POLYRACK Electronic- Aufbausysteme GmbH

Steinbeisstraße 4, 75334 Straubenhardt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 501062
Eingetragen
14.3.1979
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Herstellung und der Handel von und mit Elektronik-Aufbausystemen aller Art, Insbesondere Gehäusen, vornehmlich aus Aluminium für die Elektro-und Elektronikindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Mees
seit 3.2.2020
Prokura
Prokura
Uwe Günthner
seit 20.3.2017
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Polyrack Tech-Group Holding GmbH & Co. KG
Germany
512.500 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

POLYRACK Electronic- Aufbausysteme GmbH

Straubenhardt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH ist im Handelsregister unter HR B 501062, Amtsgericht Mannheim eingetragen. Sie unterhält den Firmensitz in der Steinbeisstraße 4, 75334 Straubenhardt, welche auch gleichzeitig den Hauptsitz des Unternehmens darstellt. Dort befindet sich die Verwaltung inkl. Geschäftsführung sowie Entwicklung und Projektmanagement als auch Teile der Produktion. Weitere Produktionsstandorte befinden sich in Straubenhardt und Ettlingen.

Die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH ist ein Teil der POLYRACK TECH-GROUP, welche Lösungen im Bereich Electronic Packaging liefert. Im Rahmen der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH liegt der Fokus dabei auf der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von elektromechanischen Gehäuselösungen. Dabei versteht sich das Unternehmen durch die Nutzung von Synergien zwischen der mechanischen Gehäusetechnik und der elektronischen Integration zu einer Gesamtlösung als Systemlieferant. Unter Nutzung der Technologien anderer Unternehmen innerhalb der Unternehmensgruppe kann dies weiter kombiniert werden, u.a. mit Kunststofftechnik. Das Angebot besteht dabei aus einem breiten Standardportfolio über modifizierte Lösungen bis hin zu kundenspezifischen Entwicklungen über diverse Branchen hinweg. Führend dabei ist der Transportbereich (z.B. Bahntechnik), Medizintechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau. Die zentralen Absatzmärkte sind Deutschland und das mitteleuropäische Ausland, Osteuropa und Russland sowie Nordamerika.

Die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH wurde 1978 gegründet und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 320 Mitarbeiter, davon 16 Auszubildende.

Forschung und Entwicklung

Entwicklung im Rahmen der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH bildet einen Leistungsbereich und meint die Konstruktion(-sunterstützung) im Rahmen eines Kundenprojekts. Eigene Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Der Aufschwung nach der Corona-Pandemie seit dem Jahr 2020 ist vorbei und hat sich erstmals wieder abgeschwächt. Im Jahr 2023 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um -0,3% gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung hat kalenderbereinigt um -0,1% abgenommen. Vom Statistischen Bundesamt wird das Jahr 2023 als "krisengeprägt" bewertet. Wesentlich Gründe sind generell hohe Preise, schwierige Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen und eine geringe Nachfrage sowohl aus dem In-, als auch aus dem Ausland.

Die einzelnen Wirtschaftsbereiche haben sich sehr unterschiedlichen entwickelt. Das produzierende Gewerbe hat in seiner Wirtschaftsleistung 2,0% verloren.

Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe war im Jahr 2023 der Dienstleistungsbereich die wesentliche Stütze in der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands, auch wenn der Anstieg der Wirtschaftsleistung in diesem Bereich im Jahr 2023 geringer gewachsen ist als in den beiden vorangegangen Jahren.

Der private Konsum ist ebenfalls zurückgegangen (-0,8%) aufgrund grundlegend hoher Preise. Besonders stark betroffen sanken Ausgaben für den Bereich Einrichtung und Haushaltsgeräte (-6,2%).

Auf Seiten des Arbeitsmarkts waren im Jahr 2023 so viele Menschen beschäftigt wie noch nie. Der Beschäftigungsstand erreiche 45,9 Mio. Erwerbstätige und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% gewachsen.

Im nun vierten Jahr in Folge verzeichnet der Bundeshaushalt ein Haushaltsdefizit. Erzielt wurde ein Defizit in Höhe von 82,7 Mrd. EUR, dies lag allerdings um ca. 14 Mrd. EUR niedriger als im Jahr 2022. Auch ist die Defizitquote in Höhe von 2% deutlich niedriger als in den letzten drei Jahren. Der Bund konnte sein Defizit im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern, da die coronabedingten Sonderausgaben im Jahr 2022 besonders hoch waren. Die Gemeinden sind allerdings sehr belastet durch die hohe Zahl an Geflüchteten und den damit verbunden Ausgaben.

(Quelle: www.destatis.de / Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024)

Entwicklung der Branche im Geschäftsfeld

In der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH sind unterschiedliche Kompetenzen vereint. Deshalb versteht sich das Unternehmen einmal dem metallverarbeitenden Gewerbe zugehörig, gleichzeitig aber auch der Elektronikindustrie. Beide Branchen müssen für eine entsprechende Vergleichbarkeit und Einordnung des Kontextes betrachtet werden.

Insgesamt hat sich die Produktionsleistung der Metall- und Elektro-Industrie um +2,6% verbessert, jedoch ist von Nachholeffekten aus 2022 auszugehen. Dort herrschten besondere Hindernisse aufgrund von Engpässen in der Materialversorgung. Quartal 3 und Quartal 4 des Jahres 2023 gingen leicht zurück. Das Auftragsvolumen lag Ende 2023 um -5,1% hinter Vorjahr. Spürbare Rückgänge der Nachfrage kommen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Zu Ende 2023 herrscht in der Branche eine eher pessimistische Stimmung, die Nachfrage wird auch mit Ausblick auf 2024 eher als schlecht bewertet.

(Quelle: www.gesamtmetall.de / Konjunkturbilanz 2023 vom 16.02.2024)

Geschäftsverlauf 2023 der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH

Insgesamt ist vorab zu bemerken, dass die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH eine sehr hohe Branchendiversifikation besitzt. Damit ist sie auf der einen Seite wenig anfällig für branchenspezifische Einbrüche, auf der anderen Seite aber in der Gesamtheit von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass die Produkte als Vorleistungsgüter zu bezeichnen sind. Dies sind Güter, die wiederum als Bauteil bei Kunden in ein Investitions- oder Produktionsgut eingehen. Ist die Investitionsbereitschaft bzw. die gesamtwirtschaftliche Produktionsleistung also niedrig, hat das meist direkte Auswirkungen auf das Unternehmen.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Umsatz der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH 56.777 TEUR und liegt damit +12,4% höher als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung (427 TEUR) konnte eine Gesamtleistung in Höhe von 57.204 TEUR erzielt werden. Damit liegt die Gesamtleistung 5.666 (+11,0%) TEUR höher als im Vorjahr. Die ursprüngliche Planung (58.650 TEUR) konnte nicht erreicht werden. Dies liegt an verzögerten Projektstarts, welche aber im Folgejahr teilweise oder ganz realisiert werden. Die Umsätze aus dem Ausland sind deutlich stärker gestiegen als die Umsätze mit inländischen Kunden, welche ggü. dem Vorjahr etwa gleichgeblieben sind.

Die Auftragsbestände haben sich ggü. dem Vorjahr deutlich reduziert. Der effektive Auftragseingang (inkl. Berücksichtigung von Kontrakten) ist von 64.284 TEUR um -19.218 (-29,9%) auf 45.066 TEUR gesunken. Der eingeteilte Auftragseingang ist von 61.593 TEUR um -7.110 TEUR (-11,5%) gesunken auf 54.483 TEUR. Der Auftragsbestand hat sich ebenfalls abgebaut von 61.091 TEUR um -11.952 TEUR (-19,6%) auf 49.139 TEUR. Dies ist damit zu begründen, dass Kunden Ihre Bestellungen nun wieder deutlich kurzfristiger eintakten als noch in 2021 und 2022. Die Materialengpässe haben sich deutlich abgebaut, so dass sich Lieferzeiten, insbesondere im Bereich Elektronik, verkürzt haben. Außerdem haben aufgrund der Hindernisse in den Jahren 2020-2022 Kunden teilweise hohe Lagerbestände aufgebaut um lieferfähig zu bleiben, diese werden nun sukzessive abgebaut, so dass Neubestellungen eher etwas verzögert platziert werden.

Das erzielte EBITDA beträgt zu Ende 2023 4.950 TEUR (EBITDA-Marge in Höhe von 8,7%) im Gegensatz zu einem EBITDA im Vorjahr in Höhe von 3.689 TEUR (EBITDA-Marge von 7,2%). Geplant war ein EBITDA in Höhe von 4.631 TEUR (EBITDA-Marge von 7,9%).

Das EBT ist ggü. Vorjahr deutlichen gewachsen und beträgt zu Ende 2023 3.671 TEUR, was einer EBT-Marge von 6,4% entspricht. Im Vorjahr lag das EBT bei 2.666 TEUR mit einer EBT-Marge von 5,2%. Geplant war ein EBT in Höhe von 3.200 TEUR, welches um 471 TEUR überschritten wurde. Die Gesamtkosten haben sich dem Umsatzwachstum entsprechend entwickelt. Es ist zu erwähnen, dass in 2023 eine Wertberichtigung des Lager in Höhe von 800 TEUR enthalten ist, welche Risikoabschläge und Abwertung nach Gängigkeit enthält.

Das Beteiligungsergebnis ergibt einen Beteiligungsertrag in Höhe von 411 TEUR, was sich aus der Dividendenausschüttung von zwei Tochtergesellschaften ergibt.

Das Zinsergebnis beträgt -588 TEUR ggü. -258 TEUR im Vorjahr. Dies ergibt sich aus höheren Zinsaufwendungen aufgrund gestiegener Zinsen. Es wurde ein Darlehen aufgenommen zur Wachstumsfinanzierung.

Es wurde ein Steueraufwand verbucht in Höhe von 1.165 TEUR ggü. 698 TEUR im Vorjahr.

Der erhöhte Steueraufwand resultiert aus einem höheren Steueraufwand durch das höhere EBT und aus einer zu erwartenden Steuernachzahlung (180 TEUR) im Rahmen einer Betriebsprüfung.

Finanzlage

Der erwirtschaftete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt zu Ende 2023 4.148 TEUR (ggü. -3.045 TEUR im Vorjahr).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beträgt zu Ende 2023 -1.025 TEUR. Im Wesentlichen resultiert dies aus Auszahlungen ins Sachanlagevermögen (-1.566 TEUR). Gegenläufig wirken sich aus erhaltene Zinsen (120 TEUR) sowie erhaltene Dividenden von zwei Tochtergesellschaften (411 TEUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt zu Ende 2023 bei -2.584 TEUR ggü. 3.673 TEUR im Vorjahr. Darin enthalten sind gezahlte Zinsen für Darlehen (-708 TEUR), 624 TEUR für aufgenommene Darlehen (entspricht einer Saldierung auf der Aufnahme von Darlehen und Rückzahlungen von Darlehen bzw. Ausgleich von Kontokorrentkrediten). Außerdem sind 2.500 TEUR ausgezahlte Dividenden an das Mutterunternehmen enthalten.

Vermögenslage

Auch im Jahr 2023 wurde weiterhin in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionsquote liegt Ende 2023 bei 5,7% (ggü. 4,6% im Vorjahr).

Das Sachanlagevermögen inkl. immaterielle Vermögensgegenstände steigt zu Ende 2023 um 452 TEUR, vorrangig durch Investitionen in technische Anlagen bzw. Maschinen zur operativen Tätigkeit.

Die Vorräte (inkl. geleisteter Anzahlungen) sind unwesentlich gestiegen um 98 TEUR. Ist allerdings zu erwähnen, dass das Lager insgesamt um ca. 800 TEUR abgewertet wurde aufgrund von Risikoabschlägen als auch nach Gängigkeit.

Die Forderungen aus LuL haben sich ebenfalls aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs erhöht um 978 TEUR (Bestand Forderungen aus LuL 2023: 4.795 TEUR). Die Verbindlichkeiten hingegeben haben sich um -623 TEUR abgebaut (Bestand Verbindlichkeiten aus LuL 2023: 2.183 TEUR). Verbindlichkeiten aus LuL werden weiterhin zügig unter Ausnutzung der gewährten Skonti getilgt.

Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten haben sich auf 14.164 (Lang- und Kurzfristbereich) TEUR erhöht, was wie bereits oben erwähnt, im Wesentlichen aus der Aufnahme von Darlehen resultiert.

Die Verbindlichkeiten ggü. verbunden Unternehmen haben sich abgebaut um -420 TEUR, da interne Verbindlichkeiten aus Intercompany-Verhältnissen beglichen wurde.

Die Steuerrückstellungen betragen per Ende 2023 475 TEUR und resultieren im Wesentlichen aus den zu erwartenden Steuerzahlungen aufgrund des erzielten Ergebnisses und einer Nachforderung aufgrund einer Betriebsprüfung (180 TEUR).

Die Eigenkapitalquote zu Ende des Geschäftsjahres 2023 liegt bei 44,9% und ist ausschüttungsbedingt in 2023 ggü. Vorjahr leicht um 1%-Punkt gesunken.

Zukünftige Entwicklung und Prognose

In 2023 haben sich keine Pandemieeffekte mehr auf den Geschäftsbetrieb ausgewirkt. Dafür hat er anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt nach wie vor einen gewissen Einfluss. Zum einen durch komplexere Lieferketten, zum anderen durch Kostenerhöhungen in diversen Bereichen, vor allem im Bereich Energie.

Hinsichtlich der extremen Kostenspirale im Bereich Energie wurden entsprechende Abschlüsse getätigt, so dass die Kostenseite zumindest planbar ist.

Auch im Jahr 2024 bleibt die Verfügbarkeit von Fachkräften angespannt und stellt weiterhin eine unmittelbare Herausforderung dar. Die Anstrengungen im Bereich des Recruitings speziell auf Facharbeiter werden weiterhin forciert und ausgebaut, um auch weiterhin qualifiziertes Personal gewinnen zu können. Die Inflation sowie die globalen Herausforderungen in Richtung Ukraine-Konflikt bzw. der anhaltend angespannten wirtschaftlichen Situation in China bilden weiterhin anhaltende Risikofaktoren für die Geschäftsentwicklung in 2024.

Insgesamt sind die Perspektiven für das Jahr 2024 etwas verhaltener. Die wirtschaftlichen Herausforderungen, das hohe Zinsniveau sowie die instabile Wirtschaftspolitik in Deutschland machen die Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd. Aktuell zeichnet sich eine eher zurückhaltende Investitionsbereitschaft an den Märkten ab.

Auf Umsatzseite wurde mit einem Umsatz/Leistung von 55.500 TEUR geplant (Real Case Betrachtung). Dabei wird auch in 2024 mit einer weiteren Zunahme aus dem Exportbereich gerechnet. Wie oben beschrieben geben die Auftragseingänge und der Auftragsbestand Verlässlichkeit, die Planung zu erreichen.

Im EBT wird aufgrund der anhaltenden Kostensteigerungen mit einer etwas abgeschwächtem Perspektive gerechnet. Das EBT im Real Case für 2024 beträgt 2.800 TEUR (ggü. einem erzielten EBT von 3.671 TEUR in 2023). Damit verbunden ist auch eine leichte Schwächung der EBT-Rendite (geplant 5,0% ggü. 6,4% erzielt in 2023).

Auf Investitionsseite wird weiterhin in den Maschinenpark investiert, sowie in die räumliche Erweiterung zur Erhöhung der Kapazitäten. Die Logistikhalle wurde zu Ende 2023 abgenommen und wird bis Q2/2024 sukzessive in Betrieb genommen. Diese wird als zentrales Versandlager dienen und bietet die Chance mehr Logistik zu konsolidieren. Auch wurden die bestehenden Lagerflächen in Ettlingen nochmals erweitert.

Fokusmärkte der letzten Jahre waren und sind weiterhin die USA, Zentraleuropa bzw. Osteuropa und Russland. Die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH bewegt sich auf dem US-amerikanischen Markt deutlich in eine positive Richtung. Das Geschäft hat sich auch in 2023 intensiviert, für 2024 ist dort mit einer starken Belebung zu rechnen durch startende Projekte, an denen man in den letzten Jahren gearbeitet hat. Einschränkungen sind aktuell im russischen Markt zu erwarten, wobei die Umsatzabhängigkeit vom russischen Markt im niedrigen einstelligen Bereich liegt und deshalb dort kein großes Risiko zu sehen ist.

Chancen und Risiken

Insgesamt ist auf dem Markt zu beobachten, dass die Leistungen der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH in Verbindung mit der Unternehmensgruppe als Systemlieferant sehr gefragt ist. Weiterhin weist sich die Kundenstruktur als sehr solide aus und es gibt nur einen Kunden, der in 2024 einen Umsatzanteil von knapp über 10% ausmachen könnte, alle weiteren Kunden liegen deutlich darunter. Insofern ist weder von Produkt- noch von Kundenseite eine Abhängigkeit als Risiko identifizierbar.

Eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe spielen die Managementsysteme. So wurde im ersten Quartal 2023 die Überwachungszertifizierung der DIN EN ISO 9001 positiv durchgeführt, die Luft- und Raumfahrtnorm DIN EN 9100 bleibt als Managementsystem bestehen, wird jedoch nicht zertifiziert. Weiterhin wird die Kombination dieser Standards in Verbindung mit den unterschiedlichen Fertigungstechnologien als bedeutendes Alleinstellungsmerkmal betrachtet und sorgt weiter für eine hohe Diversifikation in unterschiedlichen Branchen bei gleichzeitiger Stabilität in der Auslastung durch hohe Laufzeiten der Projekte in diesen Bereichen. Eine wichtige Rolle spielt hier auch der seit langem verfolgte Ansatz als Systemlieferant in der Kombination zwischen Hardware inklusive Integration von Elektronik.

Die Verfügbarkeit von Fachpersonal ist nach wie vor ein kritischer Faktor. Deshalb wird weiterhin stark in die eigene Ausbildung der Unternehmensgruppe investiert. Hierfür wird im Hauptwerk ständig in eine Ausbildungswerkstatt investiert, in der neues Personal direkt auf die Unternehmensprozesse geschult werden kann. Des weiteren wird ein stärkerer Fokus auf das Personalrecruiting gelegt, um sicherzustellen, dass bei wachsender Geschäftstätigkeit die personelle Kapazität vorhanden ist.

Risiken in der Automobilbranche werden aktuell nur als geringfügig betrachtet, auch wenn aktuell speziell im Automobilbereich Lieferschwierigkeiten auftreten. Durch eine sehr geringe Abhängigkeit gegenüber dem Automobilsektor stellt dies kein großes Risiko dar. Die Ausrichtung in der E-Mobilität wird für die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH als Chance wahrgenommen.

Ein generelles Risiko besteht in der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage, welche weltweit für alle relevanten wirtschaftlichen Bereiche Risikopotential birgt. In der aktuellen Situation sieht sich das Unternehmen aber gut aufgestellt und die eigene wirtschaftliche Entwicklung sehr positiv.

Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität und hohen Diversifizierung wird das Unternehmen auch für die Bewältigung der aktuellen Risiken als gut gerüstet eingeschätzt. Der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht in keiner Weise gefährdet.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Als Finanzinstrumente werden im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Guthaben und Verbindlichkeiten an Kreditinstituten eingesetzt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen daher eine überwiegend konservative Risikopolitik.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus wird sich vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität der Kunden informiert. Zudem sind wir darüber hinaus durch eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Wie oben erwähnt birgt die aktuelle wirtschaftspolitische Lage Risiken in Bezug auf Inflation/Deflation bzw. besondere Währungsschwankungen. Zum aktuellen Zeitpunkt werden diese aber in Bezug auf die Geschäftsaktivität als gering eingestuft. Die Geschäfte werden nahezu ausschließlich in Euro abgewickelt.

 

Straubenhardt, den 11.06.2024

Andreas Rapp, Geschäftsführer, CEO

Uwe Günthner, Technischer Geschäftsführer, COO

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.121.474,83 5.662.279,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.342,00 65.564,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.342,00 65.564,00
II. Sachanlagen 4.572.495,00 4.101.278,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.781.612,00 1.928.791,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.517,00 2.162.837,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156.366,00 9.650,00
III. Finanzanlagen 1.501.637,83 1.495.437,83
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.381.637,83 1.375.437,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 120.000,00 120.000,00
B. Umlaufvermögen 29.768.112,04 29.377.324,59
I. Vorräte 15.608.678,20 15.511.624,71
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.259.020,16 6.765.178,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.592.923,76 7.013.390,93
3. fertige Erzeugnisse und Waren 928.242,70 860.421,95
4. geleistete Anzahlungen 828.491,58 872.633,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.403.332,32 13.648.640,54
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.795.156,45 3.817.502,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.510.012,71 5.069.632,86
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 3.849.402,45 4.630.094,20
4. sonstige Vermögensgegenstände 248.760,71 131.410,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 756.101,52 217.059,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 289.952,67 365.842,49
davon Disagio 733,33
Aktiva 36.179.539,54 35.405.446,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.260.070,25 16.253.795,73
I. Gezeichnetes Kapital 512.500,00 512.500,00
II. Kapitalrücklage 2.634.304,45 2.634.304,45
III. Bilanzgewinn 13.113.265,80 13.106.991,28
B. Rückstellungen 1.112.898,58 646.213,54
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.377,91 6.218,76
2. Steuerrückstellungen 475.050,67 37.944,78
3. sonstige Rückstellungen 636.470,00 602.050,00
C. Verbindlichkeiten 18.806.570,71 18.505.437,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.164.102,89 13.539.727,67
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.656.371,23 1.049.339,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.182.492,06 2.806.356,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 58.041,24 477.869,41
5. sonstige Verbindlichkeiten 745.563,29 632.144,75
davon aus Steuern 186.379,73 207.796,75
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 32.952,75 35.118,80
Passiva 36.179.539,54 35.405.446,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 56.777.301,09 50.525.286,89
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 426.658,51 1.013.027,26
3. sonstige betriebliche Erträge 734.123,21 1.095.492,96
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 50.503,82 311.798,56
4. Materialaufwand 20.507.449,07 18.728.926,99
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.710.103,90 17.110.728,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.797.345,17 1.618.198,48
5. Personalaufwand 18.691.830,99 17.490.564,89
a) Löhne und Gehälter 15.672.383,91 14.754.917,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.019.447,08 2.735.647,78
davon für Altersversorgung 67.677,39 72.527,02
6. Abschreibungen 1.102.300,75 1.019.562,89
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.102.300,75 1.019.562,89
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.789.948,06 12.723.844,88
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 293.499,61 84.494,95
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 1.590,00 1.590,00
8. Erträge aus Beteiligungen 411.380,32 253.781,34
davon aus verbundenen Unternehmen 411.380,32 253.781,34
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 120.334,37 106.790,90
davon aus verbundenen Unternehmen 27.635,82 28.571,70
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 707.570,81 365.029,23
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.540,00 3.431,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.164.423,30 698.383,90
12. Ergebnis nach Steuern 2.506.274,52 1.968.066,57
13. Jahresüberschuss 2.506.274,52 1.968.066,57
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.606.991,28 11.138.924,71
15. Bilanzgewinn 13.113.265,80 13.106.991,28

Anhang

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH mit Sitz in Straubenhardt im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 501062 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bzw. fünf Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelpostenverfahren angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf einer Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen der Polyrack-Gruppe, die nicht verbunden sind, respektive mit denen kein Beteiligungsverhältnis besteht, werden als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen "nahestehende Unternehmen" ausgewiesen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Eine Fluktuation und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsanspruchs (Deckungsvermögen) besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung). Der Überhang aus der Verrechnung wird als Rückstellung für Pensionen gezeigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sind nach den Grundsätzen zur Bewertung von Geldleistungsverpflichtungen dotiert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Polyrack AG, Urdorf, Schweiz CHF 100 423 213
Polyrack North-America Corp., Rhode-Island, USA USD 100 -1.142 -44
Rapp Kunststofftechnik GmbH, Straubenhardt EUR 51 4.057 397
Polyrack Science and Technology (Shenzhen) Co., Ltd, China RMB 80 86 -26
Polyrack Science and Technology (Hongkong) Ltd. USD 80 1.572 151
Polyrack Benelux S.P.R.L., Belgien EUR 100 444 75
Metalle in Form Geräteteile GmbH, Karlsruhe EUR 100 796 373
Polyrack Aerospace GmbH Straubenhardt EUR 100 3 -1

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 2.996 (Vj. TEUR 3.646) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.101 (Vj. 1.143) aus Darlehensforderungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestanden in Höhe von TEUR 232 (Vj.: TEUR 287).

Bei den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 75) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.760 (Vj. 4.555) aus Darlehensforderungen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 10.607 (Vj. TEUR 11.139) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 2.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3.

Es wurden Saldierungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen (TEUR 196) mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen (TEUR 195 = Anschaffungskosten und zugleich Zeitwert) und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) vorgenommen.

Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf TEUR 4 bzw. TEUR 3.

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche (TEUR 147), Überstunden (TEUR 113), Provisionen und Gewinnanteile (TEUR 210), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 70) Kundenboni (TEUR 22) sowie für Jahresabschlusskosten (TEUR 28) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.608 2.223 1.333 14.164
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.656 0 0 1.656
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.182 0 0 2.182
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 58 0 0 58
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0 0 0 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten 746 0 0 746
- davon aus Steuern 186 0 0 186
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 33 0 0 33
31.12.2022
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.235 3.305 13.540
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.049 0 1.049
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.806 0 2.806
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 478 0 478
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0 0 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten 632 0 632
- davon aus Steuern 208 0 208
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 35 0 35

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie des gesamten Lagers, Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Warenkreditversicherung und Stromeinspeisevergütung sowie durch eine Globalzession in Höhe von TEUR 14.164 (Vj. TEUR 13.540) besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 376) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0 (Vj. 102) aus Darlehensverbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 24 gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Angabe § 285 Nr. 4 HGB (geographisch bestimmte Märkte)

In TEUR 2023 2022
Inland 22.888 23.487
EU-Ausland 21.788 17.853
Nicht-EU-Ausland 12.101 9.185

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer (TEUR 703; Vj.: TEUR 1.090) werden im Personalaufwand erfasst, um sich der konzerninternen Berichterstattung anzupassen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

• Verbindlichkeiten aus Bürgschaften: TEUR 3.309 (Vj.: TEUR 3.159)

davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 309 (Vj.: TEUR 159)

• Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen: TEUR 1.700 (Vj.: TEUR 1.700)

davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 1.700 (Vj.: TEUR 1.700)

• Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten: TEUR 1.241 (Vj.: TEUR 860)

davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 1.241 (Vj.: TEUR 860)

davon gleichzeitig durch Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gesichert: TEUR 1.241 (Vj.: TEUR 860)

Das Risiko einer Inanspruchnahme erachten wir aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen für gering.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Pachtverträgen über Geschäftsgebäude und Grundstücke bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.032. Die Miet- und Pachtverträge haben feste Laufzeiten von bis zu 10 Jahren mit Verlängerungsoptionen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen des Weiteren für Leasingraten für EDV, Fahrzeuge, Jobräder und Maschinen.

Insgesamt ergeben sich folgende Verpflichtungen und Fälligkeiten:

TEUR
ab 1. Januar 2024 12.486
davon fällig innerhalb des folgenden Geschäftsjahres 2.688

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 225
Angestellte 80
Leiharbeiter 15
Arbeitnehmer i. S. v. § 267 Abs. 5 und § 285 Nr. 7 HGB 320
Nachrichtlich:
Geschäftsführer 2
Auszubildende 16

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Andreas Rapp

Herr Uwe Günthner

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Polyrack Tech-Group Holding GmbH & Co. KG, Straubenhardt, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.113.265,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Straubenhardt, 11. Juni 2024

Geschäftsführung

Andreas Rapp

Uwe Günthner

Entwicklung des Anlagevermögens 2023 Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.343.566,44 6.037,00 0,00 0,00 1.349.603,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.948,82 0,00 0,00 0,00 24.948,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.140.627,41 415.616,83 0,00 43.344,98 15.512.899,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.978.634,97 822.614,90 180.395,10 81.156,24 11.900.488,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.650,00 327.111,10 -180.395,10 0,00 156.366,00
26.153.861,20 1.565.342,83 0,00 124.501,22 27.594.702,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.833.869,72 6.200,00 0,00 0,00 2.840.069,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 120.000,00 0,00 0,00 0,00 120.000,00
2.953.869,72 6.200,00 0,00 0,00 2.960.069,72
30.451.297,36 1.577.579,83 0,00 124.501,22 31.904.375,97
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.278.002,44 24.259,00 0,00 1.302.261,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.948,82 0,00 0,00 24.948,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.211.836,41 549.788,75 30.337,90 13.731.287,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.815.797,97 528.253,00 78.079,24 9.265.971,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
22.052.583,20 1.078.041,75 108.417,14 23.022.207,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.458.431,89 0,00 0,00 1.458.431,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.458.431,89 0,00 0,00 1.458.431,89
24.789.017,53 1.102.300,75 108.417,14 25.782.901,14
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 47.342,00 65.564,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.781.612,00 1.928.791,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.517,00 2.162.837,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156.366,00 9.650,00
4.572.495,00 4.101.278,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.375.437,83 1.375.437,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 120.000,00 120.000,00
1.495.437,83 1.495.437,83
6.115.274,83 5.662.279,83

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie dem Lagebericht 2023 der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.:

An die POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der POLYRACK Electronic-Aufbausysteme GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

▪ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

▪ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

▪ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

▪ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

▪ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

▪ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

▪ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

▪ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

▪ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Baden-Baden, den 12.06.2024

Wissler & Protzen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barbara Protzen, Wirtschaftsprüferin

ppa. Sabine Middeldorf, Wirtschaftsprüferin

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