RMSSV Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Bach seit 9.4.2025 | Prokura |
Ahmad Fahim Alefi seit 21.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Sebastian Müller seit 30.3.2023 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
pmOne AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens Die 2007 gegründete pmOne AG (nachfolgend auch 'pmOne') liefert als Software- und Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt auf Lösungen im Bereich der Datenverarbeitung sowie der künstlichen Intelligenz innovative IT-Dienstleistungen, ergänzt um eigene Softwareprogramme und Lösungskonzepte in den Bereichen Planung, Reporting, Analytics und Prognose. Dafür werden technologische Plattformen von Microsoft und weiteren Unternehmen um die eigenentwickelten Software-Produkte ergänzt. Mit Tagetik vertreibt und implementiert die pmOne eine weltweit führende Softwarelösung für Unternehmensplanung und -konsolidierung. Zur pmOne-Gruppe gehören die pmOne Beteiligungen GmbH (vormals: MindBusiness GmbH, 100%-Beteiligung) sowie die Standortgesellschaften pmOne GmbH (Wien/Österreich, 100%-Beteiligung) und pmOne Schweiz GmbH (Zürich/Schweiz, 100%-Beteiligung). Die pmOne-Gruppe hat ca. 110 Mitarbeitende und ist in Deutschland an den Standorten München, Chemnitz, Köln, Hamburg und Paderborn vertreten, sowie darüber hinaus in Österreich (Wien) und in der Schweiz (Zürich). Das Jahr 2023 war geprägt von tiefgreifenden gesellschaftlichen, ökologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen, die von allen Unternehmen eine Überprüfung und häufig eine nicht un- erhebliche Anpassung des jeweiligen Geschäftsmodells erfordert haben. Neben den damit verbundenen Unsicherheiten und Risiken haben sich daraus gleichzeitig auch neue Geschäftschancen ergeben. Die pmOne AG ist ein ganzheitliches Data & AI Beratungshaus mit einem zusätzlichen Fokus auf Konzernsteuerungssoftware im Office of Finance (Corporate Performance Management). Ziel ist es, uns durch technologische Fähigkeiten, methodische Konzepte, analytische Kompetenzen und die Beratung vom Markt abzuheben. Unser kundenzentrierter Ansatz fokussiert sich auf die Herausforderungen der Unternehmensfachbereiche und wird durch unsere Produkte und Dienstleistungen ergänzt. Wir sehen uns als Anbieter von strategischer, methodischer und technischer Kompetenz. Gemeinsam mit unseren Kunden und deren branchenspezifischer Expertise entwickeln wir individuelle, analytische und softwaregestützte Lösungen. Durch die hohe mediale Aufmerksamkeit für aktuelle digitale Themen wie ESG, Künstliche Intelligenz und Data Analytics können wir sowohl bestehende als auch neue Kunden gezielt ansprechen und das vorhandene Potenzial nutzen. Dadurch generieren wir aktiv Nachfrage bei bestehenden Kundenbeziehungen, prägen unser Verständnis einer langjährigen Partnerschaft und erzielen wichtige Wettbewerbsvorteile. Unsere Marktstrategie konzentriert sich auf das Wachstum in einzelnen, klar definierten Geschäftsbereichen, wobei die Bedürfnisse und entsprechende individuelle Lösungsansätze unserer Kunden im Mittelpunkt stehen. Dies wird durch unsere Bemühungen unterstützt, eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur zu schaffen und so die Profitabilität zu steigern. In Zukunft werden wir unseren Fokus noch stärker auf die Analyse marktrelevanter Schwerpunktthemen und den gezielten Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten in diesen Wachstumsbereichen legen. B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands konnte im Jahr 2023 die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllen. Insgesamt wird nur noch mit einem Bruttoinlandprodukts auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Positive Impulse gingen von einer im Jahresverlauf stetig sinkenden Inflationsrate aus, was zu einem moderaten Rückgang der Leitzinsen geführt hat. In Kombination mit teilweise sehr hohen Lohnabschlüssen sowie einer besseren Handhabung der Energiekrise hat dies die Kaufkraft privater Haushalte gestärkt und höheren privaten Konsum ermöglicht. Andererseits haben Konsumentenunsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung dazu geführt, dass dieses Potential nicht umfassend zur Entfaltung kam. Expansiv gewirkt haben hohe staatliche Investitionen, die allerdings durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Zweiten Nachtragshaushalt 2021 im Jahresverlauf eingeschränkt wurden. Schwach blieben dagegen die deutschen Exporte, die von zunehmendem Konkurrenzdruck sowie einer insgesamt schwachen Weltkonjunktur beeinträchtigt sind. Unsicherheiten werden weiterhin vom Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten ausgelöst, was sich auch dämpfend auf die Aussichten für 2024 auswirkt. Während insgesamt mit einer gewissen Erholung gegenüber 2023 gerechnet wird, sind die Erwartungen insgesamt doch sehr moderat. 1. Entwicklung der Branche Durch das breite Angebotsspektrum der pmOne AG ist eine Zuordnung zu mehreren Teilsegmenten der IT-Industrie möglich, andererseits deckt die pmOne AG bewusst nur ein Teil-Spektrum des Marktes ab. Der Schwerpunkt liegt in Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Datenverarbeitungssoftware, betriebswirtschaftlicher Software sowie Individualsoftware. Die Digitalisierungsbestrebungen der Unternehmen sowie der technologische Fortschritt sind die trei- benden Kräfte in einem dynamischen Markt und haben den Bedarf an externer Unterstützung deutlich erhöht. Der IT-Consulting- und Implementation-Markt ist im Jahr 2023 um ca. 5% und damit deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft gewachsen. Ähnliche Wachstumsraten werden für 2024 und auch für 2025 prognostiziert. Die tatsächliche Entwicklung wird auch weiterhin von Antworten auf den IT-Fachkräftemangel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Inflation sowie die Kriege in der Ukraine und in Nahost abhängen. Eine besonders hohe Nachfrage erwarten die IT-Dienstleister bei den Themen Cloud-Transformation und -Sicherheit, Cyber Security, Integration von Künstlicher Intelligenz, Self Service Business Intelligence, Data Science sowie der IT-Modernisierung. Darüber hinaus werden Effizienzgewinne, der Aufbau neuer Geschäftsmodelle sowie die Nachhaltigkeit eine noch wichtigere Rolle in der IT einnehmen. Zielsetzung ist es, den ökologischen Fußabdruck der IT zu reduzieren sowie wichtige, steuerungsrelevante Informationen für das ESG-Reporting bereitzustellen. 3. Geschäftsverlauf Die pmOne konnte im Vergleich zum Vorjahr den Dienstleistungs-Umsatz deutlich steigern. Dies wurde allerdings überkompensiert von einem signifikanten Rückgang des Software-Geschäfts. Insbesondere aufgrund einer Änderung im Lizenzierungsmodell wurde gegenüber dem Vorjahr mit einem erheblichen Rückgang gerechnet, wobei die Planung noch deutlich verfehlt wurde. Dem wurde gegengesteuert mit erheblichen Einsparungen auf der Kostenseite, insbesondere im Personalbereich. Aufgrund des Umsatzrückgangs insgesamt ist auch der Material- und Warenaufwand gesunken, bedingt durch deutlich erhöhte Fremdpersonal-Leistungen allerdings nur unterproportional. Dazu kamen höhere Finanzaufwendungen, so dass sich das operative Jahresergebnis leicht verschlechtert hat. Darüber hinaus wurde die Entscheidung getroffen, im Jahr 2024 einen Forderungsverzicht gegenüber den Töchtern auszusprechen und demgemäß eine vollständige Wertberichtigung auf diese Forderungen gegenüber den Tochterunternehmen in Österreich und der Schweiz vorzunehmen, was das Jahresergebnis erheblich belastet hat. Insgesamt hat das Jahr 2023 zwar einige strukturelle Verbesserungen gebracht, jedoch greifen die Veränderungen nur zeitversetzt, so dass die Zielsetzung für das Jahr 2023 insgesamt nicht erreicht wurde. 4. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der pmOne AG hat sich uneinheitlich entwickelt. Während sich die Ertragslage mit dem erneuten Jahresfehlbetrag nicht verbessert hat, hat sich die Finanzlage aufgrund eines positiven Cashflows stabilisiert und die Vermögenslage insbesondere durch eine neue Eigenkapitalstruktur erheblich verändert. 4.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind von TEUR 9.983 auf TEUR 9.120 zurückgegangen. Überragende Bedeutung dafür hatten die Lizenzumsätze, die - insbesondere durch eine Änderung des Lizenzierungsmodells - um TEUR 1.408 geringer als im Vorjahr ausgefallen sind; dazu kamen der Wegfall eines besonders großen Auftrags im Vorjahr, der so nicht mehr wiederholt werden konnte; darüber hinaus haben sich die Lizenzumsätze insbesondere bei CPM nicht so entwickelt, wie wir es vermutet hatten. Erfreulich war dagegen die Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft und bei Operation Services, die erstmals separat ausgewiesen werden; in Summe steht eine Erhöhung von TEUR 693, während die Dienstleistungen für Kunden im Ausland um TEUR 1.250 zurückgefahren wurden. Steigerungen waren bei der Wartung (TEUR 41) sowie bei sonstigen Umsätzen und Erträgen zu verzeichnen. Der Materialaufwand ist in der Summe auf Vorjahresniveau, wobei deutlich höheren Aufwendungen für Fremdpersonal auf Projekten, internationale Dienstleistungen sowie Wartung eine sehr hohe Reduktion bei den Lizenzen gegenübersteht. Deutlich zurückgefahren wurden die Personalaufwendungen, die um TEUR 665 unter dem Vorjahreswert liegen; dies resultiert einerseits aus einem leichten Rückgang des Personalbestands um ca. 2% im Jahresdurchschnitt, andererseits aus erheblich reduzierte Zahlungen für Abfindungen und Sonderzahlungen. Alle übrigen Aufwendungen erhöhten sich in Summe um TEUR 98. Hier stehen Erhöhungen für Marketing deutliche Reduzierungen für Recruitment und für Fremd- dienstleistungen gegenüber. Deutlich verschlechtert hat sich im Vorjahresvergleich das negative Zinsergebnis, das insbesondere aufgrund eines höheren Schuldenstandes um TEUR 54 angestiegen ist. Das operative Ergebnis nach Steuern liegt für das Gesamtjahr bei TEUR -2.158 und damit auf Vorjahresniveau. Berücksichtigt man die Wertberichtigung der Forderungen gegen die Tochterunternehmen in Österreich und in der Schweiz, so liegt das Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr bei TEUR -6.063 und damit um TEUR 3.914 hinter dem Vorjahresergebnis. 4.2 Finanzlage Die pmOne AG hat im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cashflow in Höhe von TEUR 250 erwirtschaftet und war jederzeit in der Lage, allen finanziellen Verpflichtungen rechtzeitig nachzukommen. Der Cashflow setzt sich aus einem negativen Free Cashflow in Höhe von TEUR -2.401 sowie einem positiven Cashflow in Höhe von TEUR 2.667 aus dem Finanzierungsbereich (Darlehen aus dem Aktio- närsumfeld) zusammen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu erwähnen, dass im März 2023 eine Kapitalerhöhung von TEUR 2.500 durchgeführt wurde und im Dezember eine Kapitalherabsetzung auf TEUR 0 mit anschließender Kapitalerhöhung auf TEUR 1.000 erfolgte. Demgegenüber steht die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 690. 4.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der pmOne hat sich von TEUR 14.607 auf TEUR 13.314 verringert. Das immaterielle Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr bei TEUR 0 unverändert geblieben. Zum Bilanzstichtag werden Sachanlagen mit einem Wert von TEUR 94 ausgewiesen (Vj. TEUR 107). Das Vorratsvermögen ist von TEUR 203 auf TEUR 441 angestiegen. Die Flüssigen Mittel haben sich deutlich auf TEUR 391 erhöht (Vj. TEUR 141). Das gezeichnete Kapital wurde durch die Kapitalmaßnahmen im März und im Dezember deutlich von TEUR 4.780 auf TEUR 1.000 reduziert. Das Eigenkapital liegt jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages und der Verlustvorträge bei TEUR -8.158 (Vj. TEUR -5.594. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 2.955 auf TEUR 1.837 gesunken. Ebenfalls gesunken sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (von TEUR 3.837 auf TEUR 2.970) da vereinbarungsgemäß eine Verrechnung von Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.047 mit den entsprechenden Forderungen vorgenommen wurde. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 6.377 auf TEUR 7.168 gestiegen. 4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage der pmOne AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt uneinheitlich entwickelt. Einem erneuten Jahresfehlbetrag steht ein positiver Cashflow sowie eine veränderte, insgesamt stabilere Eigenkapitalstruktur gegenüber. Während die Software-Umsätze - wie erwartet - vor allem aufgrund einer Änderung des Lizenzierungsmodells erheblich zurückgegangen sind, konnte das Dienstleistungsgeschäft zwar deutlich, allerdings nicht ausreichend gesteigert werden, um diesen Rückgang zu kompensieren. Auf der Kostenseite haben die eingeleiteten Maßnahmen sehr gute Wirkung entfaltet und insgesamt zu einer Stabilisierung des operativen Ergebnisses beigetragen. Die im Dezember 2022 vorgelegte Planung für das Geschäftsjahr 2023 (T€ -862) wurde mit dem tatsächlichen Ergebnis des Berichtsjahres (T€ -6.063) deutlich verfehlt. Dafür gab es vier wesentliche Einflussfaktoren: die im Zusammenhang mit der Umstellung des Software-Lizenzierungsmodells initiierten Gegenmaßnahmen, die insbesondere im CPM-Business zu steigenden Lizenzumsätzen hätten führen sollen, haben noch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt; zwar konnte die entsprechende Pipeline stark aufgebaut werden, die Kunden zögern beim dafür relevanten ESG-Geschäft allerdings noch mit Aufträgen; darüber hinaus konnten im Dienstleistungsbereich nicht ausreichend Neuaufträge gewonnen werden, um die außerordentlich hohen Wachstumsziele zu erreichen; darüber hinaus haben wir auf existierenden Projekten deutlich mehr Fremdpersonal als geplant eingesetzt, was zu einem negativen Effekt auf die Profitabilität geführt hat; schließlich resultiert ein erheblicher Effekt aus der Wertberichtigung sämtlicher Forderungen gegenüber den Tochtergesellschaften in Österreich und in der Schweiz. C. Chancen- und Risikobericht 1. Allgemeiner Teil Für das Jahr 2023 war es das explizite Ziel der pmOne AG, alle Bemühungen auf den definierten Zielmarkt zu konzentrieren und dabei insbesondere mit den sorgfältig ausgewählten Fokus-Themen im Markt erfolgreich zu sein, während gleichzeitig weiterhin an wettbewerbsfähigen Strukturen gearbeitet werden sollte. Insgesamt stellen wir ein deutlich gesteigertes Interesse des Marktes an den von uns angebotenen Leistungen fest. Gleichzeitig hat dieses Interesse noch nicht in ausreichendem Maß zu konkreten Aufträgen geführt. Wir führen dies einerseits auf eine generell im Markt zu beobachtende Zurückhaltung zurück, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass das für den gesamten IT-Beratungs- und -Implementierungsmarkt für 2023 prognostizierte Wachstum nicht erreicht wurde; Kundenaufträge erfolgen häufig ad hoc und werden bevorzugt begrenzt auf Teilbereiche, so dass langlaufende und hochvolumige Engagements die Ausnahme bleiben. Darüber hinaus ist insbesondere beim Thema ESG ein Missverhältnis zwischen Kundeninteresse und Kaufentscheidung zu beobachten, was sich vermutlich in 2024 normalisieren wird. Insgesamt stellen diese Trends im Markt eine zusätzliche Herausforderung dar, da die Planungssicherheit abnimmt, Investitionsentscheidungen unter hoher Unsicherheit zu treffen sind, die Skills- und Auslastungssteuerung der Consultants agil zu erfolgen haben und existierende Strukturen schnell zu hohen Kostenbelastungen führen können. Die pmOne AG hat darauf reagiert, indem die Fixkosten weiter gesenkt und die Fokus-Themen für 2024 präzisiert und erweitert wurden. Dadurch sollen Marktveränderungen antizipiert und auf neue Bedarfe zeitnah reagieren werden können. Darüber hinaus können zusätzliche Erfordernisse durch ein sich dynamisch entwickelndes politisches, wirtschaftliches und sozialen Umfeld entstehen. 2. Risikobericht Allgemeine Risikobereiche Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Going-Concern-Annahme aufgestellt, die auf einer positiven Fortbestehensprognose basiert. Wesentliche Annahmen dieser Fortbestehensprognose sowie Hinweise zu bestandsgefährdenden Risiken ergeben sich aus unserem Nachtragsbericht im Anhang unseres Jahresabschlusses, auf den wir verweisen. Darüber hinaus sieht sich die pmOne vorwiegend mit folgenden Risiken konfrontiert: Branchen- und Wettbewerbsrisiken entstehen primär aus dem raschen technologischen Wandel. Die pmOne AG reagiert darauf, indem sie eine dedizierte Mittel- und Langfrist-Strategie entwickelt, die erwarteten Entwicklungen antizipiert und mit der Ausrichtung auf daraus abgeleitete Fokus-Themen frühzeitig reagiert. Darüber hinaus hat die IT-Beratungs- und -Implementierungsbranche erheblich an Komplexität zugenommen, so dass es kaum möglich ist, alle Themen umfassend zu beherrschen. Deshalb pflegt die pmOne AG langfristige und bewährte Partnerschaften mit Marktführern, die die eigenen Fähigkeiten wirkungsvoll ergänzen. Als Folge des technologischen Wandels veraltet aktuelles Wissen sehr schnell. Um das Wissen der Consultants, der Führungskräfte und der unterstützenden Funktionen stets aktuell zu halten, hat die pmOne AG eine eigene Academy aufgebaut, die fachspezifisches Wissen, Methodenkompetenzen sowie persönliche Fähigkeiten vermittelt; dabei werden auch externe Fachvorträge sowie Unterstützung bei individuellen Fortbildungen und Zertifizierungen angeboten. Bei Segmenten, die nicht mehr so stark nachgefragt werden, entsteht schnell ein erheblicher Preisdruck. Die pmOne AG reagiert darauf mit einer regelmäßigen Überprüfung des Angebotsportfolios sowie mit Spezialisierungen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Investitionsrisiken bestehen für die pmOne AG nur in überschaubarem Maß, da auf eigene Forschungs- und Entwicklungsinitiativen verzichtet wird. Der weit verbreitete Fachkräftemangel trifft die IT-Branche in ganz besonderem Maß und birgt das Risiko, Projektverpflichtungen nicht umfassend oder mit der gebotenen Qualität gerecht werden zu können. Die pmOne AG hat sich deshalb entschieden, in der Personalbeschaffung eigene Wege zu gehen und sich von Personalvermittlern unabhängig zu machen, Dies ermöglicht eine vorausschauende Planung der erforderlichen Skills und eine gewisse Flexibilität hinsichtlich zeitlicher Aspekte. Bonitätsrisiken konnten bisher gut kontrolliert werden, und Zahlungsausfälle sind seit langer Zeit nicht aufgetreten. Um das Risiko zu kontrollieren, bedient sich die pmOne AG einer dedizierten Bonitätsprüfung und ständiger Kontrollen. Dies wird flankiert von einem ausgeprägten Forderungsmanagement sowie engem Kontakt mit den entsprechenden Funktionen unserer Kunden. Allgemeine IT-Risiken werden durch engmaschige Sicherungen, Hosting im Rechenzentrum, einen dedizierten Disaster Recovery Plan und auch durch eine Spezialversicherung begrenzt. Insgesamt stellt derzeit der Fachkräftemangel sicherlich das größte Risiko dar, das durch den schnellen technologischen Wandel noch verstärkt wird. 3. Chancenbericht Zusätzliche Geschäftschancen für die pmOne AG ergeben sich aus dem dynamischen Marktumfeld, einer gezielten Neuaufstellung sowie der dedizierten Unterstützung unserer Stakeholder. Wir sind überzeugt, in einem kontinuierlich wachsenden Markt uns auf diejenigen Themen konzentriert zu haben und Lösungskompetenz anbieten zu können, die sich besonders dynamisch entwickeln. Für 2024 sind das vor allem Anwendungen im Zusammenhang mit der Integration von künstlicher Intelligenz, mit Cloud-Transformation, mit Data Security, mit Data Science und mit ESG. Uns kommt dabei zugute, dass wir den Data & Analytics Markt mit Data Management, Business Intelligence, Data Science sowie Corporate Performance Management komplett abdecken können und damit annähernd ein Alleinstellungsmerkmal haben. Wir beobachten in diesen Bereichen verstärktes Interesse unserer Kunden, auch wenn Investitionsentscheidungen derzeit sehr sorgfältig vorbereitet werden. Auf die veränderten Anforderungen im Markt haben wir auch in unserer internen Aufstellung reagiert. Wir haben strukturelle Kosten deutlich reduziert und uns damit Raum geschaffen, um Ausgaben für Vertriebs- und Marketingaktivitäten signifikant hochzufahren. Dies wird ergänzt durch erhebliche Investitionen in die Skills unserer Consultants, um deren Wissen stets aktuell zu halten, Dazu bietet uns die Präsenz in drei Ländern die Möglichkeit, Preis- und Kostendifferenzen gezielt auszunutzen und gefragtes Spezialwissen grenzübergreifend zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sehen wir in der dedizierten Unterstützung des eingeschlagenen Kurses durch unsere Aktionäre, Banken und Kreditgeber eine ganz wesentliche Chance, um auf Marktentwicklungen schnell und umfassend reagieren zu können. So haben wir in jüngster Zeit weitreichende Investitionen im ESG-Umfeld vornehmen können sowie durch den substanziellen Forderungsverzicht erheblichen Spielraum für wesentliche Geschäftsentscheidungen hinzugewonnen. Die dadurch entstehenden Flexibilitäten und Freiräume stellen sicherlich die größte und umfassendste Chance für die pmOne AG in nächster Zukunft dar. D. PrognoseDie pmOne AG bewegt sich in einem Markt, der seit Jahren kontinuierlich wächst und gemäß sämtlichen Prognosen auch weiterhin solide wachsen wird. Der Gesamtmarkt setzt sich aus verschiedenen Teilmärkten mit unterschiedlicher Dynamik und teilweise unterschiedlichen Wettbewerbern zusammen. Für die pmOne AG ist es entscheidend, den Zielmarkt präzise zu bestimmen, sich auf sorgfältig definierte Themen zu fokussieren und mit Lösungen zu überzeugen, mit denen wir uns von der Konkurrenz differenzieren können. Die pmOne AG zielt mit ihrem Angebot klar auf den Mittelstandsmarkt ab, der dadurch gekennzeichnet ist, dass man häufig noch am Anfang der digitalen Transformation steht, zunehmend Kostendruck aus den Fachbereichen getrieben wird, eine Begeisterung für KI vorherrscht und die Einhaltung regulatorischer Themen essenziell ist. Den daraus entstehenden Anforderungen begegnet die pmOne AG mit der Erweiterung bestehender und der Entwicklung neuer Lösungen. Neben den bereits etablierten Fokus-Themen (Reporting-Anforderungen auf Basis von Datenplattformen etablieren; Sicherstellen der ESG-Anforderungen und -Reporting; Einführung und Erweiterung der Konzernsteuerung; Aufbau und Weiterentwicklung von Datenplattformen; Entwicklung und Erweiterung von Data Science Projekten) erfolgt eine zusätzliche Konzentration auf die businesszentrierte Monetarisierung von Unternehmensdaten und Plattformen, das Etablieren von KI basierten Lösungen für den Mittelstand sowie Reporting-Lösungen auf Basis von Data as a Service. Wir beobachten bereits seit einiger Zeit steigendes Interesse an den von der pmOne AG angebotenen Themen, verbunden mit einer Erhöhung der Geschäftschancen. Dies wird flankiert von einer Stärkung des Vertriebs, einem Ausbau der Marketingaktivitäten sowie einem gezielten Investment in die Skills der Consultants. Gleichzeitig sehen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, eine Vielzahl thematischer, personeller und struktureller Herausforderungen parallel zu meistern und auf ständige Marktveränderungen zeitnah und wirkungsvoll zu reagieren. Die Unternehmensplanung für das Jahr 2024 setzt sich aus drei wesentlichen Komponenten zusammen: das operationale, mit dem bisherigen Angebot der pmOne AG vergleichbare Geschäft; der Aufbau des ESG-Business sowie Einflüsse aus dem Forderungsverzicht des Hauptaktionärs gegen die pmOne AG einerseits, sowie den Forderungsverzicht der pmOne AG gegenüber den Tochtergesellschaften in Österreich und der Schweiz andererseits. Aus dem operationalen Geschäft wird ein geringes Umsatzwachstum erwartet, das insbesondere aus der Software resultiert, während sich das Dienstleistungsgeschäft insgesamt auf Vorjahresniveau bewegen wird; daraus wird - auch aufgrund notwendiger Investitionen in strukturelle Veränderungen - ein Jahresergebnis von etwa TEUR - 2.000 erwartet. Das ESG-Business wird in 2024 einen moderaten, im Jahresverlauf kontinuierlich steigenden Umsatzbeitrag leisten, aufgrund von notwendigen Anschub-Investitionen allerdings einen Verlust in Höhe von ca. TEUR -650 erwirtschaften, der durch entsprechende Gewinne bereits im Folgejahr mehr als amortisiert wird. Aus dem Forderungsverzicht werden substanzielle Erlöse in Höhe von ca. TEUR 7.600 erwartet, die in volle Höhe ergebniswirksam werden. In der Summe führt dies zu einer erheblichen Steigerung der Gesamtleistung auf ca. TEUR 17.000 und einem positiven Jahresergebnis in Höhe von TEUR 4.950. Mit der weiter präzisierten Ausrichtung der pmOne AG, der zusätzlichen Fokussierung auf den ESG- Markt sowie den Möglichkeiten aus den Forderungsverzichten wird 2024 ein richtungsweisendes Jahr, das erhebliche Chancen für ein stabiles und kontinuierliches Wachstum sowie für ein profitables Geschäft für die Folgejahre bietet. Unterschrift der Geschäftsführung nach § 245 HGB
München, den 10.10.2024 gez. Rainer Viering gez. Alexander Weitzel BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der pmOne AG, München, ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die pmOne AG weist ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 8.158 aus. Auf Basis der Umsatzplanungen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 und anderer Maßnahmen, wird eine positive Fortbestehensprognose abgegeben, auf deren Grundlage im Jahresabschluss 31.12.2023 die Going Concern-Prämisse (§ 252 Abs. 1, Nr. 2 HGB) zugrunde gelegt wird. Im Einzelnen verweisen wir auf den Nachtragsbericht. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, welche nach den amtlichen AfA-Tabellen ermittelt wurden, linear vorgenommen. In analoger Anwendung der steuerlichen Vorschriften des § 6 II EStG wurde für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) nicht mehr als € 800,00 betragen (geringwertige Wirtschaftsgüter), vom Wahlrecht der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Anteile an Verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden mit retrograd ermittelten Herstellungskosten angesetzt, dabei wurden in den Projekten geleistete Stunden mit den vereinbarten abrechenbaren Stundensätzen abzüglich eines Abschlages von 20 % bewertet. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Sonstige Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Latente Steuern wurden aufgrund der Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bezüglich der Abschreibung der Anteile an Verbundenen Unternehmen (€ 59.999,00) sowie von Darlehensforderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 9.178.978,28) gegenüber Verbundenen Unternehmen und Bewertungskorrekturen zu Forderungen und Verbindlichkeiten (€ 279.011,79) ermittelt. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aus und bilanziert den Überhang an aktiven latenten Steuern von € 205.903,45 (Vorjahr € 83.854,39) nicht. Es wurde ein Steuersatz von 30,52 % zugrunde gelegt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligung an der pmOne GmbH, Wien, wurde mit einem Erinnerungswert in Höhe von € 1,00 angesetzt. Forderungen Die Darlehens- und Zinsforderung gegen die pmOne GmbH, Wien, in Höhe von nominell € 2.423.206,08 wurde in Vorjahren auf einen Wert von € 1,00 wertberichtigt. Die in den Jahren 2020 und 2021 entstandenen Forderungen an die pmOne GmbH in Wien von € 1.524.256,82 wurden im Jahresabschluss zum 31.12.2021 wertberichtigt. Die seit dem 01.01.2022 aufgelaufenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.087.232,09 sind im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ebenfalls vollständig wertberichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Darlehens- und Zinsforderungen an die pmOne Schweiz GmbH in Höhe von € 3.865.271,50 abzüglich der aufgelaufenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.047.183,74 wurden im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls zu 100 % wertberichtigt. Für Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen in Höhe von CHF 2.900.000,00 wurden Rangrücktrittsvereinbarungen getroffen. Über die Forderungen gegenüber der pmOne GmbH, Wien, wurde ebenfalls eine Rangrücktrittserklärung in voller Höhe abgegeben. Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen haben bis auf € 8.698,16 alle Forderungen eine Restlaufzeit von kleiner 1 Jahr. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von € 1.000.000,00 ist eingeteilt in 1.000.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 €. Es handelt sich um vinkulierte auf den Namen lautende Stückaktien. Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 15.03.2023 erteilten Ermächtigung wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von € 2.500.000,00 auf € 7.279.600,00 durchgeführt. In der Hauptversammlung vom 24.10.2023 wurde die Herabsetzung des Grundkapitals auf EUR 0,00 und die gleichzeitige Erhöhung des Grundkapitals auf EUR 1.000.000,00 beschlossen. Die TRM Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Dortmund hält 49,934 % der Aktien der Gesellschaft (Vorjahr 49,079 %), die SUB Beteiligungen GmbH, Dortmund, hat im Laufe des Geschäftsjahres Anteile an der pmOne AG erworben und hält nun 41,100 % (Vorjahr 0%) der Aktien. Entwicklung der Kapitalrücklagen Im Zuge der Durchführung eines Kapitalschnittes wurden die Kapitalrücklagen in Höhe von € 4.212.447,81 mit den Verlustvorträgen verrechnet. Die Kapitalrücklage beträgt damit zum Bilanzstichtag € 0,00. Rückstellungen Für folgende Verpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet:
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Die Restlaufzeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen: Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. H. v. € 5.617.631,25 (Vorjahr: € 6.041.458,33). Diese haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: € 341.458,33) und in Höhe von € 650.000,00 (Vorjahr € 5.700.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den Gesellschaftern wurden Rangrücktrittserklärungen zu gewährten Darlehen in Höhe von € 4.050.000 abgegeben. Von anderen Darlehensgebern wurden Rangrücktrittserklärungen in Höhe von € 650.000,00 abgegeben. In Höhe der ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden Rangrücktrittserklärungen von Verbundenen Unternehmen gegeben. Es bestehen keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.065,72 und sonstige Verbindlichkeiten von € 2.959.042,91. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. € 1.812.194,11 (Vorjahr: € 2.704.076,14). Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Verpflichtungen aus Mietverträgen über € 1.721.731,12 (Vorjahr: € 2.620.749,89), davon fällig innerhalb eines Jahres € 1.038.561,36 (Vorjahr: € 995.611,04) - Verpflichtungen aus Leasingverträgen über € 90.462,99 (Vorjahr: € 83.326,25), davon fällig innerhalb eines Jahres € 51.441,91 (Vorjahr: € 52.597,54) Haftungsverhältnisse Aus den Verpflichtungen aus Mietkautionen ergeben sich Haftungsverhältnisse gegenüber den Vermietern in Höhe von € 241.976,14 (Vorjahr: € 55.292,15), die durch die Gabe von Bankbürgschaften abgesichert sind. Das Risiko der Inanspruchnahme ist durch die Anlage von Festgeldern teilweise abgedeckt.Zur Absicherung der Verpflichtungen aus Leasing der pmOne GmbH, Wien, wurde eine Garantie durch die pmOne AG gegeben. Zum Bilanzstichtag bestanden aus dieser Garantie Haftungsverhältnisse in Höhe von € 7.708,98 die gesamt innerhalb eines Jahres fällig sind. Es besteht ein niedriges Risiko der Inanspruchnahme der Garantieverpflichtung. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach geographischen Regionen:
Sonstige Angaben Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an: Herr Stefan Mappus, Pforzheim ausgeübter Beruf: Vorstand der Finanzen (06. Mai 2020 bis 15. März 2023) (CFO) Herr Alexander Weitzel, Alsbach-Hähnlein ausgeübter Beruf: Vorstand (seit 15. März 2023) Herr Rainer Viering, Stuttgart ausgeübter Beruf: Vorstand (seit 15. März 2023) Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: Hans-Peter Lindlbauer, München ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt (ab dem 18. Dezember 2020) Herr Winfried Tillmann, Schwerte ausgeübter Beruf: Steuerberater (ab dem 18. Dezember 2020) Frau Doris Albiez, München ausgeübter Beruf: IT-Beraterin (ab 18. Dezember bis 24. Oktober 2023) Herr Michael Wirtz, Dortmund ausgeübter Beruf: Geschäftsführender Gesellschafter (ab dem 24. Oktober 2023) Seit dem 18. Dezember 2020 ist Herr Hans-Peter Lindlbauer, München, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit € 13.337,26 vergütet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Die pmOne Schweiz GmbH ist mit dem Euro-Referenzkurs der EZB zum 31. Dezember 2023 bewertet worden: 1,07991 EUR / CHF. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt € 6.063.343,83 und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Verlustvortrag beträgt € 3.094.218,88. Nachtragsbericht Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 zielt auf Umsatzwachstum sowie eine erhebliche Reduzierung des Jahresfehlbetrags ab. Dennoch wird erneut ein negatives Jahresergebnis erwartet. Dabei liegen folgende wesentliche Annahmen zugrunde: - der Consulting-Umsatz steigt an, auf Grundlage eines Aufbaus der Kapazität, einer höheren Auslastung der Consultants sowie einer Preiserhöhung in wesentlichen Teilbereichen - der Software-Umsatz wächst signifikant, wobei wir nun erstmals von dem im Vorjahr veränderten Lizenzierungsmodells positive Effekte erwarten - alle anderen Umsatzarten bewegen sich in Summe in etwa auf Vorjahresniveau -Die Materialkosten steigen infolge des höheren Umsatzes ebenfalls an, allerdings unterproportional - Personalkosten steigen aufgrund des Aufbaus der Kapazität sowie moderater Gehaltserhöhungen erheblich an - alle sonstigen Kosten erhöhen sich moderat oder gehen teilweise zurück; einzige Ausnahme bilden die Marketing-Aufwendungen, die zur Sicherstellung des Umsatzwachstums deutlich ansteigen - das Finanzergebnis fällt - aufgrund eines erhöhten Schuldenstandes - etwas schlechter als im Vorjahr aus. Die letzten Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Planung für das Gesamtjahr 2024 nur schwer zu erreichen sein wird. Wesentlich Gründe für diese Entwicklung sind: - der Auftragseingang verläuft nicht so dynamisch wie erwartet; dies hat Auswirkungen auf die Auslastung der Consultants und auf unsere Personalpolitik; dies führt zu geringeren Umsätzen und Gewinnbeiträgen im Consulting-Bereich - das Software-Geschäft steigt zwar - wie erwartet - an, liegt aber ebenfalls unter der Planannahme; hier spielen verzögerte Kundenentscheidungen eine wesentliche Rolle - aufgrund des niedrigeren Umsatzes fällt der Kostenanstieg moderater als geplant aus - insgesamt führt das zu einem schlechteren Jahresergebnis als erwartet. Im Monat Mai 2024 wurde dem Aufsichtsrat vom Vorstand ein 'ESG Business Case' vorgelegt, der die Zielsetzung hat, das enorme Marktpotential für die pmOne AG zu nutzen, das durch die hohe Anzahl der Unternehmen mit gesetzlich verpflichtendem ESG-Reporting nach CSRD in den Jahren 2024 und 2025 vermutet wird. Während dieser 'ESG Business Case' aufgrund von Anlauf-Investitionen für 2024 insgesamt negativ ist, führt er in der Gesamtbetrachtung über beide Jahre zu einem erheblichen Umsatz- und Gewinnpotential. Dieser Business Case wurde vom Aufsichtsrat genehmigt. Die notwendige Vorfinanzierung wurde vom Hauptaktionär zugesagt. Als Ergebnis daraus wird - im Vergleich zur Planung - mit einem zusätzlichen Umsatzbeitrag, aber auch mit einem Jahresverlust gerechnet. Im Juli 2024 wurde zwischen der TRM Beteiligungsgesellschaft mbH und der pmOne AG ein Vertrag über einen 'Forderungsverzicht mit Besserungsschein' abgeschlossen. Demnach verzichtet die TRM Beteiligungsgesellschaft mbH auf sämtliche Forderungen (sowie aufgelaufene Zinsen) gegenüber der pmOne AG in Höhe von TEUR 7.723, wobei diese Forderungen im exakt definierten Besserungsfall wieder aufleben können. Buchhalterisch führt dies zu einer entsprechenden Gewinnrealisierung bei der pmOne AG im Geschäftsjahr 2024. In einem weiteren Schritt hat die pmOne AG entschieden, einen vergleichbaren Forderungsverzicht gegenüber den Tochtergesellschaften in Österreich und der Schweiz noch im Kalenderjahr 2024 auszusprechen. Da diese Forderungen mittlerweile komplett wertberichtigt sind, hat dieser Schritt keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis der pmOne AG im Geschäftsjahr 2024. Unter Einbeziehung des inkrementellen ESG-Geschäfts sowie der Auswirkungen aus dem Forderungsverzicht wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Anstieg der Gesamtleistung und mit einem deutlich positiven Jahresergebnis gerechnet. Trotz des Vorliegens gewisser Unsicherheiten bezüglich der Fortführungsannahme geht der Vorstand auf Basis aller beschriebenen Maßnahmen und Entwicklungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 von der Going-Concern-Annahme nach § 252 Abs. 1 Satz 2 HGB aus. Dabei wird auch darauf aufgebaut, dass durch weitere, bereits zugesagte Darlehen des Hauptaktionärs sowie das Fortbestehen von existierenden Bankdarlehen die Zahlungsfähigkeit durchgehend sichergestellt ist. Unterschrift des Vorstands
München, den 10.10.2024 gez. Rainer Viering, Vorstand gez. Alexander Weitzel, Vorstand Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsBericht des Aufsichtsrates der pmOne AG Überwachung und Beratung des Vorstandes bei der Führung der Geschäfte der pmOne AG Der bis zum Abschluss der Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2023 gewählte Aufsichtsrat ließ sich kontinuierlich über die Lage und den Geschäftsverlauf berichten. In Präsenz Sitzungen und vier Telefonkonferenzen beriet er mit dem Vorstand die Risiken, Perspektiven und die Strategien des Unternehmens. Insbesondere wurden Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäfts diskutiert und beschlossen. Der Aufsichtsrat ließ sich auch über die Liquidität der Gesellschaft unterrichten. Neben den Sitzungen des Aufsichtsrates haben auch zahlreiche Gespräche einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates mit den Vorständen der Gesellschaft stattgefunden. In der Sitzung vom 14.10.2024 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss der pmOne AG. Davor hatte der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die WWP (Weckerle Wilms Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) den Abschluss geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht der Gesellschaft und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben uns zur Prüfung vorgelegen. An der Beratung des Jahresabschlusses nahm Herr Viering als Vorstand und CFO der pmOne AG teil; Herr Dr. Clemens von der Prüfungsgesellschaft stand für Rückfragen telefonisch zur Verfügung. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes ergab keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Prüfung seitens des Abschlussprüfers zu und billigten den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Vorstand der pmOne AG Im gesamten Jahr 2023 wurde die Gesellschaft von Herrn Rainer Viering und Herrn Alexander Weitzel vertreten, die im Oktober 2022 als Vorstand bestellt wurden. Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der pmOne AG für die von ihnen geleistete Arbeit und Einsatz im Geschäftsjahr 2023.
München, den 14.10.2024 Der Aufsichtsrat gez. Hans-Peter Lindlbauer, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 11. Oktober 2024 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die pmOne AG, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der pmOne AG, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der pmOne AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Nachtragsbericht" im Anhang, in dem die gesetzlichen Vertreter darlegen, auf der Grundlage ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung von der Fortführung der Gesellschaft auszugehen. Der von den gesetzlichen Vertretern abgegebenen positiven Fortbestehensprognose liegen die weitere Kapitalerhöhung von T€ 2.500 im ersten Quartal 2023 zugrunde sowie die wesentlichen Annahmen, dass Umsatzverbesserungen erzielt werden können, dass bestehende Gesellschafterdarlehen weiter prolongiert werden und dass die finanzierenden Kreditinstitute ihr Engagement nicht aufgrund etwaiger Covenant-Verstöße oder aufgrund wesentlicher Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse kündigen werden. Wie im Abschnitt "Nachtragsbericht" im Anhang dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentlichen Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dasss aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeiten nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen.
Sundern, den 10. Oktober 2024 WWP
Weckerle Wilms Partner GmbH
gez. Fischer, Wirtschaftsprüferin gez. Dr. Clemens, Wirtschaftsprüfer |
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