Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 470064
Eingetragen
29.9.1950
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Rohstoffen, Abfallstoffen oder Hilfsstoffen aller Art, insbesordere der Handel mit Eisen, Metallen, Papier und Textilstoffen. Die Gesellschaft ist berechtigt, den Handel mit Waren ähnlicher Art sowie Gebrachtmaschinen zu betreiben. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen, sowie sämtliche einschlägigen Geschäfte betreiben, die geeignet erscheinen, die Unternehmen der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marvin Hipp
seit 18.12.2025
Prokura
Kevin Kargoll
seit 30.8.2024
Prokura
Werner Steidle
seit 12.11.2007
Prokura
Geschäftsführer
Dietmar Dr. Kargoll
seit 27.12.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuler Holding GmbH

Deißlingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht 2022

Schuler Holding GmbH

Deisslingen

Index

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf

2.3. Lageberichte

2.3.1. Vermögenslage

2.3.2. Finanzlage

2.3.3. Ertragslage

2.3.4. Personal

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognosebericht

4. Chancen und Risiken

4.1. Chancenbericht

4.2. Risikenbericht

4.3. Gesamtaussage

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Schuler-Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen, der Schuler Holding GmbH, Deißlingen, die als reine Holdinggesellschaft fungiert, sowie seinen Tochtergesellschaften der Schuler Rohstoff GmbH, Deißlingen, der recon-elias GmbH, Fischbach und der Neidhardt Rohstoff GmbH, Memmingen.

Die Schuler Rohstoff GmbH präsentiert sich mit seinen zwei Produktionsstandorten in Deißlingen und in Singen als kompetenter und verlässlicher Partner in der Entsorgungsbranche für alle anfallenden Abfälle - für industrielle, gewerbliche und private Kunden, für andere Recyclingunternehmen, für öffentliche Gebietskörperschaften, für Abnehmer in Deutschland, in Europa und in Übersee. Kompetente Beratung in Sachen Abfall und interner Entsorgungslogistik sowie das Angebot der Komplettentsorgung schaffen für alle Kunden einen deutlichen Mehrwert sowie Rechtssicherheit. Zur Gruppe gehören die beiden Tochterunternehmen recon-elias GmbH in Fischbach und die Neidhardt Rohstoff GmbH in Memmingen. Die Firma recon-elias GmbH beschäftigt sich in erster Linie mit dem Thema interne Entsorgungslogistik und erstellt Entsorgungskonzepte mit der entsprechenden Anlagentechnik, um die Kosten der internen Entsorgungslogistik für Schrott- und Metallabfälle zu reduzieren. Bei der Firma Neidhardt werden überwiegend Kunststoffabfälle aufbereitet, um im Nachgang ein hochwertiges Kunststoffgranulat herzustellen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich 2022 trotz aller Prognosen besser entwickelt als erwartet.

Das erste Quartal 2022 war noch geprägt von dem starken Infektionsgeschehen insbesondere der Omikron Variante und der Null-Covid-Politik in China. Lieferengpässe im Halbleiterbereich und elektronischen Bauteilen sowie steigende Frachtraten insbesondere für Güter aus Asien nach Europa waren die Folge und belasteten die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie den gesamten Konsumgüterbereich.

Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine hatte auf die gesamte Wirtschaft, insbesondere aber auf die Rohstoffbranche große Auswirkungen. Die Sanktionen der EU-Mitgliedsstaaten und anderer westlicher Industriestaaten gegen Russland führten zu entsprechenden Gegenmaßnahmen Russlands. Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas führte schon nach kurzer Zeit zu einem Lieferstopp Russlands, was eine weltweite Energiekrise auslöste.

Insgesamt wurden in Deutschland 8,4 Prozent weniger Rohstahl produziert als 2021. Die Rohstahlproduktion fiel von 40,1 Mio. Tonnen auf 36,8 Mio. Tonnen. Dies ist mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 der niedrigste Jahreswert seit 2009. Das Produktionsvolumen des zweiten Halbjahres stellt sogar einen Tiefpunkt seit der Wiedervereinigung dar. Mit 17,3 Mio. Tonnen lag die Erzeugung der zweiten Jahreshälfte im Vorjahresvergleich um 11 Prozent niedriger. Der Elektrostahlanteil lag mit rund 11 Mio. Tonnen um 8 Prozent niedriger als im Vorjahr. (Quelle: Homepage Wirtschaftsvereinigung Stahl Düsseldorf, Produktionszahlen). Das alles war der Energiekrise und den damit verbundenen hohen Strom- und Gaspreisen geschuldet.

Mit 3,1 Mio. Tonnen produzierten die deutschen Eisen-, Stahl- und Tempergießereien 100.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Die Auslastung der Gießereien war über das ganze Jahr hindurch stabil. Die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie die Windkraftwerke waren hier die Hauptauftraggeber. Die Beschaffung der Rohstoffe, Materialien und Dienstleistungen entwickelten sich für viele Gießereien im Laufe des Jahres zum Hauptproblem. Die russische Invasion in die Ukraine führte zu erheblichen Störungen in der weltweiten Beschaffung von Rohstoffen. Teilweise stiegen die Kosten für Roheisen um das Dreifache. Dazu gehörten auch, die speziell für den Gießereibereich zum Einsatz kommenden Spezialschrotte. Das Angebot dieser Qualitäten verknappte sich zusehends, so dass die Preise ein noch nie da gewesenes Niveau erreichten. Durch den Wegfall des russischen Roheisens wurde mehr Stahlschrott eingesetzt. Es wurden 4,3 Mio. Tonnen Schrott verbraucht im Vergleich zu 4,1 Mio. Tonnen im Vorjahr. Neben den Materialengpässen kämpften auch die Gießereien mit den massiv angestiegenen Energiekosten (Quelle: bdg Guss und bvse).

Die deutsche Aluminiumindustrie war in Folge der Energiekrise einer besonderen Belastung ausgesetzt. Im ersten Halbjahr ging die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent zurück und verbuchte im vierten Quartal 2022 noch einmal Produktionsrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Besonders stark betroffen waren dabei die Hersteller von Rohaluminium. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,3 Mio. Tonnen produziert - ein Minus von 11 Prozent. (Quelle Aluminium Deutschland, Dr. Andreas Postler). Im Sekundärbereich war die Lage stabiler. Es gab kaum Produktionsrückgänge.

Auch im Altpapiermarkt war die gleiche Entwicklung zu verfolgen wie im Stahlmarkt. Bis Februar 2022 war die Nachfrage der inländischen Papierproduzenten noch sehr gut und die Altpapierlager der Recyclingwirtschaft entsprechend leer. Nach und nach erreichten die politischen Turbulenzen auch den Altpapiermarkt. Mit zunehmender Inflation und der Sorge vor massiv steigenden Energiekosten entwickelte sich der gewerbliche und private Konsum stark rückläufig. Das wirkte sich sehr stark auf die Papierfabriken aus, da die Verpackungsindustrie massive Absatzprobleme für ihre Neuware beklagte. So kam es im Verlauf des 4. Quartals 2022 im Inland zu teils erheblichen Kürzungen der Altpapier-Ordermengen, verbunden mit stark fallenden Preisen (Quelle: bvse Altpapiermarktbericht 2022/2023).

Auch die Kunststoffrecyclingwirtschaft war von den Auswirkungen des Ukrainekrieges sehr stark betroffen. Wie bei allen anderen Rohstoffen war bis Februar 2022 noch ein sehr guter Absatz für Re-Granulate zu verzeichnen. Mit Einsetzen der Energiekrise wurde die Produktion zu teuer, so dass Vormaterial zwar gekauft aber nicht verarbeitet wurde. Erst mit den ermäßigten Strom- und Gaspreisen lief die Produktion wieder an.

Der ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnete im September 2022 mit 84,3 Punkten seinen niedrigsten Stand und stieg zum Jahresende auf 88,6 Punkte an. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich insgesamt verbessert. Zuvor war der Lageindikator sechsmal in Folge gefallen. Die deutsche Wirtschaft schöpft zum Jahresende Hoffnung.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr startete vielversprechend. Alle Weichen waren auf Konjunkturaufschwung gestellt. Mit Ausbruch des Ukrainekrieges kam alles anders. Große politische Unsicherheiten und die Erkenntnis der einseitigen Abhängigkeit von Gas und die für unsere Industrie so wichtigen Rohstoffe aus Russland ließen die Preise vor allem im Energie- und Rohstoffsektor explodieren, und trieben die Inflationsrate auf ein Jahresdurchschnittsniveau von 7,9 Prozent.

Die Stahlschrottbranche ist seit jeher ein Spiegelbild der Wirtschaft und kann als Konjunkturbarometer betrachtet werden. Die Preisentwicklung der Stahlschrottpreise im Jahr 2022 am Bsp. der Sorte 2/8 zeigt deutlich, ab wann die Krise einsetzte. Dem Jahrhunderthoch der Schrottpreise im April folgte ein markanter Absturz in den Folgemonaten.

Die Konzerngesellschaft Neidhardt Rohstoff GmbH wies 2022 trotz der hohen Energiepreise eine positive Entwicklung vor. Eine Verknappung von Neugranulat war auch in diesem Geschäftsjahr noch deutlich zu spüren. Das änderte sich zum Jahresende und der Markt drehte sich erneut. Für die ,Result'-Anlage konnten neue Aufträge generiert werden. Die Notwendigkeit Abfälle zu verwerten, setzt sich hier durch. Aus den Blisterverpackungen kann der Aluminiumanteil zu 100 Prozent zurückgewonnen werden. Um den hohen Energiekosten entgegenzuwirken, wurde im Jahr 2023 eine Photovoltaikanlage installiert.

Die Preissteigerungen in den Monaten März und April am Beispiel für die Stahlschrottsorte 2/8 verdeutlichen die unsichere Lage an den Märkten besonders gut. Die Auftragslage der Stahlwerke war noch gut und das Angebot an Sorte 2/8 Neuschrott war infolge von Produktionsunterbrechungen und Kurzarbeit - den Lieferengpässen geschuldet - eher knapp bemessen. Hinzu kam die hohe Nachfrage nach Stahlschrott aus der Türkei, da die Lieferungen aus Russland und der Ukraine ausblieben. Die Stahlwerke reagierten auf Grund der unsicheren Lage mit Zukäufen und Preiserhöhungen. Erst mit dem Abschwung der Stahlschrottpreise von Mai bis Juli senkte sich auch der Konjunkturausblick auf die Gesamtwirtschaft. Die Stahlverbraucher waren durch die allgemeine Lage stark verunsichert und hielten sich mit Neubestellungen zurück zumal steigende Gas- und Energiepreise die Kosten nach oben trieben.

Auch die Rohstoffpreise für alle Industriemetalle und Nebenmetalle stiegen massiv an; Nickel, Aluminium, Magnesium aber auch Platin, Palladium und Molybdän waren von dem Preisanstieg besonders betroffen.

Der deutsche Edelstahlmarkt musste sich im März 2022 mit einer noch nie dagewesenen Situation auseinandersetzen. Die Nickelkurse an der Londoner Metallbörse schossen blitzartig nach oben und erreichten kurzfristig einen Wert von über 100.000 USD / Tonne. Unmittelbar danach setzte die London Metal Exchange den Handel aus. Durch den Krieg und die damit einhergehende befürchtete Angebotsknappheit stieg der Preis weiter. Dadurch gerieten immer mehr Spekulanten in Schieflage, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Es kam zu sogenannten Leerverkäufen, d.h. die Händler mussten Nickel kaufen, um ihre Positionen glattzustellen, was den Preis noch weiter nach oben trieb.

Auch für die Schuler Rohstoff GmbH gestaltete sich die Preisgestaltung für Edelstahlschrotte gegenüber den Kunden schwierig, da die Vergütungspreise für legierte Schrotte bei vielen Kunden an die Nickel- Notierung der LME gekoppelt sind. Viele Edelstahlwerke sahen sich außerstande Einkaufspreise abzugeben. Der Ein- und Verkäufermarkt war kurzfristig in einer Krise. Eine Preisfindung war auf beiden Seiten nicht möglich Verträge für Edelstahlpositionen mussten kurzfristig ausgesetzt werden.

In den Folgemonaten stelle sich eine deutliche Abschwächung ein. Neben Nickel war Zinn von starken Kursanstiegen betroffen. Die Kurse verweilten bis in das dritte Quartal auf historischem Niveau. Altbestände konnten zu Höchstpreisen verkauft werden.

Das größte Problem aller Rohstoffsparten waren die hohen Produktionskosten in erster Linie durch die stark gestiegenen Gas- und Energiepreise. Stahlwerke, Aluminiumschmelzwerke und Metallschmelzwerke versuchten über Produktionskürzungen und auch Schließung einiger Werke ihre Kosten zu senken.

Verhandlungstechnisch war in der zweiten Jahreshälfte wenig Spielraum mit den Abnehmerwerken. Wichtig war es in erster Linie Material abzusetzen, da das Schrott- und Metallaufkommen teilweise höher war als der Bedarf der Werke. Im Aluminiumbereich gab es im dritten Quartal so gut wie keinen Absatz für Primär-Aluminiumschrotte. Eine hohe Liquidität war gefragt, um den Lageraufbau zu finanzieren. Auch für Elektrolytkupfer und Kupferkathoden war es mit dem Absatz nicht gut bestellt. Die Werke meldeten wenig Bedarf, da überall die Produktion aufgrund der hohen Energiekosten heruntergefahren wurde.

Ähnlich verhielt es sich bei den anderen Wertstoffsparten. Die Papier- und Kunststoffpreise fielen von ihrem Höchstniveau auf Normalniveau zurück. Eine konstante Nachfrage war jedoch für den betrieblichen Erfolg ausschlaggebend.

Eine große Belastung für die Schuler Rohstoff GmbH waren die gestiegenen Dieselpreise. Neben den Personalkosten sind die Frachtkosten der zweitgrößte Kostenblock. Neben den eigenen Fuhrpark- und Maschinenkosten stiegen die Ausgangsfrachten für Bahn und Speditionen drastisch an. Nicht alle Kosten konnten direkt an unsere Kunden weitergegeben werden, was sich im Ergebnis deutlich widerspiegelt.

Die Produktivität wurde durch einen hohen Krankenstand belastet. Im Frühjahr war es Corona und im Herbst eine Grippewelle.

Ein weiteres großes Problem ist der hohe Fachkräftemangel an Berufskraftfahrer, Maschinenführer und Schlosser. Selbst gewerbliche ungelernte Mitarbeiter für Hilfstätigkeiten sind am Markt nicht zu bekommen. Über eine groß angelegte Marketingstrategie im Bereich Social Media konnten wir freie Stellen doch noch besetzen. Auch für unsere Ausbildungsberufe waren wir mit einer groß angelegten Ausbildungskampagne erfolgreich. Neben der Stelle Groß- und Außenhandelsmanager konnte die seit zwei Jahren vakante Ausbildungsstelle "Fachkraft für Recycling- und Kreislaufwirtschaft" wieder besetzt werden.

Anfang des Jahres wurde die flexible Arbeitszeit eingeführt, was sich nach einem Jahr erfolgreich bewährt hat. Das mobile Arbeiten ist mittlerweile für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich geworden und wird regelmäßig genutzt.

Mit dem Ukrainekrieg haben auch die Cyberkriminalität und die Hacker-Angriffe zugenommen. Es hat sich bewährt, dass wir im Vorjahr eine Fachfirma beauftragt haben, die unsere IT-Sicherheit im Unternehmen überwacht. Über zwei Systeme "Information Security Management System" und "Security Operation Center" wird in mehreren Schritten über einen längeren Zeitraum die IT-Sicherheit hergestellt. Die Mitarbeiter/innen sind die Schwachstelle einer jeder IT und wurden deshalb verstärkt geschult.

Ein weiterer wichtiger Schritt in diesem Jahr war der Zukauf eines Unternehmens im Bereich Anlagenbau zum 01.07.2022. Das Spektrum der angebotenen Leistungen im Konzern konnte damit erneut erweitert werden.

Große Probleme bereitet uns das Bauvorhaben für unsere Halle zur Kunststoffaufbereitung. Das Planungs- und Genehmigungsverfahren zieht sich in eine Länge, die bald nicht mehr zu vertreten ist. Von Bürokratieabbau kann keine Rede sein. Die Halle ist dringender denn je, da sich im Kunststoffbereich ein erfreuliches Wachstum einstellt.

Die Wettbewerbssituation ist anhaltend angespannt. Viele Kunden versuchten über Ausschreibungen bessere Preise zu erzielen. Die Menge war leicht rückläufig. Trotzdem war das Jahresergebnis besser als erwartet.

Zusammenfassung

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise haben die Hoffnung auf einen kräftigen Aufschwung nach den Corona-Jahren zunichte gemacht. Trotzdem lief die Wirtschaft insgesamt besser als erwartet und die von unseren Politikern erwartete Rezession setzte noch nicht ein. Die deutsche Wirtschaft konnte zum Jahresende ein Wachstum von 1,9% verzeichnen (Quelle: Statista 2023). Für die Stahlschrottbranche bedeutete das insgesamt ein weitgehend gutes Ergebnis, das trotz der vielen nicht vorhersehbaren Bewegungen im Markt nicht erwartet wurde. Vor allem im ersten Halbjahr boten sich wirtschaftliche Möglichkeiten, von denen man in der zweiten Jahreshälfte zehren konnte. Das Konzept der Komplettentsorgung bewährte sich in dieser schwierigen Marktlage - eine der Sparten im Abfallbereich läuft immer. In diesem Jahr galt dies vor Allem für die NE-Metalle. Der Mangel an Neu- und Altschrotten erschwerte das Handelsgeschäft im Jahresverlauf. Das Vormaterial für die Aggregate blieb knapp und entsprechend teuer. Im Frühjahr lösten die türkischen Verbraucher einen regelrechten Exportboom aus und trieben die Preise nach oben. Der Absturz war gravierend und sorgte für einen schwierigen Marktverlauf im zweiten Halbjahr. Die gestiegenen Energie-, Personal-, Fracht- und Verwaltungskosten und nicht zuletzt die hohen krankheitsbedingten Ausfälle wegen Corona und Grippe belasteten das Unternehmen in einem außergewöhnlichen Ausmaß.

Die befürchtete Rezession kam 2022 nicht, insbesondere dank der sinkenden Energiepreise. Dennoch war bereits im 4. Quartal 2022 ein Rückgang der Wirtschaft zu spüren. Dieser betrug laut Statistischem Bundesamt 0,5%.

2.3. Lageberichte

2.3.1. Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021
VERMÖGEN TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 910 1,4% 649 1,0%
Sachanlagen 25.305 38,1% 25.726 38,0%
Sonstige mittel- und langfristige Posten 0 0,0% 367 0,5%
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 26.215 39,5% 26.743 39,5%
Vorräte 10.422 15,7% 9.013 13,3%
Kundenforderungen 13.398 20,2% 15.385 22,7%
Sonstige kurzfristige Posten 931 1,4% 919 1,4%
Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögen 15.402 23,2% 15.665 23,1%
Kurzfristig gebundenes Vermögen 40.153 60,5% 40.982 60,5%
Vermögen insgesamt 66.368 100,0% 67.725 100,0%
Veränderung
VERMÖGEN TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 261 40,3%
Sachanlagen -421 -1,6%
Sonstige mittel- und langfristige Posten -367 -99,9%
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen -527 -2,0%
Vorräte 1.408 15,6%
Kundenforderungen -1.988 -12,9%
Sonstige kurzfristige Posten 12 1,3%
Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögen -263 -1,7%
Kurzfristig gebundenes Vermögen -830 -2,0%
Vermögen insgesamt -1.357 -2,0%
KAPITAL 31.12.2022 31.12.2021
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 2.000 3,0% 2.000 3,0%
Kapitalrücklage 3.678 5,5% 3.678 5,4%
Gewinnrücklagen 46.962 70,8% 43.412 64,1%
Bilanzgewinn 3.397 5,1% 4.940 7,3%
Eigenkapital 56.037 84,4% 54.029 79,8%
Pensionsrückstellungen 530 0,8% 569 0,8%
Mittel- und langfristige Bankschulden 0 0,0% 0 0,0%
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 530 0,8% 569 0,8%
Übrige Rückstellungen 1.837 2,8% 3.193 4,7%
Kurzfristige Bankschulden 0 0,0% 0 0,0%
Lieferantenschulden 6.737 10,2% 8.272 12,2%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.228 1,9% 1.662 2,5%
Kurzfristiges Fremdkapital 9.802 14,8% 13.127 19,4%
Kapital insgesamt 66.368 100,0% 67.725 100,0%
KAPITAL Veränderung
TEUR %
Gezeichnetes Kapital 0 0,0%
Kapitalrücklage 0 0,0%
Gewinnrücklagen 3.550 8,2%
Bilanzgewinn -1.543 -31,2%
Eigenkapital 2.007 3,7%
Pensionsrückstellungen -39 -6,8%
Mittel- und langfristige Bankschulden 0 0,0%
Mittel- und langfristiges Fremdkapital -39 -6,8%
Übrige Rückstellungen -1.356 -42,5%
Kurzfristige Bankschulden 0 0,0%
Lieferantenschulden -1.535 -18,6%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -434 -26,1%
Kurzfristiges Fremdkapital -3.325 -25,3%
Kapital insgesamt -1.357 -2,0%

Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Anteil des Anlagevermögens an den Aktiva 39,5% (Vorjahr: 39,5%).

Die Stetigkeit zeigt an, dass Neuinvestitionen, Anlagenabgänge und Abschreibungen sich die Waage gehalten haben.

Die Vorräte sind aufgrund der Mengen- und Marktpreisentwicklung um rund 1.408 TEUR höher, dadurch erhöht sich der Anteil auf 15,7% (Vorjahr: 13,3%).

Die Kundenforderungen liegen mit 13.398 TEUR deutlich unter Vorjahresniveau (15.385 TEUR), damit beträgt der Anteil 20,2% (Vorjahr: 22,7%). Dies ist auf ein verbessertes Forderungsmanagement und verkürzte Ausgleichszeiträume durch die fortschreitende Digitalisierung zurückzuführen.

Die flüssigen Mittel und Wertpapiere haben mit 23,2% bzw. 15.402 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 23,1% bzw. 15.665 TEUR um 263 TEUR leicht abgenommen. Die Liquidität ist in den Kundenforderungen gebunden.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 84,4% (Vorjahr: 79,8%).

Bei den übrigen Rückstellungen ist eine Verringerung von rund 1.356 TEUR zum Vorjahr auf 1.837 TEUR zum 31.12.2022 zu verzeichnen, was überwiegend an der Verringerung der Steuerrückstellungen liegt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der verbesserten internen Prozesse und schnelleren Ausgleich von 8.272 TEUR um 1.535 TEUR auf 6.737 TEUR gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 434 TEUR gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht gesunken.

Die Bilanzsumme ist zum Stichtag von 67.725 TEUR um 1.357 TEUR auf 66.368 TEUR gesunken.

In den Forderungen sind keine Positionen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (Vorjahr rund 400 TEUR).

2.3.2. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist gewohnt stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kreditlinien bei unseren Hausbanken wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

Der operative Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2022 rund 7.000 TEUR (Vorjahr: 9.000 TEUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen rund 2.900 TEUR (Vorjahr: 1.800 TEUR).

2.3.3. Ertragslage

31.12.2022 31.12.2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 136.574 99,1% 135.016 98,0%
Bestandsveränderung 480 0,3% -130 -0,1%
Sonstige betriebliche Erträge 770 0,6% 1086 0,8%
Betriebsleistung 137.824 100,0% 135.972 100,0%
Materialaufwand 111.420 80,8% 109.409 80,5%
Personalaufwand 9.983 7,2% 9.898 7,3%
Planmäßige Abschreibungen auf Anlagen 2.977 2,2% 3.126 2,3%
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) 30 0,0% 29 0,0%
sonstige betriebliche Aufwendungen 7.215 5,2% 5.183 3,8%
Betriebsergebnis 6.199 4,5% 8.326 6,1%
Finanzergebnis -502 -0,4% 63 0,0%
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.696 100,0% 8.389 100,0%
außerordentliches Ergebnis 0 0,0% 0 0,0%
Ertragsteuern 1.689 1,2% 2.134 1,5%
Jahresüberschuss 4.007 2,9% 6.256 4,5%
Gewinnvortrag 4.940 3,6% 634 0,5%
Einstellung in Gewinnrücklagen -3.550 -2,6% -450 -0,3%
Gewinnausschüttung -2.000 -1,5% -1.500 -1,1%
Bilanzgewinn 3.397 2,5% 4.940 3,6%
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 1.558 1,2%
Bestandsveränderung 610 -469,8%
Sonstige betriebliche Erträge -316 -29,1%
Betriebsleistung 1.852 1,4%
Materialaufwand 2.011 1,8%
Personalaufwand 85 0,9%
Planmäßige Abschreibungen auf Anlagen -148 -4,7%
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) 1 2,1%
sonstige betriebliche Aufwendungen 2032 39,2%
Betriebsergebnis -2.127 -25,6%
Finanzergebnis -566 -896,1%
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.693 -32,1%
außerordentliches Ergebnis 0 0,0%
Ertragsteuern -445 -20,8%
Jahresüberschuss -2.248 -35,9%
Gewinnvortrag 4.306 679,1%
Einstellung in Gewinnrücklagen -3.100 688,9%
Gewinnausschüttung -500 33,3%
Bilanzgewinn -1.543 -31,2%

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr (135.016 TEUR) um 1.558 TEUR auf 136.574 TEUR gestiegen. Dies ist auf die hohen Materialpreise im Verkauf zurückzuführen.

Parallel zu den Verkaufspreisen ist auch der Materialaufwand um 2.011 TEUR bzw. 1,8% angestiegen. Die Rohertragsquote hat sich leicht verschlechtert.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 85 TEUR gestiegen, was auf gestiegene Löhne und Gehältern bei konstantem Personal zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr 2022 von 5.183 TEUR auf 7.215 TEUR gestiegen.

2.3.4. Personal

Der Personalbestand zum Bilanzstichtag betrug 160 Mitarbeiter, der sich wie folgt aufteilt:

31.12.2022 davon weiblich davon über 60 J.
Kaufmännische Mitarbeiter 54 23 7
Gewerbliche Mitarbeiter 106 1 17
Summe 160 24 24

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Kenngrößen zur Beurteilung der Entwicklung und Steuerung des Konzerns der Schuler Holding GmbH sind die Entwicklung der Rohmarge, das Ergebnis vor Steuern sowie für die Sicherstellung der Liquidität der Cashflow I (Ergebnis + Abschreibung).

Der Rohertrag ist absolut gegenüber dem Vorjahr um 158 TEUR gesunken. Die Rohmarge ist von 19,7% im Vorjahr auf 19,3% im Jahr 2022 leicht gesunken.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern hat sich von rund 8.389 TEUR auf 5.696 TEUR gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Damit liegt das Ergebnis nach einem ungewöhnlich erfolgreichen Jahr 2021 wieder im langfristigen Durchschnitt.

Der operative Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2022 rund 7.000 TEUR (Vorjahr: 9.000 TEUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen rund 2.900 TEUR (Vorjahr: 1.800 TEUR). Der Konzern konnte damit sämtlichen Liquiditätsbedarf in Eigenleistung decken.

2.5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Ein glaubwürdiger und verantwortungsvoller Umweltschutz ist für unsere Gesellschaft eine wesentliche Voraussetzung für den kontinuierlichen Unternehmenserfolg. Der Umweltschutz ist daher auch integraler Bestandteil der Unternehmensgrundsätze. Mit der Auditierung nach EMAS und der damit enthaltenen DIN EN ISO 14001 dokumentiert das Unternehmen seine umfassenden Umweltschutzleistungen und setzt sich weitere Ziele in diesem Bereich.

Ein besonderes Augenmerk legen wir in der Schuler Holding GmbH auf eine verantwortungsvolle Personalpolitik, da die Mitarbeiter der Grundstein für eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung sind.

3. Prognosebericht

Zum Jahresende 2023 zeigte sich ein Rückgang der Stahlschrottmengen um 6.5% im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Industriekunden weniger Aufträge verbuchen und weniger Material verarbeiten können. Konjunkturell zeigte die Ampel für die meisten Abnehmermärkte rotes Licht, insbesondere für die Bauwirtschaft. Vereinzelte positive Impulse kamen lediglich aus dem Transportsektor.

Die schwache weltweite Baunachfrage belastet die Betonstahlindustrie und die damit verbundenen Stahlwerke unverändert. Experten erwarten, dass der europäische Bausektor noch bis mindestens 2. Quartal 2024 mit dieser Krise - verursacht durch die hohen Energiepreise und Zinssätze - zu kämpfen haben wird. Das wirkt sich vor allen Dingen auf die Nachfrage der Stahlwerke nach Stahlschrott aus. Viele Stahlwerke haben bereits im Mai 2023 ihre Produktion nach unten gefahren. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 60 bis 65 Prozent.

Das spiegelt sich auch im zweiten Halbjahr 2023 in den stark zurückgehenden Stahlschrottpreisen wider. Mit einer Erholung wird erst im Jahresverlauf 2024 gerechnet. Durch die sich abschwächende Konjunktur fällt auch weniger Stahlschrott an. Getrieben durch die gestiegene Nachfrage nach Stahlschrott aus Übersee, insbesondere in der Türkei und Indien, verknappt sich das Angebot deutlich. Die Stahlschrottpreise dürften dadurch einen entsprechenden Aufschwung erfahren.

An den Rohstoffmärkten herrscht insgesamt anhaltender Pessimismus. Sämtliche an der Börse notierten Industriemetalle hatten im 2. und 3. Quartal 2023 aufgrund von Konjunktursorgen Kursverluste verzeichnet.

Zum Ende des vierten Quartals notierten alle Industriemetalle außer Nickel deutlich solider. Durch wirtschaftlich bessere Zahlen in China stieg der Bedarf an Aluminiumschrotten zuletzt deutlich. Die Preise für Sekundärschrotte zogen zum Jahresende deutlich an und werden auch im ersten Quartal 2024 nicht fallen. Auch für Kupfer stehen die Chancen nicht schlecht. Im Zuge der Elektromobilität müssen die Netze ausgebaut werden, was einen höheren Kupferverbrauch voraussetzt. Die Edelstahlindustrie hat in der Vergangenheit weniger Reinnickel eingesetzt, da genug Edelstahlschrotte zur Verfügung standen und im Zuge des "Green Steel"-Gedankens der Einsatz von Edelstahlschrott bevorzugt wird. Da sich die Nachfrage nach Elektroautos abgeschwächt hat, war auch die Nachfrage für Nickel rückläufig, was vorwiegend für Batterien benötigt wird. Da die Entwicklung von großen, leistungsfähigen Batteriespeichern jedoch voranschreitet, wird auch hier mit einem höheren Verbrauch an Nickel gerechnet.

Von der derzeitigen Prognoseunsicherheit infolge des Ukrainekrieges sind auch die Konzerngesellschaften recon-elias GmbH und Neidhardt Rohstoff GmbH betroffen. Beide Beteiligungen haben einen hohen Stellenwert in der Geschäftsstrategie des Schuler-Konzerns.

Dies wird sich auch auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auswirken. Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 gehen wir von einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht unterhalb des Vorjahres und deutlich unterhalb des Vorvorjahres aus (Vorjahr 2022: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: rund 5.726 TEUR; Vorvorjahr 2021: 8.419 TEUR).

In gleicher Weise prognostizieren wir die Entwicklung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Um dieses Ziel zu erreichen, bestehen unterjährig Handlungsmöglichkeiten durch ein gegebenenfalls angepasstes Investitions- und Kostenmanagement.

Wir gehen davon aus, dass der Rohertrag in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfallen wird, da sich die Margen verschlechtert haben und wir Mengeneinbußen von rund 6,5% zu verzeichnen haben.

4. Chancen und Risiken

4.1. Chancenbericht

Durch die hohen Qualitätsanforderungen der Stahlwerke und Gießereien einerseits und die Vielzahl der eingesetzten Legierungen andererseits sind vielseitige Fachkenntnisse erforderlich, die nur mit viel Engagement und Erfahrung erreicht und gehalten werden können. Im Personalbereich wird in die Fortbildung investiert, um den derzeitig gestiegenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Als Spezialanbieter bieten sich dem Unternehmen dadurch Chancen, schnell und flexibel auf die Kundenwünsche einzugehen.

Die Konzerngesellschaften investieren weiterhin in verschiedene Softwarelösungen, um das Ziel des papierlosen Büros beschleunigt zu erreichen. Auf Konzernebene ergeben sich Synergieeffekte durch standardisierte Prozesse, während die Anliegen unserer Kunden zügiger bearbeitet werden können. Die effizienteren Prozesse in einem zunehmend digitalisierten Unternehmen erhöht außerdem die Zufriedenheit unserer Belegschaft.

Durch die Einführung eines noch effizienteren Controllings, kann nun schneller auf Marktpreisentwicklungen reagiert werden. Hierfür wurde die Kostenrechnung komplett überarbeitet und es werden jetzt verschiedene Projekte im Bereich der Datenanalyse durchgeführt, um eine noch bessere Kalkulationsgrundlage zu erreichen.

Durch die Neuorganisation der Konzerngesellschaften recon-elias GmbH sowie Neidhardt Rohstoff GmbH bestehen noch erheblich positive Chancen durch einen erweiterten Materialmix, vor allem im Kunststoffbereich, neue Kunden zu gewinnen und somit zusätzlich positive Deckungsbeiträge zu generieren. Auch wird der bei Schuler Rohstoff GmbH aktiv in die Optimierung der innbetrieblichen Prozesse investiert um noch prozessorientierter zu werden und Risiken schneller abfedern zu können.

4.2. Risikenbericht

Es bestehen derzeit vor allem auf der Absatzseite schwierige Rahmen- und Marktbedingungen aufgrund des Ukraine-Konflikts. Hierdurch herrscht nach wie vor eine sehr hohe Prognoseunsicherheit.

Die Zahl der in Frage kommenden Abnehmer (Stahlwerke und Gießereien) hat sich weiter reduziert.

Dadurch ist unser Ausfallrisiko gestiegen, zumal die im Jahr 2022 abgeschlossenen Kreditversicherungen ihre Deckungszusagen für einzelne Stahlwerke und Gießereien reduziert haben. Somit konnten bei einem Insolvenzfall im Berichtsjahr nur rund 50% der Forderungen realisiert werden.

Durch ein effizientes Mahnwesen und Forderungsmanagement wird Forderungsausfällen, so weit wie möglich, entgegengewirkt. Auch systemseitig wurde nochmals investiert und ein Frühwarnsystem eingeführt. Den Preisänderungsrisiken wird durch einen schnellen Warenumschlag und eine flexible, vorausschauende Lagerhaltung begegnet.

Auf der Beschaffungsseite wird weiterhin darauf geachtet, dass ein komplettes Abfallmanagement mit individuellen, intelligenten Lösungen angeboten wird. Dadurch wird eine Dienstleistung angeboten, die sich vom Wettbewerb abhebt und zu hoher Kundenzufriedenheit und -bindung führt.

4.3. Gesamtaussage

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine führten zu erheblichen Prognoseunsicherheiten hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung. Dennoch sehen wir die Unternehmen des Schuler-Konzerns gut aufgestellt, um sich den verändernden Marktgegebenheiten schnell anpassen zu können.

Um die Produktivität zu steigern, wurde erneut in die Infrastruktur der Neidhardt Rohstoff GmbH investiert, Anlagen modernisiert und das allgemeine Erscheinungsbild verbessert.

Für die recon-elias GmbH wird es auch im Folgejahr nicht einfacher werden. Durch den Umzug in eine größere Industriehalle versprechen wir uns eine effizientere und kostengünstigere Montage. Zunehmender Wettbewerbsdruck sorgt für immer niedrigere Margen. Hier gilt es die Kalkulationen komplett zu überarbeiten und die Synergieeffekte innerhalb des Konzerns auszuschöpfen.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Schuler Holding GmbH bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und Darlehen bei Kreditinstituten sowie derivative Finanzinstrumente.

Dem Ausfallrisiko von Forderungen wird mit Kreditversicherungen sowie einem effizient eingerichteten Mahnwesen und Forderungsmanagement so weit wie möglich entgegengewirkt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bezahlt. Skontofristen werden ausgenutzt.

Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten wurden vollständig zurückgeführt und können jederzeit zu marktüblichen Zinsen mittel- bis langfristig aufgenommen werden.

Guthaben bei Kreditinstituten sind kurz- bis mittelfristig bei marktüblicher Verzinsung angelegt.

 

Deißlingen, 12.01.2024

Bettina Schuler-Kargoll, Geschäftsführerin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

der Schuler Holding GmbH

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.330,00 52.628,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 829.916,00 596.310,00
910.246,00 648.938,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.165.453,16 16.978.301,16
2. technische Anlagen und Maschinen 938.495,83 1.193.685,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.364.540,70 7.551.562,00
4. geleistete Anzahlungen ./. erhaltene Anzahlungen 836.436,46 2.700,00
25.304.926,15 25.726.248,99
26.215.172,15 26.375.186,99
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 250,00 0,00
250,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.342.150,64 8.657.856,01
2. unfertige Leistungen / unfertige Erzeugnisse 465.896,61 72.209,40
3. fertige Leistungen / fertige Erzeugnisse 613.844,60 283.338,20
4. geleistete Anzahlungen ./. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
10.421.891,85 9.013.403,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen u.Leistungen 13.397.678,59 15.385.244,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 930.970,34 1.286.214,63
14.328.648,93 16.671.458,98
III. Wertpapiere 7.655.033,19 5.649.152,38
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.743.520,94 10.015.817,50
40.149.094,91 41.349.832,47
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.466,80 0,00
BILANZSUMME 66.367.983,86 67.725.019,46

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 3.678.089,02 3.678.089,02
III. Gewinnrücklagen 46.961.572,00 43.411.572,00
IV. Bilanzgewinn 3.396.895,36 4.939.723,67
56.036.556,38 54.029.384,69
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen f. Pensionen u. ähnl. Verpflichtungen 529.802,00 568.555,00
2. Steuerrückstellungen 405.996,00 1.298.335,35
3. Sonstige Rückstellungen 1.430.610,97 1.894.706,81
2.366.408,97 3.761.597,16
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.736,40 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 6.719.425,75 8.272.059,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 736.141,28 1.048.607,73
5. Sonstige Verbindlichkeiten 491.715,08 613.370,18
7.965.018,51 9.934.037,61
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0,00
BILANZSUMME 66.367.983,86 67.725.019,46

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2022

der Schuler Holding GmbH

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 136.573.673,99 135.015.644,79
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Leistungen 480.343,83 (129.905,50)
2. Gesamtleistung 137.054.017,82 134.885.739,29
3. Sonstige betriebliche Erträge 770.303,03 1.086.201,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren 107.514.166,39 105.171.217,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.905.966,28 4.238.141,82
111.420.132,67 109.409.359,20
5. Personalaufwand
a) Löhne u. Gehälter 8.215.373,48 8.208.237,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.767.423,49 1.689.789,97
9.982.796,97 9.898.027,88
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.977.496,20 3.125.831,29
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.215.121,12 5.183.117,74
8. Erträge aus Beteiligungen 7.488,90 4,61
9. Sonstige Zinsen u. ähnliche Erträge 65.922,07 85.578,78
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 560.610,01 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.220,63 22.469,37
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.689.283,01 2.133.885,96
13. Ergebnis nach Steuern 4.037.071,21 6.284.832,54
14. Sonstige Steuern 29.899,52 29.290,46
15. Jahresüberschuss 4.007.171,69 6.255.542,08

Konzernanhang 2022

Schuler Holding GmbH

Deisslingen

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Schuler Holding GmbH hat ihren Sitz in Deißlingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 470550 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Schuler Holding GmbH, Deißlingen, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches pflichtgemäß aufgestellt. Die Schuler Holding GmbH hat als Mutterunternehmen einen Einzelabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Die Konzern- Gewinn- und -Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Geschäftsjahr für den Konzern sowie für die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

3. Angaben zur Konsolidierung

3.1. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis besteht neben der Muttergesellschaft Schuler Holding GmbH, Deißlingen aus folgenden Unternehmen:

Firma Sitz Anteil am Kapital
Neidhardt Rohstoff GmbH Memmingen 100%
recon-elias GmbH Fischbach 100%
Schuler Rohstoff GmbH Deißlingen 100%

3.2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei Erwerbsvorgängen, welche vor dem 01.01.2010 durchgeführt wurden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. unter Bezugnahme auf Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) (Vollkonsolidierung). Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge, welche nach dem 31.12.2009 durchgeführt wurden, erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB n.F. Die Verrechnung mit dem Eigenkapital erfolgte auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile der Tochterunternehmen.

Aus der Kapitalkonsolidierung der recon-elias GmbH, Fischbach, ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag. Der Ausweis erfolgt als Geschäfts- oder Firmenwert.

Der als Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag betrifft den passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Schuler Rohstoff GmbH, Deißlingen. Da dieser auf Basis einer zulässigen Buchwerteinbringung entstanden ist, erfolgt der Ausweis als Kapitalrücklage.

Aus der Kapitalkonsolidierung der Neidhardt Rohstoff GmbH, Memmingen, ergab sich kein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Die Gesellschaft wurde zum 26.09.2017 gegründet.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Eine Zwischengewinneliminierung gemäß § 304 Abs. 2 HGB war nicht vorzunehmen, weil keine Zwischengewinne entstanden sind.

4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss einbezogen und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Schuler Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gem. § 246 I HGB i.V.m. § 253 I 1 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt und gem. § 253 III 1, 2 HGB auf seine voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist damit begründet, dass der Firmenwert in Form von übernommenen langfristigen Kundenverbindungen besteht (§ 285 Nr. 13 HGB).

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2022 wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände grundsätzlich linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet, welche durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt wurden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 | HGB).

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Die Höhe der Pensionsrückstellung wurde durch ein Gutachten eines Versicherungsmathematikers unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit einer Festlaufzeit von 4 Jahren (mittlere Duration aller Versorgungsverpflichtungen) ermittelten Wert (zehn- bzw. siebenjähriger Durchschnitt) von 0,86 % (Vorjahr 0,85%) angesetzt.

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Fluktuationsrate von 0%

Eine Einbeziehung von Lohn- und Gehaltssteigerungen wurde unter Berücksichtigung der vertraglichen Grundlagen nicht vorgenommen. Bei den Pensionszusagen handelt es sich um eine Verpflichtung gegenüber Rentenempfängern.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Vermögensgegenständen und Schulden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a II HGB.

5. Angaben zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang beigefügte Konzernanlagespiegel.

Bei der Erstkonsolidierung der recon-elias GmbH ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert war bereits zum 31. Dezember 2007 vollständig abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Laufzeit von unter einem Jahr (Vorjahr rund 400 TEUR).

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt für 2022 3,60 TEUR (Vorjahr 7,79 TEUR).

Zum 31. Dezember 2022 errechneten sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz bei der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen den sonstigen Rückstellungen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 49 TEUR. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 27,7% zugrunde. Aufgrund des Wahlrechtes, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichten zu können, wurde analog zum Vorjahr ein Bilanzposten nicht angesetzt.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Im Berichtsjahr hat sich der Konzernbilanzgewinn wie folgt entwickelt:

2022 2021
EUR EUR
Konzern-Jahresüberschuss 4.007.171,69 6.255.542,08
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.939.723,67 634.181,59
Einstellung in Gewinnrücklagen -3.550.000,00 -450.000,00
Ausschüttung -2.000.000,00 -1.500.000,00
Konzernbilanzgewinn 3.396.895,36 4.939.723,67

Wie im Vorjahr sind keine Verpflichtungen für latente Steuern entsprechend § 249 Abs. 1 Nr. 1 HGB enthalten. Konsolidierungsbedingte latente Steuern liegen nicht vor.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.095 TEUR (Vorjahr 1.351 TEUR), Rückstellungen für Entsorgungskosten in Höhe von 88 TEUR (Vorjahr 211 TEUR) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von 68 TEUR (Vorjahr 65 TEUR).

Wie im Vorjahr bestehen keine Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten

Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr 205 TEUR) und in Form von Verpflichtungen als Mitleasingnehmer in Höhe von 175 TEUR (Vorjahr 46 TEUR).

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 901 TEUR (Vorjahr: 561 TEUR). Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgen keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt ein Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge.

GJ 2022 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
2. erhaltene Anzahlungen 18 18
3. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 6.719 6.719
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesllschaftern 736 736
5. sonstige Verbindlichkeiten 492 492
- davon aus Steuern 94 94
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 10
SUMME 7.965 0 0 7.965
GJ 2021 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten 0 0
2. erhaltene Anzahlungen 0 0
3. Verbindlichkeiten 8.272 8.272
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesllschaftern 1.049 1.049
5. sonstige Verbindlichkeiten 613 613
- davon aus Steuern 146 146
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15 15
SUMME 9.934 0 0 9.934

6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wird verzichtet, da sich die Tätigkeitsbereiche der Konzernunternehmen nicht erheblich unterscheiden.

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2022 2021
TEUR TEUR
Bundesrepublik Deutschland 92.105 83.639
Europäische Union 39.386 42.499
Drittland 5.082 8.877
Erlöse gesamt 136.574 135.016

In der Position Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 165) enthalten.

In der Position sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 40 TEUR) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) enthalten.

In den Zinsaufwendungen ist ein Zinsanteil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) enthalten.

Die Recon GmbH erwarb zum 30.06.2022 die Vermögensgegenstände und Schulden einer Drittgesellschaft in Form eines Asset-Deals. Vor diesem Hintergrund stimmt die in der GuV ausgewiesene Bestandsveränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht mit dem rechnerischen Wert aus den Bilanzwerten überein.

7. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter im Konzern während des Geschäftsjahres betrug 160. Hiervon sind 106 gewerbliche Arbeitnehmer und 54 kaufmännische Angestellte.

Frau Bettina Schuler-Kargoll, Deißlingen, war während des gesamten Geschäftsjahres zur Geschäftsführerin des Mutterunternehmens bestellt. Eine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung erfolgt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nicht.

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, für Abschlussprüfungsleistungen für Konzern- sowie Einzelabschlüsse beträgt 45 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR).

Honorare für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen sind für das Geschäftsjahr nicht angefallen.

Das in den Konzernabschluss der Schuler Holding GmbH, Deißlingen, einbezogene Tochterunternehmen, die Schuler Rohstoff GmbH, Deißlingen, ist von den handelsrechtlichen Vorschriften zur Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 gemäß §§ 264 Abs. 3 HGB, 325 HGB befreit.

Die Offenlegung der Mitteilung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 4b i.V.m. § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger ist erfolgt.

Die Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens hat für das Geschäftsjahr 2022 die Gewinnverwendung in Form einer Gewinnausschüttung in Höhe von 1.750 TEUR, die Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 2.000 TEUR sowie dem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 21 TEUR beschlossen.

 

Deißlingen, 12.01.2024

Bettina Schuler-Kargoll, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.Dezember 2022

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl. Schutzrechte und ähnl.Rechte 287.608,37 60.793,25 0,00
2. Geschäfts- u.Firmenwert 1.249.319,52 325.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.536.927,89 385.793,25 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremd. Grund 28.829.307,20 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.682.761,80 174.962,80 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 23.797.656,84 1.469.761,16 617.234,04
4. Anzahlungen 206.107,31 836.436,46 0,00
Summe Sachanlagen 59.515.833,15 2.481.160,42 617.234,04
III Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 0,00 250,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250,00 0,00
Summe Anlagevermögen 61.052.761,04 2.867.203,67 617.234,04
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2022
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl. Schutzrechte und ähnl.Rechte 0,00 0,00 348.401,62
2. Geschäfts- u.Firmenwert 0,00 0,00 1.574.319,52
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 1.922.721,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremd. Grund 0,00 0,00 28.829.307,20
2. Technische Anlagen und Maschinen -138.680,00 0,00 6.719.044,60
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 141.380,00 0,00 24.791.563,96
4. Anzahlungen -2.700,00 0,00 1.039.843,77
Summe Sachanlagen 0,00 0,00 61.379.759,53
III Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 0,00 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 250,00
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 63.302.730,67
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Änderungen
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl. Schutzrechte und ähnl.Rechte 234.980,37 33.091,25 0,00
2. Geschäfts- u.Firmenwert 653.009,52 91.394,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 887.989,89 124.485,25 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremd. Grund 11.851.006,04 812.848,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.489.075,97 291.472,80 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 16.246.094,84 1.748.690,15 0,00
4. Anzahlungen 203.407,31 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 33.789.584,16 2.853.010,95 0,00
III Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 34.677.574,05 2.977.496,20 0,00
Abschreibungen
Abgänge Stand 31.12.2022 des Geschäftsjahres
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl. Schutzrechte und ähnl.Rechte 0,00 268.071,62 33.091,25
2. Geschäfts- u.Firmenwert 0,00 744.403,52 91.394,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.012.475,14 124.485,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremd. Grund 0,00 12.663.854,04 812.848,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.780.548,77 291.472,80
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 567.761,73 17.427.023,26 1.748.690,15
4. Anzahlungen 0,00 203.407,31 0,00
Summe Sachanlagen 567.761,73 36.074.833,38 2.853.010,95
III Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 567.761,73 37.087.308,52 2.977.496,20
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl. Schutzrechte und ähnl.Rechte 80.330,00 52.628,00
2. Geschäfts- u.Firmenwert 829.916,00 596.310,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 910.246,00 648.938,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremd. Grund 16.165.453,16 16.978.301,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 938.495,83 1.193.685,83
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 7.364.540,70 7.551.562,00
4. Anzahlungen 836.436,46 2.700,00
Summe Sachanlagen 25.304.926,15 25.726.248,99
III Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteil 250,00 0,00
Summe Finanzanlagen 250,00 0,00
Summe Anlagevermögen 26.215.422,15 26.375.186,99

Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Periodenergebnis 4.007 6.255
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.977 2.922
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -403 812
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -3 0
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -65 -23
Aufwendungen (+) / Erträge (-) aus außerordentlichen Posten 46
Zinsaufwendungen (+)/ Zinserträge (-) -51 -63
Sonstige Beteiligungserträge -7 0
Ertragsteueraufwand (+)/ Ertragsteuerertrag (-) 1.689 2.133
Ertragsteuerzahlungen (-) -3.085 -860
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -701 -5.242
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.884 3.011
Mittelzufluss / -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.474 8.991
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (+) 114 75
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -2.867 -1.771
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
Erhaltene Zinsen/Dividenden (+) 74 86
Mittelzufluss / -abfluss aus der Investitionstätigkeit -2.679 -1.610
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner -1.052 -1.566
Gezahlte Zinsen -15 -22
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finaz-) Krediten 0 0
Auszahlungen (-) für die Tilgung von (Finanz-) Krediten 0 0
Mittelzufluss / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -1.067 -1.588
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.272 5.793
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 10.016 4.223
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.744 10.016
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 31.12.2022 31.12.2021
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.744 10.016
Kontokorrentverpflichtungen bei Kreditinstituten 0
Summe Finanzmittelfonds 7.744 10.016

Eigenkapitalveränderungsrechnung

GJ 2022 gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage erwirtschaftetes Eigenkapital kumuliertes übriges Konzernergebnis, andere neutrale Transaktionen Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2020 2.000 3.678 633 42.962 49.273
Ausschüttung 0 0 -1.500 0 -1.500
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0 -450 450 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 6.256 0 6.256
Stand 31.12.2021 2.000 3.678 4.939 43.412 54.029
Ausschüttung 0 0 -2.000 0 -2.000
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0 -3.550 3.550 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 4.007 0 4.007
Stand 31.12.2022 2.000 3.678 3.397 46.962 56.037

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schuler Holding GmbH, Deisslingen,

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schuler Holding GmbH, Deisslingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schuler Holding GmbH, Deisslingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernbuchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, den 12. Januar 2024

LFK WPG mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Bußhardt, Wirtschaftsprüfer

Daniel Karl, Wirtschaftsprüfer

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