Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 7310
Eingetragen
13.5.1993
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzVeredlung von HolzwarenBearbeitung und Veredlung von Holz
Gegenstand
Holzbe- und verarbeitung, der Handel mit Rund- und Schnittholz sowie Holzhalbwaren

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Franz Hölzl
seit 8.4.2026
Prokura
Maria Merkle
seit 8.4.2026
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MERKLE HOLZ-GmbH

Nersingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MERKLE HOLZ-GmbH mit Sitz in Nersingen-Oberfahlheim ist ein Hersteller von Halbfertigprodukten in der Holzindustrie. Innerhalb dieses Marktes hat sich das Unternehmen auf den Bereich Keilzinkung und Verleimung von Holzbalken konzentriert und bietet eine breite Palette an modernen Produkten, wie KVH, Duo-Trio-Balken sowie BSH für den Einsatz im Holzhausbau an. Um den neuesten technischen Entwicklungen Rechnung zu tragen, setzt das Unternehmen verstärkt automatisierte Produktionsstraßen ein.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Situation

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2023 preisbereinigt um 0,2 % gesunken (Vorjahr + 1,8 %). Die Erwerbslosenquote lag in Deutschland bei 2,8 % (Vorjahr: 2,9 %). Die Arbeitsproduktivität je Kopf sank um 0,9 % (Vorjahr: + 0,4 %).

Laut eurostat stieg das BIP im Euroraum dagegen um 0,4 % (Vorjahr; +3,7 %). Auch in unseren Hauptexportmärkten Frankreich (+0,9 %, VJ: +2,6 %) sowie Schweiz (+1,7%, VJ: +2,6 %) gab es ein Wachstum. Deutschland entwickelte sich somit zu einem Bremsklotz in Europa.

Branchensituation:

Der Umsatz der deutschen Holzindustrie verringerte sich im Jahr 2023 laut HDH (Hauptverband der Deutschen Holzindustrie) um 10,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl genehmigter neuer Wohn- und Nichtwohngebäude in Deutschland fiel 2023 laut statistischem Bundesamt um ca. 29,4 % von im Vorjahr 311.000 auf jetzt 219.600 Wohneinheiten. Kostensteigerungen am Bau sowie stark gestiegene Finanzierungskosten hatten eine sehr deutliche Abkühlung am Wohnungsbaumarkt zur Folge. Die Politik beschleunigte diesen Trend zusätzlich durch unklare Randbedingungen (Stichwort neues mehrfach geändertes Gebäudeenergiegesetz) sowie gestrichene Förderungen.

b) Geschäftsverlauf der MERKLE HOLZ-GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024

Der Umsatz im Jahr 2023/2024 fiel um 10,6 % zum Vorjahr, was vor allem auf niedrigere Verkaufspreise zurückzuführen ist. Der Exportanteil belief sich auf 15,3 % nach 13,1 % im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt 359 T€ (Vorjahr: 2.453 T€).

Das abgelaufene Jahr war geprägt durch den starken Rückgang am Wohnungsbau. Dieser Rückgang hatte einen wesentlich schärferen Wettbewerb innerhalb der Branche zu Folge, was zu deutlich gesunkenen Verkaufspreisen führte. Die Einkaufspreise konnten wir leider nicht in gleichem Maße zurückführen, unsere Marge ging daher deutlich zurück.

Negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten folgende Ereignisse:

Mitte Januar 2024 gab es eine Cyber-Attacke auf unsere gesamte EDV. Der Gesamtbetrieb wurde dadurch für eine gute Woche komplett stillgelegt. Aufgrund der hervorragenden Arbeit unserer Mitarbeiter sowie EDV-Dienstleister konnte unser EDV-System aber wieder innerhalb kurzer Zeit mit einer vorhandenen Datensicherung und jetzt deutlich höheren Sicherheitsstandards wiederhergestellt werden.

Unsere Produktionslinie für Brettschichtholz stand wegen der Erneuerung der Keilzinkanlage von Mitte Februar bis Ende März 2024 still. Ursprünglich war der Umbau in der Ferienzeit beim Jahreswechsel geplant, musste aber wegen Lieferschwierigkeiten des Lieferanten um 2 Monate verschoben werden. Die Wertschöpfung aus diesem Produktbereich fehlte uns für 6 Wochen komplett. Um Kunden trotzdem bedienen zu können, wurden Teilaufträge in diesem Segment als Handelsgeschäfte ohne eigene Wertschöpfung abgewickelt. Nach diesem Umbau ist unsere Produktionsanlage nun wieder auf dem Stand der Technik. Dies war der Abschluss einer seit 4 Jahren andauernden schrittweisen Kompletterneuerung unserer Produktion.

3. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

a) Ertragslage

Das Rohergebnis beträgt 11.477 T€. Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund gesunkener Margen deutlich gestiegen. Die Personalaufwendungen sind trotz Lohn- und Gehaltserhöhungen leicht auf 3.971 T€ gesunken. Im Geschäftsjahr 2023/2024 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 67 Mitarbeiter (Vorjahr: 64) beschäftigt, wobei Aushilfen hier nicht berücksichtigt sind.

Die eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen machen sich in Form von erhöhter Produktionsmenge bei geringerem Personaleinsatz bemerkbar. Es konnte ein leichter Jahresüberschuss von 359 T€ (2.453 T€ im Vorjahr) ausgewiesen werden.

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank von 34.087 T€ auf 32.053 T€. Die liquiden Mittel und die kurzfristig angelegten Wertpapiere betragen zum Ende des Geschäftsjahres 8.709 T€ (Vorjahr: 13.636 T€). Die Vorräte wurden aufgrund guter Verfügbarkeit am Markt weiter etwas abgebaut, die Bestände reduzierten sich daher auf 3.360 T€ (Vorjahr: 3.708 T€).

Das Eigenkapital sank auf 23.987 T€ (Vorjahr: 25.128 T€). Dies entspricht einer Quote von 74,8 % (Vorjahr 73,7 %). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote ist auf das im Vergleich zum Rückgang der Bilanzsumme nur unterproportional rückläufige Eigenkapital zurückzuführen.

c) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr solide zu bezeichnen.

Der Cashflow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) beläuft sich am Bilanzstichtag auf 2.674 T€ (Vorjahr: 4.668 T€).

Die für die umfangreichen Investitionen aufgenommenen Darlehen bei Kreditinstituten verringerten sich aufgrund von planmäßigen Tilgungen.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nur vereinzelt und nur tageweise in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag liegen daher keine kurzfristigen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vor.

Als kurzfristige Finanzierungsmittel dienen Lieferantenkredite. Darüber hinaus sind ausreichende Kontokorrentkredite mit den Finanzierungsinstituten vereinbart. Von den Verbindlichkeiten haben 2.944 T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unser Unternehmen war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

d) Investitionen

Die Summe der Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen betrug insgesamt 4.705 T€ nach 2.353 T€ im Vorjahr. Diese flossen im Wesentlichen in die Automatisierung und Erneuerung von Produktionsanlagen, sowie Software zur Anlagensteuerung. Die Finanzierung erfolgte aus dem laufenden Cashflow.

e) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus der Gesellschaft auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von

• Umsatzentwicklung

• Entwicklung der Rohstoffpreise

• Jahresüberschuss

Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

Gesamtaussage

Die Gesellschaft konnte sich bei leicht angestiegenem Exportanteil und sinkenden Umsatzzahlen im erhöhten Wettbewerb dennoch gut behaupten. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf daher als gut.

Entsprechend der Prognose des Vorjahres sanken Verkaufspreise, Umsatz und Marge. Die Einstandspreise gingen ebenfalls zurück. Beim Ergebnis wurde die Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses erfüllt.

4. Prognosebericht

Im laufenden Wirtschaftsjahr ist mit einer anhaltend niedrigen Bautätigkeit im deutschen Wohnungsbau zu rechnen. Die Holz- und Baubranche wird sich diesem Negativtrend nicht verschließen können. Der von Russland ausgelöste Krieg in der Ukraine birgt weiter Risiken für die Gesamtwirtschaft. Wirksame Anreize aus der Politik zur Stimulierung der Wirtschaft sind bisher nicht erkennbar.

Nach der 4-jährigen schrittweisen Erneuerung unserer Produktion sehen wir uns für den erhöhten Wettbewerb gut gewappnet. Eine Erhöhung des Mengenausstoßes wird vornehmlich durch den rückläufigen Markt begrenzt.

In unserer Planung gehen wir von leicht schwankenden Verkaufspreisen, sowie leicht steigenden Verkaufsmengen und Umsätzen aus. Durch den härteren Wettbewerb werden die möglichen Margen niedrig bleiben. Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr. Am Rohstoffmarkt gehen wir von einer entspannten Versorgungslage und leicht schwankenden Einstandspreisen aus. Am Arbeitsmarkt wird der Wettbewerb um gute Fachkräfte weiter anhalten, was zu weiter steigenden Löhnen und Gehältern führen wird. Ein besonderes Augenmerk in der Zukunft gilt daher der Ausbildung und dem Erhalt von gutem Fachpersonal, sowie der Erhöhung der betrieblichen Produktivität durch Rationalisierungsmaßnahmen.

5. Chancen- und Risikobericht

a) Chancenbericht

Als Chancen für ihre Entwicklung sieht die MERKLE HOLZ-GmbH das Ziel der Politik von jährlich 400.000 zusätzlichen Wohnungen in Deutschland sowie den verstärkten Fokus der Bauwirtschaft auf den nachhaltigen, nachwachsenden Baustoff Holz, insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuellen CO 2 -Diskussion.

Positiv für die Zukunft zu werten sind die sehr guten Eigenschaften unseres Werkstoffes Holz. Holz ist der einzige bedeutende Baustoff, der nachhaltig immer wieder nachwächst und zudem bei seiner Nutzung CO 2 bindet. Aufgrund der aktuellen Klimadiskussionen rückt dieser Vorteil immer stärker in die öffentliche Wahrnehmung.

b) Risikobericht

Als Anbieter im Zuliefersektor der Bauindustrie ist die MERKLE HOLZ-GmbH von konjunkturellen Einflüssen direkt betroffen. Das Unternehmen ist europaweit aufgestellt und insofern auch von spezifischen Konjunkturschwankungen einzelner Länder betroffen. Das Hauptrisiko für das Unternehmen liegt in den großen Rohstoffpreisschwankungen, denen mit gezielter Einkaufs- und Lagerhaltungspolitik begegnet wird. Eine schnelle Reaktion in der Preisgestaltung sowohl im Einkauf wie im Verkauf sind für den Betriebserfolg sehr wichtig. Derzeit sind für uns jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu erkennen.

Geschäftsrisiken

Der Kostendruck für die Holzindustrie ist nach wie vor erheblich und nimmt weiter zu. Diesem Margendruck im intensiven Wettbewerb begegnet die MERKLE HOLZ-GmbH mit der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Kostenposition durch Flexibilisierung und Automatisierung der Produktion durch den Einsatz moderner Maschinen.

Gegen die üblichen Risiken mit negativen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb hat die GmbH durch den Abschluss von entsprechenden Versicherungen Vorsorge getroffen. Es bestehen Versicherungen in ausreichender Deckungshöhe.

Personalrisiken

Vom derzeit herrschenden Fachkräftemangel ist auch unser Unternehmen betroffen. Durch eigene Ausbildung und Verbesserung der Konditionen für unser Personal sehen wir die Chance, in der Region weitere Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Lieferantenrisiken

Bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Dienstleistungen ist die MERKLE HOLZ-GmbH auf Fremdanbieter angewiesen. Durch sorgfältige und regelmäßige Bewertung der Lieferanten stellt das Unternehmen die Qualität der Waren und die fristgerechte Belieferung sicher. Wenn möglich, werden für alle zugekauften Produkte und Dienstleistungen alternative Anbieter mitgeführt.

IT-Risiken

Gravierende Störungen, wie Systemausfälle oder Datenverluste könnten die Lieferbereitschaft der MERKLE HOLZ-GmbH gefährden. Die bereits erwähnte Cyber-Attacke auf unsere EDV Mitte Januar 2024 führte uns dies nochmals sehr eindringlich vor Augen. Wir arbeiten deshalb ständig an der Optimierung des IT-Umfeldes mit Hilfe des Einsatzes moderner EDV-Mittel. Datensicherungen werden regelmäßig erstellt und sicher archiviert.

Durch entsprechende Regelungen (Zugriffsrechte, Aktivitätsrechte) und Schulungen wird die IT-Sicherheit zunehmend ins Bewusstsein der Mitarbeiter gerückt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effektives Mahnwesen. Forderungsausfälle sind selten, zur Abdeckung des Ausfallrisikos wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Ziel des Forderungsmanagements ist die Vereinnahmung der Forderungen innerhalb des vereinbarten Zahlungszieles. Für Ausfall- oder Bonitätsrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Preisschwankungen bestehen vor allem bei den Rohstoffpreisen. Ziel unseres Risikomanagements ist es, diese an die Kunden im Rahmen des Möglichen weiter zu belasten bzw. durch langfristige Lieferverträge die Schwankungen zu glätten. Dazu werden regelmäßig die Verträge überprüft und angepasst.

Verbindlichkeiten werden unter Ausnutzung maximaler Skontovereinbarungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen erfüllt.

Umweltrisiken

In Zusammenarbeit mit externen Fachkräften und dem Sicherheitsbeauftragten werden Risiken in diesem Bereich identifiziert. Durch Schulungen und entsprechende Sensibilisierung der Mitarbeiter wird Sorge getragen, dass alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Zusammenfassung

Im Geschäftsjahr 2023/2024 war die schnelle Reaktion auf Veränderungen am sehr volatilen Markt der Schlüssel zum Erfolg. Die schnelle Behebung der Schäden durch den Cyber-Angriff sprechen ebenfalls für unsere bisherige Strategie.

Die Geschäftsleitung geht aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung davon aus, dass der Umsatz im Vergleich zum abgelaufenen Wirtschaftsjahr leicht steigen wird. Neben dem allgemein stagnierenden Baumarkt bleiben die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die Personalbeschaffung die größten Herausforderungen. Wir gehen aber dennoch davon aus, dass im Jahr 2024/2025 ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt werden kann. Unseres Erachtens liegen derzeit keine bestandsgefährdenden Tatsachen vor.

 

Oberfahlheim, im November 2024

MERKLE HOLZ-GmbH

Franz Merkle, jun.

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 14.088.588,86 11.702.297,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 223.646,00 419.241,00
II. Sachanlagen 13.863.153,17 11.280.897,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.803,00 9.069,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.696.417,00 9.803.165,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.078.537,00 1.088.572,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.080.396,17 380.091,80
III. Finanzanlagen 1.789,69 2.158,87
B. Umlaufvermögen 17.847.644,21 22.261.700,99
I. Vorräte 3.359.917,47 3.708.297,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.779.071,33 4.918.313,84
III. Wertpapiere 1.096.970,32 3.822.015,04
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.611.685,09 9.813.074,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 116.497,17 122.988,13
Summe Aktiva 32.052.730,24 34.086.986,79

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 23.986.571,15 25.127.547,65
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 21.127.547,65 20.174.892,74
IV. Jahresüberschuss 359.023,50 2.452.654,91
B. Rückstellungen 732.000,00 778.584,00
C. Verbindlichkeiten 7.325.152,71 8.146.188,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.548.627,83 1.759.459,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 397.532,15 608.788,67
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.378.992,73 5.777.940,09
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.006,38 34.666,52
Summe Passiva 32.052.730,24 34.086.986,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 11.477.174,52 15.298.403,29
2. Personalaufwand 3.970.739,55 4.120.290,50
a) Löhne und Gehälter 3.271.410,64 3.391.052,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 699.328,91 729.237,69
davon für Altersversorgung 19.889,30 21.731,78
3. Abschreibungen 2.314.520,42 2.215.489,33
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.314.520,42 2.215.489,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.053.983,05 5.782.497,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 382.977,00 73.304,48
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 273.482,08
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 122.910,91 102.070,19
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.432,72 401.458,17
9. Ergebnis nach Steuern 382.564,87 2.476.419,80
10. sonstige Steuern 23.541,37 23.764,89
11. Jahresüberschuss 359.023,50 2.452.654,91

Anhang

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MERKLE HOLZ-GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Nersingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Memmingen
Register-Nr.: HRB 7310

Der Jahresabschluss der MERKLE HOLZ-GmbH wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Die Davon-Vermerke der Gewinn- und Verlustrechnung zu Aufwendungen für Altersversorgung, Zinsen und ähnlichen Erträgen aus verbundenen Unternehmen und Aufwendungen/Erträgen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern wurden zu Gunsten der Klarheit und Übersichtlichkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3-5 Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zuschüsse werden als Anschaffungskostenminderung verbucht.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 15 Jahre) der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 250,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als Euro 250,00 netto und bis zu Euro 1.000,00 netto werden im Zugangsjahr in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst. Dieser Sammelposten wird einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Ansprüche aus Lebensversicherungen mit dem Aktivwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Rohwaren werden anhand einer Gruppenbewertung gemäß §240 Abs. 4 HBG bewertet.

Die Wertermittlung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurde retrograd vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 HGB, Aktivierung von Zinsen für Fremdkapital, wird nicht in Anspruch genommen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % gebildet.

Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen werden mit dem Aktivwert bewertet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Im Zinsergebnis werden die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden ebenfalls im Zinsergebnis erfasst (§ 277 V HGB).

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen gemäß Wahlrecht nicht aktiviert. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 27,025%.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 798.757,79 52.703,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 798.757,79 52.703,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.656,97
2. technische Anlagen und Maschinen 15.731.216,74 2.256.503,82 68.949,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.667.059,70 357.599,94 82.056,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380.091,80 2.038.429,33
Summe Sachanlagen 19.791.025,21 4.652.533,09 151.005,27
III. Finanzanlagen 2.437,88 -369,18
Summe Finanzanlagen 2.437,88 -369,18
Summe Anlagevermögen 20.592.220,88 4.704.867,61 151.005,27
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 851.461,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 851.461,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.656,97
2. technische Anlagen und Maschinen 1.338.124,96 19.256.896,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.942.603,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.338.124,96 1.080.396,17
Summe Sachanlagen 0,00 24.292.553,03
III. Finanzanlagen 2.068,70
Summe Finanzanlagen 2.068,70
Summe Anlagevermögen 0,00 25.146.083,22
kumulierte Abschreibung 01.04.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.03.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 379.516,79 248.298,70 627.815,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 379.516,79 248.298,70 627.815,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.587,97 1.266,00 4.853,97
2. technische Anlagen und Maschinen 5.928.051,74 1.701.376,78 68.949,13 7.560.479,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.578.487,70 363.578,94 78.000,14 2.864.066,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.510.127,41 2.066.221,72 146.949,27 10.429.399,86
III. Finanzanlagen 279,01 279,01
Summe Finanzanlagen 279,01 279,01
Summe Anlagevermögen 8.889.923,21 2.314.520,42 146.949,27 11.057.494,36
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.03.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 223.646,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 223.646,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.803,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.696.417,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.078.537,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.080.396,17
Summe Sachanlagen 13.863.153,17
III. Finanzanlagen 1.789,69
Summe Finanzanlagen 1.789,69
Summe Anlagevermögen 14.088.588,86

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von Euro 31.680,11 (Vj. 387.144,28 Euro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 6.602,99 Euro (Vj. 9.954,37 Euro) enthalten.

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Euro
Gesamtbetrag
Euro
gegenüber Kreditinstituten 212.763,11 1.335.864,72 1.548.627,83
(Vorjahr) (210.936,56) (1.548.523,30) (1.759.459,86)
gegenüber verbundenen Unternehmen 397.532,15 0 397.532,15
(Vorjahr) (608.788,67) 0 (608.788,67)
übrige Verbindlichkeiten 2.333.843,09 3.045.149,64 5.378.992,73
(Vorjahr) (1.736.786,69) (4.041.153,40) (5.777.940,09)
Summen 2.944.138,35 4.381.014,36 7.325.152,71
(Vorjahr) (2.556.511,92) (5.589.676,70) (8.146.188,62)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 378.422,07 (Vj. Euro 590.235,19) enthalten.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von Euro 1.097.200,00 enthalten.

Von den Verbindlichkeiten sind Euro 5.589.781,23 durch Pfandrechte an beweglichen Sachen, Sicherungsübereignung von Maschinen und branchenüblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Sonstige Pflichtangaben

Angaben zu Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Berichtsjahr wurde das Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs. Dies verursachte Kosten in Höhe von TEUR 123. Gleichzeitig wurde ein Anspruch auf eine Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 400 aktiviert.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 40
Angestellte 19
Aushilfen 8
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 67

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Franz Merkle jun., Geschäftsführer, geführt.

Vergütungen der Geschäftsführer

Hinsichtlich der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 HGB angewendet.

 

Nersingen-Oberfahlheim, den 29.11.2024

Franz Merkle jun

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss der MERKLE HOLZ-GmbH zum 31.03.2024 handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MERKLE HOLZ-GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MERKLE HOLZ-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MERKLE HOLZ-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Günzburg, den 29.11.2024

U & P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kurt Leißa, Wirtschaftsprüfer

Anna Toelg, Wirtschaftsprüfer

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