Wolverine Advanced Materials GmbH

Verrenberger Weg 20, 74613 Öhringen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 580280
Vorher
Eagle-Picher Wolverine GmbH
Eingetragen
21.12.1979
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Spezialteilen aller Art unter der Marke "Wolverine" für die Industrie, hergestellt aus Werkstoffen aller Art, insbesondere Spezialteile aus gummibeschichteten Stahlblechen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Böll
seit 29.8.2025
Prokura
Louis Stoney
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Mustafa Alper Alkan
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
WAM CR Acquisition, Inc.USA
94.90%
E.P. Industries Europe B.V.
5.10%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WAM CR German Acquisition GmbH
Germany
4.128.150 €
94.90%
E.P. Industries Europe B.V.
Delft
221.850 €
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wolverine Advanced Materials GmbH

Öhringen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Wolverine Advanced Materials GmbH mit Sitz in Öhringen ist ein international ausgerichteter Serienlieferant der Automobilindustrie und stellt Geräuschdämpfungslösungen für Kraftfahrzeugbremsen sowie Metalldichtungen im Einsatzschwerpunkt Fahrzeuggetriebe, Motorenabgasstrang und ausgewählte industrielle Sonderanwendungen, jeweils auf der Basis von Metallträgern mit Polymerbeschichtung her. Der Absatzschwerpunkt liegt im Inland und europäischen Ausland, in geringem Umfang auch im asiatischen Raum und den USA. Seit Oktober 2015 gehört die Gesellschaft zum in den USA ansässigen, international tätigen ITT-Konzern. Seit 2017 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des ITT-Konzerns teil, sodass für den laufenden Liquiditätsbedarf kein Fremdkapital in Anspruch genommen werden muss.

2. Wirtschaftsbericht

Der globale Pkw-Markt zeigte im Jahr 2023 eine positive Entwicklung von +10% Umsatzwachstum. Das Wachstum ist in allen Regionen zu beobachten.

Deutscher PKW-Markt

Der deutsche PKW-Markt ist 2023 um 7,3% auf 2,844 Mio. Neuzulassungen gestiegen. Die Anzahl der Fahrzeuge auf deutschen Straßen stieg auf 49,1 Mio. und erhöhte sich damit um +0,7%.

Internationaler PKW-Markt

Für die internationalen Automobilmärkte war 2023 ein Wachstumsjahr. Die weltweite Produktion konnte um 10 % gesteigert werden.

In Europa wurden im Jahr 2023 insgesamt 14,82 Mio. Pkw produziert, rund 12% Prozent mehr als im Vorjahr.

In den USA schloss der Light-Vehicles-Markt (Pkw) das Jahr 2023 mit knapp 9,7 Mio. produzierten Fahrzeugen ab (+5% zum Vorjahr).

In China stieg das Volumen der produzierten Fahrzeuge im Light-Vehicles-Markt (Pkw) im Jahr 2023 um 10%.

Geschäftsverlauf

Steuerungssystem der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird vor allem über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis gesteuert und überwacht.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren überwachen unsere Führungsebenen definierte Aufgabenkomplexe wie Personalfragen, Arbeitssicherheit, Qualitätssicherung, Compliance sowie Umwelt- und Klimaschutz. Eine direkte Steuerung nach nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erfolgt nicht.

Umsatzentwicklung

Das Jahr 2023 war ein erfolgreiches Jahr und wurde nur leicht durch die Auswirkungen der Ukrainekrise belastet. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.613. Dies entspricht einem Zuwachs von 10,8 %.

Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen durch Preiserhöhungen zum Inflationsausgleich begründet und überdeckt den Rückgang des Volumens.

Innerhalb des EU-Raumes stiegen die Umsätze der Wolverine Advanced Materials GmbH um 15 %.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatzanstieg von ca. 3 % gerechnet. Die Planung konnte übertroffen werden, da die Nachfragemengen der Kunden durch die Preissteigerung weniger beeinflusst wurden, als im Budget erwartet.

Nach Regionen stellt sich die Umsatzentwicklung wie folgt dar:

01.01. - 31.12.2023 Vorjahr Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 25.250 22.354 2.896 11%
übrige EU Mitglieder 40.497 34.788 5.709 14%
Sonstige 1.949 3.941 -1.993 -102%
67.696 61.083 6.612 10%

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Projekte von Vorjahren (Wie Voice Over IP) beendet. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen für neue Pressen geplant.

Forschung und Entwicklung

Die Herausforderung bei Geräusch- Performance- und Bremsverhalten werden projektbezogen von uns entwickelt und in unseren Bremsenprüfständen getestet. Ferner entwickeln wir robuste Dichtungsanwendungen.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagementsystem ist nach der international gültigen Zertifizierung IATF 16949:2016 aufgebaut. Diese Norm beinhaltet nicht nur eine umweltgerechte Produktionsentwicklung, sondern auch umweltschonende Produktionsprozesse: Mit diesem DEKRA Zertifikat dokumentiert die Gesellschaft ein funktionierendes Umwelt- und Qualitätsmanagement auf Basis des aktuellen Standards internationaler Normen. Trotz dieses hohen Standards sind wir bestrebt, das Qualitätsmanagement unter Gesichtspunkten der Energieeffizienz weiter auszubauen.

Personal- und Sozialbereich

In Berichtszeitraum 2023 wurden vakanten Stellen neu besetzt, und im ersten Quartal in 2024 vervollständigt.

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 81 Mitarbeiter beschäftigt.

Für alle Mitarbeiter werden regelmäßige Schulungen angeboten. Diese betreffen im Verwaltungsbereich vor allem Fachthemen; im Produktionsbereich regelmäßige Updates zum Produktionsprozess. Daneben werden verpflichtende Schulungen im Bereich Compliance, Arbeitssicherheit und Datenschutz durchgeführt.

Umweltschutz

Unser Unternehmen hat sich, wie in den Vorjahren, im Bereich des Umweltschutzes weiterentwickelt. Dieses wurde uns im Auditbericht zum jährlichen Wiederholungsaudit nach DIN ISO 14001:2015 bestätigt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 33.314 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 % erhöht.

Das Anlagevermögen ist um TEUR 544 gesunken. Ursache hierfür ist die geringe Investitionshöhe des Wirtschaftsjahres, wodurch die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres die Zugänge des Geschäftsjahres übersteigen.

Das Vorratsvermögen ist um 31,5 % auf TEUR 9.902 gesunken, bedingt durch die konzernweit vorgegebene Optimierung des Working Capital.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten haben sich um TEUR 281 auf TEUR 5.844 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 111,7 % auf TEUR 10.551, was vor allem auf die Forderung aus dem Cash Pool zurückzuführen ist.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 3.849 (Vj. TEUR 3.623) enthalten, sowie Forderungen aus Cash Pool in Höhe von TEUR 6.702 (Vj. TEUR 1.360). Die Forderungen aus Cash Pool sind gestiegen, da der Ergebnisabführungsbetrag an die Muttergesellschaft ITT Bornemann GmbH noch nicht ausbezahlt sondern der Betrag auf dem Cash Pool Konto belassen wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 661 gestiegen, was auf die Entwicklung des Umsatzsteuerguthaben zurückzuführen ist.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag am Stichtag um TEUR 1.407 höher als im Vorjahr.

Auf der Passivseite haben sich die Pensionsrückstellungen um TEUR 259 vermindert, was vor allem auf die steigenden Zinssätze zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 599 gestiegen. Die Erhöhung resultiert aus ausstehenden Rechnungen am Stichtag. Die Rückstellungen für Gewährleistungen erhöhten sich um TEUR 17.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.712 erhöht. Ursache hierfür ist, die gestiegene Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung. Der Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2022 wurde noch nicht abgeführt, des Weiteren ist der abzuführende Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2023 enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um TEUR 103 erhöht.

Die Eigenkapitalquote beträgt 31,5 % (Vorjahr: 34,5 %) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Die Ursache dafür ist das operative Ergebnis des Jahres.

Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.407 auf TEUR 1.673. Das Unternehmen hat eine Forderung durch die Teilnahme im Konzern Cash Pooling zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.702 (Vorjahr: TEUR 1.360). Der Anstieg ist neben dem Jahresergebnis auf die noch nicht beglichene Zahlungsverpflichtung aus der Ergebnisabführung zurückzuführen. Weitere Fremdmittel außerhalb des Konzerns mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingesetzt worden, da wir weiter über keinen nennenswerten Zahlungsverkehr in Währungen außerhalb der Euro-Zone verfügen.

Ertragslage

Der Umsatzzuwachs lag wie beschrieben über der Jahresplanung für 2023.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, allerdings unterproportional zu den Umsatzerlösen. Die Materialintensität hat sich, vor allem infolge rückläufiger Energiepreise und Absatzpreiserhöhungen, von 73,7 % im Vorjahr auf 71,4 % weiter verringert.

Der Aufwand für bezogene Leistungen in Höhe von 1.779 TEUR ist um TEUR 17 erhöht und somit nahezu konstant zum Vorjahr.

Der Personalaufwand hat sich um TEUR 880 vermindert, was mit TEUR 704 auf geringere Aufwendungen für Altersvorsorge zurückzuführen ist. Daneben hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 94 auf 81 reduziert. Die Personalintensität sinkt auf 10,2% um 2,1%- Punkte im Vergleich zum Vorjahr (12,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 1,7 % von TEUR 3.497 auf TEUR 3.436 reduziert werden. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus Einsparung von externen Dienstleistungen.

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung mit TEUR 8.293 stieg um TEUR 3.724 im Vergleich zum Vorjahr und liegt damit mit TEUR 1.831 über dem Planergebnis.

Steuerliche Risiken trägt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags die ITT Brnemann GmbH seit dem Wirtschaftsjahr 2017.

Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf im Jahr 2023 als zufriedenstellend ein.

3. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren.

Die aktuelle Lage und die näheren Perspektiven der deutschen Wirtschaft werden entscheidend von der aktuellen Weltpolitik unter anderem Ukraine-Krise geprägt. Durch unsere gute Produktqualität sieht sich die Gesellschaft jedoch auch für das Jahr 2024 gut aufgestellt.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Der Preisdruck von Seiten unserer Kunden wird auch zukünftig anhalten. Wir werden deshalb weiterhin versuchen, den Preis- und Kostendruck durch Produktivitätsverbesserungen gerecht zu werden.

Unsicherheitsfaktoren für das Jahr 2024 bestehen weiterhin durch drohende Zölle und die Ukraine-Krise. Alle Unsicherheitsfaktoren lassen nur vorsichtig optimistische Aussagen zu.

Auch der Wirtschaftsinformationsdienst IHS hat einen negativen Ausblick auf das laufende Jahr 2024 gezeigt, so dass mit sinkenden Umsätzen gerechnet werden kann. Deshalb wurde unser Budget für 2024 konservativ geplant, allerding sind die ersten Monate moderat über Plan.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer Umsatzreduzierung in Höhe von 1,4 % im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr 2023 geplant. Ferner wurden für 2024 Preise auf Artikelebene neu kalkuliert und angepasst. Das geplante Jahresergebnis wird somit nur gering unter dem Niveau von 2023 liegen.

4. Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzinstrumente verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

Aufgrund der Kundenstruktur schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten sowie Fremdwährungspositionen bestehen nicht.

Das Geschäft mit unserer Schwestergesellschaft in den USA wird in Euro abgewickelt. Deshalb liegt kein Währungsrisiko vor. Die Liquiditätslage ist durch den Konzern abgesichert. Unsere Zahlungsfähigkeit ist jederzeit sichergestellt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im aktuellen Jahr 2024 dürfte der Stahlpreis um 3,3 % gegenüber dem Vorjahreswert fallen. Der in den vergangenen fünf Jahren erfolgte Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf einen starken Preisanstieg der Vorjahre infolge einer vorübergehenden Angebotsknappheit sowie einer rasch steigenden Nachfrage zurückführen. Dies wird einen hohen Preisdruck seitens der Kunden auslösen. Momentane Auswirkungen für das Unternehmen werden ausgeglichen. Mögliche Beschaffungsengpässe durch Verfügbarkeit bei Rohstoffen und Halbfertigteilen werden durch die Fachabteilungen permanent beobachtet und durch entsprechende Maßnahmen abgemildert. Ziel ist dabei die ausreichende Sicherstellung der Produktion und damit kontinuierliche Lieferfähigkeit.

Ein zentraler Aspekt im Rahmen der Risikoberichterstattung ist die rückläufige Entwicklung des Marktes und auch der Umsatzerlöse der Gesellschaft. Zudem spielt auch die Unsicherheit in den USA eine Rolle für das Unternehmen. Angesichts einer denkbaren Wiederwahl droht Trump immer wieder mit Strafzöllen auf ausländische Autos, was für Deutschland und auch den EU-Raum gravierend wäre. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die USA und der EU-Raum aufgrund der evtl. wiedereingeführten oder neuen Zöllen in einen erneuten Handelskrieg führen. Dies kann aus unserer Sicht heute nicht ausgeschlossen werden.

Die immer zunehmende Nachfrage nach Fachkräften ist ein wesentliches Kriterium bei der Standortsicherung Deutschland. Laut einer Studie der MPG liegt der Fachkräfte- Mangel bei 82 %, weltweit liegt Deutschland an Platz 2 und wird nur noch von Japan übertroffen. In der Transport-, Logistik und Automotivebranche ist die Nachfrage sogar bei 87 %. In Kombination mit einer hohen Fluktuation sehen wir dies als Risiko für eine konstante Prozessabwicklung und die weitere Entwicklung.

Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV) stagnieren 2024 nach einem beispiellosen Anstieg in den vergangenen Jahren. Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen sank leicht von 13,7 Prozent im Jahr 2023 auf 13,4 Prozent im Jahr 2024. Die Ursachen liegen in der reduzierten staatlichen Förderung, steigenden Finanzierungskosten und den wachsenden Lebenshaltungskosten. Allerdings könnte 2025 durch strengere CO 2 -Regulierungen der EU ein neuer Anstieg folgen. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Elektromobilität ist die Ladeinfrastruktur. Für viele Autofahrer bietet ein BEV-Vorteile wie das Wegfallen von Tankstellenbesuchen und mehr Fahrvergnügen. Doch für jene ohne private Lademöglichkeiten bleibt die Umstellung schwierig. Ein flächendeckendes und leicht zugängliches Netz an Ladesäulen ist daher unerlässlich für die Massenmarkttauglichkeit von Elektrofahrzeugen. Wir sind bei dieser Entwicklung durch den einhergehenden Nachfragerückgang für unsere Teile beeinflusst.

Der Umsatz der ersten Monate im Wirtschaftsjahr 2024 lag leicht über dem Vorjahr.

Chancen sehen wir insbesondere in der Flexibilität unseres Produktportfolios und der schnellen Reaktionszeit auf neue Kundenwünsche sowie in der Flexibilität unseres Arbeitszeitmodells, um Auslieferungen jederzeit termingetreu und zeitnah erfüllen zu können.

Insgesamt hat sich die Risikolage der Gesellschaft mit Blick auf den negativen Ausblick zur Marktentwicklung in 2024 leicht verschlechtert. Der Geschäftsführung sind zum heutigen Zeitpunkt keine Risiken bekannt, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen oder seinen Bestand gefährden könnten.

 

Öhringen, 6. September 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Peter Knittig

Laurent Crosnier

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.796,63 2.826,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.274.761,39 1.350.464,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.302.756,64 1.601.981,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.604.681,10 1.807.388,06
4. Anzahlung und Anlagen in Bau 83.640,32 48.949,39
4.265.839,45 4.808.783,57
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.049.774,66 8.771.912,26
2. Unfertige Erzeugnisse 298.596,22 363.936,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.553.598,39 5.309.168,74
9.901.969,27 14.445.017,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.844.119,13 5.563.539,71
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.550.700,71 4.983.416,57
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 995.563,49 334.762,72
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
17.390.383,33 10.881.719,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.672.965,65 266.227,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 81.432,06 65.904,01
33.314.386,39 30.470.477,95

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.350.000,00 4.350.000,00
II. Kapitalrücklage 1.602.803,56 1.602.803,56
III. Gewinnvortrag 4.555.458,66 4.555.458,66
10.508.262,22 10.508.262,22
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.541.108,00 2.800.607,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.364.927,84 1.765.601,08
4.906.035,84 4.566.208,08
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 448.264,68 344.611,06
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 448.264,68 (Vorjahr: TEUR 345)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.267.765,77 14.556.259,02
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 17.267.765,77 (Vorjahr: TEUR 14.556)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 184.057,88 495.137,57
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 184.057,88 (Vorjahr: TEUR 495)
- davon aus Steuern: EUR 71.429,39 (Vorjahr: TEUR 475)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
17.900.088,33 15.396.007,65
33.314.386,39 30.470.477,95

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.-31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 67.696.181,69 61.082.846,54
2. Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -1.874.284,73 785.384,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 263.011,35 225.029,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -45.208.981,78 -43.853.509,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.779.419,89 -1.762.418,12
5. Personalaufwand -46.988.401,67 -45.615.927,31
a) Löhne und Gehälter -5.872.812,61 -6.048.760,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -842.314,93 -1.546.541,17
- davon für Altersversorgung: EUR -166.788,54 (Vorjahr: TEUR 516)
6. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.715.127,54 -7.595.301,88
-647.146,38 -701.067,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.436.445,28 -3.496.794,30
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.873,70 42,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -51.217,31 -90.796,97
- davon aus Aufzinsung: EUR 37 (Vorjahr: TEUR 83)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.393,65 -6.021,85
11. Ergebnis nach Steuern 8.311.050,18 4.587.393,30
12. Sonstige Steuern -18.457,66 -18.740,66
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 8.292.592,52 4.568.652,64
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Erläuterungen

Die Wolverine Advanced Materials GmbH hat ihren Sitz in Öhringen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg. Nr. HRB 580280). Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde - wie im Vorjahr - in Form des Gesamtkostenverfahrens erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear. Bei Zugängen von Mobilien wird die Abschreibung nur zeitanteilig ab dem Monat der Anschaffung gerechnet.

Übersicht über die Nutzungsdauern:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 20 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 - 14 Jahre

Alle geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einer Höhe von EUR 800,00 werden sofort im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten (Einzelfeststellung) bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn, die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens enthalten. Ungängige Bestände sind auf ihren niedrigen beizulegenden Wert abgewertet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nominal- bzw. Nennwert angesetzt.

Akute Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem latenten Ausfallrisiko ist durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu den sich die temporären Differenzenwahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,23%. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung (Aktivierungsüberhang) ergibt, wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Die temporären Differenzen aus latenten Steuern ergeben sich vor allem aus den Bilanzpositionen Sachanlagevermögen, Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen (Personalrückstellungen).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die nicht Aufwendungen des Geschäftsjahres sind.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Garantierückstellung wird pauschal in Höhe von 0,4% der Umsatzerlöse außerhalb der ITT - Gruppe gebildet.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH bewertet.

Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahres ergibt. Die Ermittlung und Bekanntgabe der Diskontierungszinssätze erfolgte durch die Deutsche Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzubsV). Als Rechnungszins diente der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen). Zum Stichtag beträgt dieser 1,82% (Vorjahr 1,90%). Der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf 1,72%. Eine Dynamisierung der anrechenbaren Bezüge sowie der Beitragsbemessung in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde nicht berücksichtigt. Für die Anpassung der laufenden Renten wurde eine Dynamik in Höhe von 2,15% bei einem Dreijahresturnus angenommen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe, der von der Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bis sieben Jahr beträgt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 122).

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag bzw. zum höheren/niedrigeren Einbuchungskurs umgerechnet.

C. Erläuterung zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen mit TEUR 3.849 (Vorjahr: TEUR 3.623) aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 6.702 (Vorjahr: TEUR 1.360) aus Cash-Pool- Forderungen. Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 8.975 (Vorjahr: TEUR 9.987) aus Lieferungen und Leistungen. Daneben enthalten sie mit TEUR 8.292 (Vorjahr: TEUR 4.569) sonstige Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 8.292 (Vorjahr: TEUR 4.569).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für die Gewährleistungsverpflichtungen, sowie arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Umsatz- und Preisvergütungen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen getätigt:

TEUR:
Deutschland 25.250
Übrige EU-Mitgliedstaaten 40.497
Sonstige 1.949
67.696

Da die Gesellschaft nur in den Geschäftsbereichen der Produktion von Dichtungen für Bremsen tätig ist, es unterbleibt eine Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 27) sowie Erträge aus Währungskurseffekten von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 5).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Währungsverluste sind in Höhe von TEUR 3 angefallen (Vorjahr TEUR 7).

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften mit insgesamt TEUR 1.514. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 944, Dienstleistung/Serviceverträge in Höhe von TEUR 509 (davon TEUR 299 gegenüber verbundenen Unternehmen), aus Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 62, aus dem Bestellobligo gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.262 und des Weiteren aus offenen Bestellungen von Rohmaterial in Höhe von TEUR 9.437 gegenüber verbundenen Unternehmen in den USA.

2. Angaben zur Belegschaft

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 40 gewerbliche Arbeitnehmer und 41 Angestellte beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Dr. Peter Knittig, Korb, Geschäftsführer Technik

Herr Laurent Crosnier, Michigan/USA, Geschäftsführer Finance

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

4. Konzernverhältnisse

Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der ITT Corporation, White Plains, New York, USA (größter und kleinster Kreis) einbezogen Der Konzernabschluss kann auf deren Homepage eingesehen werden.

5. Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2023 sind die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 45 angefallen.

6. Nachtragsbericht

Per 30.06.2024 haben die Gesellschafter sich entschieden die Wolverine Advanced Materials GmbH zu verkaufen.

Der zwischen der Organträgerin und der Organgesellschaft abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag wurde zum 30.06.2024 aufgehoben.

Des Weiteren wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024 beschlossen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

7. Ergebnisverwendung

Der erwirtschaftete Jahresüberschuss vor Gewinnabführung wird aufgrund des seit dem 1. Januar 2017 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages an die ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen, abgeführt. Die Abführung umfasst dabei auch grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge, denen frei verfügbare Rücklagen in ausreichender Höhe gegenüberstehen.

 

Öhringen, 6. September 2024

Wolverine Advanced Materials GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Peter Knittig

Laurent Crosnier

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 159.537,60 0,00 0,00 0,00 159.537,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.878.002,87 0,00 0,00 0,00 6.878.002,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.174.365,78 0,00 0,00 0,00 7.174.365,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.472.520,24 27.319,86 10.791,88 41.161,89 8.530.210,11
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.949,39 75.852,82 0,00 -41.161,89 83.640,32
22.573.838,28 103.172,68 10.791,88 0,00 22.666.219,08
22.733.375,88 103.172,68 10.791,88 0,00 22.825.756,68
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 156.711,39 1.029,58 0,00 157.740,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.527.538,73 75.702,75 0,00 5.603.241,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.572.383,80 299.225,34 0,00 5.871.609,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.665.132,18 271.188,71 10.791,88 6.925.529,01
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.765.054,71 646.116,80 10.791,88 18.400.379,63
17.921.766,10 647.146,38 10.791,88 18.558.120,60
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.796,63 2.826,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.274.761,39 1.350.464,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.302.756,64 1.601.981,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.604.681,10 1.807.388,06
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.640,32 48.949,39
4.265.839,45 4.808.783,57
4.267.636,08 4.811.609,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wolverine Advanced Materials GmbH, Öhringen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wolverine Advanced Materials GmbH, Öhringen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wolverine Advanced Materials GmbH, Öhringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 6. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer

Elke Bernhardt, Wirtschaftsprüferin

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