PolyChemie GmbH
Am Felsbrunnen 8, 66119 Saarbrücken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Völker seit 6.1.2025 | Prokura |
Freya Hoffstaedter seit 13.10.2022 | Prokura |
Susanne Berger seit 1.3.2019 | Prokura |
Etienne Bolley seit 24.8.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SNF Group | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PolyChemie GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA scroll
PASSIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung 2024scroll
Anhang zum Geschäftsjahr 2024Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde in Anwendung der Vorschriften des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags der PolyChemie GmbH aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht scroll
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden /Erläuterungen zur Bilanz und GuV Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen um die planmäßige Abschreibung vermindert. Vor dem 31. Dezember 2015 aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben (sog. Altfälle). Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die die planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und ggf. um außerplanmäßige Abschreibungen reduziert. Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt anhand eines gewogenen Durchschnitts. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 1.041 (VJ. TEUR 341) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 17.010,12 (Vorjahr: Euro 2.500,62) Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bilanziert. Für Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen, wurde ein entsprechender Abgrenzungsposten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Zur Finanzierung von Anteilskäufen wurde der PolyChemie GmbH ein Darlehen von ihrem Gesellschafter zur Verfügung gestellt. Das Darlehen weist zum 31. Dezember 2024 noch einen Stand von TEUR 1.600 (VJ TEUR 2.400) aus und ist in der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 6.561 (VJ. TEUR 8.605) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 700 Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen aus Wertaufholungen enthalten. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs.1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten (in TEUR): scroll
Sonstige Angaben Sonstige Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 389 (VJ. TEUR 288) bezogen auf die Restlaufzeit der Mietverträge. Konzernzugehörigkeit Die PolyChemie GmbH wird in den Konzernabschluss der S.P.C.M. SA, Andrezieux-Boutheon, die den Konzernabschluss für den größten, sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der S.P.C.M. SA, Andrezieux-Boutheon kann beim Handelsregister (Registre du commerce et des societes) in St. Etienne, Frankreich eingesehen werden. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 29. Diese entfallen auf 4 gewerbliche Arbeitnehmer und 25 Angestellte. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres bestellt: Herr Etienne Bolley, Kaufmann, Straßburg Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. Dem Geschäftsführer wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt, noch wurde zu seinen Gunsten Haftungsverhältnisse begründet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Saarbrücken, den 20. Februar 2025 Etienne Bolley Der Jahresabschluss 2024 wurde am 16.06.2025 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 20241. Grundlagen des Unternehmens Die PolyChemie GmbH ist eine 100%ige Tochter der SNF-GROUP SA, Andrézieux- Bouthéon/Frankreich. Sie fungiert als Händler (mit Standorten in Krefeld, Holungen und Baden-Baden) für die französische Muttergesellschaft. Der SNF-Konzern ist ein international tätiger Anbieter von Chemikalien für wasserintensive Industrien wie z.B. Zellstoff und Papierherstellung, kommunale und industrielle Wasseraufbereitung und -entsorgung sowie der Ölförderung und des Bergbaus. 2. Wirtschaftsbericht a) Konjunkturelle Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,2 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2024 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. 2024 verbuchte die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein Plus von 2 Prozent - das ist weniger, als sich die Branche nach dem positiven Jahresbeginn erhofft hatte. Insgesamt liegt der Output weit unter dem Niveau der vergangenen Jahre: Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie fiel 2024 rund 16 Prozent niedriger aus als 2018, die Chemie verzeichnete ein Minus von 17 Prozent. Die Produktion chemischer Grundstoffe konnte in diesem Jahr um rund 8 Prozent gesteigert werden. Jubel ist in diesem Zusammenhang verfehlt: Die Grundstoffproduktion wurde in den Vorjahren um mehr als ein Viertel zurückgefahren. Dies gilt auch für Polymere und Konsumchemikalien, deren Produktionszahlen sich 2024 etwas langsamer erholten, um 4 beziehungsweise 2 Prozent. Bereits zum dritten Mal in Folge gab es einen Produktionsrückgang bei den Herstellern der Spezialchemie - in diesem Jahr lag er bei 2 Prozent. Pharmaproduktion meldet für 2024 ein Minus von 1,5 Prozent. Verantwortlich dafür waren Lieferkettenprobleme, Kapazitätsengpässe und hohe Kosten am Standort Deutschland. On top kam ein deutlicher Rückgang der Bestellungen aus Europa und den USA hinzu. Chemie und Pharma erwirtschafteten in diesem Jahr einen Umsatz von 221 Milliarden Euro (- 2 Prozent). Das Minus im Auslandsgeschäft (139 Milliarden Euro) beläuft sich auf 1 Prozent, die Verkäufe in Deutschland (82 Milliarden Euro) sanken um 4 Prozent. Rückläufige Preise haben das Umsatzminus verstärkt. Im Schnitt waren Chemikalien 2,5 Prozent günstiger als im Vorjahr. Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet für das nächste Jahr ein geringes Produktionsplus von 0,5 Prozent. Pharma wird voraussichtlich ein leichtes Plus (0,5 Prozent) erzielen, der Chemiebereich stagnieren. Der Branchenumsatz wird wegen hoher Erzeugerpreise und niedrigem Auftragsbestand erlahmen (0 Prozent). Die Branchenpreise könnten leicht sinken (-0,5 Prozent). Die VCI-Mitgliedsunternehmen zeigen sich in einer aktuellen repräsentativen Mitgliederbefragung gespalten: Die Zuversichtlichen erwarten für den Sommer oder Herbst 2025 einen Aufwärtstrend. Jedes zweite Unternehmen rechnet aber erst 2026 oder später mit einer Erholung der Nachfrage. Bei gleichzeitig rasant steigenden Energie- und Rohstoffkosten sanken letztendlich die Gewinne der Unternehmen. Ungeachtet dessen hat sich der Umsatzverlauf der PolyChemie GmbH im Wesentlichen erwartungs- und planungsgemäß entwickelt. Als Händler für chemische Produkte, die im Wesentlichen der Wasseraufbereitung dienen, ist das Geschäft der PolyChemie nur in eingeschränktem Maße konjunkturabhängig. Insofern hatte auch die Corona- und Ukrainekrise nur geringfügigen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der PolyChemie. Die Tochtergesellschaft Reiflock konnte im Geschäftsjahr 2024 ihre Umsatzplanungen übererfüllen. Die hohen Energie- und Rohstoffkosten, die im Jahr 2022 nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten, sind bereits teilweise im Jahr 2023 wieder gut aufgefangen worden und die Marge hat sich wieder normalisiert. Dies lag auch daran, dass margenschwache längerfristige Verträge nicht mehr verlängert wurden seitens PolyChemie. Dieser positive Trend hat sich im Jahr 2024 fortgesetzt. b) Ertragslage Der Rohertrag stieg von TEUR 7.231 auf TEUR 9.380. Die positive Entwicklung des Vorjahres hat sich im Jahr 2024 fortgesetzt. Es konnten sowohl Neukunden gewonnen werden als auch Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Der in den Vorjahren noch geringe Anteil an Coagulants im Produktmix konnte deutlich ausgebaut werden und trägt auch wesentlich zur Umsatzsteigerung bei. Da sich die Einkaufspreise im Vergleich zur Erlössteigerung unterproportional erhöht haben, ist die Materialaufwandsquote gesunken. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 700 Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen aus Wertaufholungen enthalten. Der Personalaufwand ist durch Personalaufbau und durch Gehaltssteigerungen von TEUR 2.139 auf TEUR 2.365 gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 109, VJ: TEUR 45) aufgrund der Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahme im Lager Holungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.099 auf TEUR 4.076 (VJ: TEUR 2.977) gestiegen. Ursächlich für die Steigerung waren im Wesentlichen höhere Frachtkosten, gestiegene Mietaufwendungen, da neue Räumlichkeiten angemietet wurden und die Produktion Holungen wieder auf Volllast angelaufen ist.. Aufgrund des mit der Reiflock GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der daraus resultierenden Ergebnisübernahme wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.588 an die PolyChemie GmbH abgeführt. Die Zinsaufwendungen haben sich von TEUR -116 auf TEUR -73 verbessert. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der fortlaufenden Tilgung des Intercompany Darlehens der SPCM. Das Geschäftsjahr 2024 schloss insgesamt mit einem Jahresgewinn in Höhe von TEUR 3.437 (Vorjahr: TEUR 1.971). Die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte zurückzuführen:
c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr wesentlich gestiegen. Auf der Aktivseite haben sich aufgrund von weiteren Investitionen in den Umbau des Lagers Holungen und Zukäufen bzw. Wertaufholungen im Bereich der Beteiligungen das Anlagevermögen erhöht, gleichzeitig sind die Vorräte durch Lagerabbau und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen rückläufig gewesen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere aufgrund der höheren Ergebnisabführung durch das Tochterunternehmen Reiflock angestiegen. Die liquiden Mittel liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des hohen Jahresüberschusses deutlich erhöht. Auf der Passivseite kam es zur Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 11.005 auf TEUR 8.161. De Rückgang resultiert sowohl aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen, als auch der weiteren Reduktion der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SPCM aufgrund fortlaufender Tilgung. d) Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -50 (i. Vj. TEUR 1572). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1.033 (i. Vj. TEUR -36). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -873 (i. Vj. TEUR -1.466). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. e) Finanzielle Leistungsindikatoren, Umweltschutz sowie Qualität Nachfolgend werden die wesentlichsten Kennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren) im Vergleich zum Vorjahr dargestellt: scroll
Entgegen der Prognose des Vorjahres liegen die Kennzahlen deutlich über den Vorjahrswerten. Beim Rohertrag ist dies auf die deutlich höhere Marge zurückzuführen. Beim Jahresergebnis haben die bereits genannten Sondereffekte (siehe Erläuterung Ertragslage) in Summe zu diesem positiven Ergebnis geführt. Um einen möglichst hohen Standard hinsichtlich Umweltschutzes und -management innerhalb der SNF-Gruppe zu gewährleisten, werden alle Maßnahmen zum Umweltschutz im Rahmen des internen Qualitätsmanagementsystems laufend überprüft. Die PolyChemie GmbH ist nach ISO 9001:2015, zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde durch Überwachungsaudits des TÜV Rheinland an den Standorten Krefeld, Holungen und Saarbrücken bestätigt. Die PolyChemie GmbH beschäftigte zum 31.12.2023: 30 Mitarbeiter (VJ: 28). Die Mitarbeiter der Gesellschaft sind hauptsächlich Verwaltungs- und vertriebsbezogenen Aufgaben zugeordnet und verteilen sich auf die Standorte Saarbrücken, Krefeld und Holungen. 3. Chancen- und Risikobericht a) Finanzwirtschaftliche Risiken Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung aktuell nicht. Ein Risiko besteht in weiter steigenden Preisen auf dem Beschaffungsmarkt, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können und dadurch die Marge belasten. Außerdem ist die PolyChemie teilweise an Preise durch Ausschreibungen gebunden, die nicht kurzfristig angepasst werden können. Der Wettbewerb agiert mit aggressiven Preisen auf dem Markt, das führt zu weniger Absatz bzw. Anpassung zu tieferen Preisen und Magenverlusten. Ein unerwarteter Rohstoffmangel bei der Muttergesellschaft (Hauptzulieferer) könnte zu Versorgungsengpässen führen. Die bereits bestehenden Problematiken bei Gütertransporten könnten sich aufgrund des erhöhten Zeitaufwands bei der Beschaffung sowie der stark gestiegenen Kosten für Transporte aus USA ausweiten. Darüber hinaus ist das Jahresergebnis in wesentlichem Umfang abhängig von den Gewinnbeiträgen der Tochtergesellschaft Reiflock Abwassertechnik GmbH, Baden-Baden. Die Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen schätzen wir aufgrund der Kundenstruktur als gering ein. b) Chancen Chancen bieten sich insbesondere im Ausbau des Vertriebs und der Neukundengewinnung. Auch durch strategische Zukäufe kann weiteres Wachstum generiert werden. Durch Eintritt in bislang nicht bediente Märkte bzw. durch die Erweiterung des Produktportfolios bestehen weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Die Wachstumschancen der PolyChemie GmbH erachten wir mittel- bis langfristig als positiv. c) Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Wir bleiben zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. 4. Prognosebericht Der Verband der Chemischen Industrie e.V. prognostiziert für 2025: Deutschland fällt in puncto Dynamik im internationalen Vergleich weiter zurück - sowohl in der Gesamtwirtschaft als auch in der Industrie und in der Chemie. Laut Sachverständigenrat liegt das Potenzialwachstum der Wirtschaft bei 0,4 Prozent pro Jahr. Grund dafür ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, die unter hohen Produktionskosten und einer wachsenden Bürokratie leidet. Die Chemie-Branche in Deutschland wartet weiter auf die Trendwende: Zum Jahresanfang 2025 hat sich die Lage noch nicht verbessert, anders als im Vorjahr. Den Plan der EU- Kommission für mehr Wettbewerbsfähigkeit sieht der VCI als überfällig an. In seinem Schlaglicht Chemie und Pharma beschreibt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) die schlechte Stimmung in der Branche. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet laut jüngster Ifo-Umfrage die aktuelle Situation genauso negativ wie in den vergangenen Monaten. Auch die sich kaum gebesserte Nachfrage macht den Unternehmen zu schaffen. Die Mehrheit der Firmen gab an, die Produktion im Vergleich zum Vormonat konstant gehalten oder sogar gesenkt zu haben. Gründe für die Drosselung waren aber nicht nur die schwache Nachfrage, sondern auch die gut gefüllten Fertigwarenlager. Etwas besser sieht die Situation bei den Pharmaunternehmen aus: Sie bewerten die Nachfrage positiv und bezeichnen den Auftragsbestand als zufriedenstellend. Die Branche hofft auf eine Erholung in den kommenden Monaten. Dabei fallen die Geschäftserwartungen aber insgesamt nur verhalten aus, auch zu seiner Jahrespressekonferenz im Dezember 2024 hatte der Verband bereits "kein Ende der Durststrecke" gesehen. Die Unternehmen planen, ihre Produktion auf niedrigem Niveau wieder auszudehnen. Für das Exportgeschäft kehrt der Optimismus etwas deutlicher zurück. Dabei bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung am Heimatstandort jedoch bestehen. Neben der fehlenden Nachfrage bereiten vor allem die hohe Steuerlast und nicht konkurrenzfähige Energiepreise sowie eine überbordende Bürokratie den Unternehmen Sorgen. Die Hoffnungen der Branche ruhen auf der bevorstehenden Bundestagswahl und konstruktiven Koalitionsverhandlungen sowie einem daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Neustart im Land. Die Geschäftsführung erwartet beim Rohertrag eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim Jahresergebnis wird mit einem Ergebnis in Höhe des Geschäftsjahres 2024 gerechnet. Die Prognosen unterliegen einer erhöhten Unsicherheit aufgrund der nicht verlässlich einschätzbaren weiteren Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens, insbesondere steigende Bezugskosten können zu einer Verschlechterung der Marge führen.
Saarbrücken, den 20. Februar 2025 Etienne Bolley Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PolyChemie GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PolyChemie GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PolyChemie GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 6. März 2025 Förderer, Keil & Partner GmbH Stephan Queling, Wirtschaftsprüfer Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer |
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