IVECO Deutschland Aktiengesellschaft
Selbe AdresseHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Breitscheidel seit 12.5.2025 | Geschäftsführer |
Christian Sulser seit 12.5.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Iveco S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EVCO GmbH (vormals: Nikola Iveco Europe GmbH)UlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen der Gesellschaft Die Iveco-Gruppe hat den Übergang zur CO 2 -Neutralität als strategische Priorität identifiziert. Als ehemaliges Joint Venture mit der Nikola Corporation hat die EVCO GmbH (nachfolgend: EVCO) den Zweck, insbesondere rein elektrische und wasserstoffbetriebene Schwerlastkraftwagen zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Gemäß der EU-Verordnung zur Festlegung von CO 2 -Emissionsnormen müssen die Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen ab dem Jahr 2025 festgelegte Ziele für den flottenweiten CO 2 -Ausstoß ihrer in einem Kalenderjahr zugelassenen neuen schweren Nutzfahrzeuge einhalten. Ab dem Jahr 2030 verschärfen sich die Zielvorgaben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die EVCO in der Iveco-Gruppe für die Entwicklung und Produktion emissionsfreier Lastkraftwagen zuständig. Der Vertrieb an Händler und Endkunden erfolgt über die Iveco S.p.A. und über deren Tochtergesellschaften. Mit Übernahme der Geschäftsanteile der Nikola Corporation durch die Iveco S.p.A. im Geschäftsjahr 2023 wurde die EVCO GmbH vollständig in den Iveco Konzern integriert und ist ab diesem Zeitpunkt eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Iveco S.p.A. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs/wirtschaftliches Umfeld Wirtschaftliches Umfeld Wirtschaftliche Stagnation bestimmte das Jahr 2023 Nachdem in Vorjahren die Corona-Pandemie sowie seit Februar 2022 zusätzlich ein Krieg in Europa die Wirtschaftsentwicklung bremsten, steckt Deutschland auch 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes preisbereinigt um -0,3 Prozent bzw. preis- und kalenderbereinigt um -0,1 Prozent weiter in einer Stagnationsphase. Als Hauptursachen werden für die Exportnation Deutschland der insgesamt schwache Welthandel sowie die hohen Energiepreise gesehen. 2023 konnte dagegen in der Europäischen Union ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent und weltweit um 2,7 Prozent erreicht werden. Im Jahr 2024 sollte die Inflation weiter abnehmen und die Lohneinkommen bei hoher Beschäftigung kräftig steigen. Dies stärkt die Kaufkraft und fördert die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Auch daher wird für 2024 in Deutschland mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,7 Prozent gerechnet. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 und werden für das Jahr 2024 mit einem Anstieg von 2,2 Prozent prognostiziert. Wegen der sinkenden Inflation dürfte der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November 2023 und für den Frühsommer 2024 wird eine erste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank erwartet. Anders als in den Vorjahren haben die privaten Konsumausgaben 2023 die Wirtschaftslage nicht stabilisieren können, unter anderem da durch die hohe Inflation das real verfügbare Einkommen sank. Nach einem Plus von 3,9 Prozent im Vorjahr waren die privaten Konsumausgaben 2023 mit -1,1 Prozent rückläufig. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen 2023 um 2,1 Prozent ab. Für 2024 werden für den privaten Konsum +1,3 Prozent und für den staatlichen Konsum +0,7 Prozent prognostiziert. Der Außenbeitrag nahm 2023 deutlich ab. So haben sich die Importe um -3,2 Prozent und die Exporte um -2,0 Prozent vermindert. Für 2024 wird mit +0,9 Prozent (Importe) und +1,3 Prozent (Exporte) eine Verbesserung gesehen. Nach Arbeitslosenquoten von 5,9 Prozent im Jahr 2020, 5,7 Prozent im Jahr 2021 und 5,3 Prozent im Jahr 2022 hat sich der Erholungstrend 2023 nicht weiter fortgesetzt. 2023 ist die Arbeitslosenquote wieder leicht auf 5,7 Prozent gestiegen und wird 2024 voraussichtlich bei 5,9 Prozent liegen. Marktumfeld Der Markt für schwere Elektro-Lkw wächst sowohl in Europa als auch in den USA rasant. Im Jahr 2022 wuchs der Markt in Europa um 200 % und erreichte insgesamt 1.041 Lkw. Im Jahr 2023 wurden im europäischen Markt für batterieelektrische Fahrzeuge etwa 3.000 Fahrzeuge zugelassen. Die nordischen Länder, Frankreich, Deutschland und die Niederlande machen zusammen drei Viertel der gesamten Elektro-Lkw Verkäufe in der EU aus, stark unterstützt durch Subventionen und Steuervorteile. Darüber hinaus ist Wasserstoff eine vielversprechende Technologie für schwere Lkw, die im Vergleich zu Elektrobatterien eine größere Reichweite und schnellere Betankungszeiten bietet. Entsprechend dem letzten strategischen Geschäftsplan geht die Iveco Group davon aus, dass im Jahr 2028 ca. 15 % der gesamten Industriefahrzeuge (-330.000 Einheiten) als emissionsfreie Fahrzeuge klassifiziert werden. Die Volumenprognose basiert im Wesentlichen auf Schätzungen des Branchenvolumens und Iveco-Marktanteils (geschätzt zwischen 8 % und 10 %) sowie der über die CO 2 Gesetzgebung geforderten Mengen an emissionsfreien Fahrzeugen ab dem Jahr 2025. C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1. Nachfrageentwicklung sowie Umsatz und Produktion Das Geschäftsjahr 2023 war für die EVCO im Wesentlichen geprägt von der Weiterentwicklung der Fahrzeuge sowie der Hinführung der in Entwicklung befindlichen Schwerlastfahrzeuge zur Serienreife. Nach Erwerb des 50 % Anteils der Nikola Corporation durch die Iveco S.p.A. wurden zwischen der EVCO und der Iveco S.p.A. im Jahr 2023 ein Forschungs- und Entwicklungs-Transferpreisagreement (nachfolgend: R&D Transferpreisagreement) sowie ein Produktions-Transferpreisagreement abgeschlossen. Auf Grundlage des R&D Transferpreisagreements hat die EVCO im Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Mio. EUR 69,3 an die Iveco S.p.A. fakturiert. Die Weiterbelastung der Forschungs- und Entwicklungsleistungen erfolgte entsprechend der konzerneinheitlichen Vereinbarung zu Cost + 7 %. 2. Ertragslage Die Umsatzerlöse von Mio. EUR 69,3 resultieren ganz überwiegend aus Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen, die für die Gesellschafterin erbracht wurden. Bei einer Bestandserhöhung an unfertigen Erzeugnissen um Mio. EUR 18,6 erhöhte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) im Berichtsjahr 2023 auf Mio. EUR 81,1 (Vorjahr: Mio. EUR -4,6). Die sonstigen betrieblichen Erträge von Mio. EUR 9,0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,2) enthalten mit Mio. EUR 7,9 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Materialaufwendungen von Mio. EUR 59,6 (Vorjahr: Mio. EUR 20,9) enthalten neben Materialaufwendungen aus dem Einkauf von Komponenten mit Mio. EUR 18,5 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) Aufwendungen aus der Verschrottung von Entwicklungsfahrzeugen (Prototypen), Aufwendungen für Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Demofahrzeugen und mit Mio. EUR 14,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,3) Aufwendungen für bezogene Entwicklungsdienstleistungen. Der Anstieg der Personalaufwendungen auf Mio. EUR 15,9 (Vorjahr: Mio. EUR 5,3) ist auf den Personalaufbau in der Gesellschaft zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Berichtsjahr auf Mio. EUR 14,0 nach Mio. EUR 26,5 im Vorjahr. Im Vorjahr wurden bezogene Entwicklungsleistungen von Mio. EUR 20,3 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, im Berichtsjahr werden die bezogenen Entwicklungsleistungen in voller Höhe (Mio. EUR 14,3) im Materialaufwand ausgewiesen. Auf vergleichbarer Basis erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen infolge der Expansion der Gesellschaft um Mio. EUR 7,9. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Kosten für sonstige Dienstleistungen, IT-Kosten, Miet- und Leasingkosten sowie sonstige Aufwendungen. Der Anstieg der Abschreibungen um Mio. EUR 2,6 ist mit Mio. EUR 2,1 auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) zurückzuführen. Das Zinsergebnis ist mit EUR 1,3 Millionen negativ und enthält hauptsächlich Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen. Nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von Mio. EUR 60,1 erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von Mio. EUR 0,9. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um Mio. EUR 92,6 auf Mio. EUR 143,5 angestiegen. Das Anlagevermögen ist mit Mio. EUR 18,0 Millionen nahezu unverändert zum Vorjahr. Während die immateriellen Vermögensgegenstände sich um Mio. EUR 1,4 verringerten, stiegen die Sachanlagen um Mio. EUR 1,7 an. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen stehen Zugängen an Lizenzen, überwiegend von 3DX-Software, von Mio. EUR 1,7 Abschreibungen von Mio. EUR 3,1 gegenüber. Die Sachanlagen beinhalten Zugänge vor allem in Produktionsanlagen von Mio. EUR 3,7 während gegenläufig Abschreibungen von Mio. EUR 2,0 das Sachanlagevermögen reduziert haben. Das Vorratsvermögen stieg von Mio. EUR 5,8 im Vorjahr um Mio. EUR 35,1 auf Mio. EUR 40,9 zum Jahresende 2023 an. Der Anstieg betrifft mit Mio. EUR 11,3 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und mit Mio. EUR 18,6 unfertige Erzeugnisse. Die Anstiege sind zurückzuführen auf den Beginn der Vorserienproduktion im Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus sind mit Mio. EUR 5,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0) geleistete Anzahlungen an einen Lieferanten für Batterien in den Vorräten enthalten. Der Anstieg der Forderungen resultiert mit Mio. EUR 69,3 aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie mit Mio. EUR 8,8 aus höheren sonstigen Vermögensgegenständen, hier insbesondere aus Umsatzsteuer-Erstattungsansprüchen gegen das Finanzamt. Gegenläufig zum Aufbau des Working Capital reduzierten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um Mio. EUR 8,0. Die sonstigen Rückstellungen von Mio. EUR 4,9 (Vorjahr: Mio. EUR 18,5) enthalten überwiegend Personalrückstellungen sowie nachlaufende Kosten, vorwiegend für bezogene Dienstleistungen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert aus im Vorjahr stichtagsbedingt höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um Mio. EUR 4,4 durch Tilgungen im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf Mio. EUR 18,6 resultiert aus Materialeinkäufen für die anlaufende Serienproduktion. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Mio. EUR 30,0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) betreffen Lieferungen und Leistungen und resultieren vorwiegend aus Materialeinkäufen bei der Muttergesellschaft. 4. Finanzlage Die EVCO GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von Mio. EUR 80,1 aus (Vorjahr: Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von Mio. EUR 12,9). Im Berichtsjahr wurden Zuführungen zur Kapitalrücklage von Mio. EUR 92,0 geleistet. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verbesserte sich infolge der Zuführungen zur Kapitalrücklage auf 55,8 % nach einem negativen Wert aufgrund des "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" im Vorjahr. Die Gesellschaft wurde 2023 von ihrer Gesellschafterin Iveco S.p.A. so mit Finanzmitteln ausgestattet, dass sie jederzeit in der Lage war, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zum Stichtag - wie im Vorjahr - über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 3,0 (Vorjahr: Mio. EUR 11,9). Am Bilanzstichtag bestehen Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 8,8 (Vorjahr: Mio. EUR 13,2). Die zugrundeliegende Darlehensvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 11. August 2026 und wird mit 2,1 % p.a. verzinst. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2024 in das konzerninterne Cash-Pooling der Iveco-Gruppe miteinbezogen werden. 5. Gesamtbeurteilung Nach Gründung der Gesellschaft im Herbst 2020 als Joint-Venture und nach vollständiger Übernahme durch Iveco S.p.A. im Sommer 2023 erzielte die Gesellschaft in ihrem dritten vollen Geschäftsjahr erstmals einen Jahresüberschuss. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut. Die Entwicklung von Batterie- (BEV) und von Brennstoffzellen- (FCEV) Elektro-Schwerlastfahrzeugen ist zwischenzeitlich so weit vorangeschritten, dass im Jahr 2024 erste Fahrzeuge fakturiert werden können. 6. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich von Batterie- (BEV) und von Brennstoffzellen- (FCEV) Elektro-Schwerlastfahrzeugen werden von EVCO als Dienstleistungen selbst oder über ausgewählte Lieferanten für die Iveco S.p.A. erbracht. Die Dienstleistungen umfassen zum einen Design, technische Integration, Validierung und den Zulassungsprozess. Weiter sind Dienstleistungen bei der Entwicklung von Fahrzeugfunktionen, Software und von Steuerungssystemen auszuführen. Auch sind Engineering-Dienste zur Systemintegration in den Bereichen Elektrik/Elektronik, Fahrerhaus, Fahrgestell und Fahrgestellkomponenten zu erbringen. Weitere Entwicklungsfelder sind die Batterieintegration, Batteriemanagementsysteme sowie Integrationssoftware. Auch Antriebs- und Elektrifizierungslösungen sowie die Optimierung der Fahrzeugleistungen gehören zu den Dienstleistungen. Weiter ist der Bau von Prototypen, von Mockups sowie von Kleinserien zu nennen. EVCO erbringt auch Dienstleistungen auf den Gebieten Product-Lifecycle-Managementsysteme (PLM), Konstruktionsstücklisten (eBOM), technische Dokumentation und Entwicklung von Fahrzeugarchetypen. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 51,8 (Vorjahr: Mio. EUR 39,5), im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Berichtsjahr durchschnittlich 59 Mitarbeiter (Vorjahr: 5 Mitarbeiter) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren im Bereich Forschung und Entwicklung 125 (Vorjahr: 9) Mitarbeiter beschäftigt. 7. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Zentrale steuerungsrelevante Messgrößen der EVCO sind die Umsatzerlöse und das operative Betriebsergebnis. Die EVCO setzt ein umfangreiches Steuerungssystem incl. Soll-/Ist Vergleichen für diese und andere Kennzahlen ein. Dazu gehören ein monatliches Reporting an den Iveco Konzern sowie regelmäßige Besprechungen zum Ergebnis und den Erwartungen für die nächsten Monate mit dem Management des Iveco Konzerns. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Arbeitnehmer und Umweltbelange) Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind insbesondere qualifizierte Mitarbeiter sowie die Qualitäts- und Umweltbelange, ohne diese jedoch explizit zur Steuerung des Unternehmens einzusetzen oder entsprechend zu planen. 8. Investitionen Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres betrugen Mio. EUR 5,4 (Vorjahr: Mio. EUR 5,7) und betrafen mit Mio. EUR 1,7 Investitionen in Software und Lizenzen sowie mit Mio. EUR 3,2 Investitionen in Produktionsanlagen. D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Ein wirksames Risikomanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Das bestehende Risikomanagement der EVCO GmbH sowie die damit in Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen ermöglichen es der Geschäftsführung, von bestehenden Risiken frühzeitig Kenntnis zu erlangen, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Internes Kontrollsystem Das Management erstellt zusammen mit dem Controlling ein Budget für das nachfolgende Geschäftsjahr. Es werden monatlich interne Berichte erstellt, die das Management frühzeitig und umfassend über die Entwicklung der Gesellschaft und mögliche Risiken informiert. Es wird dabei insbesondere ein Vergleich der laufenden und kumulierten Ist-Zahlen mit den budgetierten Zahlen und den Zahlen des Vergleichszeitraums im Vorjahr vorgenommen und kritisch analysiert. Ausgehend von diesen Analysen können Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Risikominderung rechtzeitig eingeleitet werden. Branchenrisiko Die Wettbewerbsposition der EVCO GmbH hängt wesentlich von der Entwicklung erfolgreicher Produkte und Produkttechnologien ab. Daher unternimmt EVCO GmbH als Dienstleister der Iveco S.p.A. erhebliche Anstrengungen in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Neben der Entwicklung in internen Abteilungen werden auch wichtige Systemlieferanten eingebunden, wodurch zusätzlich externes Know-how Eingang findet. Schäden an Produkten, die trotz intensiver Prüfungen erst beim Einsatz auftreten, können zu Garantie-, Gewährleistungs- sowie Kulanzkosten führen. Im extremen Fall sind Produkthaftungsansprüche, Schadenersatzforderungen und Rückabwicklungen vorstellbar. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, liegt die oberste Priorität auf einer hohen Produktqualität. Es wird sichergestellt, dass bei Mängeln an die richtigen Adressaten kommuniziert und für Abhilfe gesorgt wird. Beschaffungsrisiko Als Teil der Iveco-Gruppe nutzt die EVCO auch die Gruppenstrategien zur Verwaltung und des Managements der Lieferketten (z. B. Überwachung der gesamten Lieferkette, dynamische Planung und kontinuierliche Prozessverbesserung). Die meisten Teilenummern, die aktuell in der Produktion unserer Elektro-Lkw eingesetzt werden, sind identisch mit der Dieselversion, insbesondere für das Fahrgestell und die Kabine. Dies reduziert das Lieferrisiko und gewährleistet die Abdeckung durch die Iveco Group Supply Chain. Für bestimmte Komponenten, bei denen eine duale Beschaffung im Aufbau der Produktion der Gesellschaft aufgrund von Mengen- oder Materialbeschränkungen derzeit nicht praktikabel ist, reagieren wir mit einer Auswahl von Premium-Lieferanten außerhalb des Iveco Group-Panels (z. B. BOSCH für Wechselrichter, etc.) als auch mit regelmäßigen internen Abstimmungen mit der Iveco Group Supply Chain. Den Risiken von steigenden Beschaffungskosten und limitierter Materialverfügbarkeit wird weiterhin mit aktivem Lieferantenmanagement und hoher Flexibilität in der Beschaffung der Materialien begegnet. Liquiditätsrisiko Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch eigene Finanzmittel und Lieferantenverbindlichkeiten sowie in geringem Umfang durch Bankdarlehen. Im Geschäftsjahr 2024 wird die EVCO GmbH in das konzerninterne Cashpooling mit der Iveco Magirus AG einbezogen werden. Investitionen des Unternehmens werden überwiegend durch Eigenkapital und durch vom Konzern zur Verfügung gestellte Mittel finanziert. Das Währungsrisiko kann als gering angesehen werden, da das Unternehmen hauptsächlich in Euro fakturiert und zahlt. Die Iveco Group N.V., Amsterdam, Niederlande hat im Vorjahr am 31. Juli 2023 eine bis zum 31. Dezember 2024 befristete und betraglich unbegrenzte Patronatserklärung zu Gunsten der EVCO GmbH abgegeben. Iveco Group N.V., Amsterdam, Niederlande verpflichtet sich darin, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln auszustatten, damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen sowie eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Eine Verlängerung der Patronatserklärung ist aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Kapitalmaßnahmen nicht mehr geplant. Rechtliche Risiken/Compliance Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die EVCO GmbH auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ausgesetzt. Drohende Auseinandersetzungen werden unverzüglich einer rechtsanwaltlichen Überprüfung unterzogen, um sofort die geeigneten Maßnahmen zu treffen und das wirtschaftliche Risiko abzuschätzen. IT-Risiken Eine ständige Verbesserung der Informationssysteme und ihrer Infrastruktur sowie ihrer Sicherheit sind zwingende Voraussetzungen des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit. Die IT-Struktur der Gesellschaft ist seit Gründung der Gesellschaft vollständig im Iveco-Konzern integriert. Zur Meidung von IT-Risiken wird die IT-Infrastruktur kontinuierlich überprüft und angepasst. Unter Führung der zentralen IT der Iveco Group N.V. werden die bestehenden Maßnahmen zur Abwehr von Cyber-Bedrohungen regelmäßig überprüft und der aktuellen Bedrohungslage angepasst. Sonstige operative Risiken Der Begrenzung von operativen Risiken dienen insbesondere das interne Kontrollsystem in Form von regelmäßig erstellten Berichten durch die jeweiligen Fachbereiche, Organisationsrichtlinien für die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von qualifiziertem Personal sowie das Bestreben nach ständiger Weiterentwicklung der Methoden der technischen Abläufe. Die operativen Risiken werden als gering eingeschätzt. Beurteilung des Gesamtrisikos Die Gesellschaft zielt auf klare Organisations- und Führungsstrukturen, eindeutige Verfahrensanweisungen und Richtlinien sowie effiziente Informations- und Kontrollsysteme ab, damit ein strukturiertes Vorgehen besteht, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen begegnen zu können. Darüber hinaus bestehen nach den uns heute bekannten Informationen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Ferner kann die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung aus dem Konzern zurückgreifen. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die EVCO GmbH in Ulm stellt das Kompetenzzentrum der Iveco S.p.A. für die Entwicklung von Batterie- (BEV) und von Brennstoffzellen- (FCEV) Elektro-Schwerlastfahrzeugen sowie von elektrischen Traktoren (Rigid Electric Tractors) dar. Auch aufgrund der EU-Verordnung zur Festlegung von CO 2 Emissionsnormen, die ab 2025 und ab 2030 verschärfte herstellerbezogene Ziele für den flottenweiten CO 2 -Ausstoß, der in einem Kalenderjahr zugelassenen neuen schweren Nutzfahrzeuge vorsieht, wird dem defossilisierten Straßengüterverkehr eine sehr gute Entwicklung eingeräumt. Mitarbeiter Qualifizierte Fach- und Führungskräfte ermöglichen Chancen, durch Innovationen sowie durch Sicherstellung der Produktqualität die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem Markt zu untermauern. Die Mitarbeiter der EVCO GmbH stellen einen wesentlichen Faktor zur Erreichung der geplanten Erfolge dar. Ein standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen qualifiziert sind. Die Mitarbeiter unterstützen im Rahmen des internen Vorschlagswesens die kontinuierliche Optimierung der Prozesse und gestalten damit die Geschäftstätigkeit aktiv mit. E. Prognosebericht Waren für den letzten Jahreswechsel die Entwicklung der Energiemärkte und der Inflation sowie damit verbunden die Reaktion der Zentralbanken die großen "Unbekannten", so scheinen es zum Ende des Jahres 2023 eher die Finanzpolitik und die unsichere Haushaltslage zu sein. Grundsätzlich sind die "Weichen für die deutsche Wirtschaft auf Erholung gestellt". Die Inflation ist weiterhin rückläufig und die Lohneinkommen holen bei hoher Beschäftigungsquote die im Vorjahr durch die Rekordinflation entstandenen Realeinkommenslücken wieder auf. Kaufkraft wird zurückerwartet und damit ein positiver Effekt auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Auch scheint infolge der nachlassenden Inflation am Zinsmarkt 2024 eine Wende bevor zu stehen. Für 2024 wird mit +0,7 Prozent ein positives Wachstum erwartet. Für 2025 wird mit +1,0 Prozent eine Normalisierung der Konjunktur prognostiziert. Eine sehr große Unsicherheit geht derzeit vom finanzpolitischen Kurs der Regierung aus. Derzeit kann man davon ausgehen, dass die Finanzpolitik restriktiver wird. Der globale Warenhandel und der Warenkonsum sollten 2024 wieder zulegen und zu den Konjunkturtreibern werden. Im Euroraum dürfte 2024 ein Produktionszuwachs in Höhe von +1,0 Prozent beobachtet werden. Insgesamt sind die Risiken für die Weltwirtschaft weiterhin hoch. Die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge gilt als ein wichtiges Element, um den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren und damit den Klimawandel zu bekämpfen. Viele Staaten und Unternehmen investieren in die Ladeinfrastruktur, um den Übergang zu Elektrofahrzeugen zu fördern. 2024 erwarten wir dank technologischer Innovationen und Investitionen in Forschung und Entwicklung einen Anstieg der Zahl an elektrischen Schwerlastwagen, die auf dem europäischen Markt verfügbar sind. In den nächsten Jahren dürften die Herstellungskosten der Batterien sinken, die Reichweite einer Batterieladung zunehmen und sich die Ladegeschwindigkeit verbessern. Dies wird die Wahl eines Elektro- Schwerlastfahrzeugs verbilligen und attraktiver machen. Es sind jedoch noch Herausforderungen zu bewältigen. Hierzu gehören auch weitere Investitionen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie finanzielle Anreize zur Erleichterung des Übergangs zu emissionsfreien Schwerlastfahrzeugen. Nach aktuellen Trends und Expertenprognosen könnte 2024 ein bedeutendes Jahr für elektrische Schwerlastfahrzeuge werden. Ab 2024 wird EVCO die vollständige Palette emissionsfreier Schwerlastfahrzeuge produzieren und ausliefern. Hierzu gehören die Batterie-Elektro-Schwerlastfahrzeuge (BEV). Für 2024 ist geplant, 60 BEV über Iveco S.p.A. und deren Tochtergesellschaften in den Markt zu bringen. Weiter sollen im Jahr 2024 zwölf Prototypen an Brennstoffzellen-Elektro-Schwerlastfahrzeugen (FCEV) im Rahmen des EU-Projektes H2Haul ausgeliefert werden. Weiter ist für 2024 der Bau der ersten 15 "Gamma Rigid electric trucks" geplant. Im Jahr 2024 werden wir die ersten Serienfahrzeuge an Kunden ausliefern. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis des Budgets Umsatzerlöse von ca. Mio. EUR 121, davon ca. Mio. EUR 62 aus Fahrzeugumsätzen und ca. Mio. EUR 59 Umsatzerlöse aus weiterbelasteten Entwicklungsleistungen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein operatives Betriebsergebnis von ca. Mio. EUR 6,1. Die ersten sieben Monate des laufenden Geschäftsjahres bestätigen diese Prognose.
Ulm, August 19, 2024 Die Geschäftsführung Giuseppe De Pascali Simone Curti Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § § 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten erstmals die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB, nachdem die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2023 zwei der drei Größenmerkmale überschritten hat. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Zur Verbesserung der Klarheit in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Angaben zu Restlaufzeiten teilweise in den Anhang übernommen. Mit Wirkung zum 29. Juni 2023 hat die Iveco S.p.A, Turin, Italien, die von der Nikola Corporation gehaltenen Anteile an der Gesellschaft in Höhe von 50 % erworben. Die Anteile an der Gesellschaft werden somit ab diesem Zeitpunkt vollständig von Iveco S.p.A., Turin, Italien, gehalten. Registerinformationen und Zweck des Unternehmens Die Gesellschaft wurde am 30. September 2020 unter der Firma Nikola Iveco Europe GmbH mit Sitz in Ulm im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 740737 eingetragen. Mit Satzungsänderungsbeschluss vom 11. August 2023 wurde die Umfirmierung der Nikola Iveco Europe GmbH, Ulm, zur EVCO GmbH, Ulm, beschlossen. Die Anmeldung zur Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 5. September 2023. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, die Herstellung und den Verkauf von Produktionsgütern, insbesondere von rein elektrischen und wasserstoffbetriebenen Schwerlastwagen. I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die gegenüber dem Vorjahr - so weit nicht nachfolgend abweichend dargestellt - unverändert beibehalten wurden. Abweichend zum Vorjahr wurden extern bezogene Entwicklungsleistungen (Mio. EUR 14,3), die im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehen, als sonstige bezogene Leistungen im Materialaufwand ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese Aufwendungen (Mio. EUR 20,3) im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Als übliche Nutzungsdauer sind drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB aktiviert. Die Abschreibungen auf das abnutzbare Sachanlagevermögen erfolgen planmäßig und ausschließlich linear ab dem Monat der Inbetriebnahme. Bauten auf fremden Grundstücken werden über 20 bis 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 12 oder 20 Jahre, industrielle Ausrüstung über 6 Jahre und Geschäftsausstattung über 5 Jahre abgeschrieben. Gegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 250 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 werden in einen jährlichen Sammelposten entsprechend § 6 Abs. 2 und 2a EStG eingestellt und beginnend im Jahr der Anschaffung über 5 Jahre abgeschrieben. Der beigefügte Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zeigt die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Anschaffungskosten sowie der Abschreibungen. 2. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu gleitenden durchschnittlichen Einkaufspreisen oder zu niedrigeren Stichtagspreisen aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosen am Bilanzstichtag. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Der Anteil des Werteverzehrs des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist, wird ebenfalls berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. 4. Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. 5. Abgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Ausgaben Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens auf Basis eines Zinsfußes von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) auf der Grundlage der von der Heubeck-Richttafeln-GmbH herausgegebenen biometrischen "Richttafeln 2018 G" berechnet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Entgeltsteigerungen wurden - wie im Vorjahr - mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Rentenanpassungen für 2024 und 2025 wurden mit 3,70 % und im Übrigen mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) entsprechend berücksichtigt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 62), die Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu der Pensionsrückstellung im Personalaufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurden Kostensteigerungen und Risikoveränderung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweiligen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre gemäß der Rückstellungsverordnung abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und für Entgeltfortzahlung im Todesfall haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 8. Fremdwährungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 9. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 10. Umsatzerlöse Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt bei Verkauf mit dem Gefahrenübergang auf den Kunden und bei Leistungen nach Abschluss der Leistungserbringung. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zugänge zum Sachanlagevermögen betreffen Neuinvestitionen in Produktionsanlagen (TEUR 3.393) sowie neue Geschäftsausstattungen (TEUR 281). Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände entfallen die Investitionen des Geschäftsjahres auf Software (TEUR 1.239) sowie Lizenzen (TEUR 461). Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). Vorräte Die unfertigen Erzeugnisse enthalten verkaufsfähige angearbeitete Schwerlastfahrzeuge sowie voll wertberichtigte Demo-Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV) und drei Gamma-Elektro-Traktoren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 69.268 stammen mit TEUR 69.268 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 68.960 (Vorjahr: TEUR 0). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen infolge der Übernahme sämtlicher Anteile durch die Iveco S.p.A. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 74). Im Vorjahr waren TEUR 74 gegen Gesellschafter aus dem Liefer- und Leistungsverkehr enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Umsatzsteuer (TEUR 12.185; Vorjahr TEUR 2.648). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das voll einbezahlte Stammkapital der Gesellschaft EVCO GmbH mit Sitz in Ulm beträgt TEUR 25. Im Geschäftsjahr 2023 veräußerte die Nikola Corporation ihren 50 %-Anteil an der Gesellschaft an die Iveco S.p.A. Somit ist Iveco S.p.A. alleinige Gesellschafterin der EVCO GmbH. Die Gesellschafterin hat im Berichtsjahr Zuführungen zur Kapitalrücklage der Gesellschaft von nsgesamt EUR 92,0 Millionen geleistet. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen betreffen die übernommenen Ansprüche von ehemaligen Iveco Magirus AG bzw. Magirus GmbH Mitarbeitern. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes - bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren - beläuft sich auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 42). Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB insoweit einer Ausschüttungssperre, als dass Gewinne nur ausgeschüttet werden dürfen, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 4.850 (Vorjahr: TEUR 18.559) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für bezogene Entwicklungsleistungen von TEUR 1.258 (Vorjahr: TEUR 17.300) sowie für Personalrückstellungen von TEUR 2.332 (Vorjahr: TEUR 900). Von den Personalrückstellungen haben die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 183) und die Rückstellung für Entgeltfortzahlung im Todesfall von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 10) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Bewertung dieser Personalrückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die Rückstellungsberechnung erfolgt auf der Grundlage der von der Heubeck-Richttafeln-GmbH herausgegebenen biometrischen "Richttafeln 2018 G". Die Abzinsung erfolgt mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letztem sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,75 %. Ein künftiger Anstieg der Leistungen aufgrund allgemeiner Gehaltsdynamik wird durch einen Trendansatz von 2,5 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 8.804 handelt es sich um ein Darlehen von ursprünglich EUR 15,0 Millionen mit einer Laufzeit bis zum 11. August 2026. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 29.979 (Vorjahr: TEUR 0) stammen mit TEUR 29.979 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 24.216 (Vorjahr: TEUR 9.421) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 79). Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von TEUR 69.286 resultieren aus Lieferungen und Leistungen an Konzernunternehmen, überwiegend an Iveco S.p.A., Turin, Italien. Grundlage hierfür ist die Herstellungs- sowie die Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung zwischen EVCO GmbH und der Iveco S.p.A, Turin, Italien, mit Wirkung vom 1. August 2023. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen mit TEUR 7.920 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind darüber hinaus weitere Erträge von TEUR 338 aus Vorjahren (Vorjahr: TEUR 135) enthalten. Erträge von TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 36) stammen aus realisierten und unrealisierten Währungsgewinnen. Personalaufwand Im Anstieg des Personalaufwands von TEUR 15.946 (Vorjahr: TEUR 5.319) spiegelt sich der Aufbau der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten wider. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorge TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 209) enthalten. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 von Mio. EUR 5,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,5) sind außerplanmäßige Abschreibungen auf eine nicht mehr benötigte Software von Mio. EUR 2,1 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten beinhaltet vor allem Aufwendungen für allgemeine Dienstleistungen von TEUR 7.526 (Vorjahr: TEUR 2.953) sowie für Mieten und Leasing von TEUR 2.923 (Vorjahr: TEUR 2.616). Die Dienstleistungen betreffen die IT-Administration, Standortdienstleistungen sowie Leih- und Zeitarbeit. Die Miet- und Leasingaufwendungen entfallen ganz überwiegend auf die Standortmiete. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste von TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 362) für realisierte und unrealisierte Kursverluste enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen und ähnlichen Erträge stammen mit TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 0) aus verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 0) an verbundene Unternehmen enthalten. Aus der Bewertung der langfristigen Personalrückstellungen ergab sich ein Aufzinsungsbetrag in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 5). IV. Sonstige Angaben Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Patronatserklärung Iveco Group N.V., Amsterdam, Niederlande hat im Vorjahr am 31. Juli 2023 eine bis zum 31. Dezember 2024 befristete und betraglich unbegrenzte Patronatserklärung zu Gunsten der EVCO GmbH abgegeben. Iveco Group N.V., Amsterdam, Niederlande verpflichtet sich darin, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln auszustatten, damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen sowie eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Eine Verlängerung der Patronatserklärung ist aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Kapitalmaßnahmen nicht mehr geplant. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:
Da nur einer der Geschäftsführer im Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird auf die Angabe der Höhe der gewährten Gesamtbezüge an den Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das aufwandwirksam erfasste Honorar des Abschlussprüfers für das Gesamtjahr 2023 einschließlich Auslagenersatz beträgt TEUR 69 und betrifft ausschließlich Abschlussprüferdienstleistungen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.725, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 6.401. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Leasing- und Mietverträgen mit folgenden Fälligkeiten:
Das Bestellobligo für Wareneinkäufe beträgt TEUR 7.982 (Vorjahr: TEUR 683), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 54). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte - Operating Lease Der Abschluss von Mietverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Vermieter. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis 2026. Besondere Chancen oder zusätzliche Risiken bestehen hieraus nicht. Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating Lease für Fahrzeuge sowie für Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss dieser Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis 2028. Besondere Chancen oder zusätzliche Risiken bestehen hieraus nicht. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Geschäftsbeziehungen zu Schwestergesellschaften und der Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf den Kauf und Verkauf von Fertigerzeugnissen und Komponenten sowie den Austausch von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden nicht getätigt. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse Die Anteile an der EVCO GmbH werden zu 100 % von der Iveco S.p.A. mit Sitz in Turin, Italien, eingetragen im Unternehmensregister von Turin unter Nr. 09709770011 gehalten, nachdem die Iveco S.p.A. im Geschäftsjahr 2023 den 50 % Anteil von der Nikola Corporation mit Sitz in Phoenix, USA, eingetragen im Unternehmensregister von Delaware unter Nr. 6723829, übernommen hat. Die Gesellschaft wird in den nach IFRS erstellten Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen der Iveco Group N.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis der Uunternehmen. Der Konzernabschluss der Iveco Group N. V. wird bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird zudem in Deutschland im Unternehmensregister veröffentlicht. V. Nachtragsbericht Die weitere Entwicklung ist aktuell vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten sowie der anhaltend hohen Inflation mit gewissen Risiken hinsichtlich der Stabilität der Lieferketten und der Preise behaftet. Wir gehen derzeit jedoch nicht von einer wesentlichen Beeinflussung unserer Umsatz- und Ertragssituation im laufenden Geschäftsjahr aus. Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ereignet, über die zu berichten wäre.
Ulm, 19. August 2024 Die Geschäftsführung Guiseppe De Pascali Simone Curti Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EVCO GmbH, Ulm Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EVCO GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVCO GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 27. August 2024 Deloitte
GmbH
Birgit Gillar, Wirtschaftsprüferin Karin Schwendemann, Wirtschaftsprüferin |
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