Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 201446
Vorher
Oxxynova Holding GmbH
Eingetragen
26.6.2001
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Verarbeitung von Paraxylol zu Ausgangsstoffen für die Polyester-Herstellung sowie die Herstellung der dabei anfallenden Zwischenprodukte und Nebenerzeugnisse sowie die Verwertung unter Weiterverarbeitung aller dieser Erzeugnisse und der Handel mit ihnen und den erforderlichen Rohstoffen. Ferner, die Aufarbeitung von chemischen Stoff- und Abfallströmen sowie deren Herstellung, Lohnverarbeitung und Weiterverarbeitung und Handel mit diesen, inkl. der dazu notwendigen Rohstoff- und Eingangsmaterialien und die Verwertung der aus zuvor genannter Tätigkeit entstehenden Abfälle. Ferner die Erbringung von standortbezogenen Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, Sicherheit, Einkauf und Logistik. Dies umfasst auch den Fremdbetrieb von Produktionsanlagen sowie die Vermarktung des Standortes in Steyerberg für neue industrielle Aktivitäten und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Melcher
seit 30.3.2026
Prokura
Daniel Koop
seit 30.3.2026
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.100 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oxxynova GmbH

Steyerberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

I. Bestätigungsvermerk

II. Bilanz zum 31. Dezember 2023

III. Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

IV. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

V. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

VI. Allgemeine Auftragsbedingungen

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk gemäß § 322 Abs. 1 HGB

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die Oxxynova GmbH, Steyerberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oxxynova GmbH, Steyerberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oxxynova GmbH, Steyerberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 5. im Anhang (Nachtragsbericht) sowie die Angaben in den Abschnitten III. (Risiko- und Chancenbericht) und IV.2. (Prognosebericht, Finanzlage) im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Oxxynova GmbH mit dem Geschäftsjahr 2023 ihr Geschäftsmodell gewechselt hat. Anstatt produzierend tätig zu sein, konzentriert die Gesellschaft sich darauf, das Werk Steyerberg samt Standortleistungen zu vermarkten. Die Geschäftsführung führt aus, dass bestandsgefährdende Risiken für die Unternehmensfortführung der Oxxynova GmbH dahingehend bestehen, dass geplante Szenarien nicht oder nicht fristgerecht umgesetzt werden können oder dass vorhandene Liquiditätsreserven für den Transformationsprozess der Gesellschaft nicht ausreichen.

Wie in Abschnitt 5. im Anhang (Nachtragsbericht) und in den Abschnitten III. (Risiko- und Chancenbericht) sowie IV.2. (Prognosebericht, Finanzlage) im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 17. Juni 2025

Morzynski & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kristina Braun, Wirtschaftsprüferin

Anke Sinnecker, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 5.963,00 24.193,00
2. Geschäfts- und Firmenwerte 0,00 0,00
5.963,00 24.193,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.202.919,96 3.327.257,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.787.191,76 3.243.392,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.695,00 319.012,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.056,92 196.347,89
6.413.863,64 7.086.010,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 28.500,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000,00 0,00
778.500,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 289.186,55 724.492,52
2. Fertige Erzeugnisse 0,00 1.293.799,81
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 0,00 23.335,31
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -347.479,00
289.186,55 1.694.148,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 158.305,27 7.550.032,02
2. Forderungen an verbundene Unternehmen 282.005,78 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.595.411,29 1.331.075,90
2.035.722,34 8.881.107,92
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.788.140,18 10.582.961,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.132,23 0,00
Summe Aktiva 14.317.507,94 28.268.421,50

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 4.013.564,81 4.013.564,81
III. Gewinn- / Verlustvortrag 896.501,29 53.000,73
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.122.114,37 843.500,56
1.813.951,73 4.936.066,10
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 9.376.650,19 8.673.069,19
2. Steuerrückstellungen 130.725,00 206.870,00
3. Sonstige Rückstellungen 363.006,17 7.453.086,07
9.870.381,36 16.333.025,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 103,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 606.929,57 3.186.797,54
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.954.458,62 1.910.608,10
4. Sonstige Verbindlichkeiten 71.786,66 1.901.820,97
2.633.174,85 6.999.330,14
Summe Passiva 14.317.507,94 28.268.421,50

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.118.193,91 110.697.122,55
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -1.293.799,81 -1.309.488,21
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 144.866,81
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.823.054,22 8.815.992,99
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.579.158,88 78.472.818,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 121.696,87
1.579.158,88 78.594.515,05
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.339.492,44 8.918.273,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.368.168,61 2.513.687,75
- davon für Altersversorgung EUR 1.066.592,06 (Vorjahr: EUR 880.207,35) 2.707.661,05 11.431.961,14
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 668.448,79 5.469.608,20
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 2.733.022,30
668.448,79 8.202.630,50
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.718.753,61 18.611.723,61
Betriebsergebnis -3.026.574,01 1.507.663,84
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.594,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 234.682,88 443.476,20
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -144.977,00 206.870,00
12. Ergebnis nach Steuern -3.108.685,89 857.317,64
13. Sonstige Steuern 13.428,48 13.817,08
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.122.114,37 843.500,56

Amtsgericht Walsrode, HR B 201446

Anhang Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Oxxynova GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nachfolgende Erläuterungen betreffen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vorjahre wurde nicht abgewichen.

Zum Geschäftsjahresende 2022 wurde die Produktionstätigkeit der Oxxynova GmbH am Standort Steyerberg aufgrund unzureichender Anlagenauslastung eingestellt. Mit dieser Entscheidung verändert sich das Geschäftsmodell der Oxxynova. Aus dem ehemaligen Produktionsunternehmen wird eine Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft, die vor allem die Vermarktung und Entwicklung des Standortes betreibt. Auf Basis der Ertrags- und Finanzplanung sowie aufgrund vorhandener Liquiditätsreserven ist die Finanzierung der Oxxynova GmbH für die Umsetzung des Transformationsprozesses mittelfristig gesichert; es wird somit unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert. Mit der 100%igen Tochtergesellschaft STY Energie GmbH wurde eine Einheit für die Abwicklung nachhaltiger Energieprojekte geschaffen.

Wir verweisen auch auf den Nachtragsbericht und die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht.

2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Aufgrund der Produktionseinstellung zum 31.12.2022 wurden im Vorjahr produktionsbezogene immaterielle Vermögensgegenstände, darunter Entwicklungskosten für immaterielle Vermögensgegenstände sowie Software, außerplanmäßig vollständig abgeschrieben.

2.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei den selbsterstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und lineare Abschreibungen eingerechnet. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden nicht aktiviert. Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden grundsätzlich von den aktivierten Anschaffungskosten abgesetzt.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Technische Anlagen und Maschinen: 10 Jahre
Straßenfahrzeuge: 5 Jahre
PC-Anlagen: 3 Jahre
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 10 Jahre

Für Zugänge ab dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibung angewandt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Aufgrund der Produktionseinstellung zum 31.12.2022 wurden im Vorjahr produktionsbezogene Sachanlagen außerplanmäßig vollständig abgeschrieben.

2.3 Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Am 9.5.2023 wurde die STY Energie GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft im Handelsregister eingetragen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit dem Stammkapital zuzgl. Anschaffungsnebenkosten ausgewiesen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit ihrem Nennwert bilanziert.

2.4 Vorräte

Das Vorratsvermögen beschränkt sich seit der Produktionseinstellung zum 31.12.2022 auf für den Stand- By Betrieb erforderliche Betriebsstoffe und Ersatzteile. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden nicht mehr gelagert.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten wurden im Vorjahr neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie bilanzielle Abschreibungen einbezogen. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Seit der Produktionseinstellung zum 31.12.2022 waren keine Herstellungskosten mehr zu ermitteln.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB ausgeübt; die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine erhaltenen Anzahlungen zu bilanzieren.

2.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Bei diesen Positionen werden für erkennbare Einzelrisiken Wertabschläge vorgenommen.

Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt; soweit es sich um unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate handelt, werden diese mit EUR 0 bewertet.

2.6 Rückstellungen für Pensionen

Die handelsrechtliche Bewertung der Versorgungsverpflichtungen wird nach der PUC-Methode in Höhe der Defined Benefit Obligation (DBO) vorgenommen.

Es wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vj. 1,78 %) zugrunde gelegt. Der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G zugrunde gelegt. Der Gehaltstrend wird mit 2,5 % bei aktiven Anwärtern und die Rentendynamik mit 1,75 % angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Wert der Pensionsrückstellung bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre (1,82 %) einerseits und dem Wert der Pensionsrückstellung bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre (1,74 %) andererseits beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 91 (Vj. TEUR 419).

2.7 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind grundsätzlich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB bewertet. Bei langfristigen Rückstellungen wird grundsätzlich von einer allgemeinen jährlichen Kostensteigerung von 3 % p.a. ausgegangen, während die Abzinsung auf der Basis der Zinssätze gemäß den Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB erfolgt. Mehrjährige Personalrückstellungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten berechnet und mit 1,74 % (Vj. 1,44 %) abgezinst.

2.8 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.9 Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ein- bzw. Auszahlungen im lfd. Geschäftsjahr, die Einnahmen bzw. Ausgaben im Folgejahr darstellen.

2.10 Latente Steuern

Passive latente Steuern werden grundsätzlich mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Im Geschäftsjahr resultieren ausschließlich aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze insbesondere aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Personalrückstellungen. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert, so dass im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr aktive latente Steuern keinen Ansatz gefunden haben. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 30 %.

2.11 Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisation erfolgt, soweit die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht wurde und ein Anspruch auf die Gegenleistung entstanden ist. Umsätze aus Lieferungen werden ausgewiesen, sobald das wirtschaftliche Eigentum auf den Kunden übergegangen ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Die Höhe der Umsatzerlöse entspricht der vereinbarten Gegenleistung. Im Übrigen werden steuerpflichtige Umsätze unter Abzug der Umsatzsteuer ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagengitter gesondert dargestellt.

Die Oxxynova hält eine 100 %ige Beteiligung an der STY Energie GmbH, Steyerberg (vormals Friedenssee 71. VV GmbH, Osnabrück). Diese weist zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von EUR 18.342,84 und einen Jahresfehlbetrag von EUR 6.657,16 aus.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen, das auf unbestimmte Zeit gewährt wurde. Im Jahr 2024 wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 400 zurückgeführt.

3.2 Vorräte

Aufgrund der Produktionseinstellung zum Jahresende 2022 führt die Gesellschaft keine Rohstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse mehr. Die Wertansätze der verbliebenen Ersatzteile und Betriebsstoffe werden unverändert fortgeschrieben.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit der Einstellung der Produktion liegt das Ausfallrisiko für Forderungen ab Dezember 2022 wieder bei der Oxxynova. Insoweit werden Einzelwertberichtigungen für Ausfallrisiken von Forderungen gegen Kunden im Geschäftsjahr 2023 gebildet. Insgesamt beläuft sich die Wertberichtigung unverändert auf TEUR 220.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Vermögensgegenstände aus der Verauslagung einer Rechnung für die STY Energie GmbH (TEUR 282).

Die Forderung wurde nach dem Bilanzstichtag beglichen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen für Handelszwecke gehaltene Emissionshandelszertifikate (TEUR 773; Vj. TEUR 0) sowie Ansprüche aus Erdgassteuerabrechnungen (TEUR 651; Vj. TEUR 664) enthalten. Erdgassteuerforderungen in Höhe von TEUR 417 sowie noch nicht abzugsfähige Vorsteuern und Ertragsteuerforderungen stellen dabei antizipative Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 641 dar. Im Vorjahr waren weiterhin unter den sonstigen Vermögensgegenstände Einbehalte des Factors Coface Finanz GmbH in Höhe von TEUR 83 auszuweisen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.4 Flüssige Mittel

Hierunter sind Bankguthaben und Kassenbestände ausgewiesen.

3.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 419) gemäß § 253 Abs.6 HGB aus Pensionsrückstellungen.

3.6 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer des Geschäftsjahres 2022.

3.7 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 117 (Vj. TEUR 1.579), Rückstellungen für Ausgleichszahlungen in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 1.525), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 534) und übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 143 (Vj. TEUR 770).

Die Personalrückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jahresleistung und -urlaub im Versorgungsfall, zurückgestellten Personalkosten aufgrund von Rechtsstreitigkeiten in Folge der Einstellung der DMT-Produktion, Arbeitsjubiläen sowie ausstehenden Urlaub zusammen. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten aus der Jahresabschlussprüfung.

Im Vorjahr zu berücksichtigende Rückstellungen für die Ausstattung der Transfergesellschaft in Höhe von TEUR 3.044 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig verbraucht.

3.8 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 0 0
Kreditinstituten (0) (0) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen 607 607 0 0
und Leistungen (3.187) (3.187) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber 1.954 16 270 1.668
verbundenen Unternehmen (1.911) (16) (202) (1.692)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 72 72 0 0
(1.902) (1.902) (0) (0)
2.663 695 270 1.668
(6.999) (5.105) (202) (1.692)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin Omega One Holding GmbH, davon i.H.v. TEUR 16 (Vj. TEUR 16) aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 514) Steuern und in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 27) Verpflichtungen aus sozialer Sicherheit.

3.9 Besicherung von Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr in Höhe von insgesamt TEUR 75 besichert, die vollständig Eigentumsvorbehalte für Sachanlagevermögen betrafen. Zum Abschlussstichtag liegt über übliche Eigentumsvorbehalten hinaus keine Besicherung von Verbindlichkeiten vor.

3.10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden zu 32 % im Inland und zu 68 % im europäischen Ausland erzielt.

Die Umsätze setzen sich wie folgt zusammen (in TEUR):

2023
Verkauf von DMT in flüssiger & fester Form sowie von Nebenprodukten 1.335
Verkauf von Destillaten bzw. Umsätzen in der Aufarbeitung von Stoffströmen 464
Sonstige Umsätze 319
2.118
2022
Verkauf von DMT in flüssiger & fester Form sowie von Nebenprodukten 102.884
Verkauf von Destillaten bzw. Umsätzen in der Aufarbeitung von Stoffströmen 7.509
Sonstige Umsätze 303
110.697

3.11 sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 2).

3.12 Abschreibungen

Unüblich hohe Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens resultierten im Vorjahr aus der Einstellung des Produktionsbetriebs zum Ende des Geschäftsjahres. Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine vergleichbaren Sachverhalte vor.

3.13 Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Dieser Posten beinhaltet insbesondere Zinsaufwendungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 173 (Vj. TEUR 164).

Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 44 (Vj. TEUR 32).

3.14 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft weist für 2023 ein deutlich negatives Ergebnis vor Ertragsteuern aus, das in Folge von Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz u.a. bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zu einem höheren steuerlichen Jahresergebnis führt. Durch Nutzung der steuerlichen Verluste des Geschäftsjahres 2023 für einen Verlustrücktrag ins Geschäftsjahr 2022 wird die steuerliche Mindestbelastung in 2022 für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag durch Erträge in 2023 in Höhe von TEUR 69 reduziert. Darüber hinausgehende Erträge aus Ertragsteuern betreffen die Anpassung der Steuerrückstellung an die Steuererklärungen für 2022.

3.15 Forschung und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2023 belief sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 1). Aufgrund der Einstellung der DMT-Produktion Ende 2022 wurden Patente und Lizenzen nicht verlängert.

3.16 Geschäfte in außergewöhnlicher Höhe bzw. von außergewöhnlicher Bedeutung

Geschäfte von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. in außergewöhnlicher Höhe betreffen

Erträge in Höhe von TEUR 574 aus Aufhebungsvertrag für eine Darlehensverbindlichkeit.

die Reduktion des Überschusses an Emissionshandelszertifikaten sowie die Teilnahme am Emissionshandel, woraus die Oxxynova sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 6.007 sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 2.648 ausweist,

3.17 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 767 (Vj. TEUR 181) ausgewiesen. Diese betreffen im laufenden Geschäftsjahr vor allem Erträge aus Aufhebungsvertrag und aus der Rückerstattung der Konzessionsabgabe.

Darüber hinaus umfassen die Steuern vom Einkommen und Ertrag in vollem Umfang periodenfremde Erträge.

Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 53 aus Anlagenabgängen.

3.18 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus diversen Verträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:

Stand 31.12.2023
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen
fällig im ersten Jahr 316
fällig im zweiten bis fünften Jahr 109
fällig nach dem fünften Jahr 0
425
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 162

Das offene Bestellobligo für Sachanlagevermögen betrug am Stichtag rund 750 TEUR.

3.19 Haftungsverhältnisse

Für die Annahme von Abfallströmen war die Hinterlegung einer Sicherheit bei der verantwortlichen Behörde erforderlich. Diese Sicherheit wurde mittels einer Bürgschaft in Höhe von TEUR 66 hinterlegt. Nach Überführung des Produktionsbetriebs in den Stand-by wurde die Bürgschaft Ende 2023 an die Oxxynova zurückgegeben.

4. Sonstige Angaben

4.1 Konzernzugehörigkeit

Die Oxxynova GmbH ist zum Abschlussstichtag ein Tochterunternehmen der Omega One Holding GmbH, Gröbenzell, die alle Anteile an der Gesellschaft hält. Die Omega One Holding GmbH ist am Abschlussstichtag mehrheitlich im Besitz der TOKLA Beteiligungs GmbH, die nach § 293 HGB auf die Erstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Die Oxxynova GmbH wird in den Konzernabschluss der Omega One Holding GmbH (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

4.2 Honorar des Abschlussprüfers

Die Oxxynova GmbH verzichtet auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB, da diese in den Konzernabschluss der Omega One Holding GmbH einbezogen wird.

4.3 Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter einschließlich 2 Geschäftsführern beträgt:

Werk Steyerberg
2023 2022
Angestellte 5 45
Gewerbliche 3 88
Auszubildende 0 2
8 135

4.4 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Auf die Angabe der Bezüge der früheren Organmitglieder wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.5 Geschäftsführung

Dr. Klaus Puell, Kaufmann, Gröbenzell

Raimer Schaper, Ingenieur, Steyerberg

4.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresverlust 2023 wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Nachtragsbericht

Mit dem Geschäftsjahr 2023 wechselt die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell. Anstatt produzierend tätig zu sein, konzentriert sich Oxxynova darauf, das Werk Steyerberg samt Standortdienstleistungen zu vermarkten. Wesentlicher strategischer Kern ist dabei die Erfüllung gesamtgesellschaftlicher, nachhaltiger Ziele wie die Erzeugung von Grünstrom oder die Akquise von Recyclingaktivitäten. Die Oxxynova selbst wird sich sukzessive zu einer Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft wandeln. Neue Arbeitsfelder werden gegebenenfalls mit Tochtergesellschaften und neuen Partnern realisiert werden. Mit dem Geschäftsjahr 2023 hat die Transformationsphase der Gesellschaft begonnen, die sich mindestens bis in das Jahr 2026 erstrecken wird. Auf Basis des Businessplanes ist für die Umsetzung in den Jahren 2024 bis 2026 mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen. Während dieser Transformationsphase sollen negative operative Ergebnisse über sonstige Effekte ausgeglichen werden. Die mit der Ergebnisplanung korrelierende Liquiditätsplanung deckt erwartungsgemäß diese Transformation ab. Jedoch bestehen bestandsgefährdende Risiken für die Unternehmensfortführung der Oxxynova dahingehend, falls die geplanten Szenarien nicht oder nicht fristgerecht umgesetzt werden können oder dass die vorhandenen Liquiditätsreserven für den beabsichtigten Transformationsprozess der Gesellschaft nicht ausreichen.

Im Geschäftsjahr 2024 starteten gemäß dem neuen Geschäftsmodell umfangreiche Aktivitäten mit externen Partnern zur Vermarktung des Werkes Steyerberg. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Kommune zur gemeinschaftlichen Entwicklung auch der angrenzenden Industrieflächen des Gewerbegebietes "Am Hasenberge" wurde intensiviert. Darüber hinaus werden externe Standortansiedlungsvorhaben zur eFuel- Herstellung durch die German eFuel One GmbH sowie zur Wasserstoffproduktion durch die Hynamics Deutschland GmbH unterstützt. Parallel findet einerseits eine Raum- und Flächenbereinigung statt, um freie Baufenster für die Vermarktung des Standortes zu erhalten, und andererseits werden Konzepte für moderne und zukunftsfähige Infrastruktur entwickelt und sukzessive umgesetzt.

Gemäß dem strategischen Ziel zur Erzeugung von Grünstrom wurde im Januar 2024 ein Grundstück erworben, auf dem eine nachhaltige Stromerzeugungsanlage errichtet werden soll.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 3. September 2024 wurde die Satzung der Gesellschaft um die zukünftige Erbringung standortbezogener Leistungen ergänzt.

Seitens der Aufsichtsbehörde wurde eine Verlängerung des Stand-By Betriebs in Aussicht gestellt.

Tilgungen und Zinsen aus dem langfristigen Darlehensvertrag mit der Muttergesellschaft wurden ab November 2022 bis Ende 2025 gestundet.

 

Steyerberg, 31. Mai 2025

Oxxynova GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Klaus Puell

Raimer Schaper

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Oxxynova GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 208.787,06 4.851,95 2.128,27 215.767,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.206.509,29 0,00 0,00 0,00 23.206.509,29
23.415.296,35 4.851,95 0,00 2.128,27 23.422.276,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.922.272,20 0,00 0,00 0,00 3.922.272,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.532.782,31 39.171,06 140.000,00 733,71 20.432.687,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.382,79 24.648,69 12.514,00 13.457,38 1.972.974,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 238.655,19 85.550,12 163.650,00 -16.319,36 144.235,95
26.641.092,49 149.369,87 316.164,00 -2.128,27 26.472.170,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 0,00 28.500,00 0,00 0,00 28.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 750.000,00 0,00 0,00 750.000,00
0,00 778.500,00 0,00 0,00 778.500,00
50.056.388,84 932.721,82 316.164,00 0,00 50.672.946,66
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 184.594,06 23.081,95 2.128,27 0,00 209.804,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.206.509,29 0,00 0,00 0,00 23.206.509,29
23.391.103,35 23.081,95 2.128,27 0,00 23.416.313,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 595.014,24 124.338,00 0,00 0,00 719.352,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.289.389,55 443.605,77 0,00 87.500,00 17.645.495,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.628.370,79 77.423,07 0,00 12.514,00 1.693.279,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.307,30 0,00 -2.128,27 40.000,00 179,03
19.555.081,88 645.366,84 -2.128,27 140.014,00 20.058.306,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
42.946.185,23 668.448,79 0,00 140.014,00 43.474.620,02
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 5.963,00 24.193,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
5.963,00 24.193,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.202.919,96 3.327.257,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.787.191,76 3.243.392,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.695,00 319.012,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.056,92 196.347,89
6.413.863,64 7.086.010,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 28.500,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000,00 0,00
778.500,00 0,00
7.198.326,64 7.110.203,61

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat sich die Oxxynova GmbH mit Sitz im niedersächsischen Steyerberg nach über 45 Jahren Produktionstätigkeit für das Polyestervorprodukt Dimethylterephthalat (DMT) neu ausgerichtet. Anstatt produzierend tätig zu sein, konzentriert sich die Gesellschaft darauf, das Werk Steyerberg samt Standortleistungen zu vermarkten. Wesentlicher strategischer Kern ist dabei die Erfüllung gesamtgesellschaftlicher, nachhaltiger Ziele wie die Erzeugung von Grünstrom, die Akquise von Recyclingaktivitäten oder neuen Zukunftstechnologien.

Die Oxxynova selbst wird sich sukzessive zu einer Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft wandeln. Zu den Leistungen der Oxxynova wird insbesondere der Standortbetrieb mit Vermietung und Verpachtung gehören. In Abhängigkeit der zukünftigen Bedarfe können die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen für die Ver- und Entsorgung wieder in Betrieb genommen werden. Neue Arbeitsfelder werden gegebenenfalls mit Tochtergesellschaften und neuen Partnern realisiert werden. Ein erster Schritt ist dabei mit der Gründung der STY Energie GmbH mittels Erwerb einer Vorratsgesellschaft erfolgt.

Die Oxxynova GmbH ist eine 100%ige Tochter der Omega One Holding GmbH (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Zum Bilanzstichtag wird die Anteilsmehrheit an der Omega One Holding GmbH von der TOKLA Beteiligungs GmbH gehalten, die jedoch gemäß § 293 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die durchschnittliche preisbereinigte Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland bewegt sich seit 2018 auf sehr niedrigem Niveau. Die Coronapandemie hat daran genauso Anteil wie der Ukrainekrieg. Darüber hinaus befinden sich die in Deutschland etablierten Industrien (Chemie, Stahl, Automobil) unter Druck von internationalen Wettbewerbern oder sich verändernden Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt. Insgesamt weist das Statistische Bundesamt einen Rückgang des BIP im Vorjahresvergleich um 0,3 % aus.

Im gleichen Zeitraum entwickelte sich auch die Bruttoinvestitionssumme in Deutschland rückläufig. Große Konzerne mit deutschem Stammwerk haben Investitionen gestoppt oder ins Ausland verlagert. Auch in der Kernbranche von Oxxynova, der chemischen Industrie, sanken die Investitionen in Maschinen um 2%.

Der VCI berichtet in seinem Jahresbericht 2023 von einem herausfordernden Jahr und nennt die schwache Marktlage als Hauptinvestitionshemmnis. Über alle Mitgliedsunternehmen war in dem Jahr sowohl ein Produktions- (-7,8%) wie auch ein Umsatzrückgang (-13,7%) zu verzeichnen.

2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung der Oxxynova GmbH verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungsindikatoren, von denen die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren die Liquidität, das EBIT und das EBITDA sind.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird die Anzahl an Ansiedlungsanfragen zukünftig um die Flächenbelegung durch Dritte ergänzt werden.

3. Geschäftsverlauf

Mit dem Geschäftsjahr 2023 beginnt die Transformation der Oxxynova GmbH hin zu einer Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft. Während im Januar 2023 noch die letzten Produkte aus der Produktion des Vorjahres abgesetzt worden sind, konzentrierte sich der Geschäftsbetrieb danach vordringlich um die Erreichung eines neuen Normalbetriebs gemäß behördlicher Vorgabe bei deutlich reduzierter Belegschaft. Im Fokus stand dabei vor allem die Reinigung der produktionsrelevanten Aggregate, die Entsorgung verbliebener Produktionsrückstände sowie ausrangierter Anlagenteile.

Parallel dazu wurden neue und alte Standortansiedlungsanfragen bearbeitet. Erste kleine Flächen konnten vermietet werden.

Die im Prognosebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2023 dargestellten Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätszahlen wurden erreicht.

4. Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Oxxynova GmbH belief sich 2023 auf 8 (Vorjahr: 135) Mitarbeiter. Die im Vorjahr beschäftigten 6 Auszubildenen (davon 2 direkt im Betrieb und 4 über eine Verbundausbildung) haben neue Ausbildungsstätten gefunden. Dieser signifikante Personalabbau ist Folge der Produktionseinstellung Ende 2022.

5. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz des Jahres 2023 beträgt 2.118 T€ (Vorjahr: 110.697 T€) und beinhaltet im Wesentlichen nachlaufende Absätze aus dem eingestellten Produktionsbetrieb (1.799 T€). Darüber hinaus wurden nicht mehr benötigte Mengen an Schrott, Hilfs- und Betriebsstoffen im Umfang von 256 T€ veräußert. Der Verlust von 98% des Vorjahresumsatzes begründet sich auf der Produktionsschließung und damit Aufgabe der bisherigen Absatzmärkte. Der über alle Produkte und Dienstleistungsangebote größte Markt im Geschäftsjahr 2023 war Italien (41%), gefolgt von Deutschland (32%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es erste wenige Standortansiedlungsanfragen, die vor allem aus dem ehemaligen Unternehmensumfeld stammen.

Ergebnisentwicklung

Die Oxxynova GmbH erzielte im Berichtszeitraum ein negatives Jahresergebnis von 3.122 T€ (Vorjahr: +844 T€). Das EBITDA betrug -2.372 T€ (Vorjahr: 6.963 T€); das um periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug -6.476 T€ (Vorjahr: 10.880 T€). Das EBIT beläuft sich auf -3.040 T€ (Vorjahr: +1.494 T€); das bereinigte EBIT beläuft sich auf -7.144 T€ (Vorjahr: 8.941 T€).

Der Materialaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist von dem Abfahrbetrieb im Januar geprägt. Abschließende Instandsetzungen, der letztmalige Bezug von Erdgas sowie ein signifikant hoher Verbrauch an Stickstoff sind in dem Monat zu verzeichnen. Darüber hinaus fallen laufende Energiekosten für den Stand-By Betrieb an.

Der Personalaufwand ist im Vorjahresvergleich um rd. 76,3 % gefallen. Aufgrund des Personalübergangs in die Transfergesellschaft Ende Januar 2023 hat sich die Belegschaft deutlich verkleinert. Gegenläufig wirkt die wachsende Pensionsrückstellung.

Nach den außergewöhnlichen Abschreibungen im Vorjahr aufgrund der Produktionseinstellung (8.203 T€) sinken die laufenden Abschreibungen mit 668 T€ wieder auf ein übliches Maß für das weiterhin dauerhaft zur Verfügung stehende Anlagevermögen.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzieren sich die sonstigen betrieblichen Aufwände deutlich auf 5.719 T€ (Vorjahr: 18.612 T€) um 69,3%. Nahezu alle Vorjahresvorgänge, die diese Position im Rahmen der Produktionseinstellung oder das übliche Absatzgeschäft betroffen haben, konnten abgeschlossen werden. Neben den Frachten entfallen somit außergewöhnliche Belastungen wie die Ausgestaltung der Transfergesellschaft oder zusätzliche Materialentsorgungen im Geschäftsjahr 2023. Mit 2.647 T€ stellt der Handel mit Emissionszertifikaten die wesentliche Einzelposition dar.

Im Geschäftsjahr reduzieren sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 22,6 % auf insgesamt 6.823 T€ (Vorjahr: 8.816 T€). Analog zu den sonstigen betrieblichen Aufwänden stellt der Handel mit Emissionszertifikaten die wesentliche Einzelposition mit 6.007 T€ dar. Darüber hinaus tragen einmalige Effekte aus einem Tilgungsverzicht sowie Rückerstattungen der Konzessionsabgabe für Vorjahre zu diesem Wert bei.

Die aufgeführten Effekte sorgen in ihrer Gesamtheit dafür, dass sich im Vorjahresvergleich alle operativen Ergebniszahlen deutlich verschlechtern. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres (0,8 Mio. €) entwickelt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresverlust von 3,1 Mio. €.

6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 14.317 T€ (Vorjahr: 28.268 T€). Die Reduktion der Bilanzsumme trägt den Effekten aus der Produktionseinstellung im Vorjahr Rechnung. Im Vorjahr enthaltene Restbestände für Rohstoffe und fertige Erzeugnisse wurden vollständig entsorgt oder ausgeliefert, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden von den Kunden ebenso beglichen wie Oxxynova die laufenden Verbindlichkeiten bedient hat. Darüber hinaus wurden wesentliche Rückstellungen verbraucht und die sonstigen Verbindlichkeiten deutlich reduziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände (6 T€) enthalten insbesondere die weiterhin für die Überwachung erforderliche Steuerungssoftware der Produktionsanlage (4 T€).

Bei den Sachanlagen (6.414 T€) werden alle für zukünftige Vorhaben relevanten Vermögensgegenstände weiterhin berücksichtigt. Dazu gehören neben den Grundstücken insbesondere die Tankläger, die Versorgungsanlagen sowie die Gleisanlage.

Unter den Finanzanlagen wird das Darlehen an die 100%ige Tochtergesellschaft STY Energie GmbH (750 T€) ausgewiesen. Als Anteile an verbundenen Unternehmen werden die Stammkapitaleinlagen der STY Energie GmbH inkl. der Anschaffungsnebenkosten (29 T€) geführt.

Im Vorjahresvergleich ist das Vorratsvermögen (289 T€) um -1.405 T€ deutlich rückläufig. Die im Vorjahr enthaltenen Restbestände für Rohstoffe und fertige Erzeugnisse wurden vollständig ausgeliefert oder entsorgt. Es verbleiben im Wesentlichen Ersatzteile, die im Stand-By-Betrieb weiterhin benötigt werden.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen reduziert sich aufgrund der Produktionseinstellung deutlich auf 158 T€ (Vorjahr: 7.550 T€). Gegenüber der Tochtergesellschaft STY Energie GmbH bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 282 T€ aufgrund der Vorfinanzierung einer Investition in eine Photovoltaikanlage. Die Forderung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 beglichen.

Das Umlaufvermögen (7.112 T€, Vorjahr: 21.158 T€) beträgt zum Bilanzstichtag 49,7 % (Vorjahr: 74,8 %) der Bilanzsumme. Dem Umlaufvermögen stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von 694 T€ sowie kurzfristige Rückstellungen von 494 T€ gegenüber.

Unter Berücksichtigung des Jahresverlustes ergibt sich ein Eigenkapital von 1.814 T€ (Vorjahr: 4.936 T€). Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt am Bilanzstichtag bei 12,7 % (Vorjahr: 17,5 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (607 T€, Vorjahr: 3.187 T€) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das langfristige Fremdkapital ist im Vorjahresvergleich um 680 T€ gestiegen. Ursächlich ist der signifikante Anstieg der Pensionsrückstellungen.

Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital ist um 11.509 T€ gesunken. Die deutliche Reduktion begründet sich vor allem auf dem Verbrauch der sonstigen Rückstellungen, die im Vorjahr aufgrund der Produktionseinstellung gebildet worden waren, sowie signifikant geringeren Berechnungsgrundlagen für Personalkostenrückstellungen im Geschäftsjahr 2023 in Folge des erheblichen Personalabbaus. Gleichsam wirkt die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rd. 2,6 Mio. € nach dem Wegfall des Rohstoffbezugs sowie der Ausgleich stichtagsbezogener sonstiger Verbindlichkeiten um rd. 1,8 Mio. €.

7. Finanzierung

Planmäßig erfolgte die abschließende Tilgung der im Jahr 2018 per Mietkauf refinanzierten zentralen Produktionsaggregate der neuen DMT-fest Produktionsanlage.

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist befriedigend, es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten. Durch den Handel mit zugeteilten und erworbenen Emissionszertifikaten besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Zum Ende des Geschäftsjahres belaufen sich die flüssigen Mittel auf 4.788 T€, die in der Kapitalflussrechnung als Finanzmittelfonds erfasst sind.

Kapitalflussrechnung

Ausgehend von einem negativen Jahresergebnis (-3,1 Mio. €) führt insbesondere der Verbrauch der Rückstellungen aus dem Vorjahr zu einem negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -4.417 T€. Die Abschreibungen haben sich nach den hohen außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr in Folge der Produktionseinstellung auf ein deutlich niedrigeres Niveau reduziert. Ein- und Auszahlungen aus außergewöhnlichen Posten betreffen den Kauf und Verkauf von Emissionszertifikaten.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit (-801 T€) betrifft in Höhe von 149 T€ Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in Höhe von 779 T€ Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Die Investitionen wurden 2023 aus freien Mitteln finanziert.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrifft die Tilgung von Krediten (-559 T€). Eine sonstige Darlehensverbindlichkeit der Oxxynova konnte vorzeitig in Höhe von 460 T€ abgelöst werden. Die Gesellschaft verbuchte einen Darlehensverzicht von T€ 574; es resultierte ein zahlungsunwirksamer, außergewöhnlicher Ertrag für die Oxxynova. Das Darlehen seitens der der Gesellschafterin Omega One Holding GmbH ist nunmehr bis Ende 2025 gestundet.

2023
T€
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis -3.122
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen des Anlagevermögens 668
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -6.491
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.245
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.277
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 53
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 227
+/- Aufwendungen/Erträge aus außergewöhnlichen Posten -3.988
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -145
+ Einzahlungen aus außergewöhnlichen Posten 6.007
- Auszahlungen aus außergewöhnlichen Posten -2.594
- Ertragsteuerzahlungen 0
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.417
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 124
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -149
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -779
+ Erhaltene Zinsen 8
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -801
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Begebung von (Finanz-)Krediten 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -559
- Gezahlte Zinsen -18
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -577
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.795
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.583
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.788
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 4.788
jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrente) 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.788

Investitionen

Als investive Schwerpunkte während der Transformation der Gesellschaft und des Standortes stehen Investitionen in die Infrastruktur und für Kosteneinsparungen im Fokus. Im Jahr 2023 betreffen die wesentlichen Investitionen Sachanlagevermögen (149 T€), darunter Technische Anlagen (39 T€) und Anlagen im Bau (86 T€) wie Kompressoren und eine Leichtbauhalle. Darüber hinaus fielen in Folge eines Grundstückskaufvertrags aus Oktober 2024 Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 28 T€ für einen Grundstückerwerb im Januar 2025 an, Investitionen in Finanzanlagevermögen resultieren aus einer Darlehensgewährung in Höhe von 750 T€ an die STY Energie GmbH, die als 100 %ige Tochtergesellschaft der Oxxynova ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat. Das Darlehen ist auf unbestimmte Zeit gewährt, wurde jedoch mit einem Teilbetrag von 400 T€ in 2025 bereits getilgt.

8. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nach der Entscheidung zur Einstellung der DMT-Produktion Ende 2022 und den damit verbundenen Auswirkungen ist das Geschäftsjahr 2023 geprägt von Veränderungsprozessen. Langfristige Kunden und Lieferanten haben das Unternehmensumfeld verlassen. Während ehemalige administrative Prozesse mit der reduzierten Belegschaft bewältigt werden müssen, sind neue Prozesse parallel zu entwickeln und zu implementieren.

Neben dem Erreichen eines neuen Normalbetriebes am Standort Steyerberg wurden vielfältige Standortanfragen von Unternehmen bearbeitet, um weitere Projekte zu identifizieren. Durch das zurückhaltende Investitionsgeschehen konnten im Jahr 2023 jedoch noch keine Akquiseerfolge erzielt werden. Im Rahmen der Gespräche wurde festgestellt, dass ein geräumter Standort besser zu vermarkten sein wird, somit wurden gegen Jahresende die Aktivitäten zur Standortbereinigung intensiviert.

Das Geschäftsjahr 2023 war das erste Jahr der Transformation der Oxxynova und somit intensiv für alle internen und externen Beteiligten. Das hohe negative Ergebnis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wird durch die Geschäftsführung als gänzlich unbefriedigend eingestuft.

III. Risiko- und Chancenbericht

Das neue Geschäftsmodell mit Standortvermarktung, Erzeugung von Grünstrom und Akquise von Recycling-Aktivitäten bedingt umfangreiche infrastrukturelle und behördliche Änderungen am Standort Steyerberg. Somit liegen während des Transformationsprozesses insbesondere Risiken in der politischen und administrativen Umwelt des Unternehmens. Oxxynova begegnet dem dahingehend, dass eine laufende Abstimmung mit den beteiligten Behörden, Interessensvertretungen, der Kommune sowie situative Abstimmung mit externen Experten erfolgt. Seitens der einbezogenen externen Stellen wird das Vorhaben wohlwollend unterstützt.

Strategische Risiken resultieren insbesondere aus dem Transformationsprozess der Oxxynova in eine Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft.

Wirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere aus der Konkurrenz bei der Standortvermarktung, einer rückläufigen Investitionsbereitschaft für Ansiedlungen, Verletzung vertraglicher Pflichten sowie dem befristeten Stand-By Betrieb. Seitens der zuständigen Behörde wurde der Stand-by-Betrieb vorläufig bis Ende 2025 befristet. Aufgrund laufender Gespräche mit der Behörde geht Oxxynova von einer Verlängerung des Stand-By Betriebs aus. Der Fokus für die Standortvermarktung liegt insbesondere auf dem Standortmarketing, Kommunikation und Netzwerken. Mit externer Unterstützung werden die standortbezogenen Daten und Vorteile marktgerecht aufbereitet.

Aus der Einstellung der Produktionstätigkeit verbleiben für die Oxxynova, z.B. Effekte aus einer möglichen Verletzung vertraglicher Pflichten aus laufenden Verträgen. Die Oxxynova hat diesbezüglich juristische Stellungnahmen eingeholt und ihr Vorgehen darauf abgestimmt. Überwiegend wurden bereits mit Kunden und Lieferanten Vereinbarungen getroffen, die die wesentlichen Vorgänge abschließen.

Finanzielle Risiken ergeben sich aus laufenden und zukünftigen Finanzierungen. Die laufende Darlehensverpflichtung der Gesellschafterin ist bis zum 31.12.2025 gestundet. Für den 2023 gestarteten Transformationsprozess der Gesellschaft wird auf eine Eigenfinanzierung zurückgegriffen. Für die Realisierung von Projekten sind weitere Finanzmittel zu beschaffen. Insbesondere für Investitionen für die Erzeugung grüner Energie sowie industrielle Neuansiedlungen wird mit Partnern zusammengearbeitet werden.

Restriktionen für den vorhandenen Transformationsprozess resultieren aus den vorhandenen Liquiditätsreserven. Insoweit hat die Oxxynova ein strenges Liquiditätscontrolling implementiert, um kosteneffizientes Arbeiten zu gewährleisten und Ausgaben für die Umsetzung von Projekten zu überwachen.

Die Oxxynova nimmt am Markt für Emissionshandel teil. Mit dem Wechsel in den Stand-By Betrieb reduziert sich die Abgabeverpflichtung der Emissionshandelszertifikate deutlich, so dass entstandene Überschüsse liquiditätswirksam veräußert werden können. Seit 2019 werden An- und Verkäufe zur Aufrechterhaltung der Liquidität getätigt. Eng gesteckte Rahmenbedingungen und eine laufende Kursüberwachung für An- und Verkäufe minimieren die Realisierung von Verlusten.

Während der laufenden Transformationsphase bestehen bestandsgefährdende Risiken dahingehend, dass die geplanten Szenarien nicht oder nicht fristgerecht umgesetzt werden oder dass die vorhandenen Liquiditätsreserven nicht ausreichen.

Zinsrisiken schlagen sich in der Bewertung der Pensionsrückstellung nieder, die zum Bilanzstichtag rund 64% der Bilanzsumme ausmacht. Der Barwert der Pensionsrückstellung steigt bei einem niedrigeren Diskontierungszinssatz bzw. sinkt bei einem höheren Diskontierungszinssatz.

Personelle Risiken resultieren aus der signifikant reduzierten Belegschaft, da sich Fachexpertise auf wenige Personen konzentriert. Oxxynova begegnet diesem Risiko insbesondere mit überwiegend gemeinschaftlich bearbeiteten Aufgabenstellungen, so dass Ausfälle größtenteils kompensiert werden können.

IT- und Cyberrisiken werden durch moderne Technologien, strikte Netztrennungen sowie kontinuierliches Patchmanagement minimiert.

Ökologische Risiken (z.B. Umweltschäden, Emissionen) am in den 1970er Jahren errichteten Standort werden laufend überwacht. Bisher sind keine besonderen Umweltrisiken bekannt.

Die sich seit Anfang 2023 im Stand-By Betrieb befindliche Produktionsanlage für DMT ist eine Störfallanlage. Dementsprechend bestehen auch weiterhin hohe regulatorische Anforderungen an die Überwachung der Anlage sowie des Standortes. Ein entsprechendes Monitoring ist implementiert.

Strategische Chancen bestehen insbesondere darin, dass das Werk Steyerberg als autonome Produktionsstätte errichtet wurde. Die damit verbundenen infrastrukturellen Einrichtungen und behördlichen Grundlagen sowie die Lage bieten viel Potential für Neuansiedlungen. In Zusammenarbeit mit Partnern gilt es, diese Potentiale nutzbar zu machen. Insbesondere die multilaterale Kommunikation der Öffnung des Standortes wird für weiteres Interesse sorgen.

Zu den wirtschaftlichen Chancen zählt insbesondere die positive Wettbewerbssituation des Standortes. Mit externen Partnern hat Oxxynova einen Standortvergleich durchgeführt und die wesentlichen Ansiedlungsparameter erarbeitet. Demnach gibt es in Niedersachsen lediglich einen vergleichbaren Standort. Über die entwickelten Netzwerke wird das Werk Steyerberg sowohl auf übergreifender politischer Ebene wie auch über Standortvermittler offeriert.

Zusätzlich zum etablierten Werk Steyerberg stehen weitere anliegende Flächen mit einer Größe von insgesamt ca. 80 Hektar genehmigtes Industrie- und Gewerbegebiet zur Verfügung, die in Zusammenarbeit von der Kommune mit Oxxynova wirtschaftlich entwickelt werden sollen.

Oxxynova wird als Standortdienstleister eines neuen Industrieparks zentrale Leistungen für alle angesiedelten Unternehmen erbringen. Darüber hinaus werden Chancen für Kooperationen gesehen, um weitere Leistungen für die Ver- und Entsorgung anbieten zu können. Für die Realisierung von Projekten sind weitere Finanzmittel zu beschaffen. Insbesondere für Investitionen für die Erzeugung grüner Energie sowie industrielle Neuansiedlungen wird mit Partnern zusammengearbeitet werden.

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Chancen-/Risikolage während des Transformationsprozesses als sehr herausfordernd ein.

IV. Prognosebericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 3. September 2024 wurde die Satzung der Gesellschaft um die zukünftige Erbringung standortbezogener Leistungen ergänzt.

Im Geschäftsjahr 2024 starteten gemäß dem neuen Geschäftsmodell umfangreiche Aktivitäten mit externen Partnern zur Vermarktung des Werkes Steyerberg. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Kommune zur gemeinschaftlichen Entwicklung auch der angrenzenden Industrieflächen des Gewerbegebietes "Am Hasenberge" wurde intensiviert. Darüber hinaus werden externe Standortansiedlungsvorhaben zur eFuel- Herstellung durch die German eFuel One GmbH sowie zur Wasserstoffproduktion durch die Hynamics Deutschland GmbH unterstützt. Parallel findet einerseits eine Raum- und Flächenbereinigung statt, um freie Baufenster für die Vermarktung des Standortes zu erhalten, und andererseits werden Konzepte für moderne und zukunftsfähige Infrastruktur entwickelt und sukzessive umgesetzt.

1. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 fokussierte sich vor allem auf das Downsizing des Standortes Steyerberg. Ab dem Jahr 2024 wird die Bearbeitung von Standortanfragen und die Projektentwicklung im Vordergrund stehen. Der damit begonnene Transformationsprozess in eine Standortentwicklungs- und Servicegesellschaft wird sich voraussichtlich bis 2026 erstrecken.

Während der Januar 2023 noch Umsätze und Kosten aus dem ehemaligen Produktionsbetrieb umfasste, werden sich im Jahr 2024 sowohl Kosten als auch Umsätze noch einmal deutlich reduzieren. In der Transformationsphase wird ein Umsatzniveau von 0,2 - 0,3 Mio. € erwartet. Gemäß dem neuen Geschäftsmodell wird der kostenseitige Schwerpunkt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen - vor allem für die Aktivitäten zur Standortvermarktung - sowie den Personalaufwänden liegen. Alle anderen Kostenpositionen werden sich rückläufig entwickeln.

Insgesamt entsteht im Geschäftsjahr 2024 eine im Vorjahresvergleich immer noch negative aber deutlich verbesserte Ergebnissituation, mit einem EBIT von -0,2 Mio. € und EBITDA von +0,4 Mio. € und somit deutlich über Vorjahresniveau. Dabei wird ein deutlich negatives operatives Ergebnis durch sonstige Effekte insbesondere aus dem Verkauf von Restbeständen an EU-Emissionshandelszertifikaten kompensiert werden. Für die Vermarktung des Standortes Steyerberg sowie von Standortdienstleistungen wurde ein Businessplan sowie eine Liquiditätsplanung für die Jahre 2024-2026 erstellt, in der die Transformationsphase abgebildet ist. Auf Basis des Businessplanes wird für die strategische Neuausrichtung in den Jahren 2025 bis 2026 mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Insofern plant die Gesellschaft mit einem ausgeglichenen EBIT sowie einem EBITDA von rd. 0,6 Mio. €. Während dieser Transformationsphase sollen weiterhin erwartete negative operative Ergebnisse über sonstige Effekte ausgeglichen werden.

Mit Beginn der Standortvermarktungsaktivitäten ist bereits im Jahr 2024 eine deutliche Zunahme der Kontaktaufnahmen für Standortansiedlungen zu vermelden. Erste Erfolge aus den Aktivitäten werden bereits im Jahr 2025 erwartet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass nach der ersten Ansiedlung weitere Unternehmen folgen werden.

2. Finanzlage

Neben der Standortentwicklung entlang der dargestellten Strategie ist die Sicherstellung der Finanzierung ein essenzieller Baustein der Oxxynova. Im Einklang mit diesem Ziel werden neue langfristige Verbindlichkeiten vermieden. Der langfristige Darlehensvertrag mit der Muttergesellschaft ist seit November 2022 bis nunmehr Ende 2025 gestundet.

Die Gesellschaft hat seit 2019 positive Erfahrungen im Handel mit EU-Emissionszertifikaten gesammelt. Seitdem werden An- und Verkäufe zur Aufrechterhaltung der Liquidität in eng gesteckten Rahmenbedingungen zur Vermeidung von Verlusten getätigt. Werden Restbestände an EU-Emissionszertifikaten aus Vorjahren veräußert, wird damit auch die Ergebnissituation gestützt.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit Finanzberatern intensiviert werden, um insbesondere bei der Finanzierung von Projektvorhaben individuelle Lösungen entwickeln zu können.

Das offene Bestellobligo aus 2023 betrug zum Stichtag rund 750 T€. Darin enthalten ist ein Grundstückserwerb vom Januar 2024 in Höhe von 458 T€ für die Errichtung einer nachhaltigen Stromerzeugungsanlage.

Insgesamt ist Oxxynovas Finanzlage zum Ende des Geschäftsjahres 2024 als solide zu bezeichnen und unter den getroffenen Annahmen in der Business- und Liquiditätsplanung für die Jahre 2025 - 2027 auf Basis vorhandener Liquiditätsreserven weiterhin als gesichert anzusehen. Es ist geplant, die freie Liquidität in dem Planungshorizont bis Ende 2026 auf dem Niveau des Jahres 2023 zu festigen.

Jedoch bestehen bestandsgefährdende Risiken für die Unternehmensfortführung der Oxxynova dahingehend, dass geplante Szenarien nicht oder nicht fristgerecht umgesetzt werden können oder dass vorhandene Liquiditätsreserven für den beabsichtigten Transformationsprozess der Gesellschaft nicht ausreichen. Ein wesentlicher Punkt für den Erfolg der Transformation ist eine enge Zusammenarbeit mit geschäftlichen, behördlichen und politischen Partnern.

Auf Basis der aktuellen Finanzplanung gehen wir insgesamt davon aus, dass die Finanzierung der Oxxynova auf Basis der getroffenen Annahmen in der Business- und Liquiditätsplanung mittelfristig als gesichert angesehen werden kann und die Oxxynova GmbH auch zukünftig allen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

 

Steyerberg, 31. Mai 2025

Oxxynova GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Klaus Puell

Raimer Schaper

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