Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 101710
Vorher
FXFlat Bank GmbH
Eingetragen
15.8.2023
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzEffekten- und WarenterminhandelKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Das Finanzkommissionsgeschäft (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 WpIG), die Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG), die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG), die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), der Eigenhandel (§ 2 Abs. 2 Nr. 10 WpIG), die Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG), und Eigengeschäft (§ 15 Abs. 3 WpIG) sowie die Verwaltung eigenen Vermögens und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andreas Hàna
seit 15.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trading 212 Group LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Düsseldorf
95.000 €
85.59%
Trading 212 Group Limited
United Kingdom
10.988 €
9.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FXFlat Bank GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.341.945,14 3.339.283,85
b) andere Forderungen 115.666,57 425.601,22
2.457.611,71 3.764.885,07
2. Forderungen an Kunden
(darunter an Finanzdienstleistungsinstitute 897,09 EUR, i.V.j. 170.821,78 EUR) 950,09 177.181,68
3. Treuhandvermögen 28.896.821,93 11.029.738,30
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.259,00 13.091,00
5. Sachanlagen 23.088,00 51.885,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 134.651,84 282.212,09
7. Rechnungsabgrenzungsposten 71.570,46 103.448,82
31.590.953,03 15.422.441,96

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 2.364,89 2.053,35
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) täglich fällig 161.610,99 203.121,73
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (darunter an Finanzdienstleistungsinstitute 62.107,98 EUR, i.Vj. 500.000,00 EUR) 62.107,98 500.000,00
223.718,97 703.121,73
3. Treuhandverbindlichkeiten 28.896.821,93 11.029.738,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 206.530,00 876.125,55
5. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 146.338,14 358.438,48
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 164.000,00 164.000,00
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 110.988,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 585.012,00 0,00
c) Gewinnrücklage
ca) gesetzliche Rücklage 0,00 10.000,00
cb) andere Gewinnrücklagen 2.188.964,55 2.752.039,39
d) Bilanzverlust ./. 933.785,45 ./. 573.074,84
1.951.179,10 2.288.964,55
31.590.953,03 15.422.441,96

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01. 01. 2023 Zugänge Abgänge Umgleiderungen Stand 31. 12. 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 189.355,75 0,00 0,00 0,00 189.355,75
189.355,75 0,00 0,00 0,00 189.355,75
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 364.165,36 2.780,41 20.007,01 0,00 346.938,76
364.165,36 2.780,41 20.007,01 0,00 346.938,76
553.521,11 2.780,41 20.007,01 0,00 536.294,51
Abschreibungen
Stand 01. 01. 2023 Zugänge Abgänge Stand 31. 12. 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 176.264,75 6.832,00 0,00 183.096,75
176.264,75 6.832,00 0,00 183.096,75
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 312.280,36 22.927,41 11.357,01 323.850,76
312.280,36 22.927,41 11.357,01 323.850,76
488.545,11 29.759,41 11.357,01 506.947,51
Buchwerte
Stand 01. 01. 2023 Stand 31. 12. 2023
EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.091,00 6.259,00
13.091,00 6.259,00
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 51.885,00 23.088,00
51.885,00 23.088,00
64.976,00 29.347,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 bis 31.12.2023 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge 72.971,91 13.544,36
2. Provisionserträge 4.647.429,52 6.539.024,27
3. Provisionsaufwendungen 1.138.246,61 1.541.257,06
4. Sonstige betriebliche Erträge 93.992,63 149.241,89
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.734.412,52 2.201.388,66
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 337.977,00 473.593,85
2.072.389,52 2.674.982,51
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 2.577.935,08 4.102.612,78
4.650.324,60 6.777.595,29
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 29.759,41 47.350,87
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.650,00 6.987,00
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 32.589,84 0,00
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ./. 1.045.176,40 ./. 1.671.379,70
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (Steuererstattung) ./. 111.390,95 ./. 268.304,86
11. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 830.000,00
12. Jahresfehlbetrag ./. 933.785,45 ./. 573.074,84
13. Verlustvortag aus dem Vorjahr (i.Vj. Gewinnvortrag) ./. 573.074,84 1.000.000,00
14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
aus anderen Gewinnrücklagen 573.074,84 0,00
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen 0,00 ./. 1.000.000,00
16. Bilanzverlust ./. 933.785,45 ./. 573.074,84

Anhang 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: FXFlat Bank GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ratingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 101710

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist entstanden durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der FXFlat Bank AG, Ratingen (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 95171) nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 26.06.2023. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 15.08.2023.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der FXFlat Bank GmbH zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung und den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) aufgestellt. Dabei kam insbesondere die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) mit Stand vom 12.08.2021 zur Anwendung.

Form der Darstellung

Die Gesellschaft ist wie eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften zu behandeln (§§ 340 ff. HGB). Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Formblätter gemäß § 2 RechKredV gegliedert.

Soweit im Berichtsjahr hinsichtlich der im Vorjahr von den Gliederungsvorschriften abweichenden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Veränderungen vorgenommen wurden, wurde dem Prinzip der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) durch Erläuterungen im Anhang entsprochen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennbetrag angesetzt. In der Berichtsperiode hat eine Forderungsabschreibung aufgrund von Uneinbringlichkeit i.H.v. T€ 32,5 stattgefunden. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Das verwaltete Treuhandvermögen ist zum Nennbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden noch nicht realisierte Verluste berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung entsprechend der steuerlichen Regelung gem. § 6 Abs. 2 EStG direkt als Aufwand abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Kunden, sonstige Verbindlichkeiten sowie die Treuhandverbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Nicht realisierte Verluste sind in den Treuhandverbindlichkeiten berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die bestehenden Verpflichtungen bzw. Risiken angemessen abzudecken. Der Ansatz erfolgte zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag nach § 256 a HGB in Euro umgerechnet wurden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Bei den Forderungen gegenüber Kreditinstituten befinden sich keine Bankkonten in Fremdwährung.

Bei den "Forderungen an Kreditinstitute, täglich fällig" werden mit Ausnahme der Bankguthaben bei der Sparkasse und Paypal auch Konten bei Instituten ausgewiesen, die im Sinne der IFR/ CRR keine klassischen Kreditinstitute darstellen. Bei den betreffenden Konten handelt es sich um täglich fällige ausländische Konten der Gesellschaft, deren Guthaben zu jeder Zeit transferiert werden können. Im wirtschaftlichen Sinne werden die Konten wie täglich fällige Bankguthaben gesehen, sodass eine anderweitige Zuordnung in der Bilanz nicht dem Sinn und Zweck entsprechen würde.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Aktiva
andere Forderungen an Kreditinstitute 116 116 0 0 0
Forderungen an Kunden 1 1 0 0 0
davon verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0

Das Treuhandvermögen insgesamt beträgt EUR 28.896,821,93. Der Ausweis betrifft ausschließlich Treuhandvermögen gegenüber eigenen Kunden. Im Treuhandvermögen befinden sich Bankkonten in Fremdwährung.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Anlagewerte werden über drei Jahre abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 134.651,84 setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Körperschaftsteuerrücktrag in Höhe von EUR 117.037,48 und Kautionen in Höhe von EUR 12.477,00 zusammen.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Passiva
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 2 2 0 0 0
Verbindlichkeiten gg Kunden 224 162 62 0 0

Die Treuhandverbindlichkeiten insgesamt betragen EUR 28.896.821,93. Der Ausweis betrifft ausschließlich Treuhandvermögen gegenüber eigenen Kunden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 206.530,00 enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt. Diese bestehen in Höhe von EUR 172.012,00 aus Kapitalertragsteuer und in Höhe von EUR 29.899,49 aus Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Kosten für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses, ausstehende Eingangsrechnungen für bereits erhaltene Leistungen, nicht genommene Urlaubsansprüche der Mitarbeiter sowie Aufbewahrungskosten für Geschäftsunterlagen.

Rückstellungsspiegel

Stand 01.01.2023 Zugang Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2023
Zinsen Betriebsprüfung 2.773,00 0,00 2.588,00 185,00 0,00
Tradingpartner 15.914,35 548.189,60 537.698,79 882,35 25.522,81
Schwerbehindertenabgabe 140,00 0,00 140,00 0,00 0,00
Jahresabschlusserstellung- und Prüfung 55.000,00 58.000,00 52.598,00 2.402,00 58.000,00
WpHG-Prüfung 4.000,00 4.000,00 4.000,00 0,00 4.000,00
EDW-Prüfung 15.000,00 0,00 12.048,14 2.951,86 0,00
Urlaubsrückstellung 70.511,04 30.706,84 70.511,04 0,00 30.706,84
Zielvereinbarung Sales 6.000,00 0,00 6.000,00 0,00 0,00
Ausstehende Rechnungen 11.099,37 4.641,00 11.099,37 0,00 4.641,00
Beiträge/KSK 562,00 0,00 537,15 24,85 0,00
Fortbildungskosten 0,00 1.180,00 0,00 0,00 1.180,00
Abfindung 0,00 8.487,49 0,00 0,00 8.487,49
Rechts- und Beratungskosten 163.638,72 0,00 111.108,22 52.530,50 0,00
Aufbewahrungskosten 13.800,00 0,00 0,00 0,00 13.800,00
358.438,48 655.204,93 808.328,71 58.976,56 146.338,14

Der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken §340g bleibt unverändert im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von EUR 164.000,00.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr EUR 110.988,00 und ist aufgrund einer Kapitalerhöhung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Gesellschafter haben überdies Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 582.012,00 geleistet.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufschlüsselung der Provisionserträge

Die Gesellschaft erzielt aus dem Finanzkommissionsgeschäft TEUR 3.710 und aus erlaubnisfreien Unterstützungsdienstleistungen TEUR 937.

Aufschlüsselung der Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.138 betreffen im Wesentlichen das Finanzkommissionsgeschäft.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 59.

Abschreibungen / Zuschreibungen des Geschäftsjahres

Angaben zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Zuschreibungen sind nicht vorgenommen worden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Höhe von TEUR 111 Erträge aus Körperschaftsteuer- und SolZ-Erstattungen wegen eines Rücktrags.

Sonstige Angaben

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz abgebildet sind, in Höhe von TEUR 1.394 aus Mietverträgen.

Es bestehen keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern.

Arbeitnehmeranzahl im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 32 angestellte Arbeitnehmer sowie 2 Geschäftsführer.

Namen und Bezüge der Organmitglieder

Geschäftsführer der FXFlat Bank GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Andreas Hana, Bankfachwirt, Linnich

Herr Rafael Alexander Neustadt, Bankkaufmann, Düsseldorf - ab 26.06.2023

Herr Samed Yilmaz, Bankbetriebswirt, Neuss - Vorstand der FXFlat Bank AG - bis 25.06.2023

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

Gesamtbezüge

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung der FXFlat Bank GmbH wurde in Anwendung der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 ergibt sich wie folgt:

Bilanzgewinn 01.01.2023 -573.074,84 EUR
Jahresfehlbetrag -933.785,45 EUR
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 573.074,84 EUR
Ausschüttung 0,00 EUR
Bilanzverlust 31.12.2023 -933.785,45 EUR

Aus dem Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von EUR 573.074,84 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 23.06.2023 durch eine Entnahme aus der Gewinnrücklage in selbiger Höhe ausgeglichen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2023 betrifft mit TEUR 25 Abschlussprüfungsleistungen, mit TEUR 14,2 die WpHG-Prüfung.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass der Bilanzverlust in Höhe von EUR 933.785,45 vorgetragen werden soll.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können, sind nicht gegeben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ratingen, 21.05.2024

Rafael Neustadt, Geschäftsführer

Andreas Hana, Geschäftsführer

Lagebericht 2023 BERICHTSZEITRAUM 01.01.2023 BIS 31.12.2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft:

Bahnstr. 47 in 40878 Ratingen

Handelsregister Amtsgericht Düsseldorf: HRB 101710

Aktuell angebotene Dienstleistungen:

Finanzkommissionsgeschäft

Unterstützungsdienstleistungen (erlaubnisfrei)

Erlaubnistatbestände:

Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WplG)

Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG)

Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG)

Eigengeschäft (§ 15 Abs. 3 WpIG)

Eigenhandel (§ 2 Abs. 2 Nr. 10 WplG)

Finanzkommissionsgeschäft (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 WplG)

Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG)

Mitgliedschaften:

./.

Geschäftsmodell:

Die FXFlat Bank GmbH ist als CFD-, Forex- sowie Futures-Broker tätig und betreibt hierbei das Finanzkommissionsgeschäft. Sie bietet ihre Kernprodukte sowohl an Privat- als auch an professionelle Kunden hauptsächlich aus dem europäischen Raum an. Zur Diversifizierung der Produktpalette bietet sie die erlaubnisfrei Unterstützungsdienstleistung für die Kontoeröffnung bei Ihrem Kooperationspartner Interactive Brokers und Amana Capital Ltd. an.

Am 08 Juni 2021 wurde die Gesellschaft von FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH in FXFlat Bank GmbH umbenannt. Am 15.10.2021 wurde die FXFlat Bank GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Am 26.06.2023 (Eintragung im Handelsregister am 15.08.2023) wurde die FXFlat Bank AG in eine GmbH umgewandelt und firmiert seit dem unter FXFlat Bank GmbH.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes im Jahr 2023 und Auswirkungen auf die FXFlat Bank GmbH

Im Jahr 2023 war das wirtschaftliche Umfeld für die FXFlat Bank GmbH äußerst schwierig. Ein wesentlicher Faktor war die politische Entwicklung, insbesondere der anhaltende Konflikt in der Ukraine, der zu Unsicherheit und damit zu einem restriktiven Tradingverhalten bei den Kunden führte. Zudem hat die Änderung des deutschen Steuerregimes im Jahre 2022, insbesondere die Verlustverrechnungsbeschränkung, das Geschäft äußerst negativ beeinflusst, was sich anhaltend auch im Jahr 2023 gezeigt hat. Durch die Besteuerung von Gewinnen, ohne die Möglichkeit Verluste direkt anzusetzen, wird den Kunden im CFD-Trading erhebliche Liquidität entzogen, was zu einem erheblichen Umsatzrückgang führte.

Das Handelsvolumen im Finanzkommissionsgeschäft sank um 37% auf 107,3 Mrd. USD gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. Die Anzahl der aktiven Kunden sank auf durchschnittlicher Monatsbasis um 8%. Die Anzahl der gehandelten Futures Kontrakte stieg auf durchschnittlich 37.360 Kontrakte von 25.500 Kontrakte gegenüber dem Berichtszeitraum 2022, was einer Steigerung von 46,5% entspricht. Das erlaubnisfreie Vermittlungsgeschäft zu Interactive Brokers konnte im Jahr 2023 weiter ausgebaut werden. Mit Stand 31 Dezember 2023 wurden 1352 Konten eröffnet, was einem Zuwachs in der Kontenanzahl von 39% im Vergleich zum 31.12.2022 entspricht. Das Gesamtvolumen an vermitteltem Kundenkapital konnte um 39% auf 72 Mio. EUR gesteigert werden.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 erhebliche und drastische Maßnahmen ergriffen, um die Kosten für zukünftige Perioden zu reduzieren. Insbesondere wurden Kosten im Bereich Personal und IT mit Wirkung für die Zukunft reduziert. Darüber hinaus wurde die Personaldecke des Unternehmens über alle Abteilungen hinweg reduziert, um weitere Kosten für die Zukunft zu sparen. Ein Großteil der Maßnahmen wird erst im kommenden Geschäftsjahr Wirkung entfalten, da einige Verträge noch Laufzeiten bis in das Jahr 2024 haben.

Im März 2023 startete die FXFlat Bank GmbH ein Projekt im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäfts, indem Kunden die Möglichkeit erhalten über die FXFlat Bank GmbH börsengehandelte Wertpapiere zu handeln und diese dann bei einem Partner zu verwahren. Derzeit wird das neue Modell ausschließlich für Firmenkunden angeboten. Das durchschnittlich eingezahlte Vermögen liegt deutlich über dem bisherigen Finanzkommissionsgeschäft, was sich auch in der Entwicklung des Treuhandvermögens niederschlägt. Im Jahre 2023 wurden bereits erste Provisionserträge aus dem neuen Projekt generiert.

Im Juli gab es einen Wechsel in der Geschäftsleitung, bei dem das Vorstandsmitglied Samed Yilmaz durch den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Rafael Neustadt als neuen Geschäftsführer abgelöst wurde. In der Folge gab es einige Änderungen in der geschäftlichen Ausrichtung wie z. B. die Ablösung von Amana Capital als Hauptliquiditätsanbieter im CFD Bereich hin zu Finalto, Scope Markets und GBE. Diese Änderungen führten zu einem Umsatzanstieg vom Tiefpunkt im Juli bei rund 5 Mrd. Handelsvolumen zu rund 8-10 Mrd. zum Jahreswechsel, was dazu führte, dass die Gesellschaft wieder annährend break even erreicht hat. Des Weiteren wurde das Team neu strukturiert, was gleichzeitig zu Kostensenkungen geführt hat so dass die Geschäftsführung aufgrund dieser und weiterer Optimierungen positiv ins Jahr 2024 blicken kann.

2.2. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds für Wertpapierinstitute

Da die FXFlat Bank eine von sehr wenigen Banken mit Kernprodukten CFD, FX und Futures ist, bedient sie sich als Vergleichsmaßstab der Ergebnisse der CFin - RESEARCH CENTER FOR FINANCIAL SERVICES München.

Hieraus ging hervor, dass bei allen Teilnehmern der CFin ("Research Center for Financial Services" München) - Studie (hierunter z.B. Comdirect, Consorsbank (BNPP), FlatexDEGIRO, Onvista Bank, IG, S Broker, usw.) die Anzahl der Konten nahezu unverändert ist. Bei der FXFlat ist die Anzahl der Kontoeröffnungen im Betrachtungszeitraum um 14% gestiegen. Die Anzahl der Transaktionen ist bei den Teilnehmern von Q1 2023 bis Q4 2023 um mehr als 30% eingebrochen. Bei der FXFlat ist die Transaktionszahl im gleichen Zeitraum um 33% zurückgegangen. Das Umsatzvolumen verzeichnete von Q1 bis Q4 einen Rückgang von 44%, bei der FXFlat ist dieser Wert um 37% zurückgegangen.

Das durchschnittliche Handelsvolumen der Teilnehmer liegt etwas über 25 TEUR pro Transaktion.

Bei der FXFlat liegt dieser Wert leicht darunter bei gut 23 TEUR

2.3. Kundenstruktur der FXFlat Bank GmbH

Gesamtkunden der Bank 8.432
darunter Privatkunden 8.082
darunter professionelle Kunden 350
darunter Firmenkunden 42

Von der vorgenannten Gesamtkundenanzahl wurden Stand 31.12.2023 10.311 Konten geführt. davon waren:

kapitalisierte Konten 2.324
Konten mit einem Nullsaldo 7.987

Hierbei handelt es sich ausschließlich um Kunden aus dem Finanzkommissionsgeschäft.

2.4. Lage der Gesellschaft

2.4.1. Vermögenslage

Die Entwicklung der wesentlichen Bilanzposten stellt sich wie folgt dar:

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute tägl. fällig 2.458 3.765
Darunter andere Forderungen 116 426
Forderungen an Kunden 1 177
Darunter ggü. Finanzdienstleistungsinstituten 1 171
Treuhandvermögen 28.897 11.030
Immaterielle Anlagewerte 6 13
Sachanlagen 23 52
Sonstige Vermögensgegenstände 135 282
Rechnungsabgrenzungsposten 72 103
Bilanzsumme 31.591 15.422

Die schwierige wirtschaftliche Lage der FXFlat Bank und die daraus resultierende Ertragslage spiegelt sich in dem Rückgang der Forderung an Kreditinstitute wider. Der starke Anstieg des Treuhandvermögens um 162% resultiert aus dem neuen Projekt im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäftes. Die Halbierung sonstiger Vermögensgegenstände resultiert aus den geringeren Steuerforderungen an das Finanzamt im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang des Rechnungsabgrenzungsposten ist auf weitere Kostenreduzierung und die damit auslaufenden Verträge begründet.

Passiva 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 224 703
Treuhandverbindlichkeiten 28.897 11.030
Sonstige Verbindlichkeiten 207 876
Rückstellungen 146 358
Fonds für allgemeine Bankrisiken 164 164
Eigenkapital
Stammkapital 111 100
Kapitalrücklage 585 0
Gewinnrücklagen 2.189 2.762
Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn) -934 -573
Bilanzsumme 31.591 15.422

Das Gesellschaftsvermögen bzw. die liquiden Mittel liegen bei der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert. Die treuhänderisch gehaltenen Kundenvermögen in € liegen separat verteilt bei der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert, und den Omnibuskonten der Liquiditätsprovider StoneX, Finalto, SM CapitalMarkets, Amana Capital, GBE sowie Phillip Capital Inc. (PCI). Bei PCI wird einKonto für US-Futures in USD geführt. Um das Währungsrisiko zu eliminieren, gibt es eine EUR/USD-Hedge auf einem gesonderten Konto bei Amana Capital. Da bei der Sparkasse Treuhandkonten und Firmenkonten geführt werden, sind zeitnahe Überträge zum Ausgleich der Treuhandvermögen jederzeit möglich, sofern Bedarf hierfür vorliegt. Eine wertmäßig große Veränderung ergibt sich aus dem Treuhandbereich, wie für die Aktivseite der Bilanz bereits beschrieben. Die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten, resultieren aus einer vertraglichen Rückzahlung an einen Liquiditätsprovider. Der Rückgang der Rückstellung resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung einer Rückstellung für einen Rechtsstreit, der im Jahr 2023 beigelegt werden konnte. Die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten ist überwiegend der im Jahr 2023 gezahlten Steuer für das Jahr 2022 an das Finanzamt geschuldet. Darüber hinaus hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft - ohne Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB - von T€ 2.289 auf T€ 1.951 insbesondere aufgrund des in der Berichtsperiode erzielten Jahresfehlbetrags reduziert. In der Berichtsperiode hat außerdem eine Zuzahlung zu der Kapitalrücklage durch die Altaktionäre (noch zum Zeitpunkt als Rechtsform der AG) i.H.v. T€ 200 sowie eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch Ausgabe neuer Anteile an einen Neugesellschafter i.H.v. € 10.988 sowie die Zuzahlung eines Agios in diesem Zusammenhang in die Kapitalrücklage i.H.v. T€ 385 stattgefunden.

2.4.2. Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Zinserträge 73 14
Provisionsergebnis 3.509 4.998
Sonstige betriebliche Erträge 94 149
Verwaltungsaufwendungen 4.650 6.778
a) Personalaufwendungen 2.072 2.675
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.578 4.103
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 30 47
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.045 -1.671
Steuern vom Einkommen und Ertrag -111 -268
Sonstige Steuern, soweit nicht unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen 0 0
Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 -830
Jahresfehlbetrag/-überschuss -934 -573
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (nach Ausschüttung) 0 1.000
Entnahme aus den Gewinnrücklagen a) aus anderen Gewinnrücklagen 573 0
Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0 1.000
b) in andere Gewinnrücklagen
Ausschüttung 0 522
Bilanzverlust/-gewinn -934 -573

Die gestiegenen Zinserträge resultieren aus dem angestiegen Zinsniveau im Jahr 2023. Bei gleichbleibender Betrachtung ergibt sich eine starke Senkung der anderen Verwaltungsaufwendungen (-37%). Durch die Reduzierung von Personal konnte eine deutliche Kostenreduzierung (-23%) der fixen Allgemeinkosten erreicht werden. Die Maßnahmen zur Kostenreduzierung aus 2023 werden darüber hinaus im Jahr 2024 erst vollständig greifen. Das gefallenen Provisionsergebnis trägt mit -30% erheblich zur Ertragslage der FXFlat Bank bei und konnte nicht durch die Maßnahmen zur Kostenreduzierung kompensiert werden. Die Provisionserträge i.H.v. TEUR 4.647 resultieren i.H.v. TEUR 3.710 aus dem Finanzkommissionsgeschäft und i.H.v. TEUR 937 aus der erlaubnisfreien Unterstützungsdienstleistung.

2.4.3. Finanzlage

Die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr jederzeit hinreichend gut und die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquidität wurde zu jedem Meldestichtag deutlich übererfüllt. Es stehen ausreichende Finanzierungsmittel zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten zur Verfügung.

2.4.4. Kapitalerhöhungen

Um das Kapital nachhaltig zu stärken, wurden im Jahr 2023 Zuzahlungen zur Kapitalrücklage sowie die Erhöhung des gezeichneten Kapitals durchgeführt. Die bestehenden Gesellschafter haben im August 2023 eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage von insgesamt 200 TEUR vorgenommen. Im September 2023 wurde eine Kapitalerhöhung (Erhöhung des gezeichneten Kapitals) durch Ausgabe neuer Anteile an einen Neugesellschafter i.H.v. EUR 10.988 sowie die Zuzahlung eines Agios in diesem Zusammenhang in die Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 385 vorgenommen.

2.4.5 Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage wurde neu aufgestellt und neu geordnet. Die Ertrags- und Kostenlage wird fortlaufend gemonitort. Die Entwicklung der monatlichen Zahlen bereinigt um notwendige Einmaleffekte zeigen eine positive Entwicklung. Die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter sind bemüht aus der schwierigen Lage hervorzugehen und durch zukunftsgerichtete Maßnahmen zu einer guten Rentabilität zurückzukehren.

Risikobericht

2.5. Risikomanagement

Die Compliance-Abteilung hat eine Anlage zum Compliance-Bericht erstellt, die eine Risikomatrix beinhaltet. Hierbei wurden Risiken identifiziert, analysiert und bewertet. Im Bereich des Ertragsrisikos gab es im Jahr 2022 signifikante Änderungen. Im Jahr 2023 hat die Firma die Auswirkungen der Gesetzesänderung des EStG und des anhaltenden Ukraine Krieges weiterhin zu spüren bekommen, welche zu Verlusten geführt hat. Trotz der Diversifizierung des Produktportfolios und der verstärkten Aktivitäten im europäischen Ausland ist das Steuerrisiko eingetreten. Das Risikoprofil wurde durch das eingetretene Ertragsrisiko und die daraus resultierend Neuordnung des Geschäftes angepasst. Eine Value-at-Risk-Betrachtung auf Einzelkundenbasis ermöglicht es der FXFlat, aufkommende erhöhte Risiken zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Diese Anforderungen an Arbeitsabläufe und Abstimmungstätigkeiten sind deutlich gestiegen und müssen fortlaufend durchgeführt und dokumentiert werden.

2.6. Wesentliche Risiken unter Berücksichtigung der Risikokategorien der MaRisk

Wie für alle Finanzdienstleistungs- und Wertpapierinstitute besteht für die Gesellschaft ein Risiko in der Inanspruchnahme durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Allerdings hält die Gesellschaft dieses Risiko für das laufende Jahr für überschaubar.

Folgende Risikobereiche hat die Gesellschaft des Weiteren identifiziert und beurteilt:

Operationelle Risiken

Unter dem Begriff "operationelles Risiko" im Sinne der MaRisk versteht man die Gefahr von Verlusten, die aufgrund von Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder externen Ereignissen entstehen können. Es handelt sich hierbei um einen Oberbegriff für verschiedene Risikokategorien wie beispielsweise Personalrisiken, Reputationsrisiken, Rechtsrisiken und andere. Im Folgenden werden die nach Auffassung der Geschäftsführung wesentlichen Einzelrisiken in diesem Bereich erläutert.

Personalrisiko

Um das Personalrisiko zu minimieren, setzt die FXFlat Bank GmbH auf gut ausgebildete, fachlich kompetente und geeignete Mitarbeiter. Durch eine kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter wird die Qualität gesichert, weshalb auch im Jahr 2023 einige Mitarbeiter auf Fortbildungen entsandt wurden. Auszubildende und ausgebildete Mitarbeiter werden stets übernommen, integriert und weiterentwickelt, während neue Auszubildende nachrücken. Das Unternehmen legt seinen Schwerpunkt bei der Personalbeschaffung auf organisches Wachstum.

Reputationsrisiko

Eine bedeutende Bedrohung besteht darin, dass unseriöse Unternehmen, insbesondere aus dem Ausland, durch aggressives Marketing und Handeln den Ruf des CFD-Marktes schädigen und dadurch Unsicherheit für dieses Segment entsteht. Dies kann zu politisch motivierten rechtlichen Änderungen oder Verboten führen, wie es in der Vergangenheit bereits geschehen ist. Allerdings hat die CFD-Beschränkung der ESMA im Jahr 2018 dazu geführt, dass dieses Risiko deutlich und spürbar gesunken ist.

Rechtsrisiko

Die Geschäftsführung erkennt ein erhöhtes Risiko darin, dass relevante rechtliche Vorschriften möglicherweise nicht beachtet werden, was aufgrund der Vielzahl von Regulierungen zu aufsichtsrechtlichen oder haftungsrechtlichen Sanktionen führen kann. Um dieses Risiko zu minimieren, investiert das Unternehmen in ständige rechtliche Fortbildungen und die Beratung durch qualifizierte Rechtsanwälte. Besonderes Augenmerk wurde auch im Jahr 2023 auf die Weiterentwicklung des Personals in den Bereichen Compliance und Datenschutz gelegt. Hierzu gehören Mitarbeiter und Führungskräfte mit akademischen Abschlüssen wie "Master of Laws", "TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter gemäß DSGVO und BDSG-neu" sowie "TÜVzertifizierter Geldwäschebeauftragter".

Adressausfallrisiko

Die FXFlat Bank GmbH hält das Adressausfallrisiko weiterhin für gering. Alle Kundengelder werden auf segregierten Konten bei renommierten Banken, wie der Sparkasse, aufbewahrt. Das Adressausfallrisiko wurde durch die ESMA-Beschränkung für Privatkunden deutlich reduziert, da der maximale Hebel für CFDs stark begrenzt wurde. Zusätzlich werden weitere Sicherheitsmaßnahmen wie der Margin Watcher eingesetzt, der offene Positionen zwangsliquidieren kann, wenn ein bestimmter Schwellenwert unterschritten wird, um zu verhindern, dass Kunden in die roten Zahlen geraten. Die Gesellschaft minimiert das Wochenendrisiko durch eine interne VaR-Berechnung, die Kunden auffordert, Positionen mit hohem Risiko abzubauen oder glattzustellen.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft betrachtet das Liquiditätsrisiko als gering, da sie keine Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden hat und potenzielle Liquiditätsrisiken aus operativen Verpflichtungen durch eine effektive Ertragsrisikosteuerung berücksichtigt. Zudem wird angestrebt, weitere Rücklagen aufzubauen, sofern dies möglich ist.

Ertragsrisiko

Die Gesellschaft erkennt das Vorhandensein des Ertragsrisikos an, das sich im Berichtszeitraum erneut manifestiert hat. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine, geopolitische Unsicherheiten, Inflation, generelle Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und die Beschränkung von Verlustverrechnungen wurde in diesem Zeitraum ein erheblicher Rückgang der Erträge verzeichnet. Um die Ertragslage zu verbessern, hat das Unternehmen strategische Maßnahmen ergriffen, insbesondere durch Kooperationen mit neuen Geschäftspartnern, um dem rückläufigen Tradingverhalten entgegenzuwirken. Als Ergebnis rechnet die Geschäftsführung damit, dass die Tradingaktivität der Kunden in Zukunft zunehmen wird. Diese Einschätzung wird durch die stetig steigenden Kundenumsätze und die Anzahl der aktiven Kunden in den Monaten Januar bis März 2024 bestätigt.

In Bezug auf operationelle Risiken betrachtet die Gesellschaft Compliance-Regelungen und die Überprüfung ihrer Einhaltung als Steuerungsinstrument zur Vermeidung oder Verminderung von Risiken. Dazu wurden detaillierte Vorgaben für das operative Geschäft in entsprechenden Arbeitsanweisungen festgehalten. Die fortlaufenden Kosten bei möglicherweise weiterhin sinkenden Margen bleiben dabei im Fokus der Geschäftsführung.

Aufgrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen gibt es besondere Anforderungen an die Höhe der Eigenmittel. Mit dem Inkrafttreten des WpIG ergibt sich der höhere Wert aus der permanenten Mindestkapitalanforderung des Unternehmens, seiner fixen Gemeinkostenanforderung und seiner K-Faktor-Anforderung. Diese Anforderungen wurden wie in den Vorjahren durchgehend übererfüllt. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind die Fixed Overheads Requirements (FOR), die besagen, dass ein Viertel der fixen Gemeinkosten des Vorjahres als Eigenkapital vorgehalten werden muss. Auch hier zeigt sich, dass Kostencontrolling in Zukunft einen hohen Stellenwert haben wird.

IT-Risiko

Im Hinblick auf die IT-Risiken legt die FXFlat Bak GmbH einen aktiven Ansatz zur Risikobewältigung fest. Dies beinhaltet die Implementierung von Notfallsystemen für die Handelsapplikationen sowie für die Kundenbuchhaltung, die regelmäßig und intensiv über Notfalltests evaluiert werden Die Entwicklung und Pflege des CRMs wird von externen Dienstleistern übernommen, um von externem Fachwissen zu profitieren.

Im Bereich der Netzwerkinfrastruktur vertrauen wir auf die Expertise eines externen Dienstleisters, der durch den gezielten Zukauf von Unternehmen seine Kapazitäten erweitert hat. Dieser strategische Schritt ermöglichte es dem Dienstleister, sein Spezialwissen erheblich zu vertiefen und zu erweitern. Durch die breitere Aufstellung des Dienstleisters sind wir in der Lage, auf ein umfangreiches Fachwissen zurückzugreifen, das sämtliche Aspekte der Netzwerktechnologie abdeckt.

Risiken aus dem Geschäftsmodell

Durch eine weitere Diversifizierung der Produktpalette kann das Risiko des Geschäftsmodells weiter reduziert werden. Die Gesellschaft setzt sich unvermindert für die Optimierung des Geschäftsmodells ein, um das Vertrauen der Kunden zu wahren. Dazu gehören auch ein aktives Beschwerdemanagement und die Einhaltung von Compliance-Regelungen. Das Nachschusspflichtverbot hat nach Ansicht der Geschäftsleitung nach dazu beigetragen, die Seriosität der Branche zu stärken und das Produkt CFD für einige Anlegergruppen attraktiver zu machen.

3. Prognosebericht und Chancenbericht

3.1. Ausblick Weltwirtschaft und Kapitalmärkte

2023 war geprägt von dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, der Inflation, geopolitischer Unsicherheiten und der Verlustverrechnungsbeschränkung. Die Unsicherheit der Kunden und die abfließende Liquidität durch die direkte Steuerbelastung hat sich in der nationalen CFD-Branche bei allen Instituten wie auch schon 2022 durchgehend niedergeschlagen. Im Jahr 2024 besteht erneut die Chance auf hohe Volatilität. Vor allem die 2024 stattfindenden Wahlen in Taiwan und in den USA haben Konfliktpotenzial und könnten die ohnehin sehr stark beeinträchtigten Beziehungen der jeweiligen Länder zu China verschärfen und sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Die bereits eskalierten Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten finden zwar aktuell an den internationalen Finanzmärkten keine vorrangige Beachtung, doch das Risiko einer marktbelastenden Wendung ist latent da. Ein weiterer Faktor ist auch in diesem Jahr wieder die Geldpolitik der großen Notenbanken. Wie stark die angekündigten Zinssenkungen der Notenbanken ausfallen, hängt stark von der Entwicklung der Inflation ab. Auch hier können Differenzen zwischen Erwartungen der Marktteilnehmer und tatsächlicher Zinssenkungen zu kurzfristig starker Volatilität führen.

3.2. Voraussichtliche Entwicklung der FXFlat

Vorbemerkung:

Der Ausblick enthält Aussagen über die erwartete zukünftige Entwicklung. Diese Aussagen trifft FXFlat aufgrund aktueller Einschätzungen, die mit Risiken und Unsicherheiten behaftet sind. FXFlat verweist aufgrund der zukünftigen Schwankungen der Finanzmärkte auf die Prognoseunsicherheit und weist darauf hin, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse gravierend von den Schätzungen und Aussagen abweichen können.

Ausblick:

Beschäftigungslage:

Am 31.12.2023 beschäftigte die FXFlat 27 Mitarbeiter sowie 2 Geschäftsführer.

Umsatz sowie Soll/Ist Abweichung betreffend die Prognose des Vorjahres:

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass es gelingen wird die Umsätze im Finanzkommissionsgeschäft von dem sehr niedrigen Niveau aus moderat zu steigern. Dafür soll die Anzahl der aktiven Kunden im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 ausgebaut werden. In Abhängigkeit der Anzahl der aktiven Kunden, der Marktvolatilitäten und des Tradingverhaltens der Kunden, wird im Bereich des Finanzkommissionsgeschäftes eine potenzielle Umsatzsteigerung in einer Bandbreite zwischen 5 - 15% p.a. erwartet.

Dabei ist es nicht abzusehen, inwieweit sich der Umsatz aufgrund der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Ausgang der großen Wahlen entwickelt. Die Steigerung von 5-15% in Verbindung mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft ist daher konservativ geschätzt.

Mit dem neuen Anteilseigner hat die FXFlat Bank einen weiteren starken Partner an ihrer Seite. Im Jahr 2024 wird die zukünftige Zusammenarbeit skizziert werden, um dann in den Folgejahren aus dieser Partnerschaft neuen Umsatz zu generieren und das Geschäftsmodell nachhaltig zu stärken.

Mit Blick auf das Finanzkommissionsgeschäft als das Kerngeschäft der FXFlat Bank, wird im Jahr 2024 geprüft, ob das Vermittlungsgeschäft verkauft werden kann. Mit diesem Schritt wird sich die FXFlat Bank auf das Kerngeschäft noch stärker fokussieren.

Die Prognose für 2023, den Umsatz im Finanzkommissionsgeschäft zwischen 10-20% zu steigern, konnte nicht erfüllt werden. Dazu beigetragen haben insbesondere das anhaltend, geänderte Tradingverhalten der Kunden aufgrund der steuerlichen Verlustverrechnungsbeschränkung von Termingeschäften und die weiterhin schwache Volatilität.

Geschäftsergebnis:

Nach der derzeitigen - sehr konservativen und vorsichtigen Planung - wird - auch unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen - ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit für 2024 i.H.v. rund TEUR 100 angestrebt. Dabei ist der Verkaufserlös aus dem Vermittlungsgeschäft bereits berücksichtigt.

 

Ratingen, im Mai 2024

Andreas Hana, Geschäftsführer

Rafael Neustadt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FXFlat Bank GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der FXFlat Bank GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der FXFlat Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Verhalten, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Köln, 31.05.2024

Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer

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