Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 2603
Vorher
Hesse & Knipps GmbH
Eingetragen
3.5.1995
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Handel von und mit Drahtbondern und sonstigen Maschinen für Fertigungsprozesse im Bereich der Halbleitertechnik sowie Lohnfertigung auf solchen Maschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Konrad Hesse
seit 3.11.2022
Geschäftsführer
Ralf Steffens
seit 5.10.2016
Geschäftsführer
Prokura
Hans-Ulrich Knipps
seit 19.8.2003
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Julia Heße
30.00%
Claudia Heße
30.00%
30.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hesse Beteiligungs GmbH
Germany
415.400 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hesse GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Verkürzter Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Hesse GmbH wurde 1995 gegründet, Sitz der Gesellschaft ist Paderborn. Haupttätigkeitsfeld der Hesse GmbH ist die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung vollautomatischer Maschinen für die Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT) in Verbindung mit standardisierten oder produktspezifischen Automatisierungslösungen.

Die Hesse GmbH gehört zu den weltweit führenden Herstellern von vollautomatischen Wedge-Wedge-Bondern, von Softwaresystemen zur Überwachung der Ultraschall-Bond-Prozesse, von Ultraschall-Flip-Chip Bondern sowie von kundenspezifischen Werkzeugen und Maschinen.

Die relevanten Industrieunternehmen der Aufbau- und Verbindungstechnik (Halbleiterhersteller, HF/RF, Automotive, Medizin etc.) zählen zum weltweiten Kundenstamm der Hesse GmbH. Die optimale Betreuung der Kunden vor Ort, insbesondere in den wichtigsten Märkten in Asien und Amerika, wird durch Tochtergesellschaften in Hongkong, den USA sowie in Japan mit eigenem Vertrieb und Service sichergestellt. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit Partnerunternehmen in über 15 Ländern.

Kernkompetenzen des Unternehmens sind mechatronische Systeme, Ultraschallanwendungen, Elektromechanische Wandler, Einsatz von Laserquellen für das Tiefschweißen, Regelung dynamischer Systeme und insbesondere das detaillierte Wissen über die Prozesse und physikalischen Effekte in der Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT). Um technologische Führerschaft zu erhalten bzw. auszubauen wird in allen o.g. Arbeitsfeldern intensiv gearbeitet und geforscht. Es bestehen international Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten.

Forschung und Entwicklung

Unser Anspruch an uns als technologisch innovatives Unternehmen führt zu fortwährender Innovations- und Entwicklungsarbeit in unserem Unternehmen. Hierbei kooperieren wir mit namhaften Unternehmen der Halbleiterindustrie sowie angesehenen Forschungseinrichtungen. Fortwährende Innovations- und Entwicklungsarbeit sehen wir als eine wichtige Voraussetzung für eine weiterhin positive Unternehmensentwicklung.

Ziele der Entwicklung sind u. a. einfache Konstruktionen mit hochintegrierter Funktionalität und Verschleißfreiheit sowie die Integration intelligenter Systeme zur Erreichung fehlerfreier Prozesse, welche in Realzeit relevante Qualitätsparameter erfassen und bewerten. Hierbei verwenden wir sowohl analytische Modelle als auch Verfahren der KI ("künstlicher Intelligenz").

Wir investieren in alle von uns als relevant bewerteten Technologien, um möglichst große technische Freiheitsgrade zu haben und um im Zusammenspiel von Mechanik, Elektrik/Elektronik sowie Software optimale Gesamtlösungen zu erzeugen.

II Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 hat sich im Laufe des Jahres 2023 weiter abgeschwächt, Prognosen wie zum Beispiel des ifo Instituts gehen für das Winterhalbjahr 2023/2024 von einer um 0,7 % geringeren Wirtschaftsleistung aus.

Der bereits in den Vorjahren einsetzende positive Trend sowie die allgemeine Entwicklung der von uns bedienten Branchen führte über das Jahr 2022 hinaus auch im Berichtsjahr 2023 zu einer weiterhin positiven Belebung unseres Unternehmens.

Relevant bleiben für unseren Geschäftsverlauf die Themen der vergangenen Jahre wie "E-Mobilität", "Grüne Energie" sowie "Internet der Dinge" und "Industrie 4.0" und die durch die Corona-Pandemie verstärkte Digitalisierung der Wirtschaft.

Der Auftragseingang ging gegenüber dem Jahr 2022 leicht zurück. Wir konnten das Geschäftsjahr 2023 mit einem zufriedenstellenden positiven Betriebsergebnis abschließen.

Aufwands- und Ertragslage

Die für unser Unternehmen wesentlichen Leistungsindikatoren sind der Rohertrag (wird definiert als die Summe der Positionen gem. § 275 Abs. 2 Nr. 1-4 HGB abzgl. der Positionen gem. § 275 Abs. 2 Nr. 5 a & b HGB) sowie das handelsrechtliche Ergebnis vor Ertragsteuern, sonstigen Steuern und Ergebnisabführung (kurz Ergebnis vor Ertragssteuer oder EBT).

Der Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 10.876 auf T€ 40.653 und hat insofern unsere sehr positive Prognose sogar übertroffen. Die Personalaufwendungen stiegen unter anderem aufgrund einer weiter angewachsenen Mitarbeiteranzahl um T€ 1.153 auf T€ 15.159. Die Abschreibungen von T€ 820 bei gleichzeitiger Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter sind aufgrund weiterhin hoher Investitionen in unsere Innovationskraft gegenüber dem Vorjahr um T€ 65 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich unter anderem aufgrund von gegenüber dem Vorjahr wieder stattfindenden Werbeaktivitäten wie Messen um T€ 572. Im Jahr 2023 konnten wir keine Ausschüttungen unserer Tochtergesellschaften verzeichnen. Das Ergebnis vor Ertragssteuern lag mit T€ 19.178 um T€ 4.102 über Vorjahresniveau und hat unsere Prognose übertroffen. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt T€ 6.212 (Vorjahr: T€ 3.066) verblieb ein Betrag von T€ 12.966, der in Übereinstimmung mit dem Ergebnisabführungsvertrag abgeführt wurde.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme per 31.12.2023 ist um T€ 8.939 auf T€ 28.922 gestiegen. Wesentliche Gründe dieser Erhöhung sind der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der fertigen Erzeugnisse aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, welche der Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Verkauf der Rohstoffe sowie der Ausgleich von Verbindlichkeiten nicht vollständig kompensieren konnte. Die Vorräte erhöhten sich bedingt durch den hohen Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.202 auf T€ 10.222, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um T€ 1.808 auf T€ 9.902; die liquiden Mittel zum Stichtag erhöhten sich um insgesamt T€ 1.471 auf T€ 1.639.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit T€ 6.616 unverändert, die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um T€ 1.394 auf T€ 2.873. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am Abschlussstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten liegen mit T€ 428 unter dem Vorjahresniveau (T€ 544). Die Position gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 18.403 resultiert im Wesentlichen aus dem geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag.

Finanzlage

Das Anlagevermögen unserer Gesellschaft ist nahezu komplett durch Eigenkapital finanziert, der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital/Anlagevermögen) beträgt 95 %. Unser Unternehmen verfügt über einen solventen und langjährig bekannten Kundenstamm, Forderungsausfälle sind somit die Ausnahme. Unsere Verbindlichkeiten werden innerhalb von Skontofristen bzw. innerhalb vereinbarter Zahlungsziele gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Gesellschafterdarlehen, mittels Lieferantenkrediten, liquiden Mitteln sowie vereinbarter Kontokorrentkredite unserer Banken. Die liquiden Mittel sind im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres gestiegen.

Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit gegeben; am Bilanzstichtag bestanden ferner nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei unseren Hausbanken.

Um das vorhandene Liquiditätsrisiko abzusichern, wird regelmäßig eine Liquiditätsvorschau erstellt, welche einen Überblick über die Geldflüsse vermittelt.

Unsere Investitions- und Finanzierungsstrategie hat sich im vergangenen Geschäftsjahr nicht geändert. Die notwendigen Ersatzinvestitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert.

Gesamtaussage

Den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 sowie die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens können wir als gut bezeichnen. Die von uns bedienten Märkte zeigen weiterhin eine moderate Investitionsbereitschaft.

III Prognosebericht

Die im Jahr 2022 aufgrund des begonnenen bewaffneten Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland deutlichen Auswirkungen im Beschaffungswesen durch gestörte Lieferketten konnten im Jahr 2023 behoben werden. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2024 mit einem wiederum zufriedenstellenden Geschäftsverlauf, mit einem leicht sinkenden Rohertrag sowie operativem Ergebnis vor Steuern (EBT) leicht unter dem Vorjahresniveau. Da wir auch im Geschäftsjahr 2024 mit Ausschüttungen ausländischer Tochtergesellschaften planen, wird sich das Ergebnis vor Ertragssteuern entsprechend entwickeln. Es ist nicht geplant, wesentliche Änderungen an der Geschäftspolitik vorzunehmen.

Insgesamt erwarten wir eine stabile Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024.

IV Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Unsere Risikopolitik besteht darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur dann einzugehen, wenn damit ein entsprechender Ertrag erzielt werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Die gegenwärtigen Prognosen zur weiteren Entwicklung unserer Märkte für das kommende Geschäftsjahr deuten auf einen zufrieden stellenden Verlauf hin. Das Investitionsklima unserer Kunden hat sich leicht abgekühlt, nichtsdestotrotz bestehen Risiken in der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung, insbesondere in den von uns zu beliefernden, in ihrem Nachfrageverhalten teilweise volatilen Industrien. In den asiatischen Märkten werden ein zunehmender Protektionismus ("local to local") sowie Plagiarismus weitere Herausforderungen der nächsten Jahre sein. Den bestehenden Risiken in der Lieferkette mit Lieferschwierigkeiten sowie deutlich steigenden Einkaufspreisen versuchen wir durch die Verwendung alternativer Produkte sowie Einkaufskanäle entgegenzuwirken. Im Bereich der Debitoren wird verstärkt auf die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsziele geachtet, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren.

Beim Vertrieb im US-Dollar Raum sind wir Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung des Risikos von Wechselkursschwankungen setzen wir bei Bedarf grundsätzlich geeignete Sicherungsinstrumente (z. B. Termingeschäfte und Swaps) ein. Des Weiteren werden entsprechende Kursrisiken in unseren internen Kalkulationen berücksichtigt.

Die Tendenz des zunehmenden internationalen Protektionismus wird als abstraktes Risiko wahrgenommen.

Personalrisiken wie Fluktuation bzw. Know-how-Verlust, Demotivation, unzureichende Qualifikation und Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte versucht die Hesse GmbH zu begegnen. Die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen steht hierbei im Fokus. Zum Schutz der Mitarbeiter vor dem Corona-Virus werden die durch die Gesellschaft ergriffenen diverse Maßnahmen weiterhin umgesetzt.

Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit der allgemeinen Risiken als gering ein und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt. Die Risikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Chancenbericht

Die Hesse GmbH sieht ihre Chancen in den eigenen Technologiekompetenzen, mit denen die Premium-Märkte im Halbleitergeschäft auch zukünftig bedient werden können. Den Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Innovationen und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Betreuung der Kunden vor Ort, insbesondere in den wichtigsten Märkten in Asien und Amerika, wird durch Tochtergesellschaften in Hongkong, den USA sowie in Japan mit eigenem Vertrieb und Service sowie den darüber hinaus bestehenden Kooperationen mit Partnerunternehmen in über 30 Ländern gewährleistet und bietet die Chance der Sicherstellung und des Ausbaus der internationalen Nachfrage nach unseren Produkten.

Die anhaltend günstigen Bedingungen auf den Finanzmärkten sowie etablierte Förderprogramme bieten die Chance, dass fremdfinanzierte Investitionen auf Kundenseite verstärkt vorgenommen werden und sich somit die Nachfrage wieder auf das Niveau vor der Corona Pandemie bewegen wird.

 

Paderborn, den 28. April 2024

Dr.-Ing. Hans-Jürgen Hesse, Geschäftsführer

Konrad Hesse, Geschäftsführer

Ralf Steffens, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.209,00 90.383,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.515.859,09 2.237.690,85
3.590.068,09 2.328.073,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 280.133,00 316.351,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.165.312,00 1.936.439,00
3. Geleistete Anzahlungen 7.700,00 0,00
2.453.145,00 2.252.790,00
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 896.447,92 896.447,92
6.939.661,01 5.477.311,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 5.154.148,17 2.939.985,30
3. Fertige Erzeugnisse 7.250.042,90 4.263.820,84
4. Geleistete Anzahlungen 92.194,62 255.500,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.273.894,65 -1.439.629,42
10.222.491,04 6.019.676,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.873.274,99 8.093.673,11
3. Sonstige Vermögensgegenstände 28.578,88 0,00
9.901.853,87 8.093.673,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.638.862,40 167.374,27
21.763.207,31 14.280.724,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 219.240,55 225.023,49
28.922.108,87 19.983.059,36

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 415.400,00 415.400,00
II. Bilanzgewinn 6.200.812,63 6.200.812,63
6.616.212,63 6.616.212,63
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.872.713,58 1.479.059,12
2.872.713,58 1.479.059,12
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 428.079,45 544.143,54
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 428.079,45; Vorjahr: € 544.143,54)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 18.402.805,04 10.903.164,80
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 18.402.805,04; Vorjahr: € 10.903.164,80)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 602.298,17 440.479,27
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 602.298,17; Vorjahr: € 440.479,27)
(davon aus Steuern € 269.003,58; Vorjahr € 372.222,14)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 37.085,02; Vorjahr € 51.025,19)
19.433.182,66 11.887.787,61
28.922.108,87 19.983.059,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 40.653.285,87 29.776.904,29
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.694.889,37 11.838.888,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.463.704,43 2.166.397,94
(davon für Altersversorgung € 90.166,76; Vorjahr € 84.519,12)
15.158.593,80 14.005.286,66
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 819.637,04 754.401,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.429.983,26 4.857.664,43
(davon aus Währungsumrechnung € 192.859,76; Vorjahr € 462.045,08)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 5.139.733,13
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00; Vorjahr € 5.139.733,13)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 299.068,10 9.346,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 366.358,72 233.115,70
(davon aus verbundenen Unternehmen € 308.482,79; Vorjahr € 195.257,83)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.206.700,00 3.062.176,23
(davon von der Organträgerin belastete Steuerumlagen € 6.206.700,00; Vorjahr € 3.062.176,23)
9. Ergebnis nach Steuern 12.971.081,15 12.013.339,30
10. Sonstige Steuern 5.250,10 4.184,62
11. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -12.965.831,05 -12.009.154,68
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.200.812,63 6.200.812,63
14. Bilanzgewinn 6.200.812,63 6.200.812,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I Vorbemerkung

Die Hesse GmbH hat ihren Sitz in Paderborn und wird beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 2603 geführt.

II Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch, da die Größenmerkmale des § 267 Abs. 2 nicht an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Hesse Beteiligungs GmbH, Paderborn, als herrschendem Unternehmen.

III Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Im Bereich des Anlagevermögens werden entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig degressiv und linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf wirtschaftliche Nutzungsdauer abgestellt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer ergibt sich aus betrieblichen Erfahrungen. Immaterielle Wirtschaftsgüter werden mit einer Nutzungsdauer von drei Jahren, die Nutzungsdauer der Sachanlagen orientiert sich an den allgemeinen AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Zugangsbewertung erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Anschaffungskosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt; diese enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf den Netto-Forderungsbestand gebildet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Zur Reduzierung des Risikos eines wieder stärker werdenden Euros setzen wir geeignete Sicherungsinstrumente (z. B. Termingeschäfte und Swaps) ein. Zum Stichtag lagen keine offenen Sicherungsgeschäfte vor.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die in Fremdwährung geführten Bankbestände werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

IV Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Information
% in Tsd in Tsd
Hesse Mechatronics Inc., Fremont USA 100,0 USD 5.134 USD 760 31.12.2023
Hesse Asia Ltd., Hongkong 100,0 HKD 131.393 HKD 30.762 31.12.2023
Hesse Mechatronics Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan 100,0 JPY -44.335 JPY -52.706 31.12.2023
Hesse Customer Solutions GmbH, Paderborn 100,0 EUR 104 EUR 32 31.12.2023
Hesse Customer Solutions Inc., Tustin, USA 100,0 USD 146 USD 22 31.12.2023

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 9.612 (Vorjahr: T€ 7.857) enthalten. Die Laufzeit der Forderungen ist wie im Vorjahr von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Abnahmeverpflichtungen T€ 1.200 (Vorjahr T€ 0), Gewährleistungen T€ 696 (Vorjahr: T€ 531), Tantiemen T€ 243 (Vorjahr: T€ 273), Verpflichtungen aus noch nicht genommenem Urlaub T€ 258 (Vorjahr: T€ 220), sowie Jubiläumsprämien T€ 154 (Vorjahr: T€ 135).

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in üblichem Umfang.

V Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen von durch die Gesellschafterin aufgenommenen Darlehen besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung von T€ 6.846. Ferner bestehen zum Stichtag Avale aus erhaltenen Anzahlungen (T€ 2.130). Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. des § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, belaufen sich für 2024 auf T€ 946 und für die Jahre 2025 bis 2028 auf T€ 255 aus Leasing- und Mietverträgen.

Davon entfallen T€ 711 auf verbundene Unternehmen.

Anzahl Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 231 angestellte Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, davon männlich 190, weiblich 41) beschäftigt (im Vorjahr 204 durchschnittlich beschäftigte Angestellte, davon männlich 166, weiblich 38).

Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dr.-Ing. Hans-Jürgen Hesse, Paderborn, Herr Konrad Hesse, Paderborn, sowie Herr Ralf Steffens, Paderborn. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 67 (davon T€ 43 für die Abschlussprüfung, T€ 8 für Steuerberaterleistungen). Für übrige Leistungen wurden TEUR 16 abgerechnet.

Konzernabschluss

Größter Konsolidierungskreis ist die Hesse Beteiligungs GmbH. Die Gesellschaft wird in den aufgestellten Konzernabschluss der Hesse Beteiligungs GmbH, Paderborn, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Die Hesse Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Paderborn und wird beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 10248 geführt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2023, welche Einfluss auf das Geschäftsjahr 2024 haben, sind nicht eingetreten.

 

Paderborn, den 28. April 2024

Dr.-Ing. Hans-Jürgen Hesse, Geschäftsführer

Konrad Hesse, Geschäftsführer

Ralf Steffens, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 598.575,32 47.935,68 0,00 1.095,42 645.415,58
2. Geleistete Anzahlungen 2.237.690,85 1.278.168,24 0,00 0,00 3.515.859,09
2.836.266,17 1.326.103,92 0,00 1.095,42 4.161.274,67
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 419.736,19 9.550,52 0,00 0,00 429.286,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.261.137,62 938.678,84 0,00 183.444,18 6.016.372,28
3. Geleistete Anzahlungen 7.700,00
5.680.873,81 955.929,36 0,00 183.444,18 6.445.658,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 896.447,92 0,00 0,00 0,00 896.447,92
9.413.587,90 2.282.033,28 0,00 184.539,60 11.511.081,58
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 508.192,32 64.107,68 1.093,42 571.206,58
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
508.192,32 64.107,68 1.093,42 571.206,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 103.385,19 45.768,52 0,00 149.153,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.324.698,62 709.760,84 183.399,18 3.851.060,28
3. Geleistete Anzahlungen
3.428.083,81 755.529,36 183.399,18 4.000.213,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.936.276,13 819.637,04 184.492,60 4.571.420,57
Buchwert
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.209,00 90.383,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.515.859,09 2.237.690,85
3.590.068,09 2.328.073,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 280.133,00 316.351,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.165.312,00 1.936.439,00
3. Geleistete Anzahlungen 7.700,00
2.453.145,00 2.252.790,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 896.447,92 896.447,92
6.939.661,01 5.477.311,77

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hesse GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hesse GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hesse GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bielefeld, den 21. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Mersch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.10.2024 festgestellt.

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