, indem wir Seefracht anstelle von Luftfracht nutzen. Dieses Programm reduzierte die Scope-3-Emissionen bis Ende September 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1.862 Tonnen CO 2 eq. |
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Zeitliche Horizonte für den Abschluss der oben genannten Projekte: Die Programme zur Verlagerung von Logistikrouten sollen bis Ende 2025 und die Programme zur Materialeffizienz bis Ende 2027 umgesetzt werden. Unser Energiemanagementprogramm ist bis 2030 finanziert und wir haben derzeit kein Enddatum festgelegt. Nach Erreichen der Zeithorizonte werden diese Programme fortgesetzt, um weitere Reduzierungen zu erzielen. Unsere Maßnahme zur Reduzierung von Prozessemissionen wird voraussichtlich bis Ende 2029 vollständig umgesetzt sein. |
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Gesamtwerte für die Maßnahmen zur Emissionsreduktion im Unternehmensbereich Life Science (2024): 19.678 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der Reduzierung (2024): Die Reduktion für die betreffenden Programme wird mit verschiedenen Methoden ermittelt. Für das Energiemanagement berücksichtigen wir die im Jahr 2024 abgeschlossenen Projekte, berechnen die erwarteten Energieeinsparungen pro Versorger und multiplizieren sie mit den standortspezifischen Emissionsfaktoren, um die Emissionsreduktionen zu ermitteln. Da es sich um ein mehrjähriges Programm und eine Reihe von Projekten handelt, wird die absolute Reduzierung der Prozessemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2020 berechnet. Für die Verlagerung von Logistikrouten ermitteln wir die Handelswege und Mengen, die von Luft- auf Seefracht umgestellt wurden, und berechnen die volumenbereinigte Differenz der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr. Für die Materialeffizienz wird die Kosteneinsparung ermittelt, die sich aus der Verringerung der eingekauften Rohstoffe ergibt, um die gleiche Menge an Fertigprodukten herzustellen. Diese wird mit dem entsprechenden EEIO-Emissionsfaktor des Rohstoffs multipliziert. |
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Erwartete Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktion im Unternehmensbereich Life Science (2025): 15.907 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die erwartete Reduktion für diese Projekte wird berechnet, indem die für 2025 prognostizierten Emissionsreduktionen von den Gesamtreduktionen für 2024 abgezogen werden. Die Differenz entspricht der alleinigen Emissionsreduktionen im Jahr 2025. Wir ermitteln die Gesamtreduktionen, indem wir alle aktiven Initiativen in dem jeweiligen Jahr einbeziehen, die Emissionsreduktion auf der Grundlage des Basisjahres (2020) schätzen und um das Geschäftswachstum im jeweiligen Jahr bereinigen. |
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Energiemanagement: Wir investieren weiterhin in Photovoltaik-Anlagen vor Ort. Als Beispiel für unsere globalen Ambitionen haben wir 2024 eine weitere Photovoltaik-Investition an unserem Standort Jakarta, Indonesien, vorgenommen. Die Reduzierung der dortigen Emissionen durch dieses Projekt wird auf 12 % geschätzt. Darüber hinaus optimieren wir die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) in unserem Betriebsnetz. In den kommenden Jahren ist eine Fortführung der Investitionen in die Klimaneutralität vorgesehen, zum Beispiel für energieintensive Versorgungseinrichtungen wie die Wassergewinnung. |
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Zeithorizonte für die Fertigstellung der oben genannten Projekte: Der kontinuierliche Umsetzungsplan, einschließlich Heizung, Lüftung, Klimatisierung (HLK) und Photovoltaik vor Ort, befindet sich am Ende des Umsetzungszyklus. Die genannten Wasserversorgungsprojekte beginnen ab 2025 und werden in den nächsten 3-5 Jahren umgesetzt. Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2024): Die Emissionsreduktion spiegelt die tatsächlichen Reduktionen im Berichtsjahr wider. Es vergleicht die Emissionen im Jahr 2023 mit denen im Jahr 2024. |
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Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Healthcare (2024): 2.000 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der Reduktion (2024): Die Emissionsreduzierung spiegelt die tatsächlichen Reduzierungen im Berichtsjahr wider. Sie vergleicht die Emissionen im Jahr 2024 mit denen von 2023. |
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Erwartete Gesamtwerte für Emissionsreduktionsprojekte im Unternehmensbereich Healthcare (2025): 2.423 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die erwartete Reduktion für diese Projekte wird berechnet, indem die für 2025 prognostizierten Emissionsreduktionen von den Gesamtreduktionen für 2024 abgezogen werden. Die Differenz entspricht der alleinigen Emissionsreduktionen im Jahr 2025. Wir ermitteln die Gesamtreduktionen, indem wir alle aktiven Initiativen in dem jeweiligen Jahr einbeziehen, die Emissionsreduktion auf der Grundlage des Basisjahres (2020) schätzen und um das Geschäftswachstum im jeweiligen Jahr bereinigen. |
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Reduktion von Prozessemissionen: Wir haben NF3-Reduktionsprojekte an unseren Standorten in Ulsan, Südkorea, und Hometown, USA, aus unserem Geschäftsbereich Spezialgase umgesetzt, um die Emissionen von Stickstofftrifluorid zu reduzieren. Diese Projekte erzielten im Jahr 2024 eine erhebliche Reduktion von 385.743 Tonnen CO 2 -Äquivalent. |
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Zeithorizonte für die Fertigstellung der oben genannten Projekte: Die wichtigsten Meilensteine dieser Projekte wurden 2024 erreicht. |
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Gesamtwerte für Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Electronics (2024): 385.743 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2024): Die Emissionsreduktion spiegelt die tatsächlichen Reduktionen im Berichtsjahr wider. Sie vergleicht die prozessbedingten NF3-Emissionen im Jahr 2024 mit dem Vorjahr. Es wird kein Wachstum berücksichtigt. |
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Erwartete Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Electronics (2025): 195.118 Tonnen CO 2 eq |
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Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die für 2025 erwartete Reduktion wird durch verschiedene Schlüsselprojekte erzielt, und trägt somit zur voraussichtlichen Erreichung der Meilensteine für 2025 bei. Die wichtigsten Projekte sind die Reduktion der N2O-Prozessemissionen und die Beschaffung zusätzlicher Verträge für Strom aus erneuerbaren Energien. Außerdem werden wir von einem ganzjährigen Beitrag des oben erwähnten NF3-Reduktionsprojekts in Ulsan profitieren. |
Scope 1-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere direkten Treibhausgasemissionen um 50 % reduzieren (Basisjahr 2020).
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Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist die Reduzierung von Prozessemissionen, insbesondere NF 3. |
| ― |
Von 2020 bis 2024 trug diese Maßnahme zu einer Verringerung der Scope-1-Treibhausgasemissionen um 53 % bei. Wir haben unser Ziel vorzeitig erreicht und arbeiten daran, die Ergebnisse zu stabilisieren. |
Scope 2-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere indirekten Treibhausgasemissionen um 50 % reduzieren (Basisjahr 2020).
| ― |
Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist die Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, zum Beispiel durch virtuelle Stromabnahmeverträge (Virtual Power Purchase Agreements, VPPA). |
| ― |
Von 2020 bis 2024 haben wir unsere Scope-2-Emissionen um 30 % reduziert. |
Scope 3-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 52 % im Verhältnis zum Bruttoergebnis reduzieren (Basisjahr 2020).
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Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist unser Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm. Es zielt darauf ab, die Emissionen in unserer gesamten Lieferkette durch die Förderung von Maßnahmen außerhalb unserer direkten Kontrolle zu reduzieren. |
| ― |
Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Bewertung und Verbesserung der Lieferanten in Übereinstimmung mit der Science Based Targets Initiative, der Erhöhung des Anteils des verwendeten Stroms aus erneuerbaren Energien, sowie der Aufklärung der Lieferanten über Dekarbonisierungshebel, um den Wandel voranzutreiben. |
| ― |
Während dieses Programm den Reifegrad unserer Lieferanten verfolgt, kann die Auswirkung der Reduzierung noch nicht quantifiziert werden, da die Emissionen derzeit anhand von Branchendurchschnitten und nicht von Primärdaten berechnet werden. Dennoch erwarten wir, dass diese Initiative langfristig einen erheblichen positiven Einfluss haben wird. |
Im Jahr 2024 ordneten wir den oben genannten Maßnahmen im Zusammenhang mit Prozessemissionen 46 Mio. € an Investitionsausgaben (CapEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Bilanz ausgewiesen sind und keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx). Für 2025 planen wir 18 Mio. € für CapEx und keine signifikanten OpEx bereitzustellen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den zuvor genannten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Energiemanagement 10 Mio. € an Investitionsausgaben (CapEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Bilanz ausgewiesen sind und keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx). Diese Zuweisungen entsprechen den in der delegierten Verordnung der Kommission (EU) 2021/2178 dargelegten Leistungskennzahlen. Für 2025 planen wir 12 Mio. € für CapEx und keine signifikanten OpEx bereitzustellen.
Nicht alle Projekte zum Klimaschutz sind in den oben genannten Zahlen enthalten; nur unsere wichtigsten Maßnahmen pro Dekarbonisierungshebel sind aufgeführt.
Obwohl unser Hauptaugenmerk auf dem Klimaschutz liegt, sind wir uns der Bedeutung der Anpassung an den Klimawandel bewusst. Wir haben erste Schritte unternommen, indem wir in Versicherungsprämien investiert haben, um uns gegen physische Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel abzusichern. Diese proaktive Maßnahme stärkt unsere Widerstandsfähigkeit angesichts klimabedingter Herausforderungen.
Unsere Fähigkeit, diese Maßnahmen umzusetzen, hängt erheblich von der Verfügbarkeit und Zuweisung von Ressourcen ab. Der fortlaufende Zugang zu Finanzmitteln zu erschwinglichen Kapitalkosten ist entscheidend für die Umsetzung unserer Strategien. Dazu gehören Anpassungen an Veränderungen von Angebot und Nachfrage, damit verbundene Akquisitionen und bedeutende Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E). Die Verfügbarkeit von Ressourcen sicherzustellen hat Priorität, um den Fortschritt in Richtung unserer Klimaschutzziele aufrechtzuerhalten. Um diese Klimaschutzziele zu erreichen, untersuchen wir derzeit modernste Technologien, die auf dem Markt verfügbar sind. Diese sind entscheidend für die Verbesserung unserer Betriebseffizienz und die Implementierung innovativer Lösungen.
Wir haben Mechanismen eingerichtet, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass wir mit den Klimazielen in Einklang stehen. Regelmäßige Updates werden den Interessengruppen bereitgestellt. Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf Klimaschutz beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Die unten aufgeführten Ziele konzentrieren sich auf die Nachhaltigkeitsaspekte Klimaschutz und Energieeffizienz. Obwohl wir die Anpassung an den Klimawandel noch nicht in unsere Ziele aufgenommen haben, haben wir bereits erste Schritte durch unsere Klimaresilienzanalyse eingeleitet, die wir noch weiter ausbauen wollen. Detaillierte Informationen zu unseren Methoden, Kennzahlen und Fortschritten bei der Erreichung unserer Ziele finden sich unter E1-6. Ein umfassender Überblick über unsere Dekarbonisierungshebel findet sich unter E1-3 und ein Überblick über unsere Policies unter E1-2.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Ziel | Bis 2030 wollen wir unsere direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) um 50 % reduzieren. |
| Bezugswert/-jahr | 1.827.000 Tonnen (2020) |
| Methoden | Dieses Klimaziel basiert auf den Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi), dem absoluten Kontraktionsansatz und dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 hat die SBTi unser Ziel für 2030 validiert und genehmigt. Es handelt sich um ein wissenschaftsbasiertes Ziel, welches auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ausgerichtet ist. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Unsere Reduktionsziele für Scope 1 und 2 waren früher kombiniert und sind jetzt getrennt. |
| Performance/Parameter | Wir überwachen unsere Scope-1-Emissionen vierteljährlich anhand von monatlich erfassten Daten, die über unser zentrales EHS-Datenerfassungstool gesammelt werden. Im Jahr 2024 senkten wir unsere Scope-1-Emissionen um 378.315 Tonnen CO 2 eq und damit auf 858.053 Tonnen. Wir reduzierten unsere Scope-1-Emissionen um 53 % (Basisjahr 2020) und erreichten unser Ziel vorzeitig. Wir arbeiten daran, die Ergebnisse zu stabilisieren. Der 1,5 °C-konforme Referenzzielwert für Scope-1-Treibhausgasemissionen beträgt 913.561 Tonnen CO 2 eq. Weitere Details zu unserer Leistung finden Sie unter E1-6. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Ziel | Bis 2030 wollen wir unsere indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 2) um 50 % reduzieren. |
| Bezugswert/-jahr | 325.000 Tonnen (2020) |
| Methoden | Dieses Klimaziel basiert auf den Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi), dem absoluten Kontraktionsansatz und dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 hat die SBTi unser Ziel für 2030 validiert und genehmigt. Es handelt sich um ein wissenschaftsbasiertes Ziel, das mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C vereinbar ist. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Unsere Reduktionsziele für Scope 1 und 2 waren früher kombiniert und sind jetzt getrennt. |
| Performance/Parameter | Wir überwachen unsere Scope-2-Emissionen vierteljährlich anhand von monatlichen erfassten Daten, die über unser zentrales EHS-Datenerfassungstool gesammelt werden. Die Reduktion unserer Scope-2-Emissionen entwickelt sich positiv und entspricht den Erwartungen. Im Jahr 2024 reduzierten wir unsere Scope-2-Emissionen um 138 Tonnen CO 2 eq, wodurch sie auf 227.070 Tonnen gesenkt wurden, was einer Reduktion von 30 % gegenüber dem Basisjahr 2020 entspricht. Der an das 1,5 °C-Ziel angepasste Referenzwert für Scope-2-Treibhausgasemissionen beträgt 162.349 Tonnen CO 2 eq. Weitere Informationen zu unserer Leistung finden Sie unter E1-6. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz |
| Ziel | Bis 2030 wollen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) im Verhältnis zu unserem Bruttoergebnis um 52 % reduzieren (auf 230 Tonnen CO 2 eq pro Mio. € Bruttoergebnis). Wir planen eine deutliche Reduktion der absoluten Scope-3-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2020 zu erreichen. |
| Bezugswert/-jahr | 480 Tonnen CO 2 eq pro Mio. € Bruttoergebnis (2020) |
| Methoden | Das Intensitätsziel basiert auf der Grundlage der Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi) und auf dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 validierte und genehmigte die SBTi dieses Ziel für 2030. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
| Performance/Parameter | Wir überwachen unsere Scope-3-Emissionen jährlich. Im Jahr 2024 haben wir eine Emissionsintensität von 359 Tonnen CO 2 eq pro Mio. € Bruttoergebnis erzielt. Die Zielsetzung basiert auf SBTi-Kriterien, welche drei Ansätze bieten: den absoluten Kontraktionsansatz, den wirtschaftlichen und den physischen Intensitätsansatz. |
| Für unser Ziel haben wir den wirtschaftlichen Intensitätsansatz gewählt, der mit der SBTi-GEVA-Methode (Gross Emissions per Value Added) übereinstimmt. Die Reduzierung um 52 % wurde mit dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool berechnet. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Ziel | Bis 2030 wollen wir 80 % unseres eingekauften Stroms durch erneuerbare Energien decken. Durch die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien unterstützen wir unser Ziel, die Scope-2-Emissionen zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass bis 2030 ausreichend erneuerbare Energie zu einem akzeptablen Preis verfügbar sein wird. |
| Bezugswert/-jahr | Keine Angabe eines Bezugsjahrs sinnvoll, da das Ziel die Gesamtabdeckung der beschafften Energie betrachtet. |
| Methoden | Die Methodik zur Erreichung dieses Ziels berücksichtigt die unterschiedliche Verfügbarkeit des Kaufs zuverlässiger "grüner‟ Stromprodukte in verschiedenen Ländern. In einigen Regionen ist es unkompliziert, diese Stromprodukte zu erwerben, während dies in anderen Regionen aufgrund begrenzter Verfügbarkeit oder Kapazitätsengpässen eine große Herausforderung darstellt. Das 80-%-Ziel spiegelt diese Überlegungen wider. Dies ist kein von der Science Based Target Initiative (SBTi) genehmigtes Ziel. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
| Performance/Parameter | Im Jahr 2024 haben wir 52,2 % des eingekauften Stroms mit erneuerbaren Energien gedeckt. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Klimaschutz; Energie |
| Ziel | Bis 2040 wollen wir Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. |
| Bezugswert-/jahr | Kein tatsächliches Referenzjahr, da das Ziel die Gesamtabdeckung der beschafften Energie betrachtet - Jahr nicht anwendbar. |
| Methoden | Nachdem wir unsere von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigten mittelfristigen Ziele für 2030 erreicht haben, werden wir unseren umfassenden Ansatz zur weiteren Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf der Grundlage unseres aktuellen Übergangsplans zu diesem Zeitpunkt weiterverfolgen. Wir gehen davon aus, dass unsere Lieferanten und Kunden weiterhin an ihren eigenen Zielen arbeiten und diese erfüllen werden. Wir stimmen unsere Methoden mit (inter)nationalen politischen Zielen wie dem EU Green Deal ab. Dies ist kein von der Science Based Taregt Initiative (SBTi) genehmigtes Ziel. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
| Performance/Parameter | Wir überwachen dieses Ziel jährlich. Weitere Informationen zu unserer Performance finden sich unter E1-6. |
Wir haben zukünftige Entwicklungen berücksichtigt, indem wir aufkommende Trends und Innovationen kontinuierlich überwachen, wie in unserem Übergangsplan (siehe E1-1) dargelegt, der unsere Strategien informieren und potenziell sowohl unsere Treibhausgasemissionen als auch die Emissionsminderungen beeinflussen wird. Wir berichten zusätzlich über unsere Ziele für Scope 1, 2 und 3 unter ESRS 2 (SBM-1), da es sich um einen unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen handelt, die verwendet werden, um den Erfolg unserer Klimaschutzmaßnahmen zu bewerten.
Das Verständnis unseres Energieverbrauchs und der Energiequellen, die zu unserem Energiemix beitragen, ist entscheidend, um unsere Umweltbelastung zu reduzieren. Nachfolgend geben wir einen Überblick über unseren aktuellen Energieverbrauch, den Anteil erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energiequellen und über die Schritte, die wir zur Verbesserung unserer Energieeffizienz unternehmen. Durch die Analyse unseres Energieverbrauchs und -mixes wollen wir Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren, um unser Engagement für die Klimaneutralität voranzutreiben und uns an globalen Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Gemäß der ESRS-Definition gelten alle unsere Geschäftsaktivitäten als klimaintensiv.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unseren Gesamtenergieverbrauch in MWh, aufgeschlüsselt nach Quellen:
| in MWh | 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA |
| (1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen | ||
| (2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen | 46.448 | 7.866 |
| (3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas | 1.148.361 | 59.260 |
| (4) Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen | ||
| (5) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen | 528.790 | 9.152 |
| (6) Gesamtverbrauch fossiler Energie | 1.723.598 | 76.278 |
| Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 72,0 | 100 |
| (7) Verbrauch aus Kernkraftquellen | 98.936 | 161 |
| Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 4,1 | - |
| (8) Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) | 31.242 | - |
| (9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen | 524.673 | - |
| (10) Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt | 16.271 | - |
| (11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie | 572.186 | - |
| Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 23,9 | - |
| Gesamtenergieverbrauch | 2.394.720 | 76.439 |
Unsere Standorte erfassen Energiedaten über unser zentrales Reporting-Tool für EHS-Daten (Environment, Health and Safety). Dieser zentralisierte Ansatz soll eine einheitliche und genaue Berichterstattung an allen Standorten sicherstellen.
Folgende Angaben zur Methodik gelten für alle Energieverbrauchskennzahlen:
| ― |
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten, Rohöl und Erdölprodukten, Erdgas und anderen fossilen Quellen: Die Brennstoffverbrauchsdaten stammen direkt aus gemeldeten Zahlen, wodurch wir die Genauigkeit ohne Abhängigkeit von Schätzungen gewährleisten. |
| ― |
Verbrauch von gekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen: Dies umfasst Energie, die wir von Drittanbietern beziehen und über Verträge und Rechnungen nachverfolgen. |
| ― |
Gesamter Verbrauch fossiler Energie: Diesen berechnen wir als Summe aller oben aufgeführten fossilen Energiequellen. |
| ― |
Verbrauch aus nuklearen Quellen: Die Berechnung basiert auf Schätzungen. Hierfür nutzten wir Daten aus der wissenschaftlichen Online-Publikation "Our World in Data". |
| ― |
Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse: Diese Kennzahl umfasst Energie aus erneuerbaren Materialien. Sie wird über die Standorte erhoben. |
| ― |
Verbrauch von gekaufter oder erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen: Dies umfasst erneuerbare Energie, die wir von Drittanbietern beziehen und ebenfalls über Verträge und Rechnungen nachverfolgen. |
| ― |
Selbst erzeugte erneuerbare Energie (ohne Brennstoffe): Dies bezieht sich auf vor Ort erzeugte erneuerbare Energie, wie Solar- oder Windenergie, die wir anhand von Produktionskennzahlen ermitteln. |
Die mit unseren Aktivitäten verbundene Energieerzeugung ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| in MWh | 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA |
| Erneuerbare Energieerzeugung | 43.110 | 5.842 |
| Nicht erneuerbare Energieerzeugung | 1.066.229 | 473.124 |
Folgende Angaben zur Methodik gelten für alle Energieerzeugungskennzahlen:
| ― |
Erzeugung erneuerbarer Energien: Diese Kennzahl umfasst Energie, die aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Biomasse erzeugt wird. Die Daten werden durch Energieberichte und Produktionskennzahlen der Standorte erhoben, die die Menge der vor Ort erzeugten erneuerbaren Energie erfassen. |
| ― |
Erzeugung nicht erneuerbarer Energien: Diese Kennzahl umfasst Energie, die aus nicht erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Die Zahlen basieren auf realen Erzeugungsdaten der Standorte Darmstadt und Gernsheim sowie auf einer Schätzung für die übrigen Standorte auf der Grundlage ihres gemeldeten Energieverbrauchs und eines durchschnittlichen Energieerzeugungseffizienzwerts. |
Die folgende Tabelle zeigt die mit unseren Aktivitäten verbundene Energieintensität:
| in MWh/Mio. € | 2024 |
| Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren je Nettoumsatz aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | 113 |
| ― |
Gesamtenergieverbrauch: Diese Zahl stellt den kombinierten Energieverbrauch aller Aktivitäten dar. Die Daten werden von den Standorten über ein internes Tool gemeldet. Da wir nicht auf externe Schätzungen angewiesen sind, können wir eine hohe Genauigkeit gewährleisten. |
| ― |
Umsatzerlöse: Die Umsatzerlöse sind unserem Geschäftsbericht entnommen, sie lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 21.156 Mio. €. |
| ― |
Berechnung der Energieintensität: Wir ermitteln die Energieintensität, indem wir den Gesamtenergieverbrauch aus allen Aktivitäten (in MWh) durch die Umsatzerlöse (Mio. €) dividieren. Diese Kennzahl ermöglicht es uns, die Energieeffizienz bezogen auf die Wirtschaftsleistung zu bewerten und aussagekräftige Vergleiche im Zeitverlauf und zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen zu treffen. |
Das Verständnis unserer Treibhausgasemissionen ist von entscheidender Bedeutung für die Bewertung unserer Umweltauswirkungen und die Stärkung unserer Nachhaltigkeitsinitiativen, insbesondere im Hinblick auf unser Ziel, die Emissionen zu reduzieren. Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über unsere Treibhausgas-Bruttoemissionen in allen drei Scopes sowie über unsere gesamten Treibhausgasemissionen. Durch die Analyse dieser Emissionen wollen wir Bereiche für Verbesserungen identifizieren, sinnvolle Reduktionsziele festlegen und auf Klimaneutralität hinarbeiten.
In der folgenden Tabelle führen wir die biogenen CO 2 -Emissionen auf, die nicht in den Berechnungen der Treibhausgas-Bruttoemissionen für das Jahr 2024 enthalten sind:
| in t CO 2 eq | 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA |
| Scope-1-THG-Bruttoemissionen | 12.598 | - |
| Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 486 | - |
Der Berechnung der biogenen CO 2 -Emissionen liegen folgende Methoden zugrunde:
| ― |
Scope-1-Treibhausgas-Bruttoemissionen: Diese Emissionen sind die Summe der gesamten direkten Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, wobei biogene CO 2 -Emissionen ausgeschlossen sind. Die Daten stammen aus Betriebsaufzeichnungen und Emissionsinventaren. |
| ― |
Scope-2-Treibhausgas-Bruttoemissionen (marktbasiert): Diese Zahl gibt die indirekten Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme, Dampf und Kühlung wieder, die mit marktorientierten Methoden berechnet werden. Die Daten erheben wir mithilfe von Versorgerabrechnungen und Energiebeschaffungsdokumenten. |
| ― |
Begrenzungen und Unsicherheiten umfassen teilweise manuelle Prozesse auf Standortebene, die das Risiko fehlerhafter Dateneingaben mit sich bringen, sowie die frühen Fristen für die Jahresendberichterstattung, die es erforderlich machen, teilweise auf Schätzungen zurückzugreifen. |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Anteil und die Arten der Vertragsinstrumente, die wir 2024 für die Energiebeschaffung verwendeten. Die Tabelle zeigt sowohl gebündelte als auch ungebündelte Instrumente.
| in % | 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA |
| Anteile der über gebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie | 19,2 | - |
| gebündeltes vertragliches Instrument: Retail green electricity | 5,9 | - |
| gebündeltes vertragliches Instrument: Onsite Power Purchase Agreement (PPA) | - | - |
| gebündeltes vertragliches Instrument: GEC (Green Energy Certificate) | 3,2 | - |
| gebündeltes vertragliches Instrument: GO (Guarantees of Origin) | 10,1 | - |
| gebündeltes vertragliches Instrument: NFC (National Framework for Certification) | 0,0 | - |
| Anteile der über ungebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie | 26,3 | - |
| ungebündeltes vertragliches Instrument: US-REC (U.S. Renewable Energy Certificate) | 4,5 | - |
| ungebündeltes vertragliches Instrument: VPPA (Virtual Power Purchase Agreement) | 19,9 | - |
| ungebündeltes vertragliches Instrument: GO (Guarantees of Origin) | - | - |
| ungebündeltes vertragliches Instrument: I-REC (International Renewable Energy Certificate) | 1,8 | - |
| ungebündeltes vertragliches Instrument: TIGR (Tradeable Instrument for Global Renewables) | 0,1 | - |
| Gesamtanteil der über gebündelte und ungebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie | 45,5 | - |
Folgende Methoden liegen der Berechnung des Anteils und der Vertragsinstrumente zugrunde:
| ― |
Anteil der über gebündelte Vertragsinstrumente beschafften Energie: Diese Kennzahl gibt den Prozentsatz der Energie wieder, die wir über gebündelte Verträge beschafften. Hierbei wird sowohl erneuerbare Energie als auch die damit verbundenen erneuerbaren Eigenschaften (Zertifikate) beschafft. Die Daten werden aus Beschaffungsverträgen und Energierechnungen erhoben. |
| ― |
Anteil der über ungebündelte Vertragsinstrumente beschafften Energie: Diese Kennzahl gibt den Prozentsatz der Energie wieder, die über ungebündelte Verträge beschafft wurde. Hierbei wird Energie unabhängig von ihren Eigenschaften beschafft und werden Zertifikate erneuerbarer Energien in gleicher Größe separat beschafft. Die Daten werden aus Beschaffungsverträgen und Energierechnungen erhoben. |
Bei der Berechnung dieser Kennzahlen wurden die folgenden Annahmen getroffen:
| ― |
Die Klassifizierung von Vertragsinstrumenten als gebündelt oder ungebündelt basiert auf den Definitionen in den einschlägigen Regulierungsrichtlinien, wie zum Beispiel dem Green House Gas Protocol für Scope 2, das einen Rahmen für die Beschaffung und Bilanzierung erneuerbarer Energien bietet. |
Die folgende Tabelle zeigt die Treibhausgas-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie die Daten zu den Treibhausgas-Gesamtemissionen für die Geschäftsjahre 2020 und 2024. Sie enthält Meilensteine sowie Ziele und bietet einen umfassenden Überblick über unsere Treibhausgasemissionen sowie die Fortschritte bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele. Obwohl unsere Berechnungen zeigen, dass die aus Primärdaten abgeleiteten Scope-3-Emissionen minimal sind, sind wir bestrebt, unsere Datenerfassungsprozesse kontinuierlich zu verbessern.
| Rückblickend | Etappenziel und Zieljahr | |||
| in t CO 2 eq | 2020 | 2024 | 2030 |
Jährliche Rückgangsrate bis 2030 im
Vergleich zum Basisjahr
(in %) |
| Scope-1-Treibhausgasemissionen | ||||
| Scope-1-THG-Bruttoemissionen | 1.827.123 | 858.053 | 913.561 | 5,0 |
| Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) | 4 | 8 | ||
| Scope-2-Treibhausgasemissionen | ||||
| Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 381.640 | 385.483 | ||
| Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 324.698 | 227.070 | 162.349 | 5,0 |
| Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen | ||||
| Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen 1 | 5.104.508 | 4.482.938 | ||
| Erworbene Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1) | 3.040.000 | 2.470.278 | ||
| Cloud-Computing und Rechenzentrumsdienste | - | - | ||
| Investitionsgüter (Kategorie 2) 2 | 293.000 | 371.086 | ||
| Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (Kategorie 3) | 102.528 | 112.528 | ||
| Vorgelagerter Transport und Vertrieb (Kategorie 4) | 264.397 | 231.580 | ||
| Abfallaufkommen in Betrieben (Kategorie 5) | 85.047 | 26.901 | ||
| Geschäftsreisen (Kategorie 6) | 32.157 | 106.060 | ||
| Pendelnde Mitarbeitende (Kategorie 7) | 89.571 | 77.061 | ||
| Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Kategorie 8) 3 | - | - | ||
| Nachgelagerter Transport (Kategorie 9) | 8.435 | 7.922 | ||
| Verarbeitung verkaufter Produkte (Kategorie 10) 4 | - | - | ||
| Verwendung verkaufter Produkte (Kategorie 11) | 1.163.923 | 1.021.008 | ||
| Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (Kategorie 12) 5 | 23.351 | 55.816 | ||
| Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Kategorie 13) 6 | 1.678 | 1.722 | ||
| Franchises (Kategorie 14) | - | - | ||
| Investitionen (Kategorie 15) | 421 | 974 | ||
| THG-Emissionen insgesamt | ||||
| THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) | 7.313.271 | 5.726.474 | ||
| THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) | 7.256.329 | 5.568.062 | ||
3 Bereits unter Scope-1- und Scope-2-Emissionen
erfasst.
Das Treibhausgasinventar umfasst die Mehrheit unserer Standorte unter betrieblicher Kontrolle. Besonders die Produktionsstätten, die den Großteil der Treibhausgasemissionen verursachen, sind vollständig abgedeckt. Wir haben zwei Anlagen, die dem EU-Emissionshandelssystem unterliegen, in Darmstadt und Gernsheim in Deutschland. Zusätzlich unterliegt der Standort in Ulsan, Südkorea, einem Emissionshandelssystem.
Von den Treibhausgas-Gesamtemissionen entfielen folgende Anteile auf die Merck KGaA: Im Jahr 2024 betrugen ihre Scope-1-Treibhausgasemissionen 18.413 Tonnen CO 2 eq. Ihre Scope-2-Treibhausgasemissionen lagen bei 3.416 Tonnen CO 2 eq, berechnet nach der standortbasierten Methode, und bei 6.704 Tonnen CO 2 eq, berechnet nach der marktbasierten Methode. Da die Merck KGaA keine signifikante Geschäftstätigkeit ausübt, sind die Scope-3-Treibhausgasemissionen vernachlässigbar.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Treibhausgasintensität pro € Umsatzerlös für das Geschäftsjahr 2024:
| in
t CO
2 eq/Mio.
€ |
2024 |
| THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) je Nettoumsatz | 271 |
| THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoumsatz | 263 |
Die Methoden zur Berechnung der Treibhausgasintensität sind wie folgt:
| ― |
Treibhausgas-Gesamtemissionen: Treibhausgasemissionen werden sowohl anhand standortbasierter als auch marktbasierter Methoden berechnet. Die Berechnungen leiten wir aus umfassenden Emissionsinventaren ab, die alle relevanten Quellen von Treibhausgasemissionen in unseren Betrieben berücksichtigen. |
| ― |
Die Umsatzerlöse sind unserem Geschäftsbericht entnommen, sie lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 21.156 Mio. €. |
| ― |
Wir berechnen die Treibhausgasintensität, indem wir die Treibhausgas-Gesamtemissionen (in t CO 2 eq) durch die Umsatzerlöse (in Mio. €) dividieren. Diese Kennzahl ermöglicht die Bewertung der Treibhausgaseffizienz unserer Geschäftstätigkeit bezogen auf die Wirtschaftsleistung. |
Bei der Berechnung unserer Scope-1-Emissionen unterscheiden wir gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) zwischen folgenden Quellen:
| ― |
Stationäre Verbrennung: Produktionseinheit, Anlage, Einrichtung lokaler Anlagen, beispielsweise durch den Einsatz von Öl oder Gas |
| ― |
Mobile Verbrennung: Abgabe an eigenen Tankstellen |
| ― |
Prozessbedingte Emissionen: physikalische oder chemische Prozesse während der internen Produktion oder durch andere industrielle Prozesse |
| ― |
Diffuse Emissionen: Kühlmittel oder andere Gase, die absichtlich oder unabsichtlich freigesetzt werden |
Die Datengrundlage für Emissionen aus der stationären Verbrennung sowie für Kraftstoffe, die an eigenen Tankstellen abgegeben werden, sind unsere Energierechnungen in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren. Die Emissionsfaktoren entnehmen wir dem GHG Protocol. Für die Berechnung von prozessbedingten Emissionen nutzen wir interne Produktionsdaten in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren, die wir aus dem sechsten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) beziehen. Diffuse Emissionen berücksichtigen wir, indem wir hauptsächlich Daten aus den Rechnungen für die Wartung unserer Anlagen verwenden und diese mit den entsprechenden Emissionsfaktoren kombinieren, die wir dem sechsten Sachstandsbericht des IPCC entnehmen.
Alle Berechnungen führen wir in unserem zentralen Reporting-Tool für EHS-Daten durch. Gemäß dem GHG Protocol unterscheiden wir bei der Berechnung unserer standortbasierten Scope-2-Emissionen zwischen den Quellen für gekauften oder erworbenen Strom, Dampf, Hitze und Kühlung. Dabei betrachten wir Dampf und Hitze zusammen.
Die Datengrundlage für alle vier Quellen bilden unsere Energieabrechnungen in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren. Die Emissionsfaktoren für eingekauften Strom beziehen wir von der internationalen Energieagentur (IEA) und der US-amerikanischen Emissions & Generation Resource Integrated Database (eGRID). Die Emissionsfaktoren für Dampf, Hitze und Kühlung beziehen wir vom britischen Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA). Die marktbasierten Scope-2-Emissionen berechnen wir ebenfalls gemäß dem GHG Protocol in allen vier Kategorien. Dabei folgen wir der Hierarchie des GHG Protocol in Bezug auf die Emissionsfaktoren: Wir nutzen von unseren Standorten gemeldete lieferantenspezifische Emissionsfaktoren, Restmixfaktoren (AIB für Europa, Green-e für USA) sowie standortbezogene Emissionsfaktoren. Alle Berechnungen führen wir in unserem zentralen Reporting-Tool für EHS-Daten durch.
Unsere Scope-3-Emissionen berichten wir entlang der 15 Kategorien des GHG Protocol:
Kategorie 1 umfasst alle vorgelagerten Emissionen aus der Gewinnung, Herstellung und dem Transport von Waren und Dienstleistungen, die im Berichtsjahr gekauft oder erworben wurden. Die Emissionen von Produkten werden mit einem ausgabenbasierten Ansatz berechnet, der auf einem Beschaffungsdatenmanagementsystem (das verschiedene ERP-Systeme integriert) und umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (EEIO) basiert (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO stellt Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren bereit und berücksichtigt dabei keine regionalen Unterschiede. Emissionen aus Dienstleistungen werden mit einem ausgabenbasierten Ansatz auf der Grundlage desselben Beschaffungsdatenmanagementsystems berechnet. Die Berechnungsmethode berücksichtigt die Emissionsdaten unserer Hauptlieferanten. Das Beschaffungssystem enthält 95-97 % unserer Gesamtausgaben, dies bedeutet, es gibt eine geringfügige Unterberichterstattung. Diese Lücke hängt mit unseren Tochtergesellschaften zusammen, die entweder kein eigenes Beschaffungssystem haben oder ein sehr spezifisches System (zum Beispiel ein kleines lokales ERP-System). Um die Genauigkeit weiter zu erhöhen, arbeiten wir an einem gewichtsbasierten Ansatz. Unser Ziel ist es, diese Emissionen anhand von lieferantenspezifischen Daten zu berechnen.
Kategorie 2 umfasst alle vorgelagerten Emissionen aus der Gewinnung, Herstellung und dem Transport von Investitionsgütern, die im Berichtsjahr gekauft oder erworben wurden. Wie bei Kategorie 1 werden die Emissionen mit einem ausgabenbasierten Ansatz berechnet, der auf einem Beschaffungsdatenmanagementsystem (das verschiedene ERP-Systeme integriert) und umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (EEIO) basiert (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO liefert Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren und berücksichtigt dabei keine regionalen Unterschiede. Das Beschaffungssystem enthält 95-97 % unserer Gesamtausgaben, dies bedeutet, es gibt eine geringfügige Unterberichterstattung. Diese Lücke hängt mit unseren kleineren Tochtergesellschaften zusammen, die entweder kein System haben oder ein sehr spezifisches System (zum Beispiel ein kleines lokales ERP-System). Unser Ziel ist es, diese Emissionen anhand von lieferantenspezifischen Daten zu berechnen.
Kategorie 3 umfasst Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Brennstoffen und Energie, die im Berichtsjahr gekauft und verbraucht wurden und nicht in Kategorie 1 oder 2 enthalten sind. Die Daten zu gekauften und verbrauchten Brennstoffen (hauptsächlich Erdgas) und Strom, Dampf/Wärme und Kälte, die die Grundlage für die Berechnung der Emissionen der Kategorie 3 bilden, erfassen wir über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem. Um die vorgelagerten Emissionen der gekauften Brennstoffe zu ermitteln, multiplizieren wir die Brennstoffmengen mit den Emissionsfaktoren von der Quelle bis zum Tank (Quelle: DEFRA; WTT - Brennstoffe). Die vorgelagerten Emissionen sowie die Transport- und Verteilungsverluste von gekaufter oder erworbener Wärme beziehungsweise gekauftem Dampf und gekaufter Kälte berechnen wir durch Multiplikation der Verbrauchszahlen mit den jeweiligen Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA; WTT - Wärme und Dampf, WTT - Wärme und Dampf - Fernwärme und Dampf, beziehungsweise DEFRA; WTT - Wärme und Dampf, WTT - Verteilung von Fernwärme und Dampf, 5 % Verlust für Verluste). Zur Berechnung der Emissionen aus der Erzeugung sowie der Übertragung und Verteilung kleinerer Mengen gekaufter Kälte verwenden wir dieselben Emissionsfaktoren wie für Wärme/Dampf, da keine spezifischen Faktoren verfügbar sind. Vorgelagerte Emissionen aus dem Strombezug ermitteln wir durch Multiplikation der Verbrauchszahlen mit den jeweiligen Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA; WTT - Überseestrom [Erzeugung]). Dabei wird der aus erneuerbaren Quellen bezogene Strom abgezogen (direkte Lieferung von Strom aus erneuerbaren Quellen sowie Strom, der durch Energieattributzertifikate abgedeckt ist). Transport- und Verteilungsverluste von Strom ermitteln wir auf Grundlage der bezogenen Strommengen und der länderspezifischen Verlustfaktoren.
Grundlage für länderspezifische Stromübertragungs- und -verteilungsverluste bieten die Daten der IEA. Dabei wird der aus erneuerbaren Quellen bezogene Strom (direkte Versorgung mit erneuerbarem Strom) abgezogen. Emissionen aus der Erzeugung von Strom, der an Endverbraucher verkauft wird, sind für uns nicht relevant, da wir keinen Strom verkaufen.
Kategorie 4 umfasst den Transport und die Verteilung von Produkten, die im Berichtsjahr erworben wurden. Dies bezieht sich auf Transport und Verteilung zwischen den Tier-1-Lieferanten unseres Unternehmens und unseren eigenen Betrieben, wobei die Fahrzeuge und Einrichtungen nicht im Besitz oder unter unserer Kontrolle stehen. Außerdem umfasst Kategorie 4 den Transport und die Verteilung von Dienstleistungen, die im Berichtsjahr erworben wurden. Dazu gehören sowohl die Eingangslogistik als auch die Ausgangslogistik, zum Beispiel von verkauften Produkten, sowie Transport und Verteilung zwischen unseren eigenen Einrichtungen in Fahrzeugen und Einrichtungen, die nicht in unserem Besitz oder unter unserer Kontrolle stehen. Zur Berechnung der Emissionen dieser Transportaktivitäten verwenden wir einen gemischten Ansatz. Primärdaten von Logistikdienstleistern werden von diesen bereitgestellt und in die Berichterstattung integriert. Wenn diese Daten nicht verfügbar sind, werden die Treibhausgasemissionen von einem Drittanbieter mithilfe eines energiebezogenen Bottom-up-Ansatzes berechnet. Für den Unternehmensbereich Life Science dienen die Versanddaten von Spediteuren als Hauptdatenquelle, während für den Unternehmensbereich Electronics die Lieferscheine aus den eigenen ERP-Systemen die Berechnungsgrundlage bilden. Für den Unternehmensbereich Healthcare gibt es mehrere Quellen: Speditionsdaten sowie Daten aus verschiedenen ERP-Systemen. Diese Daten werden in internen Systemen zusammen mit Primärdaten von Lieferanten/Logistikdienstleistern konsolidiert. Die entsprechenden Versanddaten werden an den Drittanbieter EcoTransIT gesendet und dort verarbeitet. Die Verarbeitungsschritte umfassen die auf Postleitzahlen und Hafencodes basierende Routenplanung vom Ursprungs- zum Zielort, die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs, die Energie- und Emissionsberechnung sowie die Summierung aller Abschnittsemissionen pro Transportart. Für unseren Unternehmensbereich Life Science liegen keine Daten zu Straßentransporten für die Regionen Lateinamerika und Asien vor. Daher wird ein ausgabenbasierter Ansatz verwendet, um diese Emissionen zu schätzen. Falls noch keine Daten für das gesamte Jahr vorliegen, erfolgen entsprechende Hochrechnungen auf der Grundlage von Vorjahresdaten. Derzeit berücksichtigen wir aufgrund fehlender Daten keine Lieferungen von Tier-1-Lieferanten, die nicht direkt von uns bezahlt werden, aber an uns geliefert haben.
Kategorie 5 umfasst Emissionen aus der Entsorgung und Behandlung von Abfällen, die in Einrichtungen entstehen, die uns gehören oder von uns kontrolliert werden. Dies schließt auch Entsorgung von Feststoffabfällen und Abwasser durch Dritte ein. Die Berechnung der Emissionen aus Abfällen, die im Betrieb anfallen und von Dritten entsorgt werden, basiert auf Primärdaten unserer Produktionsstandorte, die jährlich über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem erfasst werden. Diese Daten unterteilen wir in verschiedene Abfallarten, zum Beispiel Lösungsmittelabfälle und Bodenabfälle, und unterscheiden zudem nach Abfallentsorgungsmethode, zum Beispiel nach Energiegewinnung aus Abfall, Deponierung oder Recycling. Für die Emissionsfaktoren, die auf dem Kohlenstoffgehalt des Abfalls basieren, nutzen wir den "Leitfaden für die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen in der Wertschöpfungskette der chemischen Industrie". Dieser gibt vor, dass Recycling und Energierückgewinnung der Organisation zugerechnet werden, die das recycelte Material verwendet oder den Abfall zur Energieerzeugung nutzt. Das bedeutet, die Emissionen aus diesen Aktivitäten werden in unserem Treibhausgasinventar nicht berücksichtigt. Die Faktoren für den Kohlenstoffgehalt stammen hauptsächlich aus den "IPCC-Leitlinien für nationale Treibhausgasinventare von 2006". Diese Daten werden dann miteinander multipliziert. Emissionen, die durch den Transport von Abfallstoffen entstehen, werden nicht berücksichtigt. Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen aus der Abwasserbehandlung in kommunalen oder industriellen Kläranlagen Dritter verwenden wir Primärdaten aus unseren Produktionsstätten, die jährlich über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem erfasst werden. Die Abwassermengen werden mit dem DEFRA-Emissionsfaktor für die Wasseraufbereitung multipliziert.
Kategorie 6 umfasst Emissionen aus dem Transport von Mitarbeitenden für geschäftliche Aktivitäten in Fahrzeugen, die Dritten gehören oder von Dritten betrieben werden, wie Flugzeuge, Züge, Busse und Personenkraftwagen.
| ― |
Flugreisen: Auf der Grundlage unserer Flugbuchungs- und Abrechnungsprozesse liefert unser Dienstleister für Zahlungslösungen detaillierte Daten zu allen gebuchten Flügen. Die Treibhausgasemissionen werden von atmosfair berechnet, einer anerkannten Nichtregierungsorganisation, die sich mit Klimaschutz befasst und sich auf Reisen spezialisiert hat. |
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Bahnreisen: Bahnreisen werden in einigen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Spanien als relevant angesehen. In außereuropäischen Ländern gelten sie als eher vernachlässigbar. Derzeit sind Daten für Bahnreisen nur für Deutschland verfügbar und werden von der Deutschen Bahn AG bereitgestellt. |
| ― |
Mietwagen: Emissionsdaten werden von unseren globalen Mietwagenanbietern auf jährlicher Basis bereitgestellt. Daten zu anderen Transportmitteln wie Straßenbahnen, Taxis und Busse sind nicht verfügbar. Ihr Einfluss auf unsere Gesamtemissionen dürfte vernachlässigbar sein. |
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Hotelübernachtungen: Die Emissionen aus Hotelübernachtungen berechnen wir auf der Grundlage der Anzahl der Hotelübernachtungen pro Land (Quelle: internes ERP-System) und der DEFRA-Emissionsfaktoren für Hotelübernachtungen. |
Kategorie 7 umfasst Emissionen, die durch den Transport von Mitarbeitenden zwischen ihrem Wohnort und ihrem Arbeitsplatz entstehen. Wir führen jedes Jahr eine weltweite Umfrage zur Mitarbeitendenbindung durch. Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitsgewohnheiten hin zu einem flexibleren Ansatz des mobilen Arbeitens verändert. Angesichts dieser Tatsache und unseres Bestrebens nach mehr Transparenz und Genauigkeit bei den Treibhausgasemissionen haben wir die Pendlergewohnheiten ab 2023 in die Umfrage zur Mitarbeitendenbindung aufgenommen. So können wir unsere Berechnung auf eine solide Grundlage stellen und auf die globale Belegschaft hochrechnen. Dies kombinieren wir mit der Annahme von 220 Arbeitstagen, die aus dem "Guidance for Accounting & Reporting Corporate GHG Emissions in the Chemical Sector Value Chain" abgeleitet wurden. Die Emissionsfaktoren für die verschiedenen Transportmittel stammen von DEFRA, Business travel-land und umfassen auch Elektrofahrzeuge und Homeoffice.
Kategorie 8 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Vermögenswerten, die geleast werden und die nicht bereits in den Berichten zu Scope 1 oder Scope 2 enthalten sind. Emissionen aus dieser Kategorie sind für unsere Berichterstattung zu Scope 3 nicht relevant, da geleaste Vermögenswerte, zum Beispiel gemietete Büros, Labore oder Lager, Teil unseres Treibhausgasinventars nach Scope 1 und 2 sind.
Kategorie 9 umfasst den Transport und die Verteilung von Produkten, die im Berichtsjahr von unseren Betrieben an Endverbraucher verkauft wurden, sofern nicht von uns bezahlt. Dies schließt auch Einzelhandel und Lagerung in Fahrzeugen und Einrichtungen ein, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle unseres Unternehmens stehen. Die Berechnung der Emissionen der Kategorie 9 erfolgt ähnlich wie bei der Kategorie 4. Die Emissionen werden von einem Drittanbieter mithilfe eines energiebezogenen Bottom-up-Ansatzes berechnet. Auf diese Weise können wir Emissionsdaten für unsere Unternehmensbereiche Healthcare und Electronics bereitstellen. Die nachgelagerten Daten der Kategorie 9 aus dem Unternehmensbereich Life Science sind vernachlässigbar. Um die Effektivität der Logistikprozesse zu gewährleisten, werden die Transporte von Life-Science-Produkten von uns organisiert und beauftragt und fallen daher unter die Kategorie 4.
Kategorie 10 umfasst Emissionen aus der Verarbeitung verkaufter Zwischenprodukte durch Dritte (zum Beispiel Hersteller) nach dem Verkauf durch unser Unternehmen. Wir stellen eine Vielzahl von Zwischenprodukten für verschiedene Zwecke her. Aufgrund der Bandbreite möglicher Anwendungen und unserer Kundenstruktur lassen sich die damit verbundenen Treibhausgasemissionen nicht auf praktische Weise nachverfolgen. Es ist schwierig, verlässliche Zahlen zu erhalten. Wir halten uns hier an die Empfehlung des "Leitfadens für die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen in der Wertschöpfungskette der chemischen Industrie" des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), in dem es heißt: "Chemieunternehmen sind nicht verpflichtet, Scope-3-Emissionen der Kategorie 10 zu melden, da aufgrund der vielfältigen Anwendungs- und Kundenstruktur zuverlässige Zahlen schwer zu ermitteln sind."
Kategorie 11 umfasst Emissionen aus der Nutzung von Gütern und Dienstleistungen, die wir im Berichtsjahr verkauft haben. Interne Expertenbewertungen unseres umfangreichen und sehr vielfältigen Produktportfolios zeigen, dass für uns "Treibhausgase und Produkte, die Treibhausgase enthalten oder bilden, die bei der Nutzung freigesetzt werden" der Haupttreiber von Treibhausgasemissionen in dieser Kategorie sind. "Produkte, die während der Nutzung direkt Energie (Strom) verbrauchen", tragen in viel geringerem Maße zu den Gesamtemissionen bei. "Brennstoffe und Rohstoffe" sowie indirekte Emissionen in der Nutzungsphase sind für uns nicht relevant. "Indirekte Emissionen in der Nutzungsphase" sind optional und werden von uns nicht gemeldet. Im Produktportfolio unseres Unternehmensbereichs Electronics gibt es einige Spezialgase mit hohem Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP), die während der Nutzungsphase emittiert werden. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des technischen Fachwissens interner Experten über den Prozentsatz der Gasmengen, die bei unseren Kunden aus den Prozessen entweichen, sowie über die Effizienz der Emissionsminderung, die Verkaufsmengen und die Treibhauspotenziale (Quelle: IPCC, 6. Sachstandsbericht). Darüber hinaus verbrauchen einige Produktsteuergeräte Strom. Die Emissionen dieser Geräte kalkulieren wir auf Basis der Laufzeit, der durchschnittlichen Lebensdauer und eines geschätzten globalen Emissionsfaktors. Andere Produktlinien sind vernachlässigbar oder tragen überhaupt nicht zu den Gesamtemissionen in dieser Kategorie bei. Unser Unternehmensbereich Life Science bietet die Produktlinien LabWater, Process Solutions sowie die Portfolios Biologie, Biomonitoring und Chemie an, die während der Nutzungsphase Strom verbrauchen. Die Emissionsberechnung basiert auf internen Expertenschätzungen zu dem Energieverbrauch der Produkte, den Verkaufszahlen und den jeweiligen Emissionsfaktoren pro Land (Quelle: IEA). Die Verkaufsdaten decken ca. 90-95 % des Umsatzes ab. Unser Unternehmensbereich Healthcare bietet einige batteriebetriebene Injektionsgeräte an, die unter Kategorie 11 fallen. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des Energieverbrauchs, der Verkaufszahlen und der jeweiligen Emissionsfaktoren pro Land (Quelle: IEA). Im Vergleich zu anderen Kategorien des Scope 3 ist die Überprüfung der Emissionen in dieser Kategorie mit mehr Unsicherheiten behaftet und soll einen ersten Hinweis auf die Auswirkungen dieser Emissionen des Scope 3 geben.
Kategorie 12 umfasst Emissionen aus der Abfallentsorgung und -behandlung von Produkten am Ende ihrer Lebensdauer, die im Berichtsjahr verkauft wurden. Emissionen aus der Entsorgung verkaufter Produkte und der entsprechenden Verpackungsmaterialien werden auf der Grundlage von Verkaufsdaten, Gewichtsdaten von Produkten und Verpackungsmaterial, durchschnittlichen gewichteten Emissionsfaktoren auf der Grundlage statistischer Daten über regionale Entsorgungsmethoden und DEFRA-Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA) berechnet.
Kategorie 13 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Vermögenswerten, die uns als Leasinggeber fungierend gehören und an andere Unternehmen vermietet werden. In Darmstadt sind wir Vermieter einiger Wohn- und Geschäftsgebäude. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage von Gebäudestammdaten, zum Beispiel Energiebedarf aus Energieausweisen, und entsprechenden Emissionsfaktoren. Zur Aufteilung des Energiebedarfs in Heizung und Strom für Wohn- und Geschäftsgebäude verwenden wir Daten der IEA. Die Emissionen aus Heizenergie kalkulieren wir anhand der Brennstoffart und der DEFRA-Emissionsfaktoren. Die Emissionen aus dem Strombedarf berechnen wir anhand des vom BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) bereitgestellten deutschen Netzemissionsfaktors.
Kategorie 14 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Franchiseunternehmen. Diese Kategorie ist für uns nicht relevant, da wir keine Franchiseunternehmen betreiben, das heißt, Unternehmen, die im Rahmen einer Lizenz Waren oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens an einem bestimmten Standort verkaufen oder vertreiben. Die Vergabe von Lizenzen im Pharmasektor wird nicht als Franchising betrachtet.
Kategorie 15 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Investitionen, einschließlich Eigenkapital- und Fremdkapitalinvestitionen sowie Projektfinanzierungen, im Berichtsjahr, die nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten sind. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des direkten Kapitalanteils, des jeweiligen Jahresumsatzes und der umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO liefert Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren und berücksichtigt keine regionalen Unterschiede.
Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit führen wir aktuell keine Aktivitäten zur Entnahme oder Verringerung von Treibhausgasen durch, die wir über CO 2 -Zertifikate finanzieren.
Während die Treibhausgasemissionen generell in unseren F&E- und Produktentwicklungsprozessen berücksichtigt werden, gilt für größere Investitionsprojekte eine spezielle interne CO 2 -Bepreisung. Bei den entsprechenden Investitionsprojekten nutzen wir einen Schattenpreis von 100 € pro Tonne CO 2 , der weltweit angewendet wird. Dieser Preis orientiert sich an den Leitlinien des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) zur Überwachung des CO 2 -Preises und wurde auch durch eine Peer-Review-Analyse ermittelt. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Kriterien für Treibhausgasemissionen in einer frühen Phase der Projektkonzeption einbezogen werden. Die Vorgehensweise kommt für Investitionsprojekte mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. € zur Anwendung und für solche Projekte mit einem Volumen von mehr als 2 Mio. €, die eine hohe Nachhaltigkeitswirkung haben.
Da diese CO 2 -Bepreisung auf die Vermeidung oder Verringerung von Treibhausgasemissionen in der Zukunft ausgerichtet ist, ist sie nicht auf die tatsächlichen Emissionen im laufenden Jahr anwendbar. Aus demselben Grund wirken sich die Überlegungen zum CO 2 -Preis nicht auf den Wert der bestehenden Vermögenswerte im Konzernabschluss aus.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasserverschmutzung. Unsere Angaben konzentrieren sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen:
| Kennung | E2-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
| Beschreibung | Die Herstellung und/oder der Umgang mit chemischen und/oder pharmazeutischen Stoffen kann sich negativ auf die Wasserqualität auswirken, sei es durch die kontrollierte Freisetzung dieser Stoffe über das Abwasser oder unbeabsichtigt durch Leckagen, Verschütten oder vergleichbare Ereignisse. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserverschmutzung |
| Inhalt | Die konzernweite EHS Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmer Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die EHS Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs- und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und der Responsible Care ® Global Charter und berücksichtigt die ISO-Normen 14001 und 45001. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserverschmutzung |
| Inhalt | Die Policy betrifft die Wasserqualität und zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen unserer Anlagen auf die Umwelt zu minimieren. Diese Policy definiert die Verantwortlichkeiten und legt globale Richtlinien für den risikobasierten Ansatz in Bezug auf das Management von Abwässern aus unseren Betrieben fest. Die Überwachung erfolgt durch unser EHS-Auditsystem, siehe Policy "Corporate EHS Audit Process". Darüber hinaus erstellen unsere Betriebsstandorte Programme, mit denen sie die Einhaltung lokaler Regularien überwachen und sicherstellen wollen, dass unbeabsichtigte Freisetzungen von gefährlichen Stoffen über das Abwasser verhindert, erkannt und vermieden werden, oder die routinemäßige Einleitung aller relevanten wassergefährdenden Stoffe überwacht wird. Die Einhaltung behördlicher Vorschriften oder örtlicher Gegebenheiten bei der Erstellung des jeweiligen Probenahme- und Analyseprogramms ist verpflichtend. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit sowohl für unsere Produktionsstandorte als auch für unsere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Unsere internen Stakeholder sind die Standortleitung oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden, EHS-Manager und deren Mitarbeitende sowie die Mitarbeitenden an den Standorten. Unsere externen Stakeholder sind: alle Nutzer der Gewässer, in die Abwasser eingeleitet werden, sowie die Betreiber von Wasseraufbereitungsanlagen flussabwärts. |
| Verantwortlichkeit | Standortleitung oder qualifizierte Mitarbeitende, die für Abwasserthemen zuständig sind. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt das UN-Nachhaltigkeitsziel 6: "Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen‟ sowie das Common Antibiotics Manufacturing Framework der AMR Industry Alliance, deren Mitglied wir sind. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern über unser Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserverschmutzung |
| Inhalt | Die Policy legt einen globalen Rahmen für die Lagerung, den Transfer und die Handhabung von Gefahrstoffen fest. Sie gibt Hinweise, auf welche Weise Einrichtungen und technische Anlagen konzipiert, gebaut, betrieben und gewartet werden müssen, damit potenziell umweltschädliche Stoffe nicht in die Umwelt gelangen. Die Überwachung stellen wir über unser EHS-Auditsystem sicher, siehe Policy "Corporate EHS Audit Process". |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für alle Einheiten des Konzerns, in denen Gefahrstoffe abgeladen, gelagert, umgeschlagen und gehandhabt werden. |
| Verantwortlichkeit | Standortleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern über unser Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserverschmutzung |
| Inhalt | Die Policy beschreibt, wie Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken an unseren Standorten identifiziert und bewertet sowie geeignete Abhilfemaßnahmen festgelegt werden. Darüber hinaus dient die Policy dem Zweck, die Einhaltung der EHS-Anforderungen und der behördlichen Vorschriften sowie die angemessene Umsetzung des EHS-Managementsystems und dessen Ausrichtung auf kontinuierliche Verbesserung zu überprüfen. In Bezug auf Wasserverschmutzung wollen wir den negativen Auswirkungen auf die Wasserqualität begegnen, die sich in der Herstellung und/oder durch den Umgang mit chemischen und/oder pharmazeutischen Stoffen ergeben können, wenn diese Stoffe absichtlich kontrolliert über das Abwasser freigesetzt oder unabsichtlich durch Leckagen, Verschütten oder ähnliche Ereignisse unsachgemäß entsorgt werden. |
| Gemäß den Anforderungen der Policy definieren wir einen Auditplan für die Produktions-, F&E- und Lagerstandorte in Abständen von drei bis fünf Jahren. Die Häufigkeit der Audits pro Standort wird auch durch die Ergebnisse früherer Audits bestimmt. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf Menge und Eigenschaften der gehandhabten Stoffe sowie auf Umweltaspekte und -auswirkungen. Ein Auditbericht mit den festgestellten Mängeln und Abhilfemaßnahmen wird an die Standortleitung geschickt, die in erster Linie dafür verantwortlich ist, die Mängel innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens zu beheben. | |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für die Konzernfunktion Corporate Environment Health and Safety (SQ-E) und alle Standorte (inklusive Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen, die von Merck kontrolliert werden). |
| Verantwortlichkeit | Head of Corporate EHS |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern über unser Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit Wasserverschmutzung werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Die EHS Policy (Environment, Health and Safety) sowie die Policies Sustainable Water Management-Wastewater und Spillage control of hazardous substances zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen unserer Anlagen auf Umwelt und Gesundheit zu minimieren, indem wir den Umgang mit gefährlichen Substanzen kontrollieren und anstreben, deren Freisetzung zu verhindern. Die Policy Corporate EHS Audit Process kontrolliert die Implementierung der beschriebenen Policies.
Im Rahmen unserer EHS Policy legen wir sowohl auf Konzern- als auch auf Standortebene Ziele, Programme und Kennzahlen fest, die die Umwelt, Gesundheit und Sicherheit betreffen. Damit wollen wir Verletzungen und Unfälle, den Energie- und Ressourcenverbrauch sowie das Abfallaufkommen kontinuierlich überwachen und reduzieren. Unser Anspruch ist es, über die Einhaltung unserer EHS-Vorschriften hinauszugehen, indem wir diese stetig hinsichtlich ihres Verbesserungspotenzials prüfen, um unsere Auswirkungen weiter zu reduzieren. Um uns auf Notfälle vorzubereiten, ergreifen wir Maßnahmen zur Risikominderung und Schadensverhütung. Dies soll uns ermöglichen, negative Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit zu verhindern und den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.
Gemäß unserer Spillage control of hazardous substances Policy sind der gute Zustand und die Unversehrtheit der Lagereinrichtungen, Tanks, Rückhalteeinrichtungen und der erforderlichen Ausrüstungen zu erhalten und regelmäßig zu überprüfen.
Im Rahmen unseres Sustainable Water Management, das auch die Notfallvorsorge umfasst, sind unsere Standorte verpflichtet, Rückhaltebecken zu betreiben. Diese Becken müssen ein angemessenes Volumen für gebrauchtes Löschwasser und/oder für Abwasser haben, das nicht im Routinebetrieb behandelt werden kann. Im Falle eines Brandes müssen die Rückhaltebecken so konzipiert sein, dass sie die Auswirkungen auf die Umwelt kontrollieren und begrenzen, indem sie potenziell kontaminiertes Löschwasser isolieren.
Im Rahmen unserer im Geschäftsjahr 2020 eingeleiteten Aktivitäten setzten wir die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen bis 2030 für unsere eigene Produktion in unseren Unternehmensbereichen Life Science, Healthcare und Electronics um. Die Aktivitäten dienen dazu, Wasserverschmutzung, die aus der Routineproduktion resultiert, zu reduzieren: Bis 2030 wird jede wassergefährdende Substanz so emittiert, dass sie unterhalb ihrer vorhergesagten Unbedenklichkeitsschwelle (Predicted No Effect Concentration, PNEC, Wasserreferenzwert) bleibt.
| ― |
Wir ermittelten die Abwasserrelevanz für jede in der Produktion gehandhabte Substanz in den Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare. |
| ― |
Im Unternehmensbereich Healthcare schlossen wir Risikobewertungen auf der Grundlage von Berechnungen für abwasserrelevante Substanzen ab und überwachen weiterhin das Auftreten von pharmazeutischen Wirkstoffen im Abwasser. Für Substanzen in Konzentrationen oberhalb des Wasserreferenzwerts führen wir Labor- und Pilotversuche durch, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ermitteln, zum Beispiel Modernisierungsmaßnahmen in unseren Abwasserbehandlungsanlagen. |
Für 2025 planen wir die folgenden Maßnahmen für die Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science:
| ― |
Wir wollen unsere Risikobewertungen und die Bestimmung von Wasserreferenzwerten fortsetzen und weiterentwickeln. |
| ― |
Für unseren Unternehmensbereich Healthcare wollen wir analytische Überwachungsdaten auswerten, um die Ergebnisse der Risikobewertungen und die Wirksamkeit von derzeit vorhandenen Minderungsmaßnahmen zu überprüfen. |
So können wir über weitere notwendige Maßnahmen entscheiden, um potenziell schädliche Rückstände in unserem Abwasser auf Werte unterhalb der festgelegten Unbedenklichkeitsschwelle zu reduzieren, zum Beispiel durch die Anpassung unserer Abwasserbehandlungsanlagen.
Unsere Bemühungen im Bereich Wassermanagement konzentrieren sich auf unsere Produktionsstandorte, da die Produktion im Allgemeinen ein höheres Risiko für aquatische Ökosysteme darstellt. Im Unternehmensbereich Life Science sind 41 Standorte mit Abwasser aus der Produktion in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, der Schweiz und den USA betroffen. Für den Unternehmensbereich Healthcare sind weltweit 14 Standorte mit Abwasser aus der Produktion betroffen. Sie befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indonesien, Italien, Mexiko, der Schweiz und Spanien. Im Unternehmensbereich Electronics sind 27 Standorte mit Abwasser aus der Produktion in China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA betroffen. Unser Zeithorizont für den Abschluss der Maßnahmen ist bis 2030 festgelegt. Es wurden keine Abhilfemaßnahmen ergriffen.
Ende 2024 waren 41 Standorte unseres Unternehmensbereichs Life Science, 14 Standorte von Healthcare und 27 Standorte von Electronics an der Maßnahme beteiligt. 12 Standorte unseres Unternehmensbereichs Life Science, drei von Healthcare und einer von Electronics stellten fest, dass die Konzentrationen aller wassergefährdenden Stoffe in ihren Abwässern unter der Unbedenklichkeitsschwelle liegen.
Im Geschäftsjahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen bezüglich Wasserverschmutzung keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Unsere Maßnahmen in Bezug auf unser Abwasser erstrecken sich nicht auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette.
Wir bereiten das Abwasser aus unseren Produktionsstätten auf und leiten es gemäß der jeweiligen Genehmigung in die aufnehmenden Gewässer ein. Bis 2030 wollen wir potenziell schädliche Rückstände in unserem Abwasser unter die Unbedenklichkeitsschwelle senken. Unsere Maßnahmen starteten im Jahr 2020, wir messen den Fortschritt seitdem halbjährlich. Dafür definierten wir eine Reihe von Projektschritten, die wir für jeden Standort im Geltungsbereich zentral überwachen. Zu diesen Schritten gehören die Identifizierung relevanter wassergefährdender Stoffe, die Bewertung des Risikos im spezifischen Kontext, gegebenenfalls Minderungsmaßnahmen und die Überwachung zur Überprüfung der Wirksamkeit der Minderungsmaßnahmen. Darüber hinaus haben wir keine Ziele im Zusammenhang mit der Wasserverschmutzung festgelegt.
| 2024 | |||
| Wasserverschmutzung - Schadstoffe (in kg) | Geschätzter Median | Geschätztes Minimum | Geschätztes Maximum |
| Gesamtstickstoff | 55.992 | 55.992 | 55.992 |
| Gesamtphosphor | - | - | - |
| Arsen und Verbindungen (als As) | - | - | - |
| Cadmium und Verbindungen (als Cd) | - | - | - |
| Chrom und Verbindungen (als Cr) | - | - | - |
| Kupfer und Verbindungen (als Cu) | - | - | - |
| Quecksilber und Verbindungen (als Hg) | - | - | - |
| Nickel und Verbindungen (als Ni) | 59 | 59 | 59 |
| Blei und Verbindungen (als Pb) | - | - | - |
| Zink und Verbindungen (als Zn) | - | - | - |
| Alachlor | - | - | - |
| Aldrin | - | - | - |
| Atrazin | - | - | - |
| Chlordan | - | - | - |
| Chlordecon | - | - | - |
| Chlorfenvinphos | - | - | - |
| Chloralkane, C10-C13 | - | - | - |
| Chlorpyrifos | - | - | - |
| DDT | - | - | - |
| 1,2-Dichlorethan (EDC) | - | - | - |
| Dichlormethan (DCM) | - | - | - |
| Dieldrin | - | - | - |
| Diuron | - | - | - |
| Endosulfan | - | - | - |
| Endrin | - | - | - |
| Halogenierte organische Komponenten (als AOX) | - | - | - |
| Heptachlor | - | - | - |
| Hexachlorbenzol (HCB) | - | - | - |
| Hexachlorbutadien (HCBD) | - | - | - |
| 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (HCH) | 2 | 2 | 2 |
| Lindan | - | - | - |
| Mirex | - | - | - |
| PCDD + PCDF (Dioxine + Furane) (als Teq) | - | - | - |
| Pentachlorbenzol | - | - | - |
| Pentachlorphenol (PCP) | - | - | - |
| Polychlorierte Biphenyle (PCBs) | - | - | - |
| Simazin | - | - | - |
| Tetrachlorethen (PER) | - | - | - |
| Tetrachlormethan (TCM) | - | - | - |
| Trichlorbenzole (TCB) (alle Isomere) | - | - | - |
| Trichlorethylen | - | - | - |
| Trichlormethan | - | - | - |
| Toxaphen | - | - | - |
| Vinylchlorid | - | - | - |
| Anthracen | - | - | - |
| Benzol | - | - | - |
| Bromierte Diphenylether (PBDE) | - | - | - |
| Nonylphenol und Nonylphenolethoxylate (NP/NPEs) | 1 | 1 | 1 |
| Ethylbenzol | - | - | - |
| Ethylenoxid | - | - | - |
| Isoproturon | - | - | - |
| Naphthalin | - | - | - |
| Zinnorganische Verbindungen (als Gesamt-Sn) | - | - | - |
| Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) | - | - | - |
| Phenole (als Gesamt-C) | - | - | - |
| Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) | - | - | - |
| Toluol | - | - | - |
| Tributylzinn und Verbindungen | - | - | - |
| Triphenylzinn und Verbindungen | - | - | - |
| Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC) (als Gesamt-C oder CSB/3) | - | - | - |
| Trifluralin | - | - | - |
| Xylole | - | - | - |
| Chloride (als Gesamt-Cl) | 5.483.545 | 4.219.545 | 5.483.545 |
| Asbest | - | - | - |
| Cyanide (als Gesamt-CN) | - | - | - |
| Fluoride (als Gesamt-F) | - | - | - |
| Octylphenole und Octylphenolethoxylate | - | - | - |
| Fluoranthen | - | - | - |
| Isodrin | - | - | - |
| Hexabrombiphenyl | - | - | - |
| Benzo(g,h,i)perylen | - | - | - |
Jeder Standort bestimmt die Relevanz von Schadstoffen auf Standortebene durch Messung, Berechnung oder Schätzung. Die vorgegebenen Parameter der oben aufgeführten Liste werden lokal bestimmt durch Messung, Berechnung oder Abschätzung. Nur Werte oberhalb der geltenden Schwellenwerte werden berichtet. Bei der Bestimmung von Emissionen durch Messung haben analytische Methoden oberste Priorität, die in Lizenzen und Genehmigungen gefordert werden. Wenn keine Methoden vorgegeben sind, werden standardisierte und anerkannte Methoden zur Analyse eines Parameters im Abwasser angewendet. Diese Methoden können vom rechtlichen Rahmen abhängen. Wenn keine standardisierte Methode verfügbar ist, verwenden die Labore eigene Methoden, die intern validiert sind. Einschränkungen sind zum Beispiel intrinsische Einschränkungen der Messungen, wie in der jeweiligen Validierungsdokumentation dargelegt. Bei Berechnungen hängt die angewandte Methode vom jeweiligen Prozess ab, in dem eine Substanz gehandhabt wird. Diese Berechnungen können zum Beispiel auf Eingangs-/Ausgangsanalysen oder Reaktionsformeln basieren. Auch bei Schätzungen hängt die angewandte Methode vom jeweiligen Prozess ab, in dem eine Substanz gehandhabt wird. Schätzungen können zum Beispiel auf Dokumentationen und Aufzeichnungen der verwendeten Mengen oder Massenbilanzen basieren. Die so bestimmten Werte werden in einem zentralen EHS-Datenmanagementsystem erfasst. Aufgrund der Vielzahl an Standorten und Kennzahlen sehen wir von einer detaillierten Offenlegung aller Parameter auf Standortebene ab. Auf Unternehmensebene wurden die Messungen der Kennzahlen von keiner externen Stelle validiert. Viele unserer Standorte leiten ihr Abwasser in kommunale Kläranlagen ein, wo Wasserinhaltsstoffe abgebaut werden, bevor das Wasser in die Umwelt gelangt. Der Grad der Abreicherung hängt von der in der jeweiligen Kläranlage eingesetzten Technologie und in vielen Fällen von der Umgebungstemperatur ab. Wir haben für jeden Parameter auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse einen Bereich festgelegt, in dem der Grad der Abreicherung einer Kläranlage liegen kann. Dieser Bereich wird auf den lokal bestimmten Wert angewendet und führt zu den Werten "geschätztes Minimum", "geschätzter Median" und "geschätztes Maximum".
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf Wasserverschmutzung beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Bodenverschmutzung. Unsere Angaben beziehen sich auf das folgende wesentliche Risiko:
| Kennung | E2-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Seit Langem stillgelegte Produktionsverfahren führten in der Vergangenheit zu einer Kontamination des Untergrunds. Die behördlichen Auflagen für den Umgang mit Untergrundkontaminationen haben sich seitdem verschärft und werden weiter verschärft. Diese strengeren Vorschriften werden wahrscheinlich unsere Kosten erhöhen. Dies gilt für alle drei Unternehmensbereiche. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Bodenverschmutzung |
| Inhalt | Die konzernweite EHS-Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmer Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die EHS-Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO-14001-zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs- und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. |
| Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. | |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und der Responsible Care ® Global Charter und berücksichtigt die ISO-Normen 14001 und 45001. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Bodenverschmutzung |
| Inhalt | Die Policy gibt vor, wie wir unterirdische Kontaminationen bewerten und behandeln. Ziel ist es, Risiken im Zusammenhang mit dem Untergrund (Boden und Grundwasser) systematisch zu identifizieren, zu steuern und zu melden. Zu diesem Zweck berichten die Tochtergesellschaften ihre Prozesse an die Einheit Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance (SQ) in Bezug auf: |
| • den Kenntnisstand zu Kontaminationen: Informationen über neue Verunreinigungen sowie über wesentliche Aktualisierungen, zum Beispiel neue Anforderungen von Aufsichtsbehörden | |
| • Verfahren zur Untersuchung, Analyse, Überwachung und Bewertung von Kontaminationen | |
| • Dekontaminations-/Sanierungsarbeiten von Boden, Grundwasser oder Beseitigung von Gefahrstoffen | |
| • Der jeweilige Standort muss sicherstellen, dass alle relevanten Originaldokumente im Zusammenhang mit Kontaminationen und Sanierungsmaßnahmen verfügbar sind. | |
| Sustainability, Quality and Trade Compliance überwacht alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten nach einer Transaktion, zum Beispiel vereinbarte Sanierungsarbeiten und/oder bekannte Kontaminationen (EHS Due Dilligence und Post Transaction). | |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für alle Standorte weltweit. |
| Verantwortlichkeit | Standortleitung oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E2-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Bodenverschmutzung |
| Inhalt | Die Policy gibt einen globalen Rahmen für die Lagerung, den Transfer und die Handhabung von Gefahrstoffen vor. Sie gibt Hinweise, auf welche Weise Einrichtungen und technische Anlagen konzipiert, gebaut, betrieben und gewartet werden müssen, damit potenziell umweltschädliche Stoffe nicht in die Umwelt gelangen. Die Überwachung stellen wir über unser EHS-Auditsystem sicher, siehe Policy "Corporate EHS Audit Process". |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für alle Einheiten des Konzerns, in denen Gefahrstoffe abgeladen, gelagert, umgeschlagen und gehandhabt werden. |
| Verantwortlichkeit | Standortleitung und qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern über unser Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit Bodenverschmutzung werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Wir nutzen unsere EHS-Policy, um Ziele, Programme und Leistungsindikatoren im Zusammenhang mit Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowohl auf Gruppen- als auch auf Standortebene zu definieren. In diesem Zusammenhang ist es unser Bestreben, neue Kontaminationen an all unseren Standorten zu verhindern, indem wir uns strikt an bestehende Vorschriften halten und Unfälle sowie Vorfälle reduzieren und überwachen. Zu diesem Zweck haben wir die Richtlinie Spillage Control of Hazardous Substances als global harmonisierten Ansatz implementiert. Wie in unserer Richtlinie Management of Contamination at Sites dargelegt, mildern wir negative Auswirkungen, die mit bestehender Untergrundkontamination auch aus historischen Aktivitäten verbunden sind, durch Sanierung, indem wir den Untergrund sichern und/oder bestehende unterirdische Kontaminationen dekontaminieren. Dadurch reduzieren wir Risiken für potenziell betroffene Parteien in der Umgebung dieser Standorte. Wenn es um die Exposition von Menschen sowie von Grund- und Oberflächenwasser gegenüber gefährlichen Stoffen geht, handeln wir nach dem ALARP-Prinzip: so niedrig wie vernünftigerweise möglich.
Die Standorte in Darmstadt und Gernsheim (Deutschland) sowie Norwood (USA) sind aufgrund historischer und eingestellter Produktionsprozesse von Untergrundkontamination betroffen. Sie stehen nun im Mittelpunkt unserer laufenden Maßnahmen. Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit den Umweltbehörden zu aktuellen Themen, dessen Häufigkeit sich an den aktuellen Erkenntnissen und Maßnahmen orientiert.
Am Standort Darmstadt führte die über 100-jährige industrielle Nutzung, einschließlich der Schäden im Zweiten Weltkrieg, zu Boden- und Grundwasserverunreinigungen. Daher wird am Standort Darmstadt das Grundwasser kontinuierlich flächendeckend durch 32 Sanierungs- und Prozesswasserbrunnen gefasst und damit die Ausbreitung der Grundwasserkontamination verhindert. Durch die Aufbereitung des entnommenen Wassers entfernen wir die Schadstoffe vor der Einleitung in das Oberflächenwasser. Die Einhaltung der Grenzwerte wird überwacht. Zudem vermeiden wir potenziell schädliche Umwelteinwirkungen durch Bodenverunreinigungen am Standort, indem wir umfassende Oberflächenversiegelungen in relevanten Bereichen durchführen. Im Rahmen unserer lokalen Grundwassersanierungsmaßnahmen findet ein regelmäßiger Austausch mit der Bodenschutzbehörde zu aktuellen Themen statt, dessen Häufigkeit sich an den aktuellen Erkenntnissen und Maßnahmen orientiert. Diese Maßnahmen werden fortgeführt bis neue Anforderungen eine Anpassung erfordern.
Die Oberfläche des Gernsheimer Geländes wurde durch die Aufschüttung mit Boden, Bauschutt und Hexachlorcyclohexan (HCH), das als Nebenprodukt der früheren Lindan-Produktion entstand und damals ein zugelassener Baustoff war, angehoben. Zu dieser Zeit, zwischen 1954 und 1972, war diese Aufschüttung von den Behörden zugelassen. Inzwischen sind HCH-Rückstände als Stoffe mit gefährlichen Eigenschaften eingestuft.
Um den Kontakt des Grundwassers mit den HCH-Rückständen zu verhindern, senken wir am Standort Gernsheim den Grundwasserspiegel durch Wasserentnahme über zehn Sanierungs- und Prozesswasserbrunnen. Das Wasser aus den Brunnen wird in einer speziellen Aufbereitungsanlage gereinigt. Darüber hinaus wird das Grundwasser an 64 Messstellen mit einem amtlich koordinierten Qualitätsüberwachungssystem überwacht. Die so gewonnenen Daten werten wir systematisch aus und übermitteln sie in jährlichen Berichten an die zuständige Umweltbehörde. Bei Hinweisen auf mögliche schädliche Umweltauswirkungen ergreifen wir die notwendigen Maßnahmen. Um möglichen schädlichen Umweltauswirkungen durch Bodenverunreinigungen vorzubeugen, führten wir am Gernsheimer Standort ebenfalls eine umfassende Oberflächenversiegelung in den relevanten Bereichen durch. Darüber hinaus stehen wir mit den Bodenschutzbehörden in Kontakt, zum Beispiel bei technischen Fragen und/oder der Entwicklung (Feinabstimmung) des aktuellen Wassermanagements, zum Beispiel, wenn sich der Grundwasserspiegel aufgrund von Änderungen der Niederschlagsmengen ändert. Diese Maßnahmen werden fortgeführt bis neue Anforderungen eine Anpassung erfordern.
Unser Standort der EMD Millipore Corporation in Norwood wurde seit den späten 1940er-Jahren für die industrielle Herstellung, Lagerung und den Vertrieb von organischen und anorganischen Chemikalien genutzt. Frühere Eigentümer des Geländes füllten eine Vertiefung im südlichen Teil des Standortes mit Erde, Bauschutt und Chemieabfallbehältern auf.
Zu unseren wichtigsten Maßnahmen gehört die Einkapselung der Abfälle in der Vertiefung und das Auffangen des kontaminierten Grundwassers, das von dem Standort abfließt, um die Exposition von Mensch und Umwelt durch die standortspezifischen Kontaminanten (SSK) zu verhindern. Darüber hinaus decken wir diesen Bereich fachgerecht ab und minimieren oder beseitigen so die Freisetzung von SSKs aus den Abfällen. Zudem nutzen wir das Verfahren der In-situ-chemischen Oxidation (ISCO), um dennoch freigesetzte Schadstoffe in der Umgebung abzubauen. Diese Maßnahmen werden fortgeführt bis neue Anforderungen eine Anpassung erfordern.
Unsere Ambition ist es, an all unseren Standorten schädliche Auswirkungen durch bestehende Boden- und Grundwasserkontaminationen abzumildern und zu verhindern, indem wir die Kontamination sanieren und die Sicherheitsvorschriften und -bestimmungen einhalten. Dies erfolgt stets im Einklang mit den örtlichen Vorschriften und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. Die Maßnahmen tragen dazu bei, Risiken im Zusammenhang mit Boden- und Grundwasserkontaminationen systematisch zu ermitteln, zu bewältigen und zu melden. Mit Überwachungsprogrammen überprüfen wir die Wirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen an jedem Standort. Diese Überwachungsprogramme sind von den lokalen Behörden gefordert und in der jeweiligen behördlichen Genehmigung festgelegt. Alle Maßnahmen werden von unseren qualifizierten Expertinnen und Experten vor Ort überwacht und die Fortschritte sowie Ergebnisse der Behörde in Jahresberichten mitgeteilt.
Betroffene Stakeholder sind zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Mitarbeitende vor Ort und die Projektleitung. Darüber hinaus zählen wir auch Aktionäre zu unseren Stakeholdern. Für unsere Maßnahmen haben wir keinen Zeithorizont festgelegt, da es sich um fortlaufende Maßnahmen handelt.
Emissionen in die Luft, ins Wasser und ins Erdreich zu verhindern und zu überwachen, ist für uns mit erheblichen Ausgaben verbunden. Auch die ordnungsgemäße Abfallentsorgung verursacht hohe Kosten. Zudem bilden wir Rückstellungen für Grundwasser- und Bodensanierungen. So stellen wir sicher, dass wir alle notwendigen Maßnahmen durchführen können. Unsere Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen betrugen zum 31. Dezember 2024 insgesamt 158 Mio. €. Davon entfielen 96,6 % auf die Merck KGaA. Für den nächsten Berichtszeitraum erwarten wir keine signifikante Veränderung. Weitere Details finden sich im Konzernanhang unter (27) "Sonstige Rückstellungen".
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen bezogen auf Bodenverschmutzung 9 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, und keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir 10 Mio. € OpEx und kein CapEx bereitzustellen.
Unsere Ambition ist die systematische Ermittlung, Bewältigung und Meldung von Risiken im Zusammenhang mit Boden- und Grundwasserkontaminationen. Darüber hinaus haben wir keine Ziele im Zusammenhang mit Bodenverschmutzung festgelegt. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen finden sich unter E2-2 "Unsere Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Bodenverschmutzung".
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit besorgniserregenden Stoffen und besonders besorgniserregenden Stoffen. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgende wesentliche Auswirkung und das folgende wesentliche Risiko:
| Kennung | E2-NI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Viele unserer chemischen Produkte haben inhärent gefährliche Eigenschaften. Die wesentlichen potenziellen negativen Auswirkungen sind auf Ebene der Lieferanten zu finden. Wir gehen davon aus, dass wir in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette ein Potenzial für negative Auswirkungen haben. Dies gilt für alle drei Unternehmensbereiche. |
| Kennung | E2-R-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Langfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe unterliegen zunehmend strengeren Vorschriften, die ein Risiko für unsere Geschäftsfähigkeit sein können und einen Anstieg der Kosten verursachen können. Insbesondere die EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit (Chemical Strategy for Sustainability, CSS) beschreibt regulatorische Maßnahmen für den Übergang zu einer schadstofffreien Umwelt, die darauf abzielen, die Verwendung von besorgniserregenden Stoffen und besonders besorgniserregenden Stoffen auf essentielle Verwendungszwecke zu beschränken. Der Ersatz potenziell verbotener/eingeschränkter Chemikalien durch sichere und nachhaltige Chemikalien ist notwendig und kostspielig. Zusätzliche Kosten können auch im Fall erhöhter Anforderungen an den Arbeitsschutz und den Umweltschutz entstehen. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E2-NI-02; E2-R-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe |
| Inhalt | Wir führen ein Portfolio Sustainability Assessment (M-SPOT Merck Sustainable Portfolio Transformation, PSA) gemäß dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) durch. Diese Methodik soll die Nachhaltigkeit unserer Produkte in Bezug auf mehrere Aspekte bewerten, unter anderem chemischen Risiken und regulatorischen Trends. Diese Bewertungen berücksichtigen Kriterien für besorgniserregende Stoffe (Substances of Concern, SoC) und besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC) in einem risikobasierten Ansatz. Sie beleuchten auch zukünftige regulatorische Trends, um Geschäftsrisiken zu berücksichtigen, die sich aus zukünftigen Verboten und Einschränkungen ergeben können. Gemäß unserer M-SPOT Policy muss ein identifiziertes chemisches Risiko, das dazu führt, dass Kunden möglicherweise das Produkt nicht sicher handhaben können, so schnell wie möglich verringert werden. Unsere Produkte werden ausschließlich an industrielle und professionelle Anwender verkauft, die in der Regel gut geschult sind und alle erforderlichen Informationen für den sicheren Umgang mit unseren Produkten erhalten, beispielsweise durch unsere Sicherheitsdatenblätter (SDB) oder weitere digitale Lösungen. Aus diesem Grund halten wir einen risikobasierten Ansatz, wie er auch in unserer PSA-Methodik verwendet wird, für geeignet, um potenzielle Auswirkungen zu bewältigen. Wenn bei der Bewertung des chemischen Risikos oder der regulatorischen Trends ein Risiko festgestellt würde, würde das Produkt eine negative Bewertung erhalten. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für alle drei Unternehmensbereiche. Im Rahmen der PSA-Methode vergleichen wir unsere Produkte mit den relevantesten Wettbewerbsprodukten auf globaler Ebene (Regionalisierung wäre eine Ausnahme) entlang der gesamten Wertschöpfungskette und in verschiedenen Dimensionen wie Wasserverbrauch, Emissionen oder Verpackung. Stakeholder sind Kunden und beispielsweise auch Investoren, die daran interessiert sind, Risiken zu reduzieren, die mit einem nicht nachhaltigen Portfolio verbunden sind. Interne Stakeholder umfassen unsere Unternehmensbereiche und die Einheit Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance (SQ). |
| Verantwortlichkeit | Management der einzelnen Unternehmensbereiche und Head of SQ. |
| Standards/Initiativen Dritter | Unsere Policy berücksichtigt das World Business Council for Sustainable Development und das Chemical Industry Methodology for Portfolio Sustainability Assessments (PSA) vom 26. Oktober 2018. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Interne Stakeholder trugen in Besprechungen und Überprüfungszyklen aktiv zur Entwicklung der Policy bei. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E2-NI-02; E2-R-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe |
| Inhalt | Die Policy ist relevant für die Entwicklung neuer Produkte und die Steuerung des Forschungs- und Entwicklungsportfolios (F&E): Für jedes F&E-Projekt muss regelmäßig eine sektorspezifische Nachhaltigkeits-Scorecard ausgefüllt und aktualisiert werden. Die Scorecards basieren auf dem Design for Sustainability (DfS)-Rahmenwerk, das in den Unternehmensbereichen als DfS Life Science, DfS Healthcare und Sustainability in R&D Electronics (SURE) umgesetzt wird. Die Scorecards sollen einen ganzheitlichen Ansatz bei der Gestaltung von Produkten und Prozessen gewährleisten, der darauf abzielt, das Wohlergehen von Mensch und Umwelt über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu berücksichtigen. Die Fragen in den Scorecards sind fünf zentralen Nachhaltigkeitskriterien zugeordnet, die sich an unserer allgemeinen Nachhaltigkeitsstrategie orientieren: Besorgnis erregende Stoffe, Emissionen, Wasser, Abfall sowie menschlicher Fortschritt. Kontrollen zur Vermeidung kritischer Stoffe und zum Ersatz durch sicherere Alternativen sind Teil der Umbrella-Implementierungen in den Unternehmensbereichen. |
| Anwendungsbereich | Alle aktiven F&E-Projekte, die ein neues Produkt hervorbringen und im Jahr 2023 oder später gestartet wurden, fallen in den Geltungsbereich der Policy. Ziel ist es, eine Abschlussquote von mindestens 95 % der Anzahl der in den Geltungsbereich fallenden Projekte zu erreichen. Die Bewertung erfolgt ganzheitlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette und berücksichtigt die Auswirkungen auf vorgelagerte, eigene und nachgelagerte Aktivitäten. Stakeholder sind Kunden und auch Investoren, die ein Interesse an der Reduzierung von Risiken im Zusammenhang mit einem nicht nachhaltigen Portfolio haben. Interne Stakeholder sind F&E-Abteilungen unserer Unternehmensbereiche und die Abteilung SQ. |
| Verantwortlichkeit | Management der einzelnen Unternehmensbereiche und Head of SQ |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Interne Stakeholder trugen in Abstimmungsrunden aktiv zur Entwicklung der Policy bei. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E2-NI-02; E2-R-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe |
| Inhalt | Die Policy beschreibt unseren konzernweiten Prozess zur Identifizierung persönlicher und umweltbezogener Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen. Sie umfasst Schutzkonzepte, bei denen es sich um technische, organisatorische oder persönliche Maßnahmen zur Verringerung der Exposition am Arbeitsplatz, der Freisetzung in die Umwelt und des Produktverlusts handeln kann. Gefährliche Stoffe können nur in solchen Anlagen gehandhabt werden, die den Schutzgrad bieten, der dem Arbeitsplatzgrenzwert und den physikalisch-chemischen Eigenschaften des Stoffs entspricht. Bei der Auswahl von Schutzkonzepten wenden wir die Hierarchie der folgenden Kontrollen an: Substitution, Technik, Organisation und Personal (S-T-O-P). Um einen erfolgreichen Schutz der Arbeitnehmenden und des Arbeitsumfelds zu erreichen, müssen wir oft mehrere Kontrollmaßnahmen kombinieren. Im Rahmen der technischen Maßnahmen setzen wir Geräte und Belüftung ein, um die Freisetzung von Gefahrstoffen in die Arbeitsumgebung einzudämmen und/oder zu kontrollieren. Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Risiko der Exposition der Mitarbeitenden, der Freisetzung in die Umwelt und/oder physischer Gefahren (wie Staubexplosion, Entzündung brennbarer Dämpfe) eindämmen. Die Überwachung wird durch unser EHS-Auditsystem sichergestellt, siehe Policy "Corporate EHS Audit Process" im Abschnitt "Wasserverschmutzung". |
| Anwendungsbereich | Diese Policy gilt konzernweit für alle neuen Projekte oder Anlagen und Projekte, die die Sanierung bestehender Anlagen oder Einrichtungen betreffen. Dies gilt auch dann, wenn der genutzte Standort nicht Eigentum unserer Gruppe ist. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Standortleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Wir orientieren uns an dem STOP-Prinzip, das zum Beispiel in der deutschen Norm TRGS 500 der Gefahrenstoffverordnung beschrieben ist und einen Standardansatz für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Mitarbeitenden darstellt. Die Bewertung von Substitutionsmöglichkeiten, die wir anwenden, formuliert unter anderem die Norm TRGS 600 und ist zudem durch Art. 6 |
| (1) der deutschen Gefahrstoffverordnung vorgeschrieben. Auf EU-Ebene legt die Richtlinie 98/24/EG des Rats vom 7. April 1998 zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmenden vor der Gefährdung durch chemische Arbeitsstoffe bei der Arbeit in Art. 6 | |
| (2) fest, dass die Substitution unter den verschiedenen Maßnahmen, die zum Schutz der Arbeitskräfte ergriffen werden können, die höchste Priorität hat. | |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E2-NI-02; E2-R-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe |
| Inhalt | Diese Policy beschreibt die Mindestanforderungen an Brandschutzsysteme an unseren Standorten. Sie umfasst Anforderungen an die Löschwasserrückhaltung und technische Maßnahmen, die umgesetzt werden müssen, um den Fluss von Löschwasser aus Bereichen, in denen gefährliche Stoffe gehandhabt oder gelagert werden, oder den Fluss von brennbaren/entzündlichen/entzündbaren Flüssigkeiten in angrenzende Bereiche zu verhindern. Geeignete Mittel zur Löschwasserrückhaltung sind lokal oder zentral auf dem Gelände oder im Gebäude vorzusehen (je nachdem, was zutrifft), um Schäden für die Umwelt zu vermeiden. Dazu gehört auch die Löschwasserrückhaltung für Brandschutzsysteme auf Schaumbasis. Das EHS-Personal bietet Unterstützung und Anleitung. Die lokale Gesetzgebung muss zusammen mit der Policy überprüft und die jeweils strengere Anforderung muss befolgt werden. Unter der Verantwortung der Managing Directors und der Standortleitung werden Audits zur Überwachung der Umsetzung des Verfahrens durchgeführt. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. Die beschriebenen Anforderungen setzen wir in unseren regulären Büro-, Labor-, Versorgungs, Produktions- und Lagerräumen sowie in den allgemein genutzten Bereichen um. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Standortleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit besorgniserregenden Stoffen und besonders besorgniserregenden Stoffen werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Es gibt keine spezifischen Policies, die sich ausdrücklich mit den schädlichen Auswirkungen von besorgniserregenden Stoffen (Substances of Concern, SoC) und besonders besorgniserregenden Stoffen (Substances of Very High Concern, SVHC) befassen. Allerdings verringert jede EHS-bezogene Policy, die zur Minderung der Auswirkungen gefährlicher Stoffe in unseren Betrieben in Bezug auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt eingesetzt wird, ebenso die negativen Auswirkungen von Untergruppen gefährlicher Stoffe, zum Beispiel von besorgniserregenden Stoffen und besonders besorgniserregenden Stoffen. Im Rahmen unserer EHS-Policy definieren wir sowohl auf Konzern- als auch auf Standortebene Ziele, Programme und Kennzahlen in Bezug auf Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Damit wollen wir Verletzungen und Unfälle sowie das Abfallaufkommen kontinuierlich überwachen und reduzieren. Unser Ziel ist es, über die Einhaltung der EHS-Vorschriften hinauszugehen, indem wir ihr Verbesserungspotenzial ständig überprüfen. Wir ergreifen Maßnahmen zur Risikominimierung und Schadensverhütung, um negative Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit zu verhindern und die Kontinuität unserer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten (siehe "Sustainable Water Management - Wastewater" und "Spillage Control of Hazardous Substances" im Abschnitt "Wasserverschmutzung").
Die Policy Occupational Health and Safety Protection Concepts for Handling Hazardous Substances beschreibt die Durchführung einer stoffbezogenen Substitutionsprüfung für alternative Stoffe oder Verfahren zum Schutz der Mitarbeitenden vor gesundheitsgefährdenden Stoffen. Die Substitution ist die erste Komponente des STOP-Prinzips der EHS-Schutzmaßnahmen. Neben der Substitution eines gefährlichen Stoffs durch einen weniger gefährlichen Stoff umfasst die Substitution auch die Überprüfung von Prozessaktivitäten, um festzustellen, ob Geräte oder Aktivitäten durch weniger gefährliche Geräte oder Aktivitäten ersetzt werden können. Beispiele hierfür sind: ein Hand-Siebprozess, der durch einen Prozess basierend auf mechanischen Geräten ersetzt wird, die Integration eines Online-Analysetests anstelle einer Probenentnahme mit anschließendem Labortest oder der Ersatz einer Umfüllung durch einen direkten, geschlossenen Transfer. Jeder unserer Betriebe, der mit Gefahrstoffen umgeht, muss eine Substitutionsprüfung durchführen und dokumentieren, bevor er technische, organisatorische oder persönliche Schutzmaßnahmen anwendet.
Mithilfe von unseren M-SPOT und Umbrella-Programmen identifizieren wir Produkte, die SoC/SVHC enthalten, und streben an, deren Verwendung in verbesserten und neuen Produkten zu vermeiden. Weitere Informationen zu unseren M-SPOT und Umbrella-Programmen finden sich unter "Unsere Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit besorgniserregenden Stoffen und besonders besorgniserregenden Stoffen".
Wir führen eine Portfolio-Nachhaltigkeitsbewertung (M-SPOT Merck Sustainable Portfolio Transformation, PSA) durch. Diese Methodik soll dazu beitragen, die Transparenz unserer Produkte hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsaspekte zu erhöhen. Wir erarbeiten derzeit eine entsprechende Baseline, und überwachen den Fortschritt des Prozesses zentral in einem definierten Governance-Setup, das auch Qualitätsprüfungen der Produktbewertungen einschließt. Zum Ende des Berichtjahrs 2024, wurden Produkte bewertet, die zusammen mehr als 35 % des produktbezogenen Umsatzes ausmachen. Für das Berichtsjahr 2025 planen wir, Produkte zu bewerten, die circa 80 % des produktbezogenen Umsatzes der Unternehmensbereiche Electronics und Healthcare ausmachen. Wegen des umfangreichen Produktsortiments im Unternehmensbereich Life Science, haben wir uns verpflichtet, das 80-%-Ziel für Life Science bis Ende 2029 zu erreichen. Basierend auf den Ergebnissen wollen wir 2025 damit beginnen, Maßnahmen zu definieren. Anfang 2026 sollen die Umsetzung dieser Maßnahmen starten und erste SMARTe-Ziele für die Portfoliotransformation festgelegt werden. Derzeit sind unsere Unternehmensbereiche die Hauptstakeholder. Unsere Maßnahmen erstrecken sich nicht auf die vorgelagerte Wertschöpfungskette.
Für die Entwicklung neuer Produkte und die Steuerung des Portfolios im Bereich F&E führten wir Umbrella ein: Für jedes F&E-Projekt muss regelmäßig eine sektorspezifische Nachhaltigkeits-Scorecard ausgefüllt und aktualisiert werden. Ende 2024 waren mehr als 95 % aller relevanten F&E-Projekte im gesamten Unternehmen durch eine Nachhaltigkeits-Scorecard abgedeckt, die durch die Maßnahme Umbrella definiert wurde.
Für den Zeitraum 2025-2027 planen wir, konkrete Verbesserungsziele für die Steuerung des F&E-Portfolios festzulegen, indem wir Projekte mit positiven ökonomischen und ökologischen Perspektiven in den Fokus nehmen. Wir gehen davon aus, dass wir dies in dem gesetzten Zeitrahmen umsetzen werden. Unsere Maßnahmen sollen einerseits zu einer guten Datengrundlage für die Portfoliosteuerung beitragen und uns andererseits helfen, sukzessive ein nachhaltigeres Produkt- und F&E-Portfolio aufzubauen. Alle Unternehmensbereiche verfügen über Scorecards und haben sie in ihren Projektmanagementprozess integriert. Dies soll zu einem nachhaltigeren Produktportfolio neuer Produkte beitragen. Unsere Maßnahmen sind weltweit für alle Unternehmensbereiche anwendbar.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen M-SPOT und Umbrella keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine expliziten Unternehmensziele in Bezug auf SoC und SVHC definiert.
In der folgenden Tabelle berichten wir die Mengen an besorgniserregenden Stoffen, die Mengen an besonders besorgniserregenden Stoffen sind in den Angaben nicht enthalten.
| in t | 2024 | |||||
| Art der Gefahrenklasse | Gefahrenklasse (Kategorie) | Gesamtmengen, die während der Produktion erzeugt oder verwendet oder beschafft werden | Gesamtmengen, die die Anlagen des Unternehmens als Produkte oder Teil von Produkten und Dienstleistungen verlassen | Verlassen Anlagen als Produkte | Verlassen Anlagen als Teil von Produkten | Verlassen Anlagen als Dienstleistungen |
| Umweltgefahren | Persistente, mobile und toxische Eigenschaften oder sehr persistente, sehr mobile Eigenschaften | - | - | - | - | - |
| Persistente, bioakkumulierbare und toxische Eigenschaften oder sehr persistente und sehr bioakkumulierbare Eigenschaften | - | - | - | - | - | |
| Chronisch gewässergefährdend (Kategorien 1 bis 4) | 8.016,1 | 6.273,4 | 2.194,4 | 4.079,0 | - | |
| Endokrine Disruption mit Wirkung auf die Umwelt | - | - | - | - | - | |
| Gesundheitsgefahren | Karzinogenität (Kategorien 1 und 2) | 8.916,0 | 7.538,2 | 1.633,7 | 5.904,6 | - |
| Keimzell-Mutagenität (Kategorien 1 und 2) | 1.244,7 | 960,5 | 444,1 | 516,4 | - | |
| Reproduktionstoxizität (Kategorien 1 und 2) | 6.920,1 | 6.089,4 | 1.242,8 | 4.846,6 | - | |
| Endokrine Disruption mit Wirkung auf die menschliche Gesundheit | - | - | - | - | - | |
| Sensibilisierung der Atemwege und der Haut (Kategorie 1) | 1.406,1 | 1.263,6 | 831,3 | 432,2 | - | |
| Spezifisch zielorgantoxisch - einmalige Exposition (Kategorien 1 und 2) | 11.003,4 | 7.938,7 | 7.325,2 | 613,5 | - | |
| Spezifisch zielorgantoxisch - wiederholte Exposition (Kategorien 1 und 2) | 7.321,6 | 6.353,5 | 1.305,6 | 5.047,9 | - | |
| Sonstige Gefahren | Die Ozonschicht schädigend | 1,4 | 1,1 | 1,1 | 0,02 | - |
| Negative Auswirkungen auf die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien in dem Produkt, in dem es vorhanden ist, im Sinne der einschlägigen produktspezifischen Ökodesignanforderungen der Union | - | - | - | - | - | |
| Gesamtmenge pro Pfad 1 | 33.415,2 | 26.732,3 | 12.439,2 | 14.293,1 | - | |
In der folgenden Tabelle berichten wir die Mengen an besonders besorgniserregenden Stoffen.
| in t | 2024 | |||||
| Art der Gefahrenklasse | Gefahrenklasse (Kategorie) | Gesamtmengen, die während der Produktion erzeugt oder verwendet oder beschafft werden | Gesamtmengen, die die Anlagen des Unternehmens als Produkte oder Teil von Produkten und Dienstleistungen verlassen | Verlassen Anlagen als Produkte | Verlassen Anlagen als Teil von Produkten | Verlassen Anlagen als Dienstleistungen |
| Umweltgefahren | Persistente, mobile und toxische Eigenschaften oder sehr persistente, sehr mobile Eigenschaften | 0,8 | - | - | - | - |
| Persistente, bioakkumulierbare und toxische Eigenschaften oder sehr persistente und sehr bioakkumulierbare Eigenschaften | 1,8 | 1,0 | 0,2 | 0,7 | - | |
| Chronisch gewässergefährdend (Kategorien 1 bis 4) | 114,2 | 81,5 | 36,7 | 44,8 | - | |
| Endokrine Disruption mit Wirkung auf die Umwelt | 381,5 | 175,5 | 64,4 | 111,1 | - | |
| Gesundheitsgefahren | Karzinogenität (Kategorien 1 und 2) | 184,0 | 121,8 | 55,2 | 66,6 | - |
| Keimzell-Mutagenität (Kategorien 1 und 2) | 55,0 | 32,2 | 28,7 | 3,5 | - | |
| Reproduktionstoxizität (Kategorien 1 und 2) | 7.939,4 | 5.904,7 | 2.521,5 | 3.383,2 | - | |
| Endokrine Disruption mit Wirkung auf die menschliche Gesundheit | 6,7 | 4,4 | 3,9 | 0,6 | - | |
| Sensibilisierung der Atemwege und der Haut (Kategorie 1) | 100,8 | 78,5 | 32,6 | 45,9 | - | |
| Spezifisch zielorgantoxisch - einmalige Exposition (Kategorien 1 und 2) | 1,1 | 1,3 | 1,3 | 0,01 | - | |
| Spezifisch zielorgantoxisch - wiederholte Exposition (Kategorien 1 und 2) | 58,2 | 42,2 | 37,3 | 4,9 | - | |
| Sonstige Gefahren | Die Ozonschicht schädigend | - | - | - | - | - |
| Negative Auswirkungen auf die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien in dem Produkt, in dem es vorhanden ist, im Sinne der einschlägigen produktspezifischen Ökodesignanforderungen der Union | - | - | - | - | - | |
| Gesamtvolumen pro Pfad 1 | 8.492,6 | 6.194,9 | 2.623,8 | 3.571,1 | - | |
Wir verwenden die folgenden Kennzahlen, um die Mengen an SoC und SVHC in Tonnen zu berechnen.
Stoffe, die als SoC/SVHC gelten: Die gehandhabten Stoffe, die als SoC/SVHC gelten, identifizierten wir auf Grundlage der im Juli 2024 aktualisierten Liste eines führenden Anbieters von Inhalten zur Einhaltung der Vorschriften für kommerzielle Chemikalien für Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP). Zusätzlich gehandhabte Stoffe, die Gruppeneinträgen mit harmonisierten Klassifizierungen zugeordnet sind, wurden identifiziert und der Liste hinzugefügt. Änderungen der harmonisierten Einstufung oder neu identifizierte besonders besorgniserregende Stoffe in der zweiten Jahreshälfte wollen wir für das Berichtsjahr 2025 berücksichtigen.
Verarbeitete Materialien, die aus SoC/SVHC bestehen oder diese enthalten: Alle Materialien, die in unseren eigenen Betrieben gehandhabt werden (erzeugte/beschaffte, einschließlich verwendeter Materialien) und gemäß dem ERP-System identifizierte SoC/SVHC enthalten oder daraus bestehen, werden gemeinsam mit ihrer Zusammensetzung erfasst. Materialien, die Stoffe enthalten, für die die harmonisierte Einstufung nicht gültig ist, zum Beispiel wegen Partikelgrößenbeschränkungen, werden von der weiteren Analyse ausgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass die Liste der Identifikatoren 2024 vollständig und korrekt ist und, dass die relevanten Materialien im ERP-System auf dem neuesten Stand sind.
Erzeugte/Beschaffte Mengen (einschließlich verwendeter Mengen) und Mengen, die die Einrichtungen als Produkte, Teil von Produkten oder Dienstleistungen verlassen: Die Mengen einzelner SoC/SVHC in allen identifizierten relevanten Materialien, die erzeugt oder beschafft werden oder die Einrichtungen als Produkte (Stoffe), Teil von Produkten (Gemische oder Artikel) oder als Dienstleistungen (Stoffe, Gemische und Artikel, die speziell für Dienstleistungen gebucht werden) verlassen, werden auf Grundlage der relevanten Informationen zur Zusammensetzung und pro Stoff, der den jeweiligen Gefahrenklassen zugeordnet ist, berechnet. Konzerninterne Verkäufe sind ausgeschlossen. Die Gesamtmengen der erzeugten oder beschafften SoC/SVHC und die Gesamtmengen pro Gefahrenklasse werden für die Berichterstattung über SVHC und andere SoC berechnet. Unsere Annahmen entsprechen denen, die im Abschnitt "Verarbeitete Materialien, die aus SoC/SVHC bestehen oder diese enthalten" beschrieben sind. Die erzeugten Stoffe definierten wir als hergestellt im Sinne der REACH-Verordnung und der Leitlinien der EU. Dies umfasst isolierte Zwischenprodukte und schließt die Aufreinigung von Stoffen aus. Die verwendeten Stoffe wurden entweder erzeugt oder für die weitere Verwendung beschafft. Die für SoC berichteten Informationen schließen SVHC aus, da diese in einer separaten Tabelle aufgeführt sind.
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir eine Auswirkung im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgende wesentliche Auswirkung:
| Kennung | E3-NI-1 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche/Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittel-/langfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Die Entnahme von Wasser verringert dessen Verfügbarkeit in der Umwelt und für andere Wassernutzer entlang der Wertschöpfungskette. In unserer eigenen Geschäftstätigkeit benötigen wir Wasser für unsere Produktionsprozesse, insbesondere im Unternehmensbereich Electronics für Surface Solutions. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E3-NI-1 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserentnahme |
| Inhalt | Sustainable Water Management ist unser Programm zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Der Unternehmensstandard Water Use ist unsere konzernweite Policy und zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen unserer Anlagen auf Umwelt, Gesundheit und Sicherheit weltweit zu minimieren. Die Policy legt unser Ziel für Wassereffizienz fest und definiert globale Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sowie für die Reduzierung unseres Wasserfußabdrucks. Das Merck Sustainability Board (MSB) ist für die Überwachung und Kontrolle der Policy zuständig. Diesbezüglich sieht die MSB-Charta vor, dass das Gremium regelmäßig den Umsetzungsstand der Policy, den Fortschritt der Zielerreichung und die entsprechenden Kennzahlen der Unternehmensbereiche überprüft, darunter auch deren Beitrag zu den allgemeinen Zielen unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Kontrolle der Zielerreichung erfolgt zuerst durch die Unternehmensbereiche, gefolgt von vierteljährlichen Kontrollen durch die Greenhouse Gas Steering Group sowie das MSB. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten, inklusive der Standorte in Wasserrisiko- und Wasserstressgebieten. Sie gilt für alle Wassernutzungsaktivitäten innerhalb unseres eigenen Geschäfts, einschließlich Wasserentnahme, Wassernutzung und Abwassereinleitung. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director, Standortleitung oder qualifizierte Mitarbeitende. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt den UN Global Compact und das UN-Nachhaltigkeitsziel 6: "Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen". |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen unserer internen Stakeholder. Indem wir unsere Standorte auffordern die Wasserentnahme zu minimieren, berücksichtigen wir die Interessen der externen Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policy im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen wird regelmäßig überwacht und aktualisiert. Unsere Policy verpflichtet unsere Standorte, Wasser so effizient wie möglich zu nutzen und es als Umweltaspekt zu berücksichtigen. Alle Standorte sollen bestehende wasserbezogene Prozesse zu optimieren und innovative Lösungen für die Wassernutzung in neuen oder wesentlich veränderten Prozessen anzuwenden.
Wassersparende Maßnahmen werden einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen. Außerdem müssen die Standorte bei Projekten zur Steigerung der Wassereffizienz immer die damit verbundenen Energiekosten und CO 2 -Emissionen berücksichtigen. Alle unsere Standorte sollen ihren gesamten Prozess der Wassernutzung transparent nachvollziehen - von der Entnahme über die verschiedenen Schritte der Verarbeitung, Nutzung und Aufbereitung bis hin zur Abwassereinleitung. Die Wasserentnahme soll mit Wasserzählern gemessen und in unserem Environment-Health-and-Safety (EHS)-Datenmanagementsystem dokumentiert werden. Die Standorte sind verpflichtet, den Zugang zu Trinkwasser, die Verfügbarkeit sanitärer Einrichtungen und die Hygienebedingungen für Beschäftigte und Gäste sicherzustellen. Unsere Policy geht nicht auf Wasseraufbereitung als Maßnahme zur nachhaltigen Beschaffung von Wasser ein. Durch die Wasserentnahme aus dem Frischwassersystem oder aus Brunnen wird das Wasser in der Regel nicht verschmutzt. Wir berichten über unsere Policies zur Vermeidung von Wasserverschmutzung durch die Nutzung von Chemikalien unter "Unsere Policies im Zusammenhang mit Wasserverschmutzung (E2-1)".
Unser Wassermanagementsystem umfasst Standorte in Wasserrisiko- und Wasserstressgebieten. Diese Standorte müssen die lokale Gesetzgebung einhalten und interne Anforderungen erfüllen, zum Beispiel das konzernweite Ziel zur Wassereffizienz. Da Wasserrisiken und Wasserstress sowohl für die Umwelt als auch für unser Geschäft ein Risiko darstellen, sind diese Standorte besonders gefordert, verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen. Außerdem müssen sie die Entwicklungen in ihrem lokalen Umfeld beobachten und ihre Wassernutzung entsprechend anpassen.
Policies oder Praktiken in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Meere haben wir nicht. Die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen im Hinblick auf wasserbezogene Themen und die Erhaltung der Meeresressourcen regeln wir ebenfalls nicht durch die konzernweite Policy. Dies ist Aufgabe der einzelnen Unternehmensbereiche und entsprechender Abteilungen für Forschung und Entwicklung (F&E).
Derzeit führen wir in unseren Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare diverse Maßnahmen durch, um unser Ziel zur Wassereffizienz zu erreichen.
Im Unternehmensbereich Life Science setzten wir im Berichtsjahr Projekte zur Wassereinsparung um, die zu unserem Wassereffizienzziel beitragen sollen und darauf abzielen, die Wasserentnahme zu verringern. Das größte Projekt betrifft die Reduzierung der Trinkwassernutzung für Prozessanwendungen in Altdorf (Schweiz), mit der wir ab dem zweiten Quartal 2025 jährlich 70.000 Kubikmeter einsparen wollen. An weiteren Standorten richteten wir beispielsweise die Abwasserrückgewinnung für Prozesssysteme ein, stellten die Single-Pass-Kühlung durch den Einsatz von Vakuumpumpen um und verbesserten Kühltürme. Im Zuge der Entwicklung neuer Projekte ermitteln wir, inwieweit wir die Wassereffizienz weiter verbessern können.
Im Jahr 2024 setzten wir Maßnahmen in unseren eigenen Geschäftstätigkeiten (einschließlich Produktionsstätten, Laboren und Lagern) an den folgenden Standorten um: Altdorf und Buchs (Schweiz); Cleveland, Ohio (USA); Carlsbad, Kalifornien (USA); Norwood, Ohio (USA); Visalia, Kalifornien (USA); Mumbai (Indien); Molsheim (Frankreich) und Nantong (China). Die Standorte Carlsbad, Visalia und Nantong liegen in Wasserrisiko- und Wasserstressgebieten.
Die Projekte dienen der Verringerung der Wasserentnahme an unseren bestehenden Standorten sowie der Rückgewinnung und Wiederverwendung von Wasser. Damit sollen sie zu unserem konzernweiten Nachhaltigkeitsziel beitragen. Bei der Entwicklung von Projekten achten wir auf die finanzielle Tragfähigkeit und führen diesen Ansatz auch in Zukunft fort.
An unserem Schweizer Standort in Aubonne begannen wir im Berichtsjahr mit der Einführung von Maßnahmen für nachhaltiges Wassermanagement. Diese bestehen aus zwei Hauptmaßnahmen: der Optimierung von gereinigtem Wasser, die im Jahr 2024 abgeschlossen wurde und schätzungsweise ab 2025 eine Gesamteinsparung von 15.000 Kubikmeter Wasserentnahme pro Jahr ergeben soll, sowie dem fortlaufenden Austausch veralteter Anlagenteile, der bis 2026 abgeschlossen sein soll. Daraus erwarten wir ab 2026 Einsparungen von voraussichtlich 30.0000 Kubikmeter pro Jahr.
Im Berichtsjahr erstellten wir eine technische Richtlinie für den Unternehmensbereich Healthcare, die einen Rahmen für nachhaltiges Wassermanagement und Kreislaufwirtschaft schaffen soll. Durch die Festlegung von Kriterien für die Verringerung, die Wiederverwendung und das Recycling von Wasser soll die Richtlinie zu unserem Ziel der Wassereffizienz beitragen. Gleichzeitig sollen potenziell schädliche Rückstände in unseren Abwässern auf ein Niveau unterhalb der Unbedenklichkeitsschwelle (Predicted No Effect Concentration, PNEC, Wasserreferenzwert) bis 2030 gesenkt werden. Hierzu berichten wir unter "Unsere Ziele im Zusammenhang mit Wasserverschmutzung (E2-3)".
Die Richtlinie gilt ab 2025 und soll an 20 Standorten unseres Unternehmensbereichs Healthcare in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indonesien, Italien, Japan, Spanien, Mexiko, der Schweiz und Uruguay als technische Richtlinie umgesetzt werden. Sie betrifft somit auch Standorte in Wasserrisiko- und Wasserstressgebieten und enthält für diese spezifische Maßnahmen. Die Richtlinie richtet sich in erster Linie an unsere Produktionsaktivitäten wie Herstellung, F&E-Einrichtungen und Labore sowie Lager, Vertriebszentren und Bürobereiche.
Am Healthcare-Standort in Jakarta (Indonesien) schlossen wir Ende 2024 eine Studie zur Abwasseraufbereitung ab. Ziel der Studie war es, die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser für das Kühlturmsystem zu ermöglichen, um das Leitungswasser als derzeitige Frischwasserquelle zu ersetzen. Auf diese Weise planen wir, die Wasserentnahme zu reduzieren sowie Wasser zurückzugewinnen und wiederzuverwenden.
Wir haben daher den Ausbau der Kläranlage vor Ort untersucht, um Möglichkeiten für die Entfernung von pharmazeutischen Wirkstoffen gemäß den Genehmigungsanforderungen an die Menge und Qualität des Abwassers zu ermitteln. Durch die Wiederverwendung des aufbereiteten Abwassers kann die Menge an Leitungswasser um schätzungsweise 11.000 Kubikmeter pro Jahr reduziert werden. Wir planen, die identifizierten Maßnahmen bis 2026 am Standort umzusetzen. Dadurch möchten wir an diesem Standort, der in einem Gebiet mit hohem Wasserstress liegt, zu unserem konzernweiten Wassereffizienzziel beitragen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens arbeiten wir mit den zuständigen Behörden zusammen.
Da wir die pharmazeutischen Wirkstoffe so weit aus dem Wasser entfernen, dass sie unter unterhalb der PNEC-Werte liegen, erwarten wir eine geringere Umweltbelastung. Dies kann die Regeneration von aquatischen Ökosystemen und Gewässern begünstigen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls keine signifikanten OpEx oder CapEx bereitzustellen.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E3-NI-1 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Wasserentnahme |
| Ziel | Unser Ziel ist es, bis 2030 unsere Wassereffizienzkennzahl, die wir an der Gesamtwasserentnahme pro Umsatzerlöse messen, im Vergleich zum Basisjahr 2020 um 50 % (auf 396 m 3 pro Mio. € Umsatzerlöse) zu reduzieren. Das Ziel umfasst die komplette Wasserentnahme unseres Unternehmens. Die Policy Water Use unterstützt die Zielerreichung durch detaillierte Anforderungen an den Wasserverbrauch. |
| Bezugswert/-jahr | Wasserentnahme von 792 m 3 pro Mio. € Umsatzerlöse im Jahr 2020. |
| Methoden | Das Ziel entwickelten wir auf Grundlage einer Kennzahl, die in verschiedenen Branchen und in der externen Berichterstattung anerkannt und weit verbreitet ist. Das Verhältnis zu unseren Umsatzerlösen berücksichtigt die Wachstumsambitionen unseres Unternehmens. Unser Basisjahr 2020 wählten wir, um dieses Ziel mit anderen bestehenden Umweltzielen in Einklang zu bringen. Für das Ziel war die Anwendung von wissenschaftlichen Grundlagen nicht notwendig. Bei der Erstellung des Ziels wurden keine externen Stakeholder eingebunden. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und die Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, die durch die Geschäftsleitung abschließend genehmigt werden. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Kennzahlen | Im Jahr 2024 erreichten wir eine Wassereffizienz von 588 m 3 pro Mio. € Umsatzerlöse. Analog zu den in unserer Policy Water Use beschriebenen Kontrollen verfolgen wir kontinuierlich den Zielerreichungsgrad durch vierteljährliche Überprüfungen. Wir haben bislang noch keine Zwischenziele festgelegt. |
Unser freiwilliges Ziel gilt auf Konzernebene und umfasst alle unsere rechtlichen Einheiten und Standorte. Bei unseren Bemühungen um Wassereinsparung achten wir jedoch besonders auf Standorte in Wasserrisikogebieten. Um festzustellen, ob ein Standort in einem derartigen Gebiet liegt, wenden wir einen Wasserrisikofaktor des World Resources Institute (WRI) Aqueduct Water Risk Atlas an.
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf die Wasserentnahme beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Unsere Produktions- und Lagerstandorte sowie dezidierte größere F&E- und Bürostandorte sind verpflichtet, relevante Wasserentnahmemengen in unserem zentralen EHS-Datenmanagementsystem zu erfassen. Die Erfassungsmethoden vor Ort variieren sowohl in Bezug auf die Datenquelle wie beispielsweise Messung (über Durchflussmesser oder Volumenzähler), Zählerstand oder Abrechnung, als auch in Bezug auf die Häufigkeit (monatlich, vierteljährlich oder jährlich).
Kleinere F&E- und Bürostandorte sind aufgrund ihrer relativ gering Wasserentnahme (hauptsächlich Sanitärabwasser, geschätzt circa 2 % der Gesamtwassermenge) nicht zur Dokumentation im zentralen EHS-Datenmanagementsystem verpflichtet. Deren Wasserentnahmemenge wird anhand der Anzahl der Mitarbeitenden geschätzt.
Wie oben beschrieben ermitteln wir über einen Wasserrisikofaktor des WRI Aqueduct Water Risk Atlas, ob ein Standort in einem Wasserstressgebiet liegt. Daher gleichen wir die Geodaten unserer Standorte mit den Angaben im WRI Aqueduct Water Risk Atlas ab. Wir haben einen Standort als in einem Wasserrisikogebiet gelegen definiert, wenn der jeweilige Gesamtwasserrisikofaktor im WRI Aqueduct 3 oder höher ist ("hoch: 3-4" und "extrem hoch: 4-5"). Gleichzeitig wenden wir die Definition von hohem Wasserstress an, wie sie im Anhang der ESRS beschrieben wird. Wir unterhalten zwar Standorte in Wasserrisiko- und Wasserstressgebieten, die Wasserentnahme dort ist jedoch gering und für die lokale Umwelt nicht relevant.
Unsere Wassereffizienz bewerten wir anhand der Gesamtwasserentnahme pro Umsatzerlöse. Wir berichten die Wasserentnahmeintensität unter ESRS 2 (SBM-1), da sie eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen ist.
| 2024 | Etappenziel und Zieljahr 2030 | |
| Wasserentnahme (m 3 ) | 12.430.923 | |
| Wasserentnahme in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, inklusive Gebieten mit hohem Wasserstress (m 3 ) | 1.056.170 | |
| Wasserentnahmeintensität (m 3 pro Mio. € Umsatzerlöse) | 588 | 396 |
Von der gesamten Wasserentnahme entfielen 797.418 m 3 auf die Merck KGaA.
Im Rahmen der Überprüfung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ermittelten wir Biodiversität als integralen Bestandteil unseres strategischen Fokusfeldes Wasser- und Ressourcennutzung. Zudem ist das Thema Biodiversität ebenso verknüpft mit unseren strategischen Fokusfeldern nachhaltige Innovationen und Technologien für unsere Kunden, nachhaltige und transparente Lieferkette, Klimawandel und Emissionen. Ausschlaggebend für diese Zuordnung waren auch die ersten Schritte, die wir unternommen haben, um die Verknüpfung unserer Geschäftstätigkeiten auf die Biodiversität zu ermitteln. Ein zentraler Bestandteil war dabei, ein besseres Verständnis bestehender Rahmenwerke wie der Taskforce on Nature-related Financial Disclosure (TNFD) und der Science Based Target for Nature (SBTN) zu erlangen. Auf dieser Grundlage haben wir unsere Roadmap Biodiversität erarbeitet. Das Ziel unserer Roadmap ist es Biodiversität in unsere Geschäftstätigkeiten zu integrieren. Die Roadmap ist in sechs Schwerpunkte unterteilt, um unter anderem Abhängigkeiten sowie finanzielle Risiken und Chancen im Kontext von Biodiversität zu verstehen und daraus konkrete Zielsetzungen für die Zukunft zu formulieren.
Die Widerstandsfähigkeit unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells in Bezug auf Biodiversität und Ökosysteme haben wir noch nicht umfassend analysiert, dies ist für 2025 geplant. Im Berichtsjahr wollten wir auf Basis von Datenanalysen zunächst ein Verständnis für die Biodiversität im Kontext unserer Geschäftstätigkeit erlangen.
Wir haben bereits erste Bewertungen für relevante Einzelaspekte im Bereich Biodiversität, wie beispielsweise Wasserentnahme, durchgeführt. Wir bestimmten anhand eines Wasserrisikofaktors, ob ein Produktionsstandort in einem Wasserstressgebiet liegt. Weitere Informationen finden sich unter "Wasser- und Meeresressourcen (E3)". Im Jahr 2022 führten wir eine qualitative Bewertung der klimatischen Risiken und Abhängigkeiten durch, die die vorgelagerten und nachgelagerten sowie Aktivitäten im eigenen Betrieb umfasste. Diese qualitative Bewertung ergänzten wir mit einer quantitativen Klima-Szenarioanalyse in den Jahren 2023 und 2024, die sich auf vorgelagerte Aktivitäten und unsere eigenen Betriebe konzentrierte. Diese Bewertungen identifizierten klimabezogene Risiken und Chancen unter Berücksichtigung von zwei Klimapfaden: einem 1,5°C-Szenario und einem 4°C-Szenario, über verschiedene Zeitrahmen hinweg (2030 und 2050). Weitere Informationen zu unserer Klimaresilienzanalyse finden sich unter "Klimawandel (E1)". Bisher haben wir keine transitorischen und physischen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemen identifiziert.
Unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen der Gesellschaft, unserer Stakeholder und unserer eigenen Ambitionen planen wir, eine Biodiversitätsstrategie für alle Unternehmensbereiche und deren Lieferketten auszuarbeiten und umzusetzen. Betroffene Gemeinschaften wurden bis jetzt nicht berücksichtigt.
Wir führten eine Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS 1 durch und analysierten in diesem Rahmen unsere Wertschöpfungskette und die jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Im Anschluss bewerteten wir die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen und ermittelten für das Thema Biodiversität eine potenzielle negative Auswirkung. Die Beschreibung des Prozesses zur Ermittlung von Auswirkungen, Risiken und Chancen findet sich unter ESRS-2 IRO-1. Unsere Berichterstattung zum Thema Biodiversität konzentriert sich auf die folgende Auswirkung:
| Kennung | E4-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkungen |
| Zeithorizont | Mittelfristig (3-5 Jahre) |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Als Hersteller von chemischen und pharmazeutischen Produkten entnehmen wir Wasser und andere Ressourcen; zudem produzieren wir in unserer gesamten Wertschöpfungskette Abwasser und feste Abfälle. Dies kann Einfluss auf den Zustand von Ökosystemen an Land und Wasser haben. |
Damit wir ein umfassendes Bild davon gewinnen können, wie unsere Standorte die Biodiversität beeinflussen und um deren Entwicklung zu verfolgen, analysieren wir regelmäßig auf Basis der Daten von Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT) das Umfeld rund um unsere Standorte in Bezug auf Biodiversitäts-Schwerpunktgebiete. Wir haben bei der Analyse die Leistungen des Ökosystems berücksichtigt. Wir haben sowohl die Anzahl als auch die Fläche der Standorte ermittelt, die sich in der Nähe von Biodiversitäts-Schwerpunktgebieten befinden. Diese Analyse dient gleichzeitig der Vorbereitung der Bestimmung relevanter Einflussfaktoren im Hinblick auf Landnutzungsänderung, Süßwasser- und Meeresnutzungsänderung. Biodiversitäts-Schwerpunktgebiete sind nach IBAT definiert als Gebiete weltweit, die für den Erhalt der Biodiversität in terrestrischen, Süßwasser- und Meeresökosystemen von entscheidender Bedeutung sind. Die Bewertung basiert auf der "World Database of Key Biodiversity Areas", die Biodiversitäts-Schwerpunktgebiete fünf Kategorien zuordnet: Unersetzlichkeit, bedrohte biologische Vielfalt, geografisch begrenzte biologische Vielfalt, ökologische Integrität und biologische Prozesse. Die benötigten Informationen werden hauptsächlich von den nationalen Regierungen zur Verfügung gestellt und können unvollständig sein. Zudem ist dieser Prozess noch nicht in allen Ländern abgeschlossen. IBAT nutzt die Daten für die Identifikation der Biodiversitäts-Schwerpunktgebiete. Die Methode wurde von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle, IBAT, validiert.
Für unsere Analyse wählten wir die Standorte aus, die nach ISO 14001 als Produktionsstandorte klassifiziert sind. Um zu bestimmen, ob ein Produktionsstandort in der Nähe eines Biodiversitäts-Schwerpunktgebietes liegt, analysiert IBAT das Umfeld in einem Umkreis eines Kilometers. Die Größe des gewählten Umkreises hängt von der Industriezugehörigkeit ab. Als chemisch-pharmazeutisches Unternehmen können wir den Umkreis für die Analyse so begrenzen, dass keine Produktionsstandorte anderer Unternehmen in die zu analysierende Zone eingebunden werden. Das Ergebnis unserer Analyse ist, dass sich weltweit 10 unserer 108 Produktionsstandorte, mit einer kumulierten Fläche von 135 ha, im 1-Kilometer-Umkreis von Biodiversitäts-Schwerpunktgebieten befinden. Die Bestimmung der Nähe zu einem Biodiversitäts-Schwerpunktgebiet gibt uns einen ersten Hinweis auf mögliche Auswirkungen auf Biodiversität. Auf Grundlage dieser ersten Indikation werden wir im Jahr 2025 tiefergehende Analysen durchführen, um weitere spezifische Parameter zu entwickeln.
Basierend auf dem Rahmenwerk der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) haben wir eine vorläufige Analyse durchgeführt, um unseren Einfluss und Abhängigkeit in Bezug auf Wasser- und Landnutzung zu identifizieren und bewerten zu können. Hierzu nutzten wir unsere Einkaufsdaten aus dem Jahr 2023. Eine externe Software analysierte diese Daten und erstellte ein Profil für die jeweilige Region. Durch diese Profile erhielten wir einen ersten Eindruck davon, in welchen Regionen eine Abhängigkeit und ein Einfluss auf Biodiversität besteht. In Asien und in Nord- und Südamerika konnten wir eine mögliche Abhängigkeit sowie Einfluss auf Wasser- und Landnutzung feststellen.
Die folgende Tabelle zeigt unsere Produktionsstandorte in der Nähe von Biodiversitäts-Schwerpunktgebieten gemäß der IBAT-Analyse und deren Fläche.
| Produktionsstandort | Ort | Land | Standortfläche (in ha) 1 |
| Merck Performance Materials S.A.S | Trosly-Breuil | Frankreich | 1 |
| Merck Surface Solutions GmbH | Gernsheim | Deutschland | 95 |
| Sigma-Aldrich Chemie GmbH | Steinheim | Deutschland | 7 |
| Merck Performance Materials GmbH | Wiesbaden | Deutschland | 2 |
| Merck Millipore Ltd. | Cork | Irland | 1 |
| Merck Electronics Ltd. | Shizuoka | Japan | 7 |
| Merck Ltd. | Tokio | Japan | 1 |
| Merck Performance Materials Ltd. | Poseung | Südkorea | 2 |
| Merck S.L.U. | Mollet del Vallès | Spanien | 16 |
| Merck S.L.U. | Tres Cantos | Spanien | 1 |
Die beschriebenen Analysen geben uns Anhaltspunkte über unseren Einfluss und Abhängigkeiten in Bezug auf Biodiversität. Wir können aber auf Basis der vorliegenden Daten keine Aussage dazu treffen, ob unsere Tätigkeiten wesentliche negative Auswirkungen auf betroffene Gebiete in Form von Bodenverschlechterung, Bodenversiegelung und Wüstenbildung haben, oder bedrohte Arten beeinträchtigen. Daher planen wir weitere Analysen durchzuführen, um unsere tatsächliche Abhängigkeit und unseren Einfluss auf die Biodiversität zu ermitteln.
Unsere Standorte sind weltweit nach ISO 14001 zertifiziert, was sicherstellt, dass unsere Produktionsprozesse so konzipiert und durchgeführt werden, dass negative Auswirkungen auf die Biodiversität im regulären Geschäftsbetrieb möglichst ausgeschlossen werden können. Zudem haben wir Maßnahmen implementiert, um im Falle von Zwischenfällen negative Umweltauswirkungen, auch auf Biodiversität, zu verhindern.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E4-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Landnutzungsänderungen, Änderungen der Süßwassernutzung, Änderungen der Meeresnutzung |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Ethik und Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle unsere Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen (Lieferanten) sowie für Sales intermediates (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer). |
| Verantwortlichkeit | Chief Procurement Officer und Group General Counsel |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 über Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen MacArthur Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy wurde unter Berücksichtigung der Interessen von internen und externen Stakeholdern und Experten entwickelt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. In unseren Bestellungen wird grundsätzlich über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie ist auch in neuen oder geänderten Verträgen enthalten. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E4-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Landnutzungsänderungen, Änderungen der Süßwassernutzung, Änderungen der Meeresnutzung |
| Inhalt | Die Policy definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten sowie das Verfahren, das beim Zugang zu und der Nutzung von genetischem Material zu befolgen ist. Ziel ist es, die Einhaltung der Verpflichtungen bezüglich des Zugangs und Vorteilsausgleichs (Access and Benefit Sharing, ABS) zu gewährleisten. Im Hinblick auf Biodiversität bezieht sich die Policy auf Landnutzungsänderung, Süßwassernutzungsänderung und Meeresnutzungsänderung. Wir unterstützen alle Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD), einschließlich des dritten Ziels zur fairen und gerechten Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergeben. Wir verpflichten uns zur Einhaltung der ABS-Verpflichtungen, wie sie im Nagoya-Protokoll und den entsprechenden nationalen Gesetzen festgelegt sind, und unterstützen bei der Entwicklung von Prozessen und Verfahren in Bezug auf die Einhaltung der ABS-Verpflichtungen. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, dass unsere Prozesse und Verfahren im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems umgesetzt werden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette sowie auf konzernweiter Ebene für Funktionen im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Policy regelt alle Tätigkeiten, bei denen genetisches Material, einschließlich genetischer Ressourcen, damit assoziiertes traditionelles Wissen, Derivate und/oder digitale Sequenzinformationen verwendet werden. Alle Länder, die genetische Ressourcen oder traditionelles Wissen zur Verfügung stellen, und ihre zuständigen Behörden sind angehalten unsere Policy einzuhalten. |
| Verantwortlichkeit | Head of Corporate Sustainability und ernannte Personen in den Unternehmensbereichen (Regulatory Managers). |
| Standards/Initiativen Dritter | Wir unterstützen die allgemeinen Grundsätze des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD), darunter insbesondere das dritte Ziel: die gerechte und ausgewogene Verteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen und traditionellen Wissens ergeben - gemäß den Bedingungen des Nagoya-Protokolls, einer internationalen Zusatzvereinbarung zum CBD. Außerdem orientiert sich unsere Policy an relevanter EU-Regulatorik (unter anderem Official Journal of the European Union C313, Volume 59, 27. August 2016, 2016/C 313/01; Verordnung [EU] Nr. 511/2014 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16. April 2014. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy entwickelten wir unter Einbeziehung der Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen (E4) werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Unsere konzernweite Policy Access to Genetic Resources steht in direktem Zusammenhang mit unmittelbaren Einflussfaktoren, die zum Verlust der biologischen Vielfalt beitragen. Dazu zählen zum Beispiel Veränderungen der Land-, Wasser- und Meeresnutzung. Die Policy erläutert das Verfahren, zu dessen Einhaltung wir bei der Nutzung von genetischem Material oder genetischen Ressourcen verpflichtet sind und regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen sowie die faire und gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergeben. Wenn wir genetisches Material einschließlich genetischer Ressourcen für Forschungsvorhaben nutzen, streben wir an, den geschäftlichen Nutzen in angemessener Weise an das ökologische System zurückzugeben. Darüber hinaus fördert unsere Policy Access to Genetic Resources die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von genetischen Ressourcen. Unser Ziel ist es, Forschung zu unterstützen, die zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum Artenschutz beiträgt. Bislang haben wir die sozialen Folgen von Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen nicht einbezogen. Die Policy basiert auf den Bestimmungen des Nagoya-Protokolls.
Nicht nur unsere Unternehmensbereiche haben mit ihrer Geschäftstätigkeit einen Einfluss auf das ökologische System, auch der Einfluss unserer Lieferanten durch Fertigung und Produktion ist zu beachten. Deswegen erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie geeignete Maßnahmen zum Schutz der Umwelt ergreifen. Gemäß unserem Verhaltenskodex für Lieferanten sind diese dafür verantwortlich, den Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme zu gewährleisten. Das umfasst die natürliche Umwelt, in der die Lieferanten tätig sind, einschließlich Luft, Wasser, Land, natürliche Ressourcen, Flora, Fauna, Menschen und deren Wechselbeziehungen. Die Beschaffung von Materialien, die zum Verlust biologischer Vielfalt (das heißt der genetischen Vielfalt, Artenvielfalt oder Vielfalt der Ökosysteme) oder zu einer Verschlechterung des Zustands von Ökosystemen führen könnten, gilt es zu vermeiden. Unsere Lieferanten sind angehalten eine Umwelt-Policy einzuführen und umzusetzen.
Wir sind verpflichtet, eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften sowohl an den Standorten, an denen wir tätig sind, als auch in unserer Lieferkette einzuhalten. Wir haben Policies in Bezug auf Wasser, Umweltverschmutzung, Emissionen und Abfall umgesetzt und überwachen diese. Dies soll dazu beitragen unsere Auswirkungen auf ökologische Systeme zu minimieren. Unsere Policies und ISO-Zertifizierungen helfen uns dabei, dass unsere Produktionsstätten die Vorschriften zum Schutz der Ökosysteme einhalten. Wir planen ab 2025 eine Policy für Biodiversität einzuführen, die sich speziell auf unsere Aktivitäten in den Bereichen Land-, Wasser- und Meeresnutzung bezieht.
Es besteht die Möglichkeit, dass wir durch unsere Geschäftstätigkeiten einen potenziell negativen Einfluss auf Ökosysteme haben. Deshalb arbeiten wir an einer "Roadmap Biodiversität". Darin enthalten ist eine Biodiversitäts-Policy, die sich zum Beispiel mit Themen rund um direkte Biodiversitätsverluste wie Landnutzungsänderungen, Süßwasser- und Meeresnutzungsänderungen, aber auch sich mit nachhaltiger Land- und Wassernutzungswirtschaft sowie Meeren und Entwaldung befasst. Die Policy soll 2025 in Kraft treten. Die Bestimmungen der Biodiversitäts-Policy werden in die bestehenden Policies integriert, die für Themen im Zusammenhang mit Biodiversität relevant sind. Außerdem arbeiten wir daran die von der EU-Kommission beschlossene Entwaldungsverordnung für 2026 zu implementieren.
Zuständig für die Erarbeitung und Ausgestaltung der Biodiversitätsstrategie ist die Einheit Group Corporate Sustainability. Sie ist auch für die Integration in die Unternehmensziele, Identifikation und Bewertung von Risiken und Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern verantwortlich. Zudem gehört die Erstellung von Berichten über unsere Auswirkungen auf die Biodiversität und die Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele in den Verantwortungsbereich von Group Corporate Sustainability.
Im Berichtsjahr war der Schwerpunkt unserer Maßnahmen in Bezug auf Biodiversität ein besseres Verständnis unserer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme zu erlangen sowie die Zertifizierung eines unserer Standorte. Die im Folgenden genannten Maßnahmen sind als fortlaufend zu betrachten und haben kein festes Abschlussdatum.
Unser Standort in Vevey (Schweiz) wurde von der Schweizerischen Stiftung für Natur und Wirtschaft rezertifiziert und für sein Engagement für die Biodiversität als Pionier anerkannt. Diese Rezertifizierung bestätigt, dass wir an diesem Standort einen Beitrag zur Erhaltung und zum Schutz des ökologischen Systems leisten, indem wir heimische Bäume und Gewächse pflanzen. Wir verwenden keine Pflanzenschutzmittel, sondern setzen Ziegen ein, um das Wachstum von Brombeersträuchern und Unkraut zu kontrollieren. Zum Schutz der Tierwelt auf unserem Gelände überwachen wir 53 Arten, bauen Zufluchtsorte für Reptilien und Insekten, reservieren Flächen für die Erhaltung gefährdeter Arten und haben fünf Bienenstöcke aufgestellt, die mit minimalen menschlichen Eingriffen auskommen.
Wir beziehen Algen aus der Bretagne für ein RonaCare ® Produkt aus unserem Unternehmensbereich Electronics. In dieser Region unterstützten wir die regionale Organisation "Regionales Fischerei- und Aquakulturkomitee" finanziell, um den Algenbestand zu erhalten und die ökologische Funktionsweise der Algen in der Bretagne zu bewerten und besser nachvollziehen zu können. So konnten wir eine Maßnahme zum Vorteilsausgleich als Teil unserer konzernweiten Policy Access to Genetic Resources umsetzen. Darüber hinaus schlossen wir diesen Fall mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Übereinstimmung mit den aktuellen EU-Vorschriften erfolgreich ab.
Die Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) ist eine Initiative, die ein Rahmenwerk entwickelt hat, mit dem Organisationen wie Unternehmen ihre naturbezogenen Risiken und Chancen bewerten und offenlegen können. Die TNFD misst der Biodiversität einen hohen Stellenwert bei und erkennt an, dass der Verlust der biologischen Vielfalt erhebliche Risiken für Unternehmen mit sich bringen kann, einschließlich Unterbrechungen der Lieferkette, Änderungen in der Regulatorik und Rufschädigung. Auf der Grundlage dieses Rahmenwerks haben wir die ersten Schritte zur finanziellen Quantifizierung unserer Abhängigkeiten von Biodiversität unternommen. Unser Ziel ist es, diese Daten für unsere Resilienzanalyse zu nutzen und sie in unserer Geschäftsstrategie zu berücksichtigen.
In einem ersten Schritt analysierten wir das Umfeld unserer eigenen Standorte mithilfe von Daten aus dem Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT). In einem zweiten Schritt arbeiteten wir daran, Auswirkungen und Abhängigkeiten in unseren Unternehmensbereichen und unserer Lieferkette zu analysieren. Ziel war es, ein umfassendes Verständnis dafür zu erlangen, wie sich unsere Lieferkette auf die Biodiversität auswirken kann. Wir verwendeten Einkaufsdaten, um einen Überblick über die Standorte unserer relevanten Lieferanten in Bezug auf unsere Ausgaben zu erhalten. Dazu glichen wir diese Daten mit den Daten des IBAT ab und sind nun in der Lage, das Umfeld der Standorte unserer Lieferanten im Hinblick auf Biodiversitätsaspekte nachzuvollziehen. Wir planen, diese Daten in unserem Lieferkettenmanagement zu berücksichtigen und diese Maßnahme im Laufe des Jahres 2025 fortzusetzen. In einem dritten Schritt möchten wir bis Ende 2025 eine abschließende Bewertung durchführen.
Da sich unsere Maßnahmen im Jahr 2024 hauptsächlich auf das Verständnis unserer Auswirkungen auf die Biodiversität konzentrierten, machen wir derzeit keinen Gebrauch von Kompensationen. Wir konzentrieren uns stattdessen auf Vermeidung, Minimierung und Renaturierung. Dennoch diskutieren wir in externen Gremien, wie wir in Zukunft Kompensationen in unsere Maßnahmen einbeziehen können.
Indigenes Wissen und naturbasierte Lösungen haben wir nicht in unsere Maßnahmen einbezogen. In den kommenden Jahren werden wir unsere Maßnahmen weiter verfeinern.
Im Jahr 2024 ordneten wir den genannten Maßnahmen in Bezug auf Biodiversität keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Für das Berichtsjahr hatten wir uns keine Ziele in Bezug auf Biodiversität gesetzt und können daher nicht über die Leistung und Effektivität solcher Ziele in Bezug auf Biodiversität berichten. Wir konzentrierten uns zunächst darauf, unsere Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Biodiversität zu verstehen. Im Jahr 2025 werden wir an der Umsetzung einer Roadmap Biodiversität arbeiten. Für diese Roadmap planen wir, Ziele an den Schnittstellen zur Natur, zu operativen Zielen sowie zu Geschäftsmodell- oder Umsetzungsziele zu berücksichtigen. Ziele an der Schnittstelle zur Natur beziehen sich direkt auf die Natur oder auf bestimmte Einflussfaktoren (zum Beispiel die verbrauchte Wassermenge in Wasserstressgebieten), auf den Zustand der Natur (zum Beispiel den Zustand der Artenvielfalt im Umfeld eines Standorts) oder auf den Umfang und die Qualität einer Ökosystemleistung (zum Beispiel des verfügbaren Wassers). Operative Ziele beziehen sich auf Indikatoren, die die Natur betreffen, jedoch nicht direkt deren Auswirkungen oder Abhängigkeiten bewerten. Ein Beispiel hierfür ist die Wassereffizienz in industriellen Prozessen. Geschäftsmodell- oder Umsetzungsziele beziehen sich auf die Umsetzung von Maßnahmen (zum Beispiel den Anteil der zertifizierten Lieferkette) und auf Veränderungen im Geschäftsmodell (zum Beispiel den Grad der Kreislaufwirtschaft). Unsere geplanten Ziele sollen im Jahr 2025 vom Merck Sustainability Board bestätigt werden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsbewertung gemäß ESRS 2 analysierten wir unsere Wertschöpfungskette sowie die jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Diese IROs wurden entsprechend bewertet. Infolgedessen haben wir drei negative Auswirkungen, eine positive Auswirkung und zwei Risiken im Bereich Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft identifiziert. Die Beschreibung des Managements von Auswirkungen, Risiken und Chancen finden Sie unter ESRS 2 IRO-1. Unsere Angaben konzentrieren sich auf die folgenden Auswirkungen und Risiken:
| Kennung | E5-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Als produzierendes Industrieunternehmen beschaffen und verwenden wir eine Vielzahl von Materialien und Chemikalien. Trotz Initiativen zur Wiederverwendung und Wiederverwertung besteht der Großteil unserer Ressourcenzuflüsse aus neuen Materialien. Damit tragen wir zur Verknappung natürlicher Ressourcen bei. |
| Kennung | E5-NI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Die Herstellung unserer Produkte hat aufgrund des Einsatzes einer Vielzahl von Ressourcen einen negativen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck. Bei der Entsorgung der Ressourcen, insbesondere in der End-of-Life-Phase, erzeugen wir signifikante Menge an Abfall. |
| Kennung | E5-NI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche/potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Die Verwendung von chemischen und pharmazeutischen Produkten ist im Allgemeinen mit einem hohen Risiko der unsachgemäßen Verwendung und Entsorgung verbunden, insbesondere in Entwicklungsländern mit wenig entwickelten Abfallentsorgungssystemen. Insbesondere in der End-of-Life-Phase erzeugen wir signifikante Menge an Abfall. |
| Kennung | E5-PI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Im Jahr 2024 führten wir die Circularity Rate ein, einen neuen Leistungsindikator, mit dem wir unsere Kreislaufwirtschaft messen und unser entsprechendes Ziel erreichen möchten. Diese Initiative führte zu Änderungen in unseren Produktions- und Entsorgungsprozessen, um die Entstehung von Abflüssen und Abfällen zu minimieren oder zu vermeiden. |
| Kennung | E5-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Wir verwenden kritische Rohstoffe und Mineralien für die Herstellung verschiedener Produkte. Den Großteil dieser Rohstoffe beziehen wir aus China; zahlreiche Rohstoffe werden dort auch verarbeitet. Aufgrund der wachsenden Nachfrage und der fortschreitenden Umweltzerstörung könnte eine Verknappung dieser Materialien ein erhebliches Risiko für die Hersteller in unserer vorgelagerten Lieferkette und für unser eigenes Geschäft darstellen. Dies gilt für unseren Unternehmensbereich Electronics. |
| Kennung | E5-R-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Abhängigkeit von Zulieferern bestimmter kritischer Rohstoffe kann zu Wettbewerb, steigenden Material- und Herstellungskosten oder sogar zu einer Unterbrechung der Lieferkette oder zu Reputationsschäden führen. Probleme in der Lieferkette könnten beispielsweise bei Helium oder endlichen Elementen aufgrund der fortschreitenden Ausschöpfung der Umwelt auftreten. Bestimmte Lösungsmittel und Katalysatoren, wie zum Beispiel Palladium, machen einen wesentlichen Teil der Kosten der Rohmaterialien aus. Preissteigerungen bei diesen Rohstoffen gefährden die Margen unserer Produkte. Dies gilt für unseren Unternehmensbereich Electronics. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E5-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcenverbrauch |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Ethik und Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle unsere Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen (Lieferanten) sowie für Sales intermediates (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer). |
| Verantwortlichkeit | Chief Procurement Officer und Group General Counsel |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 über Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen-MacArthur-Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Die Policy wurde unter Berücksichtigung von internen und externen Stakeholdern und Experten entwickelt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. In unseren Bestellungen wird grundsätzlich über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie ist auch in neuen oder geänderten Verträgen enthalten. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E5-NI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen; Abfall |
| Inhalt | Die konzernweite EHS Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmer Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs-und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und der Responsible Care ® Global Charter und berücksichtigt die ISO-Normen 14001 und 45001. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E5-NI-02, E5-NI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Abfall |
| Inhalt | Die Policy bildet den Rahmen für unsere Abfallwirtschaft. Die Policy soll sicherstellen, dass unsere Abfallströme ordnungsgemäß verwaltet werden, um die Umweltbelastung zu reduzieren, die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten und kurz- und langfristige Haftungsrisiken zu minimieren. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. Wir verfügen über robuste Prozesse, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Externe Abfallentsorgungsunternehmen werden regelmäßig von der EHS-Einheit des Standorts überprüft und zugelassen - je nach Abfallvolumen, den Gefahren der Materialien, den mit dem betreffenden Abfall verbundenen Umwelt- und Haftungsrisiken und dem Abfallentsorgungsunternehmen. Es wird empfohlen, alle drei bis fünf Jahre Audits durchzuführen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle unsere Standorte. Der Anwendungsbereich umfasst in erster Linie die Bereiche Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS) und Standortmanagement in unserem eigenen Geschäft und erstreckt sich auf alle Abfallentsorgungsunternehmen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | EHS-Manager, Standortleiter/Managing Director, qualifizierte und verantwortliche Mitarbeitende, an die die Aufgaben delegiert werden. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf geltenden Gesetzen und Standards, insbesondere dem Circular Economy Action Plan (COM/2020/98), dem Green Deal (COM/2019/640), der Richtlinie 94/62/EC über Verpackungen und Verpackungsabfälle und der Richtlinie 2008/98/EC. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder und Experten. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E5-NI-01, E5-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcenverbrauch |
| Inhalt | Die Policy definiert die verbindlichen Anforderungen für die nachhaltige Beschaffung. Sie stellt einen Leitfaden für bewährte Verfahren in der Beschaffungsstrategie dar. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für unser eigenes Geschäft in Global Procurement und für die vorgelagerte Wertschöpfungskette aller Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen. |
| Verantwortlichkeit | Head of Procurement Office (PO) Governance & Processes |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Richtlinie berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder und Experten. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen E5-PI-01, E5-NI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen |
| Inhalt | Die Policy beschreibt unseren ganzheitlichen Ansatz für die Entwicklung von nachhaltigeren Produkten und Prozessen, mit dem Sozial- und Umweltaspekte über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg berücksichtigt werden. Die Nachhaltigkeitsbeurteilung wird verwendet, um die Nachhaltigkeitsziele für die jeweiligen Produktentwicklungsprojekte zu definieren. Sie erfordert Beiträge von Forschern, Produktmanagern, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsexperten, Qualitätsspezialisten sowie Fertigungs-, Beschaffungs- und Marketingteams, um die positive Auswirkung und den Wert des Produkts zu maximieren. Unser Sustainability-Analysis-Guideline-and-Process-Dokument führt Produktentwicklungsteams durch die Nachhaltigkeitsanalyse und die zu erbringenden Leistungen in unserem internen F&E-System. Der Leitfaden und der Prozess für die Nachhaltigkeitsanalyse werden von Produktentwicklungsteams durchgeführt. Der Leitfaden bezieht sich daher auf Produktnachhaltigkeit und Produktinnovationen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle Life-Science-Standorte. Der Anwendungsbereich umfasst in erster Linie die Life-Science-Einheiten für Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) sowie den Einkauf (vorgelagerte Wertschöpfungskette). Sie gilt zudem für alle Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie für direkte Kunden in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Die Einheit Sustainability and Social Business Innovation innerhalb des Unternehmensbereichs Life Science |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Richtlinie berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder und Experten. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E5-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcenverbrauch |
| Inhalt | Unter dem Dach des Programms SMASH Packaging arbeitet unser Unternehmensbereich Life Science daran, die Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Verpackungen zu verbessern: Wir optimieren die Ressourcennutzung, nutzen nachhaltigere Materialien und streben eine Kreislaufwirtschaft an. Die Policy beruht auf vier Säulen: SHRINK (verringern): Verpackungsmengen verringern; SECURE (bewahren): Entwaldung stoppen; SWITCH (umstellen): nachhaltige Kunststoffe nutzen; SAVE (einsparen): Recycling optimieren. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle Life-Science-Standorte. Der Anwendungsbereich umfasst in erster Linie die Life-Science-Einheiten für Forschung und Entwicklung, Verpackungsingenieure, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) und Beschaffung in unserem eigenen Geschäft. Sie gilt auch für alle Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie für direkte Kunden in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Die Einheit Sustainability and Social Business Innovation innerhalb des Unternehmensbereichs Life Science |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf geltenden Gesetzen und Standards, insbesondere dem Circular Economy Action Plan (COM/2020/98), dem Green Deal (COM/2019/640), der Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle 94/62/EC und der Richtlinie 2008/98/EC. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Richtlinie berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder und Experten. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft werden regelmäßig überwacht und aktualisiert. Gemäß dem Verhaltenskodex für Lieferanten müssen diese nachweisen, dass sie sich mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft auseinandersetzen - zum Beispiel durch Wiederverwendung von Produkten und Materialien (zum Beispiel Verpackungen) und/oder durch die Entwicklung und Einführung wiederverwertbarer Produkte (zum Beispiel nach dem Ansatz "Cradle to Cradle"). Zudem müssen Lieferanten über Systeme und Prozesse für den Umgang mit und die Kontrolle von Lagerung, Wiederverwertung, Wiederverwendung oder Entsorgung von Abfällen verfügen. Insbesondere gefährliche Abfälle müssen angemessen gesteuert, kontrolliert und behandelt werden.
Mit unserer Design Policy for Sustainability (DfS) arbeiten wir darauf hin, die negativen Auswirkungen von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu reduzieren. Um unsere Einheiten in Forschung und Entwicklung (F&E) bei der Bewertung von produktbezogenen Auswirkungen zu unterstützen, haben wir in allen unseren Unternehmensbereichen Scorecards für nachhaltiges Design eingeführt (siehe auch Informationen zum Umbrella-Projekt im Abschnitt "Unsere Maßnahmen"). Unsere Scorecards werden im Rahmen jährlicher Überprüfungen weiterentwickelt.
Auch mit der SMASH Packaging Policy tragen wir dazu bei, unsere Abfallziele zu erreichen und kreislauforientierte Lösungen voranzutreiben. Wir arbeiten zum Beispiel daran, die Verpackungsmenge zu reduzieren (SHRINK), Entwaldung zu stoppen (SECURE), nachhaltigere Kunststoffe einzusetzen (SWITCH) und das Recycling zu maximieren (SAVE).
In allen unseren Unternehmensbereichen werden Maßnahmen umgesetzt, um die Ressourcennutzung zu optimieren und Kreislaufwirtschaft zu fördern. Dazu gehören Nachhaltigkeitsbewertungen, die über eine Nachhaltigkeitsscorecard in allen Unternehmensbereichen umgesetzt werden. Auch unser GreenSpeed-Tool steht allen Unternehmensbereichen zur Verfügung. In unserem Unternehmensbereich Life Science wird das SMASH-Packaging-Programm umgesetzt, auch der Unternehmensbereich Healthcare setzt ein Programm zu nachhaltigen Verpackungen um. Im Unternehmensbereich Electronics setzen wir die folgenden Maßnahmen um: Lösungsmittelrecycling bei der Produktion von organischen Leuchtdioden (OLED) und optimierte Spezialgase.
Unter der Umbrella-Initiative bündeln wir spezifische Scorecards für jeden unserer drei Unternehmensbereiche, die nachhaltiges Design bereits bei der Produktentwicklung bewerten und messbare Kriterien über den gesamten Produktlebenszyklus unseres globalen Portfolios beinhalten. So wollen wir unser Portfolio im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) steuern und nachhaltigere Produkte und Innovationen entwickeln sowie negative Auswirkungen bei Herstellung, Verwendung und Entsorgung minimieren. Diese F&E-Nachhaltigkeitsbewertungen werden in allen drei Unternehmensbereichen durchgeführt. Es werden verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Wertschöpfungskette bewertet. Dabei liegt der Schwerpunkt in Bezug auf Kreislaufwirtschaft auf der Abfallbehandlung und -reduzierung sowie der Minimierung des Materialeinsatzes in Produkten und bei Dienstleistungen. Die spezifischen Fragen in der Scorecard variieren je nach Unternehmensbereich, das Potenzial alternativer Verfahren zur Reduzierung von Produktionsabfällen wird jedoch immer bewertet. In den kommenden Jahren wollen wir entscheidende Aspekte der Kreislaufwirtschaft und Dematerialisierung weiter integrieren, wobei wir den Schwerpunkt auf Umweltentlastungen durch effizientere Nutzung von Materialien legen. Dadurch können die Gesamtergebnisse der Scorecards verbessert werden. Die Nachhaltigkeitseinheiten der Sektoren, einschließlich F&E, Produktmanagement, Environmental, Health and Safety (EHS), Qualität, Produktion, Beschaffung und Marketing, sind in diesen Prozess eingebunden. Im Unternehmensbereich Electronics hilft uns die Scorecard Stärken und Verbesserungsbereiche unserer Entwicklungsprojekte zu identifizieren. Im Berichtsjahr führten wir für mehr als 99 % aller F&E-Initiativen, einschließlich aller neu gestarteten Projekte, die Nachhaltigkeitsbewertung durch. In diesem Zusammenhang implementierten wir im Berichtsjahr eine halbjährliche Qualitätsprüfung, die unseren Prozess noch genauer machen soll. Diese umfassende Nachhaltigkeitsbewertung schafft Transparenz über die Nachhaltigkeitsaspekte unseres Innovationsportfolios. Die Umbrella-Initiative wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt werden.
Wir wollen Forschung und Produktion so umweltverträglich wie möglich gestalten und haben daher unser innovatives GreenSpeed-Tool entwickelt. Dieses Tool bewertet automatisiert die Nachhaltigkeit der Herstellungsprozesse unserer chemischen Produkte. Es ermöglicht damit effizientere und nachhaltigere Produktionsmethoden. Alle Bewertungen basieren auf der Prozessmassenintensität (Process Mass Intensity, PMI), das heißt der Gesamtmenge an Ressourcen, die für die Herstellung von einem Kilogramm des Endprodukts verbraucht wird. Das Tool erfasst unter anderem Kennzahlen wie Wasserverbrauch, Lösungsmittelverbrauch, Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen.
Zu den betroffenen Stakeholdern von GreenSpeed gehören Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten und Investoren. Derzeit arbeiten wir an weiteren Modulen, um auch die Auswirkungen bestimmter Produktionsabfälle berücksichtigen zu können. In den nächsten drei bis fünf Jahren wollen wir die Möglichkeit prüfen, die Nutzung von GreenSpeed für weitere Anwendergruppen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu ermöglichen. In einem Pilotprojekt für unseren Unternehmensbereich Life Science werden wir an der Integration der GreenSpeed-Bewertungen in die Umbrella-Initiative arbeiten, um so bereits in einem frühen Stadium des F&E-Prozesses die Quantifizierung der Umweltauswirkungen zu verbessern. Die Bewertung von chemischen Produkten mithilfe des GreenSpeed-Tools wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt.
Mit unserem Programm SMASH Packaging wollen wir die Nachhaltigkeit von Verpackungen verbessern, indem wir die Ressourcennutzung optimieren und die Kreislaufwirtschaft erhöhen. SMASH Packaging beruht auf den vier Säulen SHRINK (verringern), SECURE (bewahren), SWITCH (umstellen) und SAVE (einsparen). Damit wollen wir Folgendes erreichen:
| ― |
SHRINK (Verpackungsmengen verringern): Wir wollen das Verpackungsgewicht pro Verkaufseinheit bis 2030 um 10 % reduzieren. Daher konzentrieren wir uns darauf, die Menge an Verpackungsmaterialien aus Wellpappe, Holz, Glas und/oder Kunststoff zu reduzieren, indem wir Verpackungen leichter machen sowie Materialien ersetzen oder wiederverwenden oder überschüssiges Material, Füllmaterial usw. entfernen. |
| ― |
SECURE (Entwaldung stoppen): Wir streben an, für 100 % unserer faserbasierten Verpackungen entwaldungsfreie Verpackungen zu nutzen. Daher stellen wir alle Verpackungsmaterialien aus Holz-/Papierfasern auf recycelte Materialien um oder beziehen sie aus zertifizierten oder verifizierten entwaldungsfreien Quellen. |
| ― |
SWITCH (nachhaltigere Materialien nutzen) und SAVE (Recycling optimieren): Wir wollen Verpackungen gestalten, die zu 100 % im Einklang mit den Prinzipien der zirkulären Produktentwicklung stehen. Deshalb liegt unser Schwerpunkt darauf, die Recyclingfähigkeit und den Anteil an recycelten Materialien in den Verpackungsmaterialien zu erhöhen. Die Kennzeichnung von Materialien und/oder Entsorgungshinweise sollen das Recycling oder die verantwortungsvolle Entsorgung ebenfalls erleichtern. |
Wir möchten unsere Maßnahmen und Mittel im Rahmen von SMASH Packaging bis zum Jahr 2030 erreichen. Zu den betroffenen Stakeholdergruppen gehören unsere Einheit Sustainability and Social Business Innovation, Verpackungsingenieure, die Einheiten für Beschaffung, Qualität, F&E sowie Produktmanagement.
Um Umweltbelastungen durch die Verpackungsmaterialien, die im Unternehmensbereich Healthcare genutzt werden, zu verringern, arbeiten wir in der Initiative MPact an folgenden Zielen: Scope-3-Emissionen senken, Verpackungsmaterialien reduzieren und gleichzeitig die Wiederverwertungsrate von Verpackungen erhöhen und prüfen, inwieweit Sekundär- und Tertiärverpackungen aus Kunststoff bis 2030 ersetzt werden können. In Vorbereitung auf die europäische Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle analysieren wir deren Anforderungen, um eine entsprechende Abstimmung und Konformität in den nächsten Jahren zu gewährleisten.
2024 konzentrierten wir uns darauf:
(1) ein Verständnis der verfügbaren Hebel und der regulatorischen Landschaft zu schaffen, das über die EU-Verordnung zu Verpackungsabfall hinausgeht;
(2) einen Rahmen für Nachhaltigkeit zu entwickeln, der über den Fokus auf CO 2 hinausgeht, und
(3) ein gemeinsames Ziel, eine Roadmap und globale Richtlinien festzulegen, um einen koordinierten Ansatz der operativen Einheiten für Verpackung zu ermöglichen. MPact soll dazu beitragen, bis 2030 unser Ziel einer Circularity Rate von 70 % zu erreichen und das Risiko bedenklicher (oder potenziell bedenklicher) Materialien zu verringern sowie Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Maßnahmen setzen wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren um, sie gelten für den Unternehmensbereich Healthcare. Die Initiative MPact wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt.
Im Berichtsjahr haben wir im Unternehmensbereich Healthcare die Kooperation mit einem Konsortium für das Pilotprojekt Returpen zur Rücknahme von Fertilitätspens in Dänemark fortgesetzt. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für unsere Ambition, unser Fertilitätsportfolio schrittweise von der Produktion bis zu unseren Patienten nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt wurde 2023 in Dänemark gestartet und wir streben eine Rückgabequote von 25 % an. Im Rahmen des Projekts können gebrauchte Fertilitätspens in Fruchtbarkeitskliniken in Dänemark zurückgegeben werden, damit sie recycelt werden können. Zusammen mit den Konsortiumspartnern haben wir eine Absichtserklärung unterschrieben, um bei der Wiederverwertung von Kunststoff-, Glas- und Metallkomponenten zusammenzuarbeiten. Bei den in den Pilotprojekten zurückgegebenen Pens soll eine Recyclingquote von 75 % erreicht werden. Das Programm für die Rücknahme von Einweginjektionspens wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt.
Für unser breites Portfolio an Spezialgasen - das Ätz-, Reinigungs-, Abscheidungs- und Dotiergase umfasst - suchen wir nach Materiallösungen mit optimierter Ätzleistung und niedrigem Treibhauspotenzial (Global Warming potential, GWP). Denn für spezifische Kundenanwendungen führen wir Maßnahmen durch, um Treibhausgase zu reduzieren, die Nutzungsphase zu optimieren sowie Produkte und Verpackungen verantwortungsvoll entsorgen zu können. Mithilfe dieser Maßnahmen wollen wir zur Reduzierung der Scope-1-Emissionen unserer Kunden beitragen. Unsere Maßnahmen gelten weltweit für unsere Kunden und Partner entlang unserer Wertschöpfungskette für Halbleiter. Die Maßnahme "Optimierte Spezialgase" wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt werden.
Im Jahr 2024 ordneten wir der Maßnahme "Optimierte Spezialgase" keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) zu. Wir wendeten 6 Mio. € an Investitionsausgaben (CapEx) auf, die in den jeweiligen Zeilen der Bilanz ausgewiesen sind. Für 2025 planen wir kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Ein Beispiel für Kreislaufführung in unseren Produktionsprozessen und entlang unserer Wertschöpfungskette ist die Optimierung bei der Produktion von organischen Leuchtdioden (OLED) an unserem Standort Darmstadt. Das Ziel dieses Projekts ist es, zur Einsparung von CO 2 -Emissionen und zur Ressourceneffizienz beizutragen, indem wir Lösungsmittel noch besser recyceln, Materialien intern wiederaufbereiten und unseren Kunden die Rückgabe von Altprodukten ermöglichen. Daher streben wir eine stärkere Nutzung digitaler Technologien an, um unsere Prozesse weiter zu verbessern. Das Lösungsmittelrecycling-Projekt bei der OLED-Produktion wird voraussichtlich langfristig fortgesetzt.
Im Jahr 2024 ordneten wir - mit Ausnahme der "Optimierten Spezialgase" - den oben genannten Maßnahmen zur Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Unser Abfallziel für 2030 ist, unseren eigenen produktionsbedingten Abfall weiter zu reduzieren oder in die Materialverwertung zu lenken. Darüber hinaus haben wir uns weitere, nicht quantifizierbare Ziele gesetzt, mit der Absicht, unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern und voranzutreiben. Diese Ziele sollen unser Engagement zum Ausdruck bringen, eine positive Auswirkung zu erreichen oder eine negative Auswirkung im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch und die Kreislaufwirtschaft zu reduzieren. Mit allen unseren hier genannten Zielen und Maßnahmen tragen wir zu ausgewählten UN-Nachhaltigkeitszielen bei. In unserer übergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie werden die UN-Nachhaltigkeitsziele 9, 12 und 17 im Fokusfeld "Wasser- und Ressourcennutzung" hervorgehoben.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung E5-NI-02, E5-NI-03, E5-PI-01 |
| Wesentliches Thema | Abfälle |
| Ziel | Bis 2030 planen wir im Rahmen unseres Abfallziels eine Circularity Rate von 70 % im gesamten Unternehmen zu erreichen. |
| Bezugswert/-jahr | Circularity Rate von 64,1 % im Jahr 2022. |
| Methoden | Unsere Circularity Rate wird aus der Summe recycelter und vermiedener Abfälle berechnet, die durch den Gesamtabfall geteilt wird. Es werden alle Produktionsabfälle von allen unseren Standorten in die Berechnung einbezogen. Abfälle, die zur Rückgewinnung von Energie genutzt werden, sind aus dieser Berechnung ausgeschlossen, da dies nicht als zirkulär eingestuft wird. Außerdem gehen Einmaleffekte bestimmter Abfallkategorien - beispielsweise Schlamm von Abwasseraufbereitungsanlagen (für deren Entsorgung behördliche Einschränkungen gelten), Bauschutt- und Abbruchabfälle sowie Bodenabfälle nicht in die Berechnung der Circularity Rate ein: Sie sind selten vermeidbar und müssen gemäß klar definierten Vorgaben entsorgt werden. Dieses Ziel basiert auf wissenschaftlichen Daten. Umfang und Größenordnung dieses Ziels wurden auf freiwilliger Basis festgelegt und sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Die Circularity Rate betrug 69,2 % im Jahr 2024. |
Wir berichten die Circularity Rate auch unter E5 und ESRS 2 (SBM-1), da sie eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen ist, die wir verwenden, um den Erfolg unserer Kreislaufwirtschaft zu messen und um unser entsprechendes Ziel zu erreichen.
Unser Abfallziel macht es erforderlich, Abfälle zu vermeiden, wiederzuverwenden und das Material zu recyclen. Die Vermeidung von Abfällen soll durch den geringeren Einsatz von Rohstoffen erreicht werden. Die Wiederverwendung und das Materialrecycling von Abfällen reduziert den Einsatz von Primärrohstoffen. Wir haben für unsere Optionen für die Behandlung von Abfall eine Abfallhierarchie definiert, die die Abfallmanagementstrategien nach ihrer Umweltauswirkung priorisiert:
| ― |
Vermeidung: Abfallerzeugung an der Quelle reduzieren |
| ― |
Minimierung: erzeugte Abfallmenge reduzieren |
| ― |
Wiederverwendung: Möglichkeiten finden, Materialien und Produkte vor der Entsorgung mehrmals zu verwenden |
| ― |
Recycling: Abfallstoffe zur Herstellung neuer Produkte verwenden |
| ― |
Verwertung: Energie oder Material aus Abfall gewinnen |
| ― |
Beseitigung: Abfälle, die nicht durch die oben genannten Methoden behandelt werden können, sicher entsorgen. |
Optionen für die Behandlung von Abfall, die in der Abfallhierarchie weiter oben stehen, haben Vorrang. Unsere oberste Priorität ist die Abfallvermeidung. Diese Hierarchie zeigt die Bedeutung der Abfallminimierung und der Maximierung der Ressourceneffizienz. Unser Abfallziel 2030 bezieht sich auf Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling.
Im Rahmen von SMASH Packaging machen wir weiterhin Fortschritte in Richtung auf unser Ziel von nachhaltigeren Verpackungen unserer Life-Science-Produkte. Wir streben an, das Verpackungsgewicht bis 2030 um insgesamt 6.300 Tonnen zu verringern (SHRINK). Im Basisjahr 2020 lag das Verpackungsgewicht bei etwa 63.000 Tonnen. 2024 haben wir Verpackungsverbesserungen umgesetzt, die jährlich über 396 Tonnen Verpackungsmaterial einsparen. Um die Entwaldung zu stoppen (SECURE), sollen bis 2030 bis zu 100 % entwaldungsfreie, faserbasierte Verpackungen genutzt werden. Im Basisjahr 2020 waren 66 % unserer faserbasierten Verpackungen entwaldungsfrei hergestellt. 2024 waren 81,6 % faserbasierte Verpackungen entwaldungsfrei. Durch den Einsatz von recyclingsfähigen oder wiederverwendbaren Materialien oder recycelten Materialien (SWITCH & SAVE) wollen wir bis 2030 100 % unserer Produktverpackungen im Einklang mit den Prinzipien der zirkulären Verpackungen entwickeln. Im Basisjahr 2020 entsprachen 49 % unserer Produktverpackungen diesen Prinzipien. 2024 waren 46,4 % der Produktverpackungen im Einklang mit den Prinzipien zirkulärer Verpackungen entwickelt.
Die Reduzierung des Gewichts von Direktverpackungen und Versandverpackungen umfasst die Reduzierung der Menge an Verpackungsmaterialien aus Wellpappe, Holz, Glas und/oder Kunststoff. Dies möchten wir beispielsweise durch Gewichtsreduzierung, Materialersatz, Wiederverwendung oder Entfernung überschüssigen Füllmaterials erreichen. Wir stellen alle Verpackungsmaterialien aus Holzfasern auf recycelte, zertifizierte oder verifizierte entwaldungsfreie Quellen um. Die Prinzipien der zirkulären Verpackungen sind auch in das DfS-Rahmenwerk integriert, damit jede Phase des Produktlebenszyklus bereits während unseres Produktentwicklungsprozesses berücksichtigt wird. Zirkuläre Verpackungen sind Verpackungen, die entweder recycelbar oder wiederverwendbar sind oder recycelte Materialien enthalten. Dieses Ziel wird gemessen, indem die Gesamtmenge der zirkulären Verpackungen in Kilotonnen durch die Gesamtmenge der Verpackungen in Kilotonnen geteilt wird. Unsere Fortschritte in Bezug auf die SHRINK und SECURE Ziele entsprachen unseren Erwartungen. Unsere Fortschritte in Bezug auf das SWITCH & SAVE Ziel lagen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Daten, im Vergleich zu unserem Basisjahr 2020 unter unseren Erwartungen.
Unsere Fortschritte in Bezug auf unsere SHRINK-, SECURE-, SWITCH- & SAVE-Ziele messen wir anhand des Gewichts jährlich vermiedener oder umgewandelter Materialien. Zusätzlich messen wir den Fortschritt auf Grundlage des Gewichts vermiedener CO 2 -Äquivalente (CO 2 eq). Unsere Projekte werden einzeln und regelmäßig nach Abschluss von Meilensteinen oder nach vollständigem Abschluss des Projekts überprüft. Dabei werden Umweltauswirkungen gemessen und in CO 2 eq umgerechnet. Die Fortschritte bei der Zielerreichung überwachen wir halbjährlich und berichten sie jährlich an den Leiter der Einheit Sustainability and Social Business Innovation bei Life Science. Diese Ziele basieren auf wissenschaftlichen Daten. Schlüsselfunktionen in allen Unternehmensbereichen sind dem übergeordneten Ziel verpflichtet, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, indem wir bis 2040 anstreben, Klimaneutralität zu erreichen und unseren Ressourcenverbrauch zu senken. Wichtige Stakeholder bei der Erstellung dieses DfS-Scorecard-Ziels sind die Einheiten für Forschung und Entwicklung, Verpackungsingenieure, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) und Einkauf. SHRINK bezieht sich auf die erste Ebene der Abfallhierarchie, das heißt die Vermeidung. SWITCH & SAVE beziehen sich auf folgende Behandlungsoptionen in der Abfallhierarchie: Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling. Der Umfang und die Größenordnung dieses Ziels wurden auf freiwilliger Basis festgelegt und sind nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Im Unternehmensbereich Life Science haben wir uns für Anfang 2024 das Ziel gesetzt, dass bis Ende des Jahres 2024 95 % der Produktentwicklungsprojekte eine DfS-Scorecard aufweisen. Im ersten Quartal 2023 hatten 78 % der Produktentwicklungsprojekte eine aktive DfS-Scorecard. Ende 2024 hatten 99,7 % der Produktentwicklungsprojekte eine DfS-Scorecard.
Im Produktentwicklungsprozess werden DfS-Scorecards erstellt, die den gesamten Produktlebenszyklus einbeziehen. Mit der Scorecard werden wichtige Nachhaltigkeitsbereiche bewertet, einschließlich der Kreislaufwirtschaft und der Ressourcenschonung. Wir messen den Fortschritt für dieses Ziel, indem wir die Zahl der Produktentwicklungsprojekte mit einer aktiven DfS-Scorecard zur Gesamtzahl der Produktentwicklungsprojekte ins Verhältnis setzen. Fortschritte in Bezug auf dieses Ziel werden jährlich gemessen, überprüft, und das Ziel für das folgende Jahr wird festgelegt. Das "Produktentwicklungsprojekt" bezieht sich auf den individuellen internen Prozess, wodurch neue Produkte zu unserem Life-Science-Portfolio hinzugefügt werden können. Unsere Fortschritte in Bezug auf dieses Ziel übertrafen unsere Erwartungen. Dieses Ziel basiert auf wissenschaftlichen Daten.
Schlüsselfunktionen in allen Unternehmensbereichen sind dem übergeordneten Ziel verpflichtet, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, indem wir bis 2040 anstreben, Klimaneutralität zu erreichen und unseren Ressourcenverbrauch zu senken. Wichtige Stakeholder bei der Erstellung dieses DfS-Scorecard-Ziels sind die Einheiten für Forschung und Entwicklung, Verpackungsingenieure, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) und Einkauf. Die einzelnen Bereiche von Life Science und Franchiseunternehmen erhalten vierteljährliche Updates zu ihren individuellen Zielen. Ebenfalls einmal im Quartal berichtet der Unternehmensbereich Life Science an die Einheit Group Corporate Sustainability zum Beitrag zur gruppenweiten Umbrella-Initiative. Dieses Ambitionsziel Design for Sustainability bezieht sich auf mehrere Ebenen der Abfallhierarchie, darunter Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling.
Im Unternehmensbereich Life Science haben wir uns Anfang 2024 zum Ziel gesetzt, dass 90 % der Produktentwicklungsprojekte bis Ende des Jahres 2024 eine DfS-Scorecard aufweisen. Im ersten Quartal 2024 wurde die Datenqualität auf 50 % bewertet. Ende 2024 wurde die Datenqualität der DfS-Scorecards mit 97,4 % bewertet.
Wir implementieren DfS-Scorecards in den Produktentwicklungsprozess, um wichtige Wirkungsbereiche über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg, einschließlich Kreislaufwirtschaft und Dematerialisierung, zu integrieren und zu berücksichtigen. Dieses Ziel wird anhand von Produktentwicklungsprojekten, die die Voraussetzungen für Datenqualität treffen, geteilt durch die Gesamtzahl der Produktentwicklungsprojekte gemessen. Fortschritte in Bezug auf dieses Ziel werden jährlich gemessen, überprüft, und das Ziel für das folgende Jahr wird festgelegt. "Produktentwicklungsprojekt" bezieht sich auf den individuellen internen Prozess, wodurch neue Produkte zu unserem Life Science-Portfolio hinzugefügt werden können.
Die Fortschritte bei diesem Ziel übertrafen im Berichtsjahr unsere Erwartungen. Dieses Ziel basiert auf wissenschaftlichen Daten. Die einzelnen Bereiche von Life Science und Franchise-Unternehmen erhalten vierteljährliche Updates zu ihren individuellen Zielen. Ebenfalls einmal im Quartal berichtet der Unternehmensbereich Life Science an die Einheit Group Corporate Sustainability zu seinem Beitrag zur gruppenweiten Umbrella-Initiative. Schlüsselfunktionen in allen Unternehmensbereichen sind dem übergeordneten Ziel verpflichtet, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, indem wir bis 2040 anstreben, Klimaneutralität zu erreichen und unseren Ressourcenverbrauch zu senken. Wichtige Stakeholder bei der Erstellung dieses DfS-Scorecard-Ziels sind die Einheiten für Forschung und Entwicklung bei Liefe Science, Verpackungsingenieure, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) und der Einkauf. Der Umfang und die Größenordnung dieses Ziels wurden auf freiwilliger Basis festgelegt und sind nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Im Unternehmensbereich Life Science haben wir uns zum Ziel gesetzt mithilfe der DfS-Scorecard 10.000 nachhaltigere Produktalternativen bis 2030 zu entwickeln. Im Jahr 2022 etwickelten wir 19 Produktalternativen mit der DfS-Scorecard. Im Berichtsjahr wurden 880 nachhaltigere Produkte mit Hilfe von DfS-Scorecards entwickelt.
Wir implementieren DfS-Scorecards in den Produktentwicklungsprozess, um wichtige Wirkungsbereiche über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg, einschließlich Kreislaufwirtschaft und Dematerialisierung, zu integrieren und zu berücksichtigen. Produkte mit bedeutenden Nachhaltigkeitseigenschaften werden in unserem Portfolio als "Greener Alternative Products" gekennzeichnet. Fortschritte in Bezug auf dieses Ziel werden jährlich gemessen und überprüft. Unsere Fortschritte bei diesem Ziel übertrafen im Berichtsjahr unsere Erwartungen. Dieses Ziel basiert auf wissenschaftlichen Daten.
Schlüsselfunktionen in allen Unternehmensbereichen sind dem übergeordneten Ziel verpflichtet, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, indem wir bis 2040 anstreben, Klimaneutralität zu erreichen und unseren Ressourcenverbrauch zu senken. Wichtige Stakeholder bei der Erstellung dieses DfS-Scorecard-Ziels sind Einheiten für Forschung und Entwicklung, Verpackungsingenieure, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Environment, Health and Safety (EHS) und Einkauf. Verschiedene Unternehmensbereiche von Life Science erhalten vierteljährliche Updates zu ihren individuellen Zielen. Ebenfalls einmal im Quartal erhält die Einheit Group Corporate Sustainability Updates zum Beitrag von Life Science zum gruppenweiten Umbrella-Projekt.
Dieses Ziel Design for Sustainability bezieht sich auf die erste Ebene der Abfallhierarchie, das heißt die Vermeidung. Der Umfang und die Größenordnung dieses Ziels wurden auf freiwilliger Basis festgelegt und sind nicht gesetzlich vorgeschrieben.
| Ressourcenzuflüsse (in Tonnen) | 2024 |
| Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte und technischen und biologischen Materialien | 12.878.998 |
| Anteil biologischer Materialien, die für die Herstellung unserer Produkte und im Rahmen von Dienstleistungen (einschließlich Verpackungen) verwendet und nachhaltig beschafft wurden (in %) | 32,6 |
| Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien | 739.400 |
| Anteil der im Berichtszeitraum verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (in %) | 5,7 |
Unsere Bewertung basiert auf dem Gesamtgewicht der Produkte in Tonnen, die zur Herstellung der Produkte im Berichtszeitraum verwendet wurden. Wir verwenden für diese Kennzahl keine Schätzungen oder Annahmen. Unsere beschafften Materialien und Produkte (einschließlich Verpackungsmaterialien) werden je nach Branche und Produktionsprozess an den jeweiligen Standorten eingesetzt. Die beschafften Materialien und Produkte werden in Untergruppen wie Rohstoffe, Biologika und Chemikalien unterteilt. In unseren Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare umfassen Biologika beispielsweise Enzyme, Proteine, Peptide, Oligonukleotide und Kulturmedien.
Zu den chemischen Stoffen gehören beispielsweise
| ― |
organische Grundstoffe und Lösungsmittel wie Heptan, Toluol und Tetrahydrofuran; |
| ― |
organische Feinchemikalien wie Phosphor-, Bor- und Schwefelkomponenten; |
| ― |
anorganische Grundstoffe wie Ätznatron (NaOH), Salze (Na&K) und Brom; |
| ― |
anorganische Feinchemikalien wie Edelmetalle (Silber, Gold, Pd, Rh, Ru, Os, Ir, Pt und Verbindungen); |
| ― |
kritische Rohstoffe wie Wolframpulver, Titan, Lithium und Aluminium (Definition basierend auf der europäischen Liste kritischer Rohstoffe 2023). |
In unseren Unternehmensbereichen Life Sciences und Healthcare gehören zu den Rohstoffen beispielsweise Antibiotika, Aminosäuren, Analgetika, Vitamine, Emulgatoren und Tenside, Stärken und Zucker, Laktosen und Zellulosen.
Verpackungsmaterialien lassen sich weitestgehend in Glas-, Metall-, Kunststoff-, Papier- und Holzverpackungen unterteilen. Zu den Verpackungsmaterialien und -zubehörteilen in unserem Unternehmensbereich Healthcare gehören beispielsweise Folien zur Herstellung von Blistern, Kunststoffschalen und Faltschachteln aus Pappe. Zu den Verpackungsmaterialien in unseren Unternehmensbereichen Life Science und Electronics gehören beispielsweise
| ― |
Glasverpackungen wie Röhrchen für Ampullen, Spritzen und Fläschchen; |
| ― |
bedruckte Papierverpackungen wie Wellpappe, Faltschachteln für Ampullen und Mikrofaser; |
| ― |
Metallverpackungen wie Dosen, Verschlüsse, Dichtungen und Edelstahlbehälter; |
| ― |
Kunststoffverpackungen wie Stretch- oder Schrumpffolien, Schaumstoffteile, Kunststoff-Großbehälter und Großbeutel; |
| ― |
Verbundverpackungen wie Faserfässer. |
Die umfassenden Daten der Ressourcenzuströme beruhen auf Rechnungsdaten.
Die Bewertung basiert auf dem Prozentsatz der biologischen Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens verwendet werden und aus nachhaltigen Quellen stammen. Wir berechnen die Fluktuationsrate wie folgt: (biologische Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens verwendet werden und aus nachhaltigen Quellen stammen)/(Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Materialien) x 100.
Wir verwenden für diesen Indikator einen Näherungswert. In unserem Einkaufsprozess unterscheiden wir verschiedene Materialkategorien, aber wir haben derzeit keine Kennzeichnung für bestimmte Materialtypen (zum Beispiel biologische). Daher wird derzeit nur ein Näherungswert auf der Grundlage industrieller und interner Ressourcen ermittelt.
Wir führen kein spezifisches Zertifizierungssystem zur Bestätigung der nachhaltigen Beschaffung biologischer Materialien. Unsere Lieferanten müssen sich an unseren Verhaltenskodex für Lieferanten halten, der ethisches Verhalten, Arbeitsrechte und Umweltverantwortung betont. Wir fügen unseren Beschaffungsverträgen eine Klausel zur Unternehmensverantwortung hinzu, um diese Prinzipien zu unterstützen und die Teilnahme der Lieferanten an Schulungen der Together for Sustainability Academy zu fördern, die sich auf bewährte Verfahren im Bereich Nachhaltigkeit konzentriert. Wir bewerten regelmäßig die Lieferanten, um ihren Fortschritt bei Nachhaltigkeitsinitiativen zu messen und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. Darüber hinaus wenden wir zur Optimierung der Ressourceneffizienz das Kaskadenprinzip bei der Materialnutzung an, um sicherzustellen, dass Materialien maximalen Wert erzielen, wiederverwendet oder recycelt werden und erst am Ende ihres Lebenszyklus zur Energiegewinnung genutzt werden. Wir berücksichtigen dieses Prinzip auch bei unseren Vermeidungsaktivitäten in unseren Produktionsstätten, indem wir die Hierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes anwenden.
Die Bewertung basiert auf dem absoluten Gewicht der wiederverwendeten Sekundärprodukte, die zur Herstellung der Produkte des Unternehmens (einschließlich Verpackung) verwendet werden. Für diesen Indikator verwenden wir keine Näherungswerte oder Annahmen.
Die Bewertung basiert auf dem Prozentsatz der wiederverwendeten oder recycelten Sekundärkomponenten, Sekundärzwischenprodukte und Sekundärmaterialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Verpackung) verwendet werden. Wir berechnen die Fluktuationsrate wie folgt: (wiederverwendete oder recycelte Sekundärkomponenten, Sekundärzwischenprodukte und Sekundärmaterialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Verpackung) verwendet werden)/(Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Materialien) x 100. Wir verwenden einen Näherungswert für diesen Indikator. In unserem Einkaufsprozess unterscheiden wir verschiedene Materialkategorien, aber wir haben derzeit keine Kennzeichnung für bestimmte Materialtypen (zum Beispiel recycelt). Daher wird derzeit nur ein Näherungswert auf der Grundlage industrieller und interner Ressourcen eingesetzt. Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf unsere Ressourcenzuflüsse beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Wir verstärken die Integration zirkulärer Mechanismen in die Entwicklung und Produktion von Schlüsselprodukten und ermutigen gleichzeitig unsere Lieferanten, ähnliche Praktiken anzuwenden. Damit wollen wir die Ressourceneffizienz und die Materialrückgewinnung verbessern und nachhaltigere Lieferketten schaffen.
Schlüsselprodukte für unseren Weg zur Kreislaufwirtschaft:
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Einige unserer Verpackungslösungen für unsere Spezialgase- und Dünnschicht- sowie einige Patterning-Produkte - spezielle Mustererzeugnisse in Halbleitermaterialien - können wiederverwertet werden. Zu den wiederverwertbaren Verpackungsarten gehören verschiedene Zylindergrößen und Tankauflieger für Spezialgase, kleinere Edelstahl- und Quarzbehälter für Dünnschichtprodukte sowie Beutel und Trommeln aus Polyethylen mit hoher Dichte für das Patterning. Haben unsere Kunden die Produkte in den Behältern aufgebraucht, geben sie diese an unseren Produktionsstandort zurück. Dort werden sie gereinigt, aufbereitet und neu befüllt. Dieser Ansatz minimiert effektiv den Abfall von Behältern, reduziert den Bedarf an neuen Behältern und senkt den damit verbundenen Ressourcenverbrauch. |
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Ein Beispiel für unser Engagement für Kreislaufwirtschaft ist die Optimierung der Produktion von OLED-Materialien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Durch die Verbesserung unseres Recyclings von Lösungsmitteln, die interne Wiederaufbereitung von Materialien und die Erleichterung der Rückgabe von Altprodukten unserer Kunden können wir den CO 2 -Fußabdruck dieser Materialien reduzieren. |
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Die Produktionsstandorte unseres Unternehmensbereichs Healthcare haben ihre im Jahr 2023 gestartete Initiative Zero-Landfill fortgesetzt. Damit soll die direkte Entsorgung von Produktionsabfällen auf Deponien vermieden werden. Der Schwerpunkt lag auf Strategien zur Abfallvermeidung, wie zum Beispiel der Wiederverwendung von Paletten und der Einführung von Entblisterung, um die nicht-kreislaufgerechte Entsorgung von Tabletten zu verhindern. Auch die Abfalltrennung wurde optimiert, um Recyclingmöglichkeiten zu verbessern. Im Rahmen des Rücknahmeprogramms für Fertilitätspens arbeiten wir mit anderen Pharmaunternehmen zusammen. Darüber hinaus konzentriert sich die MPact-Initiative im Unternehmensbereich Healthcare auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft für Verpackungen (siehe "Kennzahlen zum recycelbaren Anteil in Verpackungen" unter E5-5). Zu den wichtigsten Projekten der letzten Jahre gehören die Reduzierung des Flächengewichts bestimmter Kartonverpackungen und die Verkleinerung von Verpackungsformaten (zum Beispiel Slim Pack). |
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Portfolio biobasierter Lösungsmittel: Der Wechsel von erdölbasierten Lösungsmitteln zu biobasierten Lösungsmitteln soll den Kunden unseres Unternehmensbereichs Life Science helfen, ihren CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren. Wir werden 2025 weiterhin neue biobasierte Lösungsmittel in unser Portfolio aufnehmen - nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere eigenen Anwendungen in der Produktion. Im Jahr 2024 vermieden Kunden dank des vielfältigen Portfolios biobasierter Lösungsmittel über 47 Tonnen CO 2 eq. |
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Steigerung der Recycelbarkeit von Verpackungsmaterialien: Wo immer möglich, ersetzen wir im Bereich Life Science expandiertes Polystyrol (EPS) durch geformte Komponenten aus Cellulose und recyceltem Papierbrei. EPS bietet eine gute Isolierung und Polsterung für Produkte, ist aber ein erdölbasiertes Material, das Hunderte von Jahren benötigt, um sich natürlich zu zersetzen. Da die Möglichkeiten zum Recycling von EPS begrenzt sind, wird es typischerweise verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Unsere geformten Zellstoffkomponenten können leicht zusammen mit anderen Papiermaterialien recycelt und zur Lagerung und zum Transport zusammengepresst werden. Wir verwenden geformten Zellstoff, um eine Vielzahl von Literflaschenkonfigurationen in Versandkartons zu verpacken. Im Jahr 2024 vermied das Geschäft unseres Unternehmensbereichs Life Science den Einsatz von über 3,1 Millionen EPS-Einsätzen weltweit. |
Die Bewertung der Recyclingfähigkeit beziehungsweise des recycelbaren Anteils wird auf unser gesamtes Portfolio angewendet. Die Produkte wurden in Produktgruppen zusammengefasst. Der recycelbare Anteil dieser Produktgruppen wurde quantifiziert und auf Basis ihres jeweiligen Umsatzanteils gewichtet und anschließend aufsummiert. Der Beitrag jeder einzelnen Produktgruppe zum Summenparameter des recycelbaren Anteils basiert somit auf dem Umsatz.
Der Anteil des recycelbaren Inhalts in der Verpackung betrug im Berichtsjahr 97,7 %. Wir stellen unsere Verpackungen nicht selbst her, sondern kaufen sie zu. Der recycelbare Anteil aller unserer Verpackungen wird auf Grundlage von Beschaffungsdaten ermittelt. Die Quantifizierung erfolgt auf Grundlage der Masse. Der recycelbare Anteil wird basierend auf der technischen Durchführbarkeit des Recycling-Prozesses definiert. Das vom Kunden durchgeführte Recycling und die endgültigen Recyclingquoten werden hier nicht quantifiziert oder berücksichtigt. Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf den recycelbaren Anteil in Verpackungen beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
| Ressourcenabflüsse - Abfall (in Tonnen) | 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA |
| Gesamtmenge des Abfallaufkommens | 161.143 | 64.234 |
| Gefährliche Abfälle die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund der Vorbereitung zur Wiederverwendung | - | - |
| Gefährliche Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund von Recycling | 22.177 | 82 |
| Gefährliche Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund von sonstigen Verwertungsverfahren | 12.539 | 75 |
| Nicht gefährliche Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund der Vorbereitung zur Wiederverwendung | - | - |
| Nicht gefährliche Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund von Recycling | 70.636 | 47.403 |
| Nicht gefährliche Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden aufgrund von sonstigen Verwertungsverfahren | 9.974 | 554 |
| Gesamtabfall nach Gewicht, der von der Entsorgung abgeleitet wurde | 115.326 | 48.114 |
| Gefährliche Abfälle, die durch Verbrennung zur Beseitigung bestimmt wurden | 27.320 | 5.670 |
| Gefährliche Abfälle, die durch Deponierung zur Beseitigung bestimmt wurden | 639 | 231 |
| Gefährliche Abfälle, die durch sonstige Arten der Beseitigung zur Beseitigung bestimmt wurden | 1.588 | - |
| Gesamtmenge gefährlicher Abfälle unter Berücksichtigung aller Abfallbehandlungsarten | 29.548 | 6.058 |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung bestimmt wurden | 16.269 | 10.219 |
| Nicht gefährliche Abfälle, die durch Verbrennung zur Beseitigung bestimmt wurden | 11.502 | 10.219 |
| Nicht gefährliche Abfälle, die durch Deponierung zur Beseitigung bestimmt wurden | 4.766 | - |
| Nicht gefährliche Abfälle, die durch sonstige Arten der Beseitigung zur Beseitigung bestimmt wurden | - | - |
| Nicht wiederverwendeter Abfall | 68.330 | 16.749 |
| Anteil an nicht recyceltem Abfall | 42 | 26 |
| Gefährlicher Abfall | 64.264 | 6.058 |
| Gesamtmenge an radioaktivem Abfall | - | - |
| Gesamtmenge an Abfall, die zur Beseitung bestimmt wurde | 45.817 | 16.120 |
| Die Gesamtmenge an gefährlichen Abfällen, die sich aus allen drei Arten der Verwertungsoperationen summiert: Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling und andere Verwertungsoperationen. | 34.717 | 157 |
| Die Gesamtmenge an nicht gefährlichen Abfällen, die sich aus allen drei Arten der Verwertungsoperationen summiert: Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling und andere Verwertungsoperationen. | 80.610 | 47.957 |
Unser Waste Management Standard regelt die Prinzipien für eine effektive und nachhaltige Abfallwirtschaft und betont die Notwendigkeit, Möglichkeiten zur Abfallminimierung zu ermitteln und die Verwendung von recycelbaren und wiederverwendbaren Materialien zu maximieren, wo immer dies möglich ist. Es werden Aktionspläne verabschiedet, um die Möglichkeiten und Maßnahmen zu beschreiben, die erforderlich sind, um beispielsweise Materialien zu regulieren, bis sie als Abfall oder Materialien, die von den Entsorgungsvorgängen ausgeschlossen werden, bestätigt werden. Verfahren, die darauf abzielen, Materialien oder Energie aus Abfällen zurückzugewinnen, und die über das traditionelle Recycling hinausgehen, sind von zunehmender Bedeutung.
Im Rahmen dieser Verfahren
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sammeln und aggregieren wir relevante Daten zur Abfallentsorgung, |
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dokumentieren wir Abfallentsorgungsvorgänge mit externen Dienstleistern, |
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kategorisieren wir Abfall gemäß dem Waste Management Standard als gefährlich oder ungefährlich, |
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kontrollieren und überprüfen wir die Abfalldaten durch eine dafür zuständige Person (zum Beispiel EHS-Manager) |
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und geben diese Daten in eine Datenbank ein. Die dezentralen Anforderungen schreiben die Erfassung und Meldung der Daten gemäß den zentralen Richtlinien vor, wobei die Richtigkeit und Gültigkeit durch Kontrollen sichergestellt werden soll. Gleichzeitig soll ein zentraler Zeitplan für die Meldung der Daten eingehalten werden. |
Für den quantitativen Abfallindikator "Vorbereitung zur Wiederverwendung" berichten wir 0 Tonnen für das Berichtsjahr. Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir alle Produkte und Materialien, die zur Wiederverwendung vorbereitet werden unter Vermeidung dokumentieren. Da diese Materialien nie den Abfallstatus erreichen, tragen sie nicht zur Gesamtabfallmenge bei. Die Mengen werden vierteljährlich erhoben und in unseren Systemen dokumentiert.
Die Dokumentation der Abfallströme und deren Klassifizierung erfolgt anhand vorgegebener Abfallkategorien. Neben der Unterscheidung zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen werden detailliertere Informationen zur Abfallart erfasst und Abfallkategorien wie Elektronikschrott, Abfälle aus Kläranlagen oder organische Lösungsmittel einzeln verfolgt. Unter den Abfällen, die entsorgt werden müssen, sind die folgenden Abfallkategorien für die wertschöpfenden Tätigkeiten des Unternehmens von Bedeutung:
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Abfälle aus der Produktion (ohne Lösungsmittel, da diese in einer separaten Kategorie aufgeführt sind): zum Beispiel gebrauchte Chemikalien wie Säuren, Basen oder biologisch gefährliche Abfälle. |
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Abfälle aus Kläranlagen, zum Beispiel verschiedene Arten von Schlämmen aus der Abwasserbehandlung oder Abwasser, das als Abfall entsorgt wird. |
Unter den Abfällen, die nicht entsorgt werden dürfen, sind die folgenden Abfallkategorien für die wertschöpfenden Tätigkeiten des Unternehmens von Bedeutung:
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Organische nicht halogenierte Lösungsmittel (Halogen <5 %): unser breites Produktportfolio und unsere vielfältigen Herstellungsverfahren führen zur Entstehung verschiedener Arten von Lösungsmittelabfällen, die hauptsächlich bei Synthese-, Reinigungs- und Destillationstätigkeiten anfallen. Zu diesen Lösungsmitteln und Lösungsmittelgemischen gehören Aceton, Heptan und Toluol sowie andere organische Lösungsmittel. |
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Nicht gefährliche Papier- und Kartonabfälle. |
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Nicht gefährliche Haushalts- und ähnliche Abfälle, zum Beispiel Abfälle aus Büroräumen und Kantinen, kompostierbare Abfälle. |
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Nicht gefährliche Kunststoffabfälle. |
Wir verwenden keine Schätzungen oder Annahmen für Abfälle, die von der Entsorgung abgeleitet oder verschiedenen Verwertungsoperationen zugeführt werden. Die gesammelten Daten basieren auf Produktionsdaten und den von den jeweiligen Entsorgungsunternehmen gemeldeten Mengen. Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf die Ressourcenverschwendung beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Die erwartete Haltbarkeit von Produkten im Unternehmensbereich Healthcare betrugt 3,1 Jahre im Berichtsjahr. Zur Definition dieses Indikators verwenden wir die maximale Haltbarkeit der einzelnen Healthcare-Produkte.
Diese werden auf der Grundlage ihres jeweiligen Umsatzanteils quantifiziert und dann addiert. Der Beitrag jedes einzelnen Healthcare-Produktes zum Summenparameter der Gesamthaltbarkeit basiert somit auf dem Umsatz. Wir verwenden für diesen Indikator keine Näherungswerte oder Annahmen. Die Haltbarkeit jedes einzelnen Healthcare-Produktes ist klar definiert und öffentlich verfügbar. Für den Branchendurchschnitt wählen wir vergleichbare Medikamente anderer Pharmaunternehmen aus und ermitteln die durchschnittliche Haltbarkeit über alle Behandlungskategorien hinweg.
Unser Produktportfolio umfasst Produkte aus allen drei Unternehmensbereichen: Life Science, Healthcare und Electronics. Bei der Erfüllung der Angabepflichten für die erwartete Haltbarkeit von Produkten gibt es für die Berücksichtigung wesentlicher Faktoren wie Produktdesign, Betriebsprozesse und Umweltbedingungen Einschränkungen. Wir verwenden keine Näherungswerte oder Annahmen. Stattdessen sind die Informationen zu den einzelnen Produkten klar definiert und für Healthcare-Produkte aufgrund ihrer nachgewiesenen Haltbarkeit, Belastbarkeit und Robustheit öffentlich verfügbar. Diese Produkte werden auf Grundlage ihres jeweiligen Umsatzanteils quantifiziert und dann addiert. Der Beitrag jedes einzelnen Healthcare-Produktes zum Summenparameter der Gesamthaltbarkeit basiert somit auf dem Umsatz.
Die Reparierbarkeit von Produkten im Unternehmensbereich Life Science entspricht 51,0 % im Berichtsjahr. Im Unternehmensbereich Electronics erreicht die Reparierbarkeit der Produkte 100,0 % im Berichtsjahr. Die Reparierbarkeit wird entweder als gegeben (und somit mit 100 % bewertet), als nicht gegeben (und somit mit 0 % bewertet) oder als nicht anwendbar (und somit nicht in die Bewertung einbezogen) angenommen.
Für die Angabepflicht in Bezug auf die Reparierbarkeit von Produkten gelten Einschränkungen. Die jeweilige Bewertung unterscheidet zwischen (1) gegebener Reparierbarkeit (und somit einer Bewertung von 100 %), (2) nicht gegebener Reparierbarkeit (und somit einer Bewertung von 0 %) oder nicht zutreffend. Healthcare-Produkte sind von dieser Bewertung ausgenommen, da sie keine nennenswerte Wartungs-, Instandhaltungs- und Wiederverwendbarkeit aufweisen.
Für das Berichtsjahr wurde der Anteil des recycelbaren Inhalts in Produkten des Unternehmensbereichs Healthcare nicht quantifiziert. Die Bewertung der Recyclingfähigkeit beziehungsweise des recycelbaren Anteils wurde auf das gesamte Merck-Portfolio vorgenommen. Die Produkte wurden in Produktgruppen zusammengefasst. Wir haben den recycelbaren Anteil dieser Produktgruppen quantifiziert, auf Basis ihres jeweiligen Umsatzanteils gewichtet und anschließend aufsummiert. Der Beitrag jeder einzelnen Produktgruppe zum Summenparameter des recycelbaren Anteils basiert somit auf dem Umsatz. Den recycelbaren Anteil von Produkten des Unternehmensbereichs Healthcare schätzen wir auf 0 %, da die Verarbeitungsinfrastruktur für Primärverpackungen derzeit erst aufgebaut wird und kontaminierte Verpackungen nur in sehr speziellen Fällen recycelt werden können. Die eigentlichen Wirkstoffe machen, wenn man sie nach Masse quantifiziert, einen geringeren Anteil aus und enthalten nach unseren Annahmen keinen recycelbaren Anteil. Der recycelbare Anteil wird anhand der technischen Machbarkeit des Recycling-Prozesses definiert. Das vom Kunden durchgeführte Recycling und die endgültige Recyclingrate werden hier nicht quantifiziert oder berücksichtigt.
In den Unternehmensbereichen Life Science und Electronics betrachteten wir die theoretisch recycelbaren Produkte. Bei diesen lag für Life Science der Anteil der recycelbaren Inhalte im Berichtsjahr bei 18,0 %, für Electronics bei 9,0 %. Die Bewertung der Recyclingfähigkeit beziehungsweise des recycelbaren Anteils wird auf unser gesamtes Portfolio angewendet. Die Produkte wurden in Produktgruppen zusammengefasst. Der recycelbare Anteil dieser Produktgruppen wurde quantifiziert und auf Basis ihres jeweiligen Umsatzanteils gewichtet und dann aufsummiert. Der Beitrag jeder einzelnen Produktgruppe zum Summenparameter des recycelbaren Anteils basiert somit auf dem Umsatz. Der recycelbare Anteil wird auf der Grundlage der technischen Machbarkeit des Recycling-Prozesses definiert. Das vom Kunden durchgeführte Recycling und die endgültigen Recyclingraten werden hier nicht quantifiziert oder berücksichtigt.
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf unsere eigenen Ressourcenabflüsse beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Die bei uns arbeitenden Menschen treiben den Fortschritt an: Sie lösen komplexe Probleme und fördern unsere Kultur der Innovation und Inklusion. Wir ermutigen alle, ihre jeweilige Karriere nach persönlichen Zielen, Kompetenzen und Interessen weiterzuentwickeln. Dies soll nicht nur die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden steigern, sondern auch unser gemeinschaftliches Potenzial im gesamten Konzern freisetzen.
Unsere Group-Human-Resources (HR)-Einheit unterstützt alle Unternehmensbereiche und Konzernfunktionen bei Personalthemen. Wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Mitarbeitenden in unsere Personalstrategien in Übereinstimmung mit den konzernweiten HR-Policies einbeziehen. Dazu gehört die Umsetzung attraktiver Vergütungsmodelle und Leistungen, die unser Engagement für die Förderung von Talenten und die Schaffung eines vielfältigen und inklusiven Arbeitsplatzes widerspiegeln.
Die Erkenntnisse, die wir aus der Analyse der Auswirkungen auf die Belegschaft gewinnen, sind für unsere strategische Planung und die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells entscheidend. Unsere Chief Human Resources Officer leitet die HR-Funktion und beaufsichtigt damit Initiativen für ein Umfeld, in dem sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt und anerkannt fühlen. Dieser inklusive Ansatz steigert die Gesamtleistung unseres Unternehmens und führt zu positiven Ergebnissen für unsere Kunden, Patienten sowie Partner.
Um unser Bekenntnis zu Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit (Diversity, Equity, Inclusion and Belonging, DEIB) zu bekräftigen, haben wir ein zentrales Diversity, Equity & Inclusion Council eingerichtet. Dieser Rat, dem hochrangige Führungskräfte aus allen unseren Unternehmensbereichen angehören, stellt sicher, dass Initiativen zur Inklusion in unsere unternehmensweite Strategie eingebunden werden. Er setzt sich für Chancengleichheit und Inklusion ein und legt strategische Ziele fest. Außerdem befähigt das Council Führungskräfte, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, indem sie die Dynamik der Belegschaft mit unseren Unternehmenszielen in Einklang bringen.
Die Auswirkungen auf unsere Belegschaft zu verstehen und anzugehen, ist für die Förderung einer inklusiven Kultur von entscheidender Bedeutung. Diese inklusive Kultur wiederum fördert das Engagement der Mitarbeitenden und treibt unsere strategische Ausrichtung voran. Wir passen unser Geschäftsmodell kontinuierlich an die Bedürfnisse und Wünsche unserer Belegschaft an und positionieren uns so für nachhaltiges Wachstum und Erfolg.
Unsere eigene Belegschaft besteht aus Mitarbeitenden und Fremdarbeitskräften. Zu den Mitarbeitenden zählen alle Personen, die in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind, einen unbefristeten oder befristeten formellen Arbeitsvertrag mit einer unserer Tochtergesellschaften haben und ihr Gehalt von den jeweiligen Unternehmensbereichen erhalten.
Zu den Fremdarbeitskräften zählen Auszubildende, Praktikanten und Werkstudierende, da der Zweck ihrer Beschäftigung in der Ausbildung beziehungsweise einem bildungsbezogenen Hintergrund besteht oder ihr Status als Studierende außerhalb des Unternehmens berücksichtigt wird. Externe Mitarbeitende oder Personen, die kein formelles Arbeitsverhältnis mit einer Tochtergesellschaft unseres Konzerns haben, fallen ebenfalls in die Kategorie Fremdarbeitskräfte. Diese umfassen Auftragnehmende (Selbstständige) ebenso wie Personen, die bei einem Dritten beschäftigt sind und im Rahmen der "Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften" (NACE Code N78) tätig sind.
Arbeitskräfte in unserer vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette, die von Aktivitäten betroffen sind, die mit unserer eigenen Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette verbunden sind oder potenziell betroffen sein können - einschließlich durch unsere Produkte oder Dienstleistungen sowie durch unsere Geschäftsbeziehungen - zählen nicht als Fremdarbeitskräfte. Unsere Berichterstattung über die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette finden Sie unter S2.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse haben wir unsere Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) in Bezug auf unsere eigene Belegschaft bewertet und wesentliche IROs in den Bereichen Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle identifiziert. In der Analyse wurden alle Personen in unserer eigenen Belegschaft berücksichtigt, die von den Auswirkungen betroffen sein könnten.
Unsere Angaben beziehen sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen und das folgende wesentliche Risiko in Bezug auf Arbeitsbedingungen:
| Kennung | S1-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Merck ist ein Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden auf der ganzen Welt. Wir betreiben Standorte in Ländern und Märkten, in denen angemessene Arbeitsbedingungen nicht durch nationale oder lokale Gesetze vorgeschrieben sind. Obwohl wir uns zur Gewährung dieser Rechte verpflichten, kann die Missachtung angemessener Arbeitsbedingungen negative Auswirkungen haben. Viele Arbeitnehmende fallen unter Tarifverträge, die die Rechte der Arbeitnehmer schützen und Löhne festlegen. |
| Kennung | S1-NI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Schlechte Arbeitsbedingungen und ein negatives Arbeitsumfeld wirken sich negativ auf die Qualität und Produktivität der Arbeit unserer Mitarbeitenden aus. Eine schlechte Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben kann sich nachteilig auf das körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden der Mitarbeitenden auswirken. |
| Kennung | S1-PI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Unternehmen, die sich besonders auf die Förderung oder Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Mitarbeitenden konzentrieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, könnten sich positiv auf die individuelle Gesundheit auswirken. Wir sind uns bewusst, dass das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sowohl für eine positive Arbeitsplatzkultur als auch für eine verbesserte Unternehmensleistung von entscheidender Bedeutung ist. Um dies zu fördern, haben wir eine umfassende globale Strategie für die Gesundheit unserer Mitarbeitenden umgesetzt. |
| Kennung | S1-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Pandemierisiko, insbesondere neue Covid-Wellen Virale oder bakterielle Pandemien stellen eine ernste Gefahr für das Leben der Menschen dar. Solche Szenarien bergen auch wirtschaftliche Risiken für unseren Konzern, beispielsweise durch eine geringere Nachfrage von Kundenseite oder Ausfälle im Versorgungssystem. Die Erfahrungen mit Covid-19 haben gezeigt, dass für Unternehmen, die nicht darauf vorbereitet sind, die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden während einer Pandemie zu gewährleisten, hohe Kosten entstehen können. |
Unsere Angaben beziehen sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen in Bezug auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle:
| Kennung | S1-NI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Unternehmen neigen dazu, ihre Belegschaft weniger vielfältig zu gestalten und sich nicht auf Vielfalt zu konzentrieren. Dies kann dazu führen, dass Minderheitengruppen, etwa Menschen mit Behinderungen, nur schwach vertreten sind. |
| Kennung | S1-NI-04 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit von Verdienstgefällen zwischen den Geschlechtern bei gleicher Arbeit. |
| Kennung | S1-PI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit ist eine positive Auswirkung zu verzeichnen, die auf unseren kontinuierlichen Bemühungen und Initiativen zum Aufbau einer inklusiven Kultur beruht, in der sich die Mitarbeitenden willkommen und geschätzt fühlen. |
| Kennung | S1-PI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Wir glauben, dass wir in unserem eigenen Unternehmen eine positive Auswirkung auf die Entwicklung unserer Mitarbeitenden haben, indem wir durch Schulungen und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten soziales Kapital aufbauen. |
Wir sind der Ansicht, dass die von uns identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf angemessene Entlohnung, Tarifverhandlungen, sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit in dem Umfeld, in dem wir tätig sind, weit verbreitet sind. Die wesentliche negative Auswirkung in Bezug auf Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen betrifft unserer Ansicht hingegen potenzielle Einzelfälle.
Wir haben keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft festgestellt, die sich aus den Übergangsplänen zur Reduzierung negativer Auswirkungen auf die Umwelt und zur Erreichung umweltfreundlicherer und klimaneutraler Betriebsabläufe ergeben könnten.
Das identifizierte wesentliche Risiko einer Pandemie (S1-R-01) ergibt sich aus externen Faktoren und somit weder aus Auswirkungen oder Abhängigkeiten in Zusammenhang mit unserer eigenen Belegschaft noch aus unserer Strategie oder unserem Geschäftsmodell. Abgesehen vom Risiko einer Pandemie haben wir keine weiteren wesentlichen Risiken zu Arbeitsbedingungen oder Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle identifiziert. Wir bemühen uns, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwiefern Personen mit bestimmten Merkmalen unterschiedlichen Risikostufen ausgesetzt sind.
Auf der Grundlage unserer Analyse zur Bestimmung menschenrechtlicher Risiken haben wir für unsere Geschäftstätigkeit kein signifikantes Nettorisiko in Bezug auf Fälle von Zwangs- und Pflichtarbeit sowie Kinderarbeit festgestellt.
Mit den folgenden Policies zielen wir darauf ab, die wesentlichen Auswirkungen und Risiken für unsere eigene Belegschaft zu adressieren:
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-NI-01; S1-NI-02; S1-PI-01; S1-R-01 S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02; S1-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; angemessene Entlohnung; Tarifverhandlungen; Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben; Gesundheitsschutz und Sicherheit Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Vielfalt; Weiterbildung und Kompetenzentwicklung |
| Inhalt | Die Policy definiert unser Bekenntnis zu den Menschenrechten und die Einhaltung internationaler Sozial- und Arbeitsstandards in unserem Geschäft. Sie legt unsere Bemühungen fest, ein respektvolles und sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten und gleichzeitig die Rechenschaftspflicht und die Einhaltung von Arbeitsstandards in den folgenden Bereichen zu fördern: |
| Zwangsarbeit, moderne Sklaverei und Menschenhandel: Wir verbieten alle Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit und betonen ethische Rekrutierungspraktiken. | |
| Kinderarbeit: Wir betreiben keine Kinderarbeit und unterstützen Schutzmaßnahmen für junge Mitarbeitende. | |
| Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen: Wir erkennen das Recht der Mitarbeitenden an, sich gewerkschaftlich zu organisieren und Tarifverhandlungen zu führen. | |
| Fairness und Respekt: Wir fördern Vielfalt und verbieten Diskriminierung am Arbeitsplatz. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: Wir setzen uns dafür ein, Mitarbeitende vor arbeitsbedingten Krankheiten und Unfällen zu schützen. | |
| Arbeitszeit und Vergütung: Wir sorgen für eine angemessene Vergütung und die Einhaltung der örtlichen Gesetze in Bezug auf die Arbeitszeiten. | |
| Elternzeit: Wir bieten Unterstützung für Mitarbeitende während und nach der Geburt. | |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Managing Directors unserer Tochtergesellschaften |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der Internationalen Menschenrechtscharta, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemaßnahmen, dem ILO-Übereinkommen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und der ILO-Erklärung über multinationale Unternehmen. Wir verpflichten uns außerdem zu einer ethischen Personalbeschaffung und dem Employer-Pays-Prinzip. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir interne Stakeholder wie unsere internen HR-Country-Heads und Mitarbeitende aus der Rechtsabteilung einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-NI-01; S1-NI-02; S1-PI-01; S1-R-01 S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02; S1-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; angemessene Entlohnung; Tarifverhandlungen; Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben; Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Vielfalt; Weiterbildung und Kompetenzentwicklung | |
| Inhalt | Die Policy verdeutlicht unser Engagement für die Achtung der Menschenrechte und die Unterstützung ihrer Verwirklichung in unserem eigenen Geschäft, unserer Lieferkette und unseren Geschäftsbeziehungen. Sie befasst sich mit spezifischen Menschenrechtsfragen wie Sozial- und Arbeitsstandards, Zugang zu Gesundheit, Produktverantwortung, Forschungsethik, Datenschutz, Lieferkette und Geschäftsbeziehungen, Investitionsentscheidungen, Gemeinschaften, Sicherheit sowie Bestechung und Korruption. Darüber hinaus beschreibt die Policy unseren übergreifenden Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, einschließlich des Umgangs mit Bedenken und Beschwerden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. Darüber hinaus erwarten wir von unseren Geschäftspartnern und anderen Parteien, die mit unserem eigenen Geschäft, Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen, dass sie die Menschenrechte respektieren und die in unserer Policy festgelegte Sorgfaltspflicht in Bezug auf die Menschenrechte einhalten. |
| Verantwortlichkeit | Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der Internationalen Menschenrechtscharta, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP), den Grundsätzen des UN Global Compact, der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und deren Folgemaßnahmen sowie der ILO-Erklärung über multinationale Unternehmen. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir die Interessen externer Stakeholder wie Gewerkschaften, Industrieverbände und Vertreter potenziell betroffener Gruppen berücksichtigt. Wir haben auch das Wissen interner Fachexperten berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-PI-01; S1-R-01; S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02; S1-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Vielfalt; Weiterbildung und Kompetenzentwicklung |
| Inhalt | Die Policy dient unseren Mitarbeitenden als Leitfaden für ethisches Geschäftsverhalten - im Einklang mit unseren Unternehmenswerten und dem Gesetz. Sie benennt unsere Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte, unsere Grundsätze am Arbeitsplatz und für den Umgang mit externen Geschäftspartnern, Kunden, Verbrauchern und Endnutzern. Die Policy befasst sich auch mit unseren Grundsätzen verantwortlicher Unternehmensführung, zum Beispiel mit Produktsicherheit, Patientensicherheit und der Durchführung klinischer Studien. Darüber hinaus beschreibt die Policy verschiedene Möglichkeiten für Mitarbeitende, Verdachtsmomente bei Verstößen gegen interne oder externe Regeln zu melden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. Sie gilt auch für nachgelagerte Geschäftsaktivitäten und den Umgang mit externen Stakeholdern, beispielsweise mit Verbrauchern und Endnutzern. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy folgt den Grundsätzen des UN Global Compact. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung und Überprüfung der Policy haben wir interne Stakeholder und Experten einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist in 22 Sprachen verfügbar - intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-NI-01; S1-NI-02; S1-PI-01; S1-R-01; S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; angemessene Entlohnung; Tarifverhandlungen; Gesundheitsschutz und Sicherheit Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Vielfalt |
| Inhalt | Die Policy unterstreicht unser Bekenntnis zu Menschenrechts- und Umweltstandards und beschreibt die bestehenden Prozesse und Maßnahmen, wie zum Beispiel Risikomanagement, Präventivmaßnahmen und Abhilfemaßnahmen, um diese Grundsätze in unserem eigenen Geschäft und in unserer Lieferkette durchzusetzen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft sowie in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Menschenrechtsbeauftragte |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), den Grundsätzen des UN Global Compact, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir das Fachwissen einer externen Rechtsberatung sowie unserer internen Fachexperten berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S1-NI-01; S1-NI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Arbeitszeit; Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben |
| Inhalt | Mit dieser Policy wollen wir der heutigen dynamischen Arbeitswelt Rechnung tragen und ein hohes Maß an Arbeitsflexibilität in unserer Organisation ermöglichen. Ziel ist es, die Agilität in der Zusammenarbeit zu fördern und mobiles Arbeiten mit unserer Arbeitskultur in den Büros in Einklang zu bringen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | HR-Einheit-Performance, Rewards and Recognition |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden berücksichtigt, indem wir das Feedback der Mitarbeitenden aus unserer jährlichen Mitarbeitendenumfrage und Erkenntnisse aus dem lokalen Benchmarking auf dem Arbeitsmarkt einbezogen haben. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-PI-01; S1-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Die konzernweite EHS-Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmenden Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs- und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und der Responsible Care ® Global Charter und berücksichtigt die ISO-Normen 14001 und 45001. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-PI-01; S1-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy definiert einen systematischen konzernweiten Ansatz für die Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Der Schutz, die Erhaltung und Förderung der individuellen Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Mitarbeitenden ist ein integraler Bestandteil unserer Arbeitsweise. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Chief Sustainability Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden berücksichtigt, unter anderem durch einen Austausch mit dem Betriebsrat sowie einem vielfältigen, internationalen und funktionsübergreifenden Team. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy definiert verbindliche Anforderungen an die lokalen Managementsysteme und deren Prozesse, um Kontrakoren sicher zu managen, während sie auf unseren Standorten arbeiten. Das umfasst die fünf Schritte: (1) Auswahl des jeweiligen Unternehmens, (2) Arbeitsplanung, (3) Arbeitsdurchführung, (4) Überwachung und (5) Bewertung. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Managing Director oder Standortleiter |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy wurde unter Einbeziehung interner Stakeholder und Experten entwickelt und überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Arbeitsbedingungen: Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Der Standard beschreibt unsere Bemühungen, eine Kultur der Sicherheitsexzellenz zu schaffen, indem wir sicherstellen, dass wir über geeignete Methoden verfügen, um die Sicherheitskultur kontinuierlich zu verbessern und aufrechtzuerhalten, einschließlich der Bewertung von Schwachstellen, Festlegung lokaler Ziele, Entwicklung von Plänen und Umsetzung von Maßnahmen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden berücksichtigt, unter anderem durch ein bereichsübergreifendes Team. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-NI-03; S1-NI-04; S1-PI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Vielfalt |
| Inhalt | Die 2024 eingeführte Policy schafft einen konzernweiten Rahmen für DEIB-Aktivitäten innerhalb der Organisation, um eine inklusive Kultur zu fördern, in der alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrem Hintergrund erfolgreich sein können. Die Policy legt die Verantwortlichkeiten des Managements bei der Förderung von DEIB-Initiativen fest und enthält Verpflichtungen zu Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, mit dem konkreten Ziel der Geschlechterparität in Führungspositionen bis 2030, einer größeren ethnischen Vielfalt und der Förderung einer inklusiven Kultur für alle Mitarbeitenden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Chief Diversity, Equity and Inclusion Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf den grundlegenden Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir das Fachwissen des Diversity, Equity and Inclusion Council, der Rechtsabteilung, unserer internen Fachexperten sowie externe Best-Practice-Beispiele berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Weiterbildung und Kompetenzentwicklung |
| Inhalt | Die Policy setzt den Rahmen, in dem sich unsere Mitarbeitenden weiterentwickeln können. Sie richtet einen ganzheitlichen Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Unternehmen, insbesondere in den folgenden Bereichen: Entwicklungs- und Karriereplanung, Feedback-Tool, Entwicklungs- und Lernlösungen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. |
| Verantwortlichkeit | Chief Human Resources Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy wurde unter Einbeziehung interner Stakeholder und Experten entwickelt und überprüft. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit unserer eigenen Belegschaft werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Unsere Human Rights Charter, die Social and Labor Standards Policy und unser Group Policy Statement on Compliance with Human Rights and Environmental Due Diligence Obligations folgen alle den Grundsätzen der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie der IAO Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. Im Group Policy Statement bekennen wir uns außerdem zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Darüber hinaus gehen wir in allen drei Dokumenten ausdrücklich auf Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit ein.
Die Human Rights Charter ist unsere übergreifende unternehmensweite Policy, die unser allgemeines Bekenntnis zur Wahrung der Menschenrechte, einschließlich der Arbeitsrechte, zum Ausdruck bringt. Sie verknüpft und ergänzt unsere bestehenden Regeln und Vorschriften in Bezug auf die Menschenrechte. Wir erwarten von unseren Mitarbeitenden sowie von unseren Lieferanten und allen Unternehmen, mit denen wir Geschäftsbeziehungen unterhalten, dass sie die Charter einhalten.
2005 haben wir den UN Global Compact unterzeichnet und sind bestrebt, das Risiko von Menschenrechtsverletzungen an unseren eigenen Standorten und in unserer Lieferkette so weit wie möglich zu verhindern. Aus diesem Grund integrieren wir die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in unsere Geschäftsprozesse. Unser Ansatz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht umfasst sechs Hauptkomponenten:
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Verpflichtung durch Policies: Human Rights Charter und Human Rights Policy Statement |
| ― |
Identifizierung von Menschenrechtsrisiken und -verletzungen |
| ― |
Berücksichtigung unserer Auswirkungen durch definierte Verantwortlichkeiten und Managementprozesse |
| ― |
Schulung und Kompetenzaufbau zum Thema Menschenrechte in der gesamten Organisation und darüber hinaus |
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Berichterstattung über Aktivitäten zur Einhaltung der Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte |
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Sicherstellung, dass wirksame Beschwerdemechanismen vorhanden sind |
Wir betrachten unseren Ansatz zur Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte als einen fortlaufenden Prozess, der kontinuierliche Anpassungen und Verbesserungen erfordert.
Um die Achtung der Menschenrechte konzernweit noch stärker zu verankern, bauen wir unsere interne Kommunikation kontinuierlich aus. So sieht die Umsetzung der Social and Labor Standards Policy beispielsweise einen offenen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften vor. Darüber hinaus tauscht sich unsere bereichsübergreifende Human Rights Working Group über Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte aus. Als aktives Mitglied der Business & Human Rights Peer Learning Group des UN Global Compact Netzwerk Deutschland diskutieren wir mit anderen Unternehmen über Herausforderungen, aktuelle Themen, Erfahrungen und erfolgreiche Ansätze bei der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.
Wir haben einen konzernweiten Beschwerdemechanismus für die Meldung von Menschenrechts- und Umweltbedenken eingerichtet, der es Mitarbeitenden und externen Stakeholdern ermöglicht, ihre potenziellen Bedenken anonym und kostenlos per Telefon oder über eine Web-App zu melden. Falls wir in unseren eigenen Betrieben oder in unserer Lieferkette einen Verstoß gegen Menschenrechts- oder Umweltverpflichtungen feststellen, sind wir bestrebt, sofortige Maßnahmen zu ergreifen. Verstöße im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit gehen wir direkt an, während wir bei Belangen in der Lieferkette mit den Lieferanten zusammenarbeiten. Schwere Verstöße können zur Aussetzung oder Beendigung der Geschäftsbeziehungen führen.
Unser Bekenntnis zu Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung ist in unserer Human Rights Charter, dem Verhaltenskodex, der Social and Labor Standards Policy sowie der DEIB Policy festgelegt. Diese Dokumente bilden einen Rahmen, der darauf abzielt, Diskriminierung, einschließlich Belästigung, zu beseitigen und die Chancengleichheit zu fördern. Die Social and Labor Standards Policy deckt insbesondere die folgenden Diskriminierungsgründe ab: ethnische Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder -identifikation, Behinderung, Alter, Religion, politische Meinung und soziale Herkunft aber auch jede andere Form der Diskriminierung, die gesetzlich verboten ist.
Darüber hinaus erkennen wir mit unserer DEIB-Policy den unschätzbaren Wert der Vielfalt an und würdigen die facettenreiche Struktur unserer Belegschaft. Wir streben nach gerechten Lösungen und arbeiten daran, Hindernisse, die die Beiträge oder die Entfaltungsmöglichkeiten unserer Mitarbeitenden beeinträchtigen könnten, zu identifizieren und zu beseitigen. Zudem schaffen wir Zugang zu Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten. Wir setzen uns für die Förderung einer inklusiven Kultur für alle Mitarbeitenden ein. Dabei sind wir bestrebt, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle ein starkes Zugehörigkeitsgefühl haben, und eine Kultur zu fördern, in der wir uns umeinander kümmern, in der sich jeder willkommen fühlt und in der jede Stimme gehört wird. Auf der Grundlage dieses gemeinsamen Verständnisses verpflichten wir uns gegenüber unseren Mitarbeitenden, unseren Partnern, unseren Patienten sowie unserer Branche, unsere DEIB-Bemühungen voranzutreiben - mit soliden Bestrebungen in drei Schwerpunktbereichen: Geschlecht, Kultur und ethnische Herkunft sowie Inklusion. Darüber hinaus bekräftigen unsere Positionspapiere zu DEIB, dass sich unser Unternehmen für die Inklusion von Menschen mit Behinderung einsetzt und keinerlei Form von Diskriminierung, körperlicher oder verbaler Belästigung oder Intoleranz duldet.
Wir haben unterschiedliche Meldekanäle eingerichtet, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden eine klare Anlaufstelle haben, wenn sie sich am Arbeitsplatz belästigt beziehungsweise diskriminiert fühlen oder wenn sie andere Verstöße gegen unsere Standards melden möchten. Erste Ansprechpersonen sind entweder die zuständige Führungskraft oder die Konzernfunktionen HR und Compliance. Zudem können unsere Mitarbeitenden anonym die Compliance-Hotline nutzen. Alle Beschwerden werden vertraulich behandelt und die Untersuchungen von unabhängigen Mitarbeitenden durchgeführt. Wenn Verstöße bestätigt werden, ist es unser Ziel geeignete Präventiv- und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen.
Wir verpflichten uns, durch eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und in Gesundheit und Sicherheitsexzellenz über die Einhaltung der EHS-Vorschriften hinauszugehen. Unsere EHS-Policy beschreibt unser umfassendes Engagement für eine Arbeitsweise, die Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit verringert oder beseitigt. Der ergänzende Standard Safety Culture Excellence beschreibt unseren gruppenweiten Ansatz zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, einschließlich der Prävention von Arbeitsunfällen. Darüber hinaus haben wir ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem implementiert, das die Prävention von Arbeitsunfällen umfasst und Teil unseres globalen Integrierten Managementsystems ist, das Aspekte der Qualität, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit umfassend behandelt.
Wir sind uns dessen bewusst, dass unsere Belegschaft ein wichtiger Stakeholder bei der Gestaltung unserer Nachhaltigkeitsstrategien und -praktiken ist. Um sicherzustellen, dass die Perspektiven unserer Mitarbeitenden in unsere Entscheidungen über Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle einfließen, haben wir die folgenden Prozesse eingeführt:
Wir möchten das Engagement der Mitarbeitenden und ihre Eigenverantwortung fördern, indem wir regelmäßig Möglichkeiten für Dialog und Teilhabe innerhalb des Unternehmens schaffen. Neben themenspezifischen Pulsbefragungen ist unsere wichtigste Methode die jährliche weltweite Mitarbeiterbefragung (Employee Engagement Survey, EES), die als zentraler Feedbackkanal für alle unsere Mitarbeitenden dient. Die vertrauliche Umfrage ermöglicht es ihnen, ihre Ansichten zu verschiedenen Aspekten wie Zufriedenheit der Mitarbeitenden, Führung, arbeitsplatzbezogene Themen, (psychische) Gesundheit und zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu äußern. In einigen Ländern und Märkten umfasst die Umfrage freiwillige Fragen zur Selbstidentifikation im Zusammenhang mit Behinderungen, LGBTQIA+-Zugehörigkeit und ethnischer Herkunft. Dies hilft uns dabei, ein inklusiveres Umfeld für unterrepräsentierte Gruppen zu schaffen. Die Ergebnisse der EES liefern wertvolle Informationen für Führungskräfte, Mitarbeitende und HR. Sie ermöglichen uns, vergangene und laufende Bemühungen neu zu bewerten sowie neue Maßnahmen und Initiativen zu entwickeln, die eine Kultur des Vertrauens und der Zusammenarbeit am Arbeitsplatz fördern. Durch die Einbeziehung des Feedbacks unserer Mitarbeitenden möchten wir sicherstellen, dass unsere Entscheidungen und Aktivitäten mit den Bedürfnissen und Perspektiven unserer Belegschaft übereinstimmen. Die operative Verantwortung für die EES liegt bei unserer Chief Human Resources Officer.
Unser Euroforum dient als wichtige eigene Dialogplattform, um den Austausch zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen auf europäischer Ebene zu fördern. Es vertritt Mitarbeitende in allen EU-Ländern, der Schweiz, Norwegen und dem Vereinigten Königreich, wobei nicht alle berechtigten Länder Delegierte entsenden. Die Mitglieder unseres Euroforums vertreten die Mitarbeitenden ihrer jeweiligen Länder und bringen relevante Themen in die Arbeit der Plattform ein. Mit dem Exekutivausschuss unseres Euroforums stehen wir in einem engen Informations- und Konsultationskontakt. Alle Delegierten treffen sich mindestens einmal im Jahr im Rahmen der Jahresversammlung des Forums, wo sie an internen Konsultationen und sozialen Dialogen mit der Geschäftsleitung teilnehmen. Hierdurch hat das Euroforum direkten Zugang zur obersten Führungsebene und kann durch offene Kommunikation mit der Geschäftsleitung Transparenz schaffen und Vertrauen aufbauen. Seine Mitglieder setzen sich für die Interessen der Mitarbeitenden ein und erleichtern somit den Austausch von Wissen und Best Practices zwischen den europäischen Standorten. Zu den Schwerpunkten des Forums gehört der regelmäßige Austausch über die aktuelle globale Wirtschaftslage, Beschäftigungsquoten und bedeutende Veränderungen in unserem Unternehmen, die mehrere Länder betreffen. Nach Bedarf finden hierzu auch zusätzliche Treffen statt.
Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Euroforums sind dafür verantwortlich, dass das Engagement für Transparenz und Vertrauen nicht nur gefördert, sondern auch effektiv umgesetzt wird. Ihre Führungsqualitäten spielen dabei eine entscheidende Rolle, die im Austausch gewonnenen Erkenntnisse in den strategischen Ansatz des Unternehmens zu integrieren.
Wir kümmern uns um unsere Mitarbeitenden in allen Lebensphasen und möchten sicherstellen, dass sich die verschiedenen Generationen mit ihren unterschiedlichen Vorlieben und Arbeitsstilen vertreten und einbezogen fühlen. Mit dem Projekt FutURe in Europa wollen wir jüngere Generationen einbeziehen bei der Gestaltung einer Zukunft, in der Gerechtigkeit, Gleichheit und nachhaltige Entwicklung im Vordergrund stehen. Im Rahmen des Projekts betreiben wir unter anderem eine interne Interessengruppe von Mitarbeitenden unter 30 Jahren und führen regelmäßig Umfragen bei dieser Zielgruppe durch. Damit möchten wir die Stimmen, Wünsche und Prioritäten der Jugend erfassen und sicherstellen, dass junge Menschen aktiv in Diskussionen einbezogen werden, bei denen es um ihre Zukunft geht. Vierteljährliche Gesprächsrunden und die Zusammenarbeit mit Führungskräften, einschließlich der Vorsitzenden der Geschäftsleitung, dienen uns außerdem dazu, den Dialog zu fördern sowie unsere Policies und Praktiken besser an die Erwartungen jüngerer Mitarbeitenden anzupassen. Dieser strategische Ansatz soll Vielfalt, Inklusion und Zugehörigkeit fördern und uns gleichzeitig als Vorreiter bei der Berücksichtigung der Bedürfnisse der nächsten Generation positionieren. Das FutURe-Projekt wird von der Head of China & International, Healthcare, geleitet.
Wir unterstützen mehrere interne DEIB-Mitarbeitergruppen und -netzwerke, die sich auf die neun Cluster Wohlbefinden, Behinderung, internationale Interessen, Generationsfragen, LGBTQIA+-Rechte, Frauen, Veteranen, kulturelle und ethnische Vielfalt sowie weitere Inklusionsfragen konzentrieren. Diese Gruppen und Netzwerke fördern ein starkes Zugehörigkeitsgefühl bei allen ihren Mitgliedern und Verbündeten. Ihre Perspektiven spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung unserer Entscheidungen und Aktivitäten zur Bewältigung der Auswirkungen auf die Belegschaft. Indem sie sich für ein inklusiveres und sichereres Arbeitsumfeld einsetzen, tragen diese Netzwerke beispielsweise zur Förderung qualifizierter Frauen im Unternehmen bei. Sie helfen außerdem dabei, Lösungen für die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von People of Color oder Mitarbeitenden aus anderen kulturellen und ethnischen Gruppen zu erarbeiten. Zudem schlagen sie Initiativen zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Behinderungen vor. Durch den regelmäßigen Austausch mit dem globalen DEIB-Team über dessen Erkenntnisse wollen wir sicherstellen, dass unsere Strategien auf die Bedürfnisse und Erfahrungen unserer vielfältigen Belegschaft abgestimmt sind, was letztlich unsere Unternehmenskultur und -effektivität verbessert. Verantwortlich für unsere globale DEIB-Strategie und die Steuerung der damit verbundenen Aktivitäten ist unsere Chief Diversity, Equity and Inclusion Officer.
Wir führen jährlich eine Online-Umfrage durch, um die wichtigsten Lernbedürfnisse unserer Mitarbeitenden zu ermitteln. In der Umfrage werden die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Verhaltensweisen und Lernerfahrungen abgefragt, wodurch wir ein umfassendes Verständnis für die Perspektiven unserer Mitarbeitenden erhalten. Die Konzernfunktion HR trägt die Verantwortung dafür, dass diese Analyse durchgeführt wird und die Ergebnisse bei der Entwicklung von Lernkatalogen auf globaler und regionaler Ebene berücksichtigt werden, um unseren Lern- und Entwicklungsansatz stetig zu verbessern. Der aktuelle Prozess, der von HR vorangetrieben wird, legt den Schwerpunkt auf HR-bezogene Lerninhalte und Portfolios. Hierzu gehören zum Beispiel soziale Kompetenzen und andere funktionsübergreifende Themen wie Change-Management und Projektmanagement, die unsere High-Impact Culture unterstützen.
Zusätzlich bitten wir alle Teilnehmenden um Feedback zur Qualität ihrer Schulungseinheiten. Die Erkenntnisse aus diesen Feedback-Umfragen sind für die Zusammenarbeit mit Schulungsanbietern und Ausbildenden von entscheidender Bedeutung.
Wir sind bestrebt, potenzielle wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden zu erkennen und zu beheben. Aus diesem Grund haben wir einen allgemeinen Ansatz entwickelt, der mehrere Meldekanäle umfasst, damit Mitarbeitende Bedenken äußern oder von ihnen wahrgenommene Verstöße gegen unsere Standards melden können. Ihre ersten Ansprechpartner sind entweder die zuständige Führungskraft, die Konzernfunktion HR oder die Compliance-Einheiten. Sie können außerdem anonym bei unserer Compliance-Hotline anrufen. Sie ist über unsere Website erreichbar und in mehr als 40 Sprachen verfügbar. Informationen zu Meldekanälen und Untersuchungsverfahren sowie allgemeine Informationen etwa zum Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen stehen allen Mitarbeitenden im Whistleblowing and Investigations Standard zur Verfügung. Der Standard wurde 2023 aktualisiert und über eine Schulungsanfrage an alle Mitarbeitenden weltweit verteilt. Alle neuen Mitarbeitenden weisen wir bei einer Pflichtschulung ebenfalls auf den Standard hin. Weitere Informationen finden sich unter "Unternehmensführung (G1)".
Beschwerdeführende Personen nach einer Beschwerde vor eventuellen Vergeltungsmaßnahmen zu schützen, ist uns ein zentrales Anliegen, dem wir uns mit aller Sorgfalt widmen. Wir nutzen ein Verfahren zur Bearbeitung von Compliance-Fällen, um die Meldungen systematisch zu bearbeiten. Es hilft uns, die Wirksamkeit der bereitgestellten Abhilfemaßnahmen zu bewerten, und zielt gleichzeitig darauf ab, begründete Beschwerden angemessen zu bearbeiten und zu lösen. Alle Beschwerden werden vertraulich behandelt und die Untersuchungen von unabhängigen Mitarbeitenden durchgeführt. Wenn Verstöße bestätigt werden, bemühen wir uns, geeignete Präventiv- und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Unser Beschwerdesystem ist außerdem mit dem Ziel konzipiert, die in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte festgelegten Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen zu erfüllen, um somit legitim, zugänglich, vorhersehbar, fair und transparent zu sein. Durch unsere Beschwerdemechanismen möchten wir ein unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen, in dem Mitarbeitende Bedenken äußern können, ohne Vergeltungsmaßnahmen befürchten zu müssen, und in dem ihre Bedürfnisse effektiv berücksichtigt werden.
Darüber hinaus haben wir die folgenden weiteren Prozesse eingerichtet, um potenzielle negative Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden zu vermeiden:
Wir respektieren das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit sowie regelmäßigen bezahlten Urlaub. Soweit möglich bieten wir unseren Mitarbeitenden verschiedene flexible Arbeitsmodelle an, um sie dabei zu unterstützen, ihr Berufs- und Privatleben gut miteinander vereinbaren zu können. Wir orientieren uns an den lokal geltenden Vorschriften zur Arbeitszeit. Wir sind der Auffassung, dass Überstunden grundsätzlich freiwillig geleistet werden sollten und nicht regelmäßig eingefordert werden dürfen. Bestimmte betriebliche Umstände können jedoch Überstunden erfordern. Um kurzfristige Geschäftsanforderungen zu erfüllen, und wenn dies nach nationalem Recht und/oder einer entsprechenden Tarifvereinbarung zulässig ist, können Überstunden angeordnet werden. Alle Mitarbeitenden erhalten mindestens einen freien Tag pro Siebentageszeitraum.
Wir schätzen die Individualität unserer Mitarbeitenden und nehmen Rücksicht auf ihre unterschiedlichen Lebenssituationen. Wir unterstützen sie daher weltweit mit verschiedenen Angeboten, die von Elternzeit über Kinderbetreuung bis hin zur Unterstützung bei der Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen reichen.
Wir wollen unsere Mitarbeitenden, die Care-Arbeit leisten, bestmöglich unterstützen. Unsere Angebote reichen von Kindertagesstätten in Darmstadt und Mumbai bis hin zu Notfall-Kinderbetreuungsdiensten in den USA und Deutschland sowie speziellen Netzwerken und Freistellungsmöglichkeiten für diejenigen, die Pflegeaufgaben für ältere oder kranke Angehörige übernehmen. Mit unserer Initiative Colleagues Supporting Colleagues können Eltern und Betreuungspersonen einander wertvolle Unterstützung anbieten. Zusätzlich zu einem bezahlten Mutterschutz von mindestens acht Wochen weltweit bieten wir Personen, die direkt mit Kinderbetreuung in ihrem Umfeld betraut sind, in zahlreichen Ländern und Märkten weitere Optionen für bezahlte Elternzeit.
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die meisten Arbeitsunfälle durch richtiges Verhalten vermeiden lassen. Daher ist es entscheidend, dass unsere Mitarbeitenden zu EHS-Themen qualifiziert und geschult sind. Wir informieren sie nicht nur, sondern beziehen sie auch aktiv ein, beispielsweise bei Inspektionen oder der Auswahl persönlicher Schutzausrüstung. Damit wollen wir den Arbeits- und Gesundheitsschutz fortlaufend verbessern. Trainings, etwa im Rahmen unseres BeSafe-Programms, werden gemäß den örtlichen Vorschriften weltweit an unseren Standorten durchgeführt.
Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegender Aspekt unserer Strategie für DEIB. Wir setzen uns für eine gerechte Vergütung aller Mitarbeitenden ein. Um dies zu erreichen, haben wir einen fundierten Ansatz für die Lohngerechtigkeit entwickelt, der eine kontinuierliche Überwachung der Gehaltsinformationen und regelmäßige Analysen zur Ermittlung und Behebung von Lohnunterschieden umfasst. Bei Bedarf nehmen wir individuelle Gehaltsanpassungen vor, um Gerechtigkeit sicherzustellen.
Wir legen zudem Wert auf Schulungen für unsere HR-Funktion sowie für Führungskräfte zum Thema Lohngerechtigkeit. Wir wollen sie damit in die Lage versetzen, stets fundierte und unvoreingenommene Gehaltsentscheidungen zu treffen. Um die Wirksamkeit unserer Initiativen zu bewerten, evaluieren wir die Ergebnisse unserer Gehaltsanpassungen und überwachen das globale bereinigte, geschlechtsspezifische Verdienstgefälle im Laufe der Zeit. Dieses kontinuierliche Engagement ermöglicht es uns, sinnvolle Verbesserungen bei der Lohngerechtigkeit in unserer gesamten Organisation voranzutreiben.
Menschen mit Behinderungen bieten wir vom Bewerbungsverfahren, über Einstellung, Schulung, berufliche Entwicklung und Aufstieg bis hin zu ihrem späteren Austritt in Übereinstimmung mit den lokalen Gesetzen angemessene Vorkehrungen, um sie einzubeziehen. Zu den Maßnahmen gehört die Bereitstellung von Schulungen und Weiterbildungen für Mitarbeitende zum Thema Behinderungen. Außerdem besteht die Möglichkeit zu Networking und gegenseitiger Unterstützung mit unserer Mitarbeitendengruppe (Employee Resource Group, ERG) I'M Able sowie unserer Initiative Colleagues Supporting Colleagues, unseren lokalen Inklusionsbeauftragten und in den Ländern und Märkten, in denen vorhanden, Mitarbeitendenvertretungen. 2024 überarbeiteten wir ein Toolkit, das unseren Standortleitern Policies und praktische Beispiele an die Hand gibt, um unsere Standorte barrierefreier zu gestalten. Unsere Initiative AID-IT4YOU stellt sicher, dass Barrierefreiheit bei all unseren digitalen Initiativen und Produkten ein wichtiger Aspekt ist.
Wir sind bestrebt, unseren strategischen Plan für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen weiterzuentwickeln, indem wir den Disability Equality Index ® nutzen und uns an branchenweiten Initiativen wie dem Aktionsplan Inklusion der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) beteiligen. Wir sind zudem Unterzeichner des CEO-Briefs zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen. In diesem Rahmen unterstützen wir die Initiative Disability:IN. Die damit einhergehenden Verpflichtungen verankerten wir in einem neuen globalen Positionspapier zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
Wir haben umfassende Prozesse eingeführt, um potenzielle und tatsächliche negative Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden zu ermitteln und anzugehen. Dazu gehören regelmäßige Folgenabschätzungen, Initiativen zur Einbindung von Stakeholdern und Datenanalysen zur Überwachung des Wohlbefindens und der Arbeitszufriedenheit der Belegschaft. Mit unserem Ansatz möchten wir gezielte Aktionspläne entwickeln und ausführen, wie beispielsweise verbesserte Programme zur Gesundheitsförderung und Inklusionsschulungen, die darauf abzielen, festgestellte wesentliche Auswirkungen und Risiken zu mindern. Wir bewerten die Wirksamkeit dieser Maßnahmen kontinuierlich durch Feedback-Mechanismen und spezifische Indikatoren und wollen so Transparenz und Rechenschaftspflicht in unserer Berichterstattung sicherstellen.
Das Wohlergehen unserer Belegschaft hat für uns einen hohen Stellenwert und wir setzen uns dafür ein, dass unsere Praktiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden haben oder zu diesen beitragen. Wir setzen in allen Unternehmensbereichen, einschließlich Beschaffung, Vertrieb und Datennutzung, strenge Policies und Verfahren um, mit dem Ziel, hohe ethische Standards aufrechtzuerhalten und unsere Belegschaft zu schützen. Unsere Beschaffungspraktiken umfassen gründliche Lieferantenbewertungen, um die Einhaltung von Arbeitsnormen und Menschenrechten sicherzustellen, während unsere Vertriebsstrategien von Grundsätzen geleitet werden, die das Wohlergehen der Mitarbeitenden und die Integrität der Kunden in den Vordergrund stellen. Bei der Datenverwaltung ist es unser Ziel, uns an strenge Datenschutz- und Sicherheitsprotokolle zu halten, um die Daten unserer Mitarbeitenden zu schützen und eine verantwortungsvolle Nutzung der Daten zu fördern.
In Fällen, in denen es zu Spannungen zwischen der Vermeidung oder Minderung wesentlicher negativer Auswirkungen und geschäftlichen Zwängen kommt, verfolgen wir einen ausgewogenen Ansatz, der den Dialog und die Zusammenarbeit in den Vordergrund stellt. Wir beziehen relevante Stakeholdergruppen ein, um die Situation zu bewerten, und berücksichtigen dabei sowohl die potenziellen Auswirkungen auf unsere Belegschaft als auch die umfassenderen Geschäftsziele. Dieses Bekenntnis zu offener Kommunikation ermöglicht es uns, fundierte Entscheidungen zu treffen, die mit unseren Werten übereinstimmen und gleichzeitig die betriebliche Leistungsfähigkeit erhalten. Letztendlich streben wir danach, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das nicht nur die Geschäftsziele erfüllt, sondern auch eine Kultur des Respekts, der Sicherheit und des Wohlbefindens für alle Mitarbeitenden fördert.
Bisher haben wir keine Maßnahmen ergriffen, um negative Auswirkungen auf unsere Belegschaft im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer umweltfreundlicheren, klimaneutralen Wirtschaft abzumildern, weil wir keine derartigen Auswirkungen feststellen konnten. Da wir uns der Bedeutung der Bewältigung potenzieller Herausforderungen im Zusammenhang mit einem umweltfreundlicheren Übergang bewusst sind, sind wir weiterhin bestrebt, externe Entwicklungen zu beobachten, die sich auf unsere Belegschaft auswirken könnten, und planen, den Bedarf an zukünftigen Maßnahmen im Zuge der Entwicklung der Situation zu bewerten.
Im Folgenden berichten wir über unsere Maßnahmen, die wir nutzen, um unsere identifizierten, wesentlichen Auswirkungen und Risiken in Bezug auf unsere eigene Belegschaft zu steuern. Sofern in der Beschreibung der einzelnen Maßnahmen nicht anders angegeben, wurden im Jahr 2024 keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) für die folgenden Maßnahmen in Bezug auf unsere eigene Belegschaft zugeordnet. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Im Rahmen unserer zusätzlichen Leistungen setzten wir 2024 die konzernweite Einführung unseres Fertility-Benefit-Programms fort und bauten dabei auf der 2023 eingeführten Policy auf. Im Rahmen dieses Programms bieten wir Mitarbeitenden und ihren Partnern die Erstattung von Kosten für Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie Unterstützung durch interne und externe Stellen an. Das Programm ist nun in allen Ländern und Märkten verfügbar, in denen wir tätig sind. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten die Einführung eines Zahlungsprozesses für die Kostenerstattung von Fruchtbarkeitsbehandlungen in jedem Land/Markt, die Bereitstellung von Zugang zu Wissen und Bildungsressourcen sowie die Bekanntmachung des Einführungstermins, um die Leistung in jedem Land/Markt vollständig umzusetzen. Darüber hinaus gilt die Leistung nicht nur für alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrem Familienstand, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung, sondern auch für ihre Partner und Partnerinnen, vorbehaltlich der örtlichen Gesetzgebung. Dieses Programm ist Teil unserer Strategie und unseres Ansatzes für Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit.
Im Rahmen unserer globalen Gesundheitsstrategie für Mitarbeitende BeHealthy machten wir im Berichtsjahr erneut verschiedene Angebote zur Gesundheitsförderung - darunter Schulungen, Selbsttests, Risikoanalysen, Checklisten und Beratungen zur psychischen, physischen und arbeitsplatzbezogenen Gesundheit, zum Beispiel zu gesundem Schichtdienst oder Ergonomie. Unsere Mindfulness Community, zu der auch die Mindfulness Ambassadors gehören, ist eine Gruppe von Mitarbeitenden, die sich regelmäßig zum Thema Achtsamkeit austauschen, einer Technik zur Stressregulierung. Unser Ziel ist es, das Thema in der Belegschaft zu verankern. Es gibt mehrere weltweit verfügbare Achtsamkeitssitzungen, die regelmäßig jede Woche besucht werden können. Wir führten auch Informationskampagnen und Veranstaltungen zu verschiedenen Gesundheitsthemen durch, zum Beispiel zu psychischer Gesundheit, Bewegung oder gesellschaftlichem Engagement.
Mit dem Employee Assistance Program (EAP), das von unserer HR-Funktion als Teil der BeHealthy-Toolbox angeboten wird, bieten wir unseren Mitarbeitenden einen vertraulichen telefonischen Beratungsdienst als unabhängiges und ganzheitliches Unterstützungsprogramm an. Mitarbeitende können sich bei zahlreichen Problemen an das EAP wenden. Es bietet kurzfristige Beratung und Unterstützung bei Stress, Angstzuständen, Depressionen, Beziehungsproblemen oder anderen persönlichen oder beruflichen Problemen.
Ein weiteres Kernelement unserer Gesundheitsstrategie ist eine verpflichtende Schulung für Führungskräfte zur Förderung einer gesundheitsorientierten Führungskultur. Wir sind bestrebt, unsere Ansätze und die dazugehörigen Materialien, die wir den Führungskräften zu diesem Zweck zur Verfügung stellen, kontinuierlich zu verbessern, und planen die Einführung bis Ende 2026 zu 95 % abzuschließen.
Wir nutzen die jährliche Mitarbeiterumfrage, um unseren Gesundheitsindex zu berechnen und die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zu verfolgen. Damit soll der Gesundheitszustand unserer Mitarbeitenden im gesamten Konzern aufgezeigt werden. Wir messen auch den Fortschritt bei der Umsetzung der BeHealthy-Strategie daran, inwieweit unsere Mitarbeitenden die BeHealthy-Toolbox nutzen und an der Mindfulness Community teilnehmen.
In Übereinstimmung mit unseren Unternehmenswerten Integrität und Respekt setzen wir uns für Lohngerechtigkeit, einen entscheidenden Aspekt unserer DEIB-Strategie, ein. Wir haben 2021 mit einer globalen Analyse der Lohngerechtigkeit begonnen. Im ersten Schritt haben wir zehn unserer größten Länder und Märkte analysiert, die etwa 80 % unserer Belegschaft abdecken. 2023 haben wir die Analyse auf alle Länder und Märkte ausgeweitet, mit Ausnahme der USA, die einer anderen Gesetzgebung unterliegen. Im Jahr 2024 führten wir die Analyse für die USA durch.
Um die Vielfalt innerhalb unserer Organisation zu fördern, haben wir umfassende Programme zur Unterstützung weiblicher Talente ins Leben gerufen, die Anzahl von Frauen in Führungspositionen erhöht und eine gezielte externe Suche nach potenziellen weiblichen Kandidaten durchgeführt. Wir möchten auch internationale Talente und Personen aus unterrepräsentierten ethnischen Gruppen ansprechen und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Zu unseren Initiativen gehören Schulungen unter der Leitung von ERGs und die Festlegung von Standards für das Rekrutierungsteam, um die interne Mobilität und die Einstellung von Führungskräften unterschiedlicher Herkunft zu fördern. 2024 starteten wir Kampagnen, die sich auf die Selbstidentifikation konzentrieren und uns ermöglichen sollen, tiefere Einblicke in unsere interne Demografie zu gewinnen. Darüber hinaus bieten wir Mentoring-, Sponsoring- und Talententwicklungsprogramme an, die sich an Personen in MINT-Bereichen richten, zum Beispiel die McKinsey Connected Leaders Academy und das National Consortium for Graduate Degrees for Minorities in Engineering and Science, Inc (GEM), in den USA, PyGirls in Deutschland oder Diverse Minds in Science in China. Neue Mitarbeitende erhalten während des Onboarding-Prozesses auch Informationen über unsere ERGs.
Unsere Rahmenbedingungen für Weiterbildung, Tools und die Wissensvermittlung zu bewährten Verfahren in den Bereichen Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit kombinieren wir mit Empowerment. Dies unterstützt die bewusste Inklusion innerhalb unserer Organisation. Damit unsere Führungskräfte effektiver vielfältige und inklusive Teams aufbauen können, bieten wir den Inclusive Leadership Workshop an. Der Workshop kombiniert globale Führungsinteraktionen, Peer-Coaching, kontinuierliche Selbstreflexion und Führungsverantwortung. Er ist für alle unsere Führungskräfte verpflichtend. Darüber hinaus ist psychologische Sicherheit ein Kernthema unserer Programme zur Führungskräfteentwicklung. Wir bieten allen Mitarbeitenden zahlreiche Möglichkeiten zu lernen, wie sie inklusiver werden, unbewusste Vorurteile am Arbeitsplatz abbauen und psychologische Sicherheit fördern können. Für Mitarbeitende in ausgewählten Ländern wie den USA und Kanada gab es bereits länger ein verpflichtendes Training zum Thema Belästigung am Arbeitsplatz. 2024 begannen wir damit, unseren Mitarbeitenden in allen Ländern und Märkten, in denen dies gesetzlich zulässig ist, ein ähnliches obligatorisches E-Learning anzubieten.
2024 führten wir mit MyGrowth eine Initiative für die Entfaltung in einer kompetenzorientierten Organisation ein. MyGrowth basiert auf einer wachstumsorientierten Denkweise und unserer KI-gesteuerten Plattform. Der Kerngedanke der Initiative ist eine Verpflichtung zur Weiterentwicklung, die es den Mitarbeitenden ermöglicht, ihre berufliche Laufbahn bei uns selbst zu gestalten. Durch den Zugang zu maßgeschneiderten Lernangeboten, Mentorenprogrammen und internen Jobperspektiven fördert MyGrowth eine kontinuierliche Lernkultur, die die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden mit den strategischen Anforderungen des Unternehmens in Einklang bringt. Im Jahr 2024 ordneten wir unseren MyGrowth Maßnahmen signifikante betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu. Es wurden jedoch keine Investitionsausgaben (CapEx) zugeordnet. Der OpEx-Betrag ist unter G1 Unternehmenskultur aufgeführt.
Unsere Learning-&-Development-Experten überarbeiten derzeit unsere globale Lern- und Entwicklungslandschaft mit dem Ziel, die Lernerfahrung unserer Mitarbeitenden zu verbessern. Das Ziel besteht darin, einen verfeinerten Schulungsstandard zu entwickeln, der klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten für die Verwaltung von Lerninhalten, die Überwachung des Portfolios und die Koordination der Lernprozesse in allen Unternehmensbereichen und unterstützenden Funktionen festlegt. Wir möchten diesen strategischen Ansatz in den nächsten drei bis fünf Jahren im gesamten Unternehmen umsetzen.
Die Konzernfunktion HR verantwortet die Beratung aller Unternehmensbereiche und Konzernfunktionen zu Personalfragen, wie zum Beispiel Fragen rund um die Mitarbeitergewinnung sowie um Aus- und Weiterbildung. HR-Mitarbeitende arbeiten an allen unseren Standorten gemeinsam mit Führungskräften aus den verschiedenen Funktionen und Unternehmensbereichen. Im Einklang mit konzernweiten HR-Richtlinien und -vorgaben binden sie unsere Beschäftigten mittels verschiedener Strategien ein - beispielsweise indem sie attraktive Vergütungsmodelle und Sozialleistungen anbieten.
Für den HR-Bereich ist die Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO verantwortlich. An sie berichtet unsere Chief HR Officer, die die HR-Funktion leitet und für alle HR-Aktivitäten verantwortlich ist. Unsere Einheit Business Services ist unter anderem für operative Aufgaben der Personalarbeit zuständig - beispielsweise für Vertragserstellung und Gehaltsabrechnung. Diese Einheit verantwortet unsere Chief Financial Officer. Für unsere konzernweite DEIB-Strategie sowie die strategische Steuerung der damit verbundenen Aktivitäten ist unsere Chief Diversity, Equity and Inclusion Officer verantwortlich.
Für unser Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem ist die Konzernfunktion Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance (SQ) verantwortlich, die an das Mitglied der Geschäftsleitung und CEO von Healthcare berichtet. SQ gibt Arbeitssicherheitsziele vor, steuert weltweit die entsprechenden Maßnahmen und führt interne EHS-Audits durch. Lokale EHS-Manager und ihre Teams kümmern sich darum, dass unsere Standorte alle Gesetze und Vorgaben einhalten, die den Arbeits- und Gesundheitsschutz betreffen. Außerdem setzen die EHS-Manager Projekte, Aktionen und Programme vor Ort um.
Wir haben uns die folgenden messbaren, ergebnisorientierten Ziele für unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte im Zusammenhang mit unseren Mitarbeitenden festgelegt. Die Ziele wurden in einem internen interdisziplinären Prozess entwickelt.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Ziel | Unser Ziel ist es, unsere LTIR (Lost Time Injury Rate, Unfallrate mit Ausfalltagen) bis 2025 auf unter 1,0 zu senken. |
| Bezugswert/-jahr | 1,2 |
| (2021) | |
| Methoden | Die LTIR misst alle arbeitsbedingten Unfälle, die weltweit zu Verletzungen geführt haben und mindestens einen Tag Arbeitsausfall zur Folge hatten, pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden. Wir ermitteln die gruppenweiten LTIR sowohl für unsere Mitarbeitenden als auch für Fremdarbeitskräfte. Sie ist eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen und wird vom Merck Sustainability Board überwacht. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Bei der Festlegung von Sicherheitszielen berücksichtigen wir die Perspektive der Mitarbeitenden, um ihre Sicherheit durch eine geringere LTIR zu schützen. Wir berücksichtigen kontinuierlich interne Stakeholder während wir unseren Fortschritt überwachen. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Unsere LTIR beträgt 1,2. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S1-NI-04; S1-PI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Gleichstellung der Geschlechter und gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit; Vielfalt |
| Ziel | Da Frauen die Hälfte der Bevölkerung und des Talentpools unserer Mitarbeitenden ausmachen, möchten wir die Gleichstellung der Geschlechter in Führungspositionen sicherstellen. Wir streben bis 2030 eine Geschlechterparität in Führungspositionen an. |
| Bezugswert/-jahr | 36 % (2021) |
| Methoden | Um den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu berechnen, berücksichtigen wir die Anzahl von Frauen (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Mitarbeitenden im mittleren und gehobenen Management. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen ist einer unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen, die vom Merck Sustainability Board und dem Diversity, Equity & Inclusion Council überwacht werden. Der Council ist dafür verantwortlich DEIB-Aktivitäten in die Unternehmensstrategie zu integrieren und Verbesserungsbereiche zu identifizieren, um gezielte Initiativen zu entwickeln. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Wir haben interne Stakeholder wie die HR-Abteilung, Mitarbeitendengruppen (Employee Resource Groups, ERGs), den Diversity, Equity & Inclusion Council und die Geschäftsleitung in die Erstellung des Ziels einbezogen und stehen bei der Fortschrittskontrolle in ständigem Kontakt mit den betroffenen internen Stakeholdern. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Wir hielten den Anteil von Frauen in Führungspositionen (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) stabil bei 39,0 %. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Vielfalt |
| Ziel | Wir haben die USA aus zwei Gründen als einen unserer wichtigsten Märkte identifiziert: Ein erheblicher Teil unserer Mitarbeitenden ist in den USA beschäftigt und wir erwirtschaften dort einen erheblichen Teil unseres Nettoumsatzes. Wir möchten ein bevorzugter Arbeitgeber für Menschen aller ethnischen Herkünfte in den USA werden. Deshalb wollen wir bis 2030 den Anteil von Führungskräften (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) aus unterrepräsentierten ethnischen Gruppen auf 30 % erhöhen. |
| Bezugswert/-jahr | 21 % (2021) |
| Methoden | Um den Anteil unterrepräsentierter ethnischer Gruppen in Führungspositionen in den USA zu berechnen, berücksichtigen wir die Anzahl der Mitarbeitenden in den USA aus dem mittleren und gehobenen Management (Rolle 4+), die freiwillig Auskunft über ihre ethnische Zugehörigkeit geben. Diese setzen wir ins Verhältnis mit der Gesamtzahl der Mitarbeitenden in den USA. Der Diversity, Equity & Inclusion Council überwacht die Kennzahl und ist dafür verantwortlich DEIB-Aktivitäten in die Unternehmensstrategie zu integrieren sowie Verbesserungsbereiche zu identifizieren, um gezielte Initiativen zu entwickeln. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Wir haben interne Stakeholder wie HR, ERGs, den Diversity, Equity & Inclusion Council und die Geschäftsleitung in die Festlegung des Ziels einbezogen und stehen bei der Fortschrittskontrolle in ständigem Kontakt mit den betroffenen internen Stakeholdern. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Der Anteil von Führungskräften (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) aus unterrepräsentierten ethnischen Gruppen in den USA betrug 24,1 %. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-PI-02 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Vielfalt |
| Ziel | Wir beabsichtigen, den Anteil von Personen aus Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten und Afrika (MEA) in Führungspositionen (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) bis 2030 auf 30 % zu erhöhen. Dieses Ziel ist für uns besonders wichtig, da ein großer Teil unseres Konzernumsatzes in Asien, Lateinamerika und den MEA-Ländern erwirtschaftet wird. |
| Bezugswert/-jahr | 16 % (2021) |
| Methoden | Um den Anteil von Führungskräften aus Asien, Lateinamerika und den MEA-Ländern zu ermitteln, berücksichtigen wir die Anzahl von Führungskräften (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) aus diesen Regionen und setzen sie ins Verhältnis mit der Gesamtzahl aller Mitarbeitenden. |
| Der Diversity, Equity & Inclusion Council überwacht die Kennzahl und ist dafür verantwortlich DEIB-Aktivitäten in die Unternehmensstrategie zu integrieren sowie Verbesserungsbereiche zu identifizieren, um gezielte Initiativen zu entwickeln. | |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Wir haben interne Stakeholder wie HR, ERGs, den Diversity, Equity & Inclusion Council und die Geschäftsleitung in die Festlegung des Ziels einbezogen und stehen bei der Fortschrittskontrolle in ständigem Kontakt mit den betroffenen internen Stakeholdern. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Der Anteil von Personen aus Asien, Lateinamerika sowie dem Mittleren Osten und Afrika (MEA) in Führungspositionen (mittleres und gehobenes Management, Rolle 4+) betrug 18,2 %. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S1-NI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gleichbehandlung und Chancengleichheit: Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen |
| Ziel | Wir sind bestrebt eine inklusive Kultur für alle Mitarbeitenden zu schaffen. Um dies zu erreichen, haben wir Schulungen eingeführt, die Führungskräften dabei helfen sollen, darüber nachzudenken, wie sie inklusiver führen können. Alle Führungskräfte müssen diese Kurse bis 2026 abschließen. |
| Bezugswert/-jahr | 37 % (2021) |
| Methoden | Für die Teilnehmerquote an Inclusive Leadership Workshops berücksichtigen wir die Anzahl der Teilnehmenden im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Führungskräfte mit Personalführung. Der Diversity, Equity & Inclusion Council überwacht die Kennzahl und ist dafür verantwortlich DEIB-Aktivitäten in die Unternehmensstrategie zu integrieren sowie Verbesserungsbereiche zu identifizieren, um gezielte Initiativen zu entwickeln. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Wir haben interne Stakeholder wie HR, ERGs, den Diversity, Equity & Inclusion Council und die Geschäftsleitung in die Festlegung des Ziels einbezogen und stehen bei der Fortschrittskontrolle in ständigem Kontakt mit den betroffenen internen Stakeholdern. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Die Teilnahmequote betrug 95,0 %. |
Wir haben keine messbaren, ergebnisorientierten Ziele gemäß den ESRS-Anforderungen für die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte angemessene Entlohnung, Tarifverhandlungen, sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben oder Weiterbildung und Kompetenzentwicklung festgelegt. Dennoch verfolgen wir die Wirksamkeit unserer Policies und Maßnahmen in Bezug auf diese Nachhaltigkeitsaspekte durch Beteiligungsprozesse (siehe S1-2) oder durch die Überwachung der Fortschritte anhand spezifischer Indikatoren (siehe S1-6, S1-8, S1-10, S1-13).
Sofern nicht anders angegeben, geben wir die Anzahl unserer Mitarbeitenden in Personenzahl (Headcount) und zum 31. Dezember 2024 an. Die tatsächliche Anzahl der Mitarbeitenden ist definiert als die Anzahl der Personen (Headcount), die für uns arbeiten, wobei nur aktive Mitarbeitende auf der Grundlage ihres Status berücksichtigt werden. Alle aktiven regulären Mitarbeitenden zählen als eine Person. Zu den regulären Mitarbeitenden gehören diejenigen, die entweder in Vollzeit oder in Teilzeit arbeiten und entweder einen befristeten oder unbefristeten formellen Vertrag mit einer unserer Tochtergesellschaften haben. Fremdarbeitskräfte sind nicht eingeschlossen.
Für die Aufschlüsselung der Mitarbeitenden nach Geschlecht verwenden wir die folgenden drei Geschlechtskategorien: "weiblich", "männlich" und "divers" (einschließlich "keine Angabe"). Zur Bestimmung des Geschlechts verwenden wir die Angaben in den im Land des Mitarbeitenden anerkannten Ausweisdokumenten. Die Aufschlüsselung nach Ländern umfasst nur Länder, in denen wir 50 oder mehr Mitarbeitende beschäftigen und die mindestens 10 % unserer Gesamtzahl an Mitarbeitenden ausmachen.
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf unsere Mitarbeitenden beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
In der folgenden Tabelle geben wir die Gesamtzahl der Mitarbeitenden an, aufgeschlüsselt nach Geschlecht:
| 2024 1 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Männlich | 35.168 | 2.248 |
| Weiblich | 27.245 | 1.467 |
| Divers | 144 | - |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 62.557 | 3.715 |
In der folgenden Tabelle stellen wir die Anzahl der Mitarbeitenden nach Ländern aufgeschlüsselt dar, in denen wir 50 oder mehr Mitarbeitende beschäftigen, die mindestens 10 % unserer Gesamtzahl an Mitarbeitenden ausmachen. Wir bestimmen die Länderzuordnung der Mitarbeitenden anhand des Arbeitsorts des jeweiligen Mitarbeitenden.
| 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Deutschland | 13.236 | 3.715 |
| USA | 13.976 |
Die repräsentativsten Zahlen im Abschluss bezüglich der allgemeinen Merkmale unserer Mitarbeitenden finden sich im Konzernanhang unter Anmerkung (31) "Zahl der Beschäftigten" und unter Anmerkung (8) "Segmentberichterstattung".
Grundsätzlich streben wir an, die sichere Beschäftigung unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten und gleichzeitig gesetzlich vorgeschriebene länderspezifische Ausnahmeregelungen einzuhalten. Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Mitarbeitenden nach Vertragsart und aufgeschlüsselt nach Geschlecht im Berichtsjahr:
| Weiblich | Männlich | Divers | Summe | |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 27.245 | 35.168 | 144 | 62.557 |
| Zahl der Mitarbeitenden mit unbefristeten Verträgen | 25.381 | 33.495 | 144 | 59.020 |
| Zahl der Mitarbeitenden mit befristeten Verträgen | 1.864 | 1.673 | - | 3.537 |
| Weiblich | Männlich | Divers | Summe | |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 1.467 | 2.248 | - | 3.715 |
| Zahl der Mitarbeitenden mit unbefristeten Verträgen | 1.426 | 2.189 | - | 3.615 |
| Zahl der Mitarbeitenden mit befristeten Verträgen | 41 | 59 | - | 100 |
Die für festangestellte Mitarbeitende angegebenen Zahlen umfassen alle aktiven Mitarbeitenden, die einen unbefristeten Vertrag mit einer unserer Tochtergesellschaften haben. Die für Arbeitnehmende mit befristeten Verträgen angegebenen Zahlen umfassen alle aktiven Mitarbeitenden, die einen befristeten Vertrag haben. Wir beschäftigen keine Abrufkräfte (non-guaranteed hours). Daher berichten wir nicht über diese Kategorie.
Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden, die das Unternehmen im Berichtsjahr verlassen haben, belief sich auf 5.746. Somit betrug die Fluktuationsrate im Berichtsjahr 9,2 %.
Die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden berechnen wir, indem wir die Gesamtzahl der Abgänge (einschließlich freiwilliger und unfreiwilliger Fluktuation) während des Berichtszeitraums durch die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden im selben Zeitraum, multipliziert mit 100, dividieren. Die Fluktuationsindikatoren schließen Mitarbeitende aus, die aufgrund von Elternzeit oder einer Langzeiterkrankung pausieren, sowie Mitarbeitende, die in die nicht erwerbstätige Phase der Altersteilzeit wechseln. Außerdem werden Mitarbeitende, die das Unternehmen aufgrund einer Veräußerung verlassen, ebenfalls ausgeschlossen.
In der folgenden Tabelle stellen wir die Gesamtabdeckung durch Tarifverträge unter unseren Mitarbeitenden dar. Für das erste Berichtsjahr wenden wir die Option der schrittweisen Einführung gemäß ESRS 1 Anhang C an, sodass die Zahlen nur den Gesamtprozentsatz in den Ländern und Märkten enthalten, in denen wir tätig sind und die dem Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) angehören. Innerhalb des EWR haben wir mehrere Tarifverträge:
| 2024 1 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Prozentualer Anteil aller Beschäftigten, die von Tarifverträgen abgedeckt sind | 86,0 | 16,0 |
Darüber hinaus zeigt die folgende Tabelle den Prozentsatz unserer Mitarbeitenden, die durch Tarifverträge abgedeckt sind, aufgeschlüsselt nach Ländern, die Teil beziehungsweise nicht Teil des EWR sind. Wir legen nur die Abdeckung für EWR-Länder offen, in denen wir mindestens 50 Mitarbeitende (Headcount) beschäftigen und die mindestens 10 % unserer Gesamtzahl der Mitarbeitenden ausmachen. Wir gruppieren die Länder nach ihrem Abdeckungsgrad. Nach demselben Ansatz legen wir auch den Prozentsatz der Mitarbeitenden offen, die in EWR-Ländern von Arbeitnehmervertretungen abgedeckt werden:
| Tarifvertragliche Abdeckung | Sozialer Dialog | ||
| Abdeckungsquote | Mitarbeitende - EWR (für Länder mit >50 Mitarbeitenden, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen) | Mitarbeitende - Nicht-EWR-Länder (Schätzung für Regionen mit >50 Mitarbeitenden, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen) | Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR) (für Länder mit >50 Mitarbeitenden, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen) |
| 0-19 % | - | Phase-in Option | - |
| 20-39 % | - | Phase-in Option | - |
| 40-59 % | - | Phase-in Option | - |
| 60-79 % | - | Phase-in Option | - |
| 80-100 % | Deutschland; Merck KGaA | Phase-in Option | Deutschland; Merck KGaA |
In Ländern und Märkten, in denen aufgrund unterschiedlicher Verwaltungs-, Handels- und Rechtsstrukturen keine Tarifverträge gelten, arbeiten wir eng mit Gewerkschaften und/oder Arbeitnehmervertretungen zusammen, um betriebliche Entscheidungen umzusetzen und die Beziehungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden zu koordinieren. Die Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsbedingungen der Mitarbeitenden in diesen Ländern werden durch gesetzliche Vorgaben und unsere globalen Policies bestimmt.
Was die Mitarbeitervertretung betrifft, haben wir eine Vereinbarung über die Einrichtung unseres Euroforums getroffen. Weitere Informationen zum Euroforum finden sich unter S1-2.
Wir sind dem Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" verpflichtet und bieten unseren Mitarbeitenden eine wettbewerbsfähige Entlohnung einschließlich zusätzlicher Leistungen. Die Entlohnung entspricht mindestens den örtlichen Entlohnungsbedingungen und -richtlinien oder übertrifft diese und soll unseren Mitarbeitenden und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen. Unsere Entlohnung richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Position und der Leistung des Mitarbeitenden. Unsere Entlohnungsstrukturen werden extern verglichen und auf der Grundlage der vorherrschenden örtlichen Bedingungen aktualisiert. Wir ermächtigen unsere Führungskräfte, über die Entlohnung der Mitarbeitenden auf der Grundlage der örtlichen Bedingungen und der Anforderungen der Stelle im Rahmen der Entlohnungsstrukturen und -philosophie des Unternehmens zu entscheiden. Die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, das Verständnis der Mitarbeitenden für die Entlohnungsstrukturen zu fördern und etwaige Bedenken auszuräumen. Bei weiteren Bedenken können sich die Mitarbeitenden auch an unsere HR-Business-Partner wenden.
Um zu berechnen, ob alle unsere Mitarbeitenden eine angemessene Entlohnung erhalten, erfassen wir die lokalen Mindestlohnanforderungen und die Entlohnung des am schlechtesten bezahlten Mitarbeitenden pro Land und vergleichen dies. Stichtag für die Datenerhebung war der 31. Dezember 2024.
Wir halten uns in allen Ländern und Märkten, in denen wir weltweit tätig sind, an die örtlichen Vorschriften für eine angemessene Entlohnung. Im Berichtszeitraum zahlten wir allen unseren Mitarbeitenden eine angemessene Entlohnung, die der oben beschriebenen Methodik entspricht.
In der folgenden Tabelle geben wir den Anteil unserer eigenen Belegschaft an, der durch ein Managementsystem für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz abgedeckt ist. Die Berechnung basiert auf der Personenzahl:
| 2024 | |
| Gesamt (in %) | 100,0 |
Unser Managementsystem für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz (OHS), das die wesentlichen Positionen der ISO 45001 berücksichtigt, ist gruppenweit als Teil unseres globalen integrierten Managementsystems etabliert. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, unter anderem den Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz aller Mitarbeitenden zu gewährleisten. Darüber hinaus wird unser OHS-Managementsystem im Rahmen eines Gruppenzertifikats jährlich an ausgewählten Standorten nach ISO 45001 zertifiziert. Die Standorte definieren individuell den Umfang ihrer Zertifizierung. Zum Beispiel deckt das ISO-45001-Zertifikat am Standort Darmstadt die Mitarbeitenden der Produktionsbereiche sowie der Infrastruktur ab. Für den oben angegebenen Abdeckungsprozentsatz berücksichtigen wir unser OHS-Managementsystem. Somit umfasst die Zahl ausschließlich unsere eigenen Mitarbeitenden. Dies gilt auch für Mitarbeitende, die an nicht-zertifizierten Standorten arbeiten, sowie solche, die an Standorten tätig sind, die nicht im Gruppenzertifikat enthalten sind, da unser OHS-Managementsystem an all unseren Standorten etabliert ist.
In den folgenden Tabellen geben wir Zahlen zu arbeitsbedingten Unfällen an. Ein arbeitsbedingter Unfall wird als Ereignis definiert, das im Verlauf der Arbeit auftritt und zu Verletzungen oder arbeitsbedingten Erkrankungen führt. Dies umfasst plötzliche persönliche Verletzungen, die vor Ort oder während Geschäftsreisen auftreten, solange sie mit der Arbeit des Mitarbeitenden verbunden sind und nicht durch interne Faktoren wie Herzinfarkte oder Epilepsie verursacht werden. Darüber hinaus werden vorzeitige Schäden an Bändern, Gelenken oder Rückenprobleme typischerweise nicht einbezogen. Verletzungen, die während des Pendelns oder bei Betriebssportaktivitäten in Erscheinung treten, berücksichtigen wir ebenfalls nicht in den unten stehenden Zahlen. Arbeitsbedingte Erkrankungen beziehen sich auf Krankheiten, die sich dem Arbeitsplatz zuordnen lassen und die von einem Betriebsarzt verifiziert werden können.
| Mitarbeitende | Fremdarbeitskräfte | Gesamt | |
| Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen | - | - | - |
| Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 287 | 14 | 301 |
| Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 2,5 | 1,6 | 2,5 |
| Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen | 36 | ||
| Zahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen | 5.783 |
| Mitarbeitende | Fremdarbeitskräfte | Gesamt | |
| Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen | - | - | - |
| Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 37 | 1 | 38 |
| Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 3,4 | 64,7 | 3,5 |
| Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen | 4 | ||
| Zahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen | 1.789 |
Die Zahl der Todesfälle aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen anderer Arbeitskräfte, die an unseren Standorten tätig sind, zum Beispiel Auftragnehmende, belief sich im Berichtsjahr auf 0.
Die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle stellt die Anzahl der jeweiligen Fälle pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden dar. Sie berücksichtigt nicht, ob diese Fälle zu Arbeitsausfällen geführt haben. Darüber hinaus berichten wir die Lost Time Injury Rate (LTIR) unter S1-5 und ESRS 2, da sie eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen ist, die wir verwenden, um den Erfolg unserer Arbeitssicherheitsmaßnahmen zu bewerten. Die LTIR misst arbeitsbedingte Verletzungen, die zu mindestens einem Tag Arbeitsausfall pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden führen.
Zusätzlich verwenden wir unsere Environment, Health and Safety Incident Rate (EHS IR), um Vorfälle zu verfolgen. Im Rahmen unserer EHS IR verfolgen und bewerten wir alle größeren und kleineren Unfälle und umweltbezogenen Vorfälle sowie EHS-Nichtkonformitäten. Sie umfasst sowohl unsere eigenen Mitarbeitenden als auch Auftragnehmende. Um sie zu berechnen, geben wir die Anzahl der Vorfälle und die Schwere des Ereignisses im Verhältnis zur Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden an. Die EHS IR stellt einen Durchschnittswert dar. Je niedriger die EHS IR, desto besser ist die EHS-Leistung am Standort. Im Jahr 2024 lag das Verhältnis bei 2,2. Als eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen berichten wir die EHS IR auch unter ESRS 2 (SBM-1).
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der arbeitsbezogenen Vorfälle und Beschwerden über Verstöße gegen unsere Social and Labor Standards Policy innerhalb unserer eigenen Belegschaft. Wir unterscheiden zwischen der Anzahl der gemeldeten Verstöße, die über unser bestehendes Beschwerdesystem eingereicht wurden, und der Anzahl der bestätigten Verstöße gegen unsere Social and Labor Standards Policy im Berichtsjahr. Bestätigte Verstöße umfassen gemeldete Verstöße, die nach durchgeführten Untersuchungen bestätigt wurden. Darüber hinaus legen wir die Anzahl der gemeldeten und bestätigten Vorfälle von Diskriminierung offen, einschließlich Belästigung als spezifische Form der Diskriminierung.
| 2024 | |
| Gesamtzahl der Beschwerden, die über Kanäle eingereicht wurden, über die Personen innerhalb der eigenen Belegschaft des Unternehmens Bedenken äußern können: gemeldete Verstöße gegen die Social and Labor Standards Policy | 183 |
| Davon: Anzahl der Beschwerden von Diskriminierung, inklusive Belästigung: gemeldete Verstöße | 28 |
| Gesamtzahl der Beschwerden, die über Kanäle eingereicht wurden, über die Personen innerhalb der eigenen Belegschaft des Unternehmens Bedenken äußern können: bestätigte Verstöße gegen die Social and Labor Standards Policy | 57 |
| Davon: Anzahl der Beschwerden von Diskriminierung, inklusive Belästigung: bestätigte Verstöße | 10 |
Die Gesamtzahl der bestätigten Verstöße gegen die Social and Labor Standards Policy zählt zu unseren strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen mit der wir den Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsstrategie im Fokusfeld 'Verantwortung für unsere Mitarbeitenden und unser Umfeld; Förderung von Vielfalt und Inklusion' messen wollen, siehe ESRS 2 (SBM-1).
Im Jahr 2024 belief sich die Gesamtsumme der Geldbußen, Strafen und Schadenersatzleistungen aufgrund von Vorfällen und Beschwerden, die in der obigen Tabelle aufgeführt sind, auf 0 €.
Im Berichtszeitraum wurden bei den Nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD keine Beschwerden eingereicht, die mit unserem Unternehmen in Verbindung standen und sich auf Angelegenheiten im Zusammenhang mit unseren Mitarbeitenden bezogen.
In der folgenden Tabelle legen wir die Anzahl schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit unserer eigenen Belegschaft offen. Wir betrachten Fälle von Zwangsarbeit, moderner Sklaverei, Menschenhandel sowie Kinderarbeit als schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen.
| 2024 | |
| Anzahl schwerwiegender Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit der Belegschaft des Unternehmens | - |
| Davon: Fälle, die gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Unternehmen und Menschenrechte, die Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen | - |
Im Jahr 2024 belief sich die Gesamtsumme der Geldbußen, Strafen und Schadenersatzleistungen aufgrund schwerer Menschenrechtsverletzungen, die in der obigen Tabelle aufgeführt sind, auf 0 €.
Die folgende Tabelle zeigt die Geschlechterverteilung auf unserer obersten Führungsebene:
| 2024 1 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Anzahl weibliche Mitarbeitende in der obersten Führungsebene | 58 | 15 |
| Anteil weibliche Mitarbeitende an der obersten Führungsebene (in %) | 29,9 | 30,6 |
| Anzahl männliche Mitarbeitende in der obersten Führungsebene | 136 | 34 |
| Anteil männliche Mitarbeitende an der obersten Führungsebene (in %) | 70,1 | 69,4 |
| Anzahl diverse Mitarbeitende in der obersten Führungsebene | - | - |
| Anteil diverse Mitarbeitende an der obersten Führungsebene (in %) | - | - |
| Gesamt | 194 | 49 |
Unter der obersten Führungsebene verstehen wir alle Mitarbeitenden in leitenden Führungspositionen (gehobenes Management, Rolle 6+). Wir verwenden ein marktorientiertes System zur Bewertung von Positionen innerhalb des Unternehmens. Um die Konsistenz im gesamten Unternehmen zu gewährleisten, wird jeder Position eine bestimmte Rolle zugewiesen. Jede Rolle wird dabei in eine übergreifende Struktur eingeteilt, die 11 Ebenen, 15 Funktionen und eine Reihe von Karrieretypen (Core Operations, Services & Support Groups, Experten, Führungskräfte, Projektmanager) umfasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtzahl der Mitarbeitenden, aufgeschlüsselt nach Alter:
| 2024 1 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Anzahl Mitarbeitende unter 30 Jahre | 8.174 | 504 |
| Anzahl Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahre | 39.520 | 2.099 |
| Anzahl Mitarbeitende über 50 Jahre | 14.862 | 1.112 |
Anhand des Geburtsjahrs bestimmen wir das Alter und ordnen die Personen ihrer jeweiligen Altersgruppe zu.
In der folgenden Tabelle geben wir den Prozentsatz der Mitarbeitenden mit Behinderungen an:
| 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA 1 | |
| Anteil Menschen mit Behinderungen unter den Mitarbeitenden vorbehaltlich rechtlicher | ||
| Beschränkungen für die Erhebung von Daten (in %) | 2,5 | 4,9 |
Der Indikator umfasst alle Mitarbeitenden mit Behinderungen, die uns ihren Status freiwillig und durch ein offizielles Dokument nachgewiesen haben, und gilt nur für Länder, in denen es gesetzlich zulässig ist, solche Informationen anzufordern. Es ist wichtig zu beachten, dass die rechtlichen Definitionen von "Menschen mit Behinderungen" in den Ländern und Märkten, in denen wir tätig sind, unterschiedlich sind. Der tatsächliche Prozentsatz könnte höher liegen, da die Zahlen auf der freiwilligen Angabe des Status basieren und die Berichterstattung auf Länder und Märkte beschränkt ist, in denen es rechtlich zulässig ist, solche Informationen zu erfassen.
In der folgenden Tabelle legen wir die Beteiligung unserer Mitarbeitenden an regelmäßigen Leistungs- und Entwicklungsbeurteilungen offen, einschließlich einer Aufschlüsselung nach Geschlecht:
| Teilnahme an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen | 2024 |
| Anteil der Mitarbeitenden, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben (in %) | 98,0 |
| nach Geschlecht | |
| Weiblich (in %) | 99,0 |
| Männlich (in %) | 98,0 |
| Divers (in %) | 3,0 |
Der Indikator basiert auf der Anzahl der Leistungsbeurteilungen (Jahresendgespräche), die in unserem zentralen HR-System dokumentiert sind. Jahresendgespräche sind als wertvoller Beitrag für Karriere- und Entwicklungsgespräche gedacht, wir ermutigen Vorgesetzte und Mitarbeitende, ihre Gespräche entsprechend zu planen. Der vergleichsweise niedrige prozentuale Anteil in der Geschlechtskategorie "Divers" lässt sich darauf zurückführen, dass die Mehrheit der Mitarbeitenden in dieser Kategorie zur neu akquirierten Tochtergesellschaft Unity SC SAS gehört (Akquisitionsdatum: 31. Oktober 2024). Die Mitarbeiterdaten im Zusammenhang mit dem Leistungsmanagement sind noch nicht vollständig in unsere Datenbank integriert. Daher könnte der tatsächliche Prozentsatz der Mitarbeitenden in der Geschlechtskategorie "divers" höher sein.
Unsere Vergütung richtet sich zum einen nach den Anforderungen der jeweiligen Position und zum anderen nach der Leistung des einzelnen Mitarbeitenden. Wir machen keine Unterschiede aufgrund des Geschlechts oder demografischer Merkmale. Um eine wettbewerbsfähige Vergütungsstruktur zu gewährleisten, überprüfen wir unsere Gehaltspolitik regelmäßig anhand von Datenanalysen und Branchen-Benchmarks. Bevor wir Änderungen vornehmen, analysieren wir die aktuellen Marktbedingungen und -praktiken gründlich und beziehen relevante Stakeholder sowie wichtige Stakeholdergruppen wie Arbeitnehmervertretungen ein, wo dies angebracht ist.
Neben der individuellen Leistung messen unsere jährlichen langfristigen Anreizpläne die Unternehmensleistung auf der Grundlage finanzieller und nicht finanzieller Kennzahlen. Letztere sollen unsere High Impact Culture und unsere Nachhaltigkeitsstrategie vorantreiben. Neben einem wettbewerbsfähigen Gehalt bieten wir attraktive Zusatz- und Sozialleistungen durch unsere Leistungsprogramme an, zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge, Krankenversicherung und andere Versicherungen für Mitarbeitende sowie weitere lokale Angebote wie Fahrradleasing oder Rabattprogramme.
Das prozentuale Verdienstgefälle zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitenden, ausgedrückt als Prozentsatz des durchschnittlichen Lohnniveaus männlicher Mitarbeitender, betrug im Berichtsjahr 8,8 % (unbereinigtes Verdienstgefälle). Bei der Berechnung berücksichtigten wir die Differenz der durchschnittlichen Lohnniveaus zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitenden. In den vergangenen Jahren entschieden wir uns dafür, das bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle zu berichten. Dies liegt in unserer Ansicht begründet, dass diese Kennzahl eine genauere Darstellung der Lohnunterschiede bietet, indem sie verschiedene Faktoren wie Bildung, Erfahrung und berufliche Funktionen berücksichtigt. Das bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle definiert die Differenz der durchschnittlichen Lohnniveaus zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitenden nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren, die das Gehalt beeinflussen können. Das Verhältnis zwischen der Vergütung unserer höchstbezahlten Person und der mittleren Vergütung unserer Mitarbeitenden belief sich im Berichtsjahr auf 97,3.
Die zugrunde liegenden Berechnungen für beide Kennzahlen basieren auf der steuerpflichtigen Vergütung der Mitarbeitenden. Sie umfassen das jährliche Grundgehalt, kurz- und langfristige Anreize, alle anderen wiederkehrenden Zahlungen (wie Zulagen und Gewinnbeteiligungen) sowie alle Sachleistungen (steuerpflichtige Leistungen). Das Verdienstgefälle sowie die jährliche Gesamtvergütung werden von verschiedenen objektiven Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Art der Arbeit, das Land/der Markt und der Unternehmensbereich, in dem die Mitarbeitenden beschäftigt sind, sowie individuelle Faktoren wie Bildungsabschlüsse, Betriebszugehörigkeit, Alter, Leistung und Berufserfahrung. Zur Berechnung des Medians der jährlichen Gesamtvergütung bezogen wir alle Mitarbeitenden ein, die das gesamte Berichtsjahr über für uns gearbeitet haben. Ausgenommen waren die höchstbezahlte Person und Mitarbeitende in unbezahltem Urlaub.
Unser Geschäftsmodell basiert auf wissenschaftlicher Forschung und verantwortungsvollem Unternehmertum. Diese sind für uns die Schlüssel zu technologischem Fortschritt. Wir beziehen zahlreiche Rohstoffe, Verpackungsmaterialien, technische Produkte, Komponenten und Dienstleistungen aus aller Welt. Entsprechend sind wir auf die Zuverlässigkeit unserer Lieferanten und die Stabilität der Lieferketten angewiesen. Das Ziel unseres Lieferantenmanagements ist es, durch geeignete Policies, Verfahren und Maßnahmen dafür zu sorgen, dass menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Wir streben an, in der Lieferkette wie auch in der eigenen Geschäftstätigkeit ethisch verantwortungsvoll zu handeln sowie Menschenrechtsverstöße und -verletzungen zu minimieren.
Von unseren Zulieferfirmen erwarten wir das gleiche Engagement und haben dies in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten festgelegt. Sollte es zu Menschenrechtsverletzungen oder Verstößen gegen Arbeitsnormen in der Lieferkette kommen, wenden wir speziell auf unsere Lieferanten ausgerichtete Abhilfemaßnahmen an und erwarten, dass die Abweichungen von diesen umgehend und wirksam angegangen werden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse stellten wir negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Arbeitskräfte insbesondere in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie Risiken fest. Bei der Bewertung und Identifizierung berücksichtigten wir die Art der Geschäftstätigkeiten, die Geschäftsbeziehungen und die geografischen Gegebenheiten. Darauf basierend gewannen wir ein Verständnis für die zugrundeliegende Wertschöpfungskette, einschließlich der zugrundeliegenden Produkte und Dienstleistungen. Diesem Ansatz folgend identifizierten wir negative Auswirkungen und Risiken in allen drei Unternehmensbereichen (Life Science, Healthcare und Electronics) als wesentlich. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen und das folgende wesentliche Risiko:
| Kennung | S2-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Die Missachtung von Chancengleichheit, Vielfalt, Gleichberechtigung, Integration und Nichtdiskriminierung kann zu Menschenrechtsverletzungen in unserer Wertschöpfungskette führen. In unseren vorgelagerten Arbeitsbereichen besteht die Möglichkeit, dass Frauen und Minderheiten vergleichsweise gering vertreten sind. |
| Kennung | S2-NI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Bergbauunternehmen stehen in einem Spannungsverhältnis: Um preislich wettbewerbsfähig zu bleiben, streben sie die Senkung von Arbeitskosten an; gleichzeitig soll ihr Personalmanagement eine langfristige Performance gewährleisten. |
| Kennung | S2-NI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Anders als bei unseren eigenen Geschäftstätigkeiten können wir entlang unserer Lieferkette oft nur indirekt Einfluss nehmen, um negative Auswirkungen zu verhindern. Dies führt zu potenziellen Menschenrechtsproblemen, die wir bei den Arbeitnehmern in der vorgelagerten Wertschöpfungskette nicht überwachen oder kontrollieren können. Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) hat die Sektoren Landwirtschaft, Aquakultur und Fischerei als besonders anfällig für Zwangsarbeit eingestuft. Die Arbeitnehmenden sind mit der Nichtzahlung oder verspäteten Zahlung von Löhnen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Gewalt, Drohungen, Menschenhandel und anderen Formen der modernen Sklaverei konfrontiert. Fälle von Zwangsarbeit wurden in den Lieferketten der meisten Produkte dieser Sektoren dokumentiert. Die Sektoren Landwirtschaft, Aquakultur und Fischerei weisen im Vergleich zu allen anderen Sektoren den höchsten Anteil an Kinderarbeit auf, in den Lieferketten vieler Produkte dieser Sektoren wurden Fälle von Kinderarbeit dokumentiert. |
| Kennung | S2-NI-04 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | In unserer Lieferkette benötigen wir eine Vielzahl von Mineralien. Bei diesen Mineralien besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie durch Kinder- oder Zwangsarbeit abgebaut werden. Trotz unserer Bemühungen und Sicherheitsvorkehrungen können wir nicht vollkommen ausschließen, dass bei der Gewinnung dieser Mineralien in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette Kinder- und Zwangsarbeit vorkommen. |
| Kennung | S2-NI-05 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Aufgrund der Art unserer Geschäftstätigkeit, zum Beispiel beim Abbau von Glimmer, können mögliche negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen, die Gleichberechtigung und Chancengleichheit oder andere arbeitsbezogene Rechte (zum Beispiel Kinderarbeit, Zwangsarbeit) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette nicht ausgeschlossen werden. Gleichzeitig sind unsere Möglichkeiten, auf externe Organisationen einzuwirken, begrenzter als innerhalb unseres eigenen Unternehmens. Eingeschränkte Arbeitsrechte und Arbeitsbedingungen, die gegen die Menschenrechte verstoßen, führen zu starken negativen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette. Das Akzeptieren oder Ignorieren solcher Verstöße würde die negativen Auswirkungen noch verstärken. |
| Bei der Arbeit in Bergwerken und der Unterbringung in bereitgestellten Unterkünften hat der Arbeitnehmer wenig Kontrolle über seine Privatsphäre. | |
| Arbeits- und Zeitarbeitsfirmen sowie Datenanbieter und Beratungsunternehmen speichern, verarbeiten und übermitteln immer mehr sensible personenbezogene Daten über Mitarbeitende, Kunden und Bewerbende. |
| Kennung | S2-NI-06 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Die Arbeitsbedingungen in Bezug auf Entlohnung, soziale Sicherheit, Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit in mehreren Ländern werden oft mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht und wirken sich negativ auf die Arbeitskräfte in diesen Ländern aus. |
| Kennung | S2-NI-07 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert |
| Beschreibung | Wir sind in verschiedenen Branchen tätig oder haben mit ihnen Geschäftsbeziehungen, unter anderem in den Bereichen Electronic Manufacturing Services (EMS) und Original Design Manufacturing (ODM), in der Wasser- und Abfallwirtschaft, im Verkehrssektor, in der industriellen Fertigung sowie in der Metall- und Bergbauindustrie. Deshalb spielen Gesundheits- und Sicherheitsaspekte eine große Rolle, da die in diesen Sektoren tätigen Arbeitnehmenden Gesundheits- und Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind, die unter anderem durch schwere Maschinen, bewegliche Ausrüstungen, Schadstoffe, hohe Temperaturen und Druck sowie elektrische Gefahren entstehen. Negative Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit treten insbesondere in der vorgelagerten Lieferkette auf. Diese Auswirkungen beziehen sich auf die Arbeitsbedingungen und die Rechte der Arbeitnehmenden. Je tiefer man in die Lieferkette eindringt, desto schwerwiegender können die Auswirkungen sein und desto schwerer sind sie zu überwachen. |
| Kennung | S2-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; nachgelagert |
| Beschreibung | Die Auswirkungen von noch nie dagewesenen Ereignissen wie Pandemien oder anderen geopolitischen Ereignissen belasten nicht nur das Gesundheitssystem, sondern wirken sich auch direkt auf die Wirtschaft aus. Bei solchen Ereignissen, für die es keine adäquaten Maßnahmen gibt, besteht das Risiko, dass es durch den Verlust von Menschen/Arbeitskräften zu Versorgungsengpässen kommt, was zu finanziellen und Reputationsschäden für uns führen kann. |
Unser Unternehmen ist in globalen, komplexen Lieferketten tätig. In vielen Fällen liegen mehrere Lieferantenebenen zwischen uns und den Herkunftsquellen der in unseren Produkten verwendeten Rohstoffe. Zu den Arbeitskräften, die von Menschenrechtsverletzungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette besonders betroffen sein können, gehören:
| ― |
Arbeitskräfte, die Konfliktmineralien wie Zinn, Wolfram, Tantal und Gold in Minen abbauen, weiterverarbeiten und transportieren. Bei diesen Mineralien besteht das Risiko, dass sie in Konflikt- und Hochrisikogebieten gewonnen und verkauft werden. Gemäß der EU-Verordnung sind Konflikt- und Hochrisikogebiete Gebiete, in denen bewaffnete Konflikte geführt werden oder die sich nach Konflikten in einer fragilen Situation befinden. Dazu gehören auch Gebiete, in denen Staatsführung und Sicherheit schwach oder nicht vorhanden sind, zum Beispiel gescheiterte Staaten, und Staaten, in denen weit verbreitete und systematische Verstöße gegen internationales Recht einschließlich Menschenrechtsverletzungen stattfinden. |
| ― |
Arbeitskräfte in der Glimmerlieferkette. Dieser Rohstoff wird primär in Indien, insbesondere in den Bundesstaaten Jharkhand und Bihar, abgebaut. |
| ― |
Arbeitskräfte in der Logistikbranche, insbesondere beim Transport von Gütern. Die Arbeitskräfte sind mit Problemen wie prekären Arbeitsbedingungen, mangelndem Gesundheits- und Sicherheitsschutz sowie Misshandlung und Diskriminierung konfrontiert. |
Arbeitskräfte aus den oben genannten Gruppen sind besonders anfällig für negative Auswirkungen. Das schließt Personen mit ein, die die Sprache am Arbeitsplatz nicht gut genug beherrschen, um beispielsweise Sicherheitsanweisungen zu verstehen und/oder effektiv mit dem Kollegium zu kommunizieren. Auch Arbeitskräfte mit körperlichen oder psychischen Herausforderungen sind möglicherweise anfälliger für Verletzungen oder Unfälle am Arbeitsplatz. Frauen können am Arbeitsplatz diskriminiert und ungleich behandelt werden, was sich auf ihren Zugang zu sicheren Arbeitsbedingungen, fairen Aufstiegsmöglichkeiten und angemessenen Gesundheits- und Sicherheitsressourcen auswirkt.
Im Bereich der Konfliktmineralien, in der Glimmerlieferkette und in der Logistikbranche sind die potenziellen negativen Auswirkungen bei indirekten Tier-n-Lieferanten sowohl weit verbreitet als auch systematisch. Aufgrund der Art unserer Geschäftstätigkeit können mögliche negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen, die Gleichberechtigung und Chancengleichheit sowie andere arbeitsbezogene Rechte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette nicht ausgeschlossen werden.
Glimmer beispielsweise ist ein wichtiger Rohstoff für unsere Effektpigmente, die in der Automobil-, Kosmetik- und Kunststoffindustrie eingesetzt werden. Den größten Teil unseres Glimmers beziehen wir aus den indischen Bundesstaaten Jharkhand und Bihar, wo beim Glimmerabbau häufig Personen unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Zudem besteht ein erhebliches Risko von Kinderarbeit und unsicheren Arbeitsbedingungen. Das Fehlen formaler Beschäftigungsstrukturen und einer behördlichen Aufsicht verschärft diese Problematik weiter.
Das identifizierte wesentliche Risiko einer Pandemie (S2-R-01) ergibt sich aus externen Faktoren und somit weder aus Auswirkungen oder Abhängigkeiten in Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette noch aus unserer Strategie oder unserem Geschäftsmodell. Von unserem wesentlichen Risiko sind Arbeitskräfte in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette genauso betroffen wie Arbeitnehmende in unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette, zum Beispiel Vertriebshändler oder Vertreter. Arbeitnehmende aus unseren Joint Ventures sowie Arbeitskräfte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette sind von unseren wesentlichen Auswirkungen nicht betroffen. Arbeitskräfte, die an unserem Standort arbeiten und in die Kategorie der Fremdarbeitskräfte fallen, wie zum Beispiel Selbstständige oder Arbeitskräfte, die von Drittanbietern bereitgestellt werden, zählen zu unserer eigenen Belegschaft. Diese werden gemäß ESRS unter S1 abgedeckt.
Als internationaler Konzern tragen wir die Verantwortung, weltweit Menschenrechte zu achten. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass es bei unseren Konzerngesellschaften, Lieferanten und Geschäftspartnern zu keinen Menschenrechtsverletzungen kommt. Es ist außerdem unser Anspruch, bei erkannten Menschenrechtsverletzungen auf eine Verbesserung der jeweiligen Umstände hinzuwirken. Damit kommen wir unserer Sorgfaltspflicht gegenüber der Gesellschaft und der Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen, wie dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), nach. Bei Widersprüchlichkeiten zwischen unseren konzernweiten Standards und nationalen Gesetzen versuchen wir, nach dem höheren Standard zu handeln und gleichzeitig die Einhaltung der Gesetze in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu achten. Damit wollen wir einen Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals, SDGs) leisten.
Unsere Policies, insbesondere unser Verhaltenskodex für Lieferanten, beruhen auf folgenden Grundsätzen:
| ― |
einer Null-Toleranz-Politik gegenüber jeder Form von Kinder- und Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel, |
| ― |
der Ablehnung und dem Verbot von Diskriminierung, |
| ― |
dem Recht, Arbeitnehmervertretungen zu bilden und Tarifverhandlungen zu führen, |
| ― |
der Achtung nationaler Gesetzgebung zu Arbeitszeiten, Entlohnung, Mindestlohn und Sozialleistungen oder der internationalen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO), wenn es keine nationalen Regelungen gibt, und |
| ― |
dem Ergreifen von Maßnahmen, um Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen so weit wie möglich zu vermeiden. |
Mit unseren Policies zielen wir darauf ab, die wesentlichen Auswirkungen und Risiken für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu adressieren. Die Policies im Zusammenhang mit unseren Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S2-NI7, S2-NI5, S2-NI8 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Gesundheit und Sicherheit, Kinderarbeit, Zwangsarbeit |
| Inhalt | Die Policy verdeutlicht unser Engagement für die Achtung der Menschenrechte und die Unterstützung ihrer Verwirklichung in unserem eigenen Geschäft, unserer Lieferkette und unseren Geschäftsbeziehungen. Sie befasst sich mit spezifischen Menschenrechtsfragen wie Sozial- und Arbeitsstandards, Zugang zu Gesundheit, Produktverantwortung, Forschungsethik, Datenschutz, Lieferkette und Geschäftsbeziehungen, Investitionsentscheidungen, Gemeinschaften, Sicherheit sowie Bestechung und Korruption. Darüber hinaus beschreibt die Policy unseren übergreifenden Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, einschließlich des Umgangs mit Bedenken und Beschwerden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere gesamte Wertschöpfungskette. Wir erwarten von unseren Lieferanten, Geschäftspartnern und anderen Parteien, die mit unseren Betrieben, Produkten und Dienstleistungen in Verbindung stehen, dass sie die Menschenrechte respektieren und die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht, wie sie in unserer Policy formuliert ist, anwenden. |
| Verantwortlichkeit | Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy stützt sich auf die Internationale Menschenrechtscharta, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die Grundsätze des UN Global Compact, die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemaßnahmen sowie die IAO-Erklärung über multinationale Unternehmen. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen externer und interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI7 und S2-NI5 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Gesundheitsschutz und Sicherheit, andere arbeitsbezogene Rechte |
| Inhalt | Die Policy zielt darauf ab, die Menschenrechte zu wahren und nachhaltige Umweltpraktiken in der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen. Sie umfasst unsere Menschenrechtsverpflichtung und unsere Sorgfaltspflichten. Darüber hinaus beschreibt sie den Prozess, mit dem wir sicherstellen, dass wir unseren menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten nachkommen. Dieser Prozess umfasst die Risikoanalyse, Präventions- und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdeverfahren sowie Dokumentations- und Berichtspflichten. Unsere Sorgfaltspflichten werden auf der Grundlage nationaler und internationaler Standards und in Übereinstimmung mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) umgesetzt. Unsere Erwartungen in Bezug auf Menschenrechte und Umwelt gemäß dem LkSG müssen von allen unseren Mitarbeitenden und Lieferanten anerkannt und eingehalten werden: |
| • Verbot von Kinderarbeit: Wir verfolgen einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber jeder Form von Kinderarbeit; | |
| • Diskriminierungsverbot: Wir dulden keine Diskriminierung von Personen aufgrund von unter anderem Geschlecht oder Geschlechtsidentität, kultureller oder nationaler Herkunft, Abstammung, Rasse, Hautfarbe, Religion oder Glaube, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Familien- oder Ehestand, Militär- oder Veteranenstatus; | |
| • Verbot von Zwangsarbeit: Wir verfolgen einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber jeder Form von Zwangs- oder Pflichtarbeit, Sklaverei und Menschenhandel; | |
| • Vereinigungsfreiheit: Wir achten das Recht zur Bildung von Arbeitnehmervertretungen und zu Kollektivverhandlungen (gemäß dem jeweils geltenden Recht des Beschäftigungsorts); | |
| • Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen zu Vergütung und Arbeitszeiten: Wir halten die jeweils geltende nationale Gesetzgebung zu Arbeitszeit, Vergütung, Mindesteinkommen und Sozialleistungen oder die internationalen Standards der IAO, sofern nationale Regelungen fehlen; | |
| • Kontrolle über Sicherheitspersonal: Unabhängig von der Vertragsart halten wir das jeweils geltende nationale Recht beim Einsatz von Fremdpersonal (zum Beispiel Sicherheitspersonal) in den Vertrags- und Arbeitsbeziehungen ein; Fremdpersonal sensibilisieren und kontrollieren wir durch geeignete Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf menschenrechtliche Risiken; | |
| • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Wir ergreifen geeignete Maßnahmen im Bereich des Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsmanagements, um Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen nach Möglichkeit vorzubeugen. | |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen unseren Standorten und für unsere vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Geschäftsleitung und Menschenrechtsbeauftragte |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den IAO- Kernarbeitsnormen, den zehn Grundsätzen des UN Global Compact, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Festlegung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner und externer Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI11, S2-NI5 und S2-NI18 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Arbeitsbedingungen; Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement obliegt es, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
| Anwendungsbereich | Diese Policy gilt weltweit für alle unsere Lieferanten von Waren und/oder Dienstleistungen ("Lieferanten") und für Sales Intermediates (zum Beispiel Händler, Distributoren, Großhändler und Wiederverkäufer). |
| Verantwortlichkeit | Chief Procurement Officer und Group General Counsel |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die IAO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Mineralen aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen-MacArthur-Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Die Policy wurde unter Berücksichtigung der Interessen von internen und externen Stakeholdern sowie Fachleuten entwickelt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. In unseren Bestellungen wird grundsätzlich über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie ist auch in neuen oder geänderten Verträgen enthalten. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI11, S2-NI7, S2-NI18, S2-NI5 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Inhalt | Unsere Policy regelt unseren Umgang mit der Beschaffung von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten. Der Fokus dieser Charta liegt auf Mineralien wie Zinn, Wolfram, Tantal und Gold (auch als "3TGs" bekannt) sowie Kobalt, die in Konflikt - und Hochrisikogebieten abgebaut werden. Diese Mineralien, auch als "Konfliktmineralien" bezeichnet, bergen das Risiko, zu Menschenrechtsverletzungen beizutragen. Aus diesem Grund haben wir ein umfassendes Programm zur Wahrnehmung unserer Sorgfaltspflicht sowie entsprechende Sorgfaltsprüfungspraktiken entwickelt, welche im Einklang mit international geltenden Gesetzen stehen. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit und ergänzt die Anforderungen, die sich aus unserem Verhaltenskodex für Lieferanten ergeben. |
| Verantwortlichkeit | Senior Management der Unternehmensbereiche, Verantwortliche für das Thema Konfliktmineralien in den Unternehmensbereichen und Group Procurement. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821 und dem deutschen Gesetz 585/19 zur Umsetzung der Verordnung (EU) 2017/821 des Europäischen Parlaments. Wir streben außerdem Praktiken an, die mit dem Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502 und dem OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Mineralen aus Konflikt- und Hochrisikogebieten im Einklang stehen. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Festlegung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI7, S2-NI5, S2-NI6, S2-NI8 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Gesundheitsschutz und Sicherheit, Kinderarbeit, Zwangsarbeit |
| Inhalt | Das Ziel dieser Policy ist es, die Einhaltung geltender Gesetze und Kodizes sowie internationaler Standards in Bezug auf die Beschaffung von Konfliktmineralien aus Konflikt - und Hochrisikogebieten sicherzustellen. Um diese Vorschriften einzuhalten und die Konsistenz zu wahren, beschreibt die Policy unseren Sorgfaltspflichtenprozess und die damit verbundenen Verfahren, die speziell auf Konfliktmineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten (CAHRAs) ausgerichtet sind. Die Policy beschreibt unseren Prozess zur Umsetzung unserer Sorgfaltspflicht in Bezug auf Konfliktmineralien. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten und auch für unsere Lieferkette. |
| Verantwortlichkeit | Sektor Senior Management, Verantwortliche für das Thema Konfliktmineralien in den Geschäftsbereichen und Group Procurement. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, dem deutschen Gesetz 585/19 zur Umsetzung der Verordnung (EU) 2017/821 des Europäischen Parlaments, dem Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, und dem OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI7, S2-NI5, S2-NI6, S2-NI8 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Gesundheitsschutz und Sicherheit, Kinderarbeit, Zwangsarbeit |
| Inhalt | Wir beziehen Glimmer für die Herstellung unserer Effektpigmente aus Regionen, die mit Herausforderungen in Bezug auf Armut, politische Instabilität und Menschenrechtsbelangen konfrontiert sind. Gemäß unseren Menschenrechtsverpflichtungen, die in unserer Menschenrechtscharta und unserer Grundsatzerklärung dargelegt sind, müssen wir sicherstellen, dass in unserem jeweiligen Einflussbereich keine Menschenrechtsverletzungen auftreten und dass unsere Geschäftstätigkeiten diese Rechte nicht verletzen. Die Policy soll sicherstellen, dass unsere Lieferanten die Anforderungen des Verhaltenskodex für Lieferanten und unserer Menschenrechtscharta erfüllen. So sollen beispielsweise Fortschritte bei der Verbesserung der Glimmerbeschaffung zusammengefasst und dokumentiert werden, damit eine gemeinsame Sicht auf den aktuellen Stand ermöglicht wird. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere Lieferkette. |
| Verantwortlichkeit | Mica Steering Committee |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen: S2-NI11, S2-NI7, S2-NI18, S2-NI5 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheitsschutz und Sicherheit, Kinderarbeit, Zwangsarbeit |
| Inhalt | Die Policy bezieht sich auf den Gruppenstandard "Human Rights Due Diligence Obligation". Dieses Dokument, das für den gesamten Merck-Konzern gilt, definiert ein System mit Kernelementen der Sorgfaltspflichten zum Schutz der Menschenrechte, einschließlich der sozialen und spezifischen Umweltaspekte. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für unsere eigenen Geschäftstätigkeiten und für unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette. |
| Verantwortlichkeit | Group Procurement und Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen interner Stakeholder. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist im Intranet verfügbar. |
Wir verpflichten uns, internationale Menschenrechtsstandards wie die OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) einzuhalten. Unsere Human Rights Charter basiert auf den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Wir haben keine direkten Beziehungen zu den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Indem wir in Brancheninitiativen mit anderen Unternehmen kooperieren, wollen wir sicherstellen, dass wir nach den Industriestandards arbeiten und uns auf Vergleichsdaten- und Expertenanalysen verlassen können. So sind wir beispielsweise Gründungsmitglied der Multi-Stakeholder-Gruppe Responsible Mica Initiative (RMI). Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschenrechtsrisiken in der Glimmerlieferkette zu reduzieren. Dabei sollen neben den Interessen der Unternehmen auch die der Arbeitskräfte berücksichtigt werden, damit eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen erzielt und Kinder- sowie Zwangsarbeit beseitigt werden.
Sollten wir feststellen, dass es entlang unserer Lieferkette zu einer Menschenrechtsverletzung gekommen ist, leiten wir unverzüglich angemessene Maßnahmen ein, um diese Verletzung zu beenden. Wir können unsere Geschäftsbeziehungen mit einem Lieferanten beenden, wenn dieser unsere Menschenrechtsbestimmungen nicht einhält. Zu unseren Maßnahmen gehört die Untersuchung der Rechtsverletzung und der jeweiligen Situation in der Lieferkette. Die zuständige Person kontaktiert den Lieferanten bezüglich des (potenziellen) Falls und bittet ihn um eine formelle Stellungnahme zu den gemeldeten Vorwürfen. Je nach Bereitschaft des Lieferanten den Verstoß zu beenden, werden die Gesprächsergebnisse dokumentiert und nachverfolgt oder es wird ein Eskalationsprozess gemäß unserer Remedial Actions Guideline eingeleitet. Konkrete Maßnahmen im Folgeprozess, zu denen beispielsweise die Vereinbarung eines Korrekturmaßnahmenplans (CAPA) mit dem Lieferanten gehört, legen wir je nach Schwere des Falls fest. Die Folge- oder Eskalationsmaßnahmen werden unter Mitwirkung mehrerer Abteilungen durchgeführt, zum Beispiel des Einkaufes, unserer Human Rights Experts und Business Risk Owners.
Im Berichtsjahr wurden uns vier Beschwerdefälle gemeldet. Keiner dieser Fälle bestätigte sich als Menschenrechtsverletzung, bei denen die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die IAO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und deren Folgemaßnahmen oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen nicht eingehalten wurden und an denen Arbeitnehmende in der Wertschöpfungskette beteiligt waren. Fälle von Menschenrechtsverletzungen in unserer Lieferkette können über unsere Beschwerdekanäle, einer webbasierten Compliance-Hotline, telefonisch oder per E-Mail gemeldet werden. Unser Kompetenzzentrum innerhalb der Einheit Group Procurement dokumentiert, verfolgt und bearbeitet die Untersuchung und den Abschluss der Fälle. Unsere Menschenrechtsbeauftragte wird entsprechend informiert. Der Zweck unseres Beschwerdemechanismus besteht darin, so früh wie möglich Kenntnis von Risiken und Verstößen im Zusammenhang mit Menschenrechten und bestimmten Umweltaspekten zu erlangen, um wirksame Präventiv- und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen und möglichen Schaden von den betroffenen Personen abzuwenden. Sollte die Untersuchung Menschenrechts- oder bestimmte Umweltrisiken oder -verstöße bei Lieferanten bestätigen, leiten wir geeignete Folgemaßnahmen wie Audits und Korrekturmaßnahmenpläne ein. Das Beschwerdeverfahren wird eingestellt, wenn wir nach der Untersuchung der Situation mit hinreichender Sicherheit festgestellt haben, dass keine Menschenrechtsrisiken oder -verstöße vorliegen.
Wir haben klare Verantwortlichkeiten für die Durchführung und Einhaltung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht festgelegt. Dazu gehören auch klare Zuständigkeiten für die Überwachung des Risikomanagements. Unserer Menschenrechtsbeauftragten obliegt die Überwachung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten. Da wir die Erfüllung der Sorgfaltspflichten als Querschnittsaufgabe verstehen, sind neben unserer Menschenrechtsbeauftragten auch Themenverantwortliche in den jeweiligen Funktionen, Unternehmensbereichen und lokalen Einheiten für die operative Umsetzung zuständig. Darüber hinaus ziehen wir für bestimmte Themen und Aufgaben externe Fachleute hinzu. Die Gesamtverantwortung für die Achtung der Menschenrechte liegt bei unserer Geschäftsleitung. In unserer Grundsatzerklärung des Merck-Konzerns zur Einhaltung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten erklären wir deutlich, dass wir bei jeder Form von Kinder- und Zwangsarbeit eine Null-Toleranz-Politik verfolgen. Dies ist auch Teil unseres Verhaltenskodex für Lieferanten, in dem wir unsere Erwartungen an unsere Lieferanten und Geschäftspartner in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte darlegen.
Wir verfügen noch über keine Prozesse, wenn es darum geht, mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette und ihren Vertretern direkt über wesentliche tatsächliche/potenzielle Auswirkungen und Risiken zu sprechen, die sie betreffen.
Als global agierendes Unternehmen können wir in unserer Lieferkette negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt nicht ausschließen. Unser Ziel ist es, (potenziell) betroffene Personen zu schützen und nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen zu verhindern, zu beenden oder zumindest zu minimieren. Dafür haben wir standardisierte Prozesse etabliert. Zu diesen Prozessen gehören beispielsweise unser Lieferantenauswahlverfahren, unsere Abhilfemaßnahmen gemäß unseren Richtlinien, unser Risikomanagementprozess, unser Beschwerdemechanismus sowie unser Due-Diligence-Prozess für eine verantwortungsvolle Mineralienbeschaffung. Diese Prozesse sollen uns in die Lage versetzen, Risiken angemessen zu identifizieren und anzugehen sowie negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu vermeiden und zu mindern. Sollte es in unserer Lieferkette zu einer Menschenrechtsverletzung kommen, ist das Spektrum der Maßnahmen vielfältig und hängt von der festgestellten Verletzung und der Ursache der Verletzung ab.
Die Achtung der Menschenrechte und die Einhaltung von umweltschutzbezogenen Anforderungen berücksichtigten wir bei der Lieferantenauswahl. Diese Kriterien sind Bestandteil unserer Strategie zur Lieferantenauswahl. Wir arbeiten aktuell daran, unsere Verfahrensanweisungen (Standard Operating Procedures) hierzu entsprechend anzupassen und die Mitarbeitenden im Einkauf zu den aktualisierten Inhalten zu schulen. Unsere Erwartungen werden dem Lieferanten sowohl während des Ausschreibungsprozesses als auch während der Vertragsverhandlungen mitgeteilt. Wir lassen uns von allen Lieferanten mit einem definierten Risikoprofil, das das Länderrisiko und das Branchenrisiko umfasst, die Einhaltung unseres Verhaltenskodex für Lieferanten bestätigen, bevor der jeweilige Lieferant in unseren Warenwirtschaftssystemen angelegt wird und eine Bestellung erhält. Wenn wir in unserer Lieferkette Verstöße gegen Menschenrechts- oder Umweltverpflichtungen feststellen, leiten wir umgehend entsprechende Maßnahmen ein. So definieren wir mit Lieferanten beispielsweise Korrektur- und Abhilfepläne gemäß unserer Remedial Actions Guideline, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums erfüllt werden müssen. Darüber hinaus fordern wir unsere Lieferanten auf, Bewertungen oder Audits von uns oder von vertrauenswürdigen Partnerunternehmen durchführen zu lassen, und haben diese Anforderung auch in die Verträge aufgenommen. Wir wollen sicherstellen, dass wir die Industriestandards einhalten, und arbeiten deshalb mit anderen Unternehmen in Brancheninitiativen zusammen. So sind wir beispielsweise Mitglied bei Together for Sustainability (TfS), der Pharma Supply Chain Initiative (PSCI), der Responsible Mica Initiative (RMI) und der Responsible Minerals Initiative (RMI).
Um menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken zu identifizieren, führen wir eine Risikoanalyse für Lieferanten einmal im Jahr oder bei Bedarf ad hoc durch. Zunächst ermitteln wir die abstrakten Risiken unserer unmittelbaren Lieferanten durch Länder- und Branchenindizes, die auf Basis externer Daten ermittelt wurden und berücksichtigen zudem den Umfang unserer Geschäftstätigkeit mit dem jeweiligen Lieferanten. Im zweiten Schritt der Analyse beziehen wir konkrete menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken ein. In der konkreten Risikoanalyse bewerten wir entweder für diejenigen Lieferanten, die im abstrakten Teil als "relevant" identifiziert wurden, oder solche in einer risikoreichen Lieferkette oder Lieferanten, die nach internen Erkenntnissen als risikoreich gelten. Dadurch wollen wir auch in der Lage sein, Veränderungen in unserer Lieferkette zu berücksichtigen und auf neu gewonnene Erkenntnisse zu reagieren.
Die Ergebnisse der Risikoanalyse werten wir kontinuierlich aus und integrieren sie in unsere unternehmensinternen Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Die Risikoanalyse bildet die Grundlage für geeignete präventive oder korrigierende Maßnahmen innerhalb unserer eigenen Betriebsabläufe sowie bei unseren direkten Lieferanten.
Die Remedial Actions Guideline enthält Anleitungen und Hilfestellungen dazu, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um eine Menschenrechts- oder Umweltverletzung zu beenden oder ein festgestelltes konkretes Risiko zu mindern. Der erste Teil konzentriert sich auf Fälle, die sich aus Bewertungen und Audits ergeben. Lieferanten, die ein Audit nicht erfolgreich bestehen, müssen über einen sogenannten CAPA-Plan entsprechende Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen innerhalb eines definierten Zeitrahmens umsetzen. Darüber hinaus müssen sie unsere Schulung zum Verhaltenskodex für Lieferanten absolvieren. Im zweiten Teil sind Maßnahmen für Fälle aufgeführt, von denen wir beispielsweise über unsere Compliance-Hotline oder über eine Medienberichterstattung erfahren. Der hierfür definierte Prozess beinhaltet die Vorgabe, dass Lieferanten zu gemeldeten Fällen kontaktiert werden und Stellung beziehen müssen. Der Lieferant wird aufgefordert, auch hier einen Abhilfeplan zum sofortigen Beenden des Verstoßes vorzulegen. Die Wirksamkeit des Plans wird auf Grundlage der vom Lieferanten erbrachten Nachweise über die Umsetzung der Maßnahmen bewertet. Gegebenenfalls müssen die Maßnahmen angepasst werden.
Über unser konzernweites Hinweisgeber- und Beschwerdesystem können potenzielle Verstöße gegen Menschenrechte, gesetzliche Bestimmungen und Umweltbelange gemeldet werden. Zentraler Bestandteil davon ist unsere Compliance-Hotline, die wir in Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter eingerichtet haben. Sowohl unsere Mitarbeitenden als auch Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette können Verdachtsfälle in mehr als 40 Sprachen über dieses System melden: kostenlos und anonym, entweder per Telefon oder über eine webbasierte Anwendung. Die Kanäle sind über unsere externe Website Compliance-Hotline zugänglich. Alle Meldungen werden vertraulich behandelt und in einem klaren und transparenten Verfahren geprüft und bearbeitet. Die mit der Untersuchung beauftragten Personen sind unabhängig und eigenständig. Group Compliance nimmt Beschwerden entgegen, die über die oben genannten Kanäle eingehen, und leitet sie innerhalb des Unternehmens an die für die Bearbeitung zuständigen Fachabteilungen weiter. Für Beschwerden, die unsere eigene Geschäftstätigkeit betreffen, sind die jeweiligen Konzernfunktionen zuständig. Für mögliche Verstöße in der Lieferkette ist das jeweilige Center of Expertise innerhalb des Bereichs Group Procurement zuständig. Bestätigt die Untersuchung Menschenrechts- oder bestimmte Umweltrisiken oder -verstöße in unserem Unternehmen oder bei unseren Zulieferern, leiten wir entsprechende Folgemaßnahmen (Präventiv- und Abhilfemaßnahmen) gemäß unserer Remedial Actions Guideline ein. Zugleich nehmen wir die Berichte zum Anlass, unsere internen Prozesse und Strukturen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Die Verfahrensordnung bei menschenrechtlichen und umweltbezogenen Hinweisen enthält eine Beschreibung unseres Beschwerdeprozesses. Diese ist auf der Website in den folgenden Sprachen verfügbar: Englisch, Deutsch, Chinesisch, Französisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Das Beschwerdesystem ist in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten beschrieben. Darüber hinaus legen wir in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten fest, dass unsere Lieferanten einen Beschwerdemechanismus oder ein entsprechendes Beschwerdeverfahren gemäß den Wirksamkeitskriterien der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte oder anderen anwendbaren Gesetzen haben müssen. Sie werden dazu angehalten, ihre Mitarbeitenden zu ermutigen und zu befähigen, Bedenken oder illegale Aktivitäten zu melden. Die Lieferanten müssen auf Bedenken reagieren und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen ergreifen. Der Beschwerdemechanismus oder das Beschwerdeverfahren muss auch den externen Anspruchsberechtigten zur Verfügung gestellt und aktiv kommuniziert werden. Darüber hinaus müssen unsere Lieferanten mit niedrigen Menschenrechtsbewertungen eine Schulung zu unserem Verhaltenskodex für Lieferanten durchführen, in der speziell über unser Beschwerdesystem informiert wird.
Unser Beschwerdesystem erfüllt alle in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte festgelegten Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen: Es ist legitim, zugänglich, vorhersehbar, fair und transparent. Wir arbeiten daran, die Wirksamkeit unseres Beschwerdesystems zu prüfen und es entsprechend zu verbessern.
In unserem Lieferantenmanagement bestehen insbesondere für Tier-n-Lieferanten (indirekte Lieferanten) im Bereich Konfliktmineralien gesonderte Maßnahmen. Unser Due-Diligence-Prozess ist an internationalen Standards ausgerichtet. Er umfasst die Einrichtung eines starken Managementsystems, die Identifizierung und Bewertung von Risiken mithilfe von Tools wie dem Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) und die Entwicklung maßgeschneiderter Strategien zur Risikominderung. Bei konkreten Anzeichen dafür, dass unsere Grundsätze für Lieferanten nicht eingehalten werden, erfolgt eine Auditierung des Lieferanten. Im Einklang mit unserer Position in der Lieferkette implementieren wir in Zusammenarbeit mit den vorgelagerten Lieferanten einen Risikomanagementplan, sofern wir ein Risiko feststellen.
Die messbare Risikominderung muss auf den jeweiligen Lieferanten und den Kontext seiner Tätigkeit zugeschnitten sein. Zudem muss sie qualitative und/oder quantitative Indikatoren zur Messung der Verbesserung umfassen. Der Lieferant muss die Abhilfemaßnahmen innerhalb einer festgelegten Frist umsetzen. Während dieser Zeitspanne kann eine vorrübergehende Aussetzung des Handels in Betracht gezogen werden. Sollte der Lieferant die Risikominderung nicht erfolgreich durchführen können oder wir die Auffassung vertreten, dass die Risikominderung nicht ausreichend ist, besteht die Möglichkeit, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Um zu überprüfen, ob die Risikominderung erfolgreich war, wird ein Audit beim Lieferanten durchgeführt.
Arbeitskräfte oder ihre Vertreter beziehen wir nicht direkt in den Prozess der Risikominderung ein. Der Einbindung erfolgt eher über ihre Arbeitgeber, da sie im Falle von auftretenden negativen Auswirkungen Korrekturmaßnahmen vornehmen müssen. Falls wir über unsere Beschwerdekanäle eine Beschwerde über eine Menschenrechtsverletzung erhalten, dokumentieren und untersuchen wir den Fall. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschlossen, wenn wir mit hinreichender Sicherheit feststellen konnten, dass keine Menschenrechtsrisiken oder -verletzungen vorliegen. Alle Informationen behandeln wir unter gebührender Berücksichtigung des Grundsatzes der Vertraulichkeit. Dies gilt insbesondere für personenbezogene Daten. Wir schützen die Identität der beschwerdeführenden Person und verwenden die Daten nur intern im erforderlichen Umfang. Wir setzen zudem unsere verfügbaren Mittel ein, um die beschwerdeführende Person vor potenzieller Diskriminierung und möglichen Repressalien zu schützen, denen diese aufgrund einer Beschwerde ausgesetzt sein könnte.
Um unseren menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten nachzukommen, setzen wir eine Vielzahl an Maßnahmen um, wie im Folgenden beschrieben. Ziel ist es, (potenziell) betroffene Arbeitskräfte zu schützen und nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen zu verhindern, zu beenden oder zumindest zu minimieren. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Maßnahmen als fortlaufend zu betrachten und haben kein festes Abschlussdatum.
Im Jahr 2024 ordneten wir den unten genannten Maßnahmen in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Die Initiative Together for Sustainability (TfS) bewertet Lieferanten entweder anhand der bei Audits gewonnenen Informationen oder anhand von Selbstauskünften und öffentlich zugänglichen Informationen. Letztere stellt die unabhängige Rating-Agentur EcoVadis bereit. EcoVadis bewertet Zulieferfirmen aus mehr als 175 Ländern und mehr als 200 Branchen in den Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Außer mithilfe der Bewertungen werden die Lieferanten auch durch eine umfassende Beobachtung aktueller Pressemeldungen überwacht. Die TfS-Mitgliedsunternehmen erhalten - unter Einhaltung aller kartellrechtlichen Bestimmungen - Einsicht in diese Ergebnisse.
Allein über die TfS-Initiative haben wir Zugriff auf gültige Scorecards von 2.695 unserer Lieferanten. Im Jahr 2024 unterzogen sich rund 2.587 unserer Lieferanten einer Erst- oder Neubewertung. Teilweise haben wir diese angestoßen, teils andere TfS-Mitglieder.
2024 setzten wir unsere Kooperation mit Mitgliedsunternehmen in TfS-Projekten fort. Wir beteiligten uns an mehreren Formaten wie den TfS Talks und dem TfS Coordinator Roundtable, die dem Austausch von Best Practices und der verstärkten Zusammenarbeit dienen. Über die TfS Academy werden Schulungen für Mitarbeitende der Mitgliedsunternehmen angeboten. Das Modul zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht deckt unter anderem die Themen Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Menschenhandel, Diskriminierung und Belästigung ab.
Wir nutzen diese Hebelwirkung der TfS-Initiative, um Nachhaltigkeitsstandards und -anforderungen in Lieferantenverträgen durchzusetzen. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass unsere Lieferanten ethische Praktiken einhalten und ihrer Umweltverantwortung nachkommen. Wir bündeln unser Wissen und unsere Ressourcen in einem globalen Netzwerk, um systematische Verbesserungen in der Lieferkette voranzutreiben.
Seit dem 1. Januar 2023 wenden wir für alle neuen Verträge eine spezifische Vertragsklausel an, über die wir die Verpflichtung zur Einhaltung unseres Verhaltenskodex für Lieferanten verankern. Lieferanten mit einem identifizierten Risikoprofil oder einer niedrigen Bewertung in Bezug auf menschenrechtliche Themen müssen eine Schulung zu unserem Verhaltenskodex für Lieferanten durchführen. Dabei kommt ein interaktives ELearning-Tool zum Einsatz, das wir auf Basis der Kodexinhalte des in verschiedenen Sprachformaten entwickelt haben. Die Schulung kann auch als Teil eines bestehenden Korrektur- und Abhilfeplans durchgeführt werden. Sollte der Lieferant die Anforderung nicht erfüllen, führen wir entsprechende Eskalationsstufen durch. Alle Abhilfemaßnahmen und Schulungsinitiativen für Lieferanten, deren Bewertung unter dem Schwellenwert liegt, dokumentieren wir zum Zweck ihrer kontinuierlichen Überwachung. Durch diese Dokumentation versuchen wir sicherzustellen, dass die durchgeführten Maßnahmen zu einer kontinuierlichen Leistungsverbesserung unserer Lieferanten führen.
Um der Komplexität unserer Lieferketten zu begegnen, sind wir Mitglied der Responsible Minerals Initiative (RMI). Die RMI stellt uns verschiedene Instrumente und Ressourcen zur Verfügung. Durch diese können wir Beschaffungsentscheidungen treffen, die die Einhaltung von Vorschriften sicherstellen und die verantwortungsvolle Beschaffung von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten unterstützen.
Beispielsweise haben wir Zugriff auf eine Datenbank zur Überprüfung von Schmelzhütten und zu ihren Auditbewertungen, die nach dem Standard des Responsible Minerals Assurance Process (RMAP) erfasst sind. Gemäß diesem Standard beinhaltet die Risikoanalyse der Lieferanten auch menschenrechtliche Aspekte. Auf Basis dieser Informationen können wir Lieferanten von Konfliktmineralien frühzeitig identifizieren und kritisch bewerten. Die Wirksamkeit dieser Initiative wird dadurch belegt, dass wir durch die Instrumente der RMI einen besseren Überblick und Zugang zu Informationen über Lieferanten von Konfliktmineralien haben.
Wir sind Gründungsmitglied der Initiative Responsible Mica Initiative. Seit 2017 hat unser Unternehmen den Vorsitz in dieser Organisation inne. Durch diesen branchenübergreifenden Zusammenschluss von Akteuren zielt die Initiative darauf ab, Kinderarbeit und inakzeptable Arbeitsbedingungen in der Glimmerlieferkette zu vermeiden.
Auch im Berichtsjahr unterstützten wir die Arbeit der Initiative hinsichtlich der Verbesserung von Arbeitsstandards, indem wir beispielsweise Audits durchführten. Darüber hinaus arbeiteten wir mit den Mitgliedern ebenfalls an der Zielsetzung, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.
Mit der Beschaffung von Glimmer aus den indischen Bundesstaaten Rajasthan und Bihar, in denen soziale und wirtschaftliche Faktoren zu schlechten Arbeitsbedingungen, einschließlich Kinderarbeit, beitragen, unterstützen wir diese Region, indem wir lokale Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen sichern. Deshalb haben wir mit unseren Lieferanten einen monatlichen Lohn von 17.500 indischen Rupien für die Arbeitskräfte in den Minen und Fabriken vertraglich vereinbart. Seit dem Jahr 2023 erhielten die Arbeitskräfte in den Verarbeitungsbetrieben und Minen unserer Lieferkette bereits das oben genannte Festgehalt, unabhängig von den abgebauten oder verarbeiteten Glimmermengen. Dieser Lohn ist ein existenzsichernder Lohn, der zu einem angemessenen Lebensstandard für die Arbeitskräfte und ihre Familien beitragen und gleichzeitig helfen soll, die Ursache der Kinderarbeit zu beseitigen. Wir überwachen weiterhin die Aufrechterhaltung der existenzsichernden Löhne. Außerdem arbeiten wir daran, die Lebensbedingungen der Familien in den Glimmerabbaugebieten zu verbessern. Seit 2012 finanzieren wir in Jharkhand, Indien, unter anderem drei Schulen mit derzeit rund 490 Lernenden sowie fünf Berufsbildungszentren, die alle von unserem lokalen Partner, der Nichtregierungsorganisation IGEP, betrieben werden. Neben unserer Unterstützung für die Bildung tragen wir auch dazu bei, den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern. Beispielsweise finanzieren wir ein von IGEP betriebenes Gesundheitszentrum in Saphi, Bihar, vollständig, das rund 20.000 Einwohnenden der Region dient.
Environmental Resources Management (ERM), ein führendes internationales Beratungsunternehmen für Umwelt, Gesundheit, Sicherheit, Risiko und Soziales, führt jährlich Audits bei unseren Glimmerlieferanten durch. Diese Audits decken die Minen und Verarbeitungsanlagen ab. Dabei untersucht es Arbeitsbedingungen sowie Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte. Die Auditberichte dokumentieren festgestellte Ergebnisse und empfehlen Korrekturmaßnahmen. Unsere Mitarbeitenden in Kalkutta, Indien und Darmstadt ergreifen Maßnahmen, um festgestellte Mängel zu beheben. Werden die Maßnahmen nicht befolgt, behalten wir uns vor, die Geschäftsbeziehung auszusetzen oder gar zu beenden.
Darüber hinaus führt unser Partner IGEP seit 2013 regelmäßig unangekündigte Besuche durch: Dabei kontrolliert er die Arbeitssicherheit sowie die Einhaltung der Gesetze zur Bekämpfung von Kinderarbeit. Im Jahr 2024 lag der Fokus der Inspektionen auf ärztlichen Untersuchungen für die Arbeitnehmenden und auf der Durchführung von Brandübungen. Den Eskalationsprozess optimieren wir gemeinsam mit IGEP regelmäßig. In diesem werden in dreiwöchentlichen Sitzungen mit Vertretenden unseres Unternehmens Lieferantenbeurteilungen durchgeführt. Durch die Sitzungen können wir erforderliche Maßnahmen ermitteln, die unsere Beschaffungsteams im Anschluss mit unseren Lieferanten besprechen und umsetzen. Im Ergebnis verbesserten unsere Lieferanten erfolgreich die Arbeitsbedingungen an diesen Standorten. Wenn die Korrekturmaßnahmen nicht eingehalten werden, können wir unsere Geschäftsbeziehungen aussetzen oder sogar beenden.
Ein digitales Rückverfolgungssystem hilft uns dabei zu gewährleisten, dass der von uns gekaufte Glimmer aus Quellen stammt, die von unserem Unternehmen qualifiziert und von ERM und IGEP entsprechend geprüft wurden. Der Schwerpunkt liegt auf den Arbeitsbedingungen sowie Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten. Auf der Grundlage schriftlicher Aufzeichnungen der täglichen Fördermengen überprüfen wir die gemeldeten und an die Verarbeitungsanlagen gelieferten Glimmermengen. Die Wirksamkeit dieser Initiative wird durch die Tatsache belegt, dass wir nur Glimmermengen aus Minen beziehen, die die Anforderungen der Sorgfaltspflicht erfüllen.
In den USA verfügen wir über ein Programm zur Lieferantenvielfalt, um nicht nur der lokalen Gesetzgebung zu entsprechen, sondern auch unsere Unternehmenskultur zu optimieren. Der Schwerpunkt des Programms liegt darauf, das Bewusstsein für Unternehmen zu schärfen, die von Frauen, Angehörigen von Minderheitengruppen oder Menschen mit Behinderungen geleitet werden, und diese Unternehmen nach Möglichkeit im Lieferantenauswahlprozess zu berücksichtigen. Dazu nutzen wir unser Lieferantenfinder-Tool, das uns dabei hilft, kleine und auf Vielfalt setzende Lieferanten zu identifizieren und möglicherweise mit ihnen Verträge abzuschließen. Unser Einkaufspersonal sensibilisieren wir durch interne und externe Schulungen. Vor kurzem haben wir unsere internen Berichtsfunktionen durch die Lieferantendatenbank eines Drittanbieters erweitert. Aus den jährlichen Berichten geht hervor, dass wir den Anteil der Ausgaben bei Lieferanten, die als klein und vielfältig eingestuft werden, erhöhen konnten. Unser Programm konzentrierte sich zunächst auf indirekte Einkaufskategorien und den Unternehmensbereich Healthcare. Inzwischen haben wir das Programm auch auf die Bereiche Life Science und Electronics ausgeweitet.
Um die Resilienz unserer Zulieferer zu erhöhen, identifizieren und überwachen wir relevante Lieferanten anhand von Kriterien wie finanziellen, betrieblichen und ESG-bezogenen Risiken sowie ihrer strategischen Bedeutung für das Unternehmen. Dieser Ansatz unterstützt unsere Beschaffungsteams bei der Identifizierung potenzieller Maßnahmen zur Risikominderung bei den betroffenen Lieferanten und hilft ihnen, Verbesserungen vorzunehmen. Im Rahmen unseres umfassenden Risikomanagementansatzes für die Beschaffung, der auf verschiedenen externen Datenquellen und Indizes basiert, überwachen wir auch potenzielle globale Ereignisse (zum Beispiel geopolitische Entwicklungen, klimatische Veränderungen, Naturkatastrophen oder militärische Konflikte). Im Falle eines erkannten Risikos ergreifen unsere Beschaffungsteams in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmensbereichen die erforderlichen Maßnahmen, wie die Ausarbeitung von Notfallplänen mit unseren Lieferanten.
Wir setzen uns durch unsere Maßnahmen für Ziel 8 ("Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum") der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein: Wir wollen sofortige und wirksame Maßnahmen ergreifen, die zur Abschaffung von Zwangsarbeit, zur Beendigung der modernen Sklaverei und des Menschenhandels, zum Verbot und zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, einschließlich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldaten, und zur Beendigung jeder Form von Kinderarbeit bis 2025 beizutragen. Unser kontinuierliches Engagement soll dazu dienen, faire und ethische Arbeitspraktiken in unseren Betrieben zu fördern und daran mitzuwirken, diese Praktiken in der gesamten Lieferkette zu etablieren und aufrechtzuerhalten. Durch die Einhaltung strenger ethischer und sozialer Standards, die regelmäßige Überprüfung dieser Einhaltung und die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zur Sicherstellung ethischer Praktiken trägt unser Ansatz dazu bei, Zwangsarbeit, moderne Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit kontinuierlich zu beseitigen. Dieses Engagement für die Einhaltung von Menschenrechten und verantwortungsvollen Standards in der Lieferkette steht im Einklang mit dem SDG-Ziel 8.7 und unterstützt den fortwährenden Einsatz des Unternehmens für faire und ethische Arbeitspraktiken in seinen Betrieben und in seinen Lieferketten.
Der Einheit Group Procurement obliegt es, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Unser Center of Excellence for Sustainability (Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit) koordiniert die entsprechenden Maßnahmen. Diese sind beispielsweise die Aktualisierung unserer Richtlinien, die Überprüfung von Prozessen und die Koordination unserer Beteiligung an externen Initiativen, zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Unternehmensinitiativen und weiteren Stakeholdern zum Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in unserer Lieferkette. Category Sourcing Teams, die für die Auswahl und Beauftragung von Lieferanten zuständig sind, informieren wir regelmäßig über interne Kommunikationskanäle und Schulungen über unsere Richtlinien, Nachhaltigkeitsanforderungen und Neuerungen einschließlich der Menschenrechtsanforderungen, die in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten festgelegt sind.
Wir haben klare Rollen für die Steuerung des Sorgfaltspflichtenprozesses (Due-Diligence-Process) für Konfliktmineralien festgelegt. Der Projektleiter für Konfliktmineralien beaufsichtigt den Governance-Prozess, leitet die Projektteams und informiert die Geschäftsleitung. Der Verantwortliche für das Thema Konfliktmineralien aus den Geschäftsbereichen beaufsichtigt die Berichterstattung der Lieferanten und nimmt an den Due-Diligence-Aktivitäten teil. Der Einkauf kümmert sich um die Risikominderung und hat die Aufgabe, die Einhaltung der Erwartungen zu gewährleisten. Ihm obliegt es auch, Lieferanteninformationen einzuholen und die Lieferantenbeziehungen zu verwalten.
Der Einkauf trägt zudem die Gesamtverantwortung für die Beschaffung von Glimmer. Unser Head of Corporate Responsibility Surface Solutions ist der zentrale Ansprechpartner für die Beschaffung von Glimmer. Er definiert die Geschäftsanforderungen, verwaltet externe Audits und überprüft die Ergebnisse, um Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Unser Einkauf steht in direktem Kontakt mit den Lieferanten, um die Bedeutung, die wir ethischen, sozialen und ökologischen Standards beimessen, zu bekräftigen. Unser Head of Product Compliance Surface Solutions ist federführend bei den Bemühungen zur Förderung von Glimmer und fungiert als Präsident der Responsible Mica Initiative.
Wir haben uns folgende quantitative Ziele gesetzt:
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung: S2-NI4; S2-NI7; S2-NI15; S2-NI16; S2-NI8; S2-N11 |
| Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte | Kinderarbeit; Zwangsarbeit; angemessene Unterbringung; sichere Beschäftigung; Arbeitszeit; angemessene Entlohnung; Gesundheitsschutz und Sicherheit |
| Ziel | In all unseren Beschaffungsregionen streben wir nach Transparenz. Das steht in direktem Zusammenhang mit unserem strategischen Ziel, bis 2030 Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette zu verankern. Um dies zu erreichen, überprüfen wir die Nachhaltigkeitsleistung relevanter Lieferanten mithilfe gültiger Nachhaltigkeitsbewertungen. Diese Bewertung soll zuverlässig Auskunft über die Nachhaltigkeitsleistung von Lieferanten, einschließlich der Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten, geben. Um dieses Ziel zu messen, nutzen wir unsere Einkaufsausgaben aus dem Vorjahr als Ausgangswert. So führten wir die Nachhaltigkeitsbewertung unserer relevanten Lieferanten als Nachhaltigkeitskennzahl im Geschäftsjahr 2022 ein und nutzten dazu unsere Lieferantenausgaben von 2021 als Ausgangswert. Im Jahr 2022 waren 33 % unserer relevanten Lieferanten durch eine gültige Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt. 74 % unserer Beschaffungsausgaben, die diesen Lieferanten zuzurechnen sind, wurden von Lieferanten mit einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt. |
| Für das Berichtsjahr 2024 haben wir unser Ziel erreicht. Für 2025 ist es unser Ziel 92 % unserer relevanten Lieferantenausgaben und 73 % unserer relevanten Lieferanten mit Nachhaltigkeitsbewertungen abzudecken, dafür werden wir unsere Lieferantenausgabedaten von 2024 als Basis verwenden. | |
| Die Zielsetzung bezieht sich auf unsere relevanten Lieferanten. Diese definieren wir über a) die jährliche Gesamtzahl der Lieferanten mit einer bestimmten Risikoklassifizierung b) die jährliche Gesamtzahl der relevanten Lieferanten, die zu 50 % der beschaffungsrelevanten Ausgaben beitragen, ausgenommen die unter a) genannten Lieferanten. | |
| Wir arbeiten aktiv mit unseren relevanten Lieferanten zusammen, indem wir sie um ihre Nachhaltigkeitsbewertungen bitten. Durch die Analyse der Ergebnisse dieser Bewertungen können wir potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Lieferkette identifizieren. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, gezielte Maßnahmen umzusetzen, wie sie in unserer Remedial Actions Guideline beschrieben sind. So mindern wir Risiken und arbeiten mit unseren Lieferanten zusammen, um deren Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und sicherzustellen, dass unsere Beschaffungspraktiken im Einklang mit unserem Engagement für nachhaltige und transparente Lieferketten stehen. | |
| Bei der Festlegung des Ziels wurde unser übergeordnetes strategisches Nachhaltigkeitsziel "Nachhaltige und transparente Lieferketten" auf das Nachhaltigkeitsziel der Beschaffung angewendet. Der Entwicklungsprozess war ein interner interdisziplinärer Prozess. Die konsolidierten Lieferantendaten werden in einem automatisieren Prozess erhoben. Diese Daten werden regelmäßig vom Merck Sustainability Board überprüft. Wir berichten über die Nachhaltigkeitsbewertung unserer relevanten Lieferanten zusätzlich auch unter ESRS 2 (SBM-1), da sie eine unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen ist. | |
| Methoden | Die jährliche Berechnung der Kennzahlen basiert auf den relevanten Lieferanten, wobei die Daten für die Ausgaben und die Anzahl der Lieferanten zum 31. Dezember des Vorjahres sowie die Daten des laufenden Jahres für gültige Bewertungen verwendet werden. Für die Berechnungsmethode werden im ersten Schritt die Bewertungen unserer relevanten Lieferanten aus verschiedenen externen Plattformen konsolidiert. Die Gesamtzahl der Bewertungen wird dann mit der Gesamtzahl unserer relevanten Lieferanten verglichen. Im zweiten Schritt betrachten wir auf der Grundlage der Lieferantenbewertungen, wie viel unserer Beschaffungsausgaben auf diese Lieferanten entfallen, und vergleichen diese Zahl mit unseren gesamten Beschaffungsausgaben. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Wir haben das Ziel intern entwickelt. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Im Jahr 2024 haben wir mit unseren relevanten Lieferanten an neuen Bewertungen und Neubewertungen gearbeitet. 75 % unserer relevanten Lieferanten wurden durch eine gültige Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt. 94 % unserer Beschaffungsausgaben, die diesen Lieferanten zuzurechnen sind, wurden durch Lieferanten mit einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt. |
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern. Für den wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekt Gesundheit und Sicherheit stellten wir eine negative Auswirkung fest, die sich meist auf einzelne Vorfälle bezieht, in einigen Fällen jedoch weit verbreitet sein kann. Für die Unternehmensbereiche Life Science und Electronics legten wir die allgemeine ESRS-Definition für Verbraucher und Endnutzer zugrunde, für Healthcare eine bereichsspezifische Definition. Alle Auswirkungen, Risiken und Chancen, die über unserer Wesentlichkeitsschwelle liegen, beziehen sich auf den Unternehmensbereich Healthcare.
Gemäß ESRS sind Verbraucher Personen, die Waren und Dienstleistungen für den persönlichen Gebrauch entweder für sich selbst oder für Dritte erwerben, verbrauchen oder nutzen, nicht aber für den Weiterverkauf, den Handel, oder für gewerbliche, geschäftliche, handwerkliche oder berufliche Zwecke. Im Unternehmensbereich Healthcare handelt es sich gemäß unserer Definition in erster Linie um Einzelpersonen, die unsere Arzneimittel und Dienstleistungen erwerben, konsumieren, verwenden oder verwenden sollen, zum Beispiel Patienten, ihre Angehörigen oder betreuende Personen.
Gemäß ESRS handelt es sich bei Endnutzern um Personen, die ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung letztlich nutzen oder für deren Nutzung vorgesehen sind.
Im Unternehmensbereich Healthcare sind unsere primären Endnutzer erwachsene und pädiatrische Patienten, die unsere Arzneimittel und Dienstleistungen verwenden oder verwenden sollen. Zu den Endnutzern gehören auch Probanden klinischer Studien (Patienten oder gesunde Freiwillige, die an klinischen Studien teilnehmen), die unsere nicht zugelassenen oder zugelassenen Arzneimittel verwenden oder verwenden sollen.
Darüber hinaus sind unsere Endnutzer Menschen, die einen Nutzen aus den Informationen und Dienstleistungen ziehen, die wir anbieten. Dazu zählen Personen, die über Kampagnen für Krankheiten sensibilisiert werden und/oder unsere Diagnose- oder Screening-Dienste in Anspruch nehmen. Dasselbe gilt für Studierende oder Forschende, die an Initiativen zur Förderung von Gesundheitskompetenzen in der Wissenschaft teilnehmen.
Alle Arzneimittel bergen sowohl Nutzen als auch Risiken für Patienten. In diesem Sinne können unsere Produkte durch Nebenwirkungen für einige Endverbraucher schädlich sein und/oder das Risiko für chronische Erkrankungen erhöhen. Die Verbraucher und Endnutzer unserer Produkte sind auch auf genaue und zugängliche produkt- oder dienstleistungsbezogene Informationen wie Handbücher, Produktkennzeichnungen oder Packungsbeilagen angewiesen, um das jeweilige Produkt korrekt zu verwenden, mit seiner Anwendung die beabsichtigte Wirkung zu erzielen und Nebenwirkungen zu minimieren. Darüber hinaus haben wir Endnutzer wie Patienten oder Menschen mit medizinischen Bedürfnissen, die besonders anfällig für gesundheitliche Auswirkungen sind. Dazu gehören auch besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Kinder oder finanziell benachteiligte Personen.
Bei der Beschreibung unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells haben wir alle Verbraucher und Endnutzer berücksichtigt, die wahrscheinlich in erheblichem Maße von unserem Unternehmen betroffen sind.
Bevor unsere Medikamente behördlich zugelassen werden, testen wir ihre Sicherheit und Wirksamkeit in klinischen Studien mit Patientengruppen und - falls erforderlich - auch mit gesunden Freiwilligen. Wir sind bestrebt, dies nur in Ländern zu tun, in denen wir unsere Medikamente auf den Markt bringen wollen. So möchten wir nach erfolgreicher Marktzulassung die Zugänglichkeit der Medikamente gewährleisten. Wir wollen zudem qualitativ hochwertige klinische Forschung betreiben, die mit geltenden Gesetzen und Bestimmungen im Einklang steht. Dazu legen wir konzernweite Anforderungen fest, die sicherstellen sollen, dass wir bei unseren klinischen Studien hohe ethische und wissenschaftliche Standards einhalten. An oberster Stelle stehen für uns die Sicherheit, das Wohlergehen, die Würde sowie die Rechte der erkrankten und gesunden Menschen, die an unseren klinischen Studien teilnehmen. Um Verbraucher und Endnutzer sowie deren Perspektive besser in die Forschung und Entwicklung (F&E) einzubeziehen, verpflichten wir uns zu einer patientenorientierten Arzneimittelentwicklung, die Patienten, Betreuungspersonen und ihre Interessenvertretungen aktiver in unsere Arbeit integriert. Wir sind überzeugt, dass ihre wertvollen Einblicke in das Krankheits- und Behandlungsmanagement dabei helfen, in jeder Phase der Arzneimittelentwicklung fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Sobald unsere Produkte auf dem Markt erhältlich sind, können sie nur mit Rezept eines zugelassenen Arztes in einer Apotheke erworben werden. Dies soll die sichere Anwendung unserer Medikamente für Endverbraucher sicherstellen, da der Zugang zum Medikament nur gewährt wird, wenn dies medizinisch gerechtfertigt ist. Wir informieren unsere Verbraucher und Endnutzer auch weiterhin über die Produkte selbst und unterstützen sie bei der sicheren Anwendung. Darüber hinaus führen wir Sitzungen mit Patient Advisory Boards durch, um Feedback zu patientenorientierten Materialien, dem Krankheitsverlauf der Patienten oder zur Entwicklung von Patient Support Programs zu erhalten. Unsere Verfahren für die Zusammenarbeit mit Verbrauchern und Endnutzern, an denen die Patienten und ihre Betreuungspersonen beteiligt sind, werden unter S4-2; S4-3 beschrieben. Wir arbeiten außerdem aktiv mit medizinischen Fachkräften in Form von Medical Advisory Boards zusammen. In diesen tauschen wir uns über die Behandlungserfahrungen ihrer Patienten aus und setzen ihr Feedback um. So möchten wir erreichen, dass unsere Patienten die bestmögliche Behandlung für ihre Erkrankung erhalten. Das erhaltene Feedback wird gründlich ausgewertet und fließt in die Geschäftsstrategie unseres Unternehmens ein, zum Beispiel in weitere Aktivitäten zur Arzneimittelentwicklung oder in die Einrichtung und Gestaltung von Patientenunterstützungsprogrammen, mit denen wir die Patientenversorgung verbessern wollen.
Wir arbeiten daran, dass unsere Produkte bei der Bekämpfung einer Krankheit wirksam sind und gleichzeitig das geringstmögliche Risiko für Endnutzer darstellen. Unser Verhaltenskodex betont, dass die Sicherheit der mit unseren Arzneimitteln behandelten Patienten für uns oberste Priorität hat. Außerdem sind wir bestrebt, behandlungsbedingte Risiken oder Nebenwirkungen kontinuierlich zu überwachen sowie die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Risiken und Nebenwirkungen zu minimieren. Dies dient dem Schutz der Interessen und Rechte unserer Verbraucher und Endnutzer. Unsere Sicherheitsüberwachung umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels, von der Entwicklung über die Markteinführung bis hin zum Ablauf oder zum Entzug der behördlichen Zulassung. Die Ansichten der Stakeholder zur negativen Auswirkung des Missbrauchs von Arzneimitteln (S4-NI-01) werden nicht explizit berücksichtigt.
Wir unterscheiden zwischen der Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten, dem Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen sowie dem Zugang zu (qualitativ hochwertigen) Informationen. In diesem ersten Teil des Kapitels konzentrieren wir uns auf den wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekt Gesundheit und Sicherheit und behandeln unsere Ansätze zu klinischen Studien und zur Patientensicherheit. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen:
| Kennung | S4-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft; nachgelagert |
| Beschreibung | Illegale, gefälschte und minderwertige Arzneimittel stellen ein Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Dies kann sich negativ auf die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher und Endnutzer auswirken. |
| Kennung | S4-PI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft; nachgelagert |
| Beschreibung | Unsere Arzneimittel und unsere biologischen und chemischen Innovationen basieren auf den neuesten Technologien und haben eine tatsächliche positive Auswirkung auf den menschlichen Fortschritt und die globale Gesundheit. Um Lösungen zu entwickeln, die sich sowohl positiv auf die Gesellschaft auswirken als auch unser Geschäft fördern, erforschen wir transformative Technologien jenseits von Kernprodukten und -märkten. |
| Kennung | S4-PI-02 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Großhändler und Apotheken spielen eine wichtige Rolle im Gesundheitssystem, da sie Patienten mit Medikamenten versorgen. Apotheker sind oft die letzten medizinischen Fachkräfte, die mit den Patienten interagieren und diese beraten, bevor die Medikamente eingenommen werden. Sie sorgen für eine sichere Anwendung unserer Medikamente. |
| Kennung | S4-PI-03 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft; nachgelagert |
| Beschreibung | Während klinischer Studien wollen wir hohe ethische und wissenschaftliche Standards einhalten, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, und arbeiten mit Gesundheitsbehörden zusammen. Dadurch können sich positive Auswirkungen auf die sichere Versorgung von Patienten sowie Endnutzern von Arzneimitteln ergeben. Zudem ermöglicht dies, neue Behandlungen für Menschen auf der ganzen Welt bereitzustellen, auch in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen. Darüber hinaus tragen wir dazu bei, den frühzeitigen Zugang zu Medikamenten durch spezielle Programme zu sichern, und arbeiten intensiv daran, Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion in unseren klinischen Studien zu verbessern. |
| Kennung | S4-PI-04 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Wir arbeiten mit Gesundheitsbehörden in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen zusammen, um ihre Pharmakovigilanz-Systeme und ihre Rahmenbedingungen zu verbessern. Dies kann sich positiv auf die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher und Endnutzer auswirken. |
| Kennung | S4-PI-05 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Unsere Maßnahmen und Initiativen, mit denen wir die mit gefälschten Medikamenten verbundenen Risiken reduzieren wollen, gehen oft über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. So unterstützen wir beispielsweise Behörden bei der Aufdeckung und Aufklärung von Fällen gefälschter Medikamente. Darüber hinaus bieten wir Schulungen für Mitarbeitende und Geschäftspartner an, um ihre Kompetenzen bei der Aufdeckung von Produktkriminalität zu stärken. |
| Kennung | S4-R-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Risiko |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Wir sind möglichen Haftungsansprüchen in Bezug auf pharmazeutische Produkte und klinische Studien ausgesetzt. Unser Haftpflichtversicherungsschutz für solche Ansprüche ist begrenzt und der Versicherungsvertrag muss jährlich erneuert werden. Im Allgemeinen ist der Versicherungsschutz für die Haftung bei Pharmaprodukten begrenzt, und in Zukunft könnte es schwieriger werden, einen angemessenen Deckungsumfang zu einem vernünftigen Preis zu erhalten. |
| Kennung | S4-O-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Chance |
| Zeithorizont | Kurzfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Im Rahmen regelmäßiger Überprüfungen des Portfolios bewerten wir kontinuierlich Forschungsbereiche und F&E-Pipeline-Projekte. Wir richten sie gegebenenfalls neu aus, um unsere Investitionen auf Bereiche zu konzentrieren, in denen die Bedürfnisse der Patienten am besten erfüllt werden. Dies hilft uns, innovative Medikamente dort zu entwickeln, wo sie am dringendsten benötigt werden. Neben den eigenen F&E-Anstrengungen gehören strategische Partnerschaften und die Ein- oder Auslizenzierung von Programmen zum Maßnahmenkatalog, der dazu dient, innovative Medikamente zu entwickeln und eine effiziente Ressourcenallokation sicherzustellen. |
Als Wissenschafts- und Technologieunternehmen setzen wir uns dafür ein, die Gesundheitsversorgung voranzutreiben und die Gesundheit unserer Patienten zu verbessern. Dazu möchten wir unsere Innovationen nutzen, um neuartige oder branchenführende Medikamente bereitzustellen. Die Sicherheit der Menschen, die mit unseren Arzneimitteln behandelt werden, hat für uns höchste Priorität und wir sind kontinuierlich bestrebt, unsere Strategie anzupassen, um unsere wesentlichen Auswirkungen zu adressieren.
Unser Fokus auf innovative Lösungen und transformative Technologien steht im Einklang mit unserer Strategie, den hohen ungedeckten medizinischen Bedarf in all unseren Therapiebereichen zu decken und so unser organisches Wachstum voranzutreiben. Darüber hinaus bewerten wir unsere F&E-Pipeline kontinuierlich, um Investitionen in Bereiche zu priorisieren, die den Bedürfnissen der Patienten am besten entsprechen. Wir konzentrieren uns dabei besonders auf komplexe oder seltene chronische Erkrankungen. Mithilfe effektiver Kommunikation und Überwachung unserer Produkte nach der Markteinführung streben wir an, die mit Nebenwirkungen verbundenen Risiken zu mindern. Wir setzen uns zudem während des gesamten Produktlebenszyklus für die Sicherheit ein.
Mit unserem Spezialtherapeutika-Portfolio in den Bereichen Onkologie, Neurologie und Immunologie sowie Fertilität unterstützen wir Patienten mit ungedecktem medizinischem Bedarf. In unserem Kerngeschäft bieten wir Lösungen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und endokrinen Erkrankungen an.
Für ein hohes Maß an Sicherheit der Patienten während der klinischen Studien wählen wir Studienteilnehmende sorgfältig auf Grundlage bekannter Risikofaktoren aus, wie Alter und Begleiterkrankungen. Insbesondere nehmen wir nur so viele Personen in Studien auf, wie es für die Beantwortung der wissenschaftlichen und medizinischen Fragestellungen erforderlich ist. Wir führen nur dann klinische Studien durch, wenn sie Fragen untersuchen, die für Patienten, medizinische Fachkräfte oder die Gesellschaft von Bedeutung sind, und nur dann, wenn unsere etablierte Methodik zu dem Ergebnis kommt, dass die betreffenden Arzneimittel ein erhebliches therapeutisches Potenzial und ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Darüber hinaus gleichen wir die Sicherheitsberichte aus unseren klinischen Studien und den vertriebenen Produkten ab, überprüfen sie und reagieren umgehend auf jedes unvorhergesehene Risiko. Gremien wie das Pharmacovigilance Advisory Board und das Medical Safety and Ethics Board überwachen alle aufkommenden Sicherheitsbedenken. Darüber hinaus bewerten funktionsübergreifende Teams das Nutzen-Risiko-Verhältnis und die Entwicklungsstrategie eines jeden Produkts, um dafür zu sorgen, dass es unseren Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit und Wirksamkeit bietet.
Die Durchführung klinischer Studien mit schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen - wie Kindern oder Menschen mit Behinderung - erfordert besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt, um hohe ethische und wissenschaftliche Standards zu gewährleisten. Darum führen wir Studien mit schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen nur durch, wenn es erstens wissenschaftlich gerechtfertigt ist und es zweitens keine andere Möglichkeit gibt, aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Ziel bei der Durchführung derartiger Studien - vor allem bei der Aufklärung der Teilnehmenden und der Einholung ihrer Einwilligung - ist es, die geltenden gesetzlichen Regelungen einzuhalten.
Wir führen klinische Studien mit verschiedenen Patientengruppen durch, die unsere Produkte nach ihrer behördlichen Zulassung voraussichtlich verwenden werden. Um unsere Aktivitäten in einer ethisch angemessenen Weise durchzuführen, verfügen wir über strenge interne Anforderungen und Compliance-Richtlinien. Unsere Prozesse und Verfahren für klinische Studien werden regelmäßig von den zuständigen Aufsichtsbehörden kontrolliert, die ihre Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Richtlinien überprüfen.
Sobald die Medikamente in die nachgelagerte Wertschöpfungskette gelangen, arbeiten wir in den jeweiligen Ländern mit Großhändlern und Apotheken zusammen, um unsere Arzneimittel auszuliefern. Die Apotheken tragen auch dazu bei, dass Patienten unsere Produkte richtig verwenden. Unsere Arzneimittel müssen bei der Behandlung der jeweiligen Krankheit wirksam sein und gleichzeitig das geringstmögliche Risiko für die Patienten aufweisen. Aus diesem Grund haben wir ein Pharmakovigilanz-System eingerichtet, das uns dabei hilft, Nebenwirkungen zu erfassen, einschließlich solcher, die während der klinischen Entwicklung nicht erkannt wurden. Das erlaubt uns, Risiken für Patienten zu minimieren und transparent zu kommunizieren. Unsere Sicherheitsüberwachung erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels - von der Entwicklung über die Markteinführung und Vermarktung bis zum Auslaufen oder zum Widerruf der Zulassung. Wir sind bestrebt, uns an internationale Richtlinien und Standardverfahren zu halten.
Die Auswirkungen illegaler Fälschungen und Entwendungen unserer Produkte auf Patienten haben unsere Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Produktkriminalität maßgeblich geprägt. Diese Strategie basiert auf drei Säulen: Lieferkette und Produktintegrität, Erkennung und Untersuchung sowie Zusammenarbeit mit externen Partnern und Behörden.
Aufgrund der verschiedenen therapeutischen Bereiche, in denen wir die Gesundheitsversorgung verbessern wollen, sowie der Art unseres Geschäftsmodells bieten wir unsere Produkte auch Verbrauchern und Endnutzern an, die aufgrund bestimmter Merkmale oder der Nutzung bestimmter Produkte oder Dienstleistungen einem höheren Schadensrisiko ausgesetzt sein können:
| ― |
Endnutzer, die an klinischen Studien für innovative Behandlungen schwerer Erkrankungen teilnehmen, sind aufgrund des weniger gut charakterisierten Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils der Behandlungslösungen einem hohen Risiko ausgesetzt. |
| ― |
Patienten, die Medikamente aus unserem Onkologieportfolio erhalten, können einem höheren Risiko ausgesetzt sein, da Krebsmedikamente aufgrund ihrer Wirkungsweise signifikante Nebenwirkungen für den Menschen haben können. Bei der Behandlung einer lebensbedrohlichen Krankheit wie Krebs wird jedoch ein höheres Risiko für den Patienten akzeptiert, wenn die Behandlung bei der Bekämpfung der Krankheit von Nutzen ist. |
| ― |
Pädiatrische Patienten sind gefährdete Endverbraucher, beispielsweise diejenigen, die Medikamente zur Behandlung von Bilharziose erhalten. |
Klinische Studien ermöglichen es uns, neue Behandlungsmethoden für Menschen auf der ganzen Welt, unter anderem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, zu erforschen und bereitzustellen. Studien haben damit positive Auswirkungen auf die Teilnehmenden, da diese potenziell lebensrettende Medikamente sicher und vor der kommerziellen Verfügbarkeit erhalten. Durch eine gründliche Bewertung aller verfügbaren Daten möchten wir sicherstellen, dass der potenzielle Nutzen für Patienten die potenziellen Risiken überwiegt, wenn wir entscheiden, ob ein bestimmtes Medikament weiterentwickelt werden soll.
Basierend auf unserer Verpflichtung zu Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion streben wir an, dass die verschiedenen Patientengruppen, die unser Produkt nach ihrer Zulassung voraussichtlich verwenden werden, in unseren Studien angemessen vertreten sind. Daher sind wir bestrebt, Diskriminierung von Studienteilnehmenden aufgrund von Faktoren wie Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Behinderung, geschlechtlicher Identität oder dem sozioökonomischen Status zu verhindern. Diese Verpflichtung ist in einer Erklärung enthalten, die über unsere Website zugänglich ist. Die Auswahl der Teilnehmenden wird in jedem Fall durch die Ein- und Ausschlusskriterien der klinischen Studie bestimmt, die zum Wohle der beteiligten Patienten konzipiert wurden. Wir ermitteln die positiven Auswirkungen in unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette für klinische Studien für alle Verbraucher und Endnutzer.
Darüber hinaus möchten wir durch unsere Early-Access-Programme einen frühzeitigen Zugang zu Medikamenten sicherstellen. Hier können wir Patienten unter bestimmten Umständen frühzeitig Zugang zu neuen, potenziell lebensrettenden Produkten ermöglichen. Das Angebot richtet sich an Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen, die bereits alle verfügbaren Therapien erfolglos durchlaufen haben. Darüber hinaus bieten wir Personen, die an einer unserer klinischen Studien teilgenommen haben, unter bestimmten Bedingungen auch nach Beendigung der Studie Zugang zum Prüfarzneimittel an (Post-Study Access).
Es gibt möglicherweise auch Anfragen zum therapeutischen Einsatz unserer Produkte außerhalb der Zulassung. Obwohl jedes Medikament nur für bestimmte Indikationen zugelassen ist, kann es vorkommen, dass Ärzte basierend auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung ein Produkt an einzelne, schwer erkrankte Patienten verabreichen möchten, für deren Krankheit es nicht zugelassen ist. Während wir unsere Arzneimittel ausschließlich im Rahmen ihrer spezifischen Zulassung bewerben, werden diese unaufgeforderten Anfragen zur Anwendung unserer Produkte außerhalb der bestehenden Zulassung von unserem qualifizierten medizinischen Fachpersonal geprüft. Dieses entscheidet über die medizinisch-wissenschaftliche Begründung und darüber, ob der Antrag unseren strengen internen Standards entspricht. Wenn alle Anforderungen unter den spezifischen Umständen erfüllt sind, können wir Patienten den Zugang zu potenziell lebensrettenden Produkten ermöglichen, die für ihre jeweilige Indikation nicht zugelassen sind.
Nach der Durchführung klinischer Studien mit Hunderten von Patienten auf der ganzen Welt sowie dem Nachweis eines vorteilhaften Nutzen-Risiko-Verhältnisses und nach der Zulassung durch die Gesundheitsbehörden bringen wir unsere Produkte auf den Markt. Für die sichere Verwendung unserer bereits auf dem Markt befindlichen Produkte überprüfen und bewerten wir kontinuierlich alle aktualisierten Sicherheitsdaten zu diesen Produkten.
Wesentliche negative Auswirkungen im Zusammenhang mit der Produktintegrität und der Sicherheit der Lieferkette können potenziell in jedem Markt auftreten, in dem wir unsere Produkte verkaufen oder bereitstellen. Zu diesen Auswirkungen gehören Vorfälle wie der illegale Vertrieb von Medikamenten oder der Missbrauch unserer Produkte.
Um die Sicherheit unserer bereits auf dem Markt befindlichen Produkte zu erhöhen und unseren Verbrauchern und Endnutzern authentische Produkte zur Verfügung zu stellen, ist es unser Anspruch, die in vielen Ländern und Regionen vorgeschriebenen regulatorischen Vorgaben für die Produktserialisierung und die Implementierung von Track-and-Trace-Technologien zu erfüllen. Dazu gehört die eindeutige Barcodierung einzelner sowie gesammelter zum Transport verpackter Produkte, durch die sie in der Lieferkette nachverfolgt werden können und die Wahrscheinlichkeit verringert wird, dass gefälschte und illegal vertriebene Produkte zu den Patienten gelangen. Bestimmte Produkte, die wir mit einem risikobasierten Ansatz ermitteln, kennzeichnen wir mit eigenen Produktsicherheitsmerkmalen. So möchten wir ermöglichen, dass unsere Produkte schnell und zuverlässig auf Echtheit geprüft werden können, und zur Sicherheit der Verbraucher und Endnutzer beitragen.
Alle wesentlichen Risiken und Chancen, die wir für den Nachhaltigkeitsaspekt Gesundheit und Sicherheit ermittelt haben, beziehen sich auf Verbraucher und Endnutzer unseres Unternehmensbereichs Healthcare. Grundsätzlich sind die Chancen für die jeweilige Patientengruppe relevant, die an Krankheiten leidet, für die wir Produkte anbieten.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S4-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Wir verfügen über mehrere interne Policies für die Themen Forschung am Menschen und klinische Studien: Standard on Human Research, Standard on Investigator-Sponsored Studies und Standard on Collaborative Research Studies. |
| Diese Policies beschreiben unser Bestreben, die Sicherheit, das Wohlbefinden, die Würde und die Rechte aller Patienten und Probanden in klinischen Studien zu wahren. Sie umfassen zudem die Grundsätze einer ethischen Unternehmensführung und eines regelkonformen Managements klinischer Studien und zielen darauf ab, das klinische und medizinische Wissen in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften zu erweitern. Die Einhaltung der Policies soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. | |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policies umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die Policies betreffen Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policies einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Chief Medical Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policies basieren auf der World Medical Association's (WMA) Declaration of Helsinki on ethical principles for medical research involving human subjects, den ICH Guidelines for Good Clinical Practice E6 (R2) (ICH-GCP) und den CIOMS International Ethical Guidelines for Health-related Research Involving Humans. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policies basieren auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policies sind intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-01; S4-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Der Zweck der Policy besteht darin, die Einhaltung anerkannter medizinischer und ethischer Standards bei allen Aktivitäten im Bereich der Humanforschung sicherzustellen. Sie zielt darauf ab, die Rechte, die Sicherheit, die Würde und das Wohlergehen von Patienten, die Produkte verwenden, und von Probanden, die an klinischen Studien teilnehmen, zu schützen. Diese Policy beschreibt den Rahmen unserer internen medizinischen Governance mit Rollen und Verantwortlichkeiten, Ausschüssen, Richtlinien, Standards und Prozessen. Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policy umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policy einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Chief Medical Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der World Medical Association's Declaration of Helsinki und dem International Conference on Harmonization Good Clinical Practice Standard. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-01; S4-PI-03; S4-PI-04 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Für den kontrollierten Zugang zu Medikamenten haben wir zwei Policies: den Standard on Early Access und den Standard on Access to Approved Medication for Unapproved Uses. Generell ist die Abteilung F&E im Unternehmensbereich Healthcare bestrebt, neue Medikamente für Patienten mit schwer zu behandelnden Krankheiten zu entwickeln und dies so sicher und schnell wie möglich zu tun. In Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Kodizes können wir in solchen Situationen ethisch vertretbare, konforme und kontrollierte Mittel für den kostenlosen Zugang zu zugelassenen Medikamenten für nicht zugelassene Anwendungen oder für den frühen Zugang anbieten. Die Einhaltung der Policies soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policies umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von den Policies betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policies einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Chief Medical Officer und Global Head of R&D |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy Standard on Early Access basiert auf den Grundsätzen der Pharmaceutical Research and Manufacturers of America für die Durchführung klinischer Studien. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policies basieren auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policies sind intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-NI-01; S4-PI-03; S4-PI-04; S4-R-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy definiert die folgenden Anforderungen: |
| Wir wollen sicherstellen, dass wir alle Beschwerden über Produkte und Dienstleistungen in Zusammenhang mit GMP (Good Manufacturing Practice - gute Herstellpraxis) oder GDP (Good Distribution Practice - gute Vertriebspraxis) zeitnah und effektiv erfassen und untersuchen. Zudem regelt die Policy im Rahmen des Beschwerdemanagements die Entgegennahme, Aufzeichnung, Bewertung, Untersuchung, Beantwortung, Trendbestimmung und Überwachung von Beschwerden, um eine Wiederholung zu verhindern, sowie das Screening von Beschwerden auf Nebenwirkungen und deren Weiterleitung an die jeweilige Sicherheitsfunktion. | |
| Daneben legt die Policy Regeln für die Meldung solcher Beschwerden an die Geschäftsleitung und an die Gesundheitsbehörden fest. | |
| Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. | |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policy umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policy einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Einheit Healthcare Quality |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf: ISO 9000:2005: Quality Management Systems - Fundamentals and vocabulary; WHO-GMP: Good Manufacturing Practices for pharmaceutical products; ICH Q10: Pharmaceutical Quality Systems; US-GMP: Code of Federal Regulations (CFR) parts 210, 211, 600, 803, 820; Eudralex Volume 4 Chapter 8; ISO 13485:2003: Medical devices - Quality management systems - Requirements for regulatory purposes; ISO 14971:2007: Medical Devices - Application of Risk Management to Medical Devices; EMA Classification: Rapid Alert System: Classification of Urgency of Defective Medicinal Product Alerts (EMEA/INS/GMP/313510/2006, rev 1); Europe MEDDEV 2.12-1 rev 8: Guidelines on a medical devices vigilance system; European Commission: Falsified medicines directive, 2011/62/EU & European Commission: Commission Delegated Regulation, 2016/161/EU; Health Canada, Health Products and Food Branch Inspectorate; Good Manufacturing Practices (GMP) Guidelines - 2009 Edition, Version 2; Canadian Medical Device Regulations SOR/98-282 |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-03; S4-PI-04 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy dient unseren Mitarbeitenden als Leitfaden für ethisches Geschäftsverhalten - im Einklang mit unseren Unternehmenswerten und dem Gesetz. Sie benennt unsere Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte, unsere Grundsätze am Arbeitsplatz und für den Umgang mit externen Geschäftspartnern, Kunden, Verbrauchern und Endnutzern. Die Policy befasst sich auch mit unseren Grundsätzen verantwortlicher Unternehmensführung, zum Beispiel mit Produktsicherheit, Patientensicherheit und der Durchführung klinischer Studien. Darüber hinaus beschreibt die Policy verschiedene Möglichkeiten für Mitarbeitende, Verdachtsmomente bei Verstößen gegen interne oder externe Regeln zu melden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. Sie gilt auch für nachgelagerte Geschäftsaktivitäten und den Umgang mit externen Stakeholdern, beispielsweise mit Verbrauchern und Endnutzern. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy folgt den Grundsätzen des UN Global Compact. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung und Überprüfung der Policy haben wir interne Stakeholder und Experten einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist in 22 Sprachen verfügbar - intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S4-PI-04 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy befasst sich mit der Patientensicherheit. Im Einklang mit den Zielen dieser Policy verfügt unsere Abteilung Global Patient Safety (GPS) über eine klare Organisationsstruktur, in der alle lokalen/regionalen Mitarbeitenden für Patientensicherheit direkt an GPS berichten. Die Policy beschreibt den Pharmakovigilanz-Rahmen, einschließlich der Organisationsstruktur, der Prozesse, der Governance und der Systeme. Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policy umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Interessengruppen sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policy einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Die für die Pharmakovigilanz nach der Europäischen Kommission zuständige qualifizierte Person (EU-QPPV) |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der Commission Implementing Regulation (EU) No 520/2012, der Directive 2010/84/EU, der General Data Protection Regulation (GDPR), der Regulation (EU) 2016/679 GVP Modules and Annexes, der Regulation (EC) No 726/2004, dem US Food and Drug Administration (FDA) Code of Federal Regulation 21, Title 21, sowie auf einschlägigen FDA-Leitlinien zur Arzneimittelsicherheit. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung S4-PI-03 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy bietet einen Rahmen allgemeiner Anforderungen und operativer Richtlinien für die Verwaltung aller Arten von Patientenunterstützungsprogrammen, um die Einhaltung geltender Gesetze, Kodizes und Unternehmensstandards zu gewährleisten. Patientenunterstützungsprogramme werden vom Unternehmensbereich Healthcare oder von Dritten, die im Auftrag unseres Unternehmens handeln, durchgeführt. Dies sind organisierte Programme mit dem Ziel, Patienten bei der Diagnose, Behandlung und Bewältigung ihrer Krankheit oder ihres Leidens zu unterstützen und/oder bei bestimmten Aspekten ihres Patientenwegs Hilfe anzubieten, zum Beispiel durch Aufklärung, Diagnose, Therapietreue und Compliance. Gemäß dieser Policy besteht der Zweck eines solchen Programms darin, die Patientenversorgung zu verbessern, was den Patienten direkt zugutekommt. Das Programm ist weder gewinnorientiert noch wird es zum Zweck der Gewinnerzielung durchgeführt. Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policy umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare, die die Policy einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Chief Medical Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-NI-01; S4-PI-05 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy definiert die allgemeinen Maßnahmen, die notwendig sind, um das Geschäft, die Patienten und unsere Kunden vor produktbezogener Kriminalität zu schützen. Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich erstreckt sich nachgelagert auf Verbraucher und Endnutzer, die davon betroffen sind, dass gefälschte Produkte unseres Unternehmens in Umlauf gebracht werden. |
| Verantwortlichkeit | Chief Security Officer |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-01; S4-O-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy bietet einen Rahmen für die Zusammenarbeit mit Patienten, Meinungsbildnern aus Patientenkreisen, Pflegenden sowie Selbsthilfeorganisationen von Patienten und deren Pflegenden. Als globales Gesundheitsunternehmen konzentrieren wir uns auf die Bedürfnisse der Patienten. Wir streben an, eine Kultur des offenen Dialogs mit der Patientengemeinschaft und ihren Pflegenden zu erhalten und ihnen zuzuhören, um unser Wissen über die Patientenbedürfnisse zu erweitern und entsprechend zu handeln. Dies dient dazu, |
| • bessere innovative Gesundheitslösungen für Patienten zu finden; | |
| • die umfassenderen Bedürfnisse von Patienten sowie Pflegenden während des gesamten Behandlungsverlaufs zu berücksichtigen und darauf zu reagieren; | |
| • eine sinnvolle Patientenbeteiligung in den Bereichen verbesserte Gesundheitsergebnisse, Zugang zur Versorgung, politische Fragen, klinische Entwicklung und medizinische Innovation zu ermöglichen. | |
| Wir arbeiten mit den oben genannten Gruppen zusammen, um ihnen sowohl innerhalb unseres Unternehmens als auch in der Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Wir möchten sicherstellen, dass alle Interaktionen mit diesen Stakeholdern den geltenden Gesetzen und Kodizes sowie unseren internen Policies und Leitlinien entsprechen. | |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Policy umfasst nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende von Healthcare (ausgeschlossen sind US-amerikanische Mitarbeitende), die die Policy einhalten müssen und in deren Anwendung geschult werden. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-01; S4-PI-03; S4-PI-04 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Inhalt | Die Policy definiert den strategischen Rahmen für qualitätsbezogene Aktivitäten in unserem Unternehmen. Diese Aktivitäten müssen in Übereinstimmung mit unserem Verhaltenskodex, den geltenden Qualitätsdokumenten des Konzerns, den bewährten Verfahren für das Marketing im Gesundheitswesen ("best practices") und den geltenden Vorschriften durchgeführt werden. So wollen wir sicherstellen, dass unsere Produkte, Dienstleistungen und Systeme in der beabsichtigten Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit an unsere Patienten und Kunden geliefert werden. Unsere Vision lautet: Qualität ist eingebettet in alles, was wir tun. Die Einhaltung der Policy soll durch interne Auditverfahren sichergestellt werden. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich der weltweit geltenden Gruppen-Policy umfasst auch nachgelagerte Aktivitäten des Unternehmensbereichs Healthcare. Die von der Policy betroffenen Stakeholder sind Verbraucher und Endnutzer sowie Mitarbeitende, die die Policy einhalten müssen. |
| Verantwortlichkeit | Head of Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Aufgrund strenger regulatorischer Anforderungen führten wir keine Interviews mit Verbrauchern und Endnutzern durch und bezogen ihre Interessen auch nicht direkt mit ein. Die Policy basiert auf regulatorischen Quellen und Anforderungen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
In Fällen, in denen unsere konzernweiten Policies mit nationalen Gesetzen in Konflikt stehen, streben wir an, in Übereinstimmung mit dem höheren Standard zu handeln und gleichzeitig die Gesetze der Länder, in denen wir tätig sind, zu respektieren. Informationen zu unseren Policies bezüglich der Angleichung an international anerkannte Initiativen finden sich in unseren Policy-Tabellen unter Standards/Initiativen Dritter.
Die Policies im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern werden regelmäßig überwacht und aktualisiert. Generell sind unsere Policies auf Englisch verfügbar und entweder intern, und damit nicht öffentlich, oder öffentlich auf unserer Website zugänglich.
Unsere Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte ist in unserer Human Rights Charter detailliert aufgeführt. In dieser Policy sind relevante Managementprozesse und -maßnahmen für spezifische Bereiche des Themas Menschenrechte festgelegt, wie zum Beispiel die Forschungsethik einschließlich klinischer Studien. Unser Engagement basiert auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (United Nations Guiding Principles, UNGP). Wir erwarten von unseren Mitarbeitenden und Geschäftspartnern, dass sie die Menschenrechte respektieren. Die Einhaltung der Human Rights Charter wird derzeit in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer nicht überwacht.
Unsere Quality Policy gibt den strategischen Rahmen vor, der dafür sorgen soll, dass unsere Produkte, Dienstleistungen und Systeme unseren Patienten eine hohe Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit bieten. Sie führt die relevanten Gesetze und Vorschriften, Kriterien und Orientierungshilfen auf (zum Beispiel für Produktentwicklung, -herstellung und -zugang) und unterstreicht die Verantwortung der leitenden Führungskräfte, unseren Qualitätsanspruch in sämtliche Aktivitäten einzubetten.
Unser Standard on Human Research regelt die Durchführung klinischer Studien. Er hilft uns dabei, die geltenden rechtlichen, ethischen und wissenschaftlichen Standards einzuhalten. Weitere Qualitätsdokumente beinhalten unter anderem Informationen zu der strategischen Ausrichtung aller Aktivitäten im Bereich Qualität oder beschreiben unsere Haltung zum Thema Datenschutz. Neben den einschlägigen nationalen Gesetzen und Vorschriften enthalten diese Dokumente auch Verweise auf weitere Richtlinien und Grundsätze. Je nach Thema eines Qualitätsdokuments müssen auch die entsprechenden unten aufgeführten Richtlinien und Grundsätze eingehalten werden:
| ― |
Die Leitlinien der guten klinischen Praxis (Good Clinical Practice, GCP) des Internationalen Rats zur Harmonisierung technischer Anforderungen für die Zulassung von Humanarzneimitteln (International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use, ICH). |
| ― |
Die Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes. |
| ― |
Gute Labor-, Herstellungs-, Vertriebspraxis (Good Laboratory Practice, GLP/Good Manufacturing Practice, GMP/Good Distribution Practice, GDP). |
| ― |
Die internationalen ethischen Grundsätze für gesundheitsbezogene Forschung mit Menschen (International Ethical Guidelines for Health-related Research Involving Humans) des Rats für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft (Council for International Organizations of Medical Sciences, CIOMS). |
| ― |
Die Gemeinsame Position zur Offenlegung von Informationen über klinische Studien in Studienregistern und Datenbanken (Joint Position on the Disclosure of Clinical Trial Information via Clinical Trial Registries and Databases) und die Gemeinsame Position zur Veröffentlichung klinischer Prüfungsergebnisse in der wissenschaftlichen Literatur (Joint Position on the Publication of Clinical Trial Results in the Scientific Literature) des Internationalen Pharmaverbands (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations, IFPMA), des Europäischen Dachverbands der Arzneimittelunternehmen und -verbände (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations, EFPIA) und des amerikanischen Pharmaverbands (Pharmaceutical Research and Manufacturers of America, PhRMA). |
| ― |
Die von EFPIA und PhRMA herausgegebenen Grundsätze für den verantwortungsvollen Austausch von Daten klinischer Studien (Principles for Responsible Clinical Trial Data Sharing). |
Darüber hinaus ist es unser Ziel, internationale Leitlinien und Standardverfahren zu beachten. Dies sind beispielsweise die Leitlinien des ICH sowie die Good Pharmacovigilance Practices der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), Artikel 21 des Code of Federal Regulations der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und andere Vorgaben zur Pharmakovigilanz von nationalen Gesundheitsbehörden. In den Ländern, in denen wir unsere Produkte vermarkten, wollen wir zudem sicherstellen, dass wir entsprechende neue gesetzliche Vorgaben zur Pharmakovigilanz einhalten. Wir überwachen unsere Ziele kontinuierlich anhand unserer Qualitätsstrategie für die Pharmakovigilanz und unseres jährlichen Qualitätsplans. Außerdem kontrollieren wir regelmäßig unsere Leistung und Compliance. Die wichtigsten Leistungsindikatoren legen wir sowohl intern als auch extern offen. Diese umfassen die rechtzeitige Einreichung qualitativ hochwertiger Dokumente bei Gesundheitsbehörden sowie Bewertungen, um die Überwachung der Sicherheit von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus zu unterstützen.
Wir streben an, unseren Forschungs- und Entwicklungsansatz fortlaufend zu verbessern, und verpflichten uns zu patientenorientierter Arzneimittelentwicklung. Wir beziehen Patienten, Betreuungspersonen und ihre Vertretungen, Patientenexperten und Patientenvertretungen während des gesamten Arzneimittelentwicklungsprozesses und auch nach der Verfügbarmachung der Arzneimittel aktiv ein, um ihre ungedeckten medizinischen Bedürfnisse zu verstehen. Ihr wertvolles Know-how zum Krankheits- und Behandlungsmanagement hilft uns, in jeder Entwicklungsphase fundiertere Entscheidungen zu treffen. Um die ethisch einwandfreie Durchführung unserer Tätigkeiten zu gewährleisten, verfügen wir über strenge interne Vorgaben und Compliance-Richtlinien.
Zu diesem Zweck haben wir Patient Advisory Boards (PAB) als einen unserer wichtigsten Kanäle eingerichtet, um Erkenntnisse von Patienten und Betreuungspersonen zu sammeln. Unsere PAB-Leitlinie beschreibt, wie die Testpersonen und ihre Betreuungspersonen in unsere klinische Forschung einzubinden sind. Bei Sitzungen von Beratungsgremien können Patienten, Vertretungen von Patientenorganisationen und Betreuungspersonen Feedback geben, das in unsere Strategie einfließt und die Ergebnisse verbessert. Dieses Forum nutzen wir, um verschiedene Aspekte der Produktentwicklung wie Prüfplandesign, Schulungsmaterialien, Technologie und innovative Ansätze für klinische Studien zu erörtern.
Der Beitrag von Patienten ist für uns von entscheidender Bedeutung, wie die gezielten Aktivitäten zur Patientenbeteiligung zwischen Patientenvertretern und der Geschäftsleitung zeigen. Patientenorganisationen sind eingeladen, bei jährlichen Treffen direkt mit der Geschäftsleitung über unsere Patientenorientierung zu diskutieren und Feedback zu geben. Auf diese Weise entstehen respektvolle und dauerhafte Beziehungen. Auch bei Unternehmensveranstaltungen, wie zum Beispiel Townhall-Meetings, werden einzelne Patienten eingeladen, um ihre Erfahrungen zu teilen und sich Gehör zu verschaffen. Darüber hinaus erhalten wir indirektes Feedback von behandelnden Ärzten bei Sitzungen des Medical Advisory Board und ergänzen dies durch Rückmeldungen von Patienten zu ihren Behandlungserfahrungen und -ergebnissen im Rahmen von Patientenberichten, die auch einen Endpunkt einiger unserer klinischen Studien bilden.
Tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer unserer Arzneimittel fließen in unsere Produktinformationsdokumente ein. Unsere Produktinformationen unterstützen die korrekte Anwendung und das Treffen fundierter Behandlungsentscheidungen durch die Bereitstellung relevanter Informationen wie Indikationen, Inhaltsstoffe, Dosierung, Lagerung, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sowie mögliche Nebenwirkungen. Packungsbeilagen können auch Entsorgungshinweise für umweltschädliche Inhaltsstoffe enthalten. Wir überprüfen und aktualisieren diese Dokumente regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie die neuesten Informationen über Sicherheit, Wirksamkeit und Zusammensetzung enthalten.
Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex, gesetzliche Bestimmungen, Menschenrechte und Umweltbelange während klinischer Studien können über unseren konzernweiten Hinweis- und Beschwerdemechanismus gemeldet werden. Jede Person kann Verdachtsfälle anonym und kostenlos melden.
Wenn wir bei unseren Sicherheitsrisikobewertungen neue Sicherheitsprobleme oder -beobachtungen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette feststellen, die dringende Maßnahmen erfordern, benachrichtigen wir unverzüglich die Gesundheitsbehörden über die entsprechenden Notfallverfahren. Gleiches gilt für den Fall, dass wir andere neue Sicherheitsinformationen erhalten, die sich auf das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Arzneimittels auswirken könnten (zum Beispiel im Falle eines Produktrückrufs im Rahmen des Krisenmanagements). Zu den Notfallmaßnahmen gehören das Einholen der Genehmigung der Gesundheitsbehörde für weitere Maßnahmen und die Weitergabe der Informationen an die zuständigen medizinischen Fachkräfte. Darüber hinaus geben wir diese Informationen umgehend an unsere Geschäftspartner sowie die Prüfärzte unserer klinischen Studien weiter, damit diese geeignete Maßnahmen ergreifen können, wo immer das betreffende Arzneimittel verwendet wird. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt "Unser Beschwerdemechanismus".
Wir bekennen uns dazu, Menschenrechte zu achten. Deshalb sind wir bereits im Jahr 2005 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Dem Risiko von Menschenrechtsverletzungen wollen wir sowohl an unseren eigenen Standorten als auch innerhalb der gesamten Lieferkette vorbeugen. Wir verfügen über einen konzernweiten Beschwerdemechanismus zur Meldung von Menschenrechtsrisiken und -verletzungen. Über diesen können unsere Mitarbeitenden und externe Stakeholder kostenlos und anonym Verdachtsfälle melden, entweder telefonisch oder über eine webbasierte App. Um weitere Menschenrechts- und bestimmte Umweltrisiken zu ermitteln, führen wir einmal jährlich und bei Bedarf, wie beispielsweise bei Fusionen und Übernahmen, Risikoanalysen für unser eigenes Unternehmen und für unsere direkten Lieferanten durch. Risiken im Zusammenhang mit indirekten Lieferanten werden in der Regel ad hoc bewertet. Wir haben den Verhaltenskodex für Lieferanten eingeführt, der für alle Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen (Lieferanten) und Zwischenhändler (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer) gilt. Dieser Verhaltenskodex legt fest, welche Mindestanforderungen Lieferanten hinsichtlich der Wahrung von Menschen- und Arbeitsrechten, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Unternehmensintegrität, Umweltschutz, kontinuierlicher Verbesserung und Lieferantenmanagement erfüllen sollen. Weitere Informationen finden sich in S2.
Unser Beschwerdemechanismus gilt übergreifend und ist nicht auf Fälle mit Bezug auf Verbraucher und Endnutzer in unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette beschränkt. Im Berichtsjahr gab es für diese Zielgruppe keine Meldungen. Im Jahr 2024 wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Vorfälle im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern gemeldet.
Die Phasen, in denen Verbraucher und Endnutzer einbezogen werden, sowie die Art und die Häufigkeit der Einbeziehung variieren je nach Verfahren. Grundsätzlich arbeiten wir mit Verbrauchern und Endnutzern oder ihren rechtmäßigen Vertretenden entweder direkt und/oder durch glaubwürdige Stellvertretende zusammen. Um unseren Verbrauchern und Endnutzern relevante neue Erfolge, die sich auf die Behandlung von Patienten auswirken, transparent zu kommunizieren, streben wir an, in Pressemitteilungen über wichtige Entwicklungsschritte zu informieren.
Darüber hinaus beziehen wir Verbraucher und Endnutzer in Form von Einzelinterviews und im Rahmen von Beratungsverträgen, Umfragen oder qualitativen und quantitativen Forschungsprojekten in unsere Patient Advisory Boards ein. Wir konzentrieren uns dabei auf die Erforschung eines bestimmten Themas oder Krankheitsbildes, wie zum Beispiel auf das Feedback zum Leben mit einer bestimmten Krankheit, Krankheitsverläufe und Diagnosen oder eine Vielzahl von Themen im Zusammenhang mit klinischen Studien und deren Aufbau. Somit soll sichergestellt werden, dass Patienten in der Lage sind, die Studienprotokolle einzuhalten. Die Erkenntnisse aus den Patient Advisory Boards und weiteren Patientenengagements fließen sowohl in die nachfolgenden Entscheidungsprozesse der Bereiche Medizin, digitale Gesundheit, Kommunikation und anderer Funktionen als auch in die Entwicklung von patientenorientierten Materialien ein. So möchten wir sicherstellen, dass diese verständlich sind. Zudem liefern die Erkenntnisse wertvolle Hinweise für den Inhalt von Patientenunterstützungsprogrammen, Begleit-Apps, Sensibilisierungskampagnen und zukünftigen Unternehmensstrategien. Auf diese Weise möchten wir gewährleisten, dass die Erkenntnisse und Perspektiven der Patienten von Anfang an in die interne Entscheidungsfindung einfließen. Alle Materialien für die Patient Advisory Boards sowie die Einzelheiten der Vertragsgestaltung und der Vergütung der teilnehmenden Patienten werden von den zuständigen Abteilungen, insbesondere den medizinischen, juristischen und Compliance-Abteilungen, vorab geprüft und genehmigt. Die Verantwortung für die Patient Advisory Boards liegt bei klinischen und medizinischen Funktionen sowie übergeordneten Funktionen wie Government and Public Affairs und Communications. Die Richtlinien der EFPIA und die interne Policy Good Practice and Process Guidance: Engagement with Patients, Patient Opinion Leaders, Carers, Patient and Carer-led Organization gelten für alle Verfahren.
Für die Teilnahme an unserem Patient 360 Program suchen wir gezielt nach geeigneten Patienten, Betreuungspersonen oder Patientenorganisationen. Das Programm hat wertvolle Ergebnisse hervorgebracht, wie Erkenntnisse, die in die Planung und Validierung von Initiativen zur Patientenbeteiligung eingeflossen sind, oder die Identifizierung von Lücken bei der Unterstützung von Personen, die Menschen mit Multipler Sklerose und Myasthenia gravis betreuen. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unseres Programms eng mit Patientenvertretungen zusammengearbeitet, um gemeinsam eine Website mit medizinischen Informationen zu erstellen. Die Einbindung findet vier bis fünf Mal im Laufe des Programms per E-Mail, über virtuelle Sitzungen oder in persönlichem Kontakt statt. Nach einer Sitzung führen wir in der Regel eine Umfrage durch, um die Wirksamkeit der Einbeziehung der Teilnehmenden in die Entwicklung patientenorientierter Arzneimittel zu bewerten. Ein Gremium führt die gewonnenen Erkenntnisse in einem Bericht zu konkreten Handlungsempfehlungen zusammen, die mit den Teilnehmenden und relevanten internen Abteilungen geteilt werden. Verantwortlich für das Patient 360 Program sind der Director Global Patient Insights & Advocacy for Neurology & Immunology und unser Vice President Global Patient Insights & Advocacy.
Bei Bedarf veranstalten wir Medical Advisory Board Meetings, an denen relevante medizinische Mitarbeitende des Unternehmensbereichs Healthcare und externe Experten des Gesundheitswesens teilnehmen. Das Feedback, das wir bei diesen Sitzungen des Beratungsgremiums erhalten, wird bei der Planung unserer klinischen Studien berücksichtigt. Es kann beispielsweise dazu führen, dass bei der Aufnahme von Studien in bestimmten Ländern Vorsicht geboten ist, um Verzerrungen zu vermeiden, Behandlungen und Patientenpopulationen anzupassen oder Biomarker-Strategien zu ändern, um den Wert klinischer Daten zu erhöhen und die Patientenstratifizierung zu verbessern. Wir erhoffen uns dadurch, den Bedürfnissen der Patienten während der Arzneimittelentwicklung näher zu kommen, den Nutzen der Arzneimittel zu erhöhen und die Risiken für die Teilnehmenden klinischer Studien zu minimieren. Verantwortlich für die Medical Advisory Board Meetings sind die Leiter der Medical-Funktionen.
Im Rahmen unseres Individual Case Safety Report Management stehen Verbrauchern und Endnutzern sowie medizinischen Fachkräften mehrere Kanäle für die Meldung von unerwünschten Ereignissen offen. Diese Kanäle umfassen E-Mail, Fax, Telefon, sowie die von unserem Unternehmen verwalteten Websites und Programme. Wir führen zudem grundlegende Pharmakovigilanz-Schulungen im gesamten Unternehmensbereich Healthcare durch, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden in der Lage sind, Informationen über unerwünschte Ereignisse aus allen Quellen zu sammeln und zu melden. Für unsere Mitarbeitenden, die im Rahmen bestimmter Programme oder Aufgaben mit Bezug zur Patientensicherheit arbeiten, gibt es ebenfalls rollenspezifische Schulungspläne. Darüber hinaus haben wir entsprechende Verfahren für das Lieferantenmanagement, Pharmakovigilanz-Vereinbarungen mit Geschäftspartnern sowie Audits eingeführt. Verantwortlich für das Individual Case Safety Report Management ist der Head of Global Patient Safety.
Sobald unsere Produkte auf dem Markt sind, treten wir häufig in einen wechselseitigen Dialog mit Verbrauchern und Endnutzern, das heißt Patienten, ihren Angehörigen, Betreuungspersonen und medizinischen Fachkräften. Wenn diese Kommunikation die Erfassung von Sicherheits- und/oder Wirksamkeitsdaten umfasst, wird sie als Patient Data Collection System (PDCS) klassifiziert. Das globale PDCS-Team überwacht alle PDCSs weltweit und führt eine umfassende Dokumentation und eine kontinuierliche Überwachung durch, um die Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften im Rahmen unserer Verantwortung als Inhaber der Marktzulassung sicherzustellen.
Wir führen weltweit eine Vielzahl von Programmen durch, von denen einige als PDCS eingestuft sind. Dazu gehören unter anderem Marktforschung, digitale Medien, digitale Gesundheitsmanagement-Tools, Patientenhilfsprogramme, Patientenunterstützungsprogramme, Lösungen für den Patientenzugang sowie Callcenter oder Hotlines. Der PDCS-Zertifizierungsprozess soll die Einheitlichkeit der Sicherheitspraktiken aller Programme des Unternehmensbereichs Healthcare gewährleisten, die als PDCS eingestuft sind. Dieser Prozess trägt zur ordnungsgemäßen Planung und Durchführung von PDCS bei und konzentriert sich auf die Identifizierung, Erfassung und Verarbeitung von Nebenwirkungen und besonderen Ereignissen bei Patienten, die unsere zugelassenen und vermarkteten Arzneimittel verwenden. Das globale PDCS-Team ist für die Zertifizierung aller PDCS verantwortlich. Jedem PDCS werden eine Programmleitung sowie ein Sicherheitsbeauftragter zugewiesen. Alle Mitarbeitenden, die an PDCS-Einsätzen beteiligt sind, müssen jährlich an einer Schulung zur Erfassung unerwünschter Ereignisse teilnehmen, um die Einhaltung aller entsprechenden Vorschriften zu gewährleisten.
Letztendlich sind die Vorgesetzten der PDCS-Programmleitungen dafür verantwortlich, die Infrastruktur zu schaffen und die Ressourcen zu sichern, die für den effektiven Betrieb des PDCS erforderlich sind. Je nach Programmaufbau und Bedarf variiert die Häufigkeit des Engagements. Bei der Erfassung von Informationen beziehen wir schutzbedürftige Patientengruppen ein, zum Beispiel Kinder, Senioren sowie Patientinnen während Schwangerschaft oder Stillphase. Zusätzlich berücksichtigen wir, falls notwendig, begleitende Medikationen und vorliegende medizinische Zustände. Verantwortlich für PDCS ist der Head of Regulatory, Quality and Safety Operations.
Nachdem ein Arzneimittel von der Zulassungsbehörde genehmigt worden ist, kann diese eine Studie zur weiteren Erhebung von Sicherheitsdaten verlangen. In diesem Zusammenhang können sich medizinische Fachkräfte in unsere Post-Authorization Safety Studies (PASS) einschreiben, um Sicherheitsdaten zu melden. Die Häufigkeit des Engagements variiert je nach Programmstruktur und Anforderungen. Bei der Erfassung von sicherheitsbezogenen PASS-Informationen werden ebenfalls die zuvor genannten schutzbedürftigen Patientengruppen einbezogen. Sobald das PASS-Protokoll erstellt, geprüft und durch das Pharmacovigilance Advisory Board genehmigt ist, werden die Genehmigungen für klinische Studien gemäß den Richtlinien der Good Pharmacovigilance Practices erstellt und verfolgt. Die Studie wird durch die Eintragung der PASS in den Katalog des Real-World Data Sources and Studies offengelegt. Der Clinical Trials Transparency Officer hinterlegt außerdem die relevanten Informationen unter ClinicalTrials.gov. Verantwortlich für PASS ist der Head of the Global Patient Safety.
In der Phase nach der Vermarktung erhalten Verbraucher und Endnutzer sowie medizinische Fachkräfte Arzneimittelinformationen und -kennzeichnungen - in Form von Produktinformationsdokumenten wie Packungsbeilagen, Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels, US-amerikanischen Verschreibungsinformationen, Gebrauchsanweisungen oder Abbildungen des Arzneimittels. Wir sorgen auch für die notwendige Schulung der betroffenen Mitarbeitenden, die an diesem Prozess beteiligt sind. Diese Verfahren für Arzneimittelinformationen sollen gewährleisten, dass die Sicherheitsinformationen in den verfügbaren öffentlichen Portalen, Packungsbeilagen und Abbildungen für alle vermarkteten Arzneimittel aktualisiert werden. Sie sollen auch sicherstellen, dass die Sicherheitsinformationen über Produktmerkmale, Indikationen, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sowie bekannte und potenzielle Nebenwirkungen den medizinischen Fachkräften, den Verbrauchern oder den Endnutzern bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Die Verantwortung für die Arzneimittelinformation und -kennzeichnung liegt beim Head of Global Labelling.
Wenn wir im Rahmen der laufenden Sicherheitsüberwachung unserer Arzneimittel wichtige neue Sicherheitsbefunde mit möglichen Auswirkungen auf das Nutzen-Risiko-Verhältnis feststellen, organisieren wir die entsprechende Sicherheitskommunikation, nachdem wir die erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Aufsichtsbehörden eingeholt haben. Die Sicherheitsmitteilung wird in einem geeigneten Format an die Zielgruppe verteilt. Diese besteht aus unseren Geschäftspartnern, Fachleuten des Gesundheitswesens sowie Verbrauchern und Endnutzern. Je nach Bedarf erfolgt die Kommunikation in Form eines Briefes, zum Beispiel eines "Dear Doctor Letter" oder eines "Dear Investigator Letter", einer E-Mail, eines Videos, einer schriftlichen Erklärung auf einer Website oder auch über andere internetbasierte Kanäle wie soziale Medien.
Sicherheitsmitteilungen, die an Fachkräfte des Gesundheitswesens ausgegeben werden, werden nachverfolgt. Die Mitarbeiterschulung für die Sicherheitskommunikationsprozesse wird durch rollenspezifische Schulungen abgedeckt, und die Verantwortung für diese Prozesse liegt bei der Einheit Global Patient Safety. Im Jahr 2024 gab es insgesamt 5 Rückrufe von Arzneimitteln, die insgesamt 46.465 Packungen betrafen.
Wir haben einen konzernweiten Hinweisgeber- und Beschwerdemechanismus eingerichtet, über den tatsächliche und potenzielle Verstöße gemeldet werden können. Zentraler Bestandteil davon ist unsere kostenlose und anonym nutzbare Compliance-Hotline. Beschwerden, die über unsere Compliance-Hotline eingehen, werden direkt entgegengenommen und von einem zentralen, unabhängigen und qualifizierten Team innerhalb von Group Compliance geprüft. Dieses Team bewertet die Meldungen und veranlasst entweder direkt eine Untersuchung oder kann diese je nach Inhalt und Art der Meldung an eine andere zuständige Stelle weiterleiten. Wenn die Beschwerde Bedenken von Verbrauchern und Endnutzern im Zusammenhang mit Medikamenten enthält, wird die Meldung an die entsprechende Funktion innerhalb des Unternehmens (zum Beispiel Global Patient Safety) weitergeleitet, damit weitere Maßnahmen ergriffen werden können. Die Abhilfemaßnahmen liegen in der Verantwortung der zuständigen Stelle. Sofern eine Kommunikation mit der meldenden Person möglich ist, bestätigen wir dieser den Eingang der Meldung innerhalb von sieben Tagen und streben an, sie innerhalb von drei Monaten nach der Eingangsbestätigung über den Status der Meldung zu informieren. Unsere zentrale Compliance-Hotline ist in mehr als 40 Sprachen telefonisch oder über eine Online-Plattform erreichbar. Sowohl Mitarbeitende als auch Externe können sie nutzen. Die Erreichbarkeit der Compliance-Hotline wird jährlich überprüft und auch vertraglich durch den externen Anbieter gewährleistet. Wir untersuchen nicht, ob Verbraucher und Endnutzer unsere Compliance-Hotline kennen und ihr vertrauen, um Bedenken zu äußern.
Unser allgemeines Callcenter 720 steht allen Kundengruppen unserer Produkte offen - dazu zählen medizinische Fachkräfte, Nicht-Fachkräfte im Gesundheitsbereich, Patienten sowie Betreuungspersonen. Die erforderlichen Kontaktinformationen, wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen, sind in den Packungsbeilagen oder den Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels sowie auf Websites zu therapeutischen Bereichen enthalten. Darüber hinaus werden sie auf Websites für bestimmte Therapiebereiche kommuniziert. Unserer gesetzlichen Verpflichtung, für die Meldung von Nebenwirkungen oder Produktbeschwerden erreichbar zu sein und diese aufzuarbeiten, kommen wir nach. Dafür und um die Compliance-Standards zu wahren, haben wir verschiedene Verfahrensweisen etabliert. Die Qualität und Effizienz unserer Callcenter-Dienste, die ausgelagert sein können, unterliegen einer strengen Überwachung und Kontrolle. Servicevereinbarungen sollen einen hohen Standard der Dienstleistung gewährleisten. Durch regelmäßige Berichte und Analysen möchten wir sicherstellen, dass die Verfügbarkeit und Funktionalität unserer Kommunikationskanäle kontinuierlich überprüft und aufrechterhalten werden. Die Dokumentation und Nachverfolgung von Nebenwirkungen und Produktbeschwerden, die über unser Callcenter eingehen, sind integraler Bestandteil unseres Qualitätsmanagementsystems. Wir erfassen und analysieren auch Anfragen zu medizinischen Informationen, um Erkenntnisse zu gewinnen und die Bekanntheit und Vertrauenswürdigkeit unseres Callcenters 720 zu bewerten. Wir untersuchen nicht, ob Verbraucher und Endnutzer unser Callcenter 720 kennen und ihm vertrauen, um Bedenken zu äußern.
Mit einer zentralen Nachverfolgung von Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen tragen wir dazu bei, die Wirksamkeit der Verfahren im Zusammenhang mit Beschwerden über die Produktqualität zu überprüfen. Dazu führen wir regelmäßige Trendanalysen von Beschwerden und deren Ursachen durch, um Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Alle eingegangenen Beschwerden werden anonymisiert. Zur Verfolgung von Beschwerden werden digitale Systeme eingesetzt, während regelmäßige Treffen mit den Dienstleistern gemäß den Dienstleistungsvereinbarungen die Effektivität gewährleisten sollen.
Gemäß unseren Regeln zur Produkt- und Lieferkettenintegrität wollen wir zum einen die Integrität unserer Lieferketten aufrechterhalten und zum anderen die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass illegale Arzneimittel kursieren. Gefälschte und minderwertige Medikamente stellen ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Deshalb gibt es bei uns Sicherheitsmaßnahmen für Produkte und Lieferketten. Wir streben an, die regulatorischen Vorgaben zur Produktserialisierung und zur Implementierung von Track-and-Trace-Technologien, wie sie in vielen Ländern und Regionen vorgeschrieben sind, einzuhalten. Diese Technologien unterstützen uns darin, die Lieferkettentransparenz aufrechtzuerhalten, und schützen die Integrität unserer Produkte, was mit unseren Unternehmenszielen für die Patientensicherheit in Einklang steht. Sie ermöglichen es, illegale Medikamente innerhalb der legitimen Lieferkette zu identifizieren, und verhindern, dass diese abgegeben werden. Gleichzeitig stellen sie sicher, dass Gesundheits- oder Regulierungsbehörden benachrichtigt werden.
Wir setzen uns aktiv gegen die illegale Herstellung und den illegalen Vertrieb unserer Produkte ein. Unser konzernweiter Standard Illicit Trade & Product Crime Prevention legt verbindliche Verfahrensweisen dafür fest, Vorfälle von Produktkriminalität effektiv zu erkennen und darauf zu reagieren. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden unterstützen wir die Strafverfolgung von Kriminellen. Ein Team aus Sicherheitspersonal und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, darunter Recht und Marken, Lieferkette, Patientensicherheit, Regulatory Affairs und Qualitätssicherung, bündelt seine Expertise, um die Umsetzung und Einhaltung der Prozesse zu gewährleisten. Wir führen Überwachungen von Online-Apotheken, Websites, Online-Marktplätzen und sozialen Medien durch, um illegale Angebote unserer Medikamente zu identifizieren und zu entfernen. Wir haben zudem Verfahren eingeführt, um eine schnelle und zuverlässige Authentifizierung mutmaßlich gefälschter Produkte zu erreichen. Wir führen proaktive Untersuchungen sowohl online als auch offline durch, um illegale Produkte in legitimen und illegitimen Kanälen zu identifizieren und ihre Verfügbarkeit zu unterbinden. Alle Meldungen über mutmaßliche Produktkriminalität werden in einem separaten zentralen, konzernweiten Meldesystem dokumentiert, mit dem wir Informationen sammeln, Vorfälle verknüpfen und effektiver reagieren können. Darüber hinaus fördern wir den Global Pharma Health Fund (GPHF), eine gemeinnützige Organisation, die das GPHF-Minilab ® bereitstellt. Dieses mobile Kompaktlabor ermöglicht es, insbesondere in Regionen mit limitiertem Zugang zu Gesundheitslösungen, Vorhandensein und Menge von 113 verschiedenen Wirkstoffen schnell und zuverlässig zu überprüfen.
Wie bereits beschrieben, können Verbraucher und Endnutzer mehrere Kanäle nutzen, darunter die Compliance-Hotline, das Callcenter 720 und die regulären Kanäle für Patientensicherheit und Produktbeschwerden, um ihre Bedenken bezüglich verdächtiger Produkte zu äußern. Alle Meldungen über mutmaßliche Produktkriminalität werden in einem separaten zentralen, konzernweiten Meldesystem dokumentiert. Dies ermöglicht es uns, Informationen zu sammeln, Vorfälle zu verknüpfen und effektiver zu reagieren.
Unsere Maßnahmen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern folgen unseren Policies und zielen darauf ab, den Schutz von Verbrauchern und Endnutzern zu verbessern. Durch die folgenden Maßnahmen wollen wir Fortschritte im Hinblick auf unsere gesetzten Ziele erreichen, die wir unter S4-5 formulieren. Betroffen sind vor allem Verbraucher und Endnutzer, F&E-Funktionen (Forschung und Entwicklung) und der damit verbundene Unternehmensbereich Healthcare sowie externe Dienstleister. Wenn nicht anders angegeben, sind alle genannten Maßnahmen als fortlaufend zu betrachten und haben kein festes Abschlussdatum.
Wir führen weltweite interne Audits durch, die die Einhaltung gesetzlicher und weiterer Anforderungen sicherstellen sollen. Zu diesen Anforderungen zählen wir Good Clinical oder Pharmacovigilance Practices, die Vorgaben des International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use und unsere internen Standards. Mit internen Audits überprüfen wir ebenfalls die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen für Verbraucher und Endnutzer. Diese Audits betreffen unsere F&E-Funktion sowie weitere Einheiten des Unternehmensbereichs Healthcare und externe Dienstleister. Im Berichtsjahr 2024 führten wir 113 Audits durch. Regelmäßige Qualitätsmanagement-Reviews mit der Geschäftsleitung beinhalten den Austausch über identifizierte Trends und Risiken aus Audits und Inspektionen. Interne Audits, bei denen relevante Beobachtungen festgestellt wurden, lösen eine Ursachenanalyse und die Definition von korrigierenden und vorbeugenden Maßnahmen aus, die von der Qualitätssicherungsabteilung geprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus prüfen Aufsichtsbehörden, ob wir die gesetzlichen Anforderungen und unsere internen Standards in Bezug auf die Patientensicherheit einhalten. Im Berichtsjahr 2024 fanden 17 Inspektionen von Gesundheitsbehörden statt. Wir verfolgen die Ergebnisse dieser Inspektionen und ergreifen die erforderlichen Maßnahmen, um unser Pharmakovigilanz-System fortlaufend einzuhalten. Für jede kritische und schwerwiegende Beobachtung bei Audits/Inspektionen, die Korrektur- und/oder Präventivmaßnahmen (CAPAs) erfordert, muss eine Wirksamkeitsprüfung definiert und das Ergebnis dokumentiert werden. Damit überprüfen wir, ob die ergriffenen Maßnahmen wirksam dabei waren, die Ursache zu beseitigen. Wenn die Wirksamkeitsprüfung die vorab festgelegten Kriterien nicht erfüllt, müssen eine neue Ursachenanalyse und/oder zusätzliche CAPAs definiert werden, gefolgt von neuen Wirksamkeitsprüfungen. Auf Grundlage des Feedbacks der Inspektoren werden die Inspektionen entweder abgeschlossen oder überarbeitet. Alle 2024 durchgeführten Audits wurden ohne wesentliche Sicherheitsrisiken für die Probanden oder Auswirkungen auf die Rechte der Probanden oder die Datenintegrität abgeschlossen, die zu rechtlichen Schritten führen könnten. Darüber hinaus schlossen wir alle Inspektionen ohne rechtliche Schritte einer Behörde ab.
Die Durchführung von Audits gemäß den vorab festgelegten Auditplänen soll dazu beitragen, dass unsere Prozesse angemessen sind und die Sicherheit und Rechte unserer Verbraucher und Endnutzer zu keinem Zeitpunkt gefährdet sind. Audits und Inspektionen stellen dementsprechend auch ein Mittel dar, das es uns ermöglicht, Medikamente vorgabenkonform zu entwickeln und die Risiken für das Unternehmen, die sich aus der Abhängigkeit von unseren Verbrauchern und Endnutzern ergeben, einschließlich Haftungsansprüchen, zu mindern.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen bezogen auf die Durchführung von Audits und Inspektionen keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Ziel des Patient Safety Day ist es, das Bewusstsein für die Patientensicherheit und die Bedeutung der Pharmakovigilanz in den Tochtergesellschaften vor Ort zu erhöhen. Es handelt sich dabei um eine jährliche Veranstaltung im Rahmen des WHO-Veranstaltungskalenders. Die globale Sensibilisierungskampagne, die im September 2024 stattfand, zielte darauf ab, das Bewusstsein der Mitarbeitenden für die Notwendigkeit zu schärfen, unerwünschte Ereignisse proaktiv an die zuständigen Stellen (zum Beispiel Global Patient Safety) zu melden und zu kommunizieren. Die Wirksamkeit dieser Kampagne wird derzeit nicht explizit überwacht. Im Allgemeinen soll die Kampagne dazu beitragen, schwerwiegende Sicherheitsprobleme und Medikationsfehler zu verhindern, indem sie frühzeitig darauf aufmerksam macht. Die Sensibilisierung für Pharmakovigilanz soll zum Schutz der Patientensicherheit beitragen; dadurch kann das Risiko von Haftungsansprüchen in Bezug auf pharmazeutische Produkte für unser Unternehmen verringert werden.
Im Jahr 2024 ordneten wir dem Patient Safety Day keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Wir ergriffen keine Maßnahmen in Bezug auf die identifizierte wesentliche negative Auswirkung (S4-NI-01). Wir verfügen allerdings über Verfahren dafür, diese Auswirkung effektiv zu bewältigen. Diese Verfahren zielen darauf ab, die Sicherheit der Lieferkette zu erhöhen, indem besonders auf die Einhaltung strenger Qualitätsstandards sowohl in den Herstellungs- als auch in den Vertriebsprozessen geachtet wird. Darüber hinaus sind wir bestrebt, die regulatorischen Anforderungen an die Produktserialisierung und die Implementierung von Track-and-Trace-Technologien zu erfüllen. Weitere Informationen finden sich unter S4-2/S4-3.
Unsere Einheit Global Development verantwortet die klinische Entwicklung, einschließlich der klinischen Studien und der damit verbundenen Steuerungsprozesse (Bezug zu S4-PI-01; S4-PI-03; S4-R-01; S4-O-01). Der Head of Global Research and Development berichtet an den CEO des Unternehmensbereichs Healthcare, der Mitglied der Geschäftsleitung ist. Wir überprüfen den Fortschritt bei der Entwicklung neuer Produkte anhand vorgegebener Meilensteine. Abhängig von den Ergebnissen der klinischen Studien entscheiden wir, ob wir die Entwicklung fortführen, ändern oder einstellen.
Zwei interne Gremien überwachen unsere klinischen Studien. Das Integrated Protocol Review Committee ist zuständig für die von uns durchgeführten Studien mit Produkten, die sich in der klinischen Entwicklung befinden. Das integrierte Medical Study Governance Board hingegen ist verantwortlich für unsere eigenen Studien zu bereits zugelassenen Produkten sowie für sämtliche Studien, die von unabhängigen Ärzten durchgeführt und von unserem Unternehmen unterstützt werden (sogenannte Investigator Sponsored Studies). Beide Gremien setzen sich aus medizinisch-wissenschaftlichen Fachleuten und Führungskräften mit langjähriger Erfahrung in der klinischen Forschung zusammen. Den kritischen Schritt einer ersten klinischen Prüfung am Menschen gehen wir erst nach sorgfältiger Durchführung umfangreicher präklinischer Tests. Die Entscheidung darüber obliegt einem separaten Ausschuss, der Human Exposure Group, die von unserem Global Chief Medical Officer geleitet wird. Vor und während unserer klinischen Studien analysieren wir kontinuierlich die potenziellen Risiken für die Studienteilnehmenden. Unser Medical Safety and Ethics Board überwacht hierbei die Sicherheit der Teilnehmenden unserer klinischen Studien. Dieses Gremium ist das höchste Entscheidungsgremium, das sicherstellen soll, dass die Verwendung unserer Medikamente sicher ist und dass unsere Medikamente ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Es kommt bei Bedarf zusammen, um alle Fragen im Zusammenhang mit der Patientensicherheit und dem Nutzen-Risiko-Profil all unserer Produkte zu klären. Wenn bestimmte tatsächliche oder potenzielle negative Sicherheitsereignisse für ein bestimmtes Medikament festgestellt werden, werden diese Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Verbraucher und Endnutzer im Medical Safety and Ethics Board diskutiert. Je nach Art des Problems kann dieses Gremium die Einstellung einer Studie, die Anpassung eines klinischen Studienprotokolls, einen Rückruf von Produktchargen und andere Maßnahmen anordnen, um die Sicherheit unserer Patienten zu gewährleisten.
Darüber hinaus haben wir die Einheit Global Patient Safety, die für das Management der Patientensicherheit zuständig ist (Bezug zu S4-NI-01; S4-PI-01; S4-PI-02; S4-PI-04; S4-PI-05; S4-R-01). Diese Einheit analysiert alle Sicherheitsdaten und bewertet das Risikoprofil auf dieser Grundlage neu, sofern dies erforderlich ist. Anschließend informieren wir Zulassungsbehörden, medizinische Fachkräfte sowie Patienten über neue Risiken, zusätzliche Maßnahmen zur Risikominderung und mögliche Änderungen des Nutzen-Risiko-Profils. Unsere Einheit Healthcare Quality bearbeitet Qualitätsbeschwerden im Zusammenhang mit unseren Produkten.
Unser Corporate Security Team verwaltet alle Sicherheitsrisiken in unserer Organisation, einschließlich unserer Strategien und Initiativen gegen Produktkriminalität (Bezug zu S4-NI-01; S4-PI-05). Unterstützt von Experten aus den Bereichen Legal, Export Control, Supply Chain, Patient Safety, Regulatory Affairs und Quality Assurance auf globaler und lokaler Ebene arbeiten sie gemeinsam daran, unsere Produkte und Patienten zu schützen.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-03; S4-PI-04 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Gesundheit und Sicherheit |
| Ziel | Unser Ziel für gute klinische und gute Pharmakovigilanz-Praxis ist es, eine Abschlussquote von 100 % des jährlichen Auditplans zu erreichen. Bei der Prüfung verwenden wir in regelmäßigen Abständen spezifische Risikobewertungsinstrumente für jede Art von Prüfung, um Auditziele zu definieren und Audits festzulegen. Das Ziel bei Inspektionen ist es, für Beobachtungen ordnungsgemäß geeignete Schutzmaßnahmen für die Zukunft zu treffen, um die Einhaltung von Vorschriften und internen Standards zu gewährleisten. |
| Bezugswert/-jahr | Bezugswert von 100 % Abschlussquote jährlich für Audits. Antwort auf Inspektionsbeobachtungen von den Behörden akzeptiert. Keine Einleitung rechtlicher Schritte. |
| Methoden | Unsere Prüfungen basieren auf einem risikobasierten Ansatz. Inspektionen werden von den Aufsichtsbehörden veranlasst. Das Ziel basiert nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Stakeholderinteressen berücksichtigten wir auf Basis von Fragebögen, Interviews und früheren Erfahrungen. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Die Zielerreichung bei der Prüfung erfassen wir vierteljährlich. Der Fortschritt bei der Zielerreichung entspricht dem, was ursprünglich für den Berichtszeitraum geplant war. Die Informationen gelten nicht für Inspektionen. Bei Inspektionen, die von Aufsichtsbehörden durchgeführt werden, streben wir an, dass die Antworten auf die Beobachtungen vor oder zu dem von der Aufsichtsbehörde festgelegten Fälligkeitsdatum an diese geliefert werden. |
| Im Jahr 2024 dokumentierten wir 17 Inspektionen. Darüber hinaus führten wir 113 Audits durch. Die Abschlussquote des Auditplans 2024 (Q2/2024 bis Q1/2025) liegt voraussichtlich bei 96 %. |
Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine spezifischen Informationen über unseren Zielsetzungsprozess in Bezug auf das genannte Ziel bereitstellen. Darüber hinaus fehlen uns systematische Mechanismen dafür, unsere Leistung mit den Erwartungen und Erfahrungen der Verbraucher und Endnutzer zu vergleichen; strukturierte Prozesse für gemeinsames Lernen und Verbesserungen mit diesen Anspruchsgruppen haben wir nicht eingeführt. Sowohl für Audits als auch für Inspektionen führen wir interne Sitzungen durch, in denen wir die gewonnenen Erkenntnisse besprechen. Unser derzeitiger Ansatz sieht in dieser Phase keine direkte Zusammenarbeit mit Verbrauchern und Endnutzern vor. Darüber hinaus suchen wir nach Möglichkeiten, unser Verständnis für deren Erwartungen und Erfahrungen zu verbessern. Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, aus unseren Erfolgen zu lernen und mit Verbrauchern und Endnutzern zusammenzuarbeiten, um verbesserungswürdige Bereiche zu identifizieren.
Unser Ziel ist es, Risiken im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern systematisch zu identifizieren, zu managen und zu melden. Darüber hinaus haben wir für das wesentliche Nachhaltigkeitsthema Gesundheit und Sicherheit keine weiteren Ziele in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer festgelegt. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen finden sich unter S4-4.
Wir unterscheiden zwischen der Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten (siehe vorheriger Abschnitt) und dem Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen sowie dem Zugang zu (hochwertigen) Informationen. Aufgrund der klaren thematischen Zusammenhänge betrachten wir die beiden letztgenannten Nachhaltigkeitsaspekte zusammen. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen:
| Kennung | S4-PI-06 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Wir sind uns bewusst, dass Gesundheitssysteme beim Zugang zu Gesundheitsleistungen mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert sind. Wir bemühen uns, Gesundheitslösungen für alle Verbraucher und Endnutzer in der nachgelagerten Wertschöpfungskette verfügbar, bezahlbar und zugänglich zu machen. Mit unserem globalen Engagement und unserer Healthcare-Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir unsere Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen um. So erweitern wir den Zugang zu unseren Gesundheitsprodukten sowie -innovationen und engagieren uns weiterhin dafür, die vernachlässigte Tropenkrankheit Bilharziose sowie Malaria zu bekämpfen. |
| Kennung | S4-PI-07 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Uns ist bewusst, dass hohe Kosten für viele Gesundheitssysteme angesichts einer immer schwierigeren Finanzlage herausfordernd sind. Wir wissen um die Einzigartigkeit jedes Gesundheitssystems und passen unsere Preise an lokale Marktgegebenheiten an. Dabei berücksichtigen wir den ungedeckten medizinischen und behandlungsbezogenen Bedarf, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems und die Infrastruktur vor Ort. Weiterhin beziehen wir Folgendes ein: sozioökonomische Faktoren, die Bezahlbarkeit von Leistungen und Produkten innerhalb des jeweiligen Gesundheitssystems sowie die Zahlungsfähigkeit der Menschen. Wir verfolgen bei allen unseren Marken eine differenzierte Preisgestaltung - sowohl innerhalb eines Landes als auch länderübergreifend. Neben dem Aufbau von Fähigkeiten im Gesundheitswesen und dem Schaffen von Gesundheitsbewusstsein arbeiten wir auch in Partnerschaften mit Gesundheitsbehörden an Initiativen, die beispielsweise |
| • Fragen der Bezahlbarkeit adressieren, zum Beispiel durch Preisnachlässe bei Ausschreibungen und die Möglichkeit von Kostenübernahmen für Patienten, damit diese über öffentliche Gesundheitssysteme Zugang zu unseren Produkten erhalten | |
| • oder die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Richtlinien fördern, etwa zur Früherkennung von Schilddrüsenkrankheiten bei Schwangeren und Neugeborenen sowie bei diagnostischen Tests für Krebserkrankungen. | |
| Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Maßnahmen deutlich positiv auf die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten auswirken. |
| Kennung | S4-PI-08 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht zutreffend |
| Wertschöpfungsstufe | Nachgelagert |
| Beschreibung | Um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern, gilt es Initiativen umzusetzen, die das Gesundheitssystem stärken, sowie Gesundheitsfähigkeiten aufbauen und zum medizinischen Fortschritt zum Wohl der Patienten in bedürftigen Ländern beitragen. |
| Wir investieren auch in Initiativen zur Gesundheitsaufklärung, um Verhaltensänderungen voranzutreiben und Patienten zu befähigen, fundierte Entscheidungen über Behandlungswege zu treffen. |
Gesundheit ist ein grundlegendes Menschenrecht. Dennoch hat die Hälfte der Weltbevölkerung keinen angemessenen Zugang zu Gesundheitsleistungen. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern und dazu beizutragen, die globale Ungleichheit beim Zugang zu Gesundheitsversorgung zu verringern. Wir verstehen gesundheitliche Chancengleichheit als eine gemeinsame Anstrengung, sicherzustellen, dass alle Menschen unabhängig von sozioökonomischen, geografischen oder anderen Unterschieden die bestmögliche Versorgung erhalten können. Wir arbeiten mit Partnerorganisationen zusammen, um die damit zusammenhängenden komplexen Herausforderungen zu bewältigen, und sind bestrebt, die Interessen und Perspektiven unserer Stakeholder systematisch in unsere Strategie und unser Geschäftsmodell zu integrieren. Zu diesem Zweck haben wir einen ganzheitlichen Ansatz gewählt, der die Säulen Innovation, Zugang zu Gesundheitsleistungen und gesellschaftliches Engagement integriert und sich auf Folgendes konzentriert:
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Verfügbarkeit: die Förderung innovativer Lösungen für globale Gesundheitsherausforderungen durch bedarfsorientierte Forschung und Entwicklung (F&E) sowie verantwortungsbewussten Umgang mit geistigem Eigentum. Wir streben danach, den schnellsten und umfassendsten Zugang zu Innovationen zu fördern. |
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Zugänglichkeit: die Unterstützung von Ländern beim Aufbau von Infrastruktur und die Stärkung von Gesundheitsdiensten, um Patienten den Zugang zu einer bestmöglichen Versorgung zu ermöglichen. |
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Bezahlbarkeit: die Umsetzung innovativer Mechanismen für einen gerechteren und nachhaltigen Zugang zu unseren Innovationen und bestehenden Produkten. |
Wir arbeiten darauf hin, die Wettbewerbsfähigkeit und den Wert unseres Unternehmens zu steigern und gleichzeitig der Gesellschaft langfristig Vorteile zu bieten, indem wir bedürftige Bevölkerungsgruppen mit unseren Produkten und Technologien erreichen. Wir schaffen nicht nur Zugang zu unserem Healthcare-Portfolio, sondern engagieren uns über unsere Global-Health-Initiativen auch im Kampf gegen Krankheiten, die die Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen unverhältnismäßig stark treffen. Dazu gehört die vernachlässigte Tropenkrankheit Bilharziose sowie Malaria.
Unsere Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen zielt darauf ab, bis 2030 mehr als 170 Mio. Patienten pro Jahr in diesen Ländern zu erreichen: mehr als 80 Mio. Patienten mit unserem Healthcare-Portfolio und mehr als 90 Mio. Menschen mit unserem Global-Health-Portfolio. Weitere Informationen zu unseren Zielen finden sich unter S4-5.
Partnerschaften und Dialoge mit Interessengruppen sind entscheidend, wenn es darum geht, den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern. Deshalb umfasst unser Ansatz auch eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungen verschiedener Länder, internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, akademischen Einrichtungen, dem Privatsektor und unabhängigen Fachleuten. Bei der Preisgestaltung beobachten wir, wie sich Gesundheitssysteme und -märkte, Preisbildungs- und Erstattungssysteme sowie gesetzliche und behördliche Leit- und Richtlinien ändern. Bei Bedarf passen wir unsere Preise an. Durch ein einheitliches und datenbasiertes Vorgehen wollen wir sicherstellen, dass diese sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren.
Im Rahmen des Zugangs zu (hochwertigen) Informationen konzentriert sich unser Geschäftsmodell auf die Stärkung des Gesundheitswesens und der lokalen Gesundheitsfähigkeiten, indem wir Fachwissen und Fähigkeiten der wissenschaftlichen und medizinischen Fachkräfte durch ein Netzwerk von Fachleuten verbessern. Durch Initiativen zur gesundheitlichen Aufklärung wollen wir außerdem Verhaltensänderungen bewirken und medizinisches Personal sowie Patienten in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen über Behandlungswege zu treffen. Diese Initiativen setzen wir entlang der Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort um. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf die Krankheiten, bei denen wir über die größte Expertise verfügen. Im Bereich Global Health sind wir vor allem in vier Schlüsselbereichen aktiv, um die Gesundheitssysteme zu verbessern: Forschung und Entwicklung vor Ort, Produktion und Lieferketten, Aufklärung und Sensibilisierung sowie Gesundheitsinfrastruktur und Ausbildung.
Mit unserer Strategie versuchen wir, die Verbreitung von Krankheiten, das Ausmaß des ungedeckten medizinischen Bedarfs und die Verfügbarkeit bestehender Therapien besser zu verstehen. Auf dieser Basis entscheiden wir, ob eine Produktentwicklung gerechtfertigt ist und wie eine geeignete Zugangsstrategie für diese Krankheiten in den entsprechenden Regionen, Ländern und Gemeinschaften definiert werden kann. Bei der Entwicklung dieser Strategie setzen wir auf eine Balance zwischen unserem Engagement für einen weltweit verbesserten Zugang und einem nachhaltigen Geschäftsmodell. So können wir langfristig in innovative Forschung und Entwicklung investieren sowie hochwertige, sichere Produkte produzieren, die das Leben der Patienten verbessern sollen.
Im Bereich Global Health arbeiten wir mit angesehenen internationalen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam festzulegen, wo der Bedarf am größten ist. Bei Bilharziose zum Beispiel richten wir uns nach den Anforderungen der NTD Roadmap 2021-2030 der Weltgesundheitsorganisation für vernachlässigte Tropenkrankheiten. Wir leisten unseren Beitrag dazu, indem wir in unsere Programme investieren und gezielt Behandlungen zur Krankheitsbekämpfung bereitstellen, Innovationen entwickeln, Gesundheitsmaßnahmen zur Verhaltensänderung durch Aufklärungskampagnen umsetzen und Partnerschaften fördern, um den Fortschritt zu beschleunigen. Auf der Grundlage der Ergebnisse unserer Programme überprüfen und präzisieren wir unsere Analyse, um Prioritäten zu ermitteln und uns auf die zu konzentrieren, die wir am besten umsetzen können.
Wir führen jährlich Preisanalysen durch, um Preisschwellen zu überprüfen. So geben wir unseren Tochterunternehmen vor Ort eine Orientierungshilfe für die lokale Preisbildung im kommenden Jahr. Mit einem einheitlichen und datenbasierten Vorgehen möchten wir sicherstellen, dass unsere Preise den verschiedenen Patientengruppen einen besseren Zugang zu unseren Medikamenten ermöglichen. Darüber hinaus haben wir das Programm Systematic Health Access and Patient Enablement (SHAPE) mit seinem ganzheitlichen Ansatz eingeführt, um die größten Barrieren für den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu beseitigen. Dazu gehört neben der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit auch die Bezahlbarkeit, um dadurch den Zugang für unterversorgte Patientengruppen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen zu verbessern. Unser Engagement für einen besseren Zugang von Patienten zur Gesundheitsversorgung geht auch über solche Länder hinaus, um die Bezahlbarkeitsprobleme bei einigen Bevölkerungsgruppen in Ländern mit hohem Einkommen anzuerkennen und anzugehen.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-06; S4-PI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Zugang zu Produkten und Dienstleistungen |
| Inhalt | Unsere internen Policies zum Thema Bezahlbarkeit umfassen die folgenden Standards: Pricing Governance; Patient Access Program (PAP) Governance; Tender Management Governance. |
| Dies Policies beschreiben unser Vorgehen, wie wir unsere Produkte auf faire, verantwortungsvolle, gerechtere und nachhaltige Weise bepreisen. Darüber hinaus schaffen sie einen umfassenden Rahmen, der die Anforderungen, Prozesse und operativen Anweisungen dafür festlegt, wie unsere Initiativen für gerechte Preisgestaltung und unsere SHAPE-Projekte initiiert und verwaltet werden. | |
| Anwendungsbereich | Diese Policies konzentrieren sich auf unsere nachgelagerte Wertschöpfungskette und betreffen unter anderem Patienten, Angehörige der Gesundheitsberufe, Gesundheitsdienstleister (zum Beispiel Krankenhäuser), gemeinnützige Organisationen, Drittanbieter von Dienstleistungen und Produkten sowie Mitarbeitende des Unternehmensbereichs Healthcare, die die Standards einhalten müssen. |
| Verantwortlichkeit | Head of Global Value Demonstration, Market Access & Pricing (GVAP) |
| Standards/Initiativen Dritter | Bei der Entwicklung der Policies ließen wir uns von den Good Practice Standards der Access to Medicines Foundation leiten. Diese Standards umfassen mehrere Aspekte: die Berücksichtigung lokaler Bedürfnisse und Qualifikationslücken, die Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdergruppen, die Sicherstellung einer Governance zur Minderung von Interessenkonflikten, die Festlegung klarer und messbarer Ziele, die regelmäßige Überwachung und Bewertung bei gleichzeitiger öffentlicher Bekanntgabe der Fortschritte und das Streben nach einer langfristigen Integration in das Gesundheitssystem. |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Entwicklung der Pricing and Access Policies berücksichtigten wir indirekt die Bedürfnisse der Patienten in Bezug auf Zugänglichkeit, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit. Bei der Entwicklung der PAP Governance integrierten wir Aspekte wie ungedeckten medizinischen Bedarf, Zahlungsfähigkeit sowie Verfügbarkeit und Reife der Gesundheitsinfrastruktur (zum Beispiel Test- und Diagnoseeinrichtungen). |
| Verfügbarkeit | Unsere Pricing and Access Policies sind intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-06; S4-PI-08 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Zugang zu Produkten und Dienstleistungen sowie Zugang zu (hochwertigen) Informationen |
| Inhalt | Die Policy beschreibt unsere Position, unser Engagement und Beispiele dafür, wie wir den Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen gestalten. Die Policy beschreibt zudem den allgemeinen Ansatz für den Zugang sowie den Ansatz für Forschung und Entwicklung in den Bereichen Infektionskrankheiten, gerechtere Preisgestaltung in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen, Rechte des geistigen Eigentums und nachhaltige Lieferketten. Im Jahr 2024 bewerteten wir die Inhalte dieser Policy im Kontext unserer Zugangsstrategie. Aus dieser Bewertung soll eine neue Policy entstehen, die wir 2025 veröffentlichen wollen. |
| Anwendungsbereich | Der Anwendungsbereich erstreckt sich nachgelagert auf Patienten, internationale und lokale Organisationen, einschließlich Regierungen, Angehörige der Gesundheitsberufe sowie private und öffentliche Partner. |
| Verantwortlichkeit | Head of Global Health & Health Equity |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Stakeholdern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen von internen Stakeholdern. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist auf unserer Website öffentlich verfügbar. |
Die Achtung strikter regulatorischer Vorgaben im Gesundheitswesen führt dazu, dass, wenn nicht anders angegeben, keine Interviews durchgeführt und die Interessen der Verbraucher und Endnutzer nicht direkt einbezogen wurden. Stattdessen stützen wir uns ausschließlich auf regulatorische Quellen und glaubwürdige Vertreter, ohne eine direkte Interaktion mit Verbrauchern und Endnutzern. Unsere Policies für den Zugang zu Arzneimitteln konzentrieren sich auf Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen und gelten für Menschen und Patienten, die unsere Arzneimittel verwenden sollen.
Unsere Policies für den Zugang zu unseren Programmen entsprechen keiner international anerkannten Richtlinie. Sie werden regelmäßig überwacht und aktualisiert. Sie sind auf Englisch verfügbar und entweder intern und damit nicht öffentlich zugänglich oder auf unserer Website veröffentlicht.
Wie in unserer Human Rights Charter festgelegt, respektieren wir das Recht auf Gesundheit und sind bestrebt, allen Menschen hochwertige und sichere Gesundheitslösungen zur Verfügung zu stellen. Unsere Philosophie folgt der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die das Recht auf den höchsten erreichbaren Standard an körperlicher und geistiger Gesundheit fordert. Wir wenden das Konzept der Umsetzung dieses Rechts auf Bevölkerungsgruppen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen sowie auf Bevölkerungsgruppen mit Zugangsproblemen in Ländern mit hohem Einkommen an.
Hinsichtlich Mechanismen zur Einhaltung von Vorschriften und weiterer Einzelheiten dazu, wie wir in Bezug auf unsere Produkte Gesetze und Vorschriften, aber auch internationale Richtlinien und Grundsätze befolgen beziehungsweise Menschenrechtsvorfälle verfolgen, gilt dasselbe wie für den wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekt Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten. Weitere Informationen finden sich unter Gesundheit und Sicherheit.
Im Bereich Zugang zu Produkten und Dienstleistungen sowie Zugang zu (hochwertigen) Informationen verfügen wir über keine spezifischen Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern. Weitere Informationen zu unseren Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern sind ebenfalls unter Gesundheit und Sicherheit zu finden.
Grundsätzlich führen wir regelmäßig Dialoge mit Stakeholdern wie Kostenträgern, Beratern von Kostenträgern, Patientenvertretern und Angehörigen der Gesundheitsberufe durch, um die Versorgungslandschaft und die Bedürfnisse von Patienten und Gesundheitssystemen zu verstehen. Unser Austausch umfasst auch internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, lokale Einrichtungen und Hochschulen. Wenn es um globale Gesundheitsfragen geht, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen. Die Stakeholderdialoge finden in allen Phasen des Lebenszyklus unserer Produkte statt - von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung und darüber hinaus. Die Stakeholderbeteiligung findet über verschiedene Formate statt: etwa in Marktforschungsprojekten, Round-Table-Gesprächen mit Interessenvertretern, Bildungs- und Sensibilisierungsprogrammen, öffentlichen Konsultationen und der Einbeziehung von Kostenträgern. Der CEO von Healthcare, Mitglied der Geschäftsleitung, ist die ranghöchste Person, die für den Dialog verantwortlich ist.
Unsere Maßnahmen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern folgen unserer Strategie und zielen darauf ab, den Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen sowie zu (hochwertigen) Informationen zu verbessern.
Im Jahr 2024 erreichten wir mit unserem Healthcare-Portfolio rund 103 Mio. Patienten, davon rund 65 Mio. in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. Darüber hinaus ermöglichten wir die Behandlung von rund 81 Mio. Menschen mit Praziquantel gegen Bilharziose. Die Summe an erreichten Menschen belief sich 2024 auf 184 Mio., die wir als strategischen Nachhaltigkeitsindikator (Anzahl Menschen, die mit unseren Healthcare-Produkten behandelt werden) unter ESRS 2 (SBM-1) zeigen. Durch die folgenden Maßnahmen wollen wir Fortschritte im Hinblick auf unsere gesetzten Ziele erreichen. Wenn nicht anders angegeben, sind alle genannten Maßnahmen als fortlaufend zu betrachten und haben kein festes Abschlussdatum.
Im Rahmen der Umsetzung unserer Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen ist SHAPE unser langfristiges, systematisches Programm zur Verbesserung der Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit unserer Medikamente für unterversorgte Patientengruppen. Das Programm umfasst sowohl bestehende als auch zukünftige Produkte in unserem Healthcare-Portfolio. Konkret verfolgen wir einen dreigliedrigen Ansatz: tiefer, breiter und schneller. "Tiefer" steht hierbei für unsere gemeinsamen Bemühungen, Zugangsbarrieren in einzelnen Ländern zu beseitigen, einschließlich der Einführung von Strategien für eine gerechtere Preisgestaltung und Initiativen zur Stärkung des Gesundheitssystems. "Breiter" steht für den Ansatz, unsere Medikamente in mehr Ländern verfügbar zu machen, wobei wir uns auf diejenigen mit hoher Prävalenz konzentrieren. "Schneller" steht für eine zügige Einführung unserer neuen Produkte in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen. Hier soll die Zeitspanne zwischen der ersten weltweiten Markteinführung und der Beantragung der Zulassung in diesen Ländern verringert werden. Wir gehen davon aus, dass die Umsetzung und Ausweitung von SHAPE weiterhin positive Auswirkungen auf unsere Verbraucher und Endnutzer haben werden, was zu einem gerechteren Zugang und weiteren Initiativen zur Stärkung der Gesundheitssysteme in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen führen wird.
Im Jahr 2024 erreichten wir mit unserem Healthcare-Portfolio rund 103 Mio. Patienten, davon rund 65 Mio. in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. Bis 2024 wurden 17 Pilotprojekte in Ländern wie Peru, Argentinien, Brasilien, Ägypten, Indonesien und Mexiko sowie in mehreren Ländern Mittelamerikas initiiert. In Ägypten läuft beispielsweise ein SHAPE-Projekt für Erbitux ®. Das Programm zielt darauf ab, Prävalenz und Mortalität von Darmkrebs zu senken, indem das öffentliche Bewusstsein für die Erkrankung gestärkt wird. Dazu werden Fachleute in Gesundheitsberufen medizinisch geschult und bei Diagnose sowie Behandlung unterstützt. Wir arbeiten auch mit der Krebsfrüherkennungsinitiative des Präsidenten zusammen, indem wir Schulungsprogramme für medizinisches Fachpersonal anbieten.
Zudem möchten wir durch unsere Health-Equity-Accessibility-Initiativen weiterhin Aktivitäten in und für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen vorantreiben und dazu beitragen, die lokalen Gesundheitssysteme zu stärken. So wollen wir den Zugang zu unseren Innovationen und Produkten für nicht übertragbare Krankheiten vorbereiten und fördern. Wir verfolgen einen partnerschaftlichen Ansatz, damit wir in diesem komplexen und anspruchsvollen Umfeld eine möglichst große Wirkung erzielen. Dieser Ansatz umfasst das Shared-Value-Programm: Es unterstützt unsere Teams in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen dabei, Initiativen umzusetzen. Diese sollen bei medizinischem Fachpersonal Fähigkeiten und Qualifizierung stärken, um Zugangsbarrieren für Patienten im Gesundheitssystem abzubauen. Unsere Stakeholder sind Patienten, Gesundheitsbehörden, Kostenträger und Gesundheitsdienstleister.
Unsere Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen trägt dazu bei, unser Ziel zu erreichen, bis 2030 über 80 Mio. Patienten mit unseren Innovationen im Gesundheitswesen und unserem Produktportfolio für nicht übertragbare Krankheiten, wie zum Beispiel Krebserkrankungen und endokrine Störungen, zu versorgen.
Die Umsetzung unserer oben genannten Initiativen wird durch Überwachungs- und Evaluationsprozesse ergänzt. Wir haben ein Protokoll zur Evaluierung der Wirksamkeit erstellt, das bei Bedarf verfügbar ist. Dieses Protokoll enthält eine klare Definition der wichtigsten Kennzahlen für die kontinuierliche Überwachung der Wirksamkeit unserer Initiativen. Es beschreibt außerdem Kennzahlen für die Entscheidung über Maßnahmen, mit denen wir die Wirksamkeit unserer Programme beim Erreichen der gewünschten Ergebnisse verbessern können.
In unserem SHAPE-Programm ist die Patientenzahl die wichtigste Kennzahl, die vierteljährlich erhoben und bewertet wird. Darüber hinaus überwachen wir laufend den Projektfortschritt im Hinblick auf wichtige Meilensteine, insbesondere in der Anfangsphase. Wir führen eine jährliche Zielsetzung und Validierung für die Patientenzahl und den Investitionsbedarf am Ende des Jahres durch, um die Effektivität bei der Durchführung der genehmigten Projekte sicherzustellen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Initiativen bezogen auf unsere Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen 4 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, und keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir 5 Mio. € für OpEx, jedoch keine CapEx bereitzustellen.
Unser Ziel ist es, Bilharziose als Problem der öffentlichen Gesundheit gemäß der Neglected Tropical Diseases Roadmap 2021-2030 der WHO auszurotten. Wir setzen uns für die Ziele der Kigali-Erklärung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten ein: Beteiligte Unternehmen, Regierungen und private Organisationen verpflichten sich dazu, die 21 meistverbreiteten dieser Krankheiten einschließlich Bilharziose einzudämmen und letztlich auszurotten. Bilharziose, auch als Schistosomiasis bekannt, wird durch parasitäre Würmer verursacht und betrifft weltweit über 250 Mio. Menschen, hauptsächlich in Subsahara-Afrika. Um diese Krankheit zu bekämpfen, haben wir eine integrierte Strategie entwickelt, die wir in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern weltweit umsetzen. Unser Ansatz basiert auf vier Säulen:
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Behandlung: Im Rahmen unserer Partnerschaft mit der WHO spenden wir jedes Jahr bis zu 250 Mio. Praziquantel-Tabletten für die Behandlung in endemischen Ländern. Im Jahr 2024 haben wir 203 Mio. Tabletten bereitgestellt. Basierend auf den Behandlungsrichtlinien der WHO schätzen wir, dass diese Anzahl von Tabletten die Behandlung von rund 81 Mio. Menschen ermöglichte. Fast 50 Jahre nach seiner Entwicklung ist Praziquantel weiterhin weltweit das Standardmedikament zur wirksamen Behandlung von Bilharziose. Unser Ziel ist es, bis 2030 mit Praziquantel über 90 Mio. Menschen pro Jahr zu erreichen. |
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Forschung und Entwicklung (F&E): Im Rahmen des Pediatric Praziquantel Consortium haben wir Arpraziquantel entwickelt - eine neue Behandlungsoption für Kinder im Alter von drei Monaten bis sechs Jahren. Wir treiben auch die F&E für eine nächste Generation von Medikamenten voran und unterstützen durch eine Zusammenarbeit die Entwicklung einer neuen und empfindlicheren Diagnostik. |
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Gesundheitliche Aufklärung zur Verhaltensänderung: Wir sind der Meinung, dass Prävention die wirksamste Gesundheitsmaßnahme ist. Deshalb investieren wir in Initiativen zur Verhaltensänderung, um das Bewusstsein für die Ursachen und Risiken von Bilharziose zu schärfen und Informationen über vorbeugende Maßnahmen bereitzustellen. |
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Interessenvertretung und Partnerschaften: Im Kampf gegen Bilharziose wollen wir noch schneller vorankommen. Deshalb arbeiten wir mit Partnerorganisationen zusammen und tauschen uns mit vielen Stakeholdergruppen aus - beispielsweise mit der Global Schistosomiasis Alliance (GSA). |
Weiterführende Informationen finden sich unter S4-5.
Wir erheben verschiedene Parameter: die Nachfrage nach Praziquantel-Tabletten durch die WHO, die Produktion und Bereitstellung von Tabletten, die Anzahl der erreichten Personen (Kinder im schulfähigen Alter und Erwachsene) und die Länder, in denen sie eingesetzt werden. Wir überwachen das Programm und die Ergebnisse kontinuierlich. Die endgültigen Zahlen werden jährlich konsolidiert und ausgewertet.
Nach der wissenschaftlich positiven Stellungnahme der Europäischen Arzneimittel-Agentur im Dezember 2023 wurde Arpraziquantel gegen Bilharziose bei Kindern im Vorschulalter im Mai 2024 in die Liste der präqualifizierten Arzneimittel der WHO aufgenommen. Die Verfügbarkeit der mit oder ohne Wasser löslichen Arpraziquantel-Tabletten im ersten afrikanischen Land, Uganda, wurde im Dezember 2024 bestätigt, damit die ersten Kinder im Vorschulalter das Medikament im Rahmen des ADOPT-Programms des Konsortiums erhalten können. Das Programm zielt darauf ab, Verfahren für eine breitere Einführung des neuen Medikaments in Ländern zu ermitteln, in denen Bilharziose endemisch ist.
Durch unsere Forschungsaktivitäten haben wir einen vielversprechenden Kandidaten zur Vorbeugung und Heilung von Bilharziose identifiziert. Darüber hinaus investieren wir in Initiativen zur Gesundheitsbildung und zum Aufbau von Fähigkeiten im Gesundheitswessen, um das Fachwissen vor Ort und die Gesundheitssysteme zu stärken sowie Verfügbarkeit und Zugänglichkeit zu fördern.
Durch unsere erheblichen Investitionen in den Kampf gegen Bilharziose erwarten wir, weiterhin positive Auswirkungen auf unsere Verbraucher und Endnutzer zu haben. Wir machen unsere Produkte über neue diversifizierte Mechanismen für einen nachhaltigen Zugang verfügbar. Dadurch erreichen wir bedürftige Menschen jeden Alters.
Im Jahr 2024 ordneten wir unseren Initiativen im Kampf gegen Bilharziose 29 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, jedoch keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir, 36 Mio. € für OpEx, jedoch keine CapEx bereitzustellen.
Schätzungen der WHO zufolge ist fast die Hälfte der Weltbevölkerung von Malaria bedroht. In ihrem aktuellen Jahresbericht sind mehr als 240 Mio. Malariafälle und über 600.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Malaria erfasst. Etwa 80 % der Todesfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren. Derzeit ereignen sich 95 % der Malariafälle und der Todesfälle in Afrika.
Die zunehmende Arzneimittelresistenz und der Bedarf an zusätzlichen Präventionsmaßnahmen erfordern Innovationen in diesem Bereich. Wir haben in unser Programm As One Against Malaria investiert, um ein neues Medikament zur Heilung und Vorbeugung der Krankheit zu entwickeln. Dieses befindet sich derzeit in klinischen Studien der Phase IIa. Darüber hinaus bewerten wir eine neue Technologie für eine langanhaltende Wirksamkeit unseres Insektenschutzmittels IR3535 ® , setzen Forschungsinitiativen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme in Afrika um und definieren nachhaltige Geschäftsmodelle für neue Zugangswege, um bedürftige Patienten mit unseren Innovationen zu erreichen.
Die Investitionen in neue Gesundheitslösungen zielen darauf ab, in den Ländern, in denen Malaria endemisch ist, aus gesundheitlicher und sozioökonomischer Sicht eine bedeutsame positive Wirkung zu erzielen. Allerdings sind wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Lage, die Wirkung zu quantifizieren.
Wir überwachen den Fortschritt des Programms As One Against Malaria fortlaufend. Bei wichtigen Meilensteinen werden den Leitungsgremien Berichte vorgelegt, die als Entscheidungsgrundlage dienen. Die Entwicklung von Innovationen wird durch die Evaluierung von Mechanismen ergänzt, die einen nachhaltigen und gerechteren Zugang zu den Produkten gewährleisten, sobald diese verfügbar sind.
Im Jahr 2024 ordneten wir unseren Malariainitiativen 12 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, jedoch keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir 13 Mio. € für OpEx, jedoch keine CapEx bereitzustellen.
Wenn es darum geht, weltweiten Gesundheitsherausforderungen zu begegnen, ist der private Sektor ein unverzichtbarer Partner. Daher tragen wir dazu bei, dass Gesundheitssysteme auf Notfälle vorbereitet sind und betroffene Patienten eine nachhaltige Versorgung erhalten.
Im Bereich Global Health haben wir ein Portfolio von Kooperationsprojekten aufgebaut, die Fähigkeiten und Fachwissen vermitteln sowie Gesundheitssysteme in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen stärken, indem sie in vier Schlüsselbereiche investieren: F&E vor Ort, Produktions- und Lieferketten, Aufklärung und Sensibilisierung sowie Gesundheitsinfrastruktur und Ausbildung.
Wir tragen zur gesundheitlichen Chancengleichheit bei, indem wir durch unsere F&E-Programme wissenschaftliche Fähigkeiten und Kompetenzen aufbauen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bilharziose und Malaria. Wir unterstützen durch Technologietransfer die Produktion vor Ort, um Ländern zu helfen, autark zu werden und die dortige bedürftige Bevölkerung zu versorgen. Durch Partnerschaften haben wir nachhaltige Lieferketten mit lokalen Händlern in Afrika aufgebaut. Wir investieren auch in Bildungs- und Verhaltensänderungsinitiativen, um das Bewusstsein für Bilharziose zu schärfen. Dies zeigen beispielsweise unsere Zusammenarbeit mit der NALA Foundation sowie unsere Storytelling-Projekte in Kenia, Ruanda und Äthiopien. Wir entwickeln und implementieren gemeinsam Initiativen zur Stärkung des Gesundheitssystems, um beispielsweise den Zugang zu Schilddrüsenbehandlungen in Indonesien und auf den Philippinen zu verbessern.
Die Preise unserer Produkte sollten kein Hindernis für den Zugang zu Behandlungen darstellen. Wir haben daher eine Vielzahl von Ansätzen für eine faire Preisgestaltung eingeführt, darunter wertorientierte Vertragsmodelle, Patient Access Programs (PAP) und Zweitmarken.
Wir setzen uns dafür ein, eine wertorientierte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Das bedeutet vor allem, dass unsere Preis- und Vertragsgestaltung die örtlichen gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Gemeinsam mit Kostenträgern - etwa Krankenversicherungen und Krankenkassen - haben wir verschiedene produkt- und marktspezifische Kostenerstattungs- und Vertragsmodelle entwickelt. Sie tragen dazu bei, verschiedenen Patientengruppen einen schnellen Zugang zu unseren Innovationen zu ermöglichen. Auch im Jahr 2024 haben wir in Europa, in Lateinamerika sowie im Mittleren Osten und in Afrika innovative Risikoteilungsvereinbarungen umgesetzt und aufrechterhalten, die Patienten mit Multipler Sklerose einen schnellen Zugang zu Mavenclad ® ermöglichen. Darüber hinaus haben wir eine auf Therapietreue basierende Vereinbarung für Saizen ® in Spanien und eine wertorientierte Vertragsgestaltung für Bavencio ® in Korea umgesetzt.
Unsere PAPs sind sich selbst tragende kommerzielle Programme, über die wir zugelassene Medikamente für unterversorgte Bevölkerungsgruppen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen bereitstellen; in Ländern mit hohem Einkommen richten sich unsere PAPs an Patientengruppen, die mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sind. Im Jahr 2024 führten wir PAPs für neun unserer innovativen Produkte in rund 20 globalen Märkten durch. In Indien beispielsweise gibt es ein PAP für unser Krebsmedikament Erbitux ® , durch das einkommensschwache Menschen entsprechend den lokalen gesetzlichen Vorgaben finanzielle Unterstützung für ihre Behandlung erhalten. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2013 erhielten dort landesweit rund 8.500 erkrankte Menschen eine entsprechende Unterstützung. Im Jahr 2024 profitierten etwa 1.500 Patienten von dem Programm. In Indonesien haben wir mit der Umsetzung einer Initiative für den Zugang zu Krebsmedikamenten begonnen, die PAPs und erschwingliche Preise für Patientengruppen mit geringem oder mittlerem Einkommen umfasst. Diese Initiative unterstützte im Jahr 2024 über 600 Patienten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait führten wir eine Bezahlbarkeitsinitiative für unsere Onkologie- und Multiple-Sklerose-Behandlungen ein. Damit wollen wir für Patienten, die sich die Kosten nicht leisten können, den Zugang zu unseren Produkten verbessern. Dieses Programm wird in Zusammenarbeit mit Drittanbietern und Wohltätigkeitsorganisationen durchgeführt. Im Jahr 2024 profitierten 62 Patienten von diesem Programm.
Für einige unserer bestehenden Markenprodukte bieten wir Zweitmarken zu kostengünstigeren Preisen an, insbesondere in Ländern, in denen viele Patientengruppen von einem niedrigen Einkommen leben. Zweitmarken des Betablockers Bisoprolol (Concor ® ) sind in Brasilien, Chile, Peru, Polen, Griechenland, der Slowakei, Botswana und Südafrika zu kostengünstigeren Preisen erhältlich. Eine Zweitmarke von Levothyroxin (Euthyrox ® ) ist in Brasilien, Peru sowie Mexiko erhältlich und eine Zweitmarke von Metformin mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Glucophage ® und Glucophage XR ® ) ist in Mexiko und Chile erhältlich.
Wir gehen davon aus, dass sich die Einführung und Ausweitung unserer Initiativen für eine gerechtere Preisgestaltung in den nächsten drei bis fünf Jahren und darüber hinaus weiterhin positiv auf unsere Verbraucher und Endnutzer auswirken werden. Wir überwachen die Wirksamkeit unserer Initiativen für eine gerechtere Preisgestaltung fortlaufend; die zur Bewertung der Wirksamkeit eingesetzten Methoden variieren. So wird beispielsweise die Wirksamkeit unserer wertorientierten Vertragsprogramme anhand von im Vertrag vorab festgelegten Zielvorgaben bewertet, darunter Finanzindikatoren, Leistung und auf der Therapietreue der Patienten basierende Ergebnisse. Wir überwachen die Ergebnisse unserer PAPs anhand der erreichten Patientenzahlen in den jeweiligen Zielgruppen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Ansätzen für eine gerechtere Preisgestaltung 3 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, jedoch keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir 3 Mio € für OpEx, jedoch keine CapEx bereitzustellen.
Die übergeordnete Verantwortung für die Initiativen im Zusammenhang mit dem Zugang zu unseren Produkten und dem Zugang zu (hochwertigen) Informationen liegt beim CEO von Healthcare, Mitglied der Geschäftsleitung.
Unsere Einheit Global Health and Health Equity ist für konzernweite Initiativen und Programme verantwortlich (Bezug zu S4-PI-06; S4-PI-08). Diese zielen darauf ab, Gesundheitslösungen zu entwickeln, den Zugang zu diesen zu ermöglichen sowie die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern, indem gerechtere und nachhaltige Zugangsmechanismen für Patienten und die Gesellschaft geschaffen werden. Unsere Einheit arbeitet eng mit verschiedenen Bereichen zusammen, um unsere kollektiven Stärken und unser Fachwissen intern und mit einer großen Anzahl internationaler und lokaler Partner zu nutzen. Wir ermöglichen nicht nur einen erweiterten Zugang zu unserem Healthcare-Portfolio durch strategische Ansätze und Shared-Value-Initiativen, sondern konzentriert sich auch auf Krankheiten, die die Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen unverhältnismäßig stark treffen. Unsere Bemühungen zur Krankheitsbekämpfung konzentrieren sich auf die Beseitigung von Bilharziose als Problem der öffentlichen Gesundheit und auf die Förderung von Innovationen für globale Gesundheitsherausforderungen, einschließlich Malaria.
Unsere Einheit Global Value Demonstration, Market Access & Pricing (GVAP) legt die Markteinführungspreise in Abstimmung mit den jeweiligen Franchises fest und ist für das bereichsübergreifende globale SHAPE-Programm verantwortlich (Bezug zu S4-PI-06; S4-PI-07); sie ist direkt einem Mitglied des Healthcare Executive Committee unterstellt. Sie bewertet unser Arzneimittelportfolio systematisch und initiiert Initiativen für einen gleichberechtigten Marktzugang zur Gesundheitsversorgung. Unsere Tochterunternehmen verantworten das jeweilige Preismanagement und passen die Preise an die Gegebenheiten vor Ort an. Dies geschieht im Einklang mit unserer Preispolitik und dem festgelegten Prozess zur Preisgenehmigung.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-06; S4-PI-07 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Zugang zu Produkten und Dienstleistungen |
| Ziel | Mit unserer Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen wollen wir den Zugang zu unseren Produkten und Dienstleistungen in diesen Ländern verbessern. Im Rahmen unseres Ziels, bis 2030 mehr als 170 Mio. Patienten pro Jahr in diesen Ländern zu erreichen, wollen wir bis 2030 mehr als 80 Mio. Patienten pro Jahr Zugang zu unseren Healthcare-Produkten ermöglichen. Der Schwerpunkt bei nicht übertragbaren Krankheiten liegt auf Kopf- und Halskrebs, Darmkrebs und Blasenkrebs sowie endokrinen Störungen. |
| Bezugswert/-jahr | Rund 57 Mio. Patienten im Jahr 2023 |
| Methoden | Wir messen den Fortschritt anhand der Anzahl der erreichten Patienten auf Basis unserer Produktverkaufszahlen. Die Definition der einbezogenen Länder basiert auf der Liste der Weltbank für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen im Jahr 2022. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Stakeholder waren nicht direkt an unserer Zielsetzung beteiligt, jedoch berücksichtigten wir die Bedürfnisse von Patienten, Kostenträgern und Gesundheitsdienstleistern durch Stakeholderbefragungen und -dialoge. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Im Jahr 2024 versorgten wir mehr als 65 Mio. Patienten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit unserem Healthcare-Portfolio. Die Fortschritte bei der Erreichung unseres Ziels entsprechen den ursprünglichen Planungen. Jährliches Ziel mit vierteljährlicher Nachverfolgung der Nachhaltigkeitskennzahl (Anzahl der Patienten). |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-06; S4-PI-08 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Zugang zu Produkten und Dienstleistungen |
| Ziel | Mit unserer integrierten Strategie zur Bekämpfung der Bilharziose konzentrieren wir uns auf die Krankheitsbekämpfung und wollen dazu beitragen, die Erkrankung als Problem der öffentlichen Gesundheit zu beseitigen. Wir produzieren und spenden weiterhin bis zu 250 Mio. Tabletten Praziquantel pro Jahr. Bis 2030 wollen wir genügend Praziquantel-Tabletten zur Verfügung stellen, um die Behandlung von 90 Mio. Menschen pro Jahr zu ermöglichen. Die Behandlung ist hauptsächlich für Kinder im schulpflichtigen Alter in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen in Subsahara-Afrika gedacht, wo Bilharziose stark verbreitet ist. |
| Bezugswert/-jahr | Rund 73 Mio. Kinder im schulpflichtigen Alter im Jahr 2021 |
| Methoden | Wir messen den Fortschritt anhand der Anzahl der Tabletten und der Anzahl der damit erreichten Menschen (kalkuliert auf Basis von 2,5 Tabletten pro Person). |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Externe Partnerorganisationen wie die WHO. |
| Änderungen zum Vorjahr | Es wurden keine Änderungen vorgenommen. |
| Performance/Parameter | Zielerreichung: Im Jahr 2024 stellten wir 203 Mio. Tabletten Praziquantel bereit, wodurch wir die Behandlung von rund 81 Mio. Menschen ermöglichten. Die Fortschritte bei der Zielerreichung entsprechen der ursprünglichen Planung im Hinblick auf unsere jährliche Bereitstellung von bis zu 250 Mio. Tabletten. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennungen S4-PI-06; S4-PI-08 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Zugang zu Produkten und Dienstleistungen |
| Ziel | Mit unserer integrierten Strategie zur Bekämpfung der Bilharziose konzentrieren wir uns auf die Krankheitsbekämpfung und wollen dazu beitragen, die Erkrankung als Problem der öffentlichen Gesundheit zu beseitigen. Bis 2030 wollen wir genügend mit oder ohne Wasser lösliche Tabletten mit dem Wirkstoff Arpraziquantel zur Verfügung stellen, um bis zu 12 Mio. Kinder im Vorschulalter zu erreichen. |
| Bezugswert/-jahr | Die ersten Kinder im Vorschulalter erhalten Arpraziquantel Anfang 2025. Damit ist 2025 unser Bezugsjahr. |
| Methoden | Wir messen den Fortschritt anhand der Anzahl der Tabletten und der Anzahl der damit erreichten Kinder im Vorschulalter. |
| Berücksichtigung von Stakeholdern | Externe Partnerorganisationen |
| Änderungen zum Vorjahr | Neues Ziel |
| Performance/Parameter | Es erfolgt eine laufende Überwachung mit jährlicher Erfassung der Anzahl der Tabletten und der daraus resultierenden Anzahl der Kinder im Vorschulalter, die durch die Behandlung erreicht wurden. |
Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf Verbraucher und Endnutzer beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Um die Ziele für unser SHAPE-Programm und unsere Zugangsstrategie für Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen festzulegen, arbeiten wir eng mit unseren regionalen und lokalen Teams zusammen, die über Erfahrungen bei der Bewertung der Bedürfnisse von Verbrauchern und Endnutzern verfügen. Wir berücksichtigten verschiedene Faktoren wie Epidemiologie, ungedeckten medizinischen Bedarf, Zahlungsfähigkeit oder vorhandene relevante Gesundheitsinfrastrukturen wie Test- und Diagnoseeinrichtungen.
Wir evaluieren unseren Fortschritt vierteljährlich, um sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Ziele sowie insbesondere die Anzahl der Patienten, die von dem SHAPE-Programm pro Produkt und Land profitieren, erreichen. In vielen Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen sind unsere Teams vor Ort oft mit unvorhergesehenen Umständen konfrontiert, zum Beispiel, wenn sich externe Stakeholder ändern oder zusätzliche Investitionen dazu erforderlich sind, die Gesundheitsinfrastruktur weiter zu stärken. Infolgedessen kann die Umsetzung unserer Programme und Initiativen viel Zeit in Anspruch nehmen. Trotz der Herausforderungen sind unsere Teams bestrebt, unsere Programme so zeitnah wie möglich umzusetzen sowie Ergebnisse regelmäßig nachzuverfolgen und darüber zu berichten. Über unser SHAPE-Programm ermöglichen wir Patienten, dass ihre Krankheit diagnostiziert wird und das möglichst frühzeitig, damit sie dann Zugang zu unseren innovativen Produkten zu erhalten. Dabei ist sowohl der öffentliche als auch der private Sektor abgedeckt.
Für unser Praziquantel-Spendenprogramm zur Bekämpfung von Bilharziose bei Kindern im Schulalter und Erwachsenen arbeiten wir mit der WHO zusammen, um Ziele auf der Grundlage der Verbreitung der Krankheit und des ungedeckten medizinischen Bedarfs zu entwickeln. Wir verfolgen diese Ziele auf jährlicher Basis und auf der Grundlage der von der WHO bereitgestellten Zahlen. Wir arbeiten ferner mit ausgewählten Partnern zusammen, um unsere Überwachung weiter zu verbessern.
In Bezug auf Arpraziquantel für Kinder im Vorschulalter entwickeln wir Ziele für die erwartete Verabreichung des Medikaments in endemischen Ländern in Kombination mit der geschätzten Anzahl der Kinder im Vorschulalter, die von Bilharziose bedroht sind, und der prognostizierten Versorgungslage. Sobald 2025 die ersten Kinder Arpraziquantel erhalten, werden die Tablettenversorgung und die Anzahl der Kinder im Vorschulalter nachverfolgt. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an einem Verfahren, um die epidemiologischen Auswirkungen von Arpraziquantel nachzuverfolgen und zu bewerten. Dabei untersuchen wir, inwieweit eine Bekämpfung und Beseitigung von Bilharziose funktionieren und wie die letztendlichen Auswirkungen auf die bedürftige Bevölkerung (Verbraucher und Endnutzer) sind.
Die Rolle unserer Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane, ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie den Zugang zu Fachwissen und Kompetenzen in Bezug auf Unternehmensführungsaspekte, Auswirkungen, Risiken und Chancen beschreiben wir unter ESRS 2 (GOV-1).
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse evaluierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Unternehmenskultur. Einen Überblick über die Kriterien, die wir in unserer Wesentlichkeitsanalyse und der Identifikation von Risiken und Chancen anwenden, geben wir unter ESRS 2 (IRO-1) an. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgende identifizierte wesentliche Auswirkung:
| Kennung | G1-PI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Potenzielle positive Auswirkung |
| Zeithorizont | Mittelfristig |
| Wertschöpfungsstufe | Eigenes Geschäft |
| Beschreibung | Wir wollen eine positive Kultur pflegen, die von unserer Unternehmensvision "Neues entdecken, die Menschheit voranbringen" inspiriert ist. Durch den Fokus auf unsere High-Impact Culture befähigen wir unsere Mitarbeitenden dazu, gute Ergebnisse für unsere Kunden, Patienten und die Gesellschaft zu erzielen. Als Teil dieser Kultur fördern wir eine Mentalität, die uns bei Geschäftsaktivitäten und im Umgang im Kollegium sowie mit Stakeholdergruppen leitet. Durch die klare Definition akzeptabler Verhaltensweisen am Arbeitsplatz können wir unseren Unternehmenszweck erfüllen und eine Arbeitsumgebung schaffen, die Weiterentwicklung und Erfolg für alle ermöglicht. Unsere Verhaltensweisen spiegeln außerdem unsere gemeinsamen Werte wider und tragen dazu bei, dass sich unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten und Lebenserfahrungen in unseren Teams wiederfinden. |
Als Wissenschafts- und Technologieunternehmen leben wir vom Wandel und sehen darin eine Chance für Wachstum und Innovation, was durch unsere neue Unternehmensvision "Neues entdecken, die Menschheit voranbringen" unterstrichen wird. Unser Ziel ist es, eine bessere, gesündere und nachhaltigere Welt für Kunden, Patienten sowie Gesellschaften auf der ganzen Welt zu schaffen.
Wir erachten unser branchenübergreifendes Geschäftsmodell, unser vielfältiges Team und unsere globale Präsenz als Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus wollen wir mit unseren familienorientierten Werten und Verhaltensweisen, die in einer langen Geschichte verwurzelt sind, sicherstellen, dass wir die Bedürfnisse sowohl der gegenwärtigen als auch der zukünftigen Generationen sorgfältig planen können. Unsere Forschungs- und Geschäftsentscheidungen leitet ein klarer moralischer und ethischer Kompass, beschrieben in unserem Verhaltenskodex. Außerdem sollen unsere High-Impact Culture und unsere inklusive Denkweise uns die Stärke und Agilität verleihen, die man benötigt, um durch widrige Umstände zu navigieren. Indem wir diese Werte, Verhaltensrahmen und inklusive Denkweise annehmen, legen wir das Fundament für ein Unternehmen, welches von den vielfältigen Teams von Mitarbeitenden und den Talenten, die wir gewinnen, profitiert.
Indem wir klare Verhaltensweisen am Arbeitsplatz festlegen, können wir unseren Zweck erfüllen und ein Umfeld schaffen, in dem alle wachsen und erfolgreich sein können. Die Verhaltensweisen spiegeln unsere Werte wider und sorgen dafür, dass unsere Teams unterschiedliche Kulturen, Ideen und Erfahrungen einbeziehen.
Die Verhaltensweisen lauten wie folgt:
| ― |
Auf Kunden und Patienten fokussiert sein: Wir konzentrieren uns auf die Wirkung, die wir erzeugen. Die Bedürfnisse von Kunden und Patienten sind der Ausgangspunkt, an dem wir unsere Arbeit ansetzen. |
| ― |
Handeln als Eigentümer: Wir übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und handeln im besten Interesse des Unternehmens - und nicht nur in unserem eigenen. |
| ― |
Neugierig sein und mutig neue Ideen verfolgen: Wir hinterfragen unser eigenes Denken und den Status quo, konzentrieren uns auf bessere Ansätze, sowie innovative Wege und sind uns des Wettbewerbs bewusst. |
| ― |
Komplexität reduzieren und mit Dringlichkeit handeln: Wir legen Wert auf Einfachheit und Effizienz. Wir hinterfragen unnötige Prozesse, konzentrieren uns auf das Wesentliche und passen uns bei Bedarf schnell an, denn Geschwindigkeit ist in jedem Unternehmen entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. |
| ― |
Die Messlatte höher legen: Wir setzen uns selbst und unseren Teams anspruchsvolle Ziele, und streben danach, die beste Qualität bei unseren Produkten, Dienstleistungen und Prozessen zu liefern. |
| ― |
Offen widersprechen, Entscheidungen treffen und Ergebnisse liefern: Wir denken unabhängig und arbeiten gemeinsam als Team. Wir machen deutlich, worauf es bei jeder Entscheidung ankommt, übernehmen Verantwortung und zögern schwierige Entscheidungen nicht hinaus. Und wenn eine Entscheidung getroffen wurde, stehen wir alle dahinter. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-PI-01 |
| Wesentliches Thema | Unternehmenskultur |
| Inhalt | Die Policy dient unseren Mitarbeitenden als Leitfaden für ethisches Geschäftsverhalten - im Einklang mit unseren Unternehmenswerten und dem Gesetz. Sie benennt unsere Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte, sowie unsere Grundsätze am Arbeitsplatz und für den Umgang mit externen Geschäftspartnern, Kunden, Verbrauchern und Endnutzern. Die Policy befasst sich auch mit unseren Grundsätzen verantwortlicher Unternehmensführung, zum Beispiel zur Produktsicherheit, Patientensicherheit und der Durchführung klinischer Studien. Darüber hinaus beschreibt die Policy verschiedene Möglichkeiten für Mitarbeitende, Verdachtsmomente bei Verstößen gegen interne oder externe Regeln zu melden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden in unserem eigenen Geschäft. Sie gilt auch für nachgelagerte Geschäftsaktivitäten und den Umgang mit externen Stakeholdern, beispielsweise mit Verbrauchern und Endnutzern. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy folgt den Grundsätzen des UN Global Compact. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung und Überprüfung der Policy haben wir interne Stakeholder und Fachleute einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist in 22 Sprachen verfügbar - intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-PI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Unternehmenskultur |
| Inhalt | Die Policy verdeutlicht unser Engagement zur Förderung einer einheitlichen Kultur, der Zusammenarbeit, der Innovation und eines kundenorientierten Ansatzes. Gleichzeitig ermutigt sie die Mitarbeitenden, mit ihrer Arbeit und in ihren Gemeinschaften etwas zu bewirken. Die Fortschritte in den verschiedenen Unternehmensbereichen werden über die Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur überwacht. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
| Verantwortlichkeit | Vorsitzende der Geschäftsleitung |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy haben wir Workshops, Interviews und Feedback-Runden mit verschiedenen Personen aus dem Kollegium der gesamten Organisation und mit externen Fachleuten durchgeführt, um der Policy weitere Perspektiven hinzuzufügen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar und kann in zehn Sprachen heruntergeladen werden. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-PI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Unternehmenskultur |
| Inhalt | Die Policy bietet eine Orientierungshilfe für die Meldung potenzieller Verstöße und beschreibt unsere Verfahren zur Untersuchung von Fehlverhalten und unethischem Verhalten, wobei Vertraulichkeit und der Schutz von Hinweisgebenden gewährleistet sind. Je nach Art, Inhalt und Typ der Meldung kann diese gemäß den vorab festgelegten internen Zuständigkeiten der verantwortlichen Funktionen - Human Resources, Corporate Sustainability Quality and Trade Compliance, Legal & Compliance, Internal Auditing - geprüft, bewertet, bearbeitet und untersucht werden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Mitarbeitenden und wo angegeben auch für externe Parteien. |
| Verantwortlichkeit | Führungskräfte, die direkt an den Vorstand berichten. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf der EU-Richtlinie 2019/1937. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Ausarbeitung der Richtlinie wurden regulatorische Standards sowie die Interessen interner und externer Stakeholder berücksichtigt und deren Input im Rahmen des internen Überprüfungsprozess berücksichtigt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Die Policies im Zusammenhang mit unserer Unternehmenskultur werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Die Einhaltung hoher ethischer Standards in unserem Verhalten und unserer Arbeit ist einer der Grundwerte, die unsere Arbeit leiten. Um dies zu unterstützen, haben wir ein konzernweites Hinweisgeber- und Beschwerdesystem für die Meldung von jeglichem Fehlverhalten eingerichtet. Zentraler Bestandteil davon ist unsere Compliance-Hotline, welche wir in Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter eingerichtet haben. Sie ist sowohl unseren Mitarbeitenden als auch Externen zugänglich. Bedenken können in mehr als 40 Sprachen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr über dieses System gemeldet werden: kostenlos und anonym, entweder per Telefon oder über eine webbasierte Anwendung. Diese Kanäle sind über unsere externe Website Compliance-Hotline zugänglich.
Unser Whistleblowing and Investigations Standard bekräftigt unsere Absicht eine "speak-up"-Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten und zu stärken. Der Standard informiert über Meldewege potenzieller Verstöße und die Prozesse zur Untersuchung von Meldungen über Fehlverhalten, während er Vertraulichkeit gewährleistet und Whistleblower in Übereinstimmung mit der Richtlinie (EU) 2019/1937 schützt.
Meldungen an die zentralen Meldestellen werden direkt von einem zentralen, unabhängigen und qualifizierten Team von Group Compliance entgegengenommen und überprüft. Die qualifizierten Experten, die die Meldung bearbeiten, müssen unparteiisch, objektiv, und zeitnah handeln, während sie Vertraulichkeit wahren. Darüber hinaus erhalten unsere qualifizierten Experten relevante Schulungsmaterialien zu unserem Whistleblowing und Investigation Standard, der Compliance-Hotline sowie unserem Case Management mit den dazugehörigen Templates. Compliance-relevante Fälle mit einem bestimmten Risikoprofil werden dem Compliance Case Committee vorgestellt, das aus leitenden Angestellten der Abteilungen Compliance, Recht, Datenschutz, Interne Revision und Personal besteht. Das Komitee bewertet und klassifiziert bestimmte Compliance-Fälle und ergreift geeignete Maßnahmen zur Klärung der ermittelten Sachverhalte.
Darüber hinaus schulen wir unsere Mitarbeitenden regelmäßig in Präsenz oder online zu bestehenden und neuen Compliance-Anforderungen, Richtlinien und Best Practices. Zu den Themen gehören verschiedene Bereiche, wie Verhaltenskodex, Korruptionsbekämpfung und Datenschutz. Wir verlangen von unseren Mitarbeitenden, die Schulungen während der Einarbeitungszeit zu absolvieren und sie abhängig von ihrem Risikopotenzial regelmäßig zu wiederholen. Darüber hinaus aktualisieren wir unsere Schulungsprogramme kontinuierlich, um neue Entwicklungen einzubeziehen. An manchen Schulungen nehmen außerdem unabhängige Auftragnehmende und Zeitarbeitskräfte (beispielsweise aus der Leiharbeit) teil.
Im Mittelpunkt unserer High-Impact Culture steht die Verpflichtung, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden geschätzt und einbezogen fühlen und darüber hinaus befähigt sind, zu unserem gemeinsamen Erfolg beizutragen. Wir sind davon überzeugt, dass eine Feedback-Kultur sowie die Anerkennung und Belohnung individueller Erfolge entscheidend für den gemeinschaftlichen Erfolg sind. Aus diesem Grund nutzen wir einen Leistungsmanagement-Ansatz, der die Erwartungen der Mitarbeitenden wertschätzt, klare Ziele definiert, Feedback gewährleistet und herausragende Leistungen belohnt. Unsere Maßnahmen im Zusammenhang mit unserer Unternehmenskultur folgen unserem Verhaltenskodex und zielen darauf ab, unsere Mitarbeitenden zu befähigen, im Einklang mit unseren Werten zu handeln. Dies gilt für alle Mitarbeitenden in allen Unternehmensbereichen. Wenn nicht anders angegeben, sind die genannten Maßnahmen nicht zeitlich begrenzt.
Seit 2021 sind E-Learnings zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie für bestehende und neue Mitarbeitende verpflichtend. Darauf aufbauend haben wir unser Angebot seit 2023 um funktions- und hierarchiespezifische Bildungsaktivitäten erweitert. Darüber hinaus konzentrieren wir uns seitdem insbesondere auf die Ausbildung von Sustainability Change Agents: In ihrer Funktion als Multiplikatoren sollen sie eine nachhaltige Denkweise verbreiten, damit wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Alle Change Agents wurden aus unserem internen Nachhaltigkeitsnetzwerk ausgewählt, einer Plattform mit kontinuierlich wachsender Mitgliederzahl. Das Nachhaltigkeitsnetzwerk besteht seit 2021 aus Mitarbeitenden und Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen. Es fördert den aktiven Austausch und das gegenseitige Lernen zu Nachhaltigkeitsthemen auf freiwilliger Basis.
Wir glauben, dass eine starke und attraktive Arbeitgebermarke von innen heraus aufgebaut wird. Unser übergeordnetes Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und eine starke Unternehmenskultur aufzubauen, die eine effektive Zusammenarbeit und eine langfristige Talentbindung unterstützt. Im Berichtsjahr starteten wir eine Kampagne, um einen Einblick in unsere Kultur und die Leidenschaft unserer Mitarbeitenden für unsere Vision "Neues entdecken, die Menschheit voranbringen" zu ermöglichen: Mitarbeitende teilten Geschichten in Videoform. Außerdem wollen wir uns darauf konzentrieren, relevante Talente über unsere Branche hinaus zu erreichen, indem wir unsere Kommunikationskanäle diversifizieren. Damit möchten wir potenzielle Kandidaten, die unsere Karrieremöglichkeiten noch nicht kennen, auf uns aufmerksam machen. Wir arbeiten auch stetig daran, die Einarbeitungsphase neuer Mitarbeitender zu verbessern und ihnen dabei zu helfen, sich unsere High-Impact Culture anzueignen und ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrem Team und der Organisation zu entwickeln. Daneben helfen wir unseren Führungskräften dabei, neue Mitarbeitende zu integrieren und sicherzustellen, dass sie unsere hohen Standards in Bezug auf Ethik, Integrität, Verantwortlichkeit und Fürsorge verstehen. Zudem schulen wir unsere Talent-Akquise-Einheit darin, Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion sowie unbewusste Denkmuster im Einstellungsprozess zu berücksichtigen. Durch unsere globalen Mindeststandards für den Einstellungsprozess, die klare Erwartungen an unsere einstellenden Führungskräfte beinhalten, streben wir einen schnellen und qualitätsorientierten Prozess an. Unsere Recruiter sind darin geschult, unsere einstellenden Führungskräfte bei der Einhaltung dieser Praktiken zu unterstützen.
Wir sind überzeugt, dass Feedback in unserer zunehmend vernetzten Welt offene Gespräche ermöglicht, Vertrauen schafft, motiviert und die Zusammenarbeit fördert. Unser 360-Grad-Feedback-Tool soll unsere Mitarbeitenden ermutigen, kontinuierlich integres und respektvolles Feedback zu geben. Wir führten im Berichtsjahr verschiedene Formate durch, um den Austausch über unsere Feedback-Kultur zu fördern. Dazu gehört das interaktive Lernformat Space2Grow, bei dem das praxisnahe Lernen für unsere Mitarbeitenden im Vordergrund steht. Im Rahmen der New Leader Onboarding Journey und der Supervisor Academy werden unsere neuen Führungskräfte nicht nur mit Prozesswissen, sondern auch mit einem Verständnis für kulturelle Unterschiede ausgestattet.
Wir pflegen ein vertrauensvolles und offenes Feedback-Umfeld in unserem Unternehmen und laden jeden ein, durch interne Kommunikationsplattformen, Umfragen und Diskussionsrunden aktiv zum Erfolg unserer Organisation beizutragen. Darüber hinaus führen wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Mitarbeitendenbefragungen durch, zum Beispiel Umfragen während des Onboardings, Pulsbefragungen, Umfragen zum Engagement und Befragungen während des Offboardings. Die Befragungen helfen uns, Stärken zu ermitteln und Möglichkeiten zur Verbesserung des Wohlbefindens, des Engagements und der Zugehörigkeit der Mitarbeitenden zu finden. Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse ermitteln wir auf globaler oder sektoraler/funktionaler Ebene Folgemaßnahmen und setzen sie um.
MyImpact ist unser Ansatz dafür, eine feedbackgetriebene und leistungsorientierte Kultur in unserem Unternehmen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Er soll sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden befähigt werden, Verantwortung für die eigene Leistung zu übernehmen, sich aktiv an Feedback-Gesprächen zu beteiligen und einen sinnvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Ein obligatorisches E-Learning stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Position gleichermaßen Zugang zum Verständnis der Prinzipien des Leistungsmanagements haben und dieses in ihrer täglichen Arbeit effektiv anwenden können. Im Rahmen von MyImpact versenden wir einen monatlichen Newsletter zum Thema Förderung der psychologischen Sicherheit; damit wollen wir eine Kultur schaffen, in der sich die Mitarbeitenden sicher fühlen. Darüber hinaus setzen wir weiterhin auf Kommunikation und eine Verfeinerung des Ansatzes auf der Grundlage von Feedback und definierten Kennzahlen. Durch die Auswertung des Feedbacks anhand von Kennzahlen und die transparente Kommunikation von Erfahrungen wollen wir sicherstellen, dass MyImpact konsistent und in Einklang mit unseren strategischen Zielen angewendet wird. Der Ansatz trägt zu einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung bei, indem er das Verhalten der Mitarbeitenden in Einklang mit unseren ethischen Standards und unserer High-Impact Culture bringt.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen Nachhaltigkeitskultur stärken, Talente binden und fördern, Austausch und Dialog fördern, Mitarbeitende befähigen und MyImpact keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls keine signifikanten OpEx oder CapEx bereitzustellen.
MyGrowth soll Mitarbeitende auf allen Ebenen des Unternehmens befähigen, Verantwortung für ihre berufliche Weiterentwicklung zu übernehmen und Teil einer kompetenzorientierten Organisation zu werden. Auf Basis einer Growth Mindset-Mentalität und unserer KI-unterstützten Plattform soll MyGrowth den Mitarbeitenden ermöglichen, ihre berufliche Laufbahn selbst zu gestalten. Durch den Zugang zu maßgeschneiderten Lernmöglichkeiten, Mentoringprogrammen, internen Jobperspektiven und Entwicklungsaufgaben fördert MyGrowth eine kontinuierliche Lernkultur, die das Wachstum der Mitarbeitenden mit den strategischen Bedürfnissen des Unternehmens in Einklang bringt. Wir führten optionale Einführungsveranstaltungen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch durch, um die Mitarbeitenden über das Growth Mindset und die MyGrowth-Plattform zu informieren und so Inklusivität und Zugänglichkeit für unsere vielfältige Belegschaft zu gewährleisten. Die globalen MyGrowth-Entwicklungswochen fördern das kollektive Lernen im gesamten Unternehmen sowie die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch. Diese zweiwöchige Lernveranstaltung bietet Mitarbeitenden eine Reihe globaler sowie lokaler Lernmöglichkeiten und umfasst viele interaktive Sitzungen, Workshops und Aktivitäten, die sich auf die Entwicklung von Kompetenzen konzentrieren.
Im Jahr 2024 ordneten wir der Maßnahme zu MyGrowth 2 Mio. € betriebliche Aufwendungen (OpEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, und keine Investitionsausgaben (CapEx). Für 2025 planen wir keine signifikanten OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Nach zweijähriger Umsetzung unserer Initiative zur High-Impact Culture in unserer globalen Organisation evaluierten wir die Initiative. Dabei konzentrierten wir uns auf unsere größten Standorte in China, Deutschland und den Vereinigten Staaten, um Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Das übergeordnete Ziel dieser Analyse steht in direktem Zusammenhang mit unserem als wesentlich eingestuften Thema und ergänzt die Definition von ethischem Verhalten, wie sie im Verhaltenskodex festgehalten ist. Wir schlossen diese Bewertung im 4. Quartal 2024 ab und nutzten sie als Basis für verschiedene Empfehlungen zur weiteren Verankerung der Initiative in der Organisation. 2025 planen wir, Aktivitäten zu präzisieren und zu integrieren, die die High-Impact Culture fördern und mit unseren Unternehmenszielen und Werten in Einklang stehen. Dabei adressieren wir alle Mitarbeitenden weltweit und zielen so darauf ab, die High-Impact Culture weiter in der gesamten Organisation zu verankern.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen in Bezug auf die Evaluierung der Umsetzung der High-Impact Culture evaluieren keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Um unsere Fortschritte bei der Implementierung der High-Impact Culture zu bewerten, haben wir uns eine Reihe qualitativer Ziele gesetzt und führen umfassende Evaluierungsprozesse durch. Gleichwohl handelt es sich nicht um Kennzahlen oder quantitativ messbare Ziele, die terminiert und ergebnisorientiert sind. Die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zum Thema Unternehmenskultur verfolgen wir anhand verschiedener, im Folgenden dargestellter Kriterien.
Für die Bewertung unserer Nachhaltigkeitskultur nutzen wir seit 2023 die Fragen zur Nachhaltigkeit aus unserer jährlichen konzernweiten Mitarbeitendenumfrage. Die Umfrageergebnisse werden nur intern genutzt. Sie helfen uns, den Reifegrad des Nachhaltigkeitsbewusstseins innerhalb des Unternehmens zu verstehen sowie funktionale, regionale oder hierarchische Unterschiede zu erkennen und zu adressieren.
Im Rahmen unserer Maßnahmen, zur Gewinnung und Förderung von Talenten begannen wir 2024, den Fortschritt mit Blick auf die Qualität unseres Onboarding-Prozesses und die Talentbindung zu messen. Dazu gehörten die Evaluierung von Talentmanagement-Initiativen sowie die Analyse der Gründe, warum Talente unser Unternehmen verlassen. Wir überwachen auch die Rate der freiwilligen Fluktuation von High Potentials und Neueinstellungen. Außerdem verfolgen wir, wie oft unser 360-Grad-Feedback-Tool seit seiner Einführung genutzt wurde.
Um unsere Mitarbeitenden kontinuierlich zu befähigen, führen wir Umfragen zum Engagement durch und ermittelten den Engagement-Score, um die Resilienz und Nachhaltigkeit unserer Organisation zu bewerten. Engagement wird als die emotionale und intellektuelle Motivation der Mitarbeitenden definiert, ihr Bestes zu geben und zum Erfolg der Organisation beizutragen. Bei Merck definieren wir Mitarbeitenden-Engagement als eine gegenseitige Vereinbarung zwischen unserer Organisation und den Mitarbeitenden. Darüber hinaus verwenden wir den sogenannten Quality Index Score, um den Fortschritt bei der Gesamtqualität unserer Arbeitskultur zu verfolgen.
Im Rahmen von MyImpact messen wir seit 2023 vierteljährlich feedbackbasierte Kennzahlen. Dazu gehören die Erfassung Performance-Feedback-Nutzerzahlen im jeweiligen Jahr, die Rate der Antworten auf Feedback-Anfragen und den Vergleich zum Vorjahr.
Seit Mitte 2024 erhalten die Personalabteilung und die Führungskräfte alle zwei Wochen einen Bericht vom MyGrowth-Dashboard mit aktuellen Informationen zur Nutzung der Plattform, einschließlich der Anzahl der Nutzenden mit Profilen, in denen die Kompetenzen und die Teilnahme an Mentoringprogrammen angegeben sind.
Die Bewertung unserer High-Impact Culture führt zu einer Reihe von Empfehlungen für die weitere Integration in die Organisation. Die erste Bewertung schlossen wir im 4. Quartal 2024 ab, weitere Anpassungen sind für 2025 geplant.
Einen Überblick über die Kriterien, die wir in unserer Wesentlichkeitsanalyse und bei der Identifikation von Risiken und Chancen anwenden, geben wir unter ESRS 2 (IRO-1). Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir eine Auswirkung im Zusammenhang mit dem Tierschutz. Unsere Angaben beziehen sich auf die folgende wesentliche Auswirkung:
| Kennung | G1-NI-01 |
| Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen | Tatsächliche negative Auswirkung |
| Zeithorizont | Nicht anwendbar |
| Wertschöpfungsstufe | Vorgelagert; eigenes Geschäft; nachgelagert |
| Beschreibung | Wenn es darum geht, in den verschiedenen Bereichen unseres Unternehmens die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit unserer Produkte und Prozesse zu gewährleisten, ist die Verwendung von Tieren oft eine regulatorische Anforderung. Die gesetzlich zulässige Verwendung von Tieren wirkt sich teilweise negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere aus, auch wenn sie nur durchgeführt wird, wenn es keine Alternative gibt, sie unvermeidbar ist und unter höchsten Tierschutzstandards erfolgt. Trotz unserer sorgfältigen Vorsichtsmaßnahmen besteht weiterhin das Risiko, dass gegen unsere Policies verstoßen wird, was zu negativen Auswirkungen auf das Wohlergehen der Tiere führen kann, zum Beispiel durch unzureichende Unterbringungsbedingungen, Handhabung oder Studienverfahren. |
Unser Ziel ist es, die höchstmöglichen ethischen und Tierschutzstandards für die Unterbringung, Haltung und tierärztliche Betreuung aller Tiere einzuhalten, die wir nutzen. Um die Einhaltung der geltenden Vorschriften zu gewährleisten und Tierschutzaspekte in unser eigenes Geschäft und unsere Lieferkette zu integrieren, haben wir mehrere Policies implementiert. Die Policies werden regelmäßig überwacht und bei Bedarf aktualisiert.
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-NI-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Tierschutz |
| Inhalt | Die Policy legt Regeln für Tätigkeiten fest, bei denen Tiere involviert sind, und soll die Einhaltung unseres Verhaltenskodex, interner Standards sowie rechtlicher und ethischer Anforderungen sicherstellen. Sie betont unser Engagement für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, die Einhaltung hoher Tierschutzstandards und das Bestreben, Tierversuche durch die Entwicklung tierversuchsfreier Alternativen schrittweise abzuschaffen. Die Policy enthält Vorgaben für die schrittweise Reduzierung der verwendeten Tiere, den Ersatz von Tierversuchen durch alternative Methoden und die Optimierung von Verfahren zur Verbesserung des Tierschutzes. Der konzernweite Tierschutzausschuss (Group Animal Welfare Council) ist für die Überwachung und Kontrolle des Umsetzungsstatus, des Fortschritts und der entsprechenden Kennzahlen der Unternehmensbereiche verantwortlich. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten und für alle Partner, die Tiere in unserem Auftrag einsetzen. |
| Verantwortlichkeit | Die Leitungen der Unternehmensbereiche, die direkt an den Vorstand berichten. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf nationalen Gesetzgebungen, der Richtlinie 2010/63/EU, dem Europäischen Übereinkommen zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Wirbeltiere (SEV 123 - Anhang A) sowie den Leitlinien des Institute for Laboratory Animal Research (ILAR). |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy beteiligten wir die relevanten internen Stakeholder, darunter die Vertretungen der Unternehmensbereiche in der Arbeitsgruppe zur Tierschutzstrategie sowie dem konzernweiten Tierschutzausschuss. Wir streben danach, in der Tierforschung und im Tierschutz führend zu sein und Standards einzuhalten, die über die globalen regulatorischen Anforderungen hinausgehen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-N1-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Tierschutz |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Ethik und Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz, sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt weltweit für alle unsere Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen ("Lieferanten") sowie für Sales intermediates (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer). |
| Verantwortlichkeit | Chief Procurement Officer und Group General Counsel |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 über Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen-MacArthur-Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Die Policy wurde unter Berücksichtigung der Interessen von internem und externem Stakeholder und Fachleute entwickelt. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. Grundsätzlich wird in unseren Bestellungen über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie wird auch in neue oder geänderte Verträge aufgenommen. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-N1-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Tierschutz |
| Inhalt | Die Policy definiert die Anforderungen an diejenigen Vertragspartner, die Tiere für unsere Unternehmensbereiche, unsere Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen verwenden. Sie soll sicherstellen, dass nur qualifizierte Vertragspartner beauftragt werden und somit die Einhaltung externer Vorschriften und interner Standards bei der Versuchstierkunde und dem Tierschutz gewährleistet wird. Das Arbeiten mit lebenden Tieren darf nur an Vertragspartner vergeben werden, die von qualifizierten Prüfern nach unserem entsprechenden Trainings- und Qualifikationsprozess geschult wurden. Die Umsetzung stellt die Animal-Using-Vendor Management-Einheit sicher. Alle Tierversuche bei Lieferanten und Zulieferern, die in unserem Auftrag durchgeführt werden, müssen von unabhängigen, multidisziplinären, sektorübergreifenden Merck Animal Usage Review (MAUR) Boards genehmigt werden. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Unternehmensbereiche und Konzernfunktionen sowie regelt jegliche Arbeit an lebenden Tieren, die - in unserem Auftrag oder von uns finanziert - von Geschäftspartnern durchgeführt werden. Dies umfasst Lieferanten, Zulieferer und unsere Kooperationspartner, akademische Partner, Auftragsforschungsinstitute (Contract Research Organizations - CRO), Züchter und Dienstleister. All diese werden als Animal Using Contracting Partners (AUCPs) definiert und umfassen alle Auftragsarbeiten. |
| Verantwortlichkeit | Das Senior Management der Konzernfunktionen oder des Unternehmens ist für das Management der AUCPs verantwortlich. |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung und Überprüfung der Policy haben wir interne Stakeholder und Experten einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-N1-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Tierschutz |
| Inhalt | Ziel dieser Policy ist es, übergreifende Governance-Vorgaben für das Auditmanagement (interne und externe Anbieter/Partneraudits) und die damit verbundenen Prozesse und deren Durchführung innerhalb der Unternehmensfunktion Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance bereitzustellen. Die Policy beschreibt den Prozess der Auditvorbereitung und ermöglicht es allen Prüfern, Audits in einem harmonisierten Ansatz durchzuführen. Die Überwachung des Auditmanagement-Prozesses erfolgt durch festgelegte Leistungskennzahlen und einen Mechanismus zur Leistungsüberwachung und -berichterstattung. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt für die Unternehmensfunktion Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance. |
| Verantwortlichkeit | Die Führungskräfte der Konzernfunktionen oder -geschäfte sind für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich. Ausgewählte Prüfer sind für die Überwachung der Policy und der damit verbundenen Maßnahmen verantwortlich. |
| Standards/Initiativen Dritter | Keine |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung und Überprüfung der Policy haben wir interne Stakeholder und Experten einbezogen. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
| Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen | Kennung G1-N1-01 |
| Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt | Tierschutz |
| Inhalt | Die Policy beschreibt die Maßnahmen, die bei einem Ereignis zu ergreifen sind, das die Gesundheit und das Wohlergehen von Tieren oder das durch die Tierarbeit angestrebte Ergebnis beeinträchtigen könnte. Diese Vorfälle müssen der Unternehmensfunktion Animal Affairs zur Überwachung gemeldet werden. Die Einhaltung der in der Policy beschriebenen Prozesse sorgt für Transparenz bei internen oder externen Tierschutzvorfällen weltweit und stellt sicher, dass Maßnahmen ergriffen werden, die dazu dienen, jegliche vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder ein erneutes Auftreten des Ereignisses zu verhindern. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit für alle Standorte, die an der Verwendung von Tieren beteiligt sind. Sie gilt für alle Situationen im Zusammenhang mit Qualität, Wirksamkeit, Sicherheit oder Compliance-Bedenken bei der Verwendung oder Haltung von Tieren oder Dienstleistungen mit Tieren. |
| Verantwortlichkeit | Der lokale Tierschutzbeauftragte ist für interne Vorfallberichte und der globale Tierschutzbeauftragte für externe Vorfallberichte verantwortlich. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy basiert auf nationalen Gesetzgebungen, der EU-Richtlinie 2010/63/EU, dem Europäischen Übereinkommen zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Wirbeltiere (SEV 123 - Anhang A) sowie den Leitlinien des Institute for Laboratory Animal Research (ILAR). |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen der oben genannten Aufsichtsbehörden. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar und wird zusätzlich Lieferanten und Dienstleistern als Auszug zur Verfügung gestellt. |
Im Jahr 2020 haben wir die Animal Affairs Academy gegründet, um unseren Mitarbeitenden Schulungen und Weiterbildungen zu Versuchstierkunde und Tierschutz anzubieten. Wir bieten interne und externe Kurse zu Tierschutz sowie Versuchstierkunde an und beaufsichtigen und begleiten Trainings für die Belegschaft zur praktischen Arbeit mit Tieren sowie zu geltenden Regeln und Vorschriften. Dazu gehört auch der Umgang mit tierschutzbezogenen Vorfällen. Wir haben eine interne Webinar-Reihe mit dem Titel "Let's talk Animal Affairs" ins Leben gerufen, um das Thema Tierschutz transparent und offen mit unseren Mitarbeitenden zu diskutieren. Informationen zu Schulungen und Webinaren sind in unserem Intranet verfügbar und werden auch über einen Newsletter verbreitet. Wir wollen sicherstellen, dass Mitarbeitende, die an Tätigkeiten mit Tieren beteiligt sind, regelmäßige und geeignete Schulungen und Weiterbildungen erhalten. Der spezifische Schulungsbedarf (Trainingsdauer pro Thema und Jahr) für jede Rolle, die mit Tieren arbeitet oder mit Tieren zu tun hat, ist in unserem Group Procedure on Animal Science & Welfare Training festgelegt.
Durch unser 2022 ins Leben gerufenes Vivarium-Rotationsprogramm können zwei Mitarbeitende einzelner Vivarien jedes Jahr ein anderes Vivarium besuchen, um Wissen und Best Practices auszutauschen. Um den regelmäßigen Dialog auch außerhalb des Programmzeitraums zu fördern, haben wir die Vivarium-Rotationsprogramm-Community gegründet; sie trifft sich einmal im Quartal und tauscht sich über Erkenntnisse aus, die sie während der Besuche gewonnen hat.
Unsere Maßnahmen im Zusammenhang mit Tierschutz folgen unserer Animal Science and Welfare Policy. Unser langfristiges Ziel ist es, eine Vorreiterrolle beim Ausstieg aus der Arbeit mit Tieren einzunehmen. Bis dieses Ziel erreicht ist, wenden wir hohe ethische und tierschutzbezogene Standards in Bezug auf Qualität, Unterbringung, Haltung und tierärztliche Versorgung für alle Tiere in unserem Einflussbereich an. Dabei orientieren wir uns an den artspezifischen Bedürfnissen der Tiere, mit denen wir arbeiten. Wir ersetzen Tierversuche, wann immer es möglich ist, durch alternative Methoden, die dem 4R-Prinzip folgen (siehe unten). Bei allen Arbeiten im Unternehmen oder in unserem Auftrag, bei denen Tiere zum Einsatz kommen, reduzieren wir schrittweise den Einsatz der Tiere und verbessern unsere Prozesse, um das Tierwohl zu erhöhen und die Belastung zu reduzieren.
Wir bekennen uns zum international anerkannten 3R-Prinzip für Tierversuche und haben - im Einklang mit den von David DeGrazia und Tom Beauchamp 2019 in den Principles of Animal Research Ethics veröffentlichen ethischen Grundsätzen - Responsibility (Verantwortung) als vierten Tierschutzgrundsatz hinzugefügt:
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Replacement (Ersatz) - Ersatz von Tierversuchen durch tierfreie Methoden. |
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Reduction (Reduzierung) - Einsatz von möglichst wenig Tieren. |
| ― |
Refinement (Verbesserung) - Minimierung von Stress und Leid vor, während und nach den Versuchen. |
| ― |
Responsibility (Verantwortung) - Verantwortung wahrnehmen und umsetzen für alle Tiere, die intern oder in unserem Auftrag eingesetzt werden. |
Mit unserem 3-Basket-Ansatz haben wir eine Methode zur Erstellung eines Fahrplans für den gesamten Konzern entwickelt, um schrittweise auf Tierversuche zu verzichten. Der Ansatz unterteilt alle Tierversuche in drei verschiedene Kategorien: (1) die Umsetzung von bereits verfügbaren tierversuchsfreien Alternativen, einschließlich solcher die in einigen Ländern noch zur Zulassung von Arzneimitteln und Chemikalien verpflichtend sind; (2) Investitionen in Projekte zur Neuentwicklung von Alternativmethoden und (3) Investitionen in die Verbesserung aller Tierversuche, für die es derzeit keinen Ansatz zur Erforschung von innovativen Alternativen gibt. Im Berichtsjahr beschloss der Group Animal Welfare Council die Anwendung des 3-Basket-Ansatzes auf Konzernebene. Unsere für Tierversuche zuständigen Funktionen ordneten die Tierversuche den drei Kategorien zu. Darüber hinaus startete unser Unternehmensbereich Life Science ein Projekt zur Zuordnung aller Produkte tierischen Ursprungs. Auch legten wir im Jahr 2024 unseren Fahrplan für den schrittweisen Verzicht auf Tierversuche fest und definierten wichtige Leistungsindikatoren.
Außerdem stellten wir die Methode dem Research Animal Welfare Network sowie der Preclinical Experts Development Group der European Federation of Pharmaceutical Industry Association (EFPIA) vor, wo sie offiziell als gemeinsamer Ansatz angenommen wurde. Darüber hinaus erhielten wir positives Feedback von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zu diesem Ansatz. Auch präsentierten wir die Methode und den Fahrplan auf der zweiten Konferenz der Europäischen Kommission zur Entwicklung einer Roadmap zur Abschaffung von Tierversuchen und erhielten positives Feedback von Behörden, politischen Entscheidungsträgern, Verbänden sowie nichtstaatlichen Organisationen. Wir setzen die Zusammenarbeit mit der EFPIA und der EMA bei der Umsetzung unseres 3-Basket-Ansatzes fort. Die Methode wird in allen Unternehmensbereichen umgesetzt. Um eine effektive Integration zu gewährleisten, müssen wir mit den relevanten Stakeholdergruppen entlang unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette aktiv zusammenarbeiten. Der 3-Basket-Ansatz dient als Grundlage für die Entwicklung langfristiger Pläne und als Orientierungshilfe für Investitionsentscheidungen, die auf eine tierversuchsfreie Forschung abzielen. Dieser Ansatz spiegelt unser Engagement für ethische und nachhaltige Alternativen im Einklang mit unseren strategischen Zielen wider.
Im Rahmen unseres Biokonvergenzprojekts wollen wir die Übertragbarkeit von Arzneimitteltests drastisch verbessern - damit klinische Studien schneller, kostengünstiger und patientenorientierter durchgeführt werden können. Wir entwickeln Modelle, die künstliche Intelligenz und Informationstechnologie sowie von Menschen gewonnene Zellen und Gewebe kombinieren, und wenden dabei die neuesten Mikrofluidik- und Chip-Technologien an. Die angestrebten Innovationen können unsere eigene Arzneimittelentwicklung beschleunigen, gleichzeitig auf dem entstehenden Markt für Alternativen vertrieben werden und so den Ausstieg aus Tierversuchen in Industrie und Wissenschaft unterstützen. Tiermodelle waren oft nicht ausreichend, wenn es darum ging, zuverlässig vorherzusagen, was beim Menschen oder in der Umwelt geschehen würde. Die Entwicklung von Wissenschaft, Informationstechnologie, einschließlich künstlicher Intelligenz, und Biotechnologie hat möglicherweise einen Punkt erreicht, an dem ihre kombinierte Anwendung den Wert von Tierversuchen in vielen Bereichen übertreffen könnte. Als neue Disziplin kombiniert die Biokonvergenz Werkzeuge, um die Gesamtheit der verfügbaren Daten mit den fortschrittlichsten Technologien zu verstehen und eine Lösung für das Problem der Vorhersage klinischer Ergebnisse zu finden. Die erforderlichen Investitionen sind zweigeteilt und gestaffelt: Zunächst müssen wir uns umgehend mit den Gesundheitsanforderungen von Labortieren befassen, damit die gewonnenen Daten zumindest für die untersuchten Arten und Bedingungen aussagekräftig sind. Mittel- bis langfristig müssen wir außerdem die verfügbaren Daten und Technologien nutzen sowie neue Wege bei der Beantwortung der Frage zu erforschen, ob ein Arzneimittel oder eine Chemikalie bei Patienten oder in der Umwelt wirksam und sicher ist. Beides ist unsere ethische Verpflichtung gegenüber Patienten und Tieren sowie eine zwingende wirtschaftliche Notwendigkeit für eine nachhaltige Zukunft der Pharmaindustrie weltweit. Das Biokonvergenzprojekt wird global in allen Unternehmensbereichen und in der nachgelagerten Wertschöpfungskette angewendet. Das Projekt soll Kunden, Wissenschaftler und internen Forschungsinitiativen Vorteile bieten und Innovationen sowie die Zusammenarbeit in unseren Unternehmensbereichen fördern. Es ist ein langfristiges Engagement für eine kontinuierliche Entwicklung ohne festgelegtes Abschlussdatum.
Mithilfe unseres Mitte 2023 genehmigten ViA-Projekt wollen wir für die gesetzlich vorgeschriebene Qualitätskontrolle bei der Chargenfreigabe unserer Hormonarzneimittel von Tierversuchen auf Zellkulturverfahren umsteigen. Das Projekt ist entscheidend, wenn es darum geht, Tierversuche zu reduzieren - mit dem Ziel, in der biologischen Qualitätskontrolle ab 2032 keine Tiere mehr zu verwenden. Die größte Herausforderung besteht darin, die Akzeptanz bei den zuständigen Behörden weltweit zu erreichen. Wir wenden das ViA-Projekt global in unseren eigenen Geschäftstätigkeiten im Unternehmensbereich Healthcare an und involvieren interne Stakeholder.
Darüber hinaus arbeiten wir daran, fötales Kälberserum (FBS), das von Kälberföten in Schlachthöfen gewonnen wird, zu ersetzen. FBS setzt sich aus verschiedenen Wachstumsfaktoren und Nährstoffen zusammen und birgt ein Risiko für virale Kontamination. Es wird häufig für Zellkulturanwendungen in der akademischen und industriellen Forschung sowie für die Herstellung vieler biologischer Produkte, die in Zellen produziert werden - wie Impfstoffe oder therapeutische Antikörper - verwendet. Aufgrund der bekannten ethischen, wissenschaftlichen und sicherheitsrelevanten Bedenken setzten wir unsere Forschung fort, um alternative, tierfreie Medien zu entwickeln, und veröffentlichten im 2024 erste Ergebnisse. Wir testen weiterhin die spezifischen Anforderungen von Zellen, um geeignete Medien für die vorherrschenden Zelllinien in unserer Forschung und Entwicklung sowie in der Fertigung zu entwickeln, und planen, diese Medien für unsere Kunden im Unternehmensbereich Life Science zu kommerzialisieren. Diese globale Initiative wird in allen Unternehmensbereichen und entlang der gesamten nachgelagerten Wertschöpfungskette umgesetzt. Der Ansatz soll Kunden, externen Forschenden und unseren internen Forschungsinitiativen zugutekommen sowie Innovationen und Fortschritte mit tierfreien Methoden vorantreiben. Für das Projekt zum Ersetzen von FBS haben wir kein Enddatum festgelegt. Es gilt als fortlaufend und zeigt unser langfristiges Engagement für eine kontinuierliche Entwicklung.
Mit unserem VICT3R-Projekt wollen wir toxikologische Studien revolutionieren, indem wir bis zu 25 % der in Experimenten verwendeten Tiere durch virtuelle Kontrollgruppen (Virtual Control Groups, VCG) ersetzen. Damit setzen wir neue Standards für ethische Forschung. Dieses Projekt wurde von den Gesundheitsbehörden (der EMA und der U.S. Food and Drug Administration, FDA) befürwortet und soll in den kommenden Jahren schrittweise implementiert werden. Das VICT3R-Projekt wird weltweit im Unternehmensbereich Healthcare umgesetzt und ist für die Pharma-, Life-Science- und Chemieindustrie konzipiert. Es setzt neue ethische Standards und fördert Innovationen in Forschungspraktiken.
Im Jahr 2024 haben wir in allen unseren Vivarien den Übergang zu einem nicht-aversiven Umgang mit Nagetieren umgesetzt und in unseren lokalen Standardarbeitsanweisungen beschrieben. Das Ziel ist es, unnötige Schäden und Stress für die Tiere zu vermeiden. Darüber hinaus definierten wir artenspezifische Bedürfnisse und damit verbundene Haltungsanforderungen, gefolgt von der Implementierung individueller Haltungslösungen, um hohe Standards für die Sicherheit und das Wohlergehen der Tiere zu gewährleisten. Die Umsetzung verbesserter Haltungsbedingungen ist fortlaufend und wir bemühen uns weiterhin, den Tierschutz in unseren Geschäftsaktivitäten zu verbessern. Die Maßnahmen setzen wir weltweit in all unseren Vivarien um.
Der Kern unserer Verantwortung besteht darin, für alle Tiere in unserem Einflussbereich die höchsten ethischen und Tierschutzstandards zu gewährleisten (abgedeckt durch die 3R) und eine Kultur der Fürsorge (Culture of Care) für unsere Mitarbeitenden zu schaffen, die mit Tieren arbeiten.
Im Berichtsjahr trieben wir verantwortungsvolle Tierschutzpraktiken durch die Arbeit an operativen Zielen, Schulungen und Akkreditierungen voran. Wir organisierten den Global Animal Technician Recognition Day, der im 1. Quartal 2024 zum zweiten Mal stattfand. Darüber hinaus führten wir im 3. Quartal 2024 eine "Culture of Care"-Umfrage durch, um die Stimmung in den Vivarien und bei den Personen, die mit Tierarbeit verbunden sind, zu ermitteln. Darüber hinaus genehmigte der Group Animal Welfare Council die definierten Leistungskennzahlen.
Im Berichtsjahr erhielten alle unsere Tierhaltungsanlagen eine Akkreditierung von der Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care (AAALAC). Sie steht für ein qualitativ hochwertiges Programm zur Pflege und Nutzung von Tieren und für die Verpflichtung, eine qualitativ hochwertige und humane Tierhaltung zu gewährleisten.
Unsere Animal Affairs Academy stellt Schulungen und Workshops für die Mitarbeitenden, die mit Tieren arbeiten, zur Verfügung. So wollen wir sicherstellen, dass sie im Einklang mit unseren ethischen Standards und operativen Zielen handeln. Im Jahr 2024 führte die Animal Affairs Academy mehr als 112 Schulungen und Workshops zum Thema Tierversuche durch. Weitere Informationen zu unseren Schulungsinitiativen und spezifischen Anforderungen finden sich im Abschnitt "Unsere Policies im Zusammenhang mit Tierschutz (G1-1)".
Alle Maßnahmen, die im Rahmen unseres Responsibility-Ansatzes durchgeführt werden, gelten weltweit für alle Unternehmensbereiche; sie finden kontinuierlich statt und haben kein festgelegtes Abschlussdatum. Die Maßnahmen sind entscheidend, wenn es darum geht, Verantwortung zu fördern und eine kontinuierliche Verbesserung des ethischen Verhaltens bei der Arbeit mit Tieren voranzutreiben. Die Leitlinien und Programme der Animal Affairs Academy sorgen für ein einheitliches Verständnis im Unternehmen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen zu den 4R-Aktivitäten keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir 4 Mio. € OpEx und keine signifikanten CapEx bereitzustellen.
Unser Ziel ist es, Transparenz zu gewährleisten, die Verantwortung für Tierversuche sicherzustellen und die hohen Tierschutzstandards einzuhalten. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist deshalb die Qualifizierung aller Anbieter, die in unserem Auftrag mit Tieren arbeiten. Wir erreichen dies durch einen strengen Qualitätssicherungsprozess, der auf unserem etablierten Audit-Rahmenwerk sowie einem umfassenden Programm zur Schulung und Qualifizierung von Auditoren basiert. Unsere eigenen Vivarien werden alle drei Jahre durch Corporate Animal Affairs auditiert. Diesem Turnus entsprechend fanden im Jahr 2024 keine Audits in unseren Vivarien statt. Bei Vertragspartnern, die Tiere verwenden, wurden im Berichtsjahr 34 Audits durchgeführt. Die regelmäßig durchgeführten Audits spiegeln unser Engagement für die Einhaltung von Vorschriften und für herausragende Tierschutzpraktiken wider.
Darüber hinaus stärkten wir die Aufsichtsfunktion von Corporate Animal Affairs weiter, indem wir regelmäßige tierärztliche Inspektionen aller unserer Vivarien weltweit durchführten und die Meldung von Vorfällen im Bereich Tierwissenschaft und Tierschutz sowohl intern als auch extern überwachten.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen in Bezug auf Audits zu Tierwissenschaften und Tierschutz keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Wir beteiligen uns an zahlreichen Organisationen und Initiativen, etwa als Vice Chair des Research Animal Welfare Network der European Federation of Pharmaceutical Industry Association (EFPIA) und bei Interpharma, einem Verband forschender pharmazeutischer Unternehmen in der Schweiz. Gemeinsam mit ausgewählten Mitgliedsunternehmen führt die Auditgruppe der Animal Welfare Working Group von Interpharma Audits bei Auftragsforschungsinstituten und Tierzuchtbetrieben durch.
Zusätzlich sind wir in der Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care (AAALAC) International aktiv. Diese private, gemeinnützige Organisation fördert die achtsame Behandlung von Tieren in der Wissenschaft durch freiwillige Akkreditierungs- und Bewertungsprogramme. Seit 2024 vertritt unser Mitarbeiter die EFPIA als Delegierter der Mitgliedsorganisation. Wir unterstützen weiterhin die Europäische Partnerschaft für alternative Ansätze zu Tierversuchen (EPAA) und beteiligen uns in deren Arbeitsgruppen zur Entwicklung von Tierversuchsalternativen. 2022 haben wir mit der Marseille Declaration die erste gemeinsame Erklärung der Pharmaindustrie zu Tierhaltung und -nutzung initiiert. In dieser Erklärung legen die unterzeichnenden Unternehmen ihre Erwartungen an Tierschutzpraktiken dar, die an ihren eigenen Standorten und von externen Partnern weltweit angewendet werden sollen, wenn lebende Tiere in ihrem Auftrag für Studien verwendet werden. Sie soll den Dialog zwischen diesen Unternehmen fördern, getreu dem Motto "Bei der Verbesserung des weltweiten Tierschutzes sind wir keine Konkurrenten". Gemeinsam mit den Erstunterzeichnern Novartis, Sanofi und Novo Nordisk bilden wir die Lenkungsgruppe der Marseille Declaration, deren Vorsitz wir im Jahr 2024 innehatten. Im Jahr 2024 hatten elf Unternehmen die Marseille Declaration unterzeichnet. Darüber hinaus beteiligen wir uns am Germany REACH Roundtable - Industry, der von der Humane Society International geleitet wird. Dessen Ziel es ist, die Anzahl der in der Chemikalienprüfung verwendeten Tiere zu reduzieren. Unsere Zusammenarbeit mit Ausschüssen und Verbänden ist fortlaufend und hat kein festes Abschlussdatum.
Im Jahr 2024 ordneten wir den Maßnahmen in Bezug auf die Arbeit mit Ausschüssen und Verbänden keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx) zu. Für 2025 planen wir ebenfalls kein signifikantes OpEx oder CapEx bereitzustellen.
Unser Ziel ist es, die Arbeit mit Tieren schrittweise einzustellen und dabei hohe global geltende ethische und Tierschutzstandards einzuhalten. Diese Verpflichtung umfasst die Sicherstellung von Qualität, Unterbringung, Haltung und tierärztlicher Versorgung für alle Tiere in unserem Einflussbereich. Im Jahr 2024 trieben wir verantwortungsvolle Tierschutzpraktiken durch die Arbeit an operativen Zielen, Schulungen und Akkreditierungen voran. Unsere Bildungsinitiativen boten unseren Mitarbeitenden zahlreiche Schulungen und Workshops zu Tierwissenschaft und Tierschutz an. Bis Ende 2024 erhielten alle unsere Tierhaltungsanlagen die AAALAC-Akkreditierung, was die Einhaltung anerkannter globaler Standards für die Tierpflege bestätigt.
Im Berichtsjahr definierten wir in Bezug auf den Tierschutz keine quantitativen, messbaren Ziele, die terminiert und ergebnisorientiert sind. Unser Ansatz konzentrierte sich darauf, die Anzahl der verwendeten Tiere durch eine Reihe von unternehmensspezifischen Maßnahmen und umfassende Bewertungsprozesse zu überwachen.
Darüber hinaus erzielten wir erhebliche Fortschritte bei der Umsetzung unserer 4R-Prinzipien. Wir entwickelten einen Fahrplan für die schrittweise Abschaffung von Tierversuchen und legten Leistungskennzahlen fest, die unseren Fortschritt leiten und messen sollen. Ab 2025 werden wir die folgenden Leistungskennzahlen messen: den Prozentsatz der Tierversuche und Produkte, die erfolgreich nach dem 3-Basket-Ansatz klassifiziert wurden, sowie die Anzahl der Tierversuche und Produkte tierischen Ursprungs, die im Vergleich zum Jahr 2021 - dem Startjahr der Ersatzinitiative - erfolgreich ersetzt wurden. Darüber hinaus werden wir die Reduzierung der Anzahl der für Test- und Produktionszwecke verwendeten Tiere messen. In Bezug auf das Tierwohl werden wir den Prozentsatz der Tiere, die mit nicht-aversiven Techniken behandelt werden, sowie den Prozentsatz der Tiere, die unter Bedingungen gehalten werden, die ihren artspezifischen Bedürfnissen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gerecht werden, bewerten. Im Rahmen unserer 4R-Initiativen zum Thema Verantwortung werden wir ab 2025 Nachweise für die Priorisierung der Vermeidung von Schmerzen und Leiden bei Tieren sowie Beispiele für die Förderung der 4R über die Unternehmensgrenzen hinweg messen.
Die unten aufgeführten Kennzahlen sind Teil unserer unternehmensspezifischen Kennzahlen; dazu gehören die Gesamtzahl der im Unternehmen für Tests oder die Herstellung von Produkten tierischen Ursprungs verwendeten Tiere sowie die Aufschlüsselung nach den Unternehmensbereichen Life Science, Healthcare und Electronics. Wir überwachen die prozentualen Veränderungen bei der Verwendung von Tieren im Jahresvergleich, um Trends im Laufe der Zeit zu erkennen. Darüber hinaus unterscheiden wir zwischen intern und extern verwendeten Tieren und kategorisieren diese weiter nach Arten. Dazu gehört die Angabe der prozentualen Anteile von Nagetieren (Mäuse, Ratten, Hamster und Meerschweinchen) und Nicht-Nagetieren (zum Beispiel Kaninchen, Hunde, Minischweine und nichtmenschliche Primaten). Für den Unternehmensbereich Life Science berichten wir zudem jährlich die Anzahl der verwendeten Tiere im Verhältnis zu den Life-Science-Umsatzerlösen (relativer Wert), da dort häufig tierbezogene Aktivitäten im Auftrag unserer Kunden durchgeführt werden. Im Unternehmensbereich Healthcare hingegen sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben, wo sie dazu dienen die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln in der Entwicklung oder in der präklinischen Forschung zu bewerten. Die Anzahl der Tiere wird auf Ebene der Unternehmensbereiche erfasst, in interne und externe Daten unterteilt und vierteljährlich von der Animal-Affairs-Funktion überprüft. Die Erhebungen der unten genannten Kennzahlen wurden von keiner externen Stelle gesondert validiert.
| Unternehmensspezifische Kennzahlen | 2024 |
| Gesamtzahl der verwendeten Tiere | 130.135 |
| Anteil der intern verwendeten Tiere (in %) | 83 |
| Anteil der extern verwendeten Tiere (in %) | 17 |
| Anteil der Nicht-Nagetiere (in %) | 2 |
| Anteil der Nagetiere (in %) | 98 |
| Gesamtzahl der bei Life Science verwendeten Tiere | 73.291 |
| Relativer Wert für Life Science (Gesamtzahl der verwendeten Tiere/Mio. € Umsatzerlöse) | 8,2 |
| Gesamtzahl der bei Healthcare verwendeten Tiere | 56.844 |
| Gesamtzahl der bei Electronics verwendeten Tiere | - |
Obwohl die Bekämpfung von Korruption und Bestechung im Rahmen der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse als nicht wesentlich für unsere Geschäftstätigkeit identifiziert wurde, verfügen wir über robuste Policies und Maßnahmen, die diese Themen adressieren. Die nichtfinanzielle Erklärung 2024 erstellten wir auf Grundlage der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), um eine Ausrichtung an anerkannten europäischen Berichterstattungsrichtlinien zu gewährleisten. Der Umfang der offengelegten Inhalte bestimmt sich jedoch nach §§ 315b und 315c in Verbindung mit 289b bis 289e des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).
Wir verpflichten uns, hohe Integritätsstandards zu wahren, indem wir robuste Maßnahmen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption umsetzen, um ein transparentes und ethisches Geschäftsumfeld zu gewährleisten. Unsere konzernweite Antikorruptionsrichtlinie, welche sich an den Prinzipien des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption) orientiert, verpflichtet unsere Geschäftstätigkeiten zur Einhaltung geltender Antikorruptionsvorschriften und -standards. Die Policy wird regelmäßig überwacht und bei Bedarf aktualisiert.
| Themen der nichtfinanziellen Erklärung | Bekämpfung von Korruption und Bestechung |
| Inhalt | Die Policy legt fest, dass alle geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der geltenden Antikorruptionsvorschriften und -standards durchzuführen sind. Die Richtlinie verbietet ausdrücklich alle Formen von Bestechung und Korruption. |
| Anwendungsbereich | Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten sowie für alle Dritten, die in unserem Auftrag arbeiten. |
| Verantwortlichkeit | Group Legal und Compliance, der Chief Compliance Officer und die Konzernfunktion Compliance treiben die Gestaltung und Entwicklung unseres Compliance-Programms in allen Unternehmensbereichen und Konzernfunktionen voran. Unsere Konzernfunktion Compliance ist für den Rahmen der Korruptions- und Bestechungsbekämpfung verantwortlich, einschließlich der Einhaltung von Vorschriften im Gesundheitswesen, der Sorgfaltspflicht gegenüber Dritten und der Transparenzberichterstattung. |
| Standards/Initiativen Dritter | Die Policy berücksichtigt das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption), nationale Rechtsvorschriften, einschlägige Gesetze und internationale ethische Standards. |
| Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern | Bei der Erstellung der Policy berücksichtigten wir die Interessen der Regulierungsbehörden. |
| Verfügbarkeit | Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Als weltweit tätiges Unternehmen stellen wir sehr strenge Anforderungen an ein wirksames Compliance-Management. Compliance bedeutet für uns vor allem: Wir handeln im Einklang mit unseren Unternehmenswerten und sind davon überzeugt, dass profitables Wirtschaften mit ethischen Ansprüchen einhergehen sollte.
Wir haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um das Risiko von Korruption und Bestechung zu verringern, und möchten damit sicherstellen, dass wir Anschuldigungen oder Vorfälle von Bestechung und Korruption wirksam verhindern, aufdecken und bekämpfen können. Um die Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen zu bewerten, haben wir entsprechende Indikatoren implementiert, welche wir regelmäßig überwachen. Unser Ansatz zur Risikominimierung wird von einem konzernweiten Rahmenwerk geregelt, das ethische und rechtskonforme Geschäftsprozesse in den Vordergrund stellt.
Unser Verfahren zur Bewertung von Compliance-Risiken deckt alle unsere Unternehmensbereiche ab. Die Bewertung basiert auf einer umfassenden Risikomatrix, die mehr Objektivität und einen stärker datenorientierten Risikoansatz ermöglicht. Die Matrix legt ihren Schwerpunkt auf Bestechungs- und Korruptionsrisiken, die durch eine ausführliche Risikoklassifizierung und detaillierte Risikopräsenzszenarien hervorgehoben werden. Zudem kommt eine länderspezifische Risikosegmentierung zur Anwendung. Dabei werden die Länder, in denen wir aktiv tätig sind, mittels objektiver und einheitlicher Kriterien nach ihrem Bestechungs- und Korruptionsrisiko eingestuft. Anhand der Ergebnisse priorisieren wir anschließend unsere Initiativen und intensivieren die Aktivitäten in Ländern mit einem höheren Risiko.
Auch bei der Auswahl externer Partner wenden wir im Rahmen unseres Engagements für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken einen risikobasierten Ansatz an. Je größer das geschätzte Risiko in Bezug auf ein bestimmtes Land, eine bestimmte Region oder eine bestimmte Dienstleistung, desto intensiver prüfen wir die externe Partei, bevor eine Geschäftsbeziehung eingegangen wird. Auf Grundlage des Ergebnisses dieser Überprüfung entscheiden wir, ob wir den potenziellen externen Partner ablehnen, Bedingungen zur Minderung der identifizierten Risiken auferlegen oder eine bestehende Geschäftsbeziehung beenden.
Wir setzen uns auch aktiv gegen Bestechung ein - durch die Anwendung strenger Wertgrenzen für Geschenke und Einladungen. Diese Werte sind in dem Unternehmenstool hinterlegt, das wir für die Erstattung von Reisekosten und Auslagen verwenden. Alle entsprechenden Anträge unterliegen der Genehmigung, wobei eine zusätzliche interne Prüfung vorgenommen wird, wenn bestimmte Kostenobergrenzen überschritten werden. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir die Einführung eines neuen Tools abgeschlossen, das unsere Interaktionen mit Fachkreisen im Gesundheitswesen reguliert und sich auf einen risikobasierten Ansatz stützt, der in eine systemgestützte Risikobewertung integriert ist. Wir befolgen klar definierte interne Genehmigungsanforderungen und -verfahren für jede Art von Interaktion, die im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften stehen. Weitere Informationen zur Transparenzberichterstattung können dem Kapitel "Umgang mit medizinischen Fachkreisen und Transparenzberichtserstattung" entnommen werden.
Seit 2022 lassen wir eine externe Überprüfung und Zertifizierung unseres Compliance Management Systems nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW PS 980) vornehmen. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Bestechung, Korruption und Geldwäsche, um Bereiche mit potenziellem Verbesserungsbedarf auszumachen und zu beurteilen, ob mit den ergriffenen Maßnahmen die Einhaltung von Vorschriften, Richtlinien und Verfahrensweisen gewährleistet ist. Die Überprüfung durchläuft drei Phasen: Die ersten beiden Phasen, Vorbewertung und Angemessenheitsprüfung, wurden im 2. Quartal 2023 ohne wesentliche Befunde. Der Abschluss der Angemessenheitsprüfung zeigt, dass die Verfahren und Maßnahmen im Zusammenhang mit unserem Compliance Management System zur Steuerung unserer Compliance-Risiken angemessen ausgestaltet und implementiert wurden. Die dritte Phase, die Beurteilung der Wirksamkeit, wird 2025 schrittweise in den einzelnen Regionen umgesetzt.
Group Internal Auditing überprüft regelmäßig und weltweit Funktionen, Prozesse und Gesellschaften. Dabei wird auch bewertet, wie wirkungsvoll die jeweiligen Compliance-Richtlinien, -Prozesse und -Strukturen sind. Für den Fall, dass sich aus der Prüfung Empfehlungen für Verbesserungsmaßnahmen ergeben, verfolgt Group Internal Auditing diese Maßnahmen systematisch und kontrolliert ihre Umsetzung. Im Geschäftsjahr 2024 führte Group Internal Auditing 30 Audits durch, die bestechungs- und korruptionsbezogene Risiken untersuchten (davon 6 in der Merck KGaA).
Jegliche Bedenken in Bezug auf Korruption und Bestechung können über verschiedene zentrale Kanäle gemeldet werden. Meldungen werden gemäß unserem Whistleblowing and Investigations Standard sowie dem internen Ermittlungsverfahren weiter untersucht. Ermittelnde Personen und der Untersuchungsausschuss für Vorfälle sind getrennt vom Management, das in die Angelegenheit involviert ist. Unser Chief Compliance Officer berichtet den Stand unserer Compliance-Aktivitäten, potenzielle Risiken und schwerwiegende Compliance-Verstöße mindestens zweimal jährlich an Vorstand und Aufsichtsrat. Weitere Informationen zu Whistleblowing und Ermittlungsverfahren finden sich im Kapitel "Unsere Policies im Zusammenhang mit unserer Unternehmenskultur (G1-1)".
Wir kommunizieren unsere Compliance-Policies regelmäßig über verschiedene Plattformen (zum Beispiel über unseren jährlichen Compliance-Newsletter, gezielte E-Mails, Intranet-Posts). Damit möchten wir sicherstellen, dass die Policies für alle relevanten Stakeholder zugänglich und verständlich sind. Dieser Ansatz fördert eine starke Kultur der Verantwortlichkeit und Integrität innerhalb unserer Belegschaft.
Unsere Bemühungen zur Bekämpfung von Korruptions- und Bestechungsrisiken gehen über die Grenzen unseres Unternehmens hinaus. Durch unseren globalen Risikomanagementprozess für Drittparteien (Third Party Risk Management) möchten wir sicherstellen, dass unsere Vertriebspartner, einschließlich Handelsvertreter, Distributoren, Großhändler und Hochrisikolieferanten, über unsere Compliance-Grundsätze informiert sind. Wir erwarten von unseren Drittparteien, dass sie die relevanten Gesetze einhalten und jegliche Form der Bestechung ablehnen.
Da das Risiko von Bestechung und Korruption ein Schwerpunktbereich unseres Compliance Management Systems ist, führen wir regelmäßig Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen durch, um ethisches Geschäftsverhalten zu fördern. Seit 2023 bieten wir einen neuen E-Learning-Kurs zum Thema Bekämpfung von Korruption, Bestechung und Geldwäsche an. Die Schulung basiert auf Policies zu Geldwäsche- und Korruptionsbekämpfung. Darüber hinaus bieten wir für Hochrisikobereiche individuelle Präsenzschulungen an.
Die Themen Bestechungs- und Korruptionsbekämpfung sind auch in die E-Learning-Module unseres Verhaltenskodex und des Verhaltenskodex für Lieferanten integriert und werden im Rahmen verschiedener Sensibilisierungsinitiativen im Laufe des Jahres behandelt. Informationen zu allgemeinen Schulungen im Zusammenhang mit Compliance-Anforderungen finden sich im Kapitel "Unsere Policies im Zusammenhang mit unserer Unternehmenskultur (G1-1)".
Wir richten unsere Schulungsmaßnahmen gezielt an Mitarbeitende, die mit Risiken im Zusammenhang mit Bestechung, Korruption und Geldwäsche konfrontiert sein könnten. Dazu gehören Mitarbeitende, die mit Behördenvertretern in Kontakt stehen, mit Dritten zusammenarbeiten oder an der Überprüfung und Genehmigung von Transaktionen beteiligt sind. Die Teilnahme an diesem Kurs ist für Mitarbeitende abhängig von ihrem Risikoprofil sowie ihrer Position und Rolle im Unternehmen verpflichtend.
Die Anzahl der Mitarbeitenden, die zur Bekämpfung von Bestechung, Korruption und Geldwäsche geschult wurden, ist in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
| 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Anzahl der geschulten Personen 1 | 17.002 | |
| Anzahl der geschulten Mitarbeitenden | 16.967 | 1.164 |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden (in %) | 27 | 37 |
| Nach Mitarbeitendenkategorie 2 | ||
| Anzahl der geschulten Mitarbeitenden mit der Rolle 2+ | 16.013 | 1.114 |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden mit der Rolle 2+ (in %) | 47 | 46 |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden mit der Rolle kleiner 2 (in %) | 3 | 4 |
| Nach Region | ||
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden in Europa (in %) | 26 | 37 |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden in Nordamerika (in %) | 25 | |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden in Asien-Pazifik (APAC) (in %) | 27 | |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden in Lateinamerika (in %) | 35 | |
| Anteil der geschulten Mitarbeitenden im Mittleren Osten und Afrika (MEA) (in %) | 47 |
Die Anzahl der über die Compliance-Hotline und andere Meldekanäle im Geschäftsjahr 2024 gemeldeten Compliance-Fälle ist in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:
| 2024 | 2024 Davon: Merck KGaA | |
| Anzahl gemeldeter Compliance-Vorfälle | 89 | 1 |
| Anzahl bestätigter Fälle | 30 | 1 |
| Bestätigte Fälle von Bestechung und Korruption | 2 | - |
Der Lagebericht der Merck KGaA ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst. Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Merck KGaA für das Geschäftsjahr 2024 werden elektronisch dem Bundesanzeiger zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und sind über dessen Internetseiten zugänglich.
Die Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt ist das Mutterunternehmen des Konzerns.
Nach der zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 abgeschlossenen Übertragung der Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics auf separate Gesellschaften übt die Merck KGaA im Wesentlichen die Holdingfunktion des Merck-Konzerns aus. Im Rahmen der strategischen Führung des Konzerns werden in dieser Funktion Entscheidungen von strategischer Bedeutung getroffen sowie konzernweit die globale Einhaltung von Compliance-Vorschriften durch die unterstützenden zentralen Konzernfunktionen sichergestellt. Darüber hinaus werden konzernweite Dienstleistungen an Konzerngesellschaften für die Bereiche Informationstechnologie und strategische Führung sowie Standortverwaltung, insbesondere am Standort Darmstadt, erbracht. Die Merck KGaA beschäftigt rund 4.000 der über 11.000 Mitarbeitenden am Standort Darmstadt.
Die Erstellung des Jahresabschlusses der Merck KGaA erfolgt nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), des deutschen Aktiengesetzes (AktG) und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung. Der vollständige, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der Merck KGaA wird elektronisch dem Bundesanzeiger zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und dort veröffentlicht.
Seit der Übertragung der operativen Tätigkeiten der Unternehmensbereiche Life Science und Electronics zum 1. Januar 2023 auf separate Gesellschaften, beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Merck KGaA ausschließlich konzerninterne Leistungen, wie Standortverwaltung, IT, strategische Führung sowie die Lizenzvergabe für die Dachmarke "Merck". Des Weiteren ist die Ertragslage geprägt durch die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses, welches Ergebnisabführungen sowie Beteiligungserträge von Tochtergesellschaften beinhaltet.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 2024 | 2023 | in Mio. € | in % |
| Umsatzerlöse | 1.624 | 1.628 | -4 | -0,3 |
| Übrige Erträge | 114 | 105 | 9 | 8,6 |
| Materialaufwand | -693 | -721 | 28 | -3,9 |
| Personalaufwand | -527 | -581 | 54 | -9,2 |
| Abschreibungen | -132 | -132 | - | -0,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -916 | -821 | -95 | 11,5 |
| Beteiligungsergebnis | 2.190 | 2.203 | -13 | -0,6 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -17 | - | -17 | 100,0 |
| Übriges Finanzergebnis | -685 | -685 | - | - |
| Ergebnis vor Ergebnisverrechnung und Steuern | 958 | 996 | -38 | -3,9 |
| Ergebnisverrechnung | -709 | -696 | -13 | 1,9 |
| Steuern | 36 | -16 | 51 | -331,0 |
| Ergebnis nach Steuern und Ergebnisverrechnung/Jahresüberschuss | 284 | 285 | -1 | -0,2 |
Die Umsatzerlöse aus konzerninternen Weiterbelastungen und übrige Erträge sind auf Vorjahresniveau. Durch gegenläufige Effekte im Material- sowie Personalaufwand (zusammen um 82 Mio. € geringer) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (um 95 Mio. € gestiegen), sowie einem geringfügig gesunkenen Beteiligungsergebnis und den Abschreibungen auf Finanzanlagen, ist das Ergebnis vor Ergebnisverrechnung und Steuern um 38 Mio. € (3,9 %) leicht rückläufig. Nach Ergebnisverrechnung mit der E. Merck KG sowie Erfassung des Steuerergebnisses verbleibt ein Jahresüberschuss nahezu auf Niveau des Vorjahres in Höhe von 284 Mio. €.
Der Materialaufwand sank aufgrund von geringeren bezogenen Leistungen zur Erbringung konzerninterner Weiterbelastungen. Die Materialeinsatzquote verringerte sich dementsprechend leicht auf 42,7 % (Vorjahr: 44,3 %).
Der Rückgang des Personalaufwands resultierte im Wesentlichen aus geringeren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierte im Wesentlichen aus höheren Fremdleistungen und Bezügen, welche im Geschäftsjahr durch periodenfremde Aufwendungen für Rückerstattungen von entsprechenden Fremdleistungen an konzerninterne Kunden, in Höhe eines geringen dreistelligen Millionenbetrages, höher ausfielen. Diese wurden zum Teil durch geringere Aufwendungen für Währungskursverluste sowie anderer sonstiger Aufwendungen kompensiert.
Das Beteiligungsergebnis sank geringfügig um 13 Mio. € auf 2.190 Mio. € (Vorjahr: 2.203 Mio. €) aufgrund niedrigerer Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen von Tochtergesellschaften durch Einmaleffekte in den Unternehmensbereichen Life Science und Electronics. Daneben hat das allgemein gesunkene Zinsniveau eine niedrigere Ergebnisabführung der Konzernfinanzierungsgesellschaft, der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, bewirkt. Gegenläufig wirkten höhere Beteiligungserträge von Tochtergesellschaften.
Das Steuerergebnis resultiert durch einen Gewerbesteuerertrag (42,8 Mio. €) sowie durch eine Reduzierung der Rückstellungen für Steuerverpflichtungen, insbesondere in Bezug auf allgemeine Betriebsprüfungsrisiken und Hinzurechnungssteuerrisiken (48,9 Mio. €), in einem insgesamten Steuerertrag.
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in Mio. € | in % |
| Anlagevermögen | 25.209 | 24.065 | 1.145 | 4,8 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 193 | 181 | 12 | 6,5 |
| Sachanlagen | 1.276 | 1.076 | 200 | 18,5 |
| Finanzanlagen | 23.741 | 22.808 | 933 | 4,1 |
| Umlaufvermögen | 1.795 | 1.708 | 87 | 5,1 |
| Vorräte | 34 | 29 | 5 | 17,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 63 | 62 | 1 | 1,8 |
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.698 | 1.617 | 81 | 5,0 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | - | - | - | -50,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 84 | 78 | 6 | 7,2 |
| 27.088 | 25.851 | 1.237 | 4,8 | |
|
Passiva |
||||
| Veränderung | ||||
| in Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in Mio. € | in % |
| Eigenkapital | 5.481 | 5.481 | - | - |
| Rückstellungen | 2.067 | 2.198 | -132 | -6,0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.313 | 1.415 | -103 | -7,2 |
| Andere Rückstellungen | 754 | 783 | -29 | -3,7 |
| Verbindlichkeiten | 19.532 | 18.162 | 1.370 | 7,5 |
| Finanzschulden | 2.276 | 2.476 | -200 | -8,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 155 | 152 | 3 | 1,7 |
| Andere Verbindlichkeiten | 17.101 | 15.534 | 1.567 | 10,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9 | 10 | -1 | -6,9 |
| 27.088 | 25.851 | 1.237 | 4,8 | |
Die Bilanzsumme stieg mit 4,8 % leicht an. Auf der Aktivseite erhöhte sich vor allem das Anlagevermögen (+1.145 Mio. €), auf der Passivseite stiegen vor allem die Verbindlichkeiten (+1.370 Mio. €). Gegenläufig sanken die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (-103 Mio. €). Die Eigenkapitalquote sank geringfügig auf 20,2 % (Vorjahr: 21,2 %).
Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft eine Einzahlung in die Kapitalrücklage eines Tochterunternehmens getätigt, hierdurch stiegen die Finanzanlagen um 950 Mio. €. Gegenläufig wurden außerordentliche Abschreibungen auf zwei Beteiligungen an verbundenen Unternehmen im Finanzanlagevermögen in Höhe von 17 Mio. € durchgeführt.
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich insbesondere aufgrund von am Standort Darmstadt getätigten Investitionen in, teilweise noch im Bau befindlicher, Sachanlagen.
Bedingt durch gestiegene Beteiligungserträge erhöhten sich die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (+81 Mio. €).
Die Merck KGaA war in Höhe von 5.481 Mio. € (Vorjahr: 5.481 Mio. €) durch Eigenkapital finanziert. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 20,2 % (Vorjahr: 21,2 %). Der im Geschäftsjahr 2024 erzielte Jahresüberschuss deckte die im Jahresverlauf erfolgten Dividendenzahlungen.
Die Merck KGaA finanziert sich zudem über die Konzernfinanzierungsgesellschaft, die Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, die die Merck KGaA mit ausreichend finanziellen Mitteln ausstattet und somit die Liquidität sicherstellt. Die anderen Verbindlichkeiten stiegen um 1.567 Mio. € und betreffen im Wesentlichen mit 15.900 Mio. € (Vorjahr: 14.476 Mio. €) kurzfristige Darlehen und Verbindlichkeiten des laufenden Verrechnungskontos gegenüber der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt.
Die Finanzschulden in Höhe von 2.276 Mio. € dienen im Wesentlichen zur Finanzierung der Akquisitionen von Sigma-Aldrich und Versum Materials. Der Rückgang der Finanzschulden um netto 200 Mio. € resultierte aus der Rückführung von Anleihen in Höhe von 1.000 Mio. € sowie der Begebung einer neuen Hybridanleihe über 800 Mio. €. Dies führte gegenläufig zu einem Anstieg der anderen Verbindlichkeiten aus konzerninterner Finanzierung. Für weitere Informationen zu den Finanzierungskonditionen und der Laufzeitenstruktur der Anleihen wird auf den Abschnitt 22 "Verbindlichkeiten aus Finanzschulden" des Anhangs im Jahresabschluss nach HGB verwiesen.
Der Rückgang der Rückstellungen entfällt insbesondere auf gesunkene Rückstellungen für Pensionen. Diese sind durch einen gestiegenen Marktwert des verrechneten Deckungsvermögens sowie einem niedrigerem Erfüllungsbetrag, verursacht durch einen leicht gestiegenen Abzinsungssatz, reduziert.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) im Geschäftsjahr 2024 stiegen auf 79 Mio. € (Vorjahr: 69 Mio. €) und beinhalten in der Merck KGaA verbliebene Aufwendungen für globale Leistungen für Forschung und Entwicklung.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen wir der Hauptversammlung eine Dividende von 2,20 € je Aktie vor.
Die Zahl der Mitarbeitenden der Merck KGaA lag zum 31. Dezember 2024 bei 3.715 Beschäftigten und verringerte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (Vorjahr: 3.924) im Wesentlichen im Bereich Verwaltung.
Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeitenden nach Funktionsbereichen:
| Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeitenden | 2024 | 2023 |
| Verwaltung | 2.529 | 2.615 |
| Standortbetrieb | 820 | 869 |
| Forschung | 310 | 341 |
| Logistik | 55 | 66 |
| Vertrieb | 36 | 43 |
| Sonstige | 6 | 74 |
| Summe | 3.756 | 4.008 |
Als Obergesellschaft des Merck-KGaA-Konzerns unterliegt die Merck KGaA im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der Konzern. Die Merck KGaA partizipiert an den Risiken und Chancen über ihre Beteiligungen und Tochterunternehmen, wodurch sich Auswirkungen auf das Beteiligungsergebnis oder die Bewertung der Anteile an Tochterunternehmen ergeben können. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Risiko- und Chancenbericht des Konzerns.
Im zusammengefassten Lagebericht 2023 wurde zunächst für das Geschäftsjahr 2024, korrespondierend zur Konzernentwicklung, ein moderater Anstieg des Beteiligungsergebnisses im Vergleich zu 2023 erwartet. Der Jahresüberschuss wurde auf einem leicht höheren Niveau als 2023 prognostiziert.
Entgegen der Erwartung lag das Beteiligungsergebnis unter dem Vorjahresniveau und somit auch hinter der letztjährigen Prognose. Dies wurde aufgrund niedrigerer Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen von Tochtergesellschaften durch Einmaleffekte in den Unternehmensbereichen Life Science und Electronics verursacht.
Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr stabil und lag somit, aufgrund eines leichten Rückgangs des Beteiligungsergebnisses, hinter der Prognose.
Für das Beteiligungsergebnis prognostizieren wir, bei zu Vorjahren vergleichbaren Erträgen aus Beteiligungen und moderat steigenden Erträgen aus Ergebnisabführungen, einen insgesamt moderaten Anstieg. Dadurch wird auch insgesamt der Jahresüberschuss auf einem leicht höheren Niveau als 2024 erwartet.
Die Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, wird die Gesellschaft im Bedarfsfall mit ausreichend finanziellen Mitteln ausstatten und somit die Liquidität sicherstellen.
Derzeit sind uns keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.
| in Mio. € | Anhang | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse | 1 | 1.623,8 | 1.628,0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 24,4 | 32,9 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 | 89,7 | 71,9 |
| Summe Leistungen und Erträge | 1.737,9 | 1.732,8 | |
| Materialaufwand | 3 | -692,7 | -721,0 |
| Personalaufwand | 4 | -527,3 | -580,7 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 10, 11 | -131,9 | -131,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5 | -915,8 | -821,0 |
| Summe betriebliche Aufwendungen | -2.267,7 | -2.254,3 | |
| Beteiligungsergebnis | 6 | 2.189,5 | 2.202,8 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 12 | -16,8 | - |
| Übriges Finanzergebnis | 7 | -685,3 | -685,1 |
| Ergebnisabführung an E. Merck KG | 8 | -699,7 | -691,9 |
| Verlustübernahme von E. Merck KG | 8 | -9,4 | -3,7 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9 | 35,8 | -15,7 |
| Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 284,3 | 284,9 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 34,4 | 33,8 | |
| Bilanzgewinn | 318,7 | 318,7 |
Aktiva
| in Mio. € | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 10 | 192,9 | 181,2 |
| Sachanlagen | 11 | 1.275,7 | 1.076,2 |
| Finanzanlagen | 12 | 23.740,8 | 22.807,5 |
| 25.209,4 | 24.064,9 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 13 | 34,3 | 29,2 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14 | 62,7 | 61,9 |
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 15 | 1.697,9 | 1.617,0 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 16 | 0,1 | 0,2 |
| 1.760,7 | 1.679,1 | ||
| 1.795,0 | 1.708,3 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 17 | 83,5 | 77,9 |
| 27.087,9 | 25.851,1 | ||
|
Passiva |
|||
| in Mio. € | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Eigenkapital | 18 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 168,0 | 168,0 | |
| Komplementärkapital | 397,2 | 397,2 | |
| Kapitalrücklage | 3.813,7 | 3.813,7 | |
| Gewinnrücklagen | 701,6 | 701,6 | |
| Gewinnvortrag E. Merck KG | 81,3 | 81,3 | |
| Bilanzgewinn Kommanditaktionäre | 318,7 | 318,7 | |
| 5.480,6 | 5.480,6 | ||
| Rückstellungen | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 19 | 1.312,5 | 1.414,9 |
| Andere Rückstellungen | 20, 21 | 754,3 | 783,3 |
| 2.066,8 | 2.198,3 | ||
| Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzschulden | 22 | 2.275,6 | 2.475,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 154,8 | 152,4 |
| Andere Verbindlichkeiten | 24 | 17.101,0 | 15.534,1 |
| 19.531,4 | 18.162,2 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9,1 | 10,1 | |
| 27.087,9 | 25.851,1 |
Der Jahresabschluss der MERCK Kommanditgesellschaft auf Aktien, Darmstadt, (nachfolgend: Merck KGaA) ist entsprechend den einschlägigen Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des deutschen Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Ausweis erfolgt - soweit nicht abweichend angegeben - in Millionen Euro (Mio. €). Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da ein Überhang aktiver latenter Steuern besteht. Planvermögen wurde mit den zugehörigen Rückstellungen gemäß § 246 HGB verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip gemäß § 252 Absatz 1 Nummer 4 Halbsatz 2 HGB und das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB beachtet. Im Detail verweisen wir auf die Erläuterungen der Posten der Bilanz beziehungsweise der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Merck KGaA erstellt einen Konzernabschluss in den alle wesentlichen Unternehmen, an denen sie direkt oder indirekt beteiligt ist, einbezogen werden. Außerdem wird die Merck KGaA in den übergeordneten Konzernabschluss der E. Merck KG, Darmstadt, (nachfolgend E. Merck KG) einbezogen. Beide Abschlüsse werden elektronisch dem Bundesanzeiger zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und sind unter www.unternehmensregister.de abrufbar.
Infolge der Darstellung im zusammengefassten Lagebericht wird im Jahresabschluss die Gewinn- und Verlustrechnung vor der Bilanz gezeigt und im Anhang werden die einzelnen Posten in dieser Reihenfolge erläutert. Einige Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden zusammengefasst und die Bezeichnung wurde angepasst, um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen; diese Posten sind im Anhang im Einzelnen ausgewiesen. Ebenso sind Angaben zu Davon-Vermerken im Anhang aufgeführt. Vermerke, die wahlweise in der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu nennen sind, werden im Anhang aufgeführt.
Die Merck KGaA, Frankfurter Straße 250, 64293 Darmstadt, ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 6164 eingetragen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Darmstadt.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| nach Absatzmärkten | ||
| Deutschland | 926,0 | 971,2 |
| Übriges Europa | 357,4 | 349,0 |
| Nord- und Lateinamerika | 233,0 | 204,2 |
| Asien-Pazifik | 103,3 | 97,8 |
| Übrige Welt | 4,1 | 5,8 |
| 1.623,8 | 1.628,0 |
Die Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Erlöse aus konzerninternen Weiterbelastungen. Diese betreffen Weiterberechnungen an andere Konzernunternehmen im Wesentlichen von Standortverwaltungsleistungen, IT-Leistungen, strategischen Führungskosten sowie Lizenzerlöse für die Dachmarke "Merck".
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 56,8 | 14,2 |
| Währungskursgewinne aus operativer Tätigkeit | 14,1 | 36,0 |
| Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen | 6,7 | 11,3 |
| Einnahmen aus Versicherungsentschädigungen | 5,2 | 4,5 |
| Erhaltene Zuschüsse | 1,9 | 1,9 |
| Sonstige Erträge | 5,0 | 4,0 |
| 89,7 | 71,9 |
Die periodenfremden Erträge betreffen fast ausschließlich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 12,2 | 27,6 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 680,5 | 693,4 |
| 692,7 | 721,0 |
Der ausgewiesene Materialaufwand bezieht sich auf an Tochterunternehmen weiterbelastete konzerninterne Leistungen.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Löhne und Gehälter | 460,6 | 465,8 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 66,7 | 114,9 |
| - davon für Altersversorgung | 4,0 | 51,3 |
| 527,3 | 580,7 | |
| Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeitenden | ||
| Verwaltung | 2.529 | 2.615 |
| Standortbetrieb | 820 | 869 |
| Forschung | 310 | 341 |
| Logistik | 55 | 66 |
| Vertrieb | 36 | 43 |
| Sonstige | 6 | 74 |
| 3.756 | 4.008 |
Der Rückgang des Personalaufwands resultierte im Wesentlichen aus einer geringeren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.
In den ausgewiesenen Mitarbeitendenzahlen sind die Auszubildenden nicht enthalten. Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 563 (Vorjahr: 561) Auszubildende beschäftigt.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Andere Fremdleistungen und Bezüge | 646,4 | 508,5 |
| Fremdleistungen für Reparaturen | 139,3 | 138,5 |
| Gebühren, Beiträge und Versicherungen | 66,9 | 45,3 |
| Fremdleistungen für Forschung | 18,8 | 15,0 |
| Fremdleistungen für Vertrieb und Werbung | 18,4 | 14,8 |
| Währungskursverluste aus operativer Tätigkeit | 11,8 | 37,2 |
| Sonstige | 14,2 | 61,7 |
| 915,8 | 821,0 |
Die anderen Fremdleistungen und Bezüge beinhalten insbesondere Aufwendungen für IT-Leistungen, Mieten und Pachten sowie Beratungsleistungen. Hierin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen, in Höhe eines geringen dreistelligen Millionenbetrages, für Rückerstattungen von entsprechenden Fremdleistungen an konzerninterne Kunden.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | 1.472,3 | 1.364,1 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 1.000,5 | 1.098,9 |
| Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -283,3 | -260,2 |
| 2.189,5 | 2.202,8 |
| in Mio. € | 2024 | davon verbundene Unternehmen | 2023 | davon verbundene Unternehmen |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17,0 | 8,3 | 42,0 | 13,8 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -726,8 | -649,1 | -742,0 | -674,6 |
| Zinsergebnis | -709,8 | -640,8 | -700,0 | -660,8 |
| Kursdifferenzen aus Finanzierungstätigkeit | 0,0 | - | 0,1 | - |
| Zinsanteil der Zuführung von Pensionsrückstellungen | 24,5 | - | 14,8 | - |
| -685,3 | -640,8 | -685,1 | -660,8 |
Der Zinsanteil der Zuführung von Pensionsrückstellungen errechnet sich aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen (-13,1 Mio. €) saldiert mit den Zinserträgen sowie Marktwertänderungen aus dem Planvermögen (37,6 Mio. €).
Die Aufteilung des Ergebnisses der Merck KGaA zwischen der E. Merck KG und den Kommanditaktionären berechnet sich gemäß §§ 26-30 der Satzung wie folgt:
| in € | |
| Jahresüberschuss der Merck KGaA (vor wechselseitiger Ergebnisabführung) | 993.428.297,70 |
| Zuzüglich Körperschaftsteuer | 2.294.324,71 |
| Basis für die Ermittlung der Ergebnisabführung zwischen Merck KGaA und E. Merck KG | 995.722.622,41 |
| Der Anteil der E. Merck KG am Ergebnis der Merck KGaA beträgt (Anteilsverhältnis: 397.196.314/565.211.242) | 699.733.703,76 |
| in € | |
| Jahresfehlbetrag der E. Merck KG (vor wechselseitiger Ergebnisabführung, bereinigt um die Gewerbeertragsteuer), Basis für die Ermittlung der Ergebnisabführung zwischen E. Merck KG und Merck KGaA | -31.493.058,32 |
| Der Anteil der Merck KGaA am Ergebnis der E. Merck KG beträgt (Anteilsverhältnis: 168.014.928/565.211.242) | -9.361.639,54 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich zusammen aus Gewerbesteuerertrag (42,8 Mio. €), Körperschaftsteueraufwand (2,3 Mio. €) sowie Aufwand für globale Mindeststeuer (4,7 Mio. €). Der periodenfremde Steuerertrag (1,5 Mio. € Körperschaftsteuer und 47,4 Mio. € Gewerbesteuer) resultiert hauptsächlich aus der Veränderung von Risikorückstellungen insbesondere in Bezug auf allgemeine Betriebsprüfungsrisiken und Hinzurechnungssteuerrisiken.
Aus handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich per saldo ein Überhang der aktiven latenten Steuern. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, diesen Aktivüberhang nicht anzusetzen. Wesentliche Unterschiede in den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden bestehen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Im Falle des Ansatzes würde überwiegend ein Steuersatz von 20,25 % zur Anwendung kommen. Bei den Finanzanlagen gilt infolge der besonderen steuerlichen Behandlung nach § 8b Absatz 2 KStG in Verbindung mit § 8b Absatz 5 KStG ein Steuersatz von 1,01 %.
Die Gesetzgebung zur globalen Mindestbesteuerung wurde in Deutschland am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und trat zum 1. Januar 2024 in Kraft. Die Besteuerungsregelungen stellen auf das oberste Mutterunternehmen des Konzerns, die E. Merck Kommanditgesellschaft ab. Aufgrund einer Umlage nach § 3 Absatz 6 MinStG werden im Jahresabschluss der Merck KGaA Ertragsteuern aus der globalen Mindestbesteuerung von 4,7 Mio. € ausgewiesen.
Die Regularien zur globalen Mindestbesteuerung verpflichten Merck für jedes Land, in dem Geschäftseinheiten im Sinne der Gesetzgebung unterhalten werden, den effektiven Steuersatz zu ermitteln und, soweit der ermittelte effektive Steuersatz unterhalb des Mindeststeuersatzes von 15 % liegt, in Höhe der Differenz eine sogenannte Ergänzungssteuer abzuführen. Merck hat im Geschäftsjahr 2024 sämtliche Maßnahmen getroffen, um die sich aus der Gesetzgebung ergebenden Berichtspflichten und steuerlichen Compliance-Vorgaben zu erfüllen.
| in Mio. € | Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Kumulierte Anschaffungskosten zum 01.01.2024 | 517,5 | 51,3 | 568,8 |
| Zugänge | 35,9 | 28,8 | 64,7 |
| Abgänge | -2,0 | - | -2,0 |
| Umbuchungen | 30,1 | -30,1 | - |
| Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2024 | 581,5 | 50,0 | 631,5 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2024 | 380,1 | 7,5 | 387,6 |
| Abschreibungen | 49,9 | 1,4 | 51,3 |
| Abgänge | -0,3 | - | -0,3 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2024 | 429,7 | 8,9 | 438,6 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2024 | 151,8 | 41,1 | 192,9 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2023 / 01.01.2024 | 137,4 | 43,8 | 181,2 |
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und grundsätzlich planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von 2,0 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 0,1 Mio. €).
Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
|
Nutzungsdauer
in Jahren |
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3-15 |
| in Mio. € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2024 | 1.228,3 | 432,0 | 475,0 | 319,0 | 2.454,3 |
| Zugänge | 21,2 | 2,8 | 31,3 | 227,2 | 282,5 |
| Abgänge | -8,3 | -4,2 | -14,6 | -0,7 | -27,8 |
| Umbuchungen | 46,1 | 13,3 | 30,8 | -90,2 | - |
| Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2024 | 1.287,3 | 443,9 | 522,5 | 455,3 | 2.709,0 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2024 | 637,2 | 364,2 | 373,9 | 2,8 | 1.378,1 |
| Abschreibungen | 37,4 | 11,2 | 31,8 | 0,2 | 80,6 |
| Abgänge | -8,1 | -4,1 | -13,2 | - | -25,4 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2024 | 666,5 | 371,3 | 392,5 | 3,0 | 1.433,3 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2024 | 620,8 | 72,6 | 130,0 | 452,3 | 1.275,7 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2023 / 01.01.2024 | 591,2 | 67,8 | 101,1 | 316,2 | 1.076,2 |
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei selbst erstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessener Teile der Gemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens und der Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung ermittelt. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Leistungen werden nicht aktiviert, ebenso werden Zinsen für Fremdkapital nicht berücksichtigt.
Geringwertige abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Nettoeinzelwert von 1.000,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden durchgeführt, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2024 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €).
Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
|
Nutzungsdauer
in Jahren |
|
| Bauten: Produktionsgebäude | 25 |
| Bauten: Verwaltungs- und Sozialgebäude | 33-40 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10-15 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2-20 |
| Anteile an: | Ausleihungen an: | ||||
| in Mio. € | verbundenen Unternehmen | übrigen Beteiligungen | verbundene Unternehmen | Sonstige | Gesamt |
| Kumulierte Anschaffungskosten zum 01.01.2024 | 22.803,8 | 1,5 | - | 4,0 | 22.809,3 |
| Zugänge | 950,0 | - | - | 0,3 | 950,3 |
| Abgänge | -0,1 | -0,9 | - | -0,2 | -1,2 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2024 | 23.753,7 | 0,6 | - | 4,1 | 23.758,4 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2024 | 0,1 | 0,9 | - | 0,8 | 1,8 |
| Abschreibungen | 16,8 | - | - | - | 16,8 |
| Abgänge | - | -0,9 | - | - | -0,9 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2024 | 16,9 | 0,0 | - | 0,8 | 17,7 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2024 | 23.736,8 | 0,6 | - | 3,3 | 23.740,8 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2023 / 01.01.2024 | 22.803,7 | 0,6 | - | 3,2 | 22.807,5 |
Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, angesetzt. Sollten die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird in der Anlage zum Anhang im Abschnitt "Anteilsbesitzliste der Merck KGaA" dargestellt.
| in Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 33,9 | 29,2 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,4 | - |
| 34,3 | 29,2 |
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgt, sofern erforderlich, eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
| in Mio. € | Gesamt 31.12.2024 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2023 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
| Gegen verbundene Unternehmen | 21,1 | - | 42,2 | - |
| Gegen Dritte | 41,6 | - | 19,8 | - |
| 62,7 | - | 61,9 | - |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Transferrisiken - soweit nicht durch Versicherungen abgedeckt - sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.
| in Mio. € | Gesamt 31.12.2024 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2023 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.411,7 | - | 1.310,3 | - |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 286,2 | - | 306,8 | 1,4 |
| - davon Steuerforderungen | 266,6 | - | 267,0 | - |
| 1.697,9 | - | 1.617,0 | 1,4 |
Die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Sofern Ausfall- oder andere Risiken bestehen, sind diese durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. In diesen Posten werden vor allem Forderungen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften, Verrechnungskonten und kurzfristige Darlehen an andere Gesellschaften des Merck-Konzerns, Steuererstattungsansprüche sowie sonstige geleistete Anzahlungen ausgewiesen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten im Wesentlichen Guthaben bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen. Fremdwährungsbeträge sind zum Stichtagskurs bewertet.
Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Rückzahlungs- und niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wird aktiviert und durch planmäßige Abschreibungen über die Laufzeit der Verbindlichkeiten getilgt. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen auf IT-Leistungen.
Als Gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital ausgewiesen. Das Gesamtkapital setzt sich zusammen aus dem in Aktien eingeteilten Grundkapital (§ 5 Absatz 1 der Satzung der Gesellschaft) in Höhe von 168.014.927,60 € und dem von der persönlich haftenden Gesellschafterin E. Merck KG, Emanuel-Merck-Platz 1, 64293 Darmstadt, gehaltenen Kapitalanteil (§ 8 Absatz 1 der Satzung der Gesellschaft) in Höhe von 397.196.314,35 €. Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 129.242.251 Aktien sowie eine Namensaktie eingeteilt. Der rechnerische Wert einer Aktie beträgt 1,30 €. Die Geschäftsleitung ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der E. Merck KG, das Grundkapital bis zum 21. April 2027 (einschließlich) um bis zu insgesamt 56.521.124,19 € durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen (nachfolgend: "Genehmigtes Kapital 2022"). Den Kommanditaktionären ist grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren. Die Geschäftsleitung wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre nach näherer Maßgabe der folgenden Bestimmungen ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals auszuschließen:
| ― |
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gemäß oder entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen anteiligen Betrag von insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2022. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 aufgrund einer Ermächtigung zur Ausgabe neuer oder Veräußerung eigener Aktien in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben beziehungsweise veräußert werden. Weiterhin ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Kommanditaktionäre in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― |
zur Durchführung des der E. Merck KG in § 32 Absatz 3 der Satzung der Gesellschaft gewährten Rechts auf Beteiligung an einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Aktien oder von frei übertragbaren Rechten auf Bezug von Kommanditaktien; |
| ― |
zur Durchführung des der E. Merck KG in § 33 der Satzung der Gesellschaft gewährten Rechts auf vollständige oder teilweise Umwandlung des Kapitalanteils in Grundkapital; |
| ― |
wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern beziehungsweise Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder den Inhabern beziehungsweise Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Finanzierungsinstrumenten, die von der Gesellschaft oder von einem in- oder ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte beziehungsweise nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde; |
| ― |
zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung entstehenden Spitzenbeträgen. |
Die Summe der Aktien, die aufgrund des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Kommanditaktionäre ausgegeben werden, darf unter Berücksichtigung sonstiger Aktien der Gesellschaft, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert beziehungsweise ausgegeben werden beziehungsweise aufgrund von nach dem 22. April 2022 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Schuldverschreibungen auszugeben sind, einen anteiligen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bestimmungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Kommanditaktionären auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 5 AktG gewährt werden. Die Geschäftsleitung wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 5 Absatz 3 der Satzung entsprechend der Ausgabe neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2022 und, falls das Genehmigte Kapital 2022 bis zum 21. April 2027 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen.
Das Grundkapital ist um bis zu 66.406.298,40 €, eingeteilt in 51.081.768 Aktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die E. Merck KG zur Erfüllung ihres Rechts auf Umwandlung des Kapitalanteils in Aktien nach § 33 der Satzung der Gesellschaft. Die Aktien sind gewinnberechtigt ab dem Beginn des auf die Erklärung des Umwandlungsverlangens folgenden Geschäftsjahrs. Das Grundkapital ist um bis zu 16.801.491,20 €, eingeteilt in bis zu 12.924.224 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- und Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Optionsanleihen, Optionsgenussscheinen, Optionsgewinnschuldverschreibungen, Wandelanleihen, Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Geschäftsleitung durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. April 2023 bis zum 27. April 2028 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann die Geschäftsleitung mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hierfür und auch abweichend von § 60 Absatz 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Die Geschäftsleitung ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der E. Merck KG die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
| in Mio. € | 01.01.2024 | Kapitalverhältnisse 01.01.2024 | Ausschüttung Dividende 2024 | Jahresüberschuss 2024 | Einlage in den Gewinnvortrag |
| Grundkapital | 168,0 | (29,726 %) | - | - | - |
| Komplementärkapital E. Merck KG | 397,2 | (70,274 %) | - | - | - |
| Gesamtkapital | 565,2 | (100 %) | - | - | - |
| Kapitalrücklage | 3.813,7 | - | - | - | |
| Andere Gewinnrücklagen | 701,6 | - | - | - | |
| Gewinnvortrag E. Merck KG | 81,3 | - | - | - | |
| Bilanzgewinn Kommanditaktionäre | 318,7 | -284,3 | 284,3 | - | |
| Gesamt | 5.480,6 | -284,3 | 284,3 | - |
| in Mio. € | 31.12.2024 | Ausschüttung Dividende (Vorschlag) | voraussichtlicher Stand: 25.04.2025 | voraussichtliche Kapitalverhältnisse 25.04.2025 |
| Grundkapital | 168,0 | - | 168,0 | (29,726 %) |
| Komplementärkapital E. Merck KG | 397,2 | - | 397,2 | (70,274 %) |
| Gesamtkapital | 565,2 | - | 565,2 | (100 %) |
| Kapitalrücklage | 3.813,7 | - | 3.813,7 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 701,6 | - | 701,6 | |
| Gewinnvortrag E. Merck KG | 81,3 | - | 81,3 | |
| Bilanzgewinn Kommanditaktionäre | 318,7 | -284,3 | 34,4 | |
| Gesamt | 5.480,6 | -284,3 | 5.196,3 |
Die persönlich haftenden Gesellschafter und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 318,7 Mio. € eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten. Dies entspricht bei dem derzeitigen Grundkapital einem Ausschüttungsbetrag in Höhe von 284,3 Mio. €. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 34,4 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Diese sind in Höhe des nach kaufmännischer Vorsicht erforderlichen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung etwaiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beziehungsweise zehn Jahre bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen abgezinst.
| in Mio. € | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2 | Rückstellungen für Steuerverpflichtungen |
| Stand 01.01.2024 | 1.414,9 | 259,4 |
| Verbrauch 1 | -79,1 | - |
| Auflösung | - | -56,3 |
| Zuführung | -23,3 | 40,2 |
| Stand 31.12.2024 | 1.312,5 | 243,3 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||
| in Mio. € | Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen | Verpflichtungen aus Personalaufwand | Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen | übrige Rückstellungen |
| Stand 01.01.2024 | 149,6 | 93,5 | 106,9 | 174,0 |
| Verbrauch 1 | -4,4 | -61,2 | -96,8 | -58,1 |
| Auflösung | -3,6 | -3,0 | -2,8 | -47,4 |
| Zuführung | 15,8 | 74,9 | 145,6 | 28,0 |
| Stand 31.12.2024 | 157,4 | 104,2 | 152,9 | 96,5 |
| in Mio. € | Gesamt |
| Stand 01.01.2024 | 2.198,3 |
| Verbrauch 1 | -299,6 |
| Auflösung | -113,1 |
| Zuführung | 281,2 |
| Stand 31.12.2024 | 2.066,8 |
Die Pensionsrückstellungen basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen. Die Bewertung erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Der Ermittlung der handelsrechtlichen Werte liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Diskontierungszins wurde mit einem Zehnjahresdurchschnitt von 1,90 % (Vorjahr: 1,83 %) entsprechend der Vorgabe der Deutschen Bundesbank bestimmt. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag, der sich im Jahr 2016 aus der Umstellung von einem Siebenjahresdurchschnitt- auf einen Zehnjahresdurchschnitt-Diskontierungszins ergeben hat, beläuft sich zum Bilanzstichtag auf -23,6 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Die Funktion der gesetzlichen Ausschüttungssperre nach § 253 Absatz 6 HGB entfällt aufgrund des im Geschäftsjahr 2024 angefallenen negativen Unterschiedsbetrags. Der Rententrend von 2,15 % für vor 2005 gewährte Pensionszusagen ist unverändert zum Vorjahr. Aufgrund der aktuellen Tarifabschlüsse wurde der Gehaltstrend der tariflichen Mitarbeitenden auf 3,00 % (Vorjahr: 2,75 %) angehoben. Analog zum Vorjahr wird für nicht zur Anpassung anstehende Rentnerkohorten die seit der letzten Rentenanpassung aufgelaufene Inflation als Aufschlag auf die Rentenhöhe berücksichtigt. Wesentliche weitere Parameter sind, unverändert zum Vorjahr, ein Gehaltstrend von 3,00 % für außertarifliche Mitarbeitende sowie ein Rententrend von 1,00 % für Zusagen gemäß Pensionsplan 2005 und Folgeplänen.
Zur Sicherung künftiger Pensionsansprüche der Mitarbeitenden hat die Merck KGaA in Vorjahren bei dem Merck Pensionstreuhand e. V. auf der Grundlage eines Treuhandvertrags und nach Berücksichtigung der teilweisen Übertragung an andere Konzerngesellschaften ihm zustehende Einzahlungen von einmalig 480,4 Mio. € (Vorjahr: 480,6 Mio. €) getätigt. Diese Einlagen qualifizieren als Planvermögen, das gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen aus Pensionen zu verrechnen ist. Das Planvermögen, das im Wesentlichen aus börsennotierten Wertpapieren besteht und zum aktuellen Marktwert bewertet wurde, hatte zum 31. Dezember 2024 einen Marktwert in Höhe von 665,8 Mio. € (Vorjahr: 628,7 Mio. €) und wurde in voller Höhe mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die positive Marktwertänderung in Höhe von 37,1 Mio. € (Vorjahr: 36,5 Mio. €) wurde unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit dem Zinsaufwand aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen verrechnet ausgewiesen. Gemäß § 268 Absatz 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 185,4 Mio. € (Vorjahr: 148,3 Mio. €). Der Erfüllungsbetrag der bilanzierten Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1.978,3 Mio. € (Vorjahr: 2.043,5 Mio. €).
Die Merck KGaA hat, für ab dem 1. Januar 2021 neu eingetretene Mitarbeitende, einen neuen Pensionsplan (PP 2021) eingeführt. Zur Ausfinanzierung und Sicherung werden die regelmäßigen Einzahlungen auf Basis eines Treuhandvertrags auf einen Trust übertragen und angelegt. Dieser Trust (Planvermögen) wird gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen aus Pensionen verrechnet. Die Pensionsverpflichtungen betragen 7,5 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €), die Anschaffungskosten des mit der Verpflichtung verrechneten Planvermögens belaufen sich auf 6,8 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €). Dieses Planvermögen, das im Wesentlichen aus börsennotierten Wertpapieren besteht und zum aktuellen Marktwert bewertet wurde, hatte zum 31. Dezember 2024 einen Marktwert von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €). Die positive Marktwertänderung des Planvermögens in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) wurde unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit dem Zinsaufwand aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen verrechnet ausgewiesen. Gemäß § 268 Absatz 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).
Die von der Ausschüttung gesperrten Beträge sind grundsätzlich durch andere frei verfügbare Gewinnrücklagen gedeckt.
Die Zuführung zu den Steuerverpflichtungen umfasst Steuern für Vorjahre sowie für ungewisse Steuerverpflichtungen. Ungewisse Steuerverpflichtungen können daraus resultieren, dass Finanzbehörden bei der Anwendung und Auslegung von steuerlichen Regelungen abweichende Interpretationen von Sachverhalten vornehmen.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden nach erfolgter Betriebsprüfung Rückstellungen für Steuerrisiken in Höhe von 56,3 Mio. € aufgelöst (vergleiche Kapitel "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag").
Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen decken erwartete Aufwendungen für die Sanierung belasteter Standorte sowie für Maßnahmen zur Beseitigung von Umweltbeeinträchtigungen an bestehenden Produktionsoder Lagereinrichtungen und ähnliche Rückbaumaßnahmen ab.
Die Verpflichtungen aus Personalaufwand enthalten Rückstellungen für Boni, Jubiläen sowie Urlaubs- und Zeitarbeitsguthaben in Höhe von 79,5 Mio. € (Vorjahr: 64,8 Mio. €). Die Rückstellungen für Jubiläen beruhen auf versicherungsmathematischen Berechnungen.
Auf Basis des Tarifvertrags "Lebensarbeitszeit und Demografie Chemie" vom 16. April 2008 wurde ein Demografiefonds, der im Wesentlichen aus börsennotierten Wertpapieren besteht und zum aktuellen Marktwert bewertet wurde, für alle Mitarbeitenden gebildet. In diesen erfolgen regelmäßig Einzahlungen, die bei einem Trust auf der Grundlage eines Treuhandvertrags angelegt werden. Die entsprechenden Rückstellungen und die zugehörigen Forderungen gegen den Trust aus den angelegten Mitteln (Planvermögen) werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB miteinander verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betrugen 98,9 Mio. € (Vorjahr: 84,2 Mio. €), der Marktwert beträgt 104,6 Mio. € (Vorjahr: 85,9 Mio. €). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf 104,6 Mio. € (Vorjahr: 85,9 Mio. €). Weitere hier ausgewiesene Verpflichtungen in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 10,2 Mio. €) betrafen Ansprüche der Mitarbeitenden auf Urlaub im Rahmen der künftigen Inanspruchnahme der Langzeitkonten.
Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, von denen im Geschäftsjahr 16,6 Mio. € aufgelöst wurden, sowie Rückstellungen für ein Effizienzprogramm zur stetigen Verbesserung der Prozesse und zur geschäftsnäheren Ausrichtung der Konzernfunktionen, von denen im Geschäftsjahr 27,3 Mio. € aufgelöst wurden.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt, Renten- und Ratenverbindlichkeiten zum Barwert. Neben den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten bestehen keine Besicherungen.
| in Mio. € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt 31.12.2024 | Gesamt 31.12.2023 |
| Anleihen | - | 2.275,6 | - | 2.275,6 | 2.475,6 |
| - | 2.275,6 | - | 2.275,6 | 2.475,6 |
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 zur Finanzierung der Sigma-Aldrich-Akquisition Hybridanleihen über 1.500,0 Mio. € mit einer Laufzeit von 60 Jahren begeben. Auch für die letzte Tranche über 500,0 Mio. € wurde die vorzeitige Rückzahlungsoption genutzt und die Anleihe im Dezember 2024 vollständig zurückgezahlt.
Zur Finanzierung der Akquisition von Versum Materials, Inc., USA, hat die Gesellschaft im Juni 2019 weitere Hybridanleihen über insgesamt 1.500,0 Mio. € mit Laufzeiten von 60 Jahren begeben. Die erste Tranche in Höhe von 500,0 Mio. € wurde mit 1,625 % verzinst und durch die Nutzung der vorzeitigen Rückzahlungsoption ebenso im Dezember 2024 zurückgezahlt. Die zweite Tranche in Höhe von 1.000,0 Mio. € hat eine Verzinsung von 2,875 % mit der Option der vorzeitigen Rückzahlung nach zehn Jahren. Von dieser zweiten Tranche wurde im September 2022 ein Teilrückkauf in Höhe von 249,4 Mio. € durchgeführt. Ein weiterer Teilrückkauf über 116,7 Mio. € fand im November 2023 statt.
Im September 2020 hat die Merck KGaA eine Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 1.000,0 Mio. € zur Refinanzierung begeben. Diese hat eine Laufzeit von 60 Jahren, kann im September 2026 vorzeitig getilgt werden und hat einen Nominalzinssatz von 1,625 %. Von dieser Anleihe wurde im November 2023 ein Teilrückkauf über 158,3 Mio. € durchgeführt.
Zuletzt hat die Merck KGaA im August 2024 eine Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 800,0 Mio. € zur Refinanzierung begeben. Diese hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann im November 2029 vorzeitig getilgt werden. Sie hat einen Nominalzinssatz von 3,875 %.
Die Gesellschaft beabsichtigt alle begebenen Hybridanleihen mit dem frühestmöglichen Kündigungsdatum zurückzuzahlen.
| in Mio. € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Gegenüber Dritten | 154,8 | - | - | 154,8 | 152,4 |
| 154,8 | - | - | 154,8 | 152,4 |
Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 151,8 Mio. €.
| in Mio. € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Gegenüber verbundenen Unternehmen | 17.060,5 | - | - | 17.060,5 | 15.497,2 |
| - davon gegenüber der Gesellschafterin E. Merck KG | (713,8) | - | - | (713,8) | (694,3) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 40,5 | - | - | 40,5 | 36,9 |
| - davon Steuerverbindlichkeiten | (6,8) | - | - | (6,8) | (17,7) |
| - davon Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | - | - | - | - | (0,1) |
| 17.101,0 | - | - | 17.101,0 | 15.534,1 |
Wie auch im Vorjahr haben alle anderen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit 11,9 Mrd. € kurzfristige Darlehen sowie in Höhe von 4,0 Mrd. € Verbindlichkeiten des laufenden Verrechnungskontos gegenüber der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt.
| in Mio. € | 31.12.2024 | davon zugunsten verbundener Unternehmen | 31.12.2023 | davon zugunsten verbundener Unternehmen |
| Bürgschaften | 5.902,2 | 5.796,2 | 5.739,5 | 5.739,5 |
| 5.902,2 | 5.796,2 | 5.739,5 | 5.739,5 |
Um die Konzernfinanzierungstätigkeit der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, vollumfänglich zu gewährleisten, hat die Merck KGaA Garantien für die Merck Financial Services GmbH gegenüber unseren Konzern finanzierenden Finanzpartnern gegeben. Art und Umfang richten sich nach den tatsächlichen von der Merck Financial Services GmbH eingegangenen Finanzverpflichtungen. Zudem bestehen Patronatserklärungen in Form von Ausstattungsverpflichtungen gegenüber mittelbaren Tochterunternehmen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird aufgrund der guten Bonität des Merck-Konzerns als sehr gering eingeschätzt. Die Bürgschaften beinhalten Garantien in Höhe von 1,6 Mrd. US$ (USD), das entspricht 1,54 Mrd. €, für die EMD Finance LLC, USA, sowie in Höhe von 3,9 Mrd. € für die Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, die hauptsächlich im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Sigma-Aldrich und Versum Materials stehen.
| in Mio. € | 31.12.2024 | davon zugunsten verbundener Unternehmen | 31.12.2023 | davon zugunsten verbundener Unternehmen |
| Bestellobligo | 194,0 | - | 390,7 | - |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 14,9 | - | 16,7 | - |
| Abnahmeverpflichtungen aus Bestellungen | 41,2 | - | 52,4 | - |
| 250,1 | - | 459,8 | - |
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde auf unserer Website veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.
Wir setzen derivative Finanzinstrumente aktuell ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken ein, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken zu begrenzen. Als Instrumente nutzen wir hierzu marktgängige Devisentermingeschäfte und -optionen. Im Geschäftsjahr wurde, anders als im Vorjahr, auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet, da das Volumen der abgesicherten Grundgeschäfte signifikant zurückgegangen ist. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden nun getrennt und imparitätisch bewertet. Diese geänderte Vorgehensweise wird aufgrund der geringen Relevanz entsprechender Geschäfte auch in den Folgejahren fortgeführt. Die Auswirkung der Bilanzierungsänderung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind unwesentlich.
Der Einsatz solcher Derivate ist durch Richtlinien geregelt. Die Abschlüsse derivativer Geschäfte unterliegen einer ständigen Risikokontrolle. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt und wird von unserer internen Revision überwacht. Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Kontrahenten guter Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt.
Zum Bilanzstichtag befanden sich folgende derivativen Finanzinstrumente im Bestand:
| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
| in Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Devisentermingeschäfte | 54,6 | 178,2 | 0,4 | -0,5 |
| - davon operativ | (54,6) | (178,2) | (0,4) | (-0,5) |
| 54,6 | 178,2 | 0,4 | -0,5 | |
| in Mio. € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2024 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2023 |
| Devisentermingeschäfte | 54,6 | - | 54,6 | 178,2 | - | 178,2 |
| 54,6 | - | 54,6 | 178,2 | - | 178,2 |
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte, welche bis März 2025 fällig sind. Unter der Bezeichnung "davon operativ" sind grundsätzlich die derivativen Positionen zur Absicherung künftiger wahrscheinlicher Zahlungsströme, im Wesentlichen erwartete künftige Umsätze, sowie in der Bilanz ausgewiesene Forderungen und Schulden gegenüber Dritten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag wurden überwiegend bilanziell erfasste Verpflichtungen gegen Wechselkursrisiken abgesichert. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand anerkannter mathematischer Bewertungsverfahren auf Basis von einem Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten oder auf quotierten Preisen.
Die negativen Marktwerte wurden als Drohverlustrückstellung unter den übrigen Rückstellungen erfasst.
Die E. Merck Kommanditgesellschaft (E. Merck KG) stellt gemäß den Vorschriften des Publizitätsgesetzes innerhalb des Merck-Konzerns als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, der die Merck KGaA und ihre Tochterunternehmen einschließt. Die das operative Geschäft des Merck-Konzerns führende Merck KGaA stellt innerhalb des Konzerns den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2024 sind unter www.unternehmensregister.de abrufbar.
Die Informationen, die zum Wertpapierhandelsgesetz und zur Geschäftsleitung beziehungsweise zum Aufsichtsrat im Anhang der Gesellschaft zu veröffentlichen sind, werden in der Anlage zum Anhang in den nachfolgenden Abschnitten "Mitglieder der Geschäftsleitung der Merck KGaA", "Mitglieder des Aufsichtsrats der Merck KGaA" sowie "Angaben gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 AktG" dargestellt.
Die Bezüge der Geschäftsleitung der Merck KGaA werden grundsätzlich vom Komplementär E. Merck KG getragen.
| in Mio. € | 2024 | 2023 |
| Fixe Vergütung | 6,3 | 6,3 |
| Variable Vergütung | 18,2 | 18,5 |
| Nebenleistungen 1 | 0,8 | 0,2 |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 25,3 | 25,6 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 2,4 | 2,6 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,2 | 0,7 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 4,4 | 3,8 |
| Gesamtbetrag der Vergütungen | 32,3 | 32,7 |
Die an Mitglieder der Geschäftsleitung gewährten Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 a) HGB beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 29,8 Mio. € (Vorjahr: 30,1 Mio. €).
Zahlungen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung und ihre Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB erfolgten als Pensionszahlungen, im Rahmen der Gewinnbeteiligung und des Long-Term Incentive Plan sowie als Karenzentschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 18,3 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €). Die in der E. Merck KG bestehenden Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen betrugen zum 31. Dezember 2024 121,5 Mio. € (31. Dezember 2023: 123,8 Mio. €).
Die Bezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 1.536,7 Tsd. € (Vorjahr: 960,6 Tsd. €) setzten sich aus 1.163,1 Tsd. € (Vorjahr: 807,7 Tsd. €) fixen Bestandteilen und 108,5 Tsd. € (Vorjahr: 57,8 Tsd. €) Sitzungsgeld sowie 265,1 Tsd. € (Vorjahr: 95,1 Tsd. €) Ausschussvergütungen zusammen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten ebenso wie im Vorjahr keine Zahlungen an ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats.
Von der Gesellschaft haben die Mitglieder der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2024 ebenso wie im Vorjahr keine Vorschüsse oder Kredite erhalten. Auch wurden zugunsten dieser Personen im Geschäftsjahr 2024 ebenso wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Die Angaben zum Prüferhonorar werden im Konzernabschluss der Merck KGaA dargestellt. Zusätzlich zur Abschlussprüfung wurden vom Abschlussprüfer sonstige Bestätigungsleistungen für die Gesellschaft erbracht und betrafen im Wesentlichen die Prüfung der (Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung sowie die freiwillige Prüfung im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung der Geschäftseinheit Surface Solutions.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem den Kommanditaktionären zustehenden Bilanzgewinn in Höhe von 318.714.622,70 € (siehe Erläuterungen zu Abschnitt 18), eine Dividende von 2,20 € je Stückaktie auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2024 ergibt sich auf Grundlage des derzeitigen Grundkapitals ein Ausschüttungsbetrag in Höhe von 284.332.954,40 €. Es wird ferner vorgeschlagen, den verbleibenden Teil des Bilanzgewinns der Kommanditaktionäre in Höhe von 34.381.668,30 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Darmstadt, 17. Februar 2025
Belén Garijo
Kai Beckmann
Peter Guenter
Matthias Heinzel
Helene von Roeder
Angaben zu Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (§ 285 Nummer 10 HGB in Verbindung mit § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG).
| Mitglieder |
Mitgliedschaften zum 31.12.2024
in |
| (a) gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und | |
| (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | |
| Belén Garijo | (b) • Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A., Bilbao, Spanien (börsennotiert) |
| Frankfurt am Main, Vorsitzende | |
| Kai Beckmann | (a) • Bundesdruckerei GmbH, Berlin, Deutschland (nicht börsennotiert) |
| Darmstadt, CEO Electronics | • Bundesdruckerei Gruppe GmbH, Berlin, Deutschland (nicht börsennotiert) |
| Peter Guenter | (b) • Galapagos N.V., Mechelen, Belgien (börsennotiert) |
| Berlin, CEO Healthcare | • Zentiva Group a.s., Prag, Tschechische Republik (nicht börsennotiert) |
| Matthias Heinzel | Keine Mandate |
| Weinheim, CEO Life Science | |
| Helene von Roeder | Keine Mandate |
| Frankfurt am Main, Chief Financial Officer |
Der Aufsichtsrat hat 16 Mitglieder. Im Geschäftsjahr 2024 setzte sich der Aufsichtsrat bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 26. April 2024 wie folgt zusammen:
| Mitglieder |
Mitgliedschaften zum 26. April 2024
in |
Mitglied des Aufsichtsrats seit | Sitzungsteilnahme |
| (a) anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und | |||
| (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | |||
| Wolfgang Büchele | (a) • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | 01.07.2009 bis 12.02.2024 | 1/1 |
| (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | (nicht börsennotiert) | ||
| bis zum 12. Februar 2024 Römerberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Exyte GmbH, Stuttgart | • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | ||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | (Vorsitzender) (nicht börsennotiert) | ||
| • Gelita AG, Eberbach, Deutschland (Vorsitzender) | |||
| (nicht börsennotiert) (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| • KNDS NV, Amsterdam, Niederlande | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| • Wegmann Unternehmens-Holding GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck, Deutschland (Vorsitzender) | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| Sascha Held | Keine Mandate | 26.04.2019 | 2/2 |
| (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) | |||
| Riedstadt, Application Consultant (derzeit freigestelltes Mitglied und Vorsitzender des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Birgit Biermann | (a) • Adidas AG, Herzogenaurach, Deutschland (börsennotiert) | 14.07.2022 | 2/2 |
| Bochum, stellvertretende Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Hannover | |||
| Gabriele Eismann | Keine Mandate | 09.05.2014 | 2/2 |
| Seeheim-Jugenheim, Senior Product Manager (derzeit freigestelltes Mitglied des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Jürgen Glaser | (b) • Merck BKK, Darmstadt, Deutschland (nicht börsennotiert) (a) • SIRONA Dental Systems GmbH, Wals, Österreich (nicht börsennotiert) | 26.04.2019 | 2/2 |
| Bingen, ehemaliger Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Darmstadt | |||
| Michael Kleinemeier | (a) • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (Vorsitzender) | 26.04.2019 | 2/2 |
| (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | (nicht börsennotiert) (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 | ||
| seit dem 13. Februar 2024 | (nicht börsennotiert) | ||
| Heidelberg, Geschäftsführer der e-mobiligence GmbH, Heidelberg (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | • SRH Holding (SdbR), Heidelberg | ||
| (nicht börsennotiert) | |||
| Renate Koehler | Keine Mandate | 26.04.2019 | 2/2 |
| Darmstadt, Apothekerin und bis 02.01.2024 | |||
| Leiterin Engel-Apotheke, Darmstadt (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | |||
| Barbara Lambert | (a) • Deutsche Börse AG, Eschborn, Deutschland | 11.08.2023 | 2/2 |
| Givrins (Schweiz), Aufsichts- und Verwaltungsrätin | (börsennotiert) | ||
| (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | (b) • Implenia AG, Opfikon, Schweiz | ||
| (börsennotiert) | |||
| • UBS Switzerland AG, Zürich, Schweiz | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| Anne Lange | Keine Mandate | 26.04.2019 | 2/2 |
| Riedstadt, Anwendungstechnikerin | |||
| (derzeit freigestelltes Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Peter Emanuel Merck 2 | Keine Mandate | 26.04.2019 | 2/2 |
| Hamburg, Geschäftsführender Gesellschafter Golf-Lounge GmbH, Hamburg | |||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | |||
| Dietmar Oeter | Keine Mandate | 09.05.2014 | 2/2 |
| Seeheim-Jugenheim, Leiter Corporate Quality Assurance | |||
| Alexander Putz | (a) • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | 28.05.2020 | 2/2 |
| Michelstadt, Chemielaborant | (nicht börsennotiert) | ||
| (derzeit freigestelltes Mitglied des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Christian Raabe | Keine Mandate | 26.04.2019 | 2/2 |
| Höchst, IT Business Partner Darmstadt Site | |||
| Helga Rübsamen-Schaeff | (a) • Merck Healthcare KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | 09.05.2014 | 1/2 |
| Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats der AiCuris Anti-Infective Cures AG, Wuppertal | (Vorsitzende) (nicht börsennotiert) | ||
| (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | ||
| (nicht börsennotiert) | |||
| • AiCuris Anti-Infective Cures AG, Wuppertal, Deutschland | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| • 4SC AG, Martinsried, Deutschland (börsennotiert) (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| Daniel Thelen | (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 | 26.04.2019 | 2/2 |
| Köln, Programm Manager Infrastruktur, DB InfraGO AG, Frankfurt am Main | (nicht börsennotiert) | ||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | |||
| Simon Thelen 2 | (a) • Merck Healthcare KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | 26.04.2019 | 2/2 |
| Köln, Mitglied des Vorstands der E. Merck KG, Hochschullehrer und Arzt | (nicht börsennotiert) | ||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | ||
| (nicht börsennotiert) | |||
| • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 | |||
| (nicht börsennotiert) | |||
| (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 | |||
| (nicht börsennotiert) |
2 Entsandte Mitglieder gemäß § 6
Abs. 5 der Satzung der Merck KGaA.
Mit Ablauf der Hauptversammlung vom 26. April 2024 setzt sich der Aufsichtsrat nunmehr wie folgt zusammen:
| Mitglieder |
Mitgliedschaften zum 31. Dezember 2024
in |
Mitglied des Aufsichtsrats seit | Sitzungsteilnahme |
| (a) anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und | |||
| (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | |||
| Michael Kleinemeier | (a) • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (Vorsitzender) (nicht börsennotiert) | 26.04.2019 | 6/6 |
| (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | ||
| Heidelberg, Geschäftsführer der e-mobiligence GmbH, Heidelberg (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | ||
| • SRH Holding (SdbR), Heidelberg (nicht börsennotiert) | |||
| Sascha Held | Keine Mandate | 26.04.2019 | 6/6 |
| (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) | |||
| Riedstadt, Application Consultant (derzeit freigestelltes Mitglied und Vorsitzender des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Birgit Biermann | (a) • Adidas AG, Herzogenaurach, Deutschland (börsennotiert) | 14.07.2022 | 6/6 |
| Bochum, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Hannover | (b) • DGB Rechtsschutz GmbH, Düsseldorf (nicht börsennotiert) | ||
| Katja Garcia Vila | Keine Mandate | 26.04.2024 | 6/6 |
| Hannover, Diplom-Betriebswirtin (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | |||
| Carla Kriwet | Keine Mandate | 26.04.2024 | 6/6 |
| München, Aufsichtsratsrätin und Beraterin (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | |||
| Barbara Lambert | (a) • Deutsche Börse AG, Eschborn, Deutschland (börsennotiert) | 11.08.2023 | 5/6 |
| Givrins (Schweiz), Aufsichts- und Verwaltungsrätin (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | (b) • Implenia AG, Opfikon, Schweiz (börsennotiert) | ||
| • UBS Switzerland AG, Zürich, Schweiz (nicht börsennotiert) | |||
| Anne Lange | Keine Mandate | 26.04.2019 | 6/6 |
| Riedstadt, Anwendungstechnikerin (derzeit freigestelltes Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Dietmar Oeter | Keine Mandate | 09.05.2014 | 6/6 |
| Seeheim-Jugenheim, Leiter Corporate Quality Assurance | |||
| Stefan Palzer | Keine Mandate | 26.04.2024 | 6/6 |
| Lausanne (Schweiz), Vorstand Innovation, Technology, Forschung und Entwicklung; Mitglied der Konzernleitung der Nestlé S.A., Schweiz (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | |||
| Alexander Putz | (a) • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | 28.05.2020 | 4/6 |
| Michelstadt, Chemielaborant (derzeit freigestelltes Mitglied des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Christian Raabe | Keine Mandate | 26.04.2019 | 6/6 |
| Höchst, IT Business Partner Darmstadt Site | |||
| Michael Reinhart | (a) • Merck Healthcare KGaA, Darmstadt, Deutschland (nicht börsennotiert) | 26.04.2024 | 5/6 |
| Kleinostheim, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Darmstadt | |||
| Susanne Schaffert | 26.04.2024 | 6/6 | |
| Neumarkt, Aufsichtsratsmitglied und selbstständige Beraterin | a) • Merck Healthcare KGaA, Darmstadt, Deutschland (Vorsitzende) (nicht börsennotiert) | ||
| (unabhängige Vertreterin der Anteilseigner) | • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland (nicht börsennotiert) | ||
| (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | |||
| • ARTBio Inc., USA (nicht börsennotiert) | |||
| • Galapagos AG, Belgien (börsennotiert) | |||
| • Incyte Corporation, USA (börsennotiert) | |||
| • Novo Holding, Dänemark (nicht börsennotiert) | |||
| • Vetter Holding GmbH & Co. KG, Deutschland (nicht börsennotiert) | |||
| Sandra Schwebke | Keine Mandate | 26.04.2024 | 5/6 |
| Griesheim, Diplom-Biologin | |||
| (derzeit freigestelltes Mitglied des Gemeinschaftsbetriebsrats Merck) | |||
| Daniel Thelen 2 | (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | 26.04.2019 | 5/6 |
| Köln, Leiter kaufmännisches Projektmanagement Generalsanierung West, DB InfraGO AG, Frankfurt am Main | |||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | |||
| Simon Thelen 2 | (a) • Merck Healthcare KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | 26.04.2019 | 6/6 |
| Köln, Mitglied des Vorstands der E. Merck KG, Hochschullehrer und Arzt | • Merck Life Science KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | ||
| (unabhängiger Vertreter der Anteilseigner) | • Merck Electronics KGaA, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) | ||
| (b) • E. Merck KG, Darmstadt, Deutschland 1 (nicht börsennotiert) |
2 Entsandte Mitglieder gemäß § 6
Abs. 5 der Satzung der Merck KGaA.
Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der Gesellschaft wurde bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (die Anzahl der Aktien beziehungsweise die erreichte Beteiligung in Prozent ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an Merck entnommen und ist daher zwischenzeitlich gegebenenfalls überholt):
Die BlackRock, Inc., Wilmington, Delaware, USA, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 1. Oktober 2024 7,65 % betrug. 7,57 % dieser Stimmrechte (entsprechend 9.787.904 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc., gemäß § 34 WpHG zuzurechnen. 0,01 % dieser Stimmrechte (entsprechend 6.920 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc., als Instrumente im Sinne des § 38 Absatz 1 Nummer 1 WpHG (Lent Securities) zuzurechnen. 0,07 % dieser Stimmrechte (entsprechend 95.270 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc., als Instrumente im Sinne des § 38 Absatz 1 Nummer 2 WpHG (Contract for Difference) zuzurechnen.
Am 17. Juli 2015 wurde uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG das Folgende mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Global Investments Inc., Toronto, Ontario, Kanada, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 16. Juli 2015 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,91 % (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten). 4,91 % der Stimmrechte (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten) werden der Gesellschaft gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit § 22 Absatz 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 1
Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Assurance Company of Canada - U.S. Operations Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 16. Juli 2015 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,91 % (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten). 4,91 % der Stimmrechte (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten) werden der Gesellschaft gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit § 22 Absatz 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 1
Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Financial (U.S.) Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 16. Juli 2015 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,91 % (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten). 4,91 % der Stimmrechte (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten) werden der Gesellschaft gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit § 22 Absatz 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 1
Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC, Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 16. Juli 2015 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,91 % (entsprechend 6.342.586
Stimmrechten). 4,91 % der Stimmrechte (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten) werden der Gesellschaft gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit § 22 Absatz 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 1
Der Stimmrechtsanteil der Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings, Inc., Boston, Massachusetts, USA, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 16. Juli 2015 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 4,91 % (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten). 4,91 % der Stimmrechte (entsprechend 6.342.586 Stimmrechten) werden der Gesellschaft gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit § 22 Absatz 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 1
Die Massachusetts Financial Services Company, Boston, Massachusetts, USA, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 21. April 2023 durch Erwerb von Aktien die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 5,06 % beträgt. 5,06 % dieser Stimmrechte (entsprechend 6.536.955 Stimmrechten) werden der Massachusetts Financial Services Company gemäß § 34 WpHG zugerechnet.
Die Amundi S.A., Paris, Frankreich, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 20. Mai 2024 durch Erwerb von Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,12 % beträgt.
3,11 % dieser Stimmrechte (entsprechend 4.015.726 Stimmrechten) werden Amundi S.A., Paris, Frankreich, gemäß § 34 WpHG zugerechnet. 0,01 % dieser Stimmrechte (entsprechend 13.000 Stimmrechten) werden der Amundi S.A., als Instrumente im Sinne des § 38 Absatz 1 Nummer 1 WpHG (Lent Securities) zugerechnet.
Die FMR LLC, Wilmington, Delaware, USA, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 19. September 2022 durch Erwerb von Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,02 % beträgt. 3,02 % dieser Stimmrechte (entsprechend 3.902.150 Stimmrechten) werden der FMR LLC gemäß § 34 WpHG zugerechnet.
Die DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 21. Juli 2023 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,95 % beträgt. 2,95 % dieser Stimmrechte (entsprechend 3.806.894 Stimmrechten) werden der DWS Investment GmbH gemäß § 34 WpHG zugerechnet.
Der Stimmrechtsanteil der FMR LLC, Wilmington, Delaware, USA, an der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, hat am 23. Januar 2025 durch den Verkauf von Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,99 %. 2,99 % dieser Stimmrechte (entsprechend 3.864.584 Stimmrechten) werden der FMR LLC gemäß § 34 WpHG zugerechnet.
|
in
Mio. € |
||||||
| Land | Gesellschaft | Sitz |
Anteil am Kapital
(%) |
Davon direkt von der Merck KGaA gehalten
(%) |
Berichtswährung (ISO Code) | IFRS-Eigenkapital |
| Deutschland | ||||||
| Deutschland | Alcan Systems GmbH | Darmstadt | 1,54 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | AZ Electronic Materials GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 621,04 |
| Deutschland | Azelis Deutschland Kosmetik GmbH | Ratingen | 10,00 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | beeOLED GmbH | Dresden | 21,58 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Biochrom GmbH a) | Berlin | 100,00 | 0,00 | EUR | 5,58 |
| Deutschland | Chemitra GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 625,28 |
| Deutschland | DISCO Pharmaceuticals GmbH | Köln | 14,57 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Emedia Export Company mbH a) | Gernsheim | 100,00 | 0,00 | EUR | 0,02 |
| Deutschland | Ferroelectric Memory GmbH | Dresden | 11,32 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Formo Bio GmbH | Berlin | 6,02 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | GreenTech Accelerator Gernsheim GmbH | Gernsheim | 20,00 | 20,00 | EUR | b) |
| Deutschland | InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG | Wiesbaden | 15,00 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Inuru GmbH | Berlin | 2,07 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | IOmx Therapeutics AG | Martinsried | 2,20 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | IonKraft GmbH | Aachen | 11,23 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 12. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 12.473,69 |
| Deutschland | Merck 13. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 12.112,79 |
| Deutschland | Merck 15. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 5.671,54 |
| Deutschland | Merck 16. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.740,60 |
| Deutschland | Merck 20. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 4.034,93 |
| Deutschland | Merck 21. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.191,60 |
| Deutschland | Merck 24. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 5.950,05 |
| Deutschland | Merck 25. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.426,17 |
| Deutschland | Merck 26. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 27. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 28. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 29. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 37. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 38. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 39. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 40. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 41. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 42. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 43. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 44. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 45. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 46. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 47. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 48. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck 49. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck Chemicals GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 22,16 |
| Deutschland | Merck Consumer Health Holding Germany GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 207,56 |
| Deutschland | Merck Display Trading GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | USD | -0,60 |
| Deutschland | Merck Electronics KGaA a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 510,24 |
| Deutschland | Merck Export GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | -11,45 |
| Deutschland | Merck Financial Services GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 414,61 |
| Deutschland | Merck Financial Trading GmbH | Gernsheim | 100,00 | 0,00 | EUR | 5.611,76 |
| Deutschland | Merck Foundation gGmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Merck Gernsheim Holding GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 4,40 |
| Deutschland | Merck Healthcare Germany GmbH a) | Weiterstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 56,35 |
| Deutschland | Merck Healthcare Holding GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 356,08 |
| Deutschland | Merck Healthcare KGaA a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 787,03 |
| Deutschland | Merck Holding GmbH | Gernsheim | 100,00 | 100,00 | EUR | 9.536,04 |
| Deutschland | Merck International GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 3.332,26 |
| Deutschland | Merck Internationale Beteiligungen GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.374,01 |
| Deutschland | Merck Life Science Holding GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 310,34 |
| Deutschland | Merck Life Science KGaA a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 638,21 |
| Deutschland | Merck LS RTU GmbH a) | Weiterstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 16,09 |
| Deutschland | Merck Patent GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | -2,71 |
| Deutschland | Merck Performance Materials GmbH a) | Wiesbaden | 100,00 | 0,00 | EUR | 43,39 |
| Deutschland | Merck Performance Materials Holding GmbH | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 328,13 |
| Deutschland | Merck Real Estate GmbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 12,19 |
| Deutschland | Merck Schuchardt OHG | Hohenbrunn | 100,00 | 0,00 | EUR | c) |
| Deutschland | Merck Site Management GmbH a) | Gernsheim | 100,00 | 100,00 | EUR | 19,34 |
| Deutschland | Merck Surface Solutions GmbH a) | Gernsheim | 100,00 | 0,00 | EUR | 62,43 |
| Deutschland | Merck Vierte Allgemeine Beteiligungsgesellschaft mbH a) | Gernsheim | 100,00 | 0,00 | EUR | 7.577,24 |
| Deutschland | Merck Wohnungs- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH a) | Darmstadt | 100,00 | 100,00 | EUR | 9,16 |
| Deutschland | pharma mall Gesellschaft für Electronic Commerce mbH | Sankt Augustin | 19,44 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | PharmLog Pharma Logistik GmbH | Bönen | 16,67 | 0,00 | EUR | b) |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Biochemie GmbH | Hamburg | 99,99 | 0,00 | EUR | 55,94 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Chemie GmbH | Schnelldorf | 99,99 | 0,00 | EUR | 99,98 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Chemie Holding GmbH | Taufkirchen | 99,99 | 0,00 | EUR | 73,59 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Grundstücks GmbH & Co. KG | Schnelldorf | 100,00 | 0,00 | EUR | 42,65 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Logistik GmbH | Schnelldorf | 100,00 | 0,00 | EUR | 0,53 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Verwaltungs GmbH | Schnelldorf | 100,00 | 100,00 | EUR | 0,41 |
| Deutschland | Unity Semiconductor GmbH | Dresden | 100,00 | 0,00 | EUR | -0,23 |
| Deutschland | Versum Materials Germany GmbH | Darmstadt | 100,00 | 0,00 | EUR | 17,81 |
| Übriges Europa | ||||||
| Belgien | Merck Chemicals NV/SA | Hoeilaart | 100,00 | 0,00 | EUR | 84,39 |
| Belgien | Merck Life Science BV | Hoeilaart | 100,00 | 0,00 | EUR | 34,27 |
| Belgien | Merck NV/SA | Hoeilaart | 100,00 | 0,00 | EUR | 27,36 |
| Belgien | ReWind Therapeutics NV | Leuven- Heverlee | 25,72 | 0,00 | EUR | b) |
| Bulgarien | Merck Bulgaria EAD | Sofia | 100,00 | 0,00 | BGN | 12,29 |
| Dänemark | Merck A/S | Soborg | 99,98 | 0,00 | DKK | 4,68 |
| Dänemark | Merck Life Science A/S | Soborg | 99,99 | 0,00 | DKK | 29,02 |
| Estland | Merck Serono OÜ | Tallinn | 100,00 | 0,00 | EUR | 0,52 |
| Finnland | Merck Life Science OY | Espoo | 99,99 | 0,00 | EUR | 8,90 |
| Finnland | Merck OY | Espoo | 100,00 | 0,00 | EUR | 6,71 |
| Finnland | Uniogen OY | Turku | 1,11 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Astraveus SAS | Paris | 12,89 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Aveni SACS | Massy | 10,95 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | DIACCURATE SA | Paris | 8,72 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | DNA Script S.A.S. | Le Kremlin-Bicêtre | 5,55 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Gonnon S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | 2.572,53 |
| Frankreich | Iktos SA | Paris | 14,74 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | MERCK 8ème S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Merck Biodevelopment S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | 103,94 |
| Frankreich | Merck Chimie S.A.S. | Fontenay s/Bois | 99,86 | 0,00 | EUR | 94,81 |
| Frankreich | Surface Solutions S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Merck Performance Materials S.A.S. | Trosly Breuil | 99,86 | 0,00 | EUR | 33,76 |
| Frankreich | Merck S.A. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | 2.617,76 |
| Frankreich | Merck Santé S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | 234,81 |
| Frankreich | Merck Serono S.A.S. | Lyon | 99,86 | 0,00 | EUR | 88,55 |
| Frankreich | Millipore S.A.S. | Molsheim | 99,87 | 0,00 | EUR | 1.119,87 |
| Frankreich | Scipio Bioscience S.A.S. | Montrouge | 21,68 | 0,00 | EUR | b) |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Chimie S.a.r.l. | Saint Quentin Fallavier | 99,87 | 0,00 | EUR | 49,47 |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Chimie SNC | Saint Quentin Fallavier | 99,99 | 0,00 | EUR | 18,81 |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Holding S.a.r.l. | Saint Quentin Fallavier | 99,99 | 0,00 | EUR | -0,11 |
| Frankreich | Unity-SC SAS | Montbonnot-Saint-Martin | 100,00 | 0,00 | EUR | 67,85 |
| Frankreich | Unity Semiconductor SAS | Montbonnot-Saint-Martin | 100,00 | 0,00 | EUR | 16,20 |
| Griechenland | Merck Commercial Industrial Pharmaceutical Chemical Single Member S.A. | Maroussi | 100,00 | 0,00 | EUR | 5,17 |
| Großbritannien | Artios Pharma Limited | Cambridge | 7,81 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | BioReliance Limited | Aberdeen | 100,00 | 0,00 | GBP | 164,75 |
| Großbritannien | Enara Bio Limited | Oxford | 13,01 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Epichem Group Limited | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | 28,68 |
| Großbritannien | HexagonFab Limited | Cambridge | 14,05 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Labgenius Ltd. | London | 9,95 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Lightcast Discovery Ltd. | Cambridge | 11,79 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Macrophage Pharma Limited | London | 22,20 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Merck Cross Border Trustees Ltd. | Feltham | 100,00 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Merck Holding Ltd. | Feltham | 100,00 | 0,00 | EUR | 1.518,79 |
| Großbritannien | Merck Investments Ltd. | Feltham | 100,00 | 0,00 | GBP | -0,08 |
| Großbritannien | Merck Life Science UK Limited | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | 79,49 |
| Großbritannien | Merck Ltd. | Feltham | 99,99 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Merck Pension Trustees Ltd. | Feltham | 99,99 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Merck Performance Materials Limited | Feltham | 99,99 | 0,00 | GBP | 1,45 |
| Großbritannien | Merck Serono Ltd. | Feltham | 99,99 | 0,00 | GBP | 53,94 |
| Großbritannien | Millipore (U.K.) Limited | Feltham | 99,99 | 0,00 | GBP | 182,28 |
| Großbritannien | MM Domain Holdco Limited | London | 50,00 | 50,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | NanoSyrinx Ltd. | Coventry | 14,57 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Nucleome Therapeutics Limited | Oxford | 15,31 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Outrun Therapeutics Limited | Dundee | 35,39 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Peratech HoldCo Limited | Catterick Garrison | 0,07 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | SAFC Biosciences Limited | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | 11,89 |
| Großbritannien | SAFC Hitech Limited | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | 5,51 |
| Großbritannien | Scancell Holdings Plc | Oxford | 0,17 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Sigma Chemical Co. Ltd. | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Sigma-Aldrich Company Limited | Gillingham | 99,99 | 0,00 | GBP | 892,28 |
| Großbritannien | Storm Therapeutics Limited | Cambridge | 15,39 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Surface Materials Ltd | London | 100,00 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Theolytics Ltd. | Oxford | 19,48 | 0,00 | GBP | b) |
| Großbritannien | Versum Materials UK Limited | Feltham | 100,00 | 0,00 | USD | 769,69 |
| Irland | Merck Finance Limited | Carrigtwohill | 100,00 | 0,00 | USD | 0,26 |
| Irland | Merck Life Science Limited | Arklow | 99,99 | 0,00 | EUR | 100,45 |
| Irland | Merck Millipore Ltd. | Carrigtwohill | 99,99 | 0,00 | EUR | 1.360,92 |
| Irland | Merck Serono (Ireland) Ltd. | Dublin | 100,00 | 0,00 | EUR | 14,65 |
| Irland | Millipore Cork Unlimited Company | Carrigtwohill | 99,99 | 0,00 | EUR | 52,06 |
| Irland | Sigma-Aldrich Ireland Ltd. | Arklow | 99,99 | 0,00 | EUR | 72,09 |
| Irland | Versum Materials Ireland Limited | Dublin | 100,00 | 0,00 | EUR | 15,25 |
| Italien | BioIndustry Park Silvano Fumero S.p.A. | Colleretto Giacosa | 13,52 | 0,00 | EUR | b) |
| Italien | H-BIO Puglia S.c.r.l. | Bari | 2,49 | 0,00 | EUR | b) |
| Italien | Istituto di Ricerche Biomediche Antoine Marxer RBM S.p.A. | Colleretto Giacosa | 99,74 | 0,00 | EUR | 27,42 |
| Italien | Merck Life Science S.r.l. | Mailand | 100,00 | 0,00 | EUR | 56,76 |
| Italien | Merck S.r.l. | Mailand | 100,00 | 0,00 | EUR | 46,28 |
| Italien | Merck Serono S.p.A. | Rom | 99,74 | 0,00 | EUR | 560,48 |
| Italien | Versum Materials Italia S.r.l. | Mailand | 100,00 | 0,00 | EUR | 10,51 |
| Kroatien | Merck d.o.o. | Zagreb | 100,00 | 0,00 | EUR | 2,43 |
| Lettland | Merck Serono SIA | Riga | 100,00 | 0,00 | EUR | 10,57 |
| Litauen | Merck Serono, UAB | Vilnius | 100,00 | 0,00 | EUR | 0,45 |
| Luxemburg | Merck Chemicals Holding S.à r.l. | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | EUR | 1.518,81 |
| Luxemburg | Merck Finance S.à r.l. | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | USD | 364,69 |
| Luxemburg | Merck Finanz S.à.r.l. | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.197,38 |
| Luxemburg | Merck Holding S.à r.l. | Luxemburg | 99,99 | 0,00 | EUR | 485,59 |
| Luxemburg | Merck Invest SCS | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | USD | 2,63 |
| Luxemburg | Merck Re S.A. | Luxemburg | 100,00 | 100,00 | EUR | 114,43 |
| Luxemburg | Millipore International Holdings S.à r.l. | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | EUR | 4.828,27 |
| Luxemburg | Sigma-Aldrich Global S.a.r.l. | Luxemburg | 100,00 | 0,00 | EUR | 13,97 |
| Luxemburg | Sigma-Aldrich S.a.r.l. | Luxemburg | 99,99 | 0,00 | USD | 11,88 |
| Malta | Merck Capital Holding Limited | Pietà | 100,00 | 50,29 | EUR | 859,20 |
| Malta | Merck Capital Limited | Pietà | 100,00 | 0,00 | EUR | 928,70 |
| Niederlande | Anavo Therapeutics B.V. | Leiden | 19,28 | 0,00 | EUR | b) |
| Niederlande | eyrise B.V. | Veldhoven | 100,00 | 100,00 | EUR | 2,47 |
| Niederlande | HUB Organoids B.V. | Utrecht | 99,99 | 0,00 | EUR | -4,77 |
| Niederlande | HUB Organoids Holding B.V. | Utrecht | 99,99 | 0,00 | EUR | 0,81 |
| Niederlande | HUB Organoids IP B.V. | Utrecht | 99,99 | 0,00 | EUR | 2,18 |
| Niederlande | iOnctura B.V. | Amsterdam | 20,08 | 0,00 | EUR | b) |
| Niederlande | Merck B.V. | Schiphol-Rijk | 99,98 | 0,00 | EUR | 1.367,63 |
| Niederlande | Merck Chemicals B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | EUR | 1.977,66 |
| Niederlande | Merck Europe B.V. | Amsterdam | 99,98 | 0,00 | EUR | 0,01 |
| Niederlande | Merck Holding Netherlands B.V. | Schiphol-Rijk | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.742,77 |
| Niederlande | Merck Life Science N.V. | Amsterdam | 99,99 | 0,00 | EUR | 325,56 |
| Niederlande | Merck Ventures B.V. | Amsterdam | 99,98 | 0,00 | EUR | 658,68 |
| Niederlande | Mosa Meat B.V. | Maastricht | 15,44 | 0,00 | EUR | b) |
| Niederlande | Serono Tri Holdings B.V. | Schiphol-Rijk | 99,98 | 0,00 | EUR | 383,62 |
| Niederlande | Sigma-Aldrich B.V. | Amsterdam | 99,99 | 0,00 | EUR | 75,48 |
| Niederlande | Versum Materials Holdings Nederland B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | USD | 209,51 |
| Niederlande | Versum Materials International B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | USD | 79,45 |
| Niederlande | Versum Materials Netherlands B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | USD | 885,61 |
| Niederlande | Versum Materials Netherlands International B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | USD | 785,12 |
| Niederlande | Versum Materials Pacific B.V. | Amsterdam | 100,00 | 0,00 | USD | 138,08 |
| Norwegen | Merck AS | Oslo | 100,00 | 0,00 | NOK | b) |
| Norwegen | Merck Life Science AS | Oslo | 99,99 | 0,00 | NOK | 7,55 |
| Österreich | Merck Chemicals and Life Science GesmbH | Wien | 100,00 | 0,00 | EUR | 38,25 |
| Österreich | Merck Gesellschaft mbH | Wien | 100,00 | 0,00 | EUR | 20,16 |
| Österreich | Sigma-Aldrich Handels GmbH | Wien | 100,00 | 0,00 | EUR | 7,25 |
| Polen | Bissantille Investments Sp. z o.o. | Warschau | 100,00 | 0,00 | PLN | b) |
| Polen | Merck Business Solutions Europe Sp. z o.o. | Breslau | 99,98 | 0,00 | PLN | 10,63 |
| Polen | Merck Life Science Sp. z o.o. | Posen | 99,99 | 0,00 | PLN | 18,64 |
| Polen | Merck Sp. z o.o. | Warschau | 99,99 | 0,00 | PLN | 59,90 |
| Portugal | Merck, S.A. | Algés | 99,91 | 0,00 | EUR | 21,27 |
| Rumänien | Merck Romania S.R.L. | Bukarest | 100,00 | 0,00 | RON | 8,72 |
| Russland | Chemical Trade Limited LLC | Moskau | 100,00 | 0,00 | RUB | b) |
| Russland | Merck Life Science LLC | Moskau | 100,00 | 0,00 | RUB | 3,80 |
| Russland | Merck LLC | Moskau | 100,00 | 0,00 | RUB | 139,66 |
| Schweden | Merck AB | Solna | 100,00 | 0,00 | SEK | 7,38 |
| Schweden | Merck Life Science AB | Solna | 100,00 | 0,00 | SEK | 68,89 |
| Schweiz | Ares Trading SA | Aubonne | 99,98 | 0,00 | EUR | 1.596,11 |
| Schweiz | Asceneuron SA | Lausanne | 16,16 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | CAM AG Chemie-Erzeugnisse und Adsorptionstechnik AG | Muttenz | 39,11 | 0,00 | USD | b) |
| Schweiz | Chord Therapeutics SA | Eysins | 99,98 | 0,00 | CHF | 72,13 |
| Schweiz | Cridec SA | Eclepens | 0,15 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | FoRx Therapeutics AG | Basel | 19,03 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | Inthera Bioscience AG | Zürich | 16,22 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | Merck & Cie KmG | Altdorf | 51,63 | 51,63 | CHF | 2,10 |
| Schweiz | Merck (Schweiz) AG | Zug | 99,98 | 0,00 | CHF | 16,18 |
| Schweiz | Merck Performance Materials (Suisse) SA | Eysins | 100,00 | 0,00 | CHF | 409,38 |
| Schweiz | Merck Serono SA | Aubonne | 99,98 | 0,00 | EUR | 2.446,38 |
| Schweiz | Nouscom AG | Basel | 7,81 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | Repronovo SA | Lausanne | 24,51 | 0,00 | CHF | b) |
| Schweiz | SeroMer Holding SA | Eysins | 100,00 | 0,00 | EUR | 3.285,32 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich (Switzerland) Holding AG | Buchs | 99,99 | 0,00 | CHF | 6.559,58 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich Chemie GmbH | Buchs | 99,99 | 0,00 | CHF | 95,24 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich International GmbH | Buchs | 99,99 | 0,00 | USD | 5.544,90 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich Production GmbH | Buchs | 99,99 | 0,00 | CHF | 100,09 |
| Schweiz | UNISERS AG | Zürich | 11,23 | 0,00 | CHF | b) |
| Serbien | Merck d.o.o. Beograd | Belgrad | 100,00 | 0,00 | RSD | 12,33 |
| Slowakei | Merck Life Science spol. s r.o. | Bratislava | 99,99 | 0,00 | EUR | 1,46 |
| Slowakei | Merck spol. s r.o. | Bratislava | 100,00 | 0,00 | EUR | 16,17 |
| Slowenien | Merck d.o.o. | Ljubljana | 100,00 | 0,00 | EUR | 2,50 |
| Spanien | Merck Chemicals and Life Science S.A.U. | Madrid | 99,99 | 0,00 | EUR | 54,61 |
| Spanien | Merck Life Science S.L.U. | Madrid | 99,99 | 0,00 | EUR | 37,07 |
| Spanien | Merck, S.L.U. | Madrid | 100,00 | 0,00 | EUR | 248,85 |
| Tschechien | Merck Life Science spol. s r.o. | Prag | 99,99 | 0,00 | CZK | 15,09 |
| Tschechien | Merck spol. s r.o. | Prag | 99,99 | 0,00 | CZK | 52,95 |
| Türkei | Merck Ilac, Ecza Ve Kimya Ticaret Anonim Sirketi | Istanbul | 99,99 | 0,00 | TRY | 44,44 |
| Ungarn | Merck Kft. | Budapest | 99,99 | 0,00 | HUF | 28,01 |
| Ungarn | Merck Life Science Kft. | Budapest | 99,99 | 0,00 | HUF | 10,35 |
| Nordamerika | ||||||
| Kanada | EMD Inc. | Mississauga | 99,98 | 0,00 | CAD | 35,46 |
| Kanada | Future Fertility Inc. | Toronto | 29,37 | 0,00 | CAD | b) |
| Kanada | MilliporeSigma Canada Ltd. | Oakville | 99,99 | 0,00 | CAD | 19,32 |
| USA | ActiThera Inc. | Dover | 49,99 | 0,00 | USD | b) |
| USA | AdVia Therapeutics, Inc. | Wilmington | 5,41 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Aldrich Chemical Co. LLC | Milwaukee | 100,00 | 0,00 | USD | 367,91 |
| USA | Aldrich Chemical Foreign Holding LLC | St. Louis | 99,99 | 0,00 | USD | 0,00 |
| USA | Aldrich-APL, LLC | Urbana | 100,00 | 0,00 | USD | 23,22 |
| USA | Allozyne, Inc. | Seattle | 5,21 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Altoida, Inc. | Suwanee | 26,30 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Anjuna Security, Inc. | Dover | 9,19 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Archemix Corporation | Wilmington | 10,00 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Baird Venture Partners IV Limited Partnership | Wilmington | 4,15 | 0,00 | USD | b) |
| USA | BioControl Systems, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 31,79 |
| USA | Biolinq Inc. | San Diego | 5,17 | 0,00 | USD | b) |
| USA | BioReliance Corporation | Rockville | 100,00 | 0,00 | USD | 198,54 |
| USA | BioVascular, Inc. | Wilmington | 6,90 | 6,90 | USD | b) |
| USA | Celestial AI Inc. | Wilmington | 6,02 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Cell Marque Corporation | Rocklin | 100,00 | 0,00 | USD | 100,05 |
| USA | CellFE, Inc. | Wilmington | 19,22 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Cerilliant Corporation | Round Rock | 100,00 | 0,00 | USD | 127,23 |
| USA | Concerto Biosciences, Inc. | Wilmington | 6,42 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Corvic, Inc. | Dover | 7,33 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Deltanoid Pharmaceuticals, Inc. | Madison | 6,80 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Dynamis Therapeutics, Inc. | Elkins Park | 0,59 | 0,59 | USD | b) |
| USA | Electron Transfer Technologies, Inc. | West Trenton | 100,00 | 0,00 | USD | -0,16 |
| USA | ElectronInks Inc. | Wilmington | 11,37 | 0,00 | USD | b) |
| USA | EMD Biotech LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | -7,41 |
| USA | EMD Digital Inc. | Burlington | 100,00 | 0,00 | USD | -66,29 |
| USA | EMD Finance LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 6,47 |
| USA | EMD Group Holding, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 4.799,25 |
| USA | EMD Holding Corp. | Rockland | 100,00 | 0,00 | USD | 20.350,46 |
| USA | EMD Invest LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 0,05 |
| USA | EMD Millipore Corporation | Burlington | 100,00 | 0,00 | USD | 3.580,85 |
| USA | EMD Performance Materials Corp. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 222,61 |
| USA | EMD Serono Holding, Inc. | Rockland | 100,00 | 0,00 | USD | 2.486,56 |
| USA | EMD Serono Research & Development Institute, Inc. | Billerica | 100,00 | 0,00 | USD | 135,40 |
| USA | EMD Serono, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 192,20 |
| USA | Exelead Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 104,60 |
| USA | FloDesign Sonics, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 2,35 |
| USA | Galecto, Inc. | Wilmington | 3,97 | 0,00 | USD | b) |
| USA | High Line Bio, Inc. | Wilmington | 19,90 | 0,00 | USD | b) |
| USA | IDRX, Inc. | Wilmington | 6,39 | 0,00 | USD | b) |
| USA | ImmuneBridge Inc. | Wilmington | 30,05 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Immunitas Therapeutics, Inc. | Wilmington | 4,71 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Indi Molecular, Inc. | Wilmington | 32,15 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Intermolecular, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | -31,51 |
| USA | J.C. Schumacher Company | Glendale | 100,00 | 0,00 | USD | 0,00 |
| USA | Kivu BioScience Inc. | Dover | 9,91 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Kraig Biocraft Laboratories, Inc. | Ann Arbor | 0,01 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Lumiode, Inc. | New York | 9,15 | 0,00 | USD | b) |
| USA | MemryX Inc. | Ann Arbor | 20,66 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Metalenz, Inc. | Boston | 8,83 | 0,00 | USD | b) |
| USA | micropsi industries, Inc. | Dover | 6,13 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Millipore Asia Ltd. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 33,83 |
| USA | MilliporeSigma Distribution LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 15,83 |
| USA | Mirus Bio, LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 277,41 |
| USA | Neurable Inc. | Boston | 11,13 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Neurolutions, Inc. | Wilmington | 0,60 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Pacific Light & Hologram, Inc. | Wilmington | 7,11 | 0,00 | USD | b) |
| USA | PDS Biotechnology Corporation | Wilmington | 1,03 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Pictor Labs, Inc. | Los Angeles | 22,24 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Plexium Inc. | Wilmington | 6,21 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Polaris Electro-Optics, Inc. | Wilmington | 24,92 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Precigen, Inc. | Germantown | 8,29 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Prolog Healthy Living Fund II, L.P. | St. Louis | 44,53 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Quintessent Inc. | Dover | 10,21 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Raze Therapeutics, Inc. | Cambridge | 9,12 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Research Organics, LLC | Cleveland | 100,00 | 0,00 | USD | 51,26 |
| USA | Ribometrix Inc. | Greenville | 9,87 | 0,00 | USD | b) |
| USA | SAFC Biosciences, Inc. | Lenexa | 100,00 | 0,00 | USD | 75,65 |
| USA | SAFC Carlsbad, Inc. | Carlsbad | 100,00 | 0,00 | USD | -99,32 |
| USA | SAFC, Inc. | Madison | 100,00 | 0,00 | USD | -48,74 |
| USA | SeeQC, Inc. | Elmsford | 6,18 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Sequoia Vaccines, Inc. | Wilmington | 2,88 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Sigma Chemical Foreign Holding LLC | St. Louis | 99,99 | 0,00 | USD | 0,00 |
| USA | Sigma Redevelopment Corporation | St. Louis | 100,00 | 0,00 | USD | 44,21 |
| USA | Sigma-Aldrich Co. LLC | St. Louis | 100,00 | 0,00 | USD | 3.279,48 |
| USA | Sigma-Aldrich Corporation | St. Louis | 100,00 | 0,00 | USD | 2.673,05 |
| USA | Sigma-Aldrich Manufacturing LLC | St. Louis | 100,00 | 0,00 | USD | 307,35 |
| USA | Sigma-Aldrich Missouri Insurance Company | St. Louis | 100,00 | 0,00 | USD | 23,04 |
| USA | Sigma-Aldrich Research Biochemicals, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 46,15 |
| USA | Sigma-Aldrich RTC, Inc. | Laramie | 100,00 | 0,00 | USD | 2,80 |
| USA | Sigma-Aldrich, Inc. | Madison | 100,00 | 0,00 | USD | 201,45 |
| USA | Sigma-Genosys of Texas LLC | The Woodlands | 100,00 | 0,00 | USD | 9,38 |
| USA | Sonde Health, Inc. | Boston | 17,91 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Supelco, Inc. | Bellefonte | 100,00 | 0,00 | USD | -62,87 |
| USA | Surface Solutions, LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Syntropy Technologies LLC | Wilmington | 50,00 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Telios Pharma, Inc. | Wilmington | 5,83 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Thintronics, Inc. | Wilmington | 6,78 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Tignis Inc. | Seattle | 7,32 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Tioga Pharmaceuticals, Inc. | San Diego | 16,58 | 16,58 | USD | b) |
| USA | Unity Semiconductor Inc. | Ashland | 100,00 | 0,00 | USD | 0,38 |
| USA | Vera Therapeutics, Inc. | Wilmington | 3,51 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Versum Materials Manufacturing Company, LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 592,65 |
| USA | Versum Materials Technology LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | -20,98 |
| USA | Versum Materials US International, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 785,32 |
| USA | Versum Materials US, LLC | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | 2.779,37 |
| USA | Versum Materials, Inc. | Wilmington | 100,00 | 0,00 | USD | -121,29 |
| USA | ViuRx Pharmaceuticals, Inc. | Boston | 8,03 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Vizgen, Inc. | Dover | 8,42 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Xilio Therapeutics, Inc. | Waltham | 2,48 | 0,00 | USD | b) |
| USA | Zeel Networks, Inc. | Wilmington | 1,17 | 0,00 | USD | b) |
| Asien-Pazifik (APAC) | ||||||
| Australien | Merck Healthcare Pty. Ltd. | Macquarie Park | 99,98 | 0,00 | AUD | 37,19 |
| Australien | Merck Pty. Ltd. | Bayswater | 99,99 | 0,00 | AUD | 27,56 |
| Australien | Sigma-Aldrich Oceania Pty. Ltd. | Bayswater | 99,99 | 0,00 | AUD | 66,93 |
| Australien | Merck Life Science PTY LTD | Bayswater | 99,99 | 0,00 | AUD | 35,18 |
| China | IKAS Industry Co., Ltd. | Shenzhen | 1,36 | 0,00 | CNY | b) |
| China | Merck Chemicals (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | 89,37 |
| China | Merck Display Materials (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | 116,34 |
| China | Merck Electronic Materials (Suzhou) Ltd. | Suzhou | 100,00 | 0,00 | CNY | 27,39 |
| China | Merck Electronics (Zhangjiagang) Co., Ltd. | Zhangjiagang | 100,00 | 0,00 | CNY | 26,68 |
| China | Merck Holding (China) Co., Ltd. | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | 219,71 |
| China | Merck Life Science Ltd. | Kowloon | 99,99 | 0,00 | USD | 35,45 |
| China | Merck Life Science Technologies (Nantong) Co., Ltd. | Nantong | 100,00 | 0,00 | CNY | 30,88 |
| China | Merck Ltd. | Hong Kong | 100,00 | 0,00 | HKD | -0,27 |
| China | Merck Performance Materials Hong Kong Ltd. | Hong Kong | 100,00 | 0,00 | HKD | 73,07 |
| China | Merck Pharmaceutical (HK) Ltd. | Hong Kong | 100,00 | 0,00 | HKD | 12,23 |
| China | Merck Pharmaceutical Distribution (Jiangsu) Co., Ltd. | Nantong | 100,00 | 0,00 | CNY | 39,15 |
| China | Merck Pharmaceutical Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd. | Nantong | 100,00 | 0,00 | CNY | 131,22 |
| China | Merck Serono (Beijing) Pharmaceutical Distribution Co., Ltd. | Peking | 100,00 | 0,00 | CNY | 94,56 |
| China | Merck Serono (Beijing) Pharmaceutical R&D Co., Ltd. | Peking | 100,00 | 0,00 | CNY | 8,68 |
| China | Merck Serono Co., Ltd. | Peking | 100,00 | 0,00 | CNY | 91,94 |
| China | Merck Testing (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | b) |
| China | Merck Testing and Certification (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 99,99 | 0,00 | CNY | 43,41 |
| China | Multitude Therapeutics Inc. | Schanghai | 3,22 | 0,00 | CNY | b) |
| China | Nanjing Xinchen Neuromorphic Technology Co., Ltd. | Nanjing | 3,28 | 0,00 | CNY | b) |
| China | SAFC Hitech (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 99,99 | 0,00 | CNY | 8,25 |
| China | Sigma-Aldrich (Shanghai) Trading Co., Ltd. | Schanghai | 99,99 | 0,00 | CNY | 74,59 |
| China | Sigma-Aldrich (Wuxi) Life Science & Technology Co., Ltd. | Wuxi | 99,99 | 0,00 | CNY | 122,64 |
| China | Unity Semiconductor China Co., Ltd | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | 0,14 |
| China | Versum Materials (Dalian) Co., Ltd. | Dalian | 100,00 | 0,00 | CNY | 1,09 |
| China | Versum Materials (Shanghai) Co., Ltd. | Schanghai | 100,00 | 0,00 | CNY | 87,99 |
| Indien | Merck Life Science Pvt. Ltd. | Mumbai | 100,00 | 0,00 | INR | 105,41 |
| Indien | Merck Performance Materials Pvt. Ltd. | Mumbai | 100,00 | 0,00 | INR | 14,62 |
| Indien | Merck Specialities Pvt. Ltd. | Mumbai | 100,00 | 0,00 | INR | 41,55 |
| Indien | Sigma-Aldrich Chemicals Private Limited | Bangalore | 99,99 | 0,00 | INR | 95,32 |
| Indonesien | P.T. Merck Chemicals and Life Sciences | Jakarta | 100,00 | 0,00 | IDR | 20,04 |
| Indonesien | P.T. Merck Tbk. | Jakarta | 86,65 | 0,00 | IDR | 50,41 |
| Japan | Merck Biopharma Co., Ltd. | Tokio | 99,98 | 0,00 | JPY | 71,16 |
| Japan | Merck Electronics Ltd. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | 283,16 |
| Japan | Merck Holdings G.K. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | 126,75 |
| Japan | Merck Ltd. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | 91,93 |
| Japan | Merck Performance Materials G.K. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | 97,87 |
| Japan | Merck Semiconductor Solutions Ltd. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | b) |
| Japan | Resonac Versum Materials Co. LTD | Kawasaki | 35,00 | 0,00 | JPY | b) |
| Japan | Sigma-Aldrich Japan G.K. | Tokio | 99,99 | 0,00 | JPY | 30,97 |
| Japan | Versum Materials Japan Inc. | Tokio | 100,00 | 0,00 | JPY | 38,77 |
| Malaysia | Merck Sdn Bhd | Kuala Lumpur | 100,00 | 0,00 | MYR | 21,47 |
| Malaysia | Sigma-Aldrich (M) Sdn Bhd | Kuala Lumpur | 100,00 | 0,00 | MYR | 2,66 |
| Malaysia | Surface Solutions Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur | 100,00 | 0,00 | MYR | b) |
| Malaysia | Versum Materials Malaysia Sdn Bhd | Kuala Lumpur | 100,00 | 0,00 | MYR | 7,45 |
| Neuseeland | Merck Ltd. | Auckland | 99,99 | 0,00 | NZD | -0,05 |
| Neuseeland | Merck Life Science Limited | Auckland | 99,99 | 0,00 | NZD | 4,43 |
| Philippinen | Merck Business Solutions Asia Inc. | Taguig | 100,00 | 0,00 | PHP | 15,47 |
| Philippinen | Merck Inc. | Taguig | 99,97 | 0,00 | PHP | 22,55 |
| Singapur | Merck Life Science Testing Services Pte. Ltd. | Singapur | 99,99 | 0,00 | SGD | b) |
| Singapur | Merck Performance Materials Pte. Ltd. | Singapur | 100,00 | 0,00 | USD | 48,57 |
| Singapur | Merck Pte. Ltd. | Singapur | 99,99 | 0,00 | SGD | 402,17 |
| Singapur | Sigma-Aldrich Pte. Ltd. | Singapur | 99,99 | 0,00 | SGD | 358,58 |
| Singapur | Unity Semiconductor PTE.LTD. | Singapur | 100,00 | 0,00 | SGD | -8,54 |
| Singapur | Versum Materials Singapore International Pte. Ltd. | Singapur | 100,00 | 0,00 | USD | 15,93 |
| Singapur | Versum Materials Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100,00 | 0,00 | USD | 955,96 |
| Südkorea | Construction Guarantee Cooperative | Seoul | 0,01 | 0,00 | KRW | b) |
| Südkorea | Merck Electronic Materials Ltd. | Seoul | 100,00 | 0,00 | KRW | 101,53 |
| Südkorea | Merck Ltd. | Seoul | 99,99 | 0,00 | KRW | 205,76 |
| Südkorea | Merck Performance Materials Ltd. | Pyeongtaek-shi | 100,00 | 0,00 | USD | 153,27 |
| Südkorea | Sigma-Aldrich Korea Ltd. | Seoul | 99,99 | 0,00 | KRW | 80,48 |
| Südkorea | Surface Solutions, Inc. | Gwacheon-si | 100,00 | 0,00 | KRW | b) |
| Südkorea | Versum Materials ADM Korea Inc. | Ansan-si | 100,00 | 0,00 | USD | 197,73 |
| Südkorea | Versum Materials HYT Inc. | Ansan-si | 100,00 | 0,00 | KRW | 66,73 |
| Südkorea | Versum Materials Korea Inc. | Siheung-si | 100,00 | 0,00 | KRW | 388,82 |
| Südkorea | Versum Materials PM Korea Inc. | Siheung-Si | 100,00 | 0,00 | KRW | 99,42 |
| Südkorea | Versum Materials SPC Korea Ltd. | Pyeongtaek-shi | 100,00 | 0,00 | USD | 28,55 |
| Taiwan | Merck Ltd. | Taipeh | 100,00 | 0,00 | TWD | 13,89 |
| Taiwan | Merck Performance Materials Ltd. | Taipeh | 100,00 | 0,00 | TWD | 118,77 |
| Taiwan | SAFC Hitech Taiwan Co., Ltd. | Kaohsiung | 99,99 | 0,00 | TWD | 197,49 |
| Taiwan | Unity Semiconductor Limited Company | Zhubei City | 100,00 | 0,00 | TWD | -0,60 |
| Taiwan | Versum Materials Taiwan Co., Ltd. | Taipeh | 74,00 | 0,00 | TWD | 182,65 |
| Thailand | Merck Ltd. | Bangkok | 45,11 | 0,00 | THB | 37,98 |
| Thailand | Surface Materials (Thailand) Ltd. | Bangkok | 100,00 | 0,00 | THB | b) |
| Vietnam | Merck Healthcare Vietnam Limited | Ho-Chi-MinhStadt | 100,00 | 0,00 | VND | 32,48 |
| Vietnam | Merck Vietnam Company Limited | Ho-Chi-MinhStadt | 100,00 | 0,00 | VND | 6,24 |
| Lateinamerika | ||||||
| Argentinien | Merck S.A. | Buenos Aires | 99,99 | 0,00 | ARS | 98,22 |
| Argentinien | Sigma-Aldrich de Argentina S.R.L. | Buenos Aires | 99,99 | 0,00 | ARS | 1,95 |
| Brasilien | Merck S.A. | Rio de Janeiro | 100,00 | 0,00 | BRL | 249,07 |
| Brasilien | Sigma-Aldrich Brasil Ltda. | Barueri | 100,00 | 0,00 | BRL | 16,65 |
| Brasilien | Surface Solutions Brasil Ltda. | São Paulo | 100,00 | 0,00 | BRL | b) |
| Chile | Merck S.A. | Santiago de Chile | 100,00 | 0,00 | CLP | 46,36 |
| Chile | Sigma-Aldrich Quimica Ltda. | Santiago de Chile | 100,00 | 0,00 | CLP | 0,53 |
| Dominikanische Republik | Merck Dominicana, S.R.L. | Santo Domingo | 100,00 | 0,00 | DOP | b) |
| Ecuador | Merck C.A. | Quito | 100,00 | 0,00 | USD | 17,67 |
| Guatemala | Merck, S.A. | GuatemalaStadt | 100,00 | 0,00 | GTQ | 14,84 |
| Kaimaninseln | CLEARInk Displays, Ltd. | Grand Cayman | 4,13 | 0,00 | USD | b) |
| Kaimaninseln | MoonLake Immunotherapeutics Ltd. | Grand Cayman | 4,36 | 0,00 | USD | b) |
| Kolumbien | Merck S.A. | Bogota | 100,00 | 0,00 | COP | 43,24 |
| Mexiko | Merck Biopharma Distribution S.A. de C.V. | Mexiko-Stadt | 100,00 | 0,00 | MXN | 82,77 |
| Mexiko | Merck, S.A. de C.V. | Mexiko-Stadt | 100,00 | 0,00 | MXN | 174,35 |
| Mexiko | Sigma-Aldrich Quimica, S. de R.L. de C.V. | Toluca | 100,00 | 0,00 | MXN | 20,94 |
| Panama | Merck, S.A. | Panama-Stadt | 100,00 | 0,00 | USD | 0,43 |
| Panama | Mesofarma Corporation | Panama-Stadt | 100,00 | 0,00 | USD | 36,02 |
| Peru | Merck Peruana S.A. | Lima | 100,00 | 0,00 | PEN | 26,06 |
| Uruguay | Ares Trading Uruguay S.A. | Montevideo | 99,98 | 0,00 | USD | 78,74 |
| Venezuela | Merck S.A. | Caracas | 99,98 | 0,00 | VES | b) |
| Venezuela | Representaciones MEPRO S.A. | Caracas | 99,98 | 0,00 | VES | b) |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | 0,00 | |||||
| Ägypten | Merck Ltd. | Kairo | 100,00 | 0,00 | EGP | 1,45 |
| Algerien | Merck Algerie SARL | Algier | 49,00 | 0,00 | DZD | 1,02 |
| Algerien | Novapharm Production SARL | Wilaya de Tipiza | 20,00 | 0,00 | DZD | b) |
| Israel | AION Labs Innovation Lab Ltd. | Rechovot | 19,23 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | CombinAble.AI Ltd. | Rechovot | 13,23 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | DenovAI Biotech Ltd. | Rechovot | 6,30 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | Genopore Ltd. | Ramat-Gan | 20,17 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | Inter-Lab Ltd. | Jawne | 99,98 | 0,00 | USD | 5,86 |
| Israel | InterPharm Laboratories Ltd. | Jawne | 99,98 | 0,00 | USD | 79,99 |
| Israel | MediSafe Project Ltd. | Haifa | 4,91 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | Merck Serono Ltd. | Herzliya Pituach | 99,98 | 0,00 | USD | 22,78 |
| Israel | Metabomed Ltd. | Jawne | 20,44 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | Neologic Ltd. | Tel Mond | 10,82 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | NucleAI Ltd. | Tel Aviv | 9,79 | 0,00 | USD | b) |
| Israel | Pilltracker 2015 Ltd. | Tel Aviv | 16,58 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | PMatX Ltd. | Jawne | 99,98 | 0,00 | ILS | 0,00 |
| Israel | Purple Biotech Ltd. | Rechovot | 0,13 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | PxE Computational Imaging Ltd. | Rechovot | 29,18 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | QLight Nanotech Ltd. | Jerusalem | 100,00 | 0,00 | ILS | 1,25 |
| Israel | Sentaur Bio Ltd. | Jawne | 98,37 | 0,00 | USD | b) |
| Israel | Sigma-Aldrich Israel Ltd. | Rechovot | 100,00 | 0,00 | ILS | 91,50 |
| Israel | TaKenOti Bio Ltd. | Tel Aviv | 1,52 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | TenAces Biosciences Ltd. | Rechovot | 14,70 | 0,00 | ILS | b) |
| Israel | Versum Materials Israel Ltd. | Tel Aviv | 100,00 | 0,00 | USD | 29,78 |
| Israel | Wiliot Ltd. | Caesarea | 3,64 | 0,00 | USD | b) |
| Kenia | Merck Healthcare and Life Science Limited | Nairobi | 100,00 | 0,00 | KES | 0,93 |
| Nigeria | Merck Pharmaceutical and Life Sciences Ltd. | Lagos | 99,98 | 0,00 | NGN | b) |
| Saudi Arabien | Merck Limited | Riad | 100,00 | 0,00 | SAR | 28,97 |
| Saudi Arabien | Merck Regional Headquarters Company (A One-Person Limited Liability Company) | Riad | 100,00 | 0,00 | SAR | -0,31 |
| Südafrika | Merck (Pty) Ltd. | Modderfontein | 99,99 | 0,00 | ZAR | 25,45 |
| Südafrika | Merck Life Science (Pty) Ltd. | Modderfontein | 99,99 | 0,00 | ZAR | 9,23 |
| Tunesien | Merck Promotion SARL | Tunis | 100,00 | 0,00 | TND | 0,22 |
| Tunesien | Merck SARL | Tunis | 100,00 | 0,00 | TND | 6,87 |
| Vereinigte Arabische Emirate | Merck Serono Middle East FZ-Ltd. | Dubai | 100,00 | 0,00 | AED | 205,21 |
| in Mio. € | in Mio. Berichtswährung | |||
| Land | Gesellschaft | IFRS Ergebnis nach Steuern | IFRS-Eigenkapital | IFRS Ergebnis nach Steuern |
| Deutschland | ||||
| Deutschland | Alcan Systems GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | AZ Electronic Materials GmbH a) | -2,69 | 621,04 | -2,69 |
| Deutschland | Azelis Deutschland Kosmetik GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | beeOLED GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Biochrom GmbH a) | 0,19 | 5,58 | 0,19 |
| Deutschland | Chemitra GmbH a) | 0,00 | 625,28 | 0,00 |
| Deutschland | DISCO Pharmaceuticals GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Emedia Export Company mbH a) | -0,02 | 0,02 | -0,02 |
| Deutschland | Ferroelectric Memory GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Formo Bio GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | GreenTech Accelerator Gernsheim GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG | b) | b) | b) |
| Deutschland | Inuru GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | IOmx Therapeutics AG | b) | b) | b) |
| Deutschland | IonKraft GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 12. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | 0,00 | 12.473,69 | 0,00 |
| Deutschland | Merck 13. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | 1.054,19 | 12.112,79 | 1.054,19 |
| Deutschland | Merck 15. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | 0,00 | 5.671,54 | 0,00 |
| Deutschland | Merck 16. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | 0,00 | 3.740,60 | 0,00 |
| Deutschland | Merck 20. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | 0,00 | 4.034,93 | 0,00 |
| Deutschland | Merck 21. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | 0,53 | 3.191,60 | 0,53 |
| Deutschland | Merck 24. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | 0,00 | 5.950,05 | 0,00 |
| Deutschland | Merck 25. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | -0,06 | 3.426,17 | -0,06 |
| Deutschland | Merck 26. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 27. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 28. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 29. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 37. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 38. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 39. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 40. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 41. Allgemeine Beteiligungs-GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 42. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 43. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 44. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 45. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 46. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 47. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 48. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck 49. Allgemeine Beteiligungs-GmbH a) | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck Chemicals GmbH a) | -6,12 | 22,16 | -6,12 |
| Deutschland | Merck Consumer Health Holding Germany GmbH | 12,44 | 207,56 | 12,44 |
| Deutschland | Merck Display Trading GmbH a) | -5,97 | -0,62 | -2,34 |
| Deutschland | Merck Electronics KGaA a) | 43,01 | 510,24 | 43,01 |
| Deutschland | Merck Export GmbH a) | 18,60 | -11,45 | 18,60 |
| Deutschland | Merck Financial Services GmbH a) | -38,17 | 414,61 | -38,17 |
| Deutschland | Merck Financial Trading GmbH | -30,70 | 5.611,76 | -30,70 |
| Deutschland | Merck Foundation gGmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Merck Gernsheim Holding GmbH a) | 0,00 | 4,40 | 0,00 |
| Deutschland | Merck Healthcare Germany GmbH a) | -3,72 | 56,35 | -3,72 |
| Deutschland | Merck Healthcare Holding GmbH | 0,01 | 356,08 | 0,01 |
| Deutschland | Merck Healthcare KGaA a) | 7,84 | 787,03 | 7,84 |
| Deutschland | Merck Holding GmbH | 1.030,51 | 9.536,04 | 1.030,51 |
| Deutschland | Merck International GmbH | 227,85 | 3.332,26 | 227,85 |
| Deutschland | Merck Internationale Beteiligungen GmbH a) | 0,00 | 3.374,01 | 0,00 |
| Deutschland | Merck Life Science Holding GmbH | 0,48 | 310,34 | 0,48 |
| Deutschland | Merck Life Science KGaA a) | -12,63 | 638,21 | -12,63 |
| Deutschland | Merck LS RTU GmbH a) | -2,31 | 16,09 | -2,31 |
| Deutschland | Merck Patent GmbH a) | -0,37 | -2,71 | -0,37 |
| Deutschland | Merck Performance Materials GmbH a) | -2,33 | 43,39 | -2,33 |
| Deutschland | Merck Performance Materials Holding GmbH | -0,09 | 328,13 | -0,09 |
| Deutschland | Merck Real Estate GmbH a) | -2,81 | 12,19 | -2,81 |
| Deutschland | Merck Schuchardt OHG | c) | c) | c) |
| Deutschland | Merck Site Management GmbH a) | -0,81 | 19,34 | -0,81 |
| Deutschland | Merck Surface Solutions GmbH a) | 3,93 | 62,43 | 3,93 |
| Deutschland | Merck Vierte Allgemeine Beteiligungsgesellschaft mbH a) | 0,00 | 7.577,24 | 0,00 |
| Deutschland | Merck Wohnungs- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH a) | 0,00 | 9,16 | 0,00 |
| Deutschland | pharma mall Gesellschaft für Electronic Commerce mbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | PharmLog Pharma Logistik GmbH | b) | b) | b) |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Biochemie GmbH | 1,33 | 55,94 | 1,33 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Chemie GmbH | 9,63 | 99,98 | 9,63 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Chemie Holding GmbH | -1,27 | 73,59 | -1,27 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Grundstücks GmbH & Co. KG | 3,08 | 42,65 | 3,08 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Logistik GmbH | 0,01 | 0,53 | 0,01 |
| Deutschland | Sigma-Aldrich Verwaltungs GmbH | 0,35 | 0,41 | 0,35 |
| Deutschland | Unity Semiconductor GmbH | -0,22 | -0,23 | -0,22 |
| Deutschland | Versum Materials Germany GmbH | 4,40 | 17,81 | 4,40 |
| Übriges Europa | ||||
| Belgien | Merck Chemicals NV/SA | 15,27 | 84,39 | 15,27 |
| Belgien | Merck Life Science BV | 8,56 | 34,27 | 8,56 |
| Belgien | Merck NV/SA | 1,08 | 27,36 | 1,08 |
| Belgien | ReWind Therapeutics NV | b) | b) | b) |
| Bulgarien | Merck Bulgaria EAD | 1,27 | 24,04 | 2,48 |
| Dänemark | Merck A/S | 0,31 | 34,87 | 2,34 |
| Dänemark | Merck Life Science A/S | 9,07 | 216,42 | 67,66 |
| Estland | Merck Serono OÜ | 0,08 | 0,52 | 0,08 |
| Finnland | Merck Life Science OY | 1,74 | 8,90 | 1,74 |
| Finnland | Merck OY | 0,37 | 6,71 | 0,37 |
| Finnland | Uniogen OY | b) | b) | b) |
| Frankreich | Astraveus SAS | b) | b) | b) |
| Frankreich | Aveni SACS | b) | b) | b) |
| Frankreich | DIACCURATE SA | b) | b) | b) |
| Frankreich | DNA Script S.A.S. | b) | b) | b) |
| Frankreich | Gonnon S.A.S. | 211,53 | 2.572,53 | 211,53 |
| Frankreich | Iktos SA | b) | b) | b) |
| Frankreich | MERCK 8ème S.A.S. | b) | b) | b) |
| Frankreich | Merck Biodevelopment S.A.S. | -29,32 | 103,94 | -29,32 |
| Frankreich | Merck Chimie S.A.S. | 14,28 | 94,81 | 14,28 |
| Frankreich | Surface Solutions S.A.S. | b) | b) | b) |
| Frankreich | Merck Performance Materials S.A.S. | 4,83 | 33,76 | 4,83 |
| Frankreich | Merck S.A. | 401,83 | 2.617,76 | 401,83 |
| Frankreich | Merck Santé S.A.S. | 80,80 | 234,81 | 80,80 |
| Frankreich | Merck Serono S.A.S. | 5,78 | 88,55 | 5,78 |
| Frankreich | Millipore S.A.S. | 150,65 | 1.119,87 | 150,65 |
| Frankreich | Scipio Bioscience S.A.S. | b) | b) | b) |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Chimie S.a.r.l. | 5,66 | 49,47 | 5,66 |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Chimie SNC | 4,52 | 18,81 | 4,52 |
| Frankreich | Sigma-Aldrich Holding S.a.r.l. | -0,05 | -0,11 | -0,05 |
| Frankreich | Unity-SC SAS | -0,06 | 67,85 | -0,06 |
| Frankreich | Unity Semiconductor SAS | 2,21 | 16,20 | 2,21 |
| Griechenland | Merck Commercial Industrial Pharmaceutical Chemical Single Member S.A. | 0,50 | 5,17 | 0,50 |
| Großbritannien | Artios Pharma Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | BioReliance Limited | 48,12 | 136,56 | 40,65 |
| Großbritannien | Enara Bio Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Epichem Group Limited | 6,03 | 23,77 | 5,03 |
| Großbritannien | HexagonFab Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Labgenius Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Lightcast Discovery Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Macrophage Pharma Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Merck Cross Border Trustees Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Merck Holding Ltd. | 136,18 | 1.518,79 | 136,18 |
| Großbritannien | Merck Investments Ltd. | 0,00 | -0,07 | 0,00 |
| Großbritannien | Merck Life Science UK Limited | 14,59 | 65,89 | 12,28 |
| Großbritannien | Merck Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Merck Pension Trustees Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Merck Performance Materials Limited | -0,60 | 1,21 | -0,51 |
| Großbritannien | Merck Serono Ltd. | 2,66 | 44,71 | 2,39 |
| Großbritannien | Millipore (U.K.) Limited | 24,88 | 151,09 | 20,84 |
| Großbritannien | MM Domain Holdco Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | NanoSyrinx Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Nucleome Therapeutics Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Outrun Therapeutics Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Peratech HoldCo Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | SAFC Biosciences Limited | -0,23 | 9,85 | -0,27 |
| Großbritannien | SAFC Hitech Limited | 0,80 | 4,56 | 0,68 |
| Großbritannien | Scancell Holdings Plc | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Sigma Chemical Co. Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Sigma-Aldrich Company Limited | 100,21 | 739,61 | 83,77 |
| Großbritannien | Storm Therapeutics Limited | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Surface Materials Ltd | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Theolytics Ltd. | b) | b) | b) |
| Großbritannien | Versum Materials UK Limited | 4,94 | 801,32 | 5,36 |
| Irland | Merck Finance Limited | -0,02 | 0,28 | -0,03 |
| Irland | Merck Life Science Limited | 41,19 | 100,45 | 41,19 |
| Irland | Merck Millipore Ltd. | 154,85 | 1.360,92 | 154,85 |
| Irland | Merck Serono (Ireland) Ltd. | 2,25 | 14,65 | 2,25 |
| Irland | Millipore Cork Unlimited Company | -0,06 | 52,06 | -0,06 |
| Irland | Sigma-Aldrich Ireland Ltd. | 17,57 | 72,09 | 17,57 |
| Irland | Versum Materials Ireland Limited | 7,77 | 15,25 | 7,77 |
| Italien | BioIndustry Park Silvano Fumero S.p.A. | b) | b) | b) |
| Italien | H-BIO Puglia S.c.r.l. | b) | b) | b) |
| Italien | Istituto di Ricerche Biomediche Antoine Marxer RBM S.p.A. | 3,46 | 27,42 | 3,46 |
| Italien | Merck Life Science S.r.l. | 9,40 | 56,76 | 9,40 |
| Italien | Merck S.r.l. | 1,05 | 46,28 | 1,05 |
| Italien | Merck Serono S.p.A. | 45,49 | 560,48 | 45,49 |
| Italien | Versum Materials Italia S.r.l. | 0,37 | 10,51 | 0,37 |
| Kroatien | Merck d.o.o. | 0,23 | 2,43 | 0,23 |
| Lettland | Merck Serono SIA | 1,16 | 10,57 | 1,16 |
| Litauen | Merck Serono, UAB | 0,06 | 0,45 | 0,06 |
| Luxemburg | Merck Chemicals Holding S.à r.l. | 136,14 | 1.518,81 | 136,14 |
| Luxemburg | Merck Finance S.à r.l. | 11,72 | 379,68 | 12,64 |
| Luxemburg | Merck Finanz S.à.r.l. | 0,11 | 3.197,38 | 0,11 |
| Luxemburg | Merck Holding S.à r.l. | 56,04 | 485,59 | 56,04 |
| Luxemburg | Merck Invest SCS | 0,06 | 2,74 | 0,06 |
| Luxemburg | Merck Re S.A. | 22,02 | 114,43 | 22,02 |
| Luxemburg | Millipore International Holdings S.à r.l. | 209,49 | 4.828,27 | 209,49 |
| Luxemburg | Sigma-Aldrich Global S.a.r.l. | -0,25 | 13,97 | -0,25 |
| Luxemburg | Sigma-Aldrich S.a.r.l. | -0,54 | 12,36 | -0,59 |
| Malta | Merck Capital Holding Limited | -0,07 | 859,20 | -0,07 |
| Malta | Merck Capital Limited | 45,35 | 928,70 | 45,35 |
| Niederlande | Anavo Therapeutics B.V. | b) | b) | b) |
| Niederlande | eyrise B.V. | -0,09 | 2,47 | -0,09 |
| Niederlande | HUB Organoids B.V. | 0,00 | -4,77 | 0,00 |
| Niederlande | HUB Organoids Holding B.V. | 0,00 | 0,81 | 0,00 |
| Niederlande | HUB Organoids IP B.V. | 0,00 | 2,18 | 0,00 |
| Niederlande | iOnctura B.V. | b) | b) | b) |
| Niederlande | Merck B.V. | 33,34 | 1.367,63 | 33,34 |
| Niederlande | Merck Chemicals B.V. | 243,83 | 1.977,66 | 243,83 |
| Niederlande | Merck Europe B.V. | -0,06 | 0,01 | -0,06 |
| Niederlande | Merck Holding Netherlands B.V. | -0,23 | 3.742,77 | -0,23 |
| Niederlande | Merck Life Science N.V. | 19,26 | 325,56 | 19,26 |
| Niederlande | Merck Ventures B.V. | 5,55 | 658,68 | 5,55 |
| Niederlande | Mosa Meat B.V. | b) | b) | b) |
| Niederlande | Serono Tri Holdings B.V. | -0,23 | 383,62 | -0,23 |
| Niederlande | Sigma-Aldrich B.V. | 0,00 | 75,48 | 0,00 |
| Niederlande | Versum Materials Holdings Nederland B.V. | -1,87 | 218,12 | -1,96 |
| Niederlande | Versum Materials International B.V. | -0,46 | 82,71 | -0,49 |
| Niederlande | Versum Materials Netherlands B.V. | 1,09 | 922,01 | 1,13 |
| Niederlande | Versum Materials Netherlands International B.V. | -0,08 | 817,39 | -0,09 |
| Niederlande | Versum Materials Pacific B.V. | 19,32 | 143,76 | 20,81 |
| Norwegen | Merck AS | b) | b) | b) |
| Norwegen | Merck Life Science AS | 1,01 | 89,08 | 11,73 |
| Österreich | Merck Chemicals and Life Science GesmbH | 4,15 | 38,25 | 4,15 |
| Österreich | Merck Gesellschaft mbH | 2,32 | 20,16 | 2,32 |
| Österreich | Sigma-Aldrich Handels GmbH | 1,22 | 7,25 | 1,22 |
| Polen | Bissantille Investments Sp. z o.o. | b) | b) | b) |
| Polen | Merck Business Solutions Europe Sp. z o.o. | 4,78 | 45,42 | 20,29 |
| Polen | Merck Life Science Sp. z o.o. | 2,08 | 79,63 | 8,86 |
| Polen | Merck Sp. z o.o. | 3,56 | 255,97 | 14,77 |
| Portugal | Merck, S.A. | 2,66 | 21,27 | 2,66 |
| Rumänien | Merck Romania S.R.L. | -0,26 | 43,36 | -1,27 |
| Russland | Chemical Trade Limited LLC | b) | b) | b) |
| Russland | Merck Life Science LLC | 1,06 | 445,11 | 101,73 |
| Russland | Merck LLC | 14,72 | 16.357,73 | 1.497,40 |
| Schweden | Merck AB | 0,75 | 84,49 | 8,68 |
| Schweden | Merck Life Science AB | 39,97 | 788,97 | 456,99 |
| Schweiz | Ares Trading SA | 1.287,24 | 1.596,11 | 1.287,24 |
| Schweiz | Asceneuron SA | b) | b) | b) |
| Schweiz | CAM AG Chemie-Erzeugnisse und Adsorptionstechnik AG | b) | b) | b) |
| Schweiz | Chord Therapeutics SA | -7,13 | 67,85 | -6,64 |
| Schweiz | Cridec SA | b) | b) | b) |
| Schweiz | FoRx Therapeutics AG | b) | b) | b) |
| Schweiz | Inthera Bioscience AG | b) | b) | b) |
| Schweiz | Merck & Cie KmG | 57,07 | 1,98 | 54,05 |
| Schweiz | Merck (Schweiz) AG | 0,94 | 15,21 | 0,89 |
| Schweiz | Merck Performance Materials (Suisse) SA | 49,17 | 385,06 | 45,96 |
| Schweiz | Merck Serono SA | 1.036,60 | 2.446,38 | 1.036,60 |
| Schweiz | Nouscom AG | b) | b) | b) |
| Schweiz | Repronovo SA | b) | b) | b) |
| Schweiz | SeroMer Holding SA | 1.062,32 | 3.285,32 | 1.062,32 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich (Switzerland) Holding AG | 301,80 | 6.169,94 | 283,25 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich Chemie GmbH | 11,68 | 89,58 | 11,25 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich International GmbH | 177,47 | 5.772,79 | 194,45 |
| Schweiz | Sigma-Aldrich Production GmbH | 3,78 | 94,14 | 3,63 |
| Schweiz | UNISERS AG | b) | b) | b) |
| Serbien | Merck d.o.o. Beograd | 1,33 | 1.441,41 | 155,70 |
| Slowakei | Merck Life Science spol. s r.o. | 0,34 | 1,46 | 0,34 |
| Slowakei | Merck spol. s r.o. | 0,74 | 16,17 | 0,74 |
| Slowenien | Merck d.o.o. | 0,15 | 2,50 | 0,15 |
| Spanien | Merck Chemicals and Life Science S.A.U. | 1,54 | 54,61 | 1,54 |
| Spanien | Merck Life Science S.L.U. | 6,98 | 37,07 | 6,98 |
| Spanien | Merck, S.L.U. | 35,66 | 248,85 | 35,66 |
| Tschechien | Merck Life Science spol. s r.o. | 0,91 | 379,66 | 22,97 |
| Tschechien | Merck spol. s r.o. | -3,57 | 1.332,13 | -85,78 |
| Türkei | Merck Ilac, Ecza Ve Kimya Ticaret Anonim Sirketi | -14,59 | 1.636,06 | -537,28 |
| Ungarn | Merck Kft. | 2,24 | 11.526,75 | 957,96 |
| Ungarn | Merck Life Science Kft. | 1,64 | 4.259,30 | 663,94 |
| Nordamerika | ||||
| Kanada | EMD Inc. | 2,35 | 53,04 | 3,43 |
| Kanada | Future Fertility Inc. | b) | b) | b) |
| Kanada | MilliporeSigma Canada Ltd. | -0,52 | 28,90 | -0,59 |
| USA | ActiThera Inc. | b) | b) | b) |
| USA | AdVia Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Aldrich Chemical Co. LLC | 47,97 | 383,03 | 48,22 |
| USA | Aldrich Chemical Foreign Holding LLC | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| USA | Aldrich-APL, LLC | 3,87 | 24,17 | 4,17 |
| USA | Allozyne, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Altoida, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Anjuna Security, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Archemix Corporation | b) | b) | b) |
| USA | Baird Venture Partners IV Limited Partnership | b) | b) | b) |
| USA | BioControl Systems, Inc. | -2,44 | 33,09 | -2,62 |
| USA | Biolinq Inc. | b) | b) | b) |
| USA | BioReliance Corporation | 63,27 | 206,70 | 68,58 |
| USA | BioVascular, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Celestial AI Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Cell Marque Corporation | 29,10 | 104,16 | 31,24 |
| USA | CellFE, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Cerilliant Corporation | 29,85 | 132,46 | 32,36 |
| USA | Concerto Biosciences, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Corvic, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Deltanoid Pharmaceuticals, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Dynamis Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Electron Transfer Technologies, Inc. | -0,01 | -0,16 | -0,01 |
| USA | ElectronInks Inc. | b) | b) | b) |
| USA | EMD Biotech LLC | -7,15 | -7,71 | -7,71 |
| USA | EMD Digital Inc. | -13,28 | -69,01 | -14,38 |
| USA | EMD Finance LLC | 6,21 | 6,74 | 6,72 |
| USA | EMD Group Holding, Inc. | 7,54 | 4.996,50 | 7,78 |
| USA | EMD Holding Corp. | 1.364,81 | 21.186,86 | 1.448,95 |
| USA | EMD Invest LLC | 0,00 | 0,06 | 0,00 |
| USA | EMD Millipore Corporation | 435,88 | 3.728,03 | 464,57 |
| USA | EMD Performance Materials Corp. | -89,89 | 231,76 | -94,82 |
| USA | EMD Serono Holding, Inc. | -12,26 | 2.588,76 | -13,22 |
| USA | EMD Serono Research & Development Institute, Inc. | 16,75 | 140,96 | 17,81 |
| USA | EMD Serono, Inc. | 75,58 | 200,10 | 81,78 |
| USA | Exelead Inc. | -74,25 | 108,90 | -80,34 |
| USA | FloDesign Sonics, Inc. | -0,06 | 2,45 | -0,07 |
| USA | Galecto, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | High Line Bio, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | IDRX, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | ImmuneBridge Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Immunitas Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Indi Molecular, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Intermolecular, Inc. | -6,17 | -32,81 | -6,67 |
| USA | J.C. Schumacher Company | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| USA | Kivu BioScience Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Kraig Biocraft Laboratories, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Lumiode, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | MemryX Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Metalenz, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | micropsi industries, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Millipore Asia Ltd. | 7,62 | 35,22 | 8,31 |
| USA | MilliporeSigma Distribution LLC | -3,83 | 16,48 | -4,56 |
| USA | Mirus Bio, LLC | -6,23 | 288,81 | -6,52 |
| USA | Neurable Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Neurolutions, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Pacific Light & Hologram, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | PDS Biotechnology Corporation | b) | b) | b) |
| USA | Pictor Labs, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Plexium Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Polaris Electro-Optics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Precigen, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Prolog Healthy Living Fund II, L.P. | b) | b) | b) |
| USA | Quintessent Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Raze Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Research Organics, LLC | 1,58 | 53,37 | 1,61 |
| USA | Ribometrix Inc. | b) | b) | b) |
| USA | SAFC Biosciences, Inc. | 27,62 | 78,76 | 32,55 |
| USA | SAFC Carlsbad, Inc. | -48,40 | -103,40 | -52,36 |
| USA | SAFC, Inc. | -33,02 | -50,75 | -35,64 |
| USA | SeeQC, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Sequoia Vaccines, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Sigma Chemical Foreign Holding LLC | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| USA | Sigma Redevelopment Corporation | -5,69 | 46,02 | -6,14 |
| USA | Sigma-Aldrich Co. LLC | 121,50 | 3.414,27 | 124,49 |
| USA | Sigma-Aldrich Corporation | 658,68 | 2.782,91 | 703,16 |
| USA | Sigma-Aldrich Manufacturing LLC | 49,60 | 319,98 | 63,52 |
| USA | Sigma-Aldrich Missouri Insurance Company | 2,16 | 23,99 | 2,32 |
| USA | Sigma-Aldrich Research Biochemicals, Inc. | 3,99 | 48,05 | 4,33 |
| USA | Sigma-Aldrich RTC, Inc. | -7,23 | 2,92 | -7,94 |
| USA | Sigma-Aldrich, Inc. | 138,76 | 209,73 | 151,01 |
| USA | Sigma-Genosys of Texas LLC | 1,20 | 9,76 | 1,25 |
| USA | Sonde Health, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Supelco, Inc. | -19,69 | -65,45 | -21,31 |
| USA | Surface Solutions, LLC | b) | b) | b) |
| USA | Syntropy Technologies LLC | b) | b) | b) |
| USA | Telios Pharma, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Thintronics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Tignis Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Tioga Pharmaceuticals, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Unity Semiconductor Inc. | 0,00 | 0,40 | 0,00 |
| USA | Vera Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Versum Materials Manufacturing Company, LLC | -0,33 | 617,01 | -0,34 |
| USA | Versum Materials Technology LLC | 0,13 | -21,84 | 0,15 |
| USA | Versum Materials US International, Inc. | 0,34 | 817,60 | 0,38 |
| USA | Versum Materials US, LLC | -19,56 | 2.893,60 | -21,15 |
| USA | Versum Materials, Inc. | -49,42 | -126,28 | -53,46 |
| USA | ViuRx Pharmaceuticals, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Vizgen, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Xilio Therapeutics, Inc. | b) | b) | b) |
| USA | Zeel Networks, Inc. | b) | b) | b) |
| Asien-Pazifik (APAC) | ||||
| Australien | Merck Healthcare Pty. Ltd. | 3,39 | 62,23 | 5,49 |
| Australien | Merck Pty. Ltd. | 11,06 | 46,12 | 18,15 |
| Australien | Sigma-Aldrich Oceania Pty. Ltd. | 0,81 | 112,00 | 1,33 |
| Australien | Merck Life Science PTY LTD | -5,42 | 58,87 | -8,88 |
| China | IKAS Industry Co., Ltd. | b) | b) | b) |
| China | Merck Chemicals (Shanghai) Co., Ltd. | 4,59 | 681,12 | 33,08 |
| China | Merck Display Materials (Shanghai) Co., Ltd. | 26,20 | 886,69 | 204,25 |
| China | Merck Electronic Materials (Suzhou) Ltd. | 10,63 | 208,78 | 82,82 |
| China | Merck Electronics (Zhangjiagang) Co., Ltd. | -4,80 | 203,35 | -37,17 |
| China | Merck Holding (China) Co., Ltd. | 5,39 | 1.674,55 | 41,20 |
| China | Merck Life Science Ltd. | 34,64 | 36,91 | 37,76 |
| China | Merck Life Science Technologies (Nantong) Co., Ltd. | -0,16 | 235,38 | -1,81 |
| China | Merck Ltd. | -0,41 | -2,17 | -3,48 |
| China | Merck Performance Materials Hong Kong Ltd. | 44,57 | 590,61 | 364,55 |
| China | Merck Pharmaceutical (HK) Ltd. | 0,74 | 98,84 | 6,17 |
| China | Merck Pharmaceutical Distribution (Jiangsu) Co., Ltd. | 8,97 | 298,38 | 69,91 |
| China | Merck Pharmaceutical Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd. | 28,97 | 1.000,14 | 226,75 |
| China | Merck Serono (Beijing) Pharmaceutical Distribution Co., Ltd. | 7,31 | 720,69 | 56,30 |
| China | Merck Serono (Beijing) Pharmaceutical R&D Co., Ltd. | -0,39 | 66,18 | -2,73 |
| China | Merck Serono Co., Ltd. | 9,28 | 700,71 | 72,84 |
| China | Merck Testing (Shanghai) Co., Ltd. | b) | b) | b) |
| China | Merck Testing and Certification (Shanghai) Co., Ltd. | -0,07 | 330,89 | -0,58 |
| China | Multitude Therapeutics Inc. | b) | b) | b) |
| China | Nanjing Xinchen Neuromorphic Technology Co., Ltd. | b) | b) | b) |
| China | SAFC Hitech (Shanghai) Co., Ltd. | 3,89 | 62,89 | 30,44 |
| China | Sigma-Aldrich (Shanghai) Trading Co., Ltd. | -6,82 | 568,52 | -59,20 |
| China | Sigma-Aldrich (Wuxi) Life Science & Technology Co., Ltd. | 24,04 | 934,68 | 188,41 |
| China | Unity Semiconductor China Co., Ltd | 0,02 | 1,05 | 0,17 |
| China | Versum Materials (Dalian) Co., Ltd. | 0,05 | 8,28 | 0,37 |
| China | Versum Materials (Shanghai) Co., Ltd. | 18,62 | 670,62 | 145,58 |
| Indien | Merck Life Science Pvt. Ltd. | 16,75 | 9.397,19 | 1.531,05 |
| Indien | Merck Performance Materials Pvt. Ltd. | 1,45 | 1.303,65 | 130,87 |
| Indien | Merck Specialities Pvt. Ltd. | 26,12 | 3.704,20 | 2.366,74 |
| Indien | Sigma-Aldrich Chemicals Private Limited | 21,25 | 8.496,95 | 1.916,86 |
| Indonesien | P.T. Merck Chemicals and Life Sciences | 1,79 | 336.307,04 | 30.525,49 |
| Indonesien | P.T. Merck Tbk. | 9,27 | 845.927,05 | 157.833,86 |
| Japan | Merck Biopharma Co., Ltd. | 9,25 | 11.570,79 | 1.563,53 |
| Japan | Merck Electronics Ltd. | 99,59 | 46.041,85 | 16.399,84 |
| Japan | Merck Holdings G.K. | 6,02 | 20.609,18 | 980,60 |
| Japan | Merck Ltd. | 11,66 | 14.948,28 | 1.906,62 |
| Japan | Merck Performance Materials G.K. | 15,00 | 15.913,44 | 2.467,31 |
| Japan | Merck Semiconductor Solutions Ltd. | b) | b) | b) |
| Japan | Resonac Versum Materials Co. LTD | b) | b) | b) |
| Japan | Sigma-Aldrich Japan G.K. | 0,83 | 5.036,44 | 124,87 |
| Japan | Versum Materials Japan Inc. | 13,89 | 6.304,01 | 2.274,07 |
| Malaysia | Merck Sdn Bhd | 1,29 | 100,01 | 5,04 |
| Malaysia | Sigma-Aldrich (M) Sdn Bhd | 0,02 | 12,38 | -0,15 |
| Malaysia | Surface Solutions Sdn. Bhd. | b) | b) | b) |
| Malaysia | Versum Materials Malaysia Sdn Bhd | 0,81 | 34,71 | 3,78 |
| Neuseeland | Merck Ltd. | 1,20 | -0,10 | 2,13 |
| Neuseeland | Merck Life Science Limited | -0,80 | 8,18 | -1,39 |
| Philippinen | Merck Business Solutions Asia Inc. | 5,98 | 933,60 | 371,12 |
| Philippinen | Merck Inc. | -3,04 | 1.361,17 | -186,87 |
| Singapur | Merck Life Science Testing Services Pte. Ltd. | b) | b) | b) |
| Singapur | Merck Performance Materials Pte. Ltd. | 2,22 | 50,56 | 2,39 |
| Singapur | Merck Pte. Ltd. | 8,17 | 569,06 | 11,95 |
| Singapur | Sigma-Aldrich Pte. Ltd. | 21,73 | 507,40 | 31,10 |
| Singapur | Unity Semiconductor PTE.LTD. | 0,68 | -12,08 | 0,97 |
| Singapur | Versum Materials Singapore International Pte. Ltd. | 22,61 | 16,58 | 24,04 |
| Singapur | Versum Materials Singapore Pte. Ltd. | 205,66 | 995,25 | 223,09 |
| Südkorea | Construction Guarantee Cooperative | b) | b) | b) |
| Südkorea | Merck Electronic Materials Ltd. | 14,22 | 155.725,28 | 21.119,30 |
| Südkorea | Merck Ltd. | 12,43 | 315.594,55 | 17.890,99 |
| Südkorea | Merck Performance Materials Ltd. | 8,83 | 159,57 | 9,29 |
| Südkorea | Sigma-Aldrich Korea Ltd. | 13,48 | 123.433,72 | 19.966,58 |
| Südkorea | Surface Solutions, Inc. | b) | b) | b) |
| Südkorea | Versum Materials ADM Korea Inc. | 133,58 | 205,85 | 145,02 |
| Südkorea | Versum Materials HYT Inc. | 21,30 | 102.350,68 | 31.523,97 |
| Südkorea | Versum Materials Korea Inc. | 124,74 | 596.361,55 | 185.399,42 |
| Südkorea | Versum Materials PM Korea Inc. | -15,66 | 152.480,22 | -23.308,87 |
| Südkorea | Versum Materials SPC Korea Ltd. | 0,47 | 29,73 | 0,55 |
| Taiwan | Merck Ltd. | 5,47 | 474,11 | 190,51 |
| Taiwan | Merck Performance Materials Ltd. | 22,86 | 4.054,88 | 802,05 |
| Taiwan | SAFC Hitech Taiwan Co., Ltd. | 60,47 | 6.742,56 | 2.104,07 |
| Taiwan | Unity Semiconductor Limited Company | 0,02 | -20,56 | 0,71 |
| Taiwan | Versum Materials Taiwan Co., Ltd. | 28,48 | 6.235,80 | 990,01 |
| Thailand | Merck Ltd. | 2,09 | 1.354,73 | 76,06 |
| Thailand | Surface Materials (Thailand) Ltd. | b) | b) | b) |
| Vietnam | Merck Healthcare Vietnam Limited | 4,87 | 861.816,07 | 130.386,00 |
| Vietnam | Merck Vietnam Company Limited | 0,35 | 165.537,55 | 10.089,15 |
| Lateinamerika | ||||
| Argentinien | Merck S.A. | 8,46 | 105.357,97 | 9.079,84 |
| Argentinien | Sigma-Aldrich de Argentina S.R.L. | 1,65 | 2.096,18 | 1.769,54 |
| Brasilien | Merck S.A. | 23,07 | 1.601,89 | 106,06 |
| Brasilien | Sigma-Aldrich Brasil Ltda. | 2,37 | 107,07 | 13,25 |
| Brasilien | Surface Solutions Brasil Ltda. | b) | b) | b) |
| Chile | Merck S.A. | 0,25 | 47.997,64 | 438,50 |
| Chile | Sigma-Aldrich Quimica Ltda. | -0,18 | 549,65 | -167,22 |
| Dominikanische Republik | Merck Dominicana, S.R.L. | b) | b) | b) |
| Ecuador | Merck C.A. | 0,57 | 18,39 | 0,41 |
| Guatemala | Merck, S.A. | 1,11 | 119,09 | 9,28 |
| Kaimaninseln | CLEARInk Displays, Ltd. | b) | b) | b) |
| Kaimaninseln | MoonLake Immunotherapeutics Ltd. | b) | b) | b) |
| Kolumbien | Merck S.A. | 3,49 | 198.299,97 | 15.348,35 |
| Mexiko | Merck Biopharma Distribution S.A. de C.V. | -1,09 | 1.782,28 | -4,98 |
| Mexiko | Merck, S.A. de C.V. | -9,93 | 3.754,07 | -223,19 |
| Mexiko | Sigma-Aldrich Quimica, S. de R.L. de C.V. | 1,10 | 450,79 | 23,47 |
| Panama | Merck, S.A. | 0,19 | 0,44 | 0,19 |
| Panama | Mesofarma Corporation | -0,06 | 37,51 | 0,33 |
| Peru | Merck Peruana S.A. | 1,43 | 102,05 | 5,87 |
| Uruguay | Ares Trading Uruguay S.A. | 21,37 | 81,97 | 23,07 |
| Venezuela | Merck S.A. | b) | b) | b) |
| Venezuela | Representaciones MEPRO S.A. | b) | b) | b) |
| Mittlerer Osten und Afrika (MEA) | ||||
| Ägypten | Merck Ltd. | 0,33 | 76,68 | 34,31 |
| Algerien | Merck Algerie SARL | -0,03 | 143,35 | -4,65 |
| Algerien | Novapharm Production SARL | b) | b) | b) |
| Israel | AION Labs Innovation Lab Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | CombinAble.AI Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | DenovAI Biotech Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Genopore Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Inter-Lab Ltd. | -2,99 | 6,10 | -3,22 |
| Israel | InterPharm Laboratories Ltd. | 10,11 | 83,28 | 11,00 |
| Israel | MediSafe Project Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Merck Serono Ltd. | 0,87 | 23,71 | 1,00 |
| Israel | Metabomed Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Neologic Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | NucleAI Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Pilltracker 2015 Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | PMatX Ltd. | 0,00 | 0,00 | 0,01 |
| Israel | Purple Biotech Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | PxE Computational Imaging Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | QLight Nanotech Ltd. | 0,14 | 4,76 | 0,50 |
| Israel | Sentaur Bio Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Sigma-Aldrich Israel Ltd. | 4,40 | 348,29 | 17,93 |
| Israel | TaKenOti Bio Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | TenAces Biosciences Ltd. | b) | b) | b) |
| Israel | Versum Materials Israel Ltd. | 4,03 | 31,01 | 4,35 |
| Israel | Wiliot Ltd. | b) | b) | b) |
| Kenia | Merck Healthcare and Life Science Limited | 0,12 | 125,52 | 18,00 |
| Nigeria | Merck Pharmaceutical and Life Sciences Ltd. | b) | b) | b) |
| Saudi Arabien | Merck Limited | 1,42 | 113,35 | 3,62 |
| Saudi Arabien | Merck Regional Headquarters Company (A One-Person Limited Liability Company) | -0,30 | -1,21 | -1,22 |
| Südafrika | Merck (Pty) Ltd. | 1,26 | 496,05 | 24,15 |
| Südafrika | Merck Life Science (Pty) Ltd. | 1,06 | 179,90 | 22,59 |
| Tunesien | Merck Promotion SARL | 0,08 | 0,74 | 0,26 |
| Tunesien | Merck SARL | 0,01 | 22,78 | 0,01 |
| Vereinigte Arabische Emirate | Merck Serono Middle East FZ-Ltd. | 29,86 | 784,69 | 122,51 |
a) Ergebnisabführungsvertrag.
b) Angabe unterbleibt wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB.
c) Betriebsstätte der Merck KGaA.
Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss der MERCK Kommanditgesellschaft auf Aktien, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der MERCK Kommanditgesellschaft auf Aktien, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene (Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Zudem haben wir die als lageberichtsfremd gekennzeichneten Angaben im zusammengefassten Lagebericht nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärungen und der lageberichtsfremden Angaben. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir mit der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
a) Die Gesellschaft weist unter den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2024 Anteile an verbundenen Unternehmen in einer Gesamthöhe von Mio. EUR 23.736,8 aus. Diese stellen mit ca. 88 % der Bilanzsumme den wesentlichen Anteil an den Vermögensgegenständen der Gesellschaft dar. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ermittlung des beizulegenden Werts basiert auf kapitalwertorientierten Verfahren, da in der Regel keine Marktwerte für die einzelnen Anteile an den verbundenen Unternehmen vorliegen. Dabei wird der beizulegende Wert mittels vereinfachten Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt, denen die von den jeweiligen Finanzleitern erstellte und mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschriebene Mittelfristplanung des verbundenen Unternehmens zugrunde gelegt wird. Die Abzinsung erfolgt mittels vereinfacht ermittelter gewichteter Kapitalkosten.
Die Werthaltigkeitsbeurteilung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist in hohem Maße von Schätzungen und Ermessensausübungen der gesetzlichen Vertreter abhängig. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Anhang in Abschnitt 12 "Finanzanlagen" enthalten.
b) Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem ein Verständnis der im Prozess enthaltenen rechnungslegungsrelevanten Kontrollen erlangt und das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Soweit identifizierte Kontrollen für unsere Prüfung relevant waren, haben wir sie einer Aufbauprüfung unterzogen. Bei Schätzungen der gesetzlichen Vertreter haben wir die angewandten Methoden, die getätigten Annahmen und die verwendeten Daten auf Vertretbarkeit beurteilt. In Bezug auf die Prognose künftiger Zahlungsströme haben wir zunächst die Zuverlässigkeit der Planung anhand von Überprüfungen der Planungstreue in der Vergangenheit gewürdigt sowie den zugrunde liegenden Planungsprozess aufgenommen und eine kritische Beurteilung durchgeführt. Dabei haben wir uns parallel mit dem Vorgehen der Gesellschaft zur Bestimmung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung erhaltenen Nachweise und Informationen beurteilt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen.
Anschließend haben wir die von der Gesellschaft verwendeten vereinfachten Discounted-Cashflow-Modelle zur Ermittlung der beizulegenden Werte gewürdigt und die getroffenen Annahmen hinsichtlich des entsprechenden Diskontierungszinssatzes mit allgemeinen, unternehmensspezifischen und branchenspezifischen Markterwartungen abgestimmt. Bei einzelnen, unter Risikogesichtspunkten ausgewählten verbundenen Unternehmen haben wir, ausgehend von der aktuellen Ergebnissituation, die durch den jeweiligen Finanzleiter erstellte Mittelfristplanung der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung und die zugrunde liegenden Planungsannahmen kritisch gewürdigt. Ferner haben wir uns für ausgewählte verbundene Unternehmen von der bisherigen Planungstreue der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
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den Bericht des Aufsichtsrats, |
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die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene (Konzern-)Nachhaltigkeitserklärung, |
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die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, |
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die TCFD-Berichterstattung, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, |
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die anderen als lageberichtsfremd beschriebenen Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts, |
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die Versicherungen der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht, und |
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alle übrigen Teile des Geschäftsberichts zum Jahresabschluss, |
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aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. |
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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planen wir die Jahresabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Geschäftsbereichen einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Jahresabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei, die den SHA-256-Wert 8d16df6445f8087778a2f147ae53e785bf11ed13c44e258e1e87c4274cd5e29a aufweist, enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2024 als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses gewählt. Wir wurden am 15. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses der MERCK KGaA, Darmstadt, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Daniel Weise.
Frankfurt am Main, den 18. Februar 2025
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christoph Schenk, Wirtschaftsprüfer
Daniel Weise, Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Merck KGaA ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Merck KGaA vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Merck KGaA beschrieben sind.
Darmstadt, 17. Februar 2025
Belén Garijo
Kai Beckmann
Peter Guenter
Matthias Heinzel
Helene von Roeder
Der Aufsichtsrat nahm auch im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung der Merck KGaA und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahr. Insbesondere überwachte der Aufsichtsrat die Arbeit der Geschäftsleitung sorgfältig und regelmäßig.
Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung war durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Die Geschäftsleitung erstattete dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 regelmäßig schriftlich und mündlich Bericht über die geschäftliche Entwicklung der Merck KGaA sowie des Merck-Konzerns. Zudem legte die Geschäftsleitung dem Aufsichtsrat insbesondere die Markt- und Absatzsituation des Unternehmens vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die finanzielle Lage der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften, deren Ertragsentwicklung sowie die Unternehmensplanung dar. Im Rahmen der quartalsmäßigen Berichterstattung wurden jeweils Umsatz und Ergebnis für den Merck-Konzern insgesamt und in den Gliederungen nach Geschäftsbereichen dargestellt. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Informationsaustausch mit der Vorsitzenden der Geschäftsleitung.
Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2024 zu insgesamt acht Sitzungen (fünf davon in Präsenz) zusammen, von denen sechs reguläre Sitzungen und zwei ad-hoc-Sitzungen zu laufenden Projekten waren. In vier der acht Sitzungen diskutierte er ausführlich über die Berichte der Geschäftsleitung und erörterte gemeinsam mit der Geschäftsleitung die Entwicklung des Unternehmens sowie die strategischen Fragestellungen. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstattete in diesen Sitzungen des Aufsichtsrats ausführlich Bericht über die zurückliegenden Sitzungen des Prüfungsausschusses. Weiterhin gab es im Geschäftsjahr 2024 ein Informationsangebot (in virtueller Form) an den Aufsichtsrat zum Ergebnis einer Medikamentenstudie.
In einer außerordentlichen Sitzung im Januar 2024, wurde mit der Amtsniederlegung von Wolfgang Büchele als langjähriger Vorsitzender, Michael Kleinemeier als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats bis zur Hauptversammlung am 26. April 2024 gewählt.
In der Sitzung im Februar 2024 beschäftigte sich der Aufsichtsrat zunächst intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss für das Jahr 2023, dem zusammengefassten Lagebericht, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers (Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, "Deloitte"), einschließlich des Prüfungsberichts zur nichtfinanziellen Erklärung für das Geschäftsjahr 2023, sowie dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der Abschlussprüfer (Deloitte) erläuterte die Prüfungsberichte einschließlich der Prüfungsschwerpunkte. Die Geschäftsleitung und der Leiter Group Financial Reporting berichteten über die Abschlüsse. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat den Bericht und die Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung und das Kompetenzprofil inklusive Qualifikationsmatrix, die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat verabschiedete außerdem die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung, die neben der Anpassung der Aufsichtsratsvergütung auch die Wahlvorschläge für die Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder umfasste. Seitens der Geschäftsleitung wurde über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 berichtet sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2024 in groben Zügen dargelegt.
In einer Sitzung im April 2024 kam der neu gewählte Aufsichtsrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammen, auf der der Aufsichtsrat seinen Vorsitzenden sowie dessen Stellvertreter und die Mitglieder des Prüfungsausschusses einschließlich dessen Vorsitzende wählte.
In der Sitzung im Mai 2024 lag ein Schwerpunkt auf dem Bericht der Geschäftsleitung zur Geschäftsentwicklung im 1. Quartal und der Prognose für das Geschäftsjahr 2024. Die Geschäftsleitung erläuterte die Entwicklung im 1. Quartal 2024 und gab einen Ausblick auf die zu erwartende geschäftliche Entwicklung im Gesamtjahr 2024. Die Beiträge der einzelnen Geschäftsbereiche zur finanziellen Entwicklung wurden ausführlich im Aufsichtsrat diskutiert. Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete die Vorstellung der Geschäftsbereiche Healthcare, Life Science und Electronics. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der "Employee Engagement Survey" 2023.
In der Sitzung im Juli 2024 berichtete die Geschäftsleitung zunächst über die Geschäftsentwicklung im 2. Quartal 2024 und die damit in Verbindung stehende Erhöhung der Prognose für den Konzern. Ein weiteres Thema war die Prüfung des Vergütungsberichts durch den Abschlussprüfer (Deloitte), der mit der formellen und materiellen Prüfung des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2024 beauftragt wurde. In der Juli-Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der "Process Solutions"-Strategie.
In der Sitzung des Aufsichtsrats im November 2024 gab die Geschäftsleitung zunächst einen Überblick über die geschäftliche Entwicklung im 3. Quartal 2024. Die Hintergründe der Geschäftsentwicklung wurden anschließend ausführlich im Aufsichtsrat diskutiert. Weitere Themenschwerpunkte waren die Unternehmensstrategie und der Bericht vom Global Leadership Summit (GLS). Im Anschluss berichtete der Leiter Group Financial Reporting über Geschäfte der Merck KGaA mit nahestehenden Personen im Sinne der §§ 111a ff. Aktiengesetz (AktG). Geschäfte, die nach § 111b Abs. 1 AktG der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, lagen nicht vor. Des Weiteren wurden die Mitglieder des Nominierungsausschusses neu gewählt. Im Vorfeld der Novembersitzung wurde der Aufsichtsrat umfangreich von internen und externen Fachleuten zur Nachhaltigkeit und zur Nachhaltigkeitsberichterstattung geschult.
Der Aufsichtsrat tagt zum Abschluss seiner Sitzungen regelmäßig ohne die Mitglieder der Geschäftsleitung. Zudem treffen sich die Vertreter der Arbeitnehmer vor den Sitzungen des Aufsichtsrats jeweils zu einer Vorbereitungssitzung. Direkt im Anschluss an eine Sitzung des Aufsichtsrats findet eine Nachbereitung durch die Vertreter der Arbeitnehmer statt. In diesem Rahmen wird unter anderem besprochen, welche Themen auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Aufsichtsrats gesetzt werden sollen.
Der handelsrechtliche Jahresabschluss der Merck KGaA, der Konzernabschluss des Merck-Konzerns sowie der zusammengefasste Lagebericht für die Merck KGaA und den Merck-Konzern wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft.
Der Jahresabschluss der Merck KGaA wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach deutschen Prüfungsgrundsätzen versehen.
Für den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht hat der Abschlussprüfer den im Konzerngeschäftsbericht abgedruckten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Ferner hat der Abschlussprüfer die Ermittlung der Beteiligung der Merck KGaA am Ergebnis der E. Merck KG gemäß § 27 Abs. 2 der Satzung der Merck KGaA geprüft. Der Jahresabschluss der Merck KGaA, der Konzernabschluss des Merck-Konzerns, der zusammengefasste Lagebericht für die Merck KGaA und den Merck-Konzern sowie der Vorschlag der Geschäftsleitung für die Verwendung des Bilanzgewinns sind zunächst dem Prüfungsausschuss und anschließend dem Aufsichtsrat zusammen mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers vorgelegt worden.
Der Prüfungsausschuss hat den Jahresabschluss der Merck KGaA, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht des Abschlussprüfers geprüft. Ebenso erfolgte die Prüfung des Konzernabschlusses des Merck-Konzerns sowie des zusammengefassten Lageberichts für die Merck KGaA und den Merck-Konzern. Die Prüfungsberichte der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurden zur Kenntnis genommen. Ein besonderes Augenmerk legte der Prüfungsausschuss dabei auf die im jeweiligen Bestätigungsvermerk enthaltenen, besonders wichtigen Prüfungssachverhalte, die sich daraus ergebenden Risiken für den Abschluss sowie die beschriebene Vorgehensweise bei der Prüfung und die Schlussfolgerungen des Abschlussprüfers. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hatte der Prüfungsausschuss keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat den von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss des Merck-Konzerns, den zusammengefassten Lagebericht der Merck KGaA und des Merck-Konzerns sowie den vom Abschlussprüfer gemäß § 27 Abs. 2 der Satzung der Merck KGaA vorgelegten Bericht zu billigen.
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats im Februar 2025 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Merck KGaA, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den ihm nach § 27 Abs. 2 der Satzung der Merck KGaA vorgelegten Bericht des Abschlussprüfers gemäß § 14 Abs. 2 der Satzung der Merck KGaA geprüft. Weiterhin erfolgte die Prüfung des Konzernabschlusses des Merck-Konzerns, des zusammengefassten Lageberichts für die Merck KGaA und den Merck-Konzern. Des Weiteren wurden die Prüfungsberichte der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Kenntnis genommen. An dieser Sitzung haben zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt wiederum die den Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss der Merck KGaA und zum Konzernabschluss des Merck-Konzerns unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer teilgenommen und über ihre Prüfung berichtet. Dies gilt ebenso für die Sitzung des Prüfungsausschusses. Auf Grundlage der Empfehlung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Überprüfung billigte der Aufsichtsrat den von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss des Merck-Konzerns und den zusammengefassten Lagebericht der Merck KGaA und des Merck-Konzerns sowie den vom Abschlussprüfer gemäß § 27 Abs. 2 der Satzung der Merck KGaA vorgelegten Bericht. Er schloss sich dem Vorschlag der Geschäftsleitung für die Verwendung des Bilanzgewinns nach eigener Prüfung an.
Corporate Governance ist für den Aufsichtsrat eine Thematik von hohem Stellenwert. Nach eigener Einschätzung gehört dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte, wie durch den Deutschen Corporate Governance Kodex definiert, traten bei den Aufsichtsratsmitgliedern im vorliegenden Berichtsjahr nicht auf. Der Dialog mit den im Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Stakeholdergruppen ist ein wichtiges Element der Meinungsbildung im Unternehmen und zum Beispiel im Rahmen von Umfragen zur Materialitätsanalyse aber auch direkten Gesprächen abgebildet. Damit zusammenhängende Anregungen seitens zum Beispiel der Investoren nimmt der Aufsichtsrat sehr ernst. Der Aufsichtsratsvorsitzende führte im Geschäftsjahr 2024 rund zehn Gespräche mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen. Zu Anfang des Jahres standen Sondierungsgespräche rund um die Hauptversammlung im Mittelpunkt der Gespräche mit Herrn Dr. Büchele. Herr Kleinemeier setzte als neuer Aufsichtsratsvorsitzender die Investorengespräche fort und diskutierte im Laufe des Jahres u.a. mit JO Hambro oder der DWS Investment GmbH aufsichtsratsspezifische Themen rund um Corporate Governance. Herr Kleinemeier, ebenfalls Mitglied des Personalausschusses, erörterte dabei mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung über das Vergütungssystem auf der Hauptversammlung 2025 das Vergütungssystem der Geschäftsleitung sowie geplante Veränderungen. Im Fokus stand dabei zum einen die Erläuterung der Gewinnbeteiligung, die eine Besonderheit des Vergütungssystems bei Merck darstellt. Zum anderen wurde die Ausgestaltung der Key Performance Indicators in der langfristigen Komponente des Vergütungssystems eingehend besprochen. Darüber hinaus kamen Themen wie das virtuelle Format der Hauptversammlung oder das Thema Mandate und Nachhaltigkeitskompetenz im Aufsichtsrat zur Sprache.
Der Aufsichtsrat verfügt über einen Onboarding Prozess, um neuen Mitgliedern eine schnelle und effiziente Einarbeitung zu ermöglichen. Zuletzt wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats im Mai 2024 entsprechend geschult.
Nach ausführlicher Befassung mit Corporate-Governance-Themen haben Geschäftsleitung und Aufsichtsrat im Februar 2025 die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG beschlossen und gemeinsam abgegeben. Die Erklärung ist auf der Website der Merck KGaA (https://www.merckgroup.com/de/investors/corporate-governance/reports.html) dauerhaft zugänglich. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Merck KGaA, einschließlich der Vergütung von Geschäftsleitung und Aufsichtsrat, enthält die Erklärung zur Unternehmensführung.
Der Aufsichtsrat der Merck KGaA verfügte im Geschäftsjahr 2024 über einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss.
Der Prüfungsausschuss tagt viermal pro Jahr. Weitere Sitzungen werden nach Bedarf einberufen. Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich grundsätzlich mit Fragen der Rechnungslegung und Abschlussprüfung Hierzu gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Zu seinen Aufgaben gehört in diesem Zusammenhang vor allem die Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss und der dazugehörigen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie des Halbjahresfinanzberichts und der Quartalsberichte. Der Prüfungsausschuss diskutiert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauscht sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtet dem Ausschuss hierüber. Der Prüfungsausschuss beurteilt insbesondere auch die Leistung des Abschlussprüfers, vor allem die des verantwortlichen Wirtschaftsprüfers. Des Weiteren ist der Prüfungsausschuss auch mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst. Die diesbezügliche Zuweisung erfolgte durch den Aufsichtsrat im April 2023. Insbesondere die Vorsitzende des Prüfungsausschusses Barbara Lambert weist eine hohe Expertise im Bereich Nachhaltigkeit auf und kann insoweit als Expertin benannt werden.
Der Prüfungsausschuss bereitet die Verhandlungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Vorschlags an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Die Feststellung des Jahresabschlusses obliegt nicht dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Aufsichtsrat, sondern fällt in die Kompetenz der Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss befasst sich außerdem mit der Frage der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Auch befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Internen Revisionssystems sowie der Compliance. Zwischen der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dem Wirtschaftsprüfer gibt es auch außerhalb der Sitzungen des Prüfungsausschusses einen regelmäßigen Austausch.
In der Präsenzsitzung im Februar 2024 erstatteten das für Finanzen zuständige Mitglied der Geschäftsleitung und der Leiter Group Financial Reporting Bericht über den Konzernabschluss 2023 sowie den Jahresabschluss der Merck KGaA, über die sich der Prüfungsausschuss im Folgenden intensiv austauschte. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die in der (Konzern-) Nachhaltigkeitserklärung enthaltenen Nachhaltigkeitsthemen eingegangen. Zudem berichtete der Abschlussprüfer (Deloitte) über die Abschlussprüfung und erläuterte Prüfungsschwerpunkte. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde zur Kenntnis genommen und gewürdigt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Überprüfung und dem Beschluss des dem Aufsichtsrat vorzulegenden Gewinnverwendungsvorschlags, einschließlich der Dividendenausschüttung der Merck KGaA für das Geschäftsjahr 2023 und dem Update zum Thema End-to-End-Berichterstattung - Financial Healthcheck. Der Prüfungsausschuss nahm darüber hinaus den schriftlichen Risikobericht zur Kenntnis und setzte sich mit diesem auseinander. Die Leiterin der Internen Revision stellte im Anschluss den Bericht der Internen Revision für 2023 vor. Der Compliance- und Datenschutzbericht wurde ebenfalls vorgestellt und erläutert. Des Weiteren wurden Details zu den im Geschäftsjahr 2023 genehmigten Nichtprüfungsleistungen erläutert.
In der Präsenzsitzung im Mai 2024 erfolgte nach Konstituierung des neuen Prüfungsausschusses infolge der Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder auf der Hauptversammlung am 26. April 2024 der Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Merck-Konzerns zum 1. Quartal 2024, über den sich der Prüfungsausschuss anschließend intensiv austauschte. Ebenso tauschte sich der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer (Deloitte) zu Beginn der Prüfungsperiode aus. Der Wirtschaftsprüfer gab einen Überblick zur Planung für die Abschlussprüfung. Zudem wurden Status und Fortschritt der Implementierung der Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie ("CSRD") besprochen.
Die Präsenzsitzung des Prüfungsausschusses im Juli 2024 widmete sich dem Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Merck-Konzerns zum 2. Quartal 2024, über den die Mitglieder intensiv diskutierten. Der Abschlussprüfer (Deloitte) stellte die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichtes vor. Des Weiteren gab der Wirtschaftsprüfer ein Update über die Prozessplanung für die Jahresabschlussprüfung und die geplanten Schwerpunkte. Anschließend wurde die Liste der einzelnen Prüfungs- und Nichtprüfungsleistungen beschlossen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Risikobericht zum 1. Halbjahr 2024 sowie der Statusbericht zum internen Kontrollsystem ("IKS"), mit denen sich der Ausschuss eingehend auseinandersetzte. Zudem wurden Status und Fortschritt der CSRD-Implementierung sowie die IT-Strategie besprochen.
In der Präsenzsitzung im November 2024 erstattete der Leiter Group Financial Reporting Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Merck-Konzerns zum 3. Quartal 2024. Die Entwicklung des Umsatzes zeige eine Rückkehr zum organischen Wachstum über die gesamte Gruppe hinweg. Der Prüfungsausschuss tauschte sich über den Bericht zum 3. Quartal ausführlich aus. Im Weiteren befasste er sich mit der Richtlinie zu den außergewöhnlichen Anpassungen (EBITDA versus EBITDA pre), der Überprüfung der Vertragsbedingungen für die jährliche Abschlussprüfung und Evaluation der Abschlussprüfung sowie nicht prüfungsbezogener Aktivitäten nach ausführlicher Erläuterung durch den Leiter Group Financial Reporting. Anschließend wurden die vorläufigen Prüfungsschwerpunkte des Jahresabschlusses sowie der Zeitplan mit dem Abschlussprüfer (Deloitte) besprochen. Schließlich wurden der Bericht der Internen Revision sowie der Statusbericht Compliance- und Datenschutz vorgestellt. Weiterhin wurde ein Überblick zum Stand der Cyber Sicherheit gegeben.
Der Nominierungsausschuss tagte nicht im Geschäftsjahr 2024.
Bis auf die außerordentliche Sitzung im Januar 2024, die Präsenzsitzung im November 2024 sowie die beiden virtuell abgehaltenen ad-hoc-Sitzungen, war der Aufsichtsrat bei allen Sitzungen im Geschäftsjahr voll besetzt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nahmen an sämtlichen Sitzungen des Prüfungsausschusses teil.
Zur gezielten Weiterbildung wird dem Aufsichtsrat mindestens einmal im Jahr eine Informationsveranstaltung mit internen und externen Referenten angeboten. Im Geschäftsjahr 2024 fanden zwei Fortbildungsveranstaltungen statt. Eine Veranstaltung wurde am 31. Juli 2024 zum Thema "Process Solutions Strategie" abgehalten. Der Fokus lag dabei auf viralen Gentherapien und die Strategie für ein robustes Produktionsmuster. Des Weiteren fand am 12. November 2024 eine Fortbildungsveranstaltung mit internen und externen Referenten zu den Themen Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung statt. Bei der Veranstaltung ging es sowohl um die strategische Relevanz von Sustainability, die regulatorische Dynamik und die Herausforderungen als auch um aktuelle Erkenntnisse hinsichtlich der CSRD-Umsetzung mit Blick auf die Industrie. Insbesondere wurden die für den Aufsichtsrat relevanten Aspekte und Entwicklungen im Zusammenhang mit der CSRD (zum Beispiel Befassung mit Nachhaltigkeitsthemen und Schärfen der Nachhaltigkeitskompetenz, Gewährleistung der gesetzlichen Systemüberwachung und Prüfpflicht des Aufsichtsrats) in Bezug genommen und umfassend diskutiert. Auch wurde der Aufsichtsrat detailliert zum Stand der Umsetzung des Plans für den Klimawandel bei Merck informiert. Die Gesellschaft trägt gemeinhin die Kosten für Fortbildungsmaßnahmen des Aufsichtsrats.
Die auf der Hauptversammlung am 26. April 2024 neu gewählten Aufsichtsratsmitglieder erhielten planmäßig ein Onboarding, welches von Mitarbeitern der Rechtsabteilung vorbereitet und durchgeführt wurde. Das im Geschäftsjahr 2024 abgehaltene Onboarding im Mai 2024 umfasste neben rechtlichen Aspekten auch eine Schulung zum neu eingeführten Gremienmanagementtool für Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss.
Darmstadt, im Februar 2025
Der Aufsichtsrat der Merck KGaA
Michael Kleinemeier, Vorsitzender
| 6. März 2025 | Geschäftsbericht |
| 25. April 2025 | Hauptversammlung |
| 15. Mai 2025 | Quartalsmitteilung Q1 |
| 7. August 2025 | Halbjahresfinanzbericht |
| 13. November 2025 | Quartalsmitteilung Q3 |
Herausgegeben am 06. März 2025
von Merck KGaA
Frankfurter Straße 250,
64293 Darmstadt
Telefon: + 49 6151 72-0
www.merckgroup.com
nexxar GmbH, Vienna
www.nexxar.com
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