Apotheke im Fritz e.K.
Selbe AdresseEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Hadwiger seit 7.4.2022 | Geschäftsführer |
Ingo Röhl seit 9.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LGC (Holdings) Limited | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axolabs GmbHKulmbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024Die Gesellschaft ist unter der Firma Axolabs GmbH mit Sitz in Kulmbach im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 4533 eingetragen. I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 31. März 2024. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden sofern nicht anders vermerkt unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen anhand betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern (im Wesentlichen fünf bzw. zehn Jahre) bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu retrograd ermittelten Herstellungskosten, indem unfertige Leistungen durch die Ermittlung des Fertigstellungsgrades unter Zugrundelegung durchschnittlicher Auftragslaufzeiten bestimmt wurden und von diesen der Gewinnanteil in Abzug gebracht wurde. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auftragsbezogen erworben und aufwandswirksam erfasst. Mit Beginn der Aufträge (Projektstart) fließen sie in die Bewertung der unfertigen Leistungen ein. Im Vorjahr wurden die unfertigen Leistungen mit einer höheren erwarteten durchschnittlichen Projektlaufzeit als im laufenden Geschäftsjahr bewertet. Außerdem wurden im Vorjahr im Gegensatz zum aktuellen Geschäftsjahr unfertige Leistungen mit einer tatsächlich längeren Projektlaufzeit als der Durchschnittslaufzeit nicht in der Bewertung erfasst. Wären die beiden genannten Bewertungsänderungen bereits im Vorjahr berücksichtigt worden, dann hätten sich die unfertigen Leistungen zum 31. März 2023 um TEUR 2.038 auf TEUR 3.391 erhöht. Ebenso wären die Bestandsveränderungen um TEUR 2.038 auf TEUR 1.730 gestiegen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist insoweit eingeschränkt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten wird zu Nominalwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Axolabs GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der LGC Holdings GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und soweit einschlägig drohende Verluste und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB und § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB keine Anwendung. Die Umsatzrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Auftrages bzw. bei Erreichung vereinbarter Zwischenergebnisse (Milestones). Vom Kunden erhaltene Anzahlungen werden in diesem Jahr auf der Passivseite ausgewiesen. Im Vorjahr wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 2.100 TEUR erfolgswirksam unter den Umsatzerlösen erfasst. Wäre bereits im Vorjahr so verfahren worden wie im aktuellen Geschäftsjahr, wären die Umsatzerlöse mit 50.184 TEUR entsprechend niedriger und die erhaltenden Anzahlungen entsprechend höher gewesen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist insoweit eingeschränkt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im letzten Geschäftsjahr weniger als 1 Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Vorjahresvergleich unverändert TEUR 69. Gleiches gilt für die Kapitalrücklagen i. H. v. TEUR 13.008. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 779, Vj. TEUR 2.503) und Rückstellungen für Kosten zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie für Archivierung (TEUR 162, Vj. TEUR 189). Ferner sind Kosten für ausstehende Rechnungen (TEUR 460, Vj. TEUR 465) enthalten. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 17.856 (Vj. TEUR 18.273) aus einem Gewinnabführungsvertrag enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffend Lieferungen und Leistungen bestehen zum Ende des Berichtszeitraums in Höhe von TEUR 2.776 (Vj. TEUR 2.710). Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsätze sind im aktuellen Geschäftsjahr erneut annähernd hälftig auf Synthese (46 %, VJ. 51 %) und Analytik/Pharmakologie (54 %, VJ. 49 %) aufgeteilt. Auch bei der regionalen Aufgliederung ist keine nennenswerte Änderung (Ausland 91 %, VJ. 93 %; Inland 9 %, VJ. 7 %) zu erkennen. Die Umsätze im Ausland teilen sich geografisch wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (VJ. 1,6 Mio. EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Währungsumrechnungen (0,3 Mio. EUR; VJ. 1,2 Mio. EUR) und interne Verrechnungen (0,3 Mio. EUR; VJ. 0,3 Mio. EUR). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6,7 Mio. EUR handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus Mieten inkl. Nebenkosten (2,1 Mio. EUR), Wartungen und Reparaturen (1,6 Mio. EUR), aus konzerninternen Weiterbelastungen (0,8 Mio. EUR) und aus Währungsumrechnung (0,4 Mio. EUR; VJ. 1,2 Mio. EUR). V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen besteht aus Verpflichtungen aus Mietverträgen (12,1 Mio. EUR für die nächsten 121 Monate) und dem Bestellobligo (1,7 Mio. EUR weniger als 1 Jahr). 2. Beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr waren gem. § 285 Nr. 7 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 222 Personen (Vj. 185 Personen) beschäftigt, von denen 161 (Vj. 132) wissenschaftlich und 61 (Vj. 53) nicht wissenschaftlich arbeiteten. 3. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten bzw. gehören an:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 4. Angaben zum Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB Der Jahresabschluss der Axolabs GmbH wird im Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) des obersten Mutterunternehmens konsolidiert, der LGC Science Group Holdings Limited Queens Road, Teddington, Middlesex TW11 0LY, England Der Konzernabschluss ist auf den Internetseiten der LGC Science Group Holdings Limited (http://www. lgcgroup. com) erhältlich. 5. Prüfungs- und Beratungsgebühren Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr sind im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten. 6. Gewinnabführungsvertrag Die Gesellschaft hat am 17. Mai 2017 mit ihrer herrschenden Muttergesellschaft, der LGC Holdings GmbH mit Sitz in Berlin, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. 7. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, welche wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Kulmbach, den 12.09.2024 Dr. Ingo Röhl Dr. Philipp Hadwiger Hermann Frings Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.04.2023 bis 31.03.2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Name und Sitz des Unternehmens Axolabs GmbH ist eine Forschungsgesellschaft mit Sitz in Kulmbach. 1.2 Produkte und Dienstleistungen, Markt und Wettbewerb Das Unternehmen betreibt auftragsbezogene Forschung auf dem Gebiet der Therapeutikaentwicklung, der Identifizierung und Analyse von Wirkstoffkandidaten, der Herstellung und Charakterisierung von Wirkstoffen auf Basis von DNA/RNA, insbesondere sogenannter Oligonukleotid- und mRNA-Therapeutika, sowie die Beratung von pharmazeutischen und biotechnischen Unternehmen und Einrichtungen. Axolabs bietet Kunden in aller Welt mit Schwerpunkt USA das nahezu gesamte Spektrum der präklinischen und frühen klinischen Dienstleistungen aus einer Hand an. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von DNA-/RNA-Therapeutika. Aufgrund des umfangreichen Spektrums an Dienstleistungen die Axolabs vereint, gibt es kein direkt vergleichbares Unternehmen. Der Wettbewerb in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar: 1.2.1 Synthese von Oligonukleotiden Es existieren bereits etablierte Hersteller, die Synthesen im Kleinmaßstab abdecken. Axolabs ist fokussiert auf Kunden, die therapeutische Oligonukleotide entwickeln wollen. Ihnen bietet Axolabs die Möglichkeit, Herstellungsmengen zu vergrößern, um entsprechende Studien durchführen zu können. Diese Kombination der Hochdurchsatzsynthese mit nachfolgendem "Upscaling" wird nach unserer derzeitigen Einschätzung von nur wenigen anderen Unternehmen weltweit angeboten. Es ist festzustellen, dass neue Marktteilnehmer wie WuXi Biologics (China), BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH (Deutschland) oder Avecia (USA) versuchen, sich in diesem Markt zu positionieren. 1.2.2 Bioanalytik und Analytik von Oligonukleotiden Hier werden Lösungen bei der Bio-Analyse von DNA-/RNA-Wirkstoffen und ihren Metaboliten angeboten. Der Wirkstoff wird dabei mit Hilfe eines proprietären Verfahrens nachgewiesen. Da Axolabs hier weltweit anerkannte Standards erfüllt (Zertifizierung gem. Gute Laborpraxis (GLP) bzw. die Qualifizierung nach Gute Klinische Praxis (GCP), können mit dieser Analyse sowohl Toxizitätsstudien als auch klinische Studien unterstützt werden. In der Analytischen Abteilung werden Methoden entwickelt, um DNA/RNA Wirkstoffe umfassend zu charakterisieren. Dabei werden Wirkstoffe auf Identität und Reinheit sowie Lagerstabilität überprüft. Unseren größten Mitbewerber sehen wir in Agilent (USA). 1.2.3 Pharmakologie Dieses Segment gehört zu dem Kerngeschäft eines klinischen Forschungsunternehmens. Wir verfügen hier über ein erfahrenes Team für die DNA-/RNA-Therapeutika, das integrierte kundenspezifische Lösungen für präklinische und frühe klinische Entwicklungsprojekte anbietet. Diesem Bereich sind Alnylam Pharmaceuticals Inc. (USA) und Bachem Holding AG (Schweiz) unsere größten Mitbewerber. Zusätzlich besitzt Axolabs proprietäre Technologien und spezielles Know-how auf dem Gebiet von Drug Delivery Systemen. Die angebotene Kombination von Dienstleistungen in den vorstehend genannten Bereichen (Synthese, Analytik, Pharmakologie) und ein langjährig erfahrenes Team bilden in ihrer Gesamtheit einen großen Wettbewerbsvorteil für Axolabs. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 war geprägt durch ein hohes Inflationsniveau, welches eine geringe Nachfrage im In- und Ausland zur Folge hatte. Des Weiteren erschweren steigende Zinsen die Finanzierungsbedingungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % niedriger, aber im Vergleich zum Jahr vor der Covid-19-Pandemie ist es um +0,7 % gestiegen. (vgl. Pressemitteilung Statistisches Bundesamt v. 15.01.2024) Die Biotech-Branche ist im aktuellen Jahr weniger zufrieden als im Vorjahr geplant. Neben Stellenabbau und geringeren Investitionen in Forschung und Entwicklung sind auch das aktuelle politische Klima für Biotech-Unternehmen schlechte Faktoren für die Geschäftslage. (vgl. BIO Deutschland Pressemitteilung v. 11.01.2024) 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 sind die Umsätze deutlich zurückgegangen und das EBITDA stagniert. Die geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerungen konnten aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden. 2.3 Ertragslage des Unternehmens Die wesentlichen Steuerungsinstrumente sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). 2.3.1 Umsatzentwicklung Der Umsatz weist im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 12 % aus. Dies ist zu erklären durch die Beendigung eines margenarmen, langfristigen Großprojekts im Vorjahr. Des Weiteren gehen kleinere Auftragsvolumina ein, aufgrund vorsichtiger Auftraggeber. 2.3.2 Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern Das Betriebsergebnis weist im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 3 % aus. Dies resultiert insbesondere aus einem deutlichen Rückgang des Materialaufwands von 11,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,8 Mio. EUR. Dieser resultiert aus der Abwicklung eines margenarmen Großprojekts im Vorjahr. Gegenläufig ist der Personalaufwand von 13,7 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR auf Grund von Personalaufbau und Gehaltserhöhungen gestiegen. Einem größeren Anstieg wirkten die geringeren Aufwendungen aus der Zuführung zu den Bonusrückstellungen entgegen. Des Weiteren sind im Vergleich zum Vorjahr geringere Währungserträge erzielt worden, wegen der Entwicklung des US-Dollars. Das EBITDA ist durch die oben beschriebenen Effekte nahezu konstant geblieben. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Betriebsergebnis) verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 0,5 Mio. EUR ebenso das Ergebnis nach Steuern -0,4 Mio. EUR (- 2 %).
2.4 Finanzlage des Unternehmens Die Gesellschaft finanziert sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kreditverbindlichkeiten. Zum Stichtag 31.03.2024 verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 4,3 Mio. EUR (Vj. 6,2 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von +20,0 Mio. EUR (Vj. 23,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem sehr positiven Betriebsergebnis. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von -3,6 Mio. EUR (Vj. -7,3 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Erweiterungs- und Ersatzbeschaffungen. Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von -18,3 Mio. EUR des Vorjahres werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit abgebildet. Die Axolabs war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen. 2.5 Vermögenslage des Unternehmens
Das Anlagevermögen ist weitgehend stabil geblieben, da die Fertigstellung der Erweiterung von Laborflächen erfolgte. Das Umlaufvermögen sinkt leicht durch den Ausgleich der Intercompany Verpflichtung aus dem Vorjahr (Ergebnisabführung). Der Anstieg bei den unfertigen Leistungen resultiert im Wesentlichen aus einer Bewertungsanpassung gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang der Rückstellungen liegt im Wesentlichen an rückläufigen Bonusrückstellungen, die auf die im Vorjahresvergleich rückläufigen Umsatzerlöse zurückzuführen sind. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Vorauszahlungen auf Projekte. Im Vorjahr wurden die Vorauszahlungen erfolgswirksam im Umsatz erfasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des verringerten Rohstoffbedarfs gesunken. Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital in Höhe von 13,1 Mio. EUR auf. Das Fremdkapital beträgt 25,2 Mio. EUR, ist wie im Vorjahr unverzinslich und kurzfristig. 2.6 Nichtfinanzielle Indikatoren Die Axolabs bezieht ihren Energiebedarf ausschließlich aus regenerativem Strom und achtet auch im Allgemeinen auf ein umsichtiges Haushalten mit Ressourcen. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist trotz steigender Mitarbeiterzahl weiterhin positiv und spiegelt sich in einer sinkenden Fluktuationsrate (6 %; Vj. 7 % der FTE) wider. Die Fluktuation errechnet sich mittels der Differenz der FTE aller Abgänge zum Gesamtdurchschnitt aller FTE im jeweiligen Geschäftsjahr. Es handelt sich jeweils um keine bedeutsamen nicht finanziellen Leistungsindikatoren. 2.7 Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Die Geschäftsleitung blickt auf ein insgesamt verhaltenes Geschäftsjahr zurück, in dem die gesteckten finanziellen Ziele nicht erreicht wurden. Nach Auffassung der Geschäftsleitung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage durch die bisher im neuen Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse positiv. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht 3.1.1 Chancenbericht Die Belastungen aus gestiegenen Energiekosten und Inflation haben sich gegen Ende des Jahres etwas abgemildert, da die entsprechenden Kosten rückläufig waren Das aktuell stagnierende Zinsniveau ermöglicht Wachstumschancen durch neue Kunden. Die Möglichkeit des Kapazitätsausbaus kann wiederum zu einem zukünftigen Anstieg des Umsatzvolumens verhelfen. Vor diesem Hintergrund bewerten wir die Aussichten für das Unternehmen insgesamt positiv. 3.1.2 Risikobericht Relevante betriebsspezifische Risiken werden von geschulten Fachkräften im Unternehmen und der Geschäftsführung analysiert. Es werden in wöchentlichen Sitzungen alle Risikofaktoren besprochen und Maßnahmen beschlossen. Das installierte Steuerungssystem zur Minimierung und frühzeitigen Erkennung von Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage soll die kurzfristige Einleitung aller notwendigen Gegenmaßnahmen und somit die aktive Steuerung des unternehmerischen Risikos ermöglichen. Die folgenden Risiken schätzen wir als moderat ein:
Die folgenden Risiken schätzen wir als gering ein:
3.1.3 Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage Die Chancen sind im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt unverändert positiv. Im Vergleich zum Vorjahr bewerten wir die Risiken insgesamt geringer. Ein anhaltender Fachkräftemangel und eine ansteigende Kostenbelastung am Standort Deutschland könnten erhebliche Belastungen und Risiken für die Gesamtwirtschaft und damit auch auf unser Unternehmen haben. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr und derzeit wurde kein bestandsgefährdendes Einzelrisiko festgestellt. Risikokonzentrationen in einzelnen Geschäftsbereichen sind ebenfalls nicht erkennbar. 3.2 Prognosebericht Auch wenn die für Axolabs relevante Biotech-Branche erstmals gedämpfter in die Zukunft schaut (vgl. BIO Deutschland Pressemitteilung v. 11.01.2024), sieht sich die Axolabs GmbH auf Basis der getätigten Investitionen und neuer Mitarbeiter insgesamt gut aufgestellt. Insbesondere die exzellenten Wissenschaftler, eine starke Kundenbasis und die Fähigkeit, auch sehr komplexe Projekte erfolgreich abzuschließen, führen zu einem Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern. Solange sich weiterhin Fachkräfte finden lassen und keine unvorhergesehenen Kostensteigerungen zu verzeichnen sind, erwarten wir auch für das neue Geschäftsjahr (1. April 2024 bis zum 31. März 2025) in Bezug auf Umsatz und EBITDA einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr.
Kulmbach, den 12.09.2024 Dr. Ingo Röhl Dr. Philipp Hadwiger Hermann Frings Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Axolabs GmbH, Kulmbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Axolabs GmbH, Kulmbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axolabs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 12. September 2024 KPMG
AG
Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer Krebs, Wirtschaftsprüfer |
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