SLS Scherm Logistik Service GmbH

Probfeld 18, 85123 Karlskron, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 6617
Eingetragen
31.1.2013
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Erbringung logistischer Dienstleistungen, im wesentlichen im Bereich Ingolstadt und alle damit zusammenhängenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Weber
seit 7.2.2018
Prokura
Helmut Geisler
seit 7.2.2018
Prokura
Marcel Thomas Mahr
seit 27.3.2013
Geschäftsführer
Kurt Scherm
seit 31.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Kurt SchermScherm Holding & Verwaltungs GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH

Karlskron

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH, Karlskron

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.578,94 68.127,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.765.869,66 6.844.898,71
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.847.348,77 19.613.218,43 11.148.313,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.001.722,40 1.593.158,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.291.830,81 5.699.119,44
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.838.204,14 7.130.034,95 3.528.686,45
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.549.045,04 20.003.001,25
51.329.599,76 48.885.305,38

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Kapitalrücklage 34.683,97 34.683,97
III. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 41.989,38 32.674,45
V. Bilanzgewinn 31.247.659,49 33.434.332,84 32.826.089,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 332.228,00 344.023,00
2. Steuerrückstellungen 63.304,00 81.213,00
3. sonstige Rückstellungen 2.279.659,43 2.675.191,43 2.444.516,86
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.088.802,88 7.831.258,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.864.417,56 1.791.329,06
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.266.855,05 15.220.075,49 1.389.517,58
davon aus Steuern: € 749.458,41 (31.12.2020: 765 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 194.600,00 (31.12.2020: 163 T€)
51.329.599,76 48.885.305,38

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH, Karlskron

01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2020 - 31.12.2020
1. Umsatzerlöse 45.498.310,97 45.359.711,05
2. sonstige betriebliche Erträge 618.564,77 362.771,36
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ./. 766.644,49 ./. 739.894,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ./. 13.763.339,50 ./. 14.529.983,99 ./. 13.863.673,20 ./. 14.603.567,32
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter ./. 13.849.199,75 ./. 13.071.014,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung ./. 2.505.566,39 ./. 16.354.766,14 ./. 2.310.238,26 ./. 15.381.252,53
davon für Altersversorgung. € 12.789,53 (2020 17 T€)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs ./. 3.221.278,54 ./. 2.890.028,70
6. sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 12.155.361,94 ./. 10.954.178,19
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.948,42 15.329,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 215.234,21 ./. 179.973,81
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ./. 1.040.698,74 ./. 962.408,84
10. Ergebnis nach Steuern ./. 1.389.499,40 766.402,27
11. sonstige Steuern ./. 188.930,42 ./. 186.282,07
12. Konzern-Jahresehlbetrag 1.578.429,82 ./. 580.120,20

KONZERNANHANG mit Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen Scherm Holding & Verwaltungs GmbH mit dem Sitz in Karlskron ist beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HRB 101668 im Handelsregister eingetragen.

II. Konsolidierungskreis und -stichtag

Folgende Unternehmen wurden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 einbezogen:

gezeichnetes Kapital Konzernanteil
Scherm Tyre & Projekt Logistik GmbH, Karlskron € 100.000,00 100 %
Scherm Logline Transport GmbH, Karlskron € 25.564,59 100 %
STS Scherm Truck Service GmbH, Weichering € 25.000,00 100 %
Scherm Personal Service GmbH, Karlskron € 25.000,00 100 %
LIPSware GmbH, Karlskron € 25.000,00 100 %
Immobilienverwaltung IP Objekt München GmbH, Pullach € 25.000,00 100 %
LIV Logistikimmobilienvermietung GmbH, Pullach € 50.000,00 100 %
SLS Scherm Logistik Service GmbH, Karlskron € 25.000,00 100 %
SLF Scherm Logistik und Facilitymanagement GmbH, Borken € 25.000,00 100 %
SIT-Scherm International Transports, s.r.o. i.L., Tschechien CZK 200.000,00 /ca. 7 T€ 100 %

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag (31. Dezember 2021) des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens Scherm Holding & Verwaltungs GmbH, Karlskron, aufgestellt. Sämtliche Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden ebenfalls auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode gemäß § 301 HGB vorgenommen.

Schuldenkonsolidierung

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB aufgerechnet.

Konsolidierung der Erträge und Aufwendungen

Innerkonzernliche Aufwendungen und Erträge werden gemäß § 305 HGB verrechnet; dabei werden insbesondere Innenumsatzerlöse und andere konzerninterne Aufwendungen und Erträge verrechnet. Beteiligungserträge werden eliminiert.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen gehen unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Konzernabschluss der Scherm Holding & Verwaltungs GmbH ein.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 bzw. 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke im Anhang aufgeführt.

Die Bewertung erfolgt nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256 sowie § 308 HGB.

Auf fremde Währung lautende Posten wurden gemäß § 308a HGB umgerechnet.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen erfolgen linear in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der diesem Anhang beigefügten Anlage.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Stammkapital des Mutterunternehmens beträgt unverändert € 110.000,--.

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2021 i.H.v. € 31.247.659,49 setzt sich aus dem Gewinnvortrag i.H.v. € 32.826.089,31 abzüglich dem Konzernverlust i.H.v. € 1.578.429,82 zusammen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und entsprechen den Beträgen der voraussichtlichen Inanspruchnahme.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 253 Abs.2 HGB ermittelt (angewandtes versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren: PUC-Methode, Zinssatz: 1,87 %, Rententrend: 1,5 %, Gehaltstrend: 0,0 %, Sterbetafeln: Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 22.790,--.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen noch nicht genommenen Urlaub sowie Überstunden, Zuschläge, Prämien und Tantiemen.

Verbindlichkeiten, passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten in T€ haben folgende Restlaufzeiten (in Klammern die Vorjahreszahlen):

Restlaufzeit
gesamt unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.089 3.168 4.588 2.333
(7.831) (2.396) (5.435) (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.864 1.864 - -
(1.791) (1.791) (-) (-)
sonstige Verbindlichkeiten 3.267 3.267 - -
(1.390) (1.330) (60) (-)
15.220 8.299 4.588 2.333
(11.012) (5.517) (5.495) (-)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie ein in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenes Darlehen i.H.v. 113 T€ sind i.H.v. 5.305 T€ durch Sicherungsübereignungen der damit finanzierten Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie durch Forderungsabtretungen und i.H.v. 3.255 T€ durch Grundschulden abgesichert. Daneben erfolgt eine Absicherung durch gesamtschuldnerische Haftung und Bürgschaften von Konzerngesellschaften.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus diversen Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf 19.862 T€.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:

Transporte T€ 24.037
Logistik T€ 10.700
Immobilienvermietung T€ 6.983
Sonstige T€ 3.778
T€ 45.498

Die Umsatzerlöse werden im Inland getätigt.

VII. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 420 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 87 Angestellte und 333 gewerblich Tätige.

Geschäftsführung

Geschäftsführer des Mutterunternehmens war im Geschäftsjahr 2021 Herr Kurt Scherm, Kaufmann, Karlskron.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das Honorar für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse der einbezogenen deutschen Konzernunternehmen beträgt 70 T€.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens vor:

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Scherm Holding & Verwaltungs GmbH befreit die folgenden Gesellschaften nach § 264 Abs.3 HGB von der Offenlegung:

Scherm Tyre & Projekt Logistik GmbH

STS Scherm Truck Service GmbH

LIPSware GmbH

LIV Logistikimmobilienvermietung GmbH

SLF Scherm Logistik und Facilitymanagement GmbH

SLS Scherm Logistik Service GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH, Karlskron

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
A/I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.344.029,92 16.959,20 0,00 3.360.989,12
A/II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.211.398,17 2.252.832,65 95.966,90 12.368.263,92
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.592.239,33 2.802.938,69 4.059.822,26 51.335.355,76
66.147.667,42 5.072.730,54 4.155.789,16 67.064.608,80
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
A/I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.275.902,39 49.507,79 0,00 3.325.410,18
A/II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.366.499,46 235.894,80 0,00 3.602.394,26
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.443.925,81 2.935.875,95 3.891.794,77 40.488.006,99
48.086.327,66 3.221.278,54 3.891.794,77 47.415.811,43
Buchwerte
31.12.2021
A/I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.578,94
A/II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.765.869,66
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.847.348,77
19.648.797,37

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
T€ T€
Jahresüberschuss -1.579 580
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.221 2.890
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -153 -78
Abnahme Vorräte -409 123
Abahme Kundenforderungen 407 5.480
Abnahme sonstiges Umlaufvermögen, RAP (ohne mittelfristiges Darlehen) 1.691 2.915
Abnahme sonstige Rückstellungen -165 -1.188
Abnahme Lieferantenverbindlichkeiten 74 -835
Abnahme sonstige Verbindlichkeiten, RAP 2.183 -1.614
Zinsaufwendungen abzügl. Zinserträgen 204 165
Ertragsteueraufwand 1.041 962
Ertragsteuerzahlung -1.059 -1.454
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.456 7.946
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 417 269
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -5.073 -3.516
Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.656 -3.247
Abnahme Differenz Währungsumrechnung 10 -62
Rückzahlung mittelfristiger Darlehensforderungen 0 567
Aufnahme mittelfristiger Bank- u. sonstiger Verbindlichkeiten 4.436 1.548
Tilgung mittelfristiger Bank- u. sonstiger Verbindlichkeiten -2.484 -2.577
Verminderung sonstiger mittelfristiger Verbindlichkeiten -12 -9
Zinsaufwendungen abzügl. Zinserträgen -204 -165
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.746 -698
Zahlungswirksame Veränderungen Finanzmittelfonds 2.546 4.001
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.003 16.002
Bankverbindlichkeiten kurzfristig 0 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.003 16.002
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.549 20.003
Bankverbindlichkeiten kurzfristig 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.549 20.003

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL zum 31. Dezember 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
01.01.2021 110.000,00 34.683,97 2.000.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 110.000,00 34.683,97 2.000.000,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzerneigenkapital
01.01.2021 32.674,45 32.826.089,31 35.003.447,73
Währungsumrechnung 9.314,93 0,00 9.314,93
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 ./.1.578.429,82 ./.1.578.429,82
31.12.2021 41.989,38 31.247.659,49 33.434.332,84

 

Karlskron, 14. Juni 2022

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH

Kurt Scherm, Geschäftsführer

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern umfasst neben dem Mutterunternehmen Scherm Holding & Verwaltungs GmbH zehn Tochtergesellschaften mit abgegrenzten Geschäftsbereichen, wobei neun deutsche Tochtergesellschaften in der Rechtsform der GmbH und eine tschechische Tochtergesellschaft in der Rechtsform der s.r.o. (vergleichbar GmbH) strukturiert sind. Zwei deutsche Tochtergesellschaften sind derzeit nicht aktiv tätig; die tschechische Tochtergesellschaft befindet sich in Liquidation.

Die Konzernunternehmen, die von fünf Geschäftsführern und zwei Prokuristen geleitet werden, erbringen Transport- und Logistikleistungen für die Automobilindustrie. Die Logistikleistungen umfassen insbesondere die Bereiche Lagerhaltung und -bewirtschaftung sowie Kommissionierung.

2. Ziele und Strategien

Im Rahmen der Konzernsteuerung werden die verwendeten Kennzahlen überwacht, um das mittelfristige Ziel einer moderaten Umsatz- und Gewinnsteigerung zu realisieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Situation für Dienstleister in der Automobilindustrie ist, insbesondere im Bereich Transport aber auch im Bereich Logistik, unverändert von großem Konkurrenz- und Kostendruck geprägt.

Die Automobilkonjunktur war im Jahr 2021 trotz der Coronavirus-Pandemie stabil, aber weiterhin von Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf die Neuausrichtung auf die Elektromobilität, geprägt.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse betragen 45.498 T€ (Vj.: 45.360 T€); es ergab sich ein Jahresfehlbetrag i.H.v. 1.578 T€ (Vj.: Jahresüberschuss 580 T€). Die Transport-Tochtergesellschaft hatte im September 2021 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen in Eigenverwaltung gestellt; mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom Mai 2022 wurde das Verfahren nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans aufgehoben, wobei von einer Fortführung des Geschäftsbetriebs ausgegangen wird.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen im Berichtsjahr 45.498 T€ (Vj.: 45.360 T€). Dabei stiegen die Transporterlöse um 356 T€ (1,5 %) auf 24.037 T€ und die Logistikerlöse um 41 T€ (0,4 %) auf 10.700 T€. Die Erlöse aus Immobilienvermietung und sonstigen Tätigkeiten sanken um 259 T€ auf 10.761 T€.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 256 T€ auf 619 T€.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren stiegen um 27 T€ auf 767 T€.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen 13.763 T€ (Vj.: 13.864 T€), wobei die bezogenen Leistungen für Gebäudemieten und Transport-Subunternehmer stiegen und für Leiharbeitnehmer/Sonstiges sanken.

Der Konzern beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 420 Mitarbeiter. Die Personalaufwendungen stiegen von 15.381 T€ um 974 T€ (6,3 %) auf 16.355 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (einschl. der sonstigen Steuern) stiegen von 11.141 T€ um 1.203 T€ (10,8 %) auf 12.344 T€, wobei die darin enthaltenen Kfz-Kosten um 699 T€ auf 7.004 T€ und die übrigen Aufwandspositionen um 504 T€ stiegen.

Das EBITDA sank von 4.597 T€ um 1.709 T€ (37,2 %) auf 2.888 T€; bezogen auf die Umsatzerlöse von 10,2 % auf 6,3 %.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 3.221 T€ (Vj.: 2.890 T€) hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) von 1.707 T€ um 2.040 T€ auf ./.333 T€ vermindert, bezogen auf die Umsatzerlöse von 3,8 % auf ./.0,8 %.

Der Saldo aus Zinsaufwendungen abzügl. Zinserträgen stieg um 39 T€ auf 204 T€.

Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von 1.041 T€ (Vj.: 962 T€) ergab sich ein Konzern-Jahresergebnis i.H.v. ./.1.578 T€ (Vj.: 580 T€), bezogen auf die Umsatzerlöse von ./.3,5 % (Vj.: 1,3 %).

4. Finanzlage

Die Tilgungen bzw. die Verminderungen mittelfristiger Bank- und sonstiger Verbindlichkeiten i.H.v. 2.496 T€ sowie die Erhöhung des Finanzmittelfonds i.H.v. 2.546 T€ wurden mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. 5.456 T€ finanziert. Die Anlageninvestitionen i.H.v. 5.073 T€ wurden durch Kreditaufnahmen i.H.v. 4.436 T€, durch Einzahlungen aus Anlagenabgängen i.H.v. 417 T€ und i.H.v. 220 T€ mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Der Finanzmittelfonds (Saldo aus kurzfristigen Bankguthaben und -schulden) stieg von 20.003 T€ um 2.546 T€ auf 22.549 T€.

Der Konzern kann aufgrund seiner Liquiditätssituation seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.445 T€ (5,0 %) auf 51.330 T€ erhöht.

Das Anlagevermögen i.H.v. 19.649 T€ beträgt 38,3 % (Vj.: 37,0 %) der Bilanzsumme und ist zu 53,6 % (Vj.: 47,6 %) mit mittelfristigem Fremdkapital und zu 46,4 % (Vj.: 52,4 %) mit Eigenkapital finanziert.

Die Kundenforderungen, die um 407 T€ auf 5.292 T€ gesunken sind, betragen 11,6 % (Vj.: 12,6 %) der Umsatzerlöse.

Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen um 2.546 T€ auf 22.549 T€; die (mittelfristigen) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 2.258 T€ auf 10.089 T€.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 35.003 T€ um 1.569 T€ auf 33.434 T€ vermindert; die Eigenkapitalquote sank von 71,6 % auf 65,1 % der Bilanzsumme.

Die mittelfristigen Verbindlichkeiten i.H.v. 10.534 T€, die der Finanzierung des Anlagevermögens dienen, entfallen mit 10.089 T€ auf mittelfristige Bankverbindlichkeiten, mit 113 T€ auf sonstige Verbindlichkeiten und mit 332 T€ auf Pensionsrückstellungen. Sie sind von 8.594 T€ um 1.940 T€ auf 10.534 T€ gestiegen.

Die kurzfristigen Schulden sind von 5.288 T€ um 2.074 T€ auf 7.362 T€ gestiegen.

Das Working Capital (Umlaufvermögen ./. kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 24.319 T€ (Vj.: 25.536 T€).

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Allgemeine Risiken bestehen in der volatilen Situation der Automobilbranche, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit von schwierigen Auslandsmärkten und der Neuausrichtung auf E-Mobilität, die weiterhin zu einschneidenden Sparmaßnahmen der Auftraggeber führen.

Risiken bestehen in Personalkostensteigerungen verbunden mit der Problematik der Beschaffung von Personal.

Weitere allgemeine Risiken sind, insbesondere im Speditionsbereich, im unverändert scharfen Wettbewerb, in der Abhängigkeit von Großkunden und der Steigerung der Treibstoffkosten gegeben.

Der Konzern reagiert auf diese Risiken mit Maßnahmen zur Kostenkontrolle bzw. -reduzierung einerseits und der Verbesserung der Prozessabläufe und damit verbunden der Produktivität und Effektivität andererseits.

Das Forderungsausfallrisiko wird auf der Basis bisheriger Erfahrungen als gering erachtet.

Das monatliche Berichtswesen der Konzernunternehmen mit Deckungsbeitragsrechnungen und der EDV-gestützten Fuhrparkverwaltung ermöglicht es der Geschäftsführung des Mutterunternehmens, Umsatz- und Kostenentwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen.

Der Konzern beabsichtigt wie bisher, die Chancen zu einer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund der Optimierung aller Prozessabläufe, durch Erhöhung der Leistungsproduktivität und durch Verbesserung der Prozesszeiten zu nutzen. Diesen Bemühungen steht die konjunkturell bedingt unsichere Entwicklung in der Automobilindustrie gegenüber.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird mit Umsatzerlösen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr und mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet. Voraussetzung hierfür ist die Umsetzung des Insolvenzplans der Transport-Tochtergesellschaft.

Weitere Auswirkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie, der Zulieferproblematik und des Ukrainekriegs sind nicht absehbar.

 

Karlskron, 14. Juni 2022

Scherm Holding & Verwaltungs GmbH

Kurt Scherm, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Scherm Holding & Verwaltungs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Scherm Holding & Verwaltungs GmbH, Karlskron, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Scherm Holding & Verwaltungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 17. Juni 2022

TREUMANDATG mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. J. Müller-Welser, Wirtschaftsprüfer

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