Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 753980
Eingetragen
24.3.2025
Branche
Einzelhandel mit Brillen und KontaktlinsenReparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen GerätenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Design, industrielle Fertigung, Import, Export, Marketing und Verkauf von Brillengläsern, Brillenfassungen, Lesebrillen, Brillenzubehör und Optikerbedarf aller Art; Reparatur und Wartung von Brillenfassungen, Sonnenbrillen, Lesebrillen und Brillenzubehör sowie Werkstattservice und Design, Beschaffung, Herstellung und Verkauf von Geräten, Werkzeugen, Maschinen u.ä. sowie deren Wartung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stefan Rüdiger
seit 24.3.2025
Geschäftsführer
Oliver Fischbach
seit 24.3.2025
Geschäftsführer
Michael Brukner
seit 24.3.2025
Prokura
Verena Burghardt
seit 24.3.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hoya Holdings N. V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hoya Holdings N. V.
Netherlands
510.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG)

Mühlacker

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

für Zwecke der Offenlegung beim Bundesanzeiger gem. § 325 HGB

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG und folgend auch „DAO GmbH“) ist einer der größten unabhängigen Anbieter von augenoptischen Produkten in Deutschland. Unsere Kunden sind Augenoptiker in Deutschland und Österreich, sowie Distributoren in Polen, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. In der Tschechischen Republik und der Slowakei ist unsere 100%-Tochter Augenoptik Domažlice s.r.o. aktiv.

Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 13.02.2025 wurde die Deutsche Augenoptik AG (Amtsgericht Mannheim, HRB 723492) in die Deutsche Augenoptik GmbH formgewechselt. Die Eintragung des Formwechsels im Handelsregister erfolgte am 24.03.2025.

Etwas mehr als die Hälfte (56%) unseres Geschäftsvolumens bildet der Produktbereich Brillenglas, der auch Fassungen umfasst. Diese Produkte lassen wir als Großhändler bei verschiedenen Herstellern im In- und Ausland produzieren. Entweder als fertige „Lagergläser", die am Firmensitz in Mühlacker bevorratet werden, oder im Einzelauftrag für sogenannte „Rezept-Brillengläser". Der Bereich schließt Service-Dienstleistungen, wie das Schleifen und Montieren von Brillengläsern in unserer Einschleifwerkstatt in Domazlice, Tschechien, ein.

Den anderen Teil (44%) unseres Geschäftsvolumens erzielen wir mit augenoptischem und ophthalmologischem Equipment. Zu den größten Umsatzträgern zählen Instrumente und Geräte für den diagnostischen Bereich mit den dazugehörigen Dienstleistungen, Schleifmaschinen sowie Werkzeuge, Handelswaren, Verbrauchsmaterialien und Brillenteile.

Unser Knowhow als Unternehmen gründet auf unserer detaillierten Kenntnis der augenoptischen Produkte, unserer langjährigen Partnerschaft mit zuverlässigen Lieferanten und OEM-Produzenten, unserer Kenntnis des augenoptischen Marktes und unserer jahrelangen Logistikerfahrung. Zudem erforschen und entwickeln wir regelmäßig innovative Produkte, die exakt auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden abgestimmt sind.

b) Forschung und Entwicklung

Wir arbeiten ständig daran, unsere Produkte an die Bedürfnisse und Herausforderungen unserer Kunden anzupassen. Neue Produkte oder Weiterentwicklungen für bestehende Produkte sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Kunden und unseres Unternehmens.

Wir haben durch die Verbindung mit Hochschulen und Experten Zugang zu vielen Neuentwicklungen bzw. sind selbst ein Teil des Entwicklungsteams. Im Produktbereich der Brillengläser bieten wir unseren Kunden stets die neuesten, aktuellen Gleitsichtdesigns und mit der noflex eine der besten Entspiegelungen am Markt an.

Im Bereich Equipment haben wir einzigartige Lösungen auf dem Markt, wie beispielsweise unser PolaSkop2 oder die Refinity Technologie. Langfristig können wir mit innovativen Hightech-Produkten wichtige Standsäulen für unser Unternehmen schaffen und unsere Marktanteile deutlich ausbauen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 20241 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2024 um 0,3% höher. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2% niedriger als im Vorjahr.

Der GfK-Konsumklima-Index erholte sich 20242 zwar im Vergleich zum Jahresende 2023 und stieg im Verlauf des Jahres von -25,4 im Januar auf -23,1 im Dezember an. Dennoch lag der GfK-Konsumklima-Index in 2024 durchgehend auf einem niedrigen (negativem) Niveau.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2% gegenüber 20233 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2024 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2023 noch bei +5,9% gelegen. Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank wurden im Jahresverlauf gesenkt und lagen Ende Dezember 2024 bei 3,15%4.

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach aktuellen Berechnungen des Industrieverbandes SPECTARIS stieg 2024 der Umsatz der deutschen Hersteller von Augenoptik und Consumer Optics um 1% auf 4,96 Milliarden Euro. Während das Inlandsgeschäft knapp über der Nullmarke lag, zeigte sich das internationale Geschäft leicht verbessert. Der Auslandsumsatz macht etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Positiv: Weiterhin wird in den kommenden Jahren ein jährliches Umsatzwachstum in Höhe von 3% im Markt Augenoptik erwartet.5

c) Geschäftsverlauf

Wesentliche Einflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung waren im Jahr 2024 der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie das schwächelnde Konsumklima.

Der Gesamtumsatz der Deutschen Augenoptik GmbH ist im Jahr 2024 um 1% leicht angestiegen. Der Bereich Equipment sank durch die anhaltende Investitionszurückhaltung um -3%, der Bereich Brillenglas zeigte erstmals seit mehr als 15 Jahren ein deutliches Wachstum (+5%).

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html.
2 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/.
3 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_020_611.html#:~: text=Zuvor%20waren%20im%20Jahresdurchschnitt%20die,bei%20%2B2%2C6%20%25.
4 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/.
5 Quelle: https://www.spectaris.de/verband/aktuelles/detail/deutsche-augenoptische-industrie-bleibt-stabil-leichtes-wachstum-trotz-herausforderungen.

d) Lage

Ertragslage

Umsatzerlöse, Material- und Personalaufwand, Abschreibungen sowie sonstige betriebliche Erträge abzüglich Aufwendungen bilden das handelsbilanzielle EBIT. Dieses verringerte sich von T€ 485 um insgesamt T€ 24 auf T€ 461. Durch Korrekturen von periodenfremden sowie neutralen Aufwendungen und Erträgen leitet sich das operative Ergebnis ab. Das operative Ergebnis 2024 beträgt T€ 594 (Vorjahr: T€ 629).

Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1% auf T€ 15.811. Insgesamt konnte die Materialeinsatzquote (Materialaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse) um 2,9%-Punkte von 50,4% auf 47,5% reduziert werden. Die Ursachen dafür waren die Verschiebung des Umsatzvolumens vom Equipmentbereich zum profitableren Glasbereich, rückläufigen Kundenreklamationen im Brillenglas aufgrund gestiegener Qualität sowie moderate Preisanpassungen an Kunden. Gegenläufig entwickelte sich der Personalaufwand mit einem Anstieg von T€ 516 aufgrund von unterjährigen Gehaltsanpassungen, Anstieg der Rückstellungen im Personalbereich sowie im Vorjahr realisierte Einsparungseffekte aus Kurzarbeit. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse) stieg folglich im Jahr 2024 um 3% auf 31,6%.

Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Investitionen in immaterielle Vermögengegenstände sowie in das Sachanlagevermögen von insgesamt T€ 142 (Vorjahr: T€ 258) getätigt. Der Warenbestand ist zum 31.12.2024 mit T€ 2.566 höher als im Vorjahr (T€ 2.338).

Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 343 auf T€ 2.108. Die DAO GmbH verfügt über eine Gesamtkreditlinie in Höhe von T€ 4.000, welche wechselseitig als Kontokorrentlinie oder als Darlehen genutzt werden kann und zum Stichtag auf T€ - 2.110 valutiert. Des Weiteren verfügt die DAO GmbH über eine Fremdwährungslinie in Höhe von T€ 400, die zum Stichtag nicht genutzt wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten von T€ 3.553 auf T€ 2.110 reduziert werden. Wir waren im Jahr 2024 durchgehend liquide und in der Lage unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Eigenkapitalquote der Deutschen Augenoptik GmbH ist aufgrund des Jahresergebnisses und der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Bilanzsumme zum 31.12.2024 deutlich auf 63,0% gestiegen (Vorjahr: 52,9%).

3. Personal

Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden 92 (Vorjahr: 92) Mitarbeiter. Das Vollzeitäquivalent beträgt durchschnittlich 79 (Vorjahr: 74) Mitarbeiter. Die Geschäftsleitung bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr guten erbrachten Leistungen, für ihre Loyalität und ihren hohen Einsatz.

4. Gesamtaussage

Der Umsatz sowie das EBIT sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der DAO GmbH. Im Lagebericht des Vorjahres haben wir für 2024 Umsätze deutlich über dem Vorjahresniveau, insbesondere im Brillenglasbereich, sowie ein deutlich positiveres EBIT im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Mit einem Umsatzwachstum von 1% haben wir unsere Umsatzprognose leicht verfehlt, im Brillenglas ging die Tendenz in die richtige Richtung. Unsere Ergebnisprognose mit einem EBIT von T€ 461 haben wir verfehlt - vor allem aufgrund der erneut rückläufigen Umsatzentwicklung im Equipment.

In 2024 haben wir insbesondere im Vertrieb den Schwerpunkt auf die Akquise von Neukunden und den Ausbau von Bestandskunden im Brillenglas gelegt. Das Ergebnis war ein erstmaliges, deutliches Umsatzwachstum im Brillenglas seit 2010.

Gegenläufig hat sich die weiterhin verhaltene Investitionsstimmung in Deutschland negativ auf den Equipmentumsatz ausgewirkt. Der Umsatz sowie das EBIT konnte durch das Wachstum im Brillenglas und einige Kostenoptimierungen dennoch positiv gehalten werden.

Wir hatten uns vom Geschäftsverlauf 2024 mehr erhofft. Jedoch erwarten wir mit der Übernahme der DAO GmbH durch die HOYA Holdings N.V. (nachfolgend: HOYA Holding) im Dezember 2024 eine strategische Neuausrichtung der gesamten DAO GmbH, die nachhaltige Impulse auf Wachstum und Profitabilität setzen wird. Im Segment Brillenglas planen wir, unser Angebot mit innovativen Produkten zu erweitern und die Fertigung schrittweise auf die Strukturen der HOYA-Gruppe umzustellen.

Im Bereich Equipment werden wir zukünftig von dem bestehenden Vertriebsnetzwerk unserer Schwesterfirmen HOYA Lens Deutschland GmbH und SEIKO Optical Europe GmbH profitieren.

5. Chancen- und Risikobericht

Durch ein umfassendes Chancen- und Risikomanagement können wir Chancen frühzeitig erkennen und nutzen und verlieren Risiken nicht aus dem Blick. Basis hierzu ist ein Berichtswesen, welches es ermöglicht, sämtliche Planungs- und Steuerungsvorgänge in Bezug auf ihre Risikoausprägung zu untersuchen. Mögliche Risiken werden identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der Deutschen Augenoptik GmbH bewertet. Das Ergebnis wird anhand eines Ampelsystems für die Risikoausprägung dokumentiert.

Unabhängig davon bleiben wir von der Wirksamkeit des Chancen- und Risikomanagement-Systems überzeugt. Er strebt weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Derzeit sehen wir den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Der Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -beurteilung erfolgt unverändert in den einzelnen Bereichen. Die Überwachung ist in die Arbeitsabläufe integriert. Die Ergebnisse werden regelmäßig an das Management berichtet. So entsteht ein umfassendes Frühwarnsystem, welches Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen von Risiken umfassend und zeitnah beschreibt. Wir unterteilen die Risiken in die nachfolgend beschriebenen Gruppen.

a) Absatzchancen und -risiken

Für das Jahr 2025 rechnen wir für die aufgrund der anhaltenden Inflation und Kaufzurückhaltung weiterhin mit möglichen Schwankungen im Umsatz und der damit verbundenen Notwendigkeit von Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Im Brillenglas-Bereich werden wir durch die Umstellung unserer Rezeptglas-Produktion auf die HOYA-Gruppe von einer deutlich kürzeren Lieferzeit, besseren Gleitsichtdesigns und einer noch höheren Qualität der Brillenglasbeschichtungen profitieren. Aus diesem Grund gehen wir von einer weiteren Steigerung des Brillenglas-Umsatzes aus. Unser Ziel ist es, durch den Ausbau der Neukundenakquise aktiv Marktanteile zu gewinnen bzw. zurückzugewinnen. Im Bereich Brillenglas erwarten wir, dass die Sport-Komplettbrillenkollektion „Performer Active“ ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum sein wird. Im Segment Equipment ergeben sich neue Umsatzpotenziale durch die verstärkte Fokussierung auf den Screening-Einstieg für unabhängige Augenoptiker.

Wir bewerten das Absatzrisiko als mittel (gelb).

b) Technologische Chancen und Risiken

Die Risiken im technologischen Bereich sehen wir unverändert. Unsere Produkte werden ausschließlich von Fachkräften mit langjähriger Erfahrung betreut. Wir behalten technologische Veränderungen durch unser geschultes Personal aktiv im Auge und übernehmen neue Produkte bei entsprechend positiver Bewertung in unser Portfolio. Im Zuge der Eingliederung in die HOYA-Gruppe erhalten wir Zugang zu neuen, innovativen Produkten im Brillenglas, was uns neue Wachstumschancen eröffnen wird. Zudem profitieren wir vom hohen Qualitätsanspruch der HOYA-Gruppe bei der Entwicklung und Produktion von Brillengläsern. Wir gehen von einer deutlich besseren Fertigungsqualität aus, als sie uns in den bisherigen Rezeptglas-Produktionen zur Verfügung stand. Auch dies wird sich positiv auf unsere Kundenbindung und unseren Umsatz im Bereich Brillenglas auswirken.

Wir bewerten das technologische Risiko insgesamt als gering (grün).

c) Beschaffungschancen und -risiken

Unsere derzeitigen Lieferketten sind stabil. Durch die Umstellung unserer Hauptproduktion von Rezept-Brillengläsern auf die Produktion der HOYA-Gruppe in Ungarn wird unser Beschaffungsrisiko deutlich sinken. Zusätzlich werden wir die weltweit größte Produktion der HOYA-Gruppe in Thailand als Backup für den Ausfall einer Produktion einrichten. Durch diese Maßnahme diversifizieren wir gezielt unsere Fertigungsstruktur, um Risiken zu streuen und im Bedarfsfall Ausfälle durch alternative Produktionskapazitäten abzufangen. Im Bereich Equipment arbeiten wir seit vielen Jahren eng mit ausgewählten und bewährten Zulieferern und Herstellern zusammen. Der mögliche Ausfall eines unserer Hauptlieferanten ist aktuell nicht erkennbar, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Equipment streuen wir das Risiko durch unser breites Portfolio, das durch verschiedene Lieferanten abgedeckt wird.

Wir sehen das Beschaffungsrisiko insgesamt als mittel (gelb).

d) Personalchancen und -risiken

Wir richten unsere Personalpolitik darauf aus, ein interessanter Arbeitgeber für motivierte und engagierte Mitarbeiter zu sein. Unser Kulturwandel- und Managementteam beschäftigt sich seit 2020 intensiv mit der Erarbeitung und Gestaltung der zukünftigen Unternehmenskultur. Wir arbeiten kontinuierlich daran, weiterhin attraktiver Arbeitgeber zu sein und das fachliche Knowhow des Personals zu fördern. Die Übernahme durch die HOYA Cooperation im Dezember 2024 wurde frühzeitig und transparent an das DAO-Team kommuniziert, um Abgänge von Führungskräften und Schlüsselpersonen in der Übergangsphase zu vermeiden.

Das Personalrisiko bewerten wir dementsprechend als mittel (gelb).

e) Chancen und Risiken IT

Die IT-Risiken wurden weiterhin erheblich reduziert. Es wurde diverse Softwareanwendungen erneuert, das Sicherheitslevel der gesamten Infrastruktur wurde deutlich angehoben und Hardware wurde ebenfalls erneuert.

Nach der Einführung des CRM-Systems und unseres Glaswebshops im Jahr 2022 steht nun noch eine Erneuerung unseres ERP-Systems aus. Nach der Übernahme der DAO durch HOYA ist geplant, die DAO IT-Struktur bis zum Ende des Jahres 2025 in die HOYA-Domäne zu integrieren. Dadurch bekommt die DAO-Zugriff auf weitere HOYA-Software-Lösungen wie zum Beispiel eine neue Personalmanagement-Software, eine neue Zeiterfassungs-Software, sowie weitere HOYA-Anwendungen in den Bereichen Logistik, Controlling und Fertigungsanbindung.

Grundsätzlich stellt unser ERP-System besonders bei der Integration von neuen Softwarelösungen eine Herausforderung dar. Möglicherweise ergeben sich daraus Risiken, wenn bestimmte verknüpfte Systeme durch neuere Lösungen abgelöst werden sollen. Die Entscheidung zur Einführung des neuen ERP wird voraussichtlich bis zur Mitte des Jahres 2025 getroffen. Wir gehen dann von einer Projektdauer von 12-18 Monaten aus, bis das neue ERP live gehen kann.

Ein generell gestiegenes Risiko bildet Schadsoftware, die aktuell vermehrt im Umlauf ist. Wir haben uns hier im Jahr 2023 umfangreich neu aufgestellt und diverse Schutzmaßnahmen ergriffen. Trotzdem kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass eines unserer Systeme von Schadsoftware befallen wird. Um dem Risiko zu begegnen, haben wir eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Wir bewerten das Risiko IT als mittel (gelb)

f) Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Jahresverlauf 2024 hat gezeigt, dass trotz zahlreicher Krisen, einer gestiegenen Inflation, erhöhter Zinsen und einer starken Kaufzurückhaltung auch in den kommenden Monaten nicht mit einem erhöhten Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu rechnen ist. Wir beobachten diese Entwicklung weiterhin sehr aufmerksam.

Aktuell spielt das weiterhin hohe Zinsniveau eine beachtenswerte Rolle. Bereits im vergangenen Jahr haben wir damit begonnen, bestehende Kredite der Deutschen Augenoptik GmbH, welche für Absatzfinanzierungen genutzt werden, zurückzuführen. Die Absatzfinanzierungen werden inzwischen direkt zwischen unseren Kunden und einer Partnerbank abgewickelt. Zudem ist es uns 2024 gelungen, den gesamten Lagerbestand der Deutschen Augenoptik GmbH im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen, leicht gestiegenen Niveau zu halten. Durch das fortlaufende Controlling der Vorräte werden Überbestände vermieden, welche liquide Mittel binden. Die hieraus gewonnene freie Liquidität konnten wir erfolgreich zur Reduktion unserer Verbindlichkeiten nutzen.

Auf eine sich verändernde Umsatzsituation können wir jederzeit reagieren und unsere Kosten auf ein Minimum reduzieren. Die Zahlungsfähigkeit ist aufgrund der aktuell verfügbaren liquiden Mittel ausreichend sichergestellt.

Wir sehen das finanzwirtschaftliche Risiko als gering an (grün).

g) Qualitätsrisiken

Das Management unserer Produktqualität spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Hierfür haben wir ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das von externer Stelle im Februar 2025 erfolgreich rezertifiziert wurde. Insofern reduzieren wir unsere Qualitätsrisiken für die Zukunft systematisch. Die Produktqualität wird systematisch überwacht und eng mit den Lieferanten abgestimmt.

Wir bewerten die Qualitätsrisiken als gering (grün)

h) Restrukturierungsrisiken

Im Rahmen der Übernahme durch den HOYA-Konzern wurde frühzeitig entschieden, den Logistikbereich der DAO inklusive Lager zu unserer Schwesterfirma HOYA Lens Deutschland GmbH nach Rodgau zu verlagern. Dies betrifft sowohl das Brillenglaslager, als auch das Lager für Kleinteile, Handelsware und Großgeräte, sowie unseren Warenein- und ausgang. Von dieser Maßnahme sind insgesamt 14 Personen betroffen, die das Unternehmen verlassen werden. Hier besteht das Risiko von vorzeitigen Kündigungen durch bestehende Mitarbeiter und damit verbunden einem Personalmangel, sowie daraus resultierende Verzögerungen in der täglichen Lieferperformance.

Dieses Projekt muss vom Zeitplan, der Abwicklung und den notwendigen Personalkapazitäten in Mühlacker und Rodgau sehr gut geplant werden, um den operativen Alltag der DAO bezüglich der Lieferung aller Produkte störungsfrei zu gewährleisten. Fehler oder Probleme beim Umzug des Lagers können zu Lieferverzögerungen und damit zu Kunden- und Umsatzverlusten führen.

Wir bewerten die Risiken aus dieser Restrukturierung als mittel (gelb)

Fazit Risikobericht

Die Risikobeurteilungen haben zum Ergebnis geführt, dass trotz der aktuellen Situation in Deutschland, Europa und der gesamten Welt gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken bestehen und das Risikoumfeld insgesamt die Fortführung der Gesellschaft nicht gefährdet.

6. Prognosebericht

a.) Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Konjunkturelle und branchenspezifische Einflüsse können die operative und finanzwirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Dementsprechend basieren die nachfolgenden Prognosen zum erwarteten Geschäftsverlauf auf Annahmen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Branchenentwicklung. Diese Annahmen werden im Folgenden dargestellt. Das Unternehmen überwacht fortlaufend die Entwicklung dieser Rahmenbedingungen, um möglichst schnell und umfassend auf eventuelle Veränderungen reagieren zu können.

Durch die anhaltenden Krisen wird für das Jahr 2025 ein verhaltener Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um voraussichtlich nur 0,2% prognostiziert6. Aus unserer Sicht bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin herausfordernd.

b.) Ausblick

Das Konsumklima ist weiterhin auf einem niedrigen, negativen Niveau7. Ein getrübtes Konsumklima führt auch in der augenoptischen Branche zu schwächeren Umsätzen und bei den Augenoptikern zu einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft. Trotzdem wird für die Branche im Jahr 2025 ein Wachstum von 3% erwartet8. Der Jahresauftakt 2025 war trotz des weiterhin schwachen Konsumklimas von positiven Impulsen auf der augenoptischen Fachmesse „OPTI“ geprägt9. Wir gehen deshalb von einer leichten Erholung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2025 aus. Wie stark diese ausfallen wird, hängt davon ab, wie sich die gesamtwirtschaftliche Situation entwickelt. Entscheidend wird, dass wir Marktanteile gewinnen und dadurch Umsätze steigern.

Ein Ausbau der Zusammenarbeit mit unseren Schwesterfirmen HOYA Lens Deutschland GmbH und SEIKO Optical Europe GmbH wird uns Zugang zu neuen Kundengruppen verschaffen und so ebenfalls zu einem potenziellen Wachstum im Equipmentbereich beitragen. Die geplante Umstellung der Rezeptglas-Produktion auf HOYA wird uns im Laufe des Jahres eine Verbesserung unserer Lieferschnelligkeit und unserer Produktqualität bringen. Das wird die Entwicklung unseres Brillenglas-Umsatzes erneut positiv beeinflussen.

6 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/.
7 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/.
8 Quelle: https://www.spectaris.de/consumer-optics/aktuelles/detail/deutsche-augenoptische-industrie-bleibt-stabil-leichtes-wachstumtrotz-herausforderungen.
9 https://www.eyebizz.de/veranstaltungen/opti-2025-mit-power-ins-augenoptische-jahr/.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurde von der Konzernleitung der HOYA-Gruppe beschlossen, dass das Kerngeschäft der Tochtergesellschaft Augenoptik Domažlice s.r.o., Domažlice, Tschechien, an eine Schwestergesellschaft der Deutsche Augenoptik GmbH ausgelagert wird. Die Tochtergesellschaft Augenoptik Domažlice s.r.o., Domažlice, Tschechien, wird voraussichtlich nicht weiter fortgeführt und in den nächsten Jahren liquidiert. Die von der Gesellschaft bilanzierte Beteiligung an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 217 ist aufgrund der zum Berichtszeitpunkt vorliegenden Planung im nächsten Geschäftsjahr außerplanmäßig abzuschreiben. Die Bewertung zum 31.12.2024 enthält sämtliche zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken.

Das Jahr 2025 startete zudem mit einem deutlich besseren Equipment-Umsatz auf der OPTI-Fachmesse im Februar. Im Bereich Brillenglas setzen wir unsere Neukundenakquise unvermindert fort. Im ersten Quartal 2025 konnten wir ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnen. Wir gehen deshalb für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2025 bis 31.03.2025 von einem Gesamtumsatz zwischen T€ 4.000 und T€ 4.500 und für das Geschäftsjahr 2025/2026 nach aktuellem Stand von Gesamtumsätzen deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 aus. Dabei wird sich der Bereich Brillenglas voraussichtlich erneut stärker entwickeln als der Bereich Equipment. Im Bereich Brillenglas rechnen wir mit einem deutlich steigenden Umsatzniveau. Der Bereich Equipment hängt stark von der Investitionsbereitschaft unserer Kunden und vom erfolgreichen Ausbau der Zusammenarbeit mit unseren Schwesterfirmen HOYA Lens Deutschland GmbH und SEIKO Optical Europe GmbH ab.

Geplante Umstrukturierungen im Bereich der Logistik und Lagerhaltung werden zu einem deutlichen Restrukturierungskosten und -aufwänden führen, die das Ergebnis des neuen Geschäftsjahres einmalig reduzieren werden. Aufgrund dieses Effekts und den zu Beginn anfallenden Kosten für die Fachmesse OPTI gehen wir für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2025 bis 31.03.2025 gehen wir von einem negativen EBIT zwischen T€ - 100 und T€ - 250 aus. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwarten wir, dass diese Effekte kompensiert werden können und ein deutlich positives EBIT erzielt wird.

Durch unseren Eintritt in den HOYA-Konzern werden wir im Laufe des Jahres Zugang zu neuen Produkten bekommen und uns auch im bestehenden Produktportfolio vermehrt auf Produkte mit hohem Umsatz- und Margenpotential fokussieren. Zudem werden wir mehrere Projekte durchführen, die zu einer besseren und profitableren Aufstellung der DAO GmbH führen. Mit der Finanz- und Innovationskraft der HOYA-Gruppe erhöhen wir unsere Flexibilität als Unternehmen, um effizienter und schneller auf Markt- und Umfeldveränderungen reagieren zu können. Im Laufe der kommenden Jahre 2025/2026 werden wir in allen Bereichen an die Strukturen des HOYA-Konzerns angebunden. Gleichzeitig bleibt die DAO als eigenständiges Unternehmen vollumfänglich erhalten und handlungsfähig.

7. Abhängigkeitsbericht

Bis zum Formwechsel der Deutsche Augenoptik AG, Mühlacker, in die Deutsche Augenoptik GmbH, Mühlacker, durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 13.02.2025 und konstitutiver Eintragung des Formwechsels in das Handelsregister am 24.03.2025 handelte es sich bei der Gesellschaft um eine abhängige Aktiengesellschaft. Die Geschäftsführung der Rechtsnachfolgerin Deutsche Augenoptik GmbH hat daher als einziges verbliebenes Vertretungsorgan für den Zeitraum 01.01.2024 bis 31.12.2024 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung:

„Die Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG) hat nach den Umständen, die dem damaligen Vorstand in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit der DAO Holding GmbH sowie der Hoya Holdings N.V., Amsterdam (Niederlande) oder ihren verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde nicht benachteiligt. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.“

 

Im Mai 2025

gez. Stefan Rüdiger, Geschäftsführer

gez. Verena Burghardt, Geschäftsführerin

gez. Oliver Fischbach, Geschäftsführer

gez. David Upton, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2024

Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG), Mühlacker

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 103.416,00 142.576,00
II. Sachanlagen 903.608,73 1.060.943,54
- davon Bauten auf fremden Grundstücken 58.222,04
(Vorjahr: 67.623,04 )
- davon Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.582,97
(Vorjahr: 318.661,24 )
- davon Vermietete Geräte 617.803,72
(Vorjahr: 674.659,26 )
III. Finanzanlagen 216.561,33 216.561,33
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 216.561,33
(Vorjahr: 216.561,33 )
Anlagevermögen 1.223.586,06 1.420.080,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.703.422,64 2.460.580,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.610.414,68 4.151.553,99
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.529,74
(Vorjahr: 25.617,47 )
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.108.410,51 1.765.272,86
Umlaufvermögen 7.422.247,83 8.377.406,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 177.232,72 151.762,57
Bilanzsumme 8.823.066,61 9.949.250,39

PASSIVA

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31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 510.000,00 510.000,00
II. Gewinnvortrag 4.755.507,52 4.287.911,75
III. Jahresüberschuss 291.532,12 467.595,77
Eigenkapital 5.557.039,64 5.265.507,52
B. Rückstellungen 477.366,75 242.002,00
C. Verbindlichkeiten 2.788.660,22 4.441.740,87
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.110.113,77
(Vorjahr: 3.553.251,20 )
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
(Vorjahr: 3.943,27 )
Bilanzsumme 8.823.066,61 9.949.250,39

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG), Mühlacker

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2024 2023
1. Rohergebnis 8.370.644,73 7.808.185,29
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 4.246.101,82 - 3.703.592,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 753.897,51 - 780.415,40
- 4.999.999,33 - 4.484.008,13
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 291.072,58 - 298.028,62
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.618.465,14 - 2.541.543,92
- davon aus Währungsumrechnung: € - 17.699,54 (Vorjahr: € -6.947,68 )
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 232.500,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.860,43 47.499,56
- davon aus Abzinsung: € 70.149,65 (Vorjahr: € 39.595,86 )
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 167.092,90 - 243.294,41
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 102.343,09 - 53.714,00
9. Ergebnis nach Steuern 291.532,12 467.595,77
10. Jahresüberschuss 291.532,12 467.595,77
11. Gewinnvortrag 4.755.507,52 4.287.911,75
12. Bilanzgewinn 5.047.039,64 4.755.507,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG) Mühlacker

A. Allgemeine Angaben

Die Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG) hat ihren Sitz in Mühlacker und ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 753980 eingetragen.

Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 13.02.2025 wurde die Deutsche Augenoptik AG (Amtsgericht Mannheim, HRB 723492) in die Deutsche Augenoptik GmbH formgewechselt. Die Eintragung des Formwechsels im Handelsregister erfolgte am 24.03.2025.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des AktG aufgestellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und linear über drei Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Die beweglichen Anlagen werden bei Zugang entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt.

Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag. Bei Waren, die regelmäßig in Fremdwährung bezogen werden, werden die Einkaufspreise zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Noch nicht fällige, unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem Zinssatz von 6,5% (Vorjahr 6,5%) diskontiert.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 ist in Abschnitt E. dargestellt.

2. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

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Nominalkapital in Landeswährung Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
% T€ T€
Augenoptik Domažlice s.r.o., Domažlice, Tschechien1) 1.313.000 CZK 100,00 117 2) 15

1) Eigenkapital und Ergebnis der Gesellschaft zum 31.12.2024.
2) Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte zum Stichtagskurs 31.12.2024.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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Restlaufzeit
Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023 > 1Jahr 31.12.2024 > 1 Jahr 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87 26 0 0
übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.523 4.126 522 1.087
2.610 4.152 522 1.087

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 87 (Vorjahr: T€ 26).

4. Eigenkapital

Das Grundkapital ist aufgeteilt in 51.000 auf die Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nennbetrag von jeweils € 10,00.

5. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Mitarbeiterprämien und Tantiemen, Abfindungen sowie Aufsichtsratsvergütungen.

6. Verbindlichkeiten

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in Abschnitt F. dargestellt.

7. sonstige finanzielle Verpflichtungen

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31.12.2024 31.12.2023
T€ T€
Jahresbetrag der Verpflichtungen aus
langfristigen Miet- und Leasingverträgen
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen/ Beteiligungsunternehmen T€ 0 (VJ.: T€ 372)) 1.317 1.121
sonstige finanzielle Verpflichtungen 1.317 1.121
davon fällig innerhalb eines Jahres 1.029 1.121

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für das Berichtsjahr und das Vorjahr waren Pflichtangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorzunehmen.

E. Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 705.317,63 0,00 0,00 705.317,63
II. Sachanlagen 2.329.316,89 141.810,73 135.893,96 2.335.233,66
- davon Bauten auf fremden Grundstücken 159.456,79 0,00 0,00 159.456,79
- davon Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.203.914,84 15.262,31 0,00 1.219.177,15
- davon Vermietete Geräte 965.945,26 126.548,42 135.893,96 956.599,72
III. Finanzanlagen 232.246,98 0,00 0,00 232.246,98
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 216.561,33 0,00 0,00 216.561,33
Insgesamt 3.266.881,50 141.810,73 135.893,96 3.272.798,27
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Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 562.741,63 39.160,00 0,00 601.901,63
II. Sachanlagen 1.268.373,35 251.912,58 88.661,00 1.431.624,93
- davon Bauten auf fremden Grundstücken 91.833,75 9.401,00 0,00 101.234,75
- davon Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.253,60 106.340,58 0,00 991.594,18
- davon Vermietete Geräte 291.286,00 136.171,00 88.661,00 338.796,00
III. Finanzanlagen 15.685,65 0,00 0,00 15.685,65
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 1.846.800,63 291.072,58 88.661,00 2.049.212,21
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Restbuchwerte
Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 103.416,00 142.576,00
II. Sachanlagen 903.608,73 1.060.943,54
- davon Bauten auf fremden Grundstücken 58.222,04 67.623,04
- davon Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.582,97 318.661,24
- davon Vermietete Geräte 617.803,72 674.659,26
III. Finanzanlagen 216.561,33 216.561,33
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 216.561,33 216.561,33
Insgesamt 1.223.586,06 1.420.080,87

F. Aufgliederung der Verbindlichkeiten

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Bilanzwert Restlaufzeit bis 1 Jahr
31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten 2.789 4.442 730 1.789
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.110 3.553 51 900
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 4 0 4
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Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
31.12.2024 31.12.2023
T€ T€
Verbindlichkeiten 2.059 2.603
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.059 2.603
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0

Von den Verbindlichkeiten haben T€ 0 (VJ: T€ 50) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten sind T€ 2.110 (VJ: T€ 3.553) durch eine Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie eine Globalzession der Debitoren A-Z besichert.

G. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

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Jahresdurchschnitt
2024 2023
gewerbliche Arbeitnehmer 4 24
Angestellte 88 68
Arbeitnehmer 92 92

2. Vorstand/ Geschäftsführer

Vorstände/ Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

Herr Stefan Rüdiger, Neuwied

Herr Lukas Hülser, Mühlacker (bis 29.11.2024)

Frau Verena Burghardt, Pforzheim (seit 13.02.2025)

Herr Oliver Fischbach, Ratingen (seit 13.02.2025)

Herr David Upton, Voorburg (Niederlande) (seit 13.02.2025)

3. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft waren bis zur Auflösung des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 29.11.2024:

Herr Prof. Dr. Roderich C. Thümmel, Stuttgart, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Herr Ulrich Fischer, Schwäbisch Gmünd, Privatier

Frau Stephanie Fischer-Storck, Landau, stellv. Vorsitzende, EFL-Beraterin

Herr Tobias Hülser, Berlin, Student

4. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurde von der Konzernleitung beschlossen, dass das Kerngeschäft der Tochtergesellschaft Augenoptik Domažlice s.r.o., Domažlice, Tschechien, an eine Schwestergesellschaft der Deutsche Augenoptik GmbH ausgelagert wird.

Die Tochtergesellschaft Augenoptik Domažlice s.r.o., Domažlice, Tschechien, wird voraussichtlich nicht weiter fortgeführt und in den nächsten Jahren liquidiert. Die von der Gesellschaft bilanzierte Beteiligung an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 217 ist aufgrund der zum Berichtszeitpunkt vorliegenden Planung der Geschäftsführung im nächsten Geschäftsjahr außerplanmäßig abzuschreiben. Die Bewertung zum 31.12.2024 enthält sämtliche zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken.

 

Mühlacker, 16.05.2025

gez. Oliver Fischbach

gez. Stefan Rüdiger

gez. David Upton

gez. Verena Burghardt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG) Mühlacker, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Augenoptik GmbH (vormals: Deutsche Augenoptik AG), Mühlacker, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 16.05.2025

PKF WULF & PARTNER Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Martin Wulf, Wirtschaftsprüfer

gez. Maximilian Dermati, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Feststellung nach § 328 Abs. 1 HGB

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 ist von der Gesellschafterversammlung am 16.06.2025 festgestellt worden.

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