WESTECH GmbH
39mHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Wörner seit 6.5.2026 | Prokura |
Timo Pittner seit 21.11.2024 | Prokura |
Lucas Kornacher seit 10.4.2024 | Geschäftsführer |
Andre Knautz seit 31.7.2020 | Prokura |
Klaus Hahn seit 30.12.2019 | Prokura |
Frank Steffan seit 14.8.2019 | Prokura |
Uwe Pertz seit 14.8.2019 | Prokura |
Marcus Alexander Anders seit 17.1.2018 | Geschäftsführer |
Ralf Biesenberger seit 15.6.2016 | Geschäftsführer |
Ermano Mario Pascocci seit 10.7.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SWARCO AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
AFUSOFT Kommunikationstechnik GmbHAufgelöst | 100.00% |
veniox Beteiligungs GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWARCO Traffic Systems GmbHUnterensingenJahresabschluss zum 31. Dezember 2014LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2014Grundlagen zur SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbHDie SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH (im Folgenden auch "STS GmbH") und ihre Tochterunternehmen decken das gesamte Spektrum moderner Straßenverkehrstechnik ab. Dieses erstreckt sich über innovative Lösungen im urbanen und interurbanen Verkehrsmanagement einschließlich Parken, öffentlicher Personennahverkehr, Detektion und Elektromobilität. Das Produktportfolio umfasst vorwiegend Signalanlagen, Wechselverkehrszeichen, Steuergeräte, Streckenstationen, Detektoren, Prismenwender, Parkleitsysteme, Parkscheinautomaten, Ladesäulen sowie die dynamische Verkehrsbeschilderung. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH ist dabei maßgeblich im System- und Projektgeschäft tätig. Von Bedeutung sind daher weniger die einzelnen Produkte oder Komponenten sondern deren Integration in spezifische Verkehrslösungen sowie die Funktionalität der Verkehrssteuerungs- und -beeinflussungsanlagen. Im Fokus stehen dabei Systeme zur Harmonisierung und Optimierung des Verkehrsflusses, Warn- und Verkehrsüberwachungs-systeme, -managementzentralen, Tunnelsysteme, Zuflussregelungen und Informationssysteme zur Verkehrsdichte und Schadstoffbelastung. Neben unserer Kompetenz, technologisch komplexe Verkehrssysteme zu installieren, gewährleistet ein engmaschiges Netz an Servicestützpunkten eine höchstmögliche Systemverfügbarkeit. Mit wirtschaftlichen, nachhaltigen und umweltschonenden Technologien sorgen wir für einen optimierten Verkehrsfluss und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Ziel der STS GmbH ist es, im Verbund der SWARCO Gruppe und in Abgrenzung zu einzelnen Wettbewerbern das ganze Portfolio moderner Straßenverkehrstechnik ohne Schnittstellenverluste und -kosten aus einer Hand anzubieten. Dabei bieten wir unseren Kunden nicht einzelne Produkte oder Komponenten an, sondern spezifische Lösungen für ihren konkreten Verkehrsbedarf vor Ort. Durch technologische Innovationen, hohe Systemverfügbarkeit und Servicequalität wollen wir weiterhin erster Ansprechpartner unserer Kunden der öffentlichen Hand im Straßenverkehrsmanagement bleiben. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH ist eng mit ihrer Muttergesellschaft, der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG (München), verflochten. Es bestehen eine ertrags- und umsatzsteuerliche Organschaft mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG als Organträgerin sowie ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft. Weitere Verflechtungen ergeben sich durch die Anbindung der STS GmbH ans Cash-Pooling der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG. Die unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH sind vorwiegend Vertriebs-, Projekt- und Servicegesellschaften, die den jeweiligen Markt im europäischen Ausland bedienen. Sie befinden sich in Österreich, der Schweiz, Tschechien, Polen, Ungarn, Griechenland und Großbritannien. Zum 01. Januar 2014 wurden die M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH (bislang Tochterunternehmen der STS GmbH) und die ruhende SWARCO SHARED SERVICE GmbH (bislang Schwestergesellschaft der STS GmbH) auf die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH verschmolzen. Wesentliche Steuerungsgrößen in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH sind Auftragseingang, Auftragsbestand, Gesamtleistung und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung werden die Entwicklungen des Working Capital sowie die freie Liquidität bzw. die Cash-Pool Salden systematisch überwacht. Forschung und EntwicklungDie SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH hat im engen Verbund mit den Unternehmen der SWARCO Gruppe im Jahr 2014 ihre Position als Innovationsführer im Bereich "Intelligent Traffic Systems" (ITS) weiter ausgebaut. Ein vorrangiges Ziel und Betätigungsfeld der STS GmbH ist es, den Kunden und auch den eigenen Servicetechnikern über verschiedenste Endgeräte einen webbasierten Zugriff auf die im Feld installierten Komponenten und Systeme der SWARCO Gruppe zu ermöglichen. Neben der verbesserten Kommunikation mit den straßenseitigen Anlagen und Systemen spielt die direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur künftig eine entscheidende Rolle. Auf diesem Gebiet arbeitet die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH mit verschiedenen renommierten Automobilherstellern im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte eng zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung innerhalb der STS GmbH stellt das Zukunftsthema "e-Mobility" dar. In enger Kooperation mit Forschungsinstituten wie Fraunhofer oder Energieversorgungskonzernen wurde in verschiedenen Forschungsprojekten in Baden-Württemberg und Bayern aufgezeigt, wie die Elektromobilität durch die Schaffung geeigneter Infrastrukturen und Dienste gefördert werden kann. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH bietet hierfür neben der notwendigen Ladeinfrastruktur im öffentlichen Bereich auch integrierte Gesamtlösungen und geeignete Betreibermodelle an. Die angeführten innovativen ITS-Technologien sollen auch in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit mit den anderen Unternehmen der SWARCO Gruppe weiter entwickelt und für einen flächendeckenden Einsatz vorbereitet werden. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 belaufen sich auf 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Dabei setzen wir nicht nur auf eigenes Know-how, sondern entwickeln in Kooperation mit anderen Industrieunternehmen und Hochschulen im In- und Ausland. Die fremden Entwicklungsleistungen hieraus betragen im Jahr 2014 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Unsere entwickelnden Ingenieure, Techniker und Softwarespezialisten sind nicht starr gewissen Produkten oder Tätigkeiten zugeordnet. Neben der generellen Forschung und Entwicklung von neuen Produkten und Anwendungen geht es vor allem darum, in kundenspezifischen Projekten innovative Verkehrslösungen zu entwickeln und zu implementieren. Neue Lösungswege und Konzepte werden oftmals im konkreten Kundenauftrag erarbeitet. Nicht zuletzt fallen Tätigkeiten im Bereich der Produktpflege und des Supports von installierten Anlagen an, um die vollumfängliche Funktionalität und Sicherheit auch viele Jahre nach der Erstinstallation gewährleisten zu können. Die letztgenannten Aufgabenbereiche der entwickelnden Einheiten sind dabei nicht Bestandteil der angeführten Angaben zu den Entwicklungsaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden wie in den Vorjahren keine Entwicklungsleistungen aktiviert. Mit unseren Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie innovativen Produkten im Verkehrsmanagement engagieren wir uns für eine Reduktion von Schadstoffemissionen, für die Steigerung der Energieeffizienz von Verkehrsanlagen und für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. Insofern leisten wir als SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH mit unserer wirtschaftlichen Tätigkeit auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur Schonung unserer Umweltressourcen. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt waren in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH 571 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (ohne Auszubildende, Vorjahr: 559). Per 31. Dezember 2014 liegt die Anzahl der Beschäftigten bei 573 (ohne Auszubildende, Vorjahr: 558). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Verschmelzung mit der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH. Als Unternehmensgruppe in der Verkehrstechnik gehören wir einer wenig anlagenintensiven Branche an. Unser wertvollstes Kapital ist die Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur durch das Know-how der Belegschaft können wir technisch anspruchsvolle Verkehrslösungen realisieren und den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen mit innovativen Produkten gerecht werden. Die Innovationskraft der Belegschaft spiegelt sich in einer Vielzahl von Verbesserungsvorschlägen im Zuge des systematisch eingerichteten Vorschlagswesens wieder sowie in der Anmeldung von Patenten und anderen Schutzrechten. Umso wichtiger ist uns daher die adäquate Mitarbeiterqualifizierung und Nachwuchssicherung. Im Verbund der SWARCO Gruppe wurde mit der "SWARCO Academy" ein wichtiger Grundstein für den nachhaltigen Unternehmenserfolg gelegt. Neben der Stärkung von Kompetenzen und laufenden Fortbildung unseres Managements und unserer Mitarbeiter ist die Identifizierung von Potenzialträgern bzw. Talenten für Managementfunktionen und die Sicherstellung von Nachfolgeplanungen ein wesentliches Hauptziel der "SWARCO Academy". Zusätzlich werden im Rahmen der "SWARCO Academy" zielgruppenorientierte Trainings zu Spezialthemen z.B. im Projektmanagement oder Service durchgeführt. Ein wichtiger Baustein bildet hierbei auch die eigene Ausbildung, in der wir überdurchschnittlich engagiert sind. So sind per 31. Dezember 2014 wie im Vorjahr 21 Ausbildende, Studenten und Praktikanten in unserem Unternehmen beschäftigt . Diese konnten wir in der Vergangenheit weitgehend in reguläre Beschäftigungsverhältnisse übernehmen und planen das auch für die Zukunft. Aufgrund der starken Saisonalität unseres Geschäfts und um den individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen der Belegschaft gerecht zu werden, setzen wir verstärkt auf flexible Arbeitszeitmodelle und Zeitkontenmanagement. Auch in diesem Jahr gilt der Dank der Geschäftsführung der Belegschaft für ihren fortwährenden Einsatz, ihr Engagement und ihre Motivation. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Branche der Verkehrstechnik wird aufgrund ihrer Abhängigkeit von öffentlichen Auftraggebern maßgeblich durch die finanzielle Situation und Ausstattung der öffentlichen Haushalte und deren Investitionsbereitschaft beeinflusst. Nach Jahren der Währungs- und Schuldenkrise sind die Steuereinnahmen vor dem Hintergrund einer sehr positiven Konjunkturentwicklung seit geraumer Zeit erheblich angestiegen. Die negativen Finanzierungssalden der öffentlichen Haushalte konnten sukzessive abgebaut werden, die Haushaltssituation von Bund, Ländern und Kommunen hat sich quantitativ erheblich verbessert. Die Kommunen erzielen -regional stark divergierend- insgesamt Überschüsse, auf Bundesebene konnte im Jahr 2014 der erste ausgeglichene Haushalt seit 1969 erreicht werden. Die zunehmend positivere Finanzsituation der öffentlichen Haushalte bewirkt jedoch nur bedingt ein Ansteigen der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Die Konsolidierungserfolge werden im Gegenteil oftmals lediglich durch eine massive Investitionszurückhaltung vor allem im Bereich der Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen erreicht. Seit vielen Jahren besteht vor allem auf Länder- und Kommunalebene eine strukturelle Unterfinanzierung der Verkehrswege. Entstandene finanzielle Spielräume wurden zwischenzeitlich in großem Umfang für die Sozial- und Rentenpolitik ausgenutzt. Während sich die Haushaltslage unserer öffentlichen Auftragsgeber also quantitativ sukzessive verbessert hat, ist auf qualitativer Ebene insgesamt eine weitere Verschiebung von Mitteln mit investivem Charakter hin zu Mitteln mit konsumtivem Charakter zu verzeichnen. Die Mobilität in Deutschland ist nach Ansicht zahlreicher Verkehrsexperten aufgrund eines fortschreitenden Substanzverzehrs der Verkehrsinfrastruktur nachhaltig gefährdet. Die Kommission "Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung" hatte für die Verkehrsministerkonferenz in Deutschland bereits vor zwei Jahren eine Finanzierungslücke für erforderliche Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen über jährlich 7,2 Mrd. Euro ermittelt, wobei der Großteil auf den Straßenverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr entfällt. Der Nachholbedarf bei der Sanierung umfasst dem Kommissionsbericht zufolge einen Zeitraum von 15 Jahren. Investitionsstau und Nachholbedarf bei Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen sind zwischenzeitlich allseitig erkannt. Die Umsetzung von substanziellen Maßnahmen scheiterte bislang jedoch einerseits an der Finanzierung, andererseits an politischen Prioritäten. Eine im Jahr 2013 in der Folge von der Verkehrsministerkonferenz eingerichtete "Expertenkommission zur nachhaltigen Verkehrsinfrastrukturfinanzierung" beschäftigte sich mit Lösungen und Modellen zur Schließung der Finanzierungslücken. Die Kommission sprach sich im Herbst 2013 für eine Einrichtung von Sondervermögen und Infrastrukturfinanzierungsfonds sowie eine erweiterte Nutzerfinanzierung aus. Eine Umsetzung der Empfehlungen erfolgte bis dato nicht. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht in dieser Legislaturperiode eine substanzielle Aufstockung der Bundesmittel um ca. 5 Mrd. Euro für die Verkehrsinfrastruktur vor und setzt dabei ebenfalls auf eine Ausweitung der Nutzerfinanzierung (LKW-Maut, PKW-Maut) sowie auf Öffentlich-Private-Partnerschaften. Im Vordergrund stehen dabei der Erhalt und die Sanierung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur vor einem Aus- und Neubau der Verkehrswege. Die Einführung einer PKW-Maut ist aktuell für das Jahr 2016 geplant. Allerdings ist das Konzept dieser Maut europarechtlich umstritten und kann bezüglich des Umfangs der erwarteten Einnahmen über 500 Mio. Euro nur ein weiterer Baustein in der Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen sein. Von Bedeutung für die mittelfristigen Planungen im Verkehrsbereich ist der Bundesverkehrswegeplan 2015. Dieser wird derzeit überarbeitet und gutachterlich geprüft und soll den gültigen Bundesverkehrswegeplan 2003 ablösen. Eine Verabschiedung erfolgt aber voraussichtlich erst Ende 2015. Die grundlegenden Rahmenbedingungen waren für die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH im Geschäftsjahr 2014 insofern nicht wesentlich anders als in den Vorjahren. Insgesamt konnten in einigen Geschäftssparten, zumindest in gewissem Umfang, höhere Ausschreibungsvolumina verzeichnet werden als in den Jahren zuvor. Geschäftslage und -verlauf 2014 Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden war im Geschäftsjahr 2014 entsprechend unterschiedlich ausgeprägt. Im urbanen Umfeld zeichneten sich schon früh im Geschäftsjahr 2014 Zuwächse bei Ausschreibungen, Aufträgen und Umsätzen ab. Sehr positive Entwicklungen konnten wir auch im Geschäft mit Parkleitsystemen verzeichnen, von denen 2014 deutlich mehr ausgeschrieben wurden als in den Vorjahren. Die Auslastung in diesen Bereichen war daher seit Jahresbeginn 2014 überdurchschnittlich hoch. Ein Highlight im urbanen Bereich war die Fertigstellung und Abnahme des Verkehrsmanagementsystems in Skopje (Mazedonien) mit einem Projektvolumen von ca. 2,1 Mio. EUR. Im Januar 2014 hat die SWARCO TRAFFIC HUNGARIA Kft. einen Vertrag für ein jahresübergreifendes Verkehrsmanagement-Projekt mit Installationen in ganz Ungarn unterzeichnet, für das die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH maßgeblicher Technologielieferant ist. Harmonisierte und adaptive Verkehrsbeeinflussung mit Fernbedienungs- und Service-Funktionalität werden dabei zu einem verbesserten Verkehrsfluss und niedrigeren Schadstoffausstoß beitragen. Ausschreibungserfolge konnten wir auch mit unserem neuen Parkscheinautomaten ParkLine® evo² verzeichnen. Nach der erfolgreichen Installation unseres Parkscheinautomaten in Hamburg hat die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH im Laufe des Geschäftsjahres 2014 ca. 170 solarversorgte ParkLine® evo² für die Parkraumbewirtschaftung in Berlin ausgeliefert und montiert. Beim Zukunftsthema "e-Mobility" ergeben sich im Zuge der vor zwei Jahren aufgebauten Kooperation mit Forschungsinstituten wie Fraunhofer oder Energieversorgungskonzernen sichtbare Erfolge in diversen Gemeinschaftsprojekten. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH bietet hierfür neben der eigentlichen Ladeinfrastruktur auch integrierte Gesamtlösungen und geeignete Betreibermodelle an. Im interurbanen Bereich konnten wir in 2014 mehrere jahresübergreifende Aufträge fertigstellen und schlussrechnen. Projekthighlights im Geschäftsverlauf 2014 waren dabei die Teilabnahme der Halbüberdeckung/ Lärmschutzeinhausung auf der A1 Köln-Lövenich mit einem Projektvolumen von 5,3 Mio. EUR, Fertigstellungen und Abnahmen bei den Projekten NBA Rhein-Main-Ost/ Mittelhessen mit 4,8 Mio. EUR, TSF A63/ NBA A60 Mainzer Ring mit 3,2 Mio. EUR (Eigenanteil aus der ARGE) als auch beim Projekt Umbau A3 Würzburg mit einem Projektvolumen von 1,6 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse aus bestehenden Wartungs- und Instandhaltungsverträgen im Bereich Interurban konnten auf ein Volumen von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) weiter ausgebaut werden. Im interurbanen Bereich verzögerten sich jedoch einige angekündigte Projektausschreibungen. Gerade sehr großvolumige Ausschreibungen waren daher preislich hart umkämpft und wurden zu Konditionen an Wettbewerber vergeben, zu denen wir weder anbieten konnten noch wollten, so dass sich unsere Erwartungen bezüglich der Auftragseingänge in diesem Geschäftsfeld in 2014 nicht vollumfänglich realisieren ließen. Nichtsdestotrotz konnten wir folgende wesentliche Projektauftragseingänge verzeichnen: A99 Verlegung AS Aschheim: 2,6 Mio. EUR, A5 Weinheimer Kreuz, Hessen: 0,9 Mio. EUR, A5/A81 Verkehrsdatenerfassung BW: 0,7 Mio. EUR, Erneuerung SBA A44 AS Soest / Dortmund: 0,7 Mio. EUR. Neben den zu Herstellkosten bilanzierten angearbeiteten Neuprojekten wirkten sich gerade im interurbanen Bereich die Vielzahl der Projektfertigstellungen und Schlussrechnungen sehr positiv auf das EBITDA aus, da mit der Endabnahme und Fakturierung die Margen dieser Aufträge im laufenden Geschäftsjahr realisiert werden konnten. Geschäftszuwächse verzeichneten wir insgesamt im Auslandsgeschäft und im SWARCO Konzernverbund. Sehr positiv auf die Ergebnisse wirkte sich aus, dass die Serviceanteile weiter angestiegen sind, die erzielbaren Margen im Ausschreibungsgeschäft im Vorjahresvergleich höher ausfielen und mit den Schlussrechnungen der jahresübergreifenden interurbanen Projekte die gesamten Margen dieser Aufträge realisiert werden konnten. Insgesamt konnten wir im Geschäftsjahr 2014 deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen verzeichnen. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageErtragslage Die Umsatzerlöse liegen bedingt durch hohe Schlussrechnungsquoten im Geschäftsjahr 2014 mit 113,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr mit 101,9 Mio. EUR. Auf Ebene der Gesamtleistung ergibt sich eine Steigerung um 1,9 Mio. EUR auf 108,3 Mio. EUR. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH liegt mit 11,2 Mio. EUR knapp 35% über dem Vorjahresniveau. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung waren einerseits höhere Margen im Neuanlagengeschäft sowie eine weitere Steigerung der Serviceanteile an der Gesamtleistung. Die Material- und Fremdleistungsquoten an der Gesamtleistung konnten von 48,1% in 2013 auf 44,3% in 2014 reduziert werden. Andererseits wirkten sich gerade im interurbanen Bereich die Vielzahl der Projektfertigstellungen und Schlussrechnungen sehr positiv auf das EBITDA aus, da mit der Endabnahme und Fakturierung die gesamten Margen von Aufträgen realisiert werden konnten, die bereits in den Vorjahren angearbeitet wurden. Eine sehr positive Ergebnisentwicklung können wir auch im Bereich Parking verzeichnen, in dem wir im Geschäftsjahr 2014 von deutlich höheren Ausschreibungsvolumina profitieren konnten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte im Geschäftsjahr 2014 um 3,9 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR gesteigert werden. Begünstigt wurde das Ergebnis durch eine Dividende einer ausländischen Tochtergesellschaft über 1,0 Mio. EUR. Aus der Verschmelzung mit der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH resultiert schließlich ein Verschmelzungsverlust über 0,3 Mio. EUR, der im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen wird. Unter Berücksichtigung sonstiger Zinsen und Steuern ergibt sich eine Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft SWARCO TRAFFIC HOLDING AG in Höhe von 10,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0 Mio. EUR). Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt zum 31. Dezember 2014 mit 46,2 Mio. EUR ca. 2,3 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres. Die Investitionen der STS GmbH ins Sachanlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 2,2 Mio. EUR und liegen damit deutlich über den Abschreibungen mit 1,0 Mio. EUR. Kern der Investitionen bildeten wie im Vorjahr viele kleinere Zugänge im Bereich der EDV und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Daneben wurden an einem Standort Produktionsflächen in Büroflächen umgebaut. Die Investitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen beruhen vorrangig auf einem Leasingmodell mit einer Kommune in Deutschland, im Zuge dessen die STS GmbH die Verkehrsanlagen aktiviert. Zudem haben wir in Software und Lizenzen investiert sowie in Softwaretools, die der Prozessverbesserung und Effizienzsteigerung dienen. Der Rückgang des Anlagevermögens um 1,1 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR beruht auf der Verschmelzung mit der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH, im Zuge derer der Beteiligungsbuchwert über 2,2 Mio. EUR unterging. Die im Aufbau befindliche Tochtergesellschaft in der Schweiz wurde im Geschäftsjahr 2014 weiter kapitalisiert (0,2 Mio. EUR). Das Vorratsvermögen ist von 10,1 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR per 31. Dezember 2014 angewachsen. Ausschlaggebend hierfür ist eine im Vorjahresvergleich rückläufige Vorfinanzierungsquote der angearbeiteten Aufträge durch erhaltene Anzahlungen, die im Zuge der zahlreichen Endabnahmen in 2014 mit den Schlussrechnungen verrechnet wurden. Die Kundenforderungen reduzierten sich entsprechend um 2,6 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Cash-Pool Forderungen über 23,0 Mio. EUR gegenüber der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG, die mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung (10,5 Mio. EUR), aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und sonstigen Verrechnungen (5,1 Mio. EUR) saldiert wurden. Der Rückgang der Kassenbestände und Bankguthaben auf 0,1 Mio. EUR liegt in der Nutzung und Konvertierung von Fremdwährungsguthaben begründet. Das Anwachsen der Rückstellungen für Pensionen um 0,3 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR resultiert maßgeblich aus steigenden Pensionsverpflichtungen durch niedrigere Abzinsungsfaktoren. Die höheren sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Stichtag 2013 (+1,5 Mio. EUR) entstanden u.a. dadurch, dass höhere Auftragsvolumina erst mit der Abnahme und Schlussrechnung in den Gewährleistungszeitraum fallen. Zudem sind bedingt durch die gute Auftragslage und die milden Witterungsbedingungen in 2014 die Rückstellungen im Personalbereich (Urlaub, Gleitzeit, etc.) um 0,4 Mio. EUR angestiegen. Die Verbindlichkeiten liegen schließlich um 4,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr was hauptsächlich auf geringere Lieferantenverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Bedingt durch die Ergebnisabführung zur SWARCO TRAFFIC HOLDING AG bleibt das Eigenkapital unverändert. Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus der Seitwärtsverschmelzung der SWARCO SHARED SERVICE GmbH. Finanzlage Zum Bilanzstichtag 2014 liegen die Forderungen der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH aus dem Cash-Pooling mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG bei 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR). Im Zuge der Verschmelzung mit der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME wurden Cash-Pool Forderungen über 0,9 Mio. EUR übernommen. Darüber hinaus bestehen Kassenbestände und Fremdwährungsguthaben über 0,1 Mio. EUR. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf 2,2 Mio. EUR, der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit bezieht sich auf die Ergebnisabführung im Geschäftsjahr 2014 über 7,0 Mio. EUR. Die STS GmbH erhielt zudem Einzahlungen aus Dividenden über 1,0 Mio. EUR. Das Kontrahentenlimit im Cash-Pool mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 3,7 Mio. EUR. Es wurde per 01. Januar 2015 auf 3,0 Mio. EUR reduziert. Durch die Ausweitung der konzerninternen Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb der SWARCO Gruppe und die positiven Cash Flows der vergangenen beiden Geschäftsjahre konnten externe Kreditlinien sukzessive reduziert werden. Per 31. Dezember 2014 besteht noch eine Rahmenkreditlinie mit der Commerzbank AG über 5,0 Mio. EUR (gemeinsam mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG und der DAMBACH-WERKE GmbH), die zum Bilanzstichtag 2014 wie auch im Vorjahr seitens der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH nur über Avale in Anspruch genommen wurde. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Geschäftsfelder kommen je nach Geschäfts- und Funktionsbereich sehr unterschiedliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren zum Einsatz. Diese basieren z.B. im Projektgeschäft auf Termintreue und Qualität. Im Servicebereich werden qualitätsorientierte Störstatistiken verwendet, über welche die einzelnen Ausfallursachen analysiert werden. Eine besondere Rolle kommt den nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Bereich der urbanen Verkehrstechnik in Bezug auf die installierten Anlagen zu, weil sich das Neuanlagen- und Ausschreibungsgeschäft wesentlich vom Wartungs- und Servicegeschäft unterscheidet. So ermöglicht die Entwicklung des Anlagenbestands eine verbesserte Einschätzung des Geschäftsverlaufs und lässt Rückschlüsse über künftige Umsatzerlöse und Erträge in diesem Geschäftsfeld zu. Steigerungen im Anlagenbestand und damit eine Erhöhung des Marktanteils gehen oftmals mit niedrigeren Margen einher. Gleichzeitig sichern sie künftige Geschäftspotenziale. Der Bestand an installierten SWARCO Lichtsignalanlagen lag Mitte November 2014 bei rund 20.950 Anlagen und damit um 0,6% höher als per 31. Dezember 2013. Der Abdeckungsgrad durch Wartungs- und Instandhaltungsverträge stieg dabei im Jahresverlauf 2014 auf über 70% an. Auftragsentwicklung Die Auftragseingänge im Jahr 2014 belaufen sich auf 101,7 Mio. EUR (Vorjahr: 109,3 Mio. EUR) und liegen damit um 7,7 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Vor allem im interurbanen Geschäft konnten wir in der ersten Jahreshälfte einige großvolumige Ausschreibungen aufgrund der äußerst niedrigen Angebotspreise des Wettbewerbs nicht zu unseren Gunsten entscheiden. Im urbanen Bereich fehlen im Vorjahresvergleich Auftragseingänge, bei denen wir im Ausland als Generalunternehmer auftreten. Eine sehr positive Auftragsentwicklung konnten wir im Bereich von Parkleitsystemen und Parkscheinautomaten verzeichnen. Zum Bilanzstichtag 2014 ergibt sich ein noch nicht fakturierter Auftragsbestand in Höhe von 90,2 Mio. EUR (Vorjahr: 101,4 Mio. EUR). Diese Auftragsbestände berücksichtigen die kontrahierten Wartungserlöse des Jahres 2015. Von der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH wurden Auftragsbestände über 0,4 Mio. EUR übernommen. Unter Berücksichtigung der bereits geleisteten Anteile (WIP aus Kundenaufträgen) ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Auftragsbestand über 63,9 Mio. EUR. Zusammenfassende Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2014 hat sich außerordentlich positiv entwickelt und unsere Erwartungen übertroffen. Das EBITDA konnte in allen Geschäftssparten gesteigert werden. Wir konnten die Margen im Ausschreibungsgeschäft verbessern und die Serviceanteile an der Gesamtleistung weiter steigern. Positive Sondereffekte ergaben sich aus im Vorjahresvergleich hohen Schlussrechnungsquoten und Dividendenerträgen. Die Investitionen wurden insgesamt erhöht und liegen in 2014 deutlich über den Abschreibungen. Die Bilanzsumme konnte um ca. 5% reduziert werden. Auch im Geschäftsjahr 2014 bestand unterjährig ein hoher Finanzierungsbedarf für die Realisierung von Verkehrsprojekten. Trotz der sukzessiven Reduzierung von externen Kreditlinien in den letzten beiden Geschäftsjahren verfügt die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH bedingt durch sehr positive Cash Flows unverändert über ausreichende Kreditlinien, Kontrahentenlimits im Cash-Pool und Liquidität. Die Liquiditätssituation zum 31. Dezember 2014 ist als überaus positiv zu bewerten. NachtragsberichtBis zur Freigabe des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung ergaben sich keine relevanten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Chancen-/ RisikoberichtBerichterstattung in Bezug auf operative Chancen und Risiken Im Folgenden werden unter den operativen Chancen und Risiken Umstände, Ereignisse und Szenarien angeführt, die zu positiven bzw. negativen Abweichungen von den Planungen der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH bzw. den im Lagebericht getroffenen Prognosen führen können. Allgemeine Marktrisiken resultieren aus der Abhängigkeit von überwiegend öffentlichen Auftraggebern. Deren Investitionsbereitschaft und Ausschreibungsverhalten beeinflusst die zu erzielenden Erlöse und Margen. Reduzierte Verkehrsbudgets, sei es wegen fehlender Haushaltsmittel (Verschuldungskrise) oder anderer politischer Prioritäten (Haushaltskonsolidierung, Sozialpolitik), wirken sich zwangsläufig negativ aus und führen zu einem verstärkten Preis- und Verdrängungswettbewerb am Markt. Den anhaltenden politischen Diskussionen zur Verkehrsinfrastruktur folgend, gehen wir mittelfristig von einer steigenden Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand aus und sehen erhebliche Chancen im Abbau des massiven Investitionsstaus, der durch die zurückhaltende Planung und Realisierung von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im vergangenen Jahrzehnt entstanden ist. Unabhängig vom Nachholbedarf bei Infrastrukturmaßnahmen erwachsen Marktchancen durch den zunehmenden Bedarf an Verkehrssteuerungs- und -beeinflussungsanlagen sowie Verkehrsmanagementsystemen, um den Anforderungen an die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft und gleichzeitig an die Schonung der Umwelt, etwa im Hinblick auf die Schadstoffemissionen, gerecht zu werden. Kurzfristig zeichnen sich allerdings nur sehr überschaubare Mehrinvestitionen ab, da die darüber hinausgehenden erforderlichen Finanzierungen erst noch geschaffen werden müssen. Erhebliche Planungsrisiken birgt das Ausschreibungsverfahren der öffentlichen Auftraggeber in unseren heutigen Kernmärkten, bei dem Aufträge nahezu ausschließlich über den Preis vergeben werden und alle anderen Wettbewerbsfaktoren eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen. Gerade im interurbanen Geschäft entscheiden oftmals nur wenige Aufträge mit hohen Volumina über den wirtschaftlichen Erfolg. Kann eine Vielzahl dieser Aufträge gewonnen werden, ist eine deutliche Steigerung der Betriebsleistung möglich, bleibt der Erfolg in den Vergabeverfahren aus, ist von einer rückläufigen Gesamtleistung auszugehen. Schwankungen ergeben sich vor allem dadurch, dass Erlöse und Margen im Projektgeschäft handelsrechtlich erst mit der Abnahme und Schlussrechnung realisiert werden. Fallen viele dieser Schlussrechnungen in ein Geschäftsjahr, ergeben sich entsprechend positive Umsatz- und Ergebnisausschläge. Umgekehrt gilt dasselbe mit negativer Auswirkung. Das risikobehaftete Umsatzvolumen liegt diesbezüglich positiv wie negativ bei einer Größenordnung von ca. 5-10% der Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2014. Die möglichen Auswirkungen schlagen in ähnlicher Größenordnung auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) durch. Die Wahrscheinlichkeit eines gänzlich veränderten Investitionsverhaltens der öffentlichen Hand ist kurzfristig als gering einzustufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ergebnisschwankungen durch variierende Schlussrechnungsquoten im Projektgeschäft zustande kommen ist hoch (> 50%), da dieser Umstand geschäftsimmanent ist und die konkrete Fertigstellung und Abnahme von großen Projekten nicht allein von unserer Seite aus gesteuert werden kann. Ausschreibungserfolge oder -misserfolge im großvolumigen Neuanlagengeschäft wirken sich jedoch nur bedingt im Ergebnis aus, da diese Ausschreibungen erfahrungsgemäß einer hohen Wettbewerbsintensität unterliegen. Gerade im ersten Halbjahr eines Geschäftsjahres, wenn viele öffentliche Budgets noch nicht feststehen oder freigegeben sind, unterliegen die öffentlichen Ausschreibungen einem verstärkten Preisdruck, weil viele Anbieter ihre Kapazitäten auslasten wollen oder müssen und hierfür äußerst niedrige Margen oder gar Verluste in Kauf nehmen. Relevant ist folglich vor allem, welcher Produkt-Mix erzielt werden kann. Je nach Sparte (Urban, Interurban, Parking, etc.) und Geschäftsart (Neu-, Bestands- bzw. After-Sales-Geschäft) sind unterschiedliche Margen und Deckungsbeiträge zu erwarten, die das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einer Größenordnung von 5-10% des EBITDA des Geschäftsjahres 2014 beeinflussen können. Die Wahrscheinlichkeit möglicher Varianzen hieraus ist als hoch einzustufen (> 50%). Zwar können wir einerseits auf ein substanzielles Servicegeschäft zurückgreifen, andererseits die konkreten Ausschreibungen und Anlagenmodernisierungen, Störungsraten und politischen Prioritäten nur schwerlich beeinflussen. Geschäftschancen erwachsen in Ländern außerhalb Zentraleuropas, die im Zuge des Ausbaus ihrer gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten erhebliche Infrastrukturmaßnahmen im Verkehrsbereich tätigen müssen. Während manche Sparten unseres Geschäfts in unseren Kernmärkten weitgehend gesättigt sind und die öffentlichen Investitionen nur noch in den Ersatz oder die Modernisierung von Verkehrsanlagen fließen, besteht in vielen Ländern außerhalb Europas ein erheblicher Investitionsbedarf für den Auf- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die damit verbundenen Chancen aber auch projektspezifischen Risiken sind grundlegend davon abhängig, ob wir über Liefer- oder Projektgeschäfte an den zu tätigenden Investitionen partizipieren können. Geschäftschancen erwachsen vor allem in Verbindung mit internationalen Großereignissen, in deren Zusammenhang die Verkehrsinfrastruktur üblicherweise modernisiert bzw. ausgebaut wird. Diese Geschäftschancen können die Betriebsleistung der STS GmbH in einer Größenordnung von 5,0 - 10,0 Mio. EUR positiv beeinflussen und das EBITDA der Gesellschaft in siebenstelliger Höhe steigern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist kurzfristig für das Geschäftsjahr 2015 als gering (25%) einzustufen. In geringerem Umfang können sich diesbezüglich jedoch Auslandsgeschäfte ergeben, deren Realisierungswahrscheinlichkeit durchaus bei ca. 50% liegt. Spezifische Risiken bestehen im Projektgeschäft als Generalunternehmer. Neben technischen, organisatorischen und sonstigen operativen Risiken in der Projektabwicklung birgt die Stellung als Generalunternehmer Haftungs- und Gewährleistungsrisiken für das gesamte Werk. Selbst ein begründeter Rückgriff auf Subunternehmer im Falle der Mängel- oder Schadensbehebung ist oftmals langwierig und mit erheblichen Unsicherheiten verknüpft. Für allfällige Haftungs- und Gewährleistungsrisiken haben wir in ausreichender Form Rückstellungen gebildet. Einzelne größere Sachverhalte bei Großprojekten (z.B. aus der Generalunternehmerstellung heraus) könnten die gebildeten Rückstellungen übersteigen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit kann hierbei nicht beziffert werden. Das internationale Projektgeschäft birgt schließlich neben geschäftsimmanenten Risiken auch Risiken durch länderspezifische Vorschriften und Gegebenheiten z.B. im Bereich des Steuer-, Vertrags- oder Baurechts. Wachstumschancen ergeben sich im Bereich von intelligenten Verkehrsmanagementsystemen, z.B. im Zusammenhang mit intermodalen Transportketten zwischen diversen Verkehrsträgern. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH bietet bereits entsprechende Produkte und Services an und intensiviert die Weiterentwicklung dieser Technologien. Eine wichtige Rolle kommt dabei mittelfristig der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur zu. Dabei werden über Verkehrsanlagen gewonnene Daten an die Fahrzeuge übermittelt, die dann dem Verkehrsteilnehmer helfen vorausschauender und kraftstoffsparender zu fahren. Wir hatten dahingehend bereits im Vorjahr erste Entwicklungs- und Pilotprojekte in Kooperation mit der Automobilindustrie begonnen und nun erfolgreich abgeschlossen. Eine Ausweitung der Kooperationsprojekte birgt Wachstumschancen für Umsatz und Ergebnis in den folgenden Geschäftsjahren. Marktpotenziale über die in den Planungen berücksichtigten Werte hinaus ergeben sich auch aus der Ausweitung von Umweltzonen und in Bereichen, die zur Erfüllung von EU-Umweltnormen und damit zur Vermeidung von Strafzahlungen führen oder eine Minderung von Energie- und anderen Kosten zur Folge haben. Mittelfristig erwarten wir uns weitere Geschäftsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Elektromobilität. Die zukünftige Entwicklung hängt dabei von der Entwicklung der Technologien im Automobilbereich und vom Wachstum am Markt für Elektrofahrzeuge ab. In Sachen Umwelt- und EU-Normen laufen bereits mehrere konkrete Projekte und Anfragen. Die Elektromobilität wird auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 jedoch nur sehr begrenzt Einfluss haben. Übergreifend über alle Geschäftsaktivitäten hinweg wollen wir strukturell bedingte Kosten, z.B. im Zusammenhang mit Standortfragen, senken, die jedoch mit Einmalkosten in einer Größenordnung von bis zu 0,5 Mio. EUR einhergehen können, welche das Ergebnis dann kurzfristig belasten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit entsprechender Einmalkosten liegt bei ca. 25%. Finanzielle Risiken und Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzielle Risiken bestehen in begrenztem Umfang. So ergeben sich Währungsrisiken insbesondere dadurch, dass die ausländischen Tochtergesellschaften in Landeswährung bilanzieren und ausschütten. Größere Verkehrsprojekte werden teilweise (z.B. sublieferantenseitig) in der jeweiligen Landeswährung abgewickelt. Während der Projektabwicklung werden liquide Mittel in diesen Währungen vorgehalten. Zinsänderungsrisiken ergeben sich hauptsächlich aus variabel verzinsten Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten und aus dem variabel verzinsten Cash-Pooling mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG. Zum 31. Dezember 2014 liegen in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH dahingehend keine derivativen Finanzinstrumente vor. Forderungen gegenüber Kunden unterliegen nur einem geringen Ausfallrisiko, da sie weitestgehend gegenüber der öffentlichen Hand in Deutschland und Zentraleuropa bestehen, so dass das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner als sehr gering einzustufen ist. Die terminliche "Überfälligkeit" einer Forderung ist in der Regel kein Indikator für mögliche Bonitätsschwierigkeiten eines Kunden. Soweit bei einzelnen Forderungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken über Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Jahresverlauf werden erhebliche Mittel in der Vorfinanzierung der Aufträge gebunden, die sich erst in den letzten Wochen des Jahres durch die Zahlungen der öffentlichen Kassen auflösen. Hierfür stehen der STS GmbH in ausreichender Form Kreditlinien sowie Kontrahentenlimits im Cash-Pool mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG zur Verfügung. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Umstände liegen zusammenfassend keine operativen und finanziellen Risiken vor, die den Fortbestand der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH und ihre Tochterunternehmen sind nach Einschätzung der Geschäftsführung auch keine Risiken eingegangen, die ihre Risikotragfähigkeit übersteigen würden. Chancen erwachsen maßgeblich aus einem Abbau des Investitionsstaus der vergangenen Jahre im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Grundsätzlich ergeben sich Geschäftspotenziale in der regionalen Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten (z.B. Länder außerhalb Zentraleuropas). Erhebliche Wachstumschancen bestehen darüber hinaus in neuen Technologien (z.B. "Car-to-Infrastructure"-Kommunikation) und Geschäftsfeldern (z.B. Elektromobilität). Chancen- und RisikomanagementsystemZielsetzung der von uns eingerichteten Risikosteuerungs- und Überwachungsprozesse ist es, potenzielle operative und/oder finanzielle Risiken, die zu einer Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung bzw. zu einer existenzgefährdeten Situation führen können, frühzeitig zu erkennen und geeignete Strategien und Maßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Elemente des Risikomanagements in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH sind die eingerichteten internen Controlling- und Überwachungsfunktionen, ein aussagefähiges regelmäßiges Berichtswesen sowie das Budgetierungsverfahren. Durch Budgetierung und Forecasting sowie Planabweichungsanalysen werden die Entwicklungen der Gesellschaft und ihrer Geschäftsbereiche kontrolliert. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Review-Meetings auf Ebene der Segmente des Gesamtkonzerns und der Gesellschaften werden die Entwicklungen im Detail analysiert. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH ist im Projektgeschäft tätig, das aufgrund seiner Komplexität und der Abhängigkeit von dritter Seite (Subunternehmer) Risiken bergen kann. Aus diesem Grund haben wir in allen wesentlichen Unternehmen ein Projekt-Controlling-System eingerichtet, das rechtzeitig auf Fehlentwicklungen hinweist. Dieses erkennt und meldet regelmäßig Abweichungen hinsichtlich Fertigstellungstermin, Kosten und Qualität. Besondere Risiken bergen Großprojekte, die wir als Generalunternehmer akquirieren. In Abhängigkeit des Projekt- und Angebotsvolumens wurde für alle Gesellschaften der SWARCO TRAFFIC HOLDING Gruppe ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren unter Einbezug der Geschäftsführungen, des Vorstands und des Aufsichtsrats implementiert, im Zuge dessen allfällige Risiken bereits vor Teilnahme am Ausschreibungsverfahren erörtert und evaluiert werden. Des Weiteren investieren wir z.B. über die "SWARCO Academy" nachhaltig in die Qualifikation unserer Projektmanager und haben innerhalb des SWARCO Verbunds im Rahmen eines konzernweiten Roll-outs Projektmanagement-Standards für die Abwicklung von Verkehrsprojekten ("SWARCO PM-Excellence") implementiert. Im Hinblick auf das Qualitätsmanagementsystem wurde auch in 2014 die Zertifizierung für den Vertrieb, die Planung, Entwicklung, Fertigung, Installation und die Wartung von Verkehrssicherheits-, Verkehrsleit-, Park-, Detektions- und Informationssystemen in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH nach DIN EN ISO 9001 aufrechterhalten. Finanzielle Risiken in den Bereichen Währungen und Zinsen sowie Liquidität und Finanzierung werden nicht nur durch die Verantwortlichen der Gesellschaft, sondern auch zentral durch den Bereich Group Treasury der SWARCO AG überwacht. Das Versicherungswesen wurde vor dem Hintergrund der weiteren Professionalisierung im SWARCO Gesamtkonzern konzentriert. Des Weiteren erfolgt im SWARCO Konzern eine systematische Erhebung und Auswertung von Risiken sowie deren Berichterstattung an die relevanten Entscheidungs- und Überwachungsgremien. Im Zuge dieses Risikomanagementprozesses werden regelmäßig neue Risiken identifiziert bzw. Einschätzungen über bereits erhobene Risiken aktualisiert. Die Risiken werden nach Eintritts-wahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und kategorisiert. Maßnahmen zur Risikosteuerung werden von den jeweiligen für das Risiko verantwortlichen Bereichen und Organen erarbeitet, entsprechend implementiert und in weiterer Folge fortlaufend überwacht. Grundsätzlich werden Projekte ab einer definierten Größenordnung einem separaten Risk Assessment unterzogen, um bereits im Anbahnungsstadium das systematisierte Instrument der Risiko-Früherkennung einzusetzen. Die Auswertungsmethodik der systematischen Risikoerhebungen basiert auf der Berechnung von Risikoerwartungswerten, welche sich durch die Berücksichtigung verschiedener Szenarien oder durch die Durchführung von Sensitivitätsanalysen ergeben. Die Aggregation der Ergebnisse führt schließlich zur Darstellung des gesamten Risiko-Exposures, welches risikoadjustierte Erwartungswerte im Vergleich zur Planung aufzeigt. Neben der täglichen Vertriebsarbeit gibt es folgende Instrumente, um Chancen aktiv und systematisch zu managen: Im Jahr 2013 wurde in der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH ein Produktmanagementsystem installiert. Ziel der Produktmanager ist es unter anderem, Trends und Bedarfe am Markt frühzeitig zu erkennen und unsere Entwicklungstätigkeiten dahingehend zu koordinieren. Zudem geht es darum, unsere Produkte, Technologien und Kompetenzen aktiv zu vermarkten. Im internationalen Geschäft werden wir vom zentralen "Project Office" der SWARCO AG unterstützt, sei es durch die Sichtung internationaler Ausschreibungen oder die Koordination firmenübergreifender Angebote und Projekte. Darüber hinaus ist ein Zentralbereich "Business Development" in der SWARCO AG installiert, der zukunftsträchtige Technologien und potenzielle Kooperationspartner sondiert und unsere Produkte und Technologien in Ländern vermarktet, in denen sich die Verkehrsinfrastruktur erst im Aufbau befindet. Ein weiterer Fokus im Business Development liegt in der Markterschließung neuer Geschäftsfelder oder in der erweiterten Anwendung bereits vorhandener Technologien und Systeme. PrognoseberichtEntwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und Marktes Im Hinblick auf den inzwischen allseitig erkannten Investitionsstau und Nachholbedarf bei Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in Deutschland gehen wir mittelfristig von ansteigenden Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur aus. Neben dem Erhalt und der Sanierung von bestehenden Verkehrswegen sollte auch einer intelligenten Verkehrsinfrastruktur sowie dem verstärkten Einsatz von Verkehrstelematik und modernen Informations- und Kommunikationssystemen eine wachsende Bedeutung zukommen. Gerade hierin liegt die Kernkompetenz der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH und ihrer Tochterunternehmen. Trotz aller erkannten Notwendigkeiten ist jedoch festzuhalten, dass die erforderlichen Finanzierungen hierfür zumindest kurzfristig wohl nicht zustande kommen werden. Neue Finanzierungsquellen (z.B. PKW-Maut) für die Verkehrsinfrastruktur sind nicht oder noch nicht konsensfähig oder rechtlich umstritten und können die Lücke zwischen Bedarf und Finanzierung nur partiell schließen. Der anhaltende Konsolidierungszwang der öffentlichen Haushalte wird gerade in konjunkturell schwächeren Jahren eine grundsätzlich gesteigerte Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand auch zukünftig bremsen. Insofern schätzen wir die Rahmenbedingungen für die kommenden Geschäftsjahre verhalten optimistisch ein. Der politische Druck wird jedoch wachsen, zunehmend auch international z.B. über die Europäische Kommission im Rahmen ihrer Anstrengungen, Wachstumsimpulse zu setzen. Auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) wurden gegenüber Deutschland Forderungen nach einer Vervielfachung der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur erhoben. Demnach sollen über vier Jahre zusätzlich bis zu 0,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP) in den Bau von Straßen und Schienen fließen. Dies entspräche jährlich einer zusätzlichen zweistelligen Milliardensumme in Euro. Die Realität liegt hiervon weit entfernt. Ungeachtet jeglicher politischer Diskussion ist ein erhöhter Bedarf nach intelligenter Verkehrsinfrastruktur grundsätzlich vorhanden. Dieser ergibt sich aus den jährlich anwachsenden Staustatistiken, den Anforderungen an die Energieeffizienz von Verkehrsanlagen und den Bedürfnissen nach einer Reduzierung von Schadstoffemissionen sowie damit verbundenen drohenden Strafzahlungen. Zudem erwächst über die Elektromobilität und die nutzerfreundliche Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel über verkehrsträgerübergreifende Datenplattformen eine neue Mobilitätskultur. Investitionen lassen sich dahingehend nur bedingt aufschieben. Nutzerfinanzierung, "Tolling" und Umweltzonen verbessern nicht nur die finanzielle Situation der öffentlichen Träger, sondern erfordern auch Installationen zur Überwachung der Vorgaben. Ziel der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH ist es auch künftig, diesem Bedarf mit kunden- und marktgerechten Produkten und Verkehrslösungen auf dem gesamten Spektrum der Verkehrstechnik gerecht zu werden. Wir gehen für die Zukunft von einer weiteren Internationalisierung unseres Geschäfts aus. Dies liegt einerseits an der fortlaufenden Erweiterung des Portfolios und der Kompetenzen der ausländischen Gesellschaften im SWARCO Konzern, andererseits an der zunehmenden Nachfrage nach Verkehrstelematik in Staaten außerhalb Zentraleuropas. Ausblick der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH Basierend auf den Erwartungen zu den markt- und branchenbezogenen Rahmenbedingungen gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von moderat steigenden Ausschreibungsvolumina und Wachstumsprämissen aus. Der Prozess zur nachhaltigen Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur wird sukzessive voranschreiten, wird sich aber im Geschäftsjahr 2015 noch nicht auswirken. Dies liegt vor allem darin begründet, dass Infrastrukturmaßnahmen einen zeitlichen Vorlauf von der Planung bis zur Ausschreibung erfordern und die Realisierungsphase erst nach der Vergabe starten kann. Gerade bei größeren Projekten überschreitet die Umsetzung die Dauer eines Jahres, so dass etwaige Ausschreibungserfolge bei solchen Verkehrsprojekten im Jahr 2015 nicht realisiert werden können. Die Auftragslage ist als unverändert gut einzuschätzen, so dass wir für 2015 von einer Gesamtleistung auf dem Niveau des vergangen Jahres ausgehen (+/-5%). Auf Ebene des EBITDA erwarten wir ein rückläufiges Ergebnis in einer Größenordnung von 5-15% des diesjährigen Ergebnisses, das durch positive Sondereffekte wie etwa der Margenrealisierung im Zuge der Fertigstellung von zahlreichen jahresübergreifenden Verkehrsprojekten gekennzeichnet war. Mögliche Varianzen und Unsicherheiten diesbezüglich sind im Chancen-/ Risikobericht dargestellt.
Unterensingen, den 25. Februar 2015 SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH Martin Lenz, Geschäftsführer Dr. Ing. Gerhard Ploss, Geschäftsführer Hans Karl Grüner, Geschäftsführer BILANZAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1 Allgemeine AngabenDie SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH (im Folgenden auch "STS") ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft erfüllte im Vorjahr 2013 die erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB und verzichtete deshalb auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Gesellschaft ist als "SWARCO Traffic Systems GmbH" im Handelsregister eingetragen. Aus Gründen der Corporate Identity in der SWARCO Gruppe werden die Firmenbezeichnung der Gesellschaft wie auch diejenigen von verbundenen SWARCO Unternehmen im Jahresabschluss in Großbuchstaben dargestellt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitgehend im Anhang aufgeführt. 2 Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden2.1 Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr 2013. Betragsmäßige Angaben erfolgen in der Regel in TEUR. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft SWARCO TRAFFIC HOLDING AG. Zum 01. Januar 2014 wurden die Schwestergesellschaft SWARCO SHARED SERVICE GmbH sowie die Tochtergesellschaft M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH auf die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GMBH verschmolzen. Da es sich dabei um eine kleine und eine ruhende Kapitalgesellschaft handelt, ergeben sich mit Ausnahme des Verschmelzungsergebnisses keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. 2.2 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden nicht aktiviert. Vom Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird insbesondere hinsichtlich aktivierbarer Entwicklungskosten kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Anlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Bedarf werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt grundsätzlich mit dem Lagerdurchschnittswert. Das Niederstwertprinzip wird eingehalten über den Vergleich mit dem jeweils letzten zeitnahen Rechnungspreis bzw. den Wiederbeschaffungspreisen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Zudem werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie herstellungsbezogen sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Buch- bzw. Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet, der über Rückkaufwerte ermittelt wird. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2.3 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2015 für Dezember 2014 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 4,53%. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden in 2014 aufgrund der Art der Pensionszusagen bzw. -pläne keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt, je nach Zusage jedoch Rentensteigerungen von jährlich 1,5%. Es wurde keine Fluktuation unterstellt. Saldierungsfähiges Deckungsvermögen liegt in der STS GmbH nicht vor. Die Rückstellungen für Überbrückungsgelder werden nach derselben Methodik ermittelt. Dabei wurden bei sonst gleichen Parametern in 2014 Lohn- und Gehaltssteigerungstrends über 2,0% p.a. zugrunde gelegt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wird eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbau-/Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wird unter anderem die voraussichtliche Restmietdauer zugrunde gelegt. Die Rückstellung wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Neben auftragsbezogenen Rückstellungen werden nicht objektbezogene Rückstellungen gebildet, wenn aufgrund der betrieblichen Erfahrung damit gerechnet werden muss, in einem gewissen Umfang zu Gewährleistungen herangezogen zu werden. Die Rückstellungen für nicht objektgebundene Garantieverpflichtungen werden für jedes noch in der Garantiezeit liegende Leistungsjahr der Vergangenheit gesondert ermittelt und mit einem geschäftsfeldspezifischen, im Zeitablauf abnehmenden Risikofaktor hinterlegt, der auf Erfahrungswerten beruht. Dabei gehen wir von einer durchschnittlichen Garantiedauer von 2,5 Jahren aus. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.4 Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 2.5 Latente Steuern Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GMBH und die DAMBACH-WERKE GmbH (Organgesellschaften) bilden mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG (Organträgerin) eine ertragssteuerliche Organschaft. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die SWARCO TRAFFIC HOLDING AG als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Jahresabschluss der Organträgerin erfasst. 3 Erläuterungen zu Bilanzposten3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar:
Die Zugänge enthalten auch Werte aus der Verschmelzung der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH auf die STS GmbH zum 01. Januar 2014 (Anschaffungskosten TEUR 151, Abschreibungen TEUR 115, Buchwerte TEUR 36). 3.2 F inanzanlagen Im Zuge der Verschmelzung ist der Beteiligungswert an der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH zum 01. Januar 2014 untergegangen (Abgänge über TEUR 2.206). Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammen:
1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft Bei Fremdwährungsabschlüssen wird das Eigenkapital zum Stichtagskurs bewertet. Das Jahresergebnis wird zum Durchschnittskurs umgerechnet. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr fast ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig. Ausnahme bilden die Aktivwerte aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 17. Zudem bestehen im Rahmen diverser Mietverhältnisse Kautionen über TEUR 61, deren Fristigkeiten sich am jeweiligen Mietverhältnis orientieren und teilweise den Zeitraum von einem Jahr übersteigen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren maßgeblich aus dem konzerninternen Liefer-, Leistungs- und Verrechnungsverkehr. Zudem ist die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH mittelbar über die SWARCO TRAFFIC HOLDING AG an ein Cash-Pooling der SWARCO Gruppe angeschlossen. Hieraus resultieren per 31. Dezember 2014 Forderungen über TEUR 23.029 (Vorjahr: TEUR 19.582). Aus der Ergebnisabführung zur Gesellschafterin ergeben sich zum Bilanzstichtag 2014 Verbindlichkeiten über TEUR 10.505 (Vorjahr: TEUR 6.993), aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG Verbindlichkeiten über TEUR 4.437 (Vorjahr: TEUR 4.617) und aus sonstigen Verrechnungen mit der Alleingesellschafterin im Saldo Verbindlichkeiten über TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 706). Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den einzelnen verbundenen Unternehmen werden aufgrund der jeweiligen kurzfristigen Fälligkeit saldiert, soweit auch die übrigen Aufrechnungsbedingungen erfüllt sind. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände beziehen sich maßgeblich auf Forderungen für ausländische Umsatzsteuern, Mietkautionen, Rückdeckungsversicherungen sowie debitorische Kreditoren. 3.4 Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 5.050. Die Veränderung der Kapitalrücklage in 2014 resultiert aus den Verschmelzungen der SWARCO SHARED SERVICE GmbH und der M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH auf die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss wird an die SWARCO TRAFFIC HOLDING AG abgeführt. 3.5 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen maßgeblich Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Gleitzeit- und Überstunden, Provisionen, Sozialversicherungsanteile, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Überbrückungsgelder. 3.6 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme von Sicherheitseinbehalten (TEUR 721) innerhalb eines Jahres fällig. Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden keine Sicherheiten gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren maßgeblich aus dem operativen Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus konzerninternen Verrechnungen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den einzelnen verbundenen Unternehmen werden aufgrund der jeweiligen kurzfristigen Fälligkeit saldiert, soweit auch die übrigen Aufrechnungsbedingungen erfüllt sind. Hierunter fallen beispielweise die bereits angeführten Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft SWARCO TRAFFIC HOLDING AG aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 4.437, Vorjahr: TEUR 4.617), der Ergebnisabführung (TEUR 10.505, Vorjahr: TEUR 6.993) und aus sonstigen Verrechnungen(TEUR 712, Vorjahr: TEUR 706), die mit Forderungen auf der Aktivseite der Bilanz verrechnet werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten maßgeblich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern sowie sonstigen Steuern und kreditorische Debitoren. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind analog zum Vorjahr binnen eines Jahres fällig. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: 1. Nach Tätigkeitsbereichen:
2. Nach geografisch bestimmten Märkten:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über TEUR 1.593 und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 645. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem Erträge aus der Währungsumrechnung über TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 32). 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus der Währungsumrechnung über TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 5). 4.4 Finanzergebnis und Erträge aus Beteiligungen Aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen für Überbrückungsgeldern resultieren Aufwendungen über TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 162). Erträge aus Deckungsvermögen werden nicht verrechnet. Aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen resultieren im Geschäftsjahr 2014 Aufwendungen über TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0). Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2014 Erträge aus Ausschüttungen von der SWARCO TRAFFIC AUSTRIA GmbH in Höhe von TEUR 1.000. 4.5 Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Mit Wirkung zum 01. Januar 2014 wurden die Gesellschaften M-UNICOMP VERKEHRSSYSTEME GmbH, Berlin (bislang Tochtergesellschaft), und SWARCO SHARED SERVICE GmbH, Unterensingen (bislang Schwestergesellschaft), auf die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH verschmolzen. Der Verschmelzungsverlust beträgt TEUR 315 und wird als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. 4.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft. Sowohl die tatsächlichen als auch die latenten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nur bei der Organträgerin SWARCO TRAFFIC HOLDING AG ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus Vorperioden im Zusammenhang mit der Verschmelzung der M-UniComp Verkehrssysteme GmbH enthalten in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: Erträge aus Erstattungen aus einer Zeit vor der Organschaft über TEUR 52). 5 Sonstige Angaben5.1 Organe der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2014 die Herren
Herr Lenz ist wie zuvor H. Rößlhuber auch einzelvertretungsberechtigt. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. 5.2 Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Auszubildende):
5.3 Haftungsverhältnisse
Bei den Bürgschaften und Avalen handelt es sich um Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften der operativen Tochtergesellschaften der SWARCO TRAFFIC HOLDING AG über Kautions- und Kreditversicherer, bei denen die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH gesamtschuldnerisch haftet, sowie Kreditinstitute, bei denen die STS GmbH mithaftet oder im Falle von Bürgschaften Dritter für die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH rückhaftet. Die Garantien und Patronatserklärungen wurden seitens der STS GmbH für Aufträge im Ausland zugunsten von verbundenen Unternehmen gegeben. Für die zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. 5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien und für sonstige Büro- und Geschäftsausstattung (Kopierer, Drucker). Aus Konzernumlage- und Lizenzverträgen ergeben sich umsatz- bzw. mitarbeiterabhängige künftige Verpflichtungen, da die Verträge im Sinne von Dauerschuldverhältnissen nur unter Einhaltung von vertraglichen Fristen kündbar sind. Die Dauerschuldverhältnisse werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis zum jeweils nächstmöglichen Kündigungstermin berücksichtigt. Die Fahrzeugflotte wird über die SWARCO TRAFFIC HOLDING AG geleast, in der auch die finanzielle Verpflichtung besteht. Die Mietverhältnisse für Immobilien betreffen zahlreiche Standorte für Produktion und Verwaltung sowie vor allem Vertriebsniederlassungen und Servicestützpunkte in ganz Deutschland. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Leasing Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt. Über den Konzernumlagevertrag bezieht die STS GmbH zentrale Dienstleistungen von der SWARCO AG, die sie selbst nicht effizient oder mangels Ressourcen nicht eigenständig erbringen kann. Durch den Markenlizenzvertrag sichert sich die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH zunächst auf fünf Jahre die Nutzung der Marke SWARCO für die Vermarktung und den Vertrieb ihrer Waren und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit und des Verkehrsmanagements. Es handelt sich um eine nicht ausschließliche, einheitliche Markenlizenz (Produktmarkierungs-, Vermarktungs- und Werbelizenz). Vorteile werden vor allem im Zuge der fortschreitenden Auslandexpansion und der Erschließung neuer Geschäftsfelder erwartet. Risiken entstehen dahingehend aus geschäftsimmanenten Unsicherheiten und Erwartungen über zukünftige Entwicklungen. Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt auf:
5.5 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers über TEUR 56 im Geschäftsjahr 2014 beziehen sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 5.6 Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH wird in den Konzernabschluss der SWARCO AG mit Sitz in Wattens, Österreich einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der SWARCO AG wird beim Firmenbuch des Landes- und Handelsgerichts Innsbruck (Österreich) eingereicht und dort bekannt gemacht. Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach §291 HGB befreit. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wird durch die SWARCO AG erstellt. Die SWARCO AG wendet dabei die Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) an. 5.7 Gewinnverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss über TEUR 10.505 an die SWARCO TRAFFIC HOLDING AG abgeführt.
Unterensingen, den 25. Februar 2015 SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH Martin Lenz, Geschäftsführer Dr. Ing. Gerhard Ploss, Geschäftsführer Hans Karl Grüner, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SWARCO Traffic Systems GmbH, Unterensingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, den 27. Februar 2015 PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Annegret Glöckner, Wirtschaftsprüfer ppa. Carmen Burger, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurde am 15.04.2015 festgestellt. |
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