Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 732647
Eingetragen
30.3.1983
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Vertrieb und die Herstellung von Anlagen der Kunststoffindustrie, insbesondere von Heißkanalsystemen, und die Beratung der Kunststoffindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Giancarlo Marinoni
seit 18.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sandish Kumar Kapoor
seit 18.2.2025
Prokura
Prokura
Viktor Moor
seit 18.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Synventive Acquisition UK LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Synventive Acquisition GmbH
Germany
51.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Synventive Molding Solutions GmbH

Bensheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Synventive Molding Solutions GmbH, Bensheim, im Folgenden auch SMS GmbH, beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Montage und dem internationalen Vertrieb von Anlagen der Kunststoffindustrie. Dazu gehören insbesondere Heißkanalsysteme, Maschinendüsen und Temperaturregler für die Verarbeitung von Kunststoffen im Spritzgussverfahren.

Die Lohnfertigung der Komponenten für die Anlagen ist in ein verbundenes Unternehmen, der Synventive Fertigungstechnik GmbH mit Sitz in Bensheim, im Folgenden auch SFT GmbH, ausgegliedert. Zudem werden auch Heißkanalsysteme und Ersatzteile aus den Produktionsstandorten der Schwestergesellschaften in Nordamerika und China bezogen.

Die Gesellschaft gehört als Teil der Synventive Gruppe mit der Obergesellschaft Synventive Acquisition, Inc., USA, zur BARNES Group, Inc., USA und wird in deren Konzernabschluss eingebunden. Zur Eigentümerstruktur wird auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses verwiesen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Forschung und Entwicklung sowie ein eigenständiges Technikum und ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Entwicklungstätigkeit fokussiert sich dabei auf das Engineering, im Wesentlichen auf die Neu- und Weiterentwicklung von Heißkanalsystemen, Maschinendüsen und Temperaturreglern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die von der SMS GmbH hergestellten und vertriebenen Heißkanalsysteme werden weltweit in unterschiedliche Branchen geliefert. Der maßgebliche Schwerpunkt der Aktivitäten liegt bei Ein- und Mehrfachwerkzeugen für Automobilkomponenten. Außerdem werden Mehrfachwerkzeuge für Formteile in der Medizintechnik, der Verpackungs- und Elektroindustrie angefertigt, wobei die Umsätze in diesen Branchen von untergeordneter Bedeutung sind.

Die SMS GmbH ist als Vorlieferant für die Automobilindustrie stark abhängig von der Branchenentwicklung insgesamt.

Die internationalen Automobilmärkte haben ein turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während insbesondere in der ersten Jahreshälfte aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild ab. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheit bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Von den drei größten Absatzregionen musste im Gesamtjahr 2021 einzig Europa (EU-27, Europäische Freihandelsassoziation EFTA und Vereinigtes Königreich) einen Rückgang verbuchen. In den USA und in China legte der Absatz hingegen leicht zu.

In den wichtigsten Märkten wurden im Jahr 2021 weltweit insgesamt rund 58,2 Mio. Fahrzeuge (PKW und Nutzfahrzeuge) verkauft bzw. neu zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 3,9% (Vorjahr: 56 Mio. Neuzulassungen). Größter Produktionsmarkt ist weiterhin China, wo im abgelaufenen Kalenderjahr rund 21,1 Mio. Einheiten verkauft wurden (+6,6% im Vergleich zu 2020). Auf dem europäischen Markt sank die Produktion um -1,5% im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr rund 11,8 Mio. Fahrzeuge. In Deutschland wurden rund 10% weniger PKW zugelassen als im Vorjahr. In den USA schloss der Markt das Jahr 2021 leicht besser ab: 14,9 Mio. Neuzulassungen bzw. Verkäufe (+3,1% im Vergleich zu 2020). Auch der Markt in Brasilien (2,0 Mio. Fahrzeuge / +1,1%) entwickelte sich leicht positiv. Eine sehr positive Entwicklung zeigt der indische Markt: in 2021 wurden 3,1 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen (+26,7%). (Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2022/220118_Internationale-Automobilm-rkte-2021-mit-turbulenter-Entwicklung)

Es besteht eine starke Wettbewerbssituation; während die Synventive-Gruppe gemäß der Interconnection Consulting (IC) Marktstudie global noch der Marktführer im Bereich Automotive ist, wurde im Jahr 2019 die Marktführerschaft in Europa an den Wettbewerber HRS verloren.

Die weiterhin scharfe Wettbewerbssituation ist der insgesamt kaum veränderten Anzahl neuer Automobilmodelle geschuldet, die in Kombination mit der modularen Baukasten- bzw. Plattformstrategie der OEM´s zu einer deutlichen Reduzierung der Plastikteile und des damit verbundenen Bedarfs an neuen Werkzeugen und somit auch Heißkanälen führt.

Gemäß einer Marktstudie war im Jahr 2020 der europäische Automotive Markt für bezogene Heißkanäle um 8,4% rückläufig, für 2021 wird eine Erholung des Marktvolumens um 5,5% gegenüber 2020 erwartet.

Wachstumspotential sieht die Gesellschaft weiterhin im Bereich "Mobilität von morgen", welche insbesondere im Bereich alternativer Antriebe, z.B. der Elektromobilität zu beobachten sind. Zudem ist nach Meinung der Geschäftsführung der Marktanteil im Bereich non-Automotive, wie beispielsweise im Bereich Haushaltsgeräte und Consumer Electronics, noch deutlich ausbaufähig.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2021 um 14,2% auf TEUR 39.876 angestiegen (Vorjahr: EUR 34.926). Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegene Nachfrage zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 1.601 (Vorjahr: TEUR 2.639). Der Anstieg des Ergebnisses nach Steuern ist im Wesentlichen der Umsatzsteigerung von TEUR 4.950 geschuldet; gegenläufig haben sich insbesondere überproportional gestiegene Materialaufwendungen ausgewirkt.

Aufgrund der Umsatzsteigerung und des rückläufigen Jahresfehlbetrags wird das abgelaufene Geschäftsjahr von der Geschäftsführung insgesamt als gerade noch zufriedenstellend beurteilt.

3. Lage

a) Ertragslage

Der Umsatz ist im Berichtsjahr insgesamt um 14,2% auf TEUR 39.876 (Vorjahr: TEUR 34.926) gestiegen. Die Geschäftsentwicklung deckt sich mit der Angabe im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2020. Zur Entwicklung des Marktanteils liegen noch keine zuverlässigen Daten vor.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse, abzüglich Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderung und sonstiger betrieblicher Erträge) ist um 12,1% auf TEUR 18.465 gestiegen (Vorjahr: TEUR 16.469). Die Rohertragsquote hat sich leicht verschlechtert. Sie lag im Geschäftsjahr bei 46,3%, gegenüber dem Vorjahr von 47,2%. Die leicht negative Entwicklung hängt insbesondere mit einem überproportionalen Anstieg der Preise von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und gestiegener Transportkosten zusammen.

Der Personalaufwand hat sich trotz leicht gesunkener durchschnittlicher Mitarbeiterzahl von TEUR 8.491 auf TEUR 8.646 erhöht. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Zuführungen zu personalbezogenen Rückstellungen.

Im Jahr 2021 wurde keine Dividende aus der Beteiligung an dem verbundenen Unternehmen Synventive Molding Solutions s.r.o., Horni Pocernice (Praha) ausgeschüttet (Vorjahr: TEUR 700).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 1,4% auf TEUR 11.173 (Vorjahr: TEUR 11.017) gestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern ist aus den oben genannten Gründen insgesamt von TEUR - 2.639 auf TEUR -1.601 angestiegen.

b) Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch das operative Geschäft und durch die Konzernmutter BARNES Group, Inc., Bristol, Connecticut/USA durch Cashpooling sichergestellt. Aufgrund der umfangreichen Sparmaßnahmen im Bereich Personal und bei den Sachkosten sowie durch eine Umstrukturierung der Supply Chain ist die Gesellschaft weiterhin in der Lage einen positiven Cashflow zu erzielen und damit jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 ist gegenüber dem 31. Dezember 2020 leicht gesunken. Der Rückgang um insgesamt TEUR 1.924 (-9,5%) auf nunmehr TEUR 18.406 beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf dem Rückgang des Vorratsvermögens um TEUR 995 (-30,7%) und dem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 631 (-4,0%). Hierbei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bedingt durch die Umsatzsteigerung, um TEUR 189 (+2,9%) erhöht, während sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen insbesondere aufgrund geringerer Forderungen aus kurzfristigen Darlehen um insgesamt TEUR 868 (-9,4%) reduziert haben.

Auf der Passivseite ergab sich im Wesentlichen aufgrund höherer personalbezogener Rückstellungen eine Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 790. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um TEUR 434 (-21,8%) gesunken und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich insbesondere aufgrund geringerer Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Konzernumlagen insgesamt um TEUR 2.326 (-13,6%) vermindert.

4. Investitionen

Die Neuinvestitionen in das Anlagevermögen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 406) bestanden im Wesentlichen aus der Erneuerung von Betriebs- und Geschäftsausstattung.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Neben der Umsatzentwicklung insgesamt, ist ein finanzieller Leistungsindikator der internen Unternehmenssteuerung der:

Umsatz pro Mitarbeiter: TEUR 318 (VJ: TEUR 254)

Die Mitarbeiteranzahl wurde auf Vollzeitstellen hochgerechnet.

Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das EBITDA nach US GAAP, diese betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.579 (VJ: TEUR 821).

Für beide finanzielle Leistungsindikatoren wurden die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Werte somit nicht erreicht.

III. Prognosebericht

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 verläuft für die Gesellschaft im Rahmen der Erwartungen bzw. sogar leicht besser als erwartet. So betrugen die Umsätze nach US-GAAP zum Stand 30. November 2022 TEUR 41.463 gegenüber TEUR 36.235 im Vorjahreszeitraum, was einem Wachstum von 14,4% entspricht und auf Plan-Niveau liegt.

Die im November 2020 durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen werden durch steigende Rohstoff- und Energiepreise überproportional kompensiert. So beträgt das EBITDA nach US GAAP zum 30. November 2022 TEUR 821 gegenüber TEUR 1.956 im Vorjahreszeitraum.

Auch wenn die Coronapandemie noch nicht vorüber ist und die politische Situation in Europa durch den Krieg in der Ukraine weiterhin angespannt ist, so blickt die Geschäftsführung auf Grund der geplanten Modellwechsel im Bereich Automotive sowie der starken Nachfrage in anderen Industrien optimistisch in die Zukunft. Nach derzeitigem Stand werden 2022 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 45,2 Mio. erzielt, und ein EBITDA nach US GAAP in Höhe von EUR 1,3 Mio. erwartet.

Für das Jahr 2023 wird jeweils mit einer Steigerung der Umsatzerlöse, des EBITDA nach US GAAP und des Umsatzes pro Mitarbeiter im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Als international operierendes Unternehmen ist die SMS GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement ist daher ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Die SMS GmbH verfügt über ein umfangreiches Berichtswesen. Darin sind auch Kontrollmechanismen zur rechtzeitigen Erkennung von Risiken im Tagesgeschäft implementiert, sodass im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Zu diesem Zweck werden Monatsberichte erstellt und analysiert. In Kombination mit einer Prognose über die Geschäftslage der kommenden Monate wird die Risikoentwicklung transparent gemacht. Regelmäßige Besprechungen sowohl innerhalb der SMS GmbH als auch unter Kollegen aus den einzelnen Gesellschaften der Synventive Gruppe bzw. mit den Führungsgremien des Mutterhauses dienen darüber hinaus dem Informationsaustausch. Dieser hat das Ziel, Risiken zu kommunizieren, zu quantifizieren und Lösungsansätze zu diskutieren.

Seit November 2013 hat die SMS GmbH als Teil der BARNES-Gruppe, deren Wertpapiere an der US-Börse gehandelt werden, das Regelwerk des Sarbanes-Oxley Act 2002 implementiert. Als ausländisches Tochterunternehmen eines börsennotierten US-Konzerns ist die SMS GmbH hierzu verpflichtet.

Hierdurch ist ein umfassendes internes Kontrollsystem mit einer Vielzahl von nunmehr zusätzlichen Kontenabstimmungen implementiert worden, was eine signifikante Erhöhung der Transparenz sämtlicher Transaktionen im Finanzbereich zur Folge hat.

Die von der Geschäftsführung identifizierten Risiken werden im Folgenden in absteigender Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben:

a) Finanzwirtschaftliche Risiken

Für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gilt, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten (z.B. Eigentumsvorbehalt) verlangt, Kreditauskünfte eingeholt und/oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Besondere Forderungsverluste gab es im Jahr 2021 und auch im Jahr 2022 bislang nicht. Um der allgemein erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit Rechnung zu tragen, hat sich die Gesellschaft Ende 2022 dazu entschlossen, eine Forderungsausfallversicherung abzuschließen. Auch durch die makroökonomischen Entwicklungen rechnet die SMS GmbH in Zukunft nicht mit außergewöhnlich hohen Forderungsverlusten.

Aufgrund der Übernahme durch die BARNES Group, Inc. sind bei der Synventive Gruppe alle Bankverbindlichkeiten zurückgezahlt worden. Es bestehen daher auch keine Haftungsverpflichtungen mehr. Hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen Entwicklungen auf die Liquiditätslage verweisen wir auf die Erläuterungen in der Finanzlage.

b) Absatzmarktrisiken

Die aktuelle Abhängigkeit von Modellwechsel und Facelift bei Automobilen ist nach wie vor sehr hoch. Damit verbunden ist eine Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der bedienten Volkswirtschaften.

Das Jahr 2021 hat wie bereits die Vorjahre gezeigt, dass fest eingeplante Modelle nach hinten verschoben oder teilweise vollständig seitens des OEM´s eingestellt wurden. Die Geschäftsführung rechnet jedoch für das Jahr 2022 mit einem moderaten Nachfrageanstieg von über 6%, im Wesentlichen durch den Automotive Markt bedingt durch die Einführung von neuen Elektromodellen und erwartet eine weitere Steigerung der Nachfrage im Jahr 2023.

Neben dem Risiko des unstetigen Automotive Marktvolumens besteht das Risiko, Marktanteile an die Wettbewerber zu verlieren. Um die Position im Markt zu halten und zu verbessern, investiert die Synventive-Gruppe beträchtliche Anstrengungen in die stetige technische Fortentwicklung der Produkte und geplante Maßnahmen wie Business Simplification, erhöhte Kostentransparenz und Commercial Realignment. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Absatzmarkt verweisen wir auf die Erläuterungen im Prognosebericht.

c) Beschaffungsmarktrisiken

Die Marktpreise für Material sind generell gestiegen. Preissteigerungen beim Material (vorwiegend Stahl und verwandte Produkte) sowie bei der Logistik konnten bislang durch Einsparprojekte im Einkauf bis einschließlich 2021 teilweise kompensiert werden. Dem Risiko steigender Materialpreise sowie Logistikkosten wird durch aktive Einkaufspolitik versucht entgegenzutreten. Ob eine vollständige Kompensation möglich ist, muss weiter beobachtet werden.

d) Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Produkthaftpflicht- und Umweltrisiken. Die SMS GmbH hat neben dem entsprechenden Versicherungsschutz für Schadensfälle zudem Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden. Insbesondere die kritischen Anlagen unterliegen laufenden Inspektionen und umfangreichen Instandhaltungsroutinen. Damit wird eine höchstmögliche Betriebs- und Arbeitssicherheit gewährleistet.

e) Währungsrisiken

Die SMS GmbH ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Mit Ausnahme der Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen in China und den USA wird nur in EUR sowohl fakturiert als auch eingekauft. Generell ist die Anzahl der in Fremdwährung getätigten Geschäfte und den damit verbundenen finanziellen Kursrisiken für die Gesellschaft vernachlässigbar.

f) Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt die SMS GmbH ihre Entscheidungen auf intensive rechtliche Beratung.

2. Chancenbericht

Als von der Geschäftsleitung identifizierte Chancen lassen sich vor allem die vorhandenen Marktchancen benennen, welche im Folgenden in absteigender Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben werden:

a) Technische Entwicklung

Generell ist der Wettbewerbsdruck und Preiskampf ein wesentliches Merkmal in der Branche. Dennoch erwartet das Unternehmen im strategischen Ausblick mittelfristig zunehmende Umsätze aufgrund der Entwicklung neuer Technologien, wie beispielsweise der im Juni 2019 vorgestellten E-Gate Technologie, die der Gesellschaft erlauben sich vom Wettbewerb abzuheben und zudem auch neue Märkte zu erschließen.

Mit der Entwicklung kleinerer Systeme werden die Aktivitäten in neuen Branchen wie Verpackungsindustrie, Medizintechnik und im Elektroniksektor verstärkt. Daneben werden Entwicklungen vorangetrieben, um den Bereich der Premium Consumer Products und Electronics zu stärken.

b) Erschließung neuer Märkte

Die Gesellschaft ist derzeit in der strategischen Neuausrichtung ihrer Organisation, um den Vertrieb von Heißkanälen im non-Automotive Bereich nachhaltig voranzutreiben.

Im ersten Schritt werden hier Anwendungsbereiche für das bestehende Produktportfolio außerhalb von Automotive identifiziert. Beispielhaft ist hier der Spritzguss von großen Paletten und Mülltonnen, aber auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Trockner zu nennen.

c) Barnes Enterprise System (Lean Management)

Die Initiative der ständigen Prozessverbesserungen wird fortgesetzt und durch das Barnes Enterprise System, einem konzerninternen Management System, deutlich unterstützt und quantifiziert. Damit kann der Wettbewerbsvorteil durch eine Erhöhung der Produktivität weiter gesteigert werden und die Standardisierung von Komponenten weiter vorangetrieben werden.

Die in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten führen dazu, dass die Anpassung an sich verändernde Situationen schnell durchführbar sind und damit einen hohen Schutz für das Unternehmen gewähren.

d) Strategischer Einkauf

Die initiierten Einkaufsaktivitäten mit dem Ziel, die Materialkosten zu senken, wurden mit hohem Druck auch im Jahr 2021 weiterverfolgt und helfen somit, den Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Diese Aktivitäten werden konsequent beibehalten und führen zu einer weiteren Senkung der Materialkosten.

3. Gesamtaussage

Nach Evaluierung aller Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung kann abschließend festgestellt werden, dass insgesamt derzeit keine Entwicklungen erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Synventive Molding Solutions GmbH fakturiert in weit überwiegendem Maße in Inlandswährung und ist im Bereich der externen Forderungen somit einem überschaubaren und moderaten Risiko aus Währungsverlusten ausgesetzt, was ein Cash Flow- oder Portfolio-Hedging obsolet macht.

Gleichwohl besteht das Risiko des Forderungsausfalls. Diesem wird durch die monatliche Anpassung einer Wertberichtigung für überfällige Kundenforderungen Rechnung getragen.

Es werden von der Synventive Molding Solutions GmbH überschaubare Risiken im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eingegangen. Um diese inhärenten Risiken zu vermeiden bzw. zu reduzieren, werden z.B. routinemäßige Bonitätsprüfungen von Neu- und Bestandskunden vorgenommen. Versicherungen werden maßvoll eingesetzt, um potentielle Risiken abzudecken.

Die Mitarbeiter der Verkaufsabteilung werden in den Forderungseinzug involviert, um eine bessere Zahlungsmoral seitens der Kunden sicherzustellen.

 

Bensheim, 23. Dezember 2022

Michael Vincent Kennedy

Viktor Moor

Daniel Vesper

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.134,45 45.513,07
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 158.399,78 196.900,16
2. Technische Anlage und Maschinen 168.185,27 191.376,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.661,27 392.867,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 130.532,46
  589.246,32 911.676,45
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.918,17 30.918,17
  757.298,94 988.107,69
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.127.630,42 1.415.972,34
2. Unfertige Erzeugnisse 522.321,92 717.321,28
3. Fertige Erzeugnisse 592.272,99 1.103.575,40
  2.242.225,33 3.236.869,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.809.238,08 6.620.083,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.357.905,75 9.225.515,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 90.723,16 43.520,34
  15.257.866,99 15.889.118,94
III. Guthaben bei Kreditinstituten 42.832,08 31.658,04
  17.542.924,40 19.157.646,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.496,26 184.165,13
  18.405.719,60 20.329.918,82

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital    
I. gezeichnetes Kapital 51.200,00 51.200,00
II. Gewinnvortrag 40.701,14 40.701,14
III. Jahresergebnis 0,00 0,00
  91.901,14 91.901,14
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 1.896.864,24 1.106.441,13
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.215,00 3.700,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.555.172,06 1.989.272,07
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.721.701,80 17.047.293,23
4. sonstige Verbindlichkeiten 128.865,36 91.311,25
davon aus Steuern EUR 119.932,80 (Vorjahr EUR 82.378,69)    
  16.416.954,22 19.131.576,55
  18.405.719,60 20.329.918,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 39.875.568,39 34.925.802,98
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -706.301,77 -799.555,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 174.220,35 269.921,87
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -16.593.489,61 -10.761.319,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.285.292,86 -7.165.354,52
  -20.878.782,47 -17.926.674,02
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -7.463.390,53 -7.098.065,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.182.929,77 -1.392.477,97
davon für Altersversorgung: EUR 77.925,04 (Vorjahr EUR 72.209,38)    
  -8.646.320,30 -8.490.543,26
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -281.322,85 -331.342,87
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -11.172.547,47 -11.016.865,50
davon aus Währungsumrechnung: EUR 29.131,32 (Vorjahr: EUR 128.109,80)    
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 699.578,87
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 699.578,87)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.952,75 32.036,03
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 35.872,45 (Vorjahr EUR 27.142,83)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.338,05 -1.643,81
11. Ergebnis nach Steuern -1.600.871,42 -2.639.285,18
12. Erträge aus Verlustübernahme 1.600.871,42 2.639.285,18
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben

Firma: Synventive Molding Solutions GmbH
Sitz: Bensheim
Registergericht: Amtsgericht Darmstadt
Nummer: HRB 21602

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 HGB, 266 ff. HGB). Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software, die mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert wurde und über einer Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben wird.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen linear Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei wird von Nutzungsdauern zwischen 2 und 12 Jahren ausgegangen. Geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten bilanziert, die Anlagen im Bau zu Anschaffungskosten.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und / oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten nach der gleitenden Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bilanziert, welche neben den direkt zuordenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. In den Fertigungsgemeinkosten sind die linearen Abschreibungen für das im Produktionsprozess genutzte Sachanlagevermögen enthalten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesehen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Soweit erforderlich werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Das Guthaben bei Kreditinstituten wird zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen, das abgelaufene Geschäftsjahr betreffenden Risiken und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden latente Steuern aus temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin Synventive Acquisition GmbH, Bensheim, ausgewiesen.

II. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag entsprechend dem § 256a HGB bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Finanzanlagen

Die Gesellschaft ist Alleingesellschafterin der Synventive Molding Solutions s.r.o. Horni Pocernice (Praha) / Tschechische Republik. Gemäß dem letzten verfügbaren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 der Tochtergesellschaft beläuft sich das Eigenkapital auf TCZK 44.832 (TEUR 1.803) und das Ergebnis des Geschäftsjahres auf TCZK 2.140 (TEUR 66).

Weiterhin ist die Synventive Molding Solutions GmbH seit 8. März 2017 Alleingesellschafterin der GF Controls GmbH, Mainz-Kastel. Gemäß dem letzten verfügbaren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 der Tochtergesellschaft beläuft sich das Eigenkapital auf TEUR 1.803 und das Ergebnis des Geschäftsjahres auf TEUR 439.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.358 (Vorjahr TEUR 9.226) und bestehen zu TEUR 3.353 (Vorjahr TEUR 2.028 aus Lieferungen und sonstigen Dienstleistungen und zu TEUR 5.005 (Vorjahr TEUR 7.198 aus kurzfristigen Darlehen.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Synventive Acquisition GmbH, Bensheim, nicht ausgewiesen.

5. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 51.200,00.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.897 (Vorjahr: TEUR 1.106) und betreffen im Wesentlichen folgende Rückstellungen:

31.12.2021
(TEUR)
31.12.2020
(TEUR)
Personalbezogene Rückstellungen 833 186
Kundenboni 154 86
Ausstehende Rechnungen 583 171
Garantierückstellungen 101 134
Sonstige 226 529
Summe 1.897 1.106

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14.722 (Vorjahr TEUR 17.047) betreffen mit TEUR 6.599 (Vorjahr TEUR 11.881) die Gesellschafterin, welche aus Verbindlichkeiten aus Konzernumlagen und Ergebnisabführungen resultieren, und außerdem zu TEUR 1.277 (Vorjahr TEUR 1.256) Darlehen und zu TEUR 6.846 (Vorjahr TEUR 3.910) Lieferungen und Leistungen.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr TEUR 176 TEUR) enthalten.

Im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind periodenfremde Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr 182 TEUR) enthalten.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Gebäude, aus Kraftfahrzeug-Leasingverträgen sowie aus sonstigen Mietverträgen betragen über die Restlaufzeit der Verträge TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 1.953).

In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich auch der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

< 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Gesamt 1.574 953 - 2.527

Organschaftsverhältnis

Mit notarieller Urkunde vom 30. Dezember 1998 hat die Gesellschaft mit ihrer damaligen Alleingesellschafterin Synventive Holding GmbH, Bensheim, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Beginn des Geschäftsjahres 1999 abgeschlossen. Durch Verschmelzungsvertrag vom 29. August 2017 hat die Synventive Acquisition GmbH, Bensheim, mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Rechtsnachfolge der Synventive Holding GmbH angetreten und demnach auch sämtliche Anteile an der Synventive Molding Solutions GmbH übernommen. Insofern wird der Fehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.601 als Folge der oben genannten Verträge von der Muttergesellschaft Synventive Acquisition GmbH ausgeglichen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 123 Arbeitnehmer, davon 22 gewerbliche Arbeitnehmer und 95 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 126 Arbeitnehmer, davon 26 gewerbliche Arbeitnehmer und 92 Angestellte).

Geschäftsführung

Nachfolgend sind alle Geschäftsführer der Gesellschaft aufgeführt, die im Berichtsjahr bestellt waren bzw. bis zum Bilanzaufstellungstag eingetreten sind:

Herr Michael Vincent Kennedy, Canton / CT (USA), Vice President Tax & Treasury

Herr Jörg Czempisz, Kempen, President Europe (bis 30. Mai 2022)

Herr Viktor Moor, Gernsheim, Regional Operations Director Molding Solutions Europe (ab 31. März 2022)

Herr Daniel Vesper, Freiburg i. Breisgau, Vice President Molding Solutions Europe (ab 1. September 2022)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Keiner der Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Einbeziehung in Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BARNES Group Inc., Bristol, Connecticut, USA, einbezogen, diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage, oder unter http://ir.barnesgroupinc.com/investor-relations/financial-reports/annual-reports/default.aspx, erhältlich.

Verlustübernahme

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Synventive Acquisition GmbH, Bensheim, ausgeglichen. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbunden Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

Angabe von Geschäften mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft in folgendem Umfang Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB getätigt:

in TEUR Verkäufe Käufe Erbringung von Dienstleistungen und Weiterbelastungen Bezug von Dienstleistungen und Weiterbelastungen Zinserträge Zinsaufwendungen
Oberstes Konzernunternehmen 0 0 0 151 0 0
Mutterunternehmen 0 0 0 1.976 0 0
Übrige Konzernunternehmen 872 7.865 607 8.048 36 0
Summe 872 7.865 607 10.175 36 0

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 kam es zum Angriff Russlands auf die Ukraine. Seitdem besteht durch den andauernden Ukrainekrieg eine beträchtliche Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere betrifft dies Störungen entlang der Lieferketten und nachteilige Änderungen von Rohstoff- und anderen Marktpreisen.

Die Frachtkosten sind durch die veränderte geopolitische Situation zeitweise stark angestiegen, wovon die Synventive Molding Solutions GmbH unmittelbar betroffen ist. Weiterhin ist die Gesellschaft als Unternehmen des produzierenden Gewerbes von Preissteigerungen bei Rohstoffen, insbesondere Stahl, sowie bei Dienstleistungen betroffen.

Als Reaktion darauf wird durch aktive Einkaufspolitik weiter der Versuch unternommen, die Materialkosten zumindest auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten.

 

Bensheim, 23. Dezember 2022

Michael Vincent Kennedy

Viktor Moor

Daniel Vesper

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.746.599,95 0,00 0,00
  4.746.599,95 0,00 0,00
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 660.538,49 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 397.446,92 0,00 0,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.850.172,48 32.973,91 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 130.532,46 17.540,25 0,00
  3.038.690,35 50.514,16 0,06
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.918,17 0,00 0,00
  30.918,17 0,00 0,00
  7.816.208,47 50.514,16 0,06
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 143.152,71 4.889.752,66
  143.152,71 4.889.752,66
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 660.538,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 397.446,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.920,00 1.888.066,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -148.072,71 0,00
  -143.152,71 2.946.051,74
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.918,17
  0,00 30.918,17
  0,00 7.866.722,57
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.701.086,88 51.531,33 0,00 4.752.618,21
  4.701.086,88 51.531,33 0,00 4.752.618,21
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 463.638,33 38.500,38 0,00 502.138,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 206.070,37 23.191,22 0,00 229.261,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.457.305,20 168.099,92 0,00 1.625.405,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.127.013,90 229.791,52 0,00 2.356.805,42
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  6.828.100,78 281.322,85 0,00 7.109.423,63
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.134,45 45.513,07
  137.134,45 45.513,07
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 158.399,78 196.900,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 168.185,27 191.376,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.661,27 392.867,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 130.532,46
  589.246,32 911.676,45
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.918,17 30.918,17
  30.918,17 30.918,17
  757.298,94 988.107,69

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Synventive Molding Solutions GmbH, Bensheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Synventive Molding Solutions GmbH, Bensheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Synventive Molding Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer

ppa. Hans-Jörg Mühlenweg, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 26.01.2023 festgestellt.

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