Euro Käse GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Hagn seit 2.12.2019 | Vorstandsmitglied |
Andreas Schönauer seit 31.10.2013 | Vorstandsmitglied |
Leonhard Rieder seit 4.12.2012 | Vorstandsmitglied |
Martin Haltmair seit 29.3.2010 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Milchhof Miesbach eGMiesbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht: MünchenGenossenschaftsregister: Nr. 11471. BilanzAKTIVA
PASSIVA
2. Gewinn- und Verlustrechnung
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2023 der Milchhof Miesbach eGSitz: MiesbachRegistergericht: MünchenGenossenschaftsregister: Nr. 1147wurde nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. In der Gliederung der Bilanz ergeben sich keine Veränderungen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres und des Vorjahres erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr bzw. über 5 Jahre:
Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitunten sind durch Grundschulden besichert. II. Gewinn- und Verlustrechnung Zur Gewinn- und Verlustrechnung sind keine Anmerkungen geboten. E. Sonstige Angaben Die Genossenschaft beschäftigt eine Teilzeitkraft. Mitgliederbewegung
*) Verminderung mit negativen Vorzeichen
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genossenschaftsverband Bayern e.V. Türkenstraße 22 - 24 80333 München Mitglieder des Vorstands (Vor- und Zuname) VV: Andreas Schönauer Leonhard Rieder Peter Hagn Mitglieder des Aufsichtsrats (Vor- und Zuname) ARV: Anton Wohlschläger Josef Stigloher Andreas Mayr Siegmund Heiß Thomas Ettstaller Johann Obermüller Johann Stadler Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber Vorständen und Aufsichtsräten ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 582.445,95 Euro zuzüglich dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von 107.865,05 Euro (zusammen Bilanzgewinn 690.311,00 Euro) wie folgt zu verwenden: Es sollen 660.000,00 Euro in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt werden. Darüber hinaus wird eine Dividende in Höhe von 23.525,00 Euro ausgeschüttet. Das entspricht einer Dividende von 5 % auf die Geschäftsguthaben. Der verbleibende Betrag von 6.786,00 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Miesbach, 05.08.2024 Milchhof Miesbach eG Sitz: Miesbach (Firma der Genossenschaft) Der Vorstand: Andreas Schönauer Leonhard Rieder Peter Hagn A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsverlauf • Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Auch das Jahr 2023 war geprägt durch Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Der Krieg hatte und hat maßgeblichen Einfluss auf wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklungen weltweit. Bedingt durch die Krisenherde kam es zu einer weiteren Flüchtlingswelle in Deutschland. Ende September stieg die Bevölkerungszahl auf 84,4 Millionen Menschen. Es kamen 1,46 Millionen Menschen nach Deutschland, die Nettozuwanderung war somit vier Mal so hoch wie im Jahr 2021 und so hoch wie noch nie seit dem Jahr 1950. Die hohen Energiepreise in Deutschland spielten weiterhin eine zentrale Rolle für die Bürger und die deutsche Wirtschaft. Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie bezahlen deutsche Unternehmen drei Mal so viel für Strom wie die internationale Konkurrenz. Bedingt durch die Energiekosten und den Umbau zur klimaneutralen Produktion wurde eine Deindustrialisierung befürchtet. In Deutschland wurde die AFD bei den Landtags- und Kommunalwahlen immer stärker und stellt in Thüringen erstmals einen Landrat. Der Faktor Inflation spielte weiterhin im Wirtschaftsgeschehen eine wichtige Rolle. Die Jahresteuerungsrate betrug im Jahresschnitt 5,9 % im Vergleich zu 7,9 % in 2022. Vor allem gegen Ende des Jahres war eine rückläufige Tendenz zu beobachten. Die Europäische Zentralbank hob die Zinsen in mehreren Schritten von 2,5 % auf 4,5 % an, um die steigende Inflation zu bekämpfen. Im Jahresverlauf rutschte Deutschland immer weiter in eine Rezession. Die nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte Erholung kam nicht zu Stande. Kalenderbereinigt ging das Wirtschaftswachstum um 0,1 % zurück Auch für das Jahr 2024 deuten die Prognosen auf eine schwächere Wirtschaftsleistung hin. Im Jahr 2023 stiegen die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahr waren 191.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg auf 2.609.000 Menschen. Dennoch war die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt, es herrscht Fachkräftemangel. Im Jahr 2023 war in Deutschland eine leichte Steigerung der Milchanlieferung auf 31,3 Mio. t zu verzeichnen, die Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß zeigten sich höher als im Vorjahr. Die Milchanlieferung in der EU konnte auch im dritten Jahr in Folge kein Wachstum mehr verzeichnen. Sie stagniert auf einem Niveau von 144,9 Millionen t. Die Kosten in den Bereichen Dünger, Futtermittel und Energie befanden sich weiterhin auf hohem Niveau, haben jedoch nach dem extremen Anstieg im Jahr 2022 deutlich nachgegeben. Die Lohnkosten stiegen weiter an, des Weiteren sorgten die steigenden Zinsen für Sorgenfalten. Die Erzeuger und Molkereien befanden sich daher in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Nach Angaben der EU-Kommission bekamen die deutschen Landwirte im Jahresdurchschnitt 45,9 ct/kg ausgezahlt. Im Vergleich zum Vorjahresschnitt von 53,5 ct/kg verringerte sich der Auszahlungspreis um 14,1 %. Die Auszahlungspreise für Biomilch lagen inklusive geschätzter Nachzahlungen im Jahresschnitt bei 57,7 ct/kg. Das Jahr 2023 wird demnach nur knapp unter dem Rekordjahr 2022 liegen. Damals lagen die Auszahlungspreise bei 58,3 ct/kg und somit nur 0,6 ct/kg höher. Der Kieler Rohstoffwert konnte sich gegen Ende des Jahres deutlich erholen. Im Vergleich zum niedrigsten Stand im Monat August steigerte sich die Notierung bis zum Dezember auf 43,7 ct pro kg Milch bei 4,00 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Die Absatzmengen für Milchprodukte im Einzelhandel zeigten sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr überwiegend verbessert, nachdem es im Jahr 2022 aufgrund der Preissteigerungen zu einem deutlichen Einbruch der Nachfrage gekommen war. Dennoch griffen die Verbraucher weiterhin überwiegend zu Handels- und Aktionsware. Markenartikel hatten in dieser schwierigen Situation zu kämpfen. Die weitere Entwicklung der Anlieferungsmenge wurde neben den Faktoren, Kosten, Auszahlungspreis und weltweite Nachfrage immer stärker von anderen Einflüssen bestimmt. Es könnten der fortschreitende Klimawandel, der Strukturwandel in der Milcherzeugung und verschärfte Umweltauflagen dämpfenden Einfluss auf die Milcherzeugung haben. Die Milchkuhhaltung schrumpfte im Jahr 2023 erneut um 2,5 %. Damit verlangsamte sich der Rückgang etwas im Vergleich zu den Vorjahren. Im Jahr 2022 betrug der Rückgang 3,7%. Auf dem Buttermarkt waren schwächere Preise als im Rekordjahr 2022 bei einer gleichzeitigen Erholung der Nachfrage zu verzeichnen. Im langfristigen Vergleich blieben die Erlöse jedoch weiterhin überdurchschnittlich. Die Absätze insgesamt, und das damit einhergehend das Exportgeschäft, haltensich deutlich belebt und verbessert. Auch im Käsemarkt war im Jahr 2023 wieder ein Wachstum zu verzeichnen, Produktion und Konsum haben sich im Jahresverlauf positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde auch wieder mehr Käse exportiert. Die Notierungen zeigten Im Jahresschnitt den zweithöchsten Stand der Preishistorie. Die Preise für Magermilchpulver haben im Vergleich zum Rekordjahr 2022 leicht nachgegeben und sanken im Jahresschnitt sogar leicht unter das Niveau des Jahres 2021, der Export konnten gesteigert werden. Ende des Jahres 2023 zeigt sich der Milchmarkt stabiler als für diese Jahreszeit üblich. Bedingt durch niedrige Bestände und feste Preise für flüssigen Rohstoff ist von stabilen Produktpreisen auszugehen. Die Wertschöpfung dürfte durch die Sparbeschlüsse der Bundesregierung und höhere Energiepreise belastet sein, dies wird auch die Kaufkraft schmälern. Die Milchanlieferung in Deutschland und weltweit dürfte sich moderat entwickeln, somit sollten die Auszahlungspreise stabil bleiben. Bei höherem Absatz in wichtige Importländern ist von einer Verknappung des Angebots bei steigen Preisen auszugehen. Im Jahr 2023 war erstmals seit dem Jahr 2010 eine Absenkung der Immobilienpreise zu beobachten, Grund hierfür waren die verschlechterten Finanzierungsbedingungen infolge der Zinssteigerungen. Deutschlandweit gingen die Immobilienpreise um 2 % zurück, besonders betroffen waren Ballungsräume/Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München mit Rückgängen bis zu 7 %. Im Gegensatz hierzu steigen die Mietpreise in Deutschland um 3 % an. Gründe hierfür sind die steigende Bevölkerungszahl durch Zuwanderung, schwächelnder Wohnungsbau und die Aufgabe von Eigenheimplänen vieler Haushalte. Die Preise für Baugrundstücke lagen in der Region Miesbach-Schliersee-Leitzachtal bei durchschnittlich 1.100 €/m 2 und in der Region Tegernseer Tal bei durchschnittlich 2.800 €/m 2. Die Preise können standortabhängig stark variieren. Die Mietpreise für Häuser in Miesbach lagen im Jahr 2023 bei 14,4 €/m 2 , das entsprach eine Steigerung um 4,42 %. Im Wohnungsbereich stiegen die Mietpreise auf 13,98 €/m 2 und somit um 4,33 %. Die Mietpreise, sowohl für Häuser als auch für Wohnungen lagen somit auch im Jahr 2023 deutlich über dem bayerischen Durchschnitt. Hier sind für Häuser 10,09 €/m 2 und für Wohnungen 10,24 €/m 2 zu verzeichnen. · Absatz- und Umsatzentwicklung (Milch) a) Absatzentwicklung
Die gesamte der Milchhof Miesbach eG von ihren Mitgliedern angediente konventionelle Rohmilch wird seit April 2012 im Rahmen eines Milchkaufvertrages ausschließlich an die Wendelstein Käsewerk GmbH, Bad Aibling, veräußert. Die angediente Biomilch wird seit 01.01.2010 ausschließlich an die Molkerei Gropper GmbH & Co. KG, Bissingen, veräußert. Die angelieferte Milchmenge zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 3,00 % erhöht. b) Umsatzentwicklung
Die eigene Milchverarbeitung wurde am 31. Dezember 1997 eingestellt. Die Genossenschaft ist seit 01. Januar 1998 nur noch als Milchliefergenossenschaft tätig. Die Umsatzerlöse aus dem Milchbereich haben sich im Geschäftsjahr 2023 nur geringfügig erhöht. Die Preise für konventionelle Milch sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Biomilchpreise zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr auf konstantem Niveau. • Produktion Eine eigene Produktion ist nicht vorhanden. Der gesamte Rohstoff (Milchanlieferung) wird an zwei Molkereien verkauft. • Beschaffung/Milchanlieferung
Die Milchanlieferung der Mitglieder beruht auf der Grundlage satzungsgemäßer Anlieferungspflicht. Die Milchanlieferung der Mitglieder der Milchhof Miesbach eG erhöhte sich im Jahr 2023 auf 44.729 t. Die Zahl der Milchlieferanten betrug im Dezember 2023 insgesamt 228 Erzeuger. Davon entfielen auf konventionelle Milch 138 Erzeuger und auf Biomilch 90 Erzeuger. • Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Für das EFH am Kreuzberg sowie für die Immobilie in der Birkenstr. 28-30 wurden Bauvoranfragen bei der Stadt Miesbach eingereicht. • Personal- und Sozialbereich Die Genossenschaft hatte zum 31. Dezember 2023 keine eigenen Mitarbeiter. Die Immobilienverwaltung ist an einen Dienstleister extern vergeben. Die sonstigen Tätigkeiten werden von Mitarbeitern der Milchproduktenhandel Oberland eG übernommen. • Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres keine. • Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Das Geschäftsjahr 2023 verlief sehr positiv. Bedingt durch das Ende der Coronapandemie, konnten die Tochterfirmen gute Ergebnisse erwirtschaften Der Vertrieb von 12 Eissorten unter dem Namen "Unser Hofeis" verlief zufriedenstellend. Bei der Eigenvermarktung der bayerischen Bauernmilch fand eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr statt. Bei den Preisen für konventionelle Milch fand über das ganze Jahr gesehen eine leichte Reduzierung statt. Die Biomilchpreise zeigten sich während des ganzen Jahres stabil zum Vorjahresniveau. Erste Mieter sind bereits aus der Immobilie Birkenstraße 28 - 30 aufgrund des geplanten Neubaus ausgezogen. Die restlichen Immobilien sind alle vermietet. Eine Anpassung des Mietzinses erfolgt entsprechend der vertraglichen Vereinbarung, Einsparpotentiale sind nahezu vollständig ausgeschöpft. II. Lage der Genossenschaft 1. Vermögens- und Finanzlage
Wesentlicher Posten des Anlagevermögens sind die Finanzanlagen mit 3.100 TEUR oder 91,1 % der Bilanzsumme. Dies betrifft die Geschäftsanteile an der Milchproduktenhandel Oberland eG. Weiterhin werden in den Sachanlagen Bauten auf eigenen Grundstücken ausgewiesen i.H.v. 1.535 TEUR. Der Posten Umlaufvermögen besteht hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögensgegenständen (debitorische Kreditoren) sowie aus Gewerbesteuerrückforderungen aus der Betriebsprüfung (2017-2020) welche in 2023 abgeschlossen wurde. Die Eigenkapitalquote zeigt sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Rückstellungen zeigen sich zum Vorjahr in gleicher Höhe. Die Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus einem Darlehen gegenüber der Raiffeisenbank sowie aus Verbindlichkeiten an verbundenen Unternehmen. Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr stets gegeben. Es waren ausreichend Kreditlinien vorhanden. 2. Ertragslage
Das Rohergebnis zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Vermarktung der bayerischen Bauernmilch sowie der Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung höher. Vergleichbare Auszahlungsleistung je kg Milch ab Hof
Die Auszahlungsleistung ging in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,49 Cent/kg auf 50,18 Cent/kg für Standardmilch zurück. Personal- und Sachaufwand zeigen sich leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen den Zinsaufwand aus zweierlei Darlehen. Eines gegenüber dem Miesbacher Gastroservice GmbH und eines gegenüber Kreditinstituten. Das neutrale Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr wesentlich höher, was mit der Ausschüttung der Dividende seitens des Milchproduktenhandel Oberland eG in Zusammenhang steht. Insgesamt hat sich das Jahresergebnis überdurchschnittlich um 647 TEUR auf 582 TEUR erhöht. III. Risikobericht und künftige Chancen Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken haben wir umfassende organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit mögliche Risiken erkannt und qualifiziert werden können. Hierzu gehört u.a. der Organisationsaufbau mit den Bereichen Milchverkauf, Milcherfassung und Mitgliederverwaltung, sowie Vermögens- und Beteiligungsverwaltung und das Rechnungswesen als Kontroll- und Steuerungsinstrument mit monatlichen Zwischenabschlüssen zwecks periodischer Erfolgskontrolle sowie Liquiditäts-, Ertrags- und Aufwandsvorschau, nebst interner Kontrolle. Die Einhaltung dieser organisatorischen Regelungen wird permanent überwacht. Nach den vorliegenden Informationen bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Wir gehen von der unveränderten Fortführung des Unternehmens aus. Es bestehen weder rechtliche noch wirtschaftliche Gründe, die einer Unternehmensfortführung entgegenstehen. Das Unternehmen ist nur noch als Milchlieferungsgenossenschaft ausgerichtet. Im Bereich Milchwirtschaft sind steigende Auszahlungspreise zu erwarten, dies ist hauptsächlich bedingt durch eine zurückgehende Milchproduktion in wichtigen Herstellungsländern. Aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit von globalen Entwicklungen werden zukünftig unterjährig immer wieder Schwankungen im Milchpreisniveau auftreten. Das Risiko von Mitgliederkündigungen bleibt weiterhin bestehen, könnte aber durch stabile Milchpreise minimiert werden. Ein weiteres Risiko betrifft die Umsetzbarkeit der von Molkereien und Handel geforderten Umstellung auf Tierwohl und weitere Qualitätsmerkmale bei den Mitgliedern. Darüber hinaus werden die Immobilien verwaltet. Durch die Inflation kann es wegen Zahlungsausfällen zu Mietausfällen kommen. Auf Grund der Altersstruktur einiger betrieblicher Immobilien ist zukünftig mit einem erhöhten Sanierungsaufwand zu rechnen. Risiken in der Beteiligungsstruktur können selbst bei einem Abschreibungsbedarf, der momentan nicht erforderlich ist, durch die Eigenkapitalausstattung und den stillen Reserven im Immobilienbesitz in Millionenhöhe getragen werden. Die Ertragslage ist weiterhin im Wesentlichen durch Dividendenzahlungen unserer Beteiligung an der Milchproduktenhandel Oberland eG beeinflusst. Insgesamt besteht ein enger Zusammenhang der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft. Durch die deutlich verbesserten Ergebnisse ist weiterhin mit einer Ausschüttung durch die Tochterbetriebe zu rechnen. Durch die Möglichkeiten einen Teil der eigenen Milchmenge in Produkte mit höherer Wertschöpfung zur Eigenvermarktung zu geben, ergeben sich Chancen zusätzliche Erträge zu generieren. Durch eine Bündelung der Milchmenge und der Option alternativer Vermarktungswege sehen wir die Chance den Milchauszahlungspreis zukünftig zu steigern. Des Weiteren deutet der Immobilienboom auf eine weitere Wertsteigerung dieser Vermögenswerte hin. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Nach der vorliegenden Absatz- und Umsatzplanung und unter Berücksichtigung der zu erwartenden guten Ergebnisse der Tochterunternehmen wird mit einer Dividendenausschüttung gerechnet, daher wird für das laufende Geschäftsjahr ein positives Ergebnis erwartet. Die Auszahlungsleistung wird verstärkt durch die weltweite Markt- und Wettbewerbssituation beeinflusst. Diese lassen für die kommenden Monate einen weiter steigenden Milchpreis erkennen. Unter Berücksichtigung des Strukturwandels in der Landwirtschaft und Änderungen in der Lieferantenstruktur sowie einem sinkendem Auszahlungspreisniveau wird im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz unter Vorjahreshöhe zu rechnen sein.
Miesbach, den 05.08.2024 Milchhof Miesbach eG Der Vorstand Andreas Schönauer Leonhard Rieder Peter Hagn B. Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses (Bilanzgewinn) geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Miesbach, den 05.08. 2024 Anton Wohlschläger, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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