Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 4533
Vorher
Blitz 07-335 GmbHRoche Kulmbach GmbH
Eingetragen
12.7.2007
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Forschung, insbesondere im Kundenauftrag, auf dem Gebiet der Pharmazeutika- und Diagnostikaentwicklung, der Identifizierung und Analyse von Wirkstoffkandidaten, der Herstellung und Charakterisierung von Oligonukleotiden, sowie der Beratung von pharmazeutischen und biotechnischen Unternehmen und Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Hadwiger
seit 7.4.2022
Geschäftsführer
Ingo Röhl
seit 9.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LGC (Holdings) LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
LGC Germany Holdings 4 GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Axolabs GmbH

Kulmbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 50.887,00 30.975,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.188.692,50 9.851.198,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.613.357,50 8.874.232,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.182.043,91 21.984.093,91 3.301.320,65 22.026.751,65
22.034.980,91 22.057.726,65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 3.114.000,00 1.353.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.835.744,86 7.284.685,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92.252,86 110.576,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 400.681,09 8.328.678,81 1.318.561,40 8.713.823,35
III. Guthaben bei Kreditinstituten 4.317.017,09 6.193.091,92
15.759.695,90 16.259.915,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 463.658,56 465.036,80
38.258.335,37 38.782.678,72

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 69.000,00 69.000,00
II. Kapitalrücklage 13.007.535,50 13.007.535,50
13.076.535,50 13.076.535,50
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.400.630,72 3.157.370,52
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.627.535,97 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 821.319,96 1.235.380,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.632.203,00 20.982.773,83
4. Sonstige Verbindlichkeiten 325.049,43 275.063,03
- davon aus Steuern EUR 177.655,06 (i. Vj. EUR 152.009,64) -
23.406.108,36 22.493.217,22
D. Rechnungsabgrenzungsposten 375.060,79 55.555,48
38.258.335,37 38.782.678,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1.4.2023 - 31.3.2024 1.4.2022 - 31.3.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.932.751,61 52.284.144,57
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 1.761.000,00 -308.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 792.246,35 1.647.342,10
48.485.997,96 53.623.486,67
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.567.256,94 11.595.923,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 205.345,63 5.772.602,57 152.562,38
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.242.814,81 11.709.775,11
b) Soziale Abgaben 2.284.570,82 14.527.385,63 1.946.200,12
- davon für Altersversorgung EUR 33.880,00 (i. Vj. EUR 32.120,00) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.683.756,13 3.116.711,84
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.703.082,75 6.828.207,05
17.799.170,88 18.274.106,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.309,63 464,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 1.381,26
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.390,39 0,00
56.919,24 -917,26
11. Ergebnis nach Steuern 17.856.090,12 18.273.189,41
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 17.856.090,12 18.273.189,41
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Die Gesellschaft ist unter der Firma Axolabs GmbH mit Sitz in Kulmbach im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 4533 eingetragen.

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 31. März 2024.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden sofern nicht anders vermerkt unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen anhand betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern (im Wesentlichen fünf bzw. zehn Jahre) bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu retrograd ermittelten Herstellungskosten, indem unfertige Leistungen durch die Ermittlung des Fertigstellungsgrades unter Zugrundelegung durchschnittlicher Auftragslaufzeiten bestimmt wurden und von diesen der Gewinnanteil in Abzug gebracht wurde. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auftragsbezogen erworben und aufwandswirksam erfasst. Mit Beginn der Aufträge (Projektstart) fließen sie in die Bewertung der unfertigen Leistungen ein. Im Vorjahr wurden die unfertigen Leistungen mit einer höheren erwarteten durchschnittlichen Projektlaufzeit als im laufenden Geschäftsjahr bewertet. Außerdem wurden im Vorjahr im Gegensatz zum aktuellen Geschäftsjahr unfertige Leistungen mit einer tatsächlich längeren Projektlaufzeit als der Durchschnittslaufzeit nicht in der Bewertung erfasst. Wären die beiden genannten Bewertungsänderungen bereits im Vorjahr berücksichtigt worden, dann hätten sich die unfertigen Leistungen zum 31. März 2023 um TEUR 2.038 auf TEUR 3.391 erhöht. Ebenso wären die Bestandsveränderungen um TEUR 2.038 auf TEUR 1.730 gestiegen.

Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist insoweit eingeschränkt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten wird zu Nominalwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Axolabs GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der LGC Holdings GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und soweit einschlägig drohende Verluste und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB und § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB keine Anwendung.

Die Umsatzrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Auftrages bzw. bei Erreichung vereinbarter Zwischenergebnisse (Milestones). Vom Kunden erhaltene Anzahlungen werden in diesem Jahr auf der Passivseite ausgewiesen. Im Vorjahr wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 2.100 TEUR erfolgswirksam unter den Umsatzerlösen erfasst. Wäre bereits im Vorjahr so verfahren worden wie im aktuellen Geschäftsjahr, wären die Umsatzerlöse mit 50.184 TEUR entsprechend niedriger und die erhaltenden Anzahlungen entsprechend höher gewesen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist insoweit eingeschränkt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im letzten Geschäftsjahr weniger als 1 Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Vorjahresvergleich unverändert TEUR 69. Gleiches gilt für die Kapitalrücklagen i. H. v. TEUR 13.008.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 779, Vj. TEUR 2.503) und Rückstellungen für Kosten zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie für Archivierung (TEUR 162, Vj. TEUR 189). Ferner sind Kosten für ausstehende Rechnungen (TEUR 460, Vj. TEUR 465) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 17.856 (Vj. TEUR 18.273) aus einem Gewinnabführungsvertrag enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffend Lieferungen und Leistungen bestehen zum Ende des Berichtszeitraums in Höhe von TEUR 2.776 (Vj. TEUR 2.710).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsätze sind im aktuellen Geschäftsjahr erneut annähernd hälftig auf Synthese (46 %, VJ. 51 %) und Analytik/Pharmakologie (54 %, VJ. 49 %) aufgeteilt. Auch bei der regionalen Aufgliederung ist keine nennenswerte Änderung (Ausland 91 %, VJ. 93 %; Inland 9 %, VJ. 7 %) zu erkennen. Die Umsätze im Ausland teilen sich geografisch wie folgt auf:

Geschäftsjahr Vorjahr
Nordamerika 68% 69%
Europa 19% 19%
Asien 4% 5%
Summe 91% 93%

2. Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (VJ. 1,6 Mio. EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Währungsumrechnungen (0,3 Mio. EUR; VJ. 1,2 Mio. EUR) und interne Verrechnungen (0,3 Mio. EUR; VJ. 0,3 Mio. EUR).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6,7 Mio. EUR handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus Mieten inkl. Nebenkosten (2,1 Mio. EUR), Wartungen und Reparaturen (1,6 Mio. EUR), aus konzerninternen Weiterbelastungen (0,8 Mio. EUR) und aus Währungsumrechnung (0,4 Mio. EUR; VJ. 1,2 Mio. EUR).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen besteht aus Verpflichtungen aus Mietverträgen (12,1 Mio. EUR für die nächsten 121 Monate) und dem Bestellobligo (1,7 Mio. EUR weniger als 1 Jahr).

2. Beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr waren gem. § 285 Nr. 7 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 222 Personen (Vj. 185 Personen) beschäftigt, von denen 161 (Vj. 132) wissenschaftlich und 61 (Vj. 53) nicht wissenschaftlich arbeiteten.

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten bzw. gehören an:

Herr Friedrich Sanders, Goldkronach, Diplom-Kaufmann, Managing Director Finance (ausgeschieden zum 30. April 2024)

Herr Dr. Ingo Röhl, Bamberg, Chemiker, Managing Director Operations

Herr Dr. Philipp Hadwiger, Kulmbach, Chemiker, Managing Director Research

Herr Hermann Frings, Rheinbach, Diplom-Kaufmann (ab 01. Mai 2024), Vice President Finance

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

4. Angaben zum Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB

Der Jahresabschluss der Axolabs GmbH wird im Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) des obersten Mutterunternehmens konsolidiert, der

LGC Science Group Holdings Limited

Queens Road, Teddington, Middlesex

TW11 0LY, England

Der Konzernabschluss ist auf den Internetseiten der LGC Science Group Holdings Limited (http://www. lgcgroup. com) erhältlich.

5. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr sind im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten.

6. Gewinnabführungsvertrag

Die Gesellschaft hat am 17. Mai 2017 mit ihrer herrschenden Muttergesellschaft, der LGC Holdings GmbH mit Sitz in Berlin, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

7. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, welche wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Kulmbach, den 12.09.2024

Dr. Ingo Röhl

Dr. Philipp Hadwiger

Hermann Frings

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 223.676,35 48.790,00 0,00 0,00 272.466,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.603.208,89 7.763,62 1.172.720,69 0,00 12.783.693,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.299.385,67 558.300,29 3.992.722,53 452.246,58 28.398.161,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.301.320,65 3.046.166,48 -5.165.443,22 0,00 1.182.043,91
39.203.915,21 3.612.230,39 0,00 452.246,58 42.363.899,02
52.769.372,10 3.661.020,39 0,00 452.246,58 42.636.365,37
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 192.701,35 28.878,00 0,00 221.579,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.752.010,39 842.990,31 0,00 2.595.000,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.425.153,17 2.811.887,82 452.236,58 17.784.804,41
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.177.163,56 3.654.878,13 452.236,58 20.379.805,11
33.489.490,47 3.683.756,13 452.236,58 20.601.384,46
Buchwerte
31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 50.887,00 30.975,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.188.692,+50 9.851.198,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.613.357,50 8.874.232,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.182.043,91 3.301.320,65
21.984.093,91 22.026.751,65
22.034.980,91 22.057.726,65

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Name und Sitz des Unternehmens

Axolabs GmbH ist eine Forschungsgesellschaft mit Sitz in Kulmbach.

1.2 Produkte und Dienstleistungen, Markt und Wettbewerb

Das Unternehmen betreibt auftragsbezogene Forschung auf dem Gebiet der Therapeutikaentwicklung, der Identifizierung und Analyse von Wirkstoffkandidaten, der Herstellung und Charakterisierung von Wirkstoffen auf Basis von DNA/RNA, insbesondere sogenannter Oligonukleotid- und mRNA-Therapeutika, sowie die Beratung von pharmazeutischen und biotechnischen Unternehmen und Einrichtungen.

Axolabs bietet Kunden in aller Welt mit Schwerpunkt USA das nahezu gesamte Spektrum der präklinischen und frühen klinischen Dienstleistungen aus einer Hand an. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von DNA-/RNA-Therapeutika.

Aufgrund des umfangreichen Spektrums an Dienstleistungen die Axolabs vereint, gibt es kein direkt vergleichbares Unternehmen. Der Wettbewerb in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:

1.2.1 Synthese von Oligonukleotiden

Es existieren bereits etablierte Hersteller, die Synthesen im Kleinmaßstab abdecken. Axolabs ist fokussiert auf Kunden, die therapeutische Oligonukleotide entwickeln wollen. Ihnen bietet Axolabs die Möglichkeit, Herstellungsmengen zu vergrößern, um entsprechende Studien durchführen zu können. Diese Kombination der Hochdurchsatzsynthese mit nachfolgendem "Upscaling" wird nach unserer derzeitigen Einschätzung von nur wenigen anderen Unternehmen weltweit angeboten. Es ist festzustellen, dass neue Marktteilnehmer wie WuXi Biologics (China), BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH (Deutschland) oder Avecia (USA) versuchen, sich in diesem Markt zu positionieren.

1.2.2 Bioanalytik und Analytik von Oligonukleotiden

Hier werden Lösungen bei der Bio-Analyse von DNA-/RNA-Wirkstoffen und ihren Metaboliten angeboten. Der Wirkstoff wird dabei mit Hilfe eines proprietären Verfahrens nachgewiesen. Da Axolabs hier weltweit anerkannte Standards erfüllt (Zertifizierung gem. Gute Laborpraxis (GLP) bzw. die Qualifizierung nach Gute Klinische Praxis (GCP), können mit dieser Analyse sowohl Toxizitätsstudien als auch klinische Studien unterstützt werden.

In der Analytischen Abteilung werden Methoden entwickelt, um DNA/RNA Wirkstoffe umfassend zu charakterisieren. Dabei werden Wirkstoffe auf Identität und Reinheit sowie Lagerstabilität überprüft. Unseren größten Mitbewerber sehen wir in Agilent (USA).

1.2.3 Pharmakologie

Dieses Segment gehört zu dem Kerngeschäft eines klinischen Forschungsunternehmens. Wir verfügen hier über ein erfahrenes Team für die DNA-/RNA-Therapeutika, das integrierte kundenspezifische Lösungen für präklinische und frühe klinische Entwicklungsprojekte anbietet. Diesem Bereich sind Alnylam Pharmaceuticals Inc. (USA) und Bachem Holding AG (Schweiz) unsere größten Mitbewerber.

Zusätzlich besitzt Axolabs proprietäre Technologien und spezielles Know-how auf dem Gebiet von Drug Delivery Systemen.

Die angebotene Kombination von Dienstleistungen in den vorstehend genannten Bereichen (Synthese, Analytik, Pharmakologie) und ein langjährig erfahrenes Team bilden in ihrer Gesamtheit einen großen Wettbewerbsvorteil für Axolabs.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 war geprägt durch ein hohes Inflationsniveau, welches eine geringe Nachfrage im In- und Ausland zur Folge hatte. Des Weiteren erschweren steigende Zinsen die Finanzierungsbedingungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % niedriger, aber im Vergleich zum Jahr vor der Covid-19-Pandemie ist es um +0,7 % gestiegen.

(vgl. Pressemitteilung Statistisches Bundesamt v. 15.01.2024)

Die Biotech-Branche ist im aktuellen Jahr weniger zufrieden als im Vorjahr geplant. Neben Stellenabbau und geringeren Investitionen in Forschung und Entwicklung sind auch das aktuelle politische Klima für Biotech-Unternehmen schlechte Faktoren für die Geschäftslage.

(vgl. BIO Deutschland Pressemitteilung v. 11.01.2024)

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 sind die Umsätze deutlich zurückgegangen und das EBITDA stagniert. Die geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerungen konnten aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.

2.3 Ertragslage des Unternehmens

Die wesentlichen Steuerungsinstrumente sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

2.3.1 Umsatzentwicklung

Der Umsatz weist im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 12 % aus. Dies ist zu erklären durch die Beendigung eines margenarmen, langfristigen Großprojekts im Vorjahr. Des Weiteren gehen kleinere Auftragsvolumina ein, aufgrund vorsichtiger Auftraggeber.

2.3.2 Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern

Das Betriebsergebnis weist im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 3 % aus. Dies resultiert insbesondere aus einem deutlichen Rückgang des Materialaufwands von 11,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,8 Mio. EUR. Dieser resultiert aus der Abwicklung eines margenarmen Großprojekts im Vorjahr. Gegenläufig ist der Personalaufwand von 13,7 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR auf Grund von Personalaufbau und Gehaltserhöhungen gestiegen. Einem größeren Anstieg wirkten die geringeren Aufwendungen aus der Zuführung zu den Bonusrückstellungen entgegen.

Des Weiteren sind im Vergleich zum Vorjahr geringere Währungserträge erzielt worden, wegen der Entwicklung des US-Dollars.

Das EBITDA ist durch die oben beschriebenen Effekte nahezu konstant geblieben.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Betriebsergebnis) verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 0,5 Mio. EUR ebenso das Ergebnis nach Steuern -0,4 Mio. EUR (- 2 %).

in Mio. EUR 01.04.23 - 31.03.24 01.04.22 - 31.03.23 Veränderung
Umsatz 45,9 52,3 -6,4
EBITDA 21,5 21,4 0,1
Betriebsergebnis 17.8 18,3 -0,5
Zinsergebnis 0,1 0,0 0,1
Ergebnis nach Steuern 17,9 18,3 -0,4

2.4 Finanzlage des Unternehmens

Die Gesellschaft finanziert sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kreditverbindlichkeiten.

Zum Stichtag 31.03.2024 verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 4,3 Mio. EUR (Vj. 6,2 Mio. EUR).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von +20,0 Mio. EUR (Vj. 23,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem sehr positiven Betriebsergebnis.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von -3,6 Mio. EUR (Vj. -7,3 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Erweiterungs- und Ersatzbeschaffungen.

Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von -18,3 Mio. EUR des Vorjahres werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit abgebildet.

Die Axolabs war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen.

2.5 Vermögenslage des Unternehmens

in Mio. € 31.03.2024 31.03.2023 Veränderung
Anlagevermögen 22,0 22,1 0,0
Umlaufvermögen inkl. RAP 16,2 16,7 -0,5
Aktiva 38,3 38,8 -0,5
Eigenkapital 13,1 13,1 0,0
Rückstellungen 1,4 3,2 -1,8
Verbindlichkeiten inkl. RAP 23,8 22,5 1,2
Passiva 38,3 38,8 -0,5

Das Anlagevermögen ist weitgehend stabil geblieben, da die Fertigstellung der Erweiterung von Laborflächen erfolgte. Das Umlaufvermögen sinkt leicht durch den Ausgleich der Intercompany Verpflichtung aus dem Vorjahr (Ergebnisabführung).

Der Anstieg bei den unfertigen Leistungen resultiert im Wesentlichen aus einer Bewertungsanpassung gegenüber dem Vorjahr.

Der Rückgang der Rückstellungen liegt im Wesentlichen an rückläufigen Bonusrückstellungen, die auf die im Vorjahresvergleich rückläufigen Umsatzerlöse zurückzuführen sind.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Vorauszahlungen auf Projekte. Im Vorjahr wurden die Vorauszahlungen erfolgswirksam im Umsatz erfasst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des verringerten Rohstoffbedarfs gesunken.

Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital in Höhe von 13,1 Mio. EUR auf. Das Fremdkapital beträgt 25,2 Mio. EUR, ist wie im Vorjahr unverzinslich und kurzfristig.

2.6 Nichtfinanzielle Indikatoren

Die Axolabs bezieht ihren Energiebedarf ausschließlich aus regenerativem Strom und achtet auch im Allgemeinen auf ein umsichtiges Haushalten mit Ressourcen.

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist trotz steigender Mitarbeiterzahl weiterhin positiv und spiegelt sich in einer sinkenden Fluktuationsrate (6 %; Vj. 7 % der FTE) wider. Die Fluktuation errechnet sich mittels der Differenz der FTE aller Abgänge zum Gesamtdurchschnitt aller FTE im jeweiligen Geschäftsjahr.

Es handelt sich jeweils um keine bedeutsamen nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

2.7 Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die Geschäftsleitung blickt auf ein insgesamt verhaltenes Geschäftsjahr zurück, in dem die gesteckten finanziellen Ziele nicht erreicht wurden. Nach Auffassung der Geschäftsleitung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage durch die bisher im neuen Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse positiv.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

3.1.1 Chancenbericht

Die Belastungen aus gestiegenen Energiekosten und Inflation haben sich gegen Ende des Jahres etwas abgemildert, da die entsprechenden Kosten rückläufig waren

Das aktuell stagnierende Zinsniveau ermöglicht Wachstumschancen durch neue Kunden.

Die Möglichkeit des Kapazitätsausbaus kann wiederum zu einem zukünftigen Anstieg des Umsatzvolumens verhelfen.

Vor diesem Hintergrund bewerten wir die Aussichten für das Unternehmen insgesamt positiv.

3.1.2 Risikobericht

Relevante betriebsspezifische Risiken werden von geschulten Fachkräften im Unternehmen und der Geschäftsführung analysiert. Es werden in wöchentlichen Sitzungen alle Risikofaktoren besprochen und Maßnahmen beschlossen.

Das installierte Steuerungssystem zur Minimierung und frühzeitigen Erkennung von Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage soll die kurzfristige Einleitung aller notwendigen Gegenmaßnahmen und somit die aktive Steuerung des unternehmerischen Risikos ermöglichen.

Die folgenden Risiken schätzen wir als moderat ein:

 

Bei steigender Inflation könnten negative Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette sowie auf die weltweiten Handelsbeziehungen die Folge sein, so dass die Einstandskosten für Betriebsmaterialien stark ansteigen und damit das Ergebnis belasten könnten. Neben selektiver Bevorratung versuchen wir weiterhin mit wichtigen Lieferanten, langfristige Rahmenverträge zu schließen.

 

Das Unternehmen unterliegt aufgrund von Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland Wechselkursrisiken (insbesondere US-Dollar), die nicht gesichert werden. Die Folge wären höhere Aufwendungen im Währungsbereich mit negativen Auswirkungen auf das EBITDA.

 

Das Lieferantenrisiko wird so weit wie möglich durch die Aufteilung des Einkaufs auf verschiedene Lieferanten minimiert, damit keine Umsatzeinbußen durch fehlende Materialien entstehen.

Die folgenden Risiken schätzen wir als gering ein:

 

Zum Stichtag weist die Gesellschaft ein negatives Working Capital aus. Entsprechend der Finanzplanung für das laufende Geschäftsjahr 24/25 erfolgt die Finanzierung durch die laufenden operativen Mittelzuflüsse. Das Liquiditätsrisiko aus den Mittelabflüssen für die Gewinnabführung des GJ 2023/2024 wird somit als gering beurteilt.

 

Die laufende Modernisierung der Labor- und IT-Ausstattungen sowie anderer betrieblicher Hilfsmittel sorgen für eine Begrenzung des Qualitätsrisikos. Besonderer Wert wird auf effiziente und praktikable Qualitätssicherungssysteme gelegt, die bei Bedarf aktualisiert werden.

 

Das Forderungsrisiko begrenzen wir, indem Dienstleistungsaufträge häufig erst nach Erhalt einer nicht rückzahlbaren Anzahlung begonnen werden. Gleiches gilt für Syntheseaufträge, für die in erheblicher Weise projektspezifisch Vormaterial zugekauft werden muss. Darüber hinaus werden fällige Debitoren regelmäßig gemahnt, um Forderungsausfälle gering zu halten. Die Forderungsausfälle hätten eine negative Auswirkung auf das EBITDA.

 

Um unsere IT-Systeme und Netzwerke vor externen Angriffen zu schützen, werden Hard- und Software regelmäßig aktualisiert und gewartet. Unsere Mitarbeiter werden zudem regelmäßig im Rahmen entsprechender Kurzvorträge sensibilisiert. Daher halten wir die hier bestehenden Risiken eines Geschäftsausfalles für beherrschbar. Ein Ausfall würde nur zur zeitlichen Verzögerungen führen. Wir könnten weiterhin operativ tätig sein.

 

Durch die Auftragssynthesen und die Auftragsforschungstätigkeit entstehen keine besonderen Risiken. Mögliche Reputationsrisiken im Fall der nicht sachgerechten Auftragsbearbeitung schätzen wir durch die internen Prozessaufläufe und das qualifizierte Personal als gering ein. Die Konsequenzen wären Umsatz- und Ergebnisrückgänge.

 

Im Bereich Sicherheit und Umweltschutz werden verantwortliche Mitarbeiter regelmäßig geschult.

 

Als Dienstleister in der präklinischen Auftragsforschung bestehen folgende von uns als gering eingeschätzten Risiken:

 

Die Service-Umsätze können nicht in dem geplanten Umfang erwirtschaftet werden, da benötigte Kapazitäten im Bedarfszeitpunkt bereits ausgelastet oder möglicherweise gar nicht vorhanden sind. Dies ist eine originär marktbedingte Problematik, der wir mit Ressourcenaufbau und maximaler Flexibilität in der Ressourcenverwendung begegnen. Des Weiteren haben wir durch eine Flächenerweiterung und einen anhaltenden Personalaufbau mehr Kapazität geschaffen. Die Konsequenz wäre eine zeitliche Verschiebung von Umsatzerlösen.

Die für die Weiterentwicklung erforderlichen Mitarbeiter können nicht rechtzeitig gewonnen oder gehalten werden: Die Personalsuche erfolgt in verschiedenen Medien und überregional. Zusätzlich werden auch externe Dienstleister mit der Suche beauftragt. Wir erwarten hieraus ansteigende Kosten für die Personalbeschaffung. Mittels eines wertschätzenden und mitarbeiterorientierten Führungsstils und eines attraktiven Bonus ist das Unternehmen bemüht, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Insgesamt wird in der Beschaffung von Personal, das fachlich und persönlich geeignet ist, eine besondere Herausforderung für die Weiterentwicklung des Unternehmens gesehen. Wenn nicht das geeignete Personal gefunden wird, käme es zu einer Verlangsamung des Wachstums bei den Umsatzerlösen und dem Ergebnis.

Die zeitgerechte Verfügbarkeit notwendiger Verbrauchsmaterialien könnte sich als zunehmend schwierig erweisen. Eine Teil-/Betriebsschließung könnte das zur Folge haben: Wir praktizieren eine proaktive Bevorratung und damit einhergehenden moderaten Bestandsaufbau. Die Konsequenz wäre ein Umsatz- und Ergebnisrückgang.

3.1.3 Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage

Die Chancen sind im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt unverändert positiv. Im Vergleich zum Vorjahr bewerten wir die Risiken insgesamt geringer. Ein anhaltender Fachkräftemangel und eine ansteigende Kostenbelastung am Standort Deutschland könnten erhebliche Belastungen und Risiken für die Gesamtwirtschaft und damit auch auf unser Unternehmen haben.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr und derzeit wurde kein bestandsgefährdendes Einzelrisiko festgestellt. Risikokonzentrationen in einzelnen Geschäftsbereichen sind ebenfalls nicht erkennbar.

3.2 Prognosebericht

Auch wenn die für Axolabs relevante Biotech-Branche erstmals gedämpfter in die Zukunft schaut (vgl. BIO Deutschland Pressemitteilung v. 11.01.2024), sieht sich die Axolabs GmbH auf Basis der getätigten Investitionen und neuer Mitarbeiter insgesamt gut aufgestellt. Insbesondere die exzellenten Wissenschaftler, eine starke Kundenbasis und die Fähigkeit, auch sehr komplexe Projekte erfolgreich abzuschließen, führen zu einem Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern.

Solange sich weiterhin Fachkräfte finden lassen und keine unvorhergesehenen Kostensteigerungen zu verzeichnen sind, erwarten wir auch für das neue Geschäftsjahr (1. April 2024 bis zum 31. März 2025) in Bezug auf Umsatz und EBITDA einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr.

 

Kulmbach, den 12.09.2024

Dr. Ingo Röhl

Dr. Philipp Hadwiger

Hermann Frings

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Axolabs GmbH, Kulmbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Axolabs GmbH, Kulmbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axolabs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 12. September 2024

KPMG AG
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Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer

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