Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 1997
Eingetragen
9.7.1979
Branche
KonzertveranstalterErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtLive-Musikspielstätten, Musikclubs und ähnliche soziokulturelle Zentren
Gegenstand
sind a) die Eigenverwaltung, Produktion, Organisation und Vermarktung von Konzerten, sonstigen Musikaufführungen und anderen Veranstaltungen sowie alle Geschäfte, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern, b) die Bewirtschaftung von Veranstaltungen, die Künstlervermittlung, der Vertrieb von Merchandisewaren oder sonstigen Produkten im Veranstaltungsbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peter Koschmieder
seit 2.4.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

3.73% identifiziert96.27% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
D***** S*********EVENTIM LIVE GMBH
3.73%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
150000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARGO Konzerte GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.909,00 25.361,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.874,00 19.775,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.850,00 21.850,00
2. Beteiligungen 7.500,00 60.133,00 7.500,00 74.486,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Geleistete Anzahlungen 2.226.790,08 2.730.128,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.311,71 755.471,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.841.945,97 4.657.253,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.402.776,43 897.560,74
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.099.106,97 30.593.931,16 19.626.332,23 28.666.747,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.046,24 9.142,37
D. Aktive latente Steuern 573.523,75 36.630,00
Bilanzsumme 31.235.634,15 28.787.005,71

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Bilanzgewinn 3.321.027,79 3.397.721,57 3.853.296,34 3.929.990,12
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 638.290,51 638.290,51
2. Sonstige Rückstellungen 1.394.097,20 2.032.387,71 5.706.263,36 6.344.553,87
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 15.166.479,49 11.476.643,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 736.773,16 835.034,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.429.273,02 5.151.846,12
4. Sonstige Verbindlichkeiten 472.999,20 25.805.524,87 1.048.937,08 18.512.461,72
davon aus Steuern EUR 10.823,26 (Vj.: EUR 121.826,95)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)
Bilanzsumme 31.235.634,15 28.787.005,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.012.311,70 40.103.531,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 660.271,36 4.564.289,87
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -36.775.599,34 -41.412.005,19
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -566.607,79 -752.033,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -85.551,16 -101.941,71
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -17.675,69 -17.192,71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -451.833,96 -441.003,02
7. Erträge aus Beteiligungen 748.000,00 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 407.563,18 827,22
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30,60 -193,31
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 536.893,75 -608.026,06
11. Ergebnis nach Steuern -532.258,55 1.336.253,35
12. Sonstige Steuern -10,00 -54,00
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -532.268,55 1.336.199,35
14. Gewinnvortrag 3.853.296,34 2.517.096,99
15. Bilanzgewinn 3.321.027,79 3.853.296,34

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ARGO Konzerte GmbH, Würzburg (eingetragen unter HRB 1997 im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg), für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen erfolgen "pro rata temporis". Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen und deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 800 betragen, werden im Zugangsjahr aktiviert und vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die unter den Vorräten bilanzierten geleisteten Anzahlungen werden mit dem Anzahlungsbetrag (Nettowert) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Unterstützungen aus der Überbrückungshilfe IV. Die Forderungen wurden in voller Höhe bilanziert, da keine Zweifel an den Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung bestehen. Die Prüfung und Einreichung der Anträge sind fristgerecht durch einen prüfenden Dritten erfolgt. Bei den Unterstützungen aus der Überbrückungshilfe IV handelt es sich um nicht rückzahlbare Zuwendungen, die erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Rückstellungen werden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert und für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage des Anhangs dargestellt.

Zum Abschlussstichtag haben die geleisteten Anzahlungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den geleisteten Anzahlungen sind TEUR 1.465 (Vj.: TEUR 1.468) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 1.365 (Vj.: TEUR 139) sowie Forderungen im Zusammenhang mit den Corona- Unterstützungsleistungen in Höhe von TEUR 17 (Vj.: TEUR 467).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz für die im Wesentlichen Körper- und Gewerbesteuerlichen Verlustrückträgen in Höhe von TEUR 574 (Vj.: TEUR 0) sowie latente Steuern auf unterschiedliche Bilanzansätze bei der Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 36).

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,46% zugrunde, welcher sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% sowie einem Gewerbesteuersatz von 16,63% zusammensetzt.

Die Drohverlustrückstellung wurde in voller Höhe aufgelöst TEUR 0 (Vj.: 120).

Die sonstigen Rückstellungen umfassen noch ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.289 (Vj.: TEUR 5.496), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 15 (Vj.: TEUR 51) und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 90 (Vj.: TEUR 159).

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten bereits vereinnahmte Kartengelder und Produktionskosten für nach dem Bilanzstichtag stattfindende Konzerte und Veranstaltungen. Die erhaltenen Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 0 (Vj.: TEUR O).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.429 (Vj.: TEUR 5.151).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Gutscheinverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 137 (Vj.: TEUR 366) und Verbindlichkeiten aus Kundenrückerstattungen in Höhe von TEUR 316 (Vj.: TEUR 534).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Durchführung von Konzerten und Veranstaltungen. Die Umsatzerlöse werden periodengerecht abgegrenzt und im Zeitpunkt des Konzertes bzw. der Veranstaltung als Erlöse erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Unterstützungen aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen in Höhe von TEUR 331 (Vj.: TEUR 3.320), Versicherungsentschädigungen u.a. auch Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 33 (Vj.: TEUR 82), Corona-Wirtschaftshilfen im Rahmen von Neustart Kultur / GEMA in Höhe TEUR 0 (Vj.: TEUR 1.031) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 271 (Vj.: TEUR O).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Künstlergagen einschließlich der Aufwendungen für Produktionskosten sowie veranstaltungsbezogenen Reisekosten.

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 42 (Vj.: TEUR 0) angefallen.

E. Sonstige Angaben

Anzahl Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich elf Vollzeitbeschäftigte im Angestelltenverhältnis beschäftigt. (Vj.: durchschnittlich einundsechzig Vollzeitbeschäftigte im Angestelltenverhältnis).

Mitglied der Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist Herr Peter Josef Pracht, wohnhaft in Würzburg. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB unterlassen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus kurz- und mittelfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die finanziellen Auswirkungen stellen sich wie folgt dar:

Angabe der Verpflichtung < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Mietvertrag Gebäude 57.723,72 57.723,72 0,00 115.447,44
Leasingverträge Gegenstände 16.854,00 6.920,87 0,00 23.774,87
74.577,72 64.644,59 0,00 139.222,31

Ergebnisverwendung

Der verbleibende Jahresfehlbetrag wird - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CTS Eventim AG & Co. KGaA einbezogen. Die CTS Eventim AG & Co. KGaA mit Sitz in München ist Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

 

Würzburg, 2. September 2024

Peter Josef Pracht

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftsmodell

Die ARGO Konzerte GmbH (im Folgenden: ARGO oder Gesellschaft) ist insbesondere als Live- Entertainment-Veranstalter überwiegend im Süden und Westen von Deutschland tätig. Gegenstand der Gesellschaft ist die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Einzelveranstaltungen nationaler und internationaler Künstler und Musiker.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren 2023 kaum mehr spürbar. Einzelveranstaltungen waren gut besucht. Der Geschäftsverlauf zeigte sich weitgehend unbeeinflusst durch die aktuellen geopolitischen Krisen. Die hohen Preissteigerungen gehören wie in anderen Branchen auch zu den Herausforderungen für die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Als Highlights wurden im Jahr 2023 Konzerte mit deutschen Künstlern wie Apache 207, Herbert Grönemeyer und Sido sowie den internationalen Künstlern Sting, Andreas Gabalier und Blue Man Group Motor erfolgreich durchgeführt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CTS Eventim AG & Co. KGaA einbezogen. Die CTS Eventim AG & Co. KGaA, München, die zu den führenden Anbieten des Vertriebs von Eintrittskarten der Musik und Veranstaltungsbranche gehört, ist die Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufgestellt.

1.2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt eine hohe Widerstandskraft der großen Volkwirtschaften fest. Die Erholung nach der Pandemie, dem russischen Überfall auf die Ukraine und dem starken Anstieg der Lebenshaltungskosten erweist sich als überraschend resilient. Die Inflation sinkt schneller als erwartet und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt fallen geringer als befürchtet aus. Die Hochzinspolitik der Zentralbanken zeigt zwar in Bezug auf die Inflation Wirkung, belastet aber gleichzeitig auch das Wachstum im Jahr 2024. Die hohen Kreditkosten dämpfen die Nachfrage. Der IWF hat seine Prognose für das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 zuletzt angehoben. Es liegt nun 0,2 Prozentpunkte höher als noch im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023 prognostiziert. Für die Weltwirtschaft rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 3,1% im Jahr 2024 und 3,2% im Jahr 2025. Dennoch liegt die Prognose für das globale Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 unter dem historischen Jahresdurchschnitt (2000 - 2019) von 3,8%, was auf eine restriktive Geldpolitik, die Rücknahme fiskalischer Unterstützung sowie ein geringes Produktivitätswachstum zurückzuführen ist. Für die Eurozone wird nun für 2024 ein Wachstum von 0,9% prognostiziert und 1,7% im Jahr 2025. Für Deutschland gehen die IWF- Experten von einem Wachstum in Höhe von 0,5% (2024) und 1,6% (2025) aus, nachdem die Wirtschaftsleistung 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gesunken ist. Trotz der prognostizierten konjunkturellen Erholung in Deutschland befinden sich Geschäftsklima-Index des ifo Instituts und der GfK-Konsumklima-Index Anfang 2024 auf Talfahrt. Laut ifo Institut hat sich die Stimmung unter den Unternehmen Anfang 2024 weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt, so das ifo Institut, in der Rezession fest. Laut GfK zeigten zu Anfang 2024 auch die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen. Unter anderem hat die angestiegene Sparneigung zum Rückgang der Verbraucherstimmung beigetragen. Krisen und Kriege sowie eine anhaltend hohe Inflation verunsicherten die Verbraucher. Auch die Konjunkturaussichten für das Gesamtjahr wurden im Januar 2024 pessimistischer beurteilt.

1.3. Berichterstattung über die Branchensituation

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (im Folgenden: PwC) rechnet für 2023 mit einer Verlangsamung des Wachstums in der deutschen Unterhaltungs- und Medienindustrie. Die Gesamtumsätze werden sich um 4,2% auf EUR 68,8 Milliarden erhöhen. Für den Prognosezeitraum bis 2027 ermittelt PwC ein mittleres Wachstum von 2,1% pro Jahr und einen Gesamtumsatz für 2027 in Höhe von EUR 73,1 Milliarden. Damit bleibt die aktuelle Prognose hinter den im Vorjahr geäußerten Erwartungen zurück, die noch von einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 75,0 Milliarden bereits für das Jahr 2026 ausgingen. Zwar wird auch 2027 noch der größte Teil der Umsätze voraussichtlich mit nicht-digitalen Umsätzen erzielt werden, jedoch sind es die digitalen Bereiche, die das Wachstum der Industrie treiben. Digitale Umsätze werden bis 2027 im Durchschnitt um 4,8% pro Jahr auf EUR 30,3 Milliarden steigen, während nicht-digitale Umsätze lediglich ein Wachstum von 0,3% pro Jahr im gleichen Zeitraum auf EUR 42,8 Milliarden 2027 verzeichnen. Für das Segment Livemusik sagt PwC ein mittleres Wachstum für die Jahre bis 2027 in Höhe von 4,0% und damit fast doppelt so viel wie im Branchendurchschnitt voraus. Mit Blick auf die Live-Unterhaltung bietet u.a. der Einsatz von KI- (Künstliche Intelligenz) und VR-Technologien (Virtual Reality) neue Potenziale - ganz besonders vor dem Hintergrund der steigenden Verfügbarkeit mobilen Highspeed-Internets. Die wachsende Verbreitung des aktuellen Mobilfunkstandards 5G wird zum Beispiel den Zugang zu Medieninhalten vereinfachen und beschleunigen. Außerdem wird 5G den Trend in Richtung Personalisierung von Angeboten und Inhalten zusätzlich beschleunigen. Generell ist die Personalisierung im Segment Live Entertainment eines der großen Zukunftsthemen. Hinzu kommen Kl-gestützte Prozesse im Data-Management, Marketing und Service-Bereich, die geeignet sind, die Wirtschaftlichkeit und die Fan-Experience positiv zu beeinflussen.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögensgegenstände 60,13 0,19 74,49 0,26 -14,35 -19,26
Kurzfristige Vermögensgegenstände
geleistete Anzahlungen auf Vorräte 2.226,79 7,13 2.730,13 9,48 -503,34 -18,44
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.268,03 36,07 6.310,29 21,92 4.957,75 78,57
Rechnungsabgrenzungsposten 8,05 0,03 9,14 0,03 -1,10 -12,04
Flüssige Mittel 17.099,11 54,74 19.626,33 68,18 -2.527,23 -12,88
aktive latente Steuern 573,52 1,84 36,63 0,13 536,89 1.465,71
Aktiva 31.235,63 100,00 28.787,01 100,00 2.448,63 8,51
Eigenkapital 3.397,72 10,88 3.929,99 13,65 -532,27 -13,54
Kurzfristige Fremdmittel
Steuerrückstellungen / Sonstige Rückstellungen 2.032,39 6,51 6.344,55 3,43 -4.312,17 -67,97
Verbindlichkeiten 25.805,52 82,62 18.512,46 64,31 7.293,06 39,40
Passiva 31.235,63 100,00 28.787,01 100,00 2.448,63 8,51

Das Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.449 gestiegen. Die Veränderung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Die Veränderung auf der Passivseite resultiert aus der Abnahme an Rückstellungen und einer Zunahme an Verbindlichkeiten.

2.2. Finanzlage 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.523,90 -9.500,70 6.976,80
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -3,32 -10,92 7,59
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit 0,00 0,00 0,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.527,22 -9.511,62 6.984,40
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.626,33 29.137,95 -9.511,62
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 17.099,11 19.626,33 -2.527,22

Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresfehlbetrag/-überschuss, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber zahlungsbezogen ermittelt.

2.3. Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 35.012,31 98,15 40.103,53 89,78 -5.091,22 -12,70
Sonstige betriebliche Erträge 660,27 1,85 4.564,29 10,22 -3.904,02 -85,53
Gesamtleistung 35.672,58 100,00 44.667,82 100,00 -8.995,24 -20,14
Rohergebnis -355,02 -1,00 3.255,82 7,29 -3.610,83 >-100
Betriebsaufwand -1.121,68 -3,14 -1.312,22 -2,94 190,50 -14,52
Betriebsergebnis -1.476,69 -4,14 1.944,28 4,35 -3.420,33 >-100
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.069,16 -3,00 1.944,23 4,35 -3.013,43 >-100

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 40.104 um TEUR 5.091 auf TEUR 35.012 gesunken.

Nach Verrechnung der umsatzbedingten Kosten (Materialaufwand) verbleibt ein Rohergebnis von TEUR -355 (Vj.: TEUR 3.256). Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) ist im Geschäftsjahr um TEUR -3.420 auf TEUR -1.477 (Vj.: TEUR 1.944) gesunken. Das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 ist durch ein negatives Veranstaltungsergebnis sowie einem Verlustanteil aus Großveranstaltungen belastet.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 532 (Vj.: Jahresüberschuss TEUR 1.366).

3. Chancen- und Risikobericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist weltweit nach wie vor stark beeinträchtigt durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Energiepreise sind mit Beginn des Krieges zunächst stark gestiegen. Gleichwohl konnte die befürchtete Energie- Versorgungskrise erfolgreich abgewendet werden und die Energiepreise sind wieder gesunken. Die Inflation hat im Laufe des Jahres 2023 spürbar nachgelassen und lag im Januar 2024 bei nur noch 2,9%. Der Sachverständigenrat sieht die größten Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahre in der demografischen Alterung, dem geringen Produktivitätswachstum, dem veralteten Kapitalstock sowie in der geringen Anzahl junger und innovativer Unternehmen. Er prognostiziert für 2024 ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,7%. Die Inflationsrate wird voraussichtlich bei durchschnittlich 2,6% liegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2024 ein Wachstum der Wirtschaft in Deutschland von lediglich 0,5% und ein Wachstum von 0,9% im Euro-Raum. Sollten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa verschlechtern oder sogar eine Rezession in Europa oder im Kernmarkt Deutschland drohen, ist eventuell zu befürchten, dass eine reduzierte Kaufkraft und Konsumlaune zuerst den Bereich der Freizeitleistungen treffen könnte. Insbesondere der Kauf hochpreisiger Tickets und von Veranstaltungen, die weit in der Zukunft liegen, könnten von einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betroffen sein. Diesen Risiken begegnen wir mit Break-Even-Analysen bereits vor Vertragsabschluss und einem laufenden projektbegleitenden Kostencontrolling.

Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten führte in 2023 zu einer sich dynamisch entwickelnden Zinskurve. Dies hatte zur Folge, dass die Bankguthaben und Geldanlagen in der Gesellschaft einen deutlichen Beitrag im Finanzergebnis leisteten. Die vorhandene Liquidität wird fristenkongruent bei Banken bzw. im Cash Pooling gehalten, so dass Zinsrisiken mitigiert werden. Durch ein aktives Cash Management ist die Gesellschaft bestrebt, die vorhandene Liquidität zu nutzen, um Zinserträge zu optimieren.

Grundsätzlich ist die Risiko- und Chancenpolitik darauf ausgerichtet, einerseits gefährdende Entwicklungen für den Fortbestand des Unternehmens früh zu erkennen und diesen angemessen zu begegnen sowie andererseits den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden nur eingegangen, wenn sie im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Nutzung der Kernkompetenzen stehen. Eingegangene Risiken müssen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Risiken und Chancen sind dabei definiert als Abweichungen von der Unternehmensplanung.

Die Geschäftsleitung lässt sich von folgenden risikopolitischen Grundsätzen leiten:

a)

die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist notwendigerweise mit dem Eingehen von Risiken verbunden

b)

Risiken müssen mit einer angemessenen Ertragschance verbunden sein

c)

keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich ziehen

d)

der Umfang der zu tragenden Risiken wird limitiert und ggf. über geeignete Instrumente migriert

Restrisiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems laufend überwacht und gesteuert. Das Management von Chancen und Risiken ist in einer Konzernrichtlinie geregelt und basiert auf einem ganzheitlichen, mehrstufigen Ansatz, der das operative Management, die Steuerungs- und Managementsysteme (Risikomanagement im engeren Sinne) und die Interne Revision einschließt.

Grundsätzlich wird zur Wertsteigerung des Unternehmens ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt. Risiken sind abhängig von der veränderten Wettbewerbssituation, der Entwicklungen der Filmindustrie und deren Produktionen.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sind durch die Beurteilung der aktuellen Risikolage nicht erkennbar. Bereits erkannte Risiken werden permanent durch die Geschäftsführung verfolgt und durch geeignete Gegenmaßnahmen angemessen berücksichtigt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft weitere Einflussfaktoren, die derzeit noch nicht bekannt oder noch nicht als wesentlich eingestuft werden, den Fortbestand der Gesellschaft beeinflussen können.

Zur Risikoüberwachung wird ein standardisiertes Risikomanagementsystem des CTS Konzerns eingesetzt. Unter dem Internen Kontrollsystem (IKS) versteht man die von der Geschäftsleitung eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen), die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Geschäftsleitung gerichtet sind. Das Ziel des IKS im CTS Konzern ist die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der wesentlichen Geschäftsprozesse und die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben. Als integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements soll das IKS alle wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken abbilden und auf ein für das Unternehmen tragbares Niveau zu reduzieren. Das IKS des CTS Konzerns hat somit eine präventive und aufdeckende Funktion und unterstützt den optimalen Ablauf der Unternehmensprozesse. Durch die vorgenannten Punkte können wesentlichen Risikoquellen, Schadensursachen und Störpotentiale frühzeitig identifiziert, erfasst und bewertet werden. Darüber hinaus existiert ein Standard-Reporting für risikorelevante Vorgänge.

4. Prognosebericht

Das kontinuierliche Angebot von Veranstaltungen sowie die ungebrochene Nachfrage auf Seiten der Fans, bilden auch für das neue Geschäftsjahr 2024 eine vielversprechende Ausgangsposition.

Durch die langjährige Etablierung im Markt könnten bislang nicht geplante weitere Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden und zusätzlicher Umsatz und zusätzliches Ergebnis erwirtschaftet werden. Durch die Einbindung in die Konzernstruktur der CTS Eventim AG & Co. KGaA und die damit einhergehende Zusammenarbeit mit bedeutenden deutschen und internationalen Veranstaltern und Agenturen ergeben sich für die Gesellschaft Chancen aus langjährigen Geschäftsbeziehungen bestehender Künstler und Musiker und der Etablierung neuer, zukunftsträchtiger Künstler und Musiker.

Unsere langjährige Erfahrung und unsere guten Geschäftskontakte ermöglichen uns ein effizientes Veranstaltungsmanagement. Geplante Kosten der Veranstaltungsdurchführung könnten geringer ausfallen als erwartet. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich ins gesamt besser entwickeln als erwartet. Daraus resultierende Abweichungen könnten sich positiv auf die Veranstaltungsbranche und den Geschäftsverlauf der Gesellschaft auswirken. Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer positiven Marktentwicklung zusätzlich zu profitieren. Aufgrund unserer stabilen Kapital- und Liquiditätslage sowie unserer erfahrenen, hochmotivierten Mitarbeiter können wir neue Chancen flexibel umsetzen.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzrückgang auf ca. mEUR 28- 32.

 

Würzburg, den 2. September 2024

Peter Josef Pracht

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Die Gliederung des Anlagespiegels ergibt sich nach § 284 HGB.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.889,76 0,00 0,00 193.889,76
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.594,80 3.322,69 0,00 370.917,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.850,00 0,00 0,00 21.850,00
2. Beteiligungen 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00
Summe 590.834,56 3.322,69 0,00 594.157,25
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168.528,76 9.452,00 0,00 177.980,76
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347.819,80 8.223,69 0,00 356.043,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 516.348,56 17.675,69 0,00 534.024,25
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.909,00 25.361,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.874,00 19.775,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.850,00 21.850,00
2. Beteiligungen 7.500,00 7.500,00
Summe 60.133,00 74.486,00

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ARGO Konzerte GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARGO Konzerte GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang zum 31. Dezember 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARGO Konzerte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstiger Sachverhalt

Der Jahresabschluss der ARGO Konzerte GmbH, Würzburg, für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022, der die Grundlage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 3. September 2024

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