Osthues Gebäudetechnik GmbH
Selbe AdresseGas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bart Hermanus Lucas Kuipers seit 12.3.2013 | Geschäftsführer |
Tom Johannes Hendrikus Kuipers seit 12.3.2013 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Emsflower GmbHEmsbürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Emsflower GmbH betreibt in einer der größten Gewächshausanlagen Europas die Aufzucht und den Vertrieb von lebenden Zierblumen (Beet- und Balkonpflanzen). Unsere Kunden sind in erster Linie große deutsche und europäische Einzelhandelsketten, Discounter und andere Handelsunternehmen, für die wir auf Vertragsbasis Zierblumen aufziehen. Neben dem Unternehmenssitz in Emsbüren werden keine weiteren Standorte betrieben. Die Tochtergesellschaft Emsflower BioPower GmbH betreibt am Standort Emsbüren ein Blockheizkraftwerk auf Basis regenerativer Energien. Mit der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Emsflower GmbH ist eingebunden in die Unternehmensgruppe des Gärtnerei-Familienunternehmens Kuipers, De Lutte, Niederlande. Soweit verkaufte Zierblumen nicht unmittelbar selbst aufgezogen werden, werden sie im Wesentlichen von anderen Unternehmen der Unternehmensgruppe Kuipers bezogen. Unser Geschäft ist mit einem saisonbedingt temporär deutlich erhöhten Arbeitsanfall verbunden. Der Bedarf an Saison-Arbeitskräften wird im Wesentlichen über eine Schwestergesellschaft gedeckt, die dazu Saisonarbeiter aus verschiedenen Ländern (Ost-) Europas beschäftigt und nach einem leistungsbasierten System für die Emsflower GmbH tätig ist. Die Gewächshausanlage ist von einer anderen Schwestergesellschaft gepachtet. Forschung und Entwicklung im Sinne des § 255 HGB betreibt die Gesellschaft nicht in nennenswertem Umfang. Selbstredend betreibt die Gesellschaft ein Continuous Improvement ihrer Produkte und Produktionsabläufe. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2023 geprägt vom Ukrainekrieg und von insgesamt nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Die Corona Pandemie hatte dagegen in 2023 nahezu keinerlei Auswirkungen mehr auf die Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Erholung der Wirtschaft in Deutschland setzte sich somit nach dem tiefen Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 nur um 0,7 % höher. Insgesamt verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in 2023 in den einzelnen Branchen laut Statistischem Bundesamt unterschiedlich. So ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) deutlich um 2,0 % zurück, welches hauptsächlich auf die viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung zurückzuführen ist. Die weiterhin ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen, sowie die weiterhin hohen Baukosten und der Fachkräftemangel machten sich weiterhin auch im Baugewerbe und hier im Speziellen im Hochbau bemerkbar. Da jedoch die Produktion im Tiefbau und Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte, erreichte das Baugewerbe preisbereinigt in 2023 insgesamt ein kleines Plus (+0,2 %). Zudem konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre Aktivitäten erneut weiter ausbauen - auch wenn der Anstieg im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren geringer ausfiel. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Bereich Information und Kommunikation, der mit 2,6 % weiter deutlich zulegte. Auch die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten zulegen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des zusammengefassten Wirtschaftsbereichs Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging dagegen um 1,0 % zurück, welches vor allem auf den Groß- und Einzelhandel zurückzuführen ist. Auf der Nachfrageseite nahm der private Konsum im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Grund hierfür dürften vor allem die hohen Verbraucherpreise sein. Vor allem Bereiche, bei denen die Preise bereits im Vorjahr deutlich erhöht waren und im Jahr 2023 sogar noch anstiegen (wie z.B. langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte), waren von Rückgängen betroffen. Zudem reduzierte auch der Staat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %), welches vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen und Ausgleichzahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern lag. Vor allem hierdurch wurde in den Vorjahren die Wirtschaftsleistung entsprechend gestützt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich auch im Jahr 2023 weiterhin robust. So wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Durch Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und der steigenden Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung konnten die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels ausgeglichen werden. Die robuste Arbeitsmarktlage bedeutet andererseits eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Bedingt durch Zinserhöhungen der EZB stiegen die Kreditzinsen im Laufe des Jahres 2023 weiter deutlich an und erreichten die höchsten Stände der jüngeren Vergangenheit. In der EU entwickelte sich die Konjunktur dagegen sehr unterschiedlich. Während Montenegro (6 %) und Malta (5,6 %) das höchste Wirtschaftswachstum erzielten, gab es - wie in Deutschland auch - einige Länder, dessen BIP im Vergleich zum Vorjahr entsprechend gesunken war. Insgesamt ist das BIP im Euroraum als auch in der EU um rund 0,4 % gestiegen. Für die Branche der Gärtnereibetriebe sowie des Gartenbaus und im Wesentlichen auch für den entsprechenden Fachhandel hat sich das Jahr 2023 etwas positiver als erwartet entwickelt. So ist der Jahresstatistik des Verbands BGL (GaLa) zu entnehmen, dass der Umsatz im Bereich Gärtnerei bzw. Gartenbau von 10,04 Mrd. Euro im Jahr 2022 auf 10,34 Mrd. Euro im Jahre 2023 anstieg, also ein Wachstum von 2,98 % verzeichnen konnte. Parallel zu dieser Entwicklung stieg die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer auch noch einmal leicht von 130.001 im Jahr 2022 auf 130.722 in 2023. Allerdings waren auch 2023 erneut deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen und auch die Energiesituation im Gartenbau bleibt angespannt, da die Energiepreise sich immer noch auf hohem Niveau bewegen. Weiterhin kämpften die Produktionsbetriebe neben den hoch bleibenden Betriebsmittelkosten weiter gegen den Fachkräftemangel und gestiegene Mindestlöhne. So wurden die Umsätze am Gesamtmarkt für Blumen und Zierpflanzen im Jahr 2023 mit deutlich geringeren Stückzahlen erzielt. Zudem führte die Inflation zu sinkenden Verbraucherausgaben, die Verunsicherung der Endkunden hielt an und die Sparneigung der Deutschen stieg, was das Konsumklima ebenfalls belastete. Als Folge verzeichneten nahezu alle Marktsegmente Rückgänge gegenüber dem Vorjahr 2022. Das mit Abstand wichtigste Segment innerhalb der Gartenpflanzen bleiben Beet- und Balkonpflanzen, wobei rechnerisch jeder Einwohner Deutschland allerdings nur noch etwas mehr als 20 Euro dafür ausgab. Neben den beschriebenen Entwicklungen blieben die Marktpreise für Pflanzenerzeuger auch im Jahr 2023 unverändert von einem kompetitiven Umfeld geprägt. Die Kundenansprüche an die Qualität und Liefertreue der Erzeuger haben sich auf dem bereits erreichten hohen Niveau fortgesetzt. Konsumenten legen unverändert besonderen Wert auf hochwertige Erzeugnisse. Mit ihrer Ausrichtung als Qualitätsanbieter strebt die Emsflower GmbH an, sich so weit wie möglich nicht an Aspekten des reinen Preiswettbewerbs zu beteiligen und legt Wert auf Aspekte der Qualitätssicherung von der Erzeugung bis hin zur Auslieferung der Produkte an die Verbraucher. Kriterien des umweltschonenden Anbaus und die Strategie der Regionalität werden dabei ebenso mit Leben gefüllt wie ein konsequentes Bekenntnis zu Frische und Qualität der Produkte. 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Geschäftsverlauf Insgesamt kann der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 als akzeptabel gewertet werden. Wie bereits im Vorjahr wies auch im Jahr 2023 das Konsumverhalten der Endverbraucher anders als während der Pandemie keine nennenswerten Besonderheiten mehr auf, die der Branche positiv zugutekamen. So hatte sich der Abverkauf der Pflanzen bereits seit 2022 im Gegensatz zu den Jahren während der Pandemie wieder normalisiert. Es konnten somit im Gegensatz zu den Corona-Jahren auch im Jahr 2023 keine höheren Preise als dies normalerweise der Fall ist, erzielt werden. Dennoch erreichten die Umsatzerlöse im Jahr 2023 den neuen Höchststand von TEUR 44.689 (Vorjahr: TEUR 43.992) und stiegen damit leicht um 1,58 %. Das Wachstum geht dabei auf Erlöse aus der Veräußerung von Strom aus dem Betrieb des am Ende des Vorjahres in Betrieb genommenen zweiten BHKW zurück. Ohne diese Entwicklung wäre der Umsatz trotz Preiserhöhungen etwas geringer als im Vorjahr ausgefallen. Die Menge der verkauften Zierpflanzen war rückläufig, wobei deutlich weniger Blumen von anderen Unternehmen der Kuipers-Gruppe bezogen wurden. Im Vergleich zur Prognose für das Geschäftsjahr 2023 liegen die erzielten Umsatzerlöse im Rahmen der Erwartungen. Mit Blick auf die Kostenentwicklung ist zunächst eine von 52 auf 50 % reduzierte Materialeinsatzquote festzustellen. Allerdings ist die Quote mit dem Vorjahr nur begrenzt vergleichbar, weil die Erlöse Erlöse aus Stromveräußerung enthalten und die Materialaufwendungen Kosten für Heizmaterial beinhalten und der Umfang der Handelswaren deutlich reduziert ist. Die hohen Bezugspreise im externen Energieeinkauf konnte Emsflower durch die Eigenversorgung wesentlich kompensieren. Auch wenn das neue Biopower-Kraftwerk seit 2023 vollumfänglich genutzt werden konnte und die Emsflower GmbH somit den eigenen ökologischen Ansprüchen noch mehr gerecht werden konnte, konnten hier die erhofften wirtschaftlichen Effekte aufgrund auch hier hoher Bezugspreise für Heizmaterial gleichwohl noch nicht vollständig erzielt werden. So ist für 2023 festzuhalten, dass die mit dem neuen Heizkraftwerk erzeugte Energie noch verhältnismäßig teuer ist, welches zum einen auf die Anlaufkosten und zum anderen auf die hohen Heizmaterialkosten zurückzuführen ist. Insgesamt fallen das Jahresergebnis (TEUR 1.137, Vorjahr TEUR 1.274)) und die Umsatzrendite etwas geringer als in der Prognose für das Geschäftsjahr erwartet aus und bewegen sich nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahres. Auch im Jahr 2023 zeigten die Marktpreise erneut steigende Tendenz. Den hohen Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Produktqualität trägt die Emsflower GmbH Rechnung. Eine flexible Anpassung der Produktpalette auf hohem Qualitätsniveau gehört zur Firmenphilosophie und wird konsequent verfolgt. Darüber hinaus werden Umweltaspekte bei der Produktion berücksichtigt und Gesichtspunkte der Regionalität werden in Ansatz gebracht. Die Emsflower GmbH verfolgt seit mehreren Jahren konsequent Aspekte der Automatisierung im Produktionsbereich und hat dies auch im Jahr 2023 fortgeführt. So soll eine nachhaltige Produktivitätssteigerung erreicht und zur Kostenoptimierung beigetragen werden. Für diese Belange wurde bereits im Jahr 2020 ein Innovationscenter gegründet, dessen Erkenntnisse unmittelbar in das Betriebsgeschehen einfließen. Verstärkt werden durch das Expertenteam auch Gesichtspunkte der Digitalisierung realisiert. Der Personalbestand zum Jahresende ist mit 87 Mitarbeiter/-innen erneut und im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Die Verpflichtung von Saisonkräften erfolgt weiterhin über die eingangs erwähnte Schwestergesellschaft, die auch die Arbeitsverträge mit diesem Personenkreis abschließt. Die Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft hat sich bewährt, denn trotz eines anhaltenden Arbeitskräftemangels kann die Emsflower GmbH den Bedarf in vollem Umfang abdecken. Bewährt hat sich im Geschäftsjahr 2023 auch wieder das im Jahr 2020 bereits eröffnete Saisonarbeiter-Hotel, das unseren Saisonkräften ansprechende Unterkünfte unmittelbar auf dem Firmengelände bietet. Ertragslage: Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) 2023 lag mit TEUR 45.733 um rund 4,25 % über dem Vorjahreswert von TEUR 43.869. Die Ertragslage hat sich hiervon ausgehend im Übrigen wie folgt entwickelt.
Im Geschäftsjahr 2023 ist für die Gesellschaft ein Gewinn (Jahresüberschuss) in Höhe von TEUR 1.137 zu verzeichnen (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 1.274). Ursächlich für die Reduktion des Jahresüberschusses sind letztlich vor allem Belastungen aus der Übernahme von Verlusten (Ergebnisabführungsvertrag) der Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR -664. Auf Basis eines gestiegenen Rohertrags wird vor diesen Belastungen ein von TEUR 1.836 auf TEUR 2.650 gesteigertes Betriebsergebnis erzielt. Bedingt im erhöhten Mitarbeiterbestand und Lohnsteigerungen steigen die Personalaufwendungen auf TEUR 3.593 (Vorjahr TEUR 3.291). Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Kostenanstieg um TEUR 1.253 auf TEUR 16.871. Ursache hierfür sind insbesondere die gestiegenen Aufwendungen für Mieten, laufende Unterhaltungen und die Entsorgung von Ascheresten, die größtenteils auf den Betrieb des neuen Biopower-Kraftwerks zurückzuführen sind. Auf der anderen Seite konnten hierdurch wie bereits erwähnt Einsparungen im Bereich der direkt bezogenen Energiekosten erzielt werden und auch die hierdurch erfolgten CO 2-Einsparungen sind entsprechend positiv hervorzuheben. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge geht primär auf erhöhte Weiterberechnungen in der Gruppe zurück, was in Form der weiterbelasteten Kosten auch einen Teil des Anstiegs der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erklärt. Das gestiegene Zinsniveau kommt in erhöhten Zinserträgen und Zinsaufwendungen zum Ausdruck. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.933 auf TEUR 1.821 reduziert. Die Umsatzrentabilität beträgt nun 2,5 % (Vorjahr: 2,9 %). Vermögensentwicklung:
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % auf TEUR 24.305 weiter gestiegen. Auf der Aktivseite prägt ein Anstieg der Vorräte und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände die Entwicklung, wohingegen die Sachanlagen abschreibungsbedingt abgenommen haben. Der Anstieg der Vorräte geht vor allem auf den eigenen Bestand unfertiger Erzeugnisse zurück sowie auf einen Anstieg der RHB-Stoffe für das neue Biopower-Kraftwerk, während die geleisteten Anzahlungen an einen Betrieb für die Aufzucht von Keimlingen geringfügig unter dem Vorjahreswert liegen. Die Finanzanlagen steigen in moderater Größenordnung aufgrund weiterer Darlehensgewährungen an verbundene und nahestehende Unternehmen. Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände steigen die Forderungen gegen verbundene und nahestehende Unternehmen um rund TEUR 1.345, was mit dem Liquiditätsmanagement in der Kuipers-Gruppe zusammenhängt, während die Kundenforderungen um TEUR 602 im Gegensatz zum Vorjahr zurückgegangen sind. Auf der Passivseite prägt bei den Bankverbindlichkeiten die Refinanzierung des Finanzanlagevermögens durch ein langfristiges Tilgungsdarlehen, das zum Stichtag mit Mio. 2,7 Euro valutiert, das Bild der Verbindlichkeiten. Die weiteren Bankverbindlichkeiten haben ihren Hintergrund im Cashpoolvertrag der Unternehmensgruppe. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und nahestehenden Unternehmen sind ebenso wie die sonstigen Verbindlichkeiten moderat angestiegen, während die Lieferantenverbindlichkeiten aufgrund von Stichtagseffekte deutlich zurückgegangen sind. Die vollständige Thesaurierung des Jahresergebnisses des Vorjahres stärkt das Eigenkapital. Dieses beträgt nun TEUR 10.043 und die Eigenkapitalquote 41,3 % (Vorjahr: 38,1 %). Finanzlage:
Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen neben Eigenkapital über den Verband der Kuipers-Gruppe (inkl. Cashpooling) sowie über klassische Bankkredite. Die Cashpoolverbund-Führerschaft für die Gruppe liegt bei der Emsflower GmbH. Im Rahmen des Cashpoolings steht eine auskömmliche Betriebsmittellinie zur Verfügung. Die Netto-Cashposition aus liquiden Mittel und Bankverbindlichkeiten hat sich aufgrund der Tilgung des Darlehens und im Verhältnis zum Vorjahr geringeren Aufnahme von Kontokorrentverbindlichkeiten im Rahmen des Cashpoolings von TEUR -5.810 im Vorjahr auf TEUR -5.653 verbessert. Der Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit lag etwas oberhalb von Mio. 0,8 EUR und damit etwas über dem Cashflow des Vorjahres (Mio. 0,5 EUR). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit TEUR 405 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 1.520) und somit wieder in einer für das Unternehmen normalen Größenordnung; es gab somit keine ausgewöhnlich hohen Investitionen im Jahr 2023. Der Gesamt-Cashflow einschließlich der Mittelaufnahme zur Cashpoolfinanzierung fiel weiterhin wie im Vorjahr mit MEUR 0,7 negativ aus (Vorjahr negativ MEUR 2,0). Trotz des negativen Gesamtcashflows war die Zahlungsfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben und wird auch für die Zukunft als gesichert eingeschätzt. In der Gesamtbetrachtung der VFE-Lage ordnet die Geschäftsleitung die VFE-Lage zum Geschäftsjahresende 2023 als ausreichend ein. Die Vermögens- und Liquiditätslage kann als solide betrachtet werden. Im Vergleich zur Prognose für das Geschäftsjahr konnte der Umsatz wie erwartet in geringem Umfang gesteigert werden und das Jahresergebnis bleibt nur geringfügig hinter der Prognose zurück, wobei Anlaufkosten für das neue zweite BHKW und hohe Bezugspreise für dessen Heizmaterial eine Rolle spielen. 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Prognosebericht a. Chancen Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung sieht die Geschäftsführung neben einer konsequenten Fortführung des Qualitätsansatzes unter Berücksichtigung umweltschonender Produktionsverfahren unverändert zum einen in der Effizienzsteigerung durch Automatisierung der Produktionsabläufe. Hier wird ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber den Marktbegleitern gesehen. Daneben bietet die weitere und dann so gut wie vollständige Konzentration der Gruppenaktivitäten auf den Standort Emsbüren das Potential, weitere Größenvorteile zu realisieren und die Management-Strukturen zu verschlanken bzw. schlank zu halten. Ein weiterer Ausbau des Standortes Emsbüren sollen bereits im Herbst 2024 starten und bis Ende 2025 vollständig realisiert sein. Wettbewerbsvorteile verspricht außerdem ein innovatives Produktangebot sowohl hinsichtlich der angebotenen Verpackungseinheiten und -formen als auch der Blütenfarben und Farbkombinationen. Daneben konnten weiterhin Wettbewerbsvorteile aus der Eigenerzeugung von Wärme und Strom generiert werden. Schließlich kann eine Ausweitung der Umsätze im europäischen Ausland Geschäftschancen bieten. b. Risiken Die Emsflower GmbH unterliegt Risiken, die untrennbar mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind. Das Unternehmen ist bestrebt, seine Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Wesentlichen Risiken wird durch vertragliche Gestaltungen, den Abschluss von Versicherungen sowie die konsequente Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems vorgebeugt. Teil des Risikomanagements ist auch die Erstellung von Unternehmensplanungen und deren Monitoring. Umfeld- und Branchenrisiken Der Gartenbau weist spezifische Branchenrisiken auf, die naturgemäß nicht absolut beherrschbar sind. Zu nennen sind hier Witterungseinflüsse, unvorhergesehene Pflanzenerkrankungen sowie Epidemien im Zuchtbestand. Die Emsflower GmbH begegnet diesen Herausforderungen nach Möglichkeit mit baulichen und prozesstechnischen Produktionsgegebenheiten. Derzeit bestehen weiterhin von der politischen Lage ausgehende Risiken für die allgemeine Konjunktur und das Verbraucher-Konsumklima, die naturgemäß von Emsflower nicht beherrschbar sind. So haben politische Konflikte, insbesondere der Ukrainekrieg und der Gaza-Krieg, die Wirtschaft 2023 weiter geschwächt und von den wirtschaftlichen Folgen der Kriege geht weiterhin ein beunruhigendes Konjunkturrisiko aus. Unter anderem weil die Kriegsfolgen stark inflationserhöhend wirken, bestehen ungewöhnlich hohe Risiken für das Konsumklima und damit auch die Nachfrage nach Gartenbauprodukten. Personalrisiken Im Hinblick auf die Personalsituation sei zunächst darauf hingewiesen, dass Löhne bzw. Lohnsteigerungen über die Arbeitsproduktivität hinaus unternehmerisch nicht vertretbar sind. Die Automatisierung einfacher Produktionsabläufe wird deshalb konsequent betrachtet und verfolgt. Grundsätzlich ist anzumerken, dass im Unternehmen eine kooperative Zusammenarbeit auf vertikaler und horizontaler Ebene angestrebt und praktiziert wird. Die Kommunikationswege werden als effizient eingeschätzt; Eigenverantwortung des Personals sowie Anregungen zu Verbesserungsvorschlägen aus den einzelnen Abteilungen heraus werden gefördert. Gewisse Risiken sind bei der Personalentwicklung insofern gegeben, als die Einwerbung geeigneter Fachkräfte (Festanstellungen) seit einiger Zeit schwieriger auf Grund des demographischen Wandels und der guten Arbeitsmarktlage wird. Angesichts der steigenden Automatisierung der Produktionsabläufe erhöht sich für die Gesellschaft der Bedarf an Arbeitskräften auch in Bereichen wie Elektronik und Mechatronik. Um den Fachkräftebedarf auch zukünftig immer ausreichend abdecken zu können, hat die Gesellschaft sich im Jahr 2017 entschieden, als Ausbildungsbetrieb auch in den genannten Bereichen tätig zu werden. Auch im Bereich der Saisonkräftegewinnung stellen sich zunehmende Herausforderungen; auch weil zunehmend attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten für ausländische Arbeitskräfte in anderen Branchen bestehen. Andere Risiken Risiken aus Beschaffungsmärkten gehen derzeit insbesondere von steigenden Energiekosten, steigenden Kosten für Verbrauchsstoffe und steigenden (Mindest-) Löhnen aus. Die Ausbrüche des Ukraine-Krieges und des Gaza-Konfliktes haben diese Risiken erhöht bzw. hoch gehalten und die Teuerung bereits erheblich weiter verstärkt. Eine Absicherung von Einkaufspreisen z.B. durch Termingeschäfte oder andere Derivate betreibt die Emsflower GmbH nicht. Größenvorteile beim Einkauf werden durch die Mitgliedschaft in einer Einkaufsgenossenschaft erschlossen. Durch die Errichtung und Inbetriebnahme eines neuen Holzheizkraftwerks im Dezember 2022 trägt das Unternehmen Rechnung hinsichtlich einer umweltschonenden Produktionsstrategie, wie sie seitens der Politik gefordert wird, und begrenzt die Kostenrisiken aus einem allgemeinen Anstieg der Energiekosten. Gleichwohl sind derzeit - auch mit Auswirkungen auf den Betrieb des Heizkraftwerkes - eine weiterhin gewisse Ballung der Preisrisiken bzw. Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten zu verzeichnen, die die Rentabilität der Gesellschaft beeinträchtigen kann, wenn die Kostensteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Beschaffung und Faktura erfolgen quasi ausschließlich in Euro, so dass keine Wechselkursrisiken bestehen. Theoretisch ist die Gesellschaft Risiken aus der Bereitstellung von Sicherheiten und einer Mithaftung für Kredite anderer Unternehmen der Unternehmensgruppe Kuipers ausgesetzt. Das konkrete Risiko dieser Verpflichtungen wird als sehr gering eingeschätzt. Der Gefahr von Forderungsausfällen wird durch die Umsetzung eines konsequenten Mahnwesens und eine sorgfältige Kundenauswahl begegnet. Die an verbundene und nahestehende Unternehmen ausgereichten Darlehen sind selbstredend mit Wertminderungsrisiken verbunden, für die aber derzeit keine konkreten Anzeichen vorhanden sind. Die Gesellschaft tritt als Cashpoolführerin für die Unternehmensgruppe Kuipers auf. Soweit die mit dem Cashpool verbundenen Bankkreditlinien in Anspruch genommen werden müssen, unterliegt die Gesellschaft einem Zinsänderungsrisiko, für das keine Absicherung betrieben wird. Mehr und mehr in die öffentliche Kritik gerät der Einsatz von Kunststoffverpackungen, insbesondere Einweg-Verpackungen. Obwohl unsere Blumentöpfe bereits quasi ausschließlich aus recycelten Materialien hergestellt sind, sind es trotzdem überwiegend solche Einweg-Verpackungen. Eine schrittweise Umstellung auf umweltfreundlichere Einwegverpackungen und insbesondere auf Mehrwegverpackungen wurde inzwischen initiiert. Wir gehen davon aus, die hiermit verbundenen zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergeben zu können; ein gewisses Kostenrisiko verbleibt gleichwohl. Zu der verfolgten Unternehmensstrategie ist anzumerken, dass sich die bisherige Vorgehensweise aus Sicht der Geschäftsleitung bewährt hat. Zur Risikobegrenzung wird auch zukünftig der Weg verfolgt, die Flexibilität bei der Angebotspalette zu steigern. Darüber hinaus wird Sorge dafür getragen, die teilweise vorhandene Abhängigkeit von einigen Großabnehmern durch die Akquise neuer Lieferbeziehungen harmonischer zu gestalten. Die strategische Entscheidung zur konsequenten Aufwertung des Standorts Emsbüren wird sich nach Einschätzung der Geschäftsführung für die weitere Entwicklung positiv auswirken. In der Gesamtbetrachtung stellt sich die Risikolage nach Einschätzung der Geschäftsführung als gegenüber dem Vorjahr kaum verändert dar. Gleichwohl bestehen weiterhin beachtliche allgemeine Konjunkturrisiken. c. Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwartet das ifo-Institut in seiner jüngsten Schätzung eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,2 %. Andere einschlägige Institute sehen das Wirtschaftswachstum ebenfalls ähnlich stagnierend. Die Inflationsrate dürfte von 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,3 % im Jahr 2024 sinken und damit auf ein annehmbares Niveau zurückgehen. Aus dieser Entwicklung folgt zugleich die Erwartung eines leicht sinkenden Zinsniveaus. Am Arbeitsmarkt wird mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit, aber einem insgesamt stabilen Arbeitsmarkt gerechnet. Damit wird sich auch die Situation des Fachkräftemangels bzw. der Fachkräfteknappheit fortsetzen. Die Konsum-Zurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur dämpfen derzeit die Konjunktur in Deutschland und führten erneut zu einer Winterrezession. Die Baukonjunktur wird im Jahr 2023 weiter nachlassen. So werden die Kreditzinsen weiter hoch bleiben und auch der Anstieg der Baupreise wird nur langsam zurückgehen. Dank der soliden Auftragslage dürfte das verarbeitende Gewerbe seine Produktion weiter moderat ausbauen und wieder deutlich kräftiger expandieren, wenn die Lieferengpässe allmählich auslaufen. Aufgrund der weiter angespannten Situation der energieintensiven Produktionsbereiche der Industrie wird eine Ausweitung der Bruttowertschöpfung allerdings verhindert. Gartenbauprodukte erfreuen sich beim Konsumenten nach wie vor ungebrochener Beliebtheit, so bleibt die Wertschätzung der Konsumenten auch für Blumen und Pflanzen groß. Wie sich das Konsumverhalten allerdings weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass bei merklichen Wohlstandsverlusten das verfügbare Einkommen für existenziell notwendige Ausgaben konzentriert werden wird. Gleichwohl gehen wir bisher für das Jahr 2024 für die Branche der Gärtnereibetriebe sowie des Gartenbaus nicht von einem spürbaren Umsatzeinbruch aus. Aufsetzend auf den vorstehend beschriebenen Rahmenbedingungen blickt die Emsflower GmbH trotz aller Unsicherheiten und Risiken mit Zuversicht auf die weitere Geschäftsentwicklung. Auf Basis des Auftragsbestandes und der bislang realisierten Umsätze ist zu erwarten, dass das Umsatz- und Gesamtleistungsvolumen das Vorjahresniveau halten wird, sich also kaum verändert darstellen wird. Schwierig in ihrer Gesamtdimension und -auswirkung einzuschätzen sind die verschiedenen Kostenentwicklungen (insbesondere Personal, Energie und Brennmaterial sowie Materialkosten für die Blumenaufzucht). Die Geschäftsführung erwartet aktuell für das Geschäftsjahr 2024 vor dem Hintergrund einer anhaltend herausfordernden Kostensituation ein Jahresergebnis, das sich in etwa auf dem Niveau von 2023 einpendeln wird, ggf. leicht geringer ausfällt. Die Emsflower- bzw. Kuipers-Gruppe insgesamt wird im Jahr 2024 die Vergrößerung des Standortes Emsbüren weiter vorantreiben. Damit verbunden sind auch die weiteren Vorbereitungen und ggf. Fertigstellung des Neubaus eines weiteren Gewächshauses.
Emsbüren, 21. Mai 2024 Tom Johannes Hendrikus Kuipers Bart Hermanus Lucas Kuipers BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Emsflower GmbH hat ihren Sitz in Emsbüren und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück, HRB 100 984. Die Emsflower GmbH ist auf Basis der wahlrechtsgemäß vorzeitigen Anwendung der angehobenen Schwellenwerte eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Nach dem Gesellschaftsvertrag sind bei der Aufstellung steuerliche Vorschriften zu beachten, soweit dem das Handelsrecht nicht entgegensteht. Es liegt eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der Emsflower BioPower GmbH, Emsbüren, vor. Mit der Emsflower BioPower GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Das Wahlrecht der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurde in Bezug auf selbsterstellte Software zugunsten der Nicht-Aktivierung ausgeübt und war im Übrigen bisher für die Gesellschaft noch nicht relevant. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Für abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten (Pool) wird über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt gewinnmindernd aufgelöst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden mit Ausnahme von Transportkarren für Zierpflanzen sowie Behältern für die Aussaat von Jungpflanzen im Zugangsjahr als betrieblicher Aufwand erfasst. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip erfolgt eine Wertberichtigung wahlrechtsgemäß nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten (inkl. Abschreibungen) einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Niedrigere beizulegende Werte im Fall unfertiger oder fertiger Erzeugnisse stellen eine verlustfreie Bewertung sicher. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Realisierung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen der Kuipers-Gruppe, die außerhalb des Konsolidierungskreises der Muttergesellschaft Kuipers Duitsland B.V. stehen, werden als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen ausgewiesen (§ 265 Abs. 5 HGB). Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB ausgewiesen. Das Eigenkapital ist zu Nominalwerten bewertet, der Jahresabschluss wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle am Abschlussstichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB für zukünftige Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerlichen Wertansätzen gebildet und mit dem Durchschnittssteuersatz der Gesellschaft bewertet. Der Ausweis latenter Steuer wird wahlrechtsgemäß saldiert vorgenommen. Sofern ein Aktivüberhang besteht, wird auf dessen Aktivierung wahlrechtsgemäß verzichtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 3.1 zu diesem Anhang dargestellt. Die Gesellschaft ist zu 100% an der Emsflower BioPower GmbH, Emsbüren, beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt TEUR 25. Mit dieser Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Das für 2023 auszugleichende negative Ergebnis beträgt TEUR 664. Aufgrund der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips ist für die in Euro denominierte Ausleihung an ein ausländisches verbundenes Unternehmen (im Vorjahr nahestehendes Unternehmen) in Höhe von TEUR 6.345 keine Wertberichtigung für eine als temporär beurteilte Wertminderung vorgenommen worden. Das darlehensnehmende Unternehmen finanziert mit dem Kapital seinerseits einen Gartenbaubetrieb in Afrika, welcher sich inzwischen etabliert hat, aber gleichwohl ein junges Unternehmen darstellt. Im Marktwert (Zeitwert) der Darlehensforderung würde ein unabhängiger Marktteilnehmer das aktuelle Zinsniveau und ein aktuelles Länderrisiko in Bezug auf das Zielland der Investitionen berücksichtigen. Nach überschlägiger Schätzung könnte der Zeitwert (der nicht mit dem bilanziellen niedrigeren beizulegenden Wert identisch ist) unter Einbezug dieser Faktoren bei EUR 4,5 - 5,2 Mio. liegen. Für das Darlehen sind Sicherheiten abrufbar, es dient mittelbar der Finanzierung von Produktionsanlagen, Maschinen und Working Capital beim genannten Gartenbaubetrieb. Weil die Geschäftsperspektiven des letztlich finanzierten Gartenbaubetriebs als gut eingeschätzt werden und daneben von einer positiven Landesentwicklung ausgegangen wird, wird bisher keine dauerhafte Wertminderung des Darlehens gesehen. 3.2 Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.764 (Vorjahr: TEUR 636) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 664 (Vorjahr: TEUR 111) enthalten. In den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen von TEUR 835 (Vorjahr: TEUR 619) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber Minderheitsgesellschaftern von TEUR 1.087 (Vorjahr: TEUR 155). 3.3 Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000. 3.4 Verbindlichkeiten
Für die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und nahestehenden Unternehmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Finanzierung im Gruppenverbund bei Bedarf längerfristig zur Verfügung steht. Die ausgewiesenen Verbundverbindlichkeiten stammen zum Teil aus einem im Gruppenverbund installierten physischen Cashpool. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt TEUR 6.186 waren am Abschlussstichtag wie folgt gesichert: - Raumsicherungsübereignung des Inventars, der Maschinen und der Transportmittel; - Sicherungsübereignung der Forderungen, der Vorräte sowie der übrigen Aktiva; - Sicherungsübereignung der Genossenschaftsanteile. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 794 (Vorjahr: TEUR 2.074) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 518) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen von TEUR 5.369 (Vorjahr: 3.264) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 801 (Vorjahr: TEUR 54) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Mehrheitsgesellschaftern von TEUR 283 (Vorjahr: 4). 3.5 Veränderungen Bilanzausweis Durch weitere Umstrukturierungen in der „Kuipers-Gruppe“ ist der Kreis der verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet und der Kreis der nahestehenden Unternehmen reduziert. Die Vorjahresangaben wurden nicht an die neuen Verhältnisse angepasst. Würde eine Anpassung erfolgen, wären im Vorjahr TEUR 6.271 Ausleihungen an verbundene Unternehmen, TEUR 74 höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen und TEUR 152 höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auszuweisen. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten der Gesellschaften der Unternehmensgruppe “Kuipers“ (Valuta zum 31. Dezember 2023 TEUR 30.907 Vorjahr: TEUR 34.770) im Rahmen des Cashpools sowie weiterer gewährter Kredite mit folgenden gestellten Sicherheiten: - Raumsicherungsübereignung des Inventars, der Maschinen und der Transportmittel; - Sicherungsübereignung der Forderungen, der Vorräte und der übrigen Aktiva; - Sicherungsübereignung der Genossenschaftsanteile. Weiter besteht eine Mithaftung der Gesellschaft für die genannten Verbindlichkeiten mit ihrem vollen Vermögen. Die Mithaftung dient der Kreditsicherung und wird bilanziell unabhängig von der direkten Zugriffsmöglichkeit des Gläubigers auf die Gesellschaft als solche behandelt. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation der Unternehmensgruppe "Kuipers" ist mit einer Inanspruchnahme der Emsflower GmbH nicht zu rechnen. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat am 3. Januar 2005 sowie 1. Januar 2012 Grundstücksmietverträge mit den verbundenen Unternehmen der Kuipers Engeland B.V., De Lutte, Niederlande, über die Nutzung von Gewächshäusern und ein Blockheizkraftwerk abgeschlossen. Die Mietaufwendungen betragen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.602. Weiterhin hat die Gesellschaft mit der Kuipers Engeland B.V., De Lutte, Niederlande einen Mietvertag über ein Hotel für Saisonarbeiter geschlossen, die jährlichen Mietaufwendungen werden TEUR 550 betragen. Außerdem hat die Gesellschaft mit der Kuipers Engeland B.V., De Lutte, Niederlande, einen Mietvertrag über die Nutzung einer WKK-Anlage abgeschlossen. Die Mietaufwendungen betragen TEUR 32 für das Geschäftsjahr 2023. Im Geschäftsjahr wurde weiter eine Halle zur Nutzung als Elektrowerkstatt von dem nahestehenden Unternehmen PBBK Immobiliengesellschaft mbH angemietet. Die jährlichen Mietaufwendungen betragen TEUR 110. Das Volumen der genannten Mietverträge wird auch für die kommenden Geschäftsjahre jeweils in der genannten Größenordnung erwartet. Neben den genannten Verträgen bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen über die Anmietung beweglicher Gegenstände. Das Volumen lag im Geschäftsjahr 2023 bei rund TEUR 68 und wird auch in den kommenden Geschäftsjahren in einer Höhe wie im Geschäftsjahr 2023 erwartet. Im Rahmen des Cashpools können Anfragen für kurzfristige Kontokorrentfinanzierungen an die Gesellschaft herangetragen werden. Der Maximalbetrag der Kreditgewährungen an teilnehmende Gesellschaften ist auf die Kreditlinie der Gesellschaft bei dem den Cashpool verwaltenden Kreditinstitut in Höhe von TEUR 7.000 beschränkt. 4.3 Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 83 (Vorjahr: 70) Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt.
Eingesetzte Saisonarbeitskräfte sind bei einer Schwestergesellschaft angestellt. 4.4 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023: - Tom Johannes Hendrikus Kuipers, De Lutte, Niederlande, hauptberuflicher Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Kuipers - Bart Hermanus Lucas Kuipers, Borne, Niederlande, hauptberuflicher Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Kuipers Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4.5 Einbeziehung in einen Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kuipers Duitsland B.V., De Lutte, Niederlande, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss 2023 der Kuipers Duitsland B.V., De Lutte, wird in den Niederlanden offengelegt. Die Kuipers Duitsland B.V., De Lutte, stellt den Konzernabschluss zugleich für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen im Sinne der § 285 Nr. 14, 14a HGB auf. 4.6 Nachtragsbericht Relevante Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.
Emsbüren, 21. Mai 2024 Emsflower GmbH Tom Johannes Hendrikus Kuipers Bart Hermanus Lucas Kuipers Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Emsflower GmbH, Emsbüren: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Emsflower GmbH, Emsbüren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Emsflower GmbH, Emsbüren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag, die diese Vorschriften ergänzen, und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags, die diese Vorschriften ergänzen, in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder aus Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil dieses Bestätigungsvermerks.
Nordhorn, den 22. Mai 2024 GB Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carsten Niehues, Wirtschaftsprüfer ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als „Aufsichtsorgan“ bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
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