ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH
Ziegeleistraße 3B, 99880 Waltershausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Bonn seit 9.1.2014 | Geschäftsführer |
Sven Hofmann seit 9.1.2014 | Prokura |
Sven Ohlmeyer seit 9.1.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ModellTechnik Rapid Prototyping GmbHWaltershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens 1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens Das Unternehmen besteht seit 1991 und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 108902 eingetragen. Sitz der ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH ist 99880 Waltershausen/Th. Es besteht eine Tochtergesellschaft in Pune (Indien), die sich mit der Erstellung von Konstruktionen befasst. Wir sind ein renommierter Entwicklungsdienstleister für die Industrie - hier insbesondere die Automobilindustrie - die Elektroindustrie und die Medizintechnik. Unsere Produktpalette gliedert sich in folgende Kernbereiche mit dem zweckentsprechenden Engineering: - Muster- und Prototypenbau - Prototypen-Formenbau - Kunststoffteilefertigung - Lehren und Vorrichtungsbau Dabei greifen wir auf eine Vielzahl von Fertigungsverfahren zurück. Seit über 32 Jahren befassen wir uns darüber hinaus mit der additiven Fertigung (3-D-Druck). Hier arbeiten wir mit den Fertigungsverfahren Stereolithografie (SLA), Selective Laser Sintering (SLS) sowie Metal-Laser-Sintering (MLS). Im Vordergrund steht das Rapid Prototyping, gefolgt von der projektbezogenen Einzelfertigung sowie die Herstellung von Komponenten und komplexen Baugruppen sowie die Kleinserienfertigung im Kunststoffbereich. In Westeuropa zählen wir in diesem Segment zu den bedeutenden Unternehmen. 2. Forschung und Entwicklung Im Mai 2021 haben wir das ZIM-Projekt "Polytool" zusammen mit unserem Projektpartner "Neue Materialien Bayreuth" gestartet. Ziel des geplanten Projektes ist die Entwicklung von Werkzeugeinsätzen mit erhöhter Lebensdauer und verbesserten Verschleißeigenschaften zur Produktion von Kunststoffspritzgusskomponenten. Um dies zu realisieren, soll der Kern dabei aus additiv gefertigten Polymeren bestehen, was eine Verbesserung der Oberflächeneigenschaften ermöglicht. Zudem soll eine metallische Beschichtung die mechanischen Eigenschaften erheblich verbessern, sowie die Lebensdauer der hergestellten Werkzeugeinsätze erhöhen. Weiterhin soll die Oberfläche vor und nach dem Beschichtungsprozess optimiert werden, wodurch die Haftungsfestigkeit, sowie die Maßhaltigkeit des Werkzeugeinsatzes gewährleistet werden soll. Momentan sind wir beim Aufbau bzw. der Validierung von unterschiedlichen Materialien der Formeinsätze angekommen, da erste Tuschierversuche Probleme mit Verzügen bei den Formeinsätzen gezeigt haben. Auch die Stabilität der Beschichtung ist durch die Oberflächenbeschaffenheit noch nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund hatten wir das Projekt zusammen mit unserem Projektpartner bis zum 30.06.2023 verlängert. Ende September 2023 haben wir zusammen mit unserem Projektpartner den Abschlussbericht eingereicht und somit das Projekt abgeschlossen. Als Fazit lässt sich grundsätzlich sagen, dass die Anwendbarkeit im Spritzgussbereich nur eingeschränkt gegeben ist. Dies ist vor allem den hohen Temperaturen und Drücken im Spritzgussprozess geschuldet. Im November 2023 haben wir ein weiteres Verbundprojekt "AddiQ" mit dem Thema "Bauteilsicherheit von generativ gefertigten Produkten" gestartet. Auch hier beträgt die Projektdauer 3 Jahre. Aufgabenstellung und Ziel: Ziel des Teilprojektes ist es, im Additiven Fertigungsverfahren Selektives Lasersintern (SLS) eine verbesserte Qualitätssicherung und den Druck von hochwertigen fertigen Teilen mit hohem Durchsatz, ressourcenschonend sowie mit einer geringen Ausschussrate und einer hohen Nachhaltigkeit zu erreichen. Dadurch gliedert sich das Ziel des Einzelvorhabens in das Gesamtziel des Verbundes ein. Neben der Definition und Herstellung von Demonstratoren und Prüfkörpern unterschiedlicher Geometrien stellt ModellTechnik zudem Pulvermischungen von Material bereit. In Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern, welche die Recherche von Bauteil- und Materialeigenschaften mit Hilfe von Prozesssimulationen und -überwachungen sowie Werkstoffprüfungen und Materialcharakterisierungen unterstützen, werden Prozessparameter und Material definiert. I. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2023 aufgrund des Krieges in der Ukraine, den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China, dem Flüchtlingsproblem in Europa, kriegerischen Aktivitäten im Nahen Osten, u.a. den Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Hamas, sowie der beachtlichen Inflation in den Industrieländern vor erheblichen Herausforderungen. Obwohl der Welthandel an Dynamik verlor, ist nach Prognosen (Statista) die Weltwirtschaft in 2023 trotzdem um ca. 3,0 % gewachsen. In China wuchs das BIP 2023 trotz der belastenden Immobilienkrise in 2023 nach Angaben des Statistikamtes in Peking (Cinhua)) noch um 5,2 %. Für Deutschland lief es in 2023 wirtschaftlich nicht gut. Aufgrund der o.a. Krisen und der hohen, auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähigen Energiekosten sowie ein vom Verfassungsgericht gekippter Staatshaushalt, also in einem krisengeprägten Umfeld, musste am Jahresende ein Schrumpfen des Brutto-Inlandsprodukts um 0,3 % hingenommen werden, während in 2022 noch eine Steigerung um 1,8 % zu verzeichnen war. Die Gründe für den Rückgang in 2023 sind oben genannt; hinzu kamen Fachkräftemangel und ein nicht berechenbarer politischer Zick-Zack-Kurs der Ampel-Regierung. Die Entwicklung der Brutto-Wertschöpfung, die insgesamt leicht rückläufig war, gestaltete sich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche (Information, Kommunikation Erziehung, Gesundheit, Unternehmensdienstleister) konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft in 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangen Jahren. Der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %) sowie Information und Kommunikation (+2,6 %) und Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %) waren auf der Seite der Steigerungen. Dagegen ging die Brutto-Wertschöpfung im Handel, Verkehr und Gastgewerbe zurück (- 1,0 %). Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel die deutlich nachgaben, während KFZ-Handel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung (Abschaltung der letzten Atomkraftwerke, weniger Stromproduktion aus Braun- und Steinkohle, vermehrter Strom aus erneuerbaren Energien und vermehrter Stromeinkauf aus dem Ausland). Das verarbeitende Gewerbe (ohne Bau), das fast 85 % des produzierenden Gewerbes ausmacht, war 2023 ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Bereichen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Neben den hohen Energiepreisen waren auch Materialknappheit und kräftig gestiegene Lohnkosten ein Problem für die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe. Die Arbeitnehmerentgelte nahmen in 2023 deutlich um 6,7 % zu. Allerdings nahm die Arbeitsproduktivität -gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen um 1 % ab. Die Kaufkraft der privaten Haushalte ging nicht weiter zurück; trotzdem konsumierten sie preisbereinigt 1,1 % weniger als 2022; sie sparten vor allem bei Gütern mit stark gestiegenen Preisen sowie langlebigen Gütern (Einrichtungsgegenstände, Geräte für den Haushalt - 6,2 %, Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren - 4,5 %). Verbraucherpreis-Index (Preisanstieg) und verfügbares Einkommen stiegen in 2023 in gleichem Umfang (jeweils + 5,9 %). Die hohen Zuwanderungen und eine steigende Erwerbsbeteiligung führten zu einem erneuten Höchststand am Arbeitsmarkt mit durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland. Das waren 333.000 Personen mehr als im Vorjahr. Insgesamt zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt in 2023 in einem schwierigen Umfeld robust. Die Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) konnten preisbereinigt deutlich gegenüber 2022 zulegen (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektro-Autos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch bei dem Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging ( Importe preisbereinigt - 3,0 %, Exporte preisbereinigt - 1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag der das BIP stützte. Die staatlichen Haushalte beendeten nach vorläufigen Berechnungen das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden EUR; das waren 14 Milliarden EUR weniger als 2022 Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat eine Defizitquote von 2 %, die damit deutlich niedriger ist als in den 3 vorhergehenden Jahren. Sie liegt unter dem Referenzwert von 3 % des Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Die Relation der Staatausgaben zum BIP ( Staatsquote) verringerte sich in 2023 auf 48,2 % (2022: 49,5 %). Auch im Vorkrisenvergleich schneidet die deutsche Wirtschaft international schlecht ab: Gegenüber 2019, dem Jahr des Ausbruchs der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland lediglich um 0,7 % und damit deutlich schwächer als in vielen anderen europäischen Staaten. Basierend auf den Prognosen der Europäischen Kommission für das Jahr 2023 wuchs das preisbereinigte BIP seit 2019 in der EU insgesamt um 4,1 %. Seit 2019 ist die Wirtschaftsleistung in den USA demnach um 7,5 % gestiegen und in China um 20,1 %. ( Pressebericht DESTATIS am 15. Januar 2024). Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2023 hin nicht besser entwickelt. Das BIP nahm im IV. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal preisbereinigt um 0,4 % ab. ( DESTATIS Pressebericht v. 30.01.2024). Der von der Regierung veröffentlichte Wirtschaftsbericht 2024 geht von einem Wachstum des BIP in 2024 von 0,2 % und einer Preissteigerung von durchschnittlich 2,8 % aus. 2. Branchenentwicklung in 2023 Als Entwicklungsdienstleister ist die ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH in nennenswertem Umfang für die Automobilindustrie tätig. Diese Branche, die sich in einem beachtlichen Transformationsprozess befindet, ist in Deutschland nach wie vor durch hohe Forschungs- und Entwicklungsbudgets geprägt, die allerdings nach Pressemitteilungen deutlichen Einsparbestrebungen unterliegen. Die VW AG will 400 Mio. EUR in 2024 in diesem Bereich einsparen. Notwendige Aufwände für neue Technologien, emissionsfreie Antriebe oder digitale und vernetzte Dienste werden aber längerfristig die F& E-Ausgaben der Hersteller auf einem hohen Niveau halten. Etablierte Automobilhersteller und ihre direkten Zulieferer stellen zwar nach wie vor die stärkste Umsatzsäule für Entwicklungsdienstleister dar. Die internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet: Europa (EU + EFTA und UK) + 13,7 %, USA + 12,4 % China + 11 %, Japan + 15,8 %). In Deutschland wurden in 2023 gegenüber dem Vorjahr 7 % mehr PKW zugelassen. Die Diskussion wegen zu geringer Reichweiten, ein noch unzureichendes Ladenetz und die Aussicht auf den Einsatz von ressourcenschonenderen Feststoffbatterien sowie die zum Jahresende 2023 eingestellte staatliche Förderung führten zu einem Einbruch der Zulassung von Elektro-Pkw in Deutschland um 16 %. Produziert wurden 2023 in Deutschland 4,116 Mio. PKW (+ 18 %); davon wurden 3,11 Mio. Einheiten - 17 % mehr als in 2022 - exportiert (Pressemitteilungen des VDA). Die weltweiten Automobilmärkte haben in 2023 mit einem prognostizierten PKW-Absatz von 85,7 Mio. Fahrzeugen immer noch nicht den Anschluss an das Jahr 2017 mit rd. 95 Mio. PKW (bisheriger Höchststand) gewonnen (Handelsblatt vom 05.01.2024). In den vorgenannten Zahlen spiegelt sich auch die Entwicklung der Zulieferer-Industrie, die ebenfalls weiterhin vor großen Herausforderungen durch die Transformation steht und deshalb schon für die folgenden Jahren einen deutlichen Personalabbau angekündigt hat. Die Branche der Entwicklungsdienstleister hat nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk von September 2021 (neuere Zahlen liegen nicht vor) spürbar unter der Corona-Pandemie gelitten. Die Inlandsumsätze sind im Jahr 2020 im Schnitt um gut 15 % bei den 24 größten Anbietern gesunken. Das lag im Wesentlichen daran, dass bereits beauftragte Projekte verschoben wurden. In 2023 hatten die Entwicklungsdienstleister eine erhöhte Nachfrage zu verzeichnen. Für die Branche, die im Wesentlichen von der Automobilindustrie und in geringerem Maße auch vom Flugzeugbau, der Elektrotechnik, der Medizin-Technik sowie anderen Industriebranchen getragen wird, verlief die geschäftliche Entwicklung zufriedenstellend. Für 2023 kann derzeit als Tendenz auf die für die ersten 9 Monate veröffentlichten Umsatzzahlen der großen Firmen Bertrandt AG und EDAG-Group zurückgegriffen werden. Folgende Aussage der Fa. Bertrandt AG im Geschäftsbericht 2022/2023 (30.09.2023) deckt sich im Wesentlichen mit den Erfahrungen der EDAG AG und auch der ModellTechnik: "Die vermehrte Nachfrage nach Entwicklungsleistungen, eine steigende Projektvergabe und eine erfolgreiche Projektakquise haben sich im Berichtszeitraum 2022/2023 in unseren Kundenindustrien weiter verfestigt und zu einem Wachstum von 15,7 % gegenüber dem Vorjahr geführt. Das Ergebnis entwickelte sich ebenfalls positiv im Vergleich zum Vorjahr". ModellTechnik ist in der automobilen Wertschöpfungskette im Segment "Prototyping & Testing" tätig. Nach den Recherchen von Lünendonk entfielen 2020 6,7 % (neuere Zahlen liegen nicht vor) der Umsätze der Entwicklungsdienstleister auf "Konstruktion und Bau von Prototypen". Der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie belief sich 2023 in Deutschland auf 72,5 Mrd. EUR (- 5,98 %). Davon entfielen 16,8 Mrd. EUR auf die Verpackungsindustrie (-7,7 % gegenüber 2022). Auf technische Teile (u.a. Fahrzeugindustrie) entfielen 20,94 Mrd. EUR (+ 1,7 %) (Quelle: GKV). Der BVMed wies im Oktober 2023 darauf hin, dass die Medizintechnik-Branche 2023 eine Umsatzsteigerung im Inland gegenüber Vorjahr von 4,8 % erwartet. Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 6,4 % deutlich besser ab. Die Gewinne stehen jedoch durch Kostensteigerung bei Transport-, Rohstoff- und Energiepreisen unter Druck. Trotzdem investieren die Unternehmen weiter verhalten am Produktionsstandort Deutschland und stocken auch das Personal auf. Stand November 2023 ergibt sich folgendes Branchenbild: Über 250.000 Beschäftigte, 1.470 Betriebe über 20 Mitarbeiter, 12.000 Kleinstunternehmen, 93 % KMUs, rd. 500.000 verschiedene Medizin-Produkte. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei 38,4 Mrd. EUR, davon werden rd. 9 % in F&E investiert, die Exportquote liegt bei 67 %. Der Umsatz des europäischen Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern AIRBUS betrug in 2023 65,4 Mrd. EUR und war damit um 11 % höher als im Vorjahr. Der Gewinn stieg um 4 % auf 5,8 Mrd. EUR . Es konnten 2023 mit 735 Flugzeugen 115 mehr als in 2022 ausgeliefert werden. Das Unternehmen verfügt über einen sehr hohen Auftragsbestand. Der VDMA stellt in einer Pressemeldung vom 10.01.2024 (Frankfurter Allgemeine) fest, dass die Auftragsflaute in der Maschinen- und Elektrogeräte-Industrie anhält. Im exportorientierten deutschen Maschinenbau mit mehr als einer Million Beschäftigten sanken die Auftragseingänge im 3-Monatszeitraum September - November 2023 real um 12 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Von Januar bis November 2023 lagen die Auftragseingänge um 1,6 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Umsätze summierten sich (nicht preisbereinigt) in den ersten 11 Monaten in 2023 auf 219,2 Mrd. EUR und übertrafen damit den Wert des Vorjahreszeitraumes um 7,5 %. Die meisten Unternehmen arbeiten immer noch die alten Auftragsbestände aus Vorjahren ab. Unsere Angebotspalette besteht aus einem breiten Spektrum von Fertigungsverfahren. Als zunehmend wichtigeres Verfahren kristallisiert sich der 3D-Druck (additive Fertigung) heraus. Hierzu liegen für 2023 noch keine Umsatzzahlen vor. Als Anhaltspunkt kann hier die Entwicklung von der Fa. Materialise (Belgien) herangezogen werden. Der Umsatz stieg im Jahr 2023 um 10,4 %. Davon stieg das Segment MEDICAL um 19,5 % auf 101,4 Mio. EUR (EBITDA-Marge 26,2 %) und das Segment MANUFACTURING um 6,6 % auf 110,3 Mio. EUR (EBITDA-Marge 6,8 %). 3. Entwicklung der ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH in 2023 ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH ist seit über 32 Jahren erfolgreich in der Branche der Entwicklungsdienstleister - hier speziell in der Sparte Prototypenteile und -komponentenbau - als High-Tech-Problemlöser (Fullliner) für die Optimierung und Beschleunigung der Produktentwicklungsprozesse - speziell in der Entwicklungsdienstleister-Wertschöpfungskette im Arbeitsfeld "Prototyping und Testing" tätig. Trotz der auch in 2023 weiterhin krisenbedingt beachtlichen Herausforderungen konnte das Unternehmen seine Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % steigern. Der Hauptumsatz entfällt auf die Automobilbranche und deren Systemlieferanten. Die übrigen Leistungen resultieren aus Aufträgen der Elektrotechnik, der Medizintechnik und anderen Branchen. Der Prototypen- und Musterbau konnte in 2023, gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 eine um 3,8 % höhere Teilbetriebsleistung bei einem positiven Teilbereichsergebnis in Höhe von TEUR 36,2 (2022: -TEUR 491) verbuchen. Maßgebend hierfür waren insbesondere großteiligere, werthaltigere Aufträge für die Fertigung mit Ersatzwerkstoffen. Allerdings zeichnete sich der Modellbau durch temporäre Unterauslastung der Kapazität seit Mai 2023 aus, was zu einem Rückgang der Leistung in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um 8,4 % mit einem negativen Ergebnis von -TEUR 67,1 führte, während die additive Fertigung mit einer Leistungssteigerung von 9,7 % gegenüber 2022 ein positives Ergebnis (TEUR 72,8) ausweisen konnte. Positiv entwickelte sich auch der Bereich Vakuumguss mit einer Leistungssteigerung um 12,6 %. Im Bereich Formen- und Lehrenbau sowie der Kunststoffteile-Fertigung hat sich die Teilbetriebsleistung im Jahr 2023 gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2022 um 8,8 % erhöht. Die höhere Auslastung der Kapazitäten aufgrund zufriedenstellender Auftragseingänge im I. Halbjahr und in den Monaten November und Dezember 2023 führten zusammen mit deutlich verringerten Aufwendungen für Vorleistungen zu einem positiven Teilbereichsergebnis in Höhe von TEUR 384,1 (2022: -TEUR 1.121,2). Die Vorgehensweise der Automobilindustrie bei Projektvergaben (Einkauf über Plattformen - zunehmende Verlagerung von OEM auf TIER I-Zulieferer) hat sich deutlich im Auftragseingang und dem Auftragsbestand niedergeschlagen, der Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Größenordnung von TEUR 4.678,1 erreichte, was gegenüber Ende 2022 eine Ermäßigung um 18,9 % bedeutete. Allerdings hat sich die Struktur der Aufträge hin zu Orders mit leicht erhöhter Werthaltigkeit verändert. Auch in 2023 haben wir aktiv nur an einer fachspezifischen Messe teilgenommen. Deshalb haben wir versucht, unsere Leistungsfähigkeit mit positiven Auswirkungen auf unseren Bekanntheitsgrad und den Akquisitionserfolg in Fachzeitschriften und mit einer neuen Marketingstrategie zu präsentieren. Das Jahr 2023 stellte wegen der o.a. krisenbedingten Marktentwicklung eine erhebliche Herausforderung für den Vertrieb dar; die noch intensivere Kundenbetreuung (meist über Telefon- und Videokonferenzen) prägten primär die schwierige Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich. Die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern oder Projektteams waren auch nach Beendigung der Corona-Pandemie immer noch sehr kundenspezifisch. Nach wie vor finden Kundenkontakte über Telefon- bzw. webbasierte Meetings statt. Allerdings fanden spezifische Absprachen vermehrt auch wieder vor Ort statt. 4. Lage des Unternehmens Die Gesamtsituation des Unternehmens wird von uns nach wie vor als gut fundiert beurteilt. a) Ertragslage Im Jahr 2023 konnte das Unternehmen einen positiven Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 241,6 ausweisen. Dieses Ergebnis lässt den etwas nachlassenden Preisdruck und die höhere Auslastung der Kapazitäten durch einen gegenüber 2022 um 6,1 % höheren Auftragseingang erkennen. Unsere Jahresplanung für 2023 haben wir hinsichtlich der Gesamtleistung in der Realisierung um 7,6 % unterschritten. Der geplante Material- und Fremdleistungsaufwand konnte mit - 17,1 % dem niedrigeren Ist-Umsatz angepasst werden, was bei der Reduzierung der geplanten Personal- und Gemeinkosten in der Realität (- 2,6 %) nicht gelungen ist. Trotzdem konnte das geplante EBIT um TEUR 71,0 (+ 16,8 %) überschritten werden. Absolute Priorität hatte in unserer Planung für 2023 die Erhaltung unserer Liquidität, welche ganzjährig - gestützt durch ein konsequentes Liquiditäts- und Debitorenmanagement - in vollem Umfang gegeben war. Die von der Hausbank eingeräumte Kreditlinie in Höhe von TEUR 2.000 wurde zu keinem Zeitpunkt beansprucht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere durch die ergebniswirksame Auflösung von sonstigen Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 17,9, die ergebniswirksame Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 60,5, die Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 42,9, Erlösen aus Anlagenverkauf in Höhe von TEUR 5,5, F&E-Förderzuschüssen in Höhe von TEUR 31,0, Messe- und Werbekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 28,5 sowie betriebs- und periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 44,6 geprägt. Corona-Beihilfen haben wir nicht in Anspruch genommen. Neue Rückstellungen und Wertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 610,9 (davon Rückstellung für drohende Verluste TEUR 286,5) gebildet. Der Rohertrag (Deckungsbeitrag I = Gesamtleistung abzüglich Material- und Fremdleistungseinsatz) in Höhe von TEUR 14.685,1 erhöhte sich im Vergleich zu 2022 bei überproportionaler Reduzierung der Vorleistungen (- TEUR 838,4 = - 10,2 %) um 18,0 % bei um 6,8 % höherer Gesamtleistung. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf folgende Einflüsse zurückzuführen: Die in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 23,4 % höheren Auftragseingänge im Prototypen-Formenbau (incl. Kunststoff-Technikum und Lehrenbau) sind auch auf eine Erhöhung der Werthaltigkeit zurück zu führen. Der Einsatz von Vorleistungen in diesem Bereich ist relativ gegenüber dem Jahr 2022 von 36,8 % der Teil-Betriebsleistung auf 26,9 % zurück gegangen; zur um 8,8 % gegenüber dem Vorjahr angestiegenen Teilbetriebsleistung in 2023 ist deshalb eine Ermäßigung der Vorleistung gegenüber 2022 um 20,4 % zu verzeichnen. Dadurch erhöhte sich der Rohertrag von 63,2 % der Teilbetriebsleistung (2022) auf 73,1 % (2023). Das Teilbetriebsergebnis (TEUR 384,1) verbesserte sich dadurch erheblich gegenüber dem Vorjahr (- TEUR 1.121,2). Der Prototypen- und Musterbau (Auftragseingang gegenüber 2022 - 15,4 %) hatte im Vergleich zu 2022 im Geschäftsjahr 2023 noch eine Erhöhung der Teilbetriebsleistung um 3,8 % zu verzeichnen. Der Rohertrag erhöhte sich von 55,9 % der Teilbetriebsleistung in 2022 auf 57,4 % in 2023. Da sich die Selbstkosten gegenüber 2022 um 2,5 % verminderten, konnte in 2023 in diesem Betriebsbereich ein positives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 36,2 (2022: Teilbetriebsverlust -TEUR 491,0) erreicht werden. Für das ganze Unternehmen ergibt sich gegenüber dem Jahr 2022 eine deutlich positivere Entwicklung der Ertragslage in 2023. Bei nach wie vor nur marginal nachgebendem Preisdruck auf den Markt und weiterhin zögerlicher Projektvergabe der Automobilindustrie sowie krisenbedingten Herausforderungen konnte noch eine Erhöhung der Gesamtleistung erreicht werden. Entgegen kam uns dabei auch die nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft, die insgesamt zu einer deutlichen Ermäßigung der Rohstoffkosten und damit der Vorleistungen führte. Die Erhöhung der Energiekosten um 41,9 % gegenüber 2022 wurden dadurch überkompensiert. Ein wesentlicher Posten im Materialeinkauf ist das Aluminium dessen Preis sich für legiertes Material im Durchschnitt in 2023 um 15 % ermäßigte. Zusammengefasst ergibt sich in 2023 folgendes Bild gegenüber dem Jahr 2022:
In den Monaten März, April, Mai und November 2023 wurde im Modellbau noch das Instrument der Kurzarbeit in Anspruch genommen (erstattetes Kurzarbeitergeld TEUR 8,9). Teilweise war aber auch der Einsatz von Leiharbeitern (Aufwand in 2023 TEUR 7,1) erforderlich. Unter Einrechnung dieser Beträge und einer Lohnerhöhung von durchschnittlich 2,8 % ab 01.07.2022, der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie von TEUR 181,9 sowie einem Vertriebsbonus von TEUR 57,5 ergab sich in 2023 ein Personalaufwand (einschließlich Leiharbeitern) in Höhe von TEUR 9.644,0. Dieser lag mit TEUR 169,1 (+ 1,8 %) über den Personalkosten in 2022. Der übrige Betriebsaufwand (ohne AFA auf Sachanlagen und Zinsergebnis) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 209,6 (+6,1 %). Dafür waren vor allem höhere Werbe- und Messekosten (+142,0 %), höhere EDV-Kosten (+ 42,6 %), höhere Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung (+ 33,2 %) verantwortlich. Kompensierend wirkte der geringere Aufwand für Fracht- und Verpackungskosten (-21,1 %) sowie geringerer Miet- und Leasingaufwand (- 30,8 %). Das EBITDA in 2023 errechnet sich wie folgt:
Damit ergibt sich eine Erhöhung des EBITDA gegenüber 2022 (+144,2 TEUR) um TEUR 1.691,5. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die leichte Steigerung der Werthaltigkeit der Aufträge sowie die bessere Kapazitätsauslastung im Formenbau bei nach wie vor hoher Krankenquote in 2023 zu einer noch befriedigenden Entwicklung der Ertragslage des Unternehmens geführt hat. b) Finanzlage Die Finanzstruktur der Gesellschaft hat sich in 2023 wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber Ende 2022 um TEUR 553,0 (- 3,8 %) auf TEUR 13.848,0. Das wirtschaftliche Eigenkapital (incl. 65 % des Sonderpostens aber ohne stille Beteiligungen) erhöhte sich von TEUR 10.221,5 (71,0 % der Bilanzsumme) in 2022 um TEUR 213,7 (+ 2,1 %) auf TEUR 10.435,2 (75,4 % der Bilanzsumme) Ende 2023. Daneben bestehen Darlehen von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 383,4. Gesellschafterdarlehen und stille Beteiligungen in Höhe von insgesamt TEUR 607,0 machen 4,4 % der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 13.848,0 aus. Die Fremdfinanzierungspositionen (ohne Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 383,4 und stille Beteiligungen in Höhe von TEUR 223,6 die ebenfalls von Gesellschaftern gehalten werden), einschließlich Rückstellungen und 35 % Steuerverbindlichkeiten aus dem Sonderposten ermäßigten sich in 2023 um TEUR 435,7 (- 13,4 %) auf TEUR 2.805,8 (20,3 % der Bilanzsumme). c) Vermögenslage Das Anlagevermögen (einschl. Finanzanlagen) verminderte sich 2023 unter Berücksichtigung der Abschreibungen (TEUR 1.364,6) und Investitionen (TEUR 662,6) auf TEUR 8.044,1 (58,1 % der Bilanzsumme) (2022: TEUR 8.718,2). In 2023 hat ModellTechnik im Wesentlichen nur Ersatzinvestitionen durchgeführt. Das Umlaufvermögen einschl. Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um TEUR 121,1 (+ 2,1 %) auf TEUR 5.803,9. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um TEUR 347,7 auf TEUR 636,9. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 138,0 (+ 4,2%). Das Vorratsvermögen nahm um TEUR 455,9 (- 24,7 %) ab. Die durchschnittliche Zielinanspruchnahme der Kunden während des Jahres 2023 betrug 56,8 Tage (jahresdurchschnittlicher Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen: durchschnittlichem Netto-Umsatz). Die Bonität unserer Kunden ist nach wie vor gut. Unter anderem durch die Erhöhung des Netto-Umsatzes in 2023 gegenüber 2022 um 9,5 % hat sich der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (gemessen an den jeweiligen Jahresendbeständen) um 4,2 % erhöht. Wir haben diese Bilanzposition nach vernünftiger kaufmännischer Vorsicht bewertet; daraus ergaben sich in 2023 neben Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 29,3 Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 145,5 (4,0 % des zugrunde zu legenden Forderungsbestandes). Die Zahlungs- und Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens war in 2023 jederzeit gegeben, zumal der Gesellschaft zusätzlich eine Kreditlinie der Hausbank zur Verfügung stand, die in dem Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt genutzt wurde. Der Kapitaldienst (Zinsen + Tilgung) für die Darlehen von Finanzierungsinstituten betrug in 2023 TEUR 408,3. Die Restverpflichtung aus Maschinen- und Fahrzeug-Leasingverträgen betrug am 31.12.2023 TEUR 1.316,2 (Restlaufzeit bis 1 Jahr: TEUR 384,7). Ein Bestell-Obligo aus begonnenen Investitionsvorhaben bestand am 31.12.2023 in Höhe von TEUR 225. d) Mitarbeitende Der Personaleinsatz erfolgte in 2023 mittels flexibler Personaleinsatzplanung auf Basis von 40 Wochen-Stunden; die Arbeitszeitkonten wurden in 2023 nicht genutzt. Hinsichtlich der Flexibilisierung des Personalaufwandes bleibt für uns im Moment nur der Weg des Einsatzes des Instrumentariums Kurzarbeit. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit wurde in 2023 nur in ganz geringem Umfang im März, April, Mai und November genutzt. Wir haben die Leistung wöchentlich anhand von Produktivitätskennzahlen in den einzelnen Bereichen (Messgröße: Stunden-Produktivität je Mitarbeitende) überprüft und aufgrund des Ergebnisses bei Bedarf über arbeitspolitische Maßnahmen- u.a. auch temporäre Tätigkeiten in anderen Kostenstellen - entschieden. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 171 (2022: 172) Mitarbeitende (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Am 31.12.2023 befanden sich 16 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Die Reduzierung des durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes ist insbesondere auf Kündigungen und das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitenden zurückzuführen. Kompensierend wirkte die Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss in ein Anstellungsverhältnis sowie Neueinstellungen, insbesondere im Fertigungsbereich. e) Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2023 Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 sind nicht eingetreten. Im Verlauf des Jahres 2022 beobachteten wir ein nachlassendes Infektionsgeschehen im Zuge der Corona-Pandemie. Die vorhandenen Beschränkungen für das private und öffentliche Leben wurden schrittweise gelockert. In 2023 haben wir die Maßnahmen unseres Hygiene- und Vorsorgekonzeptes vollkommen eingestellt. II. Nachtragsbericht Am 01. März 2024 wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass unsere nach Umsatz fünftgrößte Kundin überraschend Insolvenz angemeldet hat. Neben dem Stopp von sämtlichen in unserem Haus befindlichen Projekten, haben wir unsere Forderungen und Bestände neu bewertet und die aufgrund des Wertaufhellungs- und Imparitätsprinzips vorgenommenen Abwertungen in der Größenordnung eines höheren 6-stelligen Betrages im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt. Aktuell können wir noch keine Aussage über den weiteren Ablauf der gestoppten Projekte treffen. III. Prognosebericht Zukünftige Entwicklung Wir haben einen zufriedenstellenden Auftragsbestand in Höhe von TEUR 4.678,1 in das neue Geschäftsjahr 2023 übernommen. Am 31. März 2024 können wir einen Auftragsbestand in Höhe von TEUR 6.013,4 registrieren. Hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland gehen die Prognosen zu Beginn des Jahres 2024 noch weit auseinander. Die Bundesregierung geht im Jahreswirtschaftsbericht von einer Steigerung des BIP in 2024 von 0,2 % aus. Der Auftragsbestand des Verarbeitenden Gewerbes ging real im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1% zurück; er reicht durchschnittlich derzeit für 7,0 Monate (DESTATIS, Pressemitteilung vom 20.02.24). Die Deutsche Bundesbank geht von einem Start auf gedrücktem Niveau in das neue Jahr aus. Die industrielle Auslandsnachfrage war in der Tendenz auch zuletzt deutlich rückläufig und die privaten Konsumenten sind auch weiter zurückhaltend bei ihren Ausgaben. Im I. Quartal 2024 könnte die Wirtschaftsleistung deshalb noch etwas zurückgehen. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) sank auch im Januar 2024 spürbar von 3,8 auf 3,1 %. Nach Auffassung der Bundesbank dürfte sich die Einkommenssituation und damit der Konsum der privaten Haushalte vor dem Hintergrund eines weiterhin stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und einer abnehmenden Inflationsrate perspektivisch weiter verbessern (Monatsbericht Deutsche Bundesbank vom Februar 2024). Die Marktentwicklung in unserer Sparte der Entwicklungsdienstleister ist für den Automobilsektor einigermaßen zuverlässig nur für einen Zeitraum von ca. 3 - 4 Monaten überschaubar. Das geopolitische und volkswirtschaftliche Umfeld, sowie das kaum abschätzbare Verhalten der Automobilindustrie bei der weiteren Bewältigung der Transformation, macht eine mittel- und langfristige Planung äußerst schwierig. Unser Unternehmen muss als Dienstleister sehr flexibel und schnell auf sich verändernde Bedingungen am Markt reagieren. ModellTechnik geht bei den nachfolgenden Betrachtungen von einem wirtschaftlichen und politischen Szenario aus, in dem - die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung primär in Deutschland, die weiterhin erheblichen Unwägbarkeiten durch die Ukraine-Krise, die kriegerischen Handlungen im Nahen Osten, die im Vergleich zum Ausland zu hohen Energiekosten, hohe Lohnkostensteigerungen aufgrund inflationärer Erhöhung der Lebenshaltungskosten, zusammengefasst: Entwicklungen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft belasten - keine über das derzeitige Maß hinaus, unliebsame Überraschungen bringen, - die zu noch nicht abgeschlossenen großen Strukturveränderungen in der Automobil-Industrie und das in dieser Branche zunehmende Auftreten von Wettbewerbern aus China im europäischen Markt (für Entwicklungsdienstleister und Zulieferer wird der Preisdruck nicht nachlassen) zu berücksichtigen sind, - in 2024 ab dem II. Halbjahr nach unseren derzeitigen Erkenntnissen in größerer Anzahl zu erwartende Entwicklungs- und Facelifting-Projekte der Automobil-Hersteller, einen besseren, zunehmend höheren Auftragseingang erwarten lassen, - auf im Rahmen unserer Veränderung des Marketing- und Vertriebskonzeptes zu erwartenden Aufträge für Modelle, Muster und Kleinserien aus den identifizierten neuen strategischen Geschäftsfeldern, insbesondere auch durch Ausweitung der additiven Fertigung zu erwarten sind. Der bereits in 2017 begonnene Transformationsprozess in der Automobilindustrie zeigt weiterhin seine Folgen auch bei der Entwicklung von Neufahrzeugen durch Zurücknahme der Varianten-Vielfalt, der Konzentration auf größere Premium-Fahrzeuge, der vermehrten Digitalisierung der Tests vor Serienbeginn und die damit einhergehende Veränderung der Strukturen der Auftragsvergabe an die Prototypenteile-Hersteller durch die Fahrzeughersteller und die Zulieferer. Die OEMs versuchen auch wieder zunehmend ein Insourcing um eigene freie Kapazitäten zu nutzen. Einige OEMs bauen verstärkt auch Entwicklungskapazitäten in Fernost (China, Indien) nah an den noch wachsenden Märkten auf. Dies könnte längerfristig zu unzureichenden Kapazitätsauslastungen bei den Prototypenteile-Herstellern in Europa führen. Bis man sich bei den OEMs endgültig neu orientiert hat - diese Phase dauert sicher noch länger an- müssen wir davon ausgehen, dass Fahrzeugneuentwicklungen und das Facelifting temporär einen geringeren Umfang annehmen. Die Entwicklung in den letzten Jahren hat dies bereits deutlich bestätigt und zu zeitweise nicht ausgelasteten Kapazitäten in den "Entwicklungswerkstätten" und in den Vorjahren zu einem teilweise substanzzehrenden Preiskampf geführt. Diese Situation hat sich in 2023 nur geringfügig entspannt. In den künftigen Jahren sieht sich die ModellTechnik folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt: - Durch die im Zuge des gewaltigen Umbruchs in der Automobilindustrie für die Unternehmen dieser Branche entstehenden beachtlichen Aufwendungen, denen durch Kostensenkungsprogramme entgegengewirkt werden soll. Deshalb wird auch der Druck auf die Preise für Leistungen der Entwicklungsdienstleister weiter anhalten, was auch auf die Preise in unserer Sparte durchschlägt, weil die Fahrzeughersteller nach wie vor die größten Entwickler der Industrie und damit auch die größten Auftraggeber sind; - die TIER 1-Zulieferer werden versuchen, den auf sie ausgeübten Preisdruck der OEM ebenfalls an die Entwicklungsdienstleister weiter zu geben - entsprechende Ansätze sind schon seit geraumer Zeit real; - der Substituierung von Teilen des Testings durch Digitalisierung (weniger Prototypenteile); - der Verlagerung von Entwicklungskapazitäten der OEM und der TIER 1-Zulieferer in die aufstrebenden Automärkte (z.B. China, Indien) die mittel- bis längerfristig zunehmen wird; - dem Insourcing von Entwicklungsleistungen durch die OEMs, das zuletzt wieder- wenn auch in geringem Umfang - zugenommen hat; - dem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel. Das generelle Feedback des Marktes hinsichtlich der Entwicklungsvorhaben in der Automobilindustrie ist nach wie vor einheitlich: Durch die Klimakrise und dem damit einhergehenden Trend zur E-Mobilität (der sich in letzter Zeit wieder etwas abgeflacht hat) sind die Konzerne immer noch auf Grund der Entwicklungsdiversität zwischen den verschiedenen Antriebskonzepten internen Hemmnissen unterworfen, welche schlussendlich auch zu zögerlichen Projektfreigaben führen. Da die Hersteller den Bedürfnissen der weltweiten Märkte durch konsequente Typenerweiterung/-Erneuerung im oberen Preissegment begegnen müssen, gehen wir weiterhin davon aus, dass die OEMs an den teilweise bis 2025 angekündigten Fahrzeugprojekten festhalten. Man spricht aktuell von einer zukünftigen Flottenaufteilung mit 60% Verbrennungsmotoren und 40% Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Auch die zunehmende Individualisierung der Fahrzeuge, die mit kleineren Stückzahlen einhergeht, ist ein weiterhin zu beobachtender Trend. Die Entscheidung, ab 2025 die Abgasnorm Euro 7 einzuführen, scheint momentan die Projektpläne der OEM zu beeinflussen. Wir können hier vermehrt Anfragen für Verbrennungsfahrzeuge verzeichnen bzw. werden Projekte für diese gestartet. Wir gehen bei vorsichtiger Einschätzung der z.Z. immer noch unübersichtlichen Lage, im Geschäftsjahr 2024 im Durchschnitt von einer prosperierenden Entwicklung - vor allem im Jahresverlauf- des Geschäfts mit der Automobilindustrie aus. Dabei wird auch die verstärkte Durchführung von Facelifting-Maßnahmen bei den in die Jahre gekommenen Modellen sowie - das Vorantreiben der Fertigung von Fahrzeugen mit Elektro- und Hybrid-, ggf. später auch Wasserstoffantrieb von wesentlicher Bedeutung sein. Die Expansion der in den Anfängen befindlichen Mobilitätskonzepte könnte durch Kleinserien-Fertigung ebenfalls positive Auswirkungen auf unseren Markt haben. Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung der Geschäftsverbindung zu den OEMs ist die Anpassung an die sich ständig ändernde Prozesslandschaft dieser Auftraggeber und der TIER I-Zulieferer. Die Nachbildung in unserem Haus erfordert laufend die Veränderung von Organisationsstrukturen im Bereich Projektleitung / Projektabwicklung und Logistik, sowie entsprechende Investitionen zur Verfahrensweiterentwicklung (seriennahe Prozesse in der Prototypen- und Vorserienteilefertigung) und darüber hinaus der Weiterentwicklung von Materialien und den Mitarbeitenden. Trotz der vorangegangenen Ausführungen und dem Blick auf das geopolitische und weltwirtschaftliche Umfeld, haben wir eine Real-Case Planung mit einer Umsatz-/Leistungssteigerung für 2024 erstellt, welche oberhalb der in 2023 erreichten Gesamtleistung liegt, weil wir zum einen in den kommenden Monaten einen leichten Aufwärtstrend hinsichtlich von Aufträgen aus der Automobilindustrie am Markt erkennen können, bzw. erwarten und zum anderen durch die Umsetzung von Marketingmaßnahmen sowie durch die weitere Personalentwicklung im Vertrieb zusätzlichen Aufträgen aus den neuen strategischen Geschäftsfeldern entgegen sehen, sodass wir das Umsatzverhältnis zwischen der Automotive-Industrie und dem Non-Automotive Sektor weiter im Sinne der Reduzierung von Klumpenrisiken verändern können. Derzeit gehen wir davon aus, dass wir das in diesem Szenario geplante Ergebnis erreichen. Sollte - wider Erwarten - die Entwicklung im Laufe von 2024 erkennbar negativer tendieren, werden wir in einem Notfallplan festgelegte, flexibel Maßnahmen zur Kostenreduzierung einleiten. Auch für das Geschäftsjahr 2024 haben wir wieder genau definierte Prioritäten für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens festgelegt. Wichtig ist uns dabei, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles, den sich ständig ändernden Kundenanforderungen entsprechendes Verhältnis zwischen einem handwerklich orientierten Einzelfertiger und einem industriellen Hersteller bei weiterer Effizienzsteigerung zu finden. Mittelfristig gehen wir für die Zukunft bei unseren vorsichtigen Planungen von einem moderaten Wachstum aus, das wir auch mit der weiteren Forcierung der additiven Fertigung erreichen wollen. Unabhängig von dem bisher vorhandenen Produkt- und Leistungsspektrum stellen wir uns permanent die Frage, wie wir dieses unter Berücksichtigung der vorhandenen Potentiale unseres Unternehmens (technische Kapazität, Wissen und Fertigkeiten der Mitarbeiter, Organisation) noch ergänzen können. Diesbezüglich sind wir auch in 2023 wieder einen Schritt weitergekommen. Der teilweise noch im Umbau befindliche Veränderungsprozess hinsichtlich unseres Geschäftsmodells wirkt hier unterstützend. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Politische Risiken 2024 droht erneut ein Jahr der Unsicherheit zu werden, die durch folgende Faktoren geprägt ist: Geopolitische Verwerfungen Der Russland-Ukraine-Krieg, die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mit dem Eingriff der Huthi-Rebellen in Lieferketten durch das Rote Meer die Konfliktsituation zwischen den USA und China, die in Aussicht stehende Wiederwahl von Donald Trump als nächster Präsident der USA könnten erhebliche Auswirkungen auf die deutsche und europäische Wirtschaft haben. Auch wenn es zwischenzeitlich wieder zu einer Reduzierung der Energiepreise gekommen ist, so liegen diese noch über denjenigen vor Beginn dieser Krise und gefährden so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Auch sind künftig Versorgungsengpässe nicht ausgeschlossen. - Das künftige Verhalten von China spielt für Deutschland als ein wesentlicher Handelspartner dieses Landes eine beachtliche Rolle. Das Streben zu mehr Autarkie bei gleichzeitig weiter großem Interesse an technischen Innovationen, die im eigenen Land (noch) nicht vorhanden sind, sind der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus Sicht der westlichen Länder nicht förderlich. - Das gleiche gilt für den Griff nach seltenen Rohstoffen in anderen Kontinenten, sowie die zunehmend erkennbare Zurückhaltung bei der Lieferung von "seltenen Erden". China zeigt darüber hinaus zunehmend ein aggressives Verhalten auf Hinweise von Menschenrechtsverletzungen. Hier darf man gespannt sein, wie sich die zunehmend veränderte Politik der Ampel-Koalition gegenüber China auswirkt. - Als ein wesentliches politisches Risiko sind auch die noch nicht quantifizierbaren Kosten des Klimaschutzes zu bezeichnen. Das größte derzeit bestehende Risiko für die Wirtschaft in Europa dessen Umfang für ModellTechnik nicht quantifizierbar ist, resultiert aus dem Russland/Ukraine-Konflikt. Branchenspezifische Risiken Die Geschäfte des Unternehmens sind - wie alle unternehmerischen Tätigkeiten - mit Risiken behaftet. Neben den allgemeinen Risikofaktoren, wie z.B. Konjunkturschwankungen, geopolitische Risiken, Krisen an Teilmärkten wie an Finanzmärkten und Naturkatastrophen sowie Pandemien, bestehen besondere Risiken aus dem nach wie vor hohen - in 2023 zwar auf rd. 75 % reduzierten Umsatzanteil aus Geschäften mit den Entwicklungsbereichen der Automobilindustrie. Dabei bilden Deutschland und die Anrainerstaaten derzeit den Hauptmarkt unserer wirtschaftlichen Aktivitäten. Das Wachstum der Automobilindustrie verlagert sich zunehmend vor allem in die aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer mit expandierenden Märkten in Ost-Asien. In den westlichen Industrieländern machen sich weiterhin Sättigungseffekte bemerkbar; hier steht dann die Ersatzbeschaffung im Vordergrund. Derzeit sind die Entwicklungsbereiche der europäischen OEMs noch weitgehend in Europa ansässig. Längerfristig müssen wir aber bei unseren strategischen Überlegungen eine zumindest teilweise Ansiedlung dieser Bereiche in die Länder mit steigenden Absatzmärkten ins Kalkül ziehen. Dazu werden in Teilbereichen bei den OEMs angestrebte Insourcing-Absichten hinsichtlich von bisher nach außen vergebenen Entwicklungsleistungen virulent, um u.a. Kernkompetenzen zu sichern. Auch müssen wir mit der durch die Weiterentwicklung der Baukasten-Systeme und einer mit gewissen Prozessoptimierungen vorangetriebenen Kosteneffizienz bei den OEMs rechnen. Insgesamt überprüfen die Automobilhersteller derzeit die Effizienz der F&E-Bereiche mit dem Ziel genereller Kosteneinsparungen bzw. Verlagerung der Entwicklungsanstrengungen in die Veränderungen des Antriebstrangs. Daneben wird die Digitalisierung des Testings vorangetrieben. Ertragsorientierte Risiken Die in der Vergangenheit teilweise starken Ausschläge der Entwicklungszyklen in der Fahrzeugindustrie - wir haben in den letzten 6 Geschäftsjahren sich hinziehende Tiefphasen konstatieren müssen - lassen längerfristig kaum Planungssicherheit zu. Die daraus resultierenden negativen Konsequenzen können für die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Ergebnisse unseres Unternehmens beachtlich sein. Durch den Rückgang des Auftragsvolumens aus der Automobilindustrie entstehen auf dem Markt der Prototypenhersteller freie Kapazitäten, was zu einem Druck auf die Preise führt. Wir versuchen dieser Entwicklung durch eine verstärkte Akquisition in anderen Branchen entgegenzuwirken, was aber zu einem wesentlich geringer Auftragsvolumen im Einzelfall und damit zu höheren Vertriebskosten führt. Nicht zuletzt beinhaltet auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, den Rohstoff- und Energiemärkten sowie bei den ausländischen Fremdleistern ein nicht zu unterschätzendes Ergebnis-Risiko (z.B. mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften und Rohstoffen, ausufernde Kosten, Logistik-Probleme, geopolitische Krisen) mit entsprechenden Auswirkungen auf die künftige Unternehmensentwicklung. Finanzwirtschaftliche Risiken Wir versuchen diesen Risiken durch die Verfolgung einer konservativen Risikopolitik entgegen zu wirken. Erkennbare negative Entwicklungen werden unverzüglich analysiert und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet. Wichtig ist in diesem Zusammenhang: - die Aufrechterhaltung eines tragfähigen finanziellen Fundamentes, insbesondere der Liquidität, - die Erhaltung einer flexiblen Organisation mit gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeitern sowie - modernste Fertigungstechnik, um mit höchster Effizienz produzieren zu können. Aufgrund der stabilen Finanzstruktur mit einem überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalanteil sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage lässt kurz- bis mittelfristig keine Engpässe erwarten. Zur Absicherung gegen mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir uns mit ausreichendem Versicherungsschutz eingedeckt. Diesbezüglich erfolgt eine laufende Überprüfung und - soweit erforderlich - eine Anpassung. Den dargestellten latenten Risiken wirken wir im Übrigen durch intensive Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Fremdleistern, sowie durch gezielte Maßnahmen zur Verbreiterung der Kundenbasis im Non-Automotive-Bereich entgegen. 2. Chancenbericht Die Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren hat deutlich gezeigt, dass größere Chancen in einer breit aufgestellten Leistungspalette liegen. Muster und Prototypen aus generativen und additiven Fertigungsverfahren sind oft die Basis für die Bestellung von Prototypenteilen aus Serienwerkstoffen bis hin zur Kleinserienfertigung. Diesbezüglich gilt es, unser Geschäftsmodell durch die ständige Fortentwicklung unserer werkstoff- und fertigungstechnischen Kompetenz -erforderlichenfalls auch durch Kooperation mit externen Spezialisten- kontinuierlich weiter auszubauen. Das gilt besonders für den stark wachsenden Markt des Rapid Manufacturing (Herstellung von Serienprodukten aus CAD-Daten). Die Automobilindustrie wird auch in den nächsten Jahren erhebliche Mittel in Forschung und Entwicklung investieren, um dem künftigen Markttrend Rechnung zu tragen. Hierbei geht es insbesondere - um leichtere Fahrzeuge durch den Einsatz neuer Werkstoffe, - um umweltschonende Antriebstechnik, - um Schaffung einer betriebswirtschaftlich sinnvoll gestrafften Variantenvielfalt zwecks Abgrenzung zum Wettbewerb - um Individualisierung von Fahrzeugen und damit zunehmenden Kleinserien und - um die Beachtung des Megatrends hinsichtlich künftiger Mobilitätskonzepte unter Berücksichtigung des Wertewandels seitens der Käufer. Diese sich daraus ergebenden beachtlichen Herausforderungen eröffnen auch Chancen für unser Unternehmen dergestalt, dass aufgrund der vorgenannten Trends langfristig ein wachsender Bedarf an Entwicklungsdienstleistungen - auch im Interieur- bzw. im Exterieur- Bereich- zu verzeichnen sein wird. Diesbezüglich haben wir sukzessive ein beachtliches Know-how aufgebaut, welches ständig ergänzt und das von unseren Kunden geschätzt und genutzt wird. Die OEM werden Themen, die nicht zur Markendifferenzierung beitragen, in Zukunft noch stärker an Entwicklungsdienstleister vergeben. Sukzessive werden alle Hardware-Themen kommoditisiert (handelbar gemacht), wobei Kosteneffizienz die zentrale Zielgröße wird. Die gilt für die Produktkosten ebenso wie für den Einmalaufwand für die Entwicklung. Folglich müssen die Entwicklungsdienstleister ihre Kostenstruktur optimieren. Eine besondere Bedeutung messen wir in Zukunft auch der Kleinserienfertigung für die zunehmenden Nischenfahrzeuge zur konstanteren Ausnutzung unserer Fertigungskapazitäten bei. Weitere Chancen sehen wir in der verstärkten Akquise in den Branchen Nutzfahrzeuge, Elektrotechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie in Teilbereichen der Luft- und Raumfahrt. In diesem Zusammenhang kommt der Verbreiterung der Kundenbasis eine besondere Bedeutung zu. Mit Nachdruck forcieren wir auch den Ausbau der 3-D-Druckverfahren als einen möglichen Megatrend der Zukunft. Unser Geschäftsmodell ist auch darauf ausgerichtet, den Ausbau zum Kleinserienlieferanten im Non-Automotive-Geschäft zu forcieren. 3. Gesamtaussage Negative Auswirkungen auf unsere geschäftliche Entwicklung könnten eine Verschlechterung der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, - u.a. durch weitere Eskalierung der Spannungen aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges, der Eskalierung der Spannungen zwischen den USA und China haben. Protektionistische Tendenzen, Autarkiebestrebungen sowie nach wie vor ungelöste Konflikte in diversen Ländern und Regionen zählen ebenfalls zu den möglichen Belastungsfaktoren. Hier wären auch die noch nicht voll absehbaren Auswirkungen des IRA der USA auf die Wirtschaft der EU zu nennen. Produktionsverlagerungen der deutschen Industrie ins Ausland aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Kosten müssen genau beobachtet und analysiert werden. Ebenso ist zeitnah das Verhalten der Automobilindustrie hinsichtlich der Usancen der Auftragsvergabe zu beobachten und mit geeigneten Mitteln gegenzusteuern. Die Entwicklung in den letzten Geschäftsjahren zeigt, dass eine breite Produkt- und Leistungspalette wichtig für eine interne Reduzierung des Ergebnisrisikos ist. Wir sehen uns aber durch unsere gute Finanzstruktur mit hohem Eigenkapitalanteil, eine gute Ausstattung mit technischen und personellen Ressourcen und durch unseren Bekanntheitsgrad am Markt der Entwicklungsdienstleister für eventuelle Risiken ausreichend gerüstet. Wir arbeiten ständig an einer Weiterentwicklung dieser Faktoren. Außerdem verfügen wir über langjährig gewachsene, gute Kundenbeziehungen mit einem namhaften Teil unserer Auftraggeber. Wegen der schwierigen Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung in 2024 haben wir festgelegt, welche Maßnahmen im Bedarfsfall zur Kostenreduzierung zu ergreifen sind. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente (Swaps, Forward-Vereinbarungen etc.) wurden von uns in 2023 nicht eingesetzt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unser Unternehmen mittels Eigenmittel und Lieferantenverbindlichkeiten. Letztere werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsbedingungen grundsätzlich unter Nutzung der gegebenen Skontierungsmöglichkeiten reguliert. Die Vermögensseite unserer Bilanz wird durch Eigenkapital sowie mittel- und langfristige Bankdarlehen finanziert. Die Bankkredite sind durch Grundschulden auf dem Betriebsbesitz und Sicherungsübereignung von mitfinanzierten Gegenständen des beweglichen Anlagevermögens gesichert. In überschaubarem Rahmen erfolgt eine Finanzierung durch Leasing. Dem Liquiditätsmanagement liegt ein ständig fortgeschriebener Liquiditätsplan zugrunde. Zur Minimierung von Forderungsausfällen verfügt das Unternehmen über ein wirksames Debitorenmanagement. Beim Management der Finanzen verfolgen wir generell eine konservative Risikopolitik.
Waltershausen, im Mai 2024 Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Peter Bonn, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet worden. Die planmäßige Abschreibung wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Sonderposten wurden für Gebäudezuschüsse, für LED-Beleuchtung sowie für Software gebildet und werden über die Abschreibungszeit aufgelöst. In 2022 wurde ein weiterer Investitionszuschuss für Maschinen in Höhe von EUR 39.087,00 eingestellt, welcher ebenfalls über die Abschreibungszeit aufgelöst wird. Der Stand zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 242.372,25. Vorräte, unfertige Leistungen Die fertigen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert bewertet. Das latente Risiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Wertberichtigungen in Höhe von EUR 174.721,25 berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten kein latentes Risiko und wurden mit dem Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Die Aufwendungen wurden aktiviert und entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge aufgelöst. Rückstellungen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Festwerte für Stammformen und Heißkanalsysteme (Buchwert zum 31. Dezember 2023 TEUR 332,9) werden ab dem Geschäftsjahr 2023 unter der Position A.II.2. (Vorjahr: A.II.3.) ausgewiesen. Insofern ist der Wert mit der Vorjahresangabe nicht vergleichbar. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anlagenspiegel
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Rechnungsabgrenzungsposten Unter aktiver Rechnungsabgrenzung sind u. a. Zahlungen für Kfz-Steuer, Lizenz- und Wartungsverträge sowie für Betriebsversicherungen für das Folgejahr ausgewiesen. Eigenkapital Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 1.973.232,36 sind durch die Auszahlung der Investitionszulagen 1990 bis 2013 entstanden. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Rückbaukosten (TEUR 218,9), Resturlaubsansprüche (TEUR 60,3), Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 286,5), Gewährleistungsansprüche (TEUR 65,0), Aufwendungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 34,2), Rückstellungen für unterlassene Reparaturen (TEUR 64,6), Rückstellungen für Berufsgenossenschaften (TEUR 11,8), Überstundenansprüche der Arbeitnehmer (TEUR 18,3), Aufwendungen für die Kosten öffentlicher Entwässerung (TEUR 12,2), Rückstellung für Mitarbeiterboni (TEUR 57,5) und Aufwendungen für Archivierung (TEUR 6,0) ausgewiesen. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von EUR 221.150,00 (Vorjahr: EUR 299.270,00). Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen von Maschinen, durch eine Globalzession in Höhe von EUR 2.000.000,00 sowie durch Grundschuldeintragungen auf den Grundstücken in Höhe von EUR 3.999.024,92 in Waltershausen, Ziegeleistraße 3b und 8 abgesichert. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 606.969,31 EUR (Vorjahr: 938.038,04 EUR). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat für die Nutzung von Fahrzeugen und Elektrofahrräder Leasingverträge abgeschlossen. Hierfür wurde ein Betrag von EUR 77.463,07 aufgewendet. Die Verpflichtung für das Jahr 2024 beträgt EUR 74.281,81. Für das Leasing der übrigen beweglichen Wirtschaftsgüter wurden EUR 274.811,77 aufgewendet. Für 2024 beträgt die Verpflichtung hieraus EUR 310.416,48. Bei den übrigen Leasing-/Mietkosten für Anlagegüter handelt es sich um kleinere monatliche Verpflichtungen, die zusammen einen Jahresbetrag von EUR 80.552,56 ergeben. Diese werden in 2024 in ähnlicher Höhe anfallen. Für Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 360.963,20 wurde am 22. März 2016 ein Rangrücktritt erklärt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Skontoerträge werden als Kürzung der Materialaufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 59.933,78 vermindert. Die Sonderabschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz werden indirekt in Ansatz gebracht. Der Jahresüberschuss wird mit EUR 241.607,94 ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen in 2023 in Höhe von EUR 0,00 an. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 171 (Vorjahr: 172 Arbeitnehmer) beschäftigt. Hierbei sind der Geschäftsführer und die Auszubildenden nicht berücksichtigt. Geschäftsführer Herr Dipl.-Wirtschaftsingenieur Peter Bonn Von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Gesellschafter BONI Beratungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbh & Co. KG, Niederaula, Beteiligungshöhe 100 % Vorgänge von besonderer Bedeutung Im März 2024 wurde bekannt, dass der fünftgrößte Kunde der Gesellschaft überraschend Insolvenz angemeldet hat. An dieser Stelle wird für weitergehende Informationen auf den Lagebericht verwiesen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach unserer Einschätzung nicht ergeben. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung wird vorschlagen, das Ergebnis entsprechend § 13 des Gesellschaftsvertrages wie folgt zu verwenden:
Sonstiges Für die Veranlagungsjahre 2018 bis 2020 hat das Finanzamt Erfurt eine steuerliche Außenprüfung durchgeführt. Diese wurde im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 berücksichtigt. sonstige Berichtsbestandteile
Waltershausen im Mai 2024 gez. Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Peter Bonn Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 6. Mai 2024 Göbel
& Partner mbB
René Göbel, Wirtschaftsprüfer Björn Beier, Wirtschaftsprüfer |
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