Maler-Einkauf Rhein-Ruhr (eG)Liquidiert

Essen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen GnR 315
Vorher
Maler - Einkauf Rhein - Ruhr eG
Eingetragen
12.11.2001
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Großhandel mit allen für den Betrieb des Maler- und Lackierergewerbes und ähnlicher Unternehmen geeigneten Artikeln sowie alle weiteren die Mitglieder fördernden Maßnahmen.

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Maler-Einkauf Rhein-Ruhr (eG)

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

der Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG, In der Hagenbeck 33, 45143 Essen

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Der Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG ist ein genossenschaftliches Großhandelsunternehmen mit 838 Mitgliedern zum 31.12.2022.

Als moderner herstellerunabhängiger Großhandelspartner des Ausbauhandwerks mit einer großen Sortiments- und Lieferantenvielfalt, unterstützen wir unsere Mitglieder in der Rhein-Ruhr Region dauerhaft erfolgreich zu sein. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen der Industrie und dem Handwerk, bündeln und koordinieren die Interessen jedes einzelnen Mitglieds und vertreten diese nach außen hin.

In diesem Rahmen wollen wir von unseren Kunden und Lieferanten in unseren gewählten Gebieten als führender Anbieter beurteilt werden und uns immer oberhalb der Marktentwicklung bewegen.

Unsere Grundlage und unser Ziel ist die wirtschaftliche Förderung unserer Mitglieder in den Bereichen Einkauf, Marketing, Vertrieb und Service.

Hierzu bieten wir ein breites Leistungsspektrum. So unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, in einem sich verschärfenden Wettbewerb dauerhaft erfolgreich zu sein, mit

• einem umfangreichen Warensortiment ausgewählter Industriepartner,

• einem ausführlichen Serviceangebot sowie Finanzdienstleistungen,

• vielfältigen Marketingaktivitäten zur Erschließung neuer Märkte,

• aktuellen Beratungs- und Weiterbildungsprogrammen (MEG Akademie)

Regionen/Standorte

Die Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG ist mit ihren Tochterunternehmen der Kersting & Schmitz GmbH und der Magney GmbH an insgesamt 24 Standorten tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine konjunkturelle Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten Wachstum

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.

1)Angaben Destatis Statistisches Bundesamt Januar 2023

Branchenentwicklung 2022

Der Großhandel in Deutschland hat im Jahr 2022 nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Demnach erzielte der Großhandel 2022 real (preisbereinigt) 1,0 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) 19,2 % mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2021. Gegenüber 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland, stiegen die Umsätze real um 4,9 % und nominal um 30,7 %. Die Differenz zwischen den realen und nominalen Umsätzen spiegelt die enormen Steigerungen der Erzeugerpreise im Großhandel wider, die zusammen mit den coronabedingten Störungen des globalen Warenverkehrs und den damit einhergehenden Lieferkettenproblemen die reale Umsatzentwicklung gedämpft haben dürften.

Der Großhandel agiert einerseits als Bindeglied zwischen Unternehmen in zwei unterschiedlichen Produktionsstufen der industriellen Wertschöpfung, indem er die Industrie- und Handwerksbetriebe mit Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Investitionsgütern beliefert (Produktionsverbindungshandel). Andererseits beliefert der Großhandel den Einzelhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des privaten Konsums (Konsumtionsverbindungshandel). Weiterhin ist ein Teil der Großhändler auch als Exporteure tätig. Für den Produktions- und den Konsumtionsverbindungshandel sind aktuell die Ergebnisse von Januar bis November 2022 verfügbar.

Produktionsverbindungshandel: Steigende Nachfrage nach Investitionsgütern

Im bisherigen Jahresverlauf von Januar bis November 2022 wurde im Produktionsverbindungshandel, das heißt dem Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen, real 1,2 % mehr Umsatz erwirtschaftet als in den ersten elf Monaten des Jahres 2021. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2022 stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern im Großhandel mit speziellen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (+5,9 %) und im Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+4,7 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders deutlich.

Großhandel mit Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffen rückläufig - Erholung im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen nach Umsatzeinbruch 2021

Besonders groß waren die Rückgänge im Großhandel mit Holz und Baustoffen (-6,3 %), mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (-3,8 %) und mit chemischen Erzeugnissen (-3,4 %), die auf mögliche Lieferengpässe hindeuten.

Lediglich im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen wurde trotz enormer Preissteigerungen ein reales Umsatzplus von 3,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum generiert. Dieser Umsatzanstieg lässt sich vor allem durch den starken coronabedingten Umsatzeinbruch zu Beginn des Jahres 2021 erklären, von dem sich die Branche seitdem langsam erholt.

Die Schätzung des realen und nominalen Jahresumsatzes 2022 basiert auf den vorliegenden Großhandelsumsätzen für die Monate Januar bis November 2022 und geschätzten Umsätzen im Dezember 2022. Sie berücksichtigt auch die Auswirkungen der Lieferengpässe, Preissteigerungen sowie die Revisionen bei der Konjunkturstatistik im Großhandel nach zwölf Monaten - insbesondere in den Berichtsmonaten November und Dezember. Die Schätzung sowie die im Text angeführten Veränderungsraten basieren auf Originaldaten.

Basierend auf dieser Schätzmethodik ergibt sich im Großhandel insgesamt ein Intervall für den realen Umsatzrückgang von 0,9 % bis 1,0 % sowie für den nominalen Umsatzzuwachs von 18,7 % bis 19,7 % im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr.

Bautenanstrichmittel

Der Umsatz im Ausbaugewerbe ist 2022 um rund + 10 % gestiegen. 2 Treiber des Umsatzwachstums blieb die Preisentwicklung, das Handwerk arbeitete an seiner Kapazitätsgrenze. Die Preise in den Ausbaugewerben stiegen weiter kräftig an. Dies zeigt die unterschiedliche Entwicklung des Produktions- und Umsatzindexes 2022. Im Gegensatz zur beschriebenen Umsatzentwicklung von + 10,2 % sank der Produktionsindex im Ausbaugewerbe um - 4,6 %. Je nach Branche beläuft sich der Preisanstieg im Ausbaugewerbe auf Werte zwischen + 10 % und + 20 %.

Der Teilbereich Maler- und Lackierarbeiten (ohne Autolackierer) nahm umsatzbezogen um ca. + 9 % zu.2 Im Profi-Markt für Bautenanstrichmittel, inklusive pastöser Putze und Spachtel, war 2022 jedoch ein deutlicher Absatzrückgang von ca. - 7 % zu verzeichnen. Den höchsten Rückgang verzeichneten dabei die Dispersionen und der Holzschutz, Lacke entwickelten sich durchschnittlich rückläufig, pastöse Putze verloren leicht, während die pastösen Spachtelmassen wie in den letzten Jahren deutlich zulegten.

Der DIY-Markt verlor auch im zweiten Jahr nach dem Boom-Jahr 2020. Der Umsatz zu konstanten Preisen des Einzelhandels für Bau- und Heimwerkerbedarf nahm nach Meldung des Statistischen Bundesamtes3 geringfügig um + 1 % zu. Die Baumärkte erwarten für das Gesamtjahr 2022 einen nominalen Umsatzanstieg von rund + 10 %.

Alle Produktbereiche im Segment Bautenanstrichmittel weisen deutliche volumenbezogene Verlustraten auf, für das gesamte DIY-Sortiment Farben & Lacke ist von einem Rückgang von rund - 6 % auszugehen. Die durchschnittliche Preiserhöhung 2022 belief sich auf rund + 11 % und entsprach damit der Preiserhöhung vieler Produktgruppen. Der Produkt- und Zielgruppenmix innerhalb der Bautenanstrichmittel blieb im Vergleich zu 2021 relativ konstant. 2021 war der Durchschnittspreis aufgrund dieser erheblichen Verschiebungen nur um + 2,5 % gestiegen.

Der Gesamtmarkt Bautenanstrichmittel verzeichnete einen Rückgang von - 7 % in der Menge und ein Wachstum von + 3 % im Umsatz.

2) Angaben Destatis Statistisches Bundesamt Großhandelsumsatz 20223) Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V Februar 2023

2. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf 2022

Das abgelaufene Jahr 2022 war mehr als turbulent. Der Krieg in der Ukraine, die mangelnde Versorgung mit Rohstoffen, erheblich steigende Preise, die demographische Entwicklung und die noch immer gegenwärtige Pandemie führten zu erheblichen Verwerfungen in der ganzen Welt und natürlich auch in unseren Märkten. Teilweise waren zu Anfang des Jahres ganze Lieferketten in einigen Bereichen unserer Versorger stark gestört.

Die Effekte, die gerade Deutschland schwer betrafen, zeigten sich vor allem in rasant steigenden Energiepreisen. Zweistellige Inflationsraten, daraufhin steigende Zinsen belebten nicht unseren Markt. Positive Impulse zur Belebung der Volkswirtschaft fehlten zunehmend.

Die Umsätze der MEG Rhein-Ruhr eG haben 2022 stagniert. Sie erreichten das Niveau des Vorjahres von knapp 66 Mio.€ (vor Erlösschmälerungen). Die Warengruppe Farben und Lacke ging dabei um 1,6 % zurück. Im Bereich der Bodenbeläge und des Zubehörs ging der Umsatz um knapp 3,4 % zurück. Der Bereich der Wärmedämmverbundsysteme entwickelte sich mit 5,1 % über Vorjahr positiv. Die Corona-Pandemie, gestörte Lieferketten und Rekordpreise am Rohstoffmarkt haben das Geschäftsjahr 2022 wesentlich beeinflusst.

Personal/Sozialbereich

Zum Jahresende 2022 gehörten der Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG 204 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, davon insgesamt 16 Teilzeitbeschäftigte und 1 Aushilfe. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 4 Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter gestiegen.

Die Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG verfolgt kontinuierlich die Förderung ihrer Mitarbeiter in Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen. Des Weiteren streben wir permanent eine niedrige Fluktuationsrate an und sind bemüht unsere Auszubildenden zu übernehmen.

Umweltschutz

Für den Umweltschutz ist das Unternehmen Dr. Zentgraf im Bereich Gefahrgut und Sicherheit seit vielen Jahren für den Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG tätig. Wie auch in anderen Bereichen wurde von regelmäßig Begehungen und Schulungen Abstand genommen, um das weitere Infektionsgeschehen einzuschränken. Darüber hinaus werden kontinuierliche Anfragen des Gefahrgutbeauftragten / Sicherheitsingenieurs beantwortet.

Investitionen

Im Jahr 2022 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen der Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG in Höhe von T€ 702 (davon T€ 116 Anlagen im Bau) getätigt. Die Hauptinvestition erfolgte für die Flachdacherneuerung in Dortmund, mit (T€ 202). Neben dem Erwerb neuer Fahrzeuge für den Fuhrpark in Höhe (T€ 238) wurde in Lagereinrichtungen und Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Finanzierung

Die Finanzierung des Fuhrparks erfolgte durch laufzeitäquivalente Darlehen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber den finanzierenden Banken in Höhe von T€ 1.573. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag sind diese Bankverbindlichkeiten um T€ 159 gesunken. Das Anlagevermögen wird vollständig durch Eigenkapital und langfristige Fremdmittel finanziert, so dass eine fristenkongruente Finanzierung mit einem Überhang gegeben ist.

Beschaffung

Die MEG kauft jährlich für rd. 45 Mio. Euro Waren ein. Der größte Anteil entfällt auf die Warengruppe Farben und Lacke sowie die Wärmedämmung. In der Summe gehen wir weiterhin von einem steigenden Preisniveau aus. Der gesamte Beschaffungsbereich sieht sich angesichts der Rohstoffverknappung vor großen Herausforderungen, wobei die Verfügbarkeit der Rohstoffe und die Preisentwicklung stark von den Maßnahmen der einzelnen Länder abhängig ist. Die Bevorratung für relevante Produkte wurden bereits deutlich in allen Standorten erhöht, um potenzielle Lieferausfälle aufzufangen.

Daneben ist auch die Prozessoptimierung ein fester Bestandteil der Beschaffung geworden. Die MEG arbeitet in Arbeitsgruppen daran, Prozesse zu standardisieren und diese kontinuierlich zu verbessern. Ebenfalls verfolgt die MEG das Ziel, ökologische und soziale Risiken in der Beschaffungskette zu reduzieren und gleichzeitig die Lagerkosten zu optimieren. Der gesamte Beschaffungsbereich ist hier engagiert und bestrebt, die Lieferanten permanent zu prüfen und für eine langfristige Zusammenarbeit auszuwählen.

Neben dem grundsätzlichen Anspruch an die Nachhaltigkeit in den Lieferantenbeziehungen, sind die Kriterien: Wirtschaftlichkeit, Qualität, Innovationsfähigkeit und vor allem Zuverlässigkeit von Bedeutung.

Lagerwirtschaft/Lagerhaltung

Mit dem Erwerb neuer LKW sind wir in der Lage, die Versorgungs- und Belieferungsstruktur in unserem Kerngebiet weiter auszubauen und zu verbessern. Auf Basis dieser Struktur wird sich das gesamte Regionallager- und Abhollagerkonzept weiter aufbauen. Unsere Standorte werden stetig überprüft und analysiert, damit sie den Erfordernissen und Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens erfolgte insbesondere anhand der Umsatzerlöse, des Rohertrages sowie der Eigenkapitalentwicklung.

Beurteilung und Entwicklung der Genossenschaft

Das Jahr 2022 war geprägt durch die Verwerfung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022. Nahezu alle Aktivitäten im Bereich der persönlichen Kontakte, Schulungen, Messen und Seminare blieben heruntergefahren. Trotz diesen massiven Beschränkungen haben das Malerhandwerk und der Großhandel keine gravierenden Beeinträchtigungen im geschäftlichen Sinne erlebt.

Die MEG Rhein-Ruhr eG hat im abgelaufenen Jahr eine Gesamtumsatzabnahme von ca. 0,16 % auf 63,6 Mio. Euro erzielt. Dies entspricht der Prognose der letzten Lageberichterstattung.

In Folge der Umsatzsenkung ist auch der Rohertrag auf 18,4 Mio. € gesunken. Der Rückgang von 5,78 % ist auch Folge der von 30,7 % auf 29,0 % verschlechterten Rohertragspanne. Damit konnte in Folge der Entwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt der im Vorjahr prognostizierte Rohertrag (keine Veränderung) nicht erreicht werden.

Insgesamt konnte dennoch ein positives Jahresergebnis erreicht werden. Durch den geringeren Jahresüberschuss in Höhe von T€ 643 (Vorjahr T€ 1.188) ist das Eigenkapital ebenfalls von T€ 10.766 auf T€ 11.153 gestiegen. Die Entwicklung des Eigenkapitals konnte die Prognose der letzten Lageberichtberichterstattung leicht übertreffen.

III. Lage der Genossenschaft

Umsatzentwicklung

Umsatz
in T€
2022 2021
Umsatzerlöse 65.732,4 66.128,8
Erlösminderung -2.118,0 -2.413,8
Umsatz gesamt 63.614,4 63.715,0

Im Bereich der Umsatzerlöse (vor Erlösminderungen) konnte eine Senkung von T€ 396,35 (ca. 0,6 %) erreicht werden. Ebenfalls sind die Erlösminderungen um T€ 295,85 auf T€ 2.118 gesunken. Die zu berücksichtigenden Erlösminderungen sind auch vom Zahlungsverhalten der Kunden abhängig.

Ertragslage und Cash-Flow

Erfolgsdaten
in T€
2022 2021
Rohertrag 18.416,6 19.545,9
Sonstige ordentliche betriebliche Erträge 1 544,3 476,4
Personalaufwand 12.509,1 12.202,6
Abschreibungen Anlagevermögen 606,0 650,3
Sonstige ordentliche Aufwendungen 1 5.159,7 5.018,9
Betriebssteuern 70,7 67,2
Finanzergebnis -148,2 -179,0
Ordentliches Ergebnis 1 467,1 1.904,3
Cashflow 2 1.016,7 2.278,8

1 ohne neutrale und periodenfremde Erträge und Aufwendungen 2 Definition Cashflow: Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Veränderung Rückstellungen

Der Rohertrag liegt mit T€ 18.416,63 um T€ 1.129,2 bzw. 5,8 % niedriger als im Vorjahr. Dies resultiert einerseits aus der Umsatzentwicklung und zum anderen aus der gesunkenen Rohertragsspanne.

Die Personalkosten (ohne neutrale Aufwendungen) sind in Folge tariflicher Gehaltsanpassungen um T€ 306,55 bzw. 2,5 % höher als im Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen sind um T€ 44,27 bzw. 6,81 % unter Vorjahresniveau.

Die Steigerung bei den sonstigen ordentlichen Aufwendungen um T€ 140,8 (Vorjahr Steigerung um T€ 490,6) ist durch höhere Instandhaltungs- und Fuhrparkkosten begründet.

Das Finanzergebnis als Saldo von Beteiligungs- und Zinserträgen (T€ 15,8) sowie Zinsaufwendungen (T€ 164,1) veränderte sich von T€ -179,0 im Vorjahr auf T€ -148,26 im Jahr 2022.

Das ordentliche Ergebnis ist um T€ 1.437,21 (Vorjahr + T€ 841,7) auf T€ 467,11 im Jahr 2022 gesunken.

Nach Verrechnung des neutralen Ergebnisses und der Ertragsteuern verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 643,1 (Vorjahr T€ 1.187,6).

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzdaten
in T€
2022 2021
Bilanzsumme 22.608,5 22.473,8
Anlagevermögen 5.703,4 5.705,1
Investitionen Sachanlagevermögen 701,9 292,4
Abschreibungen Sachanlagevermögen 606,0 650,3
Eigenkapital bilanzanalytisch 11.152,7 10.765,7
Langfristiges Fremdkapital * 7.226,2 7.144,7
Fremdkapital gesamt 11.455,9 11.708,2

* = langfristige Verbindlichkeiten + langfristige Rückstellungen

In das Sachanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2022 T€ 701,91 investiert. Bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 606,0 liegt das Anlagevermögen insgesamt zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau.

Durch das bilanzielle Eigenkapital zum 31.12.2022 wird das Anlagevermögen vollständig finanziert, so dass eine fristenkongruente Finanzierung gegeben ist.

In Folge der von T€ 7.704,8 auf T€ 7.841,5 gestiegenen Vorräte sowie der von T€ 2.647,5 auf T€ 2.995,7 gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist bei gesunkenen liquiden Mitteln auch die Bilanzsumme zum 31.12.2022 gestiegen.

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses ist die Eigenkapitalquote dennoch um 1,43 % auf 49,33 % gestiegen.

Neben den liquiden Mitteln und den gewährten langfristigen Darlehen stehen noch zusätzliche freie Kontokorrentkreditlinien (zum 31.12.2022 T€ 1.510,0) bei Kreditinstituten zur Finanzierung zur Verfügung.

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen 2022 2021
Eigenkapitalanteil 49,3 47,9
Anlagendeckung 195,6 188,7
Investitionsquote Sachanlagen 4,18 1,4
Dynamischer Verschuldungsgrad 11,3 5,1
Liquidität 2. Grades 223,5 203,8

Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein. Der Eigenkapitalanteil ist unverändert hoch.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Aufgrund des erwirtschaften Jahresüberschusses kann die Ertragslage 2022 als zufrieden stellend beurteilt werden.

IV. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Geschäfte werden von den hauptamtlichen Vorständen geführt. Sie entwickeln gemeinsam mit der zweiten Führungsebene die Unternehmensstrategie und sorgen für deren Umsetzung. Ein wichtiges Instrument dabei ist unser effizientes Steuerungssystem. Die Lenkung erfolgt durch strategische und operative Vorgaben sowie anhand von Finanzkennzahlen.

Dieses ist darauf ausgerichtet, das Unternehmen gegen alle erkennbaren Risiken abzusichern, dabei aber die bestehenden Chancen nicht aus den Augen zu verlieren.

Um unsere Planungsprozesse sowie die Unternehmens- und Risikosteuerung weiter zu verbessern, beobachten wir neben internen Kenngrößen auch externe Frühindikatoren. Dazu zählen im Wesentlichen Konjunkturdaten und detaillierte Brancheninformationen.

Die Wirksamkeit von Risikomanagement- und internem Kontrollsystem wird regelmäßig überprüft. Prozessunabhängige Prüfungen werden außerdem durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie externe Prüfer durchgeführt. Die Einhaltung der steuerlichen Regelungen kontrolliert die Betriebsprüfung.

Risiken und Chancen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Für die Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG bestehen im Wesentlichen folgende Chancen und Risiken, die wir am Markt durch Gegensteuern absichern:

Die Abhängigkeit von Witterungsbedingungen, die wir und der gesamte Markt nur sehr begrenzt beeinflussen können. Insbesondere strenge und lange Winter, die sich aufgrund der begrenzten Verarbeitungskapazitäten auf den Jahresumsatz auswirken können, sind ein Risiko. Umgekehrt können günstige Witterungsbedingungen die Geschäftsentwicklung als Chance positiv beeinflussen.

Die Gebäudesanierung- insbesondere unter energetischem Blickwinkel- ist von erheblicher Bedeutung. Impulse erhoffen wir durch steuerliche Förderung, anhaltend niedriges Zinsniveau und Digitalisierung mit deren Hilfe Bauprozesse oder Onlineakquise beschleunigt werden und effizienter durchführbar sind.

Die MEG Rhein-Ruhr forciert ebenfalls die Digitalisierung der eigenen Infrastruktur, um effizienter und kostenbewusster in den verschiedenen Fachabteilungen und Niederlassungen zu arbeiten. Hierzu wurden verschiedene Zielerreichungskriterien festgelegt, um die Rendite der MEG Rhein-Ruhr eG zu verbessern.

Finanzierungsmaßnahmen werden regelmäßig geprüft und bei Bedarf an die Marktgegebenheiten angepasst.

Durch die Auslagerung der Server an einen Spezialanbieter konnten die IT-Risiken reduziert werden.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine stellt unverändert ein Risiko für die Unternehmen dar, das weiterhin schwer einschätzbar ist. Dies hängt stark von der Dauer und Intensität des Konflikts ab.

Die MEG rechnet kurz- bis mittelfristig mit eher steigenden Risiken im Absatzbereich. Gerade die im Jahr 2022 verursachte deutliche Verteuerung von Bau- und Renovierungsmaßnahmen sowie das gestiegene Zinsniveau könnten zu spürbaren Investitionsrückhaltungen führen. Insbesondere sind weitere Erhöhungen der Energiepreise, Beschaffungspreise sowie das Inflationsrisiko und das Risiko der Verfügbarkeit von Waren und Ressourcen nicht auszuschließen. Um Forderungsrisiken zu minimieren, erfolgt eine Bonitätsbeurteilung des jeweiligen Kunden. Diese werden laufend aktualisiert und durch ein verkürztes Mahnwesen begegnet.

Nachteilig auf die Unternehmensentwicklung wirken sich die Suche nach qualifiziertem Personal und Nachwuchskräften aus. Dies ist u.a. der demografischen Entwicklung und des Wettbewerbs geschuldet. Altersbedingte Mitarbeiterabgänge mit dem entsprechenden Know-how-Verlust nehmen rasant zu. Die MEG ergreift eine Vielzahl von Maßnahmen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Dem Wettbewerbsdruck auf der Absatzseite werden wir durch Ausbau unserer Eigenmarke entgegensteuern. Die Weiterentwicklung der Eigenmarken bietet zusätzliche Chancen.

Die Bewertung des Gesamtrisikos für die MEG Rhein-Ruhr ergibt, dass unter Berücksichtigung sämtlicher eingeleiteter Gegenmaßnahmen und sich bietender Chancen sowohl einzeln als auch kumulativ keine Risiken bestehen, die den Fortbestand der Genossenschaft gefährden können. Alle Risiken werden als beherrschbar eingeschätzt.

Aufgrund der in der Vergangenheit getätigten und zukünftig geplanten Investitionen sind wir in der Lage, die Leistungsbereitschaft gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden weiter zu verbessern und Chancenpotenziale zu kreieren.

V. Prognose 2023

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2023 sind mit vielen Unsicherheiten behaftet und können deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung des Jahres 2023 abweichen. Die MEG Rhein-Ruhr erwartet für das laufende Geschäftsjahr keine Entspannung. Angesichts hoher Materialpreise, steigender Hypothekenzinsen sowie des hohen Fachkräftemangel und schwacher Auftragslage wird vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mit einem realen Umsatzrückgang von rund 6 Prozent gerechnet. Durch die weiterhin hohe Inflation und den Rezessionsängsten als Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts werden die privaten Haushalte ihr Geld weiter zurückhalten. Der Druck auf Immobilienbesitzer zur Sanierung wird sowohl aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als auch durch die hohen Nebenkosten bei älteren Bestandsgebäuden steigen.

Im Gegensatz zu weiter abnehmenden Investitionen in den Neubau rechnet man aufgrund des stabilen Fördervolumens bei der energetischen Sanierung im Wohnungsbestand mit leichtem Anstieg im laufenden Jahr.

Für das Jahr 2023 gehen wir unter Berücksichtigung der krisenbedingten Kaufzurückhaltung und den großen Herausforderungen von einem stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatz sowie Rohertrag aus.

Die MEG plant im laufenden Geschäftsjahr 2023 Investitionen in den Bestand und Ausbau der bestehenden Niederlassungen sowie in Digitalisierung. Hier gibt es aktuell diverse Infrastrukturprojekte, die bereits in diesem Jahr angelaufen sind.

Ein weiterer Fokus sind die für dieses Jahr geplanten Regionalmessen an verschiedenen Standorten unseres Niederlassungsnetzes. Hier wollen wir unsere regionale Stellung und sehr enge Kundenbeziehung weiter erfolgreich mit unserem exzellenten Mitarbeiterteam und kundenorientierter Logistik ausbauen.

Die Beschäftigungszahl der MEG Rhein-Ruhr wird aufgrund des zu erwartenden Umsatzes bei Bedarf auch punktuell angepasst werden müssen. Durch mögliche Energieversorgungsengpässe und aus den weiterhin nicht einschätzbaren Folgen des russischen Angriffskriegs, steigender Energie- und Personalkosten erwarten wir im Geschäftsjahr 2023 leicht sinkende Ergebnisse. Für das Eigenkapital erwarten wir keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahresvergleich.

 

Essen, 31.05.2022

Der Vorstand

Frank- A. Kühnel

Jürgen Maaß

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 5.703.372,70 5.705.126,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.919,81 58.542,68
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.919,81 58.542,68
II. Sachanlagen 4.614.368,18 4.503.101,70
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.147.553,70 3.093.045,08
2. technische Anlagen und Maschinen 26.027,53 2.841,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.325.018,83 1.398.812,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.768,12 8.403,36
III. Finanzanlagen 1.057.084,71 1.143.482,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 755.456,04 755.456,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 288.398,67 374.796,46
3. Beteiligungen 10.400,00 10.400,00
4. Genossenschaftsanteile 2.830,00 2.830,00
B. Umlaufvermögen 16.155.680,16 15.950.487,96
I. Vorräte 7.841.527,94 7.704.761,92
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.403,00 34.440,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.810.124,94 7.670.321,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.057.082,59 5.662.253,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.995.691,84 2.687.477,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.545.695,22 1.373.441,28
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.515.695,53 1.601.334,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.257.069,63 2.583.472,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.120,94 7.195,77
D. Aktive latente Steuern 732.376,06 811.035,82
Aktiva 22.608.549,86 22.473.846,43

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 11.152.677,44 10.765.683,79
I. Geschäftsguthaben 2.864.472,24 2.892.091,65
der verbleibenden Mitglieder 2.716.280,85 2.763.821,74
der ausscheidenden Mitglieder 148.191,39 128.269,91
II. Ergebnisrücklagen 6.759.673,45 6.481.173,45
1. gesetzliche Rücklage 3.109.329,13 2.970.079,13
2. andere Ergebnisrücklagen 3.650.344,32 3.511.094,32
III. Gewinnvortrag 885.471,98 204.814,40
IV. Jahresüberschuss 643.059,77 1.187.604,29
B. Rückstellungen 7.600.687,12 7.833.058,99
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.898.061,00 6.742.196,00
2. Steuerrückstellungen 355.393,91 378.282,83
3. sonstige Rückstellungen 347.232,21 712.580,16
C. Verbindlichkeiten 3.855.185,30 3.875.103,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.572.655,89 1.732.085,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.280.249,68 1.067.342,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126.768,64 126.768,64
4. sonstige Verbindlichkeiten 875.511,09 948.906,43
davon aus Steuern 638.821,56 694.262,37
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.250,39 10.429,47
Passiva 22.608.549,86 22.473.846,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 63.614.422,67 63.714.918,00
2. sonstige betriebliche Erträge 1.163.069,70 730.171,91
3. Materialaufwand 45.197.792,06 44.169.085,13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.197.792,06 44.169.085,13
4. Personalaufwand 12.509.120,55 12.202.568,29
a) Löhne und Gehälter 10.091.943,45 9.900.440,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.417.177,10 2.302.128,07
5. Abschreibungen 606.005,09 650.272,04
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 606.005,09 650.272,04
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.259.787,80 5.352.776,47
7. Erträge aus Beteiligungen 108,60 100,54
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.752,35 16.164,13
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 164.117,96 195.277,33
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 342.772,04 636.573,27
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 78.659,76 66.065,80
11. Ergebnis nach Steuern 713.757,82 1.254.802,05
12. sonstige Steuern 70.698,05 67.197,76
13. Jahresüberschuss 643.059,77 1.187.604,29

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Maler-Einkauf Rhein-Ruhr eG mit Sitz in Essen ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichtes Essen unter der Nr. 315 eingetragen.

Die Genossenschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für eingetragene Genossenschaften gemäß §§ 336 ff. HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die abnutzbaren Anlagegegenstände wurden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR sind voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang behandelt worden.

Folgende Nutzungsdauern wurden zugrunde gelegt:

in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 15
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 9 bis 14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen sowie die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sind in der Bilanz aktivisch abgesetzt worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Sie beinhalten Kassenbestände und Bankguthaben.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sie sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden anhand des bilanzorientierten Konzepts ermittelt. Danach sind auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben. Im Fall von Steuerentlastungen wird von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 HGB Gebrauch gemacht.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern führt zu einem aktiven Überhang. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,8 % (Vj. 32,8 %) angesetzt. Der kombinierte Steuersatz umfasst die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer.

Die in die Verrechnung einbezogenen latenten Steueransprüche und -schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Steueransprüche 2022 2021
Pensionsrückstellungen 849.951,44 838.547,25
Latente Steuerschulden 2022 2021
Grundstücke und Gebäude 91.528,25 27.511,45
Anlagen im Bau 26.047,13 0,00
Gesamtbetrag der nach der Verrechnung verbleibenden Aktivüberhänge 732.376,06 811.035,82

Für die aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 732.376,06 besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Veränderung der latenten Steueransprüche wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als Davon-Vermerk" gesondert gezeigt.

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückständige fällige Einzahlungen werden als Geschäftsguthaben ausgewiesen und der entsprechende Betrag unter den sonstigen Vermögensgegenständen auf der Aktivseite eingestellt.

Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) ermittelt. Sie wurden gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Als Parameter für den Rechnungszins wurde 1,78 % (Vj. 1,87 %) verwendet. Die zukünftige Gehaltsdynamik wurde mit jährlich 2,06 % (Vorjahr: 2,06 %) und Rentenerhöhungen mit jährlich 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt insgesamt 278.094 EUR (Vj. 434.610 EUR). Dieser Differenzbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristenadäquaten Zinssätzen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen werden auf nominaler Basis ermittelt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2022
EUR
Zugänge im GJ (+) +/- Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand zum 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558.243,32 0,00 0,00 0,00 558.243,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 160.466,39 0,00 0,00 0,00 160.466,39
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 718.709,71 0,00 0,00 0,00 718.709,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.275.215,74 206.979,38 0,00 0,00 10.482.195,12
2. Technische Anlagen u. Maschinen 13.278,41 25.675,00 0,00 0,00 38.953,41
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 6.222.275,45 353.491,43 8.403,36 25.759,98 6.558.410,26
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 8.403,36 115.768,12 -8.403,36 0,00 115.768,12
Summe II. 16.519.172,96 701.913,93 0,00 25.759,98 17.195.326,91
Summe Anlagevermögen I.+II. 17.237.882,67 701.913,93 0,00 25.759,98 17.914.036,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 755.456,04 0,00 0,00 0,00 755.456,04
2. Ausleihungen an verb. Untern. 374.796,46 0,00 0,00 86.397,79 288.398,67
3. Beteiligungen 10.400,00 0,00 0,00 0,00 10.400,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.830,00 0,00 0,00 0,00 2.830,00
Summe III. 1.143.482,50 0,00 0,00 86.397,79 1.057.084,71
Summe Anlagevermögen 18.381.365,17 701.913,93 0,00 112.157,77 18.971.121,33
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
- Abgänge Geschäftsjahr
EUR
Stand zum 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 499.700,64 26.622,87 0,00 526.323,51
3. Geschäfts- oder Firmenwert 160.466,39 0,00 0,00 160.466,39
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 660.167,03 26.622,87 0,00 686.789,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.182.170,66 152.470,76 0,00 7.334.641,42
2. Technische Anlagen u. Maschinen 10.437,27 2.488,61 0,00 12.925,88
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 4.823.463,33 424.422,85 14.494,75 5.233.391,43
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 12.016.071,26 579.382,22 14.494,75 12.580.958,73
Summe Anlagevermögen I.+II. 12.676.238,29 606.005,09 14.494,75 13.267.748,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verb. Untern. 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 12.676.238,29 606.005,09 14.494,75 13.267.748,63
Buchwerte
Buchwert Vorjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.542,68 31.919,81
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe I. 58.542,68 31.919,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.093.045,08 3.147.553,70
2. Technische Anlagen u. Maschinen 2.841,14 26.027,53
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.398.812,12 1.325.018,83
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 8.403,36 115.768,12
Summe II. 4.503.101,70 4.614.368,18
Summe Anlagevermögen I.+II. 4.561.644,38 4.646.287,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verb. Unternehmen 755.456,04 755.456,04
2. Ausleihungen an verb. Untern. 374796,46 288.398,67
3. Beteiligungen 10.400,00 10.400,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.830,00 2.830,00
Summe III. 1.143.482,50 1.057.084,71
Summe Anlagevermögen 5.705.126,88 5.703.372,70

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

Die Genossenschaft besitzt Kapitalanteile gemäß § 271 Abs. 1 HGB an folgenden Unternehmen:

Name und Sitz Anteil am Eigenkapital der Ergebnis des letzten
Gesellschafts- Gesellschaft Geschäftsjahres
Kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
Magney GmbH, Iserlohn 100,0 2022 44 2022 15
Kersting & Schmitz GmbH, Nordkirchen 51,0 2021 225 2021 55
GEN OCOLOR Malerbedarf und Marketing Handelsgesellschaft mbH i.L., Willich 33,3 2021 55 2021 -13

Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr

Geschäftsjahr Vorjahr Forderungen Geschäftsjahr 2022
EUR
Vorjahr 2021
EUR
- aus Lieferungen und Leistungen - -
- gegen verbundene Unternehmen - -
- gegen Beteiligungsunternehmen - -
- sonstige Vermögensgegenstände * 143.475 197.404

* davon Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen der Condor AG 83.065 EUR (Vj. 124.182 EUR)

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende Beträge größeren Umfangs enthalten:

- Debitorische Kreditoren: 1.247.422 EUR
- Rückdeckungsversicherung: 83.065 EUR
- Ausstehende Einlagen auf Geschäftsguthaben: 50.840 EUR

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Anfangsbestand 2.970.079,13 2.926.645,13 3.511.094,32 3.467.660,32
Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr 139.250,00 43.434,00 139.250,00 43.434,00
Entnahme aus den Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Endbestand 3.109.329,13 2.970.079,13 3.650.344,32 3.511.094,32

In den Sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:

- Berufsgenossenschaft 69.800 EUR, Rückstellungen Personalbereich (Urlaub, Sonderzahlungen) 128.000 EUR, Archivierung 44.000 EUR, Prüfungs- und Steuerberaterkosten 90.850 EUR sowie Rückstellungen für offene Rechnungen und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 14.582 EUR.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um sonstige Verbindlichkeiten.

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende Beträge größeren Umfangs enthalten:

- Kreditorische Debitoren 220.172 EUR
- Steuerverbindlichkeiten 638.822 EUR

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit

bis zu einem Jahr größer ein Jahr
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 384.411,82 362.640,99 1.188.244,07 1.369.444,79
- aus Lieferungen und Leistungen 1.280.249,68 1.067.342,80 0,00 0,00
- ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 0,00 0,00
- ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126.768,64 126.768,64 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 875.511,09 948.906,42 0,00 0,00

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit

größer fünf Jahre
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 328.098,61 402.459,07
- aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
- ggü. verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
- ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00

Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

Grundschulden und Grundsicherheiten 1.006.864,27 EUR
Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen 565.791,62 EUR

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf Handelsumsätze im Gebiet Rhein-Ruhr.

Die Umsätze werden zu 99,8 % (Vorjahr: 99,8 %) mit inländischen Unternehmen getätigt.

In den Umsatzerlösen sind TEUR 210,2 (Vorjahr TEUR 299,0) sonstige Dienstleistungserlöse und Mieterträge enthalten.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

Sonstige betriebliche Erträge:

- Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen und Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen (Ertrag) EUR 35.858
- Auflösung Rückstellungen (Ertrag) EUR 349.485
- Buchgewinn aus Anlagenverkäufe (Ertrag) EUR 2.695
- Periodenfremde erhaltene Boni (Ertrag) EUR 173.772
- Sonstiger periodenfremder Ertrag EUR 56.990
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
- Aufwand aus der Forderungsbewertung EUR 83.011
- Buchverlust aus dem Abgang von Anlagegegenständen EUR 2.107
- Sonstiger periodenfremder Sachaufwand/Schadensfälle EUR 14.960

Unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 78,7 Aufwand für aktive latente Steuern erfasst (TEUR 11,4 Ertrag für aktive latente Steuern saldiert mit TEUR 90,1 Aufwand für passive latente Steuern).

E. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

- Leasingkosten für PKW gesamt TEUR 436 (davon TEUR 184 größer 1 Jahr)

- Niederlassungsmieten (p.a.) TEUR 842.

Der Nutzung von PKW liegen Operating-Leasingverträge zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2025. Die Leasinggeschäfte sind mit einem Abfluss von liquiden Mitteln über die gesamte Laufzeit verbunden.

Im Rahmen eines Kaufvertrages wurde eine aufschiebend bedingte Kaufpreisforderung von ursprünglich maximal TEUR 1.104,5 vereinbart. Die Kaufpreisforderung entsteht sukzessiv, wenn vereinbarte Umsatzziele bis 2025 nicht erreicht werden. Für 2022 wurden die vereinbarten Umsatzziele erreicht, sodass noch eine maximal mögliche Nachzahlung von TEUR 158 zum 31. Dezember 2022 besteht.

Die Zahl der in 2022 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 122 13
Gewerbliche Mitarbeiter 57 3
179 16

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfangbestand 865 1.213
Zugang 9 34
Abgang 36 71
Endbestand 838 1.176

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um EUR 47.541 vermindert.

Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Die Höhe des Geschäftsanteils beträgt EUR 3.100,00.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu erwarten ist, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Generalversammlung vor, über die Verteilung des Bilanzgewinns i. H. v. 1.528.532 EUR (bestehen aus Gewinnvortrag i. H. v. 885.472 EUR und Jahresüberschusses i. H. v. 643.060 EUR) wie folgt zu beschließen:

1. Aus dem Bilanzgewinn wird eine Kapitaldividende von brutto 5 % auf die am 01.01.2022 gezeichneten und eingezahlten Geschäftsanteile gezahlt. Hierfür ist ein Betrag von 138.743 EUR erforderlich.

2. Den Rücklagen werden satzungsmäßige 20 % vom Jahresüberschuss zuzüglich des Gewinnvortrags zugeführt, und zwar 10 % (153.000 EUR) der gesetzlichen und weitere 10 % (153.000 EUR) der freiwilligen Rücklage.

3. Der danach verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands

- Frank A. Kühnel

- Jürgen Maaß

Mitglieder des Aufsichtsrats

- Dirk Risse (Aufsichtsratsvorsitzender)

- Ralf Wiederhöft (stv. Aufsichtsratsvorsitzender)

- Matthias Behr

- Peter Olschewski (bis 06/2022)

- Nils Sandscheiper (ab 06/2022)

- Christian Terstegen

- Thomas Zimmermann

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an

- Mitglieder des Vorstands 0,00 EUR
- Mitglieder des Aufsichtsrats 9.950,47 EUR

 

Essen, den 31.05.2022

Malereinkauf Rhein-Ruhr eG

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die Arbeit des Vorstandes laufend überwacht und intensiv beratend begleitet. Der Aufsichtsrat wurde in regelmäßig stattfindenden Sitzungen ausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung und alle beeinflussenden Faktoren informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten vom Vorstand regelmäßig schriftliche Berichte über die aktuelle Geschäftslage und über die laufenden und geplanten Aktivitäten des Unternehmens.

Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden eingehend besprochen und einer Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat zugeführt. Darüber hinaus gab es zwischen den Sitzungen bei wichtigen Anlässen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand.

Themenschwerpunkte unserer Arbeit im Aufsichtsrat waren u.a. die strategische Aufstellung und Ausrichtung der MEG Rhein-Ruhr mit ihren Tochtergesellschaften sowie Unternehmensziele für die kommenden Jahre. Weitere Themen waren die Sicherstellung unseres Warenbestandes, Lieferverzögerungen sowie Preisentwicklungen im Markt.

Die Bestandsaufnahmen zum Jahresabschluss 2022 haben wir begleitet, eingesehen und für ordnungsgemäß

befunden. Der aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Prüfung vor, den wir umfassend behandelten.

Nach eigener Prüfung und Diskussion unter Beteiligung des verantwortlichen Wirtschaftsprüfers stimmte der Aufsichtsrat in einer Sitzung dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zu.

In diesem Jahr scheiden zur Generalversammlung turnusgemäß folgende Mitglieder aus dem Aufsichtsrat aus: Christian Terstegen, Thomas Zimmermann.

Die Wiederwahl für beide Mitglieder ist für weitere drei Jahre zulässig.

Wir danken unseren Mitgliedern und Kunden für das in die Genossenschaft gesetzte Vertrauen und die Treue zur MEG Rhein-Ruhr in diesem herausfordernden Jahr. Dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihre erbrachten Leistungen und die große Loyalität.

 

Essen, im Juni 2023

Dirk Risse, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2023 festgestellt.

In der ordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen von dem Jahresüberschuss 2022 zuzüglich des Gewinnvortrags 2021 eine Aussschüttung sowie Einstellungen in die Rücklagen vorzunehmen. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Maler-Einkauf Rhein-Ruhr (eG), Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Maler-Einkauf Rhein-Ruhr (eG) (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 7. Juni 2023

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Frank Esser, Wirtschaftsprüfer

Nikolas Bertram, Wirtschaftsprüfer

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