Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 200457
Vorher
AminVest GmbH
Eingetragen
13.11.2006
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Aminosäuren und ähnlichen Erzeugnissen und die Beteiligung an auf diesem Gebiet tätigen Gesellschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörn Dr. Oetken
seit 22.7.2021
Prokura
Kai-Philipp Thomas
seit 19.7.2019
Prokura
Lutz Dr. Thomas
seit 13.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
41.25%
Jana Robin Frost
33.75%
25.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mozartstraße 9, 38304 Wolfenbüttel
600.000 €
75.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMINO GmbH

Frellstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Rechte und Werte 249.400,00 249.400,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 507.348,70 506.806,70
3. geleistete Anzahlungen 320.799,00 4.790,00
1.077.547,70 760.996,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 21.515.319,01 22.484.816,01
2. technische Anlagen und Maschinen 19.296.985,15 21.678.305,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.692.419,12 1.734.529,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.614.744,32 990.062,24
44.119.467,60 46.887.712,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 132.970,45 132.970,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.543.900,54 1.498.408,77
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.858,65 9.264,72
1.680.729,64 1.640.643,94
46.877.744,94 49.289.353,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.965.043,53 19.170.324,81
2. unfertige Erzeugnisse 1.282.426,00 1.097.434,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 14.629.850,40 7.985.442,00
4. geleistete Anzahlungen 550.600,87 445.840,72
27.427.920,80 28.699.041,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.343.653,45 10.187.459,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.510.175,62 1.819.575,72
3. sonstige Vermögensgegenstände 136.687,69 270.086,01
4.990.516,76 12.277.120,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 16.815,57 1.150.147,92
32.435.253,13 42.126.310,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 489.479,21 507.045,22
79.802.477,28 91.922.708,71

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 207.127,83 207.127,83
III. Andere Gewinnrücklagen 22.500.000,00 21.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 137.110,44 395.003,44
24.844.238,27 23.602.131,27
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.037.362,00 2.188.062,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 875.455,00 946.062,40
2. sonstige Rückstellungen 1.149.442,44 1.007.213,06
2.024.897,44 1.953.275,46
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.786.379,43 53.472.134,94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.493.846,71 9.637.584,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.864,50 23.349,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.532.887,40 971.169,62
davon aus Steuern 1.282.474,78 EUR (Vorjahr 659.264,14 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.798,62 EUR (Vorjahr 10.197,98 EUR)
50.820.978,04 64.104.238,45
E. Passive latente Steuern 75.001,53 75.001,53
79.802.477,28 91.922.708,71

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.290.541,85 55.690.315,13
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.776.902,00 2.054.300,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 6.075,36
4. sonstige betriebliche Erträge 2.007.562,37 944.072,31
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.865.100,40 34.140.645,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.583,00 35.663,46
44.880.683,40 34.176.309,23
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.466.300,55 6.207.190,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.391.516,82 1.339.357,21
7.857.817,37 7.546.547,64
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.953.546,12 4.132.105,59
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.112.875,25 5.600.620,30
9. Erträge aus Beteiligungen 210.526,32 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 49.171,92 31.843,64
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 191.034,33 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.751.481,86 1.853.000,60
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 583.735,81 1.625.517,52
14. Ergebnis nach Steuern 1.385.598,98 3.792.505,56
15. sonstige Steuern 143.491,98 149.683,68
16. Jahresüberschuss 1.242.107,00 3.642.821,88
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 395.003,44 252.181,56
18. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 1.500.000,00 3.500.000,00
19. Bilanzgewinn 137.110,44 395.003,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Bei der AMINO GmbH, Frellstedt, handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frellstedt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter Nummer HRB 200457.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei den notwendigen Abwertungen der Fertigerzeugnisse berücksichtigt, dass eine Wiederverwertbarkeit als Beimischung gegeben ist, dies hat zu einer Bewertungsänderung von positiv 411 TEUR geführt. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresausweis ist damit nicht möglich. Ansonsten haben die bisher angewandten Gliederungs- und Bewertungsvorschriften keine Änderung gegenüber dem Vorjahr erfahren.

Es ist aufgrund einer positiven Fortbestehensprognose gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB zu Fortführungswerten bewertet worden. Die dem Jahresabschluss zugrundeliegenden Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist ab dem Geschäftsjahr 2024 von dem Erreichen der gesteckten Ergebnisziele und der Aufrechterhaltung der Kreditlinien und deren Erweiterung abhängig.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen angesetzt. Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB in Anspruch genommen. Es handelt sich um Entwicklungskosten für Fermentationsverfahren zur Herstellung von Aminosäuren und für chemische Derivatisierungsverfahren. Im Berichtsjahr sind, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten angefallen.

Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wird ein Sammelposten gebildet, der in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen im Berichtsjahr ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 U Zugang = Umgliederung U Abgang = Umgliederung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Rechte und Werte 779.833,61 779.833,61
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte U 25.170,25
1.459.211,31 95.913,79 1.580.295,35
U 15.337,50 U 25.170,25
3. geleistete Anzahlungen 4.790,00 325.841,75 320.799,00
U 40.507,75 U 25.170,25
2.243.834,92 421.755,54 0,00 2.680.927,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 27.145.619,48 27.145.619,48
2. technische Anlagen und Maschinen 36.039.835,46 136.204,15 36.176.039,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung U 52.193,71
3.186.397,40 251.679,22 12.267,19 3.478.003,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen U 67.531,21
im Bau 990.062,24 815.574,58 123.361,29 1.614.744,32
U 52.193,71 U 67.531,21
67.361.914,58 1.203.457,95 135.628,48 68.414.406,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 132.970,45 132.970,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.498.408,77 45.491,77 1.543.900,54
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.430,47 145,26 5.551,33 4.024,40
1.640.809,69 45.637,03 5.551,33 1.680.895,39
U 92.701,46 U 92.701,46
Summe I. - III. 71.246.559,19 1.670.850,52 141.179,81 72.776.229,90
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Rechte und Werte 530.433,61 530.433,61
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte
952.404,61 120.542,04 1.072.946,65
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.482.838,22 120.542,04 0,00 1.603.380,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.660.803,47 969.497,00 5.630.300,47
2. technische Anlagen und Maschinen 14.361.530,31 2.517.524,15 16.879.054,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.451.868,28 345.982,93 12.267,19 1.785.584,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau 0,00 0,00
20.474.202,06 3.833.004,08 12.267,19 24.294.938,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 165,75 165,75
165,75 0,00 0,00 165,75
Summe I. - III. 21.957.206,03 3.953.546,12 12.267,19 25.898.484,96
Buchwert
Stand am 01.01.2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Rechte und Werte 249.400,00 249.400,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte
506.806,70 507.348,70
3. geleistete Anzahlungen 4.790,00 320.799,00
760.996,70 1.077.547,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 22.484.816,01 21.515.319,01
2. technische Anlagen und Maschinen 21.678.305,15 19.296.985,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.734.529,12 1.692.419,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau 990.062,24 1.614.744,32
46.887.712,52 44.119.467,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 132.970,45 132.970,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.498.408,77 1.543.900,54
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.264,72 3.858,65
1.640.643,94 1.680.729,64
Summe I. - III. 49.289.353,16 46.877.744,94

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen folgende, jeweils zu Anschaffungskosten bewertete, 100%ige Beteiligungen: 16.237,59 EUR an der AMINO Manufacturing South Africa (Pty) Ltd. und 100.839,29 EUR an der AMINO Korea Co., Ltd. An der in 2021 gegründeten AMINO INDIA (SALES & DISTRIBUTION) PRIVATE LIMITED hält die AMINO GmbH einen Gesellschaftsanteil von 90 % (15.893,57 EUR), Minderheitsgesellschafter ist die AMINO Korea Co., Ltd. (10 %).

Die AMINO Manufacturing South Africa (Pty) Ltd., Durban, weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von umgerechnet - 2.403.551,95 EUR und einen Verlust von umgerechnet 610.353,75 EUR aus.

Die AMINO Korea Co., Ltd., Seoul, weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von umgerechnet 62.250,06 EUR und einen Jahresüberschuss von umgerechnet 23.545,84 EUR aus.

Die AMINO INDIA (SALES & DISTRIBUTION) PRIVATE LIMITED, Mumbai, weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von umgerechnet - 36.097,18 EUR und einen Verlust von umgerechnet 24.380,13 EUR aus.

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um zum Nennwert bewertete langfristige Kapitalforderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen AMINO Manufacturing South Africa (Pty) Ltd. (1.361 TEUR) und AMINO INDIA (SALES & DISTRIBUTION) PRIVATE LIMITED (138 TEUR).

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind auf Anschaffungskostenbasis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten verursachungsgerecht zurechenbare Gemeinkostenanteile, den durch die Fertigung veranlassten Wertverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Abschläge berücksichtigen gesetzliche Vorschriften gemäß Niederstwertprinzip.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 14 TEUR (i.V. 15 TEUR) auf Zinsforderungen (Restlaufzeit unter einem Jahr) und 2.477 TEUR (i. V. 1.804 TEUR) auf Ansprüche aus Lieferungs- und Leistungsverkehr mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter von 19 TEUR (i. V. 0 TEUR) mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge in Höhe von 46 TEUR (i. V. 153 TEUR) enthalten, welche rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Kassenbestände sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Mittelkurs im Entstehungszeitpunkt bewertet. Zum Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages.

Das voll eingezahlte Gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage umfasst in Höhe von 166.600,00 EUR das im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung in 2007 gezahlte Aufgeld sowie in Höhe von 40.527,83 EUR den Vermögenszuwachs aus der Verschmelzung mit der AmStor GmbH zum 1. Januar 2018.

Entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung sollen 1.500.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen eingestellt werden, sowie ein Bilanzgewinn von 137.110,44 EUR auf neue Rechnung vorgetragen werden. Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag in Höhe von 395.003,44 EUR (i. V. 252.181,56 EUR) enthalten.

Aufgrund der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung darauf entfallender passiver latenter Steuern sind 174.398,47 EUR (i. V. 174 TEUR) ausschüttungsgesperrt.

Der Sonderposten umfasst Zuschüsse für die Anschaffung von Anlagegütern. Die Auflösung erfolgt ratierlich entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Steuer- und sonstige Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Die Rückstellungen für sonstige Zwecke enthalten insbesondere ausstehende Rechnungen 737 TEUR (i. V. 602 TEUR), Gewährleistungen 207 TEUR (i. V. 80 TEUR) und Personalkosten 60 TEUR (i. V. 183 TEUR).

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 44.717 TEUR sind durch Grundschulden in Höhe von 5.050 TEUR sowie durch Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen und Anlagen bzw. des Vorratsvermögens und durch Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 12.569 TEUR (i. V. 16.122 TEUR) innerhalb eines Jahres fällig. 32.217 TEUR (i. V. 37.350 TEUR) haben eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr am Abschlussstichtag gegenüber Kreditinstituten nicht.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 4.494 TEUR sind wie im Vorjahr keine langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren enthalten. Verbindlichkeiten von 129 TEUR (i. V. 209 TEUR) besitzen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 4.365 TEUR (i. V. 9.428 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.533 TEUR besitzen alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Passive latente Steuern entfallen auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und sind unter Beachtung der aktuellen Ertragssteuersätze bilanziert.

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 bewertet; § 256a HGB wird beachtet.

Das Kursänderungsrisiko aus Beschaffungsgeschäften war in 2023 durch Devisentermingeschäfte in Höhe von insgesamt 20,6 Mio. USD mit einem gewogenen durchschnittlichen Sicherungskurs von 1,0663 USD/EUR abgesichert.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach folgenden geographischen Märkten aufgliedern:

Umsätze Inland 8.070 TEUR (i. V. 8.468 TEUR),
Umsätze Europäische Union (i. S. d. UStG) 18.090 TEUR (i. V. 16.408 TEUR),
Umsätze Drittland (i.S. d. UStG) 33.131 TEUR (i. V. 30.814 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aufgrund von Strom- und Energiepreisbremsen von 948 TEUR (i.V. 0 TEUR), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von 151 TEUR (i. V. 162 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 33 TEUR (i.V. 44 TEUR), sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 234 TEUR (i.V. 67 TEUR).

179 TEUR (i. V. 181 TEUR) der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen auf Aufwendungen für Altersvorsorge.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen 49 TEUR (i. V. 32 TEUR) und entfallen in Höhe von 48 (i.V. 31) TEUR auf verbundene Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 528 TEUR (i. V. 184 TEUR) enthalten.

Aus Währungsumrechnungen sind im Geschäftsjahr 2023 180 TEUR (i.V. 173 TEUR) Erträge und 91 TEUR (i.V. 92 TEUR) Aufwendungen entstanden.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt 681 TEUR. Sie resultieren im Wesentlichen aus einem Bestellobligo in Höhe von 61 TEUR (i.V. 392 TEUR) im Zusammenhang mit Investitionen in das Anlagevermögen und aus Leasingverträgen. Zur Vermeidung der Kapitalbindung bzw. zu Finanzierungszwecken hat die Gesellschaft die Verträge vorwiegend für Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen umfassen zum Bilanzstichtag über ihre gesamte Restlaufzeit 380 TEUR, wovon 181 TEUR in 2024, 199 TEUR in 2025-2028 sowie 0 TEUR in 2029 fällig sind. Ferner besteht eine finanzielle Verpflichtung von 240 TEUR aus einer Grundpreisvereinbarung mit einem Erdgaslieferanten. Die Grundpreiszahlungen sind hälftig in 2024 und in 2025 fällig.

Geschäftsführer ist Herr Dr. rer. nat. Lutz Thomas, Diplom-Lebensmittel-Ingenieur.

Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB beansprucht.

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB:

Gewerbliche Arbeitnehmer 43
Angestellte 91
Geringfügig Beschäftigte 2
136

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 166 TEUR. Es gliedert sich auf in Abschlussprüfungsleistungen 128 TEUR, Steuerberatungsleistungen 37 TEUR und sonstige Leistungen 1 TEUR.

Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken bei Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 6,0 Mio EUR wurden Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Das abgesicherte Risiko beträgt 277 TEUR (beizulegender Zeitwert). Aufgrund der Übereinstimmung der Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft handelt es sich bei der Bewertungseinheit um einen Micro- Hedge. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis 31. Dezember 2024 vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels der critical terms match-Methode ermittelt. Die Abbildung des wirksamen Teils der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Zur Begrenzung der Wechselkursrisiken aus Beschaffungsgeschäften wurden in Höhe von 4,8 Mio. USD Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das abgesicherte Risiko beträgt -113 TEUR (beizulegender Zeitwert). Bei der Bewertungseinheit handelt es sich aufgrund übereinstimmender Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft um einen Micro-Hedge. Bis zum 31. Dezember 2024 gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels der critical terms match-Methode ermittelt. Die Abbildung des wirksamen Teils der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ereignet.

 

Frellstedt, den 13. Februar 2024

AMINO GmbH

gez. Dr. Lutz Thomas

Geschäftsführung

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Amino GmbH (HRB 200457 des AG Braunschweig) ("AMINO") hat die Herstellung von Aminosäuren und ähnlichen Substanzen sowie der Beteiligung an auf diesem Gebiet tätigen Unternehmen zum Geschäftszweck. Die drei Tochterunternehmen Amino Manufacturing South Africa (Pty) Ltd. ("AmSA") in Illovo Park, KwaZulu Natal (Südafrika), Amino Korea Co. Ltd. ("AmKo") in Seoul (Südkorea) (beide jeweils 100%) und Amino India (Sales & Distribution) Pvt. Ltd. ("AmIndo") in Mumbai (Indien) (90%) ergänzen die auf Internationalisierung abzielende Wachstumsstrategie in Bezug auf die Produktion, Beschaffung von Rohstoffen und den weltweiten Vertrieb der Produkte.

Aminosäuren und ähnliche Produkte, die in pharmazeutischen Anwendungen als aktive Wirkstoffe, als inerte Hilfsstoffe (Excipients), als Intermediate oder in biopharmazeutischen Prozessen als Nährstoffe zur Gewinnung von Wirkstoffen und Arzneimitteln sowie in diätetischen Ernährungsprodukten eingesetzt werden, markieren den Produktmix des Unternehmens und definieren zugleich den Zielmarkt. Der Unternehmenszweck, nämlich einen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung menschlicher Gesundheit zu leisten, somit die Fokussierung auf strikte Produktspezifikationen und Qualitätsanforderungen, die Anwendung der Regeln des Qualitätssicherungssystems der Good Manufacturing Practice (GMP) für pharmazeutische Zielkunden und ergänzt durch Food Safety System Certification 22000 (FSSC 22000) für Nutrition-Kunden, charakterisiert das Geschäft weiter. Engmaschige Kunden- und Behördenaudits ebenso wie die weltweite Registrierung und Hinterlegung von Drug Master Files und vergleichbarer Dossiers begleiten die Internationalisierung des Vertriebs und den schrittweisen Aufbau einer globalen Vermarktungspräsens.

Den Tochterunternehmen AmKo und Amlndo kommt eine tragende Rolle bei der Markterschließung mit Schwerpunkt auf den asiatischen Kontinent, insbesondere den indischen Subkontinent, und der Stärkung qualifizierter, resilienter Lieferketten zu. Die Tochterunternehmen sollen personell / fachlich gestärkt und ausgebaut, der Vertrieb dezentralisiert werden. Ausgewählte Vertriebspartner setzen zusätzlich regionale Schwerpunkte und beschleunigen so die Internationalisierung des Geschäfts. Während der Vermarktungsschwerpunkt traditionell auf global agierende multinationale Key Accounts ausgerichtet war, sollen durch strukturelle Ergänzungen auch regional agierende Kunden des Zielmarkts angesprochen werden.

Nachhaltigkeit mit sämtlichen Facetten des ESG - Scores, nämlich Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) und dessen Management in Anlehnung an die Arbeitsweise der Qualitätssicherung nimmt zunehmend eine zentrale Rolle bei den Unternehmenszielen und deren Weiterentwicklung ein.

Die Transformation des Standortes in Frellstedt, einer ehemaligen Produktionsstätte zur Herstellung von Flüssigzucker, hin zu einem modernen Zentrum zur Herstellung von essenziellen Nährstoffen und pharmazeutischen Wirkstoffen wird unter besonderer Berücksichtigung kompakter Arbeitsweisen, der Modernisierung der Versorgungs/Entsorgungsinfrastruktur unter Beachtung von Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitszielen und dem Betrieb eines Innovationszentrums fortgesetzt. Die Digitalisierung interner Prozesse und Dokumentationen wird weiter forciert.

Resiliente Lieferketten für Rohwaren, die weltweit von langjährig qualifizierten Lieferanten beschafft werden, sind Ausgangspunkt und integraler Bestandteil der Liefer- und Wertschöpfungskette. Die validierte Verarbeitung im 24/7 - Kampagnenbetrieb in modernen an die Produkteigenschaften und Zielspezifikationen angepassten Multi-Purpose-Anlagen, die kontinuierlich und graduell optimiert werden, erschließt ein Produktsortiment von wachsender Tiefe und Breite.

Der Geschäftsbereich AminoVation hat die Entwicklung neuer Produkte, Formulierungen und Prozesse zum Ziel. So wird an einer Vervollständigung des Aminosäuren-Sortiments, der Optimierung bestehender Produktionsprozesse, der Adaptierung der begleitenden Analytik und der Entwicklung neuer Produkte und Problemlösungen für den Zielmarkt geforscht. Erste Ergebnisse liegen vor. Sie sollen hochskaliert und zur technischen Produktionsreife geführt werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Überblick

Das Berichtsjahr 2023 ist von einer Vielzahl exogener Faktoren bestimmt. Neben den Nachwirkungen der zwischenzeitlich als überwunden eingestuften Covid-19-Pandemie und den Auswirkungen bestehender und neuer geopolitischer Konflikte auf Lieferketten in Bezug auf Liefersicherheit und Einstandspreise, nicht nur für Rohwaren, sondern insbesondere für Energie, die AMINO als energie-intensives Unternehmen in besondere Weise tangieren, hat die in 2023 weiterhin überbordende Inflation von durchschnittlich 5,9 % 1) massive Auswirkungen auf die Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die Steigerung des Personalaufwandes (verstärkt durch der Arbeits- und Fachkräftemangel) und das Zinsniveau. Als weltweit operierendes Unternehmen im Wettbewerb mit Marktteilnehmern, die infolge ihrer geographischen Herkunft weniger oder nicht von den beschriebenen Preissteigerungen betroffen sind, ist eine kurzfristige Weitergabe der erhöhten Herstellkosten an dem Markt nicht vollumfänglich möglich.

1) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html#:~:text=%E2%80% 9EDie%20Inflationsrate%20f%C3%BCr%20das%20Jahr,Brand%2C%20Pr%C3%A4sidentin%20des%2 OStatistischen%20Bundesamtes

Zusätzlich wirkt sich unterjährig aus, dass infolge der massiv gestiegenen Zinsen für die Finanzierung des Umlaufvermögens und daraus folgend der im zweiten Halbjahr eingetretenen Rejustierung der Bewertung der Notwendigkeit erhöhter Vorratsbestände entlang der Lieferkette der Absatz der Produkte spürbar gesunken ist. Im Lichte stagnierender Absätze trotz anderslautender Planung resultieren spürbare Abweichungen bei der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.

Im Geschäftsjahr hat AMINO das langjährige Marktwachstum nach unserer Einschätzung von 4 - 5 % p.a. mit einem Umsatzwachstum von 6 % bei nahezu unverändertem Absatz marginal überschritten, das Budget indes klar verfehlt. Trotz fortbestehender geopolitischer Krisen überwiegt am Absatzmarkt die Überzeugung zur Begrenzung des Umlauf- / Vorratsvermögens. Sicherheitsbestände werden abgebaut, Umsätze verschoben und längere Zahlungsziele vereinbart. Nachfragebedingt ergibt sich perspektivisch und mindestens kurzfristig ein Angebotsüberhang, der Preisdruck steigt. Unternehmensseitig wird mit einer Angebotskonsolidierung gerechnet.

2.2. Ertragslage

Bei einem leicht unterdurchschnittlichen Umsatzwachstum wird im Berichtszeitraum ein Jahresumsatz von 59,3 Mio. € (im Vj. 55,7 Mio. €), der mit 6,5 Mio. € unter dem geplanten Budget liegt, erzielt. Trotz eines Absatzrückgangs unter das Planniveau wurde nahezu durchgängig auf allen Produktionslinien gefertigt. Der massive Bestandsaufbau an Fertigerzeugnissen in Höhe von 6,8 Mio. € (im Vj. + 2,1 Mio. €) steigert die Gesamtleistung deutlich auf 66,1 Mio. € (im Vj. 57,8 Mio. €). Das Gesamtleistungswachstum beträgt somit 14 %. Die Gesamtleistungsrendite reduziert sich indes massiv auf 3,0 % (im Vj. 9,4 %) und die Planung wird um 4,8 %-Punkte verfehlt.

Der Schwerpunkt der finanziellen Kennzahlen zur Steuerung unseres Unternehmens hat sich durch interne Maßnahmen im Geschäftsjahr verändert, im Gegensatz zum Vorjahr fällt die Umsatzrendite als finanzieller Leistungsindikator weg.

Geschäftsmodell-bedingt ist es die wesentlichste Voraussetzung für den Geschäftserfolg, geeignete Roh-Aminosäuren in stabilen Lieferketten zu beschaffen und unter GMP und/oder FSSC-Regeln zu hochwertigen, reinen pharmazeutischen Wirkstoffen und Nährstoffen zu verarbeiten. Steigende Rohwareneinstandspreise und Verarbeitungskosten, jeweils bewirkt durch im internationalen Vergleich außerordentlich hohe Hilfs-, Betriebs- und Energiekosten, alle Faktoren gemeinsam berechnet als Materialaufwandsquote, reduzieren die Mehrschöpfung signifikant. Eine unmittelbare Weitergabe an den Markt ist nicht möglich, eine kurzfristige Partizipation an gegen Ende des Geschäftsjahres fallende Beschaffungskonditionen kann durch den bereits erfolgten Bestandsaufbau erst zeitversetzt realisiert werden. Die Materialaufwandsquote steigt auf im Periodenvergleich auf unbefriedigende 67,9% der Gesamtleistung (im Vj. 59,2%) und erreichte die Prognose von 62,1% um 5,8%-Punkte nicht. Im Periodenvergleich des letzten Jahrzehnts ist die Materialaufwandsquote krisen- und inflationsbedingt übersteigert und wird sich perspektivisch wieder reduzieren.

Der Rohertrag (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand) bei durchschnittlich um 7,0 % erhöhten Verkaufspreisen fällt um 1,3 Mio. € auf 23,2 Mio. € (im Vj. 24,5 Mio. €), bezogen auf die Gesamtleistung von im Vorjahr 42,5 % unverkennbar auf 35,1 %.

Der Personalaufwand wächst um 0,3 Mio. € auf 7,9 Mio. € (im Vj. 7,5 Mio. €). Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung fällt infolge der Ausweitung des Umsatzes und der Gesamtleistung auf 11,9 % (im Vj. 13,1 %).

Zum 31.12.2023 beschäftigt AMINO 128 Mitarbeiter/-innen, davon 89 Angestellte, 35 Lohnempfänger, 3 Auszubildende, 1 Praktikanten und 0 geringfügig Beschäftigte. 43 weibliche und 85 männliche Mitarbeiter errechnen sich zu 120 Vollzeit-Äquivalenten (= Full-Time Equivalents (FTE)). Zur Teilkompensation des unterplanmäßigen Jahresumsatzes bei nahezu plankongruenter Gesamtleistung und dem prospektiv überhöhten Bestand an Fertigerzeugnissen wurde ein temporärer Stellenabbau um 17 FTE umgesetzt.

Auf eine Produktion in der südafrikanischen Tochtergesellschaft AmSA wurde überwiegend verzichtet. Die Strategie für AmSA im Rahmen der Lieferkette wird aktuell an die geänderten Marktverhältnisse adaptiert. Es werden 11 Mitarbeiter/-innen beschäftigt, bei AmKo ist nur der Geschäftsführer angestellt. Amlndo beschäftigt keine Mitarbeiter.

Die Abschreibungen sinken leicht um 0,1 Mio. € auf 4,0 Mio. € (im Vj. 4,1 Mio. €).

Die gestiegene Gesamtleistung bei zugleich hinter der Planung zurückgebliebenen Umsatzerlösen wurde durch zusätzliches Fremdkapital finanziert. Angesichts des sprunghaft gestiegenen variablen Zinssatzes steigt der Zinsaufwand folgerichtig um 0,9 Mio. € auf 2,8 Mio. € (im Vj. 1,9 Mio. €) an.

Das Geschäftsergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 2,0 Mio. € (im Vj. 5,4 Mio. €) spiegelt die durch externe Krisen bedingte Erhöhung des Material-, Personal- und Zinsaufwands wider und ist enttäuschend. Die Planung von 5,3 Mio. € wurde mit einer Abweichung von 3,3 Mio. € nicht erreicht.

Der EBIT (Jahresüberschuss + Steuern + Fremdkapitalzinsen) beträgt 4,7 Mio. € (im Vj 7,3 Mio. €), der EBITDA (EBIT + Abschreibungen) 8,7 Mio. € (im Vj. 11,4 Mio. €).

2.3. Finanzlage

Die Unternehmensfinanzierung stellt auf den Konsortialdarlehensvertrag vom 9. Oktober 2020 ursprünglich mit einem Gesamtvolumen von 59,4 Mio. € unter Führung der Nord LB ab. Zwei bilaterale Fazilitäten der Nord LB und der LBBW von jeweils 1,5 Mio. € zur Gegenfinanzierung des erhöhten Liquiditätsbedarfs ergänzen den Konsortialkredit. Die Konsortialfinanzierung umfasst zwei Tranchen für die Finanzierung des Anlagevermögens sowie eine Bodensatz-Finanzierung und bilaterale Kontokorrent-Linien zur Finanzierung des Workings Capitals. Es bestehen zudem zwei Factoring Vereinbarungen, nämlich mit der Deutschen Factoring Bank und der SüdFactoring sowie eine faktische Thesaurierungsverpflichtung für den jeweiligen Jahresüberschuss.

Zugleich bestehen am Bilanzstichtag frei verfügbare Kreditlinien in Höhe von 4,1 Mio. €. Auf der Beschaffungsseite werden Rohwareneinkäufe durch klassische Devisen-termingeschäfte abgesichert.

Die planmäßig vorgesehenen Tilgungen sind erfolgt, die variablen Zinsen wurden stichtagsgetreu ausgeglichen. Eine Neustrukturierung der Unternehmensfinanzierung befindet sich in der Abstimmung mit den Konsorten.

2.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduziert sich im Wesentlichen als Ergebnis des abschreibungsbedingten Rückgangs des Sachanlagenvermögens (-2,8 Mio.€), der Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen trotz Bestandaufbau an Fertigerzeugnissen (-1,3 Mio. €) und vor allem durch den signifikant gestiegenen Forderungsverkauf (Factoring) (-7,3 Mio. €) um 12,1 Mio. € auf 79,8 Mio. € (im Vj. 91,9 Mio. €)

Mit der Reduzierung der Lieferkettenstörungen und im Lichte sprunghaft gestiegener Fremdkapitalzinsen ist die Rückführung des Umlaufvermögens um 9,7 Mio. € angezeigt und wird auch prospektiv fortgesetzt. Geringfügige Investitionen ins Anlagevermögen ergänzen der Sachanlagenbestand geringfügig, werden aber durch die Abschreibung überkompensiert.

Das Verhältnis Anlagevermögen zu Umlaufvermögen verschiebt sich von 53,6 % zu 45,8 % im Vorjahr im Berichtsjahr auf 58,8 % zu 40,6 %, d.h. die Anlagenintensität wächst als Ergebnis der reduzierten Umlaufintensität.

Als nichtfinanziellen Leistungsindikator legen wir Investitionen in Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Steigerung der Energie-Effizienz und der Reduzierung des Frischwasserverbrauchs fest. Die geplanten Investitionen von 50 TEUR wurden in 2023 nicht getätigt. Die geplante Machbarkeitsstudie soll in 2024 beauftragt werden.

Nach Thesaurierung des Jahresüberschusses in Höhe von 1,2 Mio. € (im Vj. 3,6 Mio. €) und unter Berücksichtigung von 70 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse wächst das Eigenkapital auf 26,3 Mio. €. (im Vj. 25,1 Mio. €) an. Die Eigenkapitalquote wächst infolge der reduzierten Bilanzsumme auf 32,9 % (im Vj. 27,3 %).

2.5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Nach mehreren krisenbehafteten Jahren mit Lieferkettenstörungen und Disruption, knapper gelegentlich unzureichender Versorgung des Pharma- und Nutritionsmarktes mit lebensnotwendigen Aminosäuren, geopolitisch verursachter Energieknappheit und eskalierender Inflation hat sich das Versorgungsbild zuletzt gewandelt. Vielfach opportunistisch vor allem in den Food-Markt eingetretene Anbieter aus Fernost sorgen kurzfristig für einen Angebotsüberhang an Rohaminosäuren, Preise fallen bei zudem ggü. dem Vorjahr leicht gestärktem EUR/USD-Währungskurs. Am Spotmarkt werden für Erdgas und Elektrizität Preise auf Vorkrisen-Niveau angeboten, auch die Inflation ist auf dem Weg der Normalisierung. Es gibt erste Indikatoren, dass auch die Zinsentwicklung rückläufig ist, mindestens aber stagniert.

AMINO partizipiert an diesen Verbesserungen des Marktumfeldes kurzfristig nur in geringem Umfang. Mittel- und längerfristig wird unserer Einschätzung nach eine Marktkonsolidierung zulasten derjenigen Opportunisten, die mit einem sehr begrenzten Produktsortiment auf den Markt drängen, gerechnet. Kurzfristig werden die vergleichsweise hohen Bestände entlang der Lieferkette abgebaut und in Liquidität konvertiert werden. Es ist ein striktes Kostenmanagement erforderlich. Zugleich werden neue Produkte und Angebote entwickelt, registriert und vertrieben.

Im Ergebnis stellen sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz starker Kostenzuwächse, die kurzfristig nicht weitergegeben werden können, geordnet, wenn auch strapaziert dar.

Höchste Beachtung finden aktuell das Liquiditätsmanagement unterstützt durch Neukundenerschließung, CMO-Produktionsmodelle und die Intensivierung von Distributionsvereinbarungen.

Die Neustrukturierung der Unternehmensfinanzierung ist angestoßen und befindet sich in Umsetzung.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Aminosäuren sind als Bausteine der Proteine lebensnotwendig und unterliegen weder einer Life Cycle Dynamik noch einem Substitutionsrisiko. Das organische Wachstum des Zielmarktes, also der pharmazeutischen Industrie und/oder klinisch-diätetischer Anwendungen, ist ausweislich des Feedbacks maßgeblicher Markteilnehmer stabil und wird geschürt vom demographischen Wandel, vom wachsenden Stellenwert des Bewusstseins für die menschliche Gesundheit, von sozio-ökonomischen Faktoren, wie Life Style Entscheidungen und Wohlstandssteigerungen in Schwellenländern. Vermarktungsrisken bestehen insofern nicht.

Qualitätsrisiken werden durch die strikte Anwendung der international bewährten Guidelines und Regelwerke der Good Manufacturing Practice (GMP) und ergänzender Systeme adressiert. Regelmäßige Schulungen, Trainings, Kunden- und Behördenaudits festigen das Qualitätssicherungswesen und machen es zu einer Unternehmenskonstante. Die Qualitätskontrolle in modernen chemischen, mikrobiologischen und instrumentellen Laboren sowie die Qualifizierung der Anlagen und Validierung der Prozesse gehören zum Selbstverständnis dieser Facette des Risikomanagements. Die Rohwarenbeschaffung unterliegt fest verschriftlichten Regeln, sämtliche Lieferanten werden routinemäßig und wiederholt Audits unterzogen und bei Erfüllung festgeschriebener Maßstäbe qualifiziert.

AMINOs Unternehmensstrategie mit den beiden Säulen Internationalisierung des Aminosäuren-Geschäfts und Innovationen für den Zielmarkt wird um eine dritte Dimension erweitert, nämlich um Formulierungen bzw. Problemlösungen erweitert. In die letztere Zielsetzung wird in Bezug auf Anlagentechnik und durch Forschung & Entwicklung investiert. Sämtliche proteinogenen Aminosäuren in Verbund mit den maßgeblichen internationalen Dokumentationen und Registrierungen stellen einen Meilenstein der Internationalisierungs-strategie dar. Aminosäuren-Derivate und für AMINO neue Wirk-/Nährstoffe und Excipients sollen folgen.

Nachhaltigkeit rückt zunehmend in den Fokus. Neben Energie-, Wasser-, Abwasser- und Abfall-Projekten und Zielsetzungen zu deren Reduzierung sollen auch die Bereiche Soziales und Governance verstärkt adressiert werden. Ein adäquater ESG-Score ist maßgeblich für die Qualifizierung als Lieferant ebenso wie für die Sicherstellung der Finanzierbarkeit von Wachstumsprojekten. Bereits aus betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit ist die Steigerung der Energie-Effizienz, die Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks und die Optimierung der Frischwasser- und Abwasserströme angezeigt. Das Energie-Management-System ist nach DIN ISO 50001 zertifiziert und wird kontinuierlich auf Grundlage konkreter Maßnahmen und Projekte weiterentwickelt. Die ESG-Pfeiler Soziales und Governance werden periodisch auditiert und zertifiziert.

Die Störung der Lieferketten für Rohwaren und Produkte ist weitgehend überwunden. Anders als noch im Vorjahr ist die Reduzierung des Umlaufvermögens und der Kapitalbindung gerade in Zeiten hoher Finanzierungskosten einerseits und hoher Fertigwarenbestände bei den Zielkunden angezeigt. Angesichts hoher Bestände an Fertigerzeugnissen ist die Drosselung der Produktion in den drei Produktionswerken (jeweils in Abhängigkeit des Verhältnissen Bestand im Vergleich zum Bedarf) ebenso angelaufen wie ein noch umsichtigeres Kostenmanagement.

Der Arbeits- und Fachkräftemangel bleibt ein kritischer Faktor für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens, auch wenn in der kurzfristigen Betrachtung, wegen der Notwendigkeit zur Drosselung der Produktion, Arbeitsplätze abgebaut wurden. Erste Erfolge wurde mit der Rekrutierung von Mitarbeiter/innen im Ausland erzielt, eine Entwicklung, die fortgesetzt werden soll. Ergänzend werden Routinearbeiten digitalisiert und möglicherweise outgesourct, die Tochterunternehmen gestärkt und personell ergänzt.

Die langfristigen Entwicklungsziele bleiben unverändert

Vervollständigung des Sortiments pharmazeutisch-nutritiver Aminosäuren inklusive der vollständigen Produktdokumentation und Registrierung,

Ausbau der weltweiten Präsenz durch Tochterunternehmen und strategische Partnerschaften,

Skalierung aktueller Projekte und Akquisition neuer Innovationsprojekte für AminoVation,

Identifikation und Umsetzung von Projekten zur Stärkung der Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Energie-Effizienz und des Frischwasserverbrauchs,

Forcierung von Digitalisierungsprojekten zur Integration betrieblicher Prozesse unter Einbeziehung der Tochterunternehmen

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund angespannter Liquidität kritisch. Damit die Fortführung der Gesellschaft nicht gefährdet ist, ist es notwendig kurzfristig folgende Maßnahmen mit den finanzierenden Kreditinstituten umzusetzen:

Aufrechterhaltung der bisherigen Kreditlinien

Zur Verfügungstellung weiterer finanzieller Mittel in Höhe von 3 Mio. €

Diese Notwendigkeiten werden mit der Neustrukturierung des Konsortionaldarlehens angestrebt. Die Verhandlungen hierzu sollen bis März 2024 abgeschlossen werden.

Das Vermarktungsrisiko ist für 2024 gering, 80 % der budgetierten Verkäufe sind in Verträgen und festen Zusagen begründet. 2024 wird als Transformationsjahr gesehen, indem die im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Umsätze gestoppt und durch neue Angebote ergänzt werden.

Die Umsatzplanung für 2024 sieht Umsatzerlöse von 40,5 Mio. € vor. Die budgetierte Gewinnerwartung weist 0,4 Mio. € vor Ertragssteuern bei einer Gesamtleistungsrendite von 0,8 % und einer Materialaufwandsquote von 55,4 % aus. Zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele geben wir eine Machbarkeitsstudie zur Umstellung unserer Energieversorgung auf Fernwärme in Auftrag. Für 2025 gehen wir auf Grundlage der mittelfristigen Planung von einer Trendwende zurück zu im Branchenvergleich überdurchschnittlichem Wachstum aus.

 

Frellstedt, 13.Februar 2024

Amino GmbH

gez. Dr. Lutz Thomas

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMINO GmbH, Frellstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMINO GmbH, Frellstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMINO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe zur Going-Concern-Prämisse im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in der Angabe zur Going-Concern-Prämisse und Abschnitt 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche GegebenAußerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Braunschweig, den 13. Februar 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Johannes, Wirtschaftsprüferin

Troch, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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