Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 17730
Vorher
Bolsius Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
31.3.2004
Branche
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
Die Herstellung sowie der Import, Export, Handel und Vertrieb von Wachswaren aller Art sowie der Vertrieb von branchenähnlichen Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Meine Paul Meinen
seit 5.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bolsius International B.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bolsius International B.V.
Schijndel / Niederlande
2.556.459 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bolsius Deutschland GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024

DER BOLSIUS DEUTSCHLAND GMBH, ESSEN

A. Gegenstand des Unternehmens

Die Bolsius Deutschland GmbH ist in dem Bereich der Herstellung sowie des Imports, Exports, Handels und Vertriebs von Wachswaren aller Art sowie in dem Bereich des Vertriebs von branchenähnlichen Artikeln tätig.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Branche

In vielen europäischen Ländern ist der Verkauf von Kerzen und Grablichtern im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gerade die Absatz- und Umsatzzahlen sind stark zurück gegangen. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist mit ihren vielen Preissteigerungen und sinkenden Realeinkommen der Konsumenten eine der Ursachen der Volumensenkung.

Für die Kerzen-Branche ist die Lage schwieriger als zur Zeit der Corona-Pandemie, weil die Verbraucher nicht mehr so viel Zeit zuhause verbringen und somit auch weniger Kerzen anzünden.

Gleichzeitig sind in den Bereichen Energie, Transport und Logistik wie auch in den Personalkosten weiterhin deutliche Kostensteigerungen zu verzeichnen. Paraffin ist der meistverwendete Rohstoff in der Kerzenherstellung. Das Preisniveau hat sich verbessert, trotzdem sind die Preise für Paraffin noch immer deutlich höher als vor einigen Jahren.

Der Preisdruck der vergangenen Jahre hatte einen sehr großen Einfluss auf die Rendite der Kerzenhersteller, daraus resultiert ein starker Wettbewerb auf dem Markt. Es wird wohl weitere Produktionsverlagerungen geben müssen, um auf die Situation zu reagieren.

2. Position des Unternehmens innerhalb der Branche

Die Bolsius Deutschland GmbH gehört weiterhin zu den führenden Anbietern der Branche. Wesentliche Veränderungen innerhalb der einzelnen Umsatzsparten haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Die stets den Marktbedürfnissen angepasste Produktpalette sowie die Erweiterung und Anpassung der Fertigungs- und Lagerkapazitäten, einhergehend mit dem effizient abgestimmten Warenwirtschaftssystem und sehr gutem logistischem Know-how sichern der Bolsius-Gruppe weiterhin gute Wettbewerbsvorteile.

3. Strategie

Die Bolsius Deutschland GmbH vertreibt die von der Bolsius-Gruppe hergestellten Wachswaren vorwiegend an Groß- und Einzelhändler im mitteleuropäischen Raum.

Der diesjährige Wachstumsrückgang zeigt sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in fast allen Produktkategorien, was in dieser Marktsituation zu erwarten war.

Dabei tritt die Bolsius Deutschland GmbH weniger mit einem Spezialsortiment auf, sondern arbeitet mit einem breiten Kerzensortiment und ist in der Lage, Produkte aller Preiskategorien anzubieten und zu vertreiben.

4. Produkte

Die Warengruppe der Grablichte, als Kernsortiment der Bolsius Deutschland, ist nach wie vor die umsatzstärkste Warengruppe. Daneben stellt der Vertrieb von durchgefärbten Kerzen, Duftprodukten und Teelichtern eine wichtige Umsatzkomponenten dar.

5. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahresumsatz (jeweils vor Erlösschmälerung) von rd. EUR 81,2 Mio. ist der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um rd. EUR 5,0 Mio. auf EUR 76,2 Mio. gesunken.

Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf die wirtschaftliche Verschlechterung zurückzuführen, in der die Konsumenten mit realen Kaufkraftverlusten konfrontiert wurden und somit auch weniger Kerzen und Grablichter gekauft haben.

6. Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis nach Steuern und sonstigen Steuern ist von TEUR 1.068 im Vorjahr um TEUR 128 auf TEUR 939 zurückgegangen, was trotz des überproportionalen Rückgangs des Materialaufwands im Vergleich zum Rückgang der Umsatzerlöse auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen ist.

7. Investitionen

Im Berichtsjahr wie im Vorjahr wurden keine Sachinvestitionen getätigt.

8. Finanzierung

Alleinige Gesellschafterin ist die Bolsius International B.V. Die Finanzierung mit Fremdmitteln erfolgt ausschließlich über die den Konzernverbund zur Verfügung gestellte Kreditlinie von TEUR 10.000, die dem Gruppenunternehmen vom Mutterunternehmen bereitgestellt werden.

Die Liquidität wird mittels Cash Pooling innerhalb der Bolsius-Gruppe sichergestellt.

9. Personal- und Sozialbereich

Die Struktur des Personals zum Ende des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:

Gj. 2023/2024 Gj. 2022/2023
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 33 33
Azubis 0 0

Als betriebliche Sozialleistungen gewährt die Firma den Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen und einen Beitrag zur Altersvorsorge.

10. Forschung und Entwicklung

Tätigkeitsschwerpunkt in der Entwicklung ist die Gestaltung neuer Produkte in Form und Farbe, die Entwicklung von neuen Technologien in der Kerzenherstellung sowie die Suche nach Alternativen an Brennstoffen und Optimierung von Mischungen. Forschung und Entwicklung wird im Wesentlichen bei verbundenen Unternehmen betrieben.

Für die Firma Bolsius ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema und bestimmend für das gesamte Unternehmen, die Produktentwicklung, die Produktion und den sozialen Bereich.

Viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte fokussieren sich darauf, den CO 2 -Fußabdruck zu minimieren.

C. Darstellung der Lage

1. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, zählen:

• das Ergebnis nach Steuern,

• der Umsatz.

Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, zählen:

• das Absatzvolumen und

• der Marktanteil im Kerzenmarkt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 26.289 im letzten Jahr auf TEUR 28.890 im laufenden Jahr erhöht. Von der Bilanzsumme entfallen TEUR 97 auf langfristig und TEUR 28.793 auf kurzfristig gebundenes Vermögen.

Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Betriebs- sowie Büro- und EDV-Ausstattung.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 2.638 auf TEUR 28.794 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere bei den Kundenforderungen im Inland.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss von TEUR 939 auf TEUR 17.130 gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,3 % (Vorjahr 61,6%). Der leichte Rückgang der Eigenkapitalquote begründet sich durch den Anstieg der Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Pensionsrückstellungen sind um TEUR 144 gesunken, die Steuerrückstellungen sind insgesamt TEUR 0. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 1.489 auf TEUR 1.632 gestiegen. Sie wurden im Wesentlichen für Lieferkonditionen, Bonuszahlungen und Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6.093 auf TEUR 7.756 gestiegen.

3. Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 3.315, der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ist unverändert bei TEUR 0.

Der Finanzmittelbestand in Höhe von TEUR 15.089 setzt sich im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.950 sowie aus Forderungen gegen den Cash-Pool in Höhe von TEUR 2.139 zusammen.

4. Ertragslage

Das Ergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern von TEUR 939 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.068) gesunken.

Das Absatzvolumen liegt mit rund 59,9 Mio. Einheiten unter dem Vorjahreswert von rund 62,3 Mio. Einheiten und unter dem Planwert von rund 85,8 Mio. Einheiten.

Der Marktanteil der Marke Bolsius auf dem Kerzenmarkt beträgt am Jahresende 2,4% für die Deco Kerze und 13,8% für Grablichte. Der Anteil im Grablichte-Markt hat sich in diesem Jahr gut entwickelt.

Die Materialaufwendungen sind überproportional zum Rückgang der Umsatzerlöse gesunken.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr auf Grund der allgemeinen Gehaltsentwicklung um TEUR 475 auf TEUR 3.297 gestiegen.

Die Abschreibungen sind um TEUR 13 auf TEUR 37 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.527 auf TEUR 12.312 gestiegen.

Die finanzielle und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegen aufgrund der beschriebenen exogenen Einflüsse teilweise deutlich unter Plan.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Forschung und Entwicklung von Alternativrohstoffen bei gleichwertiger Qualität stellt einen wichtigen Zukunftsfaktor dar und ist für die Kerzenindustrie von essenzieller Bedeutung, da ein Rückgang von hochwertigem Paraffin prognostiziert wird und der Druck zur CO 2 -Fußabdruckreduzierung immer größer wird.

Als Branchenführer wird Bolsius dieser Forschungsarbeit eine wesentliche Rolle in der Firmenpolitik einräumen, um weitere Wettbewerbsvorteile aufzubauen und die Marktposition zu stärken.

Die hohe Inflation in Europa, der Krieg in der Ukraine und die politische Instabilität innerhalb der EU führen noch immer zu einer großen Unsicherheit in Europa, die sich auf das verfügbare Einkommen der Konsumenten und auf ihr Kaufverhalten auswirken. Dieser Entwicklung kann nur mit einer äußerst sensiblen Preispolitik und einer höchst kosteneffizienten Gestaltung der Herstellungs- und Vertriebsprozesse begegnet werden.

Das kommende Geschäftsjahr (2024/2025) wird sowohl im Bereich des Umsatzes als auch im des Jahresergebnisses wieder als schwierig eingestuft. Wir rechnen mit einem leicht niedrigen Umsatzvolumen und einem leicht niedrigen Ergebnis. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die Margen- und Kostenkontrolle.

Angesichts der Marktentwicklung ist davon auszugehen, dass Bolsius seinen Marktanteil in Deutschland im Deco-Bereich und Grablichten weiter leicht ausbauen kann.

Unser breites Produkt-Portfolio ist ideal für einen sensiblen Markt geeignet, da für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden alle branchenüblichen Produkte zur Verfügung stehen.

Risiken im Bereich der Kundenstruktur werden bei kleineren und risikobehafteten Kunden durch Bonitätsüberwachungen und Kreditmanagement weitestgehend minimiert. Bei mittleren und großen Kunden, die sich zum Teil in Verbänden zusammengeschlossen haben, werden durch Delkrederevereinbarungen die Kreditrisiken stark verringert.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

 

Essen, 10 Dezember 2024

Geschäftsführung

gez. Marco-Paul Meinen

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 96.779,79 133.399,95
I. Sachanlagen 96.779,79 133.399,95
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.779,79 133.399,95
B. Umlaufvermögen 28.793.675,45 26.155.202,85
I. Vorräte 30.074,64 0,00
1. fertige Erzeugnisse und Waren 30.074,64 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.813.922,33 24.113.388,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.808.383,76 10.992.999,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.485.486,93 9.734.433,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 520.051,64 3.385.955,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.949.678,48 2.041.814,48
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.890.455,24 26.288.602,80

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 17.129.869,56 16.190.393,00
I. gezeichnetes Kapital 2.556.459,41 2.556.459,41
II. Kapitalrücklage 3.660.000,00 3.660.000,00
III. Gewinnvortrag 9.973.933,60 8.906.037,94
IV. Jahresüberschuss 939.476,55 1.067.895,65
B. Rückstellungen 4.004.706,48 4.005.116,39
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.373.026,00 2.516.533,00
2. sonstige Rückstellungen 1.631.680,48 1.488.583,39
C. Verbindlichkeiten 7.755.879,20 6.093.093,41
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.764,78 47.235,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.637.024,64 5.130.051,31
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.066.089,78 915.806,52
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.890.455,24 26.288.602,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 68.844.210,36 73.140.353,99
2. Erträge aus Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil 128.232,50 361.925,52
3. Materialaufwand 51.897.359,29 58.227.271,31
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 51.897.359,29 58.227.271,31
4. Personalaufwand 3.297.071,26 2.822.136,90
a) Löhne und Gehälter 2.916.662,29 2.306.885,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 380.408,97 515.251,45
davon für Altersversorgung 83.081,50 135.948,84
5. Abschreibungen 36.620,16 49.741,63
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.620,16 49.741,63
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.311.632,91 10.784.830,81
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 435,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.242,00 43.788,00
davon aus Abzinsung 44.242,00 43.667,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 443.717,00 492.720,35
10. Ergebnis nach Steuern 942.235,24 1.081.790,51
11. sonstige Steuern 2.758,69 13.894,86
Jahresüberschuss 939.476,55 1.067.895,65

Anhang zum 31.03.2024

der Bolsius Deutschland GmbH, Essen

1. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind, soweit sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Bolsius Deutschland GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Essen
Register-Nr.: HRB 17730

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer wurde von drei bis fünf Jahren festgelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen in fremder Währung werden mit dem konzerneinheitlich vorgegebenen Umrechnungskurs bewertet bzw. zum niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt worden. Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Folgende weitere Annahmen lagen der Bewertung zugrunde, wobei sich der Rechnungszinssatz aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt:

Rechnungszinssatz p. a. (10-Jahres-Durchschnitt): 1,83 %

Rechnungszinssatz p. a. (7-Jahres-Durchschnitt): 1,80 %

Rententrend p. a.: 2,20 %

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 7.991 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Das Ansatzwahlrecht der aus der Pensionsrückstellung resultierenden aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satze 2 HGB wird in Anspruch genommen.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert.

2. Bilanzerläuterungen

2.1 Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage wiedergegeben.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstande haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.485.486,93 resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 234.997,34 (im Vorjahr: TEUR 2).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter Bolsius International B.V. aus dem bei ihr geführten Cash-Pool in Höhe von EUR 2.139.118,59 (Vorjahr: EUR 9.732.688,10) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 111.371,00 (Vorjahr: 0,00).

2.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.631.680,48 wurden im Wesentlichen für Lieferkonditionen, Bonuszahlungen und Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter gebildet.

2.4 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehen ausschließlich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurück. Sie enthalten mit EUR 2.301.984,12 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Bolsius International B.V. (Vorjahr EUR 1.237.275,95).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 565.658,36 (im Vorjahr: TEUR 463).

Verbindlichkeiten aus einer bestehenden Kreditlinie sind durch Verpfändung von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

2.5 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus einem Mietvertrag in Höhe von insgesamt TEUR 518 (Laufzeit bis Ende Februar 2028) sowie aus PKW-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 419 (die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 3 und 35 Monaten).

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 128 (im Vorjahr: TEUR 361) enthalten. Hiervon entfallen TEUR 119 auf die Auflösung von Rückstellungen

3.2 Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

31.03.2024 31.03.2023
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 33 33
Auszubildende 0 0
34 34

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für eine konzernweit an alle verbundenen Unternehmen gewährte Kreditlinie. Zum 31. März 2024 beträgt diese insgesamt TEUR 10.000. Die zugunsten der verbundenen Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch das jeweilige verbundene Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

4.2 Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Herr Vincentius A. L. M. Kristen, Direktor, Schijndel, Niederlande (bis 30. Juni 2024)

Herr Marco-Paul Meinen, Direktor (ab 1. Juli 2024)

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Bolsius Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Bolsius International B.V., Schijndel (Niederlande), einbezogen. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

4.4 Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 betrug TEUR 40. Von den TEUR 40 entfallen TEUR 25 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 8 auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 7 auf Steuerberatungsleistungen.

5. Nachtragsbericht

Ab 1. Juli 2024 ist die Geschäftsführung der Bolsius Deutschland GmbH, Essen, von Herrn Marco-Paul Meinen übernommen worden.

Ansonsten gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss der des Geschäftsjahres eingetreten sind.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Essen, 10. Dezember 2024

Geschäftsführung

gez. Marco-Paul Meinen

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2024
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.463.342,90 0,00 0,00 0,00 0,00 1.463.342,90
Summe Sachanlagen 1.463.342,90 0,00 0,00 0,00 0,00 1.463.342,90
Summe Anlagevermögen 1.463.342,90 0,00 0,00 0,00 0,00 1.463.342,90
kumulierte Abschreibungen 01.04.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.03.2024
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.329.942,95 36.620,16 0,00 0,00 0,00 1.366.563,11
Summe Sachanlagen 1.329.942,95 36.620,16 0,00 0,00 0,00 1.366.563,11
Summe Anlagevermögen 1.329.942,95 36.620,16 0,00 0,00 0,00 1.366.563,11
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.03.2024
EUR
Buchwert 31.03.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 96.779,79 133.399,95
Summe Sachanlagen 0,00 96.779,79 133.399,95
Summe Anlagevermögen 0,00 96.779,79 133.399,95

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Bolsius Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bolsius Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bolsius Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, 8. Januar 2025

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