Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 204266
Vorher
ABF Speditionsgesellschaft mbHABF Speditions- und Baugesellschaft mbH
Eingetragen
10.7.2005
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Fracht- und Speditionsgeschäfte sowie die Lagerung und der Umschlag von Waren; die Ausführung von Bauträger- und Baumaßnahmen jeder Art auf eigenen und fremden Grundstücken, der An- und Verkauf von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Vermittlung von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Baufinanzierungen sowie die Übernahme von Haus- und Grundstücksverwaltungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eugen Maier
seit 21.5.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Valeria Bekker
92.68%
7.32%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BEKLOEN Holding GmbH
Germany
24.440 €
94.00%
V***** B*****
1.560 €
6.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ABF Spedition GmbH

Achim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

ABF Spedition GmbH, Achim

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die ABF Spedition GmbH, gegründet am 18.12.1997, mit Sitz in Achim, ist ein auf dem gesamten europäischen Transportmarkt tätiges, mittelständisches Unternehmen mit Kernkompetenzen in folgenden Bereichen:

• Container- sowie Kombitransporte, Beförderung von ADR - und temperaturgeführter Ware mit eigenen Fahrzeugen,

• Spezial,- und Sondertransporte (Dauergenehmigung bis 3 Meter Breite),

• Vermittlung von Transportleistungen

• Lagerung, Umschlag, Kommissionierung und Verzollung,

• Wochenendzustellungen,

• Trailervermietung

• Werkstattleistungen

B. Geschäftsverlauf

Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, steigende Energiekosten und Personalengpässe bei einer konstant hohen Nachfrage nach Güterverkehrsdienstleistungen haben zu erheblichen Störungen globaler Lieferkettenprozesse geführt.

Die Bewältigung der Folgen kurzfristiger - teils nicht immer abschließend durchdachter - politischer Entscheidungen wie die Schließung innereuropäischer Grenzen ohne Vorrangregelungen für den Güterverkehr und ad-hoc-Lockdowns haben das Improvisationsvermögen lösungsorientierter Speditionen ebenso unter Beweis gestellt, wie der Umgang mit den EU-Sanktionsmaßnahmen gegen Russland.

Der Ukraine-Krieg hat die mit dem Regierungswechsel einhergehende Fortschrittsstimmung der Ampel-Koalition leider gedämpft. In Zeiten schwerer Krisen und geopolitischer Verwerfungen bekommt staatliches Handeln zum Schutz der Bevölkerung und zur Stabilisierung freier Märkte nachvollziehbar mehr Gewicht - gleichwohl zeigten bisherige Krisenreaktionen, dass der Instrumentenkasten Deutschlands und der europäischen Staatengemeinschaft nicht ausreichend bestückt ist, um das Wertschöpfungs- und Wohlstandsniveau auf Dauer aufrechthalten zu können.

Insbesondere die Engpässe bei Transportkapazitäten, der Fachkräftemangel, der Energiepreishöhenflug, der Anstieg der Prozesskosten aufgrund konstant sinkender Sendungsgrößen sowie wachsende Lagerbestände werden das deutlich gestiegene Niveau der Logistikkosten festigen und das Branchenwachstum maßgeblich negativ prägen. Gleichzeitig werden die Leistungsansprüche der verladenden Wirtschaft steigen. Verlässliche Prognosen können angesichts volatiler Märkte und geopolitischer Unsicherheiten kaum noch erstellt werden.

Dennoch sind die deutschen Speditionshäuser zuversichtlich, als insgesamt äußerst resiliente Branche trotz verhaltener Wachstumserwartungen wettbewerbsfähig bleiben zu können.

[Quelle: Jahresbericht 2021 / 2022

• DSLV Bundesverband Spedition und Logistik]

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Umsatzentwicklung und sonstige betriebliche Erträge

Bedingt durch erfolgte Umstrukturierungen und die anhaltende Coronakrise erlöste das Unternehmen in 2021 mit TEUR 6.617 erwartungsgemäß einen im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Umsatz (-18%). Die darin enthaltenen Erlöse aus Vermietung und Verpachtung betrugen TEUR 184 (Vj. TEUR 175).

Kostenentwicklung

Im Berichtszeitraum verringerte sich der Personalbestand von durchschnittlich 74 MitarbeiterInnen auf durchschnittlich 47 MitarbeiterInnen. Die Personalkosten konnten im Berichtszeitraum um 30% auf TEUR 1.271 (Vj. TEUR 1.805) reduziert werden.

Der Materialaufwand hat sich leicht überproportional zum Umsatz vermindert (-21%).

Die Einzelwertberichtigung auf Alt-Forderungen gegen 3 verbundene Unternehmen wurde im Geschäftsjahr aufgrund der beabsichtigten Liquidation dieser Gesellschaften in Höhe von TEUR 1.375 gebildet und führte zu einem entsprechenden Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.846). Werden diese periodenfremden Aufwendungen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen herausgerechnet, haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen überproportional zum Umsatz vermindert und betrugen in 2021 T€ 1.471 (Vj. TEUR 2.223). Sie lagen bereinigt um 34% unter dem Vorjahreswert.

Jahresergebnis

Abweichend von einem erwarteten Jahresfehlbetrag im unteren sechsstelligen Bereich ergab sich im Wesentlichen infolge der Einzelwertberichtigungen von Alt-Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 1.649 ein deutlich höherer Fehlbetrag.

2. Finanzlage

Auch 2021 war das Unternehmen trotz weiterhin unzureichender wirtschaftlicher Situation wiederum in der Lage, allen seinen Verpflichtungen nachzukommen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ABF Spedition GmbH betrug zum Bilanzstichtag TEUR 19.023. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr damit um TEUR 125 verringert.

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich in 2021 geringfügig um TEUR 316 auf TEUR 6.905 (Vj. 7.221) und hat einen Anteil von 36,3% (Vj. 37,7%) an der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Jahr 2021 im Wesentlichen aufgrund der Einzelwertberichtigungen auf Alt-Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.451 auf TEUR 1.790 (Vj. TEUR 3.241). Die darin enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen demnach noch TEUR 735 (Vj. TEUR 2.071).

Die Verbindlichkeiten blieben per 31. Dezember 2021 mit TEUR 18.919 (Vj. TEUR 19.006) auf nahezu gleicher Höhe. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 8% auf TEUR 2.219 (Vj. TEUR 2.404). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen stichtagsbezogen mit TEUR 1.323 um 15% oder TEUR 239 unter dem Vorjahr (T€ 1.562).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Gesellschaftern erhöhten sich insgesamt um TEUR 615 auf TEUR 14.952.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Am 6. April 2016 hat die Gesellschafterin BEKLOEN Holding GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, die ABF finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Des Weiteren tritt die BEKLOEN Holding GmbH mit Vereinbarung vom 31. Dezember 2021 in ausreichender Höhe mit ihren Forderungen gegen die ABF gegenüber anderen Gläubigern der Schuldnerin im Rang zurück. Eine Überschuldung im Rechtssinne der Insolvenzordnung liegt deswegen nicht vor.

D. Risikomanagementsystem

Um operative Risiken im Vorfeld erkennen zu können, sind folgende Maßnahmen als Frühwarnsystem vorhanden. Jeder Disponent ist zu einer Selbstkontrolle seiner ihm zugewiesenen LKW verpflichtet und ist bei einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis zur Berichterstattung an seinen Vorgesetzten verpflichtet. Es werden von jedem Disponenten Lösungsvorschläge erwartet, um positive Ergebnisse zu erzielen.

Zu unserem internen Risikomanagementsystem gehören daneben:

• Einsatz zuverlässiger Software

• Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

• Abweichungsanalysen

• Arbeitsanweisungen

• Regelungen zur Vertretungsvollmacht

E. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Der Ukraine-Krieg mit all seinen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft stellt aktuell den größten Risikofaktor dar. Insbesondere die damit verbundenen Preisentwicklungen im Energie- und Kraftstoffbereich belasten die Branche enorm. Eine langfristige Geschäftsplanung ist wegen der daraus resultierenden Planungsunsicherheit so gut wie unmöglich. Wir können dem nur durch ständige Marktbeobachtung und sehr kurzfristige Reaktionen auf sich verändernde Märkte begegnen.

Der anhaltende Fachkräftemangel, der sich durch die Corona-Krise und den Ukraine-Krieg noch verschärft hat, stellt weiterhin ein Problem für die Branche dar. Die ABF hat hier allerdings ein belastbares Fahrernetz aufgebaut, auf das auch weiterhin zurückgegriffen werden kann.

F. Prognosebericht

Für 2022 war ein Jahresumsatz in Höhe von TEUR 6.202 geplant. Die Gesamtleistung in dem Jahr betrug unter Berücksichtigung von Verkaufserlösen aus Immobilien TEUR 8.353. Der um die Immobilienverkäufe (T€ 2.063) bereinigte operative Jahresumsatz lag mit TEUR 6.290 damit leicht über dem Planumsatz. Wir rechnen für 2022 mit einem Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von TEUR 158 und würden unser geplantes Ergebnis (T€ 345) damit deutlich verfehlen.

Das Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich nicht wie geplant. Es war ein gesamtheitlicher Rückgang der Logistik zu vermerken. Die Prognosen wichtiger Institutionen für die Inflationsrate 2023 liegen aktuell zwischen 5,3 Prozent und 6,7 Prozent. Aufgrund der hohen Preise in einzelnen Sektoren der Logistik im Jahr 2022 werden hier geringere Steigerungsraten oder sogar eine gegenläufige Entwicklung erwartet. So gehen die Logistikweisen von einer "Logistik-Inflation" von etwa 4 Prozent aus, nach 8 Prozent im Vorjahr. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflation im Schnitt des Jahres 2022 in Deutschland bei 6,9 Prozent. Nach einer Stagnation der Güterverkehrsleistung im Vorjahr kam es 2023 in Deutschland aufgrund der hohen Inflation, der schwachen Impulse aus den Kernindustrien sowie der hohen Einkaufspreise zu einem Rückgang des Gesamtmarktes.

Bei stark rückläufigem operativen Umsatz von TEUR 6.290 im Vorjahr auf TEUR 6.047 verfehlten wir das uns gesetzte Ziel in Höhe von TEUR 7.649 deutlich um TEUR 1.681 oder 22%.

Im Speditionsgeschäft konnten wir unsere gewünschten Margen nicht durchsetzen. Der Grund hierfür war, dass es zu einem deutlichen Rückgang des Sendungsvolumens kam, so dass der Überschuss an Transportraum im Verhältnis zum Sendungsvolumen überproportional stieg. Dadurch kam es zu einem großen Wettbewerbsdruck, so dass die Mehrkosten, resultierend aus dem Anstieg aus dem Energiesektor, nicht sofort an den Kunden weitergetragen werden konnten. Während sich die Kfz-Kosten im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres überproportional zum Umsatz reduzierten, war es nicht sofort möglich, die Personalkosten ebenfalls zeitnah proportional zu senken. Die sonstigen Kosten, hier insbesondere die Speditionskosten, die die monatliche Umlage an die Muttergesellschaft beinhaltet, blieben bei gesunkenem Geschäftsvolumen auf Vorjahresniveau.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir einen Verlust in Höhe von TEUR 750, der zu einem großen Teil (T€ 408) durch neutrale Aufwendungen aus Immobilienverkäufen belastet ist.

Bedingt durch ein stark abgeschwächtes Containergeschäft verliefen die Geschäftsumsätze im laufenden Geschäftsjahr 2024 eher verhalten. Per Mai wurde mit TEUR 2.392 Umsatzerlösen ein vorläufiger Verlust in Höhe von TEUR 341 erwirtschaftet. Seit Juni d.J. zieht die Nachfrage im Containerverkehr allerdings wieder an und die Umsätze kommen zurück. Parallel konnten wir unsere Geschäftstätigkeit in der Getränkelogistik mit festen Auftraggebern weiter ausbauen, so dass wir ab der zweiten Jahreshälfte 2024 mit deutlich steigenden Umsätzen rechnen. Auf Basis bereits abgeschlossenen Verhandlungen werden wir ebenfalls ab dem zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres unsere Betriebskosten deutlich senken können, insbesondere bei den Miet- und Versicherungsaufwendungen für den Fuhrpark.

Unser Umsatzplan für das Restjahr 2024 ist durchaus anspruchsvoll. Wir sind dennoch davon überzeugt, ihn durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch eine gezieltere betriebliche Umsatzsteuerung, realisieren zu können. Den unterjährigen Verlust werden wir nicht mehr ausgleichen können, so dass wir auf Grundlage der geplanten Gesamtleistung 2024 in Höhe von TEUR 7.000 in Verbindung mit den umsetzbaren Kosteneinsparungen einen Verlust in Höhe von TEUR 128 planen.

In der Weiterplanung für das folgende Geschäftsjahr 2025 gehen wir bei Gesamtumsätzen in Höhe von TEUR 8.179 von einem Gewinn in Höhe von TEUR 477 aus.

Sollten die geplanten Erlöse und Aufwendungen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges nicht erzielt und keine weiteren Bankdarlehen erlangt werden können bzw. sollte die Gesellschafterin nicht in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nachzukommen, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährdet.

 

Achim, den 28.August 2024

gez. Dipl.-Ing. David Airich, Geschäftsführer

gez. Eugen Maier, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 6.907.102,69 7.223.163,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.064,00 2.652,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.064,00 2.652,00
II. Sachanlagen 6.905.037,69 7.220.510,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.831.531,19 5.964.809,19
2. technische Anlagen und Maschinen 2.751,00 3.481,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.070.755,50 1.252.220,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 1.789.927,27 3.241.061,67
I. Vorräte 174,00 174,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.737.683,69 3.185.417,03
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 734.972,51 2.071.167,87
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.002.711,18 1.114.249,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 52.069,58 55.470,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.480,92 35.613,60
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 10.297.083,91 8.648.242,91
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.022.594,79 19.148.081,37

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Verlustvortrag 8.674.242,91 8.190.399,02
III. Jahresfehlbetrag 1.648.841,00 483.843,89
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 10.297.083,91 8.648.242,91
B. Rückstellungen 102.380,09 141.934,40
C. Verbindlichkeiten 18.918.842,70 19.006.146,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.219.441,73 2.404.361,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.952.368,57 14.337.689,43
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.747.032,40 2.264.095,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.372,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.022.594,79 19.148.081,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 3.012.282,19 4.027.030,35
2. Personalaufwand 1.271.458,35 1.804.639,92
a) Löhne und Gehälter 998.628,74 1.408.877,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 272.829,61 395.762,58
davon für Altersversorgung 0,00 400,00
3. Abschreibungen 356.554,88 370.911,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 356.554,88 370.911,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.846.145,94 2.223.575,23
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.130,20 1.936,66
davon aus Abzinsung 1.802,04 1.889,12
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 3.549,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.503,64 100.368,24
davon an verbundene Unternehmen 6.247,53 8.356,84
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1,98 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -1.555.252,40 -474.077,26
10. sonstige Steuern 93.588,60 9.766,63
Jahresfehlbetrag 1.648.841,00 483.843,89

Anhang zum 31. Dezember 2021

ABF Spedition GmbH, Achim

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ABF Spedition GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Achim
Registergericht: Walsrode
Register-Nr.: HRB 204266

Größenklasse nach § 267 HGB: Mittelgroße Kapitalgesellschaft

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 1 bis 50 Jahren der Vermögensgegenstände linearvorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (siehe Anlage zum Anhang).

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mitzugehörigkeitsvermerke

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 734.141,94 enthalten.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 51.097,08.

Aktivierte Disagiobeträge

In den Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Disagiobetrag in Höhe von EUR 1.100,00 eingestellt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

• Rückstellungen für Abschluss und Prüfung EUR 57.460,00

• Rückstellungen für Personalkosten EUR 11.873,82

• Rückstellungen zur Erfüllung der Aufbewahrungspflichten EUR 33.046,27

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Restlaufzeit Vermerk
Summe
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.219.441,73 528.242,09 1.691.199,64 1.125.683,95 1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.323.228,41 1.323.228,41 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.952.368,57 805.640,89 14.146.727,68 8.922.347,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten 423.803,99 164.592,52 259.211,47 117.800,07
- davon aus Steuern: EUR 18.341,06
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 46.021,40
31.12.2021 18.918.842,70 2.821.703,91 16.097.138,79 10.165.831,57

Die Nummer des Vermerks bedeutet:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen mit einem Sicherungsbetrag in voller Höhe der Inanspruchnahme

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 14.146.727,68.

Mitzugehörigkeitsvermerke

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.808.040,57 enthalten. Des Weiteren bestehen Darlehensverbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen ergibt sich wie folgt:

Restlaufzeit
Summe
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 471 313 158 0
471 313 158 0

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um:

• Erträge aus Versicherungsentschädigungen: EUR 82.355,09

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 128.763,98 enthalten.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

• Ausbuchung von Verbindlichkeiten: EUR 88.393,99

• Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen: EUR 33.885,93

• Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen: EUR 781,19

• Sonstige: EUR 5.702,87

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.452.000,42 enthalten.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

• Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 1.374.736,36

• Forderungsverluste: EUR 57.865,94

• Sonstiges: EUR 19.398,12

V. Sonstige Angaben

Bilanzielle Überschuldung

Der Jahresabschluss wurde ungeachtet der bilanziellen Überschuldung erstellt, da die Gesellschafterin BEKLOEN Holding GmbH am 6. April 2016 eine Patronatserklärung abgegeben hat, wonach sie sich verpflichtet, die ABF Spedition GmbH finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Des Weiteren tritt die BEKLOEN Holding GmbH mit Vereinbarung vom 31. Dezember 2021 in ausreichender Höhe mit ihren Forderungen gegen die ABF gegenüber anderen Gläubigern der Schuldnerin im Rang zurück.

Nachtragsbericht

Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen des Ukraine-Krieges auf den Geschäftsverlauf der ABF Spedition GmbH werden laufend überwacht. Die Gesellschaft geht auf Grundlage der Entwicklungen in den Folgejahren davon aus, dass sich die Folgen deutlich negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken werden.

Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges hat die Geschäftsführung eine Ertrags- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2025 aufgestellt, die die ab 2019 umgesetzten Umstrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen berücksichtigt und aufzeigt, dass eine ausreichende Ertrags- und Finanzkraft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist und die Gesellschafterin nur kurzfristige Spitzenbeträge im Rahmen ihrer Liquiditätsausstattungsgarantie ausgleichen muss.

Fundierte Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht des Lageberichts beschrieben.

Sollten die geplanten Erlöse und Aufwendungen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges nicht erzielt und keine weiteren Bankdarlehen erlangt werden können bzw. sollte die Gesellschafterin nicht in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nachzukommen, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährdet.

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Ergebnisverwendung

Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 41
Angestellte 6
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 47
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 40
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. David Airich ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Eugen Maier ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Aufstellung der Gesamtbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Achim, den 28. August 2024

gez. Dipl.-Ing. David Airich, Geschäftsführer

gez. Eugen Maier, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.981,19 0,00 0,00 0,00 0,00 19.981,19
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 19.981,19 0,00 0,00 0,00 0,00 19.981,19
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.874.625,63 29.750,00 0,00 0,00 0,00 6.904.375,63
Technische Anlagen und Maschinen 7.518,75 0,00 0,00 0,00 0,00 7.518,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.115.136,30 81.164,38 0,00 126.712,62 0,00 2.069.588,06
Summe Sachanlagen 8.997.280,68 110.914,38 0,00 126.712,62 0,00 8.981.482,44
Finanzanlagen
Beteiligungen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Finanzanlagen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Anlagevermögen 9.117.261,87 110.914,38 0,00 126.712,62 0,00 9.101.463,63
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.329,19 588,00 0,00 0,00 0,00 17.917,19
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 17.329,19 588,00 0,00 0,00 0,00 17.917,19
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 909.816,44 163.028,00 0,00 0,00 0,00 1.072.844,44
Technische Anlagen und Maschinen 4.037,75 730,00 0,00 0,00 0,00 4.767,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 862.916,30 192.208,88 0,00 56.292,62 0,00 998.832,56
Summe Sachanlagen 1.776.770,49 355.966,88 0,00 56.292,62 0,00 2.076.444,75
Finanzanlagen
Beteiligungen 99.999,00 0,00 0,00 0,00 0,00 99.999,00
Summe Finanzanlagen 99.999,00 0,00 0,00 0,00 0,00 99.999,00
Summe Anlagevermögen 1.894.098,68 356.554,88 0,00 56.292,62 0,00 2.194.360,94
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.064,00 2.652,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.064,00 2.652,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.831.531,19 5.964.809,19
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.751,00 3.481,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.070.755,50 1.252.220,00
Summe Sachanlagen 0,00 6.905.037,69 7.220.510,19
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.907.102,69 7.223.163,19

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die ABF Spedition GmbH, Achim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABF Spedition GmbH, Achim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABF Spedition GmbH, Achim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Nachtragsbericht" des Anhangs sowie die Angaben in dem Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährdet ist, sofern die geplanten Erlöse und Aufwendugen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges nicht erzielt und keine weiteren Bankdarlehen erlangt werden können bzw. die Gesellschafterin nicht in der Lage sein sollte, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nachzukommen. Wie im Abschnitt "Nachtragsbericht" des Anhangs und im Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 2. September 2024

RKH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Witt, Wirtschaftsprüfer

gez. Kieselhorst, Wirtschaftsprüfer

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