Stackpole Powertrain International GmbHLiquidiert

52074 Aachen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 17035
Eingetragen
8.8.2011
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Automotor- und Getriebeölpumpen sowie Metallpulverkomponenten für die Verwendung im automobilen und nicht automobilen Markt. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen im In- und Ausland gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sie kann Unternehmen, an denen sie mehrheitlich beteiligt ist, unter ihrer Leitung zusammenfassen, sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken oder diese veräußern. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern. Die Gesellschaft darf im Inund Ausland Zweigniederlassungen unter gleicher oder anderer Firma errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Wolf-Rüdiger Daetz
seit 13.2.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Richard Grimston
seit 12.10.2017
Prokura
Holger Schalla
seit 24.2.2017
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stackpole Powertrain International GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019

Lagebericht 2018/2019

Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. a Unternehmen

Die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, ist ausschließlich im Besitz der SBE Mikrotechnik Montage GmbH, Aachen. Das oberste Mutterunternehmen ist die Johnson Electric Holdings Limited, Bermuda. Das Unternehmen wurde 2011 in Aachen gegründet. Der Unternehmenszweck der Stackpole Powertrain International GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Automotor- und Getriebeölpumpen sowie Metallpulverkomponenten für die Verwendung im automobilen und nicht automobilen Markt.

Stackpole Powertrain International GmbH erbringt im Wesentlichen Ingenieurdienstleistungen für die Stackpole Gruppe und für Johnson Electric Murten (Johnson Electric International AG). Für die Erbringung dieser Dienstleistungen wird Stackpole Powertrain International GmbH auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten zuzüglich eines Aufschlags (Kostenaufschlagsmethode) vergütet.

Stackpole ist einer der führenden herstellerunabhängigen Ölpumpenhersteller der Welt und liefert Pumpen sowohl für Motoren als auch für Getriebe. In seiner Vision will Stackpole durch Innovation, Technologie und Mitarbeiter als weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung hochtechnologischer Systeme anerkannt werden.

Das Unternehmen setzt die Technologie der variablen Flügelzellenpumpen in Kombination mit seinen Produkt- und Herstellungsverfahren (Know-how) ein, um die Effizienz des Antriebsstrangsystems zu steigern. Die Drehschiebertechnik ist ein spezifisches Konzept der Ölpumpentechnik mit variabler Verdrängung, bei der komplexe Komponenten einschließlich Schieber eingesetzt werden, um eine variable Förderung von Ölmengen zu ermöglichen, die vom Motor oder Getriebe benötigt werden.

1. b Konjunktur und Märkte

Wesentlich für die Beurteilung des Branchenumfeldes der Stackpole Powertrain International GmbH ist die Produktion von Automobilen sowie die damit verbundene Produktion von Motoren und Getrieben in Europa. Die Stackpole Powertrain International GmbH ist indirekt, wenn auch mit etwas Zeitversatz, von der Entwicklung der Automobilbranche abhängig.

Für die internationalen Automobilmärkte war 2019 ein herausforderndes Jahr. Während der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) sein Vorjahresniveau übertreffen konnte und die Nachfrage auch in Brasilien anzog, wurden in den USA weniger Light Vehicles verkauft als 2018. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls schwach: China, Japan und Indien lagen jeweils unter Vorjahresniveau. Auch der russische Markt war rückläufig.

In Europa wurden im Jahr 2019 insgesamt 15,8 Mio. Pkw neu zugelassen, rund 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die großen Volumenmärkte entwickelten sich dabei unterschiedlich. Deutschland (+5 Prozent) und Frankreich (+2 Prozent) konnten ihr Marktvolumen ausbauen. In Italien blieben die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich (-2 Prozent) und Spanien (-5 Prozent) mussten hingegen Rückgänge verzeichnen. Von den rund 30 europäischen Märkten konnten 20 Länder das Jahr mit einer positiven Bilanz abschließen. Im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit knapp 1,3 Mio. Einheiten um 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2019 mit knapp 17,0 Mio. verkauften Fahrzeugen ab (-1 Prozent). Erstmals seit 2014 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 17-Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 11 Prozent zurück, während im Light-Truck-Segment, das mittlerweile 72 Prozent des Gesamtmarktes ausmacht, die Verkäufe um 3 Prozent stiegen. Im Dezember wurden 1,5 Mio. Light Vehicles verkauft (-6 Prozent).

In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2019 um fast 10 Prozent auf 21,0 Mio. Neufahrzeuge. Dies war, nach 2018, der zweite Rückgang in den vergangenen Jahrzehnten. Im Dezember lag das Absatzvolumen mit knapp 2,2 Mio. Einheiten 1 Prozent unter Vorjahresniveau. Das schwächere gesamt wirtschaftliche Wachstum Chinas spiegelt sich damit überproportional im Pkw-Markt wider. Der indische Pkw-Markt konnte 2019 nicht an das gute Vorjahr anknüpfen. Es wurden insgesamt 3,0 Mio. Einheiten verkauft, 13 Prozent weniger als 2018. Im Dezember lag die Nachfrage 1 Prozent unter Vorjahresniveau (235.800 Einheiten). Der japanische Neuwagenmarkt blieb 2019 mit 4,3 Mio. verkauften Pkw um 2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Insbesondere seit der Erhöhung der Mehrwertsteuer im Oktober 2019 ging der Neuwagenabsatz zurück. Im Dezember lag das Verkaufsniveau bei 284.300 Einheiten, 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Nach zwei starken Wachstumsjahren hat der russische Light-Vehicle-Markt im vergangenen Jahr an Schwung verloren. Im Jahresverlauf lag das Absatzvolumen mit knapp 1,8 Mio. verkauften Neufahrzeugen 2 Prozent unter dem des Vorjahres. Mit 179.200 verkauften Light Vehicles stieg der Absatz im Dezember um 2 Prozent.

Der brasilianische Markt für Light Vehicles verbuchte im Gesamtjahr 2019 ein stattliches Wachstum. Der Absatz von Neuwagen stieg um 8 Prozent auf 2,7 Mio. Fahrzeuge. Dies war das dritte Wachstumsjahr in Folge - nach einer langen Schwächephase. Im Dezember betrug das Plus 12 Prozent (252.000 Einheiten).

(Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/200116-Europ-Pkw-markt-2019-leicht-im-plus.html)

1. c Verkauf und Marktanteile

Der Absatz der Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, im Bereich Prototypen sank in 2018/19 um - 1.561 TEUR auf 281 TEUR. Grund hierfür ist, dass sich die Prototypen-Beauftragung wegen der Elektrifizierungswelle nach hinten verschoben hat. Es handelte sich hierbei lediglich um die Verschiebung von Verbrennungsmotor Modellen. Der Absatz im Bereich Prototypen erfolgte in 2018/19 ausschließlich mit externen Unternehmen.

Bei den Umsatzerlösen aus Service Fees sieht man aufgrund einer höheren weiter zu belastenden Kostenbasis einen Zugang auf 8.647 TEUR.

1. d Produktion Prototypen

Das Produktionsvolumen im Bereich Prototypen er Stackpole Powertrain International GmbH sank im Vergleich zum Vorjahr um - 716 auf etwa 440 Einheiten.

1. e Mitarbeiterstand

Mit 73 Mitarbeitern zum Jahresende 2018/19 hat sich der Personalstand der Stackpole Powertrain International GmbH im Vergleich zum Vorjahr um 5 Mitarbeiter erhöht.

1. f Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren - Steuerung und Kennzahlen

Die Steuerung der Stackpole Powertrain International GmbH erfolgt über die finanzielle Kennzahl Umsatzerlöse. In den Umsatzerlösen des Unternehmens spiegelt sich u.a. das Geschäftsmodell der Gesellschaft (Gewinnzuschlag auf die Kostenbasis) wider. Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind im Vergleich zum Vorjahr (-341 TEUR) insbesondere durch die gesunkenen Prototypenumsätze rückläufig. Infolgedessen verringerte sich das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) insgesamt um -712 TEUR auf 201 TEUR.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden u.a. die Mitarbeiterzufriedenheit am Standort Aachen gesehen. Stackpole arbeitet mit dem Ziel, die Erwartungen der Gesellschafter, Kunden und Mitarbeiter zu erfüllen. Die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter sind die Grundlage für die Produktivität und des gemeinsamen Erfolgs. Die Firma bietet ein umfangreiches Programm an Zusatzleistungen für die Mitarbeiter und damit nicht zuletzt auch für deren Familien.

2. Ertragslage

In 2018/19 sind die Umsatzerlöse um -3,7% bzw. - 341 TEUR auf 8.928 TEUR zurückgegangen. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Absatz von Prototypen betrug hierbei - 1.561 TEUR. Dieser wurde teilweise durch die gestiegenen Umsatzerlöse aus den Service-Fees (+1.220 TEUR) kompensiert. Darüber hinaus hat sich der Bestand an unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines zum Bilanzstichtag noch nicht beendeten Projektauftrags um 454 TEUR erhöht.

Der Materialaufwand aus dem Prototypengeschäft und dem Service Fee Geschäft ist um 3 TEUR (bzw. +0,3%) auf 974 TEUR gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall des im Vorjahr aufgetretenen Einmaleffektes aus der Auflösung von Urlaubsrückstellungen um 78 TEUR zurückgegangen.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 483 TEUR bzw. +9,45% gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 63 im Vorjahr auf 70 im Geschäftsjahr 2018/19.

Die Abschreibungen (463 TEUR) sind um +99 TEUR gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen im Vorjahr, angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund höherer Kosten für Personalbeschaffung (+101 TEUR) und erhöhten Mietaufwendungen (+66 TEUR) um insgesamt 165 TEUR angestiegen.

Insgesamt werden im Berichtsjahr für Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige Steuern Aufwendungen in Höhe von 151 TEUR ausgewiesen, was im Vergleich zu den ausgewiesenen Steuern des Jahres 2017/18 in Höhe von 356 TEUR einen Rückgang von 206 TEUR bedeutet.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018/19 ein Jahresüberschuss in Höhe von 201 TEUR, was im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung von -506 TEUR bedeutet.

3. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist grundsätzlich durch ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen des Cost-Plus-Verfahrens gesichert.

Der Bestand an Finanzmitteln, der den flüssigen Mitteln in der Bilanz entspricht, ist im Vergleich zum Vorjahr um 42 TEUR auf jetzt 462 TEUR gestiegen.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 85 TEUR auf jetzt 6.158 TEUR, was einer Reduktion von 1,3% entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite insbesondere aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-508 TEUR), welcher durch die deutlich gestiegenen Vorräte (+451 TEUR) teilweise kompensiert worden ist. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten um -678 TEUR rückläufig, während gleichzeitig die Rückstellungen (+392 TEUR) sowie das Eigenkapital (+201 TEUR) angestiegen sind.

Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten zeigt sich folgende Entwicklung: Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018/19 um 17 TEUR auf 2.630 TEUR im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (+73 TEUR) sowie Technische Anlagen und Maschinen (+14 TEUR, unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäftsjahres) bei einem Rückgang der Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um 53 TEUR. Der Vorratsbestand stieg aufgrund des Anstiegs an unfertigen Leistungen von 454 TEUR um 451 TEUR auf 553 TEUR an. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um -573 TEUR auf 2.498 TEUR. Der Rückgang resultiert insbesondere aus den stichtagsbedingten niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-508 TEUR).

Die Rückstellungen nahmen insgesamt um 392 TEUR auf jetzt 1.268 TEUR zu. Dies ist im Wesentlichen durch den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 395 TEUR und hier aufgrund der höheren Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen im Zusammenhang mit einem angearbeiteten Projekt (454 TEUR) begründet, wohingegen die Steuerrückstellungen um 2 TEUR rückläufig sind.

Die Verbindlichkeiten sind um 678 TEUR auf 295 TEUR zum 31. März 2019 zurückgegangen. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (- 652 TEUR), die im Zuge der Rückzahlung eines im Vj. ausgewiesenen Darlehns rückläufig sind.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Grundlagen des Risikomanagements

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ergeben sich für die Stackpole Gruppe eine Vielzahl von Chancen und Risiken, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage auswirken können.

Wir verstehen unter Risiko mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als global agierendes Unternehmen ist die Gesellschaft einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt.

Risiken, die mit allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen verbunden sind, liegen in der Regel außerhalb des Einflussbereichs einer multinationalen Unternehmensgruppe. Daher sollte die Kontrolle über ein solches Risiko als die Fähigkeit und Befugnis verstanden werden, über die Übernahme des Risikos zu entscheiden und zu entscheiden, ob und wie auf das Risiko reagiert werden soll, insbesondere durch die zeitliche Planung von Investitionen, die Art der Entwicklungsprogramme, die Gestaltung von Marketingstrategien oder die Festlegung von Produktionsniveaus. Diese Kapazitäten liegen bei der Stackpole Gruppe, nicht aber bei der Vertriebsunterstützungsfunktion von Stackpole Aachen. Das Gleiche gilt für die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung effektiverer Produktionstechnologien der Wettbewerber und aggressiver Preisstrategien, die über die entscheidenden Kapazitäten der Vertriebsunterstützungsfunktion von Stackpole Aachen hinausgeht. Somit übt Stackpole Aachen keine Kontrolle über diese Risiken aus.

Da die vertriebsunterstützende Funktion von Stackpole Aachen im Gegensatz zu der Stackpole Gruppe keine nennenswerten Vermögenswerte einsetzt, muss sie den jeweiligen Aufwand nicht durch laufende Einnahmen decken. Die Stackpole Gruppe tragen diese Ausgaben und Risiken, falls die Marktrisiken eintreten. Darüber hinaus hätte die Vertriebsunterstützungsfunktion von Stackpole Aachen aufgrund ihrer geringen Größe nicht die finanziellen Kapazitäten, um die Marktrisiken zu übernehmen.

Folglich sollten die Marktrisiken der Stackpole Gruppe zugewiesen werden, die im Gegensatz zu Stackpole Aachen (Vertriebsunterstützungsfunktion) die Kontrolle über diese Risiken ausüben und über die finanziellen Kapazitäten zur Übernahme dieser Risiken verfügen.

Die unten dargestellten Risiken werden als "geringe" bis "mittlere" Risiken eingestuft.

5.2 Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Als global agierendes Unternehmen ist die Stackpole Powertrain International GmbH grundsätzlich von weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Somit könnte das Geschäftsergebnis unter anderem durch die Veränderung der Währungsparitäten - insbesondere die Wechselkursentwicklung des US-Dollars gegenüber dem EURO - beeinflusst werden.

Das Risiko wird jedoch als eher gering eingestuft, da es sich bei den Geschäftsbeziehungen mit im Ausland ansässigen Unternehmen hauptsächlich um Erbringung von Leistungen an verbundene Unternehmen handelt, bei denen die Rechnungstellung in Euro erfolgt. Im Prinzip stellt die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, ihre Rechnungen für das Prototypengeschäft in Euro aus. Gleiches gilt für die Fakturierung der Kosten, die Stackpole Kanada für die Anwendungsentwicklung und die Vertriebsunterstützung entstehen. Somit entstehen keine Fremdwährungsrisiken.

5.3 Analysen der Branche

Als Zulieferer für die Automobilindustrie ist es einerseits wichtig, dass die Stackpole-Gruppe in der Lage ist, maßgeschneiderte Produkte zu liefern, die den Anforderungen der Motoren- und Fahrzeughersteller entsprechen. Andererseits ist es entscheidend, die Produkte in hohen Stückzahlen kosteneffizient und mit gleichbleibend hoher Qualität produzieren zu können. Ersteres kann als "notwendige Voraussetzung" für die Marktteilnahme angesehen werden. Letztere ist die "hinreichende Voraussetzung", um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Nur wenn beides erfüllt ist, wird die Stackpole-Gruppe wirtschaftlich erfolgreich am Markt agieren können.

Die Markthistorie zeigt, dass nur die Grundkenntnisse und Fertigkeiten zum Bau einer Pumpe nicht ausreichen, um auf dem Markt erfolgreich zu sein. Auch Wettbewerber können Ölpumpen prinzipiell konstruieren und haben ebenfalls Patente angemeldet.

Die Kunden der Stackpole Group sind internationale Automobilhersteller, die auch als Original Equipment Manufacturers ("OEMs") bezeichnet werden. Die OEMs benötigen in erster Linie die Ölpumpen als wesentlichen Bestandteil ihrer Produkte (d.h. Motoren und Getriebe für Automobile). Das Marktvolumen der Stackpole Group hängt also im Wesentlichen von der Absatzplanung der OEMs und der Marktnachfrage ab, d.h. welche Menge ein OEM von einer bestimmten Automobilsorte zu produzieren beabsichtigt.

5.4 Rechtliche und steuerliche Risiken , Produkthaftung und Gewährleistungsrisiken, Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen

Veränderungen regulatorischer Rahmenbedingungen, Änderungen bei Steuern, Zöllen oder Abgaben in einzelnen Märkten sowie in ganzen Wirtschaftsräumen können Absatz, Umsatz und Ergebnisentwicklung beeinträchtigen.

5. 5 Finanzierungsrisiken

Das Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich mit einer EK-Quote von 75% als solide dar. Die Geschäftsführung der Stackpole Powertrain International GmbH überzeugt sich monatlich davon, dass der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft gedeckt ist. Im Hinblick auf das Prototypen-Geschäft agiert Stackpole Aachen direkt mit OEMs. Im Vergleich zu den Umsatzvolumina der jeweiligen Massenproduktion kann diese Funktion als von untergeordneter Bedeutung angesehen werden.

5. 6 Forschungs- und Entwicklungsrisiko

Da die Stackpole Gruppe in erster Linie für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Produkten und Produkttechnologien sowie Fertigungstechnik und -technologien und die damit verbundene Planung und Budgetierung verantwortlich ist, trägt sie auch das F&E-Risiko. Das Entwicklungsrisiko im Zusammenhang mit der Anwendungstechnik von Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, wird ebenfalls von der Stackpole Gruppe getragen, da die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, nicht in der Lage ist, dieses Risiko zu kontrollieren bzw. zu managen und nicht über die Finanzkraft verfügt, dieses Risiko abzudecken und zudem nur eine Vergütung für die Arbeit an der Anwendungstechnik für ihre Routinefunktionen erhält.

5.7 Qualitätsrisiko

Insbesondere die Beauftragung des OEM für die Serienproduktion hängt von der Fähigkeit ab, die Serienteile im industriellen Maßstab in der geforderten Qualität (d.h. Null-Fehler-Forderung) und zu akzeptablen Preisen herstellen zu können. Hierauf hat die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, keinen Einfluss, so dass die Gesellschaft das Qualitätsrisiko nicht kontrollieren kann. Darüber hinaus ist Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, nicht in der Lage, diese Risiken finanziell aufzufangen. Somit ist die Gesellschaft vom Qualitätsrisiko ausgeschlossen, das insbesondere von der Stackpole Gruppe getragen wird und auch mit der Beschaffungsfunktion von der Stackpole Gruppe verbunden ist.

5. 8 Beurteilung der Gesamtrisikolage

Aus heutiger Sicht beurteilen wir die Gesamtrisikosituation der Stackpole Powertrain International GmbH als gut beherrschbar. Derzeit sind keine Risiken zu erkennen, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie den Fortbestand der Gesellschaft nachhaltig schwächen könnten.

5. 9 Wesentliche Chancen

Unter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Stackpole Powertrain International GmbH positiven Prognose- oder Zielabweichung führen können. Neben den oben genannten Risiken werden durch Wettbewerbs- und Umfeldanalysen sowie Marktbeobachtungen auch Chancen identifiziert. Neben der Gestaltung unserer Produkte werden auch kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung einen wichtigen Beitrag zur Ergebnisoptimierung leisten.

6. Prognosebericht

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Automobilmärkte weltweit einbrechen lassen und die Industrie - insbesondere auch in Europa und Deutschland - in die schwerste Krise seit Jahrzehnten gestürzt. "Der Einbruch der Märkte ist seinem Ausmaß und in seinem globalen Umfang beispiellos", betonte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Rahmen der Halbjahrespressekonferenz des Verbandes.

Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35 Prozent auf 1,21 Mio. Pkw zurück. Das ist der niedrigste Wert für ein erstes Halbjahr in Deutschland seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Ähnlich ist das Bild auf den internationalen Märkten: So ging der europäische Pkw-Markt bis Mai um 43 Prozent zurück, der US-Markt um 23 Prozent, der Markt in China um 27 Prozent.

Für das zweite Halbjahr deutet sich eine leichte Erholung an. Ein Zeichen dafür ist der Auftragseingang bei deutschen Herstellern, bei dem das Minus gegenüber dem Vergleichsmonat aus dem Vorjahr im Juni deutlich geringer war als noch im Mai. Doch auch ein fortgesetzter Aufwärtstrend wird den Einbruch aus der ersten Jahreshälfte nicht annährend ausgleichen können.

So rechnet der VDA für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang des Pkw-Weltmarkts um 17 Prozent auf 65,9 Mio. Einheiten (2019: 79,5 Mio.). Besonders stark wird der Rückgang in Europa mit 24 Prozent sein. Für Deutschland geht der VDA von rund 2,8 Mio. Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr aus (- 23 Prozent). Demgegenüber etwas glimpflicher verlaufen wird der Einbruch in den USA (-18 Prozent) sowie in China (-10 Prozent). Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Corona-Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt weiter einzudämmen.

Noch stärker als bei Pkw werden die Nutzfahrzeugmärkte durch die Krise getroffen. Der weltweite Absatz von Nutzfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 6 Tonnen wird nach VDA-Prognosen 2020 um 24 Prozent auf 2,6 Mio. Einheiten zurückgehen. Für den US-Markt wird mit einem Minus von 40 Prozent gerechnet. In Westeuropa (-35 Prozent) und Deutschland (-29 Prozent) wird der Rückgang ebenfalls beispiellos sein.

Der dramatische Einbruch der Nachfrage, der zeitweise Abriss der Lieferketten sowie wochenlange Produktionsstopps führten dazu, dass die Pkw-Produktion in Deutschland im ersten Halbjahr auf das niedrigste Niveau seit 45 Jahren gesunken ist. Von Januar bis Juni wurden an den deutschen Standorten knapp 1,5 Mio. Fahrzeuge hergestellt, das sind 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die VDA-Präsidentin eine Pkw-Inlandsproduktion von 3,5 Mio. Einheiten (- 25 Prozent). Auch hier sei mit einer ersten langsamen Erholung im zweiten Halbjahr zu rechnen. Der Export aus Deutschland wird nach VDA-Prognosen im Jahr 2020 um 27 Prozent zurückgehen; in den ersten sechs Monaten des Jahres war er um 40 Prozent auf 1,1 Mio. Einheiten eingebrochen.

Gleichzeitig mit Investitionen in Höhe von allein 50 Mrd. Euro in neue Antriebe und weiteren 25 Mrd. Euro in die Digitalisierung bis zum Jahr 2024 investieren die VDA-Mitgliedsunternehmen erheblich in die Transformation. Die E-Modellpalette deutscher Marken wird von aktuell 70 auf mehr als 150 Modelle bis Ende 2023 mehr als verdoppelt. Zudem haben die deutschen Hersteller ihren Marktanteil bei Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres von 48 auf 66 Prozent deutlich erhöht. Sieben der zehn meistverkauften E-Modelle kommen von deutschen Konzernmarken.

(Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/200703-VD A-erwarte t-f-r-2020-run d-ein-Vierte l-weniger-Pkw-Ver k-uf e-in-Deutschlan d-und-Europa.html)

Die Elektrifizierung stellt eine starke Herausforderung dar, denn durch die Verlagerung der Entwicklung vom Verbrennungsmotor Richtung elektrischer Fahrzeuge entfällt der Umsatz komplett. Im Allgemeinen rechnen wir erst mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzzahlen für den Verbrennungsmotor in 2028, allerdings sehen wir jetzt schon einen Wechsel in der Entwicklung Richtung Hybrid- oder elektrische Fahrzeuge. Aufgrund des verfügbaren Know-hows der Schlüsseltechnologien unter dem Konzerndach der Johnson Electric ist die Stackpole Powertrain International hierbei bestens für diesen fundamentalen Wechsel in der Antriebstechnik aufgestellt und in der Lage ein perfekt abgestimmtes Mechatronisches System aufzubauen.

Auf der Grundlage der oben erwähnten Tatsachen hat Stackpole Aachen eine attraktive Position innerhalb der Stackpole-Gruppe, wobei sich in der Zeit des Überganges der Schwerpunkt für die Ressourcen künftig auf den Bereich der Elektrifizierung verlagern wird.

Nach aktueller Einschätzung wird sich das Verkaufsvolumen der Stackpole Powertrain International GmbH steigern.

Auf Basis dieser Annahmen erwarten wir derzeit einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse für 2019/20.

Naturgemäß enthält der Prognosebericht zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen, die einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Sollten diese Unsicherheitsfaktoren eintreten, können die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier - auch implizit - formulierten Aussagen und Ergebnissen abweichen.

7. Zusammenfassung

Nach den uns heute vorliegenden Erkenntnissen, insbesondere auch vor dem Hintergrund der beschriebenen stabilen und gesunden Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Stackpole Powertrain International GmbH sehen wir keine fundierten Anhaltspunkte, die gegen die Annahme der Unternehmensfortführung sprechen.

 

Aachen, 23.10.2020

Mohamad Azmi Mahmoud El-Mahmoud

Christopher John Hasson

Wolf-Rüdiger Daetz

Bilanz zum 31. März 2019

Aktiva

31.03.2019
EUR
31.03.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Software 41.687,55 59.069,79
41.687,55 59.069,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.062.788,28 2.048.285,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 452.355,65 505.434,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.907,20 0,00
2.588.051,13 2.553.720,77
2.629.738,68 2.612.790,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 98.939,00 101.551,00
2. unfertige Leistungen 453.924,00 0,00
552.863,00 101.551,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.423,00 49.417,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.165.889,57 2.674.338,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 314.998,36 348.032,05
2.498.310,93 3.071.788,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 462.040,31 420.400,84
3.513.214,24 3.593.740,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.617,90 36.437,12
15.617,90
6.158.570,82 6.242.968,06

Passiva

31.03.2019
EUR
31.03.2018
EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. Kapitalrücklage 2.851.179,25 2.851.179,25
3. Gewinnvortrag 1.518.313,76 811.409,27
4. Jahresüberschuss 200.743,79 706.904,49
4.595.236,80 4.394.493,01
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 224.206,26 226.306,74
2. Sonstigen Rückstellungen 1.043.944,15 649.361,71
1.268.150,41 875.668,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.610,21 153.569,12
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 126.610,21; Vorjahr € 153.569,12)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 78.508,76 730.092,92
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 78.508,76; Vorjahr € 730.092,92)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 90.064,64 89.144,56
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 90.064,64; Vorjahr € 89.144,56)
(davon aus Steuern: € 73.943,19; Vorjahr € 70.059,07)
295.183,61 972.806,60
6.158.570,82 6.242.968,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2018 bis 31. März 2019

2018/2019
2017/2018
1. Umsatzerlöse 8.927.665,05 9.268.492,09
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 453.924,00 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 16.493,37 94.270,10
(davon aus der Währungsumrechnung: € 1.933,85; Vorjahr: € 10.847,79)
9.398.082,42 9.362.762,19
4. Materialaufwand -973.991,51 -970.941,50
5. Personalaufwand 0,00
a) Löhne und Gehälter -4.814.307,42 -4.409.904,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -775.208,96 -696.852,04
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -462.963,37 -364.147,34
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.003.806,13 -1.838.738,40
(davon aus Währungsumrechnung: € 6.099,42; Vorjahr: € 4.596,49)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 521,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.401,36 -19.499,99
(davon an verbundenen Unternehmen: € 16.401,36; Vorjahr: € 19.499,99)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -149.223,34 -354.043,23
11. Ergebnis nach Steuern 202.180,33 709.156,49
12. Sonstige Steuern -1.436,54 -2.252,00
13. Jahresüberschuss 200.743,79 706.904,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Stackpole Powertrain International GmbH, Campus Boulevard 30 in 52074 Aachen ist unter der Registernummer HRB 17035 beim Amtsgericht in Aachen eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft wurde im Jahre 2011 gegründet und ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 II HGB. Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB und § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss wird für das abweichende Geschäftsjahr vom 01.April bis zum 31. März des Folgejahres aufgestellt.

Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt

Es waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 70 Personen beschäftigt. Davon 12 Verwaltungs- und 58 operative Mitarbeiter.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter dem Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, da nur einer der Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten hat.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung ermittelt.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

Entgeltlich erworbene Software 3 Jahre
Prüfmaschinen und -geräte 6-13 Jahre
Werkzeuge 6 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-5 Jahre
Büromöbel 13 Jahre.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 410 wurden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert, abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für bekannte Ausfallrisiken, angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage betrifft ausschließlich Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Diese wurden mit dem Devisenkurs zum 31.03.2019 bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf das Anlagengitter verwiesen.

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen entgeltlich erworbene Software.

Die Sachanlagen umfassen Prüfmaschinen, Werkzeuge und in geringem Umfang Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Umlaufvermögen

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 99) sowie unfertige Leistungen (TEUR 454).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden überwiegend in Euro und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von (TEUR 2.166) und bestanden überwiegend in Euro. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Mietkaution (TEUR 106), gegenüber dem Finanzamt aus Körperschafts- (TEUR 50) - sowie Umsatzsteuer (TEUR 152) erfasst. Sämtliche Positionen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die flüssigen Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen für Beratungsleistungen (TEUR 16).

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25. Anteilseigner ist die SBE Mikrotechnik Montage GmbH, eine Gesellschaft mit Sitz in Aachen, Campus Boulevard 30, 52074 Aachen mit der Registernummer HRB 24026.

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 200.743,79 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen (TEUR 224) betreffen Rückstellungen für Gewerbesteuer (TEUR 97), ausländische Steuern (TEUR 5) sowie sonstige Steuern (TEUR 122).

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für unfertige Leistungen (TEUR 454), Bonuszahlungen (TEUR 262) und ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 207) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 79) bestehen ausschließlich aus Lieferung und Leistung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen (TEUR 127).

Die wesentlichen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten, Verpflichtungen aus Lohnsteuer (TEUR 74), ggü. Mitarbeitern (TEUR 4) und im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 13; im Vorjahr TEUR 12).

Alle Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

4. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 2,1 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) aus langfristigen Mietverpflichtungen.

5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Materialaufwendungen betreffen ausschließlich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 974).

6. Haftungsverhältnisse bestehen keine.

7. Konzernkreis

Die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Johnson Electric Holdings Limited, Bermuda, (kleinster und zeitgleich größter Kreis von Konzernunternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss der Johnson Electric Holdings Limited, Bermuda, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird unter der Webseite www.johnsonelectric.com veröffentlicht.

8. Nachtragsbericht

Die Betriebsprüfung für den Zeitraum 2014-2017 wurde im Oktober 2020 beendet. Die Ergebnisse aus der Betriebsprüfung sind entsprechend im Jahresabschluss der Gesellschaft berücksichtigt.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Automobilmärkte weltweit einbrechen lassen und die Industrie - insbesondere auch in Europa und Deutschland - in die schwerste Krise seit Jahrzehnten gestürzt. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Gesellschaft hat in Übereinstimmung mit den Maßnahmen der Regierungsbehörden und dem Runterfahren der Gesamtwirtschaft reagiert und für die Monate April bis Juni 2020 auf Kurzarbeit umgestellt.

9. Geschäftsführung

Mohamad Azmi Mahmoud El-Mahmoud, General Manager - VP Sales and Business Development, Aachen

Christopher John Hasson, Senior Advisor of Johnson Electric Group, Hong Kong/China (seit dem 8. November 2018)

Wolf-Rüdiger Daetz, Head of Finance Europe of Johnson Electric Group, Cham/Schweiz (seit dem 8. November 2018)

 

Aachen, 23.10.2020

Mohamad Azmi Mahmoud El-Mahmoud

Christopher John Hasson

Wolf-Rüdiger Daetz

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2018
Zugänge
Abgänge
31.03.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 144.370,69 10.904,39 0,00 155.275,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.778.985,72 299.119,66 0,00 3.078.105,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.223.938,96 96.980,24 0,00 1.320.919,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 72.907,20 0,00 72.907,20
4.002.924,68 469.007,10 0,00 4.471.931,78
4.147.295,37 479.911,49 0,00 4.627.206,86
Abschreibungen
01.04.2018
Zugänge
31.03.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 85.300,90 28.286,63 113.587,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 730.699,74 284.617,36 1.015.317,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 718.504,17 150.059,38 868.563,55
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.449.203,91 434.676,74 1.883.880,65
1.534.504,81 462.963,37 1.997.468,18
Restbuchwerte
31.03.2019
31.03.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 41.687,55 59.069,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.062.788,28 2.048.285,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 452.355,65 505.434,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.907,20 0,00
2.588.051,13 2.553.720,77
2.629.738,68 2.612.790,56

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stackpole Powertrain International GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 18. November 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gereon Reiff, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Küster, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.3.2019 wurde am 23.11.2020 festgestellt.

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