Brandt Backwaren Vertriebs GmbH

Enneper Straße 152, 58135 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 9747
Eingetragen
25.8.2014
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
der Vertrieb von Backwaren jeglicher Art, sowie sämtliche damit zusammenhängende Maßnahmen wie Werbung, Koordination von Produkten im Vertrieb, Beteiligung an Ausstellungen und Messen, jeweils einschließlich zugehöriger Finanzierungsfragen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Malte Hoefling
seit 12.5.2025
Prokura
Prokura
Oliver Böcker
seit 12.5.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Carl-Heinz Brandt
seit 25.1.2018
Geschäftsführer
Jürgen Ernst
seit 6.3.2015
Prokura
Kerstin Gorecki
seit 6.3.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brandt Backwaren Vertriebs GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Lagebericht

1. Grundlagen des Konzerns / Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Konzerns / Unternehmens

Die Unternehmensgruppe Brandt ist ein 1912 gegründetes mittelständisches Familienunternehmen der Lebensmittelindustrie. Brandt ist in über 100 Jahren Firmengeschichte inzwischen ein bekanntes und geschätztes Unternehmen im Markt, das auch über neu akquirierte und erfolgreich in die Gesamtgruppe integrierte Geschäftsfelder gewachsen ist. Gegenstand der Unternehmensgruppe ist heute die Herstellung von Backwaren (vor allem Zwieback und Knäckebrot) und von Schokolade. In Deutschland sind wir Marktführer für Zwieback und der größte Hersteller für sogenanntes Kalt-Knäckebrot. Im Knäckebrotmarkt insgesamt ist unser Konzernunternehmen Burger Knäcke einer der größten Marktteilnehmer, im Jahr 2023 und erneut im Jahr 2024 erreichten wir mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilszugewinn. Als Schokoladenhersteller sind wir u.a auch Spezialist für saisonale Anlässe (Ostern, Weihnachten).

Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH - im Folgenden als "Berichtsunternehmen" bezeichnet - übernimmt innerhalb der Brandt-Gruppe den Vertrieb und das Marketing für die Backwaren-Produkte, also Zwieback und Knäckebrot.

b) Ziele und Strategien

Die Ziele und Strategien in den einzelnen Geschäftsbereichen orientieren sich an den unterschiedlichen Voraussetzungen.

Bei Zwieback ist Brandt mit einer starken Marke Marktführer. Hier ist die hohe Bekanntheit der Marke Basis für die Weiterentwicklung des starken Markengeschäfts. Die Verwendungsanlässe von Zwiebackprodukten werden durch neue Produkte sowie durch entsprechende Werbung ausgeweitet. Darüber hinaus wird auch für Handelsmarken und andere Industriemarken produziert.

Bei Knäckebrot verfügt Burger Knäcke ebenfalls über eine hohe Markenbekanntheit. Nach 2023 erreichten wir im Jahr 2024 erneut mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilszugewinn. Auch Knäckebrot wird für Handelsmarken und andere Industriemarken produziert.

c) Steuerungssystem

Es werden moderne betriebswirtschaftliche Steuerungssysteme eingesetzt. Die einzelnen Geschäftsbereiche werden unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Organisation als Profit-Center betrachtet.

d) Forschung und Entwicklung

Die Brandt-Gruppe entwickelt fortlaufend neue Produkte in allen Geschäftsbereichen. Dafür arbeitet jeweils ein festes Team zur Produktentwicklung sowohl bei den Backwaren als auch im Bereich Schokolade.

Das Berichtsunternehmen profitiert von diesen Entwicklungsleistungen

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld war für die deutsche Süßwarenindustrie insgesamt gut. Gemäß dem Bericht des BDSI (Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie e.V.) gab es im Kalenderjahr 2023 einen Anstieg bei der Produktion von Süßwaren (+2,6 % auf 4.287,1 Tto.). Deutlicher stieg der Wert in Euro (+15,4 % auf 16,4 Mrd. EUR, Quelle: BDSI).

Für unser Geschäft ist u.a die Marktentwicklung im Bereich "Feine Backwaren" wichtig. Hier stieg die Menge ggü. dem Vorjahr um 0,2 % auf 756,6 Tto, der Wert stieg um 16,9 % auf 2,8 Mrd. EUR.

So stieg im Kalenderjahr 2023 die Produktion von Knäckebrot aller Anbieter in Deutschland gegenüber dem Vorjahr sowohl bei der Menge (auf 50,4 Tto) als auch beim Wert (auf 182,3 Mio. EUR, Quelle: BDSI).

Das Konsumverhalten wird beeinflusst durch ein wachsendes Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Produkten und Snacking. Die Qualität der Rohstoffe, die Produktionsbedingungen sowie die Regionalität der Rohstoffe und die regionale Herstellung der Produkte gewinnen an Bedeutung. Im Süßwarenbereich kommen die Angebote aber bislang nicht über ein Nischendasein hinaus.

Im Brot- und Backwarenbereich sind Backstationen im Discount und Lebensmitteleinzelhandel mittlerweile flächendeckend vertreten. Mit ihrem frischen Angebot nehmen sie haltbaren Backwaren einen Teil ihres Geschäftes weg.

Die volatilen Entwicklungen an den Energiemärkten in den letzten drei Jahren belasten alle Einkaufsbereiche weiterhin stark. Bei nahezu allen Rohstoff- und Verpackungsbereichen sowie den Logistikkosten führen die Energiekosten weiterhin zu einem hohen Preisniveau.

Steigende Mautgebühren, CO 2 -Abgaben für die Logistikbranche und der weiterhin zunehmende Mangel an Fachkräften verschärften die angespannte Situation zusätzlich.

Das Geschäftsjahr 2023/24 war ebenfalls immer noch von den weltweiten Auswirkungen des Ukraine-Krieges geprägt. Die für 2023 erwartete Entspannung an den Märkten traf gar nicht oder nur geringfügig ein, da durch den Krieg im Nahen Osten eine zusätzliche Unsicherheit bezüglich einer Ausweitung des Krieges auf weitere Länder und einem damit einhergehenden Risiko der weltweiten Erdölversorgung besteht. Dies führt dazu, dass neben den Energiekosten auch die meisten Rohstoff- und Verpackungskosten weiter auf hohem Niveau verharren.

An den Getreidemärkten sorgte ein sehr feuchter Sommer 2024 für teils starke Mengen- und Qualitätseinbußen. Speziell beim Roggen konnten gute Qualitäten nur mit hohen Preisaufschlägen gesichert werden. Die MATIF reagiert weiterhin sensibel auf weltweite Wetter- und Erntemeldungen, speziell beim Weizen. Hier hat sich das Preisniveau auf einem erhöhten Kursniveau gefestigt, was auch die Mehlpreise dauerhaft auf einem erhöhten Niveau verharren lässt.

Die Zuckerpreise blieben den größten Teil des GJ 2023/24 auf dem Rekordpreisniveau des Jahres 2022. Meldungen über weiterhin knappe Verfügbarkeiten und zunehmende Pflanzenkrankheiten sorgen weiterhin für hohe Risikozuschläge. Gute Ernteerträge der Zuckerkampagne 2023/2024 und zurückgehende Abnahmemengen der Industriekunden sorgten zuletzt aber für einen gewissen Preisdruck am Zuckermarkt. Die Anbauflächen für Zuckerrüben in der EU sind in etwa gleich geblieben, Flächenrückgänge in Deutschland werden durch Flächenausweitungen in Frankreich wieder aufgefangen.

Die Börsenpreisentwicklung am Kakaomarkt hat zum Ende des GJ 23/24 nie dagewesene Preissteigerungen erlebt. Innerhalb nur eines Jahres hat sich der Börsenkurs für Kakao zwischenzeitlich nahezu vervierfacht. Ernterückgänge im Ursprung von ca. 30 % gegenüber Vorjahr, sich ausweitende Pflanzenkrankheiten, schlechte Verdienstmöglichkeiten für die Kakaobauern und zunehmende Wetterextreme durch den El Niño- Effekt schüren große Ängste bezüglich der zukünftigen Mengenverfügbarkeiten. Hinzu kommen vermehrte spekulative Geschäfte an den Börsen aufgrund der aktuell sehr hohen Volatilitäten. Die Verfügbarkeit von Spotprodukten war weiterhin sehr knapp, da die europäischen Lieferanten mit Kapazitätsproblemen und robuster Nachfrage kämpften.

Höhere Ausgaben für Futter, Dünger und Energie für die Milchbauern verhindern zunehmend Investitionsentscheidungen auf den Höfen. Der teilweise Wegfall der Diesel- und Steuer-Subventionen verstärkt diesen Trend weiter. Durch einen schlechten Winter in Irland fehlen dort ca. 20% der Jahres-Milchmenge, welches sich deutlich auf die Verfügbarkeit bei den europäischen Milchpulvern auswirkt. Weiterhin fließt sehr viel Milch in die Käseproduktionen, welche aufgrund des zunehmenden Fleischverzichts jährlich um 2-3 % wächst. Im Zuge der sehr hohen Kakaobutterpreise steigt die Nachfrage nach Butterreinfett als Ersatzprodukt stark an. Im Soge der steigenden Butterfettpreise zogen auch die Preise für Milchpulver, Molke und Lactose an.

Alle genannten Faktoren zu Kostensteigerungen führten zur Notwendigkeit, höhere Verkaufspreise mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu erreichen. Das Einkaufsverhalten des im Grunde auf wenige Marktteilnehmer konzentrierten Lebensmittelhandels wirkt sich massiv auf die Lebensmittelindustrie aus. Es konnten die notwendigen Preiserhöhungen nur nach zähen Verhandlungen und oft nur teilweise weitergegeben werden.

b) Geschäftsverlauf

- Geschäftsbereich Zwieback

Im Berichtszeitraum sind entgegen den Erwartungen leichte Umsatzverluste ggü. dem Vorjahr zu verzeichnen. Wie auch in den Vorjahren gab es unterschiedliche Entwicklungen zwischen dem Markengeschäft und dem Bereich der Eigenmarken. Während die Umsätze im Markengeschäft steigen, waren sie im Bereich der Eigenmarken rückläufig.

- Geschäftsbereich Knäcke

Im Bereich Knäckebrot konnten wir die Erwartungen übertreffen und gegenüber dem letzten Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzzuwachs erreichen. Das Private Label Geschäft konnte hier größere Umsatzzuwächse erzielen als das Markengeschäft.

c) Lage: Ertragslage, Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

a) Ertragslage

Das Berichtsunternehmen schließt im Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 401,0 ab und liegt damit um -1.438,4 TEUR unter dem Vorjahresergebnis.

Das EBT (Earnings Before Taxes) hat sich um 2.232,9 TEUR auf 472,3 TEUR verringert.

Auf die Entwicklung der Ertragslage der Sparten haben folgende Faktoren einen besonderen Einfluss gehabt:

Der Rohertrag konnte im Geschäftsbereich Zwieback aufgrund von umgesetzten Preiserhöhungen bei leicht sinkendem Materialkosteneinsatz deutlich verbessert werden. Überdurchschnittlich hohe Tarifabschlüsse sowie ein erhöhter Instandhaltungsbedarf im Werk Ohrdruf führen zu einem Rückgang des EBT.

Mengensteigerungen insbesondere im Bereich Privat Label und Preiserhöhungen im Bereich des Markensortiments führen nach einer mehrjährigen Verlustphase wieder zu einem positiven EBT im Geschäftsbereich Knäckebrot.

b) Finanzlage

Das Unternehmen finanziert sich überwiegend innerhalb der Unternehmensgruppe.

Die Liquiditätslage ist weiterhin als gut zu bezeichnen, es sind auch künftig keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Zu den bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen neben der intercompany Finanzierung im Wesentlichen Factoring sowie bestehende Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, das Unternehmen und die gesamte Unternehmensgruppe gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern.

Vorhandene Geldüberschüsse werden konservativ auf Bankkonten angelegt, es findet keine spekulative Geldanlage statt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt und permanent an die aktuellen Änderungen angepasst.

c) Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht überwiegend aus Forderungen.

d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Cash-Flow beträgt 245,3 TEUR.

Im Einzelnen ergibt sich dieser wie folgt:

2023/2024
TEUR
2022/2023
TEUR
Jahresüberschuss 401 1.839
+ Abschreibungen 5 5
+ Veränderung der Rückstellungen -161 521
Cash-Flow (in TEUR) 245 2.365

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 30.04.2024 auf 14.840,5 TEUR (Vorjahr: 12.317,8 TEUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (14.646,1 TEUR) haben um 2.868,8 TEUR zu-, die flüssigen Mittel (117,0 TEUR) um 305,8 TEUR abgenommen.

Unsere Eigenkapitalquote beträgt 42,1 % (Vorjahr: 47,4 %); sie hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die gestiegene Bilanzsumme (auf 14.840,5 TEUR), der im Wesentlichen ein Anstieg des Bilanzgewinns (400,6 TEUR) entgegensteht, reduziert. Daneben stehen uns weitere 57,9 % (Vorjahr: 52,6 %) der Bilanzsumme als Fremdkapital zur Verfügung.

Brandt ist seit langem in der Herstellerinitiative "Forum nachhaltiger Kakao" Mitglied.

Wie im Vorjahr erreichten wir im Jahr 2024 mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilzugewinn.

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Die Liquidität ist auf der Basis der beschriebenen Finanzlage gesichert.

Absatzrisiken im Bereich Backwaren sehen wir vor allem im Einkaufverhalten und der aggressiven Preispolitik des Lebensmittelhandels, die eine Überwälzung bzw. teilweise Weitergabe der gestiegenen Kosten sehr schwierig macht. Auch große Markenhersteller sind nicht sicher vor Auslistungen. Durch engen Kontakt zu unseren Handelskunden über unser Key-Account-Management sowie durch die verbesserte Betreuung des Lebensmittelhandels in der Fläche wirken wir derartigen Risiken entgegen und konnten uns unseren Kunden als attraktiver und auch in Krisenzeiten verlässlicher Partner präsentieren.

Wir erwarten bei Zwieback ein leichtes Umsatzwachstum, insbesondere auch durch die werbliche Unterstützung unserer Produkte.

Mit Knäckebrot sehen wir gute Optionen, unser Geschäft weiter auszubauen. Wir erwarten auch in diesem Bereich ein moderates Umsatzwachstum.

Das Debitorenrisiko managen wir über die Beobachtung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden durch Auskunfteien und durch Kreditversicherungen.

Devisenkursrisiken sind bei der Berichtsgesellschaft nicht vorhanden, da die Faktura fast durchgehend in Euro erfolgt. IT-Risiken werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen bestmöglich begrenzt. Dazu gehören physische und datentechnische Zugangssicherungen, Datenhaltung verteilt auf mehrere Standorte, Outsourcing an professionelle Rechenzentren, moderne Abwehrsysteme gegen Cyber-Attacken sowie die Einschaltung externer Experten zum Erkennen und zur Abwehr von Risiken, sofern die interne Expertise nicht ausreichend erscheint.

Die Werke und Lagerstandorte der produzierenden Schwestergesellschaften verfügen über angemessene Bewachungs- und Zugangssicherungen, um ein Eindringen Dritter zu vermeiden.

Ein bei den Schwestergesellschaften vorhandenes, umfassendes Qualitätsmanagementsystem, von der Auswahl der Lieferanten, der Wareneingangskontrolle bis hin zur Fertigware und Auslieferung verbunden mit einem funktionierenden und regelmäßig kontrollierten Chargenrückverfolgungssystem sichert uns gegen mögliche Risiken u.a. auch Produktkontaminationen ab.

Außerdem besteht ein umfassender Versicherungsschutz, den wir jährlich mit Hilfe eines qualifizierten Maklers überprüfen. Der Versicherungsschutz umfasst auch eine Produktschutzversicherung.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aus dem Einsatz von Factoring ergeben sich in den verkauften Forderungen keine Risiken.

Weitere Finanzinstrumente sind auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht vorhanden.

 

Hagen, 4. Oktober 2024

Bilanz

Aktiva

30.4.2024
EUR
30.4.2023
EUR
A. Anlagevermögen 7.025,00 5.176,00
I. Sachanlagen 7.025,00 5.176,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.025,00 5.176,00
B. Umlaufvermögen 14.825.068,47 12.306.312,04
I. Vorräte 61.927,65 106.198,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.646.144,80 11.777.322,32
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.142.039,16 4.812.979,73
III. Guthaben bei Kreditinstituten 116.996,02 422.791,00
C. Aktive latente Steuern 8.435,00 6.333,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.840.528,47 12.317.821,04

Passiva

30.4.2024
EUR
30.4.2023
EUR
A. Eigenkapital 6.242.807,56 5.841.855,69
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.497,00 8.148,00
III. Bilanzgewinn 6.134.310,56 5.733.707,69
B. Rückstellungen 1.563.247,12 1.724.156,08
C. Verbindlichkeiten 7.034.473,79 4.751.809,27
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.055.705,42 3.793.883,74
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.840.528,47 12.317.821,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.5.2023 - 30.4.2024
EUR
1.5.2022 - 30.4.2023
EUR
1. Rohergebnis 14.961.231,81 14.017.166,13
2. Personalaufwand 2.011.780,35 1.648.107,45
a) Löhne und Gehälter 1.697.080,48 1.398.642,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 314.699,87 249.464,78
davon für Altersversorgung 798,21 954,76
3. Abschreibungen 5.273,87 4.539,68
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.273,87 4.539,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.470.454,58 9.666.447,24
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 479.240,21 263.022,03
davon aus verbundenen Unternehmen 479.240,21 263.022,03
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 349.738,69 124.511,14
davon an verbundene Unternehmen 94.791,83 45.734,11
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 725,33 689,63
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 200.840,66 995.441,71
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 2.102,00 112,00
8. Ergebnis nach Steuern 402.383,87 1.841.140,94
9. sonstige Steuern 1.432,00 1.830,00
Jahresüberschuss 400.951,87 1.839.310,94

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH hat ihren Sitz in Hagen, sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 9747 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH ist für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie bisher das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH gilt nach den Größenkriterien des HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, die linear und zeitanteilig vorgenommen werden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer sind betriebliche Erfahrungen sowie als Orientierungshilfe die amtlichen AfA-Tabellen berücksichtigt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 Euro bis zu 800,00 Euro werden im Wirtschaftsjahr sofort abgeschrieben; bis zu einem Betrag von 250,00 Euro werden diese als Aufwand verbucht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert; alle erkennbaren Ausfallrisiken werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und sonstigen Verrechnungen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen angesetzt, die voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führen werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz zugrunde gelegt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend. Ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme passiviert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ebenso wie die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. dem höheren Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verrechnungen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.05.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 30.04.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.196.870,70 0,00 0,00 1.196.870,70
1.196.870,70 0,00 0,00 1.196.870,70
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.469,09 7.122,87 1.137,83 50.454,13
44.469,09 7.122,87 1.137,83 50.454,13
Summe 1.241.339,79 7.122,87 1.137,83 1.247.324,83
Abschreibungen
Stand 01.05.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 30.04.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.196.870,70 0,00 0,00 1.196.870,70
1.196.870,70 0,00 0,00 1.196.870,70
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.293,09 5.272,87 1.137,83 43.429,13
39.293,09 5.272,87 1.137,83 43.429,13
Summe 1.236.163,79 5.272,87 1.137,83 1.240.299,83
30.04.2024
Euro
30.04.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solche Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.025,00 5.176,00
7.025,00 5.176,00
Summe 7.025,00 5.176,00

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Posten enthält zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter von 8.108,9 TEuro (Vj. 3.680,4 TEuro).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Forderungsansprüche gegen die Factoringgesellschaft (5.285,7 TEuro), Gewerbesteuererstattungsansprüche (78,9 TEuro) sowie Körperschaftsteueransprüche (176,2 TEuro) enthalten.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt und für den eine Rücklage gebildet wurde, beträgt 8.497,00 Euro; er setzt sich wie folgt zusammen:

Euro
Aktivierung latenter Steuern 8.435,00
Passivierung der Pensionsrückstellung 62,00
Stand 30. April 2024 8.497,00

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus in Vorjahren erteilten Ruhegeldzusagen gegenüber Betriebsangehörigen. Das Versorgungswerk ist zum 1. Januar 1984 geschlossen worden.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung ist nach der "Projected Unit Credit Method" unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,83 % durchgeführt worden. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zu Grunde. Aufgrund der Notwendigkeit nach § 16 BetrAVG, i.d.R. alle drei Jahre eine Anpassung der vereinbarten Festbetragsrenten zu überprüfen, wurde in der Berechnung des Versicherungsmathematikers ein Rententrend von 1,5 % berücksichtigt.

Bei einer Bewertung der Verpflichtung mit dem Zinssatz entsprechend einer Durchschnittsbetrachtung über sieben Jahre (Stand 30. April 2024: 1,82 %) ergäbe sich eine um 62,00 Euro höhere Rückstellung von 37.294,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Daneben bestehen in geringem Umfang (Jahresaufwand 0,1 TEuro) Aufwendungen für mittelbare Altersversorgungsverpflichtungen im Wege der Gehaltsumwandlung aus tarifvertraglichen Vereinbarungen. Träger der Altersversorgung sind Zusatzversorgungskassen.

Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer (204,0 TEuro) für 2023 sowie Verpflichtungen aus Gewerbesteuer (362,7 TEuro) für 2022 und 2023. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Beträge für Vergütungen an Kunden (483,2 TEuro), zum Bilanzstichtag ausstehende Lieferantenrechnungen (344,5 TEuro) sowie kurzfristige Verpflichtungen aus der Personalabrechnung (111,6 TEuro) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeitenspiegel Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahren
EUR
gegebene Art der Sicherheiten Sicherheiten
EUR
30.04.2024 davon gegenüber Gesellschaftern
EUR
insgesamt 7.034.473,79 7.034.473,79 0,00 0,00 0,00 0,00
Vj. 4.751.809,27 4.751.809,27 0,00 0,00 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.055.705,42 6.055.705,42 0,00 0,00 0,00
Vj. 3.793.883,74 3.793.883,74 0,00 0,00 0,00

sonstige Verbindlichkeiten

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern (33,4 TEuro) und kreditorische Debitoren (67,2 TEuro).

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet aus Kreditrahmenverträgen gesamtschuldnerisch gegenüber den beteiligten Banken auch für die vertragsgegenständlichen Darlehen an die Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG. Die zugrundeliegenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit 4.584,0 TEuro. Vor dem Hintergrund der mit den Banken getroffenen Vereinbarungen ist mit einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung nicht zu rechnen.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält hauptsächlich Vertriebsaufwendungen (4.561,8 TEuro), von der Muttergesellschaft in Rechnung gestellte Verwaltungsumlagen (3.397,0 TEuro) sowie Aufwendungen für Marketing und Werbung (2.635,9 TEuro). Ebenso sind Wertberichtigungen auf Forderungen/Forderungsausfälle in Höhe von 558,6 TEuro enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Zur Ergänzung des Finanzierungsportfolios verkauft die Gesellschaft im Rahmen eines stillen Factoringvertrags Forderungen. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors. Der zu entrichtende Kaufpreis entspricht dem Betrag der angekauften Forderungen abzüglich Factoringgebühr und Zinsen. Zum 30. April 2024 waren Forderungen in Höhe von 9.024,9 TEuro bevorschusst. Aus Kaufpreiseinbehalten der Factoringgesellschaft besteht dagegen eine Forderung der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH in Höhe von 5.285,7 TEuro.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Die noch zu erfüllende Gesamtverpflichtung aus Leasingverträgen für Fahrzeuge beträgt am Bilanzstichtag 149,0 TEuro bei Laufzeiten bis zum Jahr 2027.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen/Personen

Von der Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG wird eine lfd. Verwaltungskostenumlage zum Ersatz ihrer Aufwendungen aus der Verwaltungstätigkeit (3.397,0 TEuro) berechnet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angabe gem. § 285 Nr. 17 HGB braucht nicht gemacht zu werden, da sie im Konzernanhang der Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG enthalten ist.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter unterteilt sich folgendermaßen:

Gruppe Summe
Gehaltsempfänger 25
Lohnempfänger 0
25

Gesellschaftsorgane

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Carl-Heinz Brandt, Geschäftsführer Produktion und Einkauf, Christoph Brandt, Geschäftsführer Vertrieb, Matthias Ploch, kaufmännischer Geschäftsführer und Jan-Dominik Gunkel, Geschäftsführer Vertrieb.

Mutterunternehmen

Die Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG, Hagen, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 400.951,87 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hagen, 4. Oktober 2024

Brandt Backwaren Vertriebs GmbH

gez. Carl-Heinz Brandt

gez. Christoph Brandt

gez. Jan-Dominik Gunkel

gez. Matthias Grüssing

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende von der Partnerschaftsgesellschaft Flottmeyer Steghaus + Partner mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Hamm, erteilte Bestätigungsvermerk vom 4. Oktober 2024 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 30. April 2024 der Brandt Backwaren Vetriebs GmbH.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Verteter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamm, 4. Oktober 2024

Flottmeyer • Steghaus + Partner m b B
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Robert Flottmeyer, Wirtschaftsprüfer

Mona Flottmeyer, M. Sc., Wirtschaftsprüferin

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