Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 5473
Vorher
Schubert Engineering GmbHSchubert GmbH
Eingetragen
20.8.2006
Branche
Herstellung von KrafträdernHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Gewerbsmäßige Entwicklung und Forschung im Bereich Körperschutzprodukte und Motorrennsport, auch für Dritte und die Vermarktung der insofern erzielten Entwicklungs- und Forschungsergebnisse, insbesondere durch die Vergabe von Lizenzen; Herstellung und Vertrieb von Körperschutzprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Arne Dieter Koll
seit 8.12.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert83.33% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Agamemnon Vermögensverwaltung GmbH
83.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuberth GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

mit Sitz in Magdeburg (Handelsregister HR B-Nr. 5473 bei Amtsgericht Stendal)

A. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Zentraler Unternehmensgegenstand der SCHUBERTH GmbH sind die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Körperschutzprodukten der Premium-Klasse, insbesondere im Bereich des Kopfschutzes. Die SCHUBERTH GmbH erzielt am Standort Magdeburg Umsatzerlöse mit den vorgenannten Produkten in den Segmenten Motorrad/Car Racing (Eigenmarke SCHUBERTH und OEM) sowie Safety (bestehend aus Arbeitsschutz, Feuerwehr, Militär und Behörde). Die vorgenannten Produkte werden zum Teil an Tochter- oder Schwestergesellschaften der SCHUBERTH GmbH verkauft, zum Teil aber auch selbst an externe Kunden vermarktet.

Die SCHUBERTH-Gruppe ist auf den großen Absatzmärkten für Motorradhelme in Europa, Asien, Nord- und Südamerika präsent und verkauft ihre Produkte vor allem über Distributoren und Händlerketten. In den USA und Frankreich wird der Markt über eine eigene Vertriebsgesellschaft bearbeitet. Im Bereich Safety ist die SCHUBERTH-Gruppe vor allem im europäischen Umfeld aktiv.

2. Forschung & Entwicklung

Die SCHUBERTH-Gruppe macht Gebrauch von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Aufwendungen für Entwicklungen nach dem Bilanzmodernisierungsrecht (BilMoG). Die Entwicklungsaktivitäten waren auch im Geschäftsjahr 2023 sehr umfangreich und es wurden dafür 2.259 TEUR (Vorjahr 2.173 TEUR) aktiviert. Es entfallen dabei auf Entwicklungsleistungen externer Dienstleister 602 TEUR (Vorjahr 351 TEUR) sowie auf aktivierte Eigenleistungen 1.657 TEUR (Vorjahr 1.822 TEUR).

Der überwiegende Anteil der Entwicklungsleistungen für 2023 entfällt auf die Helmtypenprojekte B.KoS und Dreiklang.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im wichtigen Segment Motorrad bewegt sich der Markt weiter auf einem hohen Niveau und zeigt positive Trends. Der zu erwartende Absatzmarkt wird auf ein Volumen von schätzungsweise 2,64 Mrd. Euro in Deutschland beziffert. 1 Bis zum Jahr 2028 wird eine jährliche Steigerung des Umsatzvolumens von zirka 5,50% in Deutschland erwartet. 2 Die Marktstruktur gliedert sich hierbei in 3 Segmente: Motorroller, Straßenmotorräder und Geländemotorräder. Nachfolgend werden ausgewählte Märkte näher analysiert:

Motorradmarkt Deutschland

In Deutschland sind deutlich mehr Straßenmotorräder als Motorroller oder Geländemotorräder unterwegs. Während der Anteil der Neuzulassungen im Bereich der Straßenmotorräder 2023 rund 65% betrug (-132.000 Motorräder), kamen Motorroller noch auf rund 18% (-36.000 Stück) und Geländemotorräder auf einen Wert von ungefähr 17% (-33.000 Stück). 3 Im Vergleich zu 2022 sind dies ca. 7,2% mehr Motorräder als im Vorjahr. Während in 2022 rund 198.200 Motorräder auf Deutschlands Straßen zugelassen waren, waren es 2023 etwa 212.400. Aktuelle Wirtschaftsprognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2028 ca. 273.000 Motorräder in Deutschland zugelassen werden. 4

Motorradmarkt Europa

Die ACEM (European Association of Motorcycle Manufacturers), der Verband der europäischen Motorradhersteller, meldet für den Zeitraum von Januar bis zum September 2023 873.985 Neuzulassungen 5 , was gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2022 ein Wachstum von 11,8% darstellt. Ähnlich wie im letzten Jahr liegen die Hauptmärkte in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. 6 Über das gesamte Jahr geschätzt wurde von einem Absatzpotential von über einer Million Kraftfahrzeugen ausgegangen, während es im Jahr 2022 nur rund 950.400 Einheiten waren. Zum Vergleich: Vor der Pandemie, im Jahr 2019, kam der europäische Zweiradmarkt auf 1.079.524 neu zugelassene Fahrzeuge. 7

1 Market Insights > Mobility: Motorräder - Deutschland, 03.04.2024: https://de.statista.com/outlook/mmo/motorraeder/deutschland.
2 Market Insights > Mobility: Motorräder - Deutschland, 03.04.2024: https://de.statista.com/outlook/mmo/motorraeder/deutschland.
3 Absatzzahlen von Motorräder, Statista, 03.04.2024: https://de.statista.com/outlook/mmo/motorraeder/deutschland#absatz.
4 Absatzzahlen von Motorräder, Statista, 03.04.2024: https://de.statista.com/outlook/mmo/motorraeder/deutschland#absatz.

Motorradmarkt USA

In den USA zeigten die Neuzulassungen einen leicht zunehmenden Trend. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen in 2023 lag bei 551.342 Motorrädern, im Vergleich zu 537.216 im Jahr 2022 (+2.6%). Der Absatz bei "On-Highway" Motorrädern (Straßenzulassung) bewegte sich mit einem leichten Plus von 0,2% auf Vorjahresniveau. "Dual"-Motorräder, die auch Offroad genutzt werden (z.B. "Adventuremotorräder", ein für SCHUBERTH besonders wichtiges Segment) stiegen um 6.1%. 8

Wichtige Märkte für das Segment Safety sind insbesondere die größeren europäischen Länder. Hier zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen, insgesamt profitiert SCHUBERTH aber vom gestiegenen Sicherheitsbewusstsein und -bedürfnis. Hervorzuheben ist die verschlechterte allgemeine Sicherheitslage (z.B. Terrorgefahr, Flüchtlingskrise, Grenzsicherungen, tatsächliche und mögliche EU-Austritte), die zu einer weiterhin hohen Nachfrage führt.

5 MOTORRAD-NEUZULASSUNGEN IN EUROPA 3. QUARTAL 2023 Motorradmarkt Europa - Wachstum in den Kernmärkten, 05.04.2023 https://www.motorradonline.de/ratgeber/motorrad-neuzulassungen-europa-2023-q1-bis-q3/.
6 MOTORRAD-NEUZULASSUNGEN IN EUROPA 3. QUARTAL 2023 Motorradmarkt Europa - Wachstum in den Kernmärkten, 05.04.2023 https://www.motorradonline.de/ratgeber/motorrad-neuzulassungen-europa-2023-q1-bis-q3/.
7 MOTORRAD-NEUZULASSUNGEN IN EUROPA 2022: Leichter Anstieg gegenüber Vorjahr, 01.05.2023: Motorrad-Neuzulassungen Zweiradmarkt Europa 2022 | MOTORRADonline.de.
8 Motorcycle Industry Council, Research Report, Jan 2023, RR 23-059, www.mic.org

2. Geschäftsverlauf

Vergleich der Produktumsätze für die Geschäftsjahre 2023 und 2022:

in TEUR 2023 2022
Sport (Motorrad/Racing) 43.470 40.462
Safety * 30.395 23.199
Produktumsatz 73.865 63.661
Sonstige Erlöse 402 539
Erlösschmälerungen -208 -88
Netto Umsatzerlöse 74.059 64.112

* Arbeitsschutz, Feuerwehr, Militär und Polizei

Geschäftsbereich Sport (Motorrad und Car Racing)

Das Umsatzergebnis im Jahr 2023 ist um 7,4% gegenüber dem Jahr 2022 gestiegen. Die Gründe für die Umsatzsteigerung sind die weiterhin erfolgreichen Motorradhelme C5 und E2 sowie die erfolgreiche Neu-Einführung des Motorradhelms S3 und die generell hohe Nachfrage, auch nach schon länger im Markt befindlichen Schuberth Motorrad- und Racing-Helmen.

Geschäftsbereich Safety (Feuerwehr, Arbeitsschutz, Militär und Behörde)

Im Bereich Safety ist der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 31,0% gestiegen. Dies ist begründet in der höheren Nachfrage nach Produkten aus den Bereichen Polizei, Arbeitsschutz und Feuerwehr.

3. Ertragslage

Ertragslage 2023
TEUR
Rohergebnis 38.144
Betrieblicher Aufwand
- Personalaufwand -16.535
- Abschreibungen -3.632
Sonstiger - betrieblicher Aufwand -14.477 -34.644
Betriebsergebnis 3.500
Finanzergebnis -4.310
Ergebnis vor Steuern -810
Steuern -4.727
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag -5.537
Ertragslage 2022 Veränderung ggü. Vorjahr
TEUR in TEUR EUR
Rohergebnis 31.392 6.752
Betrieblicher Aufwand
- Personalaufwand -15.392 -1.143
- Abschreibungen -3.432 -200
Sonstiger - betrieblicher Aufwand -13.943 -32.767 -534 -1.877
Betriebsergebnis -1.375 4.875
Finanzergebnis -2.578 -1.732
Ergebnis vor Steuern -3.953 3.143
Steuern 5.108 -9.835
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1.155 -6.692

Die Gesamtleistung der SCHUBERTH GmbH ist im Jahr 2023 um TEUR 9.823 auf TEUR 76.639 gestiegen.

Zur Umsatzsteigerung haben sowohl die Umsatzsteigerungen im Bereich Sport als auch im Bereich Safety beigetragen.

Das Rohergebnis hat sich um TEUR 6.752 auf TEUR 38.144 erhöht, und die Materialaufwandsquote ist im Verhältnis zur Gesamtleistung von 54,4% auf 51,8% gesunken. Eine wesentliche Ursache für die Verbesserung der Materialaufwandsquote ist die fortschreitende Erneuerung des Produktportfolios von Schuberth, wodurch der Materialaufwand durchschnittlich absinkt.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.143 gestiegen. Ursächlich hierfür waren eine höhere Anzahl von Mitarbeitern sowie Gehalts- und Lohnerhöhungen.

Die Hauptursachen des Anstiegs sonstiger betrieblicher Aufwände im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 534 ist im Preisanstieg für sonstige Fremdleistungen, Lizenz-, Werbungs- und Messekosten, wobei sinkende Auslieferungskosten sowie periodenfremden Erträge einen Teil des Preisanstiegs kompensieren konnten.

Die Veränderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf die Latenten Steuern zurückzuführen. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber 2022 um TEUR 6.692 verschlechtert.

4. Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage der Gesellschaft

Die Ausstattung der SCHUBERTH GmbH mit ausreichend finanziellen und liquiden Mitteln zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes ist grundsätzlich sichergestellt.

Als Steuerungskennzahlen werden von der SCHUBERTH-Gruppe Umsatz und Jahresüberschuss verwendet. Die gesteckten Ziele wurden von SCHUBERTH im Jahr 2023 erreicht bzw. übertroffen.

Die Geschäftsführung sieht es aufgrund der aktuellen Einschätzung als überwiegend wahrscheinlich an, dass auch zukünftig alle vertraglichen Verpflichtungen eingehalten werden können.

Wie schon im Jahr 2022 hat die SCHUBERTH GmbH auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin einen Großteil ihrer Kundenforderungen außerhalb der USA über Factoring finanziert.

Vermögenslage der Gesellschaft

Aktivseite 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Anlagevermögen 23.158 22.351
Umlaufvermögen
Vorräte 10.918 12.514
Forderungen gegen Dritte 1.792 2.227
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 131 228
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 1.474 2.192
Flüssige Mittel 9.150 2.703
23.465 19.864
Latente Steuern 2.853 7.518
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.966 3.086
Gesamt Aktiva 58.442 52.819
Passivseite 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Eigenkapital 0 0
Sonderposten 0 0
Fremdkapital
- Rückstellungen 4.671 4.689
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.145 5.407
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 48.368 42.238
Sonstige Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen und passive latente Steuern 258 485
58.442 52.819
Gesamt Passiva 58.442 52.819

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.596 gesunken. Die Ursache dafür liegt in einer Normalisierung des Bestände nach der COVID-19 Pandemie, in welcher es zu Unregelmäßigkeiten in den Lieferketten kam.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.129 gestiegen, v.a. durch den Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Direct Lending Fund II Investments S.à.r.l., Direct Lending Fund II USD Investments S.à.r.l., Direct Lending UK Fund Investments S.à.r.l., Direct Lending Co-Invest Investments S.à.r.l.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die SCHUBERTH GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln bedeutet stets, Chancen zu nutzen und die damit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren. Das konzernweite Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Gefahren für Vermögen, Ertrag oder Liquidität frühestmöglich zu erkennen, um angemessene und wirksame Maßnahmen zur Risikobewältigung oder -vermeidung zu treffen.

Kernstück des Risikomanagements ist zum einen ein internes Berichtswesen, das ein Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten sowohl der SCHUBERTH GmbH als auch der verbundenen Unternehmen ermöglicht.

Hiermit sichert das konzernweite Berichts- und Kontrollsystem eine zeitnahe und sachgerechte Information an die jeweiligen Entscheidungsträger. Darüber hinaus werden die unternehmerischen Chancen und Risiken in einem entsprechenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess erfasst und analysiert.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Branchenspezifische Chancen und Risiken bestehen in erster Linie in der konjunkturellen Konsumentwicklung. Die Geschäftsführung verfolgt laufend, wie der Markt auf das sich ändernde Konsumklima reagiert.

Die Chancen für die Geschäftsentwicklung der SCHUBERTH GmbH sind mannigfaltig und beruhen maßgeblich auf den herausragenden Produkten von SCHUBERTH. Das gilt zum einen für den Geschäftsbereich Sport mitsamt der nun komplettierten Produktlinie "Dreiklang" im Motorradsegment aus den Helmmodellen C5, E2 und S3, für die in den nächsten Jahren noch weitere Marktpotentiale entstehen könnten, zum anderen aber auch für den Geschäftsbereich Safety und hier insbesondere die Helmmodelle aus dem Bereich Polizei und Militär, nach welchen sich durch die aktuelle geopolitische Lage die Nachfrage noch weiter erhöhen könnte.

Als Hersteller qualitativ hochwertiger Produkte mit hohem Qualitätsanspruch steht die SCHUBERTH GmbH in der Verpflichtung, Risiken vorzubeugen. Die SCHUBERTH GmbH zeichnet sich nicht nur durch ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 aus, sondern hat ebenfalls ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 und ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2018 eingeführt.

Im Produktionsbereich wird die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Anlagen durch kontinuierliche Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitgehend minimiert. In regelmäßigen Abständen analysieren Verantwortliche und Entscheidungsträger mögliche Risiken, um Vorsorge- bzw. Notfallmaßnahmen zu entwickeln. Gleichzeitig beobachtet das Management der SCHUBERTH GmbH ständig die Leistungsfähigkeit des Produktionsbereiches, um Risiken proaktiv zu minimieren.

Dem Risiko des Ausfalls von Lieferanten begegnet man durch die Auswahl alternativer leistungsfähiger Zulieferer bzw. - sofern es Volumina und die Lieferantensituation zulassen - die Verfolgung des Dual Source Ansatzes.

Um dem Anspruch als innovativer Qualitätsführer gerecht zu werden, ist ein frühzeitiger Einstieg in neue Verfahrenstechniken, Produkte und Dienstleistungen notwendig, die unterschiedliche Erfolgsaussichten haben können. Bei der Entwicklung von neuen Produkten besteht das grundsätzliche Risiko, dass Entwicklungsziele nicht oder nicht zeitgerecht erreicht werden könnten. Durch eine umfassende Projektplanung, die stetige Überprüfung von Projektfortschritten, die entsprechende Kundennähe und ein strukturiertes Technologiemonitoring werden Risiken aus Forschung und Entwicklung minimiert.

Das Wissen und die Motivation der Mitarbeiter sind die entscheidenden Faktoren zur Differenzierung des Unternehmens vom Wettbewerb. Daher ist es für die SCHUBERTH GmbH besonders wichtig, das Unternehmen nach einheitlichen und mit der Unternehmensstrategie im Einklang stehenden Unternehmenswerten zu führen. Im Jahr 2015 wurden die Werte "Verantwortung", "Leistung" und "Leidenschaft" als feste Leitplanken für das Unternehmen definiert.

IT-Systeme sind gegen unberechtigte Zugriffe von außen durch effiziente Firewall-Systeme und Virenscanner sowie durch den Einsatz von "virtual machines" abgesichert. Zusätzlich sorgen eingeschränkte Zugangs- und Zugriffsberechtigungen für entsprechenden Schutz für die Systeme und die Applikationen. Die eingesetzten Maßnahmen zur IT-Sicherheit werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Hochverfügbarkeit und Backups sorgen für die Sicherstellung der Kernprozesse im Unternehmen.

Substanzielle Prozessrisiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag nicht.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt im Zentralen durch die SCHUBERTH Holding GmbH. Die Liquidität der SCHUBERTH-Gruppe wird in einem laufenden Liquiditätsplanungsprozess kontrolliert und gesteuert.

Durch eine Verbesserung der Management Informationen hat sich die SCHUBERTH-Gruppe in die Lage versetzt, frühzeitig negative Effekte auf das Geschäft zu erkennen und sofortige Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Prognosebericht

Die Gesellschaft plant mit dem bestehenden Produktportfolio und den neuen Helmentwicklungen zukünftig eine signifikante Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr zu erreichen.

Die aktuellen Steuerungskennzahlen deuten auch für das Jahr 2024 auf eine positive Entwicklung hin.

Weitere Verbesserungen in der Lieferkette und in den Produktionsprozessen sollen diese Steigerung gewährleisten. Parallel werden alle Produktbereiche strategisch weiterentwickelt, um auf einem nachhaltigen Wachstumskurs zu bleiben. Das Management ist überzeugt, die geeigneten und notwendigen Maßnahmen zum Erkennen und sicheren Steuern der sich intern aber auch vom Markt stellenden Herausforderungen getroffen und eingeleitet zu haben.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.474.599,84 6.371.314,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 446.495,00 491.490,00
7.921.094,84 6.862.804,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 652.436,00 835.004,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.750.453,12 2.442.512,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.469.236,67 4.180.155,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 643.331,75 1.720.014,75
8.515.457,54 9.177.685,86
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.071.566,72 4.660.674,83
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650.000,00 1.650.000,00
6.721.566,72 6.310.674,83
23.158.119,10 22.351.164,94
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.718.697,78 7.326.517,76
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.129.592,42 1.054.492,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.916.848,24 3.992.909,16
4. Geleistete Anzahlungen 153.128,46 140.209,16
10.918.266,90 12.514.129,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.791.525,69 2.226.894,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 131.126,92 228.208,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.473.817,07 1.885.538,82
3.396.469,68 4.340.641,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.878.744,58 2.702.683,31
23.193.481,16 19.557.454,16
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 271.060,81 306.301,25
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.853.049,00 7.517.979,49
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 8.966.295,49 3.086.077,56
58.442.005,56 52.818.977,40

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 550.000,00 550.000,00
II. Kapitalrücklage 23.427.495,34 23.427.495,34
III. Gewinnrücklagen 792.610,96 792.610,96
IV. Verlustvortrag -27.856.183,86 -29.011.635,03
V. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -5.880.217,93 1.155.451,17
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.966.295,49 3.086.077,56
0,00 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.369.314,00 2.276.144,00
2. Steuerrückstellungen 83.611,21 15.754,44
3. Sonstige Rückstellungen 2.218.344,03 2.396.584,95
4.671.269,24 4.688.483,39
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 44.178,58 234.296,75
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.144.723,10 5.407.327,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.367.592,46 42.238.286,46
davon gegenüber Gesellschafter EUR 25.742.516,06 (Vj. EUR 23.621.047,66)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 214.242,18 250.582,84
davon aus Steuern EUR 123.021,72 (Vj. EUR 124.335,46)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 23.213,21 (Vj. EUR 8.059,76)
53.770.736,32 48.130.494,01
58.442.005,56 52.818.977,40

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 74.059.416,98 64.112.401,16
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 922.346,43 881.905,17
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.657.622,34 1.821.760,37
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.185.966,19 941.306,24
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 175.655,93 (Vj. EUR 587.580,87)
davon Erträge aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0 (Vj. TEUR 0)
77.825.351,94 67.757.372,94
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 36.648.149,95 33.322.070,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.033.198,27 3.043.570,18
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.238.158,08 12.376.901,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.296.863,01 3.014.763,37
davon für Altersversorgung EUR 281.018,50 (Vj. EUR 201.026,64)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.631.745,37 3.431.949,44
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 343.330,64 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.477.414,06 13.942.914,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 321.147,00 (Vj. EUR 242.492,09)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0 (Vj. TEUR 0)
74.668.859,38 69.132.169,12
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313.158,94 279.573,33
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 19.870,00 (Vj. EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.623.212,58 2.857.623,47
davon an verbundene Unternehmen EUR 4.219.418,52 (Vj. EUR 2.617.196,42)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 43.040,18 (Vj. EUR 102.288,00)
4.310.053,64 2.578.050,14
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.725.662,85 -5.108.319,49
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 4.664.930,49 (Vj. EUR -5.120.197,49)
12. Ergebnis nach Steuern -5.879.223,93 1.155.473,17
13. Sonstige Steuern 994,00 22,00
14. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss (+) -5.880.217,93 1.155.451,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

mit Sitz in Magdeburg (Handelsregister HR B-Nr. 5473 bei Amtsgericht Stendal)

(1) Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB).

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die nach § 265 Abs. 2 HGB angegeben Vorjahresbeträge beziehen sich auf den Jahresabschluss zu 31. Dezember 2022.

Zum 31.Dezember 2023 weist der Jahresabschluss einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 8.966 aus. Zur Einschätzung der Geschäftsführung zur Unternehmensfortführung verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Liquiditätsplanung".

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der notwendigen Gemeinkosten bilanziert. Das Wahlrecht zur Einbeziehung zeitlich zurechenbarer Fremdkapitalkosten wird nicht in Anspruch genommen. Sie werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände bis 10 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Das Wahlrecht zur Einbeziehung zeitlich zurechenbarer Fremdkapitalkosten wird nicht in Anspruch genommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese beträgt für Grundstücke und Gebäude bis 20 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis 15 Jahre sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bis 20 Jahre. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Anschaffungsnebenkosten finden Berücksichtigung; sie gehen in den gleitenden Durchschnittspreis ein. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese entsprechend dem Niederstwertprinzip angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum gleitenden Durchschnittspreis am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Handelswaren sind zum gleitenden Durchschnittspreis bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für den überwiegenden Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht ein Factoring Vertrag. Das Delkredere-Risiko für die verkauften Forderungen trägt hierbei grundsätzlich das Factoring-Unternehmen. Da es sich um echtes Factoring handelt, werden die abgetretenen Forderungen vermindert um die Vorauszahlungen als Forderung gegen den Faktor unter dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Für den Teil der Forderungen, für den das Delkredere-Risiko nicht auf die Factoringgesellschaft übergegangen ist, erfolgt der Bilanzausweis unter dem Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden nach den Grundsätzen des § 250 HGB bilanziert.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert worden.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse/-zulagen wird entsprechend der Bilanzierungsmethode für öffentliche Finanzierungshilfen bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgte anhand der Projected Unit Credit Method unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre angewendet; dieser beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren bzw. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 11 Jahren 1,64 % (Vorjahr 1,55 %). Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) berücksichtigt. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt, da die noch verbleibenden aktiven Mitarbeiter im Durchschnitt, seit mehr als 20 Jahren beim Unternehmen beschäftigt sind. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (TEUR 17) unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 93 (VJ: TEUR 36) vorgenommen.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 2.259 (VJ: TEUR 2.173) aktiviert. Darin integriert sind Entwicklungsleistungen externer Dienstleister, die in Höhe von TEUR 602 (VJ: TEUR 351) aktiviert wurden. Mit Fertigstellung von Entwicklungsprojekten ermittelt sich die lineare Abschreibung über den geplanten Produktlebenszyklus, welcher i.d.R. zwischen 4 Jahren und 10 Jahren liegt.

Die Ausleihungen gegen ein verbundenes Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.072 (VJ: TEUR 4.661). Die Veränderung basiert auf einen Nachtrag zum bestehenden Ausleihungsvertrag unter Berücksichtigung der bestehenden Forderungen incl. deren Verzinsung.

Unter Wertpapiere des Anlagevermögens ist eine langfristige Barsicherheit gegenüber dem Vermieter in Höhe TEUR 1.650 ausgewiesen.

(4) Vorräte

Die Vorräte in Höhe von insgesamt TEUR 10.918 (VJ: TEUR 12.514) wurden im Rahmen der Inventur im Zeitraum 18. bis 19. Dezember 2023 ordnungsgemäß aufgenommen und entsprechend dokumentiert. Die Bestandsfortschreibung zum Bilanzstichtag erfolgte über das ERP-System proALPHA.

Wie im Vorjahr wurden die Bestände einer Reichweitenanalyse unterzogen. Aufgrund dieser Analyse wurden Reichweitenabschläge in Höhe von TEUR 168 (VJ: TEUR 170) vorgenommen.

Weiterhin werden unter den Vorräten geleistete Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 153 (VJ: TEUR 140) ausgewiesen sowie Abgrenzungen für unterwegs befindliche Ware in Höhe von TEUR 391 (VJ: TEUR 987).

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieses Postens wird mit TEUR 1.792 (VJ: TEUR 2.227) ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 19 (VJ: TEUR 23) Rechnung getragen. Außerdem wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 129 (VJ: TEUR 75) berücksichtigt.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Schuberth Performance S.r.l. (ehemals Teca25), Schio-Vicenza, Italien 118 138
Schuberth France SAS, Paris, Frankreich 7 8
Schuberth Holding GmbH (Gesellschafter), Magdeburg, Deutschland 6 0
Schuberth Helme GmbH, Magdeburg, Deutschland 0 82
131 228

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aufgrund von Warenlieferungen. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(7) Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen Barsicherheiten in Höhe von TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 873), die Forderungen gegen das Factoring-Unternehmen TARGO Factoring GmbH in Höhe von TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 807) nach Wertberichtigungen. Darüber hinaus werden debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 19 (VJ: TEUR 22) nach erforderlicher Einzelwertberichtigung ausgewiesen.

Sämtliche Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(8) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Zum Bilanzstichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.875 (VJ: TEUR 2.684).

(9) Aktive Rechnungsabgrenzung

Zum Bilanzstichtag besteht eine aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 271 (VJ: TEUR 306), die im Wesentlichen begründet ist für bereits im Voraus gezahlte Wartungs- und Serviceverträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Versicherungen.

(10) Aktive latente Steuern

Der Posten beinhaltet die sich nach Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern ergebenden aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.853 (VJ: aktive latente Steuern TEUR 7.518).

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
aktive latente Steuern 5.358 9.748
Verlustvorträge 4.891 9.291
Vorräte 32 32
Pensionsrückstellungen 399 371
sonstige Rückstellungen 34 53
Verbindlichkeiten 1
passive latente Steuern 2.505 2.230
Wahlrecht Entwicklungsleistungen 2.360 2.012
sonstiges Anlagevermögen 141 155
Forderungen 3 22
Verbindlichkeiten 40

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden analog zum Vorjahr ein Körperschaftsteuersatz von 15,83 % sowie ein Gewerbesteuersatz von 15,75 % unterstellt.

(11) Eigenkapital

Das Stammkapital der Schuberth GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 550 und ist voll eingezahlt. Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 793 bestehen aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 793 und resultieren aus dem Ansatz latenter Steuern aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 7.979 entfällt auf die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 7.475) abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern (TEUR 2.360) sowie auf ausschüttungsgesperrte Beträge des Pensionsgutachtens (TEUR 17) und der aktiven latenten Steuern (TEUR 2.853).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 8.966, der sich aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.880, dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 27.856 und unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals (TEUR 550), der Kapitalrücklage (TEUR 23.427) und der Gewinnrücklagen (TEUR 793) zusammensetzt.

(12) Rückstellungen

Pensionsrückstellungen werden zum Geschäftsjahresschluss 2023 in Höhe von TEUR 2.369 (VJ: TEUR 2.276) ausgewiesen. Innerhalb des Zinsergebnisses wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 42 (VJ: TEUR 69) gebucht. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 17 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Steuerrückstellungen sind zum Stichtag 31.12.2023 in Höhe von TEUR 84 (VJ: TEUR 16) für laufenden Steuerberechnung, Nachzahlungen für Vorjahre aufgrund einer abgeschlossenen Betriebsprüfung sowie Quellensteueranmeldungen bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückforderungsanspruch Zuschüsse 632 731
Personalaufwendungen 723 696
Ausstehende Rechnungen 147 324
Garantieverpflichtungen 203 140
Skonti/Boni/WKZ 129 65
Abschlusskosten 63 57
Drohverlust 0 32
Sonstige 321 352
2.218 2.397

Die Rückstellung für den Rückforderungsanspruch für erhaltene Zuschüsse beinhaltet das rechtliche Risiko von verbundenen Auflagen.

Der Anstieg der Rückstellung für Personalaufwendungen beinhaltet im Wesentlichen den Anspruch von Resturlaub für die Mitarbeiter.

Aufgrund neuer Bonus- und Werbekostenzuschussverträge ist ebenfalls ein Anstieg der Rückstellungen für Boni/WKZ zu verzeichnen.

(13) Verbindlichkeiten

31.12.2023
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 44 0 0 44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.145 0 0 5.145
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.596 0 19.772 48.368
Sonstige Verbindlichkeiten 214 0 0 214
- davon aus Steuern 123 0 0 123
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 23 0 0 23
Summe 33.999 0 19.772 53.771
31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 234 0 0 234
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.407 0 0 5.407
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.238 0 0 42.238
Sonstige Verbindlichkeiten 251 0 0 251
- davon aus Steuern 124 0 0 124
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8 0 0 8
Summe 48.130 0 0 48.130

(14) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Schuberth Holding GmbH 25.742 23.621
(Gesellschafter), Magdeburg, Deutschland
Direct Lending Fund II Investments S.à.r.l.,
Direct Lending Fund II USD Investments S.à.r.l.,
Direct Lending UK Fund Investments S.à.r.l., 19.772 17.341
Direct Lending Co-Invest Investments S.à.r.l.
Luxemburg
Schuberth Performance S.r.l., Schio-Vicenza, Italien 815 371
Schuberth France SAS, Paris, Frankreich 88 88
Schuberth Sports & International GmbH, Magdeburg, Deutschland 34 10
Schuberth Helme GmbH, Magdeburg, Deutschland 1.917 807
48.368 42.238

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 25.742 (VJ: TEUR 23.621) handelt sich im Wesentlichen um gewährte Gesellschafterdarlehen, welche zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.914 zuzüglich TEUR 1.529 Zinsen valutieren sowie um Cash-Pool-Verbindlichkeiten inkl. Zinsen in Höhe von TEUR 11.182. Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 7.118 (VJ: TEUR 6.068).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Zahlungsaufschub gegenüber dem Gesellschafter sowie aus Darlehens- und Cash-Pool-Verbindlichkeiten. Das Darlehen gegenüber Direct Lending Fund II Investments S.à.r.l., Direct Lending Fund II USD Investments S.à.r.l., Direct Lending UK Fund Investments S.à.r.l., Direct Lending Co-Invest Investments S.à.r.l. inkl. Zinsen in Höhe von TEUR 19.772 (VJ: TEUR 17.341) hat nach vertraglicher Verlängerung im Jahr 2023 nunmehr eine Restlaufzeit bis zum 31. Dezember 2029.

(15) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 214 (VJ: TEUR 251) setzen sich im Wesentlichen aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 123 (VJ: TEUR 120), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 23 (VJ: TEUR 8) sowie kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 17 (VJ: TEUR 38) zusammen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(16) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus eigenen Erzeugnissen und Waren lassen sich in nachstehend aufgeführte Bereiche untergliedern:

in TEUR 2023 2022
Sport (Motorrad/Racing) 43.470 40.462
Safety * 30.395 23.199
Produktumsatz 73.865 63.661
Sonstige Erlöse 402 539
Erlösschmälerungen -208 -88
Netto Umsatzerlöse 74.059 64.112

* Arbeitsschutz, Feuerwehr, Militär und Polizei

Gegliedert nach Regionen stellt sich der Nettoumsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

in TEUR 2023 2022
Deutschland 41.011 33.535
USA 3.866 4.039
Amerika (ohne USA) 1.637 821
Asien, Australien, Ozeanien 1.998 1.266
Afrika, Europa (ohne Deutschland) 25.547 24.450
Netto Umsatzerlöse 74.059 64.112

(17) Andere aktivierte Eigenleistungen

Die Leistungen der Entwicklungsabteilung im Rahmen des handelsrechtlichen Wahlrechts zur Aktivierung von Entwicklungsleistungen wurden in Höhe von TEUR 1.658 bilanziert.

(18) Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 176 und Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 244. Ferner beinhaltet dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 654. Im Wesentlichen begründen sich die periodenfremden Erträge aus der Endabrechnung für kaufmännische Betriebsführung in Höhe von TEUR 602, Guthaben für Energie aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 16, Eintreibung abgeschriebener Forderungen in Höhe von TEUR 15, Guthaben aufgrund von Betriebskostenabrechnungen in Höhe von TEUR 8 sowie Boni für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 7.

(19) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Dieser Posten beinhaltet die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.539 sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 93 und Umlaufvermögen TEUR 343. Hintergrund für die außerplanmäßigen Abschreibungen ist der EOP (End of Production) für diverse Helmtypen im Jahr 2023.

(20) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Dienstleistungskosten, Miet- und Pachtaufwendungen, Sonstigen Fremdleistungen, Lizenzkosten sowie Werbungs- und Messekosten zusammen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 250 (VJ: TEUR 746) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 321 (VJ: TEUR 243) enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Nachberechnungen für das Jahr 2022 der Miete-/IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 115, die Abrechnung der Berufsgenossenschaft 2022 in Höhe von TEUR 65 sowie Betriebskosten 2022 in Höhe von TEUR 10.

(21) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet zum einen die Zinsaufwendungen als auch die Zinserträge. In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Verzinsung von Darlehen in Höhe von TEUR 3.839, Zinsaufwendungen aus dem Cash-Pooling-Vertrag mit der Schuberth Holding GmbH in Höhe von TEUR 380 sowie die Aufwendungen aufgrund des Factoringvertrages in Höhe von TEUR 290 enthalten. Die Zinserträge beinhalten im Wesentlichen Stundungszinsen für ein Schwesterunternehmen in Höhe von TEUR 268, Zinserträge aufgrund der Bewertung des Pensionsgutachtens in Höhe von TEUR 14 sowie Verzugszinsen auf verspätet gezahlte Kundenforderungen in Höhe von TEUR 10.

Sonstige Angaben

(22) Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Angestellte 89 84
gewerbliche Arbeitnehmer 283 302
Gesamt 373 386

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 9 Auszubildende und Studenten beschäftigt (VJ: 7).

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen erwachsen der Gesellschaft aus den Mietverträgen über bewegliches Anlagevermögen, dem Mietvertrag mit der Staake GmbH & Co. Objekt Rothensee KG über Betriebsgelände und -gebäude in Magdeburg (TEUR 1.962 p. a. bis Dezember 2027, ohne Berücksichtigung der möglichen Staffelmieterhöhungen ab dem Jahr 2024). Aus diversen Leasing-, Dienstleistungs- und Energielieferungsverträgen sowie Bestellobligo entstehen der Gesellschaft im Jahr 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.441. Darüber hinaus existieren finanzielle Verpflichtungen aus dem Patentlizenzvertrag mit der Schuberth Helme GmbH, dem Handelsvertreter- und Dienstleistungsvertrag mit der Schuberth Sports & International GmbH sowie einem Dienstleistungsvertrag mit der Schuberth Holding GmbH. Diese Verpflichtungen betragen für 2024 TEUR 5.016 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 5.124).

Mit mittelfristigen Verpflichtungen innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre ist in Höhe von TEUR 7.783 zu rechnen, was die bestehenden Mietverträge, Leasing- und Dienstleistungsverträge außerhalb der SCHUBERTH-Gruppe betrifft.

Sonstige weitere wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

(24) Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Schuberth Holding GmbH, Stegelitzer Str. 12, 39126 Magdeburg, einbezogen. Die Schuberth Holding GmbH erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(25) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen, angabepflichtigen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

(26) Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentlichen Einfluss auf den Jahresüberschuss haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

(27) Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 5.880 auf neue Rechnung vorzutragen.

(28) Honorar des Abschlussprüfers

Die für das Geschäftsjahr 2023 angefallenen Honoraraufwendungen des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betragen TEUR 62.

(29) Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dr. Karen Bayramyan, Wirtschaftswissenschaftler bis 11.04.2023, Herr Maximilian Herberger, Betriebswirt und Jurist, seit 11.04.2023 und Herr Dr. Christoph Klotzbach, Diplom-Ingenieur und Diplom- Wirtschaftsingenieur.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Magdeburg, den 30. April 2024

Maximilian Herberger, Geschäftsführer

Dr. Christoph Klotzbach, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.881.838,06 2.259.309,07 8.092.597,27 0,00 11.048.549,86
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.867.287,51 180.800,34 291.107,00 0,00 2.756.980,85
19.749.125,57 2.440.109,41 8.383.704,27 0,00 13.805.530,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.438.250,51 6.741,13 0,00 4.014,05 2.449.005,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.176.199,06 99.858,34 9.210,40 660.093,54 10.926.940,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.053.794,17 345.091,43 345.638,99 1.489.826,54 23.543.073,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.720.014,75 1.138.600,14 61.349,01 -2.153.934,13 643.331,75
36.388.258,49 1.590.291,04 416.198,40 0,00 37.562.351,13
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.660.674,83 410.891,89 0,00 0,00 5.071.566,72
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650.000,00 0,00 0,00 0,00 1.650.000,00
6.310.674,83 410.891,89 0,00 0,00 6.721.566,72
62.448.058,89 4.441.292,34 8.799.902,67 0,00 58.089.448,56
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.510.523,81 1.156.023,48 8.092.597,27 0,00 3.573.950,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.375.797,51 225.795,34 291.107,00 0,00 2.310.485,85
12.886.321,32 1.381.818,82 8.383.704,27 0,00 5.884.435,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.603.246,51 193.323,18 0,00 0,00 1.796.569,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.733.687,06 450.889,09 8.088,73 0,00 8.176.487,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.873.639,06 1.544.365,27 344.167,85 0,00 19.073.836,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 61.349,01 61.349,01 0,00 0,00
27.210.572,63 2.249.926,55 413.605,59 0,00 29.046.893,59
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
40.096.893,95 3.631.745,37 8.797.309,86 0,00 34.931.329,46
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.474.599,84 6.371.314,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 446.495,00 491.490,00
7.921.094,84 6.862.804,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 652.436,00 835.004,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.750.453,12 2.442.512,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.469.236,67 4.180.155,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 643.331,75 1.720.014,75
8.515.457,54 9.177.685,86
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.071.566,72 4.660.674,83
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650.000,00 1.650.000,00
6.721.566,72 6.310.674,83
23.158.119,10 22.351.164,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schuberth GmbH, Magdeburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuberth GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuberth GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 18. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Sochor, Wirtschaftsprüfer

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