Actemium SAM Electronics GmbH
Behringstraße 120, 22763 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Petra Schünke seit 6.10.2023 | Prokura |
Harald Baumgarten seit 29.6.2022 | Geschäftsführer |
Alexander Klingelhöfer seit 29.6.2022 | Prokura |
Dirk Potzahr seit 11.10.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wärtsilä SAM Electronics GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wärtsilä SAM Electronics GmbH (im Folgenden: WSAM) ist ein Unternehmen, das im Konzernverbund der Wärtsilä Oy Ab, ein börsennotiertes finnisches Unternehmen, eingebunden ist. Das wesentliche, operative Geschäft der WSAM wird im Bereich Marine Electrical Systems (im Folgenden MES) abgebildet. Daneben gibt es noch Einkaufs- und Lieferaktivitäten für ein Projekt der Wärtsilä Gas Solutions (im Folgenden Shell Projekt) sowie nachlaufende Aktivitäten für die Bereiche Voyage und Ship Electrification Solutions (im Folgenden SES), die im Rahmen einer Abspaltung im Jahr 2022 aus der WSAM herausgelöst wurden. Der Geschäftsbetrieb wird an den Standorten Hamburg, Elmenhorst, Wilhelmshaven und Bremerhaven abgewickelt. Hinzu kommen projektbezogene Baustellen auf den jeweiligen Werften. Das Geschäft von MES stützt sich auf drei sogenannte Value Streams. Large Projects: Abwicklung komplexer Projekte zur Integration der elektrischen Anlagen und Systeme in Schiffsneubauten. Abhängig von dem individuellen Projekt umfasst der Lieferumfang dabei:
Dabei übernimmt MES die Gesamtverantwortung für die E-Anlage. Der Bereich "large Projects" bedient im wesentlichen deutsche Werften mit einem Fokus auf technisch anspruchsvolle Neubauten: dies beschränkt sich mit wenigen Ausnahmen auf Militärschiffe, Mega-Yachten sowie Forschungs- und Behördenschiffe. Um in einem schrumpfenden Schiffbaumarkt in Deutschland das Geschäft langfristig zu sichern und Wachstum zu ermöglichen, werden auch vermehrt Projekte bei ausgewählten Kunden im Ausland akquiriert. Derzeit werden Projekte in den Niederlanden, Malaysia, Südafrika und Brasilien abgewickelt. Während das Geschäft mit Mega-Yachten und Forschungsschiffen bei allgemein geringen Stückzahlen langfristig stabil erscheint, bietet der Militärbereich, nicht zuletzt durch die Ukraine/Russlandkrise, erhebliche Wachstumsaussichten. Systeme: Mit der Neuausrichtung des Systemgeschäfts wird strategisch ein zweites Standbein aufgebaut. Derzeit werden magnetische Eigenschutzsysteme sowie Schaltanlagen als Systeme angeboten. Wie im Projektgeschäft, entwickelt sich auch der Markt für militärische Projekte insbesondere für magnetische Eigenschutzsysteme positiv. Im zivilen Schaltanlagengeschäft ist der Markt durch starke Konkurrenz und einen starken Preiskampf geprägt. Service: MES bietet derzeit ausschließlich Service für Schiffe der Deutschen Marine an. Kunden sind dabei sowohl die Marine bzw. das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBW) als auch Werften, auf denen die Marineschiffe gewartet werden. Durch die starke Präsenz und den gestiegenen Bedarf entwickelt sich das Geschäft sehr positiv mit sehr guten Wachstumsaussichten. Insbesondere die örtliche Lage in Elmenhorst bietet sehr gute Voraussetzungen, auch im neuen Marinearsenal in Rostock eine ähnlich starke Präsenz wie in Wilhelmshaven aufzubauen. Strategisch soll das Service Portfolio in den nächsten Jahren ausgebaut und um Lösungen für andere Militärische- und Forschungsschiffe erweitert werden. 2. Forschung und Entwicklung WSAM betreibt aufgrund des Geschäftsmodels und mangels eigener Produkte keine Forschung. Entwicklung wird ausschließlich zur Produktpflege der magnetische Eigenschutzsysteme betrieben. 3. Mitarbeiter Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren insgesamt 292 aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich 15 Auszubildende und Praktikanten bei der SAM beschäftigt. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht vermindert (Vorjahr 299). Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung wurden Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung des Stammpersonals durchgeführt. II. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Mittelpunkt der operativen und finanziellen Ziele im Berichtsjahr stand die finanzielle Wende zu einem positiven Ergebnis und die nachhaltige Sicherung des Unternehmenswerts der WSAM. Wesentliche Leistungsindikatoren zur Steuerung des Geschäftes sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT (Vorsteuerergebnis korrigiert um Zinsergebnis, Beteiligungsergebnis, Abschreibungen auf Finanzanlagen) und der operative Cash-Flow. Da die Gesellschaft in den Konzernverbund von Wärtsilä eingebunden ist, werden im Rahmen des Konzernberichtswesens auch Abschlusszahlen auf der Basis von IFRS ermittelt. Im Konzern erfolgt sowohl die Planung, das Berichtswesen als auch die Steuerung des operativen Geschäftes nach diesem Bilanzierungsstandard. Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Bewertungsunterschiede auf:
EBIT (Vorsteuerergebnis korrigiert um Zinsergebnis, Beteiligungsergebnis, Ab-/Zuschreibungen auf Finanzanlagen)
III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Anzahl der potenziellen Kunden für MES in Deutschland hat sich in den letzten Jahren durch Insolvenzen (z.B. Sietas, MV Werften, Elsflether Werft) und Zusammenschlüsse (z.B. FSG/Nobiskrug nach Insolvenz, Übernahme der Wismarer Werft durch tkMS, Übernahme der Rostocker Werft durch die Deutsche Marine) weiter reduziert. Dies führt zu einem kleineren Markt in Deutschland. Die Situation in den Zielmärkten stellt sich ähnlich dar, insbesondere in den Niederlanden. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine hat der militärische Komplex wieder mehr an Bedeutung gewonnen. Langfristig ist davon auszugehen, dass sich hier ein größeres Neubaupotential ergibt. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklungen im Schiffbau im Zielmarkt Der deutsche Schiffbaumarkt ist vom Passagier-, Militär- und Spezialschiffbau geprägt. Mit den Insolvenzen diverser Werften in den Vorjahren fiel zunächst ein merklicher Teil dieses Marktes in Deutschland zumindest vorübergehend weg. Die FSG und Nobiskrug werden nach Insolvenz zusammen unter einem neuen Eigner weiterbetrieben. Obwohl ein Projekt (Nb782) bei der FSG erfolgreich abgeliefert wurde und ein weiteres in Arbeit ist, erscheint die finanzielle Situation der Gruppe weiterhin sehr schwierig. Dies wird auch durch stetig verzögerte Zahlungen an Mitarbeitende und Lieferanten deutlich. Über das derzeit in der Fertigung befindliche Projekt Nb784 hinaus liegen keine weiteren Aufträge vor. Für die ebenfalls insolventen Werften der MV-Werften Gruppe ergibt sich ein differenziertes Bild.
Die Meyerwerft diversifiziert ihr Angebot weiter. Neben dem klassischen Markt für große Kreuzfahrtschiffe aus Papenburg und Flusskreuzfahrtschiffen von der Neptunwerft in Rostock, werden neu auch Umbauten und Retrofits von Kreuzfahrtschiffen (Meyer RE) sowie Großyachten und schwimmende Strukturen/Hotels angeboten. Dabei ist für MES insbesondere der Markteintritt in militärische Projekte interessant, wo wir bereits im Vorjahr einen großen Auftrag für die Flottentanker erhalten haben. Als ,neuen' Kunden konnte MES in den letzten zwei Jahren die Fassmerwerft gewinnen. Der erste Auftrag, , Seeversuchsboote Küste' konnte bereits sehr erfolgreich abgewickelt werden. Mit dem Forschungsschiff Meteor wurde ein Folgeauftrag verbucht. Weitere Projekte sind in der Pipeline der Werft. MES adressiert im Wesentlichen Projekte auf deutschen Werften. Als Wachstumsmarkt wurden in der Vergangenheit auch zunehmend Projekte in ausgewählten Zielmärkten adressiert: Niederlande, Frankreich, Südost Asien. Diese Initiativen werden aufgrund der sehr guten Auftragslage und dem Mangel an Ressourcen derzeit nicht aggressiv verfolgt. Durch die Hereinnahme des Projekts MEKO BR in Brasilien des strategischen Kunden tkMS, hat sich Chance ergeben in dem dortigen Markt Fuß zu fassen. Dies wird zukünftig ausgebaut. Insbesondere der Markt für Militärschiffe bietet exzellente Marktperspektiven, welche sich bereits in einer sehr guten Auftragslage widerspiegeln. Die deutschen Werften verzeichnen seit einiger Zeit eine erhöhte Auslastung für militärische Schiffsneubauten, sowohl für die deutsche wie auch für internationale Marinen, an welchen mehrheitlich auch MES beteiligt ist. Diverse Programme sind bereits Neubaubestellungen bei den Werften oder zumindest in der Detailkonzeption, während Aufträge an Lieferanten noch nicht vollständig vergeben sind und Auftragschancen bieten. Hier ist die NVL (Navy Vessel Lürssen) zu erwähnen. Auf den Bauorten Peenewerft und Blohm + Voss in Hamburg entstehen nicht nur die Schiffe der K130 Klasse, in Zusammenarbeit mit tkMS, und F126 als Unterlieferant von Damen. NVL hat auch den Auftrag für die Flottendienstboote der Marine und verantwortet das militärische Design der Flottentanker. Auf allen Projekten ist MES mit sehr wertigen Paketen vertreten bzw. erwartet den Auftrag (Flottendienstboote) in 2024. Darüber hinaus sieht die Planung der Marine im Konzept ,Zielbild Marine 2035' weitere neue Einheiten vor. Diese müssen jedoch vom Bund noch in die Finanzplanung eingestellt werden. Zusätzlich wird erwartet, dass das Off-Shore Wind Geschäft in den nächsten Jahren stark wächst. Es gibt einen, durch die Bundesregierung festgestellten und unterstützten, großen Bedarf für Off-Shore Windparks. Die dafür benötigten Konverter Plattformen sollen im Wesentlichen auf Deutschen Werften gebaut werden. Als anerkannter Fachbetrieb mit der notwendigen Expertise und Erfahrung sowie dem sehr guten Netzwerken zu den Kunden, ist MES hervorragend positioniert, einen wesentlichen Beitrag zu diesen Projekten zu leisten. Bei einem erwarteten Bedarf von mehr als 30 Plattformen und einem potenziellen Auftragsvolumen von ca 30 Mio. € pro Plattform für MES, wird erwartet, dass dies einen erheblichen Anteil am Geschäft in den Jahren 2026-2035 bilden wird. 3. Geschäftsverlauf Der Auftragseingang 2023 insgesamt betrug 139,1 Mio.€ und liegt damit auf dem Vorjahresniveau (138,6 Mio. €). Der Auftragseingang für MES beläuft sich auf 87,5 Mio. € und setzt sich zusammen aus dem Neubaugeschäft 53,6 Mio. €, und dem Service 33,9 Mio. €. Im Neubaugeschäft zählen zu den wesentlichen Auftragseingängen die Reaktivierung des Navyprojekts in Malaysia, der Weiterbau eines Baggers bei Blohm+Voss und die Erteilung von Zusatzaufträgen für ein laufendes Yachtprojekt. Sehr erfolgreich war im Jahr 2023 der Bereich Service Deutsche Marine, hier konnte ein Auftragseingang in Höhe von 33,9 Mio. € erzielt werden (Vorjahr 19,7 Mio. €). Dies beruht im Wesentlichen auf dem Abschluss mehrerer Verträge für die Instandhaltung deutscher Marineschiffe. Im Intercompany Geschäft für den Bereich GAS Solutions konnte ein Auftragseingang für das Projekt Shell DLNG in Höhe von 51,1 Mio. € verbucht werden. Der Umsatz betrug 120,7 Mio. € und lag damit um 66,9 Mio. € über der Vorperiode, im Wesentlichen da in der Periode das Shell Projekt mit 56,1 Mio. € sowie fünf MES Großprojekte abgerechnet wurden, während in der Vorperiode zwei Großprojekte fertiggestellt wurden. Die Gesamtleistung war mit 152,6 Mio. € um 44,7 Mio. € über dem Niveau der Vorperiode. Durch die sehr geringen Margen im Shell Projekt, sowie im nachlaufenden Geschäft für SES und Voyage ist das EBIT der WSAM im Vergleich zur Prognose geringer. Aufgrund des deutlichen Rückgangs von Verbindlichkeiten im Intercompany Geschäft belief sich der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -23,6 Mio.€. 4. Lage 4.1. Ertragslage Trotz ungünstiger Ereignisse, die das Ergebnis negativ beeinflusst haben und der Verschiebung von erwarteten Auftragseingängen bewerten wir die Gesamtlage der Geschäftsentwicklung als solide. Der Auftragseingang hat sich auf dem erwarteten hohen Niveau eingestellt, ist aber stark durch das Shell Projekt geprägt. Durch die Verschiebung der Vergabe zweier Großprojekte über den Jahreswechsel hinaus, lag der Auftragseingang von MES im Neubau deutlich unter den Erwartungen, während der Auftragseingang im Service oberhalb der Erwartung lag. Der Umsatz der WSAM lag im Geschäftsjahr 2023 mit 120,7 Mio.€ deutlich über den Erwartungen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Shell Projekt. Nach Bereichen gliedert sich der Umsatz wie folgt:
Wie oben erwähnt bestehen aufgrund von Weiterberechnungen von verauslagten Kosten zwischen der WSAM, der Wärtsilä Deutschland GmbH (SES) und der Wärtsilä Voyage GmbH (Voyage) weiterhin Umsatzerlöse, die den abgespaltenen Geschäftsbereichen zugeordnet werden. Der Auftragsbestand für MES erreichte zum 31. Dezember 2023 einen Wert von 475,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr (435,7 Mio. €) hat sich der Auftragsbestand damit leicht erhöht. Mit -7,9 Mio. € lag das operative Ergebnis (EBIT) im Jahr 2023 insgesamt 1,0 Mio. € über dem Wert des Vorjahres aber unterhalb der Erwartungen von -2 bis -3 Mio. €. Gründe waren vor allem eine erhebliche Rückstellung, die für eine Rechtstreitigkeit gebildet wurde, sowie die Kostenüberschreitung des betreffenden Projekts. Die Marge der übrigen Projekte hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Gesamtleistung 1 erhöhte sich, im Wesentlichen um 66,9 Mio € höheren Umsatz von MES, im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 44,7 Mio. €. Das Ergebnis aus Beteiligungen ist mit 0,3 Mio. € unter Vorjahresniveau (1,9 Mio. €), bedingt durch geringere Ausschüttungen der Beteiligungsunternehmen. Das Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio auf +2,4 Mio gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Vorjahr enthaltene Zinsaufwendungen aus Pensionen und in 2023 enthaltene Zinserträge für Vorjahre. Für das Geschäftsjahr 2023 weist WSAM ein negatives Ergebnis vor Steuern vor Verlustausgleich in Höhe von 5,3 Mio. € aus (in 2022 negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 8,4 Mio. €). 4.2. Finanzlage 4.2.1. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen aufgrund der Abspaltung der Pensionsverpflichtungen von insgesamt 39,0 Mio. €, gegenüber 2022 (4,9%) um 1,9% auf 6,8% gestiegen. Das langfristig gebundene Kapital ist durch die Verminderung der Rückstellung für Pensionen gesunken. Diese Verminderung ist im Wesentlichen bedingt durch die Abspaltung (-38,9 Mio. €). Das kurzfristig gebundene Kapital hat sich um 12,9 Mio. € verringert. Das resultiert auf dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen und den sonstigen Rückstellungen sowie der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 4.2.2. Investitionen Die Investitionstätigkeit der WSAM lag mit 0,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 unter dem Niveau des Vorjahres (1,8 Mio. €). Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Infrastruktur für den Standort Hamburg Behringstraße (Militär Netzwerk 0,3 Mio. €/ Kantinenausstattung 0,1 Mio. €). 4.2.3. Liquidität Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein negativer Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -22,6 Mio. €. Dieser liegt über der Prognose des Vorjahres. Das negative Jahresergebnis (-5,3 Mio. €), die Zunahme der Vorräte sowie die Abnahme der Verbindlichkeiten und Forderungen konnten nicht durch die im laufenden Geschäftsjahr erhaltenen Anzahlungen kompensiert werden. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit betrug (-0,9 Mio.€) und ergab sich aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen. Der Saldo des Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit +22,9 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung von Geldmitteln im Rahmen des Wärtsilä Konzern Cash-Pooling +14,5 Mio. €) und der Ergebniserstattung 2023 (+8,4 Mio. €) von der Wärtsilä Deutschland GmbH, Hamburg. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die nachstehende Tabelle fasst die Cash-Flow Entwicklung zusammen.
4.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber 2022 um 52,0 Mio. € auf 127,8 Mio. €, im Wesentlichen durch den Abspaltungsvorgang von Pensionszusagen, der zu einer Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Pensionsrückstellungen führte, gesunken. Das Anlagevermögen blieb unverändert auf 3,3 Mio. €. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 50,6 Mio. € im Wesentlichen durch die Verminderung von Forderungen an verbundene Unternehmen (-48,5 Mio. €, beinhaltet Kreditsumme in Höhe von -40,0 Mio. € und Verminderung Cashpool um -14,5 Mio. €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich (-2,0 Mio. €). Die Finanzforderungen haben sich um -58,0 Mio. € vermindert und resultieren aus der Veränderung der im Wärtsilä Cash Pool angelegten liquiden Mittel (-14,5 Mio. €) sowie der im Rahmen der Abspaltung übertragenen Forderungen (-38,9 Mio.€). Die kurzfristigen Vermögenswerte ohne Berücksichtigung des Wärtsilä Cash Pools und der Forderungen des Ergebnisabführungsvertrags haben sich um 29,6 Mio. € verringert. Dies ist insbesondere durch die Rückzahlung eines an den Gesellschafter herausgegebenen Darlehens über 40,4 Mio. € zu begründen (inklusive Zinsen 0,4 Mio. €). IV. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Das Unternehmen sieht einer hohen Nachfrage und wachsendem Umsatz im Bereich MES im deutschen und internationalen Schiffbaumarkt öffentlicher Auftraggeber, vornehmlich für militärische Neubauten entgegen. Durch den bereits sehr hohen Auftragsbestand sieht die Geschäftsführung in einem weiterhin von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld gute Chancen, den Geschäftsbetrieb auch zukünftig stabil zu halten. Auf die aktuelle Situation wird mit entsprechenden Sofortmaßnahmen reagiert und Anpassungen vorgenommen, unter anderem mit einem weiteren planerischen Personalaufbau. Abgeleitet aus dem Forecast, der nach IFRS erstellt wird, erwarten wir nachstehende Entwicklung der zur Geschäftssteuerung verwendeten Leistungsindikatoren: Aufgrund der am Markt verfügbaren Projekte erwarten wir für MES im Neubaugeschäft einen deutlich höheren Auftragseingang im Vergleich zu 2023 während er im Servicegeschäft leicht zurückgehen wird. Wir gehen davon aus, dass der Umsatz für das Kalenderjahr 2024 aufgrund der Abrechnung einer erhöhten Anzahl an Großprojekten deutlich ansteigen wird. Wir erwarten für das Kalenderjahr 2024 ein Betriebsergebnis (EBIT) von ca. 3,0 Mio.€. Wir erwarten 2024 eine deutliche Verbesserung des Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, der Cash-Flow bleibt dennoch im negativen Bereich. Hierfür entscheidend sind die fristgerechten Zahlungen unserer Großkunden und die Hereinnahme eines erneuten Großprojekt für die deutsche Marine (>100 Mio. €) in Verbindung mit einer erhaltenen Anzahlung zum Auftragseingang. 2. Risikobericht Als wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sehen wir nach Bedeutung absteigend:
Um diesen Risiken entgegenzuwirken und vorzubeugen werden folgende, z.T. in den Vorjahren bereits eingeleitete, Maßnahmen konsequent fortgeführt:
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass gegebenenfalls eintretende Risiken durch die getroffenen Maßnahmen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben werden. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Im Februar 2022 begann eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Dies führte dazu, dass weltweit im großen Ausmaß wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Russland ausgesprochen wurden. WSAM folgt strikt allen Sanktionsvorgaben, welches dazu führt, dass Serviceanfragen für Bordeinsätze oder Ersatzteile für Schiffe sanktionierter, russischer Oligarchen derzeit nicht akzeptiert bzw. bedient werden. 3. Chancenbericht Darüber hinaus sehen wir weitere Möglichkeiten, die Marktposition der WSAM nachhaltig auszubauen. Wesentliche Ziele die gleichrangig in diesem Zusammenhang verfolgt werden sind:
Durch die Nutzung der genannten Chancen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebniswerte abgesichert werden können. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das operative Geschäft der SAM unterliegt Wechselkursrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden fristenkongruent verschiedene Finanzierungsinstrumente (Derivate), vor allem Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Geschäftspartner sind dabei ausschließlich inländische Banken einwandfreier Bonität. Seit Einbindung in den Wärtsilä Konzern werden diese sukzessive durch das Wärtsilä Group Treasury ersetzt. Alle derivativen Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die insbesondere durch strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Es werden grundsätzlich alle Geschäfte in Fremdwährung ab einem Wert von 50 T€ gesichert. VI. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f (4) HGB (Frauenquote) Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. WSAM hat mit Beschluss der Geschäftsführung vom 28. Juli 2023 folgende Zielgrößen für den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2024 beschlossen:
Derzeit liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 33,3% und in der Geschäftsführung bei Null Prozent und wird sich, da aus heutiger Sicht keine Neubesetzung zu erwarten ist, mittelfristig nicht ändern. Im Jahr 2023 beträgt der Frauenanteil für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 0 Prozent und für die zweite Führungsebene 10 Prozent.
Hamburg, den 30. Mai 2024 Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine Angaben Der Abschluss wird für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erstellt. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 89408 beim Amtsgericht Hamburg mit der Firma Wärtsilä SAM Electronics GmbH (WSAM) und Sitz in Hamburg im Handelsregister eingetragen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierung und Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt; die selbsterstellten Anlagen sind mit Material- und Fertigungseinzelkosten und den notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig nach der linearen Methode ab dem Zugangsmonat. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt. Bei der planmäßigen Abschreibung wird von den nachfolgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten oder gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Tage des Geschäftsvorfalls mit dem Devisenkurs erfasst. Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, sofern sie eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger aufweisen. Kursgewinne und -verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam berücksichtigt. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden ausschließlich die Verluste aus Fremdwährungskursänderungen erfasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und gesunkener Verkaufspreise sind angemessen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie Fertigen Erzeugnisse werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den aktivierungspflichtigen Gemeinkosten angesetzt. Die geleisteten sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit den Nennwerten angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen bzw. erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen werden mit Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammengefasst. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen bewertet. Für das allgemeine Ausfallrisiko werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Pauschalwertberichtigungen gebildet. Unverzinsliche Ansprüche mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Währungsposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages entsprechend § 256a HGB angesetzt; abgeschlossene Kurssicherungsgeschäfte werden berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten bewertet. Währungsposten werden mit dem Devisenkassakurs des Bilanzstichtages angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0% (i.Vj. 2,0%) bei den Entgelten und von 2,0% (i.Vj. 2,0%) bei den Renten aus. Die durchschnittliche Fluktuationsrate wird mit 5,0% angesetzt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83% (10-Jahres- Durchschnitt); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsposten sind entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) ersichtlich. Bei den übrigen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software und Lizenzen in Höhe von TEUR 937 (Vorjahr TEUR 882). Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist in Anlage I zum Anhang dargestellt. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage II zum Anhang beigefügt. Umlaufvermögen Vom Bilanzwert der Vorräte werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen abgesetzt. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Finanzforderungen in Höhe von TEUR 72.467 (Vorjahr TEUR 86.968) aus dem Cashpool enthalten. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag besteht eine Forderung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.267 (Vorjahr TEUR 8.416). Aus der geleisteten Zahlung der Kapitalertragssteuer im Rahmen der Kapitalrückzahlung der Wärtsilä Funa GmbH besteht eine Forderung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr TEUR 928). Die restlichen Forderungen (TEUR 25.216 (Vorjahr TEUR 27.649) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 3.000. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.267 wird auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages (EAV) durch die Alleingesellschafterin Wärtsilä Deutschland GmbH, Hamburg, übernommen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.839 (Vorjahr TEUR 40.775) decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinsatzes würde TEUR 1.860 betragen. Folglich beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 21. Mit notariellem Abspaltungsvertrag vom 23. August 2023 zwischen der WSAM und der Wärtsilä Deutschland GmbH, Hamburg, (WDE) wurde die Abspaltung der Versorgungszusagen der betrieblichen Altersversorgung ausgeschiedenen ehemaligen Mitarbeitern bzw. Betriebsrentner, rückwirkend zum 1. Januar 2023, beschlossen. Die Abspaltung erfolgte nach den Vorschriften der §§ 123 ff. UmwG. Die WSAM hat als übertragender Rechtsträger im Wege der Abspaltung die Pensionsverbindlichkeiten sowie die damit verbundenen Rechte und Pflichten auf die WDE als übernehmenden Rechtsträger, unter Fortbestand der WSAM, zu Buchwerten übertragen. Es wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 38.807 sowie insgesamt Rückstellungen in Höhe von TEUR 38.971 abgespalten, welche auch im Zeitraum 01.01.bis 31.08.2023 in den Ruhestand übergegangenen Personen enthalten. Für die im Zeitraum 01.01.bis 31.08.2023 in den Ruhestand übergegangenen Personen wurde zusätzlich eine Ausgleichszahlung geleistet. Nach § 133 UmwG haftet die WSAM für die übertragenen Pensionsverbindlichkeiten gesamtschuldnerisch neben der WDE, soweit sie vor dem Wirksamwerden der Spaltung begründet waren und innerhalb von zehn Jahren danach fällig und geltend gemacht werden. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen aufgrund von Verpflichtungen für noch anfallende Aufwendungen für bereits abgerechnete Leistungen (TEUR 33.845; Vorjahr TEUR 20.465), Garantieverpflichtungen (TEUR 243; Vorjahr TEUR 396), ausstehende Rechnungen (TEUR 515; Vorjahr TEUR 3.021) und für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.693; Vorjahr TEUR 1.613) gebildet. Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich beinhalten auch Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen. Diese betragen TEUR 173 (Vorjahr TEUR 322). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen für 2024 TEUR 2.797 (Vorjahr TEUR 2.829). Der Gesamtaufwand der Miet- und Leasingverpflichtungen für die nächsten fünf Jahre beläuft sich auf TEUR 12.424 (Vorjahr TEUR 17.945), davon entfallen TEUR 11.476 (Vorjahr TEUR 12.032) auf den Mietverträgen für die Behringstraße und Gasstraße in Hamburg mit einer Laufzeit bis 2031. Die Verpflichtungen größer 5 Jahre belaufen sich auf TEUR 6.084. Verpflichtungen aus derivativen Finanzierungsinstrumenten Das operative Geschäft der Wärtsilä SAM Electronics GmbH unterliegt Wechselkursrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden verschiedene Finanzierungsinstrumente (Derivate), vor allem Devisentermingeschäfte, direkt mit Wärtsilä Group Treasury, Helsinki/Finnland, abgeschlossen. Ziel ist die Reduzierung der Wertänderung aus geänderten Wechselkursen der Cashflows aus dem operativen Geschäft. Alle derivativen Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die insbesondere durch strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Das abgesicherte Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko resultiert aus Wechselkursschwankungen zwischen der funktionalen Währung der Wärtsilä Sam Electronics GmbH (EUR) und der jeweiligen Transaktionswährung. Abgesichert werden Forderungen, Verbindlichkeiten, schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen in USD. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente entsprechen dabei den beizulegenden Zeitwerten und errechnen sich aus der Bewertung aller ausstehenden Positionen zu handelbaren Marktpreisen am Bilanzstichtag. Wechselkursrisiken: Die Wärtsilä SAM Electronics GmbH sichert kontrahierte Kundenaufträge und Bestellungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen entsprechend der internen Richtlinien gegen Wechselkursschwankungen mittels Devisentermingeschäften ab.
Diese Vorgehensweise ist auch für die zukünftig zu erwartenden Geschäftsvorfälle vorgesehen. Zum 31.12.2023 beträgt das Nominalvolumen der Kaufgeschäfte TEUR 0 (zum 31.12.2022 TEUR 0) und der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 0 (zum 31.12.2022 TEUR 0). Per 31.12.2023 bestehen Verkaufsgeschäfte im Nominalwert von TEUR 1.238 (zum 31.12.2022 TEUR 1.546) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.173 (zum 31.12.2022 TEUR 1.465). Die bestehenden Geschäfte haben entsprechend der Auftragsvorlage Laufzeiten bis zu einem Jahr. Derivat
Im Zeitpunkt des Abschlusses von Devisentermingeschäften werden Bewertungseinheiten mit den Grundgeschäften (Kundenaufträge/Bestellungen) als Mikro-Hedge gebildet und dokumentiert. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten unterliegt der prospektiven Beurteilung, sowohl zum Zeitpunkt der Bildung, als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag. Dieser Ansatz setzt voraus, dass sich mögliche Wertverluste des Devisentermingeschäftes durch gegenläufige Effekte des Grundgeschäftes ausgleichen. Die erforderliche retrospektive Effektivitätsmessung der Bewertungseinheiten erfolgt durch die Anwendung der kumulativen Dollar- Offset-Methode analog zu den Bestimmungen nach IFRS. Zur Bilanzierung der Bewertungseinheiten wird die Durchbuchungsmethode angewendet. Ineffektive Beträge in Verbindung mit negativen Marktwerten werden als Rückstellungen für drohende Verluste erfasst (TEUR 22). Effektive Beträge und positive Marktwerte werden entsprechend den Regelungen des BilMoG nicht berücksichtigt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten
Im Wesentlichen aufgrund von Weiterberechnungen von verauslagten Kosten zwischen der WSAM, der Wärtsilä Deutschland GmbH und der Wärtsilä Voyage GmbH bestehen weiterhin Umsatzerlöse, die den abgespaltenen Geschäftsbereichen zugeordnet werden. Umsatzerlöse nach Regionen
Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 254 (Vorjahr TEUR 0), aus der Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr TEUR 164) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 52) erfasst. Des Weiteren wurden Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 975 (Vorjahr TEUR 545) erzielt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Entwicklung der Abschreibungen ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) ersichtlich. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten. Unter anderem sind Aufwendungen aus Konzernumlagen und Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 2.791 (Vorjahr TEUR 2.375) sowie Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.061 (Vorjahr TEUR 902) enthalten. Zinsergebnis Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 20 (Vorjahr TEUR 1.130) auf Pensionsrückstellungen und Entgeltumwandlungen. Im Zinsaufwand sind Avalprovisionen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr TEUR 114) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des am 18. November 2015 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages und der damit begründeten steuerlichen Organschaft mit der Wärtsilä Deutschland GmbH, Hamburg, werden keine laufenden und latenten Ertragsteuern bei der Wärtsilä SAM Electronics GmbH als Organgesellschaft berücksichtigt. Der ausgewiesene Steueraufwand (TEUR 38; Vorjahr TEUR 38) ergibt sich aus Steueraufwand für eine niederländische Betriebsstätte und aus ausländischen Abzugssteuern aus der Zahlung von Wärtsilä Marine Systems Korea Co. Ltd., Pusan/Korea, und anderen Konzernunternehmen, die einbehalten und im Namen und für Rechnung von Wärtsilä SAM Electronics GmbH an das jeweils lokale Finanzamt vor Ort abgeführt wurden. Sonstige Angaben Mitarbeiter
Geschäftsführer war im Berichtsjahr: Harald Baumgarten, Hamburg, Geschäftsführer - Zu den Vergütungen wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht. Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer erfasst:
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 82. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat gemäß § 77 BetrVG 1952 einen Aufsichtsrat gebildet, zu dessen Mitgliedern bestellt wurden:
Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates keine Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit. Mutterunternehmen Die Gesellschaft hat am 18. November 2015 einen Gewinnabführungsvertrag mit der Wärtsilä Deutschland GmbH, Hamburg, abgeschlossen. Die Eintragung in Handelsregister erfolgte am 25. November 2016. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wärtsilä Oyj Abp, Helsinki/ Finnland, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 291 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss der Wärtsilä Oyj Abp wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Im befreienden Konzernabschluss nach IFRS führen die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den Posten Umsatzerlöse (insbesondere durch die Erlösrealisation nach der sog. Percentage-of-Comletion-Methode bei langfristiger Auftragsfertigung) und Pensionsrückstellungen (insbesondere aufgrund der Anwendung der "Projected Unit Credit Method" und abweichender Rechnungszinssätze nach IFRS) zu einem wesentlichen Unterschied im Vergleich zur Bilanzierung und Bewertung nach deutschem Recht. Darüber hinaus ergaben sich keine nennenswerten Unterschiede.
Hamburg, den 30. Mai 2024 Wärtsilä SAM Electronics GmbH Die Geschäftsführung Harald Baumgarten Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anteilsbesitz zum 31.Dezember 2023in 1.000 Währungseinheiten
Werte zum 31. Dezember 2023 auf Basis von nicht testierten Abschlüssen nach IFRS
* Werte nach lokalem GAAP zum 30. September 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wärtsilä SAM Electronics GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wärtsilä SAM Electronics GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wärtsilä SAM Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 6. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer ppa. Sebastian Hoffmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats1. Prüfung des Abschlusses des Geschäftsjahres Der Abschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind vom Geschäftsführer der Gesellschaft erstellt worden. Eine Prüfung des durch die Gesellschaft erstellten Abschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr wurde auf Grundlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung der Wärtsilä SAM Electronics GmbH vom 9. Juli 2023 durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg durchgeführt. Der Prüfbericht über die Prüfung des Abschlusses des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 wurde dem Aufsichtsrat zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat den Abschluss des Geschäftsjahres, den Lagebericht sowie die vorgeschlagene Verwendung der Gewinne der Gesellschaft in der Aufsichtsratssitzung vom 17. Juni 2024 im Detail mit dem Geschäftsführer diskutiert. Bei dieser Gelegenheit prüfte der Aufsichtsrat den von dem Geschäftsführer erstellten Abschluss für das Geschäftsjahr und fand keinen Grund zur Beanstandung. Ebenso nahm der Aufsichtsrat Kenntnis von dem Bericht der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die maßgeblichen Ergebnisse ihres Prüfberichts, den er ebenfalls billigt. Entsprechend der Ergebnisse unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen. Wir billigen den vom Geschäftsführer erstellten Abschluss für das Geschäftsjahr. 2. Überwachung des Managements während des Geschäftsjahrs 2023 Der Aufsichtsrat hat das Management der Gesellschaft fortlaufend auf Grundlage gemeinsamer Treffen mit dem Geschäftsführer und regelmäßiger Berichte der Geschäftsführung, unter anderem über die Geschäftsentwicklung sowie die allgemeine Situation der Gesellschaft, überwacht. Während des Geschäftsjahrs fanden die Aufsichtsratssitzungen am 16. August 2023 sowie am 11.12.2023 statt. Der Geschäftsführer Harald Baumgarten hat an den vorgenannten Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.
Hamburg, den 17. Juni 2024 Der Aufsichtsrat der Wärtsilä SAM Electronics GmbH Tamara de Gruyter, Aufsichtsratsvorsitzende |
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