Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 19652
Vorher
Mainsee 390. V V GmbHPolychemie GmbH
Eingetragen
21.4.2006
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Handel mit chemischen Produkten zur Wasserbehandlung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Völker
seit 6.1.2025
Prokura
Freya Hoffstaedter
seit 13.10.2022
Prokura
Susanne Berger
seit 1.3.2019
Prokura
Etienne Bolley
seit 24.8.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SNF GroupFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SNF Group
France
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PolyChemie GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.787,00 42.724,00
35.787,00 42.724,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 494.564,06 509.843,06
2. technische Anlagen und Maschinen 1.133.563,00 7.003,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.775,00 78.795,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.260,65 1.017.134,09
1.718.162,71 1.612.775,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.433.313,78 8.414.183,78
9.433.313,78 8.414.183,78
11.187.263,49 10.069.682,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 913.723,44 1.320.018,08
913.723,44 1.320.018,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.556.937,95 3.470.706,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.893.554,55 984.451,40
3. sonstige Vermögensgegenstände 275.521,19 186.396,13
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 17.010,12 (Vorjahr: EUR 2.500,62)
5.726.013,69 4.641.554,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.928.374,41 2.817.745,99
9.568.111,54 8.779.318,26
20.755.375,03 18.849.001,19

PASSIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 327.000,00 327.000,00
III. Gewinnvortrag 5.259.445,93 3.287.695,28
IV. Jahresüberschuss 3.437.443,05 1.971.750,65
9.048.888,98 5.611.445,93
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.537.475,00 609.270,00
2. sonstige Rückstellungen 274.641,51 211.125,74
1.812.116,51 820.395,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 584.591,62 422.818,34
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 528.591,74 (Vorjahr: EUR 270.818,34)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.160.898,62 11.004.528,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.560.898,62 (Vorjahr: EUR 8.604.528,68)
3. sonstiae Verbindlichkeiten 1.148.879,30 989.812,50
- davon aus Steuern: EUR 992.933,64 (Vorjahr: EUR 860.744,45)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 47.060,38 (Vorjahr: EUR 40.871,56)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.148.879,30 (Vorjahr: EUR 989.812,50)
9.894.369,54 12.417.159,52
20.755.375,03 18.849.001,19

Gewinn- und Verlustrechnung 2024

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2024 2023
1. Rohergebnis 9.380.175,63 7.230.825,57
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.900.914,10 -1.758.490,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -463.823,67 -380.801,68
- davon für Altersversorgung: EUR 62.230,96 (Vorjahr: EUR 48.013,35)
-2.364.737,77 -2.139.292,56
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -109.030,12 -44.759,81
-109.030,12 -44.759,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.075.962,40 -2.977.137,00
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.558.544,70 712.485,21
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 19.870,87 (Vorjahr: EUR 19.992,20)
a) sonstige Zinserträge 23.518,38 24.641,59
23.518,38 24.641,59
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -73.002,07 -116.002,57
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 73.002,07 (Vorjahr: EUR 109.751,83)
8. Finanzergebnis 1.509.061,01 621.124,23
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag -896.527,88 -713.531,55
10. Ergebnis nach Steuern 3.442.978,47 1.977.228,88
11. sonstige Steuern -5.535,42 -5.478,23
12. Jahresüberschuss 3.437.443,05 1.971.750,65

Anhang zum Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde in Anwendung der Vorschriften des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags der PolyChemie GmbH aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: PolyChemie GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Saarbrücken
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Saarbrücken
Register-Nr.: 19652

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden /Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen um die planmäßige Abschreibung vermindert. Vor dem 31. Dezember 2015 aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben (sog. Altfälle).

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die die planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und ggf. um außerplanmäßige Abschreibungen reduziert.

Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:

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Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2024 Ergebnis des Geschäftsjahres 2024
Reiflock Abwassertechnik GmbH, Baden-Baden 100 % 873.334 0,00 (Ergebnisabführungsvertag)
Reiflock Abwassertechnik GmbH, Salzburg (Österreich) 100 % 187.134 14.103,69
MVK Chemie GmbH, Saarbrücken (Jahresabschluss zum 31.12.2023) 100 % 83.023 149.526,47

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt anhand eines gewogenen Durchschnitts. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 1.041 (VJ. TEUR 341) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 17.010,12 (Vorjahr: Euro 2.500,62)

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bilanziert.

Für Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen, wurde ein entsprechender Abgrenzungsposten gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Zur Finanzierung von Anteilskäufen wurde der PolyChemie GmbH ein Darlehen von ihrem Gesellschafter zur Verfügung gestellt. Das Darlehen weist zum 31. Dezember 2024 noch einen Stand von TEUR 1.600 (VJ TEUR 2.400) aus und ist in der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 6.561 (VJ. TEUR 8.605) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 700 Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen aus Wertaufholungen enthalten.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs.1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten (in TEUR):

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Sachverhalte 2024 2023
Verbindlichkeiten 1.600 2.400

Sonstige Angaben

Sonstige Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 389 (VJ. TEUR 288) bezogen auf die Restlaufzeit der Mietverträge.

Konzernzugehörigkeit

Die PolyChemie GmbH wird in den Konzernabschluss der S.P.C.M. SA, Andrezieux-Boutheon, die den Konzernabschluss für den größten, sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der S.P.C.M. SA, Andrezieux-Boutheon kann beim Handelsregister (Registre du commerce et des societes) in St. Etienne, Frankreich eingesehen werden.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 29. Diese entfallen auf 4 gewerbliche Arbeitnehmer und 25 Angestellte.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres bestellt:

Herr Etienne Bolley, Kaufmann, Straßburg

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. Dem Geschäftsführer wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt, noch wurde zu seinen Gunsten Haftungsverhältnisse begründet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Saarbrücken, den 20. Februar 2025

Etienne Bolley

Der Jahresabschluss 2024 wurde am 16.06.2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.795,58 0,00 0,00 0,00 260.795,58
260.795,58 0,00 0,00 0,00 260.795,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 547.668,46 0,00 0,00 0,00 547.668,46
2. technische Anlagen und Maschinen 30.647,26 0,00 0,00 1.180.871,30 1.211.518,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 325.166,68 26.482,82 0,00 0,00 351.649,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.017.134,09 180.997,86 0,00 -1.180.871,30 17.260,65
1.920.616,49 207.480,68 0,00 0,00 2.128.097,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.114.183,78 319.130,00 0,00 0,00 9.433.313,78
9.114.183,78 319.130,00 0,00 0,00 9.433.313,78
11.295.595,85 526.610,68 0,00 - 11.822.206,53
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AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2024 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 218.071,58 6.937,00 0,00 0,00 225.008,58
218.071,58 6.937,00 0,00 0,00 225.008,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.825,40 15.279,00 0,00 0,00 53.104,40
2. technische Anlagen und Maschinen 23.644,26 54.311,30 0,00 0,00 77.955,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 246.371,68 32.502,82 0,00 0,00 278.874,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
307.841,34 102.093,12 0,00 0,00 409.934,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 700.000,00 0,00 0,00 700.000,00 0,00
700.000,00 0,00 0,00 700.000,00 0,00
1.225.912,92 109.030,12 0,00 700.000,00 634.943,04
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NETTOBUCHWERTE
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.787,00 42.724,00
35.787,00 42.724,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 494.564,06 509.843,06
2. technische Anlagen und Maschinen 1.133.563,00 7.003,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.775,00 78.795,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.260,65 1.017.134,09
1.718.162,71 1.612.775,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.433.313,78 8.414.183,78
9.433.313,78 8.414.183,78
11.187.263,49 10.069.682,93

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die PolyChemie GmbH ist eine 100%ige Tochter der SNF-GROUP SA, Andrézieux- Bouthéon/Frankreich. Sie fungiert als Händler (mit Standorten in Krefeld, Holungen und Baden-Baden) für die französische Muttergesellschaft.

Der SNF-Konzern ist ein international tätiger Anbieter von Chemikalien für wasserintensive Industrien wie z.B. Zellstoff und Papierherstellung, kommunale und industrielle Wasseraufbereitung und -entsorgung sowie der Ölförderung und des Bergbaus.

2. Wirtschaftsbericht

a) Konjunkturelle Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,2 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2024 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

2024 verbuchte die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein Plus von 2 Prozent - das ist weniger, als sich die Branche nach dem positiven Jahresbeginn erhofft hatte. Insgesamt liegt der Output weit unter dem Niveau der vergangenen Jahre: Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie fiel 2024 rund 16 Prozent niedriger aus als 2018, die Chemie verzeichnete ein Minus von 17 Prozent.

Die Produktion chemischer Grundstoffe konnte in diesem Jahr um rund 8 Prozent gesteigert werden. Jubel ist in diesem Zusammenhang verfehlt: Die Grundstoffproduktion wurde in den Vorjahren um mehr als ein Viertel zurückgefahren. Dies gilt auch für Polymere und Konsumchemikalien, deren Produktionszahlen sich 2024 etwas langsamer erholten, um 4 beziehungsweise 2 Prozent. Bereits zum dritten Mal in Folge gab es einen Produktionsrückgang bei den Herstellern der Spezialchemie - in diesem Jahr lag er bei 2 Prozent.

Pharmaproduktion meldet für 2024 ein Minus von 1,5 Prozent. Verantwortlich dafür waren Lieferkettenprobleme, Kapazitätsengpässe und hohe Kosten am Standort Deutschland. On top kam ein deutlicher Rückgang der Bestellungen aus Europa und den USA hinzu.

Chemie und Pharma erwirtschafteten in diesem Jahr einen Umsatz von 221 Milliarden Euro (- 2 Prozent). Das Minus im Auslandsgeschäft (139 Milliarden Euro) beläuft sich auf 1 Prozent, die Verkäufe in Deutschland (82 Milliarden Euro) sanken um 4 Prozent. Rückläufige Preise haben das Umsatzminus verstärkt. Im Schnitt waren Chemikalien 2,5 Prozent günstiger als im Vorjahr.

Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet für das nächste Jahr ein geringes Produktionsplus von 0,5 Prozent. Pharma wird voraussichtlich ein leichtes Plus (0,5 Prozent) erzielen, der Chemiebereich stagnieren. Der Branchenumsatz wird wegen hoher Erzeugerpreise und niedrigem Auftragsbestand erlahmen (0 Prozent). Die Branchenpreise könnten leicht sinken (-0,5 Prozent).

Die VCI-Mitgliedsunternehmen zeigen sich in einer aktuellen repräsentativen Mitgliederbefragung gespalten: Die Zuversichtlichen erwarten für den Sommer oder Herbst 2025 einen Aufwärtstrend. Jedes zweite Unternehmen rechnet aber erst 2026 oder später mit einer Erholung der Nachfrage.

Bei gleichzeitig rasant steigenden Energie- und Rohstoffkosten sanken letztendlich die Gewinne der Unternehmen.

Ungeachtet dessen hat sich der Umsatzverlauf der PolyChemie GmbH im Wesentlichen erwartungs- und planungsgemäß entwickelt. Als Händler für chemische Produkte, die im Wesentlichen der Wasseraufbereitung dienen, ist das Geschäft der PolyChemie nur in eingeschränktem Maße konjunkturabhängig. Insofern hatte auch die Corona- und Ukrainekrise nur geringfügigen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der PolyChemie. Die Tochtergesellschaft Reiflock konnte im Geschäftsjahr 2024 ihre Umsatzplanungen übererfüllen. Die hohen Energie- und Rohstoffkosten, die im Jahr 2022 nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten, sind bereits teilweise im Jahr 2023 wieder gut aufgefangen worden und die Marge hat sich wieder normalisiert. Dies lag auch daran, dass margenschwache längerfristige Verträge nicht mehr verlängert wurden seitens PolyChemie. Dieser positive Trend hat sich im Jahr 2024 fortgesetzt.

b) Ertragslage

Der Rohertrag stieg von TEUR 7.231 auf TEUR 9.380. Die positive Entwicklung des Vorjahres hat sich im Jahr 2024 fortgesetzt. Es konnten sowohl Neukunden gewonnen werden als auch Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Der in den Vorjahren noch geringe Anteil an Coagulants im Produktmix konnte deutlich ausgebaut werden und trägt auch wesentlich zur Umsatzsteigerung bei. Da sich die Einkaufspreise im Vergleich zur Erlössteigerung unterproportional erhöht haben, ist die Materialaufwandsquote gesunken.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 700 Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen aus Wertaufholungen enthalten.

Der Personalaufwand ist durch Personalaufbau und durch Gehaltssteigerungen von TEUR 2.139 auf TEUR 2.365 gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 109, VJ: TEUR 45) aufgrund der Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahme im Lager Holungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.099 auf TEUR 4.076 (VJ: TEUR 2.977) gestiegen. Ursächlich für die Steigerung waren im Wesentlichen höhere Frachtkosten, gestiegene Mietaufwendungen, da neue Räumlichkeiten angemietet wurden und die Produktion Holungen wieder auf Volllast angelaufen ist..

Aufgrund des mit der Reiflock GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der daraus resultierenden Ergebnisübernahme wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.588 an die PolyChemie GmbH abgeführt.

Die Zinsaufwendungen haben sich von TEUR -116 auf TEUR -73 verbessert. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der fortlaufenden Tilgung des Intercompany Darlehens der SPCM.

Das Geschäftsjahr 2024 schloss insgesamt mit einem Jahresgewinn in Höhe von TEUR 3.437 (Vorjahr: TEUR 1.971). Die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte zurückzuführen:

Anstieg des Rohertrags aufgrund der besseren Marge (siehe Ausführungen oben)

Erträgen aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen aus Wertaufholungen .

Deutlich besseres Ergebnis der Tochtergesellschaft Reiflock und dadurch höhere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr wesentlich gestiegen.

Auf der Aktivseite haben sich aufgrund von weiteren Investitionen in den Umbau des Lagers Holungen und Zukäufen bzw. Wertaufholungen im Bereich der Beteiligungen das Anlagevermögen erhöht, gleichzeitig sind die Vorräte durch Lagerabbau und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen rückläufig gewesen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere aufgrund der höheren Ergebnisabführung durch das Tochterunternehmen Reiflock angestiegen. Die liquiden Mittel liegen auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des hohen Jahresüberschusses deutlich erhöht.

Auf der Passivseite kam es zur Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 11.005 auf TEUR 8.161. De Rückgang resultiert sowohl aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen, als auch der weiteren Reduktion der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SPCM aufgrund fortlaufender Tilgung.

d) Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -50 (i. Vj. TEUR 1572).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1.033 (i. Vj. TEUR -36).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -873 (i. Vj. TEUR -1.466).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

e) Finanzielle Leistungsindikatoren, Umweltschutz sowie Qualität

Nachfolgend werden die wesentlichsten Kennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren) im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

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2024 2023 Abweichung
Rohertrag TEUR 9.380 7.231 2.149
Jahresergebnis TEUR 3.437 1.972 1.465

Entgegen der Prognose des Vorjahres liegen die Kennzahlen deutlich über den Vorjahrswerten. Beim Rohertrag ist dies auf die deutlich höhere Marge zurückzuführen. Beim Jahresergebnis haben die bereits genannten Sondereffekte (siehe Erläuterung Ertragslage) in Summe zu diesem positiven Ergebnis geführt.

Um einen möglichst hohen Standard hinsichtlich Umweltschutzes und -management innerhalb der SNF-Gruppe zu gewährleisten, werden alle Maßnahmen zum Umweltschutz im Rahmen des internen Qualitätsmanagementsystems laufend überprüft.

Die PolyChemie GmbH ist nach ISO 9001:2015, zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde durch Überwachungsaudits des TÜV Rheinland an den Standorten Krefeld, Holungen und Saarbrücken bestätigt.

Die PolyChemie GmbH beschäftigte zum 31.12.2023: 30 Mitarbeiter (VJ: 28). Die Mitarbeiter der Gesellschaft sind hauptsächlich Verwaltungs- und vertriebsbezogenen Aufgaben zugeordnet und verteilen sich auf die Standorte Saarbrücken, Krefeld und Holungen.

3. Chancen- und Risikobericht

a) Finanzwirtschaftliche Risiken

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung aktuell nicht.

Ein Risiko besteht in weiter steigenden Preisen auf dem Beschaffungsmarkt, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können und dadurch die Marge belasten. Außerdem ist die PolyChemie teilweise an Preise durch Ausschreibungen gebunden, die nicht kurzfristig angepasst werden können. Der Wettbewerb agiert mit aggressiven Preisen auf dem Markt, das führt zu weniger Absatz bzw. Anpassung zu tieferen Preisen und Magenverlusten.

Ein unerwarteter Rohstoffmangel bei der Muttergesellschaft (Hauptzulieferer) könnte zu Versorgungsengpässen führen. Die bereits bestehenden Problematiken bei Gütertransporten könnten sich aufgrund des erhöhten Zeitaufwands bei der Beschaffung sowie der stark gestiegenen Kosten für Transporte aus USA ausweiten.

Darüber hinaus ist das Jahresergebnis in wesentlichem Umfang abhängig von den Gewinnbeiträgen der Tochtergesellschaft Reiflock Abwassertechnik GmbH, Baden-Baden.

Die Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen schätzen wir aufgrund der Kundenstruktur als gering ein.

b) Chancen

Chancen bieten sich insbesondere im Ausbau des Vertriebs und der Neukundengewinnung. Auch durch strategische Zukäufe kann weiteres Wachstum generiert werden. Durch Eintritt in bislang nicht bediente Märkte bzw. durch die Erweiterung des Produktportfolios bestehen weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten.

Die Wachstumschancen der PolyChemie GmbH erachten wir mittel- bis langfristig als positiv.

c) Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Wir bleiben zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

4. Prognosebericht

Der Verband der Chemischen Industrie e.V. prognostiziert für 2025:

Deutschland fällt in puncto Dynamik im internationalen Vergleich weiter zurück - sowohl in der Gesamtwirtschaft als auch in der Industrie und in der Chemie. Laut Sachverständigenrat liegt das Potenzialwachstum der Wirtschaft bei 0,4 Prozent pro Jahr. Grund dafür ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, die unter hohen Produktionskosten und einer wachsenden Bürokratie leidet.

Die Chemie-Branche in Deutschland wartet weiter auf die Trendwende: Zum Jahresanfang 2025 hat sich die Lage noch nicht verbessert, anders als im Vorjahr. Den Plan der EU- Kommission für mehr Wettbewerbsfähigkeit sieht der VCI als überfällig an.

In seinem Schlaglicht Chemie und Pharma beschreibt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) die schlechte Stimmung in der Branche. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet laut jüngster Ifo-Umfrage die aktuelle Situation genauso negativ wie in den vergangenen Monaten. Auch die sich kaum gebesserte Nachfrage macht den Unternehmen zu schaffen. Die Mehrheit der Firmen gab an, die Produktion im Vergleich zum Vormonat konstant gehalten oder sogar gesenkt zu haben. Gründe für die Drosselung waren aber nicht nur die schwache Nachfrage, sondern auch die gut gefüllten Fertigwarenlager. Etwas besser sieht die Situation bei den Pharmaunternehmen aus: Sie bewerten die Nachfrage positiv und bezeichnen den Auftragsbestand als zufriedenstellend.

Die Branche hofft auf eine Erholung in den kommenden Monaten. Dabei fallen die Geschäftserwartungen aber insgesamt nur verhalten aus, auch zu seiner Jahrespressekonferenz im Dezember 2024 hatte der Verband bereits "kein Ende der Durststrecke" gesehen. Die Unternehmen planen, ihre Produktion auf niedrigem Niveau wieder auszudehnen. Für das Exportgeschäft kehrt der Optimismus etwas deutlicher zurück. Dabei bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung am Heimatstandort jedoch bestehen. Neben der fehlenden Nachfrage bereiten vor allem die hohe Steuerlast und nicht konkurrenzfähige Energiepreise sowie eine überbordende Bürokratie den Unternehmen Sorgen. Die Hoffnungen der Branche ruhen auf der bevorstehenden Bundestagswahl und konstruktiven Koalitionsverhandlungen sowie einem daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Neustart im Land.

Die Geschäftsführung erwartet beim Rohertrag eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim Jahresergebnis wird mit einem Ergebnis in Höhe des Geschäftsjahres 2024 gerechnet. Die Prognosen unterliegen einer erhöhten Unsicherheit aufgrund der nicht verlässlich einschätzbaren weiteren Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens, insbesondere steigende Bezugskosten können zu einer Verschlechterung der Marge führen.

 

Saarbrücken, den 20. Februar 2025

Etienne Bolley

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PolyChemie GmbH, Saarbrücken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PolyChemie GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PolyChemie GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 6. März 2025

Förderer, Keil & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Queling, Wirtschaftsprüfer

Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer

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