Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 100754
Vorher
Invitel GmbH
Eingetragen
18.12.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens Ist der Betrieb von Call-, Communications- und Fulfillmentcentern, die Entwicklung, der Vertrieb sowie der Handel mit Software im Zusammenhang mit den Centern und der Aufbau von Datenbanken sowie Handel mit Daten bzw. Datenbanken. Der Erwerb, die Verwaltung sowie der Handel mit Beteiligungen an anderen Gesellschaften, die gleiche oder komplementäre Geschäfte wie die Gesellschaft selbst betreiben sowie die Beratung Dritter im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von vorgenannten Centern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Damir Kucinar
seit 9.10.2024
Geschäftsführer
Tomislav Glavaš
seit 16.3.2022
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mplus Germany GmbH (vormals: Invitel GmbH)

Helmstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Überblick über die Geschäftsentwicklung

I. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Durch ihre Tochtergesellschaften bietet die Mplus Germany GmbH hauptsächlich Telekommunikations- und ITbasierte Dienstleistungen in den Bereichen Inbound, Outbound und Fulfillment an. Gemeinsam bilden diese Unternehmen die Mplus Germany Unternehmensgruppe.

Die Unternehmensgruppe Mplus Germany basiert auf drei Marken: Mplus Germany GmbH, Mplus Braunschweig GmbH und Mplus Sales GmbH. Seit 2017 werden diese drei Säulen durch die ISF Micro Units GmbH unterstützt, deren Teams aus verschiedenen Standorten - sogenannten MicroUnits - grundsätzlich in allen drei Bereichen als Unterstützungseinheiten eingesetzt werden können.

Durch ihre Unternehmen ist die Mplus Germany Gruppe in einer Vielzahl von Branchen tätig. Während die Mplus Germany Gruppe hauptsächlich Aufträge aus der Energie- und Wohnungswirtschaft bearbeitet, konzentriert sich die Mplus Braunschweig Gruppe auf die Sektoren Telekommunikation, Mobilität, Banken, Versicherungen, Einzelhandel, E-Commerce und Gesundheitswesen. Darüber hinaus hat die Mplus Germany Unternehmensgruppe eine Outbound-Sparte, Mplus Sales GmbH, die das Dienstleistungsangebot der Gruppe für das vollständige Business Process Outsourcing ergänzt. Das Dienstleistungsangebot wird durch die BusinessLine GmbH ergänzt, die standardisierte Sekretariatsdienste in einem Abomodell über eine e-sekretariatsplattform anbietet.

Als Holdinggesellschaft der Mplus Germany Unternehmensgruppe bildet die Muttergesellschaft Mplus Germany GmbH die Verbindung zwischen diesen drei Marken. In diesem Kontext übernimmt die Mplus Germany GmbH alle administrativen Aufgaben für ihre Tochtergesellschaften der Mplus Germany Gruppe, der Mplus Braunschweig Gruppe, der Mplus Sales Gruppe und der ISF MicroUnits.

II. Makroökonomische und branchenspezifische Bedingungen

Laut dem Statistischen Bundesamt sah sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 Herausforderungen gegenüber, da das BIP im Vergleich zum Vorjahr um etwa 0,3% zurückging. Dieser Rückgang steht im Gegensatz zu einem Wachstum von 1,9% im Jahr 2022. Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität war hauptsächlich auf die anhaltende Inflation, die laufende Energiekrise und sinkende Konsumausgaben zurückzuführen. Trotz dieser Herausforderungen zeigte die Inflation, die 2022 stark angestiegen war, Anzeichen der Stabilisierung, blieb jedoch auf einem hohen Niveau.

Der wirtschaftliche Ausblick für Deutschland bleibt vorsichtig. Obwohl die Inflation in der zweiten Jahreshälfte 2023 zurückging, ist die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität langsam verlaufen, mit nur marginalen Verbesserungen im Jahr 2024.

In Bezug auf die Callcenter-Branche in Deutschland hat der Sektor trotz der breiteren wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiter expandiert. Dieses Wachstum wird durch die zunehmende Auslagerung von Kundenservice-Funktionen, den Anstieg des E-Commerce und die wachsende Nutzung von Callcentern für technischen Support und andere Dienstleistungen vorangetrieben. Die Branche sieht sich jedoch auch Herausforderungen gegenüber, wie steigenden Arbeitskosten, zunehmendem Wettbewerb aus dem Ausland und der Einführung digitaler Technologien wie Chatbots und KI, die die Dynamik im Kundenservice neu gestalten.

Durch die Nutzung technologischer Entwicklungen, die fortschreitende Digitalisierung und die laufende Auslagerung von Dienstleistungen konnte die Branche ihren Umsatz weiter steigern. Die Qualifikation der Mitarbeiter wird ebenfalls zunehmend wichtiger, da es in Zukunft noch wichtiger sein wird, den Kunden umfassende Beratung zu bieten.

II.1 Energiesektor

Die Mplus Germany Gruppe ist seit vielen Jahren ein Partner für Kunden in der Energiebranche durch verschiedene Phasen des Strukturwandels.

Die Energiewende stellt einen Aspekt des Transformationsprozesses innerhalb des Energiesektors dar. Dieser Wandel wird besonders deutlich in den Trends der Bruttostromerzeugung. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden 1990 weniger als 4 % des Gesamtstroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Bis 2023 stieg dieser Wert auf etwa 55,1 %. In den letzten zehn Jahren gab es einen signifikanten Anstieg der Nutzung von Wind- und Solarenergie. Im Gegensatz dazu sinkt der Anteil von Kohle und Atomenergie bei der Stromerzeugung kontinuierlich.

Der zweite große Aspekt des Transformationsprozesses ist der Anstieg der Digitalisierung. Dieser Wandel ist nicht nur durch das Eintreten digital orientierter Startups, sondern auch durch große Unternehmen, die zuvor außerhalb des Energiesektors tätig waren, gekennzeichnet. Diese Entwicklung stellt eine potenzielle Herausforderung für etablierte Branchenführer dar.

Die Mplus Germany Gruppe unterstützt ihre Kunden dabei, diese komplexen Übergänge zu managen, und identifiziert erhebliche Wachstumschancen innerhalb der Branche. So hat die COVID-19-Pandemie zu einer verstärkten Nutzung von Kommunikationskanälen wie Telefon und E-Mail geführt, da physische Interaktionen in Kundenservicestellen eingeschränkt wurden.

II.2 Wohnungswirtschaft

Der Immobilienmarkt in Deutschland sah sich im Jahr 2023 erheblichen Herausforderungen gegenüber, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten bedingt waren. Der Markt wurde von hohen Inflationsraten, steigenden Zinssätzen und sich verändernden demografischen Trends beeinflusst. Diese Faktoren wirkten sich sowohl auf den Wohn- als auch auf den Gewerbeimmobiliensektor aus.

Eine Entspannung im Sektor ist jedoch vorerst nicht in Sicht, bedingt durch den Zustrom von Asylsuchenden, den notwendigen Ausbau von Studentenwohnheimen und die Entwicklung ländlicher Gebiete. Die Digitalisierung bleibt ein weiteres großes Thema, das neben den drei Kernkomponenten der Wohnungswirtschaft - Unternehmen, Gebäude und Kunden - eine Vielzahl von Akteuren in vorgelagerten und nachgelagerten Sektoren beeinflusst und somit neue Wertschöpfungsprozesse fördert.

Da sich in Zukunft neue Marktpotenziale insbesondere in Verbindung mit der Energiebranche eröffnen, für die die Mplus Germany Gruppe über die Jahre als Dienstleister tätig wurde, wird bereits eine Steigerung der Umsätze erreicht, und auch für die kommenden Jahre wird eine fortschreitende Umsatzsteigerung prognostiziert.

III. Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023

Das Management konzentriert sich weiterhin auf langfristige Bindungen zu seinen Kunden. Aus diesem Grund wird insbesondere darauf geachtet, dass es sich um solide Vertragspartner handelt, die ebenfalls an dauerhaften Beziehungen interessiert sind. Im Jahr 2023 blieb das Kundenportfolio stabil.

Die Telekommunikationsumsätze wurden im Jahr 2023 weiter reduziert (0%) im Vergleich zu 2022 (3,5%). Dies ist auf die Tendenz der Telekommunikationsanbieter zurückzuführen, Nearshore- und Offshore-Kapazitäten zu nutzen und das Kundenportfolio zu optimieren.

Zur nachhaltigen Dokumentation und Verifizierung der Position als Qualitätsanbieter auf dem Markt hat die Mplus Germany Gruppe und die Mplus Braunschweig GmbH im Jahr 2023 erneut erfolgreich das Überwachungsaudit zur Erlangung des DIN EN 9001:2015 Zertifikats im Rahmen der Gruppen-Zertifizierung bestanden.

Mplus Germany hat die Strategie umgesetzt, Schulungen über ein virtuelles Klassenzimmer anzubieten, und das Arbeiten von zu Hause aus, ist nach wie vor der primäre Beschäftigungstyp. Zudem haben wir aufgrund des Überangebots an Büroflächen im Jahr 2023 und 2024 den Prozess zur Reduzierung unnötiger Geschäftsflächen initiiert.

Durch den Einsatz softwaregestützter Systeme für die Mitarbeiterrekrutierung konnte das Angebot an Stellenanzeigen erheblich erweitert werden. Die digitalisierten Bewerbungsprozesse führen zu erhöhter Datensicherheit und einer kostengünstigeren Abwicklung des gesamten Rekrutierungsprozesses.

Am 4. September 2023 wurde ein Rebranding der Unternehmensgruppe durchgeführt. Die Invitel GmbH wurde zur Mplus Germany GmbH.

IV. Darstellung der Unternehmenslage

IV.1 Vermögens- und Finanzlage

Neue Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,86 Millionen EUR sorgten für die notwendige Liquidität.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft und die Rückzahlung der Darlehen durch die Tochterunternehmen wird durch einen Comfort Letter bis 2026 der Mplus Croatia d.o.o abgesichert.

Die Rückzahlung der bestehenden Finanzierungsverträge wurde somit gesichert.

Vor allem aufgrund des Jahresüberschusses für das Jahr 2023 in Höhe von 191 Tausend EUR stieg das Eigenkapital von 6,5 Millionen EUR (Vorjahr) auf 6,6 Millionen EUR zum Bilanzstichtag.

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 33,6 Millionen EUR auf 29,6 Millionen EUR. Durch diesen Rückgang stieg die Eigenkapitalquote des Unternehmens von 19,3 % auf 22,4 %. Auf der Aktivseite war die Reduzierung der Bilanzsumme hauptsächlich auf einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,1 Millionen EUR und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 3,2 Millionen EUR zurückzuführen.

Auf der Passivseite der Bilanz ist der Rückgang der Bilanzsumme insbesondere auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5,9 Millionen EUR zurückzuführen. Im Gegenzug erhöhen sich die Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter um 2,3 Millionen EUR.

Die Finanzlage ist durch die Finanzierung der einzelnen Tochtergesellschaften geprägt. Die Forderungen an verbundenen Unternehmen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 19,1 Millionen EUR (Vorjahr: 22,3 Millionen EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 10,4 Millionen EUR (Vorjahr: 16,4 Millionen EUR).

IV.2 Ergebnis der Betriebstätigkeit

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 46.622,8 41.041,2
Bezogene Leistungen / Waren -38.764,9 -35.022,2
Personalaufwand -4.844,6 -3.452,0
Abschreibungen -105,0 -106,6
Sonstige Erträge / Erträge aus Ausleihungen abzgl. Sonstige Aufwendungen -2.183,2 -1.457,2
Zinsergebnis -440,9 -360,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -91,9 -197,2
Ergebnis vor Steuern 192,3 445,9
Sonstige Steuern -1,3 -1,3
Ergebnis nach Steuern 191,0 444,6

Der Umsatz erhöhte sich um 13,6% im Vergleich zu 2022. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die Preisanpassungen und Ausweitung der Vertragsvolumina bei einzelnen Kunden zurückzuführen.

Der Anstieg der bezogenen Dienstleistungen ergibt sich aus der Übernahme von Telefonservices durch die Mplus Gruppe.

Der erhöhte Personalaufwand resultiert aus dem Austausch von Personal. Es wurden Abfindungen gezahlt und die Kosten von hochwertigem Personal in Kauf genommen. Im Jahr 2023 wurde ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) von 192,3 Tausend EUR erzielt, dass 253,6 Tausend EUR unter dem EBT des Vorjahres liegt.

IV.3 Personal

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter ist von 74 im Jahr 2022 auf durchschnittlich 80 einschließlich Aushilfen und Management im Jahr 2023 gestiegen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 40,3%. Der Anstieg ist hauptsächlich auf qualitativ höhere Einstellungen zurückzuführen.

V. Darstellung der erwarteten Entwicklung

Im Folgenden wird die weitere Entwicklung der Mplus Germany Gruppe kurz skizziert und Chancen sowie Risiken für die Zukunft abgeleitet.

V.1 Entwicklung innerhalb der Geschäftsfelder

Die Energiedienstleistungen bleiben das Kerngeschäft der Mplus Germany Unternehmensgruppe. Die Umsätze aus dem Energiesektor werden voraussichtlich von 35 Millionen EUR (2023) auf 30 Millionen EUR (2024), im Wesentlichen aufgrund der Schließung eines Energieprojekts mit 2,6 Millionen EUR Umsatz, wegen der niedrigeren Rentabilität, sinken.

Die restlichen Geschäftsfelder bleiben in 2024 auf dem gleichen Niveau wie 2023.

Alle Projekte wurden im Jahr 2023 sehr genau analysiert. Einige Projekte wurden bewusst abgestoßen, um uns neu zu positionieren. Preiserhöhungen und Vertragsverlängerungen über die Geschäftsjahre 2023/2024 wurden für einige größere Projekte erreicht.

V.2 Wesentliche Risiken für die erwartete Entwicklung

Das interne Berichtssystem, das kontinuierlich von der Controlling-Abteilung weiterentwickelt wird, stellt sicher, dass das Management sofort über auftretende Risiken informiert wird. Verträge mit Kunden sind zudem so gestaltet, dass sie möglichst mittel- oder langfristig sind, um kurzfristigen Marktschwankungen entgegenzuwirken.

Angesichts der Änderungen des gesetzlichen Mindestlohns wurden entsprechende Vereinbarungen in den bestehenden Verträgen mit den Kunden aufgenommen, sodass zukünftige gesetzliche Anpassungen des Mindestlohns ohne Beeinträchtigung des Ergebnisses erfolgen können.

Wie in den Vorjahren wurde im Geschäftsjahr 2023 kein erhöhtes Risiko von Forderungsausfällen festgestellt. Bestehende Kunden gehören in der Regel wirtschaftlich stabilen Sektoren an. Unter Berücksichtigung der Vertriebsaktivitäten der Unternehmen können diese Risiken daher als eher gering eingestuft werden.

Im Jahr 2023 wurden weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,86 Millionen EUR hinzugefügt.

V.3 Chancen der erwarteten Entwicklung

Der Gesellschafter bietet uns nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch einen großen Wissenszuwachs. Der Marktzugang, den wir im Nearshore- und Offshore-Sektor gewonnen haben, eröffnet Möglichkeiten zur Erweiterung unseres Kundenportfolios.

Die Umsätze im Nearshore- und Offshore-Segment belaufen sich im Jahr 2023 auf 2,4 Millionen EUR und für 2024 sind 3,4 Millionen EUR geplant.

VI. Ausblick

Das starke Kundenportfolio der M+ Germany wird stabil bleiben. Es ist bereits ersichtlich, dass die Nachfrage von bestehenden Kunden aufgrund höherer Volumina infolge von Preisänderungen im Energiesektor steigen wird, wobei wir erwarten, dass wir in dieser Übergangszeit Unterstützung leisten.

Homeoffice-Arbeit ist zur primären Arbeitsform in der Callcenter-Branche geworden, und laut Einschätzung des Managements wird sich dies nicht ändern. Besonders in unserer Branche eröffnen sich neue Potenziale, insbesondere im Bereich der Mitarbeiter.

Die Differenzierung von Wettbewerbern und die Entwicklung einzigartiger Verkaufsargumente sind machbar und können durch clevere Strategien in diesem Bereich erreicht werden. Die Integration von Technologie in den Arbeitsalltag hat auch Auswirkungen auf die Kundenanforderungen an den Service. Da jedoch persönliche Kommunikation weiterhin wichtig für die Kundenzufriedenheit ist, ergeben sich hier neue Herausforderungen für Dienstleister, Mensch und Maschine in Einklang zu bringen.

Der Anstieg der Bedeutung, des Umfangs und der Komplexität von Serviceanfragen sowie die wachsenden Anforderungen an technisches Fachwissen und Ressourcen (siehe die Studie zur Zukunft des deutschen Contact- Center- und CRM-Marktes von PricewaterhouseCoopers AG aus 02/2020) schaffen sowohl Chancen als auch Risiken, denen sich die Mplus Germany Unternehmensgruppe weiterhin mit ihrem vorhandenen Personal und Fachwissen stellen wird. Der Fokus liegt hier auf der nachhaltigen Einführung der entsprechenden Prozesse und Methoden. Schritt für Schritt werden die Änderungen in allen Projekten des Unternehmensverbunds umgesetzt.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 46,4 Mio. EUR. Das Jahresergebnis vor Steuern wird in 2024 bei 610 TEUR liegen. Für das Jahr 2025 planen wir mit einem Umsatz von 46 Mio. EUR und einem Jahresergebnis von 229 TEUR.

 

Helmstedt, 16. Juni 2025

Damir Kučinar, Managing Director

Tomislav Glavaš, Managing Director

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.488,96 5.062,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.200,07 198.484,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.167.358,06 6.167.358,06
6.351.047,09 6.370.904,78
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.651.357,07 4.732.618,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.126.621,40 22.321.632,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 43.272,40 22.050,96
22.821.250,87 27.076.301,49
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 379.243,20 142.407,93
23.200.494,07 27.218.709,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.651,82 28.868,36
29.581.192,98 33.618.482,56

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.394.577,00 3.401.000,00
II. Kapitalrücklage 1.471.173,00 1.506.750,00
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 1.578.135,14 1.133.489,53
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 191.030,81 444.645,61
6.634.915,95 6.485.885,14
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 242.004,26 184.137,26
2. Sonstige Rückstellungen 334.159,36 738.410,01
576.163,62 922.547,27
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 601.418,35 566.947,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.429.060,50 16.372.939,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 10.762.889,94 8.479.168,17
4. Sonstige Verbindlichkeiten 576.744,62 790.994,80
davon aus Steuern: EUR 444.448,69 EUR (Vorjahr: 755.196,45 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 110.829,48 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
22.370.113,41 26.210.050,15
29.581.192,98 33.618.482,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 46.622.881,72 41.041.233,98
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.458.628,81 3.177.420,70
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.764.934,88 35.022.184,17
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.206.686,96 2.943.310,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 637.957,00 508.658,72
davon für Altersversorgung EUR 10.232,35 (Vorjahr: EUR 36.600,57)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.996,35 106.639,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.641.839,54 4.634.672,23
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 440.906,57 360.113,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 91.923,00 197.153,27
10. Ergebnis nach Steuern 192.283,23 445.923,14
11. Sonstige Steuern 1.252,42 1.277,53
12. Jahresüberschuss 191.030,81 444.645,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Mplus Germany GmbH, Helmstedt, (eingetragen unter HRB 100754 beim Amtsgericht Braunschweig) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden auf alle Zugänge des Anlagevermögens pro rata temporis bei monatsgenauer Ermittlung vorgenommen.

Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbständig nutzungsfähig sind, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens auf Dauer über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Ein so ermittelter niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen (Wertaufholungsgebot).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Neben den Einzelwertberichtigungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch vorgenommene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der erforderlich ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern hinreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert; liegt der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit über dem Auszahlungsbetrag, wird der Mehrbetrag (Zinsabgrenzung) unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und planmäßig getilgt.

Latente Steuern werden für wesentliche zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird eine latente Steuer nicht aktiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem beiliegenden Anlagespiegel dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen 100 % der Anteile an den Gesellschaften gemäß der Aufstellung zum Anteilsbesitz (s. sonstige Angaben).

Auf Grundlage der erstellten Unternehmensplanung wird davon ausgegangen, dass trotz einer zum Bilanzstichtag vorliegenden Minderung des bilanziellen Eigenkapitals in den Bilanzen einzelner Tochtergesellschaften bei den Beteiligungen an den Tochtergesellschaften keine Wertminderungen der beizulegenden Werte der Beteiligungen unter den Buchwert vorliegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 2,8 Mio. EUR, Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und 16,3 Mio. EUR aus dem Liefer- und Leistungsverkehr bzw. Zahlungsverrechnungen mit den Tochtergesellschaften.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2023 (57,9 TEUR), 2022 (163,9 TEUR), 2021 (8 TEUR) und 2020 (12,2 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Urlaub (48,3 TEUR), Ansprüche aus Dienstverhältnissen (175,9 TEUR), für Berufsgenossenschaft (16,5 TEUR), für Schwerbehindertenausgleichsabgabe (3,3 TEUR), für Archivierung (18,2 TEUR) sowie für Jahresabschlusskosten (72,0 TEUR).

Fristigkeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten sind in der nachstehenden Übersicht gezeigt:

Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2022 EUR davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mit Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 566.947,20 566.947,20 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 16.372.939,98 16.372.939,98 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 8.479.168,17 0,00 *) 8.479.168,17 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 790.994,80 790.994,80 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gesamt 26.210.050,15 17.730.881,98 8.479.168,17 0,00
Stand 31.12.2023 EUR davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mit Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 601.418,35 601.418,35 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 10.429.060,50 10.429.060,50 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 10.762.889,94 0,00 *) 10.762.889,94 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 576.744,62 576.744,62 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gesamt 22.370.113,41 11.607.223,47 10.762.889,94 0,00

*) Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Gesellschafterdarlehen mit unbestimmter Laufzeit erfasst, die in Abhängigkeit von der Liquiditätssituation zurückgezahlt werden können. Für diese Darlehen wurde pauschal eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr angenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insgesamt den Liefer- und Leistungsverkehr bzw. Zahlungsverrechnungen mit den Tochtergesellschaften.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen für Darlehen, sonstige Finanzierungsverträge und Kontokorrentlinien sowie von den Gesellschaftern ausgegebene Darlehen, davon an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 184.

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus befristeten Grundstücksmietverträgen. Die Gesamtverpflichtung beträgt 1,0 Mio. EUR.

Für geleaste Fahrzeuge bestehen Gesamtverpflichtungen in Höhe von 170,8 TEUR. Weitere Leasing- Verpflichtungen bestehen in Höhe von 133,1 TEUR.

Aus Leasing-Verpflichtungen von Tochtergesellschaften bestehen Mithaftungen in Höhe von 1,2 TEUR.

Die zugrundeliegenden Verpflichtungen konnten bislang von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen erfüllt werden. Das Risiko der Inanspruchnahme wird niedrig eingeschätzt und hängt von der weiteren Entwicklung der Unternehmensgruppe ab, die unter Punkt V. und VI. im Lagebericht der Gesellschaft dargestellt wird.

VI. Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
BusinessLine GmbH, Helmstedt 100 -64,5 15,1
Mplus Helmstedt GmbH, Helmstedt 100 981,9 269,7
Mplus Prenzlau GmbH, Prenzlau 100 90,2 -524,1
Mplus Leipzig GmbH, Leipzig 100 560,1 -75,7
Mplus Lüneburg GmbH, Lüneburg 100 547,0 70,6
Mplus Magdeburg GmbH, Magdeburg 100 -2.547,8 -1.466,1
Mplus Sales GmbH, Helmstedt 100 -3.650,2 122,2
Mplus Braunschweig GmbH, Braunschweig 100 2.566,5 -195,9
ISF MicroUnits GmbH, Helmstedt 100 -1.232,8 -43,8
Mplus Halle GmbH, Halle 100 573,6 387,3
Mplus Bielefeld GmbH, Bielefeld 100 -4.937,0 -
734,7
Mplus Bremen GmbH, Bremen 100 -3.569,4 -39,5
Simon & Focken S.L., Gran Canaria 100 353,0 229,3

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss von 191.030,81 EUR saldiert mit dem bestehenden Gewinnvortrag von 1.578.135,14 EUR auf neue Rechnung zum 01.01.2024 vorzutragen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres 2023 betrug 77 Angestellte und 4 Aushilfen.

Im Geschäftsjahr bzw. im nachfolgenden Zeitraum bis zur Abschlussaufstellung waren als Geschäftsführer bestellt:

 

vom 16.03.2022 bis 05.04.2023 Herr Richard Günter Gerhard Bartusch, Potsdam

 

seit 16.03.2022 Tomislav Glavaš, Zagreb, Kroatien

 

vom 05.04.2023 bis 31.08.2024 Raoul Blautzik, Essen

 

seit 11.09.2024 Damiar Kucinar, Leipzig

Die Mplus Germany GmbH, Helmstedt, wird ab 2022 in den Konzernabschluss der Meritus ulaganja d.d., Zagreb/Kroatien einbezogen. Dieser ist auf der Internetseite der Konzernmuttergesellschaft unter https://mplusgroup.eu/financial-reports erhältlich.

 

Helmstedt, den 16. Juni 2025

Damiar Kucinar, Geschäftsführer

Tomislav Glavaš, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.255,89 0,00 325.408,48 10.847,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 665.041,79 181.224,06 280.410,55 565.855,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.167.358,06 0,00 0,00 6.167.358,06
6.167.358,06 0,00 0,00 6.167.358,06
8.169.953,42 181.224,06 605.819,03 6.744.060,77
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 331.193,45 3.573,48 325.408,48 9.358,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 466.557,51 101.422,87 184.325,15 383.655,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.595.501,92 104.996,35 509.733,63 393.013,68
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.488,96 5.062,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 182.200,07 198.484,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.167.358,06 6.167.358,06
6.167.358,06 6.167.358,06
6.351.047,09 6.370.904,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mplus Germany GmbH, Helmstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mplus Germany GmbH, Helmstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mplus Germany GmbH, Helmstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Magdeburg, den 24. Juni 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Bornkampf, Wirtschaftsprüfer

Ingo Waeke, Wirtschaftsprüfer

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